»Der Wohl Unglaublichste Zufall, Den Ich PersöNlich Jemals Erlebt Habe …«

der mir deren bisherige Mieter ihre Bleibe zeigten, fühlte ich mich dort »zu Hause«. Guter Dinge füllte ich das Bewerbungsformular aus, samt der Empfehlung meines Opas. Und oh Wunder: Kurz darauf erhielt ich tatsächlich den Zuschlag.

Wochen später sassen Grossvater und ich einmal mehr auf seiner Gartenschaukel. »Und? Hat es mit deiner Wohnungssuche geklappt?«, wollte er wissen, während wir gemächlich hin und her wippten. »Ja, ich habe eine wunderprächtige Altbauwohnung am anderen Ende der Stadt gefunden«, sprudelte es aus mir heraus. »In welcher Strasse denn?« fragte er neugierig. »In der Mülhauserstrasse«, entgegnete ich.

»Aha – also die Hausnummer 88, die alte Eckwohnung im ersten Stock«, schmunzelte er. »Wohnt darunter immer noch ein Schuhmacher? Existiert die kleine Mauer davor immer noch?« Fassungslos blickte ich ihn an: »Woher weisst du das? Hat dich die Hausverwaltung kontaktiert?« Nein, winkte Grossvater seelenruhig ab:»Aber eigentlich konnte es in besagter Strasse nur diese eine Hausnummer sein.

Exakt in jener Wohnung nämlich war ich nach dem Ersten Weltkrieg mit meinen Brüdern ebenfalls mal ein paar Jahre lang zu Hause!« Luc Bürgin ■

»Der wohl unglaublichste Zufall, den ich persönlich jemals erlebt habe ...« – Abbildung 2
»Der wohl unglaublichste Zufall, den ich persönlich jemals erlebt habe ...« – Abbildung 3
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