Was lange währt, wird endlich gut: Das »Kujau-Kabinett« in Bietigheim-Bissingen hat seine Pforten mittlerweile geöffnet. Das kleine Museum beherbergt die bundesweit grösste Sammlung von Konrad Kujau (1938–2000). zu Berühmtheit gelangt war der Meisterfälscher mit seinen Hitler-Tagebüchern. neben Originalkopien jener 63 Plagiatskladden sind im neu eröffneten Ausstellungshaus, Áankiert von echtem Arbeitsmaterial, etliche weitere meisterhafte Hinterlassenschaften des berühmten Kopisten zu sehen. Darunter vermeintliche Kunstgemälde von Miro oder van gogh. Aber auch ein gutes Dutzend Autografen – unter anderem von goethe, Beethoven, Voltaire, Marx und Luther. ebenso eine gründungsurkunde der DDR.

zusammengetragen hat die Kollektion der süddeutsche Antiquitätenhändler Marc-Oliver Boger. einen Teil seiner Objekte konnte der Sammler von Kujaus nachfahren ergattern, anderes erstand er auf Auktionen und von Kunden des Fälschers oder reichen Militariasammlern. ebenfalls präsentiert wird im Museum die – ausnahmsweise echte – zellentür, hinter welcher der Meisterfälscher nach seiner Verurteilung drei Jahre lang eingesessen hatte (Foto rechts). geöffnet ist das neue »Kujau-Kabinett« jeweils am Sonntagnachmittag oder auf Anfrage. Weitere informationen im internet unter: www.kujau-kabinett.de

Hinter dieser Pforte schmorte Fälscher Kujau jahrelang im Knast – Abbildung 2

Titus Meier (36) will es wissen: Nach etlichen Jahren hat er seine Doktorarbeit über die P-26 endlich abgeschlossen, unter Obhut des Militärhistorikers Rudolf Jaun – seines Zeichens ehemaliger »Leiter des Archivdienstes VBS und Armee an der Eidgenössischen Militärbibliothek«. Meiers Dissertation erscheint Ende Mai 2018 unter dem Titel »Widerstandsvorbereitungen für den Besetzungsfall«. »mysteries« befragte den Historiker über den aktuellen Skandal, über den er »aus Rücksicht auf die Universität« vorläuÀg nur zurückhaltend Auskunft geben darf und will – und vielleicht auch aus Rücksicht auf das umstrittene »Museum des Widerstandes«, das ihn gemäss dessen Initianten ebenfalls mit Informationen unterstützte.

»mysteries«: Herr Meier, Ihre über 500-seitige Doktorarbeit gewähre »erstmals Quelleneinsicht zur Kaderorganisation P-26« heisst es seitens Ihres Verlags. Welche Dokumente konnten Sie in diesem Zusammenhang konkret einsehen?

Meier: Ich habe hauptsächlich mit Primärquellen gearbeitet, die ich entweder in Archiven oder in Nachlässen gefunden habe. Ergänzend konnte ich auch in ausländischen Archiven recherchieren, was mir eine umfassende Sicht auf das Thema ermöglichte. Bis zur Publikation darf ich leider noch nicht über alle Details meiner Arbeit Auskunft geben. Das ist eine AuÁage seitens der Universität Zürich, die ich beachten muss.

Bereits bestätigen kann ich allerdings, dass ich Unterlagen von ehemaligen P-26-Mitgliedern einsehen und für meine Arbeit verwenden durfte. Zwei persönliche Nachlässe habe ich zur Auswertung erhalten mit der AuÁage, sie anschliessend dem Bundesarchiv zu übergeben. Was ich selbstverständlich tun werde.

Gemäss Insidern sollen auch im ehemaligen Führungsbunker »Schweizerhof« in Gstaad respektive im dortigen »Museum« unzählige weitere Akten in Sachen P-26 lagern und von den Verantwortlichen dort gegenwärtig digitalisiert werden.

Ausgabe 2/2018 Blick in das kürzlich eröffnete geheime Bunkermuseum in Gstaad. Der Schriftzug rechts lässt tief blicken …

Haben Sie diese Dokumente als Forscher ebenfalls einsehen können?

Nein. Ich gehe aber davon aus, dass es sich um Unterlagen handelt, die ehemalige Mitglieder dem Museum übergeben haben.

Dabei handelt es sich wohl nicht zuletzt um »funktionsspeziÀsche Dokumente«, die in mehrfacher Ausführung erhalten sind.

Also beispielsweise Aufgebote zu einem Ausbildungskurs, worin das konspirative Vorgehen aufgeführt ist: Treffpunkt, vertrauliches Frage-Antwort-Spiel und so weiter …

Wie stufen Sie, in aller Kürze, die P-26 aus heutiger Sicht ein?

Das Projekt 26 war eine geheime Kaderorganisation für den Widerstand in einer feindbesetzten Schweiz. Sie wurde durch das Militärdepartement aufgebaut und wäre nach einer Aktivierung durch die Regierung im Besetzungsfall aktiv geworden. Sie war für den zivilen Widerstand zuständig, das heisst hauptsächlich für Propaganda und den Nachrichtendienst. Die eigentliche Bekämpfung des Gegners wäre Aufgabe der Jagdpioniere der Armee gewesen.

Gab es auf dieser Ebene Ihrer Meinung nach eine Zusammenarbeit der Schweiz mit ausländischen Militäreinheiten?

Es gab meines Wissens bilaterale Ausbildungskontakte mit den Engländern, aber keine Beziehungen zu ausländischen Einheiten. Vergleichbare Ausbildungskontakte waren auch in anderen militärischen Bereichen üblich. Als Kleinstaat ohne Kriegserfahrung im 20. Jahrhundert war die Schweiz im Kalten Krieg auf die Erfahrungen anderer Länder angewiesen.

Hatten Sie im Laufe der letzten Jahre Einblick in die mittlerweile verschollenen Akten?

Nein.

Was haben Sie gedacht, als Sie erfuhren, dass diese Unterlagen derzeit offenbar nicht mehr aufÀndbar sind?

Aktuell gibt es mehrere Möglichkeiten zum Verbleib der Akten, was natürlich Spekulationen Tür und Tor öffnet. Wichtig ist, dass jetzt intensiv danach gesucht wird und künftig alles unternommen wird, damit so etwas nicht noch einmal passiert! Ebenso wichtig ist für mich die Feststellung, dass der ungeschwärzte Bericht von Pierre Cornu erhalten geblieben ist. Hätte man etwas vertuschen wollen, so wäre wohl auch dieser Bericht verschwunden.

Woher nehmen Sie diese Gewissheit?

Wenn eine Verwaltungsstelle ihre Akten an das Bundesarchiv abliefert, wird festgehalten, welche Unterlagen übergeben worden sind. Das Bundesarchiv bildet anschliessend Dossiers und hält diese in einem Verzeichnis fest. Diese so genannten Findmittel sind im Bundesarchiv einsehbar – und daraus schliesse ich, dass der Cornu-Bericht wenigstens in einem Exemplar erhalten ist. Allerdings fehlen derzeit tatsächlich konkrete Hinweise auf die Akten der damaligen Untersuchung.

Interview: Ausgabe 2/2018 21

Historiker Titus Meier: »Auch ich konnte die verschwundenen Akten nicht einsehen« – Abbildung 2
Historiker Titus Meier: »Auch ich konnte die verschwundenen Akten nicht einsehen« – Abbildung 3
Historiker Titus Meier: »Auch ich konnte die verschwundenen Akten nicht einsehen« – Abbildung 4

Heilung durch Vibration

Besitzen unsere Stubentiger die verblüffende Fähigkeit sich selbst zu heilen? Helfen ihre Schnurrlaute womöglich auch menschliche Gebrechen zu lindern?

Ein von österreichischen Forschern entwickeltes Gerät weckt diesbezüglich Hoffnung. Seit einigen Jahren wird es unter der Bezeichnung »KST-2010« verkauft.

Nur: Was bewirkt der kostspielige »Vibrator« in der Praxis tatsächlich? Und welche Erfahrungen haben Hausärzte damit gemacht?

von Léonie Crevoisier Ausgabe 2/2018 okaltermin am 1. Dezember 2017: Im Sitzungszimmer der Schweizerischen Vereinigung für Raumenergie (SVR) sind Lein paar Dutzend Personen versammelt. Präsident Adolf Schneider kommt zum Höhepunkt des Nachmittags. Auf der Traktandenliste steht das Thema »Katzenschnurr-Gerät kann heilen – mit praktischer Demo«.

Ein Proband liegt auf einer Matratze am Boden, zwei viereckige Kissen auf den Knien, von denen Kabel zu einer kleinen Apparatur führen, kaum grösser als ein handelsüblicher Telefon-Router. Er habe Kniebeschwerden, hatte der Mann zuvor erzählt und würde das Gerät deshalb gerne mal ausprobieren.

Entspannt gibt er sich der Behandlung hin. Das mechanische Schnurren und Vibrieren wirkt auch für die Beobachter beruhigend, fast schon einschläfernd. Auf die Frage, wie er sich fühle, meint der Proband: »Gut.« Dass seine Kniebeschwerden sofort verschwinden würden, hatte er nicht erwartet. Dazu bräuchte es selbstverständlich eine längere Behandlung, also mehrere Therapiesitzungen, wie Adolf Schneider gegenüber den Anwesenden ausführt. »Der Therapiemethode liegt unter anderem die Feststellung zugrunde, dass Katzen die Selbstheilung durch Ausgabe 2/2018 41 ihre Schnurrlaute verstärken und daher von Krankheiten, ja sogar von Knochenbrüchen, schneller genesen. Warum sollte dies nicht auch bei uns Menschen funktionieren?« Entwickelt hat das »KST-2010« Fritz Florian, ein Facharzt für Radiologie aus Graz, gemeinsam mit dem Wiener Ingenieur Joachim Galler, der es auch vertreibt. Gallers Powerpoint-Datei, die er »mysteries« auf Anfrage zur Verfügung stellte, verspricht tatsächlich Verblüffendes. Da ist die Rede von Heilung bei Arthrose (»Knorpel wird wieder ausreichend mit Gelenksschmierstoff versorgt«), bei Kniegelenksversteifung und Schmerzen in der Lendenwirbelsäule (»Patient nach mehreren Sitzungen fast schmerzfrei«), bei Wadenmuskelrissen (»Sportler konnte nach Patient während der Behandlung. Die vibrierenden Polster scheinen eine positive Wirkung zu haben.

15 Sitzungen den Marathon laufen«) oder bei Lungenerkrankungen (»nach der Behandlung weniger Kurzatmigkeit und freieres Atmen«). »Studien sind publiziert worden«, heisst es vielsprechend – leider ohne konkretere medizinische Referenzen.

Wer im Internet das Stichwort »Katzenschnurren« eingibt, stösst ergänzend auf schier unzählige Links, zumeist ebenfalls ohne Quellenangaben. So heisst es etwa, das Schnurren sei für die Katze »weniger ein Wohlfühllaut als eine Art Musiktherapie, mit der sie ihren Knochen und Gelenken beim Heilen hilft«. Oder auch: »Jeder Veterinär und jeder Orthopäde weiss, dass Knochenbrüche bei Katzen mit Leichtigkeit heilen, während es bei Hunden oft Probleme gibt.« Nur: Stimmt das alles wirklich? Was Ausgabe 2/2018 ist reines Wunschdenken – und was lässt sich tatsächlich wis- Vibration und deren Kontrolle« in Bristol veröffentlicht (»The Felid senschaftlich beweisen?

Purr: A bio-mechanical healing mechanism«).

Intensive Forschungen zum Thema betreibt das »Fauna Com-Elizabeth von Muggenthaler ist nicht die einzige, die einen munications Research Institute« in North Carolina (USA) unter Zusammenhang zwischen der Schnurrfrequenz und der Heider Bio-Akustikerin Elizabeth von Muggenthaler. Ihren Erkenntlung von Knochenbrüchen ortet. Auch der renommierte deutnissen zufolge schnurren Katzen nicht nur, um ihre Zufriedensche Professor Leo Brunnberg, bis Ende 2016 Leiter der Tierheit zu zeigen, sondern nutzen besagte Gabe auch als Überleklinik der Freien Universität Berlin, ist davon überzeugt, dass bensvorteil, den sie sich im Laufe ihrer Entwicklung angeeignet die durch Schnurrlaute erzeugte Vibration die Muskeln minimal haben. »Manche Katzen schnurren sogar, wenn sie Angst haben, verletzt sind, gebären oder sterben, wie etliche Halter bestätigen können«, gibt die Forscherin zu bedenken.

Solcher »akustischer Luxus« sei von der Natur kaum erdacht worden, wenn er keinen praktischen Vorteil im Überlebenskampf bringen würde, betont Elizabeth Muggenthaler. »Vielmehr scheinen Katzen im Laufe der Evolution eine Methode für die fortlaufende Regeneration und Aktivierung ihrer Körperzellen entwickelt zu haben.«»Biomechanischer Heilmechanismus« Seit vielen Jahren führt Muggenthalers Non-ProÀt-Organisation empirische Studien zu den Kommunikationsarten verschiedener Tiere durch. »Ist es möglich, dass die Evolution die Katzen mit einem natürlichen Heilungsmechanismus für Knochen und andere Organe ausgestattet hat?«, fragte sie bereits in der 2006 erschienenen Studie »Katzenschnurren – ein biomechanischer Heilmechanismus«. Antwort: »Wie es scheint, können die durch Schnurren generierten Schallwellen bei Hauskatzen tatsächlich Heilungsprozesse im Knochengewebe unterstützen.« Die Tierstimmen-Forscherin hatte zu diesem Zweck die Schnurrlaute von 44 Katzen gemessen, aufgezeichnet und ausgewertet. Neben Hauskatzen wurden auch Raubkatzen wie Geparde, Pumas oder Ozelote berücksichtigt. Die erstaunlichen Ergebnisse ihrer Untersuchungen wurden im Kongressbericht der »12. Internationalen Konferenz zu Niederfrequenzlärm und Adolf Schneider bei der Vorbereitung der Demonstration.

Ausgabe 2/2018 bewegt und dadurch das Knochenwachstum beschleunigt wird.

»Wir glauben ebenfalls, dass diese Mikrobewegung für die Frakturheilung von Bedeutung ist«, bestätigt der mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnete Veterinärmediziner gegenüber»mysteries«. »Bis jetzt können wir das aber noch nicht endgültig belegen.« Jedenfalls sei es auch für ihn mehr als erstaunlich, dass Knochenbrüche bei Katzen schneller heilen als bei Hunden. Ein Mysterium, das Tierärzte bis heute beschäftigt.

Erstaunliche Selbstheilungskräfte Auch Elizabeth von Muggenthaler kann die heilende Kraft des Schnurrens nicht hundertprozentig beweisen. Für sie spricht dennoch alles dafür: »Die natürliche Selektion der Evolution hat das Schnurren bei verschiedenen Katzenarten in unterschiedlichen Regionen sehr lange erhalten. Das spricht für eine lebenswichtige Bedeutung. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Schnurren auch Energie benötigt und eine kranke Katze diese Energie nicht ohne guten Grund aufbringen würde.« Die Vorstellung, dass Schnurren lediglich eine Ausdrucksform ist, verwirft die Forscherin, »weil es ja in verschiedenen Gefühlsmomenten und Situationen angewendet wird«. Katzen würden das Schnurren zwar etwa als »Friedensangebot« benutzen, um dem Gegenüber zu zeigen, dass sie keine feindlichen Absichten haben. »Aber sie schnurren – wie bereits erwähnt – eben oftmals auch, wenn sie verletzt in einem KäÀg beim Tierarzt liegen.« Die nachweisbaren Selbstheilungskräfte unserer Samtpfoten erstaunen auch weitere Forscher. So enthüllte etwa eine amerikanische Studie 1996, dass nach einer Kastration durchschnittlich lediglich 1,2 Prozent aller Katzen Komplikationen hatten.

Bei Hunden lag der Durchschnitt bei 9,8 Prozent. Und bereits Stubentiger. Vermutlich setzen Katzen ihr Schnurren auch prophylaktisch ein – zur Vorbeugung von Muskelschwund.

Die Evolution hat das überlebenswichtig ist.

Schnurren erhalten – weil es 1987 hielten US-Tierärzte im »Journal of the American Veterinary Medical Association« fest, dass in 132 untersuchten Fällen, in denen Katzen aus einem oberen Stockwerk eines Hochhauses Àelen, 90 Prozent der Tiere überlebten. Die meisten stürzten aus einer Höhe von mindestens sieben Stockwerken in die Tiefe. Der Rekord lag in einem Fall bei der 45. Etage. Doch selbst dieser Stubentiger überlebte, trotz schwerer Verletzungen.

Für Muggenthaler ist diese erstaunlich hohe Überlebensquote nicht verwunderlich, wenn man den Schnurrfaktor berücksichtigt. »Die dominanten Frequenzen bei drei von uns untersuchten Katzenarten lagen exakt bei 25 oder 50 Hertz«, erklärt die engagierte Forscherin. »Das ist die beste Vibrationsfrequenz für Knochenwachstum und das Heilen von Frakturen.« Allgemein würden sich Vibrationsfrequenzen zwischen 20 und 140 Hertz bei verschiedenen Krankheiten heilend auswirken. Frequenzen von 18 bis 36 Hertz wiederum würden in der Biomechanik zur Unterstützung der Gelenkbeweglichkeit benutzt. »Alle untersuchten Katzen konnten in diesem Bereich schnurren«, so die Leiterin von »Fauna Communications«. Dasselbe gilt auch bei der Schmerzbekämpfung. Hier seien 50 bis 150 Hertz nützlich, und »alle Katzen zeichnen sich durch mindestens fünf dominante Schwingfrequenzen in diesem Bereich aus«.

Die breiteste Palette an Schnurrfrequenzen haben übrigens Hauskatzen. Die Stubentiger, vermutet von Muggenthaler, würden das Schnurren aber auch prophylaktisch einsetzen – zur Vorbeugung von Muskelschwund. Denn Katzen schlafen viel.

Während dieser Ruhephasen werden die Muskeln nicht aktiv trainiert. »Wenn Katzen sich nur sporadisch bewegen, ist es für sie von Vorteil, Knochen und Muskeln auch in der Ruhephase zu stimulieren.« Dass Vibrationen einen positiven gesundheitlichen Effekt auf Organismen ausüben können, wurde auch schon bei Menschen belegt. Eine belgische Pilotstudie untersuchte 2004 die Wirkung der Vibrationsplatten »Power Plate« auf die Knochendichte. Frauen zwischen 58 und 74 Jahren trainierten während sechs Monaten dreimal wöchentlich auf einer Vibrationsplatte bei 35 bis 40 Hertz. Die Vergleichsgruppen mühten sich an herkömmlichen Fitnessgeräten ab oder taten gar nichts.

Resultat: Bei Frauen, die konventionelles Krafttraining durchführten oder der anderen Kontrollgruppe angehörten, nahm die Knochendichte ab. Hier »konnte nur der altersbedingte Rückgang der Knochendichte um 0,6 Prozent beobachtet werden«, schrieben die Forscher im »Journal of Bone and Mineral Research«. Das Vibrationstraining hingegen»verbesserte die isometrische und dynamische Muskelkraft und erhöhte die Knochendichte in der Hüfte signiÀkant um 0,9 Prozent«, so die Wissenschaftler.

Ausgabe 2/2018 Das »KST-2010« in Nahaufnahme. Aussagekräftige medizinische Wirksamkeitsstudien dazu sind derzeit leider noch Mangelware.

Auf die Idee, Katzenschnurren als Therapiemethode anzuwenden, kam vor Jahren bereits der Allgemeinmediziner Kurt Pinter aus Graz. »Es war die Studie von Elizabeth von Muggenthaler mit ihren Frequenzmessungen, die mich dazu brachte, mit Bezug auf die Menschen weiterzuforschen«, bestätigt der österreichische Arzt gegenüber »mysteries«.

Hilfe für Asthmatiker, Lungenkranke und Diabetiker?

Pinters Kollege Fritz Florian, der eingangs erwähnte Radiologe aus Graz, konstruierte zu diesem Zweck sein erwähntes »Katzenschnurr-Therapiegerät KST-2010«, das in der Praxis seither eifrig Anwendung Àndet. »Die Apparatur besteht aus einem Verstärker, der mit Software bestückt ist – dem Katzenschnurren, das mittels eines hochempÀndlichen Mikrophons authentisch aufgenommen wurde – und der den Körperschall, also nicht das Schnurrgeräusch sondern die Vibration, über eine spezielle Art Lautsprecher auf kleine Polster überträgt«, erklärt der Arzt.

Diese Kissen werden vom Therapeuten dann auf den Ausgangspunkt des Schmerzes oder die Schmerzregion gelegt, »wobei auch Akupunkturpunkte Verwendung Ànden«.

Angefangen hatte Kurt Pinter mit der Behandlung von Schmerzpatienten.

»Trotz anfänglich häuÀger Skepsis der Patienten habe ich überraschend gute Ergebnisse mit dieser Methode erzielt, die oft weit über das Erwartete hinausgingen. So konnte Professor Leo Brunnberg (links). Auch er räumt dem Schnurrmechanismus hinsichtlich Frakturheilung Bedeutung ein.

Ausgabe 2/2018 45 zum Beispiel ein Dauereffekt, also weitere Schmerzfreiheit auch nach Beendigung der Therapie erreicht werden.« Bereits Àxierte Operationstermine chronisch erkrankter, schmerzhafter Gelenke konnten nach der Therapie zudem von einigen Patienten abgesagt werden.

Ausserdem entdeckte der Österreicher, dass auch Lungenkranke auffällig gut auf die Therapie ansprechen, »zum Beispiel bei Asthma oder Chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD). Es konnten dabei sogar Medikamentverabreichungen eingespart werden.« Weiter sei es ihm schon mehrmals gelungen, mittels rechtzeitigen Einsatzes der Schnurrtherapie im einen oder anderen Fall Durchblutungsstörungen zu lindern und damit beispielsweise Zehenamputationen von Diabetikern zu verhindern.

Mit pauschalen Heilsversprechen bleibt Kurt Pinter als Mediziner selbstverständlich vorsichtig: »Den Diabetes kann natürlich auch eine Katze nicht heilen!«, warnt er vor übertriebenen Hoffnungen und Heilserwartungen. Ebenso sei bei anderen Krankheiten Vorsicht geboten und auf jeden Fall eine Abklärung durch Spezialisten notwendig.

Pinter rät deshalb auch davon ab, das Gerät ausschliesslich in Eigenregie anzuwenden. Fakt aber sei: Es nütze dem Bewegungsapparat, der Lunge, bei Osteoporose, Durchblutungsstörungen sowie Ödemen und bringe nicht zuletzt psychische Erleichterung und Ruhemomente in Stresssituationen: »Wer je eine schnurrende Katze neben oder auf sich gespürt hat, weiss um die entspannende Wirkung Entspannende und Stresssituationen.

wohltuende Wirkung in Vereinigung für Raumenergie war die Begeisterung jedenfalls gross, Skepsis war kaum zu spüren. Ingenieur Adolf Schneider versicherte nach der Demonstration, man werde das Thema auf jeden Fall weiter verfolgen.

Auch »mysteries« kann und will die positive therapeutische Wirkung des Gerätes nicht in Zweifel ziehen. Umso mehr, als Hilfesuchenden mit Katzenallergie damit vermutlich geholfen werden kann – auch wenn die Apparatur mit ihrem stolzen Verkaufspreis in der Höhe eines neuen iPhones nicht eben kostengünstig ist.

Allen anderen Tierfreunden raten wir zur Selbsthilfe: Warum sich nicht einfach einen lebenden Stubentiger aus dem Tierheim in die eigene Stube holen, um ihm in seinen letzten Lebensjahren ohne Erwartung etwas Liebe und Zuneigung zu schenken? Wetten, dass er sich auf die eine oder andere Weise revanchieren wird?

Katzenkönigin Bastet: Bereits die alten Ägypter schrieben ihr Heilkräfte zu Zu Ägyptens ältesten mythologischen Göttinnen zählt Katzengöttin Bast respektive Bastet (links unten). Als im Land am Nil Katzen um das Jahr 1000 vor Christus domestiziert wurden und in den Wohnhäusern Eingang fanden, wurde ihnen gehuldigt, da sie die Vorräte vor Mäusen und Ratten schützten. Uralte ägyptische Darstellungen und Wandmalereien ähneln dabei nicht zuletzt einer von Natur aus getupften Katzenrasse, die heute als »Ägyptische Mau« gezüchtet wird und im Reich der Pharaonen für ihr Leben nach dem Tod mitunter sogar einbalsamiert wurde. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von knapp 50 Stundenkilometern, zählt die ebenso gesellige wie verschmuste »Mau« bis heute zu den schnellsten aller noch lebenden Hauskatzen (Foto rechts). Bastet wurde von den alten Ägyptern übrigens als Göttin der Liebe und Freude, Schutzgöttin der Fruchtbarkeit, Schwangerschaft und Geburt verehrt. Und: Sie soll auch heilende Kräfte gehabt haben! Schliesst sich hier der Kreis?

Können uns Katzen gesund schnurren? – Abbildung 2
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Als Teenager verstörte Angelika Meier ihre Eltern mit ihrer Yoga-Leidenschaft, frönte später vorübergehend dem Luxusleben – und kehrte schliesslich zu ihren spirituellen Wurzeln zurück. »mysteries« traf eine gereifte Frau, die Erleuchtung suchte und Lebenskraft fand. Zum 30.

Mal organisiert sie im Mai 2018 Zürichs grösste Bewusstseins-Messe.

von Mikael Berglund Ausgabe 2/2018 rer Tochter. »Sie sah rot«, erinnert sich Angelika Meier. Doch für das junge Mädchen ist dies der Beginn eines neuen, spirituellen Lebenswegs. Nicht nur Yoga hat es ihr angetan – sie beginnt auch, sich für indische Mythologie und hinduistische Schriften zu interessieren. »Ich bemerkte damals, dass ich ganz andere Gedanken als die meisten Menschen in meinem Umfeld hatte«, sagt Meier und ergänzt: »Mir wurde enorm wichtig, dass ich auf meine Gedanken und Gefühle achte.« Gleichzeitig habe sie auch die Gedanken der Personen in ihrem Umfeld zunehmend intensiver wahrgenommen und gemerkt, »dass deren gesprochenen Worte oft nicht echt waren«.

Mehr als zwei Jahre lang übt sie in der Folge allein und ohne Anleitung mit ihrem Buch – bis zu dem Tag, an dem sie in klassischer Yogastellung in ihrem Zimmer sitzt »und mich plötzlich eine enorme Stille und Glücksgefühle durchströmten«. In diesem Moment habe sie gewusst: Das will ich! Sie ist inzwischen 16 Jahre alt und vom Wunsch beseelt, nach Indien zu reisen und sich einen Guru zu suchen. Ihre Mutter aber reagiert erneut entsetzt – und sperrt die Tochter nur noch mehr ein. »Ich erfuhr grossen Widerstand von ihr und ihrem Mann«, erinnert sich Angelika. Nirgendwo habe sie Verständnis gefunden, wird von vielen als »Spinnerin« bezeichnet.

Später landet sie in der Werbe- und Marketingbranche und»schmiss mich nach erfolgreichem Handelsdiplom erstmal in die grosse, weite Welt«, wie sie es ausdrückt. »Ich habe gemacht, was alle machten und versuchte, meine Rolle zu spielen.« Bald bereist sie die internationalen Metropolen dieser Welt, steigt in teuren Hotels ab, hält Vorträge zum Thema Marketing vor Firmendirektoren und Werbeexperten. »Irgendwie fühlte ich mich wie im falschen Film, aber ich habe meine Rolle zumindest gut gespielt.« Nur sei ihr irgendwann bewusst geworden, »dass es nicht das ist, was ich möchte«.

Was nun? Geld wird Angelikas nächste Triebfeder. Immer noch in jüngeren Jahren lernt sie einen vom lybischen Machthaber GaddaÀ gestürzten Prinzen in dessen Genfer Exil kennen, wird von ihm in Kreise eingeführt, in denen es um Millionen und dubiose Waffendeals geht. Und sie merkt später, dass auch farbenfroh bedrucktes Papiergeld nur bedingt glücklich macht.

Angelika beginnt wieder verstärkt, zu meditieren und in ihr Innerstes zu horchen.

s sind die stechend blauen Augen eines braun gebrannten Yogis, die sie als junges Mädchen in den Bann zie- Ehen – und ihr weiteres Leben entscheidend beeinÁussen sollten. »Ich war damals 13 Jahre alt und mit einer Freundin im Schwimmbad«, erinnert sich Angelika Meier. »Da war dieser unbekannte Mann, der über Yoga sprach – und als er merkte, dass mich das Thema interessierte, empfahl er mir das Buch ›Hatha- Yoga‹ von Yesudian.« Die Teenagerin kauft sich das Werk und versucht sich zu Hause sofort an den darin beschriebenen Yoga-Übungen. Ihre Mutter ist gar nicht begeistert von der neuen Leidenschaft ih- Eine Parklücke als Wink des Schicksals Die entscheidende beruÁiche und spirituelle Abzweigung auf ihrem Lebensweg verdankt sie einer kleinen Parklücke vor dem Zürcher Bernhard-Theater. »Ich kannte Eynar Grabowsky, den damaligen Direktor, und wollte ihn kurz besuchen.« Der bekannte Veranstalter (»Phantom der Oper«) lädt sie zum Essen ein und fragt sie beiläuÀg, ob sie ihm wegen des Todes einer Geschäftspartnerin nicht kurzfristig aushelfen könnte. Der »Notfall« sollte 21 Jahre dauern. »Es war ein spannender Job. Als Geschäftsführerin machte ich die Bekanntschaft vieler Schauspieler und lernte dabei eine Menge.« Irgendwann unterbreitet Angelika Meier ihrem Chef die Idee, an spielfreien Montagen esoterische Kurse und Vorträge anzubieten. Grabowsky war skeptisch. Noch gut erinnert sie sich, wie der charismatische und später leider freiwillig aus dem Leben Ausgabe 2/2018 53 geschiedene Unternehmer bei einem Restaurantbesuch den Kellner fragte, ob dieser an ein Leben nach dem Tod glaube.

»Dann zeigte er auf mich und sagte lauthals: Die da tut das!« Dennoch bekommt sie schliesslich grünes Licht, und so organisiert Angelika Meier Ende der 1970er- Jahre erste Vorträge zum Thema Esoterik im Bernhard-Theater. Ganz zu Beginn habe sich das Interesse der Leute im Rahmen gehalten, manche hätten vieles als Hokuspokus abgetan. Doch irgendwann beginnt der grosse Run auf Vorträge namhafter esoterischer »Stars« wie Diplompsychologe Thorwald Dethlefsen oder Psychotherapeut Ruediger Dahlke. Das Interesse wuchs, der Erfolg bestärkte sie.

Positiver Gegenpol zu negativen Geschehnissen Alles Gute gedeiht und vergeht – und so organisiert Angelika Meier seit mittlerweile dreissig Jahren ihren eigenen jährlichen»Lebenskraft«-Kongress samt esoterischer Messe. »Wenn ich mich heute so umschaue, denke ich oft: Es hat wohl schon einen Sinn, dass ich die ›Lebenskraft‹ veranstalte«, sinniert sie. »Meine Veranstaltungen sollen eine Art Gegenpol zu all dem Negativen anbieten, das sonst in dieser Welt passiert und zu beobachten ist.« Wobei es ihr nicht nur um den spirituellen Bereich geht, sondern auch um das Bewusstsein. Guten Gewissens möchte sie damit alternative Wege aufzeigen, die den Menschen helfen, ihr Leben mit mehr Freude und Erfüllung zu leben.

Persönlich stimme es sie eher traurig, wenn Menschen ande- Eine kleine schwarze Giftschlange schenkte mir neuen Lebensmut.

re ausnützen würden, um sich zu bereichern. Immer wieder musste und muss sie sich deshalb mit der Frage auseinandersetzen, ob im esoterischen Bereich nicht auch Schindluder betrieben wird. Nach rund 30 Jahren sagt Meier selbstkritisch und dennoch selbstbewusst: »Ich kann so etwas leider nicht ganz ausschliessen, aber ich kann es als Veranstalterin mittlerweile zumindest in Grenzen halten.« Sie sei in dieser Hinsicht im Laufe der Zeit gelassener geworden. Wobei die meisten Lebensberater, die bei ihr auftreten, ihr entweder bereits persönlich bekannt sind oder sie diese vorab kennenlernen möchte. »Und wenn mir etwas unglaubwürdig erscheint, sage ich klar: Stopp!« Vertraut sie auch privat auf Glücksbringer? Sie besitze ein paar davon, liebe vor allem Steine, von denen sie auch in der Natur oft welche einstecke, schmunzelt sie. In ihrer Wohnung stehen auch einige Kristalle. Und auch gewisse Schmuckstücke betrachtet sie als positive Kleinodien.

Vor allem ein Ring, den Amma, Ehefrau von Sri Bhagavan und Mitbegründerin der spirituellen Oneness Universität in Indien, getragen haben soll, zählt dazu. »Es ist aber nicht so, dass ich nicht aus dem Haus gehen würde, wenn ich den Ring einmal nicht am Finger hätte.« Materielle Glücksbringer im klassischen Sinn benötigt Angelika Meier sowieso nicht mehr. Denn bereits vor Jahren machte sie eine spirituelle Erfahrung, die ihr Leben prägen sollte: Mit ihrem damaligen Partner Eugen, einem Jazz-Musiker und Vater von Roger Cicero, ist sie in Japan unterwegs. Zum Abschluss von dessen Tour hängen die beiden noch einen Thailand-Aufenthalt dran. »Ich war schwanger, sehr krank und litt elendiglich unter Amöbenruhr«, erinnert sie sich. Medikamente habe sie wegen des Babys nicht nehmen dürfen, und so sei es ihr immer schlechter gegangen.

Irgendwann habe sie Eugen an den Strand geschleppt, wo sie sich eine Massage geben liess, was zumindest die Schmerzen etwas gelindert habe. »Als ich so am Strand lag, den Blick aufs Meer gerichtet, wollte ich eigentlich nur noch sterben«, erzählt sie. In dem Moment sei ihr die Geschichte vom »Kleinen Prinzen« in den Sinn gekommen und dessen Begegnung mit der Schlange. »Und ich dachte mir, wenn jetzt so eine kleine schwarze Schlange käme, wäre für mich alles vorbei.« Als Angelika kurz darauf an einem Baum vorbei läuft, bekommt sie zunächst nur mit, wie umstehende Einheimische erschrocken aufschreien. Und in dem Moment sieht sie es ebenfalls: Zwischen den Ästen schlängelt sich eine kleine schwarze Schlange! »Ich wusste, dass sie hochgiftig ist, blickte sie an und spürte, dass sie wegen mir gekommen war.« Plötzlich fühlt sie Ausgabe 2/2018 einen unbändigen Lebenswillen in sich. Von ihrem gerade noch dagewesenen Wunsch, sterben zu wollen, will sie jetzt nichts mehr wissen. »Ich schaute die Schlange an, bedankte mich bei ihr, dass sie gekommen war, und gab ihr intuitiv zu verstehen, dass der Zeitpunkt noch nicht da sei für mich zu gehen und auch mein Kind leben wolle.« Die Schlange habe sich darauf zurückgezogen. »Dieses Erlebnis war sehr prägend für mich.« Das Grössere im Kleineren gefunden Hat sie, die in ihrem bisherigen Leben, derart viel Helles und Dunkles erfahren und erlebt hat, noch Träume? Lange habe sie davon geträumt, in ihrem Leben »Erleuchtung« zu Ànden, räumt sie unverhohlen ein. Unterdessen aber ist sie bescheidener geworden. Glück liegt für Angelika Meier heute vielmehr in kleinen Dingen – etwa beim Kochen oder beim Feuermachen in ihrem Kachelofen. Ihre eigene, ganz persönliche Lebenskraft schöpft sie vor allem aus täglicher Meditation, zum anderen aus der Natur. Sie geht genauso gerne im Wald spazieren wie sie in ihrem Garten sitzt mit Blick auf die majestätischen Berggipfel in der Ferne.

Ihren Jugendtraum, nach Indien zu gehen, hat sie sich inzwischen ebenfalls erfüllt. Vor sechs Jahren reiste sie das erste Mal nach Chennai, dem früheren Madras. Warum erst so spät? »Unterschwellig hatte ich all die Jahre intuitiv Angst davor, dort zu bleiben«, sagt Meier nachdenklich. Doch sie hat Kinder und damit auch Verantwortung. Inzwischen sind alle drei Persönliche Lebenskraft schöpft sie aus ihrer täglichen Meditation.

Töchter erwachsen – auch die Jüngste, die ihre Mutter bei der»Lebenskraft«-Messe mittlerweile tatkräftig unterstützt und mit der »Young Spirit«-Veranstaltungsreihe frischen Wind einbringt.

Die Unternehmerin ist überzeugt davon, dass gerade heute viele junge Leute das Bedürfnis nach Hilfe in Lebens- und Sinnfragen haben, oft aber nicht wissen, wo sie diese Hilfe erhalten können. Auch sie sollen an ihren »Lebenskraft«-Veranstaltungen eine Art Leitfaden Ànden. Als eines der Highlights für junge Messe-Besucher haben sie und ihre Jüngste in diesem Jahr deshalb Detlef Soost für einen Workshop gewinnen können. Der deutsche Tänzer und Choreograf, der als Coach der Castingshow»Popstars« bekannt wurde, wird Interessierten dort seine persönlichen »5 steps to success – 5 Schritte zum Erfolg« verraten.

Ihre eigenen Kindern versuchte Angelika Meier bereits in frühen Jahren Eigenverantwortung zu lehren.»Kinder funktionieren heute anders, als noch vor Jahren«, ist sie überzeugt. Sie habe ihren drei Töchtern viele Dinge und Massstäbe erklärt und versucht, durch ihr eigenes Vorbild zu überzeugen. »Aber autoritär etwas durchzudrücken, wäre mir nie in den Sinn gekommen.« Aufgabe aller Eltern bleibt es ihrer Meinung nach, Kinder zu schützen und in Freiheit erblühen zu lassen. »Bei einer kleinen Blume geht man ja auch nicht einfach hin und beginnt sie mitten im Frühling gewaltsam aus dem Erdreich zu reissen…« ➤ Infos: www.lebenskraft.ch Liegen die Antworten auf alle Fragen in uns selbst? Messe-Veranstalterin Angelika Meier beim Meditieren in ihrer Wohnung.

Ausgabe 2/2018

Lebenskraft dank Spiritualität – Abbildung 2
Lebenskraft dank Spiritualität – Abbildung 3
Lebenskraft dank Spiritualität – Abbildung 4
Lebenskraft dank Spiritualität – Abbildung 5
Lebenskraft dank Spiritualität – Abbildung 6
Lebenskraft dank Spiritualität – Abbildung 7

Man sitzt im Auto – und fährt und fährt und fährt. Aus heiterem Himmel reisst einen plötzlich ein seltsam harmonischer Singsang aus den Gedanken. Was für hiesige Verkehrsteilnehmer kurios klingt, ist für manchen Japaner längst Alltag. Zur Verkehrserziehung und um Unfälle zu vermeiden, setzen die dortigen Behörden vermehrt auf so genannte Musical Roads – »Musik-Strassen«.

Ob Notenschlüssel auf dem Asphalt oder Warntafeln: Wer derlei Signale berücksichtigt, wird für korrektes Fahren musikalisch belohnt.

Die Asiaten machen es uns einmal mehr vor: Wer sich in Japan schwer erträglich, die Langeweile betäubt die Furcht vor Radaran das vorgegebene Tempolimit hält, kann auf bestimmten fallen«, beschreibt ein Reisejournalist die Situation. »Plötzlich Autostrassen dank komplex in den Asphalt eingearbeiteter Spurtauchen seltsame Schilder auf: ›Melody Road‹ steht darauf gerillen harmonische Klänge geniessen, die über die Reifen ins schrieben. Danach beginnt ein Gesang unter den Reifen. Und er Wageninnere transportiert werden (Bild unten). Wer dagegen zu klingt wirklich fabelhaft.« schnell fährt, wird mit einem dissonanten Tonsalat bestraft.

Musikalische Verkehrspädagogik ist kein ausschliesslich Über 30 »singende« Strassenabschnitte gibt es in Japan mittasiatisches Phänomen: Erfunden wurde die Technik 1995 von lerweile. Und sie haben sich zu kleinen touristischen Attraktiozwei Künstlern aus Dänemark. »Asphaltophone« nannten Steen nen entwickelt. Nicht zuletzt jene schmale Gebirgsroute nahe Krarup Jensen und Jakob Freud-Magnus ihre befahrbare und der Stadt Nakanojo, die zum Mount Fuji führt. »Die Höchstklingende Installation. Auch in den USA existieren mittlerweile geschwindigkeit von 40 Stundenkilometern wird irgendwann ähnlich summende Strassen, etwa bei Lancaster in Kalifornien oder bei Tijeras, New Mexico. In Lancaster ertönt auf der West Avenue K bei korrektem Tempo sogar ein Teil von Rossinis berühmter »Wilhelm Tell«-Ouvertüre – zumindest in Ansätzen. Anwohner hatten sich zuvor über den zu lauten Strassenbelag beschwert. Selbst in Korea versuchen die Behörden, Autofahrer auf diese Weise zu erziehen – mal besser, mal weniger gut. Die Durchsicht entsprechender Videos und Tonaufnahmen im Internet macht denn auch deutlich: Wirklich eindrücklich klingen derzeit nur Japans Musik-Strassen!

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Mit harmonischen Klängen gegen Temposünder – Abbildung 2
Mit harmonischen Klängen gegen Temposünder – Abbildung 3
Mit harmonischen Klängen gegen Temposünder – Abbildung 4

Nr. 73 (1-2016) Geheime Relikte in der Pyramide!

Mordfall Marilyn Monroe: Wusste sie zu viel?

Papst in Gefahr: Alarm im Vatikan Der Skandal um die verschwundenen Atombomben Heilung: Wie gesund ist Bio-Food?

Wie bewegten die alten Römer 1000 Tonnen?

Gebären ohne Arzt oder Hebamme Nr. 74 (2-2016) Giftige Wolken: Wird unser Klima manipuliert?

Top Secret: Deutschlands geheime Notvorräte In Shorts durch den Himalaya:»Eismann« verblüfft Schulmediziner Himmlische Zeichen: Marienwunder in Kairo Unkraut als Wunderkraut Relikte der Götter? Ecuadors magnetische Leuchtsteine Nr. 75 (3-2016) Jagten unsere Ahnen bereits Dinosaurier?

Können Tiere Selbstmord begehen?

Verschollene Schätze der russischen Zarenfamilie aufgetaucht!

US-Bombenhagel auf die Schweiz: Absicht oder Irrtum?

George Soros und die Manipulation unserer Welt Filmgeheimnisse: Mythos oder Wahrheit?

Nr. 76 (4-2016) Kelten in Peru? Das Mysterium der blonden Indianer Gekaufte Demonstranten, verkleidete Terroristen: Dubiose US-Manöver in Bayern Enthüllt: Der geheime Code auf unseren Geldscheinen Walt Disney und die UFOs Nordamerikas Riesen: Wer liess ihre monströsen Gebeine verschwinden?

Nr. 77 (5-2016) US-Sperrgebiet in der Pfalz: Recherchieren verboten!

Verheimlichter Tempelraub im ägyptischen Heiligtum von Dendera Freimaurer: Brisanter Fund im Vatikanarchiv Napalm-Inferno in der Antike Leben Neandertaler unter uns?

Mystische Wegweiser der Indianer Kontakt mit dem Jenseits Nr. 78 (6-2016) Monsterfund im Museumskeller: Das Geheimnis von Acambaro Schwarze Madonnen: War Maria dunkelhäutig?

Eisenmangel: Was Sie unbedingt wissen müssen!

Operation 007: Das letzte Geheimnis von James Bonds Schöpfer Über 3000 Höhlen! Rückkehr in Chinas mysteriöse Unterwelt Nr. 79 (1-2017) Giftstoffe in der Kabinenluft: So dreist führen uns Lufthansa und Co. an der Nase herum!

Mysteriöser Fund: UFO-Relikt im Hochgebirge Ewige Jugend? Das Geheimnis der Hundertjährigen Wurde Amerika von Chinesen entdeckt?

Der Steinbruch der Riesen Botschaften aus dem Jenseits Nr. 80 (2-2017) Kontakt: Droht uns Gefahr aus dem All?

Schicksalsjahr 2017: Die verheimlichte Prophezeiung Die Lockerbie-Verschwörung: USA am Pranger Regio-Geld statt Euro-Frust Tim & Struppi: Das okkulte Wissen von Hergé Schauriger Fund: Liegt auf Berlins neuem Flughafen ein uralter Fluch?

Nr. 81 (3-2017) Sensationsfund in Brasilien: Die allerersten Amis waren Afrikaner!

Die Unheilige: Mutter Teresas erschütternde Geheimnisse Dank Ayahuasca: Zukunftsvisionen im Dschungel Relikte einer versunkenen Welt? Der umstrittene Schatz von Aztlan Wegen 9/11: TV-Attacke gegen Daniele Ganser Nr. 82 (4-2017) Die Rückkehr des Teufels: Dämonen-Spuk in Deutschland Atlantis im Himalaya? Tibets vergessene Mysterien Die geheime Gefühlswelt unserer Tiere Exklusivfotos: In der geheimen Gruft der ersten Pharaonen Food-Lügen im Supermarkt und im Restaurant: So werden wir täglich vergackeiert!

Nr. 83 (5-2017) Geheime Manöver im Weltall?

Unglaubliche Zufälle: Ist unsere Realität nur eine Illusion?

Irrtümer der Geschichte: War alles ganz anders?

Muntermacher Lithium: Welches Mineralwasser verleiht uns Flügel? Spuk im Pharma-Labor Der Fluch der weissen Gams Neues von der Osterinsel Nr. 84 (6-2017) Urzeit-Panther im Regenwald entdeckt Verheimlichte Phänomene im Luftraum: Englands brisante UFO-Akten Die geheimen Mond-Schätze im Tresor von Bern Oswald Le Winter: Der Spion, der kein Agent sein durfte Die Teufelsbibel Die vergessene Pyramide von Falicon

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Nr. 85 (1-2018) Atlantis in der Südsee: Das vergessene Weltwunder Unterdrückte Entdeckungen in der Cheopspyramide Wunder-Heilung zum Nulltarif Yamashitas ver- Áuchter Goldschatz Wie mächtig sind die Bilderberger?

Pfusch in der Psychiatrie: »Heidi«-Regisseur zu Tode gespritzt

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Für immer zerstört oder lediglich verschollen? Rund 15 Jahre lang war der Verbleib des über 2000 Jahre alten mysteriösen Tongefässes unklar. Nach schier endloser Unsicherheit ist es nun endlich ofÀziell: Die sagenumwobene »Batterie von Bagdad« hat die verheerenden Plünderungen im Irakischen Nationalmuseum heil überstanden, wie »mysteries« 2018 exklusiv bestätigt wurde. Und noch besser: Ab sofort wird das Relikt trotz nach wie vor explosiver politischer Lage nun wieder in einer Glasvitrine ausgestellt.

ie gilt vielen Alternativforschern als liebstes Beispiel antiker Hochtechnologie: Die so genannte Batterie der Par-Sther – ein nach dem galvanischen Prinzip funktionierendes Tongefäss samt Kupferzylinder und separatem Eisenstab, das 1936 im Erdwerk des irakischen Lehmhügels Khujut Rabu bei Bagdad zum Vorschein gekommen war.

Auch Ausgräber Wilhelm König, österreichischer Archäologe und Direktor der dortigen Antikenverwaltung, war wie elektrisiert davon – ebenso unzählige Forscher und Journalisten nach ihm. Bereits ab 1938 begann König das Fundstück zu dokumentieren. Zu Recht, wie sich später zeigen sollte: Immerhin 0,5 Volt Spannung lassen sich mit dem über 2000 Jahre alten Gefäss nach Beifügung von Essig-, Wein- oder Grapefruitsäure erzeugen – und somit auch Strom. Dies ist die Bilanz mehrerer wissenschaftlicher Studien und praktischer Untersuchungen.

Nach der Plünderung des Irakischen Nationalmuseums im Rahmen des völkerrechtswidrigen Dritten Golfkriegs unter Federführung der USA von 2003 befürchteten Experten in aller Welt das Schlimmste: War neben Tausenden weiterer Kostbarkeiten auch die »Batterie« den skrupellosen Räubern in die Hände gefallen? Oder ging sie im Zuge der Plünderungen womöglich sogar zu Bruch – ebenso wie etliche weitere historische Skulpturen und Kunstwerke? Alles deutete darauf hin, denn das Tongefäss schien seither unaufÀndbar.

Zwar weckte Margarete van Ess vom Deutschen Archäologischen Institut in Berlin 2006 zarte Hoffnungen, dass das Relikt womöglich erhalten geblieben sein könnte. »Das Objekt ist meines Wissens nicht abhanden gekommen«, erklärte die Direktorin damals auf Anfrage. »Wir erfuhren von 40 aus den Ausstellungsräumen geraubten Stücken. Die ›Batterie‹ wurde in diesem Zusammenhang zumindest nicht genannt.« Hundertprozentig sicher war sie sich darüber indes nicht, wie sie ausdrücklich an-

+ Anschluss} _ Bitumen (Pech) Kupferzylinder Vase Elektrolyt Bitumen (Pech) Kupferzylinder

Originalaufnahme des 1936 entdeckten Relikts (oben).

Rechts: Die Funktionsweise des galvanischen Elements, wie es die »Elektro-Welt« ihren Lesern 1959 verdeutlichte.

Panzer vor dem Irakischen Nationalmuseum. Momentaufnahme von 2003 nach der Plünderung des Ausstellungshauses.

fügte: »In den Listen der zerstörten oder verschwundenen Obnaten oder Institutsnamen vergeblich. Es ist zum Verzweifeln!

jekte taucht dieses Artefakt zwar nicht auf. Das ist jedoch keine Dabei sind sich Experten noch nicht einmal einig, um wie viele positive Aussage dazu, dass nicht im Laufe der Zeit dennoch et- Objekte es insgesamt überhaupt geht. Jörg Dendl etwa nennt was damit passiert ist.« nach umfangreichem Literaturstudium »elf weitere«, wovon zu- Danach kehrte Funkstille ein. Bis heute sucht man konkremindest über eines aus Hatra »keine Auskünfte zu erlangen« te Hinweise über den Verbleib des umstrittenen Kleinods im waren.

Internet vergeblich. Selbst auf der aktuellen Homepage des Museums werden Königs Funde mit keiner Silbe erwähnt. Kurz: Weitere »Batterien« nach wie vor verschollen? Weltweit weiss seit 2003 niemand Genaueres darüber zu be- Doch damit nicht genug, wenn man Informationen der mittlerrichten. Umso überraschender und erfreulicher die Neuigkeit, weile eingestellten Technikzeitschrift »Elektro-Welt« (Nr. 9/1959) die »mysteries« am 8. Februar 2018 erreichte: »Ich habe inzwi- Glauben schenkt. Ihr zufolge sollen ähnliche »galvanische Zelschen Nachricht von Kollegen aus Bagdad«, meldete uns Frau len« Ende der 1950er-Jahre nahe Seleukia am Ufer des Tigris van Ess: »Die ›Batterie‹ ist noch vorhanden und wird seit kurzem von einer US-Expedition entdeckt worden sein. Darunter minauch wieder im Museum ausgestellt – in einer Glasvitrine!« destens eine weitere Vase samt Kupfer und Eisenstab, wie eine Bleibt die Gretchen-Frage: Diente Königs »Trockenbatterie« in dort abgebildete Illustration verdeutlicht. Wilhelm König könnte grauer Vorzeit, wie oft kolportiert, tatsächlich der Stromgewinnung? Nicht alle mögen an dieser Vorstellung Gefallen Ànden.

Grund: Neben dem Vorzeigestück waren im näheren Umfeld der Grabungen einst weitere Gefässe zum Vorschein gekommen.

Zwar ähnlich gefertigt, aber mit dem Makel behaftet, dass ihnen jeweils eine von zwei notwendigen metallischen Komponenten zur Stromerzeugung fehlte. »Die wichtigste Eigenschaft eines galvanischen Elements, die Kombination von Eisen und Kupfer, liegt nur im Fall des Khujut-Rabu-Fundes vor«, konstatierte 1997 der Berliner Historiker Jörg Dendl kritisch.

DeÀnitive Antworten könnten wohl nur neuerliche Untersuchungen der restlichen Objekte von König bringen. Diese aber scheinen spurlos verschwunden. Selbst in den gescheitesten Margarete van Ess. Ihren Recherchen ist es zu verdanken, dass Veröffentlichungen sucht man entsprechende Museumskoordiwir heute endlich mehr über den Verbleib des Relikts wissen.

12 Ausgabe 2/2018 also doch den richtigen Riecher gehabt haben. Die Krone bleibt ihm dennoch verwehrt. Denn auch letzterer Fund verschwand – Hokuspokus – im Nirgendwo.

Ebenso wie zwei weitere »Beweisstücke«, die vor langer Zeit im Technischen Museum Wien ausgestellt waren, wie unser Leser Ernst Schreiner aus dem österreichischen Ebenfurth schon vor Jahren in Erinnerung rief.

Bereits 1943 hatte Schreiner diese dort in einer Glasvitrine im Erdgeschoss erspäht. Auch 1945, bei seinem zweiten Besuch in Wien, standen sie immer noch im Museum: »Die Beschriftung auf der danebenstehenden Tafel wies diese Tonzylinder – mit Fragezeichen versehen – seinerzeit als ›Galvanische Elemente‹ aus, die dem assyrischen Kulturkreis zugeordnet wurden.« Viele Jahre später aber,»zwischen 1968 und 1970«, sollte der Österreicher eine böse Überraschung erleben. »Als ich die beiden Stücke einem Arbeitskollegen zeigen wollte, waren sie nicht mehr da! Eine Aufsichtsperson, die ich danach fragte, konnte mir nicht sagen, wo sie sich nun befänden – ja sie bezweifelte gar, dass diese jemals dort gestanden hätten.« Auch eine Suche in den anderen Abteilungen des Museums verlief er- Endlich wieder zugänglich: Aktueller Blick ins wiedereröffnete Museum von Bagdad.

gebnislos. Schreiner fühlte sich blamiert: »Mein Kollege war der Ansicht, ich hätte ihm ein Märchen aufgetischt. Wo sich diese Gegenstände heute beÀnden, weiss ich leider nicht. Ich kann nur hoffen, dass sie noch immer in irgendeinem Keller lagern und nicht als Müll entsorgt wurden.« Luc Bürgin ■

Nach Museums-Raub von 2003: Antike »Batterie« von Bagdad gerettet! – Abbildung 2
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Verheimlicht, vertuscht, vergessen (2018) gerhard Wisnewski Wurde das Massaker in Las Vegas vom 1. Oktober 2017 inszeniert? Werden unsere Meinungen in zukunft nach ihrer »Toxizität« bewertet? Wurden die Mainstream-Medien von nazis gegründet? ist der neue französische Präsident eine Freimaurermarionette? Wussten Sie überdies, dass emmanuel Macron möglicherweise durch Wahlbetrug an die Macht kam? Oder dass ihr Rauchmelder sehr leicht zu einer Wanze ausgebaut werden kann? Oder dass die meisten Autoabgase absolut harmlos sind? Und was wird morgen sein?

Wohin geht die Reise? Welche Trends lassen sich aus dem Jahr 2017 ableiten? Wie immer riskiert gerhard Wisnewski im Schlusskapitel »Trends« seines kontroversen Jahrbuches auch einen Blick in die zukunft.

Kopp, ISBN 978-3864455285, eUR 14.95 Feurige Zeichen aus höheren Dimensionen illobrand von Ludwiger Seit Jahrhunderten häufen sich aus allen Kontinenten unerklärliche Berichte über Beobachtungen seltsamer leuchtender Kugeln oder kurzlebigen feurigen erscheinungen während eines gewitters. Mit der gut begründeten Theorie, dass unsere Welt ausser Raum und zeit noch weitere Dimensionen besitzt, lassen sich diese Phänomen zumindest qualitativ deuten, ist der Autor dieses anspruchsvollen Buches überzeugt. Denn: in einer sechsdimensionalen Welt werden möglicherweise auch so seltene erscheinungen wie das spontane Auftreten von Lichtphänomenen über »heiligen Orten«, mysteriöse Brandausbrüche oder rätselhafte Brandabdrücke von Händen auf Holzwänden, Tüchern und in Büchern verständlich.

Komplett Media, ISBN 978-3831204670, eUR 19.99 Die Kelten eva-Maria Schnurr (Hrsg.)

Sie lebten im Mitteleuropa der eisenzeit, hinterliessen prächtige Schätze und beeindruckendes Kunsthandwerk. Die Römer fürchteten ihre Krieger. Doch bis heute rätseln Forscher: Wer waren die Kelten? Wie lebten und an was glaubten sie? »Spiegel«-Autoren und experten nähern sich in diesem Buch jener rätselhaften Kultur, oft ausgehend von konkreten Orten und Fundstellen.

Sie tragen die erkenntnisse und Vermutungen von Archäologen, Keltologen und Sprachwissenschaftlern zusammen und versuchen so, ein Bild des Lebens vor 2500 Jahren zu zeichnen. Und sie zeigen auf, welche Rätsel diese geheimnisvolle Kultur, die grosse Teile europas vom 6. Jahrhundert vor Christus bis zu Caesars Sieg über die gallier prägte, noch immer umgeben.

DVA, ISBN 978-3421048127, eUR 20.00 Die Pyramiden von Gizeh Mark Lehner und zahi Hawass Mark Lehner, führender experte in der internationalen Pyramidenforschung und Leiter zahlreicher Forschungsprojekte in gizeh, sowie zahi Hawass, einer der umstrittensten Ägyptologen unserer zeit, liefern mit über 400 Abbildungen einen Überblick der neuesten wissenschaftlichen Forschungsergebnisse rund um die bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Alten Ägypten: die Pyramiden von gizeh. erfahren Sie in diesem hochwertig gedruckten Bildband mehr über deren religiöse Bedeutung, über Bautechniken und Materialien bis zu detaillierten Untersuchungen der Bauwerke sowie weiterer Monumente wie etwa des Sphinx, oder der Königinnen- und Beamtengräber. So spannend und gründlich hier geschichte erzählt wird, behaften diese neuerscheinung zwei Makel: Kontroverse Themen werden im Buch kaum beleuchtet. zudem ist es mit einem Preis von 129 euro für viele leider unerschwinglich. Schade!

Philipp von Zabern, ISBN 978-3805351058, eUR 129.00

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Kürzlich veröffentlichte US-Dokumente belegen, wie scheinheilig NATO-Spitzenpolitiker Russland im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung nach 1989 hintergangen haben: Entgegen heutiger Behauptungen stellten westliche Staatschefs Moskau damals sehr wohl in Aussicht, die NATO nicht weiter nach Osten auszudehnen – allerdings nur im persönlichen Gespräch und nicht auf ofÀziellem Staatspapier, wie nun schwarz auf weiss nachgewiesen werden kann.

Zu gutgläubig? Gorbatschow, hier mit US-Präsident Bush.

sprochen worden, dass die NATO sich nicht weiter nach Osten ausdehne, erklären viele Mahner seit Jahren, wenn es darum geht, das aktuell aggressivere Gebaren Moskaus zu erklären.

»Keinen Zoll ostwärts«, werde es für den transatlantischen Militärpakt in Zukunft gehen, habe US-Aussenminister James Baker noch 1990 beteuert. Doch das Gegenteil war der Fall: Ein ganzes Dutzend osteuropäischer Staaten trat dem Bündnis seither bei. US-Panzer stehen inzwischen an den russischen Grenzen, etwa im Baltikum. Ein Szenario, das im Kreml durchaus als Bedrohung empfunden werden kann.

Westliche Machthaber hingegen verweisen gerne darauf, dass es keinerlei schriftliche Abmachungen gebe – es habe sich bei besagten Zitaten nur um »Gedankenspiele« und »Randbemerkungen« gehandelt. Und tatsächlich existiert kein ofÀzieller Russland als Aggressor und Brandstifter – und die NATO als Verteidigungsbündnis, das lediglich reagiert? Noch immer herrscht in der westlichen Öffentlichkeit mehrheitlich diese Meinung vor – spätestens seit der völkerrechtlich umstrittenen Annexion der Krim durch Moskau. Seit geraumer Zeit kristallisiert sich indes heraus, dass dieses oft auch von den Mainstream-Medien vereinfachte Schwarzweiss-Bild nicht länger haltbar ist. Nun erhalten NATO-Kritiker unerwartete Unterstützung – ausgerechnet von amerikanischen Historikern. Denn neue Dokumente enthüllen, dass westliche Staatschefs wesentlich zur Zuspitzung des KonÁikts beitrugen, indem sie wissentlich getrickst und Zusagen gegenüber Moskau nicht eingehalten haben.

Der sowjetischen Führung sei im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung – quasi als Gegenleistung – vom Westen ver- Ausgabe 2/2018 ◄ Damals schien die Welt noch friedlich: US-Präsident George Bush mit Aussenminister James Baker (l.) am runden Tisch in Camp David, zusammen mit Michail Gorbatschow und dessen Aussenminister Eduard Schewardnadse am 2. Juni 1990.

Vertrag, der eine NATO-Ost-Erweiterung verbietet. Ein gravierendes Versäumnis der damaligen sowjetischen Führung um Michail Gorbatschow, dem dies in seiner Heimat bis heute entsprechend angekreidet wird.

Formal hat die NATO zwar nichts falsch gemacht. Ein Affront, wenn nicht gar eine bewusste Täuschung, war die Ost-Erweiterung des Militärbündnisses trotzdem. Denn wie die Politikwissenschaftler Tom Blanton und Svetlana Savranskaya von der George Washington Universität in Washington nun aufzeigen, hatte es sich bei den damaligen Beschwichtigungen in Richtung Kreml bei weitem nicht um belanglose Nebensätze Einzelner gehandelt.

Dem Rivalen im Osten wurde damals klar und wiederholt Verständnis, Rücksichtnahme und Entgegenkommen signalisiert.

So legten die beiden Historiker anlässlich einer Podiumsdiskussion am 10. November 2017 bei der Jahrestagung der Vereinigung für slawische, osteuropäische und eurasische Studien (ASEEES) in Chicago zum Thema »Wer hat was zur Nato-Erweiterung versprochen?« bislang unbekannte Dokumente und Protokolle der US-Regierung offen, die deutlich machen, welche und wie viele hochrangige Staatsvertreter des Westens damals ernsthaft versicherten, die NATO bleibe in Europa, was sie ist.

In den erst jetzt freigegebenen Papieren der damaligen US-Botschaft in Bonn wird unter anderem die berühmte Tutzing-Rede des damaligen Aussenministers Hans Dietrich Genscher vom 31. Januar 1990 zitiert, in welcher er seinen russischen Zuhörern in Aussicht stellt, »Deutschland als Ganzes« werde zwar dem westlichen Bündnis angehören, eine »Ausdehnung des Nato-Territoriums nach Osten, näher an die Grenze der Sowjetunion heran«, sollte hingegen ausgeschlossen sein. Protokolliert sind in den bislang klassiÀzierten US-Regierungsschriften auch Ausführungen von Altkanzler Helmut Kohl in einem Gespräch mit Gorbatschow im Februar 1990: »Wir denken, dass die NATO ihre Sphäre nicht ausweiten sollte, hier muss eine vernünftige Lösung gefunden werden. Ich verstehe die Bedenken der Sowjetunion in diesem Punkt«, lullte der deutsche Staatschef seinen russischen Kollegen bei dieser Gelegenheit ein.

Ähnlich lautende Aussagen zu einer Nicht-Ost-Erweiterung der NATO Ànden sich in den Dokumenten auch von der damaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher und ihrem Nachfolger John Major, NATO-Generalsekretär Manfred Wörner sowie Frankreichs damaligen Präsidenten François Mitterrand. Die »berühmte Zusicherung« von US-Aussenminister Baker bei seinem Treffen mit Gorbatschow am 9. Februar 1990 sei demnach »Teil einer Kaskade von Versprechen« in diese Richtung gewesen, resümieren die amerikanischen Wissenschaftler in ihrer Publikation. Eingehalten wurden sie leider nicht. Oder undiplomatisch formuliert: Russland – und vor allem Michail Gorbatschow – wurde damals bewusst über den Tisch gezogen! Die Folgen davon bekommen wir bis heute zu spüren.

À. ■

Also doch: So skrupellos zog die NATO Russland über den Tisch – Abbildung 2
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Rheinmetall exportiert Bomben in Krisenregionen – und Berlins Magistraten schauen weg

70 Prozent: Um so viel stiegen die Aktienkurse des deutschen Rheinmetall-Konzerns (RDM) allein im letzten Jahr! Der Rüstungsgigant (Promo-Foto unten) kassiert derzeit so viele Moneten wie noch nie seit seinem Bestehen. Doch es ist blutiges Geld.

Denn Rheinmetall handelt mit Waffen: Panzern, Bomben und Munition! Soeben hat US-Armee für ihre TochterÀrma in Düsseldorf Übungsgranaten im Wert von 2,5 Millionen Euro bestellt. Die US-Navy doppelte mit einem Auftrag über 3,8 Millionen Euro nach.

Bestellt wurden in diesem Fall nagelneue Blitzgranaten.

Obwohl das deutsche Gesetz Rüstungsexporte in Krisenregionen verbietet, verhökert RDM seine Ware auch in Staaten wie Ägypten, Saudi Arabien oder die Vereinigten Arabischen Emirate.

Letztere führen derzeit einen umstrittenen Bombenkrieg gegen den Jemen, dem bereits Tausende von Zivilisten zum Opfer Àelen. Granaten krachen in Kliniken, Wohnhäuser und Schulen.

Hunderte von Kindern starben – dank deutscher Technologie.

Denn der Konzern mit Sitz in Düsseldorf nutzt bei seinen Geschäften skrupellos »juristische Umwege«, mit denen er heimische Gesetze umgehen kann. Kurz: Er lässt sein Killer-Arsenal ganz einfach von TochterÀrmen in Ländern wie Italien oder Südafrika produzieren, wo laschere Ausfuhrregeln gelten.

Bereits vor zehn Jahren war RDM im südafrikanischen Somerset West ein Joint-Venture mit dem skandalumwitterten Staatskonzern »Denel« eingegangen: »Hier werden Bomben und Munition sowie schlüsselfertige Bomben- und Munitionsfabriken für ausländische Kunden hergestellt«, prangerte die ARD kürzlich in einer Dokumentation an. »39 solcher Anlagen hat RDM nach eigenen Angaben bereits verkauft«, enthüllte sie am 15. Januar 2018 (»Bomben für die Welt«). Und die Bundesregierung? Sie hält sich für »formal nicht zuständig für Exporte deutscher Unternehmen aus dem Ausland«, wie sie auf Anfrage erklären lässt.

gesehen & gestaunt

Werden wir alle irgendwann auf dieser Erde wiedergeboren, wie manche glauben?

Und falls ja: Hatte auch Hollywood-Superstar Silvester Stallone einst einen historischen Doppelgänger?

In der Tat scheint der prominente amerikanische Schauspieler und Filmboxer (»Rocky«) bereits Zeitgenosse von Papst Gregor IX. gewesen zu sein. Zumindest lässt dies ein Fresko des italienischen Meisterpinslers Raffael von 1511 vermuten, das heute die prunkvollen Räume des Vatikans ziert.

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