Bis 2025 wollen die USA die Herrschaft über die globalen Wetterverhältnisse erringen und das Erdklima mittels Versprühung chemischer Substanzen in der Atmosphäre manipulieren. Dies geht aus einer offiziellen Studie hervor. Parallel dazu häufen sich Hinweise, dass US-Militärs am Himmel bereits heimliche Tests durchführen. Gegenüber «mysteries» sprechen Forschungsinsider nun erstmals Klartext – darunter auch «Chemtrail»-Patententwickler David Chang.

von Luc Bürgin Die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» machte im Dezember 2002 den Anfang. Das ZDF doppelte am 19. März 2003 in «Abenteuer Wissen» nach: US-Militärs wollen das Wetter manipulieren.

Dies geht aus der 1996 veröffentlichten nichtklassifizierten Zukunftsstudie «Owning the Weather in 2025» der Air University (Maxwell Air Force Base, Alabama) hervor. Tenor: Bis im Jahr 2025 sei es möglich, Gott zu spielen. Ob Regenfälle, Dürrekatastrophen oder Wirbelstürme: Vieles soll dereinst möglich werden – und militärisch ausgeschlachtet werden.

In Auftrag gegeben worden war die brisante Untersuchung von General Ronald Fogleman (US Air Force). Militär-Wissenschaftler, Technologie-Spezialisten und weitere Experten wurden aufgeboten, um ein technologisch realitätsnahes Szenario auszuarbeiten.

Horror-Szenario Ein Blick in das 44-seitige Papier offenbart Erschreckendes: Dichte Nebelschwaden könnten bereits künstlich generiert werden, wie militärische Laborversuche bestätigt hätten. Die Ionosphäre wiederum soll mit chemischen Substanzen und anderen Mitteln manipuliert werden, um Funkübertragungen zu stören – «wobei anzumerken bleibt, dass zahlreiche Techniken, die obere Atmosphäre zu verändern, experimentell bereits erfolgreich aufgezeigt wurden».

Weiter sollen Wolken «chemisch geimpft» werden, um Regenfälle zu verhindern und ganze Gebiete gezielt auszutrocknen.

Das Welsbach-Patent von David Chang Acht Jahre sind seit der militärinternen Präsentation der Studie mittlerweile vergangen. Und immer häufiger werden Befürchtungen laut, dass derlei Experimente womöglich längst stattfinden. Mitten über unseren Köpfen. Wobei gesundheitliche Folgen durch Absinken chemischer Stoffe von den Verantwortlichen bewusst in Kauf genommen würden.

Speziell auf amerikanischen Internetseiten jagen sich derzeit die Gerüchte.

Flugzeuge aller Art sollen unsere Atmosphäre bereits in geheimer Mission mit Chemikalien besprühen, liest man dort.

Beweise für diese so genannten «Chemtrails» fänden sich beinahe tagtäglich am blauen Himmel: Immer öfters bildeten sich Kondensstreifen, die sich – statt wie «normale» Kondensstreifen zu verschwinden – zu nebligen, milchigen Schleiern verdichten würden. Gitterförmige Streifenmuster würden, so die Beobachter weiter, von gezielten Flug- und Sprühmanövern zeugen «Überhaupt nichts Ungewöhnliches», halten Meteorologen dagegen und sprechen von Panikmache. Je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit könnten Kondensstreifen stundenlang sichtbar bleiben, betonen sie. Dabei verbreitern sich die Streifen allmählich und könnten Teile des Himmels tatsächlich in einen weisslichen Schleier hüllen. Ein altbekanntes Schauspiel. Ebenso wie gitterförmig angeordnete Kondensspuren.

Ominöse Patentschrift Gänzlich aus der Luft gegriffen scheinen Befürchtungen über «Chemtrails» dennoch nicht. Bereits Ende der 60er-Jahre versprühten US-Flugzeuge über Vietnam, Laos und Kambodscha heimlich chemische Substanzen, um die Monsun-Saison zu verlängern.

Stutzig macht ausserdem eine Patentschrift aus dem Jahre 1991 zur «Stratosphärischen Welsbach-Anreicherung zwecks Reduktion der globalen Erwärmung».

Darin beschreiben David B. Chang und I-Fu Shih von der Hughes Aircraft Company ein kompliziertes chemisches Verfahren, mit dem die weltweite Erhitzung gemindert werden soll.

Sie schlagen vor, den Himmel in 7000 bis 13000 Metern Höhe mit chemischen Partikeln (namentlich Welsbach-Material und spezielle Metalloxide) zu besprühen, um damit den durch den massiven Verbrauch fossiler Brennstoffe erschwerten US-Physiker David Chang. Sein Patent (unten) sorgt für hitzige Diskussionen.

HAARP-Versuchsanlage in Alaska. Zugang wird Interessenten nur einmal im Jahr gewährt – am offiziellen «Besuchstag».

Wärmeabfluss innerhalb unserer Atmosphäre zu forcieren (siehe Kasten auf S.

13). Beigemischt werden sollen die Substanzen dem Treibstoff von Flugzeugen.

Teller doppelt nach Damit nicht genug: Am 15. Januar 2000 überraschte der Nachrichtensender CBS mit der Nachricht, dass der kürzlich verstorbene weltberühmte Physikprofessor Edward Teller, Erfinder der Wasserstoffbombe, hinsichtlich der Klimaerwärmung ähnliche Pläne hegte: «Je schneller, desto besser», betonte der Gründer und frühere Leiter des Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL), das dem US Department of Energy untersteht.

«Am einfachsten ist es wohl, kleinste chemische Partikel in die Stratosphäre zu streuen, um ein bis zwei Prozent des Sonnenlichts wegzuspiegeln.» Ein Vorschlag, den Teller 1997 bereits am «22nd International Seminar on Planetary Emergencies» in Erice (Sizilien) der Fachwelt präsentiert hatte.

Klimaforscher Ken Caldeira vom LLNL zeigte sich diesbezüglich anfänglich skeptisch. «Ich glaubte einfach nicht daran, dass es funktionieren könnte», räumte er gegenüber CBS ein. Intensive Computerberechnungen überzeugten ihn aber vom Gegenteil. «Zu unserer grossen Überraschung zeigten unsere Modelle, dass Geo-Engineering-Schemata unser Klima wieder auf den früheren Stand brin- ‹‹ Gigantischer Sonnenschild im All soll die Erde abkühlen.

gen könnten.» Zurück zu kühleren Temperaturen also.

Im Gegensatz zu Teller würde Caldeira allerdings einen riesigen Satelliten-Sonnenschild bevorzugen, um die Erde abzukühlen. Damit würde die Partikelstreuung überflüssig – «eine Technik übrigens, die den blauen Himmel komplett weiss machen würde». Explosive Aussagen. Darin ändert auch die Tatsache nichts, dass Caldeira – im Gegensatz zu Gerüchten im Internet – vom Welsbach-Patent keine konkrete Ahnung haben will, wie er «mysteries» auf Anfrage versicherte. Insofern könne er es auch nicht detailliert beurteilen.

«Keine Security-Clearence» Auf Nachfrage räumte er allerdings ein, sich bereits mit «Chemtrails» beschäftigt zu haben, wenn auch nur am Rande: «Ich erfuhr davon via Internet, sprach mit einigen Leuten. Darauf erschienen Zitate von mir – darunter allerdings auch falsche – auf diversen Webseiten.»

Vermutlich handle es sich um gewöhnliche Kondensstreifen am Himmel, die für Aufregung sorgten, meint Caldeira.

Schränkt aber ein: «Ich arbeite in einem grösstenteils als geheim klassifizierten Labor, aber ich verfüge über keine Security-Clearence. Also sind mir auch keine geheimen Dinge bekannt.»

Allerdings wäre er «erstaunt, wenn tat-

Ein schwarz-weißes Foto einer Bergkette.

Olmeken-Steinkopf. Hatte das präkolumbianische Volk entgegen der offiziellen Lehrmeinung einst Besuch aus Afrika?

Landeten Afrikaner in der Neuen Welt – Jahrtausende vor Kolumbus? Negroide Steinköpfe scheinen zu beweisen, was niemand erklären kann. US-Erfolgsautor Zecharia Sitchin machte sich auf Spurensuche. Mit Erfolg: In einer örtlichen Museumsvitrine entdeckte er einen Elefanten!

Die Ruinen und Überreste der präkolumbianischen Kultur Mexikos verzaubern, machen neugierig, faszinieren und geben Rätsel auf. Eines der ältesten, frühesten und geheimnisvollsten Rätsel ist dasjenige der Olmeken – da es die heutigen Gelehrten herausfordert zu erklären, wie Menschen aus Afrika viele Jahrhunderte vor Kolumbus in diesen Teil der Neuen Welt gelangt sind.

Wir wissen, wie sie ausgesehen haben, da sie unzählige Skulpturen – in wundervoller Art und Weise in Stein gemeisselt – hinterlassen haben, die sie bildlich darstellen. Bei einigen davon handelt es sich in der Tat um riesenhafte Skulpturen der Olmeken-Führer. Sie haben so in Stein verewigt, was viele bis auf den heutigen Tag rätseln lässt.

Der erste riesenhafte Steinkopf wurde 1869 im mexikanischen Bundesstaat Veracruz entdeckt. Seine Entdecker haben darüber im «Bulletin of the Mexican Geographical and Statistical Society» berich- ‹‹ Anfänglich wollte sich niemand mit mit den Köpfen beschäftigen… tet: «Eine prachtvolle Skulptur, die sonderbarerweise einen Äthiopier darstellt.»

Der Bericht enthielt eine Zeichnung, die klar zeigte, dass der Steinkopf über negroide Gesichtszüge verfügte, wodurch die Entdeckung dazu verurteilt war, in Vergessenheit zu geraten. Zumindest vorübergehend.

Erst im Jahre 1925 wurde die Existenz der Olmeken erneut bestätigt, als ein Archäologenteam der Universität von Tulane im angrenzenden mexikanischen Bundesstaat Tabasco einen weiteren gigantischen Steinkopf fand. Er war ungefähr acht Fuss hoch und wog etwa 24 Tonnen.

«Afrikanische Gesichtszüge» Seither sind zahlreiche solcher riesigen Skulpturen gefunden worden. Sie stellen deutlich unterschiedliche Personen dar, die Helme tragen. Sie zeigen ebenfalls ganz klar, und zwar jeder Einzelne, dass es sich um Personen mit afrikanischen Gesichtszügen handelt, genauer gesagt um schwarze Afrikaner.

Da eine archäologische Entdeckung der anderen folgte, wurde bald klar, dass die Olmeken in einem weiten zentralen Gebiet Mexikos, das sich von der Golfküste bis zur Pazifikküste erstreckt, grössere Stadtanlagen gebaut haben, dass sie sich mit Bergbau beschäftigten, dass sie die ersten in Mittelamerika waren, die über Kalender verfügten und die Hieroglyphenschrift beherrschten und dass sie das aufbauten, was heute als die mittelamerikanische Urkultur angesehen wird.

Dies wirft nun im doppelten Sinn Fragen auf: Nicht nur nach der Herkunft der negroiden Afrikaner, die irgendwie den Atlantik überquerten und sich vor allen anderen in der Neuen Welt niederliessen, sondern auch nach dem unglaublichen Zeitpunkt dieser Ankunft.

Man setzte sich mit diesem Problem auseinander, indem man zuerst behauptete, dass die Olmeken erst nach weitaus berühmteren Völkern wie den Mayas auftauchten. Später wurden widerwillig frühere, vorchristliche Daten bestätigt: Zuerst 250 vor Christus, dann 500 vor Christus, schliesslich 1250 vor Christus und später sogar 1500 vor Christus.

Angesichts der kontroversen Beweislage bestand die Lösung darin, dass man verneinte, dass es sich um Afrikaner handelte. Ein renommierter Gelehrter, der für den offiziellen Katalog des anthropologischen Museums von Jalapa schreibt, erklärt bezüglich der in den Skulpturen verewigten Menschen sogar heute noch: «Trotz der allgemeinen Ähnlichkeit der Gesichtszüge – flache Nase mit ausladenden Nasenlöchern und aufgeworfenen Lippen (was einige dazu verleitete, fälschlicherweise zu behaupten, dass die Olmeken einen afrikanischen Ursprung hätten)…» Der verflixte Elefant…

Und dies führt uns zum Fall des verschwundenen Elefanten. Jalapa, ein Juwel von einer Stadt, liegt ungefähr zwei Autostunden von Veracruz entfernt.

Dort, wo der spanische Eroberer Hernan Cortez im Jahr 1519 landete.

Das Museum nimmt ohne Zweifel nur den zweiten Platz hinter dem berühmteren in Mexiko City ein. Aber im Gegensatz zu demjenigen in Mexiko City, das Artefakte aus dem ganzen Land ausstellt, zeigt dasjenige in Jalapa nur Artefakte, die in der näheren Umgebung entdeckt wurden. Vorwiegend solche der Olmeken-Kultur.

Der Stolz des Museums sind sowohl einige riesige Steinköpfe als auch andere Steinskulpturen, die in einer dramatischen Art und Weise und sehr effektvoll in einer innovativen Umgebung ausgestellt werden. Es zeigt ebenfalls kleinere Objekte, die an den Olmeken-Stätten gefunden Kurioses Fundstück. Elefantenskulptur im Olmeken-Museum von Jalapa.

wurden. Unter anderem sind in speziellen Vitrinen Stücke zu sehen, die allgemein als «Spielzeug» der Olmeken betrachtet werden.

‹‹ Spielzeug beweist: Die Olmeken kannten bereits das Rad.

Darunter auch auf Rädern befestigte Tiere – womit die allgemeine Behauptung, dass das Volk von Mittelamerika (und Amerika im Allgemeinen) mit dem Rad nicht vertraut war, klar widerlegt werden kann.

In der gleichen Schauvitrine waren überdies auch Elefanten zu sehen – aus Ton hergestelltes «Spielzeug». Ich selber und einige meiner Leser, die mich begleitet hatten, sahen sie anlässlich eines früheren Besuches des Museums.

Verschwunden ABER als ich und wiederum einige meiner Leser, die mich begleiteten, kürzlich wieder dort waren – das war im Dezember 1999 – konnten die Elefanten seltsamerweise nirgendwo mehr entdeckt werden!

Ein schwarz-weißes Foto einer Statue.
Ein Plakat für das Internationales Genesis Symposium.
Ein Mann in Anzug und Krawatte mit Brillen.

Neun Specksteine mit seltsamen Darstellungen. Übersät mit kuriosen Schriftzeichen, die bisher kein Wissenschaftler entziffern konnte. Die seltsamen Steintafeln geben Experten bis heute unlösbare Rätsel auf. Nun möchte sich der deutsche Besitzer Wolfgang Keck von seinen Kleinoden trennen.

Wie gelangt man in den Besitz von Fundstücken, auf die sich die Wissenschaft keinen Reim machen kann? «Bekannte meiner Eltern haben sich damals in Weissenhorn ein Haus gebaut», erzählt Wolfgang Keck. «Um ihre Hofeinfahrt auszulegen, bestellten sie eine Ladung Steine.

Als diese geliefert wurden, fanden sich darin neun Tafeln mit bildlichen Darstellungen und Schriftzeichen. Niemand wusste so recht, worum es sich handelte. Also schenkte man sie mir.»

Um sein Studium der Medienwissenschaften zu finanzieren, möchte Wolfgang Keck die Steine nun Museen oder anderen Einrichtungen gegen Entgelt zur Verfügung stellen. Allenfalls auch privaten Sammlern. «Natürlich fällt mir das nicht leicht», räumt er ein. «Aber ich hoffe, damit nicht zuletzt etwas zur Lösung des Rätsels beitragen zu können.»

Das Städtchen Weissenhorn liegt zwischen Ulm und Memmingen. Woher die Steine tatsächlich stammen, weiss auch Keck nicht. Dennoch landeten die Fundstücke von 1986 bis 1999 vorübergehend in der archäologischen Sammlung seiner schwäbischen Heimatstadt. Doch auch eine Untersuchung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften warf schliesslich mehr Fragen auf als sie Antworten lieferte.

So hielt Dr. Ludwig Pauli im Auftrag der Kommission zur Archäologischen Erforschung des Spätrömischen Raetien am 18. August 1987 fest, dass die Anfrage betreffs der «neun gespaltenen Kieselsteine» mit bildlicher Darstellung und Schriftzeichen «hier im Haus mehrere Stationen durchlaufen hat, und zum Schluss blieb es an mir hängen, Sie davon zu unterrichten, dass niemand das Rätsel dieser Steine lösen kann.Auch die Schriftzeichen sind in ihrer Zusammensetzung keinem bekannten Alphabet zuzuweisen.»

Grabsteine von Kämpfern Mit den Steinen auseinandersetzt hat sich in den letzten Jahren auch der Augenarzt Hans-Walter Roth, Leiter des Instituts für wissenschaftliche Kontaktoptik in Ulm sowie Professor für antike Augenheilkunde in den USA.

Die erste Auswertung der Schriftzeichen durch Roth ergab keinerlei Zusammenhang mit bekannten Sprachen. Nahezu alle Zeichen gab es zwar im Bereich des gesamten Mittelmeerraums, keine einzige Sprache kannte allerdings deren Kombination.

«Ich selbst hielt sie am ehesten für frühgublitisch, da hier die höchste Annäherung bestand», erklärt Roth. «Allerdings gibt es auch ähnliche Zeichenkombinationen im frühen Etruskisch.»

Nach Roth handelt es sich bei den Täfelchen um kleine Grabsteine, wie sie für Soldaten im Mittelmeerraum zwischen Italien und dem Roten Meer in der Zeit um 2000 v. Chr. üblich waren. Die Buchstaben seien die Namen der Kämpfer. Dies lasse sich aus der Grammatisierung der Buchstabenfolge beweisen.

Wer Interesse an den mysteriösen Fundstücken hat, wendet sich bitte an die «mysteries»-Redaktion. Gerne leiten wir Ihre Anfragen direkt an Wolfgang Keck weiter.

eine Steinschnitzerei einer Hand eines Mannes
Ein weißer Stein, der eine Person auf einem schwarzen Hintergrund schnitzt.
ein schwarz-weißes Bild eines Mannes
eine Steinschnitzerei von einer Frau und einem Mann
eine Steinschnitzerei eines Mannes mit Kopf und Händen

Sogar in der Wüste lässt er Wasser aus dem Sand sprudeln: Der Schweizer Rutengänger Hans-Anton Rieder ist ein Phänomen. Der Mann aus dem Lötschental ist überzeugt, «dass es keinen Ort auf dieser Welt gibt, an dem es nicht genug Wasser für Menschen, Tiere und Pflanzen hat». Der Erfolg des Wassersuchers aus dem Wallis verblüfft selbst Geologen. Doch der Radiästhesist spürt weltweit nicht nur das kostbare Nass auf, sondern auch gesundheitsschädigende Erdstrahlen.

von René Haenig Hans-Anton Rieder ist ein gefragter Mann. Ständig klingelt das Mobiltelefon des 67-Jährigen. Ein Landwirt will von ihm wissen, ob er eine Wasserader auf seinem Land aufspüren könne. Rieder notiert sich die Nummer. Er verspricht, zurückzurufen, um einen Termin zu vereinbaren.

Eine Anruferin fragt kurz darauf an, ob der Rutengänger ihr Haus auf Erdstrahlen untersuchen könne. Natürlich kann er. Die Frage ist nur: Wann? «Mehr als 100 Leute habe ich momentan auf meiner Warteliste», stöhnt der Radiästhesist. Anfang März erst ist Rieder aus Argentinien zurückgekehrt. Dort hat er für einen Weinbauern eine Wasserader gesucht – und selbstverständlich gefunden.

Rieders Dienste sind rund um den Erdball gefragt. Unter anderem in Thailand, in Neuseeland und Indien sowie auf den Philippinen hat der Walliser mit seiner Rute Wasseradern geortet. Über 500 Brunnen hat er bereits gebohrt – mit Erfolg. Das Wasser sprudelte.

«Wie Blutadern im Körper» Geologen sind über Rieders Erfolg verblüfft. Viele Wissenschaftler schütteln über den Bergler mit der Wünschelrute nur den Kopf. Dem Lötschentaler ist das egal. «Der Begriff einer Wasserader, wie ich ihn definiere, widerspricht jeder wissenschaftlichen Grundlage», gibt er selbst zu.

Für ihn sind Wasseradern wie Blutadern im menschlichen Körper.

«Sie durchziehen die ganze Erde – überall in einem Umkreis von 100 Metern», erläu- Hans-Anton Rieder zu Hause im Lötschental. «Ich finde überall im Umkreis von 100 Metern Wasser.»

tert der Wassersucher. Hinzu komme, dass Wasseradern im Gegensatz zu Grundwasser völlig unabhängig von Niederschlag seien. «Das Wasser kommt aus dem Meer», sagt er. Und: Wasseradern würden auf Ebbe und Flut reagieren und sind immer unter Druck. Das Wichtigste aber ist, dass das Wasser immer von einwandfreier Qualität sei.

Für Hans-Anton Rieder haben diese Wasseradern ihren Ursprung am Nordpol.

«Dort existiert eine Einrichtung, die wie eine Kreiselpumpe funktioniert», erzählt er. Durch die Erdrotation werde das Wasser unter hohem Druck in die Wasseradern gepumpt, gleichzeitig werde das Wasser bei diesem Vorgang entsalzt. Soweit die Theorie Rieders.

Was das Wassergespür von Rutengehern wie Rieder betrifft, haben sich bereits in den 80er-Jahren Wissenschaftler damit auseinander gesetzt. Herbert L. König und Hans-Dieter Betz berichten in ihrem im Eigenverlag erschienenen Werk «Erdstrahlen?

Der Wünschelruten-Report» ‹‹ Noch tut sich die Wissenschaft mit Rutengängern schwer.

über ein gross angelegtes, vom Bundesforschungsministerium gefördertes Experiment mit mehreren hundert Rutengängern in München.

Doch selbst unter ihren Forscherkollegen ist das Werk umstritten. Professor Erhard Wielandt von der Universität Stuttgart bezweifelt die Glaubwürdigkeit des Werkes und rückt die Urheber der Studie in die Ecke des Okkultismus. Geophysiker Wielandt: «Diesen auf den ersten Blick überzeugend geschriebenen Bericht würde man vielleicht ernst nehmen, stände er nicht in einer Linie mit Publikationen aus demselben Umfeld, die deutlich von Okkultismus geprägt sind.»

Reine Zufallstreffer?

Für den Professor bestätigt der Wünschelrutenreport, «dass die den Rutengängern zugeschriebenen Fähigkeiten bei 99 von 100 Rutengängern nur in der Phantasie existieren und dass diese in Wirklichkeit nur Zufallstreffer erzielen».

Also doch alles fauler Zauber? Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

Derzeit widmet sich das Europäische Zentrum für Umweltmedizin (EZU) im österreichischen St. Pölten der Erforschung des Einflusses von Wasseradern und anderen Störzonen auf den Menschen. Seit August 2001 läuft am EZU unter anderem das so genannte Brunnenprojekt. Untersucht wird, mit welcher Trefferwahrscheinlichkeit Rutengeher überhaupt Erdstrahlen beziehungsweise Wasseradern aufspüren können.

Überraschendes brachte die Zwischenbilanz vom März 2003 ans Licht: Eine Trefferqoute von über 90 Prozent wurde den bis dahin unter die Lupe genommenen Rutengehern bescheinigt. «Das Ergebnis des Brunnenprojekts dokumentiert, dass für die Aufgabe des Brunnensuchens die Technik des Rutengehens geeignet ist», halten die EZU-Wissenschaftler in ihrer vorläufigen Zusammenfassung fest. Allerdings, so betonen die Forscher, «ist die Ergebnisqualität entscheidend von der Seriosität des Rutengehers abhängig». Das sieht Hans-Anton Rieder genauso.

Von Zauberei und Okkultismus will er im Zusammenhang mit seiner Fähigkeit ebenso wenig etwas wissen, wie von Wundermittelchen gegen gesundheitsschädigende Erdstrahlen.

Trotzdem gilt er manchen Skeptikern als Scharlatan. In der Schweiz wurde er vor einiger Zeit von den Bewohnern eines Dorfes gar zum Teufel gejagt. «Ich sollte dort im Auftrag der Gemeinde nach Wasser bohren», berichtet der 67-Jährige. Als die Leute mitbekommen hätten, dass er per Rute nach einer geeigneten Wasserader suchte, sei es um den Dorffrieden geschehen gewesen.

«Die haben allen Ernstes behauptet, dass das eine Sache des Teufels sei», berichtet er kopfschüttelnd. «Dabei ist alles wissenschaftlich beweisbar», ist er absolut überzeugt. Rieder weiss aber auch, dass es noch dauern wird, bis die Radiästhesie oder Strahlenlehre von der Schulwissenschaft anerkannt wird.

In Indien habe ihm ein Geologe ein 1500 Jahre altes Sanskrit-Dokument übersetzt, in dem bereits von Wasseradern die Rede sei. «Selbst der berühmte Leonardo da Vinci hat über Wasseradern geschrieben», weiss Rieder. Später dann, so kann sich der Lötschentaler den Spott nicht verkneifen, «sind die Wissenschaftler zu gescheit geworden».

Vom Saulus zum Paulus Bis vor 25 Jahren hätte Rieder es selbst nicht für möglich gehalten, mit Hilfe einer «Wünschelrute» Wasseradern zu orten. Damals lernte er einen alten Rutengänger aus dem Appenzellerland kennen. «Der sollte bei uns im Wallis Wasser suchen.» Als Rute habe dem Wassersucher unter anderem eine grosse Bettfeder gedient.

«Als der über Wasseradern gelaufen ist, zack, da hat die sich gedreht», erinnert er sich lebhaft zurück. «Das hat mir imponiert.» Mit einer Holzrute des Appenzellers habe er schliesslich selbst einen Versuch gewagt. Rieder: «Die hat bei mir tatsächlich reagiert.» Daraufhin habe ihm der alte Mann empfohlen, selbst auch nach Wasser zu suchen, «weil ich dafür sensibilisiert sei».

Sensibel zu sein ist für Rieder die Grundvoraussetzung eines jeden seriösen Rutengängers. «Das kann man nicht lernen», betont er. Rieder nahm sich den Rat des alten Rutengängers zu Herzen. Immer wieder habe er seine Fähigkeit ausprobiert. «Zuerst habe ich dort gesucht, wo ich genau wusste, dass Wasser durchfliesst.» Später habe er dann einige Radiästhesiekurse im deutschen Immenstadt besucht um seine Methode zu verfeinern. Rieder schwört heute auf die so genannte Aktivmethode. «Sie ist viel präziser und bietet mehr Möglichkeiten», sagt er. Rieder misst dabei das Wasser: Wo fliesst es? Wie tief muss er bohren, um das kostbare Nass an die Oberfläche zu holen?

Rieder sagt ziemlich genau, in welcher Tiefe der Bohrer auf Wasser stösst.

Für den Wassersucher aus dem Lötschental spielt es dabei keine Rolle, ob er direkt über der Wasserader steht oder sich -zig Kilometer davon entfernt befindet. «Ich scanne mit meinen Augen die Landschaft oder auch nur eine Landkarte ab und frage mein Unterbewusstsein via Rute, ob und in welcher Tiefe es eine Wasserader hat», berichtet er. Selbst im Flugzeug in einer Höhe von zwölf Kilometern habe er über Australien schon eine Wasserader geortet.

Für Rieders Seriosität spricht auch seine Ehrlichkeit. Natürlich habe er mit seinen Hinweisen auf eine Wasserader auch schon daneben gelegen. «Auch ich kann mich irren», bekennt er ohne Scheu. «Meine Messbereitschaft hängt von meiner körperlichen Gesundheit ab.»

Die Arbeit mit der Rute sei anstrengend, der Körper stehe ständig «unter Strom» und werde von der Energie des ‹‹ Die anstrengende Arbeit macht Rieders Körper zu schaffen.

Wassers geschwächt. Rieder hat bereits einen Hirnschlag hinter sich. Seither achtet er sehr darauf, «meine eigenen Batterien immer wieder aufzuladen».

Doch nicht nur seine eigene Gesundheit ist ihm wichtig. Rieder wird häufig von Leuten zu Hilfe gerufen, deren Befinden durch «Störzonen» wie Wasseradern oder Erdstrahlen beeinträchtigt wird. Viele haben Schlafstörungen, Muskel- und Gelenkschmerzen oder Asthma.

Der Rutengänger schaut dann, ob die Betroffenen tatsächlich unter Erdstrahlen oder wie es Rieder nennt – unter «Lasern» – zu leiden haben.

In manchen Fällen empfiehlt er, einfach das Bett zu verstellen. Auch mit Dinkelspreuüberzügen hat er gute Erfahrungen gemacht. «Sie verschieben die Reizstreifen.» Diese Reizstreifen sollen laut ihrem Entdecker, dem Arzt Manfred Curry, 80 Zentimeter breit und in einer Entfernung von dreieinhalb bis vier Metern diagonal zueinander liegen.

Rieder behauptet, dass es nicht einen einzigen Krebskranken gibt, der nicht auf einem dieser Reizstreifen oder Laser gelegen habe. Er sei bereit, seine Theorie zu revidieren, «wenn man mir jemanden präsentiert, bei dem dies nicht der Fall gewesen ist. Auch für den gefürchteten frühen Kindstod sei die Strahlung verantwortlich, glaubt Rieder. Mit solchen Aussagen tun sich Schulmediziner wie auch Wissenschaftler schwer.

Vor einiger Zeit hat sich das Europäische Zentrum für Umweltmedizin in St.

Pölten ebenfalls mit dem Thema Erdstrahlen und Radiästheten befasst. Teilnehmer der Studie waren vor allem Personen, die unter Schlafstörungen, Muskel- und Gelenkschmerzen oder Asthma litten.

Die beteiligten Rutengänger erhielten von den Forschern jedoch keine Angaben über das Krankheitsbild der Betroffenen.

Jenen Personen, in deren Schlafzimmer Erdstrahlen geortet wurden, sei angeraten worden, ihr Bett zu verschieben.

Das Ergebnis: Nach zehn Wochen gaben 72 Prozent der Befragten an, allein durch die Veränderung des Schlafplatzes eine deutliche Verbesserung zu verspüren. 15 Monate später hakte EZU-Projektleiter Michael Ehrenberger erneut bei den Versuchspersonen nach. Und er erkannte bei 92 Prozent der befragten 68 Personen «eine stabile Verbesserung der Beschwerden».

Dennoch fehlen nach wie vor Untersuchungen, die einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Erdstrahlen und der Störung des menschlichen Organismus nachweisen können. Die Wissenschaft kann sich bisher nur auf Befragungen stützen, wie sie das EZU durchgeführt hat.

Laut Ehrenberger ist es jedoch das Ziel der Forscher, mit Hilfe von Geräten die Wirkung der Störfelder auf Menschen wirklich hieb- und stichfest nachzuweisen.

Für «Wassermann» Hans-Anton Rieder wäre diese Bestätigung eine wundervolle Genugtuung. Aber eben: «Die heu- ‹‹ Alle Menschen auf der Welt sollen sauberes Wasser erhalten.

tigen Wissenschaftler brauchen halt immer etwas mehr Zeit, um ihre Skepsis zu überwinden.»

Rieder lässt sich davon nicht beirren.

Er macht weiter. Der Schweizer ist beseelt vom Wunsch, allen Menschen auf der Erde sauberes Wasser zur Verfügung zu stellen – selbst in wüstenähnlichen Gebieten der Dritten Welt.

Prominente Unterstützung Im März 2003 hat er deshalb das Hilfsprojekt «Die Wüste lebt – Wasser für alle» gegründet. Laut Hanspeter Bühler, Sprecher des Hilfswerkes, «haben wir bereits rund 500 Mitglieder».

Darunter sind auch Prominente aus der Schweizer Wirtschaft, Politik und Kultur: Ellen Ringier etwa, die Gattin des in der Schweiz und in Osteuropa erfolgreichen Verlegers Michael Ringier, der Künstler Ted Scapa oder der Musiker und Bandleader Pepe Lienhard.

Anfang dieses Jahres haben Vertreter von «Die Wüste lebt» gemeinsam mit einer Delegation des Schweizerischen Roten Kreuzes im Wüstengebiet von Rajasthan in Nordindien die Wasserproblematik vor Ort inspiziert. Nun sollen die Bohrungen in Angriff genommen werden. 35 Dörfern konnten bereits Brunnen geschenkt werden – und aus allen sprudelt Wasser aus Wasseradern.

Rieders Projekt sieht vor, zusammen mit örtlichen Behörden, Hilfswerken und Bodenbesitzern so genannte Musterdörfer zum Leben zu erwecken. Rieder: «Hätte ich 100 Bohrmaschinen zur Verfügung, könnten wir jährlich 100 Quadratkilometer Wüste begrünen.»

Für die Maschinen aber braucht Rieder Geld. Viel Geld. Schliesslich ist eine Bohrung nicht gerade billig. Erst kürzlich habe die dänische Firma Grundfos für «Die Wüste lebt» eine komplette Pumpe im Wert von rund 30 000 Schweizer Franken gespendet, berichtet der Sprecher des Hilfsprojekts, Hanspeter Bühler, stolz.

Dass sich grosse Firmen als Geldgeber zurückhalten, verwundert Hans-Anton Rieder letztlich nicht. «Mit Wasser lässt sich schon heute gut Geld verdienen, da wollen viele Firmen sich ein Monopol sichern.»

Der Mann aus dem Lötschental dagegen will nur, «dass das Wasser jedem kostengünstig zugänglich ist».

Ein Mann, der in einem Raum steht und ein Buch hält.
Eine Frau, die vor einer Wand steht und Häuser darauf stehen.
Ein schwarz-weißes Foto eines Mannes, der auf einer Straße geht.

Es muss ein furchterregendes Schauspiel gewesen sein, das vor Jahrtausenden in den ägyptischen Tempeln über die Bühne ging: Die Statuen schüttelten die Köpfe, wenn ihnen etwas nicht gefiel. Rauch erhob sich, während ihre Stimmen wie Donner hallten. Und manchmal fuchtelten sie zornig mit den Armen. Dies behauptete 1907 kein Geringerer als der weltberühmte Ägyptologe Sir Gaston Maspero (1846–1916). «mysteries» präsentiert seinen kontroversen Aufsatz erstmals auf Deutsch.

von Gaston Maspero Die Ägypter, ob gross oder klein, unternahmen nichts, ohne vorher die Götter befragt zu haben. Ob es sich nun um die vorgesehene Reise eines einfachen Privatmannes oder um eine von der Königin in die Gegend des Indischen Ozeans zu entsendende Flotte handelte, sowohl die Bürger als auch der Herrscher begaben sich in den Tempel, um die Gottheit um Rat zu fragen. Je nach deren Antwort fällten sie anschliessend ihren letzten Entscheid.

Für beide Fälle gab es ein besonderes Ritual: Der einfache Mann unterbreitete sein Anliegen einem Priester, der die Verbindung mit Gott herstellte und für ihn ein Urteil erhielt; der Pharao hingegen, selber ein Gott und Gottes Sohn, richtete sich ohne Mittelsmann direkt an seinen Vater oder an seinen göttlichen Bruder.

Aber wie auch immer die Kulthandlung ablief und welche Pracht dabei entfaltet wurde, das Ergebnis war für beide Personen identisch: Der Gott, vertreten durch sein Abbild, hatte das Gesuch gehört und auf irgendeine Art und Weise seinen Rat kundgetan, und der Fromme handelte gemäss dem so ausgedrückten so genannten übermenschlichen Willen.

Amon, Ptah, Osiris oder irgend ein anderes der angebeteten Wesen benutzten unendlich viele und unterschiedliche Verfahren, um ihren Getreuen zu befehlen oder sie zu beraten: Sie sprachen mit geheimnisvoller Stimme, offenbarten sich durch verschiedene Geräusche, Bewegungen und Zeichen.

Handelte es sich ursprünglich um spontane Willensäusserungen, so hatten Statue oder Roboter? Wer altägyptische Texte studiert, stolpert immer wieder über Hinweise auf «lebende» Statuen.

ihre Diener auf Erden, die Priester und Magier, gelernt, diese Ratschläge mittels unfehlbarer Praktiken jederzeit von ihnen zu erhalten.

Vor allem ihre Statuen – nicht alle, aber die speziell zu diesen Zwecken angefertigten Abbilder – hatten das Privileg, die erbetenen Antworten weiterzuleiten.

Bewegliche Arme Meines Wissens verfügen wir über kein einziges Exemplar mehr; vermutlich wurden sie meistens aus Holz gefertigt, bemalt oder vergoldet wie die gewöhnlichen Statuen, jedoch zusammengesetzt aus vergleichbaren und beweglichen Stücken.

Die Arme hoben oder senkten sich auf Schulter- oder Ellbogenhöhe, so dass die Hand sich auf einen Gegenstand legen und diesen halten oder fallen lassen konnte.

Der Kopf bewegte sich auf dem Hals; er neigte sich nach hinten und nickte dann wieder nach vorne. Es konnte nicht festgestellt werden, ob die Beine beweglich waren; es ist jedoch sehr unwahrscheinlich, dass man von ihnen verlangte, die Gehbewegungen nachzuahmen.

Sobald das Abbild fertig gestellt war und der Gottheit, der es einen Körper verleihen sollte, ähnlich sah, musste es belebt werden. Zu diesem Zweck wurde das Wesen, das es darstellte, mit bis heute kaum bekannten Handlungen beschworen, man flösste dem Holz einen Teil des Wesens ein, eine Seele, einen Doppelgänger, eine Kraft, die es nicht mehr verlassen sollte.

Auf diese Art und Weise erschuf man sich richtige irdische Götter, exakte Gegenstücke der himmlischen Götter, die als deren irdische Botschafter fähig waren, ‹‹ Manchmal erhoben die Statuen auch ihre Stimme.

die Menschen zu beschützen, sie zu züchtigen, sie zu unterweisen, ihnen Träume zu schicken und ihnen als Orakel zu dienen.

Wenn man sich an sie wandte, bedienten diese sich zweier gegensätzlicher Mittel: der Gebärde oder der Stimme. Sie ergriffen das Wort und fällten mit ein paar kurzen Worten oder in längeren Reden das Urteil über diese oder jene Angelegenheit.

Sie bewegten die Arme, sie schüttelten den Kopf nach einem gleichbleibenden Rhythmus.

Dies wurde nicht als Wunder betrachtet, sondern war Bestandteil des täglichen Lebens. Die Befragung der Götter gehörte zu den üblichen Pflichten der Staatsoberhäupter, Könige oder Königinnen. Die historischen Bauwerke aus der grossen Epoche Thebens und der nachfolgenden Zeit bieten zahlreiche Beispiele dafür.

Nachfolgend eines der ältesten Beispiele, das ich als erstes erzählen möchte, weil der Gott hier direkt spricht. Die Königin Hatschepsut dachte daran, eine Flotte in jene Gefilde zu entsenden, wo Gewürze produziert wurden.

Die Reise war jedoch lang und gefährlich, die Wegstrecke nur ungenügend bekannt und die Gegend der Weihrauchstätten unsicher, und die Königin zögerte, sich in ein Abenteuer mit solch ungewissem Ausgang zu stürzen.

Sie begab sich also eines Tages zum Tempel von Karnak und vertraute dort ihre Ängste dem Gebieter Amonrâ, dem Stammesoberhaupt, an. Als die Herrscherin dem Gebieter von Karnak ihre demütige Bitte unterbreitet hatte, hörte man auf dem Ägyptische Statue. Bewegte sie sich einst tatsächlich?

heiligen Platz einen Befehl: Der Gott höchstpersönlich riet, die nach Pouanît führenden Wege zu erforschen und die Strecken, die zu den Weihrauchhäfen führten, zu bereisen; und später, wenn man bei der Rückkehr anlegen würde, sollten die Produkte dieser göttlichen Erde demjenigen der Götter dargebracht werden, der die Schönheit der Herrscherin gestaltet hatte.

Auf diese Art ermutigt, entsandte sie sechs Schiffe auf Entdeckungsreise. Als diese hochbeladen mit Duftstoffen zurückkehrten, bedankte sich der Gott mit weiteren Reden, deren Inhalt heute noch auf den Mauern des Tempels von Déir-el- Baharî nachgelesen werden kann.

Die Unterhaltungen in den Tempeln zwischen Göttern und Königen waren nicht selten, und es kommt nicht von ungefähr, dass die meisten Legenden, die die auf den Mauern eingemeisselten Bilder begleiten, in Form von Dialogen aufgezeichnet wurden. Dieser bildlich dargestellte Brauch entsprach einer fast alltäglichen Wirklichkeit.

Bei anderen Gelegenheiten schwieg die Statue und beschränkte sich darauf, ihre Ansicht durch eine Gebärde auszudrücken. Sie nickte zwei Mal heftig mit dem Kopf, um ja zu sagen.

Dämonische Seele Eines der aussergewöhnlichsten Stücke, das man im Tempel von Khonsou in Theben gefunden hat, erzählt von einer syrischen Prinzessin, der Schwägerin von Ramses II., die krank geworden und lange von einem Dämon oder der Seele eines Toten besessen war.

Da es den asiatischen Magiern nicht gelang, sie davon zu befreien, richtete sich der Vater an seinen Schwiegersohn und bat ihn um einem Exorzisten, dem geschicktesten, den man finden konnte. Dieser jedoch fühlte sich nicht stark genug, um gegen das Böse zu kämpfen und man musste deshalb auf wirkungsvollere Massnahmen zurückgreifen, nämlich auf Khonsou selbst.

So begab sich Ramses also zum Tempel und brachte der Statue sein Anliegen vor: «Gütiger Herr, da befinde ich mich erneut vor Dir, diesmal hinsichtlich der Tochter des Prinzen von Bakhtan.» Danach gebot er, das Abbild desjenigen herbeizuschaffen, der das Böse auszutreiben vermochte, stellte es dem anderen gegenüber, und so fuhr er fort: «Gütiger Herr», sagte er. «Bitte wende Dein Antlitz dieser Statue zu, die Dich in Deiner Gestalt darstellt, die das Böse austreibt, sie wird von Bakhtan verlangt.»

Und sogleich nickte Khonsou heftig mit dem Kopf, zwei Mal. Und so fuhr Ramses fort: «Gib ihr Deine Kraft, damit ich sie nach Bakhtan schicken kann, um der Tochter des Prinzen das Böse auszutreiben.» Und der Abgott nickte erneute zwei Mal heftig mit dem Kopf. Nun, da man seine Einwilligung erhalten hatte, machte man sich an die Übertragung des Fluidums, welches die Statue befähigen sollte, den Tod zu bezwingen. Das Ritual war recht einfach.

Die Person oder der Gegenstand, die auf diese Weise aufgeladen werden sollte, wurde vor den Gegenstand oder die Person gestellt, die sie aufladen sollte – je nach Situation kniend, kauernd oder stehend und ihr den Rücken zuwendend.

Nach ein paar vorbereitenden Handlungen hob die Statue oder die Person die Hand und legte sie – vier Mal hintereinander – auf den Nacken der anderen: ihr Fluidum drang nun von ihr in den Empfänger ein, der es aufbewahrte, bis er selber derjenigen Person die Hände auflegen würde, die es zu heilen galt. Danach würde er eine plötzliche Leere verspüren.

Und so, sobald Khonsou in Bakhtan angekommen war, führte er diese Bestreichungen an der Prinzessin aus und die göttliche Kraft vertrieb – nach einer kurzen Unterredung mit ihm und dem Priester – den Tod.

Wie man sieht, konnten die Statuen wirklich sprechen, und zwar laut und deutlich; sie nickten wirklich mit dem Kopf; sie bewegten tatsächlich die Hände, und da sie sicherlich nichts von alldem selber tun konnten, musste natürlich jemand dies für sie erledigen.

In der Tat gab es in den Tempeln einen Priester oder eine Priesterklasse, denen die Aufgabe zuteil wurde, diese Bewegungen auszuführen. Ihre Tätigkeit war keineswegs geheim, sondern wurde vielmehr offen, vor aller Augen, ausgeführt.

Die Priester hatten ihren festen Platz bei den Ritualen, den Prozessionen und in der Hierarchie, und alle im Volk wussten, dass sie die Stimme und die Hand Gottes waren, und dass sie es waren, die an der Schnur zogen, damit die Statue im richtigen Moment mit dem Kopf wackelte.

Menschliche Mittelsmänner Es handelte sich also nicht um eine dieser frommen Betrügereien, die man heutzutage hinter ähnlichen Sachlagen vermutet. Tatsächlich befand sich niemand im Ungewissen darüber, dass diese göttliche Beratung durch einen rein menschlichen Mittelsmann stattfand.

So wie die Dinge also liegen, fragt man sich, wie denn nicht nur das Volk, sondern auch die Schriftgelehrten, die Edelleute und die Könige den so erhaltenen Ratschlägen vertrauen konnten, und ob – wenigstens in letzter Zeit – es sich hierbei nicht vielmehr um ein althergebrachtes Ritual handelte, an welchem man aus Respekt vor den alten Bräuchen festhielt, ihm jedoch keine grosse Wichtigkeit mehr zukommen liess.

Die davon zeugenden Bauwerke zwingen uns einzugestehen, dass dieser Brauch sehr ernst genommen wurde, bis das Heidentum ausstarb, und dass all diejenigen, die dabei eine Rolle spielten, ihre Bürde voller Ehrfurcht trugen. Sie wurden von Kindheit an im Glauben erzogen, dass die göttlichen Seelen die Statuen belebten, und dass man sich ihnen nur unter grosser Ehrfurcht nähern durfte.

Immer wenn ein Gläubiger um ihre Dienste bat, bereiteten sich die Priester mit Gebeten und Ritualen vor, die sie an den Ernst der Handlung mahnten und deren Macht ihrer Meinung nach unbestreitbar war. Sie hatten die gleiche Geisteshaltung wie ein heutiger Priester.

Sobald er seine Priestergewänder angelegt und die einleitenden Worte eines Sakramentes wiedergegeben hat, gehört er nicht mehr sich selbst, sondern dem Heiligen Sakrament, das er vollziehen wird; er weiss, dass das Abendmahl durch seine Stimme und seine Gebärden zum kostbaren Leib und kostbaren Blut unseres Herrn werden, und unbeirrt vollbringt er das Werk, von dessen Wirksamkeit er überzeugt ist.

In Ägypten verhielt es sich gleich, natürlich mit den notwendigen Vorbehalten. Sobald der Prophet seine vorbereitenden Handlungen beendet hatte, sich bei seiner Statue befand und bereit war, seine Stimme für sie zu erheben, zweifelte er keinen Augenblick daran, dass der Gott heruntersteigen, ihn ergreifen und erleuchten würde; er dachte, dass eine Macht sich seiner bemächtigen und ihm ihre Worte eingeben und seine Hand halten würde.

Ich räume die Möglichkeit ein, dass seine Handlungen manchmal vorgetäuscht waren, aber auch wenn dies der Fall war, könnte man nicht sagen, dass der Gott, der alles voraussieht, die Dinge so geregelt hatte, dass der Fehler seines Dieners seine Pläne begünstigte? Der pflichtvergessene Priester, der dachte, die göttlichen Absichten auf diese Art und Weise erzwingen und dem Gläubigen etwas vormachen zu können, war selber Opfer seines Handelns, und er verkündete nur das, was in Amons Absicht lag.

Es war also Gott, der sowohl über das Leben der Ägypter als auch über die Politik ihrer Könige herrschte: er hatte seinen festen Platz bei den Beratungen und es wurde nicht oft gewagt, sich seinen Verordnungen zu widersetzen.

Götter als Regenten Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Götter die alte Welt regierten, und die Zeitgenossen irrten sich nicht, wenn sie das Gefühl hatten, dass jeder Krieg zwischen den Menschen von einem zweiten begleitet wurde: demjenigen zwischen den Göttern.

Wenn die Heere angriffen, hatten die weissagenden Statuen nämlich auf beiden Seiten gesprochen, und ihre unmittelbaren Befehle folgten während des ganzen Feldzuges. Sie waren die Besiegten, wenn das Waffenglück sich gegen ihr Volk wandte, teilten sie auch dessen Schicksal.

Wenn die Sieger sie nicht töteten, indem sie sie zerstörten, so wurden sie als Gefangene mitgenommen und in den Tempeln ihrer Gegenspieler aufgestellt, wo man sich ihrer sowohl als Sklaven als auch als Trophäen bediente. Sollten sie später einmal ihren früheren Herren zurückgegeben werden, so achtete man genau darauf, dass vorher eine Gedenkschrift über ihre Niederlage und ihre Gefangenschaft angebracht wurde.

Eine Statue eines Pharaos, der auf einem Stützpunkt sitzt.
Ein Plakat eines Mannes mit Schwert und Drachen.

Ich konnte bei den Behörden niemanden ausfindig machen, der mir eine Erklärung hätte geben können.Tatsache aber ist, dass die Elefanten einstmals dort waren, wie auch ein Foto eines dieser Elefanten beweist, welches ich bei einem früheren Besuch schoss.

Und hier die Bedeutung dieses kleinen Artefaktes: Es gibt keine und hat nie Elefanten in Amerika gegeben! Es gibt und hat allerdings Elefanten in Afrika gegeben. Und das Abbild eines Elefanten konnte nur von jemandem angefertigt werden, der einen Elefanten gesehen hat: Im Klartext heisst das: Jemand, der in Afrika war!

Als Leihgabe ins Ausland?

Die Museumswärter in diesem und in anderen Museen, die ich nach Dezember 1999 besuchte, behaupteten, dass die Objekte, auf die ich aufmerksam machen möchte, als Leihgabe an ein ausländisches Museum gingen.

Schon möglich. Aber dass ein solches schwer zu erklärendes Abbild eines Elefanten auserwählt würde, um als Glanzpunkt des alten Erbes Mexikos ausgestellt zu werden, ist entweder sehr unwahrscheinlich oder aber äusserst bedeutungsvoll.

Ich denke, dass ich Jalapa einen erneuten Besuch werde abstatten müssen, um herauszufinden, ob der kleine Elefant zurück ist und dort womöglich wieder unter dem «Spielzeug» weilt.

Zecharia Sitchin ■

Ein Mann in Anzug und Krawatte mit Brillen.

Haben Sie es gesehen? Es war zum Verzweifeln. Gleich zwei Reportagen über den 11. September flimmerten bei Arte kürzlich über den Bildschirm.

Reihenweise wurden Bezweifler der offiziellen Darstellung der Bush-Regierung darin spöttisch vorgeführt – ohne sie auch nur im Geringsten zu widerlegen.

Noch peinlicher die anschliessende Diskussionsrunde: Eine Handvoll Journalisten bestärkte sich in ihrer Empörung über die «Verschwörungsfanatiker». Anerkennend klopften sie sich für ihre kritische Gesinnung gegenseitig auf die Schultern. Eifrig versicherten sie sich, auf der «richtigen Seite» zu stehen. Die Erleichterung darüber stand ihnen förmlich ins Gesicht geschrieben.

Die Szene hatte Symbolcharakter: Hier die «Guten», die Themen wie UFOs, Spuk, PSI-Phänomene oder Dänikens Alternativarchäologie seit Jahrzehnten in ach so edler Absicht totschweigen, um uns mit derlei Unsinn zu verschonen. Dort die paranoiden «Bösen», die uns einreden wollen, dass vieles anders ist, als uns weis gemacht wird. Selbstverständlich nur des Mamons wegen.

Wo Einigkeit zelebriert wird, herrscht Verunsicherung. Tatsächlich kapieren immer mehr, dass viele grenzwissenschaftliche Themen – aller schwarzen Schafe zum Trotz – durchaus ernst zu nehmen sind. Ebenso, dass jede Verschwörungstheorie einen wahren Kern hat. Und so verweigert die Öffentlichkeit der Elite je länger je mehr die Gefolgschaft.

Dennoch wird in «offiziellen» Medien erst zögerlich darüber berichtet. Nicht weil irgendwelche finsteren Mächte dies verhindern. Sondern weil es in der Medienwelt bei uns schlicht noch nicht «zum guten Ton» gehört, auch irrational scheinenden Informationen nachzugehen.

Kein Wunder, misstrauen immer mehr Menschen den Medien.Wer als Journalist den Einheitsbrei ungeprüft nachkaut, den ihm die Oberen servieren, schreibt an der Realität vorbei. Denn die Unzufriedenheit über die Machtstrukturen in Politik und Wissenschaft wächst.Wer uns immer wieder verschaukelt, verspielt seine Glaubwürdigkeit. Neue Ketzer braucht das Land.

Bis der Wind definitiv dreht, versteht sich «mysteries» als Plattform für Phantasten und Querdenker. Uns interessiert alles Kuriose, was am eigenen Leib erlebbar ist – oder aber konkret nachgeprüft werden kann.

Lassen Sie uns gemeinsam die Spreu vom Weizen trennen und den Mächtigen dieser Welt auf die Finger klopfen.

Luc Bürgin (Herausgeber)

Kabir Bedi alias «Sandokan – Der Tiger von Malaysia». Der sagenumwobene Freiheitskämpfer lebte einst in Borneo.

Im Nu eroberte das TV-Epos «Sandokan» 1976 die Herzen der Zuschauer. Millionen schwärmten fortan vom glutäugigen Piraten und seinem Kampf gegen die britische Besatzung. Doch: Gab es Sandokan wirklich? Die Wissenschaftlerin Bianca Gerlich folgte in Malaysia seinen Spuren.

In den 90er-Jahren bereiste ich mehrmals Malaysia – speziell Sabah auf der Insel Borneo. Das Land, in dem der legendäre Pirat laut dem italienischen Romanautor Emilio Salgari einst gelebt hat.

Weil ich an der allgemeinen Behauptung, dass es Sandokan nie gegeben hat, zweifelte, versuchte ich Näheres herauszufinden. Nach unzähligen Gesprächen und Recherchen wurde ich schliesslich fündig.

Tatsächlich hat Sandokan im 19. Jahrhundert im Norden Borneos gelebt, und zwar am Kinabatangan, einem der grössten Flüsse in Borneo. Da der Ort Melapi als Familienstammsitz im 19. Jahrhundert an jenem Fluss lag, ist es wahrscheinlich, dass auch Sandokan dort geboren wurde – oder zumindest gelebt hat.

Sandokans Mutter hiess Adoran, sein Vater Maringganlapasentdhan.

Er trug den Beinamen «Taribong Mandog Awan», was im malaiischen «Harimau Udara» bedeutete und im Deutschen mit «Tiger der Lüfte» wiedergegeben werden kann. Auch seine Söhne trugen derartige Beinamen.

Vier Brüder absicherte. Sandokan hatte vier Brüder: Kassanudin, Paid, Manggi und Pagkon. Pagkon war der Grossvater des in Nord-Borneo berühmt gewordenen Pengiran Sammah, der sich gegen die Briten zur Zeit der British North Borneo Company erhoben hatte und am 17. Februar 1884 im Kampf ums Leben kam.

Sandokans Familie stellt so etwas wie den «ur-borneoschen» Adel dar. Er selbst kann als Begründer des Familienreichtums angesehen werden: Seine Familie profitierte von Vogelnesterhöhlen, die Sandokan entdeckt hatte.

In jenen Höhlen wurden zweimal pro Jahr Vogelnester «geerntet». Zu hohen Preisen gingen diese jeweils an die Chinesen, welche die Nester als geleeartige Masse zubereiteten – eine Delikatesse! Viele Geschichten ranken sich darum, wie Sandokan diese Höhlen entdeckte und gegenüber dem mächtigen Sultan von Sulu Bis zu diesem Zeitpunkt kann sein Lebenslauf anhand der Berichte von Flussbewohnern des Kinabatangans und seinen Nachkommen, der Familie Galpam in Sandakan, rekonstruiert werden. Dass jene Stadt ähnlich heisst wie er, dürfte kaum ein Zufall sein.

In Marudu ist Sandokan als Freund und Kampfgefährte Syarif Osmans im Gedächtnis geblieben, der ebenfalls gegen die Briten kämpfte. Syarif Osmans Festung in Marudu mag so etwas wie das wirtschaftliche und gesellschaftliche Zentrum zur Zeit Sandokans gewesen sein. Ein Ort, der ihn sicherlich angezogen hat. Osmans Banner bildete die berühmte rote Flagge mit dem Tigerkopf.

Sandokan soll die Festung des damals höchst einflussreichen Syarifs am 19. August 1845 gegen die Briten verteidigt haben. Leider unterlag die Bevölkerung Marudus und die Festung wurde zerstört. In Limau-Limawan, im Norden der Bucht von Marudu, blieb Sandokan als Seeheld in Erinnerung, der das Meer von Sulu bis zur Malakka-Strasse beherrscht haben soll.

Mompracem existiert Was mit Sandokan nach der Schlacht von Marudu geschah, lässt sich aus heutiger Sicht nicht mehr nachvollziehen. Emilio Salgaris Sandokan-Romane setzen inhaltlich ab 1849 ein, schildern aber Ereignisse, die an die Schlacht vom 19. August 1845 erinnern.

Laut Salgari ist Mompracem Sandokans Wahlheimat. Nach der Vertreibung aus seiner eigentlichen Heimat Marudu liess er sich auf der Insel nieder, um von dort die europäischen Kolonialisten und die mit ihnen verbündeten Einheimischen zu bekämpfen. Mompracem wurde damit zum Freiheitssymbol schlechthin.

Unklar bleibt, ob der historische Sandokan sich nach dem Fall von Marudu tatsächlich auf dieser Insel niedergelassen hat. Aber die Existenz Mompracems ist auf alten Landkarten bestätigt. Sie ist dort zwischen Labuan und Brunei eingezeichnet und galt als überaus wichtiger Orientierungspunkt für die Seeleute.

Im Laufe der Zeit wurde Mompracem umbenannt in «Keraman» (auch: «Kuraman») – «die Insel, die verschwindet» – da das Eiland von der Strömung des Meeres allmählich abgetragen wird. Keraman war damit, als es noch Mompracem hiess, sehr viel grösser als heute.

Heute lässt sich die malerische Insel via Labuan City in rund 20 Minuten bequem per Motorboot erreichen. Den Filmemachern von «Sandokan» war der Ort übrigens nicht felsig genug, so dass sie für die Dreharbeiten eine andere Insel im malaysischen Raum wählten… Bianca Gerlich ■

Ein Mann mit einem Bart und einem Turban auf dem Kopf.

Nostradamus (1503 – 1566). Sah der französische Seher tatsächlich die Zukunft voraus, wie seine Anhänger behaupten?

Noch ein Buch über Nostradamus? Ja – aber was für eines! Nach jahrelangen Recherchen in Bibliotheken gelang es dem Wiener Parapsychologen Dr. Elmar Gruber, bislang unerforschte Texte über den Propheten ausfindig zu machen. Die Konsequenzen sind verblüffend.

Kürzlich erschien im Scherz-Verlag Ihr Buch «Nostradamus». Warum noch ein Buch über Nostradamus? Gibt es davon nicht schon genug?

Elmar Gruber: Es gibt viele Bücher über Nostradamus, aber auch viele unbrauchbare. Die meisten Autoren sind nur daran interessiert, ihren ganz persönlichen Schlüssel für die angebliche Entzifferung der rätselhaften Prophezeiungen zu präsentieren.

Jeder behauptet, Recht zu haben, aber alle kommen sie zu unterschiedlichen Ergebnissen. Diese Art von Literatur sagt nur etwas über ihren Urheber aus, nichts über Nostradamus. Entscheidend ist der historisch-kritische Zugang.

Man muss zuerst Nostradamus aus seiner Zeit, seiner Entwicklung und seinem Denken her begreifen, um seine Werke verstehen und erklären zu können.

Originale Wie haben Sie dieses Ziel erreicht?

Gruber: Indem ich mich nicht allein auf die berühmten Prophéties stützte, die allein von den meisten Autoren herangezogen werden. Ich habe alle Werke von Nostradamus studiert, vor allem aber seine sehr seltenen Almanache. Darin hat er viele Weissagungen in Prosa niedergelegt, die leichter zugänglich sind als die Vers-Prophezeiungen in den Prophéties.

Vergleicht man Wortwahl, Grammatik, Satzbau und zieht dazu noch die erhaltenen Briefe von Nostradamus heran sowie die französischen Lexika des 16. Jahrhunderts, lassen sich die vermeintlich undurchdringlichen Verse bisweilen auf verblüffend einleuchtende Weise erklären.

Sind die Originalwerke von Nostradamus leicht zugänglich?

Gruber: In der Tat ist es ein Problem, an heranzukommen.

Manches liegt in Faksimile-Ausgaben vor, einige wichtige Werke besitze ich in meiner eigenen antiquarischen Sammlung. Andere, wie viele seiner Almanache, sind verloren gegangen. Dafür habe ich in Bibliotheken und Archiven nach jahrelanger akribischer Suche bislang unbekannte Texte ausfindig gemacht, beispielsweise eine mehr als 700 Seiten starke Handschrift von Jean-Aimé de Chavigny, dem Sekretär des Nostradamus in seinen letzten Jahren, in der er die Prophezeiungen aus allen Almanachen des Propheten exzerpiert hat, auch aus jenen, die heute nicht mehr erhalten sind.

Dieses einmalige Manuskript ist eine unschätzbare Grundlage für die Analyse seiner Texte. Ausserdem bin ich auf weiteres wissenschaftlich noch nicht ausgewertetes Material gestossen. Es handelt sich um zwei Manuskripte des Horoskops, das Nostradamus für den Prinzen Rudolf von Habsburg, den späteren Kaiser Rudolf II., angefertigt hat.

Diese Handschriften waren ebenfalls noch nicht bekannt und können ohne Übertreibung als spektakulär bezeichnet werden. Ich konnte sie in den Archiven von deutschen Bibliotheken aufstöbern.

Eine davon ist sogar das französische Original, die andere eine lateinische Übersetzung der Zeit.

Durch die Untersuchung dieses über 200 Seiten starken Horoskops konnte ich auch zum ersten Mal die angeblichen prophetischen Fähigkeiten von Nostradamus an der Realität überprüfen, zumal wir genaue Kenntnisse über Leben und Persönlichkeit von Rudolf II. besitzen, während die dunklen Rätselsprüche in seinen Prophéties von den zahlreichen selbst ernannten «Nostradamus-Forschern» nach freiem Belieben mit passend erscheinenden Ereignissen in Beziehung gebracht werden.

Zu welchem Ergebnis kommen Sie? Hatte Nostradamus wirklich prophetische Fähigkeiten?

Gruber: Diese Frage lässt sich nicht einfach beantworten, und ich will hier auch nicht in wenigen Worten darauf eingehen. Die Klärung dafür liefert mein gesamtes Buch, und ich habe viele Seiten dafür benötigt!

In anderen Büchern haben Sie über den Stand der parapsychologischen Forschung geschrieben. Wie ist Nostradamus unter diesem Gesichtspunkt einzuordnen?

Gruber: In meinen Werken zeige ich, dass die moderne Wissenschaft von den anomalen mentalen Phänomenen (Parapsychologie) den Beweis für die Realität der Fähigkeit, in die Zukunft sehen zu können (Präkognition), erbracht hat. Allerdings ist dieses Vermögen sehr selten, äusserst leicht störbar und meist an persönlich bedeutsame Inhalte gebunden.

In den meisten Fällen gelangen die präkognitiven Eindrücke überhaupt nicht ins Bewusstsein, sie werden nur unbewusst in einer physiologischen Reaktion vom Organismus registriert. Es gibt keine Hinweise darauf, dass einzelne Menschen in der Lage sind, häufig und mit grosser Genauigkeit von Begebenheiten Kenntnis zu haben, die sich erst in ferner Zukunft ereignen werden.

Die Berichte von aussergewöhnlichen «Propheten» entpuppen sich bei genauer Prüfung entweder als reine Erfindung oder gehören zum Strom von Legenden, jener so genannten prophetischen Tradition, die im Volksgut verankert ist und von Generation zu Generation weitergegeben, umgeformt und den jeweiligen politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten angepasst wird. Die Weissagungen von Nostradamus bilden dabei keine Ausnahme.

Nostradamus war nicht ja nur Prophet, er war auch Astrologe und Arzt. Welche Rolle spielen diese Aspekte in Ihrem Buch?

Gruber: Sie spielen eine erhebliche Rolle um das «Phänomen Nostradamus» begreifen zu können. Seine vielschichtigen Interessen, vor allem an der Antike und an der hermetischen Philosophie, die in der Renaissance so populär war, weisen ihn als einen gelehrten Humanisten aus, auf der Suche nach einer umfassenden Erklärung für das Unheil, dem sich der Mensch in seiner Epoche ausgesetzt sah.

Dafür griff er auf die antike Geschichte zurück, wo er gleichsam prototypische Ereignisse als Vorbilder für Geschehnisse in seiner Gegenwart fand, die eine Zeit des radikalen Umbruchs war. Die Lehre astrologischer Zyklen verwendete er dafür, um solche vorbildhaften Begebenheiten auf die Zukunft zu übertragen. Zumal die Astrologie damals als Wissenschaft galt, war diese Vorgehensweise weder abwegig noch ausgefallen.

Ausgefallen war allein seine Fähigkeit, die Ergebnisse seiner Berechnungen und Intuitionen in verführerische, dunkle Verse zu kleiden. Darin brachte er es zur Meisterschaft, und das ist der Grund für die ausserordentliche Faszination, die seine Weissagungen bis zum heutigen Tag ausüben. Wie diese «orakuläre Poesie» ihre Wirkung entfalten konnte – auch das zeige ich in meinem Buch auf.

Ein Mann sitzt an einem Tisch und liest ein Buch.
Ein Plakat mit einem Mann in einem Hut und den Worten "Nostradamus" darauf.

«Tim und Struppi»-Cartoon. Auch der berühmte Comiczeichner Hergé hatte ein Flair für kuriose Kreaturen.

Er gilt als Begründer der Kryptozoologie, der wissenschaftlichen Erforschung unbekannter Tiere. Kurz vor seinem Tod vermachte Bernard Heuvelmans sein Archiv dem Zoologischen Museum in Lausanne. Dort arbeitet man jetzt an einer Edition bislang unveröffentlichter Texte.

Grosse gelbe Fussabdrücke führen im Zoologischen Museum in Lausanne an ausgestopften Vögeln, Löwen und Bären vorbei. Vor einem schwarzen Vorhang enden die Spuren.

Dahinter ist eine sanfte Stimme zu hören, die auf Französisch sagt: «Man fragt mich oft, ob ich an diese Fabeltiere glaube.

Ich antworte dann, dass es hier nicht darum geht, irgendetwas zu glauben. Es geht hier nicht um Religion. Meine Arbeit besteht darin, nach wissenschaftlichen Methoden Spuren zu sammeln und Beweise zu finden.»

Die Stimme gehört Bernard Heuvelmans, der auf Video ins verdunkelte Kagebildet ist… binett einlädt, das hinter dem Vorhang wartet. Es gibt hier keine ausgestopften Tiere mehr, sondern fast nur Text- und Bildwände. Ein Mädchen fragt enttäuscht: «C'est tout? Ist das alles?» Dann muss ihr Vater aber doch erklären, was mit dem Elefanten los ist, dessen Rüssel nur gerade bis zur Tischkante reicht.

Oberhalb des Guckfensters mit der nachgebildeten Szene stehts: Die Menschen in Zentralafrika erzählen immer wieder von einem Zwergelefanten. Die Wissenschaft kann aber noch nicht schlüssig sagen, ob es sich dabei um eine eigene Art oder bloss um kleinwüchsige Tiere handelt. In der hintersten Ecke des Kabinetts ist auch die Fussspur wieder, diesmal in Gips gegossen. Der Original-Fussabdruck vom Yeti, neben einem Foto, auf dem ein Haarbüschel des «abscheulichen Schneemenschen» aus dem Himalaya ab- Unerwartetes Geschenk Für die kleine Ausstellung ist Daniel Cherix zuständig. Was jetzt zu sehen ist, sei nur der Anfang, sagt er. Cherix und seine Kollegen sind nämlich von den Fabeltieren geradezu überrumpelt worden.

Im Sommer 2000, kurz vor seinem Tod, beschloss der 84-jährige Belgier Bernard Heuvelmans, seine weltweit einzigartige Sammlung dem Zoologischen Museum Lausanne (Schweiz) zu vermachen. Heuvelmans ist der Begründer der Kryptozoologie, der Wissenschaft der verborgenen Tiere. Er hatte seit den 50er-Jahren alles gesammelt, was er über Yeti, Nessie und andere mysteriöse Wesen finden konnte.

Auf seinen Reisen, bei der Lektüre und beim Stöbern in Archiven sind neben Zeugnissen in Form von Knochen und vertrockneten Exkrementen insgesamt gegen 25000 Berichte, 1000 Bücher, 12000 Dias, 25000 Fotos und unzählige alte Illustrationen zusammengekommen, die es im Lausanner Museum nun zu sichten und zu ordnen gilt.

«Die Planungen für eine Buchpublikation mit bisher unveröffentlichten Texten von Heuvelmans laufen auf Hochtouren», bestätigen die Verantwortlichen gegenüber «mysteries». «Wir verhandeln gerade mit einem Verleger.» Mehr möchte man darüber zur Zeit nicht verraten – lässt aber durchblicken, dass auch Heuvelmans vergriffene Klassiker eine Neuauflage erleben sollen.

Schachteln voller Geschichten Eigentlich ist Ausstellungs-Leiter Daniel Cherix ja mehr Ameisenforscher als Kryptozoologe. Mit dem Belgier verbinden ihn und Museumsdirektor Michel Sartori aber eine besondere Offenheit. «Wir Museen sind ein Gedächtnis», sagt Cherix.

Und: «Wir möchten, dass die Besucher bei uns auch ein bisschen träumen können.»

Auf der anderen Seite steht die Sammlung Wissenschaftlern und Studierenden offen. Gut 20 Experten aus ganz Europa pilgern jedes Jahr nach Lausanne, um in Heuvelmans’ «Schatzkisten» zu wühlen.

Tatsächlich stecken die überquellenden Archivschachteln voller Geschichten, und es ist schwer zu sagen, welche spannender sind: Diejenigen, die mit sorgfältig gesammelten Spuren, vergilbten Zeitungsschnipseln und ungeheuerlichen Augenzeugenberichten wie im Krimi auf eine Entdeckung zusteuern – auf die Entdeckung einer bisher unbekannten Tierart. Oder die Geschichten, die im Dunkeln bleiben.

Wohl für immer im Dunkeln bleibt die Story hinter dem Schwarzweissfoto, das der Schweizer Geologe François de Loys um 1917/1918 knipste, als er sich mit einer Gruppe Einheimischer auf der Suche nach Erdöl durch den völlig unerforschten, venezolanischen Dschungel quälte.

Plötzlich wurden die erschöpften Männer mit Kotstücken beworfen – von zwei Tieren, die sie zuerst für Bären hielten. Sie töteten eines davon; das andere flüchtete verletzt in den Wald.

De Loys fotografierte das erlegte Tier: ein riesiger Affe, der keiner in Südamerika bekannten Art glich. Unzählige Expeditionen machten sich später auf die Suche nach diesem Affen – ohne Erfolg.

Ist das Bild also gefälscht? Aber wieso hätte de Loys, von Zeitgenossen als absolut integre Persönlichkeit geschildert, mit einer solchen Geschichte seine Karriere im Erdölbusiness aufs Spiel setzen sollen?

«Bisher ist nicht bewiesen, dass de Loys nicht die Wahrheit gesagt hätte», folgert ein 1999 publizierter Fachartikel im Bulletin der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft des Kantons Waadt.

Riesiger Kraken Ganz nach dem Geschmack der Kryptozoologen sind auch die Berichte über Seeschlangen, Riesenkraken und andere Monster der Meere. Berühmt geworden ist der Fall der «Nautilus», deren Besatzung im Jahr 1873 an der Küste vor Neufundland ein Wrack bergen wollte.

Als es die Fischer aber mit dem Enterhaken heranzuziehen suchten, schlug das vermeintliche Wrack einen grossen, harten Kiefer in die Bordwand und umschlang das Boot mit einem monströsen Fangarm. Bevor Boot und Mannschaft versanken, griff der Fischerjunge Tom Piccot beherzt zur Axt und hieb den Arm ab.

Damit rettete er nicht nur seine Kameraden, sondern lieferte der Wissenschaft auch ein sechs Meter langes Beweisstück für die Existenz des Riesenkrakens. Heute schätzt man, dass Exemplare von 50 Meter Länge und mehr in den Tiefen der Ozeane leben.

Weniger schauerlich ist die Geschichte vom Dingiso. Dieses Baumkänguruh ist den Zoologen erst seit 1994 bekannt. Es hat nur deshalb überlebt, weil es zugleich ein mythisches Wesen geblieben ist. Das Dingiso benimmt sich nämlich ziemlich ungeschickt, wenn es in der indonesischen Provinz Irian Jaya einem Jäger begegnet: Es bleibt stehen, wirft die Pfoten in die Höhe und stösst dabei einen hellen Pfiff aus.

Die indonesischen Stämme der Damal und Dani haben dem kleinen Känguruh in ihrem Territorium denn auch fast den Garaus gemacht. Nicht so das Volk der Moni, das in ihm den «Mann des Bergwaldes» sieht, den Ahnen, von dem die Menschen abstammen.

Ein alter Moni-Jäger erzählte dem australischen Zoologen Tim Flannery: «Ich sehe es (das Känguruh) auf dem Waldpfad und es sagt mir (durch sein Benehmen): ‹Ich weiss, wer du bist›. Ich antworte: ‹Ja, du hast recht. Ich werde dir nichts tun. Ich werde warten, bis du gegangen bist.› So warte ich also, und mein Hund legt sich auf den Pfad, ganz still, bis es gegangen ist.»

«Noch viele unbekannte Tiere» Bernard Heuvelmans hat Tausende von Zeitungsartikeln gesammelt, die in verschiedenen Sprachen über solche Entdeckungen berichten.

In einem seiner Bücher zieht er den Schluss: «Es gibt noch viele unbekannte Tiere, und es existieren noch grosse Lücken in unserem Wissen über bekannte Tiere. Sogar diejenigen, die uns am nächsten sind, behalten ihre Geheimnisse. Wir können ja noch nicht einmal genau erklären, wie die Katze schnurrt!» ch-fo/lb. ■

Ein Mann sitzt an einem Schreibtisch vor einer Wand mit Bildern.