Handelt es sich um die Überreste eines Blutsaugers – eines so genannten «Chupacabra»? Der mysteriöse Kadaver aus Oklahoma bereitete schon DNA-Spezialisten in aller Welt Kopfzerbrechen. Trotz umfangreicher Tests war bisher niemand in der Lage, die Identität der verwesten Kreatur zu klären. Der Autor wohnte den Untersuchungen von Salzburger Gerichtsmedizinern bei. Und erzählt nun erstmals, warum auch die dortigen Experten ihren Augen nicht so recht trauen mochten.

von Reinhard Habeck Am 19. Juli 1995 wurde in Wien, Neue Donau, ein Torso mit Kopf aufgefunden.

Die Leiche war in einen schwarzen Plastikmüllsack verpackt. Drei Tage später entdeckte ein Angestellter in einer Tierkörperverwertungsanstalt ein Beckenteil samt Beinen in einem Müllcontainer. Wer der unbekannte Tote war, konnte nie aufgeklärt werden.

Die Entdeckung schauriger Leichenteile sorgt immer wieder für Aufregung.

Meist gelingt es den Spezialisten der Gerichtsmedizin, die wahre Identität vermisster, verunglückter oder ermordeter Personen zu klären.

Seit 1997 gibt es auch in Österreich eine so genannte DNA-Datenbank, die zur erfolgreichen Verbrechensaufklärung massgeblich beiträgt. Biologische Spuren wie Haut, Haare, Sperma, Blut oder Speichel, die von mutmasslichen Tätern stammen oder am Tatort hinterlassen wurden, können nun mit modernsten Methoden analysiert und genetische Profile erstellt werden.

Stimmen genetische Merkmale mit den DNA-Proben eines Verdächtigen überein, kann daraus geschlossen werden, dass er am Tatort gewesen ist. Stimmen die Profile nicht überein, wird der Verdächtige entlastet. Die Methode der DNA-Analyse wurde im Laufe der Jahre immer präziser. Durch Untersuchungen des Knochengewebes können seit 1991 selbst bis zur Unkenntlichkeit verkohlte oder zerstörte Spuren exakt bestimmt werden.

Wie aber sind Knochen zu beurteilen, die sich trotz aller Mühen der Aufklärung in kein bekanntes Schema einordnen lassen? Auch das gibt es. Die Vorgeschichte: Im Frühjahr 2002 landet unbemerkt von den Medien eine unscheinbare Holzkiste aus Amerika in Wien-Schwechat. Sie ist etwa 1,20 Meter lang, einen halben Meter hoch und ebenso breit.

Mit einem speziellen Kunsttransport wird der Behälter in das Wiener Naturhistorische Museum gebracht. Der Inhalt ist höchst brisant: ein mysteriöses Skelett von einem unbekannten Wesen! Als die Truhe geöffnet wird, kommt ein grausliches Gerippe zum Vorschein, das in einer hochprozentigen Alkoholflüssigkeit konserviert ist.

Staunen und Kopfschütteln Entdecker des Kadavers, der aus drei Teilen besteht, ist der Amerikaner Frank D.

Pryor. Er holt das fremde Ding aus dem Spiritus und präsentiert es den versammelten Gelehrten. Staunen und skeptisches Kopfschütteln machen sich breit. Was soll das sein?

Kleiner, länglicher Kopf, grosse Augenhöhlen, langer Hals, keine Arme, keine Beine? Fragmente eines bisher unentdeckten Tieres?

Knochen von einem Alien? Gerichtsmediziner ohne Skalpell, dafür ausgestattet mit modernster Technik, sollen Klarheit bringen. Museumsdirektor Professor Bernd Lötsch winkt dennoch ungläubig ab: «Ein Riesenaufwand für ein banales Kalb!»

Frank D. Pryor wundert sich. Als Cowboy und Jäger weiss er sehr wohl, wie die Anatomie von Rindern beschaffen ist, aber ein Skelett wie dieses, ist ihm noch nie unter die Augen gekommen. Ich frage ihn, wann und bei welcher Gelegenheit er über die abnormen Knochen gestolpert ist. «Im Jahre 1990 während eines Jagdausfluges im waldigen Gelände von Oklahoma», erinnert sich der Amerikaner. «Damals stiess ich überraschend auf diese Knochenreste, die erbärmlich gestunken hatten. Ich konnte mir nicht erklären, zu welchem Vieh sie gehörten und beschloss, den makabren Fund mit auf meine Farm zu nehmen. Der Tierarzt meines Heimatortes konnte bei der Identifizierung aber leider nicht helfen. Niemand wusste zu sagen, welcher Tiergattung das merkwürdige Skelett zugeordnet werden kann.»

Frank D. Pryor liess das keine Ruhe. In den folgenden Jahren wurde das Gerippe an 14 amerikanischen Universitäten und Instituten untersucht. Die Ergebnisse waren stets verwirrend. Trotz aufwändiger «Ralf», das kuriose Wesen. Welcher Spezies kann der Kadaver zugeordnet werden?

Untersuchungen, mehrfacher DNA-Analysen und Computer-Tomographien, konnte die zoologische Zuordnung nicht eindeutig vorgenommen werden.

«Ausserirdische Lebensform» Einmal glaubte man Spuren von einem Lama entdeckt zu haben, dann wurden die Erbsubstanzen von einem jungen Kamel und anderer Tiergattungen angezeigt. Frank Pryor nannte sein Wesen seither «Ralf», eine Abkürzung für «Rätselhafte ausserirdische Lebensform».

Eine Namensgebung mit Augenzwinkern, die aber, so glaubt der Amerikaner, der Analogie des «Kryptowesens» am nächsten kommt. Pryor weiss warum: «Nicht zuletzt deshalb, weil in der Umgebung des Fundortes immer wieder UFO-Aktivitäten gemeldet werden.»

Bei der abenteuerlichen Suche nach der wahren Identität des zweifelhaften Beweisstückes hat sich ein Mann besonders engagiert. Er heisst Klaus Dona, ist Kulturmanager und lebt in Wien. Als Initiator der Ausstellung «Unsolved Mysteries», die 2001 in Wien eine viel beachtete Weltpremiere hatte, versetzte er Laien und Wissenschaftler gleichermassen ins Staunen.

Klaus Dona ist geradezu besessen von der Idee, möglichst viele rätselhafte Artefakte aus aller Welt aufzustöbern. Darin war er bisher recht erfolgreich. Bei den Recherchen in Geheimarchiven und wenig bekannten Privatsammlungen kam er auf die Spur von «Ralf» und seinem Besitzer Frank D. Pryor.

Es wurde vereinbart, das ominöse Gerippe als Attraktion für eine geplante Folgeausstellung auf Übersee-Reise nach Österreich zu schicken. Zunächst mit Zwischenstopp in Wien, landete «Ralf» bald darauf im gerichtsmedizinischen Institut der Universität Salzburg.

Bei der äusserlichen Begutachtung tippten die Wissenschaftler aufgrund der Gebissstruktur und der Wirbelsäule auf einen Vierbeiner, am ehesten auf ein Kalb.

Der erste Verdacht von Professor Lötsch schien sich zu bewahrheiten. Dennoch offenbarten sich Ungereimtheiten. Erstens: Die Rückenknochen sind zu lang für ein junges Rind und das Gehörsystem zu gross.

Zweitens: Anatomen in Wien schliessen nicht aus, dass die Knochenfragmente einem Zweibeiner gehörten.

Damit letzte Zweifel über die Identifizierung der Spezies beseitigt werden können, wurde eine radiographische Untersuchung sowie eine DNA-Analyse vorgenommen.

Einer der führenden österreichischen Experten auf diesem Gebiet ist der Molekularbiologie und DNA-Spurenanalytiker Dr. Jan Kiesslich. Er ist der richtige Fachmann, wenn es um die Auswertung kriminalistischer Zusammenhänge und die Identifizierung unbekannter Toter anhand biologischer Spuren geht. Urgeschichtler und Archäologen suchen ebenso seinen kompetenten Rat bei der Analyse alter Erbsubstanzen.

Wie lässt sich nun für den Laien verständlich die Untersuchung am abgestorbenen Körper beschreiben? Der Gerichtsmediziner: «Jedes Lebewesen ist bis zu einem gewissen Grad durch seine Erb- «Die Spezialisten machten sich optimistisch an die Arbeit, doch dann…»

information bestimmt und definiert. Das heisst, es finden sich auch Informationen über die Spezies, also die biologische Art, in der Erbinformation. Daraus lässt sich ableiten, ob wir es mit einem Menschen, Rind, Wurm oder was auch immer zu tun haben.»

Diese Information ist in jeder Körperzelle enthalten: «Daher ist es möglich, selbst aus sehr unvollständigen Überresten Informationen über die genetische Konstitution eines Individuums zu erfahren und seine Spezies zu bestimmen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass noch Spuren der Erbinformation, also der DNA, vorhanden sind. Bei ungenügenden Methoden der Aufbewahrung und mit zunehmendem Alter wird dies immer unwahrscheinlicher.»

Nicht ganz so einfach…

Und wie ist nun die Vorgehensweise im Fall «Ralf»? Der Fachmann: «Technisch gesehen wird aus vorliegendem Probenmaterial DNA chemisch präpariert und dann mit einer speziellen Methode künstlich so weit vervielfacht, um die Information lesen zu können.

Die Sprache der DNA beruht auf einem 4-Buchstaben-Code, der geeignet ist, jedwede Art genetischer Information zu speichern. Das bedeutet, für die Speziesbestimmung wird sozusagen ein Kapitel im ‹Buch des Lebens› nachgelesen. Dann kann anhand entsprechender Datenbanken dieses ‹Kapitel› einer Spezies oder einem Individuum zugeordnet werden.»

Da sollte es beim «Kryptowesen» aus Oklahoma kein Problem geben – oder? Dr.

Kiesslich machte sich optimistisch an die Arbeit. «Ich habe mehrere Proben aus den Knochen entnommen und versucht, eine Speziesbestimmung durchzuführen», erklärt der Experte und kann seine Enttäuschung nicht verbergen. «Die Arbeit war nicht von Erfolg gekrönt.»

Der Wissenschaftler nahm eine zweite Serie von Proben und schickte sie an seine Kollegen vom Institut für Anthropologie und Humanökologie der Universität Göttingen, die noch feinere Untersuchungsmethoden vornehmen können.Auch diese Analyse war nicht eindeutig.

Im Gegenteil: Wie bereits aus den amerikanischen Labortests bekannt, ergaben die aktuellen DNA-Analysen wiederum ein Gemisch an unterschiedlichen Erbfaktoren, darunter Daten, die sowohl auf ein Schwein als auch auf ein Rind hinweisen.

Ein weiterer Befund liess sogar auf ein Gürteltier schliessen.

Ein Gürteltier? Dr. Kiesslich ist vorsichtig in der Beurteilung, weil das «ein zufälliges, nicht reproduzierbares Ergebnis» gewesen sei. Hinzu kommt, dass «Ralf» aufgrund der Zahnstruktur zu Lebzeiten eher ein Vegetarier gewesen sein muss.

Gürteltiere aber sind Insektenfresser.

Die Sachlage bleibt mysteriös. Weshalb konnte die Erbsubstanz des unbekannten Tieres nicht einwandfrei bestimmt werden? «Meiner Meinung nach liegt das daran, dass die DNA in den Überresten bereits zu stark zersetzt oder durch fremde DNA-Spuren kontaminiert war», gesteht der Molekularbiologe freimütig und resigniert: «Somit konnte ein klares Ergebnis leider nicht erzielt werden.»

Wurde das grausliche Skelett vielleicht aus verschiedenen Tierknochen zusammengesetzt? Ist «Ralf» eine Attrappe? Waren Spassvögel am Werk? Oder ist «Ralf» gar das Produkt genetischer Experimente aus einem Geheimlabor?

Nur Probleme gehabt Dem Entdecker Frank D. Pryor jedenfalls ist kein Vorwurf zu machen. Der Fund brachte ihm weder Ruhm noch Geld – nur Unannehmlichkeiten. «Manchmal denke ich», klagt der Amerikaner, «es wäre besser gewesen, ich hätte den Kadaver im Wald liegen lassen.»

Dr. Jan Kiesslich auf den Fälschervorwurf angesprochen: «Ob das Knochengerüst ein Falsifikat ist, weiss ich nicht. Ich bin kein Veterinärmediziner, aber mein persönlicher Eindruck ist, dass es sich nicht um ein aus unterschiedlichen Knochen zusammengesetztes Wesen handelt.

Schon aus dem einfachen Grund, weil die Knochenteile anatomisch sehr gut zusammenpassen und vom Zustand her gleichartig sind. Wenn hier also Fälscher am Werk waren, dann verdammt gute, denn sie hätten grossen Aufwand betrieben und müssten sehr viel Zeit gehabt haben.»

Wenn Ralf also keine Fälschung ist, was dann? Eine gewagte Hypothese bringt das Geschöpf mit Beobachtungen zusammen, die aus der Gegend des Fundortes vorliegen. Demnach berichten Einheimische immer wieder von einem seltsamen Wesen, das an die blutsaugende Kreatur «Chupacabra» – übersetzt: Ziegensauger – erinnert.

Dieses mysteriöse Tier hat vor allem in der lateinamerikanischen Folklore seinen «Es sah einer Fledermaus ähnlich, hatte aber die Grösse eines Hundes.»

festen Bestandteil. In Puerto Rico, Texas, Florida und Mexiko häufen sich die Begegnungen mit dieser fremden Spezies. Chupacabra wird von Augenzeugen eine Vorliebe für Blut und Verstümmelungen nachgesagt.

So soll er für den Tod ganzer Viehbestände verantwortlich sein, die in den letzten Jahrzehnten mit Bisswunden aufgefunden worden waren. Die Bevölkerung ist angesichts grausam verstümmelter Kadaver, aus denen das Blut gesaugt und Organe herausgerissen wurden, verständlicherweise verstört.

Blutsauger beobachtet Schauermärchen oder Wirklichkeit? Der steirische Maler Gerhard Patz schwört, er habe das Ungeheuer mit eigenen Augen gesehen. 1996 verbrachte der Künstler den Frühling in Santa Rosalia, 900 Kilometer südlich von Los Angeles in Mexiko. Am Abend des 22. Mai beobachtete er gemeinsam mit Miguel Habana, einem befreundeten Bauer und Langustenfischer, etwas höchst Merkwürdiges. Gerhard Patz erinnert sich: «Wir sind vor dem Haus gesessen, als plötzlich ein grosses Tier über uns geflogen ist. Es hat einer Fledermaus ähnlich gesehen, hatte aber die Grösse eines Hundes. Wir haben noch gelacht und gewitzelt: Das ist ein Chupacabra!»

Am nächsten Morgen verging den Männern das Lachen. Patz: «Lautes Geschrei von Frauen hat mich aufgeweckt.

Ich bin nachschauen gegangen und habe drei tote Ziegen gesehen. Sie waren blutleer, vollkommen ausgesaugt. Spuren hat man keine gesehen, nur faustgrosse Löcher im Hals der Tiere.»

Schwindel? Machwerk aus dem Labor?

Oder vergessenes Ungeheuer? «Ralfs» Überreste, die vielleicht Auskunft darüber geben könnten, sind erstarrt. Ihr letztes Geheimnis haben sie für sich behalten.

Ein schwarz-weißes Bild eines Skeletts.
Ein schwarz-weißes Bild eines Skeletts.
Ein schwarz-weißes Bild eines Skeletts.
Ein Baum ohne Blätter und eine helle Sonne.
Ein Buchcover mit dem Titel Geheimnisvolles Osterreich.

Sein Buch enthüllt, was viele ahnen, in Wirklichkeit aber noch viel beängstigender ist: Dieser Tage erschien im Kopp-Verlag die aktualisierte Neufassung von William Engdahls Report «Mit der Ölwaffe zur Weltmacht». «mysteries» unterhielt sich mit dem Wirtschaftsexperten, der zwischen den Ölfeldern von Texas aufwuchs und heute in Frankfurt lebt.

Herr Engdahl, in Ihrem Buch zitieren Sie den Belgier Michel Collon mit den Worten: «Wenn Sie die Welt beherrschen wollen, müssen Sie die Kontrolle über das Öl ausüben. Und zwar über alles. Und überall.» Wie muss man das verstehen? Oder anders gefragt: Was ist die Quintessenz Ihres Buches?

Engdahl: Wenn wir auf das letzte Jahrhundert zurückblicken, dann zieht sich das Thema Öl wie ein Faden durch all die politischen Ereignisse. Egal, wohin man blickt: Es ging und geht bis heute immer wieder um die Entwicklung und Beherrschung von Grossquellen weltweit.

Erdöl ist seit Ende des ersten Weltkriegs die Hauptenergiequelle unserer modernen Wirtschaft. Wir sind abhängig davon. Insofern ist die Konsequenz klar: Die Macht liegt bei dem, der die Ölquellen kontrolliert.

Stimmt es, dass viele für Bush wichtige Leute wie etwa Vizepräsident Dick Cheney aus dem Öl-Geschäft kommen?

Engdahl: Ja, absolut. Die Machtübergabe von Bill Clinton an die Bush-Familie war eine gezielte Entscheidung der höchsten Ebene der amerikanischen Machtelite, also des so genannten Establishment. Ziel war es, sich vermehrt um die Kontrolle von Erdöl und Energie in der ganzen Welt zu kümmern.

Kein Wunder wurde denn auch Dick Cheney Vizepräsident. Schliesslich war er zuvor Chef von Halliburton, dem grössten Energieversorgungs- und Ölförderungs-Konzern der Welt. Einem Konzern, der übrigens über bessere Informationen in Bezug auf die weltweiten Erdölvorkommen verfügt als die CIA. Auch George Bush selber und Aussenministerin Condoleezza Rice kommen ursprünglich aus dem Öl-Metier.

Auf meiner Internet-Website www. engdahl.oilgeopolitics.net habe ich eine Neues Buch: «Mit der Ölwaffe zur Weltmacht» Rede von Cheney veröffentlicht, die er im September 1999 noch vor seiner Wahl zum Vizepräsidenten für das Londoner Institute of Petroleum hielt – einer Art elitäre Insider-Gruppe. Darin betonte Cheney, dass wir in den nächsten zwanzig Jahren neue Erdölquellen bräuchten. Im Umfang der Hälfte der gegenwärtigen weltweiten Erdölproduktion!

Heute produzieren wir etwa 82 bis 84 Millionen Barrel pro Tag. Cheney aber betonte, man brauche künftig zusätzlich rund 50 Millionen Barrel pro Tag oder noch mehr – nicht zuletzt auch im Hinblick auf das massive Wirtschaftswachstum in China oder Indien. Gleichzeitig gab er bereits damals zu bedenken, dass die riesigen Ölfelder in Alaska oder der Nordsee ihren Zenith längst überschritten haben.

Zum Verständnis: Den Ertrag eines Erdölfelds muss man sich wie eine Glocken-Kurve vorstellen. Da gibt es ein Plateau, eine Ertragsspitze, die teilweise 20 bis 30 Jahre lang Bestand hat. Dann gehts runter. Am Anfang ganz langsam, dann immer schneller. Bis die Quelle schliesslich versiegt.

Das ist meiner Meinung nach denn auch einer der Hauptgründe, warum Englands Premier Blair alles riskierte, um Bush bei seinem Irak-Feldzug zu unterstützen – weil er wusste, dass die Erdölvorkommen in der Nordsee in absehbarer Zeit aufgebraucht sind. Sie hatten ihren Spitzenwert im Jahr 2000 erreicht. Müssig zu erwähnen, dass einer von Blairs engsten Beratern Lord Brown ist, der Chef von British Petrolium (BP).

Also drohen den USA ebenfalls Engpässe?

Engdahl: Und wie: Die amerikanische Öl-Produktion hat ihren Höhepunkt bereits um 1970 erreicht. Seitdem geht es mengenmässig Schritt für Schritt nach unten. Amerika ist längst nicht mehr selbständig in Bezug auf seine Erdölversorgung.

Seine Importabhängigkeit wächst ständig.

Geht es bei Bushs Feldzügen also ausschliesslich ums Erdöl? Oder ist die sinkende Ertragslage nur mit ein Grund für die militärischen Aktionen?

Engdahl: Es ist mit Sicherheit der Hauptgrund. Schliesslich liegen die grössten Reserven an «Cheap Oil», also an billig und einfach zu produzierendem Öl, im Nahen Osten. Dies erwähnte Cheney natürlich ebenfalls in seiner Rede von 1999. Ein weiteres Problem, so betonte er damals, sei, dass die Ölindustrie in den Nahostländern im Gegensatz zum Westen in staatlichen Händen liege…

Quintessenz: In allen Krisenregionen, in denen sich die Bush-Administration einmischt oder militärisch engagiert, gehts immer auch um Energie. Lassen Sie mich in diesem Zusammenhang den frü- «Überall, wo sich Bush militärisch engagiert, gehts immer auch um Energie.»

heren amerikanischen Aussenminister Henry Kissinger zitieren: «Wer das Öl kontrolliert, der kontrolliert ein Land. Wer die Nahrungsmittel kontrolliert, der kontrolliert das Volk.»

Die amerikanische Machtelite versucht heute beides zu kontrollieren – Öl und Nahrungsmittel.

Letzteres durch Kontrolle von genetisch modifiziertem Saatgut…

Werden die Öl-Preise 2006 weltweit weiterhin steigen? Oder gibt es endlich Licht am Horizont?

Engdahl: Leider sehe ich für uns Normalverbraucher kein Licht am Horizont.

Bereits vor eineinhalb Jahren habe ich das in meiner Funktion als strategischer Wirtschaftsberater einem meiner Klienten in einem Brief prognostiziert. Ich schrieb ihm damals: Der Erdölpreis steigt eher in Richtung 60 Dollar pro Fass als in Richtung 30 Dollar pro Fass. Auch wenn damals noch viele Grossbanken nach der Irak-Invasion anders dachten…

Wie es in Zukunft weitergeht, ist schwer zu sagen. Auf alle Fälle wird der Preis mittelfristig tendenziell weiter steigen, schätzungsweise Richtung 70 bis 75 Dollar. Im Fall eines Angriffs auf den Iran sogar bis zu 150 Dollar!

Vor allem Saudiarabien sollte man in diesem Zusammenhang auf keinen Fall vergessen. Dort befinden sich bekanntlich die weltweit grössten Erdölfelder. Seit 1949 wird gefördert. Über die exakte Menge schweigt sich der Staat aus. Experten sind allerdings der Meinung, dass die Spitze auch dort bereits vor einigen Jahren erreicht wurde. Aus politisch-taktischen Gründen wird der Rückgang aber geheim gehalten…

Sie erwähnen in Ihrem Buch mit Bezug auf die Öl-Politik auch die Bilderberger.

Wie stark ist der Einfluss der Bilderberger heute noch?

Engdahl: Die Bilderberger wurden 1954 gegründet -– von leitenden Amerikanern, in Zusammenarbeit mit englischen Spitzen. Es war ein angloamerikanischer Versuch, ein Gremium aufzubauen, um die Kontrolle über das Wirtschaftswachstum und die politischen Entwicklungen im Europa der Nachkriegszeit zu erlangen.

Bis heute findet jährlich ein geheimes Treffen statt – ohne Presse. Die Bedeutung dieser Treffen hat sich mittlerweile wohl ein wenig gewandelt.

Auf inoffiziellen Teilnehmerlisten findet man ja längst auch Namen ausgewählter europäischer Spitzenpolitiker, Wirtschaftsgrössen oder Topbankiers. Manche gehen sogar soweit, hinter den Bilderberger eine internationale Loge zu vermuten…

Engdahl: Persönlich sehe ich diese Treffen nicht gar so mysteriös, wie sie manchen scheinen mögen. Allerdings kenne ich mich auch nicht so aus, was derlei Geheimbünde betrifft. Schon denkbar, dass die meisten eingeladenen Teilnehmer tatsächlich irgendeiner Loge angehören. Viel wichtiger scheint mir aber die Frage, welchen Effekt derlei Treffen auf die aktuelle Weltlage haben.

Jedenfalls kündigten viele europäische Länder ob der steigenden Preise nach Hurrikan «Katrina» im letzten Jahr überraschend an, ihre Erdöl-Notreserven zu öffnen.

Engdahl: «Katrina» zeigte eindrücklich, wie knapp die amerikanische Erdölmenge mittlerweile geworden ist. Und offenbarte einmal mehr, warum die Bush-Regierung im Irak ist. Es geht hier nicht um Massenvernichtungswaffen oder Terrorismus. Es geht um die strategische Kontrolle von Erdöl.

Besonders interessant: Öl wird seit langem weltweit in Dollar bezahlt. Die allererste Ausnahme bildete im Jahr 2000 Saddam Hussein. Im Rahmen des UNO-Programms «Oil for food» schloss er damals eine Vereinbarung mit der französischen Regierung ab. So tauschte er sein Öl fortan in französische Euros ein, über die französische Bank BNP Parisbas, und kaufte damit Lebensmittel ein.

Bezeichnenderweise bestand einer der ersten Schritte der Bush-Regierung nach Eroberung des Irak im März 2003 darin, den Verkauf des irakischen Öls wieder auf Dollar-Basis abzuwickeln.

Ein enger Freund von mir, er arbeitet als Bankier in London, erzählte mir damals, dass er und seine Kollegen in Amerika nach der Eroberung Baghdads tief durchgeatmet hätten. Tenor: «Gott sei Dank haben wir keine Bedrohung mehr für den Dollar…»

Die Informations-Flut in Ihrem Buch ist überwältigend, ja geradezu beängsti- William Engdahl. Neben dem Öl gibt ihm auch das «Agro-Business» zu denken.

gend. Wenn man über derartige Insiderkenntnisse verfügt wie Sie: Wie geht man dann mit der ganzen Problematik um?

Sind Sie im Laufe der Jahre abgeklärter geworden? Oder beschäftigt Sie das auch persönlich?

Engdahl: Leute, die mich gut kennen, wissen, dass ich wohl so ziemlich das Gegenteil von kaltblütig bin. Natürlich «Warum erklärte die US-Regierung Gentech-Saatgut zur Chefsache?»

gibt auch mir die ganze Problematik nach rund dreissigjähriger Beschäftigung und Recherche immer noch zu denken. Sogar mehr denn je.

Allerdings schöpfe ich daraus auch Motivation: Wenn ich unsere komplizierte und grausame Welt dem «normalen» Menschen besser erklären kann als die Massenmedien – aus denen er seine Informationen gewöhnlich beziehen muss – dann habe ich etwas erreicht in meinem Leben.

Sie haben bereits ein neues Werk in Planung, das sich mit der weltweiten Agrar-Politik, dem so genannten «Agro-Business» und den Auswüchsen der Patentierung und Lizenzierung genveränderter Lebensmittel beschäftigt…

Engdahl: Das stimmt, ich bin deswegen in Kontakt mit verschiedenen Verlegern.

Grundsätzlich geht es darin um die Frage, weshalb die US-Regierung bereits zur Zeit von Ronald Reagan oder Bush Senior, genmanipuliertes Saatgut zur Chefsache der Regierung erklärte. Eigentlich wäre das doch eine privatwirtschaftliche Angelegenheit, oder?

Dass diese Entwicklung mit enormer Kraft von Washington vorangetrieben wird, ebenso wie durch die Blair-Regierung in England, hat mich mehr als neugierig gemacht.

Anfänglich habe ich unterschätzt, wie wichtig das ist. Heute kann ich sagen, dass es in strategischer Sicht mindestens ebenso so brisant ist wie der Kampf ums Öl.

Denn es geht um die Kontrolle unseres täglichen Lebens. Ich erinnere noch einmal an Kissinger: «Wer das Erdöl kontrolliert, kontrolliert ein Land. Wer die Nahrungsmittel kontrolliert, der kontrolliert das Volk.»

Eines der ersten Gesetze, das die US-Regierung 2004 im Irak erliess, spricht in diesem Zusammenhang Bände. Konkret geht es darum, dass dort genmanipuliertes und patentiertes Saatgut angebaut werden muss, gefördert von der amerikanischen Regierung…

Eine Frage zum Abschluss: Womit heizen Sie persönlich?

Engdahl: Wir leben hier in einem ganz normalen Wohnhaus. Ehrlich gesagt, weiss ich das gar nicht genau…

Interview: lb. ■

ein Plakat mit einem Mann mit einer Waffe
Ein Mann mit Brillen lächelt auf die Kamera.

Es geschah mitten im Kalten Krieg: Am 1. September 1983 schossen die Sowjets in ihrem Luftraum «versehentlich» eine koreanische Boeing 747 ab. Entgegen der offiziellen Version verdichten sich die Hinweise, dass ein Teil der Passagiere von Flug KAL-007dabei offenbar überlebte, verschleppt wurde – und ihr Leben seither in russischen Gefängnissen fristen muss. Darunter auch der amerikanische Kongressabgeordnete und Antikommunist Larry McDonald.

von Bert Schlossberg 1. September 1983: 269 Passagiere verlieren ihr Leben, als eine koreanische Boeing 747 auf dem Weg von Anchorage nach Seoul von den Sowjets westlich von Sakhalin Island abgeschossen wird. Ihre Leichen wurden bis heute nicht gefunden.

Noch immer liegen die Hintergründe des Dramas im Dunkeln. Die Sowjetunion behauptete damals, nichts über den zivilen Charakter von Flug KAL-007 gewusst zu haben – und interpretierte dessen Eindringen in ihren Luftraum als militärische Provokation. Folge: Der Kalte Krieg zwischen dem damaligen US-Präsident Ronald Reagan und seinem sowjetischen Amtskollegen Yuri Andropow nahm bedrohliche Formen an – die Weltsicherheit stand auf der Kippe.

Doch warum der Abschuss? Waren die Sowjets hinter dem sowjetkritischen Kongressabgeordneten Larry McDonald her, der sich ebenfalls unter den Passagieren befunden hatte?

Private Untersucher jedenfalls glauben, dass die Maschine noch notlanden konnte und von den Sowjets erst zerstört wurde, nachdem die Überlebenden gefangen genommen waren. Umso mehr, als von Anfang an entsprechende Gerüchte und Augenzeugenberichte kursierten.

Die Zeit ist reif Unabhängig von den weiteren Hintergründen des Vorfalles, soll an dieser Stelle aufgezeigt werden, dass ein Teil der Passagiere von KAL-007 heute offenbar noch am Leben ist. Die Zeit ist reif, um die Öffentlichkeit so genau und ausführ- Offizielle Flugroute von KAL-007 (gestrichelte Linie). Als die Maschine abdriftete, nahmen sie die Russen ins Visier.

lich wie möglich über die derzeitigen Ermittlungsergebnisse unseres privaten «Committee for the Rescue» betreffend Verbleib und Gesundheitszustand der Passagiere zu informieren.

«So gut wie möglich» heisst in diesem Fall: Sie werden hauptsächlich über die Ergebnisse lesen und nicht eine ausführliche Dokumentation über die Quellen erhalten. Und zwar aus den folgenden Gründen:

  • In einigen Fällen liegen bindende
  • Gewisse Nachfolge-Ermittlungen
  • Die Sicherheit der Informanten steht

Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf den Ergebnissen unserer Nachforschungen sowie auf Zeugenaussagen aus erster und zweiter Hand.

In erster Linie beruht unser Wissen über den Verbleib von Mitgliedern der «Nach ihrer Rettung wurden die Passagiere in einen Stützpunkt des KGB gebracht.»

Passagiere und der Besatzung des Fluges KAL-007 auf Informationen, die wir von der «Untersuchungsstelle für Gefängnisse, Nervenanstalten und Zwangsarbeits-Lager in der UdSSR» erhielten.

Diese Untersuchungsstelle wurde vom kürzlich verstorbenen Avraham Shifrin gegründet, einem Israeli, der selber eine gewisse Zeit in einem sowjetischen Gefängnislager verbrachte. Als Major der Roten Armee und Staatsanwalt in der im Nordosten der Krimhalbinsel gelegenen Krasnodar-Region, war er verantwortlich für viele Deportationen in die Gulags.

Nachdem er selber der Spionage für die USA und Israel überführt worden war, wurde er zu zehn Jahren im schlimmsten aller Gefängnisse mit anschliessendem siebenjährigem Exil in Kasachstan verurteilt.

Avraham Shifrin unterhielt ein weit reichendes Netzwerk von Kontakten in der Sowjetunion und deren Nachfolgestaaten aufrecht. Ein grosser Teil der uns zur Verfügung stehenden Informationen erhielten wir unter grosser Gefahr für seine Kontaktpersonen.

Nach Sibirien verschleppt Die Nachforschungen seiner Untersuchungsstelle erfolgten von 1989 bis 1991. Sie belegen, dass die Passagiere und die Besatzung von KAL-007 nach ihrer Rettung zur KGB-Küstenwache auf der Insel Sachalin gebracht wurden.

Bis zum 4. September 1983 wurden alle zum KGB-Stützpunkt nach Sovetskaja Gavan verschleppt. Sovetskaja Gavan liegt gegenüber der Insel Sachalin auf dem sibirischen Festland, ungefähr 600 Meilen nördlich von Vladivostok. Hier wurden die Männer, Frauen und Kinder getrennt.

Die Männer und Frauen wurden mit dem Zug nach Tynda an der Eisenbahnlinie Baikal-Amur, ungefähr 800 Meilen landeinwärts, gebracht, wo mindestens einige von ihnen in Zwangsarbeitslager gesteckt wurden.

Die männlichen Erwachsenen wurden auf verschiedene Lager in ganz Sibirien verteilt. Bei einigen dieser Lager handelte es sich um Lager für amerikanische Kriegsgefangene, aber auch für andere ausländische Gefangene.

Diese Lager können anhand ihrer totalen Isolation und dem Fehlen von Dörfern in der Umgebung identifiziert werden. Wenn Gefangene entlassen werden, wird von ihnen in der Regel verlangt, dass sie weiterhin im Exil in der Nähe des Lagers leben. Ihre Familien ziehen dann zu ihnen und so entstehen Dörfer rund um das Lager.

Ausländische Gefangene werden nicht freigelassen. Demzufolge gibt es rund um diese Gefängnisse auch keine Dörfer.

Und die Kinder?

Die Kinder unter den Passagieren wurden bis Ende Oktober 1983 in Sovetskaja Gavan, in einem eigens zu diesem Zweck gebauten, isolierten Übergangswaisenhaus festgehalten.

Danach wurden sie – je nach ihrer Rasse – nach und nach auf verschiedene Waisenhäuser in Vladivostok, Omsk und Bar-Phantombild des US-Abgeordneten Larry McDonald. Ist er noch am Leben?

naul verteilt, die sich alle in der Nähe von Novosibirsk und Kasachstan befinden.

Der demokratische US-Kongressabgeordnete Lawrence P. McDonald wurde vom Rest der Passagiere getrennt und um den 8. September 1983 nach Moskau gebracht. Eine spezielle KGB-Wacheinheit wurde von Khabarovsk abgestellt, um ihn zu begleiten.

Nach seinem Eintreffen in Moskau wurde McDonald ins KGB-Gefängnis Lubyanka überstellt, wo er die Bezeichnung «Gefangener Nr. 3» erhielt. Während seines Aufenthaltes in Lubyanka Avraham Shifrin. Der verstorbene Israeli fahndete jahrelang nach den Überlebenden.

wurde er isoliert gehalten und nur zum Verhör aus der Zelle geholt.

McDonald wurde mehrmals vom Leiter des obersten KGB-Direktorates, Vladimir Kryuchkov, befragt. Demselben Kryuchkov also, der Mitglied der «Gruppe der Acht» war, die im August 1991 versuchte, die Macht von Michael Gorbatschow an sich zu reissen.

Kryuchkov wurde festgenommen, als der Schlag misslang, jedoch später wieder freigelassen. Im Jahre 2000 wohnte er der Amtseinführung von Vladimir Putin bei, auf persönliche Einladung Putins hin.

Heute ist Kryuchkov ein international bekannter Dozent.

Nach einer gewissen Anzahl von Verhören wurde McDonald zum ebenfalls in Moskau liegenden KGB-Gefängnis Lefortovo gebracht, um dort während mehreren Monaten weiter verhört zu werden.

In Lefortovo wurden die Gefangenen in kleinsten, ungeheizten Zellen gehalten. Die dreckigen Böden standen unter Wasser, so dass die Gefangenen entweder im Schmutz standen oder lagen.

Mit Drogen gefügig gemacht Nachdem er eine gewisse Zeit in Lefortovo verbracht hatte, wurde McDonald in ein Sommerhaus nach Sukhanova in der Nähe von Moskau gebracht, wo die Verhöre fortgeführt wurden.

Avraham Shifrins Informanten vermuteten, dass McDonald während der Verhöre Drogen verabreicht wurden, die vielleicht zu einem Identitätsverlust geführt haben könnten.

Der Kongressabgeordnete wurde dann möglicherweise in ein Gefängnis in Karaganda, Kasachstan, transportiert – in die Gegend also, in welcher die Sowjets umfangreiche Testgebiete für Atomraketen und ähnlichen Anlagen unterhalten.

Vermutlich wurde er in dieses Gebiet gebracht, um von Fachkundigen verhört zu werden, im Bemühen, herauszufinden, was er über das amerikanische Atomwaffenprogramm wusste und inwiefern er über das sowjetische informiert war.

Anfangs 1987 schliesslich machte der frühere NSA-Agent Jerry Mooney vor dem US-Kongress eine Aussage über das Projekt «Moskau-Grenze» und die Bedeutung Karagandas als Zentrum des sowjetischen Atomprogrammes und Gebiet, in das hochqualifizierte amerikanische Kriegsgefangene mit technischem Wissen gebracht wurden.

Nach dieser Aussage konzentrierte sich das Interesse der Weltpresse auf dieses Gebiet. McDonald wurde in der Folge – Mitte 1987 – in ein kleines Gefängnis in der Nähe der Stadt Temir-Tau, also nach Kasachstan, verlegt. Die Aufseher dieses Gefängnisses identifizierten ihn anhand einer Photographie, die McDonald dank eines Computerprogrammes künstlich gealtert zeigte – also so, wie er zu diesem Zeitpunkt ausgesehen haben könnte.

Im Sommer 1990 wurde er dann ins Deportationsgefängnis Karaganda überführt. Hier verblieb er als unbekannter Gefangener, dessen Akte vom KGB versiegelt wurde. Ab 1995 schlugen alle Bemühungen fehl, zusätzliche Informationen vom Karaganda-Gefängnis zu erhalten.

Der aktuelle Aufenthaltsort des Kongressabgeordneten ist unbekannt – vielleicht befindet er sich noch dort oder er wurde er seither wieder verlegt.

Zwei Kinder aufgespürt Die Bemühungen, die Kinder der KAL- 007 aufzuspüren, erwiesen sich als äusserst schwierig. Viele der Kleinsten wurden wahrscheinlich von einheimischen Familien adoptiert.

Ein paar Informationen konnten über zwei junge Schwestern erhalten werden. Wir glauben, dass es sich dabei um die Grenfell-Kinder Stacey und Noelle – damals 3 und 5 Jahre alt – aus Rochester (New York) handelt.

Es scheint, dass sie in ein Waisenhaus in Vladivostok gebracht wurden, wo sie bis 1990 blieben. Das ältere Kind, nun ungefähr 12 Jahre alt, wurde zur Ausbildung in eine Art Berufsschule gesteckt, die zum städtischen Spital in Khabarovsk gehört.

Das betreffende Mädchen, von dem wir «Ihre Akte wurde aus den Unterlagen entfernt. Dann verlor sich ihre Spur…»

annehmen, dass es sich um Noelle handelt, machte drei Jahre später seinen Abschluss und wurde dann an einen anderen Ort gebracht. Ihre Akte wurde aus den Unterlagen der Schule und des Spitals entfernt. Hier verlor sich ihre Spur. Diese Information erhielten wir vom Direktor der Schule.

Nach gewissen Quellen wurden die meisten der männlichen Passagiere und der Besatzung in eines der drei höchst geheimen Gefängnislager in der dichten Taigaregion, längs des Flusses Amur in der Nähe des Dorfes Zapokrovsk, unweit der chinesischen Grenze, gebracht. Es handelt sich um die gleichen Lager, in denen man amerikanische Kriegsgefangene vermutet.

Sie sind ziemlich grossflächig angelegt. Im Winter kann man aus achtzig bis neunzig Kaminen Rauch aufsteigen sehen – jede Hütte verfügt über zwei oder drei Heizöfen, also gibt es dreissig oder mehr Hütten.

Weitere Zeugen aufgespürt Leider schlugen wegen den grossen Sicherheitsmassnahmen in diesem Gebiet alle Bemühungen fehl, in diese Lager vorzudringen, um die dort vermute- Zeugnis des Kalten Kriegs. «Time»-Titelblatt mit Reagan und Andropow.

Engagierter Kämpfer für die Wahrheit ten Passagiere von Angesicht zu Angesicht zu identifizieren.

Doch wir verfolgen zur Zeit weitere Spuren. So berichtete uns etwa Walter O’Reilly, Präsident einer Dachorganisation von Angehörigen von Kriegsgefangenen und im Kampf vermisster Personen Folgendes: Während einer offiziellen Geschäftsreise in der neuen Russischen Föderation seien auf der Treppe des ehemaligen Lubyanka-Zentralgefängnisses des KGB zwei Männer an ihn herangetreten.

Verstohlen raunten sie ihm zu: «Wir haben Euren Kongressabgeordneten!»

O’Reilly war wie vor den Kopf geschlagen und eilte weiter. Dann erst realisierte er, dass offenbar der Kongressabgeordnete Larry McDonald gemeint war. O'Reilly spurtete umgehend zu der Treppe zurück – doch die Männer waren bereits verschwunden.

Pfarrer in Angst Ein christlicher Pfarrer in Long Island, New York, wiederum erzählt, dass er während eines Russlandbesuches Kontakt zu einem russischen Priester hatte. Der Russe berichtete ihm, dass er inhaftiert worden war – wegen seinen Bemühungen um eine Gruppe von Menschen, von denen er glaubte, dass es sich um die amerikanischen Passagiere von KAL- 007 handelte.

Diese seien noch in der gleichen Woche des Abschusses im Gefängnis angekommen. Ursprünglich hatten sie westliche Zivilkleidung an, heute jedoch würden sie die normale Gefängniskluft tragen. Der Die Boeing der Korean Airlines. Konnte sie noch notlanden?

russische Pastor lebt heute an der Westküste der Vereinigten Staaten und steht immer noch in Kontakt mit dem christlichen Pfarrer in Long Island.

Leider verweigert er mittlerweile sämtliche Auskünfte, da er um die Sicherheit seiner Angehörigen in Russland und seine «Der Pfarrer verweigert mittlerweile jede Auskunft – aus Angst vor Repressionen.»

eigene in den Vereinigten Staaten bangt.

Anfänglich hatte der russische Pastor zumindest eingewilligt, über einen Stimmverzerrer mit mir zu sprechen – änderte dann aber seine Meinung.

Und schliesslich ist da noch die beunruhigende Geschichte über einen ehemaligen russischen Akademiker namens David Stavitski, der heute in den Vereinigten Staaten lebt.

In einem Artikel der russischen Ausgabe der amerikanisch-israelischen Zeitschrift «Aleph» erzählt Stavitski, wie er exakt drei Monate nach dem Abschuss von KAL-007 bei den Vorbereitungen zu einer Lehrerkonferenz über die Wirkung von Psychopharmaka Rücksprache mit einem medizinischen Oberst namens Kodumov hielt.

Dieser Kodumov berichtete Stavitski über ein Programm, das am Serbischen Institut in der Nähe von Moskau begann und das später vom Sverdlovsk Institut für eine experimentelle Versuchsreihe, genannt «Adnure», übernommen wurde.

«Adnure» ist ein Projekt, bei welchem Gefangene ausländischer Nationalitäten einer Gehirnwäsche unterzogen werden, um aus ihnen gefügige Spionageagenten zu formen und sie anschliessend in ihr Heimatland zurückzuschicken. Kodumov äusserte dabei seine Vermutung, dass die Passagiere von KAL-007 für das «Adnure»-Programm verwendet würden.

Wer holt die Leute zurück?

So viel zu den Fakten, wie sie sich zum heutigen Zeitpunkt präsentieren. Ich frage: Wo ist der mutige Senator oder Kongressabgeordnete, der unsere Leute wieder heimbringt – einschliesslich seines Kollegen, dem Republikaner Larry Mc-Donald?

Wo – bitteschön – ist der gerissene, beharrliche und freche Reporter, der nachbohrt, sucht und forscht? Wo bleibt der Aufschrei der Bürger, welche die Angelegenheit nicht eher ruhen lassen wollen, bis auch der letzte Überlebende zu seiner Familie und zu seinen Freunden heimgeholt wurde?

Viele werden jetzt natürlich sagen: «So viel Zeit ist mittlerweile vergangen. Lohnt sich die Mühe überhaupt, Vergangenes wieder auszugraben?» Ihnen antworte ich: «Was denken Sie, wie lange es sich aus Sicht der betroffenen Verwandten lohnt, weiterzugraben? Welches Jahr ist das richtige Jahr, um einen geliebten Menschen aufzugeben?

Ein Mann und eine Frau stehen zusammen in einem schwarz-weißen Foto.
Ein schwarz-weißes Foto eines Mannes mit verschiedenen Gesichtserklärungen.
Ein Cover von Time Magazine mit zwei Männern darauf.
Ein Plakat für die Rettung 007 von Bert Schlossberg
Ein Mann mit Brillen und einem Bart lächelt.
Ein schwarz-weißes Foto eines Korean Airlines-Flugzeugs.

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Ein weißer und orangefarbener Rahmen mit einem schweifigen Hintergrund.
Ein leeres Bild mit einem Holzrahmen darauf.
Ein verschwommenes Bild einer Frau in einem weißen Kleid.
Ein Plakat für ein Buch namens Kopp Verlag.
ein Plakat mit einem Mann darauf
ein Buchcover mit einem Bild eines Mannes in einem Hut
Ein Buchcover mit dem Titel Die Wahrheit iber diechronik von Akakor.

Wunder über Wunder in der Jesus-Kapelle von Jerusalem: Jedes Jahr zum orthodoxen Osterfest erscheint dort eine bläuliche Lichtsäule – mitten aus dem Stein, auf dem Gottes Sohn einst aufgebahrt worden sein soll. Gleichzeitig züngeln in der umgebenden Kirche Feuerbälle und Lichtblitze den Wänden entlang. Das mysteriöse Spektakel ist hierzulande völlig unbekannt – obwohl davon mittlerweile zahlreiche Filmaufnahmen vorliegen und die Augenzeugenberichte Ordner füllen.

von Luc Bürgin Es gilt als «grösstes aller christlichen Wunder». Und es geschieht jedes Jahr aufs Neue – am orthodoxen Ostersamstag um 14 Uhr Ortszeit. Mitten in Jerusalem. Seit mindestens 1200 Jahren.

Abertausende orthodoxe Christen aus aller Welt strömen an diesem Tag jeweils in die dortige Grabeskirche. Schlangestehen bis zu sechs Stunden ist dabei keine Seltenheit. Doch die Gläubigen stört das wenig. Denn sie wissen:Am heiligsten Ort der Welt erwartet sie «Wundervolles». Im wörtlichsten Sinn.

Der Überlieferung nach soll sich die Grabeskirche von Jerusalem sowohl über Golgotha erstrecken – dem Hügel, auf dem Jesus ans Kreuz genagelt wurde – als auch über sein eigentliches Grab, wo er laut Evangelium von den Toten auferstand.

Dort, neben dem Stein, wo Jesus einst aufgebahrt worden sei, ereignet sich einmal pro Jahr das Wunder des «heiligen Feuers», so wie es bereits in unzähligen historischen Reiseberichten beschrieben wurde. In einer kleinen Kapelle, die vor langer Zeit unmittelbar um das «Grab» errichtet wurde. Umgeben von der grossen Kirche.

Kaum bekannt In Westeuropa weiss so gut wie niemand um das geheimnisvolle Ereignis. Wohl nicht zuletzt deshalb, weil es so gar nicht im Sinne der katholischen Kirche ist.

Eingehend damit beschäftigt hat sich im Westen nur der dänische Theologe Niels Christian Hvidt. «Bereits der russische Priester Daniel beschreibt das Wunder und die umrahmende Zeremonie de- Orthodoxe Christen in der Grabeskirche von Jerusalem. Begeistert reichen sie das Heilige Feuer weiter.

tailliert in seiner Reisebeschreibung aus den Jahren 1106/1107», erzählt er.

«Darin erinnert er sich, wie der Patriarch die Grabeskapelle mit zwei nicht brennenden Kerzen betritt. Er kniet vor dem Stein und sagt bestimmte Gebete auf, worauf das Wunder geschieht: Licht geht aus dem Inneren des Steines hervor – ein blaues undefinierbares Licht, das nach einiger Zeit alle Lampen sowie die zwei Kerzen des Patriarchen entzündet.» Dieses heilige Feuer breitete sich sodann zu allen Menschen aus, die sich in der Kirche aufhalten.»

Seit Jahrhunderten belegt Seit dem 4. Jahrhundert wird die Tradition dieser Zeremonie unverändert weitergeführt. Zu den historischen Augenzeugen zählen unter anderen der russische Pilger Archimandrite Arsenius (1375) oder der englische Chaplain Henry Maundrell (1696). Und jedes Jahr ereignet sich das Lichtwunder von Neuem. Bis heute.

Niels Christian Hvidt wohnte der Zeremonie mehrmals persönlich bei, um sich ein eigenes Bild zu machen. So auch am 18. April 1998. Wie immer wurde das Grab damals überprüft und versiegelt. Dann folgte der Auftritt des Patriarchen.

«Das Licht entweicht in Form einer Säule aus dem heiligen Stein…»

Dreimal umkreiste er das Grab und entledigte sich dann seiner Kleidung, zugunsten eines schlichten weissen Gewands.

Alle Lichtquellen in der Kirche wurden gelöscht, bis sie in Dunkelheit gehüllt war.

«Mit zwei grossen Kerzen betrat er dann die Grabeskapelle – zuerst den kleinen Raum vor dem Grab und dann das Grab selber.»

Da es Niels Christian Hvidt – wie jedermann – nicht gestattet war, die Ereignisse im Grab zu verfolgen, bat er den damaligen griechisch-orthodoxen Patriarchen von Jerusalem Diodorus I. im Rahmen eines Interviews um genauere Informationen. «Wie genau ereignet sich das Wunder?» wollte er von dem Mann wissen, der die Zeremonie seit seinem Amtsantritt 1982 jedes Jahr durchführte.

Der griechische Patriarch: «Ich suche meinen Weg bis in den Grabraum in der Dunkelheit und falle auf die Knie. Hier spreche ich bestimmte Gebete, die uns durch Jahrtausende überliefert wurden und warte dann. Manchmal warte ich ein paar Minuten, aber meistens passiert das Wunder gleich, nachdem ich gebetet habe.

Aus dem Innern des Steins, auf dem Jesus aufgebahrt wurde, entweicht ein unbeschreibbares Licht. Normalerweise hat es eine blaue Nuance, aber die Farbe kann sich ändern und viele Töne annehmen.»

Man könne dies mit Worten kaum beschreiben, fügte der Patriarch an: «Das Licht steigt aus dem Stein empor, wie Nebel aus einem See. Es sieht fast so aus, als ob der Stein von einer Wolke umgeben ist, aber es ist Licht. Das Licht verhält sich jedes Jahr unterschiedlich. Manchmal bedeckt es nur den Stein, ein anderes Mal leuchtet der ganze Grabraum, so dass die Menschen, die in der Kirche warten, das Grab von Licht erfüllt sehen.»

Das Licht brenne nicht – zumindest nicht im klassischen Sinn. «Ich habe mir in all den Jahren, in denen ich nun Patriarch von Jerusalem bin und das heilige Licht empfange, noch nie den Bart verbrannt. Das Licht hat eine andere Konsistenz als das Feuer, das in den Öl-Lampen brennt.»

Hvidt hakte nach und bat um weitere Details. Also fuhr der Patriarch fort: «An einem bestimmten Punkt steigt das Licht empor und bildet eine Säule, in der das Feuer sich anders verhält, so dass ich meine Kerzen anzünden kann. Nachdem ich das Feuer empfangen habe, gehe ich nach draussen und gebe es zuerst dem armenischen und dann dem koptischen Patriarchen – und dann allen Menschen, die sich in der Kirche befinden.»

Nur ein Schwindel?

Ein gigantischer Bluff? Vielleicht. Bleibt die Frage, ob es das Oberhaupt der orthodoxen Christen wirklich nötig hat, Jahr von Jahr aufs Neue einen derart aufwändigen Schwindel zu inszenieren. Umso mehr, als sich das Feuer-Wunder ja auch bei allen seinen Vorgängern in den vergangenen Jahrhunderten ereignete. Zu einer Zeit also, als es noch keine Streichhölzer gab, geschweige denn Feuerzeuge.

Und: Vor der Zeremonie wird das Jesus-Heiligtum jeweils von lokalen Machthabern und Polizisten auf allfällige technische Hilfsmittel überprüft und an- «Hunderte von Augenzeugen berichten über spontane Wunder.»

schliessend mit Wachs versiegelt, ehe es der Patriarch betritt. So will es die Tradition – um Tricksereien von vornherein zu unterbinden.

Selbst wenn die orthodoxe Kirche ihre Jünger dennoch seit Jahrtausenden täuschen sollte, bleibt offen, wie man die Wunder erklären will, die sich in der Grabeskirche selber ereignen, in der sich die Kapelle befindet. Wunder unter den Tausenden von Gläubigen, die dort mit grossen, frischen Kerzen gespannt der Rückkehr des Patriarchen samt seinem heiligen Feuer harren. Und darauf hoffen, dass sich ihre Kerzen wie von selbst entzünden. Oder dass sich die Öllampen in der Kirche aus dem Nichts entflammen.

Hunderte von Augenzeugen haben über derlei spontane Wunder bereits berichtet und ihre Aussagen eidesstattlich beglaubigt. So etwa Arkimedes Pendaki, der 1983 mit dem orthodoxen Glauben schon fast gebrochen hatte. Dennoch folgte er seiner Mutter auf die Pilgerreise nach Jerusalem – bis in die Grabeskirche.

Dort entzündete sich die Kerze seiner Mutter vor seinen Augen wie von Geisterhand. Pendaki war zuerst erbost, weil er an einen Schwindel glaubte – dann aber derart beeindruckt, dass er schliesslich zum orthodoxen Priester wurde.

Auf Video dokumentiert Weiter ist Niels Christian Hvdit im Besitz einer Videosequenz, die von einem ihm bekannten Ingenieur namens Souhel Nabdiel aus Bethlehem vor einigen Jahren in der Kirche aufgenommen wurde.

Der Däne: «Herr Nabdiel hat seit seiner frühen Kindheit an der Zeremonie teilgenommen. 1996 wurde er gebeten, die Zeremonie vom Balkon der Kirche aus zu filmen.»

Mit ihm auf dem Balkon befanden sich damals noch eine Nonne und vier weitere Der «Stein der letzten Salbung». Die Kirche von Jerusalem gilt für orthodoxe Christen als grösstes Heiligtum der Welt.

Gläubige. «Die Nonne stand rechts von Herrn Nabdiel. Auf dem Video kann man sehen, wie er zuerst die Menge unten in der Kirche filmt. Als der Moment gekommen ist, an dem der Patriarch ins Grab eintritt, um das Heilige Feuer zu empfangen, erlöschen alle Lichter. Während der Patriarch sich noch im Grab befindet, hört man auf dem Video den überraschten Aufschrei der Nonne, die neben Herrn Nabdiel steht.»

Die Videobild habe daraufhin zu wackeln begonnen, weil sich der Mann ob der aufgeregten Stimmen im Hintergrund nach der Ursache der Aufregung umsah.

Und o Wunder: «Die Kamera dreht sich jetzt nach rechts, wo sich die Ursache der Aufregung befindet: Eine grosse Kerze, die von einer russischen Nonne gehalten wird, entzündet sich vor den Augen der Anwesenden, noch bevor der Patriarch aus dem Grab herausgekommen ist. Mit zitternden Händen hält die Frau die Kerze, während sie sich immer wieder bekreuzigt.»

Vom russischen TV gefilmt Weitere Videosequenzen des russischen Fernsehsenders NTV, die «mysteries» vorgeführt wurden, zeigen ebenfalls erstaunliche Dinge: Wie in Trance fahren einige der Gläubigen mit blosser Hand durch die Flammen ihrer Kerzen – ohne sich dabei zu verbrennen.

Dass dies tatsächlich möglich ist, weiss jeder, der es schon einmal selber versucht hat. Umso merkwürdiger muten deshalb Aufnahmen an, in denen ein Mann in der Menge seine Hand mehrere Sekunden lang im lichterloh brennenden Feuer einer fackelartigen Kerze «brät» – ohne dabei grosse Regungen zu zeigen.

Oder Filmsequenzen einer Gläubigen, die sich das Feuer einer ähnlichen Fackel mitten übers Gesicht schweifen lässt, und dies gleich mehrmals. Ohne sich dabei offensichtlich zu verbrennen. Ebenso wie ein anderer Mann, der die züngelnde Riesenflamme seiner Kerze am 27. März 2003 in aller Seelenruhe sekundenlang seinen Hals umspielen lässt.

Andere Videoaufnahmen zeigen bläuliche Blitzlichter, die mitten durch die Kirche zucken. Phänomene ähnlich einer Art elektrischer Entladung, wie sie ebenfalls von Augenzeugen berichtet und festgehalten wurden.

Einer davon ist der Grieche Antonios Stylianakis, der 1994 als Skeptiker, wie er Flammen und rätselhafte Lichtblitze. Amateuraufnahmen der Zeremonie.

betont, das Schauspiel samt Videokamera aufzeichnete. Dabei konnte er in der Kirche einen regelrechten «Blitzregen» beobachten, der sich den Wänden entlang bewegte sowie einen orangen Feuerball, der quer durch den Raum fegte.

Einen längeren englischen Bericht seines Erlebnis samt dem betreffenden Videoausschnitt veröffentlichte er später im Internet unter: http://users.otenet.gr/~styliant/orthodoxia/Holylight.htm Unseliger Streit Leider ist seit dem Tod des griechischen Patriarchen Diodorus I. und dem Amtsantritt von dessen Nachfolger Ireneos im Jahre 2002 auch ein alter Streit neu aufgeflammt. So fordern mittlerweile auch die Armenier das Recht ein, das Heilige Feuer von ihrem Bischof entflammen zu lassen. Dies führte dazu, dass der Zeremonie am Ostersamstag 2004 heftige Debatten vorausgingen.

Was dann genau in der Grabkapelle vor sich ging, wissen wohl nur die beiden Betroffenen. Laut einer Meldung des «Evangelischen Arbeitskreis Kirche und Israel in Hessen und Nassau» jedenfalls, «sagte der Grieche, er habe das Feuer alleine entzündet, der Armenier, sie hätten es zusammen gemacht.»

Noch konfuser gestaltete sich die Situation am letztjährigen Osterfest, wie der grösste jüdische Onlinedienst «haGalil» am 1. Mai 2005 zu berichten wusste: Der Armenier durfte das Grabhaus zwar betreten, musste aber in der Engelskammer warten. «Im eigentlichen Grab dahinter empfing der Grieche das Feuer Gottes «Eilends hastete der Patriarch zurück in die Kirche – doch er stolperte!»

(wie das vor sich geht, ist ein nie gelüftetes Geheimnis). In der Engelskammer entzündete der Armenier nun sein Kerzenbündel am Gottesfeuer, das ihm der Grieche reichte.»

Eilends hastete der griechische Patriarch zurück in die Kirche – doch er stolperte. Die Flammen seiner Kerzen erloschen. Folge: «Erstmals seit Jahrhunderten reichte zuerst der Armenier das göttliche Licht der Auferstehung an die Gläubigen. Der griechische Patriarch stürzte zurück ins Grab, um seine Kerzen erneut zu entzünden.»

Was steckt dahinter?

Bleibt die Frage, wer das geheimnisvolle Feuer wohl dieses Jahr empfangen darf. Und welche geheimnisvollen Kräfte in der Jesus-Grabkammer tatsächlich wirken.

Ein pyrotechnischer Schabernack darf wohl getrost ausgeschlossen werden.

Schliesslich wäre das in etwa so, wie wenn uns der Papst seit Jahrtausenden jedes Jahr von Neuem bewusst einen Bären aufbinden würde. Denkbar zwar, aber in der heutigen Zeit nicht gerade wahrscheinlich.

Also bleiben zwei Möglichkeiten: Entweder ist das Wunder tatsächlich «göttlich», also überirdisch. Oder aber – um der Fantasie freien Lauf zu lassen: Im innersten Heiligtum wird seit alter Zeit ein magisch anmutendes Gerät aufbewahrt, das bis heute niemand so recht versteht.

Ganz im Stil der futuristischen Fernsehserie «Stargate»…

Ein schwarz-weißes Foto eines Mannes, der vor einer Sarge kniet.
eine Frau in einem Kleid mit einem Schal um den Hals
Ein Mann, der ein großes Objekt in den Händen hält.
Ein Mann und eine Frau stehen vor einem Licht.
Eine Gruppe von Leuten, die in einem Raum mit einem Kronleuchter stehen.
Ein Plakat mit einem Mann, der einen Dumbbell-Wurf mit den Worten "Das Wunder" macht.

Seltsame Phänomene am Mars-Himmel: Neue, aber auch ältere Bilder des «Spirit»-Rovers werfen Fragen auf.

Erneut zeigen Fotos des «Spirit»-Rovers Seltsames am Marshimmel. Ob die Objekte auch den NASA-Wissenschaftlern aufgefallen sind? Pressemeldungen sucht man bislang jedenfalls vergeblich.

Seit nunmehr zwei Jahren kurven die beiden Marsrover «Spirit» und «Opportunity» im Schneckentempo durch den Sand unseres Nachbarplaneten. Tag für Tag senden sie neue Bilder zur Erde. Und fotographieren dabei auch reichlich kuriose Dinge.

So erst kürzlich wieder: Unter den offiziellen Bildnummern Sol 691 und 692 («Raw Images») finden Interessierte auf der offiziellen NASA-Homepage mittlerweile zwei Panorama-Bildserien, die es in sich haben. Beide stammen von «Spirit», während seiner Mission zum Gusev-Krater.

Serie 1 (Sol 692) zeigt Aufnahmen des Sternenhimmels – und ein Objekt, das offenbar derart schnell vorbeizischt, dass es lediglich als Strich erkennbar sind. Ein Meteorit also? Die kurvenförmige Flugbahn scheint dafür jedenfalls eher untypisch…

Bilderserie 2 (Sol 691) dokumentiert ein helles Objekt, das über der Kraterlandschaft von einem Moment auf den anderen aufzutauchen scheint und kontinuierlich grösser wird. Die Sonne ists wohl kaum. Jedenfalls bleibt das Objekt während seines Erscheinens konstant auf gleicher Höhe. Spekulieren ist also auch hier erlaubt.

Zur Erinnerung: Bereits 2004 hatten UFOs über dem Mars für hitzige Diskussionen gesorgt. So zeigt beispielsweise ein «Spirit»-Bild (Sol 033 – Navigation Camera) ein dunkles Flugobjekt, das unweit des Rovers schwebt! «mysteries» überprüfte die direkt von der NASA-Page entnommene Originalaufnahme.

Resultat: Bei starker digitaler Vergrösserung entpuppt sich das UFO im oberen Teil als dreieckförmig.

Experten müssen passen Am 18. März 2004 wiederum hatte ein anderes Objekt Aufsehen erregt. Einem geraden Strich gleich erschien es unerwartet auf einem der Panorama-Fotos von «Spirit» (siehe Foto unten).

Ein Meteor vielleicht? Irdischer Weltraumschrott? Oder doch etwas anderes? «Wir werden es wohl nie erfahren», resümierte Dr. Mark Lemmon von der Texas A&M University.

red. ■

Ein schwarz-weißes Foto einer Kiesfläche.
Ein schwarz-weißes Foto eines Löchens im Boden.
Ein schwarz-weißes Foto einer Wüstenlandschaft.
Ein schwarzes Loch in einer Metalloberfläche.

Wer ihnen Glauben schenkt, den erwarten düstere Perspektiven: Während seiner Reisen in Indien gelang es dem Autor, uralte Palmblatttexte zu erwerben und übersetzen zu lassen. Die darin enthaltenen Voraussagen zum WTC-Anschlag vom 11. November 2001 sind derart präzise, dass sie kritische Geister wohl als moderne Fälschung abtun – obwohl vieles dagegen spricht. Umso nachdenklicher stimmen die weiter aufgelisteten Prophezeiungen bis zum Jahr 2049.

von Thomas Ritter In den weltbekannten Palmblatt-Bibliotheken Indiens werden nicht nur Voraussagen über die individuellen Schicksale verschiedener Menschen aufbewahrt. Es existieren auch zahlreiche uralte Palmblattmanuskripte, deren Inhalt sich mit künftigen gesellschaftlichen, technischen und wissenschaftlichen Entwicklungen beschäftigt.

Durch einige glückliche Umstände ist es mir gelungen, in den Besitz mehrerer Palmblattmanuskripte zu gelangen, von denen sich eines auch mit der Zukunft Europas befasst (siehe dazu auch S. 11).

Dieses Palmblattbuch stammt aus dem Nachlass eines im November 1999 verstorbenen Pandits – eines Schriftgelehrten – der diese Welt ohne einen Schüler oder Nachfolger verliess. Er hatte bis ins hohe Alter hinein in seinem Heimatdorf Kadambodhi in der Nähe von Mahabalipuram gewirkt.

Von den Palmblattmanuskripten, die sich in seinem Besitz befanden, machte er keinen Gebrauch, da diese nicht individuelle Schicksale, sondern globale Voraussagen beinhalteten.

Nach dem Tod des Pandit übernahm ein indischer Antiquar die Sammlung der Palmblattbücher, da diese sonst dem Verfall preisgegeben worden wäre. Man sollte sich immer vor Augen halten, dass die einstige Hochsprache Alt-Tamil heute von den meisten Indern ebenso wenig verstanden wird wie Sanskrit.

Für die Familie des Pandit waren die Palmblattmanuskripte wertlos. Erst durch die Hilfe des Antiquars war es mir möglich, das Palmblattbuch einer wissenschaftlichen Erforschung zugänglich zu machen.

Die bislang übersetzten Passagen des Palmblattmanuskriptes betreffen Voraussagen über einen Zeitraum von etwa fünfzig Jahren. In dieser Zeit soll unsere Gesellschaft einschneidenden Veränderungen unterworfen sein.

Die alttamilischen Texte sind brisant.

Lassen wir zuerst die von mir ins Deutsche übertragene Übersetzung der Beschreibung der Ereignisse des 11. September 2001 für sich sprechen: «Am 11. Tag des neunten Monats des Jahres 2001 nach westlicher Zeitrechnung wird sich ein Verbrechen von bis dahin unbekanntem Ausmass ereignen. Es wird in der bedeutendsten Stadt an der östlichen Küste auf dem nördlichen Gebiet des westlichen Doppelkontinentes geschehen.

Ziel dieses Verbrechens ist ein sehr grosses Gebäude, das als ein bedeutendes Symbol der westlichen Welt gilt. Dieses Gebäude besteht aus zwei hohen Türmen.

Diese Türme werden von Vimanas angegriffen. Dabei stürzen sich zwei Vimanas in die Türme und richten grosse Zerstörungen an.

Die Türme werden zusammenbrechen, jedoch nicht durch den Einschlag der Vimanas, sondern durch vorbereitete und gezielte Explosionen im Innern der Türme. Tausende Personen kommen bei diesen Anschlägen ums Leben. Die Menschen in aller Welt werden wie erstarrt sein ob des Schocks über dieses ungeheuerliche Geschehen. Doch es ist noch nicht zu Ende.

Attacke auf «Fünfstern» In der Hauptstadt des Landes, in dem dieses Verbrechen geschieht, wird sich eine weitere Attacke ereignen: In das Gebäude des Oberkommandierenden der Armee dieses Landes schlägt ein Himmelspfeil ein. Offiziell heisst es aber, dass eine Vimana in das Gebäude gestürzt sei, welches den Namen ‹Fünfstern› trägt.

Diese Aussage ist jedoch falsch, ebenso wie ein Bericht, nachdem eine Vimana von feindlichen Kriegern entführt worden sei, sich aber die Besatzung und die Passagiere der Vimana gemeinsam gegen diese Krieger wehrten und die Vimana dabei zum Absturz brachten. Diese Vimana wird in Wahrheit abgeschossen, als sie sich einem Quartier des Regenten dieses Landes nähert.

Der Regent des Landes wird kurz nach Originalschrift. Auf diesen alten Palmblättern findet sich der Text zur Zukunft Europas.

den Ereignissen bereits Verschwörer aus dem arabischen Raum dieser Tat beschuldigen und Kriegsabsichten gegen einige dieser Länder verkünden, die er später auch in die Tat umsetzen wird.

Seine Anschuldigungen sind jedoch falsch. In Wirklichkeit weiss er von den geplanten Anschlägen, an denen auch Personen beteiligt sind, die in seinem Dienst stehen.»

Angriff auf Irak prophezeit In den Aussagen des Palmblattmanuskriptes zu den Anschlägen des 11. September 2001 befanden sich auch Hinweise auf weitere militärische Aktionen der US-Administration. Der Text gab dazu unter anderem folgende Informationen preis: «Am frühen Morgen des 20. Tages des dritten Monats des Jahres 2003 nach westlicher Zeitrechnung werden die USA mit einem Angriff von sehr starken Einheiten von Vimanas auf das Gebiet der Hauptstadt des Irak sowie auf militärische Ziele beginnen.

Diesen Krieg haben die Amerikaner von langer Hand vorbereitet. Sie setzen sich dabei über die Bedenken anderer Völ- «2008 werden die USA den Irak schmachtvoll verlassen müssen…»

ker und ihrer Repräsentanten einfach hinweg.

Offizieller Grund für den Beginn des Krieges wird die Aussage des Regenten der USA sein, dass die irakische Regierung unter ihrem tyrannischen Herrscher den Frieden der Welt und insbesondere die USA bedrohen.

Im Jahr 2008 westlicher Zeitrechnung, im 5. Monat werden die USA das Land schmachvoll verlassen müssen. Es wird ihnen nichts nützen, dass sie die Welt glauben machen wollen, sie hätten den Tyrannen des Irak gefangen genommen und dessen Söhne seien tot.

Auch dies ist eine Lüge. Der Mann, den sie einem Tribunal vorführen werden, ist nicht der irakische Herrscher, sondern ein Doppelgänger. Der Herrscher ist in einem Nachbarland in Sicherheit, seine beiden Söhne desgleichen. Doch auch sie werden nie wieder Macht im Irak erhalten. In diesem Land werden noch lange Jahre verschiedene Parteien um die Macht kämpfen, ehe ab dem Jahr 2021 allmählich eine Zeit der inneren Stabilisierung beginnt.»

Deutscher Regierungswechsel Für die Zukunft Deutschlands in der kommenden Zeit heisst es weiter: «Im Herbst des Jahres 2005 nach westlicher Zeitrechnung wird es zu einer Veränderung in der Regierung kommen. Die bislang Regierenden haben ihre Arbeit aufgekündigt, obwohl sie nach dem Gesetz noch ein Jahr weiter regieren könnten.

Sie hoffen, dadurch eine neue, klare Situation für die Menschen des Landes zu schaffen, die nun entscheiden sollen, wie es mit ihrem Lande weitergeht.

Doch die Menschen haben das Vertrauen in all jene verloren, die das Land regieren wollen. Ab dem Jahr 2007 nach westlichem Kalender wird es in den grossen Städten Deutschlands zu verstärkten Protesten der einfachen Menschen gegen die Politik der Regierung und gegen die wirtschaftlich Mächtigen kommen.

Menschen, die sich öffentlich gegen die Mächtigen äussern, werden herabgewürdigt, ihrer Existenz beraubt oder als Verbrecher dargestellt und verurteilt. Die Situation in der Gesellschaft spitzt sich ab dem Frühling des Jahres 2007 nach westlichem Kalender immer mehr zu.

Gewalt und Unsicherheit regieren, vor allem in den grossen Stätten, wo die Probleme am dringendsten sind. Die Regenten sind nicht mehr in der Lage, für den Schutz und die Sicherheit der Menschen in ihren Ländern zu sorgen.

Es wird im Jahr 2011 nach westlicher Zeitrechnung sein, wenn sich grosse wirtschaftliche Schwierigkeiten ankündigen.

Zunächst in den USA, doch dann auch in Europa wird das Geld immer schneller und stärker an Wert verlieren.

Diese Entwicklung ist das Resultat einer verfehlten Wirtschafts- und Geldpolitik, die auf dem System des Zinseszinses und dem Glauben an unbegrenzte wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten beruht.

Im Herbst des Jahres 2012 wird in den USA das Finanzsystem einen Kollaps erleiden. Der Staat wird seine Verpflichtungen gegenüber seinen Bediensteten nicht mehr erfüllen können. Es wird keinen Sold für Soldaten, keinen Lohn für Beamte geben, da das Geld nichts mehr wert ist.

Diese Situation wird die Gesellschaft in grosse Unordnung bringen. Es wird zu Plünderungen und Unruhen vor allem in den Grossstädten kommen, bewaffnete Städter werden auf dem Lande plündern.

Die Regierung wird versuchen, die Kontrolle über die Lage durch den Einsatz ihr noch ergebener militärischer Kräfte wieder zu erlangen. Dies wird allerdings nur teilweise der Fall sein. Der Zerfall der amerikanischen Wirtschaft führt zu bürgerkriegsähnlichen Unruhen, die bis in die zweite Hälfte des Jahres 2017 anhalten werden.

Dann werden militärische Einheiten des nördlichen Nachbarlandes in den Konflikt eingreifen, und ihn weitgehend unter Kontrolle bringen. Es wird der grösste Konflikt in den USA seit dem Bürgerkrieg im 19. Jahrhundert sein. Die Fronten verlaufen quer durch das Land. Jedoch wird im Gegensatz zum ersten Bürgerkrieg nicht der Norden gegen den Süden, sondern der Osten gegen den Westen kämpfen.

In den europäischen Metropolen wird es Aufstände geben, die sich zum grossen Teil auch gegen dort ansässige Ausländer richten werden. Besonders blutige Kämpfe werden sich in Paris und Rom, aber auch in Madrid, London und Prag abspielen.

In Rom wird auch der Sitz des Oberhauptes der katholischen Kirche gestürmt.

Zahlreiche Würdenträger sterben bei den Plünderungen, auch der Papst, der zwar zunächst fliehen kann, jedoch ausserhalb von Rom in einen Hinterhalt von Plünderern gerät. Am wenigsten von der Krise betroffen sind Russland, Indien und China, die ihre Wirtschaftssysteme gegenseitig stützen.

Attentat in Dänemark Im Jahr 2007 in der zweiten Woche des achten Monats wird in Dänemark ein Anschlag die Hauptstadt treffen. Hier werden mehrere Explosionen im Zentrum der Stadt in öffentlichen Gebäuden und am Hafen stattfinden.

«Eine Ölbohrinsel wird durch eine gewaltige Explosion vernichtet.»

Das öffentliche Leben wird für mehrere Tage gelähmt. Der Anschlag erfolgt sehr überraschend. Es gibt zahlreiche Tote und noch viel mehr Verletzte.

Im gleichen Jahr, nur einen Monat später, wird auch Norwegen das Ziel von Anschlägen sein. Hier werden sich die Attentate gegen zivile Schiffe und gegen die Ölförderanlagen dieses Landes richten. Eine Ölbohrinsel vor der Südküste von Norwegen wird durch eine gewaltige Explosion vernichtet.

Am frühen Morgen des gleichen Tages wird ein Passagierschiff mit zahlreichen Menschen an Bord, die sich dort im grössten Fjord Norwegens erholen, an einer der engsten Stellen dieser Bucht mit Geschossen unter Wasser angegriffen. Das

Ein schwarz-weißes Foto eines Stückes Papier mit Schrift darauf.
Ein Haufen Bambusstäbchen, die mit String zusammengebunden sind.

Die Macht des Geistes (Uri Geller) Traumjob, Traumhaus, Traumprinz? Mit dem richtigen Know-how kein Problem. Uri Gellers paranormale Fähigkeiten sind spätestens seit den 70er-Jahren weltbekannt, als er die Zuschauer bei seinen Fernsehauftritten in Aufregung versetzte. In dem er sein Wissen mit dem Leser teilt, will er den Menschen dabei helfen, ihr Leben grundsätzlich zu verbessern. Wer lernt, seine mentalen Kräfte zu aktivieren und zu benutzen, der erreicht, was er sich ersehnt: Gesundheit, Attraktivität, eine positive Denkweise, eine Verbesserung der finanziellen Situation und vieles mehr. Jeder hat das Potenzial, sein Leben in die eigene Hand zu nehmen und es mit seinen geistigen Fähigkeiten positiv zu verändern. «Uri ist kein Zauberkünstler, sondern er nutzt Fähigkeiten, die wir alle besitzen und durch Übung weiterentwickeln können.» (Ed Mitchell, Ex-Astronaut) Nymphenburger, ISBN 3485010766, EUR 19.90 Spirituelles Heilen und Schulmedizin (Jakob Bösch) Die Zeit ist reif. Immer mehr Menschen verabschieden sich von einer einseitigen Behandlung der Schulmedizin, weil ihnen andere Methoden oft besser helfen. Nach der Naturheilkunde setzt sich heute auch das Spirituelle Heilen mehr und mehr durch, und das Interesse breiter Bevölkerungskreise an diesem Themenbereich wächst. Jakob Bösch beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem geistigen Heilen und seiner möglichen Integration in die Schulmedizin. Er arbeitet in seiner Praxis selber seit Jahren mit Heilern zusammen. Die dabei erzielten Resultate sind wegweisend. Der Autor stellt im Buch die neusten wissenschaftlichen Forschungsresultate aus verschiedenen Ländern vor und liefert wichtige Argumente, damit Spirituelles Heilen und Schulmedizin in Zukunft selbstverständlich zusammenarbeiten können.

AT-Verlag, ISBN 303800281X, EUR 17.90 Mea Culpa (Jonathan Ross) Die vorliegende Geschichte ist nur eine von vielen Möglichkeiten, was dem widerfahren könnte, der in der heutigen Zeit in den Besitz geheimer Dokumente der Templer gelangen würde. Ein Roman mit vielen wahren Hintergründen, der den Leser in seinen Bann zieht. Nach langjähriger Recherche ist es dem Autor gelungen, ein Werk vorzulegen, das an Spannung kaum zu überbieten ist. «Mea Culpa» reisst den Leser schonungslos in einen Sog voller wahrer Geheimnisse und Mysterien. Gerade heute, wo Themen wie die Kreuzigung Jesu, die Gralslegende und Verschwörungstheorien immer mehr Aufmerksamkeit gewinnen, ist dieses Werk für Interessierte ein absolutes Muss.

Extrem, ISBN 3935054033, EUR 16.80 11. Geheimakte Gizeh-Plateau Andreas von Rétyi, 19.90 EUR Im Labyrinth des 12. Hände weg von diesem Buch Unerklärlichen Jan van Helsing, 21.– EUR Gegenzug zu anderen Werken von neuen Entdeckun-Bestsellerliste basiert auf den Verkaufszahlen des gen nur so wimmelt. Unbedingt empfehlenswert! Kopp Fachbuchversands – www.kopp-verlag.de

Ein Mann ist auf dem Magazin-Abschlag mit dem Namen Geller gezeigt.
Ein schwarz-weißes Bild einer Blume mit den Worten "Spirituelles Heilen und Schulmedizin".
Ein Plakat für einen Film namens Mea Culpa Thriller.
Ein schwarz-weißes Plakat mit den Worten "Die Etsauerung des Körpers".
Ein Buchcover mit einer Statue eines Mannes darauf.
Ein schwarz-weißes Foto mit den Worten Die Wahrheit iber diechronik von Akakor.
Ein Plakat für James Risen State of War.

Rainer Maria Rilke. Der deutsche Dichter nahm während seines Aufenthalts in Basel an spiritistischen Veranstaltungen teil.

Er kommunizierte mit Toten, übte sich im Tischrücken – und das alles in Basel. Eine neue Auswertung historischer Schriften über den Dichter Rainer Maria Rilke (1875 – 1926) offenbart Erstaunliches.

Dass der berühmte deutsche Dichter Rainer Maria Rilke ab Ende 1919 monatelang in Basel weilte, wissen nur die wenigsten. Dass er in der Schweizer Stadt auch aktiv an parapsychologischen und spiritistischen Sitzungen teilnahm, war bislang sogar völlig unbekannt.

Enthüllt wurde dies nun durch den Schweizer Wissenschaftler Peter Kopp. In den «Baselbieter Heimatblättern», dem Organ der Gesellschaft für regionale Kulturgeschichte Baselland, berichtete er im September 2005 erstmals über seine ausführlichen Quellenstudien.

Ausschnitte aus Briefwechseln Rilkes und weitere schriftliche Zeugnisse dokumentieren: Der Dichter wohnte in Basel zusammen mit seinem Bekannten Carl J.

Burckhardt unter anderem Gesellschaften bei, die Kontakte mit der überirdischen Welt zelebrierten – «mit der so genannten Baguette, dem an einem Seidenfaden aufgehängten Bleistift, der unter magnetischer Einwirkung selbsttätig zu schreiben beginnt».

Fasziniert «kommunizierte» der Dichter auf diese Art mit einer verstorbenen Mädchengestalt. Im Atelier des bekannten Kunstmalers Niklaus Stoecklin wiederum versuchte er sich auch im Tischrücken.

Ebenso wie später im Wenkenhof in Riehen, bei Basel.

Fanny Clavel-Respinger, Tochter eines Traumhafte Villa: Wenkenhof in Riehen.

Seidenbankfabrikanten erinnerte sich: «Wir übten uns in Suggestion. Einer von uns musste jeweils im Flur warten, bis die übrigen ausgemacht hatten, was er tun sollte. Die Reihe kam an Rilke. Ich holte ihn wieder ins Zimmer und berührte sein Handgelenk, ganz ohne Druck. Wir alle dachten dabei angestrengt an seine Aufgabe. Und siehe da: Er war ein ausgezeichnetes Medium. Ohne zu zögern näherte er sich der Uhr, die auf dem Kamin stand und rückte den Zeiger um eine Stunde vor.»

Das Experiment glückte auch umgekehrt: «Rilke führte mich – ein unglaublich starker Wille ging von ihm aus – und ich verrichtete genau das, was man von mir wollte.»

So sei sie – «in Gedanken von Rilke geführt» – mit verbundenen Augen schnurstracks auf eine Bücherwand zugeschritten. Um dort schliesslich «mit dem sicheren Gefühl, dass es das Richtige sei» exakt das Buch aus dem Regal zu ziehen, auf das sich der Dichter zuvor mental konzentriert hatte.

«Rosen-Wunder» Anwesend war bei dieser Gelegenheit auch Albert von Tscharner. Der verstand sich vor Rilkes Augen in der Folge darauf «mit seiner Feinfühligkeit, eine Rose im magischen Bannkreis seiner Hände aufzurichten, ohne sie zu berühren».

Rilke – verblüfft und beeindruckt – dachte später oft an dieses unvergessliche parapsychologische «Rosenwunder» zurück, wie er in einem Brief an Fanny Clavel zu verstehen gab.

red. ■

Ein großes Gebäude mit einem Brunnen vor sich.
Ein schwarz-weißes Foto eines Mannes in Anzug und Krawatte.
Ein schwarz-weißes Foto eines Mannes mit einem Bart.

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Ein weißer und orangefarbener Rahmen mit einem schweifigen Hintergrund.
Ein leeres Bild mit einem Holzrahmen darauf.
Ein verschwommenes Bild einer Frau in einem weißen Kleid.
Ein Plakat für ein Buch namens Kopp Verlag.
ein Plakat mit einem Mann darauf
ein Buchcover mit einem Bild eines Mannes in einem Hut
Ein Buchcover mit dem Titel Die Wahrheit iber diechronik von Akakor.