Sie sollten der Exportindustrie als Zwischenlager dienen, werden aber heute allzu gerne von den Reichen und Mächtigen dieser Welt als exterritoriale Tresore genutzt: Hinter den Panzertüren der internationalen Zollfreilager liegen ungeahnte Reichtümer verborgen – vor allem vor den Steuerbehörden. Alleine in Genf schlummern auf 140’000 Quadratmetern Luxusgüter von unfassbarem Wert.

»Das Zolllager bestand aus vielen kleinen Holzkellerabteilen. In einem davon lagerte tatsächlich Michelangelos Bozzetto. Verpackt in einer grossen Holzkiste.« So beschreibt Gerd J. Schneeweis die Situation, als er 1989 ins Basler Zollfreilager durfte.

Ursprünglich eingerichtet um den internationalen Handel zu vereinfachen, werden derlei Depots heute gerne als Tresore für Luxuswaren genutzt. Der Zoll kontrolliert zwar, Abgaben und Steuern fallen jedoch erst an, wenn ein Gegenstand das Zolllager verlässt. Bis dahin sind die Waren quasi exterritorial gelagert – bestens überwacht, gepÁegt und gesichert. Viele sehen in solchen Einrichtungen zu Recht heimliche Steueroasen. Denn oft wechseln die Wertsachen international und für horrende Summen ihre Besitzer, ohne dass sie das Zollfreilager verliessen und irgendwelche Steuern oder Abgaben fällig würden.

Zollfreilager gibt es weltweit. Diejenigen in der Schweiz sind aber besonders begehrt. Allein in den Depots einer privaten Genfer Firma (geneva-freeports.ch) sollen Materialien für 100 Milliarden Dollar liegen, schätzt die Eidgenössische Finanzkontrolle. Von Picasso etwa seien dort rund 1000 Werke gebunkert, so das Wirtschaftsmagazin »Bilanz«. Zudem Antiquitäten, Münzen, Juwelen, Uhren und Oldtimer. »In unseren Kellern lagern auch rund drei Millionen Flaschen wertvoller Weine«, prahlte Marketingdirektor Gilbert Epars.

Im besagten Genfer Zollfreilager entdeckten Fahnder bereits 2003 rund 200 altägyptische Kostbarkeiten, darunter sogar Mumien. Sie stammten aus Raubgrabungen und sollten auf dem Schwarzmarkt verscherbelt werden. Die Behörden gaben die Sammlung an Ägypten zurück. Man könne allerdings nur»stichprobenweise kontrollieren«, räumt die Eidgenössische Zollverwaltung in Bern gegenüber »mysteries« ein. Immerhin sei in den letzten Jahren gesetzlich nachgebessert worden: »Die Lagerbetreiber sind seit Inkraftsetzung des neuen Zollrechts vom 1.

Mai 2007 verpÁichtet, Bestandeslisten von sensiblen Waren zu führen.« Der Zoll könne in diesem Sinn jederzeit unangemeldet Kontrollen durchführen »und die Bestandesaufzeichnungen mit den vor Ort eingelagerten Waren vergleichen«.

À. ■

Ausgabe 1/2015

Allein im Genfer Depot lagert Luxusgut im Wert von 100 Milliarden Dollar.

Ägyptisches Artefakt. 2003 sichergestellt von der Polizei im grössten Genfer Zollfreidepot.

Ein Bild einer Uhr mit vielen Flammen.
Ein Schlussuff einer Metallobjekte mit einer Regel.
Ein Gemälde einer Frau, umgeben von Symbolen.
Ein Gemälde von vielen Uhren mit Zahlen.
ein schwarz-weißes Bild des Buchstabens c
Ein Lagerhaus voller Schachteln und Regalen.
Ein großes Gebäude mit einem vor ihm geparktem Auto.
Ein Gemälde von Feuer und Wirbeln an einer Wand.
Eine Uhr mit brennendem Feuer.
S_32-41_Kunstbild_mysteries0115_RZ.indd 18.12.2014 18:30:31
Es ist eine Statue eines Pharao-Kopfes gezeigt.
ein Bild von Feuer und Rauch
ein quadratisches Bild mit einem Buchstaben p in der Mitte
Ein verschwommenes Bild einer schwarzen Kiste mit drei weißen Kisten darin.

Impressum ISSN 1660-4377 AuÁage 27’000 Exemplare Erscheinungsweise Zweimonatlich, 6 Ausgaben pro Jahr Herausgeber/Chefredaktion Luc Bürgin Redaktion Mysteries, Postfach, CH 4002 Basel Tel. +41 – 61 – 681 62 61 Fax +41 – 61 – 681 85 62 Internet www.mysteries-magazin.com E-Mail: mysteries@bluewin.ch Redaktionelle Mitarbeit Jan Fischer Stéphanie Erni Lektorat Ruth Gremaud Druck PVA, Landau/Pfalz Kiosk-Vertrieb VU Verlagsunion KG (D/A/CH) Jahresabonnement EUR 47.40/SFr. 69.–

»»Ich bin seit 2011 komplett pensioniert. Damit enden auch fast fünf Jahrhunderte der Dalai-Lama-Tradition – und das geschieht freiwillig. Laut den Ärzten, die meine physische Kondition geprüft haben, werde ich 100 Jahre alt. Laut meinen Träumen werde ich 113 Jahre alt. Aber 100 Jahre sind, denke Dalai Lama, geistiges Oberhaupt der Tibeter

ich, sicher.«

»Die Vorstellung, dass Aliens menschenähnlich aussehen müssen, verdanken wir der limitierten Vorstellungskraft Hollywoods. Es gibt acht Millionen Arten mit einem Hirn auf unserem Planeten. Einige könnten sich sehr wohl weiterentwickeln und in Zukunft das Zepter auf der Erde übernehmen. Tintenfische zum Beispiel sind intelligent und extrem geschickt – wieso sollten ET’s nicht so aussehen?« Ben Moore, Astrophysiker»Ihre Politik, Frau Merkel, spaltet Deutschland und versündigt sich an der Zukunft, weil Sie nicht den Mut haben, sich den organisierten Interessen von Banken und Konzernen entgegenzustellen. Sie haben das Erbe der Entspannungspolitik verspielt und Europa in einen neuen kalten Krieg und an den Rand eines Flächenbrands geführt, weil Sie nicht den Mut haben, der US-Regierung Paroli zu bieten.« Sahra Wagenknecht, Politikerin

Anzeigenschluss Ausgabe Nr. 2/2015: 1. Februar 2015 Bankverbindungen BW Bank, Stuttgart Konto-Nr.: 14 1899 0 BLZ: 600 501 01 BIC: SOLADEST IBAN: DE96 6005 0101 0001 4189 90 Schweiz Basler Kantonalbank, Basel Konto-Nr.: 165.414.141.84 BIC: BKBBCHBB, Clearing-Nr.: 770 IBAN: CH25 0077 0016 5414 1418 4 Postcheckkonto, Basel: 40-93969-1 Copyright Alle Rechte vorbehalten. Wiedergabe nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion. Für unverlangte Zusendungen per Post wird keine Haftung übernommen. Foto-Rechte: www.

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»Was die Schweiz so einmalig macht, ist die direkte Demokratie von unten nach oben und nicht umgekehrt. Das Volk täuschte sich in der Geschichte deutlich weniger als seine politischen Vertreter. Es hat eine gute Antenne. Was soll denn falsch daran sein, die Einwanderung oder die uferlose Gelddruckerei der Zentralbanken selbst zu bestimmen? Sind wir deswegen Populisten oder Fremdenhasser?« Chris von Rohr, Musiker (Krokus)

Deutschland

»Ich versuche, die Welt erzählend zu verstehen. Am Ärger erkenne ich, dass ich zu Hause bin. Wenn ich in New York bin, habe ich auch keinen Ärger, wenn ich fürs Brot zu viel zahle oder etwas kaufe und übers Ohr gehauen werde, weil ich ja nicht weiss, wie viel die Dinge dort kosten. Ich erkenne an meinem Ärger, dass ich zu Hause bin. Mit Wohlsein hat das nichts zu

tun. « Peter Bichsel, Schriftsteller

Ein Computerbildschirm mit blauem Hintergrund.
ein leerer Bildschirm mit weißem Rand
Eine Frau mit einer Halskette und einem schwarzen Top.
Ein Mann mit Brillen und einer schwarzen Jacke.
Ein Mann mit Brillen und einem blauen Hemd.
Ein Mann mit langem Haar und einem Bandana auf dem Kopf.
Ein Mann mit Brillen spricht in ein Mikrofon.
nicht beantworten
ein schwarzer Hintergrund mit dem Wort zitiert in der Mitte
Eine Karikatur eines grünen Aliens in einem Raumschiff mit einem Untertitel in deutscher Sprache.
Eine Karikatur von verschiedenen Farbobjekten.
Ein Karikatur von einem Mann, der ein Flugzeug über einer kleinen Stadt fliegt.

Bei uns verkannt, in Amerika verehrt: Ein namhafter US-Verlag erweist einem vergessenen Zeitgenossen der Gebrüder Grimm posthum die Ehre. In GrossauÁage publiziert er dessen deutsche Fabeln und Märchen. Einige davon zum allerersten Mal überhaupt – leider nur auf Englisch.

Verhelfen ausgerechnet die USA Deutschlands vergessenem Märchensammler Franz Xaver Schönwerth (1810–1886) zum Durchbruch? Im Februar 2015 erscheint im millionenschweren New Yorker Penguin Books Verlag ein Band mit teils unpublizierten Werken aus Schönwerths Feder. Unter dem Titel »The Turnip Princess« (»Die Rübenprinzessin«) präsentiert das renommierte Buchhaus auf 288 Seiten Dutzende bayerischer Märchen und bäuerlicher Erzählungen über Zwerge, Zauberer und Riesen – viele davon zum allerersten Mal.

Zusammengetragen hatte der Volkskundler die fabelhaften Geschichten im 19. Jahrhundert in der Oberpfalz. »Vielleicht verleiht dieses Buch der Popularität Schönwerths ja auch in seiner Heimat wieder etwas Aufwind«, hofft Erika Eichenseer. Die 80-jährige Herausgeberin hatte Schlagzeilen gemacht, nachdem sie in einem Archiv in Regensburg unlängst einen wahren Schatz ausgegraben hatte: Kistenweise vergessene Sagen und Erzählungen des von den Gebrüdern Grimm hochverehrten Zeitgenossen – gegen 500 Geschichten insgesamt (»mysteries« Nr. 1/2014).

Professorin und Märchenexpertin Maria Tatar von der Harvard Universität in Cambridge hat das neu zusammengestellte und von Eichenseer redigierte Buch für den englischsprachigen Markt übersetzt. »Eine faszinierende Kollektion gerade erst entdeckter Märchen von einem Zeitgenossen der Brüder Grimm – jetzt zum ersten Mal auf Englisch«, bewirbt Penguin Books die Publikation stolz. Und schwärmt: »Die heilige Dreifaltigkeit der Märchenerzähler aus den Brüder Grimm, Charles Perrault und Hans Christian Andersen wird somit zu einem Quartett.« Hollywood-Rummel: Fluch oder Segen?

Hin und her gerissen ist Erika Eichenseer hinsichtlich der heiss begehrten Filmrechte. Ein Londoner Agent kümmert sich derzeit darum. Nach einem ersten Ansturm ist es mittlerweile zwar eher ruhig geworden – aber das Interesse dürfte mit der Publikation wieder steigen. »Ich stehe der Hollywood-Sache zwiespältig gegenüber«, räumt sie ein. »Einerseits ist eine solche Anfrage eine grosse Ehre, gleichzeitig habe ich aber auch grosse Bedenken.« Soll Kinder in ihrer Fantasie bestärken: Zwergenkönig auf dem neuen Schönwerth-Märchenpfad bei Regensburg

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Eine Statue eines Mannes, der auf einem Felsen im Wald sitzt.
Ein schwarz-weißes Bild einer Zeile von Worten.
Ein schwarz-weißes Bild aus einer Reihe von Wörtern.
roter Hintergrund mit schwarzen Linien
Ein weißes F-Form-Fragenzeichen auf einem schwarzen Hintergrund.
Wussien Sie Ubrigens, auf schwarzem Hintergrund auf Deutsch geschrieben.
nicht beantworten
Eine Gruppe von Menschen, die um einen Holzbau stehen.

Der Schatten der Sonne (von Franz Xaver Schönwerth)

… dass Menschen im Mittelalter oft im Sitzen schliefen?

Natürlich waren unsere Vorfahren früher kleiner als wir heute. Aber dennoch nicht so klein, wie uns manche erhaltene Betten aus dem Mittelalter glauben lassen.

Der Grund für deren bescheidene Länge ist ein anderer: Wer es sich überhaupt leisten konnte in einem Bett zu schlafen, tat dies oft sitzend. Die liegende Stellung galt als ungesund. Auch deshalb, weil sie jener von Toten in einem Sarg ähnlich kam.

Viele Menschen litten wegen Zugluft, Kälte, Staub und Rauch ausserdem an Atemwegserkrankungen.

Sitzend fällt einem das Atmen bekanntlich leichter. Also döste und träumte man früher lieber sitzenderweise statt im Liegen.

Als Sonne und Mond erschaffen waren, herrschte der Tod auf der Welt. Als die beiden Gestirne erschienen und herangewachsen waren, vertrieben sie den Tod unter die Erde und in alle Winkel, wo er im Geheimen alles erwürgte, was Sonne und Mond erzeugten.

Hierüber kamen sie so heftig in Streit, dass fast die ganze Welt wieder zugrunde ging und die SintÁut hereinbrach. Da trugen Riesen steinerne Stühle auf den Ber gen zusammen, setzten sich oben auf und hielten Rat. Und sie fanden kein Ende, bis ein weisses Wiesel aus dem Berg hervor kroch und ihnen die Augen beleckte.

So wurden sie eins, den Tod anzuerkennen.

Aber der Tod wollte sich ihrem Spruch nicht fügen, denn als Mann habe er ohnehin Recht gegenüber dem Weib. Darüber entbrannte der Streit von neuem so stark, dass die Riesen dem dickbeleibten Tod das Fleisch vom Leibe rissen. Aber die Sonne erbarmte sich seiner und warf ihm ihren dunklen Schleier zu, damit er sich bedecken und vor den Riesen verbergen konnte. Seitdem trägt der Tod den Schleier der Sonne, und die Sonne wirft dunkle Schatten.

Sie würde »ihren« Schönwerth nur sehr ungern für irgendwelche aufgeblasenen FantasyÀlme hergeben. Konkrete Verträge gebe es deshalb noch keine. Realisieren konnte die rüstige Märchenforscherin unterdessen dagegen eine echte »Herzensangelegenheit«: Ein von ihr und ihrem Ehemann konzipierter und nun dank Sponsorengelder vollendeter Schönwerth-Märchenpfad.

Der magische Weg führt einen halben Kilometer durch den Rieglinger Wald bei Regensburg. Mehrere Künstler haben dort Erzählungen und Figuren aus der Sammlung kindgerecht umgesetzt. Ob im Palast des Zwergenkönigs, bei einem übergrossen Mistkäfer (»Prinz Rosszwifel«) oder einem unheimlichen Räuberlager: An zwölf Stationen können Jung und Alt kostenlos in die zauberhafte Welt des oberpfälzischen Volkskundlers abtauchen.

Wer weiss: Vielleicht erscheinen Schönwerths unbekannte Märchen dereinst irgendwann ja auch noch allesamt vollständig in seiner Heimatsprache?

À. ■

Faible für alte Fabeln: Erika ➤ Infos: Franz Xaver von Schönwerth, »The Turnip Princess«, Penguin Eichenseer beim Books 2015, ISBN 978-0143107422, ca. 11,60 Euro Märchenerzählen.

Ein weißes F-Form-Fragenzeichen auf einem schwarzen Hintergrund.
Wussien Sie Ubrigens, auf schwarzem Hintergrund auf Deutsch geschrieben.
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Eine Gruppe von Menschen, die um einen Holzbau stehen.

Vermutlich haben Sie es bereits geahnt: Auch das Titelblatt dieser »mysteries«-Ausgabe ist eine professionelle Fälschung. Mit geübter Hand tricksten unsere GraÀkerinnen aus vier verschiedenen Aufnahmen in stundenlanger Fleissarbeit ein neues Bildmotiv zusammen, das mit der Wirklichkeit ebenso wenig zu tun hat wie jedes Heftcover des »Spiegel«. Unten sehen Sie die dafür verwendeten Originalfotos. Viel Vergnügen beim Vergleich mit unserer Titelseite.

Bild Nr. 3: Grafische Vorlage eines klassischen Lichtschwerts aus den»Star Wars«-Filmen.

▲ Bild Nr. 1:Pressefoto des »Tagesthemen«-Studios mit Ingo Zamperoni, mittlerweile ARD-Korrespondent in den USA.

Bild Nr. 2: »Star Wars«-Filmschurke Darth Vader und sein Schöpfer George Lucas während einer TV-Preisverleihung im Oktober 2011.

Bild Nr. 4: Kanzlerin Angela Merkel beim Besuch des ZDF-Sommerfestes am 2. Juli 2012 in Berlin.

Ein Mann in einem Anzug, der neben einem Darth Vader-Kostüm steht.
Eine Frau in einer lila Jacke geht durch eine Menge.
Ein Mann in Anzug und Krawatte sitzt an einem Schreibtisch.
Ein schwarz-weißes Bild eines langen rechteckigen Objekts.
Ein Satz von vier Bleistiften unterschiedlicher Farben.
Ein rot, weiß und blauer gestreifter Hintergrund.
Ein gelb-grün gestreifter Hintergrund mit weißem Zentrum.
ein schwarz-weißes Bild eines Fernsehbildschirms
Ein schwarz-weißes Bild von einem Haufen Silberwaren.
ein verschwommenes Bild von einem schwarzen Hintergrund mit dem Wort nouv
Ein Grasfeld mit braunen und grünen Klingen.
Eine schwarze Katze sitzt in einem Grasfeld.
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ein weißes Licht im Dunkeln

Wochenlang wurden Frankreichs AKWs von geheimnisvollen, drohnenartigen Flugobjekten heimgesucht. Trotz massiver Sicherheitsvorkehrungen konnten bislang keine Täter identiÀziert werden. Das Militär bleibt in Alarmbereitschaft. Wer steckt dahinter? Irdische Spione? Oder ausserirdische Beobachter?

Wer späht heimlich unsere Atommeiler aus?

Täuschend echt: Auch diese tauchende Schildkröte ist nur ein beweglicher Roboter, so authentisch sie auch scheint.

Ausgabe 1/2015 Wer findet den falschen Pinguin? Als zweiter von rechts beäugt und filmt der bewegliche Roboter die flugunfähigen Seevögel aus nächster Nähe. (Fotos: John Downer) Roboter-Delfin: 900 Stunden Filmmaterial konnte Downer dank ihm und weiteren »Spy Creatures« auf Zelluloid bannen.

Eine Schildkröte schwimmt im Wasser mit einem schwarzen Rahmen.
Ein grauer Delfin schwimmt im Wasser mit schwarzer Nase.
ein schwarz-weißes Bild eines Berges
Ein Siegel, der auf einem Eishaufen lag.
Eine Gruppe von Robben liegt auf einem schneebedeckten Strand.
ein schwarz-weißes Bild einer Bergkette
Eine Gruppe von Robben liegt auf einem schneebedeckten Strand.
Eine Gruppe von Pinguinen, die im Schnee stehen.
Eine Gruppe von Pinguinen, die im Schnee stehen.
Ein grauer und schwarzer Delfin schwimmt im Wasser.
Ein Nahen Aufblick einer Welle im Ozean.
Eine Schildkröte ist unter Wasser und hat ein großes Auge.
Spione in der Tervwellt
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Ein Mann, der eine Felswand im Wald klettert.
Ein Schlagwort mit den Buchstaben "E" und "S".
Ein schwarzer Hintergrund mit weißen Worten, die sagen: Die vergesseene Pyramide im Regenwald.
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ein schwarz-weißes Bild von einem schwarzen Hintergrund

Februar 2015 Drohnen-Alarm Wer spioniert unsere Kernkraftwerke aus?

Geheime Schätze Kunstwerke, die es nicht geben dürfte

Wie uns ARD, ZDF, Bild & Co. für dumm verkaufen

Ein weißer Ball auf schwarzem Hintergrund.
Ein weißer Kreis wird auf einem schwarzen Hintergrund gezeigt.
Ein schwarz-weißes Bild eines rechteckigen Objekts.
Ein Satz von vier Bleistiften unterschiedlicher Farben.
Ein rot, weiß und blauer gestreifter Hintergrund.
Ein gelb-grün gestreifter Hintergrund mit weißem Zentrum.
Eine Frau neben einem Darth Vader-Kostüm.
nicht beantworten
Ein schwarzer Hintergrund mit dem Wort Selma in weißen Buchstaben geschrieben.
Ein schwarzer Rahmen mit weißem Hintergrund.
nicht beantworten
ein dunkles Bild eines Quadrats
Geheimnisse, die in weißen Buchstaben auf einem schwarzen Hintergrund geschrieben sind
Ein schwarz-weißes Bild einer Zahl im Dunkeln.
nicht beantworten
nicht beantworten
Eine Holzmask eines Mannes mit einem Hut auf dem Kopf.
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Ein schwarz-weißes Bild mit den Worten so werden wir Luflich belogen.
Ein schwarzer Hintergrund mit einem Haufen weißen Buchstaben.
Ein verschwommenes Bild einer Reihe von Zahlen auf schwarzem Hintergrund.
ein schwarz-weißes Foto einer Maschinengewehr
Ein schwarz-weißes Bild einer Hand mit dem Buchstaben V in der Mitte.
Eine Gruppe von vier großen weißen Türmen am Himmel.
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ein weißes Licht im Dunkeln
Eine weiße Gestalt auf einem schwarzen Hintergrund.
Ein Holzgesicht mit einem schwarzen Hut.
Ein Kreis mit einem schwarz-gelben Symbol darauf.
Ein Gesicht einer Person und eine Gruppe von Koronen wie Partikel.
Ein Bild einer Zelle mit purpurem Hintergrund.
Ein Computerbildschirm mit rotem und grauen Hintergrund.
Ein Bild einer Zelle, die wie ein Virus aussieht.
Ein Buchcover mit dem Titel Die Rückkehr der Seuchen.

So werden wir täglich belogen Untergang der Meinungsmacher Ebenso wie die »Titanic« galten sie als unsinkbar: Die Flagschiffe unserer MedienKapitäne. Längst beÀnden sich ihre Luxuskreuzer in SchieÁage. Mehr über Lug und Trug, manipulierte Fotos sowie öffentlich-rechtliche Geldverschwendung auf Seite 16 Drohnen-Alarm in Europa UFOs über unseren AKWs Wochenlang kreisten über Frankreichs Kernkraftwerken mysteriöse Flugkörper. Wer ist dafür verantwortlich? Irdische – oder sogar Ausserirdische?

Seite 46 Unbekannter Michelangelo-Entwurf entdeckt Der Fluch des verschollenen Gemäldes In einem Schweizer Zollfreilager verstaubt seit Jahren ein vergessenes Meisterwerk von Michelangelo. Das behaupten zwei Kunstexperten – und legen brisante Foto-Beweise vor.

Seite 32

Ein orange-gelb gestreifter Hintergrund mit schwarzer Grenze.
ein schwarzer Hintergrund mit den Buchstaben bchwqzolon
Eine Kiste mit einem roten Kreuz sitzt auf Plastik.
Eine Kiste mit einem roten Kreuz sitzt auf Plastik.
Zwei Männer stehen mit einer Drohne auf dem Feld.
Ein Nahen Aufblick einer Metallstruktur mit einem Himmels-Hintergrund.
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Vieles spricht dagegen, kaum etwas dafür: Die halbjähr- Strom ausgegeben – fürs Heizen oder liche Umstellung unserer Uhren nervt. Nicht nur Kühe Kühlen. Selbst das deutsche Umweltministerium räumt auf seiner Homepage haben damit Mühe, auch den menschlichen Biorhythmus mittlerweile kleinlaut ein, dass »mit der strapaziert der staatlich verordnete Zeitwechsel alle Umstellung nur geringfügige Energieeinpaar Monate aufs Neue. Selbst medizinische Experten spareffekte erzielt werden«. fordern längst: Zurück zur Normalzeit, schafft die Auch viele Landwirte in unseren Breibiologisch stressreiche Sommerzeit endlich ab. Und die tengraden wehren sich seit jeher gegen Europäische Union? Die unternimmt – gar nichts.

die Sommerzeit. Im Fall ihrer Milchkühe führen sie die Zeitumstellung notgedrungen jeweils schrittweise durch, um den Melk-Rhythmus ihrer ertragreichen Tiere nicht von einem Tag auf den anderen auf den Kopf zu stellen.

Seit 1916 wird bei uns an der Uhr gedreht Umstritten war die lästige Zeiger-Umstellerei von Anfang an. In diversen Ländern wurde sie mehrmals eingeführt und wieder abgeschafft. Deutschland gehörte zu den ersten Nationen, in denen zur Erhöhung der ProduktionsefÀzienz an der Uhr gedreht werden musste – bereits ab 1916. Während den Weltkriegen wurde mehrmals gewechselt und anschliessend diktierten die Besatzungsmächte die neue deutsche Zeit. Wobei die sowjetischen Besatzer eine andere Umstellung anwendeten als die Alliierten. Folge: Ein heilloses Durcheinander. Von 1950 bis 1975 war die Sommerzeit in Deutschland deshalb kein Thema mehr.

In anderen Staaten Europas war die Ölkrise 1973 Auslöser für die Einführung der Zeitumstellung. Deutschland folgte 1980 Am 29. März 2015 ist es einmal mehr so weit. Dann stellen wir die Uhren wieder um eine Stunde vor – und verlieren damit faktisch eine Stunde – damit es abends länger hell ist und weniger künstliches Licht, sprich Strom, verbraucht wird.

Nur: Diese Rechnung geht schon seit einer halben Ewigkeit nicht mehr auf. Denn den Strom, den wir im Sommer abends fürs elektrische Licht einsparen, geben wir im Frühjahr und Herbst zusätzlich für das Heizen aus. Und in den südlichen Hemisphären unserer Welt fürs Kühlen. Das belegte der US-Wirtschaftsprofessor Matthew J. Kotchen 2011 in »The Review of Economics and Statistics«.

Kotchen analysierte die Stromverbraucherdaten im US-Bundesstaat Indiana, wo die Sommerzeit 2006 eingeführt wurde.

Seine Ergebnisse sind ernüchternd: Die Umstellung hat Indiana nichts eingebracht – sondern zusätzliche Kosten verursacht.

Gut neun Millionen Dollar wurden dort nach 2006 zusätzlich für Ausgabe 1/2015 brav nach. Grund war schon damals nicht die Energiepolitik, sondern die »Harmonisierung in Europa«, wie das Umweltministerium schreibt. Deutschland sollte keine Zeitinsel sein. Mit dem gleichen Argument wurde die Umstellung 1981 auch in der Schweiz eingeführt. Und zwar gegen den Willen der Bevölkerung, welche die Sommerzeit in einer Referendums-Abstimmung 1978 abgelehnt hatte.

Sinnlose Energieverschwendung Heute steht der Aufwand in keinem Verhältnis mehr zum gesellschaftlichen Leben: Eine Stunde, die fehlt, beziehungsweise sich wiederholt, ist im dichten Fahrplan des öffentlichen Verkehrs kein Pappenstiel. Müsste ein Zug in der Nacht der Umstellung auf die Winterzeit um 2 Uhr nicht zweimal losfahren? Ähnliche Verwirrung entsteht auch bei Institutionen mit nächtlichem Bereitschaftsdienst. Ob bei Onlinediensten wie E-Bay, Finanzdiensten oder dem Pizza-Kurier und Barkeeper von nebenan: Für alle bedeutet die Umstellung mehr Arbeit – und damit auch mehr Energieverbrauch.

Kein Wunder wird der Protest gegen die Zeitumstellung zunehmend lauter. In seinem neuen Buch »Wake up« plädiert nun auch der Hamburger Neurobiologe Peter Spork für die Abschaffung der Sommerzeit. Mit Erkenntnissen aus Biologie und Medizin macht er deutlich, dass der zivilisierte Mensch zu wenig schläft.

Schuld daran habe auch die Sommerzeit. Nicht nur die Zeitumstellung an sich, sondern die gesamten sieben Monate, in denen wir – gemäss Spork – »in der falschen« Zeit leben.

»Unser Alltag wird für sieben Monate permanent in einen verschobenen äusseren Rhythmus gezwungen. Unsere inneren Uhren erhalten während all der Monate verkehrte Signale zur Nachjustierung. Sie ticken dauerhaft zu spät«, betont der Neurobiologe. Dies im Unterschied zu einem kurzfristigen Jetlag nach einer Reise.

Vor allem bei Zeitgenossen, die abends sowieso schon spät zu Bett gehen, führe das zu einem chronischen Schlafmangel.

»Die sozial gejetlagte Mehrheit wird während der Sommerzeit allabendlich zu spät müde, weil es zuvor eine Stunde länger als gewöhnlich hell ist«, erklärt der Schlafexperte. Oder wie es Elisabeth Thomas, Ärztin bei der deutschen Krankenversicherung DAK umschreibt: Fachlich gesehen ist die Winterzeit für unseren Organismus gesünder.

Demzufolge ist »für die innere Uhr ein heller Morgen wichtiger als ein heller Abend.« Neurobiologe Spork ist deshalb auch strikt dagegen, die Sommerzeit beizubehalten. Das brauche man »angesichts der gesicherten Erkenntnisse aus Chronobiologie und Schlafforschung nicht mehr wirklich zu diskutieren«.

Einsicht zeigte diesbezüglich nicht zuletzt Russland: 2011 hatte der damalige Präsident Dmitri Medwedew die Sommerzeit dort ebenfalls eingeführt. Nachdem sich aber die Klagen Für die innere Uhr ist ein heller Morgen wichtiger als ein heller Abend.

mehrten und sich vor allem im Norden des Landes die Verkehrsunfälle in den Morgenstunden häuften, brach Wladimir Putin die Übung kürzlich wieder ab. Seither lebt Russland wieder konstant in der Winterzeit, die eigentlich die Normalzeit ist.

WirtschaftsproÀt – auf Kosten der Gesundheit Fragt sich, wer von der halbjährlichen Umstellung überhaupt proÀtiert? Wem nützt der ganze Klimbim? Für den US-Literaturprofessor Michael Downing gibts darauf nur eine Antwort: Allen, die dank der Sommerzeit länger Kundschaft haben! In seinem Buch »Spring Forward: The Annual Madness of Daylight Saving Time« (Die tägliche Verrücktheit der Sommerzeit) macht er deutlich, dass Wirtschaftskreise die Sommerzeit stets unterstützt hätten. Insbesondere die Auto- und Benzinindustrie:»Wenn du Amerikanern mehr Licht gibst am Ende des Tages, dann gehen sie aus dem Haus und unternehmen etwas. Aber sie gehen nicht zu Fuss.« Zu den ProÀteuren gehöre auch die Golf-Industrie. »Ein Extramonat Sommerzeit brachte ihr Mitte der 1980er-Jahre 200 bis 400 Millionen Dollar ein«, rechnet der Autor vor. Und um gut 150 Millionen steigerten die Barbecue-Unternehmen im selben Zeitraum ihren ProÀt.

Im Frühjahr 2014 beschloss die CDU, sich europaweit für eine Abschaffung der Zeitumstellung einzusetzen. Seither blieb es vonseiten der Regierung aber ruhig um das Thema. Einzig Herbert Reul, Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, griff die Misere im letzten Herbst nochmals auf: »Ich erwarte, dass unser Parteitagsbeschluss umgesetzt wird«, betonte er gegenüber den Medien. Er werde »so lange nerven, bis etwas passiert ist«.

Das dürfte leider noch dauern. »Die EU-Richtlinie, welche die Zeitumstellung regelt, sieht die jährliche Zeitumstellung zwingend vor. Aufgrund der überwiegend positiven Erfahrungen sieht die Europäische Kommission keinen Anlass, die Zeitumstellung in nächster Zukunft abzuschaffen«, schreibt das deutsche Umweltministerium auf seiner Homepage.

Die EU-Hörigkeit unserer Politiker nervt nicht zuletzt die Schweizer SVP-Nationalrätin Yvette Estermann, die seit Jahren ebenfalls gegen die staatlich verordnete Zeitumstellung kämpft.

»Obwohl Ärzte, Psychologen, Wissenschaftler und Fachleute verschiedener Richtungen gegen die Sommerzeit sind, hat die Regierung alle meine Motionen in dieser Richtung abgelehnt«, schimpft sie gegenüber »mysteries«: »Man ist mutlos und schiebt den ›Schwarzen Peter‹ der EU zu.« Und diese tut in diesem Fall – nichts. Denn wie es Estermanns Gesinnungsgenosse Herbert Reul perfekt auf den Punkt bringt:»Es bedarf schon eines Tsunami, bis in Brüssel Regelungen, die einmal beschlossen wurden, zurückgenommen werden – wie unsinnig sie auch sein mögen!«

Ein schwarz-weißes Bild eines rechteckigen Objekts.
nicht beantworten
Ein Karikatur von einer Kuh, die durch den Himmel läuft.
nicht beantworten
Eine Zeichentrickkoahne steht auf einem Feld mit einer Sonne.