Riesenandrang im Schweizer Mystery Park: Forscher aus aller Welt trafen sich zu einem zweitägigen Kongress, um kontroverse Gedanken auszutauschen. Intensiv debattiert wurde dabei auch über die Frage, ob unsere DNA womöglich eine fremde Botschaft enthält.

«Das menschliche Erbgut wäre der sinnvollste Ort, um Informationen zu speichern. Man kann heute schon in die Junk-DNA reinschreiben. Das ganze Shakespeare-Werk beispielsweise würde dort reinpassen. Ob das schon jemand gemacht hat, weiss ich nicht.»

Mit dieser Bemerkung lancierte der Berner Immunologe, Professor Beda Stadler, an der Podiumsdiskussion am Freitagabend die DNA-Debatte. Und sie sollte die Teilnehmer bis zum Schluss der Doppelkonferenz immer wieder beschäftigen.

Insgesamt gegen 600 Personen hatten sich am 4. und 5. November 2005 im Schweizer Mystery Park in Interlaken versammelt. Auf dem Programm standen das 2. World Mystery Forum sowie das Jahresmeeting der Forschungsgesellschaft AAS um Erich von Däniken.

Unter der souveränen Leitung von Ueli Dopatka referierten prominente Forscher wie Rupert Sheldrake, Lichtforscher Professor Fritz Popp oder der britische Bestsellerautor Graham Hancock.

Letzterer stellte sein neustes Buch «Supernatural» vor. Und das menschliche Erbgut scheint auch ihn nicht mehr loszulassen. «Tatsächlich ist sie ein idealer Datenspeicher», gab er Professor Stadler recht. «Durchaus möglich, dass eine fremde Zivilisationen einst Bakterien dazu benutzt hat, um ihnen ihr ganzes Wissen einzuverbleiben.» Ebenso möglich, dass diese Bakterien einst auf die Erde gelangt seien, wo sie schliesslich in unser Erbgut einflossen.

Gibt es Hinweise dafür? Ja, meint Hancock. So erleben wir in veränderten Be-Podium: Dopatka, Stanek, Stadler, Däniken, Hancock, Mitchell und Sheldrake (v.l.).

wusstseinszuständen bekanntlich allerlei geheimnisvolle Dinge, Wesen und Welten.

«Vielleicht ist das der einzige Weg, um Zugang zu diesen Daten zu erhalten.»

Jedenfalls sei es mehr als auffällig, dass auf alten Höhlenmalereien rund um den Globus seltsame Hybridwesen verewigt worden seien, die es in dieser Form nie gegeben haben kann.

Dazu Hancock: «Warum begegnen Schamanen am Amazonas in ihren Rauschzuständen denselben Mensch-Tier-Kreaturen? Ebenso wie westliche Testpersonen, denen im Rahmen von wissenschaftlichen Experimenten LSD und andere Drogen eingeflösst wurden?»

Gibt es gar einen Zusammenhang mit Wesen wie Feen, Elfen, Gnomen, Göttern, Geistern oder reptiloiden Aliens, wie sie quer durch die Geschichte immer wieder beschrieben worden sind?

Der Brite verweist in diesem Zusammenhang auf Eugene Stanley von der Boston University. Dieser hatte 1994 wissenschaftlich publiziert, dass die menschliche «Junk-DNA» – also die rund 97 Prozent unserer Erbsubstanz, die offenbar keinen Nutzen haben – eine erstaunliche linguistische Eigenheit aufweist, ja sogar einem eigentlichen linguistischen Gesetz gehorcht.

«Nehmen Sie irgendeinen Text aus irgendeiner Sprache», forderte Hancock die Zuhörer auf. «Zählen Sie dessen Wörter und listen Sie sie nach ihrer Häufigkeit auf. Daraus ergeben sich die immer gleichen mathematischen Proportionen, das immer gleiche Muster. Und exakt dieses Muster findet sich laut Eugene Stanley auch in unserer Junk-DNA.»

Erst kürzlich habe er mit dem Forscher telefoniert. «Dabei verriet er mir, dass er der Ansicht ist, dass die DNA tatsächlich eine Sprache ist. Und dass sie eine Botschaft enthält. Was für eine Botschaft das ist, weiss er jedoch nicht. Und auch nicht, wie man Zugang zu ihr erhält.»

Entdeckung im LSD-Rausch Ebendort setzt nun Hancock mit seiner Theorie an: Das Erreichen veränderter Bewusstseinszustände durch Halluzinogene oder andere Methoden, so vermutet er, würde uns quasi das Portal in diese Welt in unseren Genen öffnen: «Gut möglich, dass es kein Zufall war, dass der Entdecker der Doppelhelix-Struktur – Francis Crick – seine Entdeckung einer Vision zu verdanken hatte.»

Stellte sein neues Buch vor: Bestsellerautor Graham Hancock.

Zukunftsorientiert: Gen-Spezialist Beda Stadler (l.) im Gespräch mit Peter Fiebag.

Eine Gruppe von Männern sitzt auf einer Bühne vor einem Bildschirm.
Ein Mann sitzt an einem Tisch mit anderen Menschen.
Ein Mann mit Kopfhörer steht vor einem Laptop.

Möchten Sie bei der Kryptologie-Abteilung des Bundesnachrichtendienstes künftig an der Entschlüsselung geheimer Botschaften arbeiten? Nichts leichter als das: Wer die folgenden vier Rätsel löst, hat gute Chancen.

«Vielleicht sind Sie der oder die Richtige für uns!» Mit diesen Worten wirbt der Bundesnachrichtendienst derzeit um neue Entschlüsselungs-Talente. Tenor: «Wenn Sie die Lösung für eine oder mehrere Aufgaben gefunden haben, dann melden Sie sich doch bei uns.»

Anbei die vier Zahlenrätsel. Mögliche Lösungsvorschläge bitte direkt an die nachfolgende E-mail-Adresse senden: codebreaker@bundesnachrichtendienst.de 1. Rätsel: Antike Kryptografie wurde bereits in der Antike betrieben, später unter Julius Cäsar auch bei den Römern. Dabei wurden relativ einfache Verfahren entwickelt, die geheime Nachricht durch Umstellen und Vertauschen von Buchstaben unkenntlich zu machen.

Welche Mitteilung verbirgt sich hinter dieser Buchstabenfolge?JDOOLD HVW RPQLV GLYLVD LQ SDUWHV WUHV Statt nur Buchstaben zu benutzen, kann man natürlich auch Ziffern und Zahlen verwenden. Dabei können manchmal auch a8 mit b1.

mathematische Kenntnisse nützlich sein.

Und was ist in dieser Zahlenfolge versteckt? 7 22 12 16 13 33 38 33 28 43 35 49 50 46 55 75 68 66 79 76 89 97 92 102 123 102 111 119 114 127 Ein Hinweis: Der versteckte Text steht im Zusammenhang mit dem Verfahren, das bei der Verschlüsselung benutzt wurde.

2. Rätsel: Bundesliga Moderne Kryptologie ist bestimmt durch den Einsatz vielfältiger mathematischer Methoden. Manchmal haben Probleme ganz einfache Lösungen. Dies gilt auch für die folgende Aufgabe: Ein Fussballturnier mit n Mannschaften wird in der Weise ausgetragen, dass in jeder Runde unter allen noch im Turnier verbliebenen Mannschaften neue Spielpaarungen ausgelost werden. (Bei einer ungeraden Anzahl erhält die letzte in der Auslosung verbliebene Mannschaft ein Freilos.)

Jedes Spiel wird – notfalls durch Elfmeterschiessen – entschieden, es gibt also kein Unentschieden. Nach jeder Runde scheiden alle Mannschaften aus, die mindestens drei Niederlagen erlitten haben.

Welche Möglichkeiten gibt es für die Gesamtzahl der Spiele im Turnier, bis ein Sieger feststeht ?

3. Rätsel: Teamwork Etwas schwieriger ist schon das folgende Problem: 16 Personen sollen ein Problem in einer Serie von Workshops lösen. Dabei sollen je zwei Personen in genau einem Workshop zusammenarbeiten. Es darf aber keinen Workshop von allen 16 zusammen geben. Wenn zwei Workshops keinen gemeinsamen Teilnehmer haben, können sie parallel stattfinden.

Das Ziel ist jetzt, mit möglichst wenigen Terminen auszukommen. Der erste Vorschlag, der gemacht wird, ist, dass beim ersten Termin sich alle bis auf einen treffen und es dann 15 weitere Termine gibt, bei denen sich der Übriggebliebene jeweils mit einem der 15 trifft.

Bei diesem Vorschlag braucht man also 16 Termine. Nach kurzer Zeit kommt ein zweiter Vorschlag. Man bildet zwei Gruppen (A und B) aus jeweils 8 Personen mit den Teilnehmern a1, …a8 und b1, …b8.

Beim ersten Termin gibt es Workshops der Gruppe A und der Gruppe B. An den weiteren Terminen gibt es jeweils acht Workshops mit je zwei Teilnehmern. Beim zweiten Termin arbeitet a1 mit b1 zusammen, a2 mit b2, und so weiter. Beim dritten Termin arbeitet a1 mit b2 zusammen, a2 mit b3, und so weiter bis schliesslich Auf diese Weise wird fortgefahren, bis schliesslich beim neunten Termin a1 mit b8 zusammenarbeitet, a2 mit b1, und so weiter bis a8 mit b7. Damit hat man eine Lösung mit 9 Terminen. Ist das nun optimal? Oder geht es vielleicht noch besser?

4. Rätsel: Zahlenspielerei Zur Lösung von Problemen in der Kryptologie sind oft sehr gute Ideen und grosse Ausdauer nötig. Das könnte auch für das folgende Problem gelten: Gibt es unendlich viele ganze Zahlen n2 mit der Eigenschaft, dass n- 1 durch höchstens zwei verschiedene Primzahlen teilbar ist, gleichzeitig aber nicht durch das Quadrat einer ungeraden Primzahl?

Bemerkung: n = 7 hat beispielsweise 2 diese Eigenschaft, denn n- 1 = 48 hat als einzige Primteiler 2 und 3, ist aber nicht durch9teilbar.Andererseitshatn=8diese 2 Eigenschaft nicht, da n- 1 = 63 zwar nur die Primteiler 3 und 7 hat, es aber durch 9 teilbar ist, und n = 11 hat die Eigenschaft 2 ebenfalls nicht, da n- 1 = 120 die Primteiler 2, 3 und 5 hat.

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Der 14. Dalai Lama. Seine Bescheidenheit und Lebensfreude faszinieren Millionen von Menschen rund um Globus.

Viele verehren ihn – doch kaum einer weiss um das Wunder seiner Inkarnation: Der Rückblick auf die mysteriöse Geschichte rund um das Auffinden des heutigen Dalai Lama lässt hoffen – auch für die Zukunft.

Der Andrang zum Dalai Lama war riesig: Im August 2005 unterwies er begeisterte Zuschauer im neuen Zürcher Hallenstadion. Es war das erste Mal, dass das tibetische Oberhaupt ausserhalb seines indischen Exils acht Tage lang unterrichtete.

Wenige Wochen zuvor war der Mann mit dem mysteriösen Lächeln 70 Jahre alt geworden. Seine Ausstrahlung scheint ungebrochen. Seine Bescheidenheit und Lebensfreude ebenfalls. Und so verehren ihn mittlerweile mehr denn je als Vorbild in einer Welt, in der menschliche Werte zunehmend in den Hintergrund rücken.

Umso mehr beschäftigt viele die Frage, wer ihn nach seinem Tod ablösen wird.

Oder nach dem Glauben der Tibeter: Wer nach ihm inkarniert wird. Und wo und wie man seinen Nachfolger dereinst auffinden wird. Denn die Auffindung eines neuen Dalai Lama ist aus westlicher Sicht eine reichlich mysteriöse Angelegenheit.

Journalistisch dokumentiert wurde sie einzig vom Globetrotter Heinrich Harrer, der mit dem jetzigen Dalai Lama in Tibet Mitte der 40er-Jahre viel Zeit verbrachte.

Angesprochen auf dessen Inkarnation verwies ihn der mangels eigener Erinnerungen direkt an den Befehlshaber seiner Armee, der damals dabei gewesen sei.

Ihren Ursprung nahm diese Geschichte 1933, als der 13. Dalai Lama starb. Damals pilgerte ein Abgesandter zum Tschö-Khor-Gye-See. Jeder, der auf dessen Wasser blickt, munkelte man, sähe ein Stück der Zukunft. Und der Mann hatte nach etlichen Gebeten tatsächlich eine Vision: Er sah «ein dreistöckiges Kloster mit goldenen Dächern, neben dem ein kleines chinesisches Bauernhaus mit geschnitzten Giebeln» stand, wie Harrer überliefert.

«Sera Lama, Sera Lama!»

1937 schliesslich schwärmten zahlreiche Mönche aus, um den so prophezeiten Ort mit dem heiligen Kind zu suchen. «Die eine Gruppe, zu der auch mein Gewährsmann gehörte, war bis in den Distrikt Amdo gekommen», notierte Harrer.

Dort traf sie jede Menge Kinder, aber keines entsprach den Anforderungen. «Sie zweifelten schon am Erfolg ihrer Sendung.

Endlich stiessen sie nach langer Wanderung auf ein dreistöckiges Kloster mit goldenen Dächern.»

Erregt zogen sie sich die Kleidung ihrer Diener an, wie es Brauch war. Sie betraten das Haus. Dort rannte ein zweijähriger Bub freudig auf sie zu und griff dem Lama ans Gewand, der den Rosenkranz des 13. Dalai Lama trug. Ohne Scheu habe das Kind «Sera Lama, Sera Lama!» gerufen.

«Es war schon erstaunlich, dass der Knabe in dem Diener einen Lama erkannte, dass er aber gleich sagte, er käme aus dem Kloster Sera, das war selbst für die Mönche, die mystische Ereignisse gewohnt sind, verblüffend», rapportiert Harrer. «Dann griff der Kleine nach dem Rosenkranz und zerrte so lange daran, bis er ihn sich selbst um den Hals gehängt hatte.»

«Richtig» gewählt Nach einigen Tagen nahmen die Lamas weitere rituelle Prüfungen vor. Sie legten dem Knaben vier Rosenkränze vor, wobei der schlichteste derjenige des verstorbenen Dalai Lama war. Das Kind überlegte nicht lange, zupfte den «richtigen» heraus. Dasselbe wiederholte sich bei Trommel und Spazierstock des Verblichenen.

Harrer: «Als man den Körper des Knaben untersuchte, fand man alle Zeichen, die eine Inkarnation aufweisen musste; die grossen, etwas abstehenden Ohren, die Male am Oberkörper… Nun waren die Abgesandten ihrer Sache sicher.»

Bleibt die Hoffnung, dass uns der heutige Dalai Lama, als einer der letzten glaubwürdigen Friedensprediger, noch lange erhalten bleibt – und sich nach seinem Tod ein ähnliches Wunder anbahnt.

red. ■

Ob die Hunza im Himalaja mit ihrer überdurchschnittlich hohen Lebenserwartung, die Indianer oder Eskimos: Ihre Krebsrate war extrem gering – bis sie mit der westlichen Zivilisation konfrontiert wurden. Eine wichtige Rolle könnte ihre Ernährung gespielt haben, die einst reich an Nitrilosid («Vitamin B17» alias Amygdalin) war, wie es in Aprikosen- oder Apfelkernen oder gewissen Grasssorten in hoher Dosis vorkommt. Dieses «Wundermittel» wird von der Schulmedizin jedoch rigoros abgelehnt – zu Unrecht?

von G. Edward Griffin Die Geschichte der Wissenschaft ist die Geschichte des Kampfs gegen hartnäckige Irrtümer. Viele der wichtigsten Entdeckungen der Welt wurden zunächst von der Wissenschaft abgelehnt. Und diejenigen, die diese Entdeckungen machten oder vorantrieben, wurden oft als Quacksalber oder Scharlatane verspottet und verurteilt.

Vor einigen hundert Jahren wurden nicht selten die Teilnehmer ganzer Schiffsexpeditionen durch Skorbut ausgelöscht. Zwischen 1600 und 1800 verlor so allein die britische Marine mehr als eine Million Seeleute.

Die Mediziner jener Zeit waren ratlos, da ihre Suche nach irgendeinem seltsamen Bakterium, Virus oder Gift, das angeblich irgendwo im Dunkel des Schiffsrumpfs lauerte, vergeblich blieb. Dabei war das Gegenmittel bereits seit Jahrhunderten bekannt und dokumentiert.

Als der französische Entdecker Jacques Cartier im Winter 1535 mit seinen Schiffen im Eis vor dem St.-Lawrence- Strom festlag, begann der Skorbut seinen tödlichen Tribut zu fordern. Von 110 Matrosen waren bereits 25 gestorben, und die meisten anderen waren so schwer krank, dass man nicht mit einer Genesung rechnete.

Und dann zeigte ihnen ein freundlicher Indianer das simple Gegenmittel.

Rinde und Nadeln der Weymouthskiefer – reich an Ascorbinsäure oder Vitamin C – wurden in ein Getränk gerührt, das sofortige Besserung und rasche Genesung brachte.

Nach seiner Rückkehr nach Europa berichtete Cartier den medizinischen Autoritäten von diesem Vorfall. Die allerdings zeigten sich amüsiert über solche «Heilmittel von Hexenmeistern unwissender Wilder» und gingen der Sache nicht weiter nach.

Ja, das Mittel gegen Skorbut war bekannt. Aber aus wissenschaftlicher Arroganz verlor man noch mehr als 200 Jahre, die Hunderttausende von Leben kosteten, bis die medizinische Fachwelt allmählich dieses Wissen akzeptierte und danach handelte.

Die Geschichte der Krankheit Pellagra ist praktisch die gleiche.Auch sie entstand durch Mangelernährung. Und es dauerte eine halbe Ewigkeit, ehe die Mediziner das einsehen mochten.

Der Grund, dass diese Krankheiten nur so zögernd als Vitaminmangelerkrankungen akzeptiert wurden, liegt darin, dass der Mensch eher nach positiven kausalen Beziehungen Ausschau hält, bei denen etwas etwas anderes verursacht. Weniger leicht begreift er die negative Beziehung, bei der nichts oder der Mangel von etwas eine Wirkung hervorrufen kann.

Krebs als Mangelerkrankung?

1952 hatte Dr. Ernst T. Krebs jr., ein Biochemiker aus San Francisco, seine Theorie verkündet, dass Krebs ebenso wie Skorbut und Pellagra nicht von einem mysteriösen Bazillus, Virus oder Toxin verursacht wird, sondern einfach eine Mangelerkrankung sei, die durch das Fehlen eines wichtigen Nahrungsbausteins in der modernen Ernährung entsteht.

Diesen Baustein identifizierte er als Angehörigen der Familie der Nitriloside, der in der Natur in über 1200 essbaren Pflanzen und in fast allen Teilen der Welt vorkommt. Besonders hohe Mengen enthalten die Samen von Pflanzen der Prunus-rosacea-Familie (Bittermandel, Aprikose, Schwarzdorn, Kirsche, Nektarine, Pfirsich und Pflaume), er findet sich aber auch in Gräsern, Mais, Sorghum, Hirse, Kassava, Leinsamen, Apfelkernen und vielen anderen Nahrungsmitteln, die in der Ernährung der modernen Zivilisation keine Rolle mehr spielen.

Wie ein Nitrilosid genau zu klassifizieren ist, ist schwer zu sagen. Dr. Krebs jedenfalls bezeichnete es als «Vitamin B17». Und er wies darauf hin, dass es in der Geschichte der Medizin nicht eine chronische Stoffwechselerkrankung gegeben hat, die durch Medikamente, Operationen oder mechanische Manipulation Hunza-Angehöriger. Worin liegt das Geheimnis ihrer hohen Lebenserwartung?

des Körpers geheilt oder verhindert worden wäre.

In jedem Fall – ob es sich nun um Skorbut, Pellagra, Rachitis, Beriberi, Nachtblindheit, perniziöse Anämie oder irgend eine andere dieser Krankheiten handelte – lag die Lösung letztlich immer bei Faktoren, die mit einer angemessenen Ernährung zu tun haben. Und er hält dies für ein wichtiges Indiz dafür, auf welchen Bereich wir bei der Suche nach einem besseren Verständnis der Krankheiten unserer Zeit, insbesondere von Krebs, unsere wissenschaftliche Neugier konzentrieren sollten.

Aber es gibt noch weitere Hinweise. Jeder, der einen Hund oder eine Katze besitzt, hat schon beobachtet, dass diese Haustiere oft gezielt bestimmte Gräser zum Fressen suchen, obwohl sie von anderem Futter durchaus gesättigt sind. Das passiert besonders häufig, wenn es den Tieren nicht gut geht. Interessanterweise wählen sie instinktiv die Grassorten mit einem besonders hohen Gehalt an Nitrilosiden oder Vitamin B17.

Affen machen es vor Wenn Affen oder andere Primaten im Zoo frische Pfirsiche oder Aprikosen erhalten, schälen sie das weiche Fruchtfleisch sorgfältig ab, knacken den harten Stein und fressen gierig den weichen Kern. Ihr Instinkt zwingt sie dazu, obwohl sie diese Art Obst vorher nie gesehen haben. Diese Samen gehören zu den konzentriertesten Nitrilosidquellen in der gesamten Natur.

Wild lebende Bären nehmen grosse Mengen von Nitrilosiden mit ihrer Nahrung auf. Sie suchen nicht nur nach Beeren, die viel von dieser Substanz enthalten. Auch wenn sie kleine grasfressende Tiere reissen, lassen sie instinktiv zunächst das Muskelfleisch beiseite und fressen zuerst die Weichteile und den Pansen, die grosse Mengen nitrilosidhaltiger Gräser enthalten.

Bezeichnenderweise findet man auch bei Wildtieren, die bei der Jagd getötet wurden, selten Krebs. Die Tiere erkranken nur daran, wenn sie vom Menschen gehalten und gezwungen werden, das von ihm zur Verfügung gestellte Futter oder die Reste seiner eigenen Mahlzeiten zu fressen.

Immer weniger Nitrilosid Früher war Hirse das Hauptnahrungsgetreide der Welt. Sie enthält viel Nitrilosid. Inzwischen ist sie von Weizen verdrängt worden, der praktisch überhaupt kein Nitrilosid enthält – nicht einmal Vollkornweizen.

Mit dem gleichen Ergebnis ist Sorghumrohr durch Zuckerrohr ersetzt worden. Sogar das Futter für unser Vieh besteht zu einem immer höheren Teil aus rasch wachsenden, nitrilosidarmen Grasssorten, so dass auch das Fleisch, das wir essen, weniger Vitamin B17 enthält.

Rückblickend stellt man fest, dass vieles, was unsere Grosseltern praktizierten, «Iss täglich einen Apfel und Du brauchst keinen Arzt…»

damals zwar nicht wissenschaftlich untermauert war, aber doch auf in Hunderten von Jahren durch Versuch und Irrtum gesammelter Erfahrung beruhte und sich in der Zwischenzeit als unendlich weise erwiesen hat.

«Iss täglich einen Apfel, und Du brauchst keinen Arzt» könnte durchaus mehr gewesen sein als ein schöner Spruch, zumal in einer Zeit, in der es allgemein üblich war, die Kerne dieser Äpfel mitzuessen.

Es ist eine Tatsache, dass ein ganzer Apfel – einschliesslich der Kerne – eine unglaublich hohe Konzentration von Vit-Bittere Aprikosenkerne. Viele Naturkost-Geschäfte führen sie im Sortiment.

aminen, Mineralen, Fetten und Proteinen enthält, die für die Gesundheit unentbehrlich sind. Apfelkerne enthalten besonders viel Nitrilosid oder Vitamin B17.

Und zu Omas eingemachten Aprikosen und Pfirsichen gehörten fast immer auch die Kerne der konservierten Früchte zum Verzehr in den Wintermonaten. Wahrscheinlich wusste sie nicht, was sie enthalten oder warum sie gesund sind. Aber sie wusste, dass sie gesund sind, einfach weil sie es von ihrer Mutter gelernt hatte.

Und so sehen wir, dass die Lebensmittel, die uns früher reichlich mit natürlichen Vitamin B17 versorgten, allmählich von anderen an den Rand gedrängt oder vollkommen ersetzt wurden, in denen diese Substanz praktisch völlig fehlt.

Bezeichnenderweise ist in derselben Zeit die Krebshäufigkeit kontinuierlich gestiegen.

Am besten könnte man die Theorie, dass es sich bei Krebs um eine Vitaminmangelerkrankung handelt, beweisen oder widerlegen, wenn man eine grosse Gruppe von mehreren tausend Menschen viele Jahre lang konsequent mit nitrilosidreichen Lebensmitteln ernähren und dann anschliessend die Ergebnisse untersuchen würde. Das wäre mit Sicherheit der endgültige Test. Zum guten Glück gab es ihn schon.

Das Geheimnis der Hunza In einer entlegenen Region des Himalaja zwischen Westpakistan, Indien und China liegt das winzige Königreich der Hunza. Diese Menschen sind in der ganzen Welt für ihre erstaunliche Langlebigkeit und Gesundheit bekannt.

Die Hunza werden nicht selten über 100 Jahre alt, manche sogar 120 und mehr.

Medizinische Teams, die aus der Aussenwelt zu ihnen kamen, berichteten, dass sie keine Form von Krebs bei ihnen gefunden haben.

Obwohl die Wissenschaft bisher nicht erklären kann, warum diese Menschen keinen Krebs haben, ist die Beobachtung interessant, dass die traditionelle Nahrung der Hunza mehr als zweihundertmal so viele Nitriloside enthält wie die amerikanische Durchschnittsdiät.

Tatsächlich wurde in diesem Land, in dem Geld unbekannt war, der Reichtum eines Mannes in der Zahl der Aprikosenbäume gemessen, die er besass. Und als das wertvollste aller Nahrungsmittel galt der Aprikosensamen.

Eine der ersten Medizinergruppen, die zu dem entlegenen Hunzareich Zutritt erhielten, stand unter der Leitung des weltberühmten britischen Arztes und Chirurgen Dr. Robert McCarrison. Im «Journal of The American Medical Association» berichtete er in der Ausgabe vom 7. Januar 1922 darüber: «Bei den Hunza ist kein Fall von Krebs bekannt. Sie haben Aprikosen im Überfluss. Sie trocknen sie in der Sonne und verwenden sie in vielen ihrer Gerichte. Besucher bei den Hunza, denen eine frische Aprikose oder ein Pfirsich angeboten wird, lassen gewöhnlich den harten Stein fallen, wenn sie das Fruchtfleisch gegessen haben. Ihre Führer sehen dies mit Kummer und ungläubigem Staunen. Für sie ist der Kern im Innern das Beste an der Frucht.»

«Bester Teil der Frucht» Einer dieser Besucher war Dr. Allen E.

Banik, ein Augenarzt aus Kearney, Nebraska. In seinem Buch «Hunza Land» beschreibt er seine Erlebnisse: «Meine erste Erfahrung mit den Aprikosen der Hunza, frisch vom Baum, machte ich, als mein Führer ein paar pflückte, sie in einem Bergbach wusch und mir gab. Ich ass die köstlichen Früchte und warf die Kerne achtlos auf den Boden.

Einer der älteren Männer warf mir einen ungläubigen Blick zu und bückte sich, um die Kerne aufzuheben. Er knackte sie zwischen zwei Steinen und gab sie mir. Der Führer sagte lächelnd: ‹Iss sie. Sie sind der beste Teil der Frucht!›» «Geniesse die Kerne – sie sind der beste Teil der Frucht!»

1973 erzählte Prinz Mohammed Ameen Khan, der Sohn des Mir von Hunza, Charles Hillfinger von der Los Angeles Times, dass die durchschnittliche Lebenserwartung in seinem Land bei 85 Jahren liege. Er fügte hinzu: «Viele Mitglieder des Ältestenrats, die meinen Vater bei der Regierung des Landes unterstützen, sind über 100 Jahre alt geworden.»

Mit dem Misstrauen des Wissenschaftlers gegenüber Erzählungen und Gedrucktem traf sich Dr. Ernst T. Krebs junior mit Prinz Khan zum Essen und fragte ihn, ob der Bericht der Los Angeles Times den Tatsachen entspräche.

Der Prinz bestätigte dies nur zu gern und beschrieb dann, dass es durchaus üblich sei, nach dem Mittagessen einen kleinen Nachtisch von 30 bis 50 Aprikosenkernen zu essen. Damit kann man bis zu 75’000 internationale Einheiten von Vitamin A täglich aufnehmen, plus bis zu 50 Milligramm Vitamin B17. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen liegt die Lebenserwartung bei den Hunza bei etwa 85 Jahren, bestätigte der Prinz.

Im Vergleich mit den USA und deren damaligen Lebenserwartung von etwa 71 Jahren ist das erstaunlich. Das klingt als Zahl zwar recht gut, aber man muss bedenken, dass darunter eine Menge alter Leute fallen, die zwar am Leben sind, aber nicht wirklich leben. Ihre Lebensdauer ist zwar durch Operationen oder Medikamente verlängert worden, aber die Lebensqualität ist dabei auf der Strecke geblieben.

Das sind die Menschen, die ins Leere starren, weil ihre geistigen Fähigkeiten nachgelassen haben, oder die von lebenserhaltenden Maschinen abhängig oder bettlägerig sind und rund um die Uhr gepflegt werden müssen.

In den Statistiken der Hunza verbergen sich keine solchen Fälle. Die meisten von ihnen sind bis wenige Tage vor ihrem Tod gesund, kräftig und vital. Lebensqualität ist wichtiger als Lebensquantität. Die Hunza haben beides.

Leider ist mittlerweile eine schmale Strasse durch die Berge gebaut worden, und die Nahrungsmittel der «modernen Zeit» haben den Weg nach Hunza gefunden. Und die ersten Krebsfälle.

Die Eskimos sind ein weiteres Volk, das viele Jahrzehnte lang von Medizinern beobachtet und für vollkommen frei von Krebs befunden wurde. Vilhjalmur Stefansson zeigt in seinem Buch «Cancer: Disease of Civilization?», dass die Ernährung der Eskimos erstaunlich reich an Nitrilosiden aus dem Fleisch von Karibus und anderen Weidetieren und aus der in der Arktis vielfach vorkommenden Lachsbeere ist.

Eine weitere Eskimospezialität ist ein grüner Salat aus dem Mageninhalt von Karibus und Rentieren, der aus frischem Tundragras besteht. Unter diesen Gräsern ist das Pfeilgras (Triglochin maritima) sehr häufig. Studien des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums haben nachgewiesen, dass Pfeilgras vermutlich mehr Nitriloside enthält als jede andere Grasssorte.

Was geschieht, wenn ein Eskimo seine traditionelle Lebensweise aufgibt und die westliche Ernährungsweise annimmt? Er wird noch krebsanfälliger als der Durchschnittsamerikaner.

Otto Schaefer, der die Ernährung und Gesundheit der Eskimos untersucht hat, «Eskimos, die ihre Lebensweise aufgaben, wurden anfälliger für Krebs.»

berichtet, dass diese Gruppe als indirekte Folge des Baus von Zivil- und Militärflughäfen in der kanadischen Arktis Mitte der 50er-Jahre eine drastische Veränderung ihrer Essgewohnheiten durchgemacht hat.

Diese Bauvorhaben lockten die Eskimos zu neuen Arbeitsstellen, neuen Wohnungen, neuen Schulen – und neuen Speisen. Nur gut eine Generation vorher ernährten sie sich fast ausschliesslich von Wild und Fisch, in Verbindung mit Beeren, Wurzeln, grünen Blattpflanzen und Algen je nach Jahreszeit. Kohlehydrate fehlten fast völlig.

Mit einem Schlag wurde das alles anders. Dr. Schaefer berichtet: «Wenn ein Eskimo seine Nomadenexistenz aufgibt und in eine feste Siedlung zieht, verändern er und seine Familie sich sehr.

Seine Kinder wachsen schneller, werden grösser und kommen früher in die Pubertät. Sie bekommen schlechte Zähne, seine Frau erkrankt an einem Gallenleiden, und sehr wahrscheinlich wird eines seiner Familienmitglieder eine der degenerativen Erkrankungen bekommen, für die der weisse Mann bekannt ist.»

Auch die Indianer…

Die nordamerikanischen Indianer waren ebenfalls bemerkenswert frei von Krebs, solange sie an ihrer traditionellen Ernährungsweise festhielten. Die American Medical Association (AMA) hat einmal die Bundesregierung gedrängt, eine Studie durchzuführen, um zu klären, warum Krebs bei den Hopi und Navajo so selten ist.

Im Journal der AMA vom 5. Februar 1949 heisst es: «Die Kost der Indianer erscheint karg, sowohl was die Menge als auch was die Qualität betrifft, und wenig abwechslungsreich.

Die Ärzte fragten sich, ob ein Zusammenhang mit der Tatsache besteht, dass unter 30’000 in das Krankenhaus der Ganado Arizona Mission aufgenommenen Patienten nur 36 Fälle von bösartigem Krebs gefunden wurden.

In einer weissen Population gleicher Grösse, sagten die Ärzte, hätte die Zahl bei etwa 1800 gelegen. 36 Fälle im Vergleich zu 1800 sind nur zwei Prozent der erwarteten Zahl. Offensichtlich gibt es irgendeinen Grund dafür.»

Schon 1913 hatte Albert Schweitzer, der weltbekannte Arzt und Missionar in Afrika, sein Augenmerk auf die Grundursache von Krebs gerichtet. Er hatte keine spezifische Substanz isoliert, war aber aufgrund seiner Beobachtungen überzeugt, dass die Erklärung in Unterschieden bei der Ernährung zu suchen war. In seinem Vorwort zu dem Buch von Alexander Berglas, «Cancer: Cause and Cure» (1957), schrieb er: «Bei meiner Ankunft in Gabun im Jahr 1913 war ich überrascht, keine Krebsfälle vorzufinden. Bei den Eingeborenen, 200 Meilen von der Küste entfernt, fand ich keinen einzigen. Natürlich kann ich nicht positiv behaupten, dass es absolut keinen Krebs gab, aber wie viele Ärzte an den Grenzen der Zivilisation kann ich nur sagen, dass, wenn es ihn überhaupt gab, er sehr selten gewesen sein muss.

Dieses Fehlen von Krebs war anscheinend auf die Unterschiede zwischen der Ernährung der Eingeborenen und der Europäer zurückzuführen…» Skeptiker würden dem vielleicht mit entgegenhalten, dass diese primitiven Gruppen nicht den gleichen krebserregenden Wirkstoffen ausgesetzt sind wie «Mehr Krebs wegen verschmutzter Luft und chemischen Zusätzen?»

der moderne Mensch und sie vielleicht aus diesem Grund dagegen gefeit sind.

Wenn sie erst einmal dieselbe verschmutzte Luft atmen, dieselben Zigaretten rauchen, dieselben chemischen Zusätze in Lebensmitteln und Wasser zu sich nehmen, dieselben Seifen und Deos benutzen – dann wird man ja sehen, wie es ihnen ergeht.

Liegt es an der Religion?

Zum Glück ist auch diese Frage mittlerweile empirisch beantwortet: In dem dicht besiedelten und häufig mit Luftverschmutzung kämpfenden Staat Kalifornien lebt eine Population von mehr als 100’000 Menschen mit einer Krebshäufigkeit, die bei weniger als 50 Prozent der Rate der restlichen Bevölkerung liegt.

Diese einzigartige Gruppe unterscheidet sich in der Zusammensetzung nach Geschlecht,Alter, sozialer und wirtschaftlicher Lage, Bildung, Beschäftigung, ethnischen und kulturellen Merkmalen nicht von dem Rest der Bevölkerung, der doppelt so häufig an Krebs erkrankt. Ich spreche von der Gruppe der Sieben-Tage- Adventisten.

Nur in einem wichtigen Punkt setzt sich diese Population von den übrigen Kaliforniern ab. Sie lebt überwiegend vegetarisch. Da diese Menschen erheblich mehr Gemüse zu sich nehmen, um das fehlende Fleisch auszugleichen, erhöht sich auch der Anteil von Vitamin B17 (Nitrilosid) in ihrer Nahrung entsprechend.

Eine weitere Gruppe, die aus religiösen Gründen sehr wenig Fleisch und daher eine grössere Menge von B17-haltigem Getreide, Gemüse und Obst isst, sind die Mormonen. Im Staat Utah, wo die Mormonen 73 Prozent der Bevölkerung ausmachen, liegt die Krebshäufigkeit 25 Prozent unter dem nationalen Durchschnitt.

Im Bezirk Utah, in dem auch die Stadt Provo liegt und 90 Prozent der Bevölkerung Mormonen sind, liegt die Krebshäufigkeit bei Frauen um 28 Prozent und bei Männern um 35 Prozent niedriger als im amerikanischen Durchschnitt.

Seit den 60er-Jahren ist die Gruppe derjenigen, die die Theorie von Krebs als Vitaminmangelerkrankung akzeptiert und ihre Ernährung entsprechend umgestellt haben, denn auch immer mehr gewachsen.

Die Realität ist doch folgende: Während von ihren Mitbürgern jeder dritte an Krebs erkrankt, weiss man in der Gruppe derjenigen, die regelmässig Nitriloside zu sich nehmen, nicht einmal von einem pro Tausend, der diese furchtbare Krankheit bekommen hätte.

Dennoch zeigt die Erfahrung, dass das Konzept der Krebsbekämpfung durch Vitamine nicht zu 100 Prozent wirksam ist.

Aber Hand aufs Herz: Würden Ihnen 99 Prozent reichen?

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Jetzt auch in Deutsch: Griffins kontroverser Report Bereits jeder Dritte stirbt heute an Krebs! Betroffenen bleibt nichts anderes, als das Martyrium einer Chemo- oder Bestrahlungstherapie über sich ergehen zu lassen.

Wie kommt es überhaupt, dass trotz Milliarden an Forschungsgeldern weltweit ein wirklich erfolgreiches Krebsheilmittel noch nicht gefunden werden konnte – ja, die Fachleute sogar noch immer über die Natur der Krankheit rätseln? Und woran liegt es, dass die Krebsrate in westlichen Industriestaaten ständig und rapide ansteigt, während es Völker auf der Erde gibt, bei denen Krebs bis auf den heutigen Tag unbekannt ist?

G. Edward Griffins kontroverser Report «Eine Welt ohne Krebs» ist jetzt auch in Deutsch erhältlich – bilden Sie sich eine eigene Meinung.

Das Buch ist direkt erhältlich beim Kopp-Verlag (Anschrift siehe Heftrückseite). 416 Seiten, ISBN 3938516151, Preis: 22,90 Euro.

Ein Haufen Erdnüsse auf einer weißen Oberfläche.
Ein Buchcover mit einem schwarzen X darauf.

Offizielle Experten-Statements dazu suchte man weltweit bislang vergeblich: Mehr denn je ranken sich um die «Puerta de Hayu Marca» in Peru allerlei Legenden. Benutzten sie Inka-Priester einst als Tor zu einer anderen Welt? Fachleute, die «mysteries» kontaktierte, räumen nun erstmals ein, dass das «Felsentor» im Minimum aus der Inkazeit stammen dürfte – und einst gar astronomischen Zwecken gedient haben könnte. Ende 2004 entdeckte ein Deutscher vor Ort zudem weitere Kuriositäten…

von Luc Bürgin «Ich hatte da oben echt ne Gänsehaut.

Zudem war es totenstill…» Rainer Rauer kann es immer noch nicht so recht fassen. Fast eine Stunde verbrachte der Deutsche hoch oben auf der «Puerta de Hayu Marca», wie Einheimische das mysteriöse «Felsentor» nennen.

Extra zu diesem Zweck war Rauer Ende 2004 nach Südamerika gereist. Auf der Suche nach einem der derzeit geheimnisvollsten Monumente Perus – um das sich zahlreiche kuriose Legenden und Erzählungen ranken.

Die rätselhafte monolithische Struktur erhebt sich etwa 70 Kilometer südlich von Puno an der Grenze zwischen den Distrikten Ilave und Juli, in einer Flur, die Santiago Chambilla heisst.

Das Monument ist 16 Meter lang und 6,5 Meter hoch. Ein «Kraftplatz» behaupten die einen, ein vergessenes «Sternentor» munkeln andere. Ein «Kultort» mutmassen Dritte.

Geheimtipp für Touristen Noch wird das imposante «Felsentor» unter der Hand jedenfalls als Geheimtipp gehandelt. Obwohl für jeden unübersehbar, ist die «Puerta» nämlich in keinem offiziellen Reiseführer verzeichnet. Kaum einem Archäologen ist sie denn auch näher bekannt.

«Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass mir dieser archäologische Komplex nicht bekannt ist», räumte etwa Dr. Gregor Wolff vom Ibero-Amerikanischen Institut in Berlin auf Anfrage ein. «Ebenso konnte ich bei einer Recherche in unseren Katalogen keine Literatur dazu ausfindig machen.» Auch der bekannte Südame- «Puerta de Hayu Marcu» in Peru. Welches Geheimnis birgt das Monument? (Copyright aller Fotos: Rainer Rauer) rika-Spezialist Markus Reindel von der Universität Bonn musste auf Anfrage passen.

Selbst für Professor Peter Kaulicke von der Universidad Catolica Peru war es «ziemlich schwierig, etwas über die Fundstelle in Erfahrung zu bringen», wie er nach längerer Recherche gegenüber «mysteries» zu berichten wusste. «Sie ist Einheimischen als Bebedero bekannt. Was den Eingang angeht, kann er inkaoder tiwanakuzeitlich sein, Scherben beider Stile finden sich am Ort.»

Und Rita Lentner vom renommierten Smithsonian Institute in Washington ergänzt: «Das Bauwerk ist tatsächlich wenig erforscht. Es gibt keine wissenschaftliche oder archäologischen Untersuchungen. Ramiro Matos, der bekannte peruanische Archäologe, meint, dass das Gebilde eine architektonische Transition darstellt zwischen Tiwanaku und Inka.»

Wahrscheinlich handle es sich um einen sakralen Ort, «denn als er den Platz besichtigte, stellte er fest, dass sich dort weder Siedlungsruinen, Keramikreste noch Müll oder dergleichen befinden.»

Ähnliches vermutet auch Peter Masson vom Iberoamerikanischen Institut in Berlin, da es sich um einen skulptierten Felsen «Wahrscheinlich handelt es sich um einen sakralen Ort.»

und kein eigentliches Bauwerk handle, wie er gegenüber «mysteries» ausführt: «Skulptierte Felsen sind im mittleren Andenraum gar nicht selten. Man denke an Sayhuite im Raum Apurimac, Peru, an den Kenqo bei Cusco, an den skulptierten Felsrücken von Samaipata in Bolivien oder den so genannten Inka-Thron auf dem Saqsaywaman oberhalb von Cusco.»

Die Bezüge seien fast immer religiös – oder auf eine religiös überhöhte politische Macht bezogen.

«Nach den Abbildungen könnte das Objekt inkaisch sein, aber durchaus auch älter. Einige der Riefen und diagonalen Schnitte sind möglicherweise natürlichen Ursprungs, andere dagegen höchstwahrscheinlich von Menschenhand gemacht.

Auch das wäre typisch inkaisch: das Vorhandene, sozusagen versteinert Naturwüchsige, als göttliche Manifestation aufnehmen und weiter ausgestalten.»

Die beiden tiefen vertikalen Rinnen ebenso wie die diagonalen Riefen und die im selben Winkel ansteigende Felsformation lassen es nach Meinung von Masson möglich erscheinen, dass sie «zur Peilung» benutzt worden sein könnten: «Damit könnte in den Bereich der Möglichkeit rücken, dass man dieses Objekt unter archäoastronomischen Gesichtspunkten betrachten könnte. Aber wohlgemerkt: nicht nach den Gesichtspunkten unserer westlichen modernen Astronomie Stufen im Stein. Diese Gebilde findet man in unmittelbarer Nähe der «Puerta».

Fantastische Szenerie. Imposante Felsstrukturen prägen das Landschaftsbild.

und ebenso nicht nach denen der babylonischen und antik-okzidentalen Astronomie und Astrologie, sondern nach denen der alt-andinen!»

Was die Nische unten in der Mitte betrifft, mag er indes ebenfalls nur spekulieren: «Aufstellungsort für ein sakrales Objekt? Ritual-Sitz für einen politisch-religiös Mächtigen?»

Dass wir von dem eindrücklichen «Tor» überhaupt wissen, ist vor allem dem Journalisten Paul Damon zuzuschreiben. Nach eingehenden Recherchen verfasste er 1996 einen Bericht für die britische «Truth Seekers International Review», der internationale Beachtung fand. Darin weist er auf den lokalen Touristenführer Jose Luis Delgado Mamani hin, der das «Tor» entdeckt haben will.

«Als ich die Struktur zum ersten Mal sah, konnte ich es nicht fassen», berichtete Mamani gegenüber lokalen Journalisten. «Ich träumte im Laufe der Jahre immer wieder von einer derartigen Struktur. Doch in meinen Träumen war der Weg zum Tor mit rosarotem Marmor gepflastert. Statuen säumten beide Seiten des Pfads.»

In seinem Traum war die kleine Einlassung in der Mitte geöffnet: «Ein helles blaues Licht ergoss sich daraus und gab den Blick auf eine Art Tunnel frei. Ich habe mich mit meiner Familie immer und immer wieder über diesen Traum unterhalten, und als ich das Tor schlussendlich fand, empfand ich es wie eine göttliche Offenbarung…» Wie vom Erdboden verschluckt Mamanis Vision kam nicht von ungefähr: Tatsächlich ranken sich um die «Puerta de Hayu Marca», aber auch um ihre Umgebung, zahlreiche lokale Überlieferungen und Legenden, wie Paul Damon herausfand.

Eine davon handelt von der Zeit, als die spanischen Conquistadores Peru eroberten und den Indios ihr Gold abspenstig machten. Einem Inkapriester namens Aramu Muru vom «Tempel der sieben Strahlen» des sagenumwobenen Kontinents Mu sei damals die Flucht geglückt, erzählen sich die Einheimischen.

Vor dem Portal habe er eine goldene Sonnenscheibe gezückt – der «Schlüssel zu den Göttern der sieben Strahlen» – und damit flugs das Tor «geöffnet». Die Scheibe drückte er seinen verdutzten Leidensgenossen in die Hand und verschwand durch die mysteriöse Öffnung auf Nimmerwiedersehen.

Derlei Erzählungen scheinen eng verknüpft mit dem Buch «Secrets of the Andes» des Amerikaners George Hunt Williamson, das dieser 1961 unter dem Pseudonym «Bruder Philip» veröffentlicht hatte. «Lord Muru», so berichtet er darin, soll nach dem Untergang des pazifischen Kontinents Mu in grauer Vorzeit in die Anden an den Titicacasse geflüchtet sein, wo er später das geheime Kloster der «Bruderschaft der Sieben Strahlen» begründete.

Alle Geheimnisse seiner Abkunft sollen dort bis auf den heutigen Tag verborgen liegen – ebenso wie die «Goldene Sonnenscheibe von Mu».

Williamson will diese Informationen aus erster Hand erhalten haben. Kritiker warfen ihm indes später vor, für seinen Bericht reichlich aus anderen Quellen geschöpft zu haben. So umstritten sein Buch denn auch ist, faszinierend liest es sich allemal.

Auch Rainer Rauer liessen derlei Erzählungen keine Ruhe, als er das «Felsentor» Ende 2004 in Augenschein nahm.

Trotz der dünnen Luft liess er es sich nicht nehmen, bis auf die Spitze zu klettern.

Selbst die Umgebung suchte er mit Adleraugen ab.

Die Nische unten am Tor. Wurde hier einst ein sakraler Gegenstand verwahrt?

Dabei machte er mehrere Entdeckungen, die bislang noch nirgends dokumentiert sind. So befinden sich gegenüber der Struktur die Reste einer Mauer, ebenso wie eine künstlich bearbeitete «Wand». Wenige Fahrminuten von der «Puerta» entfernt, stiess der Deutsche zudem auf eine weitere kuriose Struktur, die er instinktiv mit dem Felsentor in Verbindung brachte: einen Felshügel mit eingehauenen Stufen.

Weiter war da eine auf einer Steinfläche abgebildete Schlange, die Rauer beim Wegfahren für einige Sekunden wahrnahm. «Heute ärgert es mich, dass ich mir die Zeit nicht genommen habe, sie Blick auf die eindrückliche Umgebung. Das «Sternentor» befindet sich unmittelbar hinter dem rechten weissen Mast.

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Unsere Mediadaten finden Sie unter: www.mysteries-magazin.com näher in Augenschein zu nehmen», meint er leicht zerknirscht. «Aber ich war noch derart benommen von meinen Eindrücken, dass es mir einfach zu viel war.»

Und dann ist da noch die Geschichte mit dem «grünen» Stein, die der Deutsche fast etwas verlegen erzählt: «Als Erinnerung hob ich bei der Struktur einen grün schimmernden Stein vom Boden auf, der mir ob seiner Farbe sofort ins Auge gestochen war. Doch als ich ihn später meinen Kollegen im Bus zeigte, schauten die mich nur schief an. Kein Wunder, denn der Stein war plötzlich schwarz…»

Sagt es und legt das merkwürdige Stück wie zum Beweis vor sich auf den Tisch.

Längst zieht es ihn denn auch wieder zurück. «Ich werde das ‹Sternentor› mit Sicherheit ein weiteres Mal in Augenschein nehmen», erzählt er, während seine Hände mit dem Stein spielen. «Und dann werde ich bestimmt auch die Schlange wieder finden…»

Ganz so einfach scheint dies indes nicht: Kurz vor Redaktionsschluss kehrte Tatjana Ingold aus der Schweiz aus Südamerika zurück.Auf Anregung von Rainer Rauer wollte die leidenschaftliche Weltenbummlerin das «Sternentor» ebenfalls aufsuchen – in der Hoffnung, die mysteriöse Schlange erstmals fotografieren zu können…

Kreislauf-Zusammenbruch Doch es sollte nicht dazu kommen: Gerade mal 30 Meter vor dem Gebilde brach sie bei widrigsten Wetterbedingungen mit Kreislaufbeschwerden unerwartet zusammen.

Tatjana Ingold: «Kurz nach dem Tor hatte der Reiseleiter noch irgendetwas von einer grossen Schlange im Fels erklärt – aber da war ich leider schon so krank, dass ich nicht mal mehr aus dem Fenster geschaut habe, geschweige denn fotografieren konnte.»

Reines Pech? Oder herrschen bei der «Puerta» tatsächlich unheimliche Kräfte? Ganz so leicht scheint sich das mysteriöse Monument sein Geheimnis jedenfalls nicht entlocken zu lassen.

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Ein schwarz-weißes Foto einer Felsformation.
Ein schwarz-weißes Foto von Menschen, die in der Wüste spazieren.
Ein schwarz-weißes Foto einer Bergkette.
Ein schwarz-weißes Foto einer Felswand.
Ein schwarz-weißes Foto eines Berges mit einem Dorf unten.
Ein Plakat mit schwarzem Hintergrund und weißem Text.
ein Plakat mit einer Brücke darauf

Gestern habe ich Uri Geller gesehen. Er stand in einem Hausgang und zwinkerte mir verschmitzt zu. Ich hätte schwören können, dass er es war. Die Ähnlichkeit war frappierend. Einen Moment lang überlegte ich mir, ihn anzusprechen. Ich liess es dann sein.

Schliesslich kann der Typ nichts dafür, dass er offensichtlich einen Doppelgänger hat. Noch dazu einen ziemlich aussergewöhnlichen.

Geglaubt hätte es mir sowieso niemand. Ebenso gut hätte ich ein UFO sehen können. Wer über UFOs schreibt, sollte keines sehen. So will es die Gesellschaft. Geglaubt werden derlei Berichte, wenn überhaupt, nur erklärten Skeptikern. Die machen sich zumindest nicht übermässig verdächtig, das zu sehen, was sie zu sehen wünschen.

Würde Erich von Däniken eigenhändig ein 5000 Jahre altes Handy ausbuddeln, das sogleich zu Staub zerfällt, hätte er dasselbe Problem. Auch hier gilt die gesellschaftliche Regel: Die Reste eines hochtechnischen Artefakts würden höchstens dann ernst genommen, wenn sie ein namhafter Archäologie-Professor zu Tage gefördert hätte. Nur: Wäre das in diesem Fall wirklich so?

Drehen wir den Spiess also um: Was wäre, wenn ein bekannter Genetiker in einem Gutachten festhält, dass die DNA eines vermeintlichen Yeti-Haares, das er 2001 von einem Baum in Bhutan kratzte, keiner bekannten irdischen Kreatur zugeordnet werden kann? Zumindest gab es das bereits: Der Mann heisst Bryan Sykes. Er ist weltberühmter Professor für Humangenetik in Oxford.

Und er untermauerte seine unglaubliche Aussage am 2. April 2001 in der Londoner «Times»: «Die DNA ist nicht menschlich, sie lässt sich auch keinem Bären zuordnen, noch irgendetwas, das sich sonst identifizieren liesse. Es ist ein Rätsel und ich hätte nie gedacht, dass dies ein Rätsel bleiben würde. Niemals ist uns bislang DNA untergekommen, die wir nicht identifizieren konnten.»

Bleibt die Frage, wer eigentlich definiert, was ein Beweis ist. Ist es etwas, das die Mehrheit akzeptiert, weil sie es für wahrscheinlich hält? Oder etwas, das hieb- und stichfest in einem seriösen Gutachten steht, auch wenn es nach gängiger Lehrmeinung gar nicht sein kann? Würde letztere Definition wirklich etwas zählen, hätte der Zeitgeist längst kippen müssen. Im Minimum zugunsten des Yeti. Tut er aber nicht. Weil die Allgemeinheit erst dann die Seite wechselt, wenn das arme Vieh samt Mähne im Zoo bestaunt werden kann. Dann haben es selbstverständlich alle schon immer gewusst.

In diesem Sinne recherchiert sich «mysteries» dank Ihrer Unterstützung auch 2006 durch den Lügen-Dschungel.

Ohne Rücksicht auf Lehrmeinungen oder andere Tabus. Im Bemühen, Ihnen die Rosinen vorsetzen, die anderen in den falschen Hals geraten.

Luc Bürgin (Herausgeber)

Sein Blick ist tödlich: Guy Savelli heisst der Kuntao-Meister, der Tiere allein mit seinem Blick erlegt. Seit Jahrzehnten arbeitet er in geheimer Mission nebenberuflich für die US-Militärs. Ein amerikanischer Autor hat die kuriosen Machenschaften der Psi-Spione jetzt ans Licht gebracht – und festgestellt, dass einige von ihnen nach den Anschlägen vom 11. September 2001 offenbar «reaktiviert» worden sind. Darunter auch «Ziegen-

Killer» Savelli. von Sven Berger

London, Oktober 2001. Wenige Wochen nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center von New York. Auf der Dachterrasse eines Londoner Restaurants treffen sich zwei prominente Gestalten. US-Journalist Jon Ronson. Und Löffelbieger Uri Geller.

Ronson brennt von allem Anfang an eine Frage auf den Lippen: Hatte Geller einst für den US-Geheimdienst gearbeitet, wie Gerüchte besagten? Der Mann will es genauer wissen.

Und setzt dem Psi-Experten die Pistole auf die Brust: «Wie kam es, dass Sie in den Siebzigerjahren ein Psi-Spion für die amerikanische Regierung wurden?» Doch Uri winkt ab: «Ich möchte darüber nicht sprechen.»

«Uri, was ist los?» hakt Ronson nach.

«Sie haben doch schon öfters darüber gesprochen.»

«Nein, das habe ich nicht», bleibt der stur. «Doch!» insistiert der Journalist. «Sie sprachen darüber gegenüber der ‹Financial Times›. Sie sagten dort, sie hätten jede Menge Psi-Arbeit für die CIA in Mexico geleistet.»

Geller zuckt mit den Achseln.

Ein Flugzeug zieht donnernd über den Himmel. Einen Moment lang schweigen sich die beiden an und blicken ihm gedankenversunken nach.

Dann ergreift Uri Geller das Wort wieder: «Falls Sie weitererzählen, was ich Ihnen jetzt sage, werde ich es dementieren.» Ronson nickt. Und Geller doppelt nach: «Ihre Aussage wird dann also gegen meine Aussage stehen.» Ronson nickt erneut.

Der Psi-Star rückt mit seinem Stuhl näher zu Ronson. Sein Blick streift kurz Kuntao-Meister Guy Savelli: Im Rahmen militärischer Psi-Experimente zwang er Ziegen und Hamster in die Knie.

durchs Restaurant. Dann blickt er den Journalisten an: «Das ist nicht länger eine Geschichtsepisode…»

«Wie bitte?» fragt Ronson. Uri blickt ihm direkt in die Augen: «Ich bin reaktiviert worden.» Und nach längerem Insistieren fügt er hinzu: «Ich werde Ihnen dazu nur noch eine Sache verraten. Der Mann, der mich reaktiviert hat…» – er macht eine kurze Pause und fährt dann fort – «…wird Ron genannt.»

Kuriose Enthüllungen Mit dieser reichlich kuriosen Episode beginnt Jon Ronson seinen kürzlich erschienenen Bestseller «The Men who Stare at Goats» – das bislang wohl bestrecherchierte Buch über Psi-Spione und Psi-Taktiken beim US-Militär.

Bekannt war bislang einzig, dass die USA-Armee bis Mitte der 90er Jahre Sensitive ausbilden liess und sie zu Spionagezwecken eingesetzt hatte. Ebenso, dass die Einheit später aufgelöst wurde.

Mehrere ihrer Mitglieder gingen in der Folge an die Presse oder verfassten Bücher. Darunter Lyn Buchanan oder Ed Dames. Sehr zum Ärger von Major General Albert Stubblebine III, der ein halbes «Die verdammten Psi-Spione sollen ihren verdammten Mund halten!»

Dutzend der Psi-Spione von 1981 bis 1984 in Fort Meade (Maryland) befehligte. «Statt überall damit herumzuprahlen, sollten die verdammten Spione lieber ihren verdammten Mund halten», polterte er gegenüber Jon Ronson.

Der Identität des Mannes, der Geller «reaktivierte», kam der Investigativjournalist während seiner zweieinhalbjährigen Recherchen zwar nicht auf die Schliche – obwohl zahlreiche Gewährsleute ihn offenbar kannten, ihn aber um keinen Preis verraten wollten. Dafür enthüllt der Journalist jede Menge weiterer Dinge, die nicht minder seltsam sind.

So werfen seine Interviews mit militärischen Involvierten ein reichlich schiefes Licht auf die Psi-Aktivitäten in Fort Bragg (North Carolina) – die trotz anderslautenden Aussagen nach dem 11. September 2001 wieder aufgenommen wurden – um Terroristen in aller Welt zu bekämpfen.

Dabei ist auch die Rede von allerlei mentalen Foltertechniken, die mittlerweile offenbar eingesetzt werden. Bizarre Geschichten, die Ronson von hochrangigen Gewährsleuten berichtet wurden. Und: Er zitiert seine Informanten fast ausnahmslos mit vollem Namen.

Als einer seiner Kronzeugen fungiert Colonel John Alexander, Berater des Pentagon, der CIA, des Los Alamos National Laboratory und der NATO. Und ein enger Freund von Al Gore und Uri Geller. Der Colonel gab ihm den heissen Tipp, Guy Savelli zu kontaktieren – «den Mann, der in Fort Bragg mit seinem Blick eine Ziege killte».

Offiziell arbeitet Guy Savelli als Kuntao-Meister in Cleveland, Ohio. Von bedeutenden Meistern geschult, schöpfte er sein Wissen unter anderem aus geheimen Kampf-Zirkeln in Indonesien und Asien. Selbst heute ist das von ihm praktizierte chinesische «Huc Chung Kun Tao» als Karatestil nur Insidern bekannt.

Hamster «mental» getötet Begeistert zeigte der Selbstverteidigungs-Profi dem Journalisten Videoaufnahmen, auf denen er einen Hamster mit Gedankenkraft krank, ja geradezu paranoid werden liess. Um ihn schliesslich mental zu töten. «Weil mir Hamster den letzten Nerv rauben», wie Savelli sein kurioses Unterfangen lapidar begründete.

Dann erzählte er Ronson bereitwillig von seinem Ziegen-Experiment: So sei er 1983 von Colonel John Alexander telefonisch nach Fort Bragg beordert worden, um den dortigen Soldaten spezielle Kampf- und Mentaltechniken beizubringen. Das tat er auch – bis eines Nachts während eines Gesprächs die Idee aufkam, nach dem Hamster auch ein grösseres Tier mit blosser Gedankenkraft in die Knie zu zwingen.

Am nächsten Morgen zerrten die Soldaten deshalb eine Ziege in einen der Räume und posierten dort eine Videokamera. Savelli kniete sich im Raum daneben auf den Boden.

In Gedanken nahm er das Schwert des Erzengels Michael in die Hände, durchbohrte die Ziege damit und drückte sie dann auf den Boden. Nach einer Viertelstunde wies er die Soldaten an nachzusehen – und tatsächlich: Die Ziege im anderen Raum lag wie tot auf dem Boden und tat keinen Wank mehr. Irgendwann erhob sie sich dann wieder, als ob nichts geschehen wäre.

Nun packte die Truppe der Ehrgeiz: Guy Savelli sollte das Experiment am nächsten Tag wiederholen – und die Ziege dieses Mal mit seiner Gedankenkraft töten. Also schleppte man dreissig Tiere an und nummerierte sie durch. Nr. 16 – so wurde beschlossen – sollte der Tod ereilen.

Wieder kniete sich Savelli hin, zückte in Gedanken sein Schwert. «Kill die Ziege, kill die Ziege», grölten die Soldaten im Hintergrund.

Kurze Zeit später eilten die Männer gespannt in den Raum. Fassungslos sahen sie dort eines Tiere niederstreckt am Boden liegen. Ein kurzer Blick – und allen war klar, dass sie gerade Zeuge eines haarsträubenden Experiments geworden war: Das Tier war tot! Allerdings handelte es sich um Nr. 17.

Wissenschaftlich untersucht Tatsache ist: Savelli verfügt bis heute über eine militärische «Secret Security Clearence»-Lizenz. In der Rekordzeit von drei Tagen bringt er US-Soldaten in geheimen Spezialtrainings regelmässig allerlei exotische Kampftechniken bei, darunter so spezielle Dinge, wie Früchte mit einem Finger zu durchstossen.

Seine mentalen Fähigkeiten wurden zudem mehrmals wissenschaftlich untersucht – mit beeindruckenden Ergebnissen.

So etwa im August 1982 von der renommierten American Society for Psychical Research.

Als Kuntao-Meister schult Savelli seine Schüler neben mentalen Kampf- und Heilungstechniken auch darin, mentale Prozesse ihrer Gegenübers zu unterbrechen. Oder wie er es formuliert: «Eine fortgeschrittene Methode, mittels welcher der Geist des Opponenten blockiert wird, so dass er unfähig ist, eine wirkungsvolle Attacke auszuführen.»

Und dann ist da noch eine weitaus effektivere Angriffstaktik. Dazu Colonel John Alexander: «Als wir mit Savelli zusammenarbeiteten, sahen wir auch Beweise des legendären Dim Mak, auch bekannt als Todesberührung.»

Eine subtile Methode, die minimster physikalischer Kraftanstrengung bedarf und den Angegriffenen in eine Art apathischen Zustand versetzt, um ihn dann plötzlich sterben zu lassen – allerdings erst einige Stunden später. Ohne, dass er dabei irgendwelche äusseren Verletzungen davonträgt.

Als Beweis für die tatsächliche Wirkung dieser mystisch anmutenden Tech- «Nach exakt zwölf Stunden kippte die eine Ziege tot um…»

nik, mussten einmal mehr zwei Ziegen herhalten. Dazu der Colonel: «Savelli führte die Stösse persönlich aus. Die Tiere wurden anschliessend kontinuierlich überwacht. Nach exakt zwölf Stunden kippte das eine tot um. Das zweite starb ungefähr 24 Stunden, nachdem es getroffen wurde.»

Autopsien wurden angeordnet, um die Todesursache zu eruieren. «In beiden Fällen wurde ein Herzstillstand diagnostiziert. Beide Herzen waren mit Blut angefüllt. Im Brustkorb beider Tiere stiess man auf Spuren, die der Ausgangswunde einer Kugel oder eines scharfen Projektils ähnelten. Dagegen fehlte jede Spur einer Eingangswunde.»

Interessanterweise ergab die Autopsie weder eine starke Blutung noch eine starke Verwundung an dem Punkt, an dem der Schlag die Tiere getroffen hatte. Dazu Colonel Alexander: «Unserer Meinung nach ist dies das erste Mal, dass Dim Mak angewendet und medizinisch untersucht wurde, gefolgt von einer Autopsie, um der effektiven Todesursache auf den Grund zu gehen.»

Herzschlag manipuliert Jahre nach den grauslichen Ziegen-Experimenten wurde Savelli erneut von drei militärischen Spezialisten aus Fort Bragg kontaktiert. Sie hatten von seinen Fähigkeiten gehört und wollten sie mit eigenen Augen erleben.

Doch der Mentalkampf-Experte lehnte ab. Er hatte in seinem Leben bereits genügend Tiere getötet. Also bot Guy Savelli den Dreien einen Kompromiss an: Er würde sie statt dessen in seiner Technik schulen, den Herzschlag einer Ziege mental zu beeinflussen und zu senken – unter kontrollierten Bedingungen.

Kurz darauf traf man sich im Labor eines befreundeten Tierarztes. Der hatte sich bereit erklärt, eine Ziege für den Versuch zur Verfügung zu stellen. Ebenso wie ein EKG-Gerät, an welches das Tier angeschlossen wurde, um seinen Herzschlag zu messen.

Was dann geschah, konnte Autor Jon Ronson auf einer privaten Videoaufnahme Savellis hautnah mitverfolgen: Die Ziege im Veterinärlabor blökte und blökte – als ob sie etwas beunruhigte.

«Starrt jemand der Soldaten das Tier in diesem Moment an?» wollte Ronson von Savelli besorgt wissen, als sie sich das Band gemeinsam anschauten. «Ja, der da», antwortete er und deutete auf die Schuhe eines Mannes, der offenbar direkt neben der Kamera stand.

Und dann geschah es: Der Herzschlag des Tieres sank und sank, wie ein Blick auf die EKG-Maschine zeigte. «Das war Stufe 1, nicht wahr», fragte Ronson unsicher. Savelli nickte. Und Ronson bohrte nach: «Und wenn man das nun weitertreibt auf Stufe 2, wird das Tier taumeln oder umfallen?» Savelli nickte erneut.

«Und wenn man noch weiter gehen würde: Würde der Hamster oder die Ziege dann sterben?» «Ja, das würden sie. Aber Stufe 1 ist hoch… wirklich hoch!»

Geheime Mission im Irak Wie Ronson Mitte 2004 – kurz vor der Veröffentlichung seines Buches – erfuhr, wurde offenbar nicht nur Uri Geller von der militärischen Psi-Abteilung «reaktiviert», sondern auch Guy Savelli – direkt von Fort Bragg.

Erneut musste der Mann den dortigen Verantwortlichen seine Mentalexperimente vorführen – diesmal wieder mit einem Hamster. Wie es scheint, einmal mehr mit Erfolg. Denn unmittelbar darauf kündigte er gegenüber Ronson an, mit US-Truppen in geheimer Mission in den Irak aufzubrechen.

«Wissen die Verantwortlichen denn überhaupt von unserem Informationsaustausch?» wollte der Journalist vor dessen Abreise besorgt wissen. Nein, winkte Savelli ab. Aber das gebe sicher keine Probleme. «Immerhin ist das doch gute PR für sie», fügte er in seiner direkten Art an. Seitdem herrscht zwischen den beiden offiziell Funkstille. Auf Weisung von «Geisterfahrer» lässt Polizisten staunen «oben»?

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Ein Mann in einem schwarz-weißen Foto mit einer Jacke.
Ein Schaf, das auf einem Grasfeld steht.
Ein Plakat mit den Worten Gott als Autor darauf.
Ein schwarzes Auto mit angeschalteten Scheinwerfern.

Google enthüllt «Riesenstern» unweit von Area 51

Abrupte Klimawechsel in der Eiszeit: Die Sonne ist schuld

Google machts möglich: Seit geraumer Zeit lassen sich beim Internet-Giganten Satelliten-Bilder aus aller Welt herunterladen. Darunter auch Fotos der geheimnisumwitterten «Area 51» und ihrem Umfeld – dem geheimsten US-Militärgelände. Offizielle Auskünfte dazu gibts selbstverständlich nicht. Bleibt die Frage, was derart riesige «Sterne» (Bild) auf dem Testgebiet zu bedeuten haben…

Wissenschaftler mehrerer deutscher Forschungsinstitute haben eine mögliche Erklärung für den rätselhaften Zyklus abrupter Klimaveränderungen in der Vergangenheit gefunden. Die Forscher konnten durch Computersimulationen zeigen, dass kleine «Sonnenschwankungen» als Auslöser der Klimakapriolen während der letzten Eiszeit in Frage kommen. Ihre Forschungsergebnisse wurden nun in «Nature» veröffenlicht.

Während der letzten Eiszeit, die vor 120’000 Jahren begann, gab es demnach rund zwanzig drastische Klimawechsel. Die nach ihren Entdeckern benannten Dansgaard-Oeschger-Ereignisse begannen mit einem plötzlichen Anstieg der regionalen Temperatur im Nordatlantikraum um bis zu 12 Grad Celsius innerhalb eines Jahrzehnts. Diese oft mehrere Jahrhunderte dauernden Phasen traten fast immer exakt alle 1470 Jahre auf.

Ein Mann mit Brillen lächelt auf die Kamera.
Ein schwarz-weißes Foto von Eisbergen, die im Ozean schweben.
Ein Mann in einem Anzug und Krawatte mit einem Mikrofon.

Überreichung des goldenen Schwertes. Was bezweckte Jeb Bush damit?

ruhigend, dass Jeb eine Kandidatur für 2008 derzeit noch ausschliesst.

Segen vom Papa Das letzte Wort über seine Kandidatur dürfte sowieso das Familienoberhaupt haben: Georg Bush Senior. Jeb steht ihm weitaus näher als George Junior.

Und der Senior macht denn auch kein Hehl daraus, dass sein Sohn eines Tages kandidieren wird: «Irgendwann wird er das bestimmt, denke ich», gab er unlängst in der Larry-King-Show von CNN zu Protokoll.

«Er wäre verdammt gut. Der Kerl ist smart, gross und stark.»Zwar betone Jeb stets,dass er das gar nicht wolle, fügte Papa Bush zwinkernd an: «Aber niemand glaubt das.»

Bleibt nur zu hoffen, dass dem dritten Bush dereinst Hilary Clinton als Herausforderin gegenübersteht. Die Welt würde es ihr danken. Wer sich vom «sensibelsten» aller Bushs als Präsident nämlich tatsächlich mehr Intelligenz erhofft als von seinem Bruder, ist falsch gewickelt: Vor wenigen Monaten erst trat in seinem Bundesstaat ein neues Gesetz in Kraft, das Jeb zusammen mit der Waffen-Lobby erfolgreich durchboxen konnte.

Inhalt: Jeder, der sich in Florida öffentlich bedroht fühlt – ob bei Parkplatzstreitigkeiten oder sonstwo – darf künftig zur Abschreckung die Waffe ziehen.

Eine tolle Sache, warb Jeb Bush: Das neue Gesetz appelliere an den «gesunden Menschenverstand».

Ziemlich krank, oder?

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Ein T-Shirt mit dem Wort Jeb darauf
Ein Hemd, auf dem steht: "Jeb President 2008".
Ein Fabrikschornstein, der Rauch in die Luft spuckt.

Blick ins ägyptische Tal der Könige. Noch immer schlummern hier ungehobene Schätze im Wüstensand.

Noch ist es streng vertraulich: Zwei bekannte Ägyptologen haben im Tal der Könige offenbar einen «Grabeingang» oder «unbekannten Schacht» gefunden, dessen Existenz sie aus taktischen Gründen verheimlichen.

Sie arbeiten in buchstäblich engster Nachbarschaft: Jahr für Jahr wühlen sich Expeditionsteams und Arbeitsgruppen aus aller Welt im ägyptischen Tal der Könige eifrig durch den Sand. Ziel: Bergung, Konservierung und Restaurierung der Hinterlassenschaft der altägyptischen Herrscher.

Grössere Entdeckungen sind Mangelware. Und doch könnte unlängst eine derartige gelungen sein – exakt am Schnittpunkt der Konzessionsareale zweier Ägyptologenteams. Die Crux: Gegenwärtig zählt die Entdeckung noch zu den bestgehüteten Geheimnissen der Ägyptologie.

«mysteries» hat aus einer amerikanischen Top-Quelle exklusiv davon erfahren.

Demnach hat der bekannte US-Ausgräber Otto Schaden «im Umfeld» von KV 10, dem Grab des Pharaos Amenmesse (um 1214 bis 1210 v. Chr.) einen bislang «unbekannten Schacht aufgespürt».

KV 10 liegt nur einen Steinwurf vom berühmten Grab Tutanchamuns (KV 62) entfernt, südlich davon im Tal.

für sich.

Doch Schadens Freude über den archäologischen Glücksfall dürfte sich in Grenzen halten: Der Fund gelang ihm nämlich auf dem Suchgebiet des «Amarna Royal Tomb Project» (ARTP). Das wiederum liegt direkt auf der anderen Wegseite, parallel zum Grab des Amenmesse.

Ab 1998 forschte hier ein internationales Team nach verschollenen Gräbern. Hoffnung des dortigen Forschungsinitia-Gräber-Karte: In diesem Gebiet wurden die Ägyptologen fündig.

tors und Ägyptologen Nicholas Reeves war es, westlich von KV 9 auf das Grab der berühmten Königin Nofretete zu stossen.

Irgendwo an der «Grenze» der beiden Suchflächen ist Otto Schaden nun fündig geworden. Wie «mysteries» erfuhr, liegt der Zugang «rund 1,50 Meter weit auf dem ARTP-Areal». Das Problem: Reeves will die Öffnung dort bereits vor Jahren aufgestöbert und verheimlicht haben – und reklamiert die Entdecker-Lorbeeren nun Noch wird geschwiegen Die Fundstelle wurde mittlerweile wieder zugeschüttet und unkenntlich gemacht. Und sowohl Reeves als auch Schaden schweigen bislang – zumindest offiziell. Der Grund für diese Massnahme hat einen Namen: Zahi Hawass, Ägyptens oberster Chef-Ausgräber.

Offenbar wollen Schaden und Reeves abwarten, bis er nicht mehr das Szepter in der Antikenverwaltung schwingt. Denn beide Teams sollen befürchten, dass Hawass verlangt, als Entdecker genannt zu werden. Hawass hat Derartiges schon öfter für sich reklamiert. Wer nicht einverstanden ist, kann seine Konzession verlieren.

Und welcher Ausgräber will das schon?

Was sich hinter der jüngsten Entdeckung im Tal der Könige verbirgt, bleibt deshalb vorläufig der Spekulation überlassen. Schächte gibt es in der Nekropole relativ häufig. Viele blieben jedoch unvollendete Depots oder wurden im Altertum geplündert. Einige aber enthielten bei ihrer Auffindung auch wertvolle Artefakte. Zu welcher Gruppe wohl die neue Entdeckung gehört?

Carl Hulot ■

Eine topografische Karte einer Bergkette.