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chnurrende Katzen – was gibt es Beruhigenderes? Kaum einer, der mit dem sonoren Geräusch nicht Wohlbehagen Sverbindet – ohne eine Ahnung davon zu haben, warum.
Was nur Katzenliebhaber wissen: Die flauschigen Vierbeiner schnurren nicht nur, wenn es ihnen gut geht. Sie tun dies auch, wenn sie Schmerzen haben oder nervös sind. «Manche Katzen schnurren sogar, wenn sie Angst haben, verletzt sind, gebären oder sterben», weiss Elizabeth von Muggenthaler vom amerikanischen «Fauna Communications Research Institute». Die Non-Profit-Organisation führt empirische Studien zu den Kommunikationsarten und Stimmen verschiedener Tiere durch.
Katzenschnurren nimmt dabei eine besondere Stellung ein.
Das Institut verkauft sogar CD-Aufnahmen mit entsprechenden «Wohlklängen». Denn Elizabeth von Muggenthaler und ihre Kollegen sind davon überzeugt, dass Schnurren heilen kann. «Ist es möglich, dass die Evolution die Katzen mit einem natürlichen Heilungsmechanismus für Knochen und andere Organe ausgestattet hat?» fragt sie in der 2006 erschienenen Studie «Katzenschnurren – ein biomechanischer Heilmechanismus». Antwort: «Die Forscher bei Fauna Communications sind überzeugt davon.»
Die Tierstimmen-Forscherin hat das Schnurren von 44 Katzen gemessen, aufgezeichnet und ausgewertet. Neben Hauskatzen berücksichtigte sie dabei auch Raubkatzen wie Geparde, Pumas oder Ozelote. Dabei stellte sie fest, dass sich die Frequenzen des Schnurrens bei allen Katzenarten um 25 bis 150 Hertz Ausgabe 2/2012 bewegen. Also exakt in jenem Niederfrequenzbereich, der beispielsweise für die Heilung von Knochenbrüchen oder die Lösung von Muskelkrämpfen vorteilhaft ist. Zum Vergleich: Die untere Grenze des menschlichen Hörbereichs liegt bei 16 bis 20 Hertz.
Die wissenschaftlichen Ergebnisse ihrer Untersuchungen wurden im Kongressband der zwölften «Internationalen Konferenz zu Niederfrequenzlärm und Vibration und deren Kontrolle» in Bristol veröffentlicht («The Felid Purr: A bio-mechanical healing mechanism»).
Die amerikanische Tierforscherin ist nicht die einzige, die einen Zusammenhang zwischen der Schnurrfrequenz und der Heilung von Knochenbrüchen ortet. Auch Leo Brunnberg, Leiter der Tierklinik der Freien Universität Berlin, ist davon überzeugt, dass die durch das Schnurren erzeugte Vibration die Muskeln minimal bewegt und dadurch das Knochenwachstum beschleunigt. «Wir glauben, dass diese Mikrobewegung für die Frakturheilung von Bedeutung ist», bestätigt der Professor gegenüber «mysteries».
«Bis jetzt können wir das aber noch nicht belegen.» Jedenfalls sei es mehr als erstaunlich, dass Knochenbrüche bei Katzen schneller heilen als bei Hunden. Ein Mysterium, das Tierärzte bis heute beschäftigt.
Auch US-Expertin Elizabeth von Muggenthaler kann die heilende Kraft des Schnurrens letztlich nicht hundertprozentig belegen. Für sie spricht aber vieles dafür: «Die natürliche Selektion der Evolution hat das Schnurren bei verschiedenen Katzenarten in unterschiedlichen Regionen bereits sehr lange erhalten. Das spricht für eine lebenswichtige Bedeutung. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Schnurren auch Energie benötigt und eine kranke Katze diese Energie nicht ohne guten Grund aufbringen würde.»
Die Vorstellung, dass Schnurren lediglich eine Ausdrucksform ist, verwirft die amerikanische Forscherin, «weil es ja in verschie- Patientin während der Behandlung. Statt Katzen können auch entsprechend vibrierende Polster eine heilende Wirkung entfalten.
Die Evolution hat das Schnurren erhalten, also ist es lebenswichtig.
denen Gefühlsmomenten und Situationen angewendet wird».
Katzen würden das Schnurren zwar beispielsweise als «Friedensangebot» benutzen, um dem Gegenüber zu zeigen, dass sie keine feindlichen Absichten haben. «Aber sie schnurren eben auch, wenn sie schwer verletzt in einem Käfig beim Tierarzt liegen», so die Amerikanerin.
Für die Expertin ist deshalb klar, dass das Schnurren für das Tier selber einen positiven medizinischen Effekt haben muss.
Seit Jahren sammelt sie wissenschaftliche Arbeiten, die aufzeigen, dass Katzen schneller gesund werden als andere Tiere und weniger Folgeschäden nach Eingriffen haben. So belegte etwa eine amerikanische Studie 1996, dass durchschnittlich nur 1,2 Prozent der Katzen nach einer Kastration Komplikationen hatten. Bei den Hunden lag der Durchschnitt bei 9,8 Prozent.
Und bereits 1987 hielten US-Tierärzte im «Journal of the American Veterinary Medical Association» fest, dass in 132 untersuchten Fällen, in denen Katzen aus einem oberen Stockwerk eines Hochhauses fielen, 90 Prozent davon überlebten. Die meisten stürzten aus einer Höhe von mindestens sieben Stockwerken in die Tiefe. Der Rekord lag in einem Fall bei der 45. Etage. Selbst diese Katze überlebte, trotz schwerer Verletzungen.
Für von Muggenthaler ist das nicht erstaunlich, wenn man die Schnurrfrequenz berücksichtigt. «Die dominanten Frequenzen bei drei untersuchten Katzenarten lagen exakt bei 25 oder 50 Hertz», erklärt die engagierte Forscherin. «Das ist die beste Vibrationsfrequenz für Knochenwachstum und das Heilen von Frakturen.»
Hauskatzen schnurren am variantenreichsten Allgemein würden sich Vibrationsfrequenzen zwischen 20 und 140 Hertz bei verschiedenen Krankheiten heilend auswirken. Frequenzen von 18 bis 36 Hertz wiederum würden in der Biomechanik zur Unterstützung der Gelenkbeweglichkeit benutzt. «Alle untersuchten Katzen konnten in diesem Bereich schnurren», so die Leiterin von «Fauna Communications». Dasselbe gilt auch bei der Schmerzbekämpfung. Hier seien 50 bis 150 Hertz nützlich, und «alle Katzen zeichnen sich durch mindestens fünf dominante Schwingfrequenzen in diesem Bereich aus». Die grösste Palette an Schnurrfrequenzen haben übrigens Hauskatzen.
Die Samtpfoten würden das Schnurren aber auch prophylaktisch einsetzen, ist von Muggenthaler überzeugt: Zur Vorbeugung von Muskelschwund. Denn Katzen schlafen viel. Während dieser Ruhephasen werden die Muskeln nicht aktiv trainiert. «Wenn Katzen sich nur sporadisch bewegen, ist es für sie von Vorteil, Knochen und Muskeln auch in der Ruhephase zu stimulieren.» Und das geschieht durch die Vibration beim Schnurren.
Absurd? Keinesfalls. Dass Vibration einen positiven Effekt haben kann, wurde nämlich auch schon bei Menschen belegt. Eine belgische Pilotstudie untersuchte 2004 die Wirkung der Vibrationsplatten «Power Plate» auf die Knochendichte. Frauen zwischen 58 und 74 Jahren trainierten während sechs Monaten dreimal wöchentlich auf einer Vibrationsplatte bei 35 bis 40 Hertz. Die Vergleichsgruppen mühten sich an herkömmlichen Fitnessgeräten ab oder taten gar nichts.
Dr. Kurt Pinter aus Graz. Der Das erstaunliche Fazit: Bei Frauen, die kon- Arzt entwickelte medizinische ventionelles Krafttraining durchführten oder «Schnurr-Polster».
der anderen Kontrollgruppe angehörten, nahm die Knochendichte ab. Hier «konnte nur der altersbedingte Rückgang der Knochendichte um 0,6 Prozent beobachtet werden», schrieben die Forscher im «Journal of Bone and Mineral Research». Das Vibrationstraining hingegen «verbesserte die isometrische und dynamische Muskelkraft und erhöhte die Knochendichte in der Hüfte signifikant um 0,9 Prozent», so die Wissenschaftler.
Auf die Idee, Katzenschnurren für die Menschen anzuwenden, kam vor einigen Jahren auch der Allgemeinmediziner Kurt Pinter aus Graz. «Es war die Studie von Elizabeth von Muggenthaler mit den Frequenzmessungen, die mich dazu brachte, in Bezug auf die Menschen weiterzuforschen», bestätigt der österreichische Arzt gegenüber «mysteries».
Sein Kollege Fritz Florian konstruierte schliesslich ein so genanntes «Katzenschnurr-Therapiegerät», das die beiden seit nunmehr rund fünf Jahren anwenden. «Das Gerät besteht aus einem Verstärker, der mit Software bestückt ist – dem Katzenschnurren, das mittels eines hochempfindlichen Mikrophons absolut authentisch aufgenommen wurde – und der den Körperschall, also nicht das Schnurrgeräusch, sondern die Vibration, über eine spezielle Art Lautsprecher auf Pölsterchen überträgt», erklärt Pinter. Diese Pölsterchen würden vom Therapeuten dann auf den Ausgangspunkt des Schmerzes oder die Schmerzregion gelegt, «wobei auch Akupunkturpunkte Verwendung finden».
Hilfe für Lungenkranke und Diabetiker Angefangen hatte Pinter mit der Behandlung von Schmerzpatienten. «Trotz der anfänglich häufigen Skepsis der Patienten habe ich überraschend gute Ergebnisse erzielt, die oft weit über das Erwartete hinausgingen. So konnte zum Beispiel ein Dauereffekt, also weitere Schmerzfreiheit auch nach Beendigung der Therapie erreicht werden.» Bereits fixierte Operationstermine chronisch erkrankter, schmerzhafter Gelenke konnten nach der Therapie zudem von einigen Patienten abgesagt werden.
Ausserdem entdeckte der Österreicher, dass auch Lungenkranke gut auf die Therapie ansprechen, «zum Beispiel bei Asthma oder Chronisch obstruktiver Lungenerkrankung, COPD. Es konnten dabei sogar Medikamente eingespart werden.» Weiter sei es ihm schon mehrmals gelungen, mittels rechtzeitigen Einsatzes der Schnurrtherapie Durchblutungsstörungen zu lindern und damit Zehenamputationen von Diabetikern zu verhindern.
Mit pauschalen Heilsversprechen ist Doktor Pinter dennoch vorsichtig: «Den Diabetes kann natürlich auch eine Katze nicht heilen.» Und auch bei anderen Krankheiten sei Vorsicht geboten Experten rätseln: Wie entstehen eigentlich Schnurr-Laute?
Katzen sind die einzigen Tiere, die schnurren. Während Hauskatzen sowohl beim Ein- als auch beim Ausatmen «vibrieren», gelingt dies grossen Raubkatzen nur beim Ausatmen. Wie Katzen dieses einzigartige Geräusch erzeugen, ist noch nicht definitiv beantwortet. Selbst das vermeintlich «allwissende» Internet-Lexikon Wikipedia muss in dieser Frage kapitulieren: «Über das Entstehen des Schnurrens gibt es mehrere Hypothesen. Endgültig geklärt sind die Mechanismen noch nicht.»
Die wahrscheinlichste These: Ein verknöchertes Zungenbein zeichnet für die Schwingung verantwortlich. Das Zungenbein ist ein Knochen, der die Zunge des Tieres mit seinem Schädel verbindet. Beim Atmen würde Luft an diesem Knochen reiben und das Geräusch erzeugen, mutmassen manche Experten. Definitiv beweisen könne man aber nicht, dass dieser Knochen das Schnurren erzeugt, betont etwa Gustav Peters vom Forschungsinstitut Alexander Koenig in Bonn.
Grosskatzen hingegen hätten ein elastisches Zungenbein.
Weitere Theorien gehen davon aus, dass Hautfalten, die hinter den Stimmbändern liegen, das Geräusch erzeugen oder dass die Kehlkopfmuskeln für das Schnurren verantwortlich sind.
Kurz: Ob studierter Veterinär oder Biologe – niemand kann in unserer aufgeklärten Zeit endgültig nachweisen, wie und warum Katzen tatsächlich schnurren. Ziemlich erstaunlich, oder?
und auf jeden Fall eine Abklärung durch den Spezialisten notwendig. Er rät deshalb auch davon ab, das Gerät ausschliesslich in Eigenregie anzuwenden. Fakt aber sei: Es nütze dem Bewegungsapparat, der Lunge, bei Osteoporose, Durchblutungsstörungen sowie Ödemen und bringe vielerorts Erleichterung und Entspannung bei Stressfolgen: «Wer je eine schnurrende Katze neben oder auf sich gespürt hat, weiss um die entspannende Wirkung des Schnurrens», betont auch Pinter.
Nicht nur heilsam, sondern auch beruhigend Exakt diese Wirkung macht sich auch Elisabeth Frick Tanner von der «Gemeinschaftspraxis Altamira» in St. Gallen zu Nutze. Die Schweizer Psychotherapeutin bietet die «tiergestützte Therapie» an, bei der während des Therapiegesprächs ein Tier im Raum anwesend ist. Manchmal ist das ihre betagte Siamkatze. «Sie geht nur noch selten nach draussen und verbringt stattdessen viel Zeit im Therapieraum, deshalb ist sie bei den Gesprächen auch oft dabei.»
Im Gegensatz zu Hunden, die für viel Interaktion sorgen, bringe das Tier eine äusserst beruhigende Stimmung in den Raum.
Die Therapeutin: «Meine Klienten werden schneller ruhig, wenn sich eine schnurrende Katze im Raum befindet.» Wenn sie diese ausserdem noch berühren können, würden sie das Schnurren nicht nur hören, sondern auch spüren. «Da strahlen viele von ihnen dann regelrecht!»
Infos: www.animalvoice.com


































































































«Dreigesicht» im Basler Münster (links oben): Ein Götzenbild der Templer?
Die beliebte Tiroler Volksheilige Notburga umrankt ein schauerliches Mysterium. Laut Legende wurde sie 1265 in Rattenberg am Inn geboren, das zu jener Zeit zu Bayern gehörte. Dort lebte sie als Köchin und Magd auf Schloss Rottenburg und kümmerte sich um Mittellose, Bedürftige und Kranke.
Der Patronin werden allerlei Wunder nachgesagt. Unter anderem soll ein Bauer damals zur Erntezeit von seiner Magd und anderen Gehilfen verlangt haben, nach dem Läuten der Feierabendglocken weiter zu schuften. Selbst am ehrwürdigen Sonntag sollte das Getreide geschnitten werden. Notburga streikte, warf trotzig ihre Sichel in die Höhe, um von «oben» ein göttliches Zeichen der Hilfe zu erbitten. Der Himmel antwortete gnädig: Die Sichel blieb über Notburgas Kopf schwebend in der Luft hängen.
Die Sonntagsruhe war gerettet.
Der Überlieferung nach ist Notburga angeblich im September 1313 verstorben. In der Rupertskirche von Eben am Achensee soll die vorbildliche Magd beigesetzt worden sein. Neugierig folgte «mysteries» ihren Spuren, zwecks Besichtigung ihres Heiligtums – der Nachfolgekirche im Bezirk Schwaz. Von der Ortschaft Jenbach im Unterinntal führt dort eine Zahnradbahn im Schne-Notburga-Darstellung in der Tiroler Wallfahrtskirche. Bis heute umranken die rebellische Patronin Fabeln und Legenden.
«Sinnbilder des Bösen» im Münster von Basel Das berühmte Münster in der Schweizer Kulturmetropole Basel bietet ebenfalls ein Füllhorn voller Rätsel. Seine jetzige Gestalt erhielt der Sandstein-Bau im 12. Jahrhundert. Zu Füssen der Kanzel, direkt beim Aufgang zum Chor, findet sich ein Medaillon, welches das Herz aller Fabelwesen-Freunde höher schlagen lässt: Abgebildet ist ein geflügeltes Drachenwesen in einem Doppelkreis! Sein Haupt ist mit roter Farbe hervorgehoben. Bereits um 1170 soll dieses vorchristliche Motiv eingelassen worden sein.
Warum, weiss niemand. Entdeckt wurde es erst 1975.
Offizielle Deutung: «Ein Sinnbild des Bösen». Ein «extrem starker Kraftort», bestätigen Rutengänger und Pendler.
Dazu passt eine andere Merkwürdigkeit, von der selbst Einheimische kaum Notiz nehmen (siehe Foto auf der linken Seite oben): Eine winzig kleine Steinplastik, die sich gut versteckt im Chor am Boden der Säulenkapitelle befindet. Sie hat einen markanten Kopf, der drei bärtige Gesichter miteinander vereint. Mit den Händen umfasst die Gestalt die Enden ihres fischschwänzigen Körpers. Die Wiedergabe eines Fabelwesens? Ein sonderbares Abbild der «Heiligen Dreifaltigkeit»? Oder wurde hier vielmehr ein altes heidnisches Symbol verewigt? Immerhin sind derlei Symbole bereits aus der keltischen Mythologie bekannt…
Es gibt noch eine weitere mögliche Erklärung. Sie führt zum legendären Götzenbild der Tempel-Ritter – dem so genannten «Baphomet», der angeblich als «Idol» verehrt wurde: Ein bärtiger Kopf, mit zwei bis drei Gesichtern.
Beim Prozess gegen die Templer war das 1307 einer der Hauptanklagepunkte.
Wer der Spur des «Dreigesichts» folgen möchte, hat in Basel nahe des Münsters übrigens eine weitere Gelegenheit: In einem Seitenschiff der Peterskirche, deren Anfänge ins 13. Jahrhundert zurückreichen, ist ein grosses farbiges Wandfresko zu bestaunen (Bild links).
Es zeigt ebenfalls das Motiv einer männlichen Gesichtstriade.
Heilige Dreifaltigkeit? Keltische Religion im christlichen Gewand? Oder doch ein Hinweis auf Baphomet?
Ausgabe 2/2012 Drachendarstellung im Basler Münster (rechts).
Das Motiv ist knapp 1000 Jahre alt.
ckentempo hinauf auf 380 Meter. Das Dorf scheint wie ausgestorben. Nur die Kirche ist geöffnet.
Im Innern dann die grosse Überraschung: Im Zentrum des Hochaltars, dort, wo man üblicherweise Gnadenbilder, Kruzifixe oder Skulpturen der Gottesmutter Maria erwartet, steht in einem Glasschrein das Ganzkörper-Skelett der Heiligen Notburga! Bis auf den grotesken Totenkopf, der mit einem goldenen Heiligenschein gekrönt ist, sind ihre Gebeine in ein perlengeschmücktes Kleid gehüllt. In der erhobenen rechten Hand hält sie ihr berühmtes Attribut selbstbewusst und rebellisch in die Höhe – die goldene Sichel.
Wie ein Gespenst oder Gevatter Tod selbst blickt das Skelett vom Altar herab zu den Sterblichen. Es gibt wohl keine Kirche, in der das Gerippe eines Heiligen quasi in Vertretung des Erlöseres zur Verehrung aufgestellt ist. Genaugenommen ein Sakrileg!
Wie alt sind die Gebeine wirklich?
Dass sich unter dem Hochaltar die sterblichen Überreste der Notburga befinden würden, notiert bereits eine Kirchenchronik aus dem Jahr 1602. Das dachte sich 1718 auch der Brixener Fürstbischof Caspar Ignaz Graf Künigl und erlaubte offiziell, nach den Reliquien der Notburga zu suchen. Als man das Grab entdeckte, den steinernen Sargdeckel öffnete und ein Skelett vorfand, schien die Legende bestätigt. Anno 1735 folgte schliesslich die bischöfliche Erlaubnis zur öffentlichen Verehrung der Reliquien.
Seither grinst das Notburga-Skelett bei jeder Messe morbide vom Hochaltar.
Bereits im 19. Jahrhundert zweifelten «Aufgeklärte» indes daran, dass das Gerippe wirklich jenes der Notburga sei. Der Heimatforscher Leopold Schmidt wies 1952 zudem in einer Studie darauf hin, dass sich die Wesenszüge, Attribute und Kulthandlungen der Notburga bereits bei den Phöniziern und anderen antiken Völkern nachweisen lassen. Verschmolzen heidnische Ernte- und Fruchtbarkeitsriten mit der christlichen Religion?
Von 1988 bis 1992 wurde die Wallfahrtskirche aufwendig renoviert. Dabei nahmen Archäologen, Konservatoren und Mediziner der Universität Innsbruck auch das brüchige Skelett genauer unter die Lupe. Eine aufschlussreiche DNA-Analyse fehlt bis heute. Doch eines konnten die Experten dennoch feststellen: Das Gerippe stammt tatsächlich von einer Frau, die Anfang des 14. Jahrhunderts gelebt hat.
Reinhard Habeck «Dreigesicht»- Wandfresko in der Basler Peterskirche. Was wollte uns der Künstler mitteilen?
neu erschienen UFOs: Generäle und Piloten brechen ihr Schweigen Leslie Kean Ob Piloten, Militärs oder Regierungsvertreter: Viele haben aufwühlende UFO-Erfahrungen hinter sich. Nun treten sie an die Öffentlichkeit, dank Leslie Kean – einer investigativen Reporterin, welche die letzten zehn Jahre damit verbracht hat, das nach wie vor ungeklärte Phänomen zu erforschen. Kean untersuchte Hunderte von Regierungsdokumenten, Luftfahrtberichten sowie Radaraufzeichnungen und interviewte etliche hochrangige Beamte – mit Unterstützung des ehemaligen Stabschefs des Weissen Hauses, John Podesta.
«Endlich ein seriöses und gut durchdachtes Buch zu diesem umstrittenen Thema. Für Skeptiker wie Überzeugte eine wahre Fundgrube an aufschlussreichen und überraschenden Informationen!» (Prof. Michio Kaku, Physiker) Kopp, ISBN 978-3864450259, EUR 19.95 Kalte Sonne: Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning Der Weltklimarat ist sich sicher: Die Klimaerwärmung ist vom Menschen verschuldet. Doch sind die Treibhausgase tatsächlich vornehmlich für unser Klima verantwortlich? Und warum wird es nicht mehr wärmer? Die Autoren haben sich im Laufe ihrer Untersuchungen intensiv mit den verschiedenen Klimamodellen beschäftigt. Sie kommen zur Auffassung, dass die Erderwärmung der letzten 150 Jahre Teil eines natürlichen Zyklus ist, der überwiegend von der Sonne geprägt wird. Die nächsten Jahrzehnte werden eher zu einer leichten Erdabkühlung als zu einer weiteren Erwärmung führen. Das bietet Zeit, erneuerbare Energieträger zielgerichtet auszubauen und diese Umstellung in ökonomisch vernünftiger Weise zu gestalten.
Hoffmann und Campe, ISBN 978-3455502503, EUR 24.99 Das Titanic-Attentat: Die wahren Hintergründe Gerhard Wisnewski Vor 100 Jahren, am 15. April 1912, sank im Nordatlantik auf der Überfahrt nach New York der Luxusliner «Titanic» – angeblich nach dem Zusammenprall mit einem Eisberg. Seit 100 Jahren wird der Tod von 1500 Menschen als tragisches Unglück und Verkettung unglücklicher Umstände dargestellt. Doch ist das wirklich so? Bei seinen Recherchen über die Titanic-Katastrophe stiess Journalist Gerhard Wisnewski auf faszinierende Hintergründe und Zusammenhänge, die seiner Meinung nach nur einen Schluss zulassen: Der Untergang der Titanic war kein Unglück, sondern ein Attentat. Wisnewski beschäftigt sich mit den verschwiegenen Seiten der Wirklichkeit: Viele seiner Bücher wurden Bestseller, etwa «Operation 9/11» oder «Das RAF-Phantom».
Knaur, ISBN 978-3426784655, EUR 12.99 Der Dresdner Maya-Kalender Nikolai Grube Haben Sie sich auch schon gefragt, was es eigentlich mit der Prophezeiung des Maya-Kalenders auf sich hat? Warum fürchten derart viele wider besseren Wissens, dass am 21. Dezember 2012 die menschliche Zivilisation in der Form endet, wie wir sie kennen? Populärwissenschaftliches Licht ins Dunkel bringt dieses Buch, das nebenbei auch noch einen Kulturgenuss erster Güte verspricht. Zur Erinnerung: Nur vier originale Priesterkalender der Maya überlebten die spanischen Eroberer. Eine dieser Handschriften befindet sich heute in Dresden. Dieser einzigartige Bildband des Bonner Maya-Professors Nikolai Grube dokumentiert die 78 Seiten des Codex vollständig in brillanten Abbildungen – noch dazu in Originalgrösse. Er bietet für jede Seite einen Verständnisschlüssel, samt einer Einführung in die Welt der Maya, ihre Kultur, ihren Götterkosmos, ihre Astronomie und ihr Kalendersystem.
Herder, ISBN 978-3451333323, EUR 19.95




































Nestlé-Konzern unter Beschuss Dreckige Wasser-Geschäfte Ein neuer Film entlarvt Nestlé als skrupellosen Lebensmittel-Multi. Der Konzern pumpt Ärmsten das Wasser ab, um es Reichen zu verkaufen.
Seite 20 Deutschlands grösste Kirchen-Rätsel Von Opus Dei bis zum Teufel Ketzerische Altarbilder, teuflische Spuren und magische Zahlenspielereien: In deutschen Kirchen wimmelt es nur so von kuriosen sakralen Geheimnissen und weiteren rätselhaften Merkwürdigkeiten.
Seite 52 Zu Besuch bei der «Addams Family» Die Henkersfamilie aus der Schweiz Sie betreiben das einzige Henker-Museum der Schweiz, tätowieren aus Berufung und faszinieren selbst «Alien»-Schöpfer H. R.
Giger. «mysteries» besuchte den Varesi-Clan in Sissach und bekam dabei schauerlich schöne Geschichten zu hören.
Seite 44 Ausgabe 2/2012

















Zusammenhänge zu den «Foo Fighter»- Sichtungen gegen Ende des 2. Weltkriegs gibt? Zumindest aus dem benachbarten Bundesland Kärnten kennt man Berichte und Fotos von den alliierten Fliegern.
Ronald Ertl (A) werden, aber warum schreibt kaum jemand darüber, dass die Staaten selber den Markt ausser Kraft gesetzt haben, als sie konkursite Unternehmen retteten? Warum lese ich im Kontext der Gier der Banker nie über die Gier der Kunden?
Nach dem Auffliegen von Hedge-Fund- Manager Madoff konnte man überall lesen, dass es immer klar war, dass seine über Jahre publizierten Renditen gar nicht möglich sein konnten. Hat das die Anleger davon abgehalten, seine Fonds zu kaufen?
Oder all die Anleger, die ihr Geld bei isländischen Banken zu massiv höheren Zinsen anlegen konnten: Haben sie sich jemals die Frage gestellt, warum diese Banken bereit waren, so hohe Zinsen zu zahlen?
Oder auch, warum Menschen ihr Geld in ein anderes Land bringen, um es an ihren eigenen Steuerbehörden vorbei zu bewegen und wer diese Leute sind?
M. F., Schweizer Bankier (Name der Red. bekannt)
Banken-Krise: Was man kaum liest «Liebe Börsenhaie: Denkt endlich um, bevor man euch das Wasser abgräbt und ihr kläglich strandet! Ägypten, Libyen oder London waren nur die Vorboten. Habt ihr euch in euren Kneipen, den Brutstätten jeder Revolution, bereits umgehört, wie das Volk über euch denkt? Ist euch bewusst, dass ihr eure Seele und damit auch eure Glaubwürdigkeit längst verspielt habt? Wozu bekennt ihr euch am jüngsten Tag der Abrechnung? Zu schuldlosen Schuldigen oder zu schuldigen Schuldlosen?» («mysteries» Nr. 5/2011 )
Eure Zeitschrift ist wirklich immer von der ersten bis zur letzten Seite superspannend. Beispielsweise der Beitrag über die EMPA (Nr. 6/2011). Endlich hat man nun eine Ahnung, was an dieser Anstalt, deren Name tatsächlich nach Aktenstaub und Amtsschimmel riecht, geleistet wird.
Das ist sehr beeindruckend. Dass die Forschungsarbeit dort derart vielseitig ist, hätten wir nie gedacht.
Ruth Troxler (CH)
UFO-Sichtungen seit 1963 «Ein Ehepaar aus der Steiermark schiesst seit Jahren Fotos rätselhafter Objekte am Himmel. Darauf erhält es Besuch von einem ‹Mann in Schwarz›, der sich vor ihren Augen buchstäblich ‹in Luft auflöste›. Mit modernsten Überwachungsanlagen versuchen zwei UFO-Forscher den seltsamen Ereignissen in Knittelfeld auf die Spur zu kommen. ‹mysteries› hat sie begleitet.» («mysteries» Nr. 1/2012)
Was konnten wir in den vergangenen Jahren – und speziell seit 2008 – nicht alles über die Banken lesen? Entrüstet haben wir den Kopf geschüttelt über die Banker, ihre grenzenlose Gier und ihr arrogantes Gehabe. Wir haben uns Fragen gestellt, warum der Staat nicht eingreift und warum der Gesetzgeber nicht strenger reguliert, schliesslich hat die Marktwirtschaft versagt. Schranken und Leitplanken müssen her, um die Banken wieder auf den richtigen Weg zu bringen.
Auch wenn ich die Kritik an den Banken in vielerlei Hinsicht teile, fehlt mir in der Berichterstattung die andere Seite. Warum lese ich nirgends über die grobfahrlässige Niedrigzinspolitik der US-amerikanischen Notenbank, die vor 2008 die Kreditblase erst möglich gemacht hat? Und warum haben wir nichts daraus gelernt und lassen die Notenbanken auch weiterhin Konjunkturpolitik über Kreditvergabe zu marginalen Zinsen betreiben?
Unter dem Deckmantel des «Marktversagens» sollen Banken noch enger reguliert
Korrigendum «Allen Unkenrufen zum Trotz entpuppen sich weitere Relikte aus dem Nachlass von SS-Phantom Hans Joachim von Alten als echt. Nach dem Kristallschädel halten deutsche Experten nun auch bei einem Schriftstück aus dem Jahr 1604 die Daumen hoch.» («mysteries» Nr. 1/2012)
Der Artikel erweckt den Eindruck, dass es diese Phänomene erst seit einigen Jahren dort gibt. Als mein Vater die Überschrift zu diesem Bericht las, erinnerte er sich sofort an die Zeit, als er 1963 (!) beim österreichischen Bundesheer eingerückt war und ihm ein Kamerad, der aus Knittelfeld stammte, von diesen Licht- oder UFO-Erscheinungen erzählte. Anlass zu der Diskussion damals gab ein Report zu diesem Thema, der in irgendeiner Tageszeitung geschrieben stand.
Zumindest der lokalen Bevölkerung also dürften diese Erscheinungen schon seit Jahrzehnten bekannt sein. Ob es da wohl Ein kleinere Korrektur: Mein Freund Dr.
Gebhard Weig war nicht ehemaliger Stadtarchivar der Stadt Neu-Ulm, sondern ehemaliger Archivar des Archivs der Stadt Ulm.
Ausserdem habe ich meinen Freund für die Beschäftigung mit der Pergament-Handschrift nicht nur um Hilfe gebeten, sondern konnte ihm auf Grund meiner Ausbildung als Historiker und Germanist auch hilfreich zur Seite stehen. Weiterhin viel Erfolg für Eure gute Zeitschrift.
Willi Grömling (D) Ausgabe 2/2012 Mumifizierter Riesen-Finger in Ägypten fotografiert Mumifizierter Riesen-Finger in Ägypten fotografiert Mumifizierter Riesen-Finger in Ägypten fotografiert Mumifizierter Riesen-Finger in Ägypten fotografiert Mumifizierter Riesen-Finger in Ägypten fotografiert Mumifizierter Riesen-Finger in Ägypten fotografiert Mumifizierter Riesen-Finger in Ägypten fotografiert Mumifizierter Riesen-Finger in Ägypten fotografiert Die Die Die Die Die Die Die Die Die Die Die Die Monster –

























































































Und wieder ist ein Relikt aus dem schier unermesslichen Kunstfundus des früheren SS-Obersturmbannführers Hans Joachim von Alten aufgetaucht: Eine grosse Kristallschale mit massiver Silbereinfassung. Darauf eingraviert: «Dem Chef des Sonderreferats IV – Die Belegschaft der Forschungsabteilung Sektion C».
Auch dieses Stück wirft Fragen auf – denn es stammt aus Berlin. Das ist umso interessanter, als in einem weiteren Fundus von Altens in Bayern kürzlich verschollene Kulturgegenstände des «Deutschen Ahnenerbes» aus Tibet oder der Amazonas-Region auftauchten, ebenso wie ein Kristallschädel aus Himmlers Besitz, aber auch etliche brisante Papiere aus der Kriegszeit (siehe dazu unsere Hefte Nr. 2/2011, 3/2011, 6/2011, 1/2012). Kurz: Seit über einem Jahr schreibt und recherchiert «mysteries» nun als einzige Publikation über das SS-Phantom, von dem bis heute kein Geschichtsbuch auch nur ein Wort zu berichten weiss. Und noch immer scheinen sich im Gegensatz zu Schatzsuchern und Journalisten keine amtlichen Historiker, geschweige denn eine namhafte deutsche Kulturinstitution dafür zu interessieren – zumindest nicht öffentlich.
Dennoch beginnt sich der Schleier um Hans Joachim von Alten allmählich etwas zu lüften. So soll es sich bei ihm nach neuen Informationen von gut unterrichteter Seite in Wirklichkeit um «Borislav II., Alexander Peregrin Lusanov» handeln, der 1917 mit seinem Vater vor der Oktoberrevolution flüchtete. «Bis 1932 studierte er in Berlin, ging zur Polizei, wechselte ein Jahr später zur Gestapo, wo er Himmler kennen lernte», so ein Informant.
«Bei Kriegsende war er in geheime Schatztransporte involviert.»
Nach dem Krieg hätte Borislav alias Hans Joachim von Alten zeitlebens um die Anerkennung seiner Staatsbürgerschaft in Russland gekämpft – allerdings vergeblich: «Das machte ihn wohl zum Doppelagenten. Daher auch seine guten Sprachkenntnisse. Der Typ war wohl eine ganz grosse Nummer – umso mehr als auch der Alt-Nazi, CIA-Spezi und spätere BND-Gründer Reinhard Gehlen in den späten 50er-Jahren bei ihm in Berlin ein und aus gegangen sein soll.» Fortsetzung folgt.
lb.
Wer kennt diesen Mann? Seltene Fotos von Hans Joachim von Alten.
Kristallschale mit Gravur am Silbersockel: Agierte der Himmler-Vertraute als «Chef des Sonderreferats IV, Sektion C»?













































Erzielung von staatlichen Einnahmen «ohne Anspruch auf individuelle Gegenleistung» definiert wird? Steuern sind demnach wörtlich formuliert «eine öffentlich-rechtliche Abgabe, denen
Kürzlich hatte ich eine Begegnung der dritten Art. Einem Alien stand ich leider nicht gegenüber. Aber immerhin einem waschechten Schlumpf! «Lässt Du mich bitte mal vorbei? Ich muss nach Schlumpfhausen», wisperte der 10-Jährige im blauweissen Plüschanzug scheu, ehe er sich im Zug nach Köln zu den bunt kostümierten Karnevalisten durchzwängte. «Ich bin dreidimensional: Mich gibts wirklich!» stand auf seiner Zipfelkappe – in Anspielung auf den neuen Schlumpf-Kinofilm in 3D. Ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen.
Auch auf dem politischen Parkett herrschte Karneval. Während Schlumpfine Angela den Hexenmeister Gargamel-Sarkozy einmal mehr kokett um den Finger wickelte, punkteten Opa-Schlumpf Helmut Schmidt und sein Brillen-Schlumpf-Schlaubi Steinbrück mit bissigen Büttenreden. Und Tollpatsch-Schlumpf Wulff? Der gab auf der grossen Bühne zum letzten Mal den präsidialen Obernarren und vollzog darauf seinen Abgang, während ihm das Volk freudig den Abschiedsmarsch blies.
Närrisch präsentierte sich auch die Schweiz, wo Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf – die Dame heisst wirklich so! – den USA seit Monaten die Füsse küsst, während die eidgenössische Grossbank UBS bis 2014 keine Steuern zahlen muss, obwohl sie trotz Finanzkrise längst wieder Milliardengewinne scheffelt.
Grund: Die von der UBS verschuldeten Verluste waren trotz Staatshilfe derart horrend, dass sie von künftigen Einnahmen abgezogen werden dürfen. Wie bei jeder Kleinbäckerei. Mit dem Unterschied, dass diese ihre Brötchen auf eigenes Risiko backen muss. Ohne Staatshilfe. Ziemlich verschlumpft, oder?
Zurück zu den Schlümpfen in Deutschland, wo der Staat seine Bürger seit 1991 mit dem ursprünglich auf ein Jahr limitierten «Solidaritätszuschlag» schröpft – auch im Osten! Gedeckt werden sollten mit der Zusatzsteuer ursprünglich die Kosten der Wiedervereinigung sowie «Ausgaben für die Beteiligung am Golfkrieg und dessen Folgen». Saddam Hussein baumelt längst im Nirwana. Die neuen Bundesländer sind restauriert. Doch eingetrieben wird der Obolus weiterhin. Gipfel der Frechheit: Die ausdrücklich nicht zweckgebundenen «Soli»-Einnahmen werden mittlerweile für alle möglichen Budgetposten verprasst: Von Merkels staatlich renovierter Besen-Frisur über die Sanierung des eingestürzten griechischen Olymps bis zum «Ehrensold» für den unehrenhaft abgetretenen Bundespräsidenten (199’000 Euro pro Jahr).
Apropos: Wussten Sie, dass gemäss Online-Lexikon Wikipedia und deutscher Abgabenordnung (AO) als Steuer eine Leistung zur keine bestimmte staatliche Leistung gegenübersteht. Also keine Pflicht zur Gegenleistung und keine Zweckbindung…» Wie bitte?
Wofür rackern, malochen und zahlen wir dann überhaupt?
Ein Blick in die Geschichtsbücher offenbart weitere Absurditäten: Wer kapiert schon, warum die 1902 von Kaiser Wilhelm II. eingeführte Schaumwein- und Sektsteuer noch heute gilt? Einst zum Aufbau der Kriegsflotte gedacht, wurde sie 1939 von Hitler zur Finanzierung der deutschen U-Boot-Flotte erneut eingeführt und nie mehr gestrichen. Über 400 Euro-Millionen pro Jahr sprudeln auf diese Weise dank all der knallenden Sektkorken mittlerweile in die deutsche Staatskasse. Prost!
Nicht zu vergessen die im 17. Jahrhundert eingeführte Kaffee-Steuer. Laut Lexikon ist ihr einziges Ziel «die Beschaffung von Einnahmen zur Finanzierung der Staatsausgaben». Warum nicht auch eine Tee-Steuer? Eine Schokoladen-Steuer? Eine Steuer auf Feuerwerkskörper? Vielleicht gar eine Sex-Steuer, um die Bevölkerungsexplosion einzudämmen? Oder gleich eine Luft-Steuer? Wann werden wir dafür blechen müssen, dass wir trotz unseres CO-2-Ausstosses weiterhin Sauerstoff atmen dürfen?
Und da gibts ja auch noch die Tabaksteuer. Bereits 2002 und 2003 wurde sie in Deutschland jeweils um 1 Cent pro Zigarette erhöht, um «mögliche kriegerische Einsätze der Bundeswehr und eine Verbesserung der inneren Sicherheit zu finanzieren», wie der damalige SPD-Finanz-Schlumpf Hans Eichel vorrechnete. Seither unterstützen deutsche Raucher mit jedem Glimmstengel ungewollt militärische Einsätze und Spitzel-Tätigkeiten.
Und noch viel mehr. Denn mittlerweile kassiert der deutsche Staat pro Zigarettenpäckchen bereits 73 bis 90 Prozent des Verkaufspreises. Sagenhafte 15 Milliarden Euro prasseln so jährlich in die Bundeskasse. Das entspricht rund der Hälfte des aktuellen deutschen Militärbudgets! Welche schlumpfigen Schlumpfereien damit wohl verschlumpft werden?
Luc Bürgin (Herausgeber)






schen Kapelle wurden unbeantwortet abgeblockt.
Teufelsspuren: Hier wächst kein Grashalm In oder bei deutschen Kirchen finden sich immer wieder Kuriositäten, die für manche Gläubige teuflischen Ursprungs sind. Eine besonders eindrückliche Merkwürdigkeit hat hierbei das kleine Dorf Zulling in Niederbayern zu bieten: Den Teufelstritt – scheinbar unvergängliche Fussabdrücke des Bösen! An der Nordwand der örtlichen Kirche, oberhalb von Landau an der Isar, sind im Rasen deutlich zwei uralte schwarze Fussabdrücke zu erkennen. Rundherum wächst Gras – nur an diesen beiden Stellen kein einziger Halm. Einer mittelalterlichen Sage nach stand dort früher die Kapelle eines reichen Ritters. Diese Kirche sei besonders kostbar ausgestattet gewesen und habe eines Tages einen Frevler – einen teuflischen Dieb – angelockt. Just als der Bösewicht mit dem Raubgut aus dem Fenster der Kapelle gesprungen war, traf ihn mit einem gewaltigen Donnerschlag ein Blitz. Von dem Dieb blieb nichts als ein verkohlter Leichnam zurück.
Dort, wo der himmlische Blitz den Gottlosen getroffen haben soll, sind noch heute dunkle, verkohlt anmutende Fussabdrücke zu sehen. Die Spuren seien definitiv nicht präpariert, bestätigt Messdienerin Paula Kirschner gegenüber «mysteries». Immer wieder sei versucht worden, in den Abdrücken Gras anzupflanzen. Ohne Erfolg. «Seit Menschengedenken wächst dort nichts mehr», bestätigt auch Nikolaus Söltl, ein ehemaliger Schulleiter. Die Stelle sei nie genauer untersucht worden, so der Heimatforscher. «Die Menschen hier wollen die Sage weiterleben lassen.» Fakt
Es existieren nur ganz wenige Fotos von ihr, denn nur «Auserwählte» dürfen die geheime unterirdische Kapelle der erzkatholischen, stockkonservativen «Opus Dei»-Organisation in München betreten (Bild rechts). Im Jahre 2010 war das kirchenfreundliche Nachrichtenmagazin «Focus» beim öffentlichkeitsscheuen Orden eingeladen. Denn die Bruderschaft erhoffte sich durch eine gefällige Reportage eine Imageaufbesserung. So erhielten die Journalisten auch Einblicke in verborgenere Bereiche. «Im Opus-Dei-Zentrum München, einer düsteren 800-Quadratmeter-Villa in teuerster Lage nahe der Isar, steigen die Bewohner um 6.25 Uhr hinab in ihren Keller», beschrieb der Reporter das versteckte Gebetszentrum. «Den liessen sie tiefer legen, um Platz zu schaffen für eine pompöse neobarocke Kapelle mit Marmortäfelungen, Stuck und vergoldeten Wandlampen. Neonröhren hinter Milchglas-Butzenscheiben täuschen Tageslicht vor.»
Der Besuch sei eine «absolute Ausnahme» gewesen, heisst es aus «Focus»-Kreisen gegenüber «mysteries». So wollten sich die Opus-Dei-Vertreter vorher gar versichern lassen, dass Text und Bild garantiert nur im «Focus» erscheinen – und nicht etwa in kritischeren Medien. Entsprechend wenig erfreut und unkooperativ zeigte sich der umstrittene katholische Laienorden denn auch gegenüber «mysteries». Sämtliche Anfragen zur unterirdisei aber, dass dort nicht etwa Steine oder Ähnliches im Boden liegen.
Doch Söltl denkt noch weiter: Genau auf der anderen Seite der Kirchenmauer existiert nämlich ein mittelalterliches Fresko mit einer Teufelsdarstellung. «Vielleicht gibt es da einen Zusammenhang?»
Ausgabe 2/2012

















































riner Doms. Schnell fiel zwar auf, dass auf den angeblich mittelalterlichen Bildern auch ein Truthahn zu sehen ist, obwohl diese Geflügelart damals in Europa noch gar nicht heimisch war.
Doch die Nazis interpretierten diese Merkwürdigkeit begeistert als Beweis dafür, dass schon die Wikinger in Amerika waren.
Malskats spätere Fälschungen in Lübeck flogen erst Mitte der 50er-Jahre auf, als sich der Künstler selber anzeigte. Zuvor hatten sogar Kunstexperten und Wissenschaftler diese angeblich gotischen Fresken als «Spitzenleistungen der mittelalterlichen
Der Schweriner Dom und die Lübecker Marienkirche wurden in der Neuzeit zum Tatort von Kunstfälschern. Um Fehler beim Restaurieren zu vertuschen, malte der Restaurator Lothar Malskat 1937 eigene «frühgotische Werke» an das Gemäuer des Schwe-Malerei» gefeiert.
Eines der grössten Rätsel der deutschen Kirchengeschichte birgt der Aachener Dom. Seit Jahrhunderten suchen mächtige Herrscher und angesehene Wissenschaftler dort die Grabstätte Karls des Grossen. Die Gebeine des wohl berühmtesten deutschen Kaisers liegen heute zwar im prunkvollen Karlsschrein im Zentrum des Doms. Doch wo der gegen zwei Meter grosse Herrscher ursprünglich bestattet worden war, bleibt unbekannt.
Der Dom von Aachen. Unten rechts der prunkvolle Schrein, in den Friedrich II. die Gebeine Karls des Grossen 1215 überführen liess.
Maintz auf Anfrage von «mysteries».
Ein Freimaurer-Tempel an der Autobahn Für den amtierenden Papst ist Freimaurerei «schwere Sünde». Doch an der deutschen Autobahn 5 bei Karlsruhe/Raststatt steht eine Kirche, die wie eine perfekte Freimaurerkirche aussieht: Sie hat die Form einer Pyramide und auch ihre weitere Gestaltung lässt sie wie ein paradoxes Logen-Haus wirken: Obelisken, Hammer, Hände, rohe Steinklötze, das «Allsehende Auge», gegenüberliegende Dreiecke (Winkelmass und Zirkel?) – es wimmelt geradezu von freimaurerischer Symbolik. «Der Bau trägt in seiner Form und Gestaltung Anklänge an eine ferne Zeit. Die Pyramidenform erinnert an die alten Heiligtümer der Ägypter, die verzierten Stelen umgeben Assoziationen an archaische Kulturen», umschreibt das Bistum Freiburg das merkwürdige Gotteshaus. Gestaltet haben die Kirche 1978 der Künstler Emil Wachter und der Architekt Friedrich Zwingmann. Ein Bezug zur Freimaurerei findet man bei beiden nicht – was bei der verschwiegenen Bruderschaft aber auch nichts heissen muss.
Ketzerische Raststätte.
Kuriose Symbole finden sich Kuriose Symbole finden sich auch vor der pyramidenför-auch vor der pyramidenförmigen Kirche.migen Kirche.
Vandenberg und das «zensierte» Relief Sakrale Geheimnisse faszinieren auch den deutschen Bestsellerautoren Philipp Vandenberg («Der Fluch der Pharaonen»). In der Neumünster-Kirche von Würzburg entdeckte Vandenberg (Bild unten) unlängst einen Gedenkstein, an dem der Künstler Tilmann Riemenschneider (um 1460 bis 1531) das obere Fünftel nach Vollendung offenbar abgesägt und durch einen neuen Rundbogen ersetzt hatte. «Der Gedenkstein erinnerte an seinen Zeitgenossen, Abt Johannes Trithemius, von dem ich nur als Schwarzkünstler und Magier gehört hatte», erzählt der Schriftsteller gegenüber «mysteries». «Doch Trithemius gilt auch als Erfinder der ‹Tabula recta›, einer genialen Schriftverschlüsselungsmethode, die für den Uneingeweihten nicht zu knacken ist.»
Insofern will Vandenberg auf dem Stein auch Darstellungen entdeckt haben, «die man durchaus als verschlüsselte Hinweise deuten kann».
Der lebensgrosse Gedenkstein zeigt den Abt, der ein aufgeschlagenes Buch an seinen Körper presst, als wollte er dessen Inhalt verbergen. «Merkwürdig», so Vandenberg, sei, «dass die Buchbeschläge kein christliches Symbol oder ein Kreuz tragen, sondern Rosen – Symbol der mystischen Geheimgesellschaft der Rosenkreuzer». Nicht minder seltsam, dass der oberste Teil des Reliefs samt gotischer Umschrift in alter Zeit abgesägt und mit einem neuen «harmlosen» Text verziert wurde: «Der verehrungswürdige Vater und Herr Johannes Trithemius.» Wie lautete die originale Inschrift?
Warum wurde sie entfernt? Vandenberg: «Meines Wissens hat sich kein Historiker je mit diesen Fragen beschäftigt.»
Ausgabe 2/2012
Karls Tod wirft bis heute viele Fragen auf: Der Kaiser soll am Morgen des 28. Januar 814 n. Chr. gestorben sein – und wurde noch am selben Abend bestattet. Keine prunkvolle Trauerzeremonie, keine Abschiedstage, nichts. Warum? Hatte Karl vielleicht die Pest und wurde deshalb schnell verscharrt? Versuchten die Aachener Tatsachen zu schaffen, um ihren toten Kaiser behalten zu können – denn eigentlich wollte Karl bei Paris bestattet werden? Oder wurde sein Grab erst später unkenntlich gemacht, um es vor Raubzügen zu schützen?
Alten Quellen ist zu entnehmen, dass schon Otto III. und seine Gelehrten lange nach Karls Grab suchen mussten, bis sie es fanden – 200 Jahre nach dessen Tod. Ähnliche Schwierigkeiten hatte Friedrich I. – der berühmte Kaiser Barbarossa – der das Grab laut eigenen Angaben erst «nach einer göttlichen Eingebung» fand. Anlässlich Karls Heiligsprechung liess Friedrich II. im Jahre 1215 schliesslich die Gebeine dem Grab entnehmen und überführte sie in den vergoldeten Karlsschrein, der noch heute im Chor des Aachener Doms zu sehen ist.
Doch leider scheint niemand dokumentiert zu haben, wo das Grab liegt. So fahnden die Archäologen immer wieder danach. Zuletzt von 2007 bis 2010 – ohne Erfolg. Seither ruht die Grabsuche. «Es hat sich nichts Neues ergeben, wir suchen aber auch nicht aktiv», erklärt der Aachener Dombaumeister Helmut
















































































Ob Fußspuren moderner Menschen vor Jahrmillionen, Saurierzeichnungen aus grauer Vorzeit oder uralte menschliche Haare, deren DNA sich keiner irdischen Rasse zuordnen lässt: Dieses Buch fördert mysteriöse Relikte ans Tageslicht, die unsere Geschichtslehrer erblassen lassen. Bizarre Zeugnisse der Vorzeit, die alles in Frage stellen, was uns in der Schule gelehrt wurde.
Wussten Sie, dass die ältesten figürlichen Kunstwerke der Welt aus Deutschland stammen? Wie gelangte eine Skulptur der alten Römer in ein mittelamerikanisches Grab bei Mexico City, lange bevor die Europäer Amerika entdeckten? Und wie schafften es die alten Chinesen bereits 2.000 Jahre vor uns Waffen zu verchromen, die bis heute nicht rosten?
»Die Geschichte der Menschheit muss umgeschrieben werden!«, fordert der Mystery-Jäger und Journalist Luc Bürgin und dokumentiert die provokativen Ergebnisse seiner neusten Spurensuche. Erfahren Sie, was uns Archäologen verschweigen und tauchen Sie ein in eine verbotene Welt voller historischer Unmöglichkeiten – in geheime Höhlen und Gräber, die selbst Indiana Jones alles abverlangen würden.
Staunen Sie über das Geheimnis des blauen Feuers im Jesusgrab von Jerusalem. Lassen Sie sich von magischen Ringen und Schwertern verzaubern. Halten Sie den Atem an, wenn Totenschädel zu flüstern beginnen und klettern Sie mit einem Rebellenkämpfer in die slowakischen Tatra-Berge, wo seit Jahrhunderten eines der größten Geheimnisse der Menschheit schlummert. Gemeinsam mit dem Mossad werden Sie zum Versteck der Bundeslade schleichen. Und auch die Bekanntschaft mit einer fluchbeladenen sibirischen Mumie steht auf dem Programm.
Dies ist ein Reiseführer in die Welt der verheimlichten Funde und unterdrückten Artefakte. Rund 200 Farbfotos gewähren Einblicke in das Unfassbare: kontroverse Skulpturen, die es nicht geben dürfte, steinalte Relikte, wie sie heute nur mit modernsten Werkzeugen gefertigt werden könnten oder geheimnisvolle Schriftzeichen versunkener Zivilisationen, die nicht in unser vertrautes geschichtliches Weltbild einzuordnen sind.
Luc Bürgin: Lexikon der verbotenen Archäologie gebunden • 296 Seiten • durchgehend farbig illustriert Best.-Nr. 916 400 • 19.95 €
»Noch können wir unsere Geschichte ändern, indem wir unsere Vorstellungen über sie revidieren. Das geheime Vermächtnis unsere Vorstellungen über sie revidieren. Das geheime Vermächtnis der Vergangenheit ist der Schlüssel zur Zukunft! « Luc Bürgin
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