news:S.06-09_mysteries0510 11.8.2010 15:50 Uhr Seite 4

36 Weizenähren aus einem Korn

Er wird bereits als neuer Picasso gehandelt – obwohl er erst sieben Jahre alt ist. Ob mit Wasser- oder Öl-Farben: Der kleine Kieron Williamson aus Holt (Norfolk) zaubert mit seinem Pinsel meisterhafte Landschaften auf die Leinwand, die selbst gestandene Kunstkritiker ungläubig staunen lassen (Bild). Allein im August dieses Jahres wurden insgesamt 33 Bilder des englischen Wunderkindes verkauft – und das innerhalb von knapp 30 Minuten. Gesamterlös: Rund 180’000 Euro! Hunderte von Interessenten aus aller Welt haben sich auf der Warteliste für künftige Werke des begabten Jungen bereits eingetragen. Trotz des riesigen Rummels um ihn gibt sich Kieron, der in seiner Freizeit gerne Fussball spielt, bedächtig.

Er wolle nicht Picasso werden, winkt er auf Nachfrage ab – «lieber Monet oder Edward Seago». Etliche Gemälde des Jungtalents können derzeit auch im Internet bewundert werden: www.picturecraftgallery.com Wer Pflanzen elektrostatischen Feldern aussetzt, muss mit Überraschungen rechnen. Auch «mysteries»-Leser Roland Rinnert staunte nicht schlecht, als er sich jüngst mit dem von den Ciba-Forschern Guido Ebner und Heinz Schürch entdeckten «Urzeit-Code» zu beschäftigen begann. «Aus einem einzigen Weizenkorn entwickelte sich eine Pflanze mit 36 Ähren», teilte uns der im französischen Elsass wohnhafte Mann verwundert mit. Entnommen hatte Rinnert die Weizenkörner einem Vogelfuttersack. Acht Tage lang beliess er sie in einem 1400 V/cm starken Elektrofeld, um sie anschliessend zu pflanzen. Nur ein einziges davon keimte aus – dafür umso üppiger (siehe Foto). Rinnert: «Ich werde die Ähren jetzt ausreifen lassen und danach das Gewicht der Körner bestimmen.»

Kurz vor Druckbeginn erreichte uns die traurige Nachricht über den Hinschied von Reinhold Ostler, Deutschlands bekanntestem Schatzsucher. Der Forscher und Autor aus Bayern starb am 7. August. Adieu, lieber Reinhold. Du warst ein Pionier – und ein feiner Kerl dazu!

8 Ausgabe 5/10 Mini-Roboter ballern auf Eindringlinge Südkorea setzt per sofort Kampfroboter an der Grenze zu Nordkorea ein. Das gab das südkoreanische Verteidigungsministerium dieser Tage bekannt. Die 1,6 Meter hohen Killermaschinen namens «SGR-A1» (Bild rechts) verfügen über ausgeklügelte Spracherkennungssoftware, Nachtkameras sowie Hitzeund Bewegungssensoren. Auf Befehl schiessen sie mit Granatwerfern und Schnellfeuergewehren, zielgenau über hunderte Meter – auch im Dunkeln. Im Gegensatz zu Selbstschussanlagen übernimmt der vollautomatisierte Roboter damit die Funktion eines Soldaten. Kritiker befürchten gravierende Fehlentscheidungen, nicht zuletzt ob der eingeschränkten Kommunikationsfähigkeit. Hergestellt wird der «SGR-A1» vom südkoreanischen Elektromulti Samsung.

News news:S.06-09_mysteries0510 11.8.2010 15:51 Uhr Seite 5 Tiere verschaffen sich Gehör Die grössten Säugetiere der Welt – die Wale – leiden unter dem Lärm der Menschen. Wie «mysteries» bereits berichtete, verständigen sich die Meeresriesen bei ihren Gesängen deshalb in immer tieferen Tonlagen. Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass Wale auch ganz direkt auf Krach im Meer reagieren. Wenn etwa Schiffsmotoren unter Wasser lärmen, kommunizieren auch die Wale lauter, wie neue Messungen von Forschern der Pennsylvania State University zeigen.

Andere Walarten wichen bei einem zu hohen Lärmpegel sogar auf Klopfgeräusche aus: Statt zu singen begannen die Säuger mit ihren Brustflossen auf die Wasseroberfläche zu schlagen.

Wale sind nicht die einzigen Tiere, die unter dem Menschen leiden: Auch Vögel versuchen in Städten mit immer lauterem Gezwitscher gegen den Lärm anzukämpfen.

Starb Jesus nicht am Kreuz?

Ältestes Fussballbild. Auf einer französischen Silberkanne im Besitz des Dänischen Nationalmuseums in Kopenhagen glauben Wissenschaftler das wohl älteste Abbild eines Ballkünstlers entdeckt zu haben. Die Darstellung aus dem Jahre 1320 zeigt einen Mann beim Abstoss. Das kostbare Stück ist noch bis zum 24. Oktober dieses Jahres im Rahmen der Ausstellung «Mythos Burg» im Deutschen Historischen Museum in Berlin zu sehen.

Muss sich das Christentum wegen eines Übersetzungsfehlers ein neues Hauptsymbol suchen? Laut neuen akademischen Studien wurde Jesus wohl nicht gekreuzigt, sondern eher an einen Pfahl gehängt. Zu dieser ketzerischen Behauptung kommt ausgerechnet ein Theologe: der Schwede Gunnar Samuelsson. Der Wissenschaftler der Universität Göteborg bezeichnet sich als tiefgläubig – und zweifelt auch nicht an der Existenz Jesu als Gottes Sohn. Allerdings gebe es in der Bibel nirgendwo konkrete Hinweise, dass der Messias wirklich gekreuzigt worden ist, wie er nach jahrelangen Forschungen betont. So würden in der antiken Literatur zwar diverse Exekutionsmethoden beschrieben, von Kreuzigungen sei aber auch hier nirgendwo die Rede. Die Bibel selber spricht laut Samuelsson lediglich von einem «Staurus», den Jesus auf den Hügel Golgotha tragen musste. Das altgriechische Wort bedeutet sowohl «Kreuz» als auch «Pfahl».

Sieben regieren das Internet Sieben Menschen verfügen über die Macht, das Internet auf einen Schlag ab- und wieder anschalten zu können. Das gab die «Internet Corporation for Assigned Names und Numbers» bekannt. Ziel sei es, im Fall einer globalen Cyberattacke gewappnet zu sein und einen Kollaps der Weltwirtschaft zu verhindern. Falls das Internet lahmgelegt werden sollte, müssten sich mindestens fünf der «Schlüsselträger» an einem geheimen Ort in den USA treffen, um es gemeinsam «neu zu starten». Einer davon, der Brite Paul Kane, plauderte kürzlich auffällig offen über seine Mission. Die Identität der sechs anderen Technikexperten liegt derzeit noch im Dunkeln – zum Glück.

gesehen & gestaunt mond-kalender 2010 1. September 1. Oktober 30. Oktober 8. September 7. Oktober 6. November 15. September 14. Oktober 13. November 23. September 23. Oktober

7-Jähriger pinselt wie Monet – Abbildung 2
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