Interner Computerausdruck aus Dübendorf mit rotem, handschriftlichem Vermerk des zuständigen Mitarbeiters.

Welcher Natur war dieses «UFO», das am 2. August 1993 innerhalb weniger Minuten derart rasant in die Höhe schoss?

Von unten, nach oben und wieder nach unten…

Scheinbar willkürlich flog hier ein physikalisch existierendes Objekt quer über die Schweiz, ohne dass sich militärische Spezialisten in Dübendorf nach Ausschluss aller konventioneller Erklärungsmöglichkeiten einen Reim darauf machen konnten.

Titelthema Ausgabe 3/10 Explosive News zur 9/11-Attacke: Chemiker Niels Harrit von der Universität Kopenhagen will in Staubproben des zerstörten WTC-Gebäudes Nr. 7 Spuren hochmodernen Sprengstoffes gefunden haben. Er ist überzeugt: Hier waren nicht nur Terroristen am Werk. Nun will er weitere Analysen unterstützen.

Ausgabe 3/10 Politik

Archiv der Schweizer Luftwaffe (1993/94) – Abbildung 2
Archiv der Schweizer Luftwaffe (1993/94) – Abbildung 3
Archiv der Schweizer Luftwaffe (1993/94) – Abbildung 4
Archiv der Schweizer Luftwaffe (1993/94) – Abbildung 5

9/11-Attentat: Kontroverse um umstrittene Sprengstoff-Spuren

«Rot-graue Chips». Diese seltsamen Mini-Partikel will Harrit in Staubproben von «Ground Zero» gefunden haben. Handelt es sich um Restspuren von Sprengstoff?

Politik Ausgabe 3/10

Walfänger und Tierschützer liefern sich erbitterte Seeschlachten

Schallkanonen, Laserwaffen, «Totenkopf»-Helikopter und schwarz lackierte Boote mit Antiradar-Beschichtung: Von der Öffentlichkeit weitgehend ignoriert tobt rund um die Antarktis ein regelrechter Hightech-Krieg. Japanische Walfänger liefern sich dort mit militanten Tierschützern heftige Schlachten.

ie See tobt. Der Stahlkoloss schiebt schäumende Wellen vor sich her. Erbarmungslos hält er auf das Dkleine, quer vor ihm dümpelnde schwarze Speed-Boot zu. Immer näher kommt er dem futuristisch anmutenden Vehikel – ohne auszuweichen. Gerade noch rechtzeitig können dessen sechs Besatzungsmitglieder ins Heck flüchten, bevor es gewaltig kracht und der Ozeanriese über die Spitze ihres Gefährts hinwegwalzt. Fast komplett drückt er das Boot unter Wasser und rauscht unbeirrt weiter.

Im Bug des gerammten schwarzen Trimarans klafft ein riesiges Loch. Von der Bootspitze sind nur noch Trümmer und Splitter übrig. Beim schwer beschädigten Hightech-Flitzer handelt es sich um die «Ady Gil» der amerikanischen Tierschutzorganisation «Sea Shepherd» – attackiert von einem Begleitschiff japanischer Walfänger. Bei der Kollision bricht sich ein Tierschützer mehrere Rippen. Die «Ady Gil» beginnt kurz darauf zu sinken, andere Boote retten die Besatzung.

Der dramatische Crash bildet den Höhepunkt eines regelrechten Seekriegs, der zwischen militanten Tierschützern und entnervten Walfängern in den Gewässern der Antarktis tobt. Pures Glück, dass es bei diesem Zwischenfall keine Toten oder Schwerverletzten gegeben hat. Denn während der aktuellen Walfang-Saison ist die Auseinandersetzung zwischen den beiden Parteien massiv eskaliert.

«So brutal und rücksichtslos wie dieses Jahr sind die Walfänger noch nie vorgegangen», bestätigt «Sea Shepherd»- Präsident Paul Watson (59). Denn bereits wenige Tage nach

So brutal wie in diesem Jahr agierten die Walfänger noch nie.

der Kollision mit der «Ady Gil» rammte ein anderes Walfangboot erneut ein Schiff der Tierschützer und riss ebenfalls ein Leck in dessen Bordwand.

Gegen den «Sea Shepherd»-Helikopter setzten die Japaner sogar ein «Long Range Acoustical Device» (LRAD) ein – eine Schallkanone!

«Ein unglaublich skrupelloses Vorgehen», schimpft der beschossene Helikopter-Pilot Chris Aultman schockiert. Der Mann hatte Glück und konnte seine Maschine nach dem Angriff sicher landen. Aber: «LRAD werden als militärische Waffen eingestuft. Sie können Brechreiz und Besinnungslosigkeit verursachen. Entsprechend gefährlich und verantwortungslos ist es, solche Waffen gegen Piloten einzusetzen.»

Der Konflikt zwischen den beiden Parteien eskaliert nicht Ausgabe 3/10 Umwelt Angriff auf Japans Walfänger (oben).

«Sea Shepherd»-Aktivisten im Einsatz.

Untergang der «Ady Gil» (l. u. r.). Die Waljäger rammten das Hightech-Boot der Tierschützer mit voller Absicht.

ohne Grund. Seit über 30 Jahren versuchen die Umweltaktivisten von «Sea Shepherd», Walfänger zu stoppen oder zumindest zu bremsen. Und das mit Erfolg: Immer seltener gelingt es den Japanern, mit ihren Harpunen Wale zu töten.

Mittlerweile erreichen sie oft nicht einmal mehr die Hälfte der angestrebten Fangquoten. Entsprechend gereizt reagieren die Fischer, wenn sie über Wochen von den «Sea Shepherd»- Booten begleitet, überwacht und behindert werden.

Umweltorganisationen wie «Greenpeace», «WWF» und eben «Sea Shepherd» ebenso wie die meisten Mitgliedstaaten der Internationen Walfangkommission sind überzeugt: Die Japaner jagen die imposanten Meeresriesen illegal. Die Forschungszwecke, mit denen Japan seine Waljagd stets begründet, seien nur vorgeschoben. Zudem wird den Japanern vorgeworfen, auch in internationalen Schutzgebieten zu harpunieren. «Sea Shepherd» agiert bei ihren Aktionen ebenfalls nicht zimperlich. Die Aktivisten treten meist martialisch vermummt auf – mit Totenkopf-Flagge. Und auch sie rammen mit ihren Schiffen gerne mal Walfang-Trailer. Sie rühmen sich sogar damit, schon mehrere Schiffe ihrer Kontrahenten versenkt zu haben – aber ausschliesslich in Häfen, wie «Sea Shepherd»-Chef Paul Watson betont. Und ohne dabei Umwelt Ausgabe 3/10 11 Menschen zu gefährden. «Wir gehen aggressiv vor», räumt der Haudegen ein, «zerstören Harpunen, Netze und Langleinen der Walfänger.

Aber wir haben noch nie einen einzigen Menschen verletzt – und werden dies auch «Ady Gil» wird nie tun.»

Ohne Unterlass versuchen die Tierund sinkt. Ein schützer, die Walfänger auf hoher See Aktivist erleidet mit Hochleistungs-Laserstrahlen zu dabei massive blenden oder mit Seilen und Bojen de- Verletzungen.

ren Schiffsschrauben und Ruder zu blockieren. Sie schmeissen Stinkbomben mit Buttersäure oder auch Farbbeutel auf Walfang-Schiffe und hoffen, damit den Fang der Fischer unbrauchbar zu machen.

Die japanische Regierung bezeichnet die «Sea Shepherd»-Aktivisten deshalb stets als «Öko-Terroristen». Die Tierschützer dagegen berufen sich bei ihrem Vorgehen auf die UN-Charta zum Schutze der Natur, nach der schliesslich jeder verpflichtet sei, «die Umwelt zu verteidigen».

Nerven liegen blank Die Walfänger antworten auf die Attacken der Tierschützer zunehmend gereizt und gewalttätig. Immer häufiger setzen sie neben Wasserkanonen sogar Tränengas- und Blendgranaten ein – und schrecken nicht einmal vor lebensgefährlichen Waffen wie den erwähnten Schallkanonen zurück.

Weil das Rammen und Versenken der «Ady Gil» juristisch bisher ungeahndet geblieben ist, fühlen sich die japanischen Fischer nun offensichtlich zu allem berechtigt, konstatiert der «Sea Shephard»-Boss Paul Watson. Seine australischen und neuseeländischen Crewmitglieder schwebten in akuter Lebensgefahr, kritisiert er. «Hier draussen herrscht ein regelrechter Krieg, ein Wal-Krieg – aber wir haben keinesfalls die Absicht klein beizugeben!»

Immerhin: Nach längerem Zögern wollen Australien und Neuseeland die Ereignisse – vor allem das Versenken der «Ady Gil» in der Antarktis – nun endlich doch noch untersuchen lassen. Medien zitieren den neuseeländischen Aussenminister Murray McCully mit den Worten: «Unsere Regierung lehnt den Walfang der Japaner in der Antarktis entschieden ab. Und wir lehnen es auch ab, dass Menschen dort getötet werden.»

Auf Leben und Tod: Heimlicher Krieg in der Antarktis – Abbildung 2
Auf Leben und Tod: Heimlicher Krieg in der Antarktis – Abbildung 3
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Auf Leben und Tod: Heimlicher Krieg in der Antarktis – Abbildung 5
Auf Leben und Tod: Heimlicher Krieg in der Antarktis – Abbildung 6
Auf Leben und Tod: Heimlicher Krieg in der Antarktis – Abbildung 7
Auf Leben und Tod: Heimlicher Krieg in der Antarktis – Abbildung 8

G e i s t e r h a u s

Hoffentlich bringt das kein Unglück: Das berüchtigste Spukhaus der Schweiz musste den Baggern weichen – weil an seiner Stelle ein modernes Einkaufszentrum entsteht.

Unmittelbar vor dem Abbruch wagte «mysteries» einen letzten Blick in das alte Nidwaldner Haus, in dem einst Stühle und Tische durch die Luft flogen und Poltergeister ihr Unwesen trieben – vor den Augen eines schockierten Politikers und seiner Familie.

Ausgabe 3/10 Phänomene

Ausgespukt: Historisch wertvoller Mystery-Bau plattgemacht: – Abbildung 2

Zion Badash soll ein Geniestreich gelungen sein: Die Konstruktion eines ebenso genialen wie einfachen Filterringes, der bei Automotoren die Leistung erhöht und gleichzeitig den Treibstoffverbrauch senkt. Ob «Süddeutsche Zeitung», «Jerusalem Post» oder «Taz»: Bekannte Medien aus aller Welt überhäufen den 19-jährigen Israeli (Bild oben) derzeit nur so mit Vorschusslorbeeren.

«Z5» heisst die kupferne Scheibe. In ihrer Mitte befindet sich ein sternförmiges Gebilde. Selbst Laien könnten das Teil von Hand in den Luftzufuhrschlauch des Motors montieren – wo es dann wahre Wunder bewirke, verspricht der Hersteller. Das Gerät erfunden hat Zion Badash.

Wie sein «Zauberring» genau funktioniert, kann oder will der junge Israeli derzeit nicht erklären. «Wenn man wüsste, was genau passiert, hätte das Ding schon längst ein anderer vor mir erfunden», erzählt er verdutzten Journalisten immer wieder. Aus reinem Eigennutz habe er als 16-Jähriger begonnen, mit alten Metallteilen und einem Generator herumzuexperimentieren: Als Asthmatiker war er schlicht genervt von den Luft verpestenden Linienbussen Tel Avivs.

Geduldig wälzte der junge Mann jahrelang Technikbücher, recherchierte im Internet und bastelte im Keller seines Elternhauses munter vor sich hin. Bis schliesslich – Jahre später – der «Z5» herauskam. Besagter Ring aus einer Metallmischung, die auch Kupfer und Gold enthalte, verbessere Luftzufuhr und -mischung in der Brennstoffkammer, lautet die vage Produktbeschreibung. So verbrauchten vor allem Dieselmotoren «bis zu 40 Prozent» weniger Treibstoff und stiessen gleichzeitig weniger Abgase aus.

Als «Z5 Global Group» kümmert sich inzwischen Badashs Familie um die Vermarktung der Erfindung ihres Sprösslings.

Unabhängige Institute hätten den Filter geprüft, erklärt sie.

Selbst der israelische TÜV versichert die Wirksamkeit des Rings: «Wir haben das Produkt an rund 200 Fahrzeugen getestet», bestätigte Herzl Biton von der Technischen Prüfstelle Sharon-Bezirk in Tel Aviv gegenüber der deutschen Zeitschrift «Natur + Kosmos»: Der Verbrauch gehe bei Dieselfahrzeugen um durchschnittlich 20 Prozent und bei Benzinern um rund 5 Prozent zurück.

ADAC bleibt skeptisch – doch der Verkauf läuft «Sehr skeptisch» äussert sich dagegen der deutsche ADAC auf Anfrage von «mysteries». Man habe von «Z5» zwar schon gehört, heisst es im dortigen Technikzentrum. «So lange zu solchen Produkten aber keine nachvollziehbare und basiswissenschaftliche Wirkbeschreibung existiert, raten wir wie üblich zur Vorsicht.» Zu- oder abnehmende Verbrauchswerte hingen von zu vielen Faktoren ab, als dass man aufgrund von ein, zwei Studien, klare Aussagen machen könne, so der ADAC.

Tatsache bleibt: Der «Z5» verkauft sich prächtig. «Ich bin vom Erfolg vollkommen überrascht», räumt Badash gegenüber «mysteries» ein. «Zwar hatte ich mir so etwas heimlich erhofft – aber das waren wohl eher naive Träume eines 16-Jährigen.»

Noch wird seine Erfindung fast ausschliesslich über das Internet vertrieben – auch nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz. Doch die Badashs sind nach eigenen Angaben bereits mit Firmen in Kontakt, die den erfolgverheissenden Filterring künftig auch bei uns in Europa vertreiben und montieren lassen wollen. Wetten, dass man von ihnen hören wird?

Wandelten einst doch Riesen auf Erden, wie uns die Heilige Schrift berichtet? Fast auf allen Kontinenten sorgen uralte, überdimensionale menschliche Fussabdrücke im Stein für Kopfzerbrechen. Auch der deutsche Physiker und Globetrotter Erhard Peil (72) stiess auf «Götterspuren» – in Syrien.

Erhard Peil staunte nicht schlecht: Durch Zufall stiess der pensionierte Lehrer aus Büdingen (Hessen) 2007 anlässlich einer Rundreise in Syrien auf einen hierzulande so gut wie unbekannten Hethiter-Tempel – rund 70 Kilometer nordwestlich von Aleppo. Archäologen datieren dessen Bauphasen auf dem Hügel Tell Ain Dara ins 13. bis 8.Jahrhundert vor Christus. Die letzten Ausgrabungen erfolgten erst vor wenigen Jahrzehnten.

Die Anlage gebe mit ihren Mischwesen, Löwendarstellungen und geflügelten Kreaturen Rätsel auf, schwärmt Peil, «da diese aus grossen Quadern aus Basalt gehauen worden sind, der einst aus über 80 Kilometern Entfernung dorthin transportiert worden sein muss». Noch stärker faszinierte den rüstigen Abenteurer dort draussen freilich eine andere Entdeckung: «Beim so genannten Tempeleingang befinden sich riesige, rund 20 bis 25 Zentimeter dicke Kalksteinplatten mit mehreren über achtzig Zentimeter langen Fussabdrücken!» Ob diese in grauer Vorzeit einst von Riesen hinterlassen wurden? Oder hatte man sie einst aus kultischen Gründen in den Stein gemeisselt?

«Wir waren auf dem Rückweg von Damaskus», erinnert sich Peil. «Überraschend kündete unser Reiseleiter einen Abstecher an. Das allein war die ganze Reise wert.» Mit seinem Fotoapparat hielt der Mann fest, was auch Experten Kopfzerbrechen bereitet. Tatsächlich kennt man derlei Spuren vor allem vom Indischen Subkontinent, aus Südamerika oder von der Südsee-Insel Tanna. Im Nahen Osten dagegen sind sie äusserst selten.

Obwohl grundsätzlich der Naturwissenschaft verhaftet, möchte der studierte Physiker demnächst noch mehr archäologische Stätten erkunden. Peil: «Ich würde auch gern mal nach Südamerika oder in den Libanon reisen. Sofern es die Umstände und mein Portemonnaie erlauben.»

Biblische Riesen: Hinterliessen sie ihre Spuren auch in Syrien? – Abbildung 2
Biblische Riesen: Hinterliessen sie ihre Spuren auch in Syrien? – Abbildung 3

in Jahrhundertwinter. Schneemassen in Hülle und Fülle. Und Egleich zwei heftige Erdbeben hintereinander. Zuerst in Haiti (12. Januar 2010, Stärke 7,0), dann in Chile (27. Februar 2010, Stärke: 8,8). Eine der heftigsten Erschütterungen, die weltweit je gemessen wurden!

Die Naturkatastrophe von Chile habe die Erdachse um acht Zentimeter verschoben, warnt NASA-Wissenschaftler Richard Gross. Und auch der «Spiegel» hebt den Zeigefinger: «Das Erdbeben in Chile hat gigantische Kräfte freigesetzt und weite Teile Südamerikas verschoben. Um drei Meter wurden manche Ortschaften versetzt.» Um 1,26 Mikrosekunden sei ein Erdentag seither kürzer geworden. Die Uhren ticken rückwärts.

«Pure Panikmache», kontert Professor Rainer Kind vom Geoforschungszentrum in Potsdam: «Es ist höchst zweifelhaft, dass diese Berechnungen richtig sind. Dass es jemals ein so schweres Erdbeben geben könnte, um die Erdachse merklich zu verschieben, halte ich für ausgeschlossen.»

Warum behaupten NASA-Wissenschaftler denn das Gegenteil?

Spielt das Wetter wirklich verrückt? Oder drehen eher unsere Forscher durch, die unbedachter denn je an der Natur herumpfuschen und sich längst regelrechte Grabenkämpfe liefern, wenn es um die Interpretation meteorologischer Anomalien geht?

Gedanken, die sich auch Claudia von Werlhof macht, Professorin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck. Die österreichische Soziologin, Volkswirtin und Politologin plädiert für eine neue Ethik in der globalen Forschung. «Damit nicht weiter das passiert, was etwa in Haiti geschehen ist», wie sie am 12. Februar 2010 in einem Interview mit der österreichischen Tageszeitung «Der Standard» mahnte.

Ob sie das dortige Erdbeben meine, fragten die Journalisten verwundert nach. «Ja, weil es ein künstlich produziertes Erdbeben gewesen sein könnte», präzisierte die Professorin. Die Reporter trauten ihren Ohren nicht. «Wie das?» fragten sie nach.

Darauf Claudia von Werlhof: «Im Projekt HAARP, dem Militärforschungszen-Politik Ausgabe 3/10 45 trum in Alaska, wurden auf Grundlage der so genannten Tesla-Technologie ‹Earthquake Machines› hergestellt, die künstliche Erdbeben hervorrufen. Sie werden benutzt, um Erdölreserven aufzuspüren. Zwischen Haiti und Kuba soll es grosse Öl-Vorkommen geben, also könnte das Erdbeben in Haiti maschinell erzeugt worden sein, um die Besetzung des Landes durch die USA zu ermöglichen. Als Nebeneffekt werden unbotmässige Regierungen wie jene von Venezuela unter Druck gesetzt.»

Starker Tobak für die Interviewer. Wie sollten sie derart brisante Aussagen ihrer Chefredaktion verklickern, ohne ihren Job zu riskieren? Verwirrt hakten sie ein zweites Mal nach. «Glauben Sie das wirklich? Das klingt nach Verschwörungstheorie!»

Die gestandene Professorin: «Ich glaube gar nichts, aber Fakt ist, dass es eine Technologie zur Erzeugung künstlicher Erdbeben gibt. Öffentlich wird so etwas überhaupt nicht diskutiert. Auch die aktuelle Wirtschaftskrise wird ja nicht zum Anlass genommen, um etwas zu ändern.»

Wer den Mainstream nicht ehrt, den knechtet das System: Für ihre Äusserungen wird Claudia von Werlhof von ihren Kollegen seither mit Häme und Spott übergossen. «Krude Verschwörungstheorien» seien das, ereiferte sich etwa Hans Peter Hye von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften öffentlich. Es sei schlicht «skandalös», dass solche Äusserungen publiziert würden. Weitaus skandalöser scheint es «mysteries» indes, dass es den Kritikern offenbar gar nicht darum geht, neues Wissen zu schaffen. Denn: Öffentlich debattiert werden Verdachtsmomente, wie sie Professorin Claudia von Werlhof ausspricht, tatsächlich nicht. Also wollten wir es genauer wissen – und nahmen die offizielle Internet-Homepage des ominösen «HAARP-Project» selber unter die Lupe.

Laut offiziellen Aussagen der USA ist das «High Frequency Fakt ist, dass es eine von Erdbeben gibt!

Technologie zur Erzeugung Active Auroral Research Projekt» eine «friedfertige Versuchsanlage» in Alaska zur Erforschung der Ionosphäre für zivile und militärische Zwecke (www.haarp.alaska.edu). Betrieben wird der «Supersender» nebst der US Navy und der US Air Force von der Universität Alaska in Fairbanks. Knapp 200 Antennen bombardieren den Himmel dort mit hochfrequenter Radiostrahlung und einer Kurzwellen-Leistung von knapp 4000 Megawatt! Damit lassen sich künstliche Nordlichter erzeugen. Auch der Funkverkehr lässt sich so manipulieren, denn die Radiowellen werden in der Ionosphäre – unserem grössten «Schutzschild» – reflektiert, um von dort oben bis tief unter die Meeresoberfläche gelenkt zu werden. Und womöglich noch weitaus mehr.

Selbst bodenständige Experten, denen Verschwörungstheorien ein Dorn im Auge sind, zeigen sich in dieser Frage auffällig vorsichtig: «Mehr als eine Art künstlicher Spiegel für Funksignale im Kurzwellen-Bereich durch künstliche Aufladung von Schichten der Ionosphäre ist es wohl kaum», mutmassen sie. «Ob sich dadurch klimatische Auswirkungen ergeben, ist bisher noch nicht eindeutig nachzuweisen.» Kurz: Genaueres weiss man offiziell nicht.

Privaten Besuchern bleibt der Zutritt zum HAARP-Gelände verwehrt. Stattdessen liefert man der Öffentlichkeit via Internet täglich hübsch aufbereitete Messresultate der Experimente.

Und, o Wunder: Just im Zeitraum von 01:00 bis 03:00 Uhr trübte dort am 11. Januar 2010 ein hässlicher weisser Balken den Gesamteindruck aller Diagramme – rund einen Tag vor der Katastrophe von Haiti, als die HAARP-Anlage gerade heiss lief. Als ob jemand die gesamten Messdaten nachträglich gelöscht hätte.

Eine Erklärung dazu sucht man auf der HAARP-Homepage vergeblich. Ebenso eine Begründung, warum so gut wie keines der weiteren Diagramme eine derartige «Messlücke» zeigt. «myste- US-Truppen beim Einmarsch in Haiti.

Warum scheuten die Amerikaner weder Kosten noch Mittel, unmittelbar nach dem Erdbeben eine halbe Armee ins Katastrophengebiet zu entsenden?

Ausgabe 3/10 Politik ries» kontaktierte die Sprecher der supermodernen Militäranlage. Ihre Antwort: «Wir hatten hier in Alaska zum fraglichen Zeitpunkt wohl gerade einen lokalen Stromausfall. Wann immer Sie einen solchen weissen Balken auf unseren Diagrammen bemerken, handelt es sich um einen Stromausfall.» Aha!

Warum dementieren die HAARP-Bosse im Internet nicht, wofür sie man mittlerweile weltweit bezichtigt? Antwort: «Zweck unserer Homepage ist es, zu erklären, was HAARP tatsächlich ist – und nicht die lächerlichen Vorwürfe zu kontern, die im Internet und anderswo gegen uns erhoben werden.» Aha!

Auch Chaves kritisiert «US-Erdbebenwaffe» Merkwürdig bleibt: Unmittelbar vor dem Beben in Haiti zauberte das US Southern Command (SOUTHCOM) in Miami einen ausgeklügelten Notfallplan aus dem Hut, der zusammen mit der Defense Information Systems Agency (DISA) des US-Verteidigungsministeriums entwickelt worden war. Simuliertes Szenario: Die «optimale Unterstützung Haitis» durch US-Streitkräfte im Katastrophenfall, in diesem Fall nach einem Hurrikan.

Am 11. Januar 2010 – einen Tag vor dem Beben – hielt sich DISA-Manager Jean Demay dann «zufällig» in Miami auf, um besagte «Kampfunterstützungseinheit» in den Bereichen Informatik, Telekommunikation, Systeme und Logistik zu testen, wie die Internetseite www.nextgov.com enthüllte. Ebenfalls Zufall, dass just besagter, neu entwickelter Desasterplan für Haiti nach den Erdstössen unverzüglich in die Praxis umgesetzt wurde, um die anrollende Hilfsaktion US-konform zu koordinieren?

Ähnlich alarmierend ist ein Bericht der russischen «Prawda» vom 24. Januar 2010. Der Zeitung zufolge sei man bei der Russischen Nordflotte der Meinung, dass das Erdbeben auf Tests «von Erdbeben-Waffen der US Navy» herrühre. Befürchtungen, die auch Hugo Chaves hegt, Venezuelas Präsident. Die USA, so wetterte er am 21. Januar 2010 via «ViVe TV» und «Fox- News», besässen eine neue Superwaffe, der man die verheerenden Erdstösse «verdanke».

Ein «Schockwellen-System», mit dem sich auch Hurrikane oder Flutwellen erzeugen liessen.

Warum man damit ausgerechnet Haiti erzittern liess? Für Chaves ist das sonnenklar: «Wegen der dortigen Öl-Vorkommen!» Vor dem wirtschaftlich motivierten Irak-Feldzug der Bush-Regierung hatte man den Mann bei uns im Westen noch als verwirrten Despoten abgetan.

Was aber, wenn die USA das Beben in der Tat kaltblütig «zur Invasion und militärischen Übernahme» Haitis nutzten? Ein Schelm, wer munkelt, dass die Verteilung der erhofften neuen Rohstoff-Vorkommen bereits vertraglich geregelt wurde – als «Reparationszahlung» für den milliardenteuren Hilfseinsatz.

Was macht HAARP eigentlich so gefährlich? Antwort: Der «globale Vandalismus», wie der «Spiegel» seine Leser umstrittene Kämpft für die Wahrheit: Professorin Claudia von Werlhof.

bereits am 24. April 1995 warnte: «Die physikalischen Grundlagen des HAARP-Projektes hat der Wissenschaftler Bernard Eastlund erforscht. Er befürchtet, die Antennenanlage sei nur die Vorstufe zu einem weitaus gigantischeren Vorhaben – einer Strahlenwaffe, die schlagartig Satelliten, anfliegende Raketen, Flugzeugelektronik und weltumspannende Kommunikationsnetze ausser Betrieb setzen könnte.» Brisant: Der 2007 verstorbene HAARP-Mitentwickler und Physiker hatte bis zu seinem Tod einige Patente auf seinen Namen laufen – manche davon mit Ziel, das Wetter zu manipulieren.

Wie gefährlich ist HAARP wirklich?

Ähnliche Befürchtungen hegte auch das Europäische Parlament – in einem offiziellen Bericht vom 14. Januar 1999. Die Versuchsstation wird darin massiv kritisiert: «Durch Manipulation der elektrischen Eigenschaften in der Atmosphäre lassen sich gewaltige Kräfte kontrollieren. Wird dies als militärische Waffe eingesetzt, können die Folgen für den Feind verhängnisvoll sein. Durch HAARP lässt sich ein fest umrissenes Gebiet millionenfach stärker mit Energie aufladen als mit irgendeiner anderen herkömmlichen Energiequelle. Das Projekt ermöglicht auch (…) die Manipulation der globalen Wetterverhältnisse. Eine weitere Nutzungsmöglichkeit ist eine Röntgenaufnahme der Erde bis in eine Tiefe von mehreren Kilometern, um Öl- und Gasfelder aufzuspüren, aber auch unterirdisch stationierte Militäranlagen.»

Alles andere als erfreut darüber zeigen sich die HAARP-Verantwortlichen. «Wie dieser Bericht zustandekommen konnte, können wir uns nicht erklären», sagen sie. Man hätte die Fehleinschätzung des Parlaments darum umgehend korrigiert, Politik Ausgabe 3/10 47 indem man dessen Mitglieder mit «korrekten wissenschaftlichen Informationen über HAARP» versorgen liess. Merke: Wenn militärische Stellen Politiker mit «wissenschaftlich korrekten Informationen» füttern, ist das in etwa ähnlich glaubwürdig, wie wenn Ihnen Guido Westerwelle persönlich versichern würde, dass Ihre Rente gesichert sei.

Umso verwunderlicher also, dass HAARP in «offiziellen» deutschsprachigen Medien immer noch totgeschwiegen wird: Wer sich durch die Pressearchive der letzten Jahre quält, findet einen einzigen relevanten Eintrag. Der entpuppt sich dafür als Volltreffer. So nahm sich Journalist Dietmar Dath von der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» die Mühe, nach Alaska aufzubrechen – um am 22. Juli 2006 in einer ausführlichen Reportage über seine persönlichen Eindrücke zu berichten.

Todesgefahr: Berühren verboten!

Bereits im Vorfeld seines Trips kam dem Mann manches merkwürdig vor: «Mit wachsendem Unbehagen sieht man in einer einstündigen Videodokumentation den berufenen HAARP-Sprechern dabei zu, wie sie unbeholfen wenig Überzeugendes vorbringen», schreibt er. «John Heckscher, leitender Projektmanager, gibt auf die Frage nach der Auswirkung niederfrequenter Wellen auf komplizierte Nervensysteme ein ostentativ japsendes Lachen von sich und sagt dann: ‹Wer weiss, ob sie uns beeinflussen, na von mir aus, vielleicht ist das so.› (…) Sein Pressesprecher Rich Garcia macht keine bessere Figur, als er zum Thema ‹militärische Durchleuchtung der Erde zum Zweck der Erkundung feindlicher Tunnel- und Bunkersysteme› zugibt, dass HAARP zu so etwas zu gebrauchen wäre…»

Zwischen Fairbanks und Anchorage angekommen, «auf der Suche nach der Strasse, die nach offiziellen Angaben auf der regierungsamtlichen Website zu HAARP führt», wunderte sich Dietmar Dath erneut: «Es gibt sie nicht!» Vor der umzäunten militärischen Anlage angekommen, stiess der Mann schliesslich auf allerlei Stopp-Schilder, die ihm ebenfalls suspekt vorkamen. Nicht einmal den Zaun, so wurde ihm auf einer Verbotstafel in markanten Worten klar gemacht, dürfe man anfassen, «weil das ernste Verletzungen oder den Tod» nach sich ziehen könnte. Andere Warnschriften drohten Personenkontrollen an.

Wer sein Gelände als «wissenschaftliche Institution» (!) derart rigoros abriegelt, hat etwas zu verbergen. Umso merkwürdiger, dass so gut wie alle frei zugänglichen PR-Bilder der riesigen Antennen-Station laut Dath überhaupt nicht mit der landschaftlichen Situation übereinstimmen. Fazit des FAZ-Journalisten: «Entweder man hat die Kameras für die Aufnahmen gekippt und auf die Erde gelegt, oder das Material ist retuschiert.»

Ebenfalls nicht fröhlicher stimmt die Erkenntnis, dass ähnliche Anlagen unsere Ionosphäre ebenfalls aufheizen. So etwa das norwegische Projekt «Eiscat» bei Tromsø und auf Spitzbergen. Am 9. Dezember 2009 scheint man dort eine seltsame Lichtspirale an den Nachthimmel «gezaubert» zu haben, die von etlichen Leuten gefilmt werden konnte. Ohne dass die Öffentlichkeit über das Experiment informiert worden wäre.

Medien auf der ganzen Welt faselten – ob der Youtube-Videos zunächst verwirrt – über ein UFO-Phänomen oder schrieben das «himmlische Wurmloch» fälschlicherweise einem geheimen Raketentest der russischen Marine zu («Spiegel»). Dass eine ganz ähnliche «Wurmloch-Spirale» vor Jahren bereits über China gefilmt wurde, scheint den meisten entgangen zu sein. (Das chinesische Video findet sich derzeit im Youtube-Portal unter: www.youtube.com/watch?v=ixLE3iuszbU) Kein Zufall, denn auch die Chinesen basteln längst am Wetter HAARP-Sendeanlage.

Vom dubiosen «Antennenwald» in Alaska existieren bezeichnenderweise nur wenige druckfähige Fotos.

48 Ausgabe 3/10 Politik

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rühstücksflocken, die Zuckerbomben sind. Als gesund angepriesene Kindersnacks, die zu Übergewicht führen. FOder teure Joghurts, die das Immunsystem stärken sollen – in Wahrheit aber nur die Bilanzen der Hersteller gesunden lassen. Wenn es um Lebensmittel geht, ist der Konsument das Opfer.

Denn wer nicht mit Fremdwörterlexikon, Chemiefibel und Taschenrechner einkaufen geht, wird verführt, betrogen und für dumm verkauft. Von einer skrupellosen und auf Gewinn versessenen Lebensmittelindustrie. Zwischen den Regalen im Supermarkt bewegt sich der Verbraucher in der Scheinwelt ausgebuffter Werbeprofis und Marketingspezialisten. Chancenlos, den Überblick zu behalten. Das möchte Thilo Bode ändern. Dafür hat der 62-jährige Deutsche 2002 den Verein «Foodwatch» gegründet.

Bode leitete während zwölf Jahren erst «Greenpeace Deutschland» und dann «Greenpeace International». Heute ist er überzeugt: «Robben sind in Deutschland besser geschützt als Verbraucher.» Mit «Foodwatch» will er nun den Konsumenten eine Stimme geben. Denn: Nur, wenn die Verbraucher gemeinsam für ihre Rechte einstehen, werden sie von Industrie und Politik ernst genommen, so sein Credo.

Das 13-köpfige Team der «Essensretter» kämpft für gift- Gesundheit Ausgabe 3/10 39

Bis zum Zweiten Weltkrieg galt das Hakenkreuz in den USA als Glücksbringer und prangte auf Postkarten, ja sogar auf Schulheften. Ein Blick in die Sammlung von Harry Meier zeigt: Selbst Coca Cola warb mit der «Swastika». Nun bittet der Schweizer Sozialpädagoge und Indianerfreund: «Lasst die deutsche Vergangenheit dieses Symbols endlich ruhen und gebt dem uralten Sonnenrad eine zweite Chance.»

Woran denken Sie, wenn Sie ein Hakenkreuz sehen? Vermutlich an das Dritte Reich und an Hitler. Wussten Sie aber auch, dass das Alter dieses Symbols auf viele Jahrtausende geschätzt wird? Wussten Sie, dass es als «heiliges Symbol» bereits im alten Griechenland und Rom verehrt wurde, ebenso wie in Asien, im Hinduismus, im Buddhismus – und bis heute selbst bei den nordamerikanischen Navajo- und Hopi-Indianern?

Wie konnte es geschehen, dass während der Dauer des Dritten Reichs – also innerhalb von rund zwölf Jahren – ein uraltes, positives Glückssymbol bei uns im Westen für alle Zeiten eine teuflische Prägung erlitt? Nicht auszudenken, was geschehen wäre, wenn die Nazis das christliche Kreuz als Symbol gewählt hätten! Dürfte es dann heute keine einzige Kirche und kein einziges Grab mit dem Kreuz-Symbol mehr geben?

Als Kind hatte ich einen Traum, den ich nie vergessen habe.

Ich war in einer Höhle eingeschlossen, als von draussen Licht ins Dunkel drang. Die Sonnenstrahlen formten ein freundlich leuchtendes Hakenkreuz. Damals wusste ich noch nichts von der deutschen Bedeutung dieses Zeichens. Für mich war es ein Symbol der Hoffnung und der Freude. Ein wärmendes Zeichen der Zuversicht im Dunkeln eines finsteren Traums. Als ich dieses Zeichen später in eines meiner Schulhefte kritzelte, zog das massive Schelte und Nachsitzen nach sich. Die Lehrer zeigten mir schlimme Kriegsbilder. Gut gemeint – aber ein Schock für meine empfindliche Kinderseele. Schon bald «wusste» ich entgegen meiner ureigenen Erfahrung: Dieses Symbol ist böse. Es ist das Zeichen des Teufels, der Zerstörung und der Diktatur.

Jahre danach, als Erwachsener, erinnerte ich mich an meinen Traum. Ich begann Nachforschungen anzustellen, die bis heute andauern. Inzwischen kann ich dieses Symbol wieder auf beide Arten sehen: Erstens und vor allem als positives, helles, glücksbringendes Ur-Symbol und dann erst als missbrauchtes politisches Machtzeichen. Tatsächlich kann die «Swastika» (in altindischem Sanskrit heisst das «Glücksbringer») seit etwa 6000 Jahren auf vier Kontinenten nachgewiesen werden.

Selbst im prähistorischen Mitteleuropa wurden seit der jüngeren Bronzezeit Swastika-Symbole verwendet. Sie finden sich in etlichen, links- oder rechtsgerichteten Formen als Verzierung von Gütern des alltäglichen Bedarfs, besonders auf Schmuck-Gegenständen. Ab 1890 wurde das Hakenkreuz in Europa und den USA zudem von verschiedenen Firmen und Militärverbänden verwendet. Noch um 1925 warb selbst die berühmte Coca-Cola-Company mit einem entsprechenden Schlüsselanhänger und Anzeigen, die mit einem Hakenkreuz-Rand verziert waren.

Glückwunschkarten – mit Hakenkreuz Sogar eine rund 2000 Jahre alte römische Swastika-Fibel befindet sich mittlerweile in meinem Besitz. Ausserdem stapeln sich weit über hundert verschiedene Hakenkreuz-Motiv-Karten aus den USA in meiner kleinen Sammlung. Laut Poststempel wurden sie alle zwischen 1900 und 1912 versandt. Kurios, Harry Meier. Den Urlaub verbringt er oft bei den Zuni-Indianern.

Ausgabe 3/10 Geschichte

«Gebt diesem Ur-Symbol bitte eine neue Chance!» – Abbildung 2

Unerklärliche «Besucher» über der Schweiz.

Originaler Computerausdruck des militärischen Radarzentrums der Schweizer Luftwaffe in Dübendorf.

Dargestellt sind unidentifizierbare Flugobjekte «allerhöchster qualitativer Priorität», die von mehreren Stationen gleichzeitig erfasst wurden.

Jedes Sternchen steht für eine Positionsortung der Radarantennen.

Weitere Grafik militärisch «nicht identifizierbarer Flugwege» rund um die Schweiz (1994). Wer oder was hinterliess in jener Nacht auf den eidgenössischen Radars so viele unerklärbare Spuren?

Ausgabe 3/10 Titelthema

Geheime Radar-Aufzeichnungen aus dem – Abbildung 2
Geheime Radar-Aufzeichnungen aus dem – Abbildung 3
Geheime Radar-Aufzeichnungen aus dem – Abbildung 4
Geheime Radar-Aufzeichnungen aus dem – Abbildung 5
Geheime Radar-Aufzeichnungen aus dem – Abbildung 6