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Verblüffende Enthüllung: Auch über dem trinationalen Flughafen Basel-Mulhouse-Freiburg tauchten bereits UFOs auf. Dies bestätigt Hans-Ulrich Frey, ehemaliger Chef der Flugweg- und Fluglärmüberwachung. Gegenüber «mysteries» spricht er erstmals offiziell über unidentifizierbare Flugkörper, die ihn und seine Mitarbeiter gehörig verwirrten – und sein Weltbild veränderten. Die Radaraufnahmen wurden intern aufbewahrt und dürften noch heute in den Archiven lagern.

von Luc Bürgin

Herr Frey, im Bereich der Fachstelle Flugwegund Fluglärmüberwachung waren Sie von 1980 bis 2000 beim trinationalen EuroAirport Basel-Mulhouse tätig, die letzten zehn Jahre als Leiter. Sie hatten während dieser Zeit ständigen Zugriff auf alle Radardaten – und wurden dabei auch mit UFO-Phänomenen konfrontiert. Einige Erscheinungen konnten sie offenbar sogar dokumentieren…

Frey: Ja – das stimmt. In den frühen 80er-Jahren haben wir als einer der ersten Flughäfen in Zusammenarbeit mit der französischen Flugsicherung Möglichkeiten kreiert, um Radaraufzeichnungen auf Analogradarbändern nachträglich wieder anschauen zu können – um sie bei Bedarf entsprechend zu analysieren und zu archivieren.

Sie arbeiteten damals mit analogen Radarsystemen, auf denen so ziemlich alles auftauchte, was am Himmel rund um den Basler Flughafen EuroAirport irgendwie reflektierte…

Frey: …im Gegensatz zu den heutigen digitalen Systemen. Die Radarsysteme zeichneten alles ungefiltert auf. Auch Gewitterstörungen. Selbst Vogelschwärme konnten wir mit unseren Systemen begutachten. Wir arbeiteten damals unter anderem auch mit der Schweizer Vogelwarte Sempach zusammen, um das Verhalten von Vogelzügen im 24-Stunden- Rhythmus zu studieren. Aber natürlich werteten wir in erster Linie unsere Flugspuren aus, mit dem Ziel, fehlbare Piloten wieder auf die vorgegebene Route zurückzuweisen.

Ein Mann sitzt an einem Schreibtisch und hält einen Stift und Papier.

Konfrontation mit dem Unfassbaren. Luftfahrt- und Radarexperte Hans-Ulrich Frey in seinem Büro.

Dabei wurden Sie auch mit UFOs konfrontiert?

Frey: Das ist richtig. Anlässlich dieser Reihenuntersuchungen anfangs der 80er Jahre tauchten eines Tages merkwürdige «Flugobjekte» auf, die wir selbstverständlich einer genaueren Untersuchung unterzogen. Dabei stellten wir zu unserem Erstaunen fest, dass es sich tatsächlich um unidentifizierbare Phänomene handelte. Eine spannende Sache! Wir haben die entsprechenden Radarbänder in einem abgedunkelten Raum begutachtet und die Flugspuren analysiert – und uns dabei natürlich überlegt, was das sein könnte. Nach Rücksprache mit den französischen Behörden stellte sich dann heraus, dass zum gegebenen Zeitpunkt auch keinerlei militärischer Flugverkehr herrschte.

Sie konnten also alle nur denkbaren Verwechslungsmöglichkeiten letztendlich eliminieren?

Frey: Exakt. Via Ausschlussverfahren konnten wir sämtliche konventionellen Erklärungsmöglichkeiten ausschliessen, von Störsignalen bis hin zu Wetterphänomenen. Übrig blieb das, was wir heute gemeinhin als UFOs bezeichnen – unidentifizierbare Flugobjekte. Interessanterweise handelte es sich zudem nicht um einen einzigen Fall. Wir verzeichneten verschiedentlich solche Phänomene, zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten. So kann ich mich persönlich noch gut an einen Vorfall erinnern, wo wir gleichzeitig fünf Radarziele beziehungsweise Flugkörper auf den Analogaufzeichnungen ausmachen konnten. Die Ziele zeigten Geschwindigkeiten und Richtungswechsel, die jenseits aller irdischen Möglichkeiten lagen.

‹‹ Wo befinden sich die fraglichen Radarbilder heute?

Also waren sie ausserirdisch?

Frey: Als direkte Antwort könnte man das so nennen. Zumindest konnten ihre Charakteristika keinem irdischen Flugkörper zugeordnet werden.

Besagte Aufzeichnungen wurden ebenfalls archiviert?

Frey: Selbstverständlich. Wir haben natürlich überlegt, wie man diese Phänomene intern registrieren könnte. Damals funktionierte unsere Technik ja noch
komplett auf analoger Basis. Mit einem eigens entwickelten Verfahren haben wir dann Fotos der entsprechenden Aufzeichnungen gemacht, weil die Bänder
mit den Aufzeichnungen regelmässig wieder gelöscht und neu eingesetzt wurden.

Wo befinden sich die Aufnahmen denn
heute?

Frey: Ich gehe davon aus, dass die ganze Dokumentation in den Archiven des EuroAirport noch vorhanden sein müsste – und damit auch einsehbar. Bis zu meinem Abgang von der Flughafendirektion war sie jedenfalls noch vorhanden.

Und das ist immerhin erst einige wenige
Jahre her…

Frey: Wie gesagt: Ich gehe davon aus, dass die Fotos im Archiv noch greifbar sind. Umso mehr, als es sich ja um mehrere Ereignisse handelte. Wir gingen damals in einigen Fällen auch Zeugenaussagen nach. Verschiedene Leute meldeten uns ihre Beobachtung – und wir versuchten die Objekte dann auf unseren
Aufzeichnungen dingfest zu machen. In einigen Fällen wurden wir tatsächlich fündig und konnten sie den entsprechenden Zeugenaussagen zuordnen. Blieb
natürlich immer die Frage: Was war es? Aber immerhin: Man sah es!

Ihr Nachfolger, Jürg Tschopp vom Euro-Airport, wollte auf Anfrage nichts von
derlei Aufzeichnungen wissen …

Frey: Das kann ich mir nicht erklären. Es wäre schade, wenn die Unterlagen entsorgt worden wären. Allerdings kann ich
mir das kaum vorstellen.

Hat die Begegnung mit dem UFO-Phänomen Ihr wissenschaftliches Weltbild verändert?

Grundsätzlich verändert vielleicht nicht, aber doch nachhaltig beeinflusst. Im Sinne, dass es offenbar Phänomene gibt, die wir uns zwar nicht erklären können – aber dennoch registrieren. Phänomene, die unerklärlich, ja geradezu phantastisch anmuten. Das macht für mich die Faszination aus – auch wenn ich mich immer um eine objektive Distanz gegenüber solchen Erscheinungen bemühe. ■

Geschulter Beobachter. Frey war 20 Jahre beim Basler EuroAirport (1.) tätig

Hans-Ulrich Frey leitet heute ein eigenständiges Beratungsbüro für Luftfahrt- und Flughafenbelange im Raum Basel. Dort widmet er sich allen Fragen im
Bereich der Flugverfahren, der Akustik und der Umweltaspekte der zivilien Luftfahrt.