Wirbel um Barbara Simonsohn: Die bekannte Gesundheitsautorin sorgt derzeit für einige Verwirrung, was die Empfehlung von Gesundheitsprodukten anbelangt.

Alternativmediziner preisen sie als Wunderwaffe der Natur – Schulmediziner stehen ihrer Wirkung eher skeptisch gegenüber. Gemeint ist die «Aphanizomenon- Flos-Aquae-Alge» (AFA). Mittlerweile zählt die blaugrüne Süsswasseralge auch hierzulande zu den «Stars» unter den alternativen Nahrungsergänzungsmitteln.

In ihrem Buch «Die Heilkraft der Afa-Alge» (2000) befasst sich die bekannte Gesundheitsautorin Barbara Simonsohn intensiv mit der positiven gesundheitlichen Wirkung der Alge vom Klamath Lake (Oregon, USA) auf den menschlichen Körper. Grundsätzlich absolut lobenswert.

Da nur eine äusserst professionelle Aufbereitung hygienisch unbedenkliche AFA-Algen garantiert, lohnt es sich auf erstklassige Händler zu setzen. Im Anhang des Buches listet Barbara Simonsohn deshalb Adressen und Bezugsquellen auf, die sie guten Gewissens empfehlen kann.

Unter anderem taucht hier die Sanacell GesundheitsNetzwerk Vertriebs GmbH in Berlin auf, die von Eckart Pinnow 1994 gegründet wurde. Pinnow vertrieb nicht nur die AFA-Alge, sondern auch Geräte zu Wasseraufbereitung, die ebenfalls von Simonsohn empfohlen wurden.

2005 trennten sich die Wege von Eckart Pinnow und seinem Geschäftsführer Heinz Wolf. Nach der Insolvenz gründeten beide neue Unternehmen, die AFA-Algen und Produkte zur Wasseraufbereitung anbieten. Pinnow firmierte unter PIN-NOW International Handels GmbH und Wolf unter SANACELL Handels GmbH.

Für Kunden verwirrend: Beide Firmen behaupteten, die alleinigen Vertriebsrechte der Originalprodukte zu besitzen. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass die Rechte Pinnow gehörten und Wolf offenbar alte Lagerbestände aus der Insolvenz verkaufte. Ob weiterer Unstimmigkeiten lieferten sich die neuen Unternehmen eine kurze Schlammschlacht, die Pinnow gerichtlich für sich entschied. Für die Konsumenten aber blieb die Sache vertrackt: Wo bekam man die gewohnten Produkte? Wer hatte Recht?

Ärger wegen Rundschreiben Als Pinnow seine Algen auf ein neues Trocknungsverfahren umstellte, um damit eine noch höhere Qualität zu gewährleisten, flatterte Kunden im Februar 2006 ein Rundschreiben ins Haus, auf Briefpapier der Autorin Barbara Simonsohn. Das Schreiben trägt ihre digitale Unterschrift. Überschrift: «Wo Sie die nach meiner Meinung besten AFA-Algen erhalten, die es zur Zeit auf dem deutschsprachigen Markt gibt.» Als Bezugsquelle empfohlen wurde – «wie früher» Eckart Pinnow.

Eigentlich nichts Ungewöhnliches.

Dann aber sorgte die Konkurrenz für den grossen Knall. In ihrem August-Newsletter schrieb Wolfs SANACELL GmbH: «Frau Simonsohn stellt die unberechtigt unter ihrem Namen veröffentlichten Texte im Internetauftritt und im Juni-Newsletter von PINNOW International richtig.»

Quintessenz: Die von ihr verbreiteten Statements seien nicht autorisiert gewesen.

Jetzt war die Reihe wieder an Pinnow.

Per Rundschreiben wandte er sich an die Kunden – unter der Überschrift «Barbara Simonsohn sagt nicht die Wahrheit!» Der Frau, so kritisierte er, gehe es nur ums Geld. Eine starke Behauptung, jedoch unterlegte Pinnow diese mit Briefkopien und Auszügen aus Emails von Simonsohn. Grund ihres «Rückziehers» laut Pinnow: Ob des Rundbriefes, in dem sie seine Algen und weitere Produkte empfohlen hatte, seien ihr von Konkurrenzunternehmer Wolf die Provisionen gestrichen worden, welche dieser bis anhin an die Autorin ausbezahlt hatte.

«Ich bleibe dabei…»

Barbara Simonsohn beharrt auf ihrer Internetseite darauf, dass Pinnow den Rundbrief unter ihrem Namen versandt habe und Zitate veröffentlichte, die sie nicht freigegeben hatte. «Ich bleibe dabei, dass ich keinen Unterschied zwischen den gefriergetrockneten AFA-Algen merke, welche die Firma Sanacell seit vielen Jahren anbietet, und den Algen von der Firma Pinnow International mit einem neuen Trocknungsverfahren.»

Mehr mag sie nicht mehr dazu sagen.

Auch Wolf will sich dazu auf Anfrage nicht mehr äussern: «Ich wünsche mir, dass dieser Blödsinn nicht weiter verbreitet wird.» Zu Pinnows Provisions-Vorwürfen mochte er erst recht nicht Stellung nehmen. Leidtragender ist, wie leider oft, der gesundheitsbewusste Kunde, der nun vollends verunsichert sein dürfte.

Das scheint auch Barbara Simonsohn Unbehagen zu bereiten. Auf ihrer Homepage appelliert sie deshalb: «Ich hoffe, die Leser dieser Zeilen werden jetzt nicht in Anbetracht dieser ‹Schlammschlacht› auf die AFA-Alge verzichten. Die ist in meinen Augen immer noch das vitalstoffreichste und wertvollste Nahrungsergänzungsmittel der Welt!»

Jens Brehl ■

Tief im Urwald Zentralamerikas findet eine junge Frau einen Schädel aus Kristall von unvergleichlicher Schönheit und Perfektion. Ist es einer der 13 heiligen Schädel, von denen die indianische Legende sagt, daß sie das Wissen um das Schicksal unseres Planeten bergen? Wenn es gelingt, alle diese Schädel zu finden und sie zusammenzubringen, sollen sie uns die Lebensrätsel und die Zukunft der Erde enthüllen. Der Zeitpunkt scheint gekommen …

!

" #!

$ % & '!

(") # *

ein Plakat mit einem Bild einer Frau im roten Kleid

Konferenz vom 9. – 11. Juni 2006 in Ottawa, Kanada Aus Deutschland: Hubert Burda, Verleger Hubert Burda Media Mathias Döpfner, CEO Axel Springer Verlag Josef Joffe, Mitherausgeber «Die Zeit» Matthias Nass, Stv. Chefredakteur «Die Zeit» Friedbert Pflüger, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung Otto Schily, ehemaliger deutscher Bundesinnenminister Jürgen E. Schrempp, Ex-CEO DaimlerChrysler AG Ekkehard Schulz, CEO ThyssenKrupp Klaus Zumwinkel, CEO Deutsche Post AG Aus der Schweiz: Jacques Aigrain, CEO Swiss Re André Kudelski, CEO Kudelski Group Aus Österreich: Martin Bartenstein, Wirtschafts- und Arbeitsminister Oscar Bronner, Herausgeber «Der Standard» Alfred Gusenbauer, Bundesparteivorsitzender der SPÖ Rudolf Scholten, Vorstand der Österreichischen Kontrollbank AG Konferenz vom 5. – 8. Mai 2005 in Rottach-Egern, Deutschland Aus Deutschland: Josef Ackermann, CEO Deutsche Bank Hubert Burda, Verleger Hubert Burda Media Mathias Döpfner, CEO Axel Springer Verlag Klaus Kleinfeld, CEO Siemens AG HilmarKopper, DaimlerChrysler AG Angela Merkel, CDU-Vorsitzende Matthias Nass, «Die Zeit» Friedbert Pflüger, CDU-Parlamentarier Otto Schily, Deutscher Innenminister Gerhard Schröder, Bundeskanzler Ekkehard Schulz, ThyssenKrupp AG Jürgen Schrempp, DaimlerChrysler AG Matthias Wissmann, CDU-Parlamentarier Klaus Zumwinkel, CEO Deutsche Post AG Aus der Schweiz: Pascal Couchepin, Bundesrat/Innenminister André Kudelski, CEO Kudelski Group Daniel Vasella, CEO Novartis AG Aus Österreich: Oscar Bronner, Herausgeber «Der Standard» Hans Peter Haselsteiner, CEO Bauholding Scrabag Rudolf Scholten, Österreichische Kontrollbank

dienten. Fielen sie aber in Ungnade, entledigte man sich ihrer schnell.

Viele Politiker begannen nach ihren ersten Einladungen zu den Bilderberger-Treffen eine steile Karriere – exponierte Beispiele sind Bill Clinton und Tony Blair. Selbst Angela Merkel nahm im Mai 2005 erstmals am Jahrestreffen teil – diesmal auf deutschem Boden in Rottach-Egern.

Ein halbes Jahr später war sie neue Bundeskanzlerin.

Andere mussten unter Druck des «engen Zirkels» ihre Politik ändern oder ganz abtreten. Und wer sich in den eigenen Reihen gegen die Globalisierungsansprüche und gegen eine skrupellose Welt- und Wirtschaftspolitik stellte, lebte trotz aller Privilegien gefährlich.

Mysteriöse Details einiger nie aufgeklärter Morde im Umfeld von Bilderberg werfen beunruhigende Fragen auf – so auch im Fall des schwedischen Ministerpräsidenten und Bilderbergers Olof Palme oder des deutschen Grossbankiers und Bilderbergers Alfred Herrhausen…

Kohl kam – und die Mauer fiel 1988 trafen sich die Bilderberger zudem zur «Neubesprechung der Deutschen Frage» in einem Nobelhotel im österreichischen Telfs-Buchen. Zum ersten und einzigen Mal nahm der damalige deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl an einer Bilderberger-Konferenz teil! Nur ein Jahr später fiel die Berliner Mauer. Zufall scheint in Anbetracht der vielen Beispiele eine schwache Erklärung.

Doch wie wollen die Bilderberger die Weichen für die Zukunft unserer Welt stellen? Wer um die Bestrebungen im Sinne der «Neuen Weltordnung» Bescheid weiss, wird bereits erahnen können, was uns bevorsteht. Auf den jüngsten Bilderberger-Konferenzen waren denn auch vor allem die erzkonservativen «US-Neocons» wieder deutlich spürbar vertreten.

Der Historiker, Aktivist und Autor Webster Griffin Tarpley vermutet, auf dem Meeting von 2005 sei durch die Neocons auch eine weitere Provokation des Islam beschlossen worden. Seiner Ansicht nach legt die Beweissituation deutlich nahe, dass die Veröffentlichung von Mohammed-Cartoons damals als provokativer Akt vorgeschlagen wurde. Das Feuer musste weiter brennen – und am besten kippte man noch etwas Öl hinzu.

So diskutierte man nicht umsonst auch eine neuerliche Runde massiver Ölpreiser-

Ein Mann mit Brillen und einem Anzug und Krawatte.
Ein Mann in Anzug und Krawatte lächelt.
Ein Mann in Anzug und Krawatte lächelt der Kamera.
Ein Mann in Anzug und Krawatte schaut auf die Kamera.
Ein Plakat für ein Schachspiel mit dem Namen Bilderberger.
Ein Mann mit Brillen steht vor einem Mikrofon.

Wie kommt es, dass ein 4-jähriges autistisches Mädchen meisterhaft ein Pferd skizziert – so wie es einst Leonardo da Vinci tat? Und das, obwohl es sonst kaum mit seiner Umwelt kommuniziert?

Welches uns offenbar verborgene Hirnpotenzial zapft es dabei an?

Fragen dieser Art stellt sich der weltberühmte Forscher Professor Allan Snyder aus Australien. Gemeinsam mit zahlreichen weiteren internationalen Professoren und Querdenkern stellte er seine ebenso faszinierenden wie kontroversen Forschungsresultate im November 2006 am dritten World Mystery Forum in Interlaken zur Diskussion.

«Unser Gehirn diktiert uns, was wir zu sehen haben», betonte Snyder in seiner brillanten Präsentation. «Wir sehen, was wir kennen – was wir er-kennen – und nicht, was da draussen wirklich ist.»

Mit einem einfachen Beispiel machte er den Anwesenden klar, was er damit meint. «Was erkennen Sie in diesem Bild?», fragte der Professor, während er ein unscharfes Gemisch von schwarzen und weissen Flecken auf die Leinwand projizieren liess.

«Vermutlich einen Dalmatiner…», fügte er nach einigen Sekunden an. «Die meisten Europäer glauben einen Dalmatiner zu erkennen. Zeigen Sie dieses Bild dagegen einem Nigerianer, wird er darin eine Hyäne sehen. Für ihn ein absolut vertrautes Tier. Deshalb assoziiert sein Gehirn die Flecken auf dem Bild am ehesten mit diesem Tier – und mit Sicherheit ganz zuletzt mit einem Dalmatiner. Von Dalmatinern weiss er eben kaum etwas.

Ebensowenig wie wir von Hyänen.»

Konsequenz: Alles was wir sehen und wahrnehmen, wird durch unsere bisherigen Erfahrungen kontaminiert. Professor Snyder: «Unsere Erfahrung blendet und beeinflusst unsere Wahrnehmung.»

Autisten als Vorbild Können wir dennoch kreativ sein? Und unsere beschränkte Wahrnehmung quasi austricksen? Interessante Ansatzpunkte ortet Snyder bei Menschen mit schweren mentalen Krankheiten oder Hirnschäden.

Speziell bei Autisten – ebenso genialen wie verschlossenen Individuen, wie sie der Film «Rainman» mit Dustin Hoffman einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht hat.

Snyder: «Autisten sehen den Teil – und nicht das Ganze. Ihnen fehlt das grosse Bild. Für sie ist die Welt ein unendliches Detail.» Dennoch verfügen gerade sie oft über schier geniale Fähigkeiten. Manche können rechnen wie Einstein – ohne es je gelernt zu haben. Andere rezitieren ganze Lexika auswändig – nachdem sie sie einmal gelesen haben. «Diese Fähigkeiten schlummern in jedem einzelnen von uns!», ist Professor Snyder überzeugt. «Aber sie werden von unserem Bewusstsein blockiert.»

Lassen sie sich dennoch abrufen? Noch dazu auf Kommando? Experimente mit zahlreichen Testpersonen scheinen darauf hinzudeuten. Mit Hilfe magnetischer Impulse legte Professor Snyder Teile ihrer linken Gehirnhälfte quasi lahm – «jeweils ein Impuls pro Sekunde, während insgesamt 15 Minuten». Anschliessend liess er seine Probanden zeichnen.

Verblüffend, aber wahr: Unmittelbar nach der «Behandlung» schwangen die meisten von ihnen ihren Zeichenstift wie Künstler, obwohl sie bislang nie zeichnen konnten. Rund eine Stunde später «verschwanden» diese Fähigkeiten ebenso plötzlich wieder. Sprich: Ihre Zeichnungen wandelten sich wieder in jene unbeholfenen Kritzeleien, wie sie den meisten von uns eigen sind.

«Noch wissen wir nicht genau, wie und warum das funktioniert», räumt Professor Snyder ein, der Teile seiner Forschungsresultate bereits in namhaften Wissenschaftsjournalen veröffentlicht hat und nun umfangreichere Experimentreihen plant. «Aber dass es funktioniert, scheint mittlerweile klar zu sein. Kurz: Wir haben starke Hinweise, dass Fähigkeiten, wie sie sonst nur Autisten zeigen, künstlich generiert werden können – bei vollkommen ‹normalen› Menschen.»

Verlockende, aber auch kontroverse Perspektiven für unsere Zukunft – wie sie auch andere Forscher am Kongress in Interlaken zeichneten. Etwa Dr. Aubrey de Grey, der sich an der Universität von Cambridge der biologischen Erforschung von Alterungsvorgängen widmete und davon überzeugt ist, dass sich unsere Lebensspanne in absehbarer drastisch verlängern lassen wird.

Offenheit für Neues Rund 300 Besucher liessen sich von ihm und zahlreichen weiteren Referenten aus dem In- und Ausland während zweier Tage zu neuen, «gewagten» Überlegungen inspirieren.

An der abschliessenden Podiumsdiskussion beschwor die hochkarätige, interdisziplinäre Expertenrunde denn auch, was vielen «Schulwissenschaftlern» leider immer noch abgeht: die Offenheit gegenüber Neuem – auch wenn es ob des heutigen Wissenstandes kontrovers scheinen mag.

Ein Wermutstropfen blieb: Wenige Tage nach der Veranstaltung schloss der Mystery Park als Veranstaltungsort seine Pforten. Ob für immer, steht derzeit in den Sternen.

Umso erfreulicher die Abschlussmessage von Forumsorganisator Ulrich Dopatka: «Eines kann ich Ihnen auf jeden Fall bereits heute versprechen:Auch 2008 wird es wieder ein World Mystery Forum geben!»

red. ■

Ein Plakat für ein Forum namens World Mystery Forum.
Ein Mann und eine Frau stehen nebeneinander.
Zwei Frauen stehen nebeneinander und halten eine Plaque.
Ein Mann in Anzug und Krawatte mit einem blauen Schnurband um den Hals.

Kreisen während der Fussball-EM unbemannte «Drohnen» über unseren Köpfen? Ja – wenn es nach der Schweizer Regierung geht. Datenschützer beäugen die «Luft-Fotografen» indes mehr als kritisch.

«Preise, die keiner will»: Unter diesem Slogan wurden am 16. November 2006 im Basler Kulturzentrum Sudhaus die Gewinner der diesjährigen Schweizer «Big Brother Awards» bekanntgegeben. Gekürt wurden einmal mehr «die schlimmsten Datenschutzverletzungen».

Nominiert war diesmal unter anderem auch der Schweizer Bundesrat – für seinen geplanten Einsatz von unbemannten militärischen «Drohnen» im Grenzwachtbereich. Grund: Mitte Dezember 2005 war bekannt geworden, dass die Schweizer Armee dem Grenzwachtkorps ab Januar 2006 für die Überwachung der Landesgrenzen einige ihrer 27 unbemannten Flugobjekte zur Verfügung stellen will.

Ziel sei die Bekämpfung des Schmuggels, der grenzüberschreitenden Kriminalität und der illegalen Migration. Als weitere Einsatzmöglichkeit für die Armee-Drohnen ist die Fussball-EM 2008 vorgesehen.

«Selbst der Verband der Polizeibeamten kritisiert die geplanten Militärflüge.»

Der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte Hans-Peter Thür verlangte umgehend eine gesetzliche Grundlage für solche Aktivitäten und selbst der Verband Schweizerischer Polizeibeamter VSPB kritisierte die Flug-Pläne scharf: Sie seien ein weiterer Ausdruck für die Tendenz der Armee, im Polizei-Bereich der inneren Sicherheit Fuss zu fassen. Die Oberzolldirektion dagegen erklärte, es brauche keine neue gesetzliche Grundlage; die bestehenden Regelungen im Zollgesetz genügten.

Noch wird nicht geblitzt…

Obwohl erste Tests erfolgreich verliefen und ein Abkommen mit dem Schweizer Militärdepartement VBS unterzeichnet wurde, setzte das Grenzwachtkorps die Drohnen bislang allerdings noch nicht ein. Zunächst müssten weitere rechtliche Fragen geklärt werden.

Im Juli 2006 genehmigte der Bundesrat den Einsatz der Drohnen für das Grenzwachtkorps – allerdings mit der Auflage, dass bis zum Abschluss von anstehenden Gesetzesrevisionen auf Bildaufzeichnungen verzichtet werden müsse.

Ende August 2006 schliesslich vollzog der Bundesrat eine Kehrtwende und kündigte seinen Entschluss an, eine klare Gesetzesgrundlage zu schaffen, und zwar im Rahmen der Revision des «Bundesgesetzes über die militärischen Informationssysteme» MIG. Diese befindet sich derzeit noch in der Vernehmlassung. In diesem Sinne droht nun auch für die EM ’08: «Big Brother is watching you!»

red. ■

Verbotene Archäologie – «Unzensiert» MICHAEL CREMO & RICHARD THOMPSON Verschwanden aus dem Grab des Pharaos Tutanchamun Schriftrollen mit äusserst brisantem Inhalt? Werden diese Papyri noch heute geheimgehalten, weil von den alten Texten gleich drei Weltreligionen betroffen sind?

Anhand von alten Aufzeichnungen, weitgehend unbekannten Dokumenten und vertraulichen Informationen weist der Autor nach: In der Gruft Tutanchamuns wurden, entgegen der offiziellen Darstellung der Ägyptologie, doch antike Texte gefunden: Schriftrollen mit religiösem Inhalt von weitreichender Bedeutung.

G. F. L. Stanglmeier «Die Moses-Schriftrollen» Kopp Verlag, 2006 EUR 19.90 Mit ihrem kontroversen Buch «Verbotene Archäologie» sorgten die beiden Autoren Michael Cremo und Richard Thompson international für Aufregung – und heftige Kontroversen. Grund: Auf über 1000 Buchseiten stellt ihr Monumentalwerk bislang als gesichert geltende archäologische Erkenntnisse auf den Kopf und zeigt, dass die klassische Archäologie massenweise Fakten über die Entstehungsgeschichte der Menschheit unterdrückt. In massiv gekürzter Form war es bereits einmal auf Deutsch erhältlich. Inzwischen längst vergriffen, werden Einzelexemplare derzeit bei Ebay für horrende Preise angeboten.

Nun wird der Klassiker in Deutschland neu aufgelegt – erstmals in unzensierter, also vollständiger Fassung. Ein Muss für jede Mystery-Bibliothek!

Kopp, ISBN 393851633X, EUR 29.90 Auf ein Wort RUDI BERNER «Das Buch, das Dich erwartet, ist unter äusserst ungewöhnlichen und mitunter sehr schwierigen Umständen entstanden. Wenn Du dieses Werk gelesen hast, kann es sehr gut möglich sein, dass Du die Welt und Dein persönliches Dasein plötzlich mit gänzlich anderen Augen betrachtest. In diesem Buch findest Du die Antworten auf folgende Fragen: Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Warum bin ich?»

Mit diesen Worten umschreibt Autor Rudi Berner sein Buch «Auf ein Wort», das kürzlich im Schweizer 1zu1-Verlag erschienen ist. Seine Beharrlichkeit, seine Geduld, seine bis ins Detail gehenden Erläuterungen, erlauben es auch einem Leser, der sich zuvor noch nicht sonderlich mit derlei Fragen auseinander gesetzt hat, ihm zu folgen. Zusammenhänge im Universum werden wie ein Puzzle, Stück für Stück, zusammengefügt.

1zu1-Verlag, ISBN 3952167851, EUR 26.80, www.1zu1.ch Lebendige Frauen – The Iron Code DR. BEAT SCHAUB «Lebendige Frauen» ist ein Buch, das vielen kranken Frauen neue Hoffnung gibt. Grund: Über 150 Millionen europäische Frauen im Menstruationsalter leiden an Symptomen eines nicht diagnostizierten Eisenmangel-Syndroms. Weltweit sind es über zwei Milliarden. Nach sechsjähriger Forschung gelang es nun erstmals, das Krankheitsbild zu definieren und mit einem tiefen Eisengehalt des Körpers zu korrelieren. Ob dieser Erkenntnis drängt es sich auf, den Betroffenen intravenös Eisen zu verabreichen. Schon nach drei Wochen lässt sich der Gesundheitszustand der Patientinnen und Patienten damit markant verbessern. Alle weiteren Details zu seiner neuen Behandlungsmethode beschreibt der Autor – selber Hausarzt – in diesem empfehlenswerten Buch.

aude curare, ISBN 3980879593, EUR 10.70 Akte Nebra KATJA UND SVEN NÄTHER Die Himmelsscheibe von Nebra war der Sensationsfund der Archäologie im Jahre 2002. Zur Zeit ist sie in Basel, in der Schweiz, ausgestellt – und kehrt dann anschliessend wieder nach Deutschland zurück. Mit kriminalistischem Spürsinn und internationaler Zusammenarbeit war es gelungen, den Fund für das Land Sachsen-Anhalt zu retten. Dieses Buch stellt die aktuellen Forschungsergebnisse zur Himmelsscheibe populärwissenschaftlich zusammen. Auf den vorliegenden 84 Bucheiten geht es sowohl um den mühseligen Weg der Erkenntnisgewinnung wie auch um die Fragen, die unbeantwortet bleiben müssen – weil unsere Kenntnisse über das Wissen unserer Vorfahren nach wie vor äusserst lückenhaft sind.

Naether-Verlag, ISBN 3934858023, EUR 9.50

nicht beantworten
ein Plakat mit einer Frau darauf
Ein Plakat mit einer Hand, die ein Rad hält, auf dem steht Akte Nebraska.
Ein Buchcover mit einem Mann in einem roten Mantel.
nicht beantworten
Geheimnisse schockierend USA Problem Geheimnis feuchterer Terror
Ein Plakat mit dem Titel "Geheimnisse".
Auf dem Titel "Mysteries" zeigt ein Mann lächelnd
Titelblatt, der einen Mann zeigt, der Kampfkunst macht
Ein Magazin-Cover mit dem Titel "Mysteries".
Ein Magazin-Cover mit einem Mann darauf.
Ein Cover eines Buches mit einem Mann im Anzug darauf.
Ein Magazin-Cover mit einer Pyramide darauf.
Titel: "Geheimnisse" auf Deutsch
Ein Plakat mit einem Mannes Gesicht.
Ein Magazin-Cover mit einem Mann, der ein Buch liest.
Ein Magazin-Cover mit einem Alien darauf.
Auf dem Magazin-Abschlag ist eine Feuerflasche gezeigt
Ein Magazin-Cover mit einem Frauengesicht.
Ein Magazin-Abschlag mit einem Bild einer Münze darauf.
Ein Magazin-Cover mit einem Mann, der den Daumen hochgibt.
Ein Plakat mit einer Frau und einem riesigen Flügel.

ÖSTERREICHER ERFORSCHT URZEITLICHES KRAFTNETZ

Existiert in unserer Bergwelt eine Art urzeitliches GPS-Navigationssystem? Der österreichische Rutengänger Gerhard Pirchl ist davon überzeugt. In der Alpenregion Bürserberg bei Bludenz (Vorarlberg) entdeckte er künstlich gelegte unterirdische Kraftlinien. Sie führen zu Menhiren und uralten Steinkreisen.

ten Norden Österreichs parat. Spätestens seit Ötzi und seinen raffinierten Ausrüstungsgegenstände wissen wir, dass unsere Stammväter weit fortschrittlicher waren als lange Zeit vermutet. Unklar ist die Bedeutung vieler steinerner Hinterlassenschaften aus jener Epoche: Dolmen, Grabhügel, Steinkreise, Menhire oder wie im französischen Carnac Tausende von Steinen, die in kilometerlangen Reihen über den Horizont hinausreichen.

Wir müssen nicht am anderen Ende der Welt nach dem Rätselhaften suchen. Direkt vor unserer Haustüre lassen sich genügend Schauplätze des Überirdischen finden, deren Spuren bis in die graue Vorzeit zurückreichen.

Eine Fundgrube an Merkwürdigkeiten hält das mystische Waldviertel im äussers- Geschickte Ingenieure mit einem umfangreichen Wissen müssen hier am Werk gewesen sein. Denn die meisten dieser vorgeschichtlichen Anlagen sind systematisch nach Sternen und Planeten ausgerichtet worden. Wie aber haben die Steinzeit-Astronomen in einer Zeit, in welcher man angeblich weder schreiben noch lesen konnte, diese Meisterleistung vollbracht?

Wer befahl die Werke? Wer führte sie aus? Und wieso findet man diese Monumentalbauten in fast allen Teilen der Welt? Die Fachwelt spricht von einer weltweiten «Megalith-Kultur» – ohne gemeinsame Tradition und Lebensart. Woher will man das wissen?

Wäre es nicht ebenso denkbar, dass bereits in der Vorgeschichte ein weltweiter Kulturaustausch existierte? Nutzten unsere Vorfahren bestimmte Kraftquellen, von denen wir heute nichts mehr wissen?

Gab es damals ein raffiniertes, längst vergessenes Kommunikationssystem?

Vorzeitliche Geometrie Eine Spur führt in die Alpenregion Bürserberg bei Bludenz in Vorarlberg. Was hier auf der 1300 Meter hohen Tschengla zum Vorschein kam, hätte vor wenigen Jahren niemand zu träumen gewagt: Massive Steinblöcke, die wie an Perlenschnüren aufgereiht im Gelände liegen.

Daneben Steinkreise mit geometrischer Anordnung und mysteriöse Kraftfelder, die seit ihrer Entdeckung im Jahre 2002 immer wieder für Diskussionen sorgen.

Sind es bloss einfache «Stoahufa», wie Spötter behaupten – oder doch Reste einer «mythischen Stätte» aus vorchristlicher Zeit?

Den Stein ins Rollen brachte der gebürtige Bludenzer Gerhard Pirchl. Er studierte Maschinenbau, entwickelte verschiedenste Patente für die Autoindustrie, machte sich selbständig und baute ein grosses, höchst erfolgreiches Unternehmen auf.

1999 dann das vermeintliche Ende: Pirchl erlitt eine lebensbedrohliche Herzmuskelentzündung, die eine Herztransplantation notwendig machte. Der Weg danach ins «neue Leben» verlief ungewöhnlich: Pirchl verkaufte seinen florierenden Betrieb und wandte sich völlig neuen Dingen zu – der Radiästhesie.

Der Begriff steht für «Strahlenfühligkeit». Damit gemeint ist die Fähigkeit medial veranlagter Personen, Bodenschätze und unterirdische Störfelder wie Wasseradern oder Magnetfeld-Anomalien aufzuspüren. Als «Messgerät» dient der menschliche Körper, der mit Hilfe des Pendels oder einer Wünschelrute Kraftfelder anzeigt.

«Die Strahlenfühligkeit verkümmerte, weil wir sie über Jahrhunderte nicht gepflegt haben.»

Wie aber lässt sich das Phänomen in der Praxis naturwissenschaftlich beweisen? Mit den uns bekannten physikalischen Methoden jedenfalls nicht. Daher steht die etablierte Wissenschaft dem Rutengehen nach wie vor skeptisch gegenüber.

Gerhard Pirchl, der sich dem Thema nüchtern und kritisch genähert hat, ist einer dieser feinfühligen Zeitgenossen. «Strahlenfühligkeit scheint heute stark verkümmert zu sein, weil wir sie über Jahrhunderte nicht gepflegt haben», sagt Pirchl und nennt als Grund «die zunehmende Entfremdung des Menschen von der Natur».

Die historischen Räter faszinieren ihn besonders. Ihnen wird eine besondere Verbundenheit zu den Elementen Erde, Wasser und Kosmos nachgesagt. Ihre Spuren reichen zurück ins 2. vorchristliche Jahrtausend. Über ihre Herkunft, Götterkulte und Gebräuche weiss man wenig. Genauso wie über das Volk der Etrusker, mit denen sie verwandtschaftlich in Verbindung standen.

Der rätische Lebensraum soll Teile der Ostschweiz, Norditalien, das südliche Vorarlberg und Tirol umfasst haben. Was uns das geheimnisvolle Alpenvolk hinterlassen hat, sind vor allem rätselhafte Inschriften und ein reicher Fundus alpiner Felsbilder. In fast unüberschaubarer Menge sind diese im Val Camonica, nahe der oberitalienischen Stadt Brescia, erhalten geblieben.

Der Göttin auf der Spur Im Mittelpunkt der Verehrung stand die Erd-und Muttergöttin Rätia. Gerhard Pirchl begab sich deshalb auf Wanderschaft und suchte in der Ostschweiz, in Liechtenstein und im Vorarlberg nach vergessenen Heiligtümern dieser Göttin.

Dabei spürte er eine Reihe von Kraftlinien auf, die er zunächst als Wasseradern deutete.

Bei Kirchen und alten Steindenkmälern trat dieses Phänomen besonders häufig in Erscheinung. Was den Forscher Gerhard Pirchl. Nach einer schweren Krankheit wandte er sich der Rutengängerei zu.

Örtlicher Steinkreis. Die «Mini-Menhire» sind exakt nach den Sternen ausgerichtet.

dabei irritierte: Manche dieser Linien kreuzten sich bis zu 56 Mal auf einen fixierten Punkt. Pirchl taufte diese Mehrfachkreuzungen «Adernsterne», konnte sich aber deren Ursache nicht erklären.

Dann kam dem Forscher «Kommissar Zufall» zu Hilfe. Bei einem umgestürzten Wurzelstock in seiner Heimat fielen ihm kleine, gelbe Steine auf, die genau in einer Linie angeordnet waren. Er nannte sie «Rätiasteine». Und er entdeckte sie auch an anderen mythischen Orten, die einst nach einem ausgeklügelten Plan in Linien angeordnet worden waren, so etwa in Stonehenge, Carnac und auf Malta.

Viele dieser Steine gleichen exakt jenen, die bei Kultplätzen in den Alpen gefunden wurden. «Sie sind derart identisch, dass man glauben könnte, sie wären ursprünglich aus dem selben Stein geteilt worden», beteuert Pirchl.

Damit ergab sich für die Adernsterne eine überraschende Erklärung: Es sind keine Wasseradern, sondern künstlich gelegte unterirdische Kraft- und Orientierungslinien. Sie führen zu gewaltigen Menhiren und alten Steinkreisen, die von Genies der Urzeit genau auf die jeweiligen Orientierungspunkte gesetzt wurden.

Eine Art urzeitliches GPS-Navigationssystem.

Überraschende Entdeckung Im Gebiet Bürserberg stiess Pirchl auf eine ungewöhnliche Anhäufung derartiger Adernsterne. Er informierte die Gemeinde über seine spektakuläre Entdeckung und hatte Glück: Mit dem damaligen Bürgermeister Karl Fritsche fand der bislang auf sich alleine gestellte Forscher einen kongenialen Unterstützer.

In der Folge wurden verdächtige Steinreihen und Reste von Steinkreisen genauer untersucht.

Teils überwachsene Steine wurden freigelegt, und andere, die über die Jahrtausende umgekippt waren, wieder aufgestellt. Insgesamt rund 2000 an der Zahl.

Dabei wurden wiederum als Kraftquelle zahlreiche «Rätiasteine» gefunden, die unter der Erde präzise angeordnet zu den Adern der Steinkreise führten.

Augenschein vor Ort Davon wollte ich mich selbst überzeugen, besuchte die 500-Seelen-Gemeinde Bürserberg und begab mich hinauf zum Wohnsitz der Göttin Rätia. Auf dem Hochplateau traf ich den Altbürgermeister Karl Fritsche. Wir machten zunächst Zwischenstopp bei einer Familie, die im Besitz einer aufgefundenen Steinplatte ist, auf der geometrische Gravuren zu finden sind.

Ursprünglich soll es zwei Exemplare davon gegeben haben. Eine gilt schon seit Jahrzehnten als verschollen. Was bedeuten die Zeichen auf dem Stein? Wer fertigte sie an? Sind es Schriftzeugnisse einer unbekannten Kultur? Karl Fritsche zuckte mit den Schultern und wir machten uns auf den Weg zum bedeutendsten Fundplatz auf dem Hochplateau.

Der Panoramablick zu den umliegenden Tälern ist von atemberaubender Schönheit. Das müssen auch unsere Urväter so empfunden haben als sie diesen Ort zur heiligen Stätte erklärten. Tatsächlich spricht vieles dafür, dass der Bürserberg einst Heiligtum der Göttin Rätia gewesen ist.

Eine «kosmische Grundlage» scheint ebenfalls gegeben. Bereits beim Freilegen und Aufstellen der ersten Steinkreise machten Forscher nämlich eine verblüffende Feststellung: Der Sonnenaufgang bei der Sommersonnenwende ist durch eine markante Steinreihe ebenso ersichtlich, wie die Wintersonnenwende bei einer anderen. Zudem ergibt sich bei jedem Steinkreis eine übereinstimmende Ausrichtung der Nord-Süd-Achse.

Einer der Menhire besitzt oben eine ebene Fläche mit einer markanten kleinen Spitze, die zum Nachthimmel zeigt. Eine Prüfung ergab, dass sie exakt den Polarstern anpeilt. Für den Schweizer Naturwissenschaftler und Astronom Martin Kerner besteht denn auch kein Zweifel, dass der grosse Steinkreis auf der Tschengla «ein Zeuge früherer Kultur» ist.

Die interdisziplinäre Erforschung der versteinerten Rätsel ist dennoch problematisch. Einerseits, weil Fachgelehrte die Bürserberger Funde völlig unterschiedlich interpretieren, manche sogar ihren historischen Wert bezweifeln und die These von «prähistorischen Orientierungslinien» für Unsinn halten. Anderseits, weil die verschiedenen Wissensgebiete von der Naturwissenschaft bis zum Rutengehen schwer unter einen gemeinsamen Hut zu bringen sind.

Dabei gibt es durchaus Erfolge, die selbst Kritiker überzeugen sollten. Markantestes Beispiel: Bis vor wenigen Jahren kam es entlang der örtlichen Arlbergschnellstrasse S 16 immer wieder zu ungeklärten Unfällen mit tödlichem Ausgang. Dann wurde Gerhard Pirchl von der zuständigen Autobahnbetreibergesellschaft ASFINAG gebeten, sich die Unglückstelle genauer anzusehen.

«Mit Hilfe der Rätiasteine, die man entgegen der störenden Strahlung auslegt, kann die Gefahrenzone eliminiert werden», behauptete der Pendler damals kühn und machte sich ans Werk. Und tatsächlich: Seither gingen die Unfälle drastisch zurück. Und Tote gab es auf der gefürchteten Todesstrecke keine mehr!

Bei der «Entstörung» der Arlbergstrasse stiess der Strahlenjäger zudem auf eine grosse Bündelung unterirdisch verlaufender Kraftlinien.

Deren Untersuchung führte bei Braz, etwa 8 Kilometer östlich von Bürserberg, zu einer neuen, überraschenden Entdeckung: Mit Lebensmittelfarbe wurden die aufgespürten «Strahlen» an der Erdoberfläche sichtbar gemacht.

Zum Vorschein kamen Monumentalbilder, die in ihrer komplexen Dimension am besten aus der Vogelperspektive zu erfassen sind (siehe Titelbild auf Seite 36).

Und: In einem Ortsgebiet, das «Am hängenden Stein» bezeichnet wird, wurden bei leichter Schneelage weitere «Energiemuster» dokumentiert, die Pflanzenbilder mit gigantischen Ausmassen zu Tage brachten. «Strahlenpiktogramme» in den Alpen? Unglaublich!

Eine Erklärung dafür fehlt im Moment noch. Doch die Indizien verdichten sich, dass dahinter eine hoch entwickelte Kultur gestanden haben muss. Wie sonst ist es zu erklären, dass im Boden der sichtbar gemachten «Energiemuster» künstlich verlegte kleine Steine gefunden wurden? Irgendwer muss sie vor Jahrtausenden dort angeordnet und von der Kraftquelle gewusst haben.

Riesige Schriftfragmente Noch ein gewaltiges Mirakel gibt es: Zum Vorschein kamen in besagtem Gebiet nämlich ebenso riesige Schriftfragmente, die Ähnlichkeiten zu rätischen Felsgravuren und dem etruskischen Alphabet erkennen lassen. Teilweise umfassen die Schriftfelder eine Fläche von 1000 Quadratmetern!

Der Liechtensteiner Sprachforscher Manfred Schlapp, hat sich die überdimensionalen Bodenzeichen angesehen und konnte einige Worte herauslesen, die als Bittgebete an eine Gottheit verstanden werden können.

Weshalb aber wurden sie angelegt? «Die Untersuchungen dazu haben gerade erst begonnen», versichert Karl Fritsche.

Mit der Studiengruppe «Steinspur», bestehend aus engagierten Forschern unterschiedlicher Fachrichtungen, will der Altbürgermeister auch weiterhin die vorgeschichtlichen Rätsel der Alpenregion Bludenz ergründen.

Beim Abschied kommt der Bürserberger ins Philosophieren: «Man könnte über alle die entdeckten Dinge, die immer rätselhafter werden und in eine weit zurückliegende Vergangenheit weisen, ein unendliches Buch schreiben. Denn während man schreibt, gibt es laufend neue Entdeckungen und Erkenntnisse. Dieses Buch würde niemals fertig werden…» ■

Ein älterer Mann in einem grünen Hemd lächelt der Kamera an.
Ein grasiges Feld mit einem Berg im Hintergrund.
Eine Luftansicht auf ein Feld mit Bäumen im Hintergrund.
Karte einer Stadt in Deutschland mit verschiedenen Namen
Ein Feld mit vielen Buchstaben darauf.

Anmerkung des Autors: In diesem Bericht habe ich bewusst nicht die Namen der involvierten Besatzungsmitglieder genannt, da es mir heute nicht mehr möglich ist, die ehemaligen Kollegen ausfindig zu machen und ihr Einverständnis dazu einzuholen.

Ein Stück Papier mit Handschrift.
Ein Mann in einem Turban, der ein Schwert hält.
Eine Frau in einem schwarzen Anzug mit einem Bogen in den Haaren.

Ob UBS-Boss Marcel Ospel, Novartis-CEO Daniel Vasella oder Verleger Michael Ringier: Auch hochrangige Schweizer tauchen in den Bilderberger-Listen der letzten Jahre auf – doch die eidgenössische Presse schweigt darüber.

Gleich viermal (!) war der Schweizer Bundesrat und Innenminister Pascal Couchepin (Bild) seit 2001 bei den Bilderberger-Treffen zu Gast. Gegenüber «mysteries» nimmt der Regierungsvertreter öffentlich Stellung dazu.

Herr Couchepin, als einziger Schweizer Bundesrat waren Sie bislang gleich viermal an den internationalen Bilderberg-Konferenzen vertreten. Können Sie dies offiziell bestätigen?

Couchepin: Ja. Und ich beabsichtige wieder teilzunehmen, falls man mich von Neuem einladen sollte.

Warum nahmen Sie im Gegensatz zu anderen Schweizern derart häufig teil?

Couchepin: Weil mir die Qualität der Treffen Freude bereitet, ebenso wie die Diskussionen, die ich innerhalb des Kaders dieser Konferenzen führen kann.

Welche Auswirkungen hatten diese hochrangig besetzten, in der Schweizer Öffentlichkeit beispielsweise von SVP-Vertretern höchst misstrauisch beäugten Konferenzen auf Ihre persönlichen Entscheide innerhalb der Schweizer Regierung, also des Gesamtbundesrates? Couchepin: Meine Teilnahme an diesen Konferenzen hat überhaupt keinen konkreten Einfluss auf meine Entscheidungen innerhalb des Schweizer Bundesrats.

Welchen Einfluss hatte Ihre Teilnahme an den Bilderberger-Konferenzen in den letzten Jahren auf das politische Verhältnis der Schweizer Eidgenossenschaft zu den USA?

Couchepin: Das kann ich nicht beurteilen.

Wurden die an den Konferenzen besprochenen und beschlossenen Themen bzw. Ihre persönliche Teilnahme innerhalb des Bundesrats je thematisiert? Oder anders gefragt: Wissen Ihre Bundesratskollegen überhaupt von Ihrer Teilnahme bei den Bilderbergern?

Couchepin: Ich nehme an, dass sie es wissen. Aber es ist an ihnen, mich danach zu fragen.

Neu: Der erste deutsche Bilderberger-Report Was die Bilderberger entscheiden, geht uns alle an – denn sie legen unser aller Zukunft fest. In seinem neuen Buch fühlt Erfolgsautor Andreas von Rétyi der weltweit agierenden Schattenregierung auf den Zahn. Aus dem Inhalt: Wurde US-Präsident Bill Clinton in Deutschland gewählt? Wie und warum «schuf» Bilderberg die Ölkrise? Entschieden die Bilderberger über den Fall der Berliner Mauer? Stürzten die «Hohepriester» Gerhard Schröder? Warum wurden die Bilderberger Alfred Herrhausen und Olof Palme ermordet? Welche Zukunftspläne haben die Bilderberger für die Welt? Andreas von Rétyi: «Bilderberger – Das geheime Zentrum der Macht» Kopp Verlag 2006, ISBN 3938516356, 19.90 EUR

höhungen.Vor allem kam zur Sprache, dass die Öl-Ressourcen von den grossen Konzernen überschätzt worden seien und man innerhalb der nächsten Jahrzehnte mit einer Erschöpfung der Quellen zu rechnen habe.

Erfahren sollte das erst einmal niemand.

2006 diskutierten die Bilderberger weitere Schritte zur Neuen Weltordnung. Einige Vertreter sprachen davon, die Weltbevölkerung müsse um 80 bis 90 Prozent reduziert werden. Andere diskutierten weniger bedrohliche Szenarien der Globalisierung.

Das theoretische Ergebnis mag friedlich wirken: eine komplett vereinte Welt ohne nationalstaatliche Differenzen, ohne Kriege. Geführt von «Gottvätern», die sich um alle Belange kümmern. Ideal einer pazifistischen Welt – und doch eine Utopie.

Wie sollte etwa eine Superreligion auf friedlichem Wege aus den bestehenden Glaubensrichtungen geschaffen werden?

Die Welt wäre gleichgeschaltet, Menschen jeglicher Individualität und Identität beraubt. Doch bis es dazu käme, wäre sie wohl vernichtet. Und was gäbe es da noch zu beherrschen?

Diese «Nebenwirkung» ihrer philosophischen Weltmedizin namens «Globalisierung» sollte eigentlich auch den weisen Bilderbergern bewusst sein. Über ihre wahren Motive lässt sich deshalb vorläufig nur spekulieren. Zurück bleibt das Unbehagen, dass eine kleine handverlesene Machtelite über unsere unmittelbare Zukunft entscheidet. Nicht gerade ein erbauliches Szenario.

■

Ein Mann mit Brillen steht vor einem Mikrofon.

Mysteriös ist, dass das IDS bisher von der Schulmedizin nicht beschrieben wurde. Grund ist wohl der wissenschaftliche Forschungsansatz der Schulmedizin, die nur das glaubt, was doppelblind, placebokontrolliert und randomisiert bewiesen wurde.

Im Gegensatz zur wissenschaftlichen Forschung betreibe ich eine patientenorientierte Forschung. Nur so kann ich als Hausarzt, der die Beschwerden und Bedürfnisse der Patienten unmittelbar wahrnimmt, überhaupt auf mögliche Korrelationen eingehen (Korrelation tiefer Ferritinwert und vorliegende unspezifische Beschwerden, die nach Eisengabe mehrheitlich verschwinden).

Die wissenschaftliche Forschung hat den Nachteil, dass man Erschöpfung nicht röntgen und depressive Verstimmung nicht im Blut messen kann.

Mysteriös ist auch die Tatsache, dass von zwei Geschlechtern das eine als das schwache beschrieben wird. Mysteriös ist es doch auch, dass die Bibel dazu ermahnt, dass sich die Frau dem Mann unterordnen muss. Und mysteriös ist doch auch, dass die Männer mehr Lohn haben und mehr Symphonien komponieren.

Man könnte eine ganze Nacht über diese Probleme diskutieren. Inwiefern der Eisenmangel, der schon seit Jahrhunderten bedeutungsvoll ist (aber natürlich nie als solcher erkannt wurde), als Co-Faktor für das Problem des schwachen Geschlechts mitverantwortlich sein könnte, ist vorerst Ansichtssache.

Dr. Beat Schaub

ein mittlerweile bewährtes Diagnostikund Therapiekonzept entwickelt werden, bei dem die Gefahr einer Eisenüberladung nicht mehr besteht. Seit wir in unserer Praxis Eiseninfusionen verabreichen, frage ich zudem in regelmässigen Zeitabständen Fachexperten wegen der Gefahr einer Eisenüberladung an. Sämtliche hämatologischen und onkologischen Fachexperten bestätigen, dass eine Gefahr erst bei Werten über 800 ng/ml besteht. Somit sind wir mit einem oberen Normwert von 200 ng/ml, den wir in unserer Behandlung anstreben, absolut im sicheren Bereich. Es geschieht selten, dass eine Frau nach der Behandlung einen Ferritin-Wert von 250 ng/ml erreicht – was aber ebenfalls kein Problem darstellt. Denn nach drei Menstruationsblutungen liegt sie mit Sicherheit wieder unter 200 ng/ml. In diesem Sinne wünsche ich mir, dass auch meine medizinischen Fachkollegen IDS künftig verstärkt ihre Aufmerksamkeit schenken – im Interesse und zum Wohl ihrer Patienten. ■