Alles Scheint MöGlich, Denn Die Natur Kennt Kein Richtig Oder Falsch…

Philipp Elsener und Hansruedi Küng am Beginn des Pfads.

Steintor. Es soll eine «reinigende Wirkung» haben.

«Wirken der Naturkräfte» erfahrbar machen soll. Insgesamt 27 Stationen mit informativen Tafeln laden unterwegs dazu ein, genauer hinzuschauen und die Natur bewusster wahrzunehmen – mit allen Sinnen.

Einmal im Monat laden die Organisatoren der «Radiästhetischen Vereinigung» zur öffentlichen Führung ein – für zehn Franken. Gemeinsam mit den Pendlern und Rutengängern verbringen interessierte Wanderer dann gut und gerne zwei bis drei Stunden am Berg. Inklusive Ausprobieren und Diskutieren. «Selbst wir lernen bei jeder Führung wieder Neues dazu», sagt Hansruedi Küng, Baubiologe und Mitinitiator des Pfades. Gemeinsam mit dem zweiten Pfadführer, Philipp Elsener, führt er die «mysteries»-Vertreter über den Pfad – an einem heissen Juni-Vormittag, bei zeitweise bewölktem Himmel. Elsener drückt uns ein Pendel in die Hand. Der 57-Jährige ist auch beruflich Energetiker. «Ich beschäftige mich mit Energien, die nicht messbar, sondern nur noch wahrnehmbar sind», erzählt er. Genau dazu sind wir auf den Mostelberg gekommen. Um ausprobieren, ob wir in der dortigen Idylle ebenfalls etwas fühlen…

Um es gleich vorweg zu nehmen: Es lässt sich einiges «aufspüren» auf diesem Pfad, wenngleich jeder die hier wirkenden Kräfte individuell empfinden mag. Die Natur kennt kein richtig oder falsch. In jedem Fall aber gewinnt man unterwegs erstaunliche Erkenntnisse über die Zusammenhänge in der Natur – und Eindrücke, die bleibende Erinnerungen hinterlassen. Da sind etwa die «Adern- oder Rätiasteine» aus grauer Vorzeit. Alte Völker sollen sie einst verlegt haben, um Umwelt Ausgabe 5/09 57 Energien aufspüren. Ob mit Rute, Pendel oder ganz einfach mit den Händen: Immer wieder bietet einem der Pfad Möglichkeiten, intuitiv zu spüren, was sich wissenschaftlich nicht messen lässt.

Tote «Wettertanne». Zeigen die Äste nach unten, drohen Schauer und Gewitter.

bestimmte Kraftplätze zu kennzeichnen. Dank ihrer starken oder aus der Badewanne abgelassen wird, fragt uns der 67- «Strahlung» soll man sie mit Rute oder Pendel problemlos Jährige. Antwort: Es dreht sich in Wirbeln. Und in welche Richvon anderen Steinen unterscheiden können. Hansruedi Küng tung? «Bei uns meistens rechtsherum, auf der anderen Seite braucht die speziellen Brocken allerdings gar nicht erst ausdes Äquators eher linksherum», weiss Küng und demonstriert zupendeln, um sie zu erkennen. Er liest sie beim Vorbeigehen die spiralförmige Drehung sogleich mit einem Becher voller gleich vom Boden auf.

Wasser, das er in den Bach schüttet.

Gerne wird diesen Adernsteinen eine «beschwingende Neugierigen stehen die beiden erfahrenen Naturbeobach-Wirkung» zugeschrieben. Nicht zuletzt das Gehen würden sie ter auf dem Pfad gerne Red und Antwort. Den zufällig dazu einem spürbar leichter machen, heisst gestossenen Wanderern, die sich für den es. Diese verblüffende Wirkung sollten Steinkreis am Wegrand interessieren, Wohin das Auge auch auch Wanderer erfahren, dachten sich drückt Elsener spontan eine Rute in die Küng und seine Gefährten. Also liessen Hand, damit sie die Energien «selber blickt: Die Natur ist sie eine Seite einer steil ansteigenden spüren» können. Die Suche nach Wasserimmer in Bewegung.

Wegstrecke mit Adernsteinen versetadern steht wenig später auf dem Prozen, die andere nicht. Es soll an dieser gramm. Laut Küng soll es immer wieder Stelle nicht verraten werden, auf welcher Seite es sich leichunerfahrene Pfadgänger geben, bei denen Rute oder Pendel ter geht – aber der Unterschied schien – zumindest an dieam richtigen Ort ausschlagen. Auch bei uns? Wir spüren leider sem Tag – eindeutig.

kein Tröpfchen auf. Noch nicht einmal die am Boden nachgezeichnete Ader versetzte unsere radiästethischen Hilfsmittel Vom Wasser zum «Steintor» in Schwingung.

Wir erreichen einen Bach. «Die Natur ist immer in Bewegung», «Nicht jeder Mensch ist gleich empfindlich für die feinerklärt Hansruedi Küng. Das lasse sich am besten beim Wasstoffliche Strahlung», trösten uns unsere Begleiter. Und ser beobachten. «Es versinnbildlicht diese Bewegung besonstellen uns weitere Orte in Aussicht, die «einfach nur zum ders schön.» Was mit Wasser geschehe, das ausgeschüttet Geniessen» da seien. Darunter auch das «Steintor». Nach Ausgabe 5/09 Umwelt Naturkräfte und Adernsteine erleben «Der Pfad – Naturkräfte und Adernsteine erleben» wurde 2008 von der «Radiästhetischen Vereinigung Ägerital RVÄ» eröffnet. Der Schweizer Verein erfüllte damit den langgehegten Wunsch vieler Naturfreunde nach einem Lehrpfad für Pendler und Rutengänger.

Das Gebiet Sattel-Hochstuckli wurde aus fünf möglichen Regionen ausgesucht. Der Pfad ist für alle Interessierten frei begehbar, Informationstafeln weisen den Weg auf dem gut 3,5 Kilometer langen Rundgang. Einmal im Monat gibt es eine öffentliche Führung. Die nächsten finden am 6. September und 4. Oktober 2009 statt.

Informationen dazu im Internet:www.rvae.ch Hansruedi Küng in seinem Element. Der Mann kennt die Natur wie seine Westentasche.

alter Überlieferung soll es eine reinigende Wirkung haben, wenn man drei Mal darunter durchschreitet, ohne sich dabei umzuschauen oder zu sprechen. Kurioses Detail am Rande: Unmittelbar beim Tor befindet sich ein Kraftfeld der moderneren Art. «Radiästheten unseres Vereins wollten das Tor ursprünglich näher beim Wegrand bauen, weil sie dort eine Energielinie orteten», erinnert sich Küng schmunzelnd. «Sie lagen damit goldrichtig! Vor der Aushebung warnte uns ein Bauführer nämlich, dass dort im Boden elektrische Kabel verlegt seien.»

Verweilen und Träumen – am «Ort der Stille» Besonders eindrücklich ist auch eine Tanne mit dürren, nadellosen Ästen. Nicht unbedingt schön, aber durchaus nützlich. «Diese abgestorbenen Bäume dienen uns als Wetterpropheten», erzählt Hansruedi Küng. «Zeigen die dürren Äste nach oben, bessert sich das Wetter, zeigen sie nach unten, verschlechtert es sich.» Der Baubiologe hat sich dieses Wissen nicht durch schlaue Bücher angeeignet. «Das hat mir eine Bäuerin gesagt», betont er.

Wenig später erreichen wir den «Ort der Stille» – einen besonders angenehmen Platz zum Verweilen und Entspannen, mitten im Wald. Auf Baumstrünken lässt sich hier dem Gesang der Vögel lauschen. Ein Ort, «um auf seine Seele zu warten», wie es die entsprechende Schautafel poetisch umschreibt. Bäume sind auf dem Rundgang immer wieder ein Thema. Nicht nur das Wetter lässt sich an ihnen ablesen, sondern auch allerlei Umwelteinflüsse.

«Bäume reagieren sensibel auf ihr unmittelbares energetisches Umfeld», weiss Küng. Da sie sich diesem aber nicht entziehen können, würden sie sich notgedrungen anpassen, zum Beispiel mit besonderen Wachstumsformen. Beim so genannten «Zwieselwuchs» etwa teilt sich der Haupttrieb des Baumes in zwei Triebe und bildet so eine Gabel, die am Stamm sehr gut erkennbar ist. Küng: «Der Zwieselwuchs gilt als Fehlwuchs, ist für die Bäume aber überlebenswichtig, weil der Baum dadurch die Energien ausgleicht.»

Weitere Hinweise auf energetische Turbulenzen im Boden seien Drehwuchs, Schrägwuchs oder auch Pilzbefall an den Stämmen. Bäume gelten ausserdem als Kraftspender. «Welcher von ihnen strahlt am meisten Energie aus?», will Hansruedi Küng von uns wissen – und zeigt auf drei stämmige Riesen am Wegrand. Auch ohne Pendel spüren wir spontan die richtige Antwort, als wir uns ihnen nähern. Und erinnern uns daran, was uns Küng Stunden zuvor am Beginn der Führung versprochen hatte: Dass wir nach dem Rundgang speziell die Bäume mit anderen Augen sehen würden. Er sollte Recht behalten.

Umwelt

Alles scheint möglich, denn die Natur kennt kein richtig oder falsch... – Abbildung 2
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