Liefern neue Experimente von Professor Richard Karban (University of California) weitere Hinweise dafür, dass Pflanzen tatsächlich mittels Licht kommunizieren? Wie Karban zusammen mit Kaori Shiojiri (Kyoto University) im Fachmagazin «Ecology Letters» (12/2009) darlegte, scheinen sich Wüsten-Beifuss-Gewächse gegenseitig warnen zu können – und das ohne jeglichen physikalischen Kontakt.
Um dies zu testen, beschädigte man Wüsten-Beifuss-Blätter in Testreihen so, wie es Insekten zu tun pflegen.
Obwohl bis zu 60 Zentimeter entfernt, entwickelten unbeschädigte Nachbarpflanzen in der Folge wie aus dem Nichts heraus eine höhere Belastbarkeit bezüglich Fressschäden. Sie wurden also «irgendwie» gewarnt.
Wie dies geschieht, wissen Karban und Shiojiri noch nicht. Vorerst favorisieren sie durch die Luft übertragene chemische Botenstoffe als Auslöser.
Falls sich diese These nicht erhärten sollte, könnte es spannend werden.
Dann nämlich würden sich wohl nur noch die von vielen Biologen leider immer noch verschmähten Biophotonen als Warnmelder aufdrängen.
ir strahlen. Nicht nur, wenn wir guter Laune sind, sondern ständig: Alle lebenden Zellen sondern ein Wschwaches Licht ab. Das ist erwiesen und messbar.
Umstritten ist, wozu diese Strahlung gut sein soll. Für den lange Zeit als «akademischen Ketzer» verunglimpften deutschen Biophysik-Professor Fritz-Albert Popp ist schon lange klar, dass Zellen mittels Licht Informationen untereinander austauschen. Dass also biologische Prozesse nicht nur durch chemische Botenstoffe ausgelöst werden, sondern auch durch Signale, die über elektromagnetische Wellen gesendet und empfangen werden.
Seit Kurzem bläst nun auch die Universität Basel ins gleiche Horn: «Populationen von Einzellern können miteinander kommunizieren, selbst wenn sie durch eine Glaswand voneinander getrennt sind», verkündeten die Verantwortlichen im April 2009 offiziell.
«Mit hoher Wahrscheinlichkeit benutzen sie dafür elektromagnetische Signale.
Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die am Schweizerischen Tropeninstitut und am Centre National de la Recherche Scientifique in Paris durchgeführt worden ist.» Diese eröffne, so die Universität weiter, «eine neue Sicht auf Lebensprozesse», da die beschriebenen Einzeller offensichtlich ein auf Strahlung beruhendes Kommunikationssystem besässen.
Verantwortlich für die erstaunlichen Forschungsergebnisse zeichnet der Schweizer Biologe Daniel Fels, den Popps Forschung seit Langem fasziniert. Als «Versuchskaninchen» dienten Fels einzellige Pantoffeltierchen. Für seine Experimente trennte er jeweils eine kleine und eine grosse Einzeller-Population durch Glaswände, um molekulare Reaktionen zwischen den Zellen auf der einen und der anderen Seite ausschliessen zu können. Anschliessend beobachtete er, ob die so getrennten Tierchen zu vermehrter oder verminderter Zellteilung angeregt wurden, womöglich gar mit Hilfe von elektromagnetischen Kommunikationssignalen, wie der Biologe vermutete.
Reger Informationsaustausch – trotz Glaswand Das Ergebnis gab ihm Recht: «Besagte Signale lösten bei den Einzellern trotz der Glaswände ganz offensichtlich eine Wirkung auf elementare Lebensäusserungen wie Wachstum und Energieaufnahme aus», so der Forscher, der seine Studie im Frühling dieses Jahres unter dem Titel «Cellular Communication through Light» in der wissenschaftlichen Online-Zeitschrift «PloS ONE» publizierte. Konkret: «Die durch Glas getrennten Pantoffeltierchen beeinflussten sich in einem fördernden oder vermindernden Sinne, ganz in Abhängigkeit von der Anzahl Zellen sowie dem Material, das sie jeweils trennte – Normalglas oder Quartzglas. Und dies ohne jegliche chemische Interaktion!»
Aus biologischer Sicht ist dies völlig unverständlich. Oder eben doch nicht. Tatsächlich scheint Daniel Fels mit seinen Laborversuchen die ebenso faszinierenden wie vieldiskutierten Experimente von Fritz-Albert Popp zu untermauern. Inspirieren liess er sich dabei vor allem von den Forschungen des russischen Biologen Alexander Gurwitsch. Bereits vor rund 85 Jahren hatte dieser bei Experimenten mit keimenden Zwiebeln das schwache Licht der Zellen entdeckt. Der Russe gilt als Vordenker Popps, denn auch er ging davon aus, dass besagte Strahlung die Zellteilung auslöst. Die aufkommende Biochemie machte derlei Überlegungen indes ein jähes Ende.
Das Leuchten der lebenden Zellen wurde seit Gurwitsch mehrfach bestätigt und gilt mittlerweile als wissenschaftlich bewiesene Tatsache. So konnte Fritz-Albert Popp bereits in den 70er-Jahren Wellenlängen zwischen 200 und 800 Nanometern nachweisen – also Zellstrahlung im gesamten Lichtspektrum vom UV- bis hin zum Infrarotbereich. Ihre Intensität entspricht wenigen Lichtquanten pro Sekunde und Quadratzentimeter – vergleichbar mit der Leuchtkraft einer rund 20 Kilometer entfernten Kerzenflamme.
Um eine Verwechslung mit der beispielsweise von Leucht-Ausgabe 5/09 Umwelt Pantoffeltierchen. Die Wimpern an ihrer Aussenseite dienen den Einzellern zur Fortbewegung.
käfern bekannten Biolumineszenz auszuschliessen, nannte Popp diese ultraschwache biologische Strahlung «Emission von Biophotonen». Dass damit eine konkrete Funktion verbunden sein könnte, wird von vielen Wissenschaftlern bezweifelt.
Für Popp völlig unverständlich. Schliesslich kann er belegen, dass dieses Licht «kohärent» ist, wie er betont – «dass also die Fähigkeit besteht, eine Wechselwirkung durchzuführen». Er kam deshalb auch zum Schluss, dass die Strahlung der Informationsvermittlung dient, mit deren Hilfe die Ordnung in biologischen Organismen aufrechterhalten bleibt.
DNA als Sender- und Speichermedium Die tradierte Auffassung, wonach biochemische Prozesse in den Zellen dem Zufallsprinzip unterliegen, hält der Physiker für falsch. Er sieht Materie nicht als «zusammenhangslosen Molekülhaufen, sondern vielmehr als komplexen Verband elektromagnetischer Schwingungen», wie es ein deutscher Journalist einmal umschrieb.
Als Sender und Speichermedium der Biophotonen ortet Popp die zelluläre DNA. Von der Erbsubstanz aus koordiniere die Strahlung alle biochemischen Prozesse in der Zelle und übermittle auch Informationen an andere Zellen. Überlegungen, die mittlerweile auch bei etablierten Denkern in Deutschland zunehmend auf Resonanz stossen. «Es scheint derzeit Biologe Daniel Fels. Schon in jungen Jahren begann er sich für Popps Biophotonen-Experimente zu interessieren.
Umwelt Ausgabe 5/09 Welche Lebensmittel sind wirklich gesund und welche nicht? Auch dies lässt sich mit Hilfe Lebensmittel aller Art lassen sich nach derlei Maximen messen. Popp: «Änderungen der Qualität führen immer auch zu Änderungen der Biophotonenemission. So erhalten wir Auskunft über die Frische, die Haltbarkeit, die Naturbelassenheit oder den Geschmack von Nahrungsmitteln.»
Experimente, die mittlerweile auch von namhaften Instituten – unter anderem an den Universitäten von Mainz und Bonn – erfolgreich wiederholt und somit wissenschaftlich bestätigt werden konnten.
Im Gegensatz zur «Scientific Community» scheint die Nahrungsmittelindus-Wie lassen sich «gute» Lebensmittel von «schlechten» unterscheiden? Indem man ihre Zellstrahlung misst. Bei lebenden Systemen klingt diese langsamer ab als bei toten, wie Fritz-Albert Popp herausfand. Ein frisch gepflücktes Blatt eines Baumes leuchtet demnach länger, als eines, das schon vor längerer Zeit abgerissen wurde.
Entsprechende Versuche haben Popp und sein Team vom «Internationalen Institut für Biophysik» in Neuss beispielsweise mit Hühnereiern aus Freilandhaltung und solchen aus Bodenhaltung gemacht. Ergebnis: Je länger Freilandhühner draussen sind, umso deutlicher wird der Unterschied zwischen der Photonenemission ihrer Eier im Vergleich zu denjenigen eingesperrter Hühner. Ähnlich bei Fleisch, Fisch oder Gemüse: Gammelware strahlt im Vergleich zu Frischprodukten deutlich «desolater».
Fritz-Albert Popp. Noch immer zögern viele Biologen sich mit seinen wegweisenden Forschung zu beschäftigen.
immer klarer zu werden, dass die DNA höchst bemerkenswerte elektromagnetische Eigenschaften besitzt wie etwa elektrische Leitfähigkeit oder die Verarbeitung von elektromagnetischen Wellen», gibt etwa Gunter Rothe, emeritierter Professor für Botanik an der Universität Mainz, zu bedenken. Biophotonen, so bilanziert auch er, dienten somit wohl tatsächlich nicht nur zur Kommunikation in den Zellen, sondern ebenso «zur Kommunikation zwischen Zellen und Organismen».
Viele Biologen in unseren Breitengraden scheinen indes immer noch keine Ahnung davon zu haben, welche faszinierenden Perspektiven zum besseren Verständnis der Lebensprozesse Popps Forschungsergebnisse bergen. Bezeichnende Antwort von Professor Mario Mörl vom Institut für Biochemie der Universität Leipzig, als ihn «mysteries» um eine Einschätzung bat: «Tut mir leid, da kann ich Ihnen nicht weiterhelfen. Ich kenne die Theorien von Herrn Popp nicht.» Auch Dr. Ruth Kroschewski vom Institut für Biochemie der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich zuckte auf Anfrage ratlos mit den Schultern: «Ich kenne die Theorie Popps nicht und kann deshalb keine Aussagen machen.»
Weitere Experimente geplant Andere Biologen lehnen die «Kommunikations-Theorie» des Quantenphysikers Popp gar generell ab, weil sie die von ihm propagierte Kohärenz der Strahlung als bislang «nicht beweisbar» einstufen. Konservative Einschätzungen, die durch Daniel Fels’ Studien nun einmal mehr erschüttert werden.
Zwar kann auch der Schweizer Biologe derzeit nicht abschliessend zeigen, dass Einzeller tatsächlich durch Licht kommunizieren. Seine Forschungen belegen aber zumindest eindrücklich, dass die Tierchen sich auch dann noch auszutauschen vermögen, wenn keine chemische Interaktion möglich ist. Wie «sprechen» Einzeller also durch Glaswände miteinander? Dieser Frage möchte Daniel Fels in seinen nächsten Experimenten nachgehen.
«Vorab möchte ich herausfinden, ob eine Zelle weiss, wann Ausgabe 5/09 Umwelt
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/warnen-sich-pflanzen-mit-duft-oder-gar-via-licht-page45-1.jpg11631726Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2009-05-01 12:00:002025-12-14 19:50:21Warnen Sich Pflanzen Mit Duft – Oder Gar Via Licht?
Nr. 5 – Sept. / Oktober 2009 T7,50 (A) CHF 11,00 (CH) T7,50 (D) T9,– (I) Freimaurer zittern Freimaurer zittern Washingtons düsteres Washingtons düsteres Geheimnis enthüllt Geheimnis enthüllt Mond-Filme Mond-Filme Wie ehrlich ist Wie ehrlich ist die NASA?
die NASA?
Bundeslade Bundeslade Kirchenpatriarch: «Ich Kirchenpatriarch: «Ich habe sie gesehen!»
habe sie gesehen!»
Willkürlich und stupid: So bevormunden uns staatliche Moralapostel EdItorIal Angst vor der Apokalpyse? Wir sterben doch sowieso!
Papst Benedikt hat sich das Handgelenk gebrochen. «Herrjesses», flüstern Journalisten und kabeln die Nachricht tausendfach in alle Welt. Wenn Gähnen schmerzen würde, läge ich mittlerweile im Koma. Übertrumpft wird der grosse Wirbel um den kleinen Gips derzeit nur vom H1N1-Virus, mit dessen Hilfe Politiker und Behörden wieder mal den Weltuntergang heraufbeschwören. Seien Sie versichert: Die Apokalypse findet nur auf dem Papier statt. Und Papier ist vergänglich.
Merkwürdig ist es schon, wie uns dieses laue «Grippchen» derzeit täglich als Todesbringer um die Ohren geklatscht wird. Als wäre ein Marketingbüro beauftragt worden, einen reisserischen Namen zu kreieren, um den Impfstoffabsatz anzukurbeln. Mit den Schweinen hat das Virus nämlich gar nichts zu tun! Zudem ist es harmloser als jede andere Grippe – ausser, dass es manchem Politiker aufs ohnehin schon kränkelnde Hirn schlägt: Bis Ende Juli 2009 sind in 160 Ländern gerade mal 800 Menschen daran gestorben. Zum Vergleich: Jährlich sterben allein in der Schweiz 400 bis 1000 Menschen an «normaler» Grippe. Hallo? Wer sich angesichts derart nackter Tatsachen immer noch eine «Todesseuche» einreden lässt, muss masochistisch veranlagt sein. Ebensogut mag er von mir aus Uriellas Singsang lauschen oder sich von einer adretten Tagesthemen-Marionette die Welt erklären lassen. Das tut ebenfalls weh.
Wirklich schweinisch ist am H1N1-Virus nur etwas: Dass damit Geld verdient wird. Und das nicht zu knapp. Unter neuem Namen lässt sich die Angst besonders gut beschwören. Und so behaupte ich: Schon im nächsten Frühjahr wird niemand mehr vor der Schweinegrippe zittern.
Dann brauchts einen würdigen Nachfolger. Und der folgt so sicher wie der nächste Fehltritt des eingegipsten Papstes. Welcher Name solls denn diesmal sein? Milbenfieber? Rattenseuche? Hühnerpest? Wehe dem, der sich am meisten Gedanken über diese Welt macht – er leidet am stärksten an ihr.
Das Geschäft mit der Angst ist immer auch ein Geschäft mit der Angst vor der eigenen Vergänglichkeit. Lieber lassen wir uns täglich dagegen impfen als über den Tod nachzudenken.
Mit schlechtem Gewissen und dem Vorsatz, endlich alles besser zu machen, verdrängen wir ihn solange, bis er uns hinterrücks überrascht. Wer sein Ende nicht akzeptieren mag, hat den Anfang nicht kapiert. Auch ich brauchte diesbezüglich Nachhilfestunden. Erhalten habe ich sie vor vielen Jahren, als ich als blutjunger Reporter ins Pflegeheim geschickt wurde. Dorthin, wo sich niemand gern freiwillig wagt. Ehrfürchtig trat ich über die Schwelle zur Zwischenwelt, wo ich mich in einer sterilen Empfangshalle wiederfand, in der Pflegebedürftige auf den Tod warteten. Das Personal hatte sie in ihren Rollstühlen zu einem grossen Kreis formiert.
Schweigend glotzten sie sich an. «Menschen, die sich nichts mehr zu sagen haben, möchten gehen», schoss es mir durch den Kopf, ehe man mich eilig weiterzerrte, zu den Zimmerchen im oberen Stock. Hier empfingen mich drei weibliche Pensionäre.
Von ihren Verwandten vergessen, freuten sie sich über den unerhofften Besuch wie kleine Kinder.
«Sie bringen ja richtig Leben in diese Gemäuer!» jauchzte das rüstige Damen-Trio. Treffender hätte man es nicht formulieren können. Ob sie denn keine Angst vor dem Sterben hätten, wollte ich in meiner jugendlichen Naivität später von ihnen wissen.
«Warum sollten wir?», entrüstete sich die Älteste. «Wir haben doch alles erlebt!» Und was würden sie der Jugend von heute auf den Weg geben? «Bleibt dann am bescheidensten, wenn euch am wenigsten danach ist», meinte die Kleinste. Und die Dritte flüsterte: «Geniesst das Leben, wenn ihr jung seid.
Alt werdet ihr von alleine.» Weise Sätze, die im Palaver von heute leider allzu schnell verhallen.
«Wir leben das Leben besser, wenn wir es so leben, wie es ist – nämlich befristet», brachte der Jurist Peter Noll das universale Gesetz auf seinem Sterbebett einst auf den Punkt. Recht hat er. Denn wer alles erlebt hat, kann nichts mehr verpassen.
Im besten Fall hat er der menschlichen Dummheit so lange Widerstand geleistet, dass er sich am Lebensende in der trügerischen Hoffnung wähnen darf, sie endlich überlistet zu haben. Schätzen wir unsere Gesundheit deshalb im Bewusstsein, dass sie nie mehr besser sein wird als heute. Laben wir uns an der Frucht des verbotenen Baumes, um dem Einheitsbrei zu entsagen, der uns täglich auf den Magen schlägt. Und schärfen wir unseren Blick, damit wir vor lauter paradiesischen Gewächsen das Blümchen am Wegrand nicht übersehen.
Und irgendwo da draussen, im grossen Schweinestall, wälzt sich eine fette Sau gerade genüsslich auf ihrem dicken Aktienpolster, ohne zu merken, dass der Schlachter bereits vor der Türe steht.
Leidet sie an Menschengrippe? Vermutlich. Denn der ansteckende Bazillus trübt den Blick fürs Wesentliche.
enn Schriftstellern, Journalisten oder Lesern von staat- Wlich bezahlten Sittenwächtern vorgeschrieben wird, was publizistisch «unmoralisch» oder «verwerflich» sein soll, ist das in etwa so glaubwürdig, wie wenn jemand ein Plakat an seine Hausmauer hängen würde mit der Aufschrift: «Plakate ankleben verboten!»
Mündige Bürger brauchen keinen Vormund. Sie können selber denken.
Anders in Deutschland: In Form der «Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien» (BPJM) wachen hier seit 1954 staatliche Moralapostel mit Argusaugen über Publikationen aller Art – im Gegensatz zur Schweiz oder zu Österreich, die in dieser Hinsicht freiheitlicher denken. Die selbstständig agierende deutsche Bundesoberbehörde mit eigenem Haushalt gilt gar weltweit als «einzigartig», was sie ebenfalls nicht sympathischer macht. Ebenso wenig wie die abertausenden von Verboten, die sie seither erwirkt hat.
Als erste Amtshandlung zog das obskure «Zensur-Gremium» nach seiner Gründung zwei Comics aus dem Verkehr, die als «schwerst jugendgefährdend» taxiert wurden: «Der kleine Sheriff» sowie zwei unsittliche Tarzan-Heftchen («Ergebnis einer entarteten Phantasie»).
Jane im kurzen Höschen durfte der damaligen Jugend nicht zugemutet werden – so die einhellige Meinung.
Die Marschrichtung war vorgegeben, und so setzten die Sittenwächter zu einem rechtlich verbindlichen Feldzug gegen das Unmoralische an, der bis heute immer wieder für heftige Kontroversen sorgt. Denn was auf dem Jugend-Index landet, ist oft – aber nicht immer – auch für Erwachsene nicht zugänglich (siehe dazu Infobox auf Seite 16). Damit wachen Deutschlands Jugend-Sittenwächter quasi über alle mündigen Bürger und entscheiden in letzter Konsequenz, was jeder Einzelne mit gutem Gewissen lesen darf und was nicht.
Ob «Unsittlichkeit», «Diskriminierung von Menschen», «Gewaltdarstellungen», «Verherrlichung/Verharmlosung von Drogenkonsum oder Alkohol» (Originalton BPJM) und vieles mehr: Was den Damen und Herren ketzerisch erscheint, wird verboten – um oft erst Jahrzehnte später Ausgabe 5/09 15 von Luc Bürgin von Luc Bürgin Titelthema Umstrittene Bücher: Was für Jugendliche verboten wird, ist Bücher, die auf dem Jugend-Index landen, dürfen – nur in Deutschland! – im Handel nicht öffentlich ausgelegt und ausschliesslich an Erwachsene ab 18 Jahren abgegeben werden – allerdings nur «auf Nachfrage nach dem entsprechenden Titel». Ein in der Praxis schier unmöglich scheinendes Prozedere, weshalb die meisten Buchhandlungen auf den Verkauf umstrittener Werke verzichten, um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen. Umso mehr, als auch der Ex- oder Import solcher Bücher verboten ist, ebenso wie der Versandhandel. Damit können sich auch Erwachsene derlei Literatur oft nur über dubiose Umwege besorgen.
Erschwerend kommt hinzu, dass die BPJM die beanstandeten Werke seit 2003 in verschiedene Listen gliedert. Liste A umfasst «jugendgefährdende Werke». Liste B «Medien, für die Verbreitungsverbote gemäss Strafgesetzbuch gelten».
Kommt es bei letzteren zu einer bundesweiten Beschlagnahme durch ein Gericht, ist somit auch die Abgabe an Erwachsene verboten.
Angeblich «aus Gründen des Jugendschutzes» erfolgt keine offizielle Veröffentlichung der amtlichen Indizierungsdaten im Internet. Wie also bringt ein Buchhändler für seinen Kunden in Erfahrung, ob ein Buch nun der Liste A oder B angeebenso unerwartet wieder erlaubt zu werden, diesmal taxiert als «Kunst», «Literatur» oder «historisches Dokument». Dennoch betont BPJM-Leiterin Elke Monssen-Engberding, dass «unsere Entscheidungen den Wertvorstellungen des Grundgesetzes unterliegen, nicht dem Zeitgeist». So formulierte sie es kürzlich zumindest gegenüber «Spiegel»-Journalisten.
Ein Blick in die BPJM-Akten offenbart das Gegenteil: So befand sich etwa der Buchklassiker der psychodelischen Szene – «Politik der Ekstase» von LSD-Guru Timothy Leary – jahrzehntelang auf dem Index. Grund: Am 2. April 1981 war das Werk von der Bundesprüfstelle als «sozialethisch verwirrend» eingestuft und indiziert worden. Leary, so hatte man kritisiert, würde darin aufrufen «LSD zu rauchen, was notwendigerweise den Besitz der Droge voraussetzt». Dass man LSD gar nicht rauchen kann, schien damals lustigerweise niemandem aufgefallen zu sein.
Erst 2006 wurde das Buch wieder freigegeben. Möglich machte dies eine Gesetzesänderung von 2003: Seither müssen nach 25 Jahren alle verbotenen Medien automatisch aus dem Index gelöscht werden – ausser die Vorsitzende der BPJM ordnet eine neue Prüfung an. Im Fall von Leary blieb diese aus – zur Freude unzähliger Leser. Schliesslich erlebt das LSD-Thema in der Öffentlichkeit derzeit eine wahre Renaissance.
«Mutzenbacher» immer noch verboten Ebenso absurd scheint vor diesem Hintergrund das 1982 ausgesprochene BPJM-Verbot der «Enzyklopädie der psychedelischen Drogen» von Peter Stafford (Volksverlag), das erst im August 2007 aufgehoben wurde.
Und dies obwohl etliche Verlagshäuser schon seit Jahren Bücher ähnlichen Inhalts auf den Markt bringen, ohne dafür rechtlich belangt zu werden.
Bestes Beispiel: Die umfangreiche «Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen» des Altamerikanisten und Ethnopharmakologen Christian Rätsch, die 1998 erstmals erschienen war und seither etliche Wiederauflagen erlebte, dem Zeitgeist sei Dank.
Eine schier endlose Odyssee hinter sich hat dagegen «Josephine Mutzenbacher», die Erzählung einer vermutlich fiktiven Wiener Prostituierten. 1906 erstmals erschienen, löste das Buch im Laufe der Zeit immer wieder Wellen der Empörung aus. Heute gilt es für viele als «Meisterwerk erotischer Literatur». Nur nicht in Deutschland, wo es immer noch auf dem Index klebt. Bereits 1982 hatte der Rowohlt-Verlag gegen diesen Entscheid geklagt. Das Bundesverfassungsgericht hob das Verbot 1990 vorübergehend auf. Doch die Sittenwächter der BPJM liessen nicht locker und erwirkten einen zweiten Prozess – der diesmal zu ihren Gunsten ausfiel.
Im Oktober 2007 hob die BPJM ihre «Mutzenbacher»-Indizierung schliesslich selber auf, um sie im April 2008 wieder in Kraft zu setzen. Dennoch sind gewisse Ausgaben des Erotikromans in Deutschland nach wie vor erhältlich – laut Gesetz aber nur für Erwachsene, was speziell kleinere Buchhändler ob der drohenden rechtlichen Konsequenzen schier verzweifeln lässt. So schreibt etwa der Online-Anbieter Litera-Tour auf seiner Homepage: «Da die ‹Mutzenbacher› immer mal wieder indiziert ist, müssen wir Sie bei Bestellung um die Nummer Ihres Personalausweises bitten. Lächerlich, sorry, tut uns leid.»
Die Grossen lässt man laufen…
Interessanterweise bietet derzeit selbst der Grosshändler «amazon.de» entsprechende «Mutzenbacher»-Ausgaben im Internet an und bewirbt diese auch – zumindest Letzteres ein klarer Gesetzesverstoss. «Das stimmt», bestätigt BPJM-Geschäftsführer Wilfried Schneider auf Anfrage von «mysteries». «Allerdings ist es nicht unsere Aufgabe, nachzuprüfen, wie unsere Entscheide umgesetzt werden.»
Das sei Sache der zuständigen Strafverfolgungsbehörden. Diese aber lassen Amazon derzeit grosszügig gewähren. Frei nach dem Motto: Die Kleinen hängen wir, die Grossen lassen wir laufen.
Freuen durften sich Liebhaber erotischer Literatur dagegen im November 2008 über einen anderen Entscheid: Vom BPJM-Index entfernt wurde «Runzelstielchen und andere erotische Märchen» von Siegfried Hofer – erschienen 1979 (!) im Rastatter Moewig Verlag. Dass derlei Entscheidungen ausschliesslich an den Zeitgeist gebunden sind, liegt auf der Hand. In ihrem internen Bulletin Nr. 4/2008 gibt dies die Bundesprüfstelle denn auch freimütig zu: «Die Befristung der Indizierungswirkungen auf 25 Jahre rechtfertigt sich vor dem Hintergrund, dass jede Generation die Frage der Jugendgefährdung jeweils unter Ausgabe 5/09 Titelthema auch für Erwachsene nur noch über Umwege erhältlich hört? Entweder in mühseliger Suche aus dem Bundesanzeiger, in dem allerdings nur aktuelle Entscheide kommuniziert werden. Oder gar nicht – es sei denn er lässt sich bei der BPJM registrieren, um dort gegen eine happige Abonnementsgebühr alle paar Monate ein entsprechendes Infobulletin zu beziehen, in dem alle Verbote sowie die neusten Indizierungen oder Freigaben aufgelistet werden. Dass sich in der Praxis kaum ein Händler durch diese ellenlange kleingedruckte Verbotsliste durcharbeitet, versteht sich von selbst.
Und wie weiss Otto Normalverbraucher, dass er sich mit dem Erwerb «seines» Lieblingsbuches über Umwege nicht doch in strafrechtlich heikle Gefilde vorwagt? Eine Möglichkeit besteht darin, der BPJM eine spezielle Online-Anfrage über ein bestimmtes Werk zukommen zu lassen – unter der Mailadresse «liste@bundespruefstelle.de». Gescheiter ist es wohl, ein bisschen Mut zu beweisen und darauf zu vertrauen, was offizielle Behördenstellen auf Anfrage unisono versichern: Dass nämlich nur die Verbreitung oder der Verkauf gewisser Werke strafbar ist, nicht aber deren Besitz oder Erwerb – sofern es sich um ein Einzelexemplar (!) handelt.
Berücksichtigung der aktuell massgeblichen Wert- und Moralvorstellungen bestimmt.»
Nette Floskeln – mehr nicht. Wer bitte schön definiert in Deutschland eigentlich offiziell, was «aktuell massgebliche Wert- und Moralvorstellungen» sind? Die Gesellschaft? Nein: Nur eine je nach Fall dreibis zwölfköpfige, ständig wechselnde BPJM-Mannschaft – ehrenamtliche Beisitzer aus Kunst, Literatur, Lehrerschaft, Buchhandel, Jugendhilfe sowie «Vertreter aller in Deutschland akzeptierten religiösen Vereinigungen».
Wissenschaftler werden auf der Homepage der Behörde gar nicht erst aufgeführt. Ein paar wenige Bürger also, die in jeweils zufällig zusammengewürfelten Grüppchen darüber entscheiden, ob ein Buch fortan als «gut» oder «böse» gilt und die ihre persönliche Minderheitsmeinung der Mehrheit dann per moralinsaurem, aber rechtlich verbindlichem Dekret aufzwingen.
Müssig anzufügen, dass die deutschen Sittenwächter aus ihren Fehlentscheiden der letzten Jahrzehnte nichts gelernt haben. Mit beunruhigender Regelmässigkeit schlagen sie immer wieder mal über die Stränge. Willkürlichstes Beispiel bildet die Ende 2000 erfolgte Indizierung des Kinderbuches «Mein erstes Shopping Deutschlands oberste Sittenwächterin. Als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist Ursula von der Leyen auch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien unterstellt.
Titelthema Ausgabe 5/09 Buch» von Judith Wilske und André Erlen. Deutschlands Sprösslinge würden darin zu Markenfetischismus und Egoismus verleitet und «sozialethisch desorientiert», empörte man sich bei der Bundesprüfstelle. Speziell Kinder aus einkommensschwachen Familien würden damit regelrecht zum Stehlen ermuntert. Rund vier Jahre lang war das Buch in der Folge verboten – ehe das Verwaltungsgericht Köln dem Unsinn ein Ende machte und die Indizierung der Sittenwächter als rechtswidrig taxierte.
Grosser Wirbel um ein kleines Ferkel Gerade noch mal mit einem blauen Augen davon kamen kürzlich auch die Macher des religionskritischen Kinderbuchs «‹Wo bitte geht’s zu Gott?› fragte das kleine Ferkel» von Michael Schmidt-Salomon und Helge Nyncke. Allen Ernstes hatte das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend beantragt, das Werk auf die Liste der jugendgefährdenden Medien zu nehmen.
Grund: Das Kinderbuch mache «die drei monotheistischen Weltreligionen verächtlich» und weise hinsichtlich des Judentums angeblich «antisemitische Tendenzen» auf. Das ging für einmal sogar der Bundesprüfstelle zu weit – und so entschied sie am 9.
März 2008 gegenteilig. Dies nachdem kurz zuvor auch die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg trotz gegenteiligem Antrag der katholischen Diözese Rottenburg-Stuttgart zum Schluss gekommen war, dass das Buch keine strafbaren Inhalte habe.
Unverhofftes «Glück» hatte auch der bekannte Rudolf-Steiner-Verlag, der nur haarscharf einem Bücherverbot entgehen konnte. So hatten die «Zensur-Päpste» im September 2007 über zwei vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur Indizierung eingereichte Bücher von Paragraphen-Reiterei.
Selbst Tarzan-Heftchen oder Kinderbücher sind vor Deutschlands behördlichen Sittenwächtern nicht gefeit.
Rudolf Steiner zu entscheiden («Geisteswissenschaftliche Menschenkunde» und «Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhang mit der germanischnordischen Mythologie»).
Dazu die BPJM: «Nach Auffassung des Gremiums fanden sich in beiden Werken Textpassagen, die aus heutiger Sicht als rassendiskriminierend einzustufen sind, weil der Autor darin Menschen verschiedener ethnischer Herkunft aufgrund körperlicher Merkmale in unterschiedliche Wertungsstufen einteilt. Da der betroffene Verlag in der Sitzung des Gremiums jedoch zusagte, die beiden Bücher in Zukunft nur in einer neuen Auflage mit kritischer Kommentierung zu verbreiten, wurde von einer Listenaufnahme abgesehen.» Die vorhandenen Restexemplare der gegenwärtig letzten Auflage würden nach Zusicherung des Verlages zudem eine kritisch kommentierende Beilage enthalten.
Der Rudolf-Steiner-Verlag nickte brav und tat – gar nichts, wie BPJM-Geschäftsführer Wilfried Schneider einräumen muss. «Die zuständigen Strafverfolgungsbehörden konnten meines Wissens nichts unternehmen, weil wir nur eine Auflage, nicht aber eine Indizierung ausgesprochen hatten», bestätigt er auf Anfrage «mysteries». Warum wurden die Bücher von der BPJM dann in der Folge nicht doch indiziert, analog zu unzähligen anderen so genannt «volksverhetzenden» oder «revisionistischen» Schriften? Schneider: «Weil wir gemäss unserem Auftrag erst auf einen neuerlichen Verbotsantrag hin wieder aktiv werden dürfen.»
Politisch umstrittene oder wirtschaftskritische Sachbücher sucht man auf dem BPJM-Index mehrheitlich vergeblich.
Derlei Fälle beginnen meist direkt auf dem juristischen Weg – mit einer so genannten «einstweiligen Verfügung» durch erboste Kläger. Damit wird die Auslieferung eins Buches automatisch gestoppt, bis die Justiz darüber befunden hat. Darüber zu entscheiden, was die Öffentlichkeit lesen darf und was nicht, hat somit der Richter. Entweder spricht er Autor und Verlag frei.
Oder aber er verdonnert diese – was leider weitaus häufiger geschieht – dazu, gewisse Textpassagen im Buch schwärzen zu lassen. Selbst wenn sie der Wahrheit entsprechen! Mancher deutsche Enthüllungsjournalist kann davon ein trauriges Liedchen trällern. So durfte 2003 etwa «Eine ehrenwerte Gesellschaft. Die Bankgesellschaft Berlin» des Journalisten Mathew D. Rose erst nach monatelangen juristischen Querelen ohne geschwärzte Passagen erscheinen.
Investigativjournalist Jürgen Roth wiederum sah sich wegen seines 2006 erschienenen Buches «Der Deutschland-Clan – Das skrupellose Netzwerk aus Politikern, Top-Managern und Justiz» plötzlich im Visier von Gerhard Schröder. Grund: In einer bestimmten Buchpassage hatte Roth die Beratertätigkeit des ehemaligen Bundeskanzlers für den russischen Öl-Giganten Der Rudolf-Steiner-Verlag Schnippchen.
schlug der Bundesprüfstelle ein «Sexualethisch desorientierender» Film Was viele nicht wissen: Bei der BPJM werden nicht nur Buchverbote ausgesprochen – sondern auch Filme kritisch beäugt und gegebenenfalls verboten. Auch hier scheint man jeweils der gerade vorherrschenden Gesellschaftsmeinung zu dienen. Fast schon amüsant muten jedenfalls die Begründungen der Sittenwächter in ihren Bulletins an, wenn es darum geht, Entscheide aus der Vergangenheit zu revidieren – und Filme nach jahrelangem Verbot wieder öffentlich freizugeben. Haarsträubendstes Beispiel aus dem letzten Jahr im Originalwortlaut der Behörde: «Im Februar 2008 wurde der Film ‹Dirty Harry kommt zurück› aus der Liste gestrichen. Das Gremium sah die darin enthaltenen Gewaltdarstellungen nicht länger als verrohend an und verneinte darüber hinaus das Vorliegen einer Propagierung von Selbstjustiz.»
Nicht minder kurios folgendes BJPM-Statement: «Im Oktober 2008 wurde der französische Erotikfilm ‹La Bête – Die Bestie› aus der Liste gestrichen. Der Inhalt des Films war nach Auffassung des Gremiums unter besonderer Berücksichtigung der künstlerischen Aspekte nicht mehr als sexualethisch desorientierend anzusehen.»
Deutsche Kommission für Jugendmedienschutz. Auch in diesem Gremium mischt BPJM-Chefin Elke Monssen-Engberding als Mitglied eifrig mit (3. v. rechts).
Gazprom unter die Lupe genommen. Nach einer einstweiligen Verfügung durch Schröders Anwälte gab Verleger Randomhouse nach und versprach «Besserung», was die nächste Buchauflage betraf. Die vorgenommenen Änderungen genügten Schröder indes nicht. 2008 erwirkten seine Rechtsvertreter eine neuerliche Verfügung. Seither darf Randhomhouse nur noch Buchexemplare der «geschönten» Version verkaufen.
Ende 2008 schliesslich mussten auf Intervention des Landgerichts Frankfurt im umstrittenen Roman (!) über den Tod der Schauspielerin Romy Schneider («Ende einer Nacht» von Olaf Kraemer) 152 Wörter zensiert werden – wegen «Persönlichkeitsrechtsverletzung». Der Blumenbar-Verlag machte aus der Not eine Tugend und versah das Buchcover trotzig mit einem neuen Werbekleber: «Collector’s Edition. Einstweilige Verfügung: 152 Wörter weniger».
Nicht verboten: «Mein Kampf» Entgegen landläufiger Meinung nicht verboten ist in Deutschland das derzeit nur in Gebrauchtexemplaren verfügbare Buch «Mein Kampf» von Adolf Hitler. Als Einzelstück kann es ohne Bedenken erworben werden, wie die Pressestelle der Bayerischen Staatskanzlei bereits am 17. August 1998 auf Anfrage des Germanisten Dr. Giesbert Damaschke schriftlich klarstellte: Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 25.
Juli 1979 erfülle «das öffentliche Anbieten einzelner antiquarischer Stücke» von Hitlers «in der NS-Zeit gedruckten» und damit unveränderten Buches nämlich keinen juristischen Tatbestand. Selbst dann nicht, «wenn auf einem solchen Buch das Hakenkreuz als dessen ursprünglicher Bestandteil vorhanden ist» und daher «mit diesem zusammen im Rahmen einer üblichen Verkaufspräsentation gezeigt wird».
Alles klar? Mitnichten. Denn auf Anfrage von «mysteries» behauptete BPJM-Geschäftsführer Wilfried Schneider unter Berufung auf exakt dasselbe Urteil kurioserweise das Gegenteil: «Das Buch ist nicht verfassungskonform. Insofern erfüllt es derzeit in Deutschland noch immer einen Straftatbestand.
Selbst eine antiquarische Ausgabe mit einem Hakenkreuz vorne drauf, die man etwa auf dem Flohmarkt auf den Tisch legt, ist nach geltender Gesetzgebung in der Bundesrepublik verboten.» Wer hat nun definitiv Recht? Die Bundesprüfstelle? Oder doch die Bayerische Staatskanzlei?
Die Bayerische Staatskanzlei! Denn bereits 2008 hatte Schneider Verwirrung gestiftet, als er gegenüber «mysteries» betonte, dass die «Protokolle der Weisen von Zion» in Deutschland «als NS-Propagandamaterial angesehen werden» und somit nach deutschen Strafgesetzen eine Verbreitung «nicht gestattet» sei. Dies obwohl die komplette Schrift in wissenschaftlich kommentierter Form seit 1998 im renommierten Göttinger Literaturverlag Wallstein erhältlich ist – und von diesem 2007 überdies neu aufgelegt wurde, ohne jegliche juristischen Probleme! Wie lässt sich dieser Widerspruch erklären? Ganz simpel: Weil nämlich just wissenschaftliche, «staatsbürgerlich aufklärende» und somit «politisch korrekt» kommentierte Publikationen von «Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen» oder «volksverhetzenden Schriften» laut Strafgesetzbuch ausdrücklich erlaubt zu sein scheinen (§86, Absatz 3 sowie §130, Absatz 5). Uff!
Warum keine Neuausgabe?
Stellt sich somit nur noch die Frage, warum «Mein Kampf» im offiziellen deutschen Buchhandel im Gegensatz zu Israel und vielen anderen Ländern nicht erhältlich ist. Warum wagt sich derzeit kein deutscher Verlag an eine kommentierte Neuausgabe? Warum soll sich niemand in der Bundesrepublik eine ei- Titelthema Ausgabe 5/09 19 Da wiehert der Amtsschimmel: Deutscher Punker vor Gericht – wegen S-Rune auf seiner DDR-Band-Kappe Wenn es um germanische S-Runen oder die Abbildung der «Swastika» geht, dem uralten Kreuzsymbol mit winkligen Enden, mutieren deutsche Justizbehörden schnell zu übereifrigen Paranoikern. Diese leidige Erfahrung musste auch Andreas Kamm vom Winnender Versandhandel «Nix Gut» machen. Im Sommer 2005 hatte die Polizei seine Geschäftsräume durchsucht und dort mit triumphierender Miene T-Shirts mit aufgedrucktem Hakenkreuz beschlagnahmt. Dass die Insignien plakativ durchgestrichen waren – um damit ein Zeichen gegen Rechts zu setzen – kümmerte die Ordnungshüter wenig. Auch durchgestrichene Hakenkreuze seien als «Kennzeichen einer verfassungswidrigen Organisation» strafbar, blafften sie. Es folgte ein jahrelanger Rechtsstreit mit der Stuttgarter Justiz, den Kamm im März 2007 vor dem Bundesgerichtshof gewann.
2008 ging der Wahnsinn weiter: Vor dem Stuttgarter Amtsgericht stand nun ein Punker, der bei Kamm eine Kappe der linksgerichteten DDR-Band «Schleim Keim» erworben hatte. Dumm nur, dass das «S» im Schriftzug der 1996 aufgelösten Gruppe einer germanische Rune ähnelte, wie sie einst auch von der SS verwendet worden war (Bild unten). Dieser Umstand brachte den Punker nämlich erstmal vier Wochen (!) in U-Haft – wegen «Fluchtgefahr». Anschliessend forderte die Anklägerin zwei Monate Haft ohne Bewährung. Schliesslich wurde der arme Kerl freigesprochen, aber nur «weil er nicht gewusst hat, was er tat».
Ironie des Schicksals: Just im selben Jahr trat in der Stuttgarter Schleyerhalle im Rahmen ihrer Deutschland-Tournee auch die internationale erfolgreiche Kultband KISS auf – von der Justiz völlig unbehelligt. Und dies, obwohl ihr überdimensionales Bühnenlogo seit 1973 ebenfalls S-Runen zeigt (Bild oben). Wer die US-Gruppe deswegen in die rechte Ecke schieben möchte, liegt übrigens ebenso falsch wie die Stuttgarter Justiz im Fall von Andreas Kamm: Schliesslich stammen beide KISS-Bandgründer – sowohl Gene Simmons als auch Paul Stanley – aus jüdischen Familien.
gene Meinung über das hoch umstrittene Machwerk machen dürfen, dessen Neuedition 1959 bereits Theodor Heuss, erster Bundespräsident Deutschlands, vorschlug?
Antwort: Weil das Copyright dafür beim Freistaat Bayern liegt und sich dieser bis heute gegen eine Neuausgabe stemmt! Aus Angst vor der «enormen politischen Aufmerksamkeit im In- und Ausland» und «Respekt vor den Opfern des Holocaust», wie das bayerische Finanzministerium ausrichten lässt. Und das obwohl sich seit April 2008 selbst der Generalsekretär des Zentralrates der Juden in Deutschland, Stephan Kramer, für eine frei zugängliche kommentierte Neuausgabe stark macht.
Bleibt zu hoffen, dass sich die Bayern die Sache doch noch anders überlegen und für eine staatliche (!) Neuausgabe des zwischen 1925 und 1945 in etlichen veränderten oder erweiterten Versionen kursierenden Werkes baldmöglichst die gescheitesten Köpfe des Landes zusammentrommeln. 2015 nämlich – 70 Jahre nach dem Tod des Führers – läuft das Copyright auf Hitlers Werk ab.
Ein inhaltlich unveränderter oder kommentierter Neudruck durch jedermann in Deutschland scheint dann möglich. Laut Auslegung der Bayerischen Staatskanzlei allerdings nur, wenn eine solche Neuausgabe nicht «durch ein Vorwort, durch andere Ergänzungen oder Zusätze in der Weise aktualisiert wird, dass nunmehr aus ihrem Inhalt selbst die Zielrichtung gegen die Verfassung der Bundesrepublik hervorgeht».
Die Crux: Gemäss wörtlicher Interpretation der von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien angeführten «Indizierungsgründe» («Anreizen zum Rassenhass, Verherrlichung der NS-Ideologie») müsste sie Hitlers Werk ab 2015 automatisch auf ihre Verbotsliste setzen – selbst dann, wenn es sich dabei um eine vom renommierten Institut für Zeitgeschichte in München oder dem Zentralrat der Juden kommentierte Version handeln würde. Eine derartige Ausgabe dürfte somit – konsequent betrachtet – auch nicht im Schulunterricht eingesetzt werden.
Ahnen Deutschlands Sittenwächter, in welch heikler Zwickmühle sie sich damit spätestens 2015 befinden dürften? Ja.
Denn wie BPJM-Geschäftsführer Wilfried Schneider bestätigt: «In dem Moment, wo ‹Mein Kampf› neu auf den Markt käme, wäre das Buch automatisch indiziert, weil daraus gemäss aktueller Gesetzgebung eindeutig eine schwere Jugendgefährdung hervorgeht.»
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/verbotene-buecher-fuer-jugendliche-bis-18-jahre-verbotene-buec-page14-1.jpg1790794Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2009-05-01 12:00:002025-12-14 19:50:08Verbotene BüCher FüR Jugendliche Bis 18 Jahre? Verbotene BüCher FüR Jugendliche Bis 18 Jahre? Das Gibts Nur In Deutschland! Besonders Perfid: Das Gibts Nur In Deutschland! Besonders Perfid: Was An Publikationen Auf Dem Jugendindex Lan- Was An Publikationen Auf Dem Jugendindex Landet, Ist HäUfig Auch FüR Erwachsene Tabu. «Mystedet, Ist HäUfig Auch FüR Erwachsene Tabu. «Mysteries» Nahm Die FragwüRdigen AktivitäTen Der Ries» Nahm Die FragwüRdigen AktivitäTen Der ZustäNdigen BundesprüFstelle Unter Die Lupe – ZustäNdigen BundesprüFstelle Unter Die Lupe – Und Stiess Auf MerkwüRdiges: Immer Noch Verbound Stiess Auf MerkwüRdiges: Immer Noch Verboten Ist Etwa Der Erotik-Klassiker «Josephine Mutten Ist Etwa Der Erotik-Klassiker «Josephine Mutzenbacher». Nicht Verboten Ist Dagegen «Mein Zenbacher». Nicht Verboten Ist Dagegen «Mein Kampf» Von Adolf Hitler. Doch Selbst In Dieser Kampf» Von Adolf Hitler. Doch Selbst In Dieser Heiklen Angelegenheit Widersprechen Sich Die Heiklen Angelegenheit Widersprechen Sich Die Deutschen BehöRden, Wie Anfragen Zeigen. Deutschen BehöRden, Wie Anfragen Zeigen.
Amateur-Ägyptologe will das Bauprinzip der Pharaonen entschlüsselt haben
Top – oder Flop? Gleich zwei bekannte deutsche Ägyptologie-Professoren halten den Daumen hoch für einen Amateur. Ihrer Meinung nach hat Friedrich Wilhelm Korff bewiesen, dass die ägyptischen Pyramiden einst nach den Proportionen musikalischer Intervalle errichtet wurden. Ist dem wirklich so?
Hat Friedrich Wilhelm Korff das Bauprinzip der altägyptischen Pyramiden enträtselt? Als erstem Forscher überhaupt scheint es dem Wissenschaftler gelungen zu sein, eindeutig nachweisbare mathematische Gesetzmässigkeiten in Ägyptens architektonischem Erbe zu entschlüsseln. «Nicht schon wieder!»
mögen kundige Insider nun aufstöhnen. Schliesslich werden alle paar Jahre neue «Erklärungen» aus dem Hut gezaubert, wie die imposanten Bauwerke einst errichtet worden sein sollen. Noch dazu sind sämtliche bisherigen Theorien in der Regel nur in zwei Dingen gleich: Dass jede von ihnen Schwachstellen aufweist – und jede der anderen widerspricht.
Ist Korff also nur ein weiterer Wirrkopf, dessen Theorien bereits in wenigen Monaten niemanden mehr interessieren? Einiges spricht dagegen: Der Mann hat sich sowohl als Philosophie-Professor an der Leibniz Universität Hannover, als auch als Technikgenie und Literaturpreisträger in Forscherkreisen durchaus einen Namen gemacht. Und zweitens – ein Novum in der Geschichte – halten gleich mehrere renommierte deutsche Ägyptologie-Kapazitäten den Daumen hoch, was seine kontroverse Theorie betrifft – obwohl sie manchem nicht in den Kram passen dürfte. Gemäss Korff bauten die Ägypter die Pyramiden nämlich exakt «nach den Proportionen musikalischer Intervalle». Die Bauwerke, so der findige Professor, können damit als «Stein gewordene Musik» bezeichnet werden.
Seine sensationell anmutenden Erkenntnisse präsentierte der hannoversche Forscher kürzlich in drei Vorträgen im Museum August Kestner in Hannover, im Pelizaeus-Museum in Hildesheim und im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg.
Dort erläuterte er, wie ihm der Nachweis gelang, dass die Neigungswinkel aller Pyramiden aus musikalischen Intervallen antiker Tonarten gebildet sind.
«Ägyptische Elle muss korrigiert werden» Vier Jahre brauchte der Forscher, um «das Konstruktionsprinzip der Pyramiden» zu enträtseln. Seine Forschungsergebnisse hat Korff im 330-seitigen Buch «Der Klang der Pyramiden» dokumentiert, das 2008 im Hildesheimer Olms Verlag erschienen ist und inzwischen bereits die zweite Auflage erlebte. Ein Monumentalwerk, das vor komplizierten Aussagen nur so strotzt: So wird darin etwa gezeigt, dass die Cheopspyramide einen Neigungswinkel aufweist, «der dem Intervall einer grossen Terz in der antiken Tonart Diaton malakon entspricht», wie ein findiger TAZ-Journalist schreibt, der sich als einer der wenigen durch Korffs Zahlenorgien ackern mochte. «Oder dass die Pyramide Niuserres einen Neigungswinkel hat, der einer Messungen im Wüstensand. Professor Friedrich Wilhelm Korff während seinen Recherchen in Ägypten.
28 Ausgabe 5/09 Geschichte Meidum-Pyramide. Auch sie soll von den Ägyptern nach «harmonischen» Gesichtspunkten errichtet worden sein.
grossen Terz in der Tonart Diaton ditonaion entspricht.» Weiter Und auch Professor Jan Assmann von der Universität Heibetont der Professor, dass die ägyptische Elle als Längenmass delberg ist gegenüber Korff des Lobes voll: «Ihre Ergebnisse zu korrigieren sei: Nicht 0.525 Meter messe sie, sondern sind schlagend und werfen ein völlig neues Licht auf den Pyra- 0.52236 Meter. Die Cheopspyramide sei somit nicht 440 Ellen midenbau wie auf die Baukunst überhaupt. Freilich: So recht lang, wie angenommen, sondern 441 Ellen. «Ferner entspricht Sie ohne Zweifel haben, so schwer werden wir Ägyptologen es das Volumen eines Pyramidions einem doppelten musikalihaben, Ihre Entdeckungen mit dem in Beziehung zu setzen, schen Tritonus.» Nicht zuletzt glaubt Korff auch das Geheimnis was wir sonst von Ägypten, den Pyramiden, der ägyptischen der Zahl 5040 geknackt zu haben, «die Pla-Musik und Mathematik wissen.»
ton zur Basis seines Idealstaates erklärt Doch es gibt auch Gegenstim-Die Ergebnisse werfen hat. In Wirklichkeit ist das eine Pyramidenmen – zumindest eine. So glaubt der zahl. Sie enthält den kompletten Satz der seit 2008 promovierte deutsche ein völlig neues Licht auf Abmessungen der Cheopspyramide in über- Ägyptologe Frank Müller-Römer den den Pyramidenbau…
prüfbaren Ellenlängen.»
Professor widerlegen zu können, wie Für Laien reichlich komplizierte, kaum er jüngst im Fachblatt «Kemet» auf nachvollziehbare Aussagen. Umso stärker aufhorchen lässt sechs Seiten zu erläutern versuchte. Für ihn «drängt sich der deshalb die positive Reaktion renommierter deutscher Ägypto-Verdacht auf», dass die von Korff «an den Abmessungen der logen, von denen manche als reichlich konservativ bekannt Pyramiden vorgenommenen Korrekturen» nur erfolgten, um sind, was «Alternativtheorien» betrifft. «Herrn Korffs Berechsie mit seiner Musiktheorie in Übereinklang zu bringen. Gewisnungen und seine These erscheinen mir zwingend», jubelt se archäologische Befunde seien gar komplett ignoriert woretwa Professor Rainer Stadelmann, früherer Leiter des Deutden. Weil sie der «Musik-Theorie» widersprechen?
schen Archäologischen Instituts in Kairo. «Dieses Berechnungssystem ist eine ganz grossartige (Wieder-)Entdeckung Und was meint Hawass dazu?
der antiken Berechnungen aufgrund altägyptischer Rechen-Ein Deutscher, der das mathematische Bauprinzip aller ägyptimethoden und der bei Platon überlieferten Harmonielehre.»
schen Pyramiden entschlüsselt hat: Das dürfte international «Hier wird ein Augiasstall ausgemistet», doppelt Professor zumindest einen Mann gehörig in die Zwickmühle bringen – Hans Poser von der Technischen Universität Berlin freudig Zahi Hawass, den mit Argusaugen über das pharaonische Erbe nach. «Alle Pyramidenproportionen fügen sich den uns seit wachenden ägyptischen Altertumschef. Als erklärter Nationa-Pythagoras und Platon geläufigen Proportionen von der Oktav list pflegt Hawass jede Entdeckung zu bejubeln, welche die an (entsprechend der Obertonreihe) und den damit verknüpften Leistung seiner Vorfahren zu glorifizieren scheint. Schwer tut Zahlenverhältnissen bis hin zu den Pyramidenzahlen. Ausgeer sich mit Forschungen, in die er nicht selber involviert ist. Inhend von solchen idealen Proportionen erzwingt dies eine umsofern bleibt abzuwarten, ob Korffs «klangvolle» Entdeckung wälzende Einsicht: Die Pyramidenbauer waren nicht nur Meisauch in Hawass’ Ohren Musik ist. Oder ob sie beim «Pyramiter der Planungs-, Mess- und Bautechnik, sondern sie müssen denwächter» eher Misstöne provoziert – wie wir das von ihm Jahrhunderte vor den Griechen über ein tiefes Wissen in Geogewohnt sind, wenn es um die Entdeckungen europäischer metrie, Zahlentheorie und Harmonielehre verfügt haben!»
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/pyramiden-code-hat-ein-philosoph-ihn-geknackt-page27-1.jpg427703Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2009-05-01 12:00:002025-12-14 19:49:52Pyramiden-Code: Hat Ein Philosoph Ihn Geknackt?
Neues Grabungsteam will auf der Insel nach Gold und Silber buddeln
Jahrhundertelang haben Schatzsucher das kleine Eiland durchlöchert wie einen Schweizer Käse. Gekostet hat ihre Suche bislang Millionen – und etliche Menschenleben. In diesen Monaten soll auf der kanadischen Insel wieder gegraben werden – zum ersten Mal seit Jahrzehnten. Wird das Geheimnis von Oak Island doch noch gelüftet?
uf Oak Island soll wieder gegraben werden – und das schon bald! Weitgehend unbemerkt von der Öffent-Alichkeit hat auf der kleinen kanadischen Atlantik-Insel im Küstenbereich von Nova Scotia eine neue Mannschaft damit begonnen, eines der seltsamsten Rätsel auf unserem Planeten zu ergründen: Das sagenumwobene Geheimnis des gerade mal 1,5 Kilometer langen und rund einen Kilometer breiten Eilands in der Mahone Bay.
Euphorisch versichert der mittlerweile 85 Jahre alte Haudegen und Schatzsucher Dan Blankenship: «Ich bin optimistischer denn je, dass wir das Geheimnis der Insel doch noch lüften werden!» Dies nachdem sein langjähriger Geschäftspartner David Tobias («Triton Alliance») seine Insel-Anteile 2006 nach jahrelangen Streitigkeiten an die Firma «Oak Island Tours» abgetreten hatte. Gemeinsam mit dem auf der Insel lebenden Blankenship will diese nun weiterbuddeln, vielleicht schon in diesen Monaten. Die Ironie dabei: Wonach überhaupt gesucht wird, scheint selbst heute niemand so recht zu wissen – zumindest nicht offiziell.
Seinen Anfang nahm das Mysterium 1795. Der 16-jährige Daniel McInnis geht auf der dicht bewaldeten Insel auf Entenjagd. Umso überraschter ist der Holzfäller, als er im Südteil von Ausgabe 5/09 Geschichte Oak Island auf eine ausgedehnte Lichtung stösst. Bald erregt dort eine einzelne Eiche seine Aufmerksamkeit. Merkwürdigerweise ragt deren Stamm genau im Zentrum der Rodung in den Himmel.
Als McInnis auf dem Boden unter dem Geäst noch eine kreisförmige Vertiefung vorfindet, ist seine Neugier endgültig geweckt. Sofort kommen ihm die zahllosen Erzählungen über Piratenschätze in den Sinn, die im Küstenbereich versteckt worden sein sollen. Abwegig ist das nicht. Nur einhundert Jahre zuvor suchten in den undurchsichtigen Gewässern noch mordlüsterne Freibeuter vom Schlage eines «Kapitän Kidd» Schutz vor ihren Häschern. McInnis’ Verdacht erhält umgehend neue Nahrung, denn in der dicken Baumrinde entdeckt der junge Holzfäller eine Vielzahl ihm unerklärlicher Markierungen.
Doch damit nicht genug: An einem abgesägten Ast der Eiche hängt zu McInnis’ Überraschung ein Flaschenzug, der ihm buchstäblich zwischen den Fingern zerfällt. Ein klarer Hinweis, dass die Apparatur bereits seit Jahren den Launen der rauen Natur ausgesetzt gewesen sein musste.
Schon am nächsten Tag kehrt McInnis mit zwei Freunden, Anthony Vaughan und John Smith, sowie drei Schaufeln an den mysteriösen Ort zurück. Die Gruppe beginnt mit dem Aushub Geschichte Ausgabe 5/09 53 Bohrloch 10X. Bald soll hier wieder gearbeitet werden.
einer kreisförmigen Vertiefung und stellt alsbald fest, dass die Erde relativ locker ist. An der Kreiswandung hingegen besteht das Material aus hartem Lehm.
Die nächste Überraschung für das Trio wartet in 60 Zentimetern Tiefe. Hier ist der Boden exakt mit Steinen ausgekleidet, allerdings mit Steinen, die auf Oak Island nicht vorkommen. Das Schatzsucher-Fieber hat die drei Jugendlichen vollends infiziert. Von nun an verbringt das Trio seine gesamte Freizeit mit der Erkundung des Schachtes. Und der hält immer neue Überraschungen bereit: In drei, sechs und neun Metern Tiefe müssen sich die Abenteurer durch dicke Eichenbohlen bohren. Die Arbeit wird immer schwieriger und kommt schliesslich gänzlich zum erliegen. Erst 1804 wird sie wieder aufgenommen, nachdem es Anthony Vaughan gelungen war, eine finanzstarke Gesellschaft zu gründen.
Bedeutsamster Fund, der in der Folge von den Schatzsuchern in etwa 16 oder 17 Metern Tiefe gehoben werden kann, ist eine rätselhafte Platte, 60 Zentimeter lang und 30 Zentimeter breit. Auf der Unterseite des Sandsteins werden Buchstaben entdeckt, die grösstenteils unleserlich und keiner Sprache zuzuordnen sind. Am meisten Verwirrung löst jedoch ein Fund Oak Island. Die kleine Insel aus der Vogelperspektive.
aus, der aus 20 Metern Tiefe geborgen wird: Kokosfaser mit Seegras vermengt.
Zehn Meter tiefer ist die Suche vorläufig zu Ende, denn völlig überraschend dringt Wasser in den Schacht ein und überflutet ihn zu zwei Drittel. Nach mehreren erfolglosen Versuchen, ihn freizupumpen, beschliesst man, einen Parallelschacht auszuheben, von dem aus ein Tunnel in die «Money Pit» («Geldgrube») gegraben werden soll – so wird Schacht 1 nunmehr genannt. Der neuerliche Vorstoss endet beinahe mit einem Desaster. Zwar gelingt es, den zweiten Schacht problemlos 36 Meter in die Tiefe zu treiben. Dann aber schiesst auch hier plötzlich Wasser in die Erdröhre. Buchstäblich in letzter Sekunde gelingt es den Arbeitern, sich vor den rapide steigenden Wassermassen aus Schacht 2 in Sicherheit zu bringen. In der Folge kehrt Ruhe ein auf Oak Island, denn die Gesellschaft ist auch finanziell am Ende. Doch es ist nur die trügerische Ruhe vor dem Sturm.
Wasser – und mehrere Tote 1845 gründen wohlhabende Finanziers die «Truro Company».
Mit von der Partie sind erneut die beiden noch lebenden Entdecker der Money Pit, Anthony Vaughan und John Smith – beide zwischenzeitlich weit über 60 Lenze zählend. Mehrere Jahre lang bereitet die Company sorgsam ihre Aktivitäten vor. Doch Glück und Unglück liegen auch bei dieser Unternehmung nahe beieinander.
Die Truro-Schatzsucher wollen ebenfalls direkt in die Money Pit vordringen. Das Vorhaben gelingt bis zu einer Tiefe von 22 Metern. Dann kam, was kommen musste: Neuerlich dringt Wasser in den geheimnisvollen Schacht ein. Ernüchtert installieren die Schatzsucher einen Bohrer, um Sondierungen im Schacht vornehmen zu lassen. Die Sensation bringt Bohrung Nr. 3: Neben Holz- und Bodenproben fördert das Gerät drei goldene Kettenglieder zu Tage! Allem Anschein nach ist man in rund 36 Metern Tiefe auf Truhen gestossen. Man konzentriert sämtliche Anstrengungen darauf, das einlaufende Wasser aus Ausgabe 5/09 Geschichte den Schächten zu pumpen. Vergebens, denn es handelt sich teurer an wie das Licht die Motten. Zu den letzten, die ihr Glück um stetig nachfliessendes Meerwasser. Schlussendlich müsdort versuchten, gehörten ab 1967 David Tobias und sein Partsen deshalb auch die Truro-Leute entnervt aufgeben. Sie sollner Dan Blankenship. Insgesamt 15 Jahre hielten sie und ihre ten nicht die letzten sein.
Company die Besitzrechte an der Insel. Allein sieben Jahre da- «Nach offiziellen Angaben», schrieb der Oak-Island-Dokuvon aber ruhte jede Aktivität, weil sich die Beiden heillos zermentarist Janusz Piekalkiewicz bereits 1971, «haben von 1795 stritten. Dennoch konnten die Zankäpfel einige Erfolge verbubis heute mehr als 25 Bergungsgesellschaften über 2 Milliochen: So trieben sie beispielsweise einen 70 Meter tiefen nen Dollar hier verloren und sind ruiniert, weil sie dem geheim- Schacht in den Grund. «Bohrloch 10X», wie man es nennt, führnisvollen Schatz auf die Spur kommen wollten.» Eine weitere te zu einer Höhle mit Zement und Holzresten.
ist die «Oak Island Association». Bei ihren Grabungen kommt Auch Metallstücke – «vermutlich vor 1750 hergestellt» – es zu zwei folgenschweren Erdrutschen in der Money Pit. Eine wurden darin entdeckt. Leider füllte sich der Schlund schon Untersuchungskommission klassifiziert den Schacht nach der bald mit Wasser und brach später ein. 1978 erweiterte man ihn Begutachtung als «nicht mehr begehbar». Das kann Nachund sicherte ihn diesmal mit Metall und Beton. Seit ein Bohrer folgeorganisationen wie etwa die «Oak Island Eldorado Comsich darin verkeilte, ist er jedoch blockiert.
pany» dennoch nicht schrecken. Unverdrossen lässt auch sie neue Schächte anlegen und stösst dabei gar auf unterirdische «Gold und Silber in Hülle und Fülle» Tunnelsysteme.
Das soll sich nunmehr ändern. Noch in diesen Monaten erhofft Den vermeintlichen Hort findet gleichwohl kein Schatzsusich «Oak Island Tours» von den kanadischen Behörden endcher – dafür mancher den Tod. Gleich vier Opfer sind am 17. Aulich die begehrte «Treasure Trove Licence», die Grabungsbewilgust 1965 zu beklagen. An diesem Tag hantiert der Schatzsuligung bis 2013. Diese liegt zwar grundsätzlich bereits vor, alcher Robert E. Restall bei einem der zahlreichen Schächte an lerdings gilt es noch letzte Formalitäten abzuwarten. Bis dahin einer Motorpumpe, deren Abgase eine hohe Konzentration an darf auf der Insel alles Mögliche angestellt – nur nicht gebohrt Kohlenoxyd aufweisen. Vermutlich betäubt ihn das giftige Gas werden.
und lässt ihn ohnmächtig in den Schacht stürzen. Sein Sohn Dan Blankenship bleibt trotz seines hohen Alters gelassen.
Robert klettert eiligst in den Schacht und erleidet in der Gift-Denn er scheint seiner Sache mittlerweile sicherer denn je. Beglocke, die sich über dem Wasser gebildet hat, binnen weniger reits 2003 plauderte er gegenüber ein paar Journalisten des Sekunden dasselbe Schicksal: Ohnmächtig stürzt er in die «Halifax Herald Limited» aus, was er auf der Insel vermutet: schlammige Brühe.
Gold und Silber in Hülle und Fülle – Mitte des 15. Jahrhunderts In gleicher Weise verlieren zwei weitere Helfer ihr Leben, vergraben von spanischen Plünderern. «Ich weiss mittlerweile darunter ein 16-jähriger Junge. Noch am Abend vor der Katadefinitiv, wer es vergraben hat, wie er es tat und wo es zu finden strophe hatte sich Restall gegenüber einigen Studenten hoffist.»
nungsfroh geäussert. «Er war so sicher», erzählten sie, «dass Doch wie so oft in der Vergangenheit scheinen sich auch er den Schatz diesmal finden würde.»
diesmal wieder düstere Wolken über der Insel zusammenzubrauen. Zumindest loderte dort im Mai 2009 plötzlich ein hefti- Ein Piratenhort? Oder gar Schätze der Templer?
ger Brand, der nur dank des Einsatzes von Löschfahrzeugen Doch wonach wird überhaupt gesucht? Die Spekulationen dadreier Feuerwachen sowie eines Helikopters gelöscht werden rüber sind mindestens so zahlreich wie die bisher auf Oak Iskonnte. Die Auswirkungen des Feuers auf den weiteren Gang land ausgehobenen Schächte. Die gängigsten Mutmassungen der Dinge sind noch unklar.
sprechen von einem in Sicherheit gebrachten Piratenschatz.
Internet:www.oakislandtreasure.co.uk Berühmte Freibeuternamen wie Henry Morgan oder «Kapitän Kid» machen – basierend auf mehr oder weniger gewichtigen Indizien – die Runde. In mehreren Gazetten tauchten in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts auch verschiedene Artikel auf, die von einem angeblichen Inka-Schatz auf Oak Island berichten.
Sogar als mögliches Versteck für den sagenhaften Templerschatz wird die kleine Insel in Betracht gezogen. Immerhin ist aktenkundig, dass am Donnerstag, 12. Oktober 1307 die Truhen mit dem gesamten Schatz des Generalvisitators der Templer zur französischen Küste gebracht wurden. Verteilt auf eine Flotte von 18 Schiffen verliessen die Kostbarkeiten Europa mit Hinweise auf einen Schatz? Viele unbekanntem Ziel. Nach Oak Island? Es Steine auf der Insel tragen reichlich gibt abwegigere Mutmassungen.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/oak-island-oak-island-im-schatzfieber-im-schatzfieber-page49-1.jpg12961278Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2009-05-01 12:00:002025-12-14 19:49:48Oak Island Oak Island Im Schatzfieber Im Schatzfieber
Russlands Nationalheld Alexej Leonow überrascht mit brisanter Aussage
Neue NASA-Fotos beweisen: Die Amerikaner waren auf dem Mond. Nun aber behauptet der russische Top-Kosmonaut Alexej Leonow: «Einige Szenen der ersten Mondlandung sind später im Studio nachgedreht worden!» Fragen wirft auch eine bislang unbeachtete UFO-Sichtung von Mondpionier Collins auf.
ie Empörung war gross: Ausgerechnet die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA musste vor rund drei DJahren beschämt eingestehen, dass ihr sage und schreibe 173 Kopien von Datenbändern mit Informationen über die Mondbeschaffenheit abhanden gekommen waren.
Auch eine wochenlange «Rasterfahndung» im eigenen Haus förderte die wertvollen Datensätze nicht zu Tage. Stattdessen jedoch – welche Ironie – fand man Teile der verschlampten Originalaufzeichnungen: Knapp 40 Jahre schlummerten sie in Australien als ungehobener Wissenschaftsschatz. «Immerhin waren das die einzigen aktiven Messungen von Mondstaub», erklärte hierzu der damalige Konstrukteur der Staubde-Top-Kosmonaut Alexej Leonow. «NASA musste schummeln.»
tektoren, der Physiker Brian O’Brien. Die Freude über den Fund hielt sich allerdings in Grenzen. Grund: Die Informationsbänder stammen technisch gesehen aus der Steinzeit der EDV. Dafür mangelt es heute schlicht an der entsprechenden Hardware.
Dennoch bestand verhaltene Hoffnung, die historischen Mondforschungsergebnisse der Missionen Apollo 11, 12 und 14 doch noch retten zu können. Der Optimismus gründete auf der Pfiffigkeit des Daten-Experten Guy Holmes von der Firma «SpectrumData». Holmes fand unlängst eine waschmaschinengrosse Apparatur im Bestand der Australian Computer Museum Society, mit deren Hilfe er die Daten vielleicht wieder lesbar machen kann. «Das allerdings», meinte er Ende 2008, «wird bestimmt keine leichte Aufgabe.
Am 28. Juni 2009 verblüffte der «Daily Express» schliesslich mit einer erstaunlich konkreten Ankündigung: Wie man aus «gut unterrichteten Kreisen» der NASA erfahren habe, sollen sich unter besagtem Material auch die originalen Analogaufnahmen der ersten Mondlandung befinden, die von der Apollo- 11-Crew damals unter anderem ins australische Parkes Observatory gesendet worden waren. Filmmaterial, welches die Öffentlichkeit in dieser Qualität nie zu Gesicht bekam! Stattdessen waren die Apollo-Livebilder vom Mond 1969 auf TV-Format heruntergerechnet und via Satellit zur NASA gefunkt worden. Diese wiederum projizierte sie auf einen Monitor, der von einer simplen 16-Millimeter-Kamera gefilmt wurde. Diese «Kopie der Kopie der Kopie» wurde mit einigen Sekunden Verzögerung ins weltweite TV-Netz eingespeist.
Originalfilme leider «definitiv verloren» Am 16. Juli 2009 – pünktlich zum 40-Jahr-Jubiläum – bestätigte die NASA nun auch offiziell: «Ja, wir konnten 15 Sequenzen restaurieren, dreieinhalb Stunden lang, welche die bedeutendsten Momente des Ereignisses zeigen!» Leider handelte es sich dabei lediglich um digital verbessertes Filmmaterial aus den Analogarchiven der Weltraumbehörde. Die Originalaufnahmen, so hiess es, seien definitiv verloren gegangen.
Stattdessen folgten erste Nahaufnahmen der Apollo-Landeplätze. Geschossen hat sie der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO), der in diesen Monaten die gesamte Mondoberfläche neu kartografiert. Die Fotos zeigen zum allerersten Mal Überbleibsel der menschlichen Mondbesuche. Damit scheint ein für allemal klar: Wir waren tatsächlich dort oben. Neue Kontrover-Ausgabe 5/09 Phänomene Landefähre von Apollo 11 auf der Mondoberfläche. Noch immer stellen sich um die erste Mondlandung viele Fragen.
sen sind indes programmiert. Umso mehr, als der LRO in diesen Monaten auch «tektonische Anomalien» auf der Mondoberfläche präziser denn je fotografieren wird. Darunter Gebilde, die an Obelisken oder Pyramiden erinnern. Oder Krater, in denen hin und wieder «Lichter» herumgeistern. Ebenso natürlich auch Spuren russischer Aktivitäten. Darf man der NASA also Glauben schenken, wenn sie uns versichert, dass wir alle ihre Bilder unretouchiert zu Gesicht bekommen werden?
Zweifel sind erlaubt. Zumindest einige Fotos von früheren Mondexkursionen nämlich wurden unmittelbar nach Rückkehr der Besatzung manipuliert. So geschehen etwa nach der dritten Mission: Am 9. Februar 1971 war Apollo 14 erfolgreich zur Erde zurückgelangt. Gerademal zwei Wochen später erschien im deutschen Wochenblatt «Die Bunte Illustrierte» unter dem Titel «Apollo 14 in den Kraterwüsten des Mondes» ein reich bebilderter Bericht über das Unternehmen – mit zumindest einem mehr als dubios anmutenden Foto. Die Mondfähre «Antares» ist darauf in gleissendem Licht zu sehen. Rechts daneben erblickt man Astronaut Edgar Mitchell. Doch der dürfte gar nicht auf dem Bild zu sehen sein, denn gemäss dem «Apollo 14 Preliminary Science Redes Lunar Reconnaissance Orbiter.
Landestelle von Apollo 11. Neues Bild port» der NASA (Nummer SP-272), der «mysteries» im Original vorliegt, wurde Mitchell vielmehr während des Marsches zum Krater Cone abgelichtet. Die von Kommandant Alan B. Shepard aufgenommene Fotografie trägt die Nummer AS14-64-9089.
Von der Mondfähre «Antares» ist darauf weit und breit nichts zu sehen. Wer hat hier Hand angelegt?
Szenen in Hollywood-Studio nachgedreht?
Spielt die Weltraumbehörden hie und da tatsächlich mit gezinkten Karten? Ja, betonte am 20. Juli 2009 überraschend auch der russische Top-Kosmonaut Alexej Leonow gegenüber der Nachrichtenagentur Ria Novosti.
Natürlich sei Apollo 11 auf dem Mond gelandet, daran könne kein Zweifel bestehen, relativierte er vorweg. Doch seien die Gerüchte über einen gross angelegten Schwindel insofern wahr, als die NASA mit Hilfe eines Hollywood-Studios in der Tat einige Szenen «nachgedreht» habe. Leonow: «Man konnte ja von der Mondoberfläche aus nicht aufnehmen, wie Neil Armstrong erstmals die Luke von innen öffnet und die Treppe herunterklettert!» Momente wie diesen habe man später im Studio nachgedreht, um die «Logik des Geschehenen beizu- Phänomene Ausgabe 5/09 Nach der Mond-Landung herrschte Explosionsgefahr Wussten Sie es? Unmittelbar nach der Mondlandung bestand für die Mondfähre des Apollo-11-Unternehmens Explosionsgefahr! Nach dem Aufsetzen der Fähre bildete sich in einer Brennstoffleitung ein Pfropfen aus gefrorenem Treibstoff. Es bestand akute Gefahr, dass «Eagle» zerbersten würde. Hektisch wurde nach einer Lösung gesucht. Schliesslich befahl die NASA: «Holt sie von da weg!» Die Monderkundung sollte, noch ehe sie richtig begonnen hatte, abgebrochen werden.
Faktisch zeitgleich begann sich der Pfropfen zu bewegen. Flugs revidierte man die Anweisung und «das grösste Abenteuer der Menschheit» konnte erfolgreich fortgesetzt werden.
behalten». Die reale Aufnahme begann laut Leonow erst, «als Armstrong auf der Mondoberfläche eine Antenne aufstellte, um die Bilder auf die Erde zu übertragen. Dann stieg auch sein Partner Buzz Aldrin aus, und sie nahmen sich gegenseitig auf.»
Selbst die öffentlich zugänglichen Funktranskripte zwischen Houston und den Apollo-11-Astronauten bergen Hinweise, dass uns die US-Weltraumbehörde bis heute manches verschweigt.
Speziell eine Passage wirft Fragen auf: Unmittelbar nach der Landung seiner beiden Kollegen hatte Astronaut Collins damals vom Mutterschiff im Mondorbit auf die Oberfläche des Trabanten gespäht.
In der Hoffnung, den gelandeten «Eagle» mit eigenen Augen zu entdecken. Um 110:36:58 (Missionszeit) meldete sich Collins laut offiziellem NASA-Transkript wie folgt zu Wort, Collins: «Bis jetzt noch keine Spuren der Landefähre. Aber ich sah ein verdächtig kleines, weisses Objekt. Seine Koordinaten waren…» Houston: «Fahren Sie fort mit den Koordinaten des kleinen weissen Objektes…» Collins: «Es befindet sich rechts am südwestlichen Rand eines Kraters. Ich denke, sie würden es wissen, falls sie an einem solchen Ort gelandet wären. Es scheint, als ob ihre Mondlandefähre ziemlich schräg stehen würde. Sie befindet sich am südwestlichen Wall eines kleinen Kraters…»
Was auch immer Collins damals auf dem Mond gesehen hatte – es war definitiv nicht das Apollo-Landemodul seiner Kollegen, wie sich später herausstellte. Handelte es sich also um eine russische Luna-Sonde? Oder um die amerikanische Surveyor 5? Solch einen Lapsus hätte sich der Mann als erfahrener Spezialist kaum geleistet. Was hatte der NASA-Astronaut also tatsächlich gesehen? Der betreffende Funkdialog liegt «mysteries» als NASA-Audiodatei vor und kann auf dem Internet-Videoportal «Youtube» ab sofort kostenlos begutachtet werden. Suchbegriff: «UFOs auf dem Mond?» Carl Hulot
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/kosmonaut-enthuellt-die-nasa-hat-getrickst-page9-1.jpg715522Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2009-05-01 12:00:002025-12-14 19:49:42Kosmonaut EnthüLlt: «Die Nasa Hat Getrickst!»
Das Datum für das zweite Referendum in Irland zum umstrittenen EU-Vertrag von Lissabon steht: Am 2. Oktober 2009 muss die dortige Bevölkerung darüber befinden, ob sie – und damit auch alle anderen Europäer – eine Demokratie oder eine Diktatur wollen.
Infos rund ums Thema finden Sie im Buch «Der Crash der Lebensversicherungen» von Michael Grandt (Rottenburg 2009).
Gelingt es der machtversessenen EU, ihren «Vertrag von Lissabon» doch noch durchzuboxen? Alles deutet darauf hin.
Dabei wäre die juristische Mogelpackung nach dem Nein der irischen Bevölkerung eigentlich längst vom Tisch. Doch das wollten sich die EU-Bosse nicht gefallen lassen. Mit allen Mitteln machte EU-Ratspräsident Nicolas Sarkozy 2008 seinen politischen Einfluss geltend, um die Iren doch noch in den geplanten europäischen Superstaat zu zwingen.
Leider mit Erfolg: Am 2. Oktober 2009 müssen Irlands Wähler erneut antraben, um an der Urne ein zweites Mal abzustimmen. Der irische Ministerpräsident Brian Cowen reibt sich bereits die Hände und gibt sich zuversichtlich, «dass die Wähler das Vertragswerk diesmal annehmen».
Berechnender gehts kaum. Wer das ausführliche Vertragswerk nämlich genauer unter die Lupe nimmt, merkt schnell, worum es hier in Wirklichkeit geht: Um geballte Macht –auch in militärischer Hinsicht! So wird darin allen EU-Staaten ausdrücklich militärische Aufrüstung vorgeschrieben und in wesentlichen Punkten EU-Recht über nationales Recht gestellt. Düstere Aussichten!
Mieses Spiel in Brüssel Bereits vor Jahren hatte man der EU-Bevölkerung eine ähnlich diktatorische Verfassung aufgetischt, die niemand wollte. Nachdem Franzosen und Niederländer das Vertragswerk 2005 via Volksabstimmung bachab schickten, schien die Sache erledigt. Dann aber folgte 2007 die Mogelpackung, der «EU-Vertrag von Lissabon», inhaltlich nahezu deckungsgleich mit der abgelehnten Verfassung.
Diesmal sollte das Papier nur von den Parlamenten durchgenickt werden, damit das Volk nicht erneut dazwischenpfuscht. Ausser in Irland, dessen Gesetze eine Volksabstimmung vorschreiben.
Dort entscheidet am 2. Oktober nun eine Minderheit über das Schicksal der Mehrheit, konkrekt: über Demokratie – oder EU-Diktatur.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/eu-diktatur-geht-sarkozys-teuflischer-plan-auf-page42-1.jpg671394Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2009-05-01 12:00:002025-12-14 19:49:37Eu-Diktatur: Geht Sarkozys Teuflischer Plan Auf?
27. August 26. September 26. Oktober 4. September 4. Oktober 12. September 11. Oktober 18. September 18. Oktober Was passiert, wenn man Ausserirdische wie Asylanten behandelt? Dieser brisanten Frage widmet sich «Distrikt 9» – die neuste Filmproduktion von Peter Jackson («Herr der Ringe»). Der Streifen läuft dieser Tage in unseren Kinos an.
Flair für Monster
«Erdgas und Erdöl sind unerschöpflich!» Mit dieser gewagten These fordert der deutsche Forscher Hans-Joachim Zillmer (Bild) die Fachwelt heraus.
Tief in der Erdkruste befände sich ein unbegrenztes Energiereservoir, behauptet er in seinem neuen Buch «Der Energie-Irrtum» (München 2009). Zillmer: «Austretende Gase auf dem Meeresgrund und aus den Festlandsockeln beweisen, dass dort wertvolles Methan in riesigen Quantitäten vorhanden ist.
Jüngste Forschungen zeigen nun, dass sich die natürlichen Erdöllagerstätten periodisch regenerieren und neu mit Öl auffüllen. Von der allgemein prophezeiten Energiekrise kann folglich keine Rede sein.»
Der britische Biologe Richard Dawkins liebt es zu provozieren. Jetzt sorgt der bekennende Atheist in konservativen Kreisen erneut für Aufregung. Man solle sich besser jetzt schon mit dem Gedanken anfreunden, dass wir dereinst «Mischwesen» im Labor züchten werden, empfiehlt er allen Ernstes. «Stellen wir uns vor, wir erschaffen eine Chimäre, also ein Mischwesen, das je zur Hälfte aus Menschen- und zur Hälfte aus Schimpansenzellen bestünde. Und stellen wir uns vor, wir liessen dieses erwachsen werden. Das würde alles verändern!» Würde es das wirklich?
Bienenhonig statt Antibiotika In einer bisher einzigartigen Studie haben Forscher der University of Sydney Beweise gefunden, dass manche Honigsorten bei der Behandlung von oberflächlichen Wunden und Infektionen effektiver wirken als Antibiotika. Dies meldet der Australisch-Neuseeländische Hochschulverbund in Berlin. So wirkten die in der Studie eingesetzten Sorten «Manuka» und «Jelly Bush» gegen alle getesteten Erreger, darunter auch multiresistente Bakterien. Zudem entwickelten die Bakterien keinerlei Resistenzen gegenüber dem Honig, wie dies bei Antibiotika der Fall sein kann.
Vor Kurzem haben Experten der Verbraucherschutzzentrale in Hamburg jedwede Form von Lebensversicherung für die Altersvorsorge als ungeeignet taxiert. Schlimmer noch: Wer jahrelang brav einbezahlt hat, muss nun um sein Erspartes fürchten.
chlechte Nachrichten für Inhaber einer Lebensversicherungspolice: Ihre Kapitalanlagen sind nicht mehr sicher – speziell in Deutschland! Viele trifft dieser SSchock völlig unvorbereitet. Schliesslich galten Kapitallebensversicherungen bislang als «risikolose» Geldanlagen. Tatsächlich hat es die Versicherungsgilde geschafft, das «Lebensversicherungs-Produkt» beim Durchschnittsbürger erfolgreich zu platzieren. Mitentscheidend waren die jahrzehntelangen guten Erfahrungen damit sowie dessen lange Tradition. Aber die Zeiten haben sich geändert.
Und so ist, was vor der Weltfinanzkrise noch als «sicher» galt, mittlerweile längst nicht mehr sicher – trotz aller Beteuerungen der Verantwortlichen. Denn laut Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) wurde das Kapital der Versicherten zu gut 85 Prozent in fest verzinslichen Papieren angelegt, also in Anleihen und Darlehen von Banken, wobei der grössere Teil auf Pfandbriefe entfällt.
Diesen Pfandbriefen dienen Hypothekendarlehen und öffentlich-rechtliche Forderungen als Sicherheiten. Dennoch beschwichtigt Dr. Wolfgang Weiler, Vorsitzender des Kapitalanlagenausschusses des GDV, immer noch: «Die Kapitalanlagen der Versicherungen sind sicher!»
Dem ist energisch zu widersprechen: Die Kapitalanlagen unserer Versicherungen sind nicht mehr sicher! Nicht zuletzt die Beinaheinsolvenz der Hypo Real Estate (HRE) hat deutlich vor Augen geführt, dass der Einlagerungssicherungsfonds keine Garantie bei einem Systemrisiko bietet. Knapp die Hälfte ihrer Kapitalanlagen hat die Versicherungsbranche nämlich in unterschiedliche Zinspapiere von Banken investiert. Etwa in Schuldscheinforderungen, Darlehen oder Namensschuldverschreibungen. Mit anderen Worten: Ein Grossteil der Kapitalanlagen der Versicherer ist an die Befindlichkeit der Banken gekoppelt.
Das kann heute sehr gefährlich sein. Denn die Banken-Gilde investierte häufig in «toxische Papiere», also in «Schrottpapiere», die nichts mehr wert sind und die den Bestand eines Geldinstitutes gefährden können. Die Schieflage einer Bank kann somit auch Auswirkungen auf eine Versicherungsgesellschaft haben. Zu den am stärksten gefährdeten deutschen Instituten zählen derzeit IKB, WestLB, SachsenLB, HRE – und andere.
Ausgabe 5/09 Wirtschaft Auch mit der Erwirtschaftung der Rendite haben die Lebensversicherer ein Problem.
Der Durchschnitts-Garantiezins der Policenbestände liegt bei 3,4 Prozent, die Nettoverzinsung ihrer Kapitalanlagen zum 31. Dezember 2008 aber gerade noch bei 3,82 Prozent. Vereinfacht ausgedrückt: Die Differenz zwischen dem, was die Lebensversicherer an Rendite erwirtschaften und dem, was sie als Zins garantieren, liegt im Durchschnitt nur noch bei 0,42 Prozent – Kosten und Provisionen unberücksichtigt.
Jegliche Auszahlung an den Kunden ist demnach gegenwärtig ein Verlustgeschäft. Die Kernfrage: Wie viele Unternehmen verfügen über ausreichend «Speck», um die brotlose Zeit ohne Liquiditätsprobleme zu überstehen?
Ein weiteres Problem ist das Risikokapital der deutschen Lebensversicherer, das in den letzten zwei Jahren um über 63 Prozent geschrumpft ist. Seine Quote beläuft sich derzeit auf 6,9 Prozent. Experten aber halten eine Quote von mindestens 12 Prozent für notwendig, um in Krisenzeiten wirtschaftlich abgesichert zu sein.
Dazu Marco Metzler, Fachbeirat beim Deutschen Finanz Service Institut: «Bereits Ende 2007 hatten rund 16 Lebensversicherer eine schwache Kapitalausstattung. Die Kapitalmärkte haben sich 2008 extrem schlecht entwickelt.
Daher ist davon auszugehen, dass rund 20 bis 25 Lebensversicherer auf der Kippe stehen.»
Und in der Schweiz?
Auch die Lebensversicherer in der Schweiz sind von der Krise betroffen. So gab der grösste Schweizer Lebensversicherer, die Swiss Life, bereits im November vergangenen Jahres bekannt, dass sie ohne ausserordentliche Gewinne aus Verkäufen deutlich in die Verlustzone gefallen wäre. Europas viertgrösster Versicherer wiederum, der Schweizer Konzern Zurich Financial, stand ebenfalls vor einem Debakel: Der Gewinn des ersten Quartals 2009 war gegenüber dem Vorjahr um 75 Prozent eingebrochen.
Als ob das noch nicht genug wäre, haben die Lebensversicherer aber auch noch mit anderen Schwierigkeiten zu kämpfen. Aufgrund der zu erwartenden Michael Grandt. In seinem neuen Buch deckt der Journalist (l.) erschreckende Fakten zum Thema Altersvorsorge auf.
Wirtschaft Ausgabe 5/09 steigenden Arbeitslosigkeit hätte eine Erhöhung der Stornoquote eine kurzfristige Auszahlung des Rückkaufswertes zur Folge, was wiederum ein Liquiditätsproblem schaffen könnte. Auch das Neugeschäft ist rückläufig, was zu weiteren Einnahmenverlusten führen wird.
Der GDV hält die Kapitalanlagen der Versicherer in der Endkonsequenz hauptsächlich deswegen für «sicher», weil die deutsche Bundesregierung zugesagt hat, keine «grössere» Bank «fallen» zu lassen. Diese Argumentation greift viel zu kurz. Wie oft haben Regierungen schon ihre Versprechen gebrochen? Was, wenn derart viele Versicherungen und Banken zusammenbrechen, dass keine Staatsgarantie mehr gegeben werden kann?
«Die Hoffnung ist der Tod des Kaufmannes»: Insofern widerspricht die Begründung des GDV jeglicher kaufmännischen Sorgfaltspflicht.
Schliesslich muss jeder seriöse Betrieb und jedes seriöse Unternehmen auch den «Worst- Case» einberechnen – also den schlimmsten Fall, der eintreten kann. Die deutsche Versicherungsgilde verzichtet darauf, weil die Bundesregierung halbseidene Versprechen abgegeben hat, die sie im Ernstfall in dieser Höhe niemals halten kann und wird.
Dass ein «Crash der Lebensversicherungen» mittel-bis langfristig bevorsteht, scheint somit wahrscheinlicher denn je. Millionen von Menschen wären davon betroffen – leider.
Philipp Elsener und Hansruedi Küng am Beginn des Pfads.
Steintor. Es soll eine «reinigende Wirkung» haben.
«Wirken der Naturkräfte» erfahrbar machen soll. Insgesamt 27 Stationen mit informativen Tafeln laden unterwegs dazu ein, genauer hinzuschauen und die Natur bewusster wahrzunehmen – mit allen Sinnen.
Einmal im Monat laden die Organisatoren der «Radiästhetischen Vereinigung» zur öffentlichen Führung ein – für zehn Franken. Gemeinsam mit den Pendlern und Rutengängern verbringen interessierte Wanderer dann gut und gerne zwei bis drei Stunden am Berg. Inklusive Ausprobieren und Diskutieren. «Selbst wir lernen bei jeder Führung wieder Neues dazu», sagt Hansruedi Küng, Baubiologe und Mitinitiator des Pfades. Gemeinsam mit dem zweiten Pfadführer, Philipp Elsener, führt er die «mysteries»-Vertreter über den Pfad – an einem heissen Juni-Vormittag, bei zeitweise bewölktem Himmel. Elsener drückt uns ein Pendel in die Hand. Der 57-Jährige ist auch beruflich Energetiker. «Ich beschäftige mich mit Energien, die nicht messbar, sondern nur noch wahrnehmbar sind», erzählt er. Genau dazu sind wir auf den Mostelberg gekommen. Um ausprobieren, ob wir in der dortigen Idylle ebenfalls etwas fühlen…
Um es gleich vorweg zu nehmen: Es lässt sich einiges «aufspüren» auf diesem Pfad, wenngleich jeder die hier wirkenden Kräfte individuell empfinden mag. Die Natur kennt kein richtig oder falsch. In jedem Fall aber gewinnt man unterwegs erstaunliche Erkenntnisse über die Zusammenhänge in der Natur – und Eindrücke, die bleibende Erinnerungen hinterlassen. Da sind etwa die «Adern- oder Rätiasteine» aus grauer Vorzeit. Alte Völker sollen sie einst verlegt haben, um Umwelt Ausgabe 5/09 57 Energien aufspüren. Ob mit Rute, Pendel oder ganz einfach mit den Händen: Immer wieder bietet einem der Pfad Möglichkeiten, intuitiv zu spüren, was sich wissenschaftlich nicht messen lässt.
Tote «Wettertanne». Zeigen die Äste nach unten, drohen Schauer und Gewitter.
bestimmte Kraftplätze zu kennzeichnen. Dank ihrer starken oder aus der Badewanne abgelassen wird, fragt uns der 67- «Strahlung» soll man sie mit Rute oder Pendel problemlos Jährige. Antwort: Es dreht sich in Wirbeln. Und in welche Richvon anderen Steinen unterscheiden können. Hansruedi Küng tung? «Bei uns meistens rechtsherum, auf der anderen Seite braucht die speziellen Brocken allerdings gar nicht erst ausdes Äquators eher linksherum», weiss Küng und demonstriert zupendeln, um sie zu erkennen. Er liest sie beim Vorbeigehen die spiralförmige Drehung sogleich mit einem Becher voller gleich vom Boden auf.
Wasser, das er in den Bach schüttet.
Gerne wird diesen Adernsteinen eine «beschwingende Neugierigen stehen die beiden erfahrenen Naturbeobach-Wirkung» zugeschrieben. Nicht zuletzt das Gehen würden sie ter auf dem Pfad gerne Red und Antwort. Den zufällig dazu einem spürbar leichter machen, heisst gestossenen Wanderern, die sich für den es. Diese verblüffende Wirkung sollten Steinkreis am Wegrand interessieren, Wohin das Auge auch auch Wanderer erfahren, dachten sich drückt Elsener spontan eine Rute in die Küng und seine Gefährten. Also liessen Hand, damit sie die Energien «selber blickt: Die Natur ist sie eine Seite einer steil ansteigenden spüren» können. Die Suche nach Wasserimmer in Bewegung.
Wegstrecke mit Adernsteinen versetadern steht wenig später auf dem Prozen, die andere nicht. Es soll an dieser gramm. Laut Küng soll es immer wieder Stelle nicht verraten werden, auf welcher Seite es sich leichunerfahrene Pfadgänger geben, bei denen Rute oder Pendel ter geht – aber der Unterschied schien – zumindest an dieam richtigen Ort ausschlagen. Auch bei uns? Wir spüren leider sem Tag – eindeutig.
kein Tröpfchen auf. Noch nicht einmal die am Boden nachgezeichnete Ader versetzte unsere radiästethischen Hilfsmittel Vom Wasser zum «Steintor» in Schwingung.
Wir erreichen einen Bach. «Die Natur ist immer in Bewegung», «Nicht jeder Mensch ist gleich empfindlich für die feinerklärt Hansruedi Küng. Das lasse sich am besten beim Wasstoffliche Strahlung», trösten uns unsere Begleiter. Und ser beobachten. «Es versinnbildlicht diese Bewegung besonstellen uns weitere Orte in Aussicht, die «einfach nur zum ders schön.» Was mit Wasser geschehe, das ausgeschüttet Geniessen» da seien. Darunter auch das «Steintor». Nach Ausgabe 5/09 Umwelt Naturkräfte und Adernsteine erleben «Der Pfad – Naturkräfte und Adernsteine erleben» wurde 2008 von der «Radiästhetischen Vereinigung Ägerital RVÄ» eröffnet. Der Schweizer Verein erfüllte damit den langgehegten Wunsch vieler Naturfreunde nach einem Lehrpfad für Pendler und Rutengänger.
Das Gebiet Sattel-Hochstuckli wurde aus fünf möglichen Regionen ausgesucht. Der Pfad ist für alle Interessierten frei begehbar, Informationstafeln weisen den Weg auf dem gut 3,5 Kilometer langen Rundgang. Einmal im Monat gibt es eine öffentliche Führung. Die nächsten finden am 6. September und 4. Oktober 2009 statt.
Informationen dazu im Internet:www.rvae.ch Hansruedi Küng in seinem Element. Der Mann kennt die Natur wie seine Westentasche.
alter Überlieferung soll es eine reinigende Wirkung haben, wenn man drei Mal darunter durchschreitet, ohne sich dabei umzuschauen oder zu sprechen. Kurioses Detail am Rande: Unmittelbar beim Tor befindet sich ein Kraftfeld der moderneren Art. «Radiästheten unseres Vereins wollten das Tor ursprünglich näher beim Wegrand bauen, weil sie dort eine Energielinie orteten», erinnert sich Küng schmunzelnd. «Sie lagen damit goldrichtig! Vor der Aushebung warnte uns ein Bauführer nämlich, dass dort im Boden elektrische Kabel verlegt seien.»
Verweilen und Träumen – am «Ort der Stille» Besonders eindrücklich ist auch eine Tanne mit dürren, nadellosen Ästen. Nicht unbedingt schön, aber durchaus nützlich. «Diese abgestorbenen Bäume dienen uns als Wetterpropheten», erzählt Hansruedi Küng. «Zeigen die dürren Äste nach oben, bessert sich das Wetter, zeigen sie nach unten, verschlechtert es sich.» Der Baubiologe hat sich dieses Wissen nicht durch schlaue Bücher angeeignet. «Das hat mir eine Bäuerin gesagt», betont er.
Wenig später erreichen wir den «Ort der Stille» – einen besonders angenehmen Platz zum Verweilen und Entspannen, mitten im Wald. Auf Baumstrünken lässt sich hier dem Gesang der Vögel lauschen. Ein Ort, «um auf seine Seele zu warten», wie es die entsprechende Schautafel poetisch umschreibt. Bäume sind auf dem Rundgang immer wieder ein Thema. Nicht nur das Wetter lässt sich an ihnen ablesen, sondern auch allerlei Umwelteinflüsse.
«Bäume reagieren sensibel auf ihr unmittelbares energetisches Umfeld», weiss Küng. Da sie sich diesem aber nicht entziehen können, würden sie sich notgedrungen anpassen, zum Beispiel mit besonderen Wachstumsformen. Beim so genannten «Zwieselwuchs» etwa teilt sich der Haupttrieb des Baumes in zwei Triebe und bildet so eine Gabel, die am Stamm sehr gut erkennbar ist. Küng: «Der Zwieselwuchs gilt als Fehlwuchs, ist für die Bäume aber überlebenswichtig, weil der Baum dadurch die Energien ausgleicht.»
Weitere Hinweise auf energetische Turbulenzen im Boden seien Drehwuchs, Schrägwuchs oder auch Pilzbefall an den Stämmen. Bäume gelten ausserdem als Kraftspender. «Welcher von ihnen strahlt am meisten Energie aus?», will Hansruedi Küng von uns wissen – und zeigt auf drei stämmige Riesen am Wegrand. Auch ohne Pendel spüren wir spontan die richtige Antwort, als wir uns ihnen nähern. Und erinnern uns daran, was uns Küng Stunden zuvor am Beginn der Führung versprochen hatte: Dass wir nach dem Rundgang speziell die Bäume mit anderen Augen sehen würden. Er sollte Recht behalten.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/alles-scheint-moeglich-denn-die-natur-kennt-kein-richtig-ode-page54-1.jpg17911278Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2009-05-01 12:00:002025-12-14 19:48:34Alles Scheint MöGlich, Denn Die Natur Kennt Kein Richtig Oder Falsch…