»Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht die Ungläubigen anstatt der Gläubigen zu Freunden! Wollt ihr (denn, indem ihr das tut) Allah offenkundige Vollmacht geben gegen euch (vorzugehen)?« Sure 4, 144»Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht die Juden und die Christen zu Freunden! Sie sind untereinander Freunde (aber nicht mit euch). Wenn einer von euch sich ihnen anschliesst, gehört er zu ihnen (und nicht mehr zu der Gemeinschaft der Gläubigen).« Sure 5, 51»Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht eure Väter und eure Brüder zu Freunden, wenn diese den Unglauben dem Glauben vorziehen! Diejenigen von euch, die sich ihnen anschliessen, sind die (wahren) Frevler.« Sure 9, 23»Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und den jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Allah und sein Gesandter verboten haben, und nicht der wahren Religion angehören – von denen, die die Schrift erhalten haben – (kämpft gegen sie), bis sie kleinlaut aus der Hand Tribut entrichten!« Sure 9, 29»Die Juden sagen: ›Esra ist der Sohn Allahs.‹ Und die Christen sagen: ›Christus ist der Sohn Allahs.‹ Das ist, was sie mit ihrem Mund sagen (ohne dass damit ein realer Sachverhalt gegeben wäre). Sie tun es denen gleich, die früher ungläubig waren. Allahs Fluch über sie!« Sure 9, 30»Sie haben sich ihre Gelehrten und Mönche sowie Christus, den Sohn der Maria, an Allahs statt zu Herren genommen.
Dabei ist ihnen (doch) nichts anderes befohlen worden, als einem einzigen Gott zu dienen, ausser dem es keinen Gott gibt.
Gepriesen sei er!« Sure 9, 31»Ihr Gläubigen! Warum lasst ihr den Kopf hängen, wenn zu euch gesagt wird: ›Rückt aus (und kämpft) um Allahs willen‹? Seid ihr (denn) mit dem diesseitigen Leben eher zufrieden als mit dem Jenseits? Die Nutzniessung des diesseitigen Lebens hat (doch) im Hinblick auf das Jenseits nur wenig zu bedeuten.« Sure 9, 38»Rückt leichten oder schweren Herzens (zum Kampf) aus und führet mit eurem Vermögen und in eigener Person um Allahs willen Krieg!« Sure 9, 41»Und sie schwören bei Allah, dass sie zu euch gehören, während sie (in Wirklichkeit) nicht zu euch gehören, vielmehr ängstliche Leute sind (die nicht wagen, sich offen zur Gegenseite zu bekennen).« Sure 9, 56»Und wenn du sie fragst (und wegen ihrer spöttischen Bemerkungen zur Rechenschaft ziehst), sagen sie: ›Wir haben nur geplaudert und gescherzt.‹ Sag: ›Wie konntet ihr euch über Allah und seine Zeichen und seinen Gesandten lustig machen?‹« Sure 9, 65»Allah hat den heuchlerischen Männern und Frauen und den Ungläubigen das Feuer der Hölle angedroht, dass sie (ewig) darin weilen. Das ist gerade das Richtige für sie. Allah hat sie verÁucht. Eine beständige Strafe haben sie zu erwarten.« Sure 9, 68»Führe Krieg gegen die Ungläubigen und die Heuchler und sei hart gegen sie!
Die Hölle wird sie (dereinst) aufnehmen, – ein schlimmes Ende!« Sure 9, 73»Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für das Paradies erkauft: Sie kämpfen für Allahs Sache, sie töten und werden getötet; eine Verheissung – bindend für ihn – in der Thora und im Evangelium und im Koran. Und wer hält seine Verheissung getreuer als Allah? So freut euch eures Handels, den ihr mit Ihm abgeschlossen habt; denn dies ist wahrlich die grosse Glückseligkeit.« Sure 9, 111»Ihr Gläubigen! Kämpft gegen diejenigen von den Ungläubigen, die euch nahe sind! Sie sollen merken, dass ihr hart sein könnt. Ihr müsst wissen, dass Allah mit denen ist, die (ihn) fürchten.« Sure 9, 123»Für diejenigen nun, die ungläubig sind, sind Kleider aus (Höllen)feuer zugeschnitten. (Sie müssen sie sich anlegen) während ihnen heisses Wasser über den Kopf gegossen wird, wodurch zum Schmelzen gebracht wird, was sie im Bauch haben, und (ebenso aussen am Körper) die Haut.
Und Stöcke aus Eisen sind für sie da (mit denen man sie ins Höllenfeuer treibt). Sooft sie in ihrer Bedrängnis aus ihm herauskommen wollen, werden sie (mit Schlägen) wieder hineingebracht.« Sure 22, 19 ff.
»Wehe jedem sündigen Lügner, der Allahs Verse hört, wenn sie ihm verlesen werden, und dann dennoch in Hochmut verharrt, als hätte er sie nicht gehört – darum verkünde ihm eine qualvolle Strafe!« Sure 45, 7»Wer nicht an Allah und seinen Gesandten glaubt (muss sich auf ein schlimmes Ende gefasst machen). Für die Ungläubigen haben wir den Höllenbrand bereit.« Sure 48, 13
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/68-freundet-euch-nicht-mit-christen-und-juden-an-fuehrt-krieg-page23-1.jpg18181299Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2015-02-01 12:00:002025-12-15 19:28:44»Freundet Euch Nicht Mit Christen Und Juden An: FüHrt Krieg Gegen UngläUbige!«
Sein Leben lang trug ein Padre in Ecuador Artefakte aus dem Dschungel zusammen. Relikte einer vergessenen Kultur? Der Grossteil seiner Sammlung gilt als verschollen. Nun winkte»mysteries«-Reporterin Gabriele Lukacs vor Ort das Entdeckerglück: Entgegen bisherigen Äusserungen besitzt die lokale Nationalbank bis heute Metallfolien aus dessen Nachlass.
Ausgabe 2/2015 m Sommer 2014 veranstaltete die Stadt Cuenca in Ecuador eine Ausstellung über das Leben und Wirken des Salesianer-IPaters Carlo Crespi (1891–1982). An drei Orten der Stadt – im Kloster Las Conceptas, im Museum Todossantos und im Nationalmuseum Pumapungo der Zentralbank (Banco Central) – waren Kunstgegenstände aus dem Besitz des aus Italien stammenden Missionars ausgestellt. Eine seltene Gelegenheit, die Reste der bis heute umstrittenen Sammlung des verstorbenen Padre mit eigenen Augen zu sehen, dachte ich – und machte mich mit meinem Mann auf nach Ecuador.
Weltberühmt wurde Crespis sagenhaftes Kuriositätenkabinett durch Erich von Däniken. Wie ein Besessener fotograÀerte er 1972 in Cuenca Hunderte von geheimnisvollen Metallplatten aus Kupfer, Messing, Bronze und anderen Legierungen. Einige davon möglicherweise versilbert, wenige vielleicht sogar vergoldet – übersät mit allerlei fantastischen Motiven, die der ofÀziellen Geschichtsschreibung zuwiderlaufen. Crespi hatte die vermeintlichen Inka-Kostbarkeiten über Jahrzehnte von den Indios für ein Almosen erworben oder als Geschenk erhalten, wenn er sie gegen Krankheiten behandelte, ihre Kinder unterrichtete oder ihre Toten begrub.
Die Gegenstände sollen aus verborgenen Höhlen oder Laby-Die wertvollsten Relikte der Nationalbank.
verschwanden im Tresor rinthgängen im Dschungel stammen. Dort hätten Einheimische die hauchdünnen Metallplatten sowie antike Steinstatuetten und Ton-Gefässe ans Tageslicht gefördert, wird kolportiert. In späteren Zeiten überreichten sie ihrem sammelfreudigen Padre leider auch manche selbstgebastelte Fälschung. Nicht aus Gewinnsucht, sondern aus Verehrung für ihn.
Ein Grossteil der Sammlung verschwand nach Crespis Tod.
Die historisch wertvollen Relikte wanderten für 433'000 Dollar in die Tresore der örtlichen Banco Central. Weitere wurden unter der Hand an Privatsammler verschachert.
Glücklicherweise nicht alle. So konnten die beiden österreichischen Forscher Reinhard Habeck und Klaus Dona 1999 manche der verschollen geglaubten Artefakte aufspüren und vorübergehend der Öffentlichkeit präsentieren. Einige – aber bei weitem nicht alle.
2008 gelang es dem deutschen Globetrotter Marco Alhelm als bislang einzigem Besucher, in den Kellerräumen der Banco Central jede Menge echter Stein- und Tonobjekte aus Crespis Nachlass zu fotograÀeren: »Ob Vasen, Töpfe, V-förmig gewölbte Thronsessel oder seltsame GötterÀgürchen: Da lagen Tausende bisher nicht katalogisierter Fundstücke aus allen Teilen Ecuadors – direkt vor meinen Augen!« (»mysteries« Nr. 1/2009).
Cuscillestia eum volor aperiorepedi dis etQuiae dem qui dipsum sequam, si quis acea ► Kulturschätze im Keller. Unkatalogisiertes Sammelsurium aus Crespis Nachlass in der Banco Central, 2008 fotografisch dokumentiert von Marco Alhelm.
▼ Noch nie gezeigt. Weiteres Crespi-Relikt aus dem Tresor der Banco Central. (Foto: Lukacs) ◄ Trister Anblick: Die kümmerlichen Reste von Crespis wertvollen Metallfolien 1997 im Kloster Maria Auxiliadora, lieblos zusammengetragen und wie Restmüll zum Abtransport aufbewahrt. (Foto: Archiv Luc Bürgin) Manches Jahr war seither ins Land gezogen. Was meinen Mann und mich wohl heute in Cuenca erwartete? In der Welterbe-Stadt angekommen mussten wir leider feststellen, dass die Crespi-Ausstellung mitnichten jene rätselhaften Objekte zeigte, deretwegen wir extra angereist waren. Zu sehen bekamen wir vielmehr Monstranzen, Paramente und andere kirchliche Dinge aus seinem Besitz sowie Filme von und über den Padre. Nur wenige antike Objekte seiner einst riesigen Sammlung von Statuetten und Tongefässen aus vorchristlicher Zeit fanden wir im Nationalmuseum ausgestellt.
»Und plötzlich öffnete man uns die Schatzkammer« Enttäuscht, die weite Reise umsonst unternommen zu haben, entschloss ich mich, den Museumsdirektor der Banco Central zu kontaktieren. In Lateinamerika ist das leider leichter gesagt als getan: Zunächst mussten einige Vorzimmer-Damen »überwunden« werden, bis wir Richtung Chef vordringen konnten. Natürlich war dieser gerade in einer wichtigen Besprechung, danach im Aussendienst und darauffolgend für einige Tage verreist.
Weil wir aber nicht locker liessen und unser Anliegen mit Dringlichkeit und unserer weiten Anreise begründeten, hatte der Direktor schliesslich ein Einsehen. Er reichte uns an den Chef der Restaurierungsabteilung weiter. Ein Glücksfall, denn für den Restaurator waren wir offenbar wichtige Gäste, Experten aus dem fernen Europa, die vom Direktor persönlich zu ihm geleitet worden waren. Bereitwillig öffnete er seine Schatzkammer und holte schier unglaubliche Kunstobjekte aus den Tresoren: Teile von Crespis umstrittenem Vermächtnis!
Mit offenem Mund staunten wir über die Fülle an verzierten Metallfolien, Kupferkronen, HolzÀguren, Steinarbeiten und undeÀnierbaren Artefakten. Sogar eine bandagierte Mumie im Holzsarg stand mitten in der Werkstatt, bereit untersucht zu werden. Das skurrilste Objekt war jedoch ein Christuskopf, eine Mischung aus verschiedenen Materialien aus unterschiedlichen Ausgabe 2/2015 51 ▲ Die Autorin in der »Schatzkammer« des Klosters Maria Auxiliadora.
Auch im Salesianerkonvent von Cuenca werden bis heute noch Stücke aus dem Nachlass des Padre aufbewahrt. Viele weitere Relikte dagegen wurden nach dessen Tod in die halbe Welt verhökert.
◄ Kulturelles Flickwerk im Kloster.
Bereits 1997 waren Reste von Crespis Platten erkennbar, mit denen löchrige Fussböden oder Wände notdürftig abgedeckt und ausgebessert worden waren.
Eine der meterlangen Metallfolien im Besitz der Banco Central.»Völlig überraschend rollte der Kurator vor unseren Augen mehrere Metallplatten aus Crespis Nachlass aus, die es in der Bank laut bisheriger Darstellung eigentlich gar nicht geben dürfte.« Epochen. Ein Schrumpfkopf mit Echthaar, darauf eine Goldfolienkrone, eingelegt in schwarzem Ebenholz und umrahmt von einer getriebenen Kupferfolie mit den merkwürdigsten Darstellungen von Tier-Mensch-Gesichtern. Herkunft und Alter unbekannt.
Der Restaurator bemühte sich redlich, unsere Fragen zu beantworten, musste letztendlich aber passen: Man wisse leider weder, woher die Objekte aus der Crespi-Sammlung genau stammten, noch könne man eindeutig feststellen, welcher Zeit sie sich zuordnen liessen. In manchen Fällen seien die Gegenstände nämlich aus antiken und zeitgenössischen Teilen zusammengesetzt. Zudem fehle es dem Museum an Geld und Experten, um jedes Stück einzeln analysieren zu lassen.
Padre Crespis Aufzeichnungen sind leider verschwunden, und so beschränkt man sich in Cuenca auf die Konservierung der gelagerten Schätze. Zu unserem Erstaunen durften wir alles fotograÀeren – ausser den Restaurator selbst. Er wollte bescheiden im Hintergrund bleiben. Im Gegenzug rollte er vor unseren Augen eine silberfarbene Folie nach der anderen aus dem Seidenpapier: Jede über vier Meter lang und einen Meter breit – vollständig mit Gesichtern, Figuren, Tieren und Mustern verziert, kunstvoll in das dünne Blech getrieben.
Eine fantastische Welt aus rätselhaften Kreaturen tat sich vor unseren Augen auf. Darstellungen, die kein irdisches Gegenstück haben, nur der Fantasie entsprungen zu sein scheinen.
Sind es etwa Aliens, Mischgeschöpfe oder schamanische Trance-Àguren? Wir konnten uns kaum losreissen aus der randvoll gefüllten Restaurierungswerkstatt.
Liegen in den Tresoren verschollene Goldschätze?
Nach einiger Zeit wagte ich die unverschämte Frage nach dem Verbleib der vermeintlichen Goldschätze aus Crespis Sammlung. Immerhin hatte Ximena Lasso Alvarez von der Banco Central 1998 gegenüber Luc Bürgin erklärt, dass man nur selektiv Stücke aus der Sammlung des Padre aufgekauft habe, hauptsächlich Keramik-Objekte – »und keine der Zink-, Kupfer- oder Metallarbeiten«. Exakt solche lagen nun aber in der Zentralbank vor meinen Augen.
Zu meiner abermaligen Überraschung bestätigte der Restaurator in der Folge ausdrücklich, dass die Nationalbank auch Goldtafeln angekauft habe. Offenbar zusammen mit jenen Crespi-Artefakten, die wir soeben gesehen hatten. So, wie wir den Augenschein im Klosterdepot (oben und unten). Dank einer Spende durfte man dort überraschenderweise fotografieren.
Fachmann während unseres auf Spanisch geführten Gesprächs verstanden, lagert dieser »Schatz« jedoch unter Verschluss im Tresor der Banco Central und bleibt der Öffentlichkeit bis heute verschlossen. Schade – wir hätten ihn zu gerne besichtigt!
Immerhin wurden wir mit dem Hinweis vertröstet, dass es noch weitere Metallplatten aus der Crespi-Sammlung gebe. Wir sollten doch mal im örtlichen Salesianer-Kloster Maria Auxiliadora nachfragen. Walter Jörg Langbein und andere Forscher waren dort bereits Mitte der 90er-Jahre vorstellig geworden – allerdings ohne Erfolg. »Die letzte Tür vor dem Raum mit Crespi-Artefakten blieb uns verschlossen«, konstatierte der studierte Theologe seinerzeit verdrossen. Umso mehr, als er im Kloster auf Reste der Metallplatten gestossen war, mit denen man Holztreppen oder Holzwände ausgebessert hatte!
Rund 20 Jahre waren seither ins Land gezogen, also suchten auch wir das Kloster auf, in dem der Missionar, Menschenfreund Kuriose Kreaturen und futuristisch anmutende Fabelwesen in Hülle und Fülle. Im – offiziell nicht vorhandenen – Lagerraum des Klosters von Cuenca verstauben etliche Metallrelikte, aber auch uralte Keramikstücke aus dem Nachlass von Padre Crespi. Die meisten davon sind selbst Fachleuten unbekannt. Werden sie jemals öffentlich ausgestellt?
(Fotos: Lukacs) und Stadtheilige, Padre Crespi, bis zu seinem Tod 1982 tätig gewesen war. Dort angekommen, gab man sich allerdings unwissend und versicherte, die Sammlung an Kunstgegenständen sei an jenen drei Orten zu Ànden, die als Ausstellungsorte in Cuenca derzeit öffentlich zugänglich wären. Wir verneinten.
Dann meinten ein paar der um uns versammelten Einheimischen, wir sollten doch ins Nationalmuseum gehen. Da wir aber gerade von dort kamen, liessen wir nicht locker und beharrten auf unserem Anliegen, hier und jetzt im Kloster Teile der Metallbibliothek begutachten zu wollen.
Eine kleine Spende öffnete uns die Tür zum Paradies Mit einer Spende von 20 Dollar und der Bitte, für uns drei Vaterunser zu beten, bestärkten wir unsere Absichten. Und siehe da: Plötzlich – ohne dabei ob seiner vorherigen »Unkenntnis« rot zu werden – zauberte der Hüter der Schatzkammer einen uralten Schlüssel aus dem Hosensack und öffnete einen Lagerraum im Erdgeschoss des Klosterhofs. Wir traten ins Dunkel einer lang gestreckten Kammer. Dahinter lag ein zweiter Raum, voll mit Metalltafeln, die an der Wand lehnten. Meterlange Holzregale krümmten sich unter der Last der Holz-, Stein- und Knochenobjekte. Wir waren überwältigt, konnten es nicht fassen: Eine grosszügige Spende an den Türhüter und unsere christliche Gesinnung hatte Wunder vollbracht!
Die Schatzreste des Padre Crespi erstrahlten vor unseren Augen. Metallfolien mit rätselhaften Darstellungen, seltsame HolzÀguren und Knochen aller Art – verborgen in einem dunklen Lagerraum: Die Reste der legendären Metallbibliothek. Bereitwillig und sichtlich stolz führte uns der Hüter der Schätze durch seine Wunderkammer. Da gab es Metallplatten mit Tieren, die auf dem amerikanischen Kontinent nicht vorkommen. Auf anderen Folien sieht man Dinosaurier, die von Menschen am Halsband geführt werden und Mischwesen aller Art. Eine silberne Tafel zeigt Sonne, Mond, Schlange, Nashorn und eine Art »Alien- Menschenpaar«, vermutlich Mann und Frau, mit Spitzohren wie Mr. Spock aus dem »Star Trek«-Universum.
Meisterhafte Fälschungen? Oder handelt es sich vielleicht doch um Relikte einer vergessenen Kultur, die unsere Geschichtsbücher nicht kennt? Vermutlich beides, wie Jose Maldonado, Restaurator bei der Banco Central, 2005 auf Nachfrage versicherte:»Einige der Metallplatten sind nachweislich gefälscht. Andere scheinen mindestens 3000 Jahre alt zu sein.«
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/68-wesen-aus-einer-anderen-welt-page48-1.jpg8941303Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2015-02-01 12:00:002025-12-15 19:37:20Wesen Aus Einer Anderen Welt
Wenn Blinde plötzlich wieder sehen und Taube wieder hören
Längst nicht alle Menschen, die unter visuellen oder akustischen Sinnestäuschungen leiden, sind psychisch krank. Auch geistig kern gesunde, blinde oder taube Zeitgenossen erleben im höheren Alter Pseudohalluzinationen, deren Ursprung selbst Mediziner und Neurologen verwirrt – weil sich derlei Erscheinungen nicht immer mit organischen Faktoren erklären lassen. Hören, sehen und spüren wir im hohen Alter anders als vorher? von Stéphanie Erni
m Herbst 2006 erhielt der amerikanische Neurologe Oliver Sacks einen Anruf aus einem PÁegeheim, in dem er regelmäs- Isig Patienten betreute. Rosalie, eine 90-jährige Bewohnerin sehe Dinge, die gar nicht existierten, sagten ihm die PÁegerinnen. Mit ihr stimme etwas nicht.
»Ich sehe Menschen in morgenländischer Kleidung. In wallenden Gewändern die Treppen hinauf- und hinabgehen«, erklärte Rosalie dem Neurologen anschliessend. »Ein Mann, der sich mir zuwendet und lächelt, aber er hat riesige Zähne auf der einen Seite des Mundes. Und Tiere. Ich sehe dieses Pferd, kein hübsches Tier, ein Arbeitspferd mit einem Geschirr, es zieht Schnee weg, aber alles wechselt ständig, ich sehe viele Kinder, sie gehen Treppen hinauf und hinab.« Der Arzt bemerkte, dass Rosalie während dieser Visionen ihre Augen geöffnet hielt und dass die Pupillen sich hin und her bewegten, als betrachte sie tatsächlich eine reale Szene. Das wirklich Verblüffende daran aber war, dass Rosalie eigentlich gar nichts sehen konnte. Sie war nämlich schon seit Jahren blind!
Die Personen, welche die betagte Patientin in ihren Halluzinationen sah, traten nicht mit ihr in Kontakt. Es sei wie im Film, erklärte sie Sacks. Dennoch erschienen ihr die Figuren körperlich und real, und sie fürchtete, den Verstand zu verlieren. Nach einer eingehenden Untersuchung war jedoch klar: Rosalie hatte kein psychisches und auch kein neurologisches Problem. Sie litt unter dem Charles-Bonnet-Syndrom.
Der gleichnamige Schweizer Naturforscher entdeckte und diag nostizierte das Phänomen im 18. Jahrhundert an seinem Grossvater Charles Lullin und Jahre später auch an sich selber.
Beide litten sie unter Halluzinationen, nachdem sie das Augenlicht verloren hatten. Grossvater Lullin war im Alter von 77 Jahren Ausgabe 2/2015 39
Ich sehe Menschen in morgenländischer, wallender Kleidung.
an einer Linsentrübung erkrankt. Er unterzog sich zwar einer Operation, erblindete aber dennoch zunehmend. Ab 1758, zwölf Jahre nach der Operation, sah er dann plötzlich Dinge, die nicht da waren und die seine verbliebene Sicht störten.
Anfänglich nur einzelne, alltägliche Gegenstände wie ein Taschentuch, das er vermeintlich ständig vor Augen hatte. Später wurden die Halluzinationen komplexer. So konnte er einmal beobachten, wie vor der Tür des Nachbarn eine Kutsche anhielt, die immer grösser wurde.
Und als ihn einmal seine Enkeltöchter besuchten, war er überrascht und erfreut, dass sie von zwei attraktiven, jungen Herren begleitet wurden. Schnell wurde ihm dann aber klar, dass er der einzige war, der die beiden Männer sah. Nach kurzer Zeit lösten sie sich vor ihm denn auch wieder in Luft auf.
»Sein Gehirn ist ein Theater« Enkel Charles Bonnet forderte den Grossvater auf, Protokoll zu führen und schrieb die Halluzinationen einer fortgesetzten Aktivität jener körperlichen Regionen zu, die seiner Auffassung nach zum Sehsystem gehörten. Wobei diese Aktivität jetzt vom Erinnerungsvermögen zehren musste, wie Sacks ausführt.
Charles Lullin empfand seine Halluzinationen demnach durchaus als angenehm und unterhaltsam. »Sein Gehirn ist ein Theater, in dem die Bühnenmaschinerie Vorstellungen inszeniert, die umso mehr Anlass zum Staunen bieten, als sie unerwartet sind«, notierte Enkel Bonnet zum Thema. So war sich Lullin im Nachhinein stets bewusst, dass es sich beim Gesehenen um Halluzinationen handelte – ein typisches Merkmal des Charles-Bonnet-Syndroms.
Und etwas, welches dieses von krankhaften Wahnvorstellungen unterscheidet, weshalb auch von Pseudohalluzinationen gesprochen wird.
»Das Charles-Bonnet-Syndrom ist nach Abgrenzung der Trugwahrnehmungen gegen psychiatrische Erkrankungen wie den Alterswahn und die Depression und nach Differenzierung gegen neurologische Störungen der hinteren Sehbahn gut als eigenständiges Syndrom zu identiÀzieren«, schrieb dazu der Neurologe Alexander Strickler vom Klinikum Aschaffenburg 2009. »Als Grundlage für das Charles-Bonnet- Syndrom interpretieren wir die fehlerhafte Verarbeitung der sozialen und sensorischen Deprivation (Mangel an Aussenreizen) durch das alternde Gehirn.« In seinem späteren Leben erkrankte Charles Bonnet schliess- Oliver Sacks. Halluzinationen sind in der Welt des britischen Neurologen Alltag.
lich selber an dem von ihm diagnostizierten Syndrom. Tröstlich für ihn – wie später auch für Sacks Patientin Rosalie: Die Halluzinationen waren nie von dauerhafter Natur. Bereits nach wenigen Tagen waren sie jeweils wieder verschwunden.
Allerdings nicht für immer. So hatte Rosalie Monate später nach einem besonders aufreibenden Tag einen Rückfall. Es seien»Gestalten hereingekommen«, erzählte sie dem Neurologen dies mal. Das Zimmer schien sich regelrecht zu füllen. »Die Wände verwandelten sich Leidet das alternde in grosse Tore; Hunderte von Menschen strömten herein. Die Frauen waren her- Gehirn an einem Mangel ausgeputzt, trugen elegante grüne Hüte an Aussenreizen?
und goldbesetzte Pelze, aber die Männer waren schrecklich – gross, bedrohlich, Ànster, wüst, die Lippen ständig in Bewegung, als sprächen sie.« Diese zweite Vision war derart real, dass Rosalie völlig vergass, dass sie am Charles-Bonnet-Syndrom litt. Sie erzählte später, sie sei derart entsetzt gewesen, dass sie in einem fort geschrien habe: »Schafft sie aus meinem Zimmer, öffnet die Tore!
Schafft sie raus! Dann schliesst die Tore!« Ausgabe 2/2015 Rosalie ist eine von unzähligen Patienten, die bei Oliver Sacks Gehör fanden. Der 82-jährige Brite, der noch immer praktiziert, wurde durch die Publikation seiner Fallgeschichten weltberühmt.
Sein wohl bekanntestes Werk (»Zeit des Erwachens«) beschäftigt sich mit einem Koma-Patienten und wurde 1990 verÀlmt.
Sein aktuelles Buch »Drachen, Doppelgänger und Dämonen« (2012/2013) befasst sich mit Menschen mit Halluzinationen.
Oliver Sacks betont darin ausdrücklich, dass Menschen nicht notwendigerweise krank sein müssen, um Visionen zu haben.
Einige haben sogar nur eine einzige Halluzination in ihrem Leben – zum Beispiel beim Einschlafen oder kurz nach dem Aufwachen. So hätte ein medizinischer Kollege von ihm ein einziges Mal um zwei Uhr nachts einen imposanten Indianer neben seinem Bett stehen sehen. Bis dieser sich wieder in Luft auÁöste, dachte der Arzt Àeberhaft darüber nach, wie der fremde Mann in sein Schlafzimmer gekommen war und was er beabsichtigt hatte.
Lange Zeit ignoriert und bis heute unterschätzt Die detailgetreue Echtheit der Vision und die klare Erinnerung daran, auch noch nach Jahren, seien das, was die Halluzination von einem klassischen Traum unterscheide, so Sacks. Das Charles-Bonnet-Syndrom, das er bei Rosalie diagnostiziert hatte, fand er bei vielen blinden und halbblinden Patienten. Der britische Neurologe stellte fest, dass das Syndrom weitaus häuÀger vorkommt als ursprünglich angenommen.
»Es gab bis 1990 nur eine Handvoll Fallgeschichten«, so Sacks. Eine Studie in den Niederlanden bestätigte aber, dass von 600 Patienten mit visuellen Problemen 15 Prozent komplexe Halluzinationen hatten und 80 Prozent einfache – mit Formen, Farben und Mustern. Für den Neurologen ist klar, dass das Phänomen auch heute noch oft nicht erkannt oder auch falsch diagnostiziert wird.
Doch damit nicht genug: In seiner Praxis begegnete Sacks auch geistig kerngesunden, tauben Patienten, die akustische Halluzinationen hatten. »Oft Musik oder musikalische Phrasen.« Der Neurologe:»Individuelle musikalische Halluzinationen weisen hinsichtlich ihrer Qualität grosse Unterschiede auf – manchmal sind sie leise, manchmal störend laut; manchmal einfach, manchmal komplex.« Allen gemein sei, dass sie»Wahrnehmungscharakter haben und eine scheinbar externe Quelle«.
So suchte etwa seine Patientin Diane G., die an zunehmendem Hörverlust litt, intensiv nach dem Radio, Charles Bonnet (1720–1793). Wie schon sein Grossvater, erlebte der Naturwissenschaftler im Alter Seltsames.
das ihrer Meinung nach »White Christmas« in Endlosschlaufe spielte: »Ich dachte, es komme aus einem Radio im Nebenzimmer, bis ich jede mögliche externe Quelle ausgeschlossen hatte.
Tagelang ging es so, und ich entdeckte rasch, dass ich es nicht abschalten oder leiser stellen konnte. Doch mit ein bisschen Übung konnte ich Text, Tempo und Harmonien verändern.« Wieso auch psychisch gesunde, blinde oder taube Menschen gelegentlich halluzinieren, konnte bislang nicht zufriedenstellend erklärt werden. Üblicherweise liegt eine Störung der Sehbahn oder des Auges, beziehungsweise Hörverlust oder Taubheit zugrunde. Im Gegensatz zur visuellen Vorstellung werden bei Halluzinationen die gleichen Regionen der Sehrinde aktiviert wie beim normalen Sehen. Sacks: »Halluzinationen bedienen sich derselben visuellen Areale und Bahnen wie die Wahrnehmung selbst.« Deshalb sind sie auch so irritierend – vor allem, wenn der Betroffene nicht Menschen und Tiere, sondern nur Muster oder Texte und Musiknoten sieht.
Der betagte Patient Arthur S. zum Beispiel erblickte Musiknoten, nachdem er einen Teil seines Sehvermögens verloren hatte.
Der frühere Chirurg, der sehr gut Klavier spielte, überlegte sich, ob ein Teil seines Gehirns nun eigene Musik komponierte. »Doch als er genauer hinschaute, erkannte er, dass es sich um eine unlesbare und unspielbare Partitur handelte, ein Potpourri von Noten ohne die geringste Bedeutung.« Plötzlich begann die Frau Noten-Partituren zu sehen Auch Sacks Patientin Marjorie erblickte Musiknoten. Die 77-Jährige litt unter einem grünen Star, der ihr den grössten Teil der unteren Hälfte ihres Blickfeldes verdeckte. »Plötzlich begann ich Partituren zu sehen – Linien, Zwischenräume, Noten und Notenschlüssel: Praktisch alles, was ich anblickte, war mit Noten beschrieben, allerdings nur dort, wo ich erblindet war!« Besonders spannend Àndet Sacks»Charles- Bonnet-Halluzinationen« dann, wenn der Betroffene nicht an einer Augenkrankheit leidet. 2008 suchte ihn eine Frau namens Zelda auf. Sie hatte erstmals eine Halluzination, als sie in einem Theater sass. »Plötzlich schien der sandfarbene Vorhang sich mit roten Rosen zu bedecken – wobei die Rosen dreidimensional waren und aus dem Vorhang herausragten.« Zelda hatte einfache und auch sehr komplexe Visionen.
»Als sie einmal mit ihrem Mann eine schneebedeckte Strasse entlangfuhr, erblickte sie zu ihrer Überraschung auf beiden Seiten der Strasse glänzende, grüne Büsche, an deren Blättern glitzernde Eiszapfen hingen.« Manche Halluzinationen waren sehr erschreckend. So sah sie, als Beifahrerin ebenfalls mit dem Auto unterwegs, plötzlich Ausgabe 2/2015 41 Selbst Medizinern an Erklärungen.
mangelt es bis heute Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Wie real ist unsere Fantasie? Träumen wir die Realität? Oder ist sie es, die uns träumen lässt?
eine Gestalt auf der Motorhaube. »Sie sah aus wie ein Halbwüchten habe das Gesicht wieder sein normales Aussehen angenomsiger, der sich auf die Arme stützte und die Beine in die Luft men. Ähnliches geschah der psychisch gesunden Frau auch mit streckte«, beschreibt Zelda ihre Vision. »Dort blieb er ungefähr ihrem eigenen Spiegelbild. So bemerkte sie beispielsweise »wie fünf Minuten lang. Selbst wenn wir abbogen, hielt er sich auf der ihr Haar sich zu einer Höhe von 30 Zentimetern auftürmte, so Motorhaube. Als wir auf den Parkplatz des Restaurants fuhren, dass sie sich erst mit einer Handbewegung davon überzeugen stieg er in die Luft auf, hoch hinauf am Gebäude, und blieb dort, musste, dass alles an seinem Platz war«. HäuÀg sah Zelda Obbis ich aus dem Auto gestiegen war.« jekte auch mehrfach. »Kochen und Essen war ziemlich schwierig«, notierte sie. »Ständig sah ich mehrere Bissen, wo es nur Wenn die Fantasie Kapriolen schlägt einen gab.« Ein anderes Mal sah Zelda eine ihrer Enkeltöchter zur Decke Solcherlei Halluzinationen können auch bewusst provoziert hinaufschweben und dort verschwinden. Ebenso wie drei »hewerden – beispielsweise durch Isolationshaft, denn auch der xenartige« Gestalten, »bewegungslos und hässlich, mit krum-»Mangel an Veränderung kann Wahrnehmungsstörungen hermer Nase, vorspringendem Kinn und bösen Augen – auch sie vorrufen«, so Oliver Sacks. Ein höheres Risiko für Halluzinatioverschwanden nach wenigen Sekunden.« nen haben ihm zufolge auch ansonsten Die Frau notierte auf Anraten ihre Halluzikerngesunde Seeleute. Oder Piloten, die Halluzinationen können nationen akribisch in ein Tagebuch. Denn lange in grosser Höhe durch einen leeren weder ihr Augenarzt noch ihr Kardiologe Himmel Áiegen. Und ein weiterer mögauch bewusst fanden eine Ursache für die beängstigenlicher Auslöser für solche Visionen sei produziert werden.
den Visionen.
Schlafentzug, zum Beispiel bei Extrem-Schliesslich unterzog sich die Frau eisportlern.
nem so genannten PET-Scan mit einem Computer-Tomographen.
Wie verwirrend Halluzinationen für Betroffene generell sind, Dieser offenbarte einen verringerten BlutÁuss in ihrem Okzipitalzeigt nicht zuletzt folgendes Beispiel, das dem Patienten eines und Parietallappen am hinteren Hirn. »Vermutlich die Ursache Kollegen von Oliver Sacks passierte. Der Betroffene hatte regeloder zumindest eine mögliche Ursache ihrer Halluzinationen«, so mässig Visionen und sah plötzlich einen fremden Mann vor dem Sacks.
Fenster seiner im 18. Stockwerk gelegenen Wohnung schweben. Verwirrend waren für Zelda Halluzinationen, die nicht völ- Als ihm dieser zuwinkte, reagierte der Mann absichtlich nicht auf lig neue Bilder zeigten, sondern das Betrachtete veränderten.
diesen Gruss, weil er seinen Augen nicht mehr traute. Die ver-»Etwa wenn sie ihrer Briefträgerin in der Eingangshalle ihres meintliche Halluzination erwies sich später jedoch als sein Fens-Wohnblocks begegnete und deren Nase anschwoll, bis sie eine terputzer, der ziemlich verstimmt war, dass sein freundliches groteske Wucherung in ihrem Gesicht war.« Nach wenigen Minu-Winken nicht erwidert wurde.
»»Was ich privat höre? Jede Art von Musik, ich habe auch keinen Fernseher. Ich verstehe aber die heutige Musik nicht. Ich finde, es gibt keine richtigen Künstler mehr. Es gibt heutzutage sehr gute Produzenten – aber nichts, was raussticht wie zum Beispiel einst Bob Marley. Ich glaube, die moderne Technologie hat Tricky, Musiker und Filmkünstler
das alles getötet…«
»Sie können über Jesus Witze machen oder über den katholischen Papst oder sogar über Helene Fischer – aber wenn man nicht suizidgefährdet ist, lässt man den Propheten Mohamme dbesser aus. Das ist eigentlich ein Witz, dass es im 21. Jahrhundert noch mittelalterliche Irrationalisten gibt, welche die Witzfreiheit einschränken können. Die Fähigkeit dazu haben sie in Paris eindrücklich nachgewiesen.« Dieter Nuhr, Kabarettist»Was mich erstaunt, ist die Annahme, die Weisungen der EU seien unverrückbar. Die EU ist ein Basar, selbst intern gibt es viele Ausnahmen. Dänemark hat den Euro nicht eingeführt, Schweden auch nicht – und sie werden ihn auch nicht einführen, obwohl sie müssten. Grossbritannien gehört nicht zum Schengen-Raum – das ist auch merkwürdig. Es wimmelt von
Tobias Straumann, Schweizer Wirtschaftshistoriker
Ausnahmen.«
Anzeigenschluss Ausgabe Nr. 3/2015: 1. April 2015 Bankverbindungen Deutschland BW Bank, Stuttgart Konto-Nr.: 14 1899 0 BLZ: 600 501 01 BIC: SOLADEST IBAN: DE96 6005 0101 0001 4189 90 Schweiz Basler Kantonalbank, Basel Konto-Nr.: 165.414.141.84 BIC: BKBBCHBB, Clearing-Nr.: 770 IBAN: CH25 0077 0016 5414 1418 4 Postcheckkonto, Basel: 40-93969-1 Copyright Alle Rechte vorbehalten. Wiedergabe nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion. Für unverlangte Zusendungen per Post wird keine Haftung übernommen. Foto-Rechte: www.
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»Nehmen Sie die UN, die ist für die Sicherheit auf der Welt geschaffen worden. Für den Krieg sind wir bereit, da haben wir alle Vorkehrungen getroffen. Wir haben die NATO, wir haben Divisionen, Jeeps, trainierte Leute. Aber was ist mit Seuchen? Wie viele Ärzte haben wir dafür, wie viele Flugzeuge, Zelte, was für Wissenschaftler? Gäbe es so etwas wie eine Weltregierung, wären wir besser vorbereitet.« Bill Gates,reichster Mann der Welt»Religion ist generell Blödsinn. Menschen müssen nicht auf jede Frage eine Antwort haben und können trotzdem glücklich sein. Meine Mutter ist katholisch, mein Vater war eher Teilzeit-Evangele, ich bin zum Glück nicht getauft. Als Kind habe ich bei Hochzeiten oder anderen Feierlichkeiten draussen vor der Tür gehockt. Manchen ist es wichtig, dass es nach dem Tod weitergeht. Mir ist das egal.« Jan Böhmermann, Moderator
◄ Handy-Schnappschuss hinter den TV-Kulissen: Hier mit »Musikantenstadl«-Moderator Andy Borg – seit Jahren begeisterter EvD-Leser. (Foto S. Nass)»Oha, das war wohl um 1971. Da hatten wir drei Hunde gleichzeitig, davon zwei Riesendoggen, die starben irgendwann alle friedlich. War ich ein Hundenarr?
Jein. Eigentlich nur notgedrungen. Ich hatte die Tiere immer gerne. Leider musste ich eines schnell begreifen: Hunde, das bedeutet VerpÁichtungen.
Es können nicht beide Eheleute mitei nander fort. Ich hatte bereits damals keine Zeit. Ich war zu rastlos.« ◄ Fototermin im Jahre 1981: Rechts der deutsch-israelische Humorist Ephraim Kishon, links Dramatiker Rolf Hochhuth und in der Mitte die Schweizer Texterin und Schauspielerin Monika Kaelin. (Foto: Ringier) neu erschienen UFOs und Atomwaffen Robert L. Hastings Fast jeder kennt die Berichte über die Bergung eines angeblichen Raumschiffs nahe Roswell in den USA im Juli 1947. Aber nur wenige ahnen, dass damals auf dem Militärstützpunkt bei Roswell das einzige Atombombengeschwader der Welt, die »509. Bomb group«, stationiert war. nur ein zufall? Sind vielleicht ausserirdische Lebensformen auf diesen unheilvollen zustand aufmerksam geworden? Und beobachten sie auch heute noch amerikanische und russische Atomwaffenstellungen? Dieses Buch liefert alarmierende und vielleicht auch schockierende Antworten auf diese Fragen. noch sind sich viele Menschen der Verbindung zwischen UFOs und Atomwaffen in keiner Weise bewusst, obwohl diese längst bemerkenswert gut dokumentiert ist.
Kopp, ISBN 978-3864451768, eUR 19.95 Die ADHS-Lüge: Eine Fehldiagnose und ihre Folgen Richard Saul in den vergangenen Jahrzehnten hat es eine rasante zunahme der Diagnosen sowie von Arzneimittelverordnungen für ADHS-Patienten gegeben. Bundesweit wird derzeit 6,5 Prozent aller zehn- bis zwölfjährigen Jungen ein Präparat wie Ritalin verordnet! Substanzen, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, die gravierende nebenwirkungen haben, abhängig machen können und die Betroffenen keinesfalls heilen. Dabei gibt es, laut Buchautor und nervenarzt Richard Saul, das Krankheitsbild ADHS überhaupt nicht. in Wirklichkeit liegen den beobachteten Symptomen ganz andere Störungsbilder zugrunde.
erkennt und therapiert man diese, so verschwinden auch bald die Symptome der Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsanzeichen.
Klett-Cotta, ISBN 978-3608980462, eUR 19.95 Ändere die Welt!
Jean ziegler Die Kriege sind zurück, Hunger und not gehören auch in europa wieder zum Alltag, aufklärungsfeindliches Denken erstarkt. Die Welt verfügt erstmals über die Ressourcen, Hunger, Krankheit, Tyrannei auszumerzen – und doch wird der Kampf um knappe güter menschenverachtend in immer neuen Dimensionen ausgetragen. Bestsellerautor und gesellschaftskritiker Jean ziegler blickt zurück und befragt sich selbst, was er mit seiner wissenschaftlichen und politischen Arbeit bewirkt hat. Warum gelang es den Menschen bisher nicht, ihre inneren Ketten abzuschütteln, die sie hindern, frei zu denken und zu handeln? ziegler ruft dazu auf, die Welt zu verändern und zu einer sozialen Ordnung beizutragen, die nicht auf Beherrschung und Ausbeutung basiert.
Bertelsmann, ISBN 978-3570102565, eUR 19.99 Reise ins Unbekannte: Wahre Geistergeschichten Lucia Moiné in vielen Familien kursieren geschichten, die unheimlich oder für die Betroffenen unerklärbar sind, wie zum Beispiel jüngst Verstorbene, die sich noch einmal bei ihren Lieben verabschieden, ein Hausgeist, der die neuen Mieter durch allerlei Phänomene ängstigt oder auch Kinder, die ins nichts winken und sich scheinbar mit der Wand unterhalten. Derartige wahre geistergeschichten hat die Autorin gesammelt und zu Papier gebracht, um zu zeigen, wie verbreitet auch heutzutage solche erlebnisse noch innerhalb der Bevölkerung des deutschsprachigen Raumes sind. Darüber hinaus werden auch mögliche rationale erklärungsmodelle nicht ausser Acht gelassen. Autorin Lucia Moiné hat Vor- und Frühgeschichte studiert und sogar promoviert. Heute lebt sie mit ihrem Mann und drei kleinen Söhnen sowie drei Katern in einem Dörfchen bei Passau.
Create Space, ISBN 978-1502785374, eUR 18.18 Ausgabe 2/2015
zu sein und nichts mit den Holz- und Immobiliengeschäften zu tun zu haben. Als Leiter des »Bruno Manser Fonds« (BMF) konnte Lukas Straumann jedoch nachweisen, dass Taib mittels verschiedener Treuhandsysteme die Aktienmehrheit und damit sehr wohl die Macht in diesem dubiosen Firmenkonstrukt besitzt. Straumann vergleicht den Mann und seine Sippe mit der MaÀa. So erhielt er bei seinen Untersuchungen brisante Infos und Unterlagen von einem ehemaligen Angestellten Taibs.
Schläger und Spitzel des Politikers verfolgten und belästigten den »Untreuen« darauf so lange, bis dieser Selbstmord beging.
Der »Whistle Blower« ist nur eines von vielen Opfern Taibs.
Hauptleidtragende seines korrupten Systems sind bis heute die Penan. Das indigene Volk lebt in Sarawaks Regenwäldern.
Doch seine Heimat ist akut bedroht: 90 Prozent des Lebensraumes ist bereits unwiederbringlich zerstört. Seit Jahren kämpft die bedrohte Volksgruppe deshalb gegen die HolzmaÀa – mit Strassenblockaden und Demonstrationen. Doch ihr Widerstand wird oft skrupellos niedergeknüppelt.
Nun erschien das aufrüttelnde Regenwald-Buch von Straumann auch auf Englisch (»Money Logging«). Und Sultan Taib tobte! Über seine Anwälte wollte er im Herbst 2014 die Veröffentlichung verhindern. Er drohte mit Klage und versuchte sogar, den Grossverteiler Amazon unter Druck zu setzen, damit dieser den weltweiten Verkauf stoppt.
Taib Mahmud werde »immenser und irreparabler Schaden zugefügt, sollte das Buch von einem renommierten Verlag auf Englisch veröffentlicht werden«, erklärten seine Londoner Anwälte. Und fügten weiter an, dass Straumann »ihren Klienten beschuldigt, ein ›Despot‹ zu sein, illegal Milliarden von Dollar am Tropenholzhandel verdient zu haben, das Vermögen im Ausland über mehrere Scheingesellschaften zu verstecken, eines der schlimmsten Umweltverbrechen der Geschichte begangen zu haben, ein korrupter Autokrat zu sein, gegen internationales Recht zu verstossen, durch die Erträge aus der Abholzung die Korruption gesteigert sowie den Regenwald zerstört zu haben, um sich an der Macht zu halten«. Die Juristen fassten den brisanten Inhalt des Buches damit ungewollt treffend zusammen.
Das Verlagshaus Bergli Books liess sich von den Drohungen Buch im November 2014 in Kanada, den USA, Grossbritannien, Japan sowie der Schweiz präsentieren – und bei konspirativ geplanten Überraschungsauftritten sogar der malaysischen Presse in Sarawak und Kuala Lumpur.
Hackerangriff der malaysischen Regierung Taib und sein Gefolge holten derweil zum Gegenschlag aus.
So war das US-Internetportal für Umweltthemen »Environment News Service« über Stunden nicht mehr erreichbar, nachdem es einen Bericht über das neue Buch aufgeschaltet hatte. Gezielte Hackerangriffe seien der Grund dafür gewesen, informierten die Medienmacher kurz darauf. Ihre PC-Experten konnten die Saboteure zurückverfolgten. Resultat: Die Attacke war von Rechnern der malaysischen Regierung ausgegangen.
Allem Widerstand zum Trotz sei der Verkauf seines Enthüllungsreports gut angelaufen, freut sich Straumann gegenüber»mysteries«. »Amazon zögerte anfänglich, hat das Buch nun aber im Sortiment.« In Malaysia berichten derzeit ausschliesslich Online-Medien über die aufsehenerregende Publikation aus der Schweiz. »Die Printmedien werden dort stark zensiert«, so der Umweltaktivist. Auf seiner Werbetour habe er persönlich keine Repressalien erlebt. »Wir hatten allerdings auch alles sehr gut geplant. Und ich bin stets am selben Tag wieder ausgereist, um gar nicht erst in Schwierigkeiten zu kommen. « Der »Bruno Manser Fonds« ist nach dem Schweizer Umweltschützer benannt.
Als Ethnologe hatte Manser jahrelang bei den Penan gelebt und sie im Kampf gegen die lokale HolzmaÀa unterstützt. 1990 musste er in die Schweiz Áiehen, weil die malaysische Regierung ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt hatte. In Europa warb Bruno Manser weiter für die Penan und ihren Überlebenskampf. 2000 reiste er erneut nach Malaysia. Drei Tage später brach er dort in seinen geliebten Dschungel auf – und wurde seither nicht mehr gesehen. 2005 erklärte man ihn ofÀziell für tot.
nicht einschüchtern. Und so konnte Lukas Straumann sein
ie Story liest sich wie das Produkt eines Roman-Autors. Bereits der 2010 Dverstorbene bayerische Schatzjäger Reinhold Ostler aber war felsenfest überzeugt, dass sie nicht erfunden ist. »Die nachfolgende Geschichte eines riesigen Goldschatzes – tief im Innern eines Berges in New Mexico – ist nicht nur fundiert belegt, sondern auch bewiesen«, schrieb Deutschlands Schatzsucher-Pionier 2001 in seinem Klassiker »Fährte des Goldes«. »Anders als viele andere Schatzgeschichten liegt die Entdeckung dieses Hortes nicht Hunderte von Jahren zurück, sondern erfolgte im aufgeklärten 20. Jahrhundert, also zu einer Zeit, als es bereits FotograÀe und Fernsehen gab.« Die beiden Amerikaner John Clarence und Tom Whittle sind ebenfalls davon überzeugt, dass es den unermesslichen Superschatz im Victorio Peak in den San Andres Bergen des US-Bundesstaates New Mexico tatsächlich gegeben hat. Und sie glauben auch zu wissen, was damit geschah. Jahrelang haben die beiden Journalisten intensiv recherchiert, Hunderte von Interviews geführt, eidesstattliche Erklärungen, Bankbriefe und FBI-Reporte gewälzt. Und die Aufzeichnungen des Militärs durchforstet, welches seit den 1950er-Jahren im besagten Gebiet das geheimnisvolle Raketentestgelände »White Sand Missile Range« betreibt. Die Autoren haben dabei eng mit den Erben der Entdecker zusammen gearbeitet.
Der Victorio Peak: Unter diesem unscheinbaren Hügel stiess Doc Noss auf das Höhlensystem mit dem Fund seines Lebens.
In ihrer umfangreichen E-Book-Trilogie»The Gold House«, die 2013 auf Englisch erschien, rollen sie die ganze Geschichte nochmals von vorne auf: Wie der Schatz gefunden wurde, was mit ihm geschah, und welche Rolle die amerikanische Armee dabei spielte. Akribisch zeichnen sie einen der ungeheuerlichsten Diebstähle des letzten Jahrhunderts nach. Angezettelt von obersten Regierungskreisen.
Zufallsfund bei der Hirsch-Jagd Ihren Anfang nimmt die abenteuerliche Story im November 1937, als Doc Milton Noss und seine Frau Ova aus Hot Springs mit Freunden auf der Jagd sind. Während seine Kumpane im Tal nach Hirschen suchen, erklimmt Doc Noss den knapp 120 Meter hohen Steilhang des Victorio Peak.
Benannt nach einem Apachen-Häuptling, der dort 1880 eine Schlacht gegen die US-Kavallerie verlor.
Während des Aufstiegs wird Noss von einem Regenschauer überrascht und Àndet unter einem überhängenden Felsen Schutz. Er bemerkt Zeichnungen an den Wänden und einen seltsam geformten Steinbrocken am Boden. Als er mit dem Messer ein Stück vom Felsen weggeschabt hat, kann er seine Hand hineinschieben und den Stein wegkippen.
Doc Noss staunt nicht schlecht, als er vor einem Loch steht, in das eine halb verrottete, hölzerne Leiter hinabführt. Offenbar ein verlassener Minenschacht. Mit leuchtenden Augen erzählt er seiner Frau später vom Fund, und die beiden beschliessen, die Höhle genauer zu erkunden. Wenige Tage später steigt er mittels eines Seils in das Loch hinunter – die vorhandene Leiter hatte sich als zu morsch erwiesen. Nachdem er sich durch einen engen Schacht gezwängt hat, landet er in einer Felskammer, an deren Wände sich weitere Felszeichnungen beÀnden. Am Ende der Kammer führt der Gang in eine grosse, natürliche Höhle, von der wiederum mehrere künstliche Kammern abzweigen, wie Noss später notiert. Das erste, was er dort entdeckt, sind Skelette – auf den Knien, die Arme hinter dem Rücken gefesselt und angepÁockt. Insgesamt 27 Tote zählt er in der Höhle.
Vorsichtig erforscht Doc Noss die weiteren Kammern – und traut seinen Augen erneut nicht: Vor ihm stapeln sich Kisten mit der Aufschrift des US-Transport- und Finanzunternehmens»Wells Fargo«. Daneben Satteltaschen, Münzen und kirchliche Im Schatzfieber. Ova und Doc Noss (unten, v.l.n.r.) mit Helfern vor der Hütte, die sie um 1938 beim Fundort errichtet hatten.
Ova Noss in späteren Jahren mit einem »goldenen Gusskuchen« und weiteren Schätzen, die ihr Mann aus der Höhle geholt hatte.
Artefakte. Ein Schwert, eine Rüstung sowie eine Krone sollte er später aus dem Versteck herausholen. In einer weiteren Kammer stösst er auf eine regelrechte »Wand aus Goldbarren«. Ova Noss’ Sohn Marvin Beckwith hilft im folgenden Jahr, Teile des schier unermesslichen Schatzes zu bergen.
Marvin rechnet aus, dass sich nicht weniger als 15’000 Barren in der Höhle beÀnden, wie er Jahre später erzählt.
Das Edelmetall wiegt schwer, und Noss gelingt es anfangs kaum, es durch den Engpass beim Höhleneingang ins Freie zu bekommen. Dennoch soll er in den kommenden Wochen und Monaten etliche Barren aus der Höhle geschafft und in der Wüste vergraben haben. Grund seines heimlichen Tuns: Wegen des »Gold Reserve Act« von 1934 war es Privatpersonen in den USA damals verboten, Edelmetall zu besitzen oder zu verkaufen.
Der Schatz nützt dem Ehepaar Noss zunächst also wenig. Um ihr Unterfangen zu legalisieren, schliessen die beiden 1938 mit der Regierung von New Mexico einen Pachtvertrag ab, der das Gebiet rund um den Victorio Peak umfasst. Sie registrieren ihre »Minen-Claims« und haben ab sofort das Recht, auf dem Areal nach Bodenschätzen zu schürfen.
Doc Noss erforscht das Höhlensystem weiter und Àndet immer mehr Schätze, wie Clarence und Whittle in ihrem Buch ausführen: »Neben den antiken Goldbarren sah er Ringe, Messer mit Edelsteingriffen, Schwerter sowie viele Koffer, die Samt- und Spitzenkleider enthielten, ein Gold-Medaillon und Metallkisten voller Briefe aus Europa. Es gab Holzkisten, die mit persönlichen Dingen gefüllt waren, Truhen, die mit ›Plombiertes Silber‹ beschriftet waren, religiöse Figuren…« Acht Stangen Dynamit – und ein gewaltiger Schock Das grösste Hindernis, das der Bergung des Schatzes im Weg steht, bleibt der Engpass am Eingang zum Höhlensystem. Doc Noss beschliesst, die Öffnung freizusprengen. 1939 beauftragt er einen Mineningenieur damit. Als dieser berechnet, dass acht Stangen Dynamit dafür notwendig sind, ist Noss zwar entsetzt, lässt sich aber überreden. Ein fataler Fehler, denn bei der Sprengung stürzt der Eingang ein. Der Schatz scheint verloren. Nicht zuletzt diese Fehlentscheidung entzweit das Ehepaar Noss.
Schliesslich lassen sich die beiden scheiden.
Doc verschwindet für einige Jahre, um 1949 mit einer anderen Frau zurückzukehren. In der Tasche hat er einen neuen Plan: John Clarence, Autor der »Gold House«-Trilogie. Nach jahrelangen Recherchen steht für ihn fest, dass sich die US-Regierung das Gold gekrallt hat.
Er will einige der Barren, die er in der Wüste vergraben hatte, zu Geld machen. In Charly Ryan, einem texanischen Bohrexperten Àndet er einen neuen Partner, der bereit ist, ihm bei einer erneuten Öffnung der Höhle zu helfen. Noss verspricht ihm die Hälfte des Erlöses. In der Zwischenzeit gibt aber auch seine Ex-Frau, welche die Höhle bislang nie betreten hatte, die Schatzsuche nicht auf und besteht auf ihrem Anteil der Claims.
Doch bald beginnt Doc Noss seinem neuen Partner zu misstrauen und möchte von der Abmachung mit ihm zurücktreten.
Gemeinsam mit einem entfernten Verwandten namens Tony Jolley holt er einen Teil des Goldes aus dem Wüstensand. »Insge- Peak sein Raketentest-Areal, die »White Sands Missile Range«. Die Armee hat lediglich Anrecht auf die Nutzung der Ober-Áäche des Areals. Grabungen sind untersagt. Der US-Army ebenso wie Ova Noss.
Offenbar hält sich jedoch eine Seite nicht daran, denn im Mai 1961 meldet ein Captain der Air Base namens Leonard Fiege die Entdeckung einer Höhle mit Goldbarren am Victorio Peak. Als sein Vorgesetzter, General John Shinkle, die Aussage vor Ort überprüfen lassen will, Àndet Fiege den Eingang jedoch nicht wieder. Der Base-Kommandant glaubt ihm seine Geschichte nicht und lässt ihn mit Hilfe eines Lügendetektors verhören. Das Resultat muss ihn überzeugt haben, denn er ordert den Captain zurück Richtung Victorio Peak und lässt ihn erneut nach dem Eingang zur Schatzhöhle suchen.
Daraufhin beschwert sich Ova Noss, die ihrerseits die Aktivitäten auf dem Gelände von Komplizen überwachen liess, im Land OfÀce von New Mexico. Der zuständige Beamte untersagt dem Kommandanten die weitere Suche. Ovas Freunde wollen aber beobachtet haben, wie die Armee bereits Löcher in den Berg geschlagen und Tunnel sowie Strassen zum Peak angelegt hat.
Spielten die OfÀziellen mit falschen Karten?
»In dieser Zeit trat die Armee an Ova Noss heran und versuchte, sie zur Unterzeichnung eines Dokuments zu bewegen, mit dem sie die Army bevollmächtigt hätte, nach dem Gold zu suchen. Ova Noss lehnte auf Anraten ihres Anwalts ab«, schrieb Reinhold Ostler bereits 2001. Und fragte sich: »Was zum Teufel wusste die Armee?« Die Witwe jedenfalls gelangte zur Annahme, dass die Soldaten den Schatz bereits geborgen hatten und den Diebstahl nun legalisieren wollten.
1963 bewilligt das US-Militär eine archäologische Expedition auf dem Gelände, gesponsert vom Museum von New Mexico, in Zusammenarbeit mit der »Gaddis Mining Company«.
Die Untersuchungen dauern drei Monate. Gefunden wird nichts.
1977 schliesslich erhalten auch Ova Noss und weitere Interessierte nochmals Zugang zum Areal – allerdings nur für zwei Wochen. Zu wenig Zeit, um Substanzielles zu Ànden. Zu dieser Ein Schwert aus dem Berg? Alex Alonso, der bei den Grabungen in den 90er-Jahren dabei war, machte später dieses Foto publik.
samt gruben wir dort 110 Barren aus, die wir auf den Lastwagen luden«, gab Jolley Jahre später in einem Video-Interview zu Protokoll (siehe Box rechts). Danach sei Noss alleine weggefahren, um die Barren an einem anderen Ort wieder zu verbuddeln.
Als Noss Ryan am nächsten Morgen erneut bedrängt, die Abmachung fallen zu lassen, dreht dieser durch. Es kommt zu einem Streit, bei dem Ryan angeblich damit droht, Noss beim Sheriff anzuzeigen. Darauf rennt dieser zu seinem Laster und schreit, er würde Ryan abknallen. Da feuert Ryan selber und trifft Noss tödlich.
Ob dieser Zwischenfall exakt so verlief, bleibt indes umstritten. Es ist die Darstellung Ryans im Gerichtsverfahren, als er wegen Mordes angeklagt wird. Sein Anwalt plädiert entsprechend auf Notwehr, und die Jury spricht ihn tatsächlich frei.
Bis 1955 versucht Witwe Ova Noss, den Zugang zur Schatzhöhle selber freizulegen. Doch dann wird ihr von der Armee der Zugang zum Territorium untersagt – das Militär ist inzwischen der neue Pächter des Geländes und vergrössert rund um den Victorio Doc Noss starb mit einer Kugel im Kopf: Notwehr oder Mord?
Tragisches Ende. Doc Noss 1949 nach dem tödlichen Streit mit Charly Ryan.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/68-in-den-1930er-jahren-entdeckt-ein-ehepaar-in-einem-berg-in-n-page30-1.jpg18201306Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2015-02-01 12:00:002025-12-15 19:31:28In Den 1930er-Jahren Entdeckt Ein Ehepaar In Einem Berg In New Mexico Unmengen Von Goldbarren, Juwelen, Artefakten Und MüNzen. Doch Als Ihr Enkel Jahrzehnte SpäTer Dort GräBt, Ist Nichts Mehr Zu àNden. Zwei Us-Autoren Haben Sich Darauf Erneut Auf Spurensuche Gemacht Und Glauben Nun Zu Wissen, Dass Der Milliardenschwere Superschatz Gestohlen Worden Ist. Im Auftrag Der Us-PräSidenten Johnson Und Nixon!
»Um 530 vor Christus – oder eine moderne Fälschung«. Mit diesen scheinheiligen Worten preist das berühmte »J. Paul Getty Museum« in Malibu (Kalifornien) seinen Besuchern mittlerweile ein umstrittenes antikes Monument an: Eine millionenschwere griechische Marmorstatue, die einen nackigen Jüngling zeigt.
»Kouros« wurden die im alten Griechenland verbreiteten Standbilder genannt. Rund neun Millionen Dollar hatte das renommierte US-Ausstellungshaus »Getty« in den 1980er-Jahren einem umstrittenen Schweizer Händler für das Objekt bezahlt – und sass dabei vermutlich einer ProÀ-Fälschung auf. So glauben inzwischen viele Kunstexperten, dass der»Kouros« alles andere als echt ist. Obwohl er Eintritt zahlenden Museumsbesuchern jahrelang als antik verkauft worden war.
Bereits 1993 hatte eine von »Getty« einberufene Expertenrunde starke Zweifel an der Authentizität des»Kouros« gehegt. Damals entpuppten sich Dokumente, welche die Herkunft der Statue teilweise belegen sollten, bei genauerem Hinsehen als Fälschungen.
Auch das Objekt selbst irritiert Kenner zunehmend. Die dafür verwendeten Materialien passen nach heutigem Kenntnisstand nicht zur damaligen Epoche. Selbst die Machart scheint alles andere als aussergewöhnlich – als wären ältere und neuere Arbeitstechniken willkürlich kombiniert worden.
Vor allem in Europa glauben deshalb immer weniger Experten an die Echtheit des so genannten »Getty Kouros«. Nur noch das noble US-Ausstellungshaus selbst scheint nicht aufgeben zu wollen.»Vielleicht«, so winden sich die Museumskuratoren in der ofÀziellen Beschreibung ihres Ausstellungsstücks, »sind die Anomalien schlicht auf Wissenslücken von uns zurückzuführen — und gar nicht auf Fehler seitens der Fälscher.« Die Hoffnung stirbt zuletzt. Vor allem, wenn es um neun Millionen Dollar geht.
Zweifelhaftes in Hülle und Fülle Realistischer beurteilt einer der umstrittensten Kunsthändler die weltweite Situation. Es gebe in Museen oder Privatsammlungen mittlerweile »massenweise Fälschungen«, betonte der Archäologe Christoph Leon jüngst gegenüber dem»Spiegel«. Selbst bei bekannten Auktionshäusern sind laut Leon 70 Prozent (!) der angebotenen Artefakte »zumindest zweifelhaft«. Jedes deutsche Hühner-Ei werde derzeit genauer kontrolliert als ein antikes Stück im Kunsthandel.
Alles bloss Show? Thomas Anders und Dieter Bohlen (r.) bei einem ihrer etlichen Playback-Auftritte als »Modern Talking«.
schen Konzerte stürzte – und der »Livegesang« in der Halle munter weiter lief. Ähnlich wie auch schon bei Madonna oder Lady Gaga. Klick-Hit auf Youtube: Ein Livevideo von Britney Spears, bei dem ein Tontechniker den Sound derart runterfährt, dass auf der Audiospur nur noch ihr armseliges Gekrächze zu hören ist (Suchbegriff: »Britney Can't Sing – Her REAL Voice«).
Je furioser die Show, desto dreister die Schummelei Über Vollplayback auf der Konzertbühne gegen horrende Eintrittspreise nervt sich auch Moderator Peter Rapp. »Wir haben ebenfalls Stars, die alleine mit der eigenen Stimme auf der Bühne kläglich versagen würden«, weiss Österreichs TV-Liebling aus Erfahrung. »Also schummeln sie – und das Ànde ich nicht in Ordnung.« Nur, wie erkennt man den Betrug? Faustregel Nr. 1: Je atemloser ein singender Topstar »live« auf dem Laufsteg herumturnt, hüpft oder sprintet, desto wahrscheinlicher das Playback.
Faustregel Nr. 2: Je bombastischer, furioser, internationaler und teurer eine Show, desto dreister der Beschiss.
Jahrezehntelang trällerten etwa bei »Wetten dass…« fast alle Popgrössen ab Band. Playback nutzen bei Livekonzerten auch umjubelte Musikstars wie Helene Fischer oder die deutsche Band Rammstein, wie »mysteries« von Mitwirkenden weiss. Bereits 2008 veralberten die Jungs von »Tokio Hotel« ihre Fans, als sie auf ihrer US-Konzerttour mit Vollplayback arbeiteten.
Verzückt kreischten ihnen ihre Anhänger dennoch zu. Ähnlich wie bei Superstar Beyoncés »Live-Interpretation« der US-Nationalhymne anlässlich Obamas zweiter Vereidigung 2013, welche die Massen zu Tränen rührte. Obwohl auch ihr Gesang von A bis Z vom Band kam.
»Hör dir nur mal Pop- und Rockaufnahmen aus den 60er- oder 70er-Jahren an«, doppelt Conny Conrad nach. »Damals konnten Branche ist es leider kaum noch besser als bei den Massenmedien, in der Politik oder anderswo: Wir sind heute in der Lage, jeden, der vollkommen talentfrei ist, zum Star zu machen. Möglich machts die Technik.« Kurz: Ähnlich wie GraÀker Fotos retouchieren, Models und Politiker von Fältchen befreien, wird an Songs am Studiocomputer mittlerweile so lange herumgedoktert, bis diese bis ins allerletzte Detail perfekt harmonieren.
»Die Mischpulte hier«, Conrad deutet im Studio Richtung Glaswand, »stehen eigentlich nur noch zur Zierde da. Abgemischt wird heute alles am PC.« Bereits für ein paar tausend Euro ermöglicht ProÀsoftware wie »Cubase«, »Logic« oder»ProTools« aufnahmetechnische Meisterleistungen, von denen die Beatles oder Elvis nur träumen konnten. Kehrseite: »Die Diskrepanz zwischen Studio- und Liveproduktion klafft heute derart auseinander, dass man selbst auf der grossen Bühne mittlerweile versteckte Instrumente einsetzt – dank Zusatzmusikern unter und hinter den Kulissen. Oder direkt via Technik. Die Medien halten das alles gerne unter dem Tisch. Die Illusion soll aufrecht erhalten werden.« Resultat: Namenlose Ausnahmetalente, die ohne Verstärker wie Götter musizieren, bleiben auf der Strecke. Vom TV hochgejubelte »Sternchen« dagegen trällern vergöttert im Rampenlicht. Marionetten eines gnadenlosen Illusionstheaters. Befürchten musste man derlei Gauklerei längst. Spätestens, nachdem Pop-Millionärin Rihanna auf einem ihrer bombasti- Neue »EU-Hymne der Herzen«. Conrad (r.) 2012 mit Martin Schulz (M.), dem Präsidenten des Europäischen Parlaments.
Auch Helene Fischer und Rammstein arbeiten live mit Musik vom Band.
Musiker aus Leidenschaft: Conny Conrad 2006 bei einem Livekonzert seiner Rockband »Dark Ocean«.
Kämpfe für deine Gefühle – und für deine menschlichen Rechte!
Mit »Cosmic Gaarden« zurück zu den Wurzeln Musikalisch seit Jahren verbunden.
Sänger Dave Cousins (»The Strawbs«) und Gitarrist Conrad (r.).
46 Ausgabe 2/2015 klingt«, stiehlt mir mein Gegenüber die letzte Hoffnung. »Kaum ein erfolgreiches Live-Album entspricht heute noch der tatsächlichen Konzertaufnahme.« Selbst ProÀ-Sänger dürften künftig wohl um Studioaufträge bangen. Grund: Handelsübliche PC-Software ermöglicht es inzwischen sogar mit virtuellen »Künstlern« zu arbeiten. »Vocaloid« heisst das Zauberwort. »Ein Software-Synthesizer, der es durch Sprachsynthese ermöglicht, künstlichen Gesang zu erzeugen, der dem einer menschlichen Stimme ähnelt«, so das Lexikon nüchtern und trocken. »Dazu benötigt das Programm die Vorgabe des Liedtextes, der Melodie und die Angabe von Eigenheiten der Betonung.« Entwickelt vom Musik-Riesen Yamaha experimentieren immer mehr Produzenten damit. Auch Conny Conrad. »Auf meiner neuen CD ›Generations III‹ habe ich ›Avanna‹ ebenfalls eingesetzt – als Gag. Im Moment noch eine anspruchsvolle Sache…« Das Resultat kann sich hören lassen, auch wenn sich die akustische Schummelei zumindest für Kenner erahnen lässt. Dennoch scheint es nur eine Frage der Zeit, bis solche Software so weit perfektioniert ist, dass der Hörer nicht mehr zwischen echt und falsch unterscheiden kann. So wie sich mit Synthesizern seit Jahrzehnten Klavierklänge aus dem Lautsprecher zaubern lassen, die mit denen eines KonzertÁügels vollkommen identisch sind.
Zusammengemixt wird auf diese Weise, was sich die Top-Produzenten wünschen, um es anschliessend als »Sommerhit« oder sonstigen »Trend« an Mann und Frau zu verscherbeln. »Nennen wir das Kind doch beim Namen: Der Mensch ist unwahrscheinausschliesslich Künstler vors Studiomikro treten, die wirklich lich leitbar«, seufzt Conny Conrad. »In der Musikbranche ist es singen konnten. Hundertprozentig genau haben die natürlich wie in der Mode. Da wird aus heiterem Himmel irgendein ein ebenfalls nicht geklungen. Und exakt das ist der Clou: Hundertneuer Blödsinn vorgegeben. Frei nach dem Schema: Die Modeprozentig genau singen selbst die Grössten der Branche heute farbe im Herbst ist diesmal orange. Und fast alle machen den nicht. Nur Computer und Technik machen es möglich, dass mitt- Quatsch in der Folge mit. Hallo? Gehts eigentlich noch?« lerweile jeder einzelne Ton perfekt sitzt.« Der autodikatische Gitarrenvirtuose weiss, wovon er spricht.
Bleiben somit noch Live-CDs oder Live-DVDs. Zumindest die Musikgrössen wie Les Holroyd (Barclay James Harvest) zosind doch authentisch? »Vergiss es, auch daran wird nachträggen vor seinem Saitenspiel bereits den Hut. Für den erklärten lich im Studio gefeilt, geÁickt und geschönt, bis alles stimmig»Genesis«-Verehrer Grund genug, nach 40 Jahren auf der Bühne Peinlicher Patzer: Enthusiastisch dudelt Musik-Millionärin Katy Perry live auf ihrer Flöte, ehe sie vor lauter Jubelschreien ihrer Fans den Einsatz verpasst – und die Flöte dank Playback weiterflötet (Youtube: »Katy Perry Fails at Playing Flute«).
zu seinen Wurzeln zurückzukehren. Dieser Tage lässt er die CD sonal (»Gott braucht keine Religionen«), das Universum (»Was seiner neuen Band »Cosmic Gaarden« abmischen, auf welcher war vor dem Urknall?«), das Rätsel der Mondblitze – und andere er es im Sommer 2015 ordentlich krachen lassen wird. »Ziel war umstrittene Erscheinungen. Selbstverständlich auch über die es, im Studio Rocksongs aufzunehmen, die auf der grossen Büh-Verlogenheit unserer heutigen Gesellschaft und ihre scheinheine originalgetreu – also ohne allen technischen Zauber – spielligen Meinungsmacher. Angesprochen auf seinen Lieblingswitz bar sind. Bei den Drums etwa haben wir nur mit zwei Mikrofonen zögert Conny Conrad beim Abschied denn auch keine Sekunde: gearbeitet – so wie Led Zeppelin in den 70er-Jahren.« Sagt es»Mein Lieblingswitz? Das nächste Wahlversprechen mancher und dreht entsprechende Demo-Versionen seines neuen Titel-Politiker.« Stomp!
Luc Bürgin ■ songs »Stomp« auf: Stampfender Powerrock der alten Schule, ➤ Infos:www.connyconrad.net dessen englischer Text zur emotionalen Revolution aufruft. Credo: »Stampf wütend auf (»Stomp!«), lass Dir von oben nicht mehr alles diktieren, kämpfe für Deine Gefühle und Rechte, woher auch immer Du kommst. Repression lauert überall. Wehr Dich.
Von »Perry Rhodan« in Richtung Die Evolution erwartet Dich.« Atlantis, zurück in die Zukunft»Lieber Dieter, kannst Du wirklich Gitarre spielen?« 1991 war Conny Conrad als Komponist für den geplanten Megareich geworden ist Conrad trotz weit über zwei Millionen ver-»Perry Rhodan«-KinoÀlm von Produzent Bernd Eichinger kaufter Tonträger zwar nicht. Aber wohlhabender, unabhängiger im Gespräch. Musikdemos waren bereits produziert. Lei- – und vor allem reifer. »In meiner Jugendzeit bin ich dem Wahn der sollte das deutsche Science-Fiction-Epos nie realisiert verfallen, je besser du spielst, desto erfolgreicher wirst du«, sinwerden. Wenige Jahre später komponierte Conrad seine niert der 57-Jährige bei einem Gläschen Wein später oben in sei- Rockoper »Atlantis« – ein Millionenprojekt, für das er bis nem Haus. »Und je älter ich geworden bin, desto mehr musste heute Produzenten sucht. Ein Herzenswurf, wie »mysteich erfahren, dass es in der Musikbranche gar nicht darum geht.« ries« beim Anhören der Tracks feststellte.
Leben wir in einer medialen Scheinwelt? Zählen Illusionen Warum rückte er ausgerechnet den versunkenen Kontimehr als die Realität? Wird das Publikum verschaukelt, nent musikalisch in den Mittelweil es sich verschaukeln lassen will? »Lass es mich in Be punkt? »Im Grunde ist das von zug auf die Musik mal so formulieren«, sagt Conny Conrad, Plato beschriebene Atlantis überlegt einen Moment, zwinkert einmal mehr frech und eine Abbildung unserer Geselllegt dann los: »Ist Dieter Bohlen wirklich der Pop-Titan als schaft – mit all den Fehlern, den man ihn hochjubelt? Ist er nicht eher ein begnadeter die irgendwelche Gesellschaf-Geschäfts-Titan – in diesem Bereich weitaus cleverer als ten immer wieder machen«, ich und viele andere? Tatsache ist doch, dass kein Mensch ist Conrad überzeugt. »So viebis heute weiss, was dieser Mann musikalisch überhaupt le Krisengebiete wie heute leisten kann. Bei allem Respekt stelle ich einfach mal eine hatten wir weltweit wohl noch freche Frage in den Raum: Kann Dieter Bohlen überhaupt nie. Insofern hinterlässt Platos Gitarre spielen? Ich kenne bis heute keinen einzigen Live-Überlieferung – ob nun erfun- Auftritt von ihm, in dem er dies unter Beweis gestellt hätte.
den oder real – der Mensch-Gerne würde ich mich vor Publikum musikalisch mit ihm heit eine Warnung. Eine Warduellieren, fair und ohne doppelten Boden.« nung, die wir bis heute leider Wir fantasieren weiter. Über Andersdenker. Ausserirdinicht beherzigen.« sche. Himmlische Phänomene und irdisches Bodenper-Ausgabe 2/2015 47
Ebenso wie uns Mainstream-Medien täglich ein X für ein U vormachen, wird auch im Showbusiness dreister denn je geschummelt, ärgert sich Spitzengitarrist und Komponist Conny Conrad (57) gegenüber »mysteries«. Der Rockmusiker aus Baden-Württemberg fordert Dieter Bohlen deshalb zum grossen öffentlichen Saiten-Duell, sportlich und fair. Grund: RTLs millionenschwerer »Pop-Titan« hat seine Gitarrenkünste bislang noch nie live vor Publikum unter Beweis gestellt.
benötigen. Dave Cousins von den legen dären »Strawbs« etwa. Mick Rogers (»Manfred Mann's Earth Band«). Das kanadische Jungtalent David Blair. Und viele mehr. Weit über 1000 Melodien hat Conny Conrad in den letzten vier Jahrzehnten komponiert und produziert, ehe er zuletzt mit seiner Hardrockband »Dark Ocean« aufhorchen liess oder samt Orchester im Anzug seine EU-Hymne»Europeana« einspielte. Ein musikalischer Hansdampf in allen Gassen. Aber auch ein gesellschaftlicher Freidenker, den UFO-Phänomene, die Frage nach Aliens oder Atlantis weitaus mehr faszinieren als das tägliche Mainstream-Geschwätz.
»Ich bin der festen Überzeugung, dass die Geschichte völlig anders verlief, als wir es in unseren Schulbüchern lesen«, bemerkt er fast schon nebenbei – und raubt mir als Musikfreund sogleich die letzten Illusionen: »Im Mainstream-Bereich unserer»So, gleich haben wirs, nur noch ein Sekündchen Geduld«, zwinkert Conny Conrad schelmisch und hantiert mit der Maus in seinem Musikstudio auf den PC-Monitoren herum. Eine Tonspur zeichnet sich darauf ab. Kurz zuvor hatte sie der süddeutsche Komponist und Gitarrenvirtuose ins Mikro geträllert. Absichtlich falsch. Flink korrigiert der Meister am Bildschirm ein paar Tonmuster, schraubt hier noch ein bisschen, klickt dort. »Fertig!«, grinst er, während ihm »mysteries« über die Schulter blickt. Ein weiterer Klick und die Aufnahme ertönt erneut aus den Studioboxen. Nun klingt der Gesang beinahe fehlerfrei, blitzsauber – als hätte ihn ein ProÀ ins Mikro gehaucht. »Verrückt, oder?« Möglich machen die Trickserei »Auto-Tune« und weitere Voice-Programme.
Wir setzen uns aufs rote Studiosofa. Dort, wo sich schon namhafte Musiker lümmelten. Ausnahmekönner, die den PC nicht Ausgabe 2/2015
Nach den USA liebäugeln auch deutsche Polizeikräfte mit einem Spionage-Gerät, mit dessen Hilfe sich durch Wände linsen lässt. »Range-R« heisst der mobile Mini-Radar und kommt aus den USA. Dort sorgt er bereits für Kontroversen. Werden unsere Bewegungen bald auch in den intimsten Örtchen überwacht?
Entwickelt hat den handlichen Apparat eine US-RüstungsÀrma (»L3 Communications«). »Range-R« sendet Radarwellen aus und erkennt an den ReÁexionen, ob und wo sich jemand in einem Gebäude beÀndet oder sich gerade bewegt.
Der Detektor funktioniert bis auf eine Entfernung von 15 Metern und ermöglicht Fremden damit quasi einen»Röntgenblick« in unser heimisches Innerste. In den USA sorgt »Range-R« bereits für Diskussionen. Denn die Polizei setzt derlei Geräte dort schon ein — still, heimlich und illegal.
»mysteries« kontaktierte Polizeibehörden in Deutschland, der Schweiz sowie Österreich und fragte, ob auch bei uns solche »Wohnungsdetektoren« genutzt würden. Während es vom Bundesinnenministerium in Wien ein klares »Nein!« zur Antwort gab und auch die Schweiz abwinkte (»Kein Thema!«), reagierten einige deutsche Behördenvertreter auffallend zurückhaltend.
»Leider können wir aus einsatztaktischen Gründen keine Aussagen zur Spezialtechnik machen. Ich bitte um Ihr Verständnis«, druckste etwa Kim Dunklau-Fox vom Landesinnenministerium Baden-Württemberg herum. Und auch bei der Berliner Polizei hiess es: »Zu etwaigen besonderen Einsatzmitteln geben wir keine Auskunft.« Beunruhigend auch die Antwort des Bundesinnenministeriums:»Das Detektionsgerät ›Range-R‹ wird beim Bundeskriminalamt und der Bundespolizei nicht verwendet«, heisst es dort zwar auf Anfrage von»mysteries«. Dennoch sei ein Einsatz theoretisch denkbar. So enthielten die Polizeigesetze des Bundes»Befugnisse, die grundsätzlich die Verwendung des ›Range-R‹ ermöglichen würden«, hiess es von der Behörde vielsagend.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/68-mini-radar-werden-wir-nun-auch-im-bett-ausspioniert-page42-1.jpg16921692Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2015-02-01 12:00:002025-12-15 19:32:39Mini-Radar! Werden Wir Nun Auch Im Bett Ausspioniert?