Abdul Taib Mahmud mag keine Kritik. Wer sich ihm in den Weg stellt, lebt gefährlich. Das hat der malaysische Politiker, Milliardär und Firmenmagnat schon oft bewiesen. Nun will er einen Schweizer Umweltschützer und Menschenrechtler mundtot machen.
Internationale Behörden und Finanzaufsichten haben gegen Abdul Taib Mahmud bereits ermittelt oder ermitteln nach wie vor. Wegen Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Korruption oder sonstiger fragwürdiger Finanzgeschäfte. Der Gouverneur der malaysischen Teilrepublik Sarawak gehört zu den reichsten Menschen der Welt. Und wohl auch zu den korruptesten. Die Penan – eines der letzten traditionell lebenden Urvölker auf der Insel Borneo – hat er beinahe schon ausgerottet, indem er ihren Lebensraum im Dschungel roden liess. Nur 10'000 ihrer Vertreter existieren heute noch – und mann 2013 in seinem Buch »Raubzug auf den Regenwald« anhand interner Unterlagen und Insiderinformationen aufgedeckt hat, besitzt der malaysische Despot weltweit Immobilien im Wert von Hunderten Millionen. Als selbst ernannter »Chief Minister« amtete er jahrelang als Regierungschef, Finanzminister sowie Umwelt- und Ressourcenminister in Personalunion. Für die Penan eine Katastrophe, denn Taib geschäftete nebenher als einer der weltweit grössten Händler für Tropenholz – und konnte sich somit die Lizenzen zum Roden des kostbaren und extrem bedrohten Urwalds von Sarawak jeweils selbst erteilen.
Im Mai 2014 ist der 78-Jährige zwar als »Chief Minister« zurückgetreten und herrscht seither »nur« noch als Gouverneur von Sarawak. Geändert hat sich dadurch aber nichts. Im Hintergrund zieht Taib weiterhin die Fäden.
Allein an der US-Westküste gehören ihm
Auch das Hauptquartier des FBI in Seattle zählt zu Taibs Milliardenbesitz.
täglich werden es weniger. Erbittert und zunehmend verzweifelt kämpfen sie gegen ihren mächtigen Erzfeind. Denn Taib ist seit 33 Jahren an der Macht und hat sich ein immenses Imperium aufgebaut.
Wie der Schweizer Journalist und Naturschützer Lukas Strau-Gebäude im Wert von über 80 Millionen Dollar – darunter das FBI-Hauptquartier in Seattle. Insgesamt wird das Vermögen des Taib-Clans auf 15 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Die Führungspositionen in seinem FirmengeÁecht hat der»Sultan von Sarawak« allesamt mit Familienmitgliedern besetzt. Scheinheilig behauptet er stets, ein einfacher Politiker Ausgabe 2/2015
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/68-dieser-mann-will-dieses-buch-verbieten-page9-1.jpg18131301Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2015-02-01 12:00:002025-12-15 19:25:20Dieser Mann Will Dieses Buch Verbieten
Bitte nicht schon wieder! Jeb Bush will 2016 neuer US-Präsident werden Auch das noch! Bereits 2006 prophezeite»mysteries« das ultimative politische Präsidentschaftsdebakel: Jeb Bush gegen Hillary Clinton. Vieles deutet darauf hin, dass es zehn Jahre danach tatsächlich zum befürchteten Showdown kommen könnte. Denn der wohl cleverste, aber leider auch gerissenste Bush-Sprössling will 2016 nach neuesten Aussagen tatsächlich nach dem Szepter greifen: »Ich freue mich mitzuteilen, dass ich aktiv die Möglichkeit erkunden werde, mich um die US-Präsidentschaft zu bewerben.« Zur Erinnerung: Jebs Vater und dessen Sohn brockten uns die Golfkriege ein – samt 9/11-Drama.
Unvergessen auch, wie Gouverneur Jeb seinem Bruder George W.
2001 mit später ofÀziell bestätigten Wahl fälschungen in Florida illegal zum Präsidentschaftssieg über Al Gore verhalf.
Ein gestrandetes Kreuzfahrtschiff? Oder einfach nur eine plumpe Fotomontage? Einmal mehr ist nichts wie es scheint. Vielmehr zeigt dieses Foto ein ungewöhnliches Luxushotel, das bereits 2002 in Südkorea seine Tore öffnete. Es besitzt über 200 Zimmer und liegt mitten auf einer Klippe bei Jeongdongjin an der Ostküste »vor Anker«.
te Geräusche auf.« Seither wird nach der Quelle der Geräusche geforscht – bisher erfolglos. »Aufgrund des Zeitverlaufs und der gemessenen Pegel ist als Ursache mit hoher Wahrscheinlichkeit von Vibrationen technischer Anlagen auszugehen, die durch das Erdreich auf die Gebäude übertragen werden. Demnach kann eine natürliche Ursache nahezu ausgeschlossen werden.« Das akustische Phänomen tritt seit Jahrzehnten weltweit auf.
Der »Verein zur Erforschung und Verhinderung des Brummtons« in Köln betont, dass es bisher keine Erklärung für dieses Mysterium gibt und es ebenso rätselhaft sei, »warum nur wenige Menschen – dafür aber alle in gleicher Form – dieses Brummen wahrnehmen können«. Weitere Infos: www.brummton.net Ob im Schwarzwald bei Freiburg, in Stuttgart oder in Fürth: Im Süden Deutschlands brummt es ohne Ende. Nach wie vor ist unklar, was die Ursache für das merkwürdige Geräusche ist, welches vielen die Ruhe raubt (»mysteries« 6/2009). Verstörend: Nicht jeder nimmt die dumpfen Töne wahr. Entsprechend schnell werden Betroffene als Spinner abgetan. Umso spannender, was sich derzeit im Landkreis Ebersberg in Oberbayern tut: Dutzende Bewohner des Dorfes Steinhöring leiden dort bereits seit Jahren unter dem Phänomen.
Folgen: Schlafstörungen, Kopfschmerzen und psychische Probleme.
Im Sommer 2014 liessen die Behörden erste Messungen durchführen. Resultat: An mehreren Orten in der Gemeinde konnten »Tieffrequenzen im Bereich von 40 bis 50 Hertz« aufgezeichnet werden. »Der mysteriöse Brummton ist tatsächlich messbar, die Bürger hatten recht«, konstatierte Landrat Robert Niedergesäss (Bild). »Die Messwerte in einem Wohngebäude zeigen sogar Überschreitungen geltender Normen für tieffrequen-
mond-kalender 2015
5. März 4. April 4. Mai 13. März 12. April 11. Mai 20. März 18. April 18. Mai 27. März 25. April 25. Mai Ausgabe 2/2015 7 2015
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/68-phantom-toene-im-sueden-deutschlands-brummts-weiter-page6-1.jpg2241304Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2015-02-01 12:00:002025-12-15 19:35:43Phantom-TöNe: Im SüDen Deutschlands Brummts Weiter
»Doch diese meine Feinde, die nicht wollten, dass ich König über sie werde, bringet her und erwürget sie vor mir! Und nachdem Jesus das gesagt, zog er weiter und reiste hinauf nach Jerusalem.« Lukas 19, 27 Wem andere Frauen gefallen, der begeht Ehebruch»Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen. Ich aber sage euch, dass jeder, der eine Frau ansieht, sie zu begehren, schon Ehebruch mit ihr begangen hat in seinem Herzen.« Matthäus 5, 11, 27 1. Korinther 14, 34 ff.
Stopft den raffgierigen Juden das Maul»Trübsal und Angst über jede Menschenseele, die das Böse vollbringt, zuerst über den Juden, dann auch über den Griechen.« Römer 2, 9»Denn es gibt viele widerspenstige, eitle Schwätzer, die den Leuten den Kopf verwirren, allermeist die aus der Beschneidung (Juden). Denen muss man das Maul stopfen, denn sie bringen ganze Häuser durcheinander mit ihren ungehörigen Lehren um schändlichen Gewinnes willen.« Titus 1, 10 ff.
Auch Jesus befürwortete die Todesstrafe
»Gott hat geboten: Du sollst Vater und Mutter ehren; wer Vater und Mutter Áucht, der soll des Todes Keine Scheu vor Gammelfleisch»Alles, was auf dem Fleischmarkt feil ist, das esset, ohne um des Gewissens willen nachzuforschen; denn die Erde ist des Herrn und was sie erfüllt.« 1. Korinther 10, 25 ff.
sterben.« Matthäus 15, 4 Haltet den Mund, ihr Christinnen»Eine Frau lerne in der Stille, in aller Unterordnung. Einer Frau aber gestatte ich das Lehren nicht, auch nicht, dass sie über den Mann herrsche, sondern sie soll sich still verhalten. Denn Adam wurde zuerst gebildet, darnach Eva.« 1. Timotheus 2, 11»Wie in allen Gemeinden der Heiligen, so sollen die Frauen in den Gemeinden schweigen; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen untertan sein, wie auch das Gesetz sagt. Wollen sie aber etwas lernen, so mögen sie daheim ihre Männer fragen, denn es steht einem Weibe übel an, in der Gemeinde zu reden.« Kein Zwang im Glauben?
»Es gibt keinen Zwang im Glauben.« Sure 2, 257»Und wenn nun die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Heiden, wo (immer) ihr sie Àndet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf! Wenn sie sich aber bekehren, das Gebet verrichten und die Almosensteuer geben, dann lasst sie ihres Weges ziehen! Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben.« Sure 9, 5 Fragwürdige Zitate aus dem Koran Ja zum Alkohol – und Nein zum Alkohol»Und (wir geben euch) von den Früchten der Palmen und Weinstöcke (zu trinken), woraus ihr euch einen Rauschtrank macht, und (ausserdem) schönen Unterhalt. Darin liegt ein Zeichen für Leute, die Verstand haben.« Sure 16, 67»Man fragt dich nach dem Wein und dem Losspiel.
Sag: In ihnen liegt eine schwere Sünde.« Sure 2, 219 Schuf Allah den Menschen aus Blut? Oder aus Lehm?
»Er erschuf den Menschen aus einem Blutklumpen.« Sure 96, 2»(…) Denn Wir haben sie aus formbarem Lehm erschaffen.« Sure 37, 11»Lob sei Allah. (…) Er ist es, der euch aus Lehm geschaffen (…) hat.« Sure 6, 2 Hackt allen Dieben die Hand ab Liebe Frauen, schminkt euch nicht und bleibt zu Hause»Wenn ein Mann oder eine Frau einen Diebstahl begangen hat, dann haut ihnen die Hand ab! Zum Lohn für das, was sie begangen haben, und als abschreckende Strafe von seiten Allahs. Allah ist mächtig und weise.« Sure 5, 38»Ihr Frauen des Propheten! (…) Bleibt in eurem Haus, putzt euch nicht heraus, wie man das früher im Heidentum zu tun pÁegte, verrichtet das Gebet, gebt die Almosensteuer und gehorchet Allah und seinem Gesandten!« Sure 33, 32 ff.
Widerspenstige Ehefrauen? Schlagt sie! Kann sich Allah verrechnen?
»Wahrlich, ein Tag bei deinem Herrn ist gleich 1000 Jahre nach eurer Zeitrechnung.« Sure 22, 47»Die Engel und der Geist steigen (auf der Himmelsleiter) zu ihm auf in einem Tag, dessen Ausmass (nach menschlicher Berechnung) 50’000 Jahre sind.« Sure 70, 4»Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Allah die einen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben. Darum sind tugendhafte Frauen die Gehorsamen und diejenigen, die (ihrer Gatten) Geheimnisse mit Allahs Hilfe wahren.
Und jene, deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: Ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!« Sure 4, 34
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/68-fragwuerdige-zitate-aus-dem-neuen-testament-page21-1.jpg18171272Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2015-02-01 12:00:002025-12-15 19:26:32FragwüRdige Zitate Aus Dem Neuen Testament
Einer der wenigen, die angeblich vom Hort im Victorio Peak proÀtierten, ist Tony Jolley (Foto rechts). Er hatte 1949 Doc Noss dabei geholfen, die in der Wüste versteckten Goldbarren auszugraben und an einem anderen Ort zu verstecken.
Einen Tag bevor Doc Noss ums Leben kam.
In einem Video-Interview von 1991, das auf Youtube zu Ànden ist, bestätigt der damals 69-Jährige, dass er sich 1961 auf die Suche nach dem Gold in der Wüste gemacht habe. Nach mehreren Anläufen und mithilfe eines Metalldetektors sei er schliesslich fündig geworden. Zehn Barren will Jolley schliesslich zu barer Münze gemacht haben.
Die US-Präsidenten Lyndon B.
Johnson (r.) und Richard Nixon 1971. Rissen sie sich den Schatz im Victorio Peak unter den Nagel?
»Operation GoldÀnger« war auch die Presse eingeladen. Unter den Journalisten: »Gold House«-Trilogie-Autor Tom Whittle, der in jener Zeit für »The Investigator« recherchierte. Bereits damals war er sicher, dass die Armee log.
Das miese Spiel zweier US-Präsidenten Hellhörig wurden er und sein Co-Autor, als der Schatz von Victorio Peak im Zusammenhang mit der Watergate-Affäre erneut Gesprächsthema wurde. Während der Verhöre 1973 sagte John Dean – ehemaliger Rechtsberater Nixons und später Hauptbelastungszeuge – aus, Anwalt F. Lee Bailey hätte einen Klienten mit einem riesigen Goldschatz in dessen Besitz. Bailey war jener Anwalt von Ova Noss, der ihr 1977 den erneuten Zugang auf das Areal verschafft hatte.
Nach Sichtung sämtlicher Akten ist für die »Gold House«-Autoren heute belegt, dass erst Präsident Lyndon Johnson und nach ihm Richard Nixon die Bergung der Schätze im Victorio Peak angeordnet hatten. 700 Goldbarren seien in den frühen 60er-Jahren weggebracht wurden, nachdem Captain Fiege das Gold dort entdeckt hatte. Johnson hatte 1963 – gemeinsam mit John F. Kennedy als dessen Vizepräsident – die »White Sands Missile Range« besucht. Laut den Autoren Clarence und Whittle hatte Kennedy sogar vor, mit Ova Noss Kontakt aufzunehmen. Am Tag zuvor wurde er jedoch in Dallas erschossen.
Ein weiterer Diebstahl habe sich 1973 ereignet, am Thanksgiving-Wochenende, so die Journalisten. 37 Tonnen Gold seien damals aus besagter Region abtransportiert worden.
Aufgrund von Hinweisen leitete das FBI eine Noss’ verstorbene Schwiegertochter Letha Guthrie mit Goldbarren. Beweist dieses Bild den umstrittensten Schatzfund der Neuzeit?
Untersuchung ein – ohne Ergebnis. Den Autoren liegen Rechnungen von Warenlagern, Belege einer Schmelz- und VeredelungsÀrma sowie Abmachungen mit verschiedenen Banken vor. Offenbar war auch das Schweizer Geldhaus Credit Suisse in den staatlichen Diebstahl involviert.
1989 sah es dann so aus, als würde der Gerechtigkeit doch noch Genüge getan. Damals erhielt die Familie von Ova Noss erneut Zugang zum Gelände. Für die Frau kam die Zusage jedoch zu spät. Sie starb 1979. Ihr Enkel Terry Delonas vertritt seither gemeinsam mit »Ova Noss Family Partnership« die Interessen seiner verstorbenen Grossmutter.
Von 1993 bis 1998 liess er geophysikalische Untersuchungen am Victorio Peak durchführen, gemeinsam mit der Universität von Kalifornien in Berkeley. »Im Februar 1997 brach die Crew in einen Raum ein, etwa 18 Meter breit und hoch«, ganz nahe beim »Zentrum einer seismischen Anomalie«, die sie zuvor gefunden hatte, heisst es im Abschlussbericht »Treasure hunting with direct-arrival transmission imaging«, der 1998 in der Zeitschrift »The Leading Egde« der »Society of Exploration Geophysicists« veröffentlicht wurde. »Die Höhle war sehr instabil, und kurz nach dem Eintreten brach die Decke ein und es hagelte Knochen auf mehrere Minenarbeiter.« Wurde damals der Raum direkt unterhalb von jenem entdeckt, den Doc Noss 1937 erstmals betreten und in welchem er die »gefesselten Skelette« vorgefunden hatte? »Bevor wir die Höhle weiter untersuchen konnten, wurde das Projekt von der US-Armee beendet. Als Grund wurden fehlende Zahlungen seitens der Projektleiter genannt«, so die Forscher weiter. Tatsäch-Prominenter Gast. Präsident Kennedy beim Besuch der Missile Range (1963).
lich verlangte das Militär viel Geld von Terry Delonas und seinen Partnern. Mehrere tausend Dollar pro Tag mussten diese für ihre Recherchearbeit auf dem Gelände hinblättern.
Stammt der Hort von Apachen-Häuptling Victorio?
Aber wessen Reichtümer hatte Doc Noss überhaupt im Berg entdeckt? Vielleicht den Schatz von Felipe LaRue, einem französischer Missionar, der Ende des 18. Jahrhunderts in New Mexico tätig war und angeblich Gold vor der Obrigkeit versteckt hatte? Oder stammte Plötzlich brach die Decke der Hort vielmehr vom Apachenhäuptling Victorio? Während der grösste Teil seines ein, und es hagelte Knochen Volkes bereits ins Reservat gezogen war, auf die Minenarbeiter.
wehrte sich Victorio mit einigen hundert Kriegern gegen den Wegzug. Furchtlos plünderte er Kirchen und überÀel Goldtransporte.
Darunter auch Postkutschen von »Wells Fargo«, deren Kisten Doc Noss im Berg vorfand.
Bleibt die Frage, was heute von jenem Superschatz noch übrig ist. Für Ovas Enkelsohn ist klar: »Was immer es ist, die Armee versteckt es.« So sucht Terry Delonas schon lange nicht mehr nach dem Gold. Er sucht nach der Wahrheit. Möglich, dass ihr John Clarence und Tom Whittle mit ihrer akribischen Buch-Trilogie näher kamen als alle anderen zuvor.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/68-proateur-tony-jolley-habe-zehn-barren-zu-barer-muenze-gemac-page34-1.jpg3881088Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2015-02-01 12:00:002025-12-15 19:36:12ProàTeur Tony Jolley: »Habe Zehn Barren Zu Barer MüNze Gemacht«
Steinigt alle Hellsichtigen»Wenn in einem Mann oder in einem Weib ein Totenbeschwörer oder Wahrsagergeist steckt, so sollen sie unbedingt sterben.
Man soll sie beide steinigen, ihr Blut sei auf ihnen!« 3. Mose 20, 27 Schottenröcke und Frauen in Jeans sind dem Herrn ein Greuel»Ein Weib soll keine Männertracht tragen, und ein Mann soll keine Weiberkleider anziehen, denn wer solches tut, ist dem Herrn, deinem Gott, ein Greuel.« 5. Mose 22, 5 Welche Übersetzungen werden hier wörtlich zitiert?
Welche Passagen aus Bibel und Koran darf man journalistisch zitieren, ohne dafür an den Pranger gestellt zu werden?
»mysteries« entschied sich mehrheitlich für die bekannten Schlachter-Versionen (Altes und Neues Testament) sowie für die auch von vielen deutschen Muslimen akzeptierten Koran-Übersetzungen von Rudi Paret und Muhammad Ahmad Rassoul.
Mampfe dich ruhig beim Nachbarn voll – aber nimm nichts mit»Wenn du in deines Nächsten Weinberg gehst, so magst du Trauben essen, so viel du willst, bis du genug hast; aber du sollst nichts in dein Geschirr tun. Wenn du durch deines Nächsten Saat gehst, so magst du mit der Hand Ähren abstreifen; aber die Sichel sollst du nicht schwingen über die Saat deines Nächsten.« 5. Mose 23, 25 Ermordung von Sklaven: Je langsamer, desto menschlicher»Wenn jemand seinen Sklaven oder seine Sklavin mit dem Stock schlägt, so dass er ihm unter der Hand stirbt, muss er gerächt werden. Nur falls er einen Tag oder zwei Tage am Leben bleibt, soll er nicht gerächt werden, denn er ist Todesstrafe für Sex während der weiblichen Periode»Wenn ein Mann bei einer Frau liegt zur Zeit ihrer Krankheit und ihre Scham entblösst und ihren Brunnen aufdeckt, und sie den Brunnen ihres Blutes entblösst, so sollen beide aus ihrem Volk ausgerottet werden!« 3. Mose 20, 18 sein Geld.« 2. Moses 21, 20 Zitate aus der Thora Nieder mit allen Homosexuellen»Und wenn ein Mann bei einem Manne liegt, wie man bei einem Weibe liegt, so haben beide einen Greuel verübt; sie sollen gewisslich getötet werden, ihr Blut ist auf ihnen.« 3. Mose 20, 13 ff.
Oh Männer, hütet eure Hoden und eure Glieder»Es soll niemand mit zerstossenen Hoden und auch kein Verschnittener in die Gemeinde des Herrn kommen. Es soll auch kein Bastard in die Gemeinde des Herrn kommen. Auch die 10. Generation seiner Nachkommen nicht.
5. Mose 23, 2 Störrische Söhne? Bringt sie um!
»Wenn jemand einen widerspenstigen und störrischen Sohn hat, welcher der Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht und ihnen auch nicht folgen will, wenn sie ihn züchtigen, so sollen sein Vater und seine Mutter ihn nehmen und zu den Ältesten seiner Stadt führen und zu dem Tor desselben Orts, und sollen zu den Ältesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist störrisch und widerspenstig und gehorcht unserer Stimme nicht, er ist ein Schlemmer und ein Säufer. Dann sollen ihn alle Leute jener Stadt steinigen, auf dass er Tod für Vergewaltigte, die beim Akt nicht schreien»Wenn ein Mädchen, eine Jungfrau, einem Manne verlobt ist, und es Àndet sie ein Mann in der Stadt und liegt bei ihr, so sollt ihr sie beide zum Tore selbiger Stadt hinausführen und sie steinigen, dass sie sterben: die Dirne deshalb, weil sie nicht in der Stadt geschrien hat, und den Mann deshalb, weil er das Weib seines Nächsten geschwächt hat.« 5. Mose 22, 24 sterbe.« 5. Mose 21, 18 ff.
Tod beiden Ehebrechern – Mann und Frau»Wenn einer die Ehe bricht mit einem Eheweib, so sollen beide unbedingt sterben, der Ehebrecher und die Ehebrecherin, weil er mit seines Nächsten Weib die Ehe gebrochen hat.« 3. Mose, 20, 10
BB-8 rollt an – und Solo tritt ab: Bald erwacht die neue Macht!
Ende Jahr feiert der siebte »Star Wars«-KinoÀlm Premiere. In Kürze sollen neue Vorabfotos folgen. Bis dahin darf spekuliert werden. Über Harrison Fords Filmtod, den»mysteries« seit über einem Jahr prophezeit. Über den anrollenden neuen Roboter-Liebling BB-8 (Bild oben). Über die Rückkehr der Hutten, welche Regisseur J.J. Abrams als überdimensionale Puppen in Szene setzen liess. Und über Kylo Ren und sein spezielles Lichtschwert.
Drohnen? Oder doch wohl eher UFOs? Die seit Monaten anzone über dem Militärstützpunkt ein, wie der Pressesprecher haltende Sichtungswelle unidentiÀzierbarer Flugkörper über der zuständigen Präfektur in Frankreich zu Protokoll gab. Die Frankreichs Atomanlagen nimmt kein Ende (»mysteries« Objekte wurden von »Sicherheitseinrichtungen« erfasst und 1/2015).
Nun traf es laut»exopolitik.org« auch den Militärvom Personal auch visuell beobachtet. Offenbar just zu dem stützpunkt Ile-Longue auf der bretonischen Halbinsel Crozon, Zeitpunkt, als eines der dortigen Atom-U-Boote ein Manöeiner der wichtigsten Stützpfeiler der französischen Verteidiver ausführen sollte. Resultat: Französische Hubschrauber gung. Er beherbergt 380 Atombomben. UnidentiÀzierte »Drohdurchforsteten im NiedrigÁug die gesamte Halbinsel, etliche nen« – so die ofÀzielle Schreibweise – drangen dort in der Marineinfanteristen wurden mobilisiert, durchkämmten die Nacht vom 26. auf den 27. Januar 2015 in die Flugverbotsgesamte Umgebung. Mehrere Stunden dauerte die Jagd auf die rätselhaften Flugobjekte und ihre vermeintlichen Lenker an. Ergebnis: Null!
Was die seit Oktober 2014 anhaltenden ÜberÁüge fast aller französischer Atommeiler angeht, hatte deren Betreiber EDF die Objekte stets vage als »mit einer Drohne vergleichbare Fluggeräte« umschrieben. Deutlichere Worte fand kürzlich der Direktor des Kernkraftswerks Blayais im Südwesten Frankreichs, Pascal Pezzani: »Bei uns haben wir keine Drohne beobachtet. Wir haben ein UFO gesehen!«
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/68-ufos-ueber-akws-frankreichs-himmelsspuk-geht-weiter-page7-1.jpg2241275Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2015-02-01 12:00:002025-12-15 19:36:28Ufos üBer Akws: Frankreichs Himmelsspuk Geht Weiter
»Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht die Ungläubigen anstatt der Gläubigen zu Freunden! Wollt ihr (denn, indem ihr das tut) Allah offenkundige Vollmacht geben gegen euch (vorzugehen)?« Sure 4, 144»Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht die Juden und die Christen zu Freunden! Sie sind untereinander Freunde (aber nicht mit euch). Wenn einer von euch sich ihnen anschliesst, gehört er zu ihnen (und nicht mehr zu der Gemeinschaft der Gläubigen).« Sure 5, 51»Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht eure Väter und eure Brüder zu Freunden, wenn diese den Unglauben dem Glauben vorziehen! Diejenigen von euch, die sich ihnen anschliessen, sind die (wahren) Frevler.« Sure 9, 23»Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und den jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Allah und sein Gesandter verboten haben, und nicht der wahren Religion angehören – von denen, die die Schrift erhalten haben – (kämpft gegen sie), bis sie kleinlaut aus der Hand Tribut entrichten!« Sure 9, 29»Die Juden sagen: ›Esra ist der Sohn Allahs.‹ Und die Christen sagen: ›Christus ist der Sohn Allahs.‹ Das ist, was sie mit ihrem Mund sagen (ohne dass damit ein realer Sachverhalt gegeben wäre). Sie tun es denen gleich, die früher ungläubig waren. Allahs Fluch über sie!« Sure 9, 30»Sie haben sich ihre Gelehrten und Mönche sowie Christus, den Sohn der Maria, an Allahs statt zu Herren genommen.
Dabei ist ihnen (doch) nichts anderes befohlen worden, als einem einzigen Gott zu dienen, ausser dem es keinen Gott gibt.
Gepriesen sei er!« Sure 9, 31»Ihr Gläubigen! Warum lasst ihr den Kopf hängen, wenn zu euch gesagt wird: ›Rückt aus (und kämpft) um Allahs willen‹? Seid ihr (denn) mit dem diesseitigen Leben eher zufrieden als mit dem Jenseits? Die Nutzniessung des diesseitigen Lebens hat (doch) im Hinblick auf das Jenseits nur wenig zu bedeuten.« Sure 9, 38»Rückt leichten oder schweren Herzens (zum Kampf) aus und führet mit eurem Vermögen und in eigener Person um Allahs willen Krieg!« Sure 9, 41»Und sie schwören bei Allah, dass sie zu euch gehören, während sie (in Wirklichkeit) nicht zu euch gehören, vielmehr ängstliche Leute sind (die nicht wagen, sich offen zur Gegenseite zu bekennen).« Sure 9, 56»Und wenn du sie fragst (und wegen ihrer spöttischen Bemerkungen zur Rechenschaft ziehst), sagen sie: ›Wir haben nur geplaudert und gescherzt.‹ Sag: ›Wie konntet ihr euch über Allah und seine Zeichen und seinen Gesandten lustig machen?‹« Sure 9, 65»Allah hat den heuchlerischen Männern und Frauen und den Ungläubigen das Feuer der Hölle angedroht, dass sie (ewig) darin weilen. Das ist gerade das Richtige für sie. Allah hat sie verÁucht. Eine beständige Strafe haben sie zu erwarten.« Sure 9, 68»Führe Krieg gegen die Ungläubigen und die Heuchler und sei hart gegen sie!
Die Hölle wird sie (dereinst) aufnehmen, – ein schlimmes Ende!« Sure 9, 73»Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für das Paradies erkauft: Sie kämpfen für Allahs Sache, sie töten und werden getötet; eine Verheissung – bindend für ihn – in der Thora und im Evangelium und im Koran. Und wer hält seine Verheissung getreuer als Allah? So freut euch eures Handels, den ihr mit Ihm abgeschlossen habt; denn dies ist wahrlich die grosse Glückseligkeit.« Sure 9, 111»Ihr Gläubigen! Kämpft gegen diejenigen von den Ungläubigen, die euch nahe sind! Sie sollen merken, dass ihr hart sein könnt. Ihr müsst wissen, dass Allah mit denen ist, die (ihn) fürchten.« Sure 9, 123»Für diejenigen nun, die ungläubig sind, sind Kleider aus (Höllen)feuer zugeschnitten. (Sie müssen sie sich anlegen) während ihnen heisses Wasser über den Kopf gegossen wird, wodurch zum Schmelzen gebracht wird, was sie im Bauch haben, und (ebenso aussen am Körper) die Haut.
Und Stöcke aus Eisen sind für sie da (mit denen man sie ins Höllenfeuer treibt). Sooft sie in ihrer Bedrängnis aus ihm herauskommen wollen, werden sie (mit Schlägen) wieder hineingebracht.« Sure 22, 19 ff.
»Wehe jedem sündigen Lügner, der Allahs Verse hört, wenn sie ihm verlesen werden, und dann dennoch in Hochmut verharrt, als hätte er sie nicht gehört – darum verkünde ihm eine qualvolle Strafe!« Sure 45, 7»Wer nicht an Allah und seinen Gesandten glaubt (muss sich auf ein schlimmes Ende gefasst machen). Für die Ungläubigen haben wir den Höllenbrand bereit.« Sure 48, 13
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/68-freundet-euch-nicht-mit-christen-und-juden-an-fuehrt-krieg-page23-1.jpg18181299Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2015-02-01 12:00:002025-12-15 19:28:44»Freundet Euch Nicht Mit Christen Und Juden An: FüHrt Krieg Gegen UngläUbige!«
Sein Leben lang trug ein Padre in Ecuador Artefakte aus dem Dschungel zusammen. Relikte einer vergessenen Kultur? Der Grossteil seiner Sammlung gilt als verschollen. Nun winkte»mysteries«-Reporterin Gabriele Lukacs vor Ort das Entdeckerglück: Entgegen bisherigen Äusserungen besitzt die lokale Nationalbank bis heute Metallfolien aus dessen Nachlass.
Ausgabe 2/2015 m Sommer 2014 veranstaltete die Stadt Cuenca in Ecuador eine Ausstellung über das Leben und Wirken des Salesianer-IPaters Carlo Crespi (1891–1982). An drei Orten der Stadt – im Kloster Las Conceptas, im Museum Todossantos und im Nationalmuseum Pumapungo der Zentralbank (Banco Central) – waren Kunstgegenstände aus dem Besitz des aus Italien stammenden Missionars ausgestellt. Eine seltene Gelegenheit, die Reste der bis heute umstrittenen Sammlung des verstorbenen Padre mit eigenen Augen zu sehen, dachte ich – und machte mich mit meinem Mann auf nach Ecuador.
Weltberühmt wurde Crespis sagenhaftes Kuriositätenkabinett durch Erich von Däniken. Wie ein Besessener fotograÀerte er 1972 in Cuenca Hunderte von geheimnisvollen Metallplatten aus Kupfer, Messing, Bronze und anderen Legierungen. Einige davon möglicherweise versilbert, wenige vielleicht sogar vergoldet – übersät mit allerlei fantastischen Motiven, die der ofÀziellen Geschichtsschreibung zuwiderlaufen. Crespi hatte die vermeintlichen Inka-Kostbarkeiten über Jahrzehnte von den Indios für ein Almosen erworben oder als Geschenk erhalten, wenn er sie gegen Krankheiten behandelte, ihre Kinder unterrichtete oder ihre Toten begrub.
Die Gegenstände sollen aus verborgenen Höhlen oder Laby-Die wertvollsten Relikte der Nationalbank.
verschwanden im Tresor rinthgängen im Dschungel stammen. Dort hätten Einheimische die hauchdünnen Metallplatten sowie antike Steinstatuetten und Ton-Gefässe ans Tageslicht gefördert, wird kolportiert. In späteren Zeiten überreichten sie ihrem sammelfreudigen Padre leider auch manche selbstgebastelte Fälschung. Nicht aus Gewinnsucht, sondern aus Verehrung für ihn.
Ein Grossteil der Sammlung verschwand nach Crespis Tod.
Die historisch wertvollen Relikte wanderten für 433'000 Dollar in die Tresore der örtlichen Banco Central. Weitere wurden unter der Hand an Privatsammler verschachert.
Glücklicherweise nicht alle. So konnten die beiden österreichischen Forscher Reinhard Habeck und Klaus Dona 1999 manche der verschollen geglaubten Artefakte aufspüren und vorübergehend der Öffentlichkeit präsentieren. Einige – aber bei weitem nicht alle.
2008 gelang es dem deutschen Globetrotter Marco Alhelm als bislang einzigem Besucher, in den Kellerräumen der Banco Central jede Menge echter Stein- und Tonobjekte aus Crespis Nachlass zu fotograÀeren: »Ob Vasen, Töpfe, V-förmig gewölbte Thronsessel oder seltsame GötterÀgürchen: Da lagen Tausende bisher nicht katalogisierter Fundstücke aus allen Teilen Ecuadors – direkt vor meinen Augen!« (»mysteries« Nr. 1/2009).
Cuscillestia eum volor aperiorepedi dis etQuiae dem qui dipsum sequam, si quis acea ► Kulturschätze im Keller. Unkatalogisiertes Sammelsurium aus Crespis Nachlass in der Banco Central, 2008 fotografisch dokumentiert von Marco Alhelm.
▼ Noch nie gezeigt. Weiteres Crespi-Relikt aus dem Tresor der Banco Central. (Foto: Lukacs) ◄ Trister Anblick: Die kümmerlichen Reste von Crespis wertvollen Metallfolien 1997 im Kloster Maria Auxiliadora, lieblos zusammengetragen und wie Restmüll zum Abtransport aufbewahrt. (Foto: Archiv Luc Bürgin) Manches Jahr war seither ins Land gezogen. Was meinen Mann und mich wohl heute in Cuenca erwartete? In der Welterbe-Stadt angekommen mussten wir leider feststellen, dass die Crespi-Ausstellung mitnichten jene rätselhaften Objekte zeigte, deretwegen wir extra angereist waren. Zu sehen bekamen wir vielmehr Monstranzen, Paramente und andere kirchliche Dinge aus seinem Besitz sowie Filme von und über den Padre. Nur wenige antike Objekte seiner einst riesigen Sammlung von Statuetten und Tongefässen aus vorchristlicher Zeit fanden wir im Nationalmuseum ausgestellt.
»Und plötzlich öffnete man uns die Schatzkammer« Enttäuscht, die weite Reise umsonst unternommen zu haben, entschloss ich mich, den Museumsdirektor der Banco Central zu kontaktieren. In Lateinamerika ist das leider leichter gesagt als getan: Zunächst mussten einige Vorzimmer-Damen »überwunden« werden, bis wir Richtung Chef vordringen konnten. Natürlich war dieser gerade in einer wichtigen Besprechung, danach im Aussendienst und darauffolgend für einige Tage verreist.
Weil wir aber nicht locker liessen und unser Anliegen mit Dringlichkeit und unserer weiten Anreise begründeten, hatte der Direktor schliesslich ein Einsehen. Er reichte uns an den Chef der Restaurierungsabteilung weiter. Ein Glücksfall, denn für den Restaurator waren wir offenbar wichtige Gäste, Experten aus dem fernen Europa, die vom Direktor persönlich zu ihm geleitet worden waren. Bereitwillig öffnete er seine Schatzkammer und holte schier unglaubliche Kunstobjekte aus den Tresoren: Teile von Crespis umstrittenem Vermächtnis!
Mit offenem Mund staunten wir über die Fülle an verzierten Metallfolien, Kupferkronen, HolzÀguren, Steinarbeiten und undeÀnierbaren Artefakten. Sogar eine bandagierte Mumie im Holzsarg stand mitten in der Werkstatt, bereit untersucht zu werden. Das skurrilste Objekt war jedoch ein Christuskopf, eine Mischung aus verschiedenen Materialien aus unterschiedlichen Ausgabe 2/2015 51 ▲ Die Autorin in der »Schatzkammer« des Klosters Maria Auxiliadora.
Auch im Salesianerkonvent von Cuenca werden bis heute noch Stücke aus dem Nachlass des Padre aufbewahrt. Viele weitere Relikte dagegen wurden nach dessen Tod in die halbe Welt verhökert.
◄ Kulturelles Flickwerk im Kloster.
Bereits 1997 waren Reste von Crespis Platten erkennbar, mit denen löchrige Fussböden oder Wände notdürftig abgedeckt und ausgebessert worden waren.
Eine der meterlangen Metallfolien im Besitz der Banco Central.»Völlig überraschend rollte der Kurator vor unseren Augen mehrere Metallplatten aus Crespis Nachlass aus, die es in der Bank laut bisheriger Darstellung eigentlich gar nicht geben dürfte.« Epochen. Ein Schrumpfkopf mit Echthaar, darauf eine Goldfolienkrone, eingelegt in schwarzem Ebenholz und umrahmt von einer getriebenen Kupferfolie mit den merkwürdigsten Darstellungen von Tier-Mensch-Gesichtern. Herkunft und Alter unbekannt.
Der Restaurator bemühte sich redlich, unsere Fragen zu beantworten, musste letztendlich aber passen: Man wisse leider weder, woher die Objekte aus der Crespi-Sammlung genau stammten, noch könne man eindeutig feststellen, welcher Zeit sie sich zuordnen liessen. In manchen Fällen seien die Gegenstände nämlich aus antiken und zeitgenössischen Teilen zusammengesetzt. Zudem fehle es dem Museum an Geld und Experten, um jedes Stück einzeln analysieren zu lassen.
Padre Crespis Aufzeichnungen sind leider verschwunden, und so beschränkt man sich in Cuenca auf die Konservierung der gelagerten Schätze. Zu unserem Erstaunen durften wir alles fotograÀeren – ausser den Restaurator selbst. Er wollte bescheiden im Hintergrund bleiben. Im Gegenzug rollte er vor unseren Augen eine silberfarbene Folie nach der anderen aus dem Seidenpapier: Jede über vier Meter lang und einen Meter breit – vollständig mit Gesichtern, Figuren, Tieren und Mustern verziert, kunstvoll in das dünne Blech getrieben.
Eine fantastische Welt aus rätselhaften Kreaturen tat sich vor unseren Augen auf. Darstellungen, die kein irdisches Gegenstück haben, nur der Fantasie entsprungen zu sein scheinen.
Sind es etwa Aliens, Mischgeschöpfe oder schamanische Trance-Àguren? Wir konnten uns kaum losreissen aus der randvoll gefüllten Restaurierungswerkstatt.
Liegen in den Tresoren verschollene Goldschätze?
Nach einiger Zeit wagte ich die unverschämte Frage nach dem Verbleib der vermeintlichen Goldschätze aus Crespis Sammlung. Immerhin hatte Ximena Lasso Alvarez von der Banco Central 1998 gegenüber Luc Bürgin erklärt, dass man nur selektiv Stücke aus der Sammlung des Padre aufgekauft habe, hauptsächlich Keramik-Objekte – »und keine der Zink-, Kupfer- oder Metallarbeiten«. Exakt solche lagen nun aber in der Zentralbank vor meinen Augen.
Zu meiner abermaligen Überraschung bestätigte der Restaurator in der Folge ausdrücklich, dass die Nationalbank auch Goldtafeln angekauft habe. Offenbar zusammen mit jenen Crespi-Artefakten, die wir soeben gesehen hatten. So, wie wir den Augenschein im Klosterdepot (oben und unten). Dank einer Spende durfte man dort überraschenderweise fotografieren.
Fachmann während unseres auf Spanisch geführten Gesprächs verstanden, lagert dieser »Schatz« jedoch unter Verschluss im Tresor der Banco Central und bleibt der Öffentlichkeit bis heute verschlossen. Schade – wir hätten ihn zu gerne besichtigt!
Immerhin wurden wir mit dem Hinweis vertröstet, dass es noch weitere Metallplatten aus der Crespi-Sammlung gebe. Wir sollten doch mal im örtlichen Salesianer-Kloster Maria Auxiliadora nachfragen. Walter Jörg Langbein und andere Forscher waren dort bereits Mitte der 90er-Jahre vorstellig geworden – allerdings ohne Erfolg. »Die letzte Tür vor dem Raum mit Crespi-Artefakten blieb uns verschlossen«, konstatierte der studierte Theologe seinerzeit verdrossen. Umso mehr, als er im Kloster auf Reste der Metallplatten gestossen war, mit denen man Holztreppen oder Holzwände ausgebessert hatte!
Rund 20 Jahre waren seither ins Land gezogen, also suchten auch wir das Kloster auf, in dem der Missionar, Menschenfreund Kuriose Kreaturen und futuristisch anmutende Fabelwesen in Hülle und Fülle. Im – offiziell nicht vorhandenen – Lagerraum des Klosters von Cuenca verstauben etliche Metallrelikte, aber auch uralte Keramikstücke aus dem Nachlass von Padre Crespi. Die meisten davon sind selbst Fachleuten unbekannt. Werden sie jemals öffentlich ausgestellt?
(Fotos: Lukacs) und Stadtheilige, Padre Crespi, bis zu seinem Tod 1982 tätig gewesen war. Dort angekommen, gab man sich allerdings unwissend und versicherte, die Sammlung an Kunstgegenständen sei an jenen drei Orten zu Ànden, die als Ausstellungsorte in Cuenca derzeit öffentlich zugänglich wären. Wir verneinten.
Dann meinten ein paar der um uns versammelten Einheimischen, wir sollten doch ins Nationalmuseum gehen. Da wir aber gerade von dort kamen, liessen wir nicht locker und beharrten auf unserem Anliegen, hier und jetzt im Kloster Teile der Metallbibliothek begutachten zu wollen.
Eine kleine Spende öffnete uns die Tür zum Paradies Mit einer Spende von 20 Dollar und der Bitte, für uns drei Vaterunser zu beten, bestärkten wir unsere Absichten. Und siehe da: Plötzlich – ohne dabei ob seiner vorherigen »Unkenntnis« rot zu werden – zauberte der Hüter der Schatzkammer einen uralten Schlüssel aus dem Hosensack und öffnete einen Lagerraum im Erdgeschoss des Klosterhofs. Wir traten ins Dunkel einer lang gestreckten Kammer. Dahinter lag ein zweiter Raum, voll mit Metalltafeln, die an der Wand lehnten. Meterlange Holzregale krümmten sich unter der Last der Holz-, Stein- und Knochenobjekte. Wir waren überwältigt, konnten es nicht fassen: Eine grosszügige Spende an den Türhüter und unsere christliche Gesinnung hatte Wunder vollbracht!
Die Schatzreste des Padre Crespi erstrahlten vor unseren Augen. Metallfolien mit rätselhaften Darstellungen, seltsame HolzÀguren und Knochen aller Art – verborgen in einem dunklen Lagerraum: Die Reste der legendären Metallbibliothek. Bereitwillig und sichtlich stolz führte uns der Hüter der Schätze durch seine Wunderkammer. Da gab es Metallplatten mit Tieren, die auf dem amerikanischen Kontinent nicht vorkommen. Auf anderen Folien sieht man Dinosaurier, die von Menschen am Halsband geführt werden und Mischwesen aller Art. Eine silberne Tafel zeigt Sonne, Mond, Schlange, Nashorn und eine Art »Alien- Menschenpaar«, vermutlich Mann und Frau, mit Spitzohren wie Mr. Spock aus dem »Star Trek«-Universum.
Meisterhafte Fälschungen? Oder handelt es sich vielleicht doch um Relikte einer vergessenen Kultur, die unsere Geschichtsbücher nicht kennt? Vermutlich beides, wie Jose Maldonado, Restaurator bei der Banco Central, 2005 auf Nachfrage versicherte:»Einige der Metallplatten sind nachweislich gefälscht. Andere scheinen mindestens 3000 Jahre alt zu sein.«
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/68-wesen-aus-einer-anderen-welt-page48-1.jpg8941303Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2015-02-01 12:00:002025-12-15 19:37:20Wesen Aus Einer Anderen Welt
Wenn Blinde plötzlich wieder sehen und Taube wieder hören
Längst nicht alle Menschen, die unter visuellen oder akustischen Sinnestäuschungen leiden, sind psychisch krank. Auch geistig kern gesunde, blinde oder taube Zeitgenossen erleben im höheren Alter Pseudohalluzinationen, deren Ursprung selbst Mediziner und Neurologen verwirrt – weil sich derlei Erscheinungen nicht immer mit organischen Faktoren erklären lassen. Hören, sehen und spüren wir im hohen Alter anders als vorher? von Stéphanie Erni
m Herbst 2006 erhielt der amerikanische Neurologe Oliver Sacks einen Anruf aus einem PÁegeheim, in dem er regelmäs- Isig Patienten betreute. Rosalie, eine 90-jährige Bewohnerin sehe Dinge, die gar nicht existierten, sagten ihm die PÁegerinnen. Mit ihr stimme etwas nicht.
»Ich sehe Menschen in morgenländischer Kleidung. In wallenden Gewändern die Treppen hinauf- und hinabgehen«, erklärte Rosalie dem Neurologen anschliessend. »Ein Mann, der sich mir zuwendet und lächelt, aber er hat riesige Zähne auf der einen Seite des Mundes. Und Tiere. Ich sehe dieses Pferd, kein hübsches Tier, ein Arbeitspferd mit einem Geschirr, es zieht Schnee weg, aber alles wechselt ständig, ich sehe viele Kinder, sie gehen Treppen hinauf und hinab.« Der Arzt bemerkte, dass Rosalie während dieser Visionen ihre Augen geöffnet hielt und dass die Pupillen sich hin und her bewegten, als betrachte sie tatsächlich eine reale Szene. Das wirklich Verblüffende daran aber war, dass Rosalie eigentlich gar nichts sehen konnte. Sie war nämlich schon seit Jahren blind!
Die Personen, welche die betagte Patientin in ihren Halluzinationen sah, traten nicht mit ihr in Kontakt. Es sei wie im Film, erklärte sie Sacks. Dennoch erschienen ihr die Figuren körperlich und real, und sie fürchtete, den Verstand zu verlieren. Nach einer eingehenden Untersuchung war jedoch klar: Rosalie hatte kein psychisches und auch kein neurologisches Problem. Sie litt unter dem Charles-Bonnet-Syndrom.
Der gleichnamige Schweizer Naturforscher entdeckte und diag nostizierte das Phänomen im 18. Jahrhundert an seinem Grossvater Charles Lullin und Jahre später auch an sich selber.
Beide litten sie unter Halluzinationen, nachdem sie das Augenlicht verloren hatten. Grossvater Lullin war im Alter von 77 Jahren Ausgabe 2/2015 39
Ich sehe Menschen in morgenländischer, wallender Kleidung.
an einer Linsentrübung erkrankt. Er unterzog sich zwar einer Operation, erblindete aber dennoch zunehmend. Ab 1758, zwölf Jahre nach der Operation, sah er dann plötzlich Dinge, die nicht da waren und die seine verbliebene Sicht störten.
Anfänglich nur einzelne, alltägliche Gegenstände wie ein Taschentuch, das er vermeintlich ständig vor Augen hatte. Später wurden die Halluzinationen komplexer. So konnte er einmal beobachten, wie vor der Tür des Nachbarn eine Kutsche anhielt, die immer grösser wurde.
Und als ihn einmal seine Enkeltöchter besuchten, war er überrascht und erfreut, dass sie von zwei attraktiven, jungen Herren begleitet wurden. Schnell wurde ihm dann aber klar, dass er der einzige war, der die beiden Männer sah. Nach kurzer Zeit lösten sie sich vor ihm denn auch wieder in Luft auf.
»Sein Gehirn ist ein Theater« Enkel Charles Bonnet forderte den Grossvater auf, Protokoll zu führen und schrieb die Halluzinationen einer fortgesetzten Aktivität jener körperlichen Regionen zu, die seiner Auffassung nach zum Sehsystem gehörten. Wobei diese Aktivität jetzt vom Erinnerungsvermögen zehren musste, wie Sacks ausführt.
Charles Lullin empfand seine Halluzinationen demnach durchaus als angenehm und unterhaltsam. »Sein Gehirn ist ein Theater, in dem die Bühnenmaschinerie Vorstellungen inszeniert, die umso mehr Anlass zum Staunen bieten, als sie unerwartet sind«, notierte Enkel Bonnet zum Thema. So war sich Lullin im Nachhinein stets bewusst, dass es sich beim Gesehenen um Halluzinationen handelte – ein typisches Merkmal des Charles-Bonnet-Syndroms.
Und etwas, welches dieses von krankhaften Wahnvorstellungen unterscheidet, weshalb auch von Pseudohalluzinationen gesprochen wird.
»Das Charles-Bonnet-Syndrom ist nach Abgrenzung der Trugwahrnehmungen gegen psychiatrische Erkrankungen wie den Alterswahn und die Depression und nach Differenzierung gegen neurologische Störungen der hinteren Sehbahn gut als eigenständiges Syndrom zu identiÀzieren«, schrieb dazu der Neurologe Alexander Strickler vom Klinikum Aschaffenburg 2009. »Als Grundlage für das Charles-Bonnet- Syndrom interpretieren wir die fehlerhafte Verarbeitung der sozialen und sensorischen Deprivation (Mangel an Aussenreizen) durch das alternde Gehirn.« In seinem späteren Leben erkrankte Charles Bonnet schliess- Oliver Sacks. Halluzinationen sind in der Welt des britischen Neurologen Alltag.
lich selber an dem von ihm diagnostizierten Syndrom. Tröstlich für ihn – wie später auch für Sacks Patientin Rosalie: Die Halluzinationen waren nie von dauerhafter Natur. Bereits nach wenigen Tagen waren sie jeweils wieder verschwunden.
Allerdings nicht für immer. So hatte Rosalie Monate später nach einem besonders aufreibenden Tag einen Rückfall. Es seien»Gestalten hereingekommen«, erzählte sie dem Neurologen dies mal. Das Zimmer schien sich regelrecht zu füllen. »Die Wände verwandelten sich Leidet das alternde in grosse Tore; Hunderte von Menschen strömten herein. Die Frauen waren her- Gehirn an einem Mangel ausgeputzt, trugen elegante grüne Hüte an Aussenreizen?
und goldbesetzte Pelze, aber die Männer waren schrecklich – gross, bedrohlich, Ànster, wüst, die Lippen ständig in Bewegung, als sprächen sie.« Diese zweite Vision war derart real, dass Rosalie völlig vergass, dass sie am Charles-Bonnet-Syndrom litt. Sie erzählte später, sie sei derart entsetzt gewesen, dass sie in einem fort geschrien habe: »Schafft sie aus meinem Zimmer, öffnet die Tore!
Schafft sie raus! Dann schliesst die Tore!« Ausgabe 2/2015 Rosalie ist eine von unzähligen Patienten, die bei Oliver Sacks Gehör fanden. Der 82-jährige Brite, der noch immer praktiziert, wurde durch die Publikation seiner Fallgeschichten weltberühmt.
Sein wohl bekanntestes Werk (»Zeit des Erwachens«) beschäftigt sich mit einem Koma-Patienten und wurde 1990 verÀlmt.
Sein aktuelles Buch »Drachen, Doppelgänger und Dämonen« (2012/2013) befasst sich mit Menschen mit Halluzinationen.
Oliver Sacks betont darin ausdrücklich, dass Menschen nicht notwendigerweise krank sein müssen, um Visionen zu haben.
Einige haben sogar nur eine einzige Halluzination in ihrem Leben – zum Beispiel beim Einschlafen oder kurz nach dem Aufwachen. So hätte ein medizinischer Kollege von ihm ein einziges Mal um zwei Uhr nachts einen imposanten Indianer neben seinem Bett stehen sehen. Bis dieser sich wieder in Luft auÁöste, dachte der Arzt Àeberhaft darüber nach, wie der fremde Mann in sein Schlafzimmer gekommen war und was er beabsichtigt hatte.
Lange Zeit ignoriert und bis heute unterschätzt Die detailgetreue Echtheit der Vision und die klare Erinnerung daran, auch noch nach Jahren, seien das, was die Halluzination von einem klassischen Traum unterscheide, so Sacks. Das Charles-Bonnet-Syndrom, das er bei Rosalie diagnostiziert hatte, fand er bei vielen blinden und halbblinden Patienten. Der britische Neurologe stellte fest, dass das Syndrom weitaus häuÀger vorkommt als ursprünglich angenommen.
»Es gab bis 1990 nur eine Handvoll Fallgeschichten«, so Sacks. Eine Studie in den Niederlanden bestätigte aber, dass von 600 Patienten mit visuellen Problemen 15 Prozent komplexe Halluzinationen hatten und 80 Prozent einfache – mit Formen, Farben und Mustern. Für den Neurologen ist klar, dass das Phänomen auch heute noch oft nicht erkannt oder auch falsch diagnostiziert wird.
Doch damit nicht genug: In seiner Praxis begegnete Sacks auch geistig kerngesunden, tauben Patienten, die akustische Halluzinationen hatten. »Oft Musik oder musikalische Phrasen.« Der Neurologe:»Individuelle musikalische Halluzinationen weisen hinsichtlich ihrer Qualität grosse Unterschiede auf – manchmal sind sie leise, manchmal störend laut; manchmal einfach, manchmal komplex.« Allen gemein sei, dass sie»Wahrnehmungscharakter haben und eine scheinbar externe Quelle«.
So suchte etwa seine Patientin Diane G., die an zunehmendem Hörverlust litt, intensiv nach dem Radio, Charles Bonnet (1720–1793). Wie schon sein Grossvater, erlebte der Naturwissenschaftler im Alter Seltsames.
das ihrer Meinung nach »White Christmas« in Endlosschlaufe spielte: »Ich dachte, es komme aus einem Radio im Nebenzimmer, bis ich jede mögliche externe Quelle ausgeschlossen hatte.
Tagelang ging es so, und ich entdeckte rasch, dass ich es nicht abschalten oder leiser stellen konnte. Doch mit ein bisschen Übung konnte ich Text, Tempo und Harmonien verändern.« Wieso auch psychisch gesunde, blinde oder taube Menschen gelegentlich halluzinieren, konnte bislang nicht zufriedenstellend erklärt werden. Üblicherweise liegt eine Störung der Sehbahn oder des Auges, beziehungsweise Hörverlust oder Taubheit zugrunde. Im Gegensatz zur visuellen Vorstellung werden bei Halluzinationen die gleichen Regionen der Sehrinde aktiviert wie beim normalen Sehen. Sacks: »Halluzinationen bedienen sich derselben visuellen Areale und Bahnen wie die Wahrnehmung selbst.« Deshalb sind sie auch so irritierend – vor allem, wenn der Betroffene nicht Menschen und Tiere, sondern nur Muster oder Texte und Musiknoten sieht.
Der betagte Patient Arthur S. zum Beispiel erblickte Musiknoten, nachdem er einen Teil seines Sehvermögens verloren hatte.
Der frühere Chirurg, der sehr gut Klavier spielte, überlegte sich, ob ein Teil seines Gehirns nun eigene Musik komponierte. »Doch als er genauer hinschaute, erkannte er, dass es sich um eine unlesbare und unspielbare Partitur handelte, ein Potpourri von Noten ohne die geringste Bedeutung.« Plötzlich begann die Frau Noten-Partituren zu sehen Auch Sacks Patientin Marjorie erblickte Musiknoten. Die 77-Jährige litt unter einem grünen Star, der ihr den grössten Teil der unteren Hälfte ihres Blickfeldes verdeckte. »Plötzlich begann ich Partituren zu sehen – Linien, Zwischenräume, Noten und Notenschlüssel: Praktisch alles, was ich anblickte, war mit Noten beschrieben, allerdings nur dort, wo ich erblindet war!« Besonders spannend Àndet Sacks»Charles- Bonnet-Halluzinationen« dann, wenn der Betroffene nicht an einer Augenkrankheit leidet. 2008 suchte ihn eine Frau namens Zelda auf. Sie hatte erstmals eine Halluzination, als sie in einem Theater sass. »Plötzlich schien der sandfarbene Vorhang sich mit roten Rosen zu bedecken – wobei die Rosen dreidimensional waren und aus dem Vorhang herausragten.« Zelda hatte einfache und auch sehr komplexe Visionen.
»Als sie einmal mit ihrem Mann eine schneebedeckte Strasse entlangfuhr, erblickte sie zu ihrer Überraschung auf beiden Seiten der Strasse glänzende, grüne Büsche, an deren Blättern glitzernde Eiszapfen hingen.« Manche Halluzinationen waren sehr erschreckend. So sah sie, als Beifahrerin ebenfalls mit dem Auto unterwegs, plötzlich Ausgabe 2/2015 41 Selbst Medizinern an Erklärungen.
mangelt es bis heute Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Wie real ist unsere Fantasie? Träumen wir die Realität? Oder ist sie es, die uns träumen lässt?
eine Gestalt auf der Motorhaube. »Sie sah aus wie ein Halbwüchten habe das Gesicht wieder sein normales Aussehen angenomsiger, der sich auf die Arme stützte und die Beine in die Luft men. Ähnliches geschah der psychisch gesunden Frau auch mit streckte«, beschreibt Zelda ihre Vision. »Dort blieb er ungefähr ihrem eigenen Spiegelbild. So bemerkte sie beispielsweise »wie fünf Minuten lang. Selbst wenn wir abbogen, hielt er sich auf der ihr Haar sich zu einer Höhe von 30 Zentimetern auftürmte, so Motorhaube. Als wir auf den Parkplatz des Restaurants fuhren, dass sie sich erst mit einer Handbewegung davon überzeugen stieg er in die Luft auf, hoch hinauf am Gebäude, und blieb dort, musste, dass alles an seinem Platz war«. HäuÀg sah Zelda Obbis ich aus dem Auto gestiegen war.« jekte auch mehrfach. »Kochen und Essen war ziemlich schwierig«, notierte sie. »Ständig sah ich mehrere Bissen, wo es nur Wenn die Fantasie Kapriolen schlägt einen gab.« Ein anderes Mal sah Zelda eine ihrer Enkeltöchter zur Decke Solcherlei Halluzinationen können auch bewusst provoziert hinaufschweben und dort verschwinden. Ebenso wie drei »hewerden – beispielsweise durch Isolationshaft, denn auch der xenartige« Gestalten, »bewegungslos und hässlich, mit krum-»Mangel an Veränderung kann Wahrnehmungsstörungen hermer Nase, vorspringendem Kinn und bösen Augen – auch sie vorrufen«, so Oliver Sacks. Ein höheres Risiko für Halluzinatioverschwanden nach wenigen Sekunden.« nen haben ihm zufolge auch ansonsten Die Frau notierte auf Anraten ihre Halluzikerngesunde Seeleute. Oder Piloten, die Halluzinationen können nationen akribisch in ein Tagebuch. Denn lange in grosser Höhe durch einen leeren weder ihr Augenarzt noch ihr Kardiologe Himmel Áiegen. Und ein weiterer mögauch bewusst fanden eine Ursache für die beängstigenlicher Auslöser für solche Visionen sei produziert werden.
den Visionen.
Schlafentzug, zum Beispiel bei Extrem-Schliesslich unterzog sich die Frau eisportlern.
nem so genannten PET-Scan mit einem Computer-Tomographen.
Wie verwirrend Halluzinationen für Betroffene generell sind, Dieser offenbarte einen verringerten BlutÁuss in ihrem Okzipitalzeigt nicht zuletzt folgendes Beispiel, das dem Patienten eines und Parietallappen am hinteren Hirn. »Vermutlich die Ursache Kollegen von Oliver Sacks passierte. Der Betroffene hatte regeloder zumindest eine mögliche Ursache ihrer Halluzinationen«, so mässig Visionen und sah plötzlich einen fremden Mann vor dem Sacks.
Fenster seiner im 18. Stockwerk gelegenen Wohnung schweben. Verwirrend waren für Zelda Halluzinationen, die nicht völ- Als ihm dieser zuwinkte, reagierte der Mann absichtlich nicht auf lig neue Bilder zeigten, sondern das Betrachtete veränderten.
diesen Gruss, weil er seinen Augen nicht mehr traute. Die ver-»Etwa wenn sie ihrer Briefträgerin in der Eingangshalle ihres meintliche Halluzination erwies sich später jedoch als sein Fens-Wohnblocks begegnete und deren Nase anschwoll, bis sie eine terputzer, der ziemlich verstimmt war, dass sein freundliches groteske Wucherung in ihrem Gesicht war.« Nach wenigen Minu-Winken nicht erwidert wurde.
»»Was ich privat höre? Jede Art von Musik, ich habe auch keinen Fernseher. Ich verstehe aber die heutige Musik nicht. Ich finde, es gibt keine richtigen Künstler mehr. Es gibt heutzutage sehr gute Produzenten – aber nichts, was raussticht wie zum Beispiel einst Bob Marley. Ich glaube, die moderne Technologie hat Tricky, Musiker und Filmkünstler
das alles getötet…«
»Sie können über Jesus Witze machen oder über den katholischen Papst oder sogar über Helene Fischer – aber wenn man nicht suizidgefährdet ist, lässt man den Propheten Mohamme dbesser aus. Das ist eigentlich ein Witz, dass es im 21. Jahrhundert noch mittelalterliche Irrationalisten gibt, welche die Witzfreiheit einschränken können. Die Fähigkeit dazu haben sie in Paris eindrücklich nachgewiesen.« Dieter Nuhr, Kabarettist»Was mich erstaunt, ist die Annahme, die Weisungen der EU seien unverrückbar. Die EU ist ein Basar, selbst intern gibt es viele Ausnahmen. Dänemark hat den Euro nicht eingeführt, Schweden auch nicht – und sie werden ihn auch nicht einführen, obwohl sie müssten. Grossbritannien gehört nicht zum Schengen-Raum – das ist auch merkwürdig. Es wimmelt von
Tobias Straumann, Schweizer Wirtschaftshistoriker
Ausnahmen.«
Anzeigenschluss Ausgabe Nr. 3/2015: 1. April 2015 Bankverbindungen Deutschland BW Bank, Stuttgart Konto-Nr.: 14 1899 0 BLZ: 600 501 01 BIC: SOLADEST IBAN: DE96 6005 0101 0001 4189 90 Schweiz Basler Kantonalbank, Basel Konto-Nr.: 165.414.141.84 BIC: BKBBCHBB, Clearing-Nr.: 770 IBAN: CH25 0077 0016 5414 1418 4 Postcheckkonto, Basel: 40-93969-1 Copyright Alle Rechte vorbehalten. Wiedergabe nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion. Für unverlangte Zusendungen per Post wird keine Haftung übernommen. Foto-Rechte: www.
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»Nehmen Sie die UN, die ist für die Sicherheit auf der Welt geschaffen worden. Für den Krieg sind wir bereit, da haben wir alle Vorkehrungen getroffen. Wir haben die NATO, wir haben Divisionen, Jeeps, trainierte Leute. Aber was ist mit Seuchen? Wie viele Ärzte haben wir dafür, wie viele Flugzeuge, Zelte, was für Wissenschaftler? Gäbe es so etwas wie eine Weltregierung, wären wir besser vorbereitet.« Bill Gates,reichster Mann der Welt»Religion ist generell Blödsinn. Menschen müssen nicht auf jede Frage eine Antwort haben und können trotzdem glücklich sein. Meine Mutter ist katholisch, mein Vater war eher Teilzeit-Evangele, ich bin zum Glück nicht getauft. Als Kind habe ich bei Hochzeiten oder anderen Feierlichkeiten draussen vor der Tür gehockt. Manchen ist es wichtig, dass es nach dem Tod weitergeht. Mir ist das egal.« Jan Böhmermann, Moderator