Bilderberg-Geheimzirkel: Mittlerweile auch «undercover» im Internet präsent?
Der Machtzirkel der Bilderberger ist seit kurzem offenbar auch im Internet vertreten.
Selbstverständlich völlig anonym – und rechtswidrigerweise sogar ohne Impressum. Erstaunlich offen listen die Seitenbetreiber sämtliche bisherigen Konferenzen auf und erwähnen stichwortartig die Themen der Geheimtreffen.
Ein wiederkehrender Programmpunkt für die Machtelite ist etwa «The New World Order» – also die neue Weltordnung, die von vielen Skeptikern immer noch als reine Erfindung von Verschwörungstheoretikern abgetan wird. Für die letzten drei Konferenzen führt die Seite sogar eine Teilbetreiber, dass die Bilderberg-Konferenz nicht für den Inhalt der Seite verantwortlich sei.
«mysteries» identifizierte als Domain-Inhaber eine niederländische Internetagentur.
Kaum ein Zufall, schliesslich wurde das Geheimtreffen einst auf Initiative des holländischen Königshauses ins Leben gerufen.
Bei der verantwortlichen Internetfirma gibt man sich in guter Bilderberg-Tradition zugeknöpft: «Es handelt sich um eine offizielle Seite», heisst es dort am Telefon. «Weitere Informationen geben wir zu dieser Seite nicht.»
Anonym im Netz? Neue Internet-Seite.
nehmerliste auf. Allerdings ist anzunehmen, dass sowohl die Themen- als auch die Namenslisten bei weitem nicht vollständig sind.
Interessant: Zum Abschluss erklären die anonymen Seiten-Infos: www.bilderbergmeetings.org bilderberger:S.24-25_mysteries0510 11.8.2010 15:08 Uhr Seite 2
ARD, ZDF, ORF und SF ignorieren Bilderberg-Tagungen
Warum erwähnen unsere öffentlich-rechtlichen TV-Sender die geheimen Bilderberg-Konferenzen mit keiner Silbe? Warum schweigen die Newsprofis dort, wo sie aufschreien müssten? Kritische Nachfragen bei den verantwortlichen Newsredaktionen von ARD, ZDF, ORF und SF erbrachten peinliche Ausreden, über die selbst gestandene Journalisten nur den Kopf schütteln können.
Für kritische Zeitgenossen sind sie ein rotes Tuch: die Bilderberg-Konferenzen. Seit 1954 treffen sich unter diesem Namen die Reichen und Mächtigen dieser Welt: Adlige und Industrielle, Banker und Chef-Journalisten. Politiker und Superreiche. Ganz im Geheimen tagen sie, knüpfen Netzwerke, treffen weit reichende Entscheidungen.
Und schweigen anschliessend.
Nichts vom Beschlossenen darf an die Öffentlichkeit dringen.
Selbst die Teilnehmerliste ist strikt geheim – so auch bei der diesjährigen Konferenz, die im Juni 2010 hinter verschlossenen Türen im spanischen Ort Sitges bei Barcelona stattfand.
Das alles klingt nicht nur nach Vetternwirtschaft und geheimer Weltregierung. Es entspricht auch einem zutiefst elitären und undemokratischen Verhalten. Umso erstaunlicher erscheint da, wie passiv gerade im deutschsprachigen Raum die Leitmedien bleiben. Die Bilderberg-Konferenzen werden – wenn überhaupt – nur sehr oberflächlich, ja gar verniedlichend abgehandelt. Kein Wunder, sind doch regelmässig auch die Spitzen grosser Verlags- oder Sendehäuser bei den Geheimtreffen anwesend. Viele leitende Journalisten mischen mit im elitären Machtzirkel. So zum Beispiel Matthias Nass, stellvertretender «Zeit»-Chefredakteur.
Ein Leser des Internetblogs «Alles Schall und Rauch» (ASR) hat kürzlich bei ARD und ZDF angefragt, warum «Tagesschau», «heute» und Co. die Bilderberg-Konferenzen beharrlich verschweigen. Die Antworten der öffentlich-rechtlichen Sender sind ebenso entlarvend wie erschütternd: «Ja, wie können wir von einem solchen ‹Verschwörertreffen› berichten, wenn doch die Veranstalter verschwörerisch jede Presse und natürlich jede Fernsehkamera verbannen, sich abschotten, mit Bodyguards peinlich darauf achten, dass niemand aufkreuzt, der nicht geladen ist – und schon gar niemand, der da mit journalistischem Interesse eventuell die Verschwörung aufdecken wollte…», schrieb etwa die bekannte «heute»-Moderatorin und Nachrichtenredakteurin Gundula Gause zynisch zurück. Sie räumte dabei sogar ein: « (…) in Einem haben Sie recht: Die Bilderberg-Konferenzen sind natürlich sehr spannend! Wäre zu schön, davon berichten zu können.»
Ausführungen, die nichts anderes darstellen als die Bank-Ausgabe 5/10 Politik bilderberger:S.24-25_mysteries0510 11.8.2010 15:08 Uhr Seite 3 Gegen eine «Neue Weltordnung». Auch 2010 demonstrierten beunruhigte Bürger gegen die Konferenz – diesmal in Spanien.
rotterklärung des investigativen, kritischen Journalismus!
sem Hintergrund könnten wir lediglich berichten, dass eine Bil-Quintessenz: Will man als Machtmensch von den Nachrichtenderberg-Konferenz stattgefunden hat – und ggf. mit welchen redakteuren des ZDF in Ruhe gelassen werden, muss man ih- Teilnehmern. Die Ergebnisse jedoch liegen auch uns nicht vor.
nen lediglich die Arbeit erschweren.
Da die ledigliche Vermeldung einer Konferenz keinen ausrei- Das Dramatische an der ganzen Sache: Gauses Bequemchenden Nachrichtengehalt für eine Meldung innerhalb der lichkeit wird sogar von oben abgenickt: Tagesschau darstellt, sehen wir von ei- «Ohne Bilder, kein Fernsehbeitrag», bener Berichterstattung über die Bilderstätigt der stellvertretende ZDF-Chefreberg-Konferenzen ab.»
dakteur Elmar Thevessen in seiner Antwort. Das sei allerdings nicht der einzige Auch Schweizer TV winkt ab Grund für die Nichtbeachtung des bri- Durch derlei Statements aufgeschreckt santen Geheimtreffens, so der Fernsehklopfte «mysteries» bei den öffentlichmann weiter: «Die Bilderberg-Konferenz rechtlichen Sendern in Österreich und war bei keinem unserer Kollegen, auch der Schweiz an – und fragte ebenfalls: nicht beim Auslandsstudio, auf dem Ra- «Warum berichten Sie nicht über die Bildarschirm. Angesichts der Nachrichtenderberg-Konferenzen?»
Die Antworten lage ist sie auch kein Muss- sondern fielen ebenso erbärmlich aus wie bei ARD eher Kann-Thema und wäre deshalb in und ZDF. «Unser Anspruch ist es, tägden grossen Nachrichtensendungen lich/wöchentlich in unseren Informatiderzeit schwer unterzubringen.»
onsgefässen über aktuelle und relevante Der neugierige Blogleser wandte sich Themen aus der Schweiz und dem Ausmit seiner Frage auch an die ARD. Erland zu berichten. Das heisst aber auch nüchternde Antwort von Thomas Hin-Gundula Gause (ZDF): «Wäre zu schön, Prioritäten setzen. Da die Bilderbergerrichs, Chefredakteur von «ARD-aktuell»: darüber berichten zu können.»
Konferenz hinter verschlossenen Türen «Wie Sie sicher wissen, gestalten sich stattfindet und weder Beschlüsse noch die Bilderberg-Konferenzen als drei Tage andauernde infor- Teilnehmerliste öffentlich sind, findet sie in unserer Berichtermelle Gespräche. Dabei werden vor allem Probleme der Weltstattung nicht statt», heisst es beim Schweizer Fernsehen.
wirtschaft und der internationalen Beziehungen besprochen.
Gar keine Antwort kam vom übrigens ORF – trotz mehrma- Die Gespräche münden jedoch nicht in eine Abschlusserkläliger Nachfragen. Doch schlussendlich ist keine Antwort auch rung und werden auch nicht im Wortlaut veröffentlicht. Vor dieeine Antwort…
Infos: Aktuelle Videoaufnahmen des Geistheilers finden Sie im Internet auf www.youtube.com, Stichwort: Nonog.
Ausgabe 5/10
ram_lay:S.32-34_mysteries0510 11.8.2010 12:11 Uhr Seite 2 Mysteriöse Flugkörper sorgen für Verwirrung UFOs über der Air Base von Ramstein Experimentieren die USA in Ramstein mit geheimer Technologie? Mitte der 80er-Jahre kurvten über der US Air Base riesige dreieckige Flugkörper herum. Ein lokaler UFO-Spezialist konnte nun mehrere Augenzeugen über ihre haarsträubenden Erlebnissen befragen, obwohl sie von US-Militärs zum Schweigen verdonnert worden waren.
anche bezeichnen sie ehrfürchtig als «Area 51» Deutschlands. Anderen ist sie ganz einfach nur ein MDorn im Auge. Schliesslich wurden hier bis 2005 auch Atomwaffen gelagert – so viele, wie nirgendwo sonst in Europa. Wirklich geheuer ist die Ramstein Air Base niemandem. Denn der grösste Stützpunkt der US Air Force ausserhalb der USA hat es in sich: 10 Kilometer westlich von Kaiserslautern gelegen dient er den United States Air Forces in Europe (USAFE) nicht nur als Hauptquartier, sondern beherbergt auch die Allied Air Component Command Headquarters – ein NATO-Gefechtsstand zur Führung der Luftstreitkräfte.
Wer sich via «Google Earth» einen detaillierten Blick auf das riesige Gelände erhofft, wird enttäuscht: Fast die gesamte Basis ist auf den entsprechenden Satellitenaufnahmen weiss abgedeckt – «aus Sicherheitsgründen», wie es heisst. Immerhin verrichten hier Zehntausende von US-Militärangehörigen täglich ihren Dienst. Sie regeln die Ein- und Ausreise vieler in Europa stationierter Soldaten und ihrer Angehörigen, aber auch geheime Gefangenenflüge der CIA. Und vermutlich noch weitaus mehr dubiose Geheimaktionen.
Eigentlich ein perfekter Schauplatz für Mystery-Spezialisten wie Roland Emmerich oder Dan Brown. Denn Ramstein ist quasi ex-territoriales Gelände, wie das «Netzwerk Friedenskooperative» in Bonn zu bedenken gibt: «Kein BGS-Beamter überwacht am Kasernentor die ankommenden und wegfliegenden Personen, kein Zöllner kontrolliert den Güterverkehr.
Ausgabe 5/10 Phänomene ram_lay:S.32-34_mysteries0510 11.8.2010 12:11 Uhr Seite 3 «Deutsche Area 51». Impressionen der umstrittenen US Air Base in Ramstein.
Die Amerikaner können hier schalten und walten, wie sie wollen.»
Ende der 80er-Jahre spielten sich über der Luftwaffenbasis geradezu unheimliche Geschehnisse ab, wie Alexander Knörr (38) zu berichten weiss. Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Vorsitzende der Deutschsprachigen Gesellschaft für UFO-Forschung (DEGUFO) mit rätselhaften Himmelsphänomenen rund um Ramstein. Geschehnisse, die man auf der Air Base bis heute ganz offensichtlich als «geheime Verschlusssache» klassifiziert.
«Ehe ich an den Niederrhein zog, lebte ich insgesamt fast 20 Jahre in der Nähe von Kaiserslautern – sozusagen direkt neben der Air Base», erzählt Knörr gegenüber «mysteries».
«Immer wieder erreichten mich in dieser Zeit mehr oder weniger seltsame Meldungen aus dieser Region über mysteriöse Sichtungen im örtlichen Luftraum.»
Riesiges Flugobjekt, direkt neben dem Rollfeld Speziell drei Vorfälle lassen Knörr bis heute keine Ruhe. Allesamt betreffen sie riesige dreieckige Flugkörper, die über Ramstein ihre Kurven drehten. Dreieckige Flugkörper, die es – zumindest laut offiziellen Aussagen – in dieser Form nicht geben kann – und die trotzdem da waren, wie ihm von den Augenzeugen eindringlich versichert wurde. Einer der besagten Vorfälle spielte sich 1984 direkt auf der Air Base ab, wo Knörrs Vater am 4. Juli mit befreundeten Schaustellern alljährlich den «Carnival» zur Feier des amerikanischen Unabhängigkeitstages organisierte – ein kleines Volksfest mit Fahrgeschäften, Karussells, Schaubuden und Verpflegungsständen.
«Die Schausteller durften ihre Wohn- und Packwagen damals noch in unmittelbarer Nähe des Rollfeldes aufstellen», erinnert sich Alexander Knörr. «Was dann in der Nacht vom 3.
auf den 4. Juli geschah, erzählte mir der Schausteller Sony S.
ein paar Jahre später während eines privaten Treffens. Erst heute, 26 Jahre danach, erhielt ich von ihm nach etlichen Bitten meinerseits die Erlaubnis, seine Erlebnisse zu publizieren.»
Er habe in seinem Wohnwagen in direkter Nähe zum Rollfeld und zum Festplatz geschlafen, erzählte ihm Sony damals: Phänomene Ausgabe 5/10 33 ram_lay:S.32-34_mysteries0510 11.8.2010 12:11 Uhr Seite 4 «Das Rollfeld war etwa 200 Meter entfernt und konnte von uns aus komplett eingesehen werden. Wir schliefen, als ich um 3.45 Uhr plötzlich von einem gleissenden Licht geblendet und geweckt wurde, das durch die Fenster unseres Wohnwagens schien. Ich zog mich notdürftig an und ging nach draussen, um zu sehen, was los war.»
Nun trat auch Sonys älteste Tochter aus ihrem Kinder-Wohnwagen und rieb sich verstört die Augen. «Papa, was ist das?» fragte sie. Vater und Tochter blickten nach oben. «In diesem Moment ging das Licht schlagartig aus, und wir sahen direkt über uns, vielleicht in 40 Metern Höhe, ein riesiges Dreieck, das von verschiedenen kleinen Lichtern umgeben war, die rundum liefen, wie das ‹Lauflicht› unserer Fahrgeschäfte.»
An den drei Ecken und in der Mitte des Flugkörpers habe sich jeweils ein grosses, rot-oranges Licht befunden, erinnerte sich Sony. «Es war immer noch totenstill und wir nahmen nur wahr, dass sich unsere Haare auf den Armen und am Kopf leicht aufstellten, als wenn sie unter Strom stünden. Ein monotones, ganz leichtes Brummen war dann zu hören und wurde langsam lauter. Nach fünf Sekunden schoss das Dreieck auf einmal mit irrwitziger Geschwindigkeit in den Himmel. Das Ding war aluminiumfarben und hatte eine Seitenlänge von rund 45 Metern. Es war unheimlich! So etwas hatten wir hier auf der Air Base noch nie gesehen.»
F-14 mit aktivierten Waffen auf Abfangkurs Der Vorfall hatte Folgen: Am nächsten Morgen wurden alle Schausteller befragt, ob sie in der Nacht irgendwas bemerkt hätten. «Gleichzeitig wurden wir von der Militärpolizei belehrt, dass wir im Zweifelsfall nur ein ‹normales› Flugzeug der Air Force gesehen hätten…»
Drei Jahre später machte dann auch Militärpilot Joe M. über Ramstein «Bekanntschaft» mit der mysteriösen Flugmaschine, wie er Alexander Knörr berichtete. «Es war der 25.
April 1987, um 15 Uhr nachmittags, als wir – ich und zwei weitere Maschinen des Typs Grumman F-14 Tomcat – uns im Landeanflug auf die Ramstein Air Base befanden. Wir waren noch etwa zehn Meilen von der Landebahn entfernt, als ich eine grosse, silbrige Scheibe ausmachte, die in einer Höhe von etwa 200 Fuss direkt über der Air Base zu schweben schien.»
Die vermeintliche Scheibe entpuppte sich bald als «dreieckige Form mit einer Seitenlänge von 30 und 50 Metern». Der Tower befahl, den «Eindringling» über der Air Base zu verfolgen. «Wir näherten uns also mit eingeschalteten Waffensystemen dem Objekt über der Basis. Plötzlich schoss es mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit auf uns zu – und über uns hinweg. Nach der Landung brachte man uns in getrennte Räu-Alexander Knörr. Hier vor der früheren Royal Air Force Base im deutschen Weeze.
me, wo uns Angehörige der Air Force verhörten. Nach mehr als einer Stunde wurde ich aus dem Verhörraum entlassen. Nicht, ohne dass mir unmissverständlich erklärt wurde – ich musste dafür auch unterschreiben – dass ich niemandem etwas über den Vorfall verraten dürfe. Man drohte mir unverhohlen mit dem Tod, falls ich etwas darüber ausplaudern würde.»
1989 – zwei Jahre später, am 11. April, tauchte schliesslich ein weiteres «schwarzes Dreieck» über Ramstein auf, wie ein Augenzeuge gegenüber Alexander Knörr zu Protokoll gab. Und dann ist da auch noch «mysteries»-Augenzeugin Angelika M., die «um 1988/1989» zusammen mit etlichen weiteren Leute im benachbarten Wolfstein ebenfalls ein derartiges Objekt zu Gesicht bekommen hatte.
«Wir waren auf dem Abendspaziergang mit unserem Hund und standen an der Bahnschranke, die geschlossen war», schildert sie ihr Erlebnis. «Plötzlich wurde es dunkel und alle sahen nach oben. Man drohte mir mit dem Alle riefen: ‹Was ist denn das?› Es war ein dreieckiges Gefährt – grösser als ein Tod, falls ich etwas darüber Fussballfeld – und bedeckte schätausplaudern würde.
zungsweise ein Viertel unseres Ortes!
Noch nie hatte ich so etwas gesehen.
Kein Laut ging von dem Ding aus. Seine Aussenseite war fast stahlfarben. Die Form glich der eines dreieckigen Bügeleisens.
An der Unterseite sah ich ‹Kabel›, die ganz seltsam angeordnet waren, in Vertiefungen. An den drei Ecken befanden sich runde, grosse Positionslampen.»
Nicht nur für Alexander Knörr ist klar: Ob nun irdisch oder nicht – «irgendetwas» war in den 80er-Jahren im Luftraum über Ramstein im Einsatz. «Warum sollten sich die von mir interviewten Augenzeugen Geschichten ausdenken, wenn sie doch allesamt anonym bleiben wollen?» fragt er sich. «Ebenfalls seltsam: Trotz intensiver Nachfragen und Recherchen bei der Air Base und anderen Institutionen rund um Kaiserslautern konnte ich in keinem Fall irgendeine Stellungnahme der Behörden erreichen.»
voodoo_2:S.56-61_mysteries0510 11.8.2010 16:05 Uhr Seite 4 ie Trommeln schlagen einen mächtigen Rhythmus.
Schwitzende Leiber tanzen fieberhaft. Beschwö-Drungsformeln werden gemurmelt. Plötzlich drehen die Augäpfel einer älteren Dame auf weiss. Sie zittert, wie vom Blitz getroffen, tanzt auf einen Mann zu – einen mächtigen Hundert-Kilo-Brocken – und hebt ihn, ohne jede Anstrengung, hoch in die Luft: Ein Erlebnisfragment aus dem Kosmos der afrokaribischen Religionen, die wir gemeinhin Voodoo nennen.
Voodoo, ein Klischeewort, das die meisten Europäer instinktiv mit Nadeln, Puppen und Todeszauber verbinden, steht in Wirklichkeit für lebendige Kulte, mit weltweit über 200 Millionen Anhängern. Diese Menschen stehen mit ihren Göttern im Alltag auf Du und Du. Der stetige Umgang mit der Anderswelt durchdringt für sie die graue Gegenwart.
Die afrokaribischen Religionen haben auf unserem Planeten viele Spuren hinterlassen, zum Beispiel in der Musik: Vor allem im Blues, Soul und Funk.
6. Juli 2010, 23.30 Uhr, Clarksdale, Mississippi (USA). Aussentemperatur: 39 Grad. Die Blutsauger sind heute Nacht unterwegs. Sie haben Freude an mir. Legionen von Moskitos umschwirren mich. Morgen werde ich leiden. Ich stehe an einer menschenleeren Strassenkreuzung. Vor der Tankstelle gegenüber steht ein Taxi, der Fahrer raucht und blättert in einem Damenmode-Magazin: Unterwäsche-Sonderausgabe. Ich habe einen Gitarrenkoffer dabei. Es ist nicht irgendeine Kreuzung. Es ist jene, an der sich die beiden so genannten Blues-Highways treffen, Nummer 61 und Nummer 49. Dieser Ort hat mit Voodoo zu tun. Deshalb stehe ich da.
Ich bin sicher nicht der erste, der hofft, jenes Phantom zu treffen, das Robert Johnson (1911 – 1938) einst genau hier die Gitarre gestimmt haben soll.
Johnson war wohl der grösste Blues-Musiker überhaupt. Seine Lieder haben den Stil geprägt. Sein Gitarrenspiel war von einer anderen Welt. Wie konnte er diese Fähigkeit erlangen?
Die Geschichte dazu geht so: Einst habe er um Mitternacht an dieser, seither berühmten Strassenkreuzung mit der Gitarre in der Hand gewartet. Bis ihm der Teufel erschienen sei und sein Instrument gestimmt habe, was Robert zum Virtuosen machte. Wer war dieser Teufel?
Meine Gedanken schweifen zurück, zu Dr. Sammy, jenem Magier aus den Sümpfen von Louisiana, den ich vor Jahren kennen gelernt habe. Seine alte Hütte sieht von aussen aus, als würde sie beim nächsten Windstoss zusammenfallen. Drinnen ist allerdings alles modern eingerichtet. Hier steht ein High-Tech-Fernsehapparat, dort eine riesige Tiefkühltruhe. In der guten Stube dagegen erhebt sich des Doktors Operationstisch: Ein mächtiger archaischer Altar mit Götter- und Dämonenstatuen, Knochen, Totenköpfen, ausgestopften und getrockneten Tieren, rätselhaften Ritualgegenständen sowie schwarzen Kerzen, die von ihrer Form her an Genitalien erinnern.
Vielerlei Opfergaben sind auf und unter dem monströsen Möbel präsent: Münzen, volle Schnapsgläser, Zigaretten, Spielzeug, Hühnerköpfe. Sie sind für die spirituellen Wesen bestimmt, mit denen der Doc arbeitet. Täglich beschenkt Sammy die Geister, sie erfüllen ihm dafür Wünsche. Der Altar ist seine Telefonleitung in eine andere Welt.
Ich frage den Doktor nach Robert Johnsons Teufel. Darüber weiss er gut Bescheid: «Für die christliche Welt mag es der Teufel sein. Für uns hier ist klar, dass es Eleggua war, die Loa der Strassenkreuzungen. Er hat Roberts Geist geöffnet, hat ihm die andere Seite gezeigt. Und auch vielen Bluesmusikern danach. Du kannst es in ihren Liedern fühlen.»
Doch was, zum Teufel, ist eine Loa? Die Religion, die Sammy praktiziert, ist bei uns allgemein unter dem Begriff Voodoo bekannt. Ein Wort, das er selbst allerdings nicht gerne hört.
Auf jeden Fall ist es eine jener afrokaribischen Religionen, die sich alle ähnlich sind, aber verschiedene Namen tragen: Bi-Typischer Voodoo-Altar in New Orleans. Opfergaben aller Art wecken gruselige Gefühle.
58 Ausgabe 5/10 Phänomene
voodoo_2:S.56-61_mysteries0510 11.8.2010 16:05 Uhr Seite 5 zango, Santeria, Brujeria, Candomble, Palo Monte, Palo Majombe, GrisGris. Ihre Wurzeln sind bei den Yoruba-Kulturen der Elfenbeinküste zu finden. Ihre heutigen Hochburgen liegen in Togo, Mali, Brasilien, Mexico, der Dominikanischen Republik, Venezuela, auf Kuba, Haiti. Aber auch in New York, Los Angeles und – vor allem – in New Orleans.
Götter mit mächtigen Fähigkeiten Ihre Gottheiten werden Loas oder Orishas genannt. Sie bilden einen ausgedehnten Götterclan, mit dem die Praktizierenden aufs Engste kommunizieren: Wenn es um grosse spirituelle Fragen geht – aber auch, wenn sie in alltäglichen Dingen Hilfe benötigen. Loas sind lebendige Göttinnen und Götter. Sie verfügen über mächtige Fähigkeiten. Zudem sind sie launisch. In dieser Beziehung kann man sie mit den Gottheiten der Antike vergleichen. Wer an sie glaubt, verkehrt respektvoll mit ihnen. Wie mit einflussreichen Verwandten, die Türen öffnen, jedoch auch für immer verschliessen können.
Jede Loa hat sich untrennbar mit einem oder einer Heiligen aus dem katholischen Kanon verbunden. Der Grund: Unter Androhung von Todesstrafen wurde es geknechteten Schwarzen – aus Afrika entführt und in der Karibik zur Fronarbeit gezwungen – einst von den Kolonialherren aus Europa verboten, ihre afrikanischen Religionen zu pflegen. Also haben sie ihre Götter katholischen Heiligen zugeordnet: Eine Strategie der Tarnung. Noch heute geben viele Loa-Verehrer gerne an, gläubige Katholiken zu sein.
An meiner Blues-Strassenkreuzung denke ich über die Loas nach, schliesslich warte ich gerade auf einen von ihnen. Vor etwa 30 Jahren bin ich wegen meiner Leidenschaft für Blues und Soul dazu gekommen, afrokaribische Religionen zu erforschen. In den Songs kommen oft Andeutungen zu «Hoodoo» vor.
Ich habe Unmengen von Büchern dazu gelesen, auf vielen meiner Reisen Kultstätten besucht, habe Kontakt zu Menschen gesucht und gefunden, die diese oft verfemten Religionen praktizieren.
Anfangs der 90er-Jahre lernte ich so auch die Priesterin Mama Blanche kennen. In New York City. Ich war in einem Geschäft am Columbus Circle, das Tierpräparate und Knochen verkauft. Dort kam ich mit Mama Blanche ins Gespräch. Sie wühlte gerade in einem Korb mit Echsenschädeln und suchte sich die schönsten davon für ihre Hausaltäre aus.
Anhand der Amulette, die ich an ihrem Hals sah, ahnte ich, welchen kulturellen Hintergrund sie repräsentiert; diese grosse, voluminöse, wahrscheinlich uralte afroamerikanische Dame, die nichts als überwältigende Gutmütigkeit «mysteries»-Autor Christian Platz. Mit Gitarre und Hut begab er sich in den USA auf die Suche nach den launischen Loas.
ausstrahlt. Ich flocht einige Bemerkungen ein, die ihr zeigen sollten, dass ich über Loa und Co. Bescheid weiss. Sie reagierte amüsiert darauf – und gewährte mir schliesslich ein Interview.
«Messwein ist eben wirklich Blut» Zwei Tage später traf ich sie in ihrer Privatpraxis, wie sie zu sagen pflegt. Blanche hielt mir einen Vortrag, den ich nie vergessen werde. Big Mama spricht mit tiefer Stimme: «Jahrhunderte lang wurden wir unterdrückt. Doch die Loa liessen sich nicht unterdrücken. Sie kämpften an unserer Seite gegen die Sklaventreiber. Warum soll ich keine Katholikin sein? Ich kommuniziere schliesslich täglich mit Göttern und Heiligen.
Was tut denn eine italienische Mama aus Brooklyn anderes, wenn sie für das Wohlergehen ihrer Tochter in der Kirche eine Kerze anzündet? Messwein ist eben wirklich Blut!»
Ihr donnerndes Lachen erfüllt den Raum, in dem vier mächtige Altäre stehen. Dann wird sie ernst, gefährliche Blitze durchzucken ihre dunklen Augen. «Ich bin eine fromme Frau, Mann. Und als solche fordere ich Respekt!» Aber was ist denn mit all den Gerüchten über Puppen, Nadeln, Todeszauber, schwarze Magie, welche die afrokaribischen Religionen umgeben? Unerbittlich gibt Mama Blanche ihren Standpunkt zum Besten: «Meine spirituelle Tradition hat mehr als 200 Millionen Anhänger auf diesem Planeten. Sie ist viele tausend Jahre alt. Ich selbst übe nur Werke des Lebens aus. Dazu bin ich berufen. Die Loas sind weder gut noch böse. Wir unterscheiden vielmehr zwischen heissen und kalten Geistern. Der Phänomene Ausgabe 5/10 59 2010, an der Strassenkreuzung der Moskitos: Ich sinniere darüber nach, auf wen ich hier warte, werde ein bisschen nervös und komme mir absurd vor.
Schliesslich will ich einem Wesen aus der Anderswelt begegnen: Eleggua. Er ist der Hüter der Schwelle, ein Götterbote, vergleichbar mit Hermes. Bevor eine andere Loa gerufen wird, muss ihm immer ein Opfer gebracht werden. Er stellt die Verbindung zwischen der Menschenwelt und den kosmischen Zonen her. Ein übermütiger Geist, der das Ausschweifende mag, die Musik, das Erotische, das Heitere – und er liebt Kinder.
Mann durchbeisst Weinflasche Eleggua wird durch zwei Gestalten aus dem katholischen Kanon symbolisiert: St. Antonius von Padua und Erzengel Gabriel. In der Karibik, aber auch in New Orleans, sieht man ihn an Strassenkreuzungen – oft ein einfaches Haupt, aus Ton geformt, mit Muscheln als Augen.
Die Gläubigen opfern ihm Zigaretten, Schnaps, Süssigkeiten und Spielzeug.
Wenn Sie in New Orleans also jemanden mit einem Amulett sehen, auf dem St.
Antonius von Padua prangt, dürfen Sie durchaus Hintergedanken haben.
Eleggua kann Menschenwünsche zu einer ganzen Heerschar von Gottheiten tragen: Etwa zu Shango, dem mächtigen Herrscher des Donners, der mit der Heiligen Barbara assoziiert wird; zu Oshun, der Venus des Loa-Reiches – symbolisiert durch die heilige Jungfrau Maria; zu Ogun, dem kriegerischen Feuergott, für den St. Sebastian steht; zu Yemayá, der Göttin des Ozeans, mit der Heiligen Jungfrau von Regla verschmolzen; zu Baron Samedi, dem finsteren Zylinderträger des Totenreichs, der mit St. Martin getarnt wird, und so weiter.
Ich erinnere mich an ein Ritual, das ich 2006 im ländlichen Westen der Dominikanischen Republik, nahe der haitianischen Grenze, beobachten konnte, nachdem ich einen Chauffeur mit einer Flasche Scotch bestochen hatte. An einem Feuer, unter freiem Himmel – polyrhythmische Trommelklänge und kreolischfranzösische Beschwörungsformeln erfüllten die tropische Nacht – wurden einige der rund 200 Anwesenden von den Loa «geritten». Die Gottheiten fuhren in die Gläubigen hinein, brachten sie zum wilden Zucken, Tanzen und Vibrieren.
Baron Samedi. Der «Psychypomp» des Totenreichs – wie immer mit Zylinder.
Umgang mit heissen Loas, etwa Ogun, ist für mich riskanter, als jener mit den kalten, wie etwa Yemayà. Aber, hey Baby, ich muss mich mit beiden Sorten arrangieren.»
Sie habe einen Bekannten, einen Hexer, fährt sie fort: «Er praktiziert die andere Seite der Religion. Seine Berufung sind Werke der Zerstörung. Ich hasse ihn nicht dafür, ich mag ihn sogar. Obwohl ich ihn manchmal auf der spirituellen Ebene bekämpfen muss.
Schöpfung und Zerstörung sind treibende Kräfte des Universums. Was geschaffen wird, soll vergehen, um neuen Dingen Raum zu geben. Die Zerstörung ist die grosse Putzfrau des Eleggua-Tonkopf. In New Orleans oft an Strassenkreuzungen zu sehen.
Universums.»
Ausgabe 5/10 Phänomene voodoo_2:S.56-61_mysteries0510 11.8.2010 16:05 Uhr Seite 6 Ich habe damals persönlich gesehen, wie eine dünne alte Frau einen hundert Neue Voodoo-Dokumentation im Kino und auf DVD Kilo schweren Mann mühelos in die Höhe stemmte. Und ich wurde Zeuge, wie «Voodoo – Die Kraft des Heilens» wa einer «Hexenheilung» oder einem ein Mann eine Weinflasche in der Mitte heisst eine Dokumentation, die ab Ju- «bulletproof voodoo», bei dem die Kudurchgebissen hat, ohne sich zu verletli 2010 in verschiedenen Kinos zu segeln eines Schrotgewehrs am Körper zen! Die Ekstaseanfälle, die sich in den hen war. Der Ethnologe und Voodooeines Gläubigen abprallten.
schwarzen Baptistenkirchen der USA je- Kenner Henning Christoph ist für Gemäss der Vertriebsfirma soll die den Sonntag ereignen, lassen grüssen.
diesen Film nach Benin gereist, um faszinierende Dokumentation noch Zwei Tage vor meiner Fahrt nach die geheimnisvolle Religion mit der bis September in ausgewählten Kinos Clarksdale, Mississippi, weilte ich in Kamera einzufangen.
laufen. Für den Herbst 2010 ist zudem New Orleans, am grössten Black Music Sieben Wochen drehte er vor Ort und die Veröffentlichung einer gleichna- Festival der Welt. Es heisst «Essence».
wurde dank seines ausgeprägten Bemigen DVD geplant.
Abertausende von Menschen feiern auf ziehunsgnetzes Zeuge verschiedener Infos: www.alamodefilm.de der Bourbon Street. Sound dröhnt aus Voodoo-Rituale und -Zeremonien. Etallen Himmelsrichtungen: Blues, Soul, Funk. Gegen zwei Uhr morgens scheinen all die Songs aus den unzähligen Clubs unvermittelt zu einem den Koffer: «So, jetzt gehen Sie zurück ins Hotel. Da vorne an einzigen Stück zu verschmelzen; unglaublich. Von einem Moder Tankstelle steht ein Taxi.» Er duldet keinen Widerspruch, ment auf den anderen tanzen Tausende von Menschen auf der begleitet mich zum Wagen. Hält mir die Tür auf und sagt: Strasse, spontan und absolut synchron (!) etwa eine Stunde «Danke für die Zigarette, viel Glück, mein Junge…» Er winkt lang die gleichen Schritte. Weisse, Schwarze, Latinos, japanimir nach – und verschwindet in der Nacht.
sche Touristen: Als wären sie in einem Musical gelandet.
Erst bei der Morgenzigarette im Hotelzimmer – ich kratze Magnetisch zieht es mich in die Menge. Und schon bewemich fluchend am ganzen Körper, die Blutsauger haben ganze ge ich mich im gleichen Schritt wie alle anderen, ohne auch Arbeit geleistet – kommt mir ein seltsamer Gedanke. Ich nehnur eine Sekunde darüber nachzudenken – ich bin normalerme die Gitarre aus dem Koffer, spiele die erste Strophe von weise wirklich kein Tänzer. Doch New Orleans ist die US- «Help Me». Klingt gar nicht so schlecht. Ein eiskalter Schauer Hauptstadt der afrokaribischen Religionen. Der Rhythmus, läuft mir über den Rücken. Ich spüre eine Hand auf meiner linder mir in die Knochen fährt, ist der gleiche, den ich vor vier ken Schulter, drehe mich um. Niemand ist da.
Jahren in der Dominikanischen Republik gehört habe. Ich Infos: www.voodoomuseum.com denke: «Mensch, es ist eine Musicalnummer. Und die Loa führen Regie.»
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/tausende-tanzen-auf-der-strasse-synchron-im-gleichschritt-page56-1.jpg19251374Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2010-05-01 12:00:002025-12-15 07:40:29Tausende Tanzen Auf Der Strasse Synchron Im Gleichschritt!
ihm. Dass ich miterleben durfte, wie er arbeitet, hat mir auch eine neue Welt eröffnet und dem Leben einen ganz neuen Sinn gegeben.»
(Frau K. F. hat diese Geschichte «mysteries» persönlich erzählt, möchte derzeit aber anonym bleiben.)
gebildet hatte. Der Tumor hatte bereits die Grösse einer Grapefruit und wurde in letzter Sekunde entfernt. Diese Operation hat mir vorerst das Leben gerettet. Da aber auch die Ableger wucherten, rechneten die Ärzte mit einer verbleibenden Lebenserwartung von nur wenigen Monaten.
Lucius Werthmüller hat mich bereits Jahre zuvor zu William Nonog gebracht, weil ich zu dieser Zeit ständig müde und abgeschlagen war. William sagte mir schon anderthalb Jahre vor der schulmedizinischen Diagnose, dass sich mein Körper vergifte und ich dringend einen Arzt konsultieren sollte. Damalige Untersuchungen brachten aber noch kein Ergebnis.
Nach der erschütternden Diagnose riet mir William schliesslich, ihn auf den Philippinen zu besuchen. Dort behandelte er mich zweimal täglich – kostenlos. Er operierte mich regelmässig. Aber ich hielt seine blutigen Eingriffe für einen Trick, den er benutzte, weil die Fortsetzung auf der nächsten Seite «Nach dem Eingriff steckten meine Haare im Bauch fest!»
«Bei mir wurde vor vier Jahren ein grosses Nierenkarzinom festgestellt, das bereits etwa 40 Ableger auf der Lunge nonog:S.26-31_mysteries0510 11.8.2010 16:00 Uhr Seite 5 Wohnhaus und Praxis. Hier lebt und heilt William Nonog.
Warten auf Heilung. Nonog hilft in seiner Heimat jede Woche hunderten von Kranken – im Minutentakt.
«Es sollten bei einem Patienten einer deutschen Forschungsgruppe die Nierensteine entfernt werden. Allerdings holte der Heiler nicht die Steine aus dem Körper, sondern eine undefinierbare gewebeartige Masse. Das Röntgenbild unmittelbar nach der Operation zeigte die Nierensteine unverändert. Bei einer erneuten Aufnahme rund eine Woche später waren sie allerdings spurlos verschwunden.»
Nicht immer aber sei der Geist bereit, die Heilung auch zu empfangen, räumt Nonog ein. Seine Erfolgsquote beziffert er selbst mit 70 Prozent. «Ich gebe immer 101 Prozent. So bleibt sicher immer ein Prozent übrig, das später noch wachsen kann.»
Für einige Patienten ist der philippinische Geistheiler die letzte Hoffnung. Zumeist leiden sie an einer schulmedizinisch als unheilbar diagnostizierten Krankheit, oft Krebs im letzten Stadium. «Ich gebe keine Versprechen ab, keine Garantie», sagt Nonog. Immer wieder betonen seine Patienten jedoch das grosse Vertrauen, das der Heiler in ihnen weckt und die Kraft, die er ihnen vermittelt. Viele Stammkunden suchen ihn aber auch rein präventiv auf – um gar nicht erst krank zu werden.
Ein typisches Patientenschema gibt es nicht. Zu Nonog pilgern Arme und Reiche, Alte und Junge. Und der Filipino behandelt alle gleich. Er ist kein Effekthascher, nicht erpicht auf Publicity. «Was William bei uns tut, ist nicht spektakulär», bestätigt Lucius Werthmüller.
«Aber bei den Operationen auf den Philippinen handelt sich um ein paranormales Phänomen. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer.»
Gemeinsam mit Frau und Söhnen hat Werthmüller den Heiler im letzten Jahr auf den Philippinen besucht. Dort, in Baguio, lebt William Nonog mit seiner Frau und fünf Söhnen in einem selbst gebauten Haus. Für Patienten aus anderen Teilen der Welt hat er hier auch Zimmer eingerichtet. Er führt kein Leben in Saus und Braus: Seine Söhne gehen arbeiten. Und wenn Güter oder Geld aus dem Westen mitgebracht werden, verteilt er die Gaben an Bedürftige.
Behandlung ist nichts für schwache Nerven Seine Praxis in der Heimat öffnet William Nonog jeden Dienstag und Freitag für Hilfesuchende. Ohne Anmeldung. Die Heilkunst kostet die Patienten nichts. Spenden sind zwar willkommen, aber die wenigsten Philippiner haben Geld. Stattdessen bringen sie Gemüse, Eier oder Kartoffeln. Oft stehen an diesen Tagen 200 bis 300 Leute an. Nonog behandelt sie alle, keiner muss unverrichteter Dinge nach Hause gehen. Damit es schneller geht, stehen zwei Liegen in seinem Behandlungszimmer.
Phänomene Ausgabe 5/10 Fortsetzung von Seite 29 Leute sonst nicht an die Heilung glauben würden. Ich änderte meine Einstellung aber schlagartig, als meine Bauchhaare nach einem solchen Eingriff gleich nach dem Ansatz mitten in der Haut steckten. Ich konnte sie nur unter Schmerzen wieder herausziehen.
William hatte also tatsächlich meinen Körper geöffnet und dabei geriet ein Büschel Haare in die Bauchwand!
Wieder zu Hause angekommen, waren die grossen Ableger auf der Lunge weg – sehr zum Erstaunen der Ärzte. Ich muss jedoch anfügen, dass ich vor meiner Reise auf die Philippinen eine neue Chemotherapie getestet hatte.
Wegen der starken Nebenwirkungen setzte ich sie aber schnell wieder ab.
Dennoch könnten auch diese Medikamente einen Beitrag zur Heilung geleistet haben. Heute sind sämtliche Metastasen verschwunden.»
(Aldo ist ein guter Freund von Lucius Werthmüller und gerne bereit, Hilfesuchenden nähere Auskunft zu geben.
Sein vollständiger Name ist der Redaktion bekannt. Anfragen bitte direkt an den Basler Psi-Verein richten. Telefonnummer: +41 (0)61 383 97 20.)
nonog:S.26-31_mysteries0510 11.8.2010 16:00 Uhr Seite 6 Umstrittene Methode. Ohne Messer scheinen Nonogs Finger den Körper zu öffnen.
Der Heiler behandelt im Minutentakt. Dabei herrscht stets eine lockere Stimmung. Das zeigen die Amateurvideo-Aufnahmen, die Lucius Werthmüller von der Insel mitgebracht hat und die mittlerweile auch auf dem Videoportal «youtube» im Internet Patienten auf dem zweiten Bett…
begutachtet werden können. Nichts für schwache Nerven!
Denn in seinem Heimatort Baguio führt der Heiler auch äusserst blutige Eingriffe durch.
Werthmüllers Videos dokumentieren Nonogs Vorgehensweise bis ins Detail: Der Heiler legt sein weisses «Röntgentuch» auf den Patienten, deutet auf eine bestimmte Stelle.
Dann beginnt er dort mit beiden Händen die Haut zu bearbeiten, bis seine Finger immer tiefer dringen. Mit kleinen ruckartigen Bewegungen scheint er den Körper regelrecht zu öffnen, Blut läuft heraus. Immer wieder befördert der Heiler auch eine rötliche, gallertartige Masse an die Oberfläche und wirft sie in einen Topf. Manchmal versinken seine Hände bis über die Fingergelenke im Körper des Patienten. Nach wenigen Minuten ist Blut fliesst. Doch es gibt keine Narben.
der «Spuk» vorbei. Nonog reibt mit seinen Händen über die Operationsstelle und wischt das Blut ab. Es ist keine Narbe zu sehen. Sekunden später widmet sich der Heiler dem nächsten Erste Operation mit 12 Jahren durchgeführt «Heilen ist meine spirituelle Pflicht», sagt Nonog. «Ich habe die Gabe von meiner Grossmutter erhalten und wollte sie anfänglich nicht.» Er habe schon als Kind von den blutigen Eingriffen geträumt. Mit zwölf Jahren schliesslich führte er die erste Operation durch. Während er eine Frau behandelte, realisierte er plötzlich, dass seine Hände sich in ihrem Körper bewegten.
Schnell versuchte er, den Eingriff wie in seinen Träumen weiterzuführen. Zu seiner Erleichterung schloss sich der Körper wieder, nachdem er seine Hände herausgezogen hatte.
Die Erwartungen und der folgende Druck waren aber zur gross für den Jungen. Mit 14 Jahren versuchte er sich deshalb umzubringen. Ein Wendepunkt in seinem Leben. Danach folgte er seiner Berufung und heilte. Einer seiner Söhne habe die Gabe ebenfalls erhalten. «Man muss an Reinkarnation glauben, um das zu verstehen.»
Nonog ist einer von etwa 30 verbliebenen Heilern auf der Insel. «Es werden immer weniger», bedauert Psi-Experte Werthmüller.
Einen regelrechten Ansturm erfuhren die Filipinos in den 70er- Jahren, nachdem ihre paranormalen Operationen in Europa erstmals bekannt wurden. Damals praktizierten über hundert solcher «Ärzte».
Tausende Patienten aus aller Welt reisen bis heute jedes Jahr zu den Heilern. Kritiker halten diese «Mediziner» Ausgabe 5/10 Phänomene Mystery-Symposium in Basel: Von Wunderheilern bis zum «Urzeit-Code» – am 23. Oktober 2010 In Europa werden sie fast unisono als Trickser abgetan – obwohl sie Dinge vollbringen, die selbst David Copperfield ungläubig staunen lassen. Neue Amateuraufnahmen des Schweizer Psi-Spezialisten Lucius Werthmüller dokumentieren die blutigen paranormalen Operationen brasilianischer und philippinischer Wunderheiler nun endlich aus nächster Nähe – auch am Beispiel von William Nonog.
Am 23. Oktober 2010 präsentiert Werthmüller die brisanten Filme in Basel, im Rahmen des öffentlichen Mystery-Symposiums «Phantastische Phänomene». Wer die Videoaufnahmen studiert, kommt aus dem Staunen nicht heraus. Routiniert «bearbeitet» Nonog mit blossen Händen und freigelegten Unterarmen einen Patienten nach dem anderen, fördert Lucius Werthmüller. Jahrelang orgaaus ihrem Bauch, Bein oder ihrem nisierte er die Basler Psi-Tage. Kopf dunkle Gewebeproben an die Oberfläche, während unter seinen Fingern wie aus dem Nichts jede Menge Blut zu fliessen beginnt!
Nichts für schwache Nerven sind auch die Filmaufnahmen von Mirin Dajo, die «mysteries»-Herausgeber Luc Bürgin am gleichen Tag auf der Grossleinwand zeigt: Der Holländer liess sich 1947 vor Schweizer Ärzten mit einem spitzen Florett durchbohren, quer durch alle Organe – ohne dabei zu bluten oder Schmerzen zu empfinden. Ein medizinisches Wunder ohne Vergleich.
Mit von der Partie am Symposium ist zudem der deutsche Kornkreis-Forscher Andreas Müller, der das Publikum über die neusten Piktogramme in Englands Getreidefeldern informiert. Stammen diese überdimensionalen Wunderwerke allesamt von Menschenhand, wie Skeptiker glauben? Nein, meint Müller und berichtet über seine aktuellen Recherchen.
Und was gibt es Neues zum Thema «Urzeit-Code»? Auch über die kontroversen Ciba-Geigy-Experimente wird an diesem Tag debattiert. Seit Jahren setzt der Biologe Daniel Ebner Pflanzen aller Art elektrostatischen Feldern aus. Wachstum und Ertrag konnten auf diese Weise massiv gesteigert werden. Gleichzeitig wuchsen völlig überraschend «Urzeitformen» heran, die längst ausgestorben sind. Ebner stellt seine aktuellen Bio-Experimente vor.
Weiterer Programmpunkt des Symposiums ist der Auftritt des russischen «Psi-Wunders» Alexander Rasin, der dem Publikum live seine erstaunlichen diagnostischen und heilerischen Fähigkeiten demonstriert.
Infos: «Phantastische Phänomene: Mystery-Wunder in Basel», 14 Uhr bis 20 Uhr im Zentrum für Lehre und Forschung (ZLF) der Universität Basel, Hebelstrasse 20. Eintritt: 30.– SFr.
Weitere Infos beim Basler Psi-Verein: Tel +41 (0)61 383 97 20. Oder via Internet: www.bpv.ch nonog:S.26-31_mysteries0510 11.8.2010 16:00 Uhr Seite 7 freilich für Scharlatane, die ihren Kunden etwas vorgaukeln. «Bestimmt gibt es Trickser auf diesem Gebiet», räumt auch Lucius Werthmüller ein. Viele seien wohl auf den Zug aufgesprungen. Das bedeute aber nicht, dass alle philippinischen Heiler Betrüger seien.
«Jeder kann sie besuchen, kann ihnen zuschauen bei ihrer Arbeit.»
Das weiss auch Alexander Schneider, Ingenieur, Physiker und Parapsychologe, der die Philippinen jahrzehntelang immer wieder besucht hat. Der mittlerweile 83-jährige Schweizer ist überzeugt von der paranormalen Heilkraft der Filipinos. «Sie haben offenbar die Durchsicht – sehen, was sich im Körper befindet.»
Den blutigen Eingriff versteht er nicht als «operative Realität». Schneider: «Es ist mehr als das – aber was, weiss ich auch nicht.»
Vereinzelt gab es Untersuchungen, die zeigten, dass das vom Patienten entnommene Gewebe menschlich war. Wissenschaftlich verlässliche Laboranalysen fanden bislang aber nicht statt, was Schneider sehr bedauert. «Die Filipinos wären dazu bereit, aber vermutlich haben viele europäische Wissenschaftler schlicht Angst, sich auf diesem Gebiet zu exponieren.»
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/ueber-ihre-unglaublichen-erfahrungen-mit-dem-wunderheiler-wil-page28-1.jpg600459Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2010-05-01 12:00:002025-12-15 07:40:33üBer Ihre Unglaublichen Erfahrungen Mit Dem Wunderheiler William Nonog
news:S.06-09_mysteries0510 11.8.2010 15:50 Uhr Seite 4
36 Weizenähren aus einem Korn
Er wird bereits als neuer Picasso gehandelt – obwohl er erst sieben Jahre alt ist. Ob mit Wasser- oder Öl-Farben: Der kleine Kieron Williamson aus Holt (Norfolk) zaubert mit seinem Pinsel meisterhafte Landschaften auf die Leinwand, die selbst gestandene Kunstkritiker ungläubig staunen lassen (Bild). Allein im August dieses Jahres wurden insgesamt 33 Bilder des englischen Wunderkindes verkauft – und das innerhalb von knapp 30 Minuten. Gesamterlös: Rund 180’000 Euro! Hunderte von Interessenten aus aller Welt haben sich auf der Warteliste für künftige Werke des begabten Jungen bereits eingetragen. Trotz des riesigen Rummels um ihn gibt sich Kieron, der in seiner Freizeit gerne Fussball spielt, bedächtig.
Er wolle nicht Picasso werden, winkt er auf Nachfrage ab – «lieber Monet oder Edward Seago». Etliche Gemälde des Jungtalents können derzeit auch im Internet bewundert werden: www.picturecraftgallery.com Wer Pflanzen elektrostatischen Feldern aussetzt, muss mit Überraschungen rechnen. Auch «mysteries»-Leser Roland Rinnert staunte nicht schlecht, als er sich jüngst mit dem von den Ciba-Forschern Guido Ebner und Heinz Schürch entdeckten «Urzeit-Code» zu beschäftigen begann. «Aus einem einzigen Weizenkorn entwickelte sich eine Pflanze mit 36 Ähren», teilte uns der im französischen Elsass wohnhafte Mann verwundert mit. Entnommen hatte Rinnert die Weizenkörner einem Vogelfuttersack. Acht Tage lang beliess er sie in einem 1400 V/cm starken Elektrofeld, um sie anschliessend zu pflanzen. Nur ein einziges davon keimte aus – dafür umso üppiger (siehe Foto). Rinnert: «Ich werde die Ähren jetzt ausreifen lassen und danach das Gewicht der Körner bestimmen.»
Kurz vor Druckbeginn erreichte uns die traurige Nachricht über den Hinschied von Reinhold Ostler, Deutschlands bekanntestem Schatzsucher. Der Forscher und Autor aus Bayern starb am 7. August. Adieu, lieber Reinhold. Du warst ein Pionier – und ein feiner Kerl dazu!
8 Ausgabe 5/10 Mini-Roboter ballern auf Eindringlinge Südkorea setzt per sofort Kampfroboter an der Grenze zu Nordkorea ein. Das gab das südkoreanische Verteidigungsministerium dieser Tage bekannt. Die 1,6 Meter hohen Killermaschinen namens «SGR-A1» (Bild rechts) verfügen über ausgeklügelte Spracherkennungssoftware, Nachtkameras sowie Hitzeund Bewegungssensoren. Auf Befehl schiessen sie mit Granatwerfern und Schnellfeuergewehren, zielgenau über hunderte Meter – auch im Dunkeln. Im Gegensatz zu Selbstschussanlagen übernimmt der vollautomatisierte Roboter damit die Funktion eines Soldaten. Kritiker befürchten gravierende Fehlentscheidungen, nicht zuletzt ob der eingeschränkten Kommunikationsfähigkeit. Hergestellt wird der «SGR-A1» vom südkoreanischen Elektromulti Samsung.
News news:S.06-09_mysteries0510 11.8.2010 15:51 Uhr Seite 5 Tiere verschaffen sich Gehör Die grössten Säugetiere der Welt – die Wale – leiden unter dem Lärm der Menschen. Wie «mysteries» bereits berichtete, verständigen sich die Meeresriesen bei ihren Gesängen deshalb in immer tieferen Tonlagen. Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass Wale auch ganz direkt auf Krach im Meer reagieren. Wenn etwa Schiffsmotoren unter Wasser lärmen, kommunizieren auch die Wale lauter, wie neue Messungen von Forschern der Pennsylvania State University zeigen.
Andere Walarten wichen bei einem zu hohen Lärmpegel sogar auf Klopfgeräusche aus: Statt zu singen begannen die Säuger mit ihren Brustflossen auf die Wasseroberfläche zu schlagen.
Wale sind nicht die einzigen Tiere, die unter dem Menschen leiden: Auch Vögel versuchen in Städten mit immer lauterem Gezwitscher gegen den Lärm anzukämpfen.
Starb Jesus nicht am Kreuz?
Ältestes Fussballbild. Auf einer französischen Silberkanne im Besitz des Dänischen Nationalmuseums in Kopenhagen glauben Wissenschaftler das wohl älteste Abbild eines Ballkünstlers entdeckt zu haben. Die Darstellung aus dem Jahre 1320 zeigt einen Mann beim Abstoss. Das kostbare Stück ist noch bis zum 24. Oktober dieses Jahres im Rahmen der Ausstellung «Mythos Burg» im Deutschen Historischen Museum in Berlin zu sehen.
Muss sich das Christentum wegen eines Übersetzungsfehlers ein neues Hauptsymbol suchen? Laut neuen akademischen Studien wurde Jesus wohl nicht gekreuzigt, sondern eher an einen Pfahl gehängt. Zu dieser ketzerischen Behauptung kommt ausgerechnet ein Theologe: der Schwede Gunnar Samuelsson. Der Wissenschaftler der Universität Göteborg bezeichnet sich als tiefgläubig – und zweifelt auch nicht an der Existenz Jesu als Gottes Sohn. Allerdings gebe es in der Bibel nirgendwo konkrete Hinweise, dass der Messias wirklich gekreuzigt worden ist, wie er nach jahrelangen Forschungen betont. So würden in der antiken Literatur zwar diverse Exekutionsmethoden beschrieben, von Kreuzigungen sei aber auch hier nirgendwo die Rede. Die Bibel selber spricht laut Samuelsson lediglich von einem «Staurus», den Jesus auf den Hügel Golgotha tragen musste. Das altgriechische Wort bedeutet sowohl «Kreuz» als auch «Pfahl».
Sieben regieren das Internet Sieben Menschen verfügen über die Macht, das Internet auf einen Schlag ab- und wieder anschalten zu können. Das gab die «Internet Corporation for Assigned Names und Numbers» bekannt. Ziel sei es, im Fall einer globalen Cyberattacke gewappnet zu sein und einen Kollaps der Weltwirtschaft zu verhindern. Falls das Internet lahmgelegt werden sollte, müssten sich mindestens fünf der «Schlüsselträger» an einem geheimen Ort in den USA treffen, um es gemeinsam «neu zu starten». Einer davon, der Brite Paul Kane, plauderte kürzlich auffällig offen über seine Mission. Die Identität der sechs anderen Technikexperten liegt derzeit noch im Dunkeln – zum Glück.
gesehen & gestaunt mond-kalender 2010 1. September 1. Oktober 30. Oktober 8. September 7. Oktober 6. November 15. September 14. Oktober 13. November 23. September 23. Oktober
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/7-jaehriger-pinselt-wie-monet-page7-1.jpg2191374Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2010-05-01 12:00:002025-12-15 07:39:557-JäHriger Pinselt Wie Monet
Infos: www.z-productions.ch Geschichte relikt:S.18-23_mysteries0510 11.8.2010 12:17 Uhr Seite 7 Also doch: Zahnarzt aus China bohrt heimlich in der Pyramide Existieren in der Cheopspyramide unentdeckte Geheimkammern? Seit Juli 2009 lotsen Forscher heimlich einen neuen Hightech-Roboter samt Bohrer und Kamera durch die engen Schächte der Königinnenkammer. Geleitet wird das «Djedi-Projekt» vom chinesischen Zahnarzt und Roboter-Genie TC Ng.
Eigentlich heisst er Dr. Tze Chuen Ngnow.
Weil sich das keiner merken kann, nennt er sich lieber T C Ng. Unter diesem Kürzel macht der Zahnarzt aus Hong Kong seit Jahren Karriere. Seine Spezialerfindung: Chirurgische Greifwerkzeuge mit dem Feingefühl menschlicher Finger. Hightech-Apparaturen, die im Raumfahrt-Business äusserst gefragt sind.
«Bohrt der chinesische Zahnarzt in Ägypten?» fragte «mysteries» bereits im April 2008. Dies nachdem Dr. Ng eines seiner «Roboterinsekten» Ägyptens Pyramidenboss Zahi Hawass angeboten hatte – um damit die engen Mini-Schächte in der Königinnenkammer der Cheopspyramide nach verborgenen Kammern an ihrem Ende abzusuchen.
1993 hatte der deutsche Ingenieur Rudolf Gantenbrink dort viel versprechende Hinweise entdeckt – ehe ihn Hawass aus der Pyramide verbannte.
Ng’s Angebot kam zur richtigen Zeit.
Hawass griff begierig zu. Jahrelang brodelte in der Folge die Gerüchteküche.
Liess der sonst so öffentlichkeitsfreudige Pyramiden-Verwalter die rätselhaften Schächte unter Ausschluss der Öffentlichkeit inspizieren?
Ja, wie Hawass nun einräumt: «Kürzlich hielt ich mich in der Cheopspyramide auf, um die Arbeiten des Djedi-Teams zu inspizieren», verriet er am 14. Juni 2010.
«Die Djedi-Mission ist ein Forschungsprojekt, das ich nach Djedi, dem Zauberer, benannte, den Pharao Cheops bei der Planung des Bauwerks konsultierte. Bereits im Juli und Dezember 2009 führte das Team Untersuchungen in den betreffenden Schächten durch. Ich hoffe, bald mehr darüber berichten zu können.»
Kurz: Die Suche nach weiteren Geheimkammern im monumentalen Bauwerk läuft auf Hochtouren. Dirigiert wird das Expertenteam von niemand anderem als Dr. Ng, wie Hawass nun überra- Pyramiden-Chef Zahi Hawass (r.)
vor dem Robotermonitor. Beschert ihm Dr. Ng (unten) die Entdeckung seines Lebens?
schend enthüllte. Wer ist dieser Dr. Ng?
Ein Mann, der seiner Zeit voraus ist! Ein Besessener. Ein Ausnahmetalent. Oder wie er es formuliert: «Ein Astronaut, gefangen im Körper eines Zahnarztes.»
Keiner habe in jungen Jahren an ihn und seine visionären Erfindungen geglaubt, verriet der Chinese 2007 im «Hong Kong Magazine».
«Mein Vater dachte, dass aus mir ein Nobody wird.
Ebenso mein Schullehrer. Doch ich verfolgte meinen Weg unbeirrt weiter, weil ich sie eines Besseren belehren wollte.
Und: Ich belehrte sie eines Besseren!»
Immer wieder angeklopft Ohne irgendwelche Beziehungen zu haben, hätte er sich später an die Russische Weltraumbehörde gewandt, erzählt Ng – «vielleicht dreihundert Mal, bevor ich den 90er-Jahren die Chance bekam, meine Weltraumzangen im All einzusetzen. Ich war eben nur ein Zahnarzt aus Hong Kong, den niemand kannte.» Sechs Mal sei er später nach Ägypten geflogen, Geschichte in der Hoffnung, Zahi Hawass persönlich zu treffen und ihm sein Roboterprojekt schmackhaft zu machen. «Wie üblich schlug man mir die Tür vor der Nase zu.
Ich verbrachte Stunden in einer Kantine, bis ein Treffen mit ihm zustande kam.»
Ng’s Hartnäckigkeit hat System. Seit er denken kann, sei er ein Tagträumer, der in die Tat umsetzt, was ihm seine Fantasie diktiert. «Ich gehe am Abend früh zu Bett und beginne sogleich zu träumen.
So gewinne ich Abstand zu den Menschen und ihrer schmutzigen Politik.»
Trotz seines Erfolgs bucht der geniale Tüftler für seine Reisen bis heute die billigsten Flüge und Hotels, «um Gott meine Aufrichtigkeit zu bezeugen. Wenn du bescheiden bleibst, wird dir das Universum sein grösstes Geheimnis preisgeben.»
Nach dem Djedi-Projekt möchte Ng mit seiner Autobiographie beginnen: «Ich bin müde und werde als zorniger Mann sterben, wenn ich nicht alle meine Pläne verwirklicht habe. Das Leben ist eine Theaterbühne. Gott gibt jedem die Chance, bis zuletzt eine Rolle zu spielen.»
Der ägyptische Gott heisst Zahi Hawass. Man darf gespannt sein, wie lange Kairos mächtiger Selbstdarsteller dem chinesischen Genie auf seiner Bühne Gastrecht gewährt.
aufgenommen wurden. Eine offizielle Stellungsnahme gibt es bis heute nicht.
«mysteries» hat deshalb beim Bistum Basel nachgefragt, wie die Erscheinung eingeordnet wird.
Man wolle über dieses Thema «nicht urteilen», heisst es dort: «Generell ist zu sagen, dass Privatoffenbarungen, Erscheinungen und Wunder nicht verpflichtender Glaubensgegenstand sind.
Kein Katholik ist verpflichtet, daran zu glauben», so der Kommunikationsbeauftragte des Bistums, Giuseppe Gracia. «Inhaltlich können sie nicht über die in Jesus Christus endgültige Offenbarung hinausgehen.»
Gracia weiter: «Die Kirche allgemein ist auch nicht verpflichtet, über diese Dinge ein Urteil zu fällen. Generell übt sie darin grosse Zurückhaltung und äussert sich meist nur, wenn sie muss, weil eine grosse Bewegung entsteht.»
Ganz abgeneigt sind die Kirchenoberhäupter der Erscheinung von Waldenburg jedoch nicht: «Die Beurteilung geht oft eher dahin, dass die Kirche feststellt oder sagt, dass an einem Ort religiöse Akte wie Gebet, Gottesdienst Früchte tragen», so Bistumsvertreter Gracia vielsagend. Kann Glaube also nicht nur Berge versetzen, sondern sogar Panzer stoppen?
Wappen des Bistum Basel.
Wie beurteilt die Kirche die Erscheinung?
Kurz nach Erscheinen der «göttlichen Hand» am Himmel über Waldenburg bei Basel schickte die katholische Kirche einen Kaplan in die Region. Er sollte das Wunder untersuchen. Unklar ist allerdings, wie die Nachforschungen des Geistlichen bei den Kirchenoberen hand:S.46-50_mysteries0510 11.8.2010 11:36 Uhr Seite 4 ie Nacht des 13. Mai 1940 wird Karl Berger nie vergessen. Es ist kurz nach 21 Uhr, und der damals 14-jähri- Dge Junge sitzt mit seiner Mutter in der heimischen Stube. Plötzlich klopft es an die Eingangspforte. Eine Nachbarin steht vor der Tür. Sie ist ganz aufgeregt, ruft laut: «Kommt raus, kommt raus! Hier ist etwas am Himmel!» Die Bergers stürmen hinaus – und tatsächlich: Am eindunkelnden Nachthimmel erkennen sie eine grosse leuchtende Hand.
Sie sei riesig gewesen und habe gewirkt, «als ob sie sich schützend über uns legen würde», erzählt Karl Berger rückblickend im Gespräch mit «mysteries». Schutz konnte das kleine Baselbieter Dörfchen damals weiss Gott brauchen.
Denn rings um die Schweiz tobte der Zweite Weltkrieg. Nazi-Deutschland attackierte seine Nachbarländer. Viele Kleinstaaten waren schon besetzt, in Frankreich war die Wehrmacht bereits einmarschiert – und nun drohten die kriegswütigen NS-Machthaber unverhohlen auch der Schweiz.
Vor allem in den nördlichen Landesteilen der Eidgenossenschaft herrschte deshalb Panik unter der Bevölkerung. Alle rechneten mit einem baldigen Angriff der Deutschen. Viele flüchteten ins Landesinnere – vor allem die reichen Bevölkerungsschichten aus Basel.
Vatikan schickte Kaplan zur Nachforschung In dieser angespannten Situation taucht plötzlich diese helle Hand über den Ausläufern der Jura-Hügelkette auf. Immer mehr Dorfbewohner von Waldenburg kommen zusammen und starren auf die unerklärliche Erscheinung am Himmel. «Es waren sicher 40 Leute, die sich damals versammelt hatten», erinnert sich Berger. Fast nur Kinder, alte Leute und Frauen. Die Männer sind zum Aktivdienst einberufen worden: In der Schweiz herrscht angesichts der Bedrohung aus dem Deutschen Reich Generalmobilmachung.
Nach etwa 30 Minuten verblasst die Hand langsam wieder.
«Nur noch die Knochen waren sichtbar und zum Schluss verschwanden auch die», sagt Berger. Der gläubige Protestant ist einer der letzten lebenden Augenzeugen aus dieser Zeit. So wie Louise Madlinger und Margrit Weber. Auch sie standen damals – als junge Mädchen – am Waldenburger Törli. Die beiden sahen die Hand sogar noch früher als Karl Berger, erzählten sie der «Basler Zeitung». Erst «nur das Skelett, dann, ganz langsam, wurde es zu einer menschlichen Hand».
Zeitungsberichte über das Wunder lassen damals rasch auch die katholische Kirche auf die Erscheinung aufmerksam werden. Ein Kaplan reist einen Monat später im Auftrag Roms nach Waldenburg, um der Sache auf den Grund zu gehen. Er Ausgabe 5/10 Phänomene hand:S.46-50_mysteries0510 11.8.2010 11:36 Uhr Seite 5 auf ein Wolkengebilde hereingefallen seien. So gab der 68-jährige Landwirt Joh. Berger-Held damals zu Protokoll: «Fast die ganze Ortschaft sah es. Es waren absolut keine Wolken. Ich sah nur eine Hand, aber so klar, dass es mir schien, man sehe die Sehnen daran. Es dauerte zirka eine halbe Stunde. Es war sehr gross.»
Und Bäuerin Haas (38) berichtete den staunenden Institutionsvertretern: «Es ist etwas Unvergessliches. Die Kinder kamen mich rufen, ich soll schnell schauen, man sehe eine ganz deutliche Hand am Himmel. Wir dachten sofort an eine überirdische Erscheinung.»
Die Augenzeugen.
Louise Madlinger, Karl Berger und Margrit Weber am Dorfplatz von Waldenburg, wo sie vor 70 Jahren die Erscheinung hatten.
Die Erscheinung als Gemälde.
Künstler Albin Schweri schuf 1945 dieses Werk.
Es hängt heute in der Wallfahrtskirche Melchtal.
spricht mit 15 Augenzeugen: «14 Protestanten und ein Katholik», wie der Geistliche geflissentlich festhält.
Der örtliche Polizeikorporal und die Gemeindekanzlei bestätigen, dass die Befragten «absolut glaub- und vertrauenswürdig» seien, betont Dr. Herman Suter in einer Erinnerungsschrift zur «Hand von Waldenburg». Der Schweizer Historiker zitiert aus diesen beeideten Protokollen und anderen historischen Quellen mehrere zeitgenössische Aussagen zur mysteriösen Himmelserscheinung.
Alle Augenzeugen, also auch «mysteries»-Interviewpartner Karl Berger, beteuern dabei immer wieder, dass sie keinesfalls Hand wies wehrend gegen Nazi-Deutschland Eine Frau Sutter (47) aus Waldenburg war gerade «mit dem Hund spazieren», als sie das Himmelsphänomen entdeckte: «(…) eine ganz klare Hand, silberrein, ganz fest geformt. Das ist geradezu unmöglich. Die Handfläche war nach unten, die Finger waren etwas gespreizt. Im Moment war ich ganz überrascht. Ich dachte, es sei etwas Überirdisches, das uns beschützen werde. Ich sah es ein paar Minuten und holte schnell meinen Sohn, der es auch sah. Es war eine knochige feste Hand.»
Wie Frau Sutter beschreiben viele Augenzeugen, dass die Hand von ihrer Haltung her geradezu abweisend gegen Nazi-Deutschland gerichtet gewesen sei. «Flach anliegend und doch etwas gehoben gegen das Fricktal hin wehrend, gegen die offenen Grenzen zu Deutschland hin», fasst es Historiker Suter zusammen. «Sie schwebte über dem Jura», erinnert sich Karl Berger gegenüber «mysteries». «Von Südwesten her gegen Nordost ausgerichtet.»
In den Befragungen von damals schilderte eine Waldburgerin (49): «Es war zirka 10 Uhr. Da ruft mich Frau Müller, ich soll schauen, man sehe eine Hand am Himmel. Ich sah eine ganz klare weisse Hand. Es war keine Wolke. Der Himmel war überhaupt nicht bedeckt.
Die Hand war sehr gross. Wir sagten: ‹Was ist das wohl für ein Zeichen?› Aber es brachte eine eigene Beruhigung. Mein Bub, der Hansi, sah es auch.»
Zwei andere Kinder namens Hans (12) und Margrit Haas (13) werden in den Protokollen wie folgt zitiert: «Wir sahen die Hand auch. Ganz klar. (…) Es war ganz fest, wie Eisen, aber nur ganz weiss.»
Der Kaminfeger Willi Dürenberg (18) erinnerte sich folgendermassen: «Um halb 10 abends des Pfingstmontag war ich in Begleitung meiner Freunde Marcel Gautier und Hans Räuftlin im Städtchen beim Restaurant Löwen. Durch das Rufen von Phänomene Ausgabe 5/10 49 «Eine Erscheinung von grösserer Tragweite» die Leute mit der Nahrungsknappheit weitere grosse Sorgen. Da ist die Erscheinung der «Hand von Waldenburg» wohl einfach untergegangen.
Was halten Sie von den Augenzeugen?
Ich kenne viele Augenzeugen persönlich – vier leben noch. Das sind alles einfache, nüchterne und vertrauenswürdige Leute. Zudem ist die Hand auch ausserhalb von Waldenburg, sogar in Deutschland gesehen worden.
Was denken Sie, haben die Menschen damals gesehen?
Das ist für mich sehr schwierig zu beantworten: Aber weil es eben alles vertrauenswürdige Personen sind und weil diese immer wieder betonten und noch immer betonen, dass es kein Wolkengebilde war, bin ich überzeugt, dass es sich hier nicht einfach um Geflunker oder Gerede handelt. Damals wurde etwas Unvergleichliches gesehen – ob es nun die Hand von Bruder Klaus war oder irgendein anderes Zeichen, kann ich nicht beurteilen.
Wie gedenkt Ihre Gemeinde, mit der Erscheinung umzugehen?
Seit diesem Jahr werden wir immer wieder auf diese Hand angesprochen.
Unsere Bevölkerung ist nun auch sensibilisiert auf dieses Thema. Wir haben jetzt viele zeitgenössische Berichte und sonstige Unterlagen zum Ereignis zusammengetragen und werden diese sichten und aufbewahren.
Die «Hand von Waldenburg» wird sicher auch ein Thema in unserem kleinen Ortsmuseum sein, das wir demnächst einrichten wollen.
Kurt Grieder, Gemeindepräsident des Wunderortes Waldenburg.
«mysteries»: Herr Grieder, was wissen Sie zum Wunder von Waldenburg zu berichten?
Kurt Grieder: Ich sage es ganz ehrlich: Ich lebe seit 50 Jahren in Waldenburg, aber von der «Hand von Waldenburg» habe ich vor zehn Jahren das erste Mal gehört – eher beiläufig während eines Stammtischgesprächs in einem Restaurant. Damals habe ich die Bedeutung noch nicht wirklich erkannt, es war eher von einem «Wolkengebilde» die Rede. Erst jetzt – anlässlich des 70-Jahr-Jubiläums und durch Gespräche mit Augenzeugen – ist mir langsam bewusst geworden, dass diese Erscheinung von grösserer Tragweite sein könnte.
Es ist erstaunlich, dass so wenige in Waldenburg und im Umland etwas von dieser Erscheinung wissen.
Vermutlich wurde es schlicht vergessen. Es waren damals schliesslich turbulente Zeiten: Am Vorabend der Erscheinung sind tausende Schweizer Armeeangehörige durch Waldenburg in Richtung deutsche Grenze an den Rhein marschiert. Hunderte, ja tausende Basler flüchteten in Richtung Innerschweiz – alle rechneten mit einem deutschen Angriff, es herrschte grosse Angst! Nach dem Krieg hatten hand:S.46-50_mysteries0510 11.8.2010 11:36 Uhr Seite 6 Miteinwohnern, die oben beim Tor sich befanden und auf sich aufmerksam gemacht hatten, sahen wir die Erscheinung am Himmel. (…) Die Hand war als solche sehr deutlich wahrnehmbar. Eine Täuschung ist ausgeschlossen. Die Einbuchtung der einzelnen Fingerteile war sehr deutlich. Die Knöchel waren in der Farbe fest, während die Weichteile durchsichtiger erschienen und vom Mond beleuchtet waren. Die ganze Erscheinung ist etwas ausserordentlich Eindruckvolles und kann keinesfalls mit irgendeiner denkbaren Wolkenzusammenstellung verglichen werden. Auch mein Eindruck war etwas Beschützendes.»
Ein Landwirt (19) schilderte die dramatischen Szenen, die sich im Dorf abgespielt hatten, als immer mehr Bewohner die Himmelserscheinung entdeckten: «Die Frauen weinten zuerst. (…)
Man sah, es hat etwas zu bedeuten. Ich hatte als ersten Gedanken das Bewusstsein, das bedeutet Schutz.»
Auch mehrere Wache haltende Soldaten auf den umliegenden Hügeln entdeckten die magische Himmelserscheinung. Einige Waldenburger berichteten zudem, dass sie Jahre später erfuhren, dass die Hand auch in Süddeutschland zu sehen gewesen sei.
machtsoldaten, den der Schweizer Historiker Suter zitiert. In besagter Nacht habe er mit Wehrmachtsverbänden im Schwarzwald zum Einmarsch in die Schweiz bereitgestanden, so der Mann aus Linz. Doch dann seien plötzlich die Panzerund Flugzeugmotoren ausgefallen. «Wir ahnten sofort, dass eine höhere Macht im Spiel war.» Der Soldat ging später ins Kloster und wurde Mönch.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/bistum-basel-kein-katholik-muss-an-wunder-oder-erscheinung-page46-1.jpg804655Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2010-05-01 12:00:002025-12-15 07:40:04Bistum Basel: «Kein Katholik Muss An Wunder Oder Erscheinungen Glauben»
click_buy_neu:S.52-53_mysteries0510 11.8.2010 15:12 Uhr Seite 2
So verärgert Europas grösste E-Payment-Firma ihre Kunden
So schlimm wars noch nie: Immer häufiger werden wir beim Zahlen im Internet betrogen. Besonders dreist agiert der grösste Online-Finanzdienstleister Europas: «Click& Buy». Ungestraft zockt der Telekom-Moloch seine Kunden gleich reihenweise ab.
Wo bezahlt man etliche Euros für null Leistung? Bei der Deutschen Bank? Oder der Schweizer UBS? Nein – bei «Click & Buy» (C&B) – dem zweitgrössten E-Payment-Unternehmen der Welt. Was das ist? Ein international agierender Finanzmoloch, der im Internet mit virtuellem Geld handelt, seine Kunden inzwischen reihenweise verärgert und dabei erst noch abzockt.
Und das erstaunlicherweise, ohne damit in den Massenmedien bislang negative Schlagzeilen zu machen – ganz im Gegensatz zu Google, Microsoft und Co.
Auch «mysteries» stopfte dem gierigen Monster in den letzten Jahren gedankenlos etliche Euros in den Rachen: Über den Pressedienstleister «Genios» bezogen wir regelmässig Zeitungsartikel – bezahlt wurde virtuell, via C&B. Jahrelang bot der Konzern seinen Schweizer Kunden die Möglichkeit, alle Beträge via Telefonrechnung des lokalen Telefonriesen Swisscom abzurechnen. Das klappte in unserem Fall anstandslos – bis Swisscom Ende Juli 2009 aus dem C&B-Geschäft ausstieg.
Damit begann ein mühseliger Hindernislauf: Als wir unser C&B-Konto als langjähriger Kunde auf Kreditkartenzahlung umstellen wollten, wurde uns ohne Begründung mitgeteilt, dass unser Zugang «gesperrt» sei. Weitere Hilfe würden wir unter der kostenpflichtigen (!) Auslandshotline erhalten. Fünfzehn Minuten verbrachten wir anschliessend in der Warteschleife (Totalpreis: rund 2 Euro), während uns eine englischsprachige (!) Tonband-Stimme mit monotonem Gesäusel alle paar Sekunden von Neuem nervte. Anschliessend wurde uns von einem Kundenberater mürrisch mitgeteilt, dass wir «halt noch Geduld» haben sollten, «da wir bei C&B auf die ehemaligen Swisscom-Daten derzeit noch nicht zugreifen können».
Keine Antwort unter dieser Nummer Monate später – im Februar 2010 – war unser Zugang immer noch gesperrt. Erneuter Anruf bei der C&B-Hotline. Ohne Erfolg. Nach 22 Minuten Wartezeit (Preis: 2.50 Euro) gaben wir entnervt auf und bombardierten die E-Banking-Firma in der Folge – wie ausdrücklich von ihr gewünscht – mit mehreren Mails, in denen wir um Kontaktaufnahme baten. Unsere Reklamationen blieben eine Woche lang unbeantwortet. Dann – am 23. Februar 2010, 10.54 Uhr – endlich die erlösende Nachricht: «Wir freuen uns, Ihnen mitzuteilen, dass wir Ihr Konto wieder aktiviert haben.» Hurra!
Hurra? Die Freude währte nur kurz. Genauer gesagt: eine einzige Minute. Denn um punkt 10.55 Uhr erreichte uns per Mail die nächste Mitteilung: «Ihr Click&Buy-Konto wurde vorübergehend gesperrt. Dafür kann es verschiedene Gründe geben…»
Und wenige Sekunden später folgte bereits die dritte Nachricht: «Leider ist eine Abrechnung Ihrer Einkäufe über die Telefonrechnung (Swisscom) nicht mehr möglich.
Bitte hinterlegen Sie eine Kreditkarte in Ihrem bestehenden Click&Buy-Konto oder führen Sie eine erneute Anmeldung durch.» Als ob wir das nicht selber wüssten. Wie bitte – zum Teufel! – sollen wir uns via Internet neu anmelden, wenn unser Konto einmal mehr gesperrt ist?
Marktleader in Europa Nur ein harmloser Einzelfall? Mitnichten, denn ähnlich – und teils noch weitaus schlimmer – ergeht es derzeit unzähligen Kunden im deutschsprachigen Raum. Auf Internetseiten wie «ciao.de» lassen sie ihrem Ärger freien Lauf. Die Abzock-Vorwürfe sind derart massiv, dass wir auf juristischen Rat hin davon absehen, daraus zu zitieren. Unser Tipp für Geschädigte: Einfach mal mit den Stichwörtern «click and buy abzocke ciao.de» oder «click and buy olbertz» im Internet googeln – und staunen, wie viele andere Betroffene sich vom Zahlungsdienstleister mittlerweile ebenfalls veräppelt, ja gar regelrecht beschissen fühlen.
Mehr als 14’000 Anbieter arbeiten mit diesem fragwürdigen Unternehmen inzwischen zusammen, darunter iTunes, Amazon oder Facebook – damit ist Click&Buy in Europa das führende System für Zahlungsabwicklungen in Onlineshops.
Mit zwölf Millionen Kunden gilt C&B inzwischen gar als zweitgrösster internationaler E-Payment-Moloch. Für die Überwachung zeichnet die britische Bankenaufsicht verantwortlich.
Mehrheitsaktionär ist mittlerweile die deutsche Telekom.
Ausgabe 5/10 Wirtschaft click_buy_neu:S.52-53_mysteries0510 11.8.2010 15:12 Uhr Seite 3 Reinstes Magnesium in holländischen Kornkreisen entdeckt Gipfel der Frechheit: Ab dem 31. Oktober 2009 erliess der Finanzriese selbstherrlich neue Geschäftsbedingungen. Wer seinen C&B-Zugang demnach innerhalb von zwölf Monaten nicht mehr benutzt, dem wird pro Monat ein Euro «Wartungsgebühr» in Rechnung gestellt. Noch frecher: Wer sein Konto auflösen und seine Daten löschen will, dem stellt C&B per sofort saftige 15 Euro in Rechnung.
Konsequenz: Da unser «mysteries»-Account nach wie vor ohne Begründung gesperrt ist, drohen uns und wohl auch vielen anderen Ende Oktober 2010 «wegen Inaktivität» weitere Kosten. Abhilfe schaffen könnte im besten Fall nur noch die nervende und kostenpflichtige Telefonhotline, die uns mittlerweile verleidet ist.
Unser Rat: Machen Sie nicht denselben Fehler wie wir und setzen Sie bei Internet-Zahlungen stattdessen wenn immer möglich auf das bislang kleinere Übel – also auf den internationalen Marktleader «Paypal».
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/finanz-mafia-regiert-auch-das-internet-page50-1.jpg1225262Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2010-05-01 12:00:002025-12-15 07:40:07Finanz-Mafia Regiert Auch Das Internet