Dominique Görlitz bricht sein Schweigen

auf juristischen Druck hin mittlerweile den Behörden in Kairo ausgehändigt worden seien.

Eine Falschmeldung. Die Proben beÀnden sich nach wie vor in Winzige Partikel: Die entnommenen Proben im Labor.

dass es hier nicht um Pharaonenklau, sondern um Milligrammstaub geht. Zudem hatte Stefan Erdmann als Initiator unseres Pyramidenbesuchs ja eine ofÀzielle Genehmigung vorliegen, ohne jegliche Einschränkungen oder juristische Rechtsmittelbelehrung. Insofern agierten wir damals unter ofÀzieller Aufsicht eines einheimischen Inspektors und hantierten dabei auch nicht mit Bestechungsgeldern.

Bekanntlich hattest Du im April 2013 erst vor Ort entschieden, in die Entlastungskammern zu klettern, um dort nach Eurer Probenentnahme in der Königskammer ebenfalls ein paar Krümel abzukratzen. Warum dieser spontane Entscheid?

Aus reiner wissenschaftlicher Neugier! Wir dürfen eines nicht vergessen: Wir sprechen hier über ein gigantisches Weltwunder und UNESCO-Welterbe aus Granit und Kalkstein, das zu einer Zeit entstand, als am Ort des heutigen Kölner Doms noch Lehmhütten standen. Will heissen: Wir sprechen über eine bis heute teilweise unverstandene kulturelle Hochkultur im alten Ägypten zu einer Zeit, als Europa von Ackerbauern und Viehzüchtern kolonisiert wurde.

Es ist ungeheuer wichtig zu klären, weshalb man in Gizeh vor 4600 Jahren innerhalb eines einzigen Menschenlebens einen industriellen Quantensprung erlebte – intellektuell, architektonisch, material- und werkzeugtechnisch – um solch ein imposantes Monument zu schaffen. Wie kommt es, dass damals Granitblöcke mit derart millimeterdünnen, präzisen Schnitten voneinander getrennt wurden, wie wir es heute selbst mit modernsten Gerätschaften nicht fertigbringen? Woher stammte dieses quasi aus dem Nichts aufgetauchte intellektuelle Knowhow? Und warum verlor es sich kurz darauf ebenso schnell wieder? Diese Fragen sind bis heute unbeantwortet.

Nach wie vor ranken sich allerlei Gerüchte um Eure Proben, speziell im Internet. Anfang Januar las man sogar, dass diese Woher stammte dieses quasi aus dem Nichts aufgetauchte Wissen?

Deutschland, ebenso unsere Laborresultate. Nebenbei bemerkt: Alle derzeit im Internet oder sonstwo kursierenden Äusserungen über unsere Analyseergebnisse sind völlig haltlos und spekulativ. Viel spannender als das Ergebnis der Proben ist letztendlich sowieso die Frage, was sich daraus ableiten lässt. Hier lauert wohl die eigentliche Überraschung.

Zum jetzigen Zeitpunkt geht es vor allem darum, zu verhindern, dass sich der Staub der Ewigkeit über die ganze Angelegenheit legt. Deshalb haben wir den Ägyptern angeboten, unsere materialkundlichen Ergebnisse anhand der Originalproben als Erste zu veriÀzieren oder zu falsiÀzieren. Die höchsten Behörden in Kairo wissen also Bescheid und haben unser schriftliches Angebot vorliegen, Teil der weiteren Untersuchungen zu sein.

Gerne überlassen wir ihnen bei Interesse auch die Erstveröffentlichung aller Daten. Hauptsache, wir können die Politik ad acta legen und endlich wieder Wissenschaft betreiben.

Viele unserer Leser fragen sich, wann denn nun die von Euch bereits im Juli 2013 angekündigte DVD-Dokumentation endlich erscheint…

Hoffentlich noch in diesem Jahr. Zuvor brauchen wir aber eine schriftlich vorliegende Einigung mit der Antikenbehörde in Kairo.

Denn, wie ich auch schon mit unserem ägyptischen Mediator im Hintergrund diskutiert habe: Es kann hier nicht darum gehen, gegeneinander zu arbeiten. Wir haben beiderseits sowohl schriftlich als auch mündlich ausgetauscht, dass wir uns gegenseitig achten und respektieren, und soweit es geht, kooperieren möchten. Insofern geht es nun darum, wie man in einer gemeinsamen, freundschaftlichen und offenen Art dieses Projekt, wie auch immer, zu einem für alle Seiten fruchtbaren Ende bringt.

Interview:

Wie hat Dominique Görlitz als vermeintlicher »Pyramidenschänder« den medialen Empörungssturm der letzten Monate erlebt? »mysteries« traf sich mit dem umtriebigen Biologen und Experimentalarchäologen in Basel. Nach intensiven diplomatischen Bemühungen blickt der Chemnitzer nun wieder guten Mutes in die Zukunft.

Ende 2013 schrieben sich namhafte deutsche Medien die Finger wund über Dich und Deinen Forscherkollegen Stefan Erdmann, verbreiteten rufschädigende Gerüchte, Lügen und Nonsens. Dein Telefon klingelte ununterbrochen. Dennoch hast Du damals auf Interviews verzichtet. Warum?

Görlitz: Als einigermassen vernünftiger Mensch weiss man durch ähnliche Presseaffären geschult, dass es in einer derartigen Situation kaum Sinn macht, auch nur einen Pieps zu sagen, weil sowieso alles gegen einen verwendet wird. Es war einfach der falsche Zeitpunkt, um diesem Empörungs-Tsunami eloquent entgegen zu halten. Deswegen war es notwendig, den kalten Schauer so stumm wie möglich über uns ergehen zu lassen, bis sich die Gemüter wieder beruhigten. Ausserdem hatten Stefan Erdmann und ich uns mit den ägyptischen Antikenvertretern darauf geeinigt, vorläuÀg auf öffentliche Gegendarstellungen zu verzichten, um damit wieder Vertrauen aufzubauen.

Wie geht es Dir nach dem monatelangen medialen und politischen Rummel um Deine Person?

Es ist natürlich ein Schock, wenn man in der Zeitung lesen muss, dass man von Interpol gesucht werden soll und der Grabräuberei bezichtigt wird. Nach der ofÀziellen Klarstellung Ägyptens, dass wir die Cheops-Kartusche nicht berührt hatten, gehts mir mittlerweile wieder recht gut. Das ist nicht zuletzt der diplomatischen Vermittlung von Dir, Luc Bürgin, und in der Folge besonders dem intensiven Engagement von Robert Bauval und dem Team der ägyptischen Nachrichtenagentur MENA zu verdanken: Kollegen, die uns mit ihren Kontakten in Kairo halfen, die dortigen Behördenvertreter und Journalisten direkt darüber zu informieren, was damals im April 2013 tatsächlich stattgefunden hatte – und was nicht. Entsprechend kann ich nun grundsätzlich wieder mit einem positiven Leuchten in den Augen in die Zukunft blicken.

Förderlich war dabei sicherlich, dass Ihr klärende Entschuldigungsbriefe an Kairos höchste Behördenstellen versandt und Euch dabei kooperativ und einsichtig verhalten habt.

Es ging uns ja nie darum, der ägyptischen Nation auch nur den geringsten Schaden zuzufügen oder ihr etwas zu stehlen, wie uns Ex-Antikenminister Hawass vorgeworfen hat. Im Gegenteil: Unsere Aktion hatte von Anfang an nur einen Geist – den Geist der Wissenschaft, um den Ägyptern sogar wieder etwas zurückzubringen: Wissen über ihre grossartige Kultur. Insofern hoffe ich nach unseren Klarstellungen, dass wir nicht mehr als Feinde dieses faszinierenden Landes angesehen werden.

Dennoch wird in Chemnitz seit Dezember gegen Euch ermittelt. Ohne dass man Euch bis Redaktionsschluss dieses Heftes darüber informierte. Wie hast Du davon erfahren?

Das war Mitte Januar. Ich war damals gerade in Oslo zur Vorbereitung einer Ausstellung im »Kon Tiki Museum«. Mein Professor von der Technischen Universität Dresden rief mich ganz aufgelöst an, dass man ihn nun schon zweimal wegen mir verhört habe. Sehr bemerkenswert fand ich, dass er mich als freien Uni-Mitarbeiter vehement verteidigte. Leider bewegte sich das Wissen der ermittelnden Justiziarin offenbar auf niedrigem Niveau, so dass er ihr erst mal ausführlich klarmachen musste, Ausgabe 2/2014

»Cheops-Proben befinden sich nach wie vor in Deutschland« – Abbildung 2
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Ob in Ägypten, Syrien, der Ukraine oder vor unserer Haustüre: Aggressive KonÁikte scheinen sich vielerorts zu häufen. Warum die zunehmende Brutalität? Liegts am Bevölkerungswachstum oder nur an unserer selektiveren Wahrnehmung? Sind womöglich sogar deaktivierte Gene aus der Urzeit mitverantwortlich, die uns – aus dem Tiefschlaf geweckt – wieder zu keulenschwingenden Affen mutieren lassen?

Nie führte der moderne Mensch mehr Kriege als in den letzten Jahren. »Die Welt brennt an immer mehr Stellen«, titelte die»Frankfurter Rundschau« unter Berufung auf das Heidelberger Institut für KonÁiktforschung 2012. »So viele Kriege wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr«, zählten die Forscher. 2013 Àel die Statistik noch blutiger aus: Weltweit wurden total »396 KonÁikte« gezählt, neun mehr als im Vorjahr. Zufall, dass sich auch Meldungen über Amokläufer, Selbstmordattentäter oder aggressive Einbrecher zu häufen scheinen? Bilden wir uns die wachsende Brutalität um uns herum nur ein?

Ein beliebiger Blick auf die Medienschlagzeilen der letzten Jahre vermittelt das Gegenteil: Lehrer klagen über zunehmend gewalttätigere Schüler, Sozialbeamte arbeiten vermehrt hinter kugelsicherem Glas, Passanten sehen sich mit immer brutaler agierenden Strassenräubern konfrontiert, Flugzeug- und Zugbegleiter klagen über aggressivere Passagiere, Polizisten über zunehmende Respektlosigkeit und verrohende Sitten im Verkehr sowie über die massive Zunahme häuslicher Gewalt.

Was bereits auf dem Papier alarmierend klingt, erleben wir immer öfter auch draussen in den Gassen: Wo früher meist»nur« die Fäuste Áogen, wird heute wegen jeder Bagatelle das Messer gezückt – oder so lange auf Schwächere eingedroschen, bis diese halbtot sind. Gleichzeitig arten zunehmend mehr Demonstrationen in hemmungslose Gewaltexzesse aus. Schuld an der wachsenden Eskalation sind meist beide Seiten: Radikale Wutbürger ebenso wie militante Ordnungshüter.

Brutalere Keilereien leisten sich auch immer mehr Fussball-Rowdies. Wo in den Stadien früher noch halbwegs zivilisiert gejohlt, gefeiert und geÁucht wurde, gehören heute Leibesvisitationen, vergitterte Spielfelder, abgeschirmte Gästesektoren, Ausgabe 2/2014 Sonderzüge, Polizeiarmaden und Panzerwagen zur Tagesordnung. Leistungssport im Hochsicherheitstrakt! Warum dieser globale Zornausbruch? Lässt uns die soziale Ungerechtigkeit schäumen? Liegts an der vermehrten Migration? Am Leistungsstress?

Oder einfach »nur« an der Überbevölkerung? Sorgen immer mehr Menschen statistisch für immer mehr Stunk? Möglich wärs.

Wenn schlafende Gene plötzlich aktiv werden Was aber wäre, wenn uns, quasi nebenbei, auch unsere ureigenen Gene einen bösen Streich spielten? Was, wenn der Mensch neuerdings per se aggressiver und rücksichtsloser wird, weil ihm sein Erbgut dies so diktiert? Liegt der Verstärker zunehmender Gewaltexzesse womöglich in unseren Zellen?

Klingt wie ein düsteres Science-Fiction-Szenario, ist aber so abwegig nicht. So wissen wir mittlerweile, dass 95 bis 97 Prozent unserer Gene inaktiv sind (»Müll-DNA«). Vermutlich, weil Teile ihrer Informationen nach unserer ebenso entbehrungsreichen wie knüppelharten Evolution nicht mehr benötigt werden. Wer ahnt schon, dass wir in grauer Vorzeit einst Spürnasen wie Hunde besassen – die entsprechenden Gene in unserem Körper aber längst »abgeschaltet« sind, weil wir sie nicht mehr zum Überleben brauchen?

Bereits Ende der 1980er-Jahre postulierte Ciba-Forschungschef und Chemiker Dr. Guido Ebner: »Es scheint wahrscheinlich, dass genetische Informationen, die in der Evolution für das Überleben einer bestimmten Art entscheidend waren, über längere Zeit erhalten bleiben, auch wenn die Expression der entsprechenden Gene – weil nicht mehr erforderlich – unterbleibt. Insofern scheint es naheliegend, dass diese stillgelegten Informationen heute in Form eines genetischen Gedächtnisses vorliegen und bei Bedarf wieder zur Verfügung stehen.« Unterdrückte Verhaltensweisen aus der Urzeit, so Ebner weiter, könnten in einem lebenden Organismus somit, durch veränderte Umweltein-Áüsse stimuliert, plötzlich wieder zum Ausdruck kommen.

Mit den Ein-/Aus-Schaltern unserer Gene beschäftigt sich heute die Wissenschaft der Epigenetik. »Der Grossteil unseres Erbgutes ist uralt, schlummert seit Jahrmillionen vor sich hin. Auf 19’000 dieser stillgelegten Urzeitgene kommen Forscher inzwischen«, meldete am 15. Juni 2007 »Die Welt«. Und bestätigte, dass sich etwa in Hefe scheintote Gene reaktivieren, wenn die Zellen einer plötzlich veränderten Umweltsituation ausgesetzt werden. Bei Pilzen wiederum lassen sich»schlafende Gene« mittels molekularbiologischer Methoden sogar bereits gezielt wecken. 2010 wurde Professor Rolf Müller vom Helmholtz-Institut im Saarland für diese Entdeckung ausgezeichnet.

Neben der Umwelt vermag aber auch unsere eigene Psyche im traumatischen Extremfall scheinbar »verlorenes Wissen« Positive, aber auch negative Einflüsse verändern unsere Gen-Aktivität.

im Erbgut zu aktivieren – und damit die Ausdrucksweise unserer Gene kurzfristig zu ändern. Das propagiert nach eigenen Forschungen nicht zuletzt der bekannte japanische Genetiker Kazuo Murakami. Zumindest würde dies laut ihm erklären, warum manche Menschen in Todesangst schier übermenschliche Kräfte entwickeln können, andere schockiert »über Nacht« ergrauen oder dritte »wie durch ein Wunder« im Ausnahmefall aus eigener Kraft bösartige Krebsgeschwüre zum Verschwinden bringen.

Murakamis Credo: Positive Gedanken, Gebete, Genuss oder gelebte Freude beeinÁussen die Expression unserer Gene und damit unser Leben im guten Sinn. Klingt toll, funktioniert aber auch im negativen Sinn, wie neue Studien zeigen. Als »unsympathisch« empfundene Genkompetenzen können sich demnach, stimuliert durch äussere EinÁüsse oder unsere eigene Psyche, ebenfalls dominant in Erinnerung rufen.

Wie und warum, bleibt umstritten.

Welche Rolle spielt die Umwelt?

Angesichts der augenscheinlichen Brutalitätszunahme in den letzten Jahren sei deshalb die gewagte Spekulation erlaubt: Reaktiviert neuerdings »irgendetwas« in uns stillgelegte »Überlebensinformationen« aus den Anfangszeiten der Evolution, als die Keule noch stärker wog als der Grips? Erinnern sich unsere Gene wegen veränderter Umweltbedingungen oder psychischer Stresszustände wieder vermehrt an die Urzeit? Diktieren uns »irgendwie« aus dem Tiefschlaf geweckte archaische Erbinformationen in jüngster Zeit zunehmend mehr rohe Gewalt – frei nach dem Evolutionscredo, wonach der körperlich Stärkste in schwierigen Zeiten häuÀger überlebt?

Und wenn ja: Wer oder was könnte neben unserer Psyche als externer Auslöser für diesen epigenetisch forcierten Rückfall in die Steinzeit verantwortlich sein? Der Klima-Wandel? Umweltgifte? Industriefood? Elektrosmog? Gentechnisch veränderte Organismen? Oder andere EinÁüsse, von denen wir nicht mal träumen möchten?

Luc Bürgin n

Zurück in die Steinzeit: Wird die Menschheit immer aggressiver? – Abbildung 2
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nUralte Felskathedralen tief unter der Erde, wuchtige Steinpfeiler, so hoch wie moderne Wohnhäuser, meisterhafte Verzierungen, die an Geheimschriften erinnern und Steinhallen, so weitläufig wie ein antiker Flugzeughangar!

Das wohl größte von Menschenhand errichtete Höhlenlabyrinth der Vorzeit liegt in China – fernab der Wolkenkratzerstädte. Vermutlich über 2000 Jahre alt, stellt die geheimnisvolle Unterwelt selbst einheimische Experten vor unlösbare Rätsel.

Als erster westlicher Journalist erkundet Luc Bürgin in seiner neuesten Reportage das Mysterium von Huangshan. Über 180 Farbfotos illustrieren, welch monumentales Welträtsel dort fernab der Pyramiden von Gizeh, den Statuen der Osterinsel oder dem Steinkreis von Stonehenge ein Schattendasein führt.

Zu welchem Zweck wurde das riesige Höhlensystem in grauer Vorzeit errichtet? Wie und von wem? Handelt es sich um ein vergessenes Mausoleum? Oder gar um das Vermächtnis des sagenumwobenen Gelben Kaisers, der hier einst seine legendäre Himmelfahrt angetreten haben soll?

Eine abenteuerliche Reportage mitten aus dem Herzen einer magischen Welt, die bis vor wenigen Jahren selbst für Einheimische tabu war.

»Ehrfürchtig schweift unser Blick durch die schier endlose Unterwelt. Irgendetwas stimmt hier nicht! In Huangshan war jemand am Werk, der nicht in die of¿zielle Geschichtsschreibung passt. Pro¿s der Extraklasse, wie es sie laut unseren Historikern nicht gegeben haben dürfte.« Luc Bürgin Luc Bürgin: Chinas mysteriöses Höhlenlabyrinth gebunden • 208 Seiten • durchgehend farbig illustriert Best.-Nr. 931 000 • 19.95 € Bestelltelefon (0 74 72) 98 06 10 • Telefax (0 74 72) 98 06 11 • info@kopp-verlag.de • www.kopp-verlag.de Du, lass dich nicht verhärten in dieser harten Zeit.

Die allzu hart sind, brechen die allzu spitz sind, stechen und brechen ab sogleich.

Du, lass dich nicht verbittern in dieser bittren Zeit.

Die Herrschenden erzittern sitzt du erst hinter Gittern doch nicht vor deinem Leid.

Du, lass dich nicht erschrecken in dieser Schreckenszeit.

Das woll'n sie doch bezwecken dass wir die Waffen strecken schon vor dem grossen Streit.

Du, lass dich nicht verbrauchen gebrauche deine Zeit.

Du kannst nicht untertauchen du brauchst uns und wir brauchen grad deine Heiterkeit.

Wir woll'n es nicht verschweigen in dieser Schweigezeit.

Das Grün bricht aus den Zweigen wir woll'n das allen zeigen dann wissen sie Bescheid.

denkpause Wolf Biermann wurde 1936 in Hamburg geboren. 1953 zog er in die DDR, wo er mit kritischen Liedern für Aufsehen sorgte. 1965 auferlegte man ihm ein Auftrittsverbot, 1976 wurde er ausgebürgert und kehrte in den Westen zurück. Heute gilt Biermann als einer der erfolgreichsten, aber auch umstrittensten deutschen Lyriker der Gegenwart. »Ermutigung« entstand Ende der 1960er- Jahre. Infos: www.wolf-biermann.de neu erschienen China in Gefahr F. William Engdahl China ist ein wirtschaftlicher Riese: Die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt könnte die USA schon bald als führende Handelsnation ablösen. Sagenhafte 3,5 Billionen US-Dollar hält das Land der Mitte an Devisenreserven. Gäbe es China nicht, wären die USA längst pleite. So wird es zu einer potenziellen Bedrohung der US-Hegemonie. China ist in akuter Gefahr. EinÁussreiche politische Kreise in den USA planen, dem chinesischen Wirtschaftswunder einen entscheidenden und letztendlich tödlichen Schlag zu versetzen. Der geopolitische Analyst und bekannte Autor F. William Engdahl enthüllt in seiner detailreichen Neuerscheinung die geheimen Strategien und die taktischen Waffen, mit denen die angloamerikanische Elite China in die Knie zwingen will.

Kopp, ISBN 978-3864450990, EUR 19.95 Weiterleben ohne dich Manfred Mohr Der Tod eines geliebten Menschen trifft die Zurückbleibenden immer unvorbereitet, selbst wenn ihm eine lange Krankheit vorausgeht. Nach dem Verlust seiner Frau, der Bestsellerautorin Bärbel Mohr, befand sich Manfred Mohr in einer Art Schockstarre. Körperliche Schwäche und mentale Kraftlosigkeit dominierten. Mohr berichtet nun auf berührende Weise, wie er die Zeit der Trauer erlebte, wie er den Herausforderungen durch Alltag, Arbeit und die Erziehung seiner Kinder begegnete und wie es ihm gelang, mit dem Schmerz umzugehen und im Leben wieder Fuss zu fassen. Seine dabei gewonnenen Einsichten hat er in praktischen Übungen zusammengefasst, die Trauernden eine hilfreiche Stütze bei der Verarbeitung des eigenen Verlustes sein können.

Nymphenburger, ISBN 978-3485028011, EUR 16.99 3300 BC: Mysteriöse Steinzeittote und ihre Welt Harald Meller (Hrsg.)

Es geschah beim heutigen Salzmünde in Sachsen-Anhalt. Auf einem mächtigen, umwehrten Höhenplateau wurden vor über 5000 Jahren Rituale gepÁegt, die uns heute seltsam und bizarr erscheinen. Mit modernsten Untersuchungsmethoden und kriminologischem Geschick ergründet ein interdisziplinäres Team von Forschern die rätselhaften Geschehnisse um die massiv manipulierten Skelette. Der prächtig gestaltete Bildband zur Ausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle erläutert, was an diesem jungsteinzeitlichen Kultplatz geschah. Am Ende entsteht das Bild einer fremden Welt im Herzen Europas mit unglaublichen Innovationen und einer menschlichen Gemeinschaft voller ergreifender Einzelschicksale.

Nünnerich-Asmus, ISBN 978-3943904338, EUR 29.90 Der stille Putsch Jürgen Roth Unter dem Deckmantel der Euro-Krisenbewältigung Àndet ein stiller Putsch gegen die europäischen Bürger statt. Bestsellerautor Jürgen Roth zeigt auf: Was derzeit in Griechenland, Portugal, Spanien und Italien passiert, ist erst der Anfang. Auch Deutschland und anderen europäischen Staaten soll es so ergehen: Durch drastische Sparprogramme werden Löhne gesenkt, Einschnitte in die Sozial-, Gesundheits- und Bildungssysteme durchgesetzt, Arbeitnehmerrechte reduziert und der Verkauf öffentlichen Eigentums vorangetrieben. Es geht es um die Durchsetzung einer marktfundamentalen Politik – ein kalter Putsch gegen die europäische Zivilgesellschaft. Doch wer steckt dahinter? Eine mächtige Elite aus Wirtschaft und Politik, der nur ausgewählte Personen angehören und deren Ziel die Durchsetzung langfristiger wirtschaftsfreundlicher Strategien und die Entmachtung des Staates ist.

Heyne, ISBN 978-3453200272, EUR 19.99 Ausgabe 2/2014

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Brisanter Fund: Im Schweizer Bundesarchiv stiess »mysteries« auf umfangreiche Aktenbündel über die dubiosen Bilderberg-Geheimtreffen der westlichen Machtelite. Die als »vertraulich« deklarierten Dokumente, Broschüren und Briefwechsel offenbaren das geheime Konferenzprozedere zwischen 1958 und 2003 bis ins Detail. Und sie beweisen: Auch die Eidgenossenschaft unterstützt die angebliche Privatveranstaltung heimlich mit Steuergeldern.

von Jan Fischer

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Wer zu viel isst, wird schneller krank. Heisst das umgekehrt, dass Fasten heilsam ist? Aktiviert ein hungernder Organismus seine Selbstheilungskräfte? Die Indizien dafür mehren sich. Selbst während Chemo-Torturen scheint kurzfristiges Fasten gesunde Zellen zu stärken, während es Krebszellen gleichzeitig »aushungert«, wie neue Studien zeigen.

Profan formuliert ist eine Chemotherapie nichts anderes als eine»kontrollierte« medikamentöse Vergiftung des menschlichen Körpers: Unser Organismus wird dabei mit Chemikalien gezielt so weit attackiert, dass die schwächeren Krebszellen absterben und die restlichen gesunden Zellen möglichst alle überleben. Ein kräftezehrender Prozess. Vor einer entsprechenden Behandlung raten Krebs-Spezialisten (Onkologen) ihren Patienten deshalb oft, mehr Kalorien und Eiweiss zu sich zu nehmen, um während der harten Therapiezeit von ihren Reserven zehren zu können.

Nora Quinn, Richterin aus Los Angeles, hat sich nicht daran gehalten – und interessante Erfahrungen gemacht. So hatte sie vor einigen Jahren von einer neuen Studie gehört, derzufolge Labormäuse eine Chemotherapie besser ertragen, wenn ihnen zuvor die Nahrung entzogen wird. »Bis zum Abschluss einer klinischen Studie mit Menschen wollte ich nicht warten«, erzählt die Amerikanerin 2011 im preisgekrönten DokumentarÀlm»Fasten und Heilen – Altes Wissen und neueste Forschung« der französischen Journalisten Thierry De Lestrade und Sylvie Gilman. Dies, nachdem sich die Richterin mit einer Brustkrebs-Diagnose konfrontiert sah: »Meine Onkologin war zum Glück offen: ›Ich glaube zwar nicht, dass es Ihnen helfen wird, aber versuchen Sie es ruhig.‹« Nora Quinn machte deshalb einen Selbstversuch unter ärztlicher Aufsicht und fastete fünf Tage lang vor dem ersten der fünf Chemotherapiezyklen. Nach der Behandlung ging es ihr so gut, dass sie trotz Medikamenten-Tortur weiterhin arbeiten konnte.

Auf Anraten ihrer Ärztin verzichtete Nora vor den nächsten beiden Chemo-Zyklen jedoch auf das Fasten und ass stattdessen Nora Quinn: Die US-Richterin setzte während der Behandlung erfolgreich auf ihr Bauchgefühl.

munter drauf los. Ergebnis: Sie fühlte sich während der Behandlung schwach und krank. Also entschied sie, vor den letzten zwei Durchgängen erneut keinen Bissen zu sich zu nehmen – erfolgreich: »Ich hatte dadurch ganz zweifellos weniger Nebenwirkungen. Ich fühlte mich weniger müde und mein Gehirn war weniger beeinträchtigt als bei meinen Freunden, die nicht gefastet hatten, aber dieselben Chemo-Zyklen durchleben mussten.« Hatten Quinns Fastenkuren die Chemotherapie tatsächlich erträglicher gemacht? Und wenn ja, warum? Um das zu verstehen, bedarf es eines Blicks in unsere Vergangenheit. Denn ob Frühstück, Mittagessen, Abendessen und ab und zu vielleicht noch eine kleine ZwischenverpÁegung: Die meisten Menschen in unserer so genannt zivilisierten Welt haben sich an eine regelmässige Nahrungsaufnahme gewöhnt.

Früher war das anders: Im Laufe der menschlichen Geschichte gab es selten Zeiten des ÜberÁusses. Nicht das Haushalten mit übermässig vorhandenen Ressourcen sondern der Umgang mit dem Mangel an Nahrung und der damit verbundene Kampf ums Überleben diktierten unsere Entwicklung in den letzten Jahrtausenden – und prägen sie an einigen Orten der Welt noch immer.

Jeder, der schon einmal eine Diät gemacht hat und dabei Opfer des berüchtigten »Jojo-Effekts« wurde, ist diesem Umstand bereits begegnet: Die Evolution hat den menschlichen Körper zwar gelehrt, Mangel wenn immer möglich vorzubeugen und aufgebrauchte Reserven wieder aufzufüllen. Sie hat ihn aber offenbar auch gelehrt, in Zeiten des Mangels sein System derart umzustellen und zu stärken, dass der Mensch auch ohne Nahrung für eine gewisse Zeit weiterhin funktionsfähig bleibt. Exakt dieser Mechanismus wird beim Fasten aktiviert.

Der temporäre Nahrungsverzicht ist keine neuzeitliche ErÀndung. Bereits das Christentum, der Islam, das Judentum, aber auch der Buddhismus propagieren Fastenphasen. In den letzten Jahrzehnten erlebte das Fasten eine Rennaissance – und wird seither auch bei uns wieder wissenschaftlich untersucht.

Endlich: Denn die bisher umfassendsten Studien zum Thema wurden bereits ab den 1940er-Jahren in der ehemaligen Sowjetunion durchgeführt – vom Westen völlig unbeachtet, wie die Journalisten Thierry De Lestrade und Sylvie Gilman in ihrer TV-Dokumentation enthüllen. Fasziniert

Die Erklärung liegt in unserer Vergangenheit

Ich hatte deutlich weniger Nebenwirkungen, wenn ich vor der Chemo fastete.

Ausgabe 2/2014 von der Heilkraft des Fastens fasziniert: Der italienischstämmige US-Forscher und Zellbiologe Valter Longo.

vom Heilfasten zeigte sich damals kein Ernährungsspezialist, sondern ein erfahrener Psychiater: Juri Nikolajew vom Moskauer Forschungsinstitut für Schizophrenie.

Einer seiner psychisch kranken Patienten verweigerte eines Tages die Nahrungsaufnahme. Seiner Intuition folgend verzichtete Nikolajew auf die sonst übliche Zwangsernährung und liess seinen Patienten fasten. Resultat: Nach fünf bis zehn Tagen begann dieser seine Augen zu öffnen und wieder zu gehen, nach 15 Tagen plötzlich zu trinken, später zu essen und sich wieder am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Seine Depression war weg – der Mann wurde wieder gesund.

Psychische und physische Besserung dank Fastenkur Nach dieser Erfahrung erprobte der russische Arzt und Psychiater seine Fastentherapie an weiteren Patienten mit verschiedenen psychischen Erkrankungen. Mit Erfolg. Und der sprach sich herum: Die Warteschlangen in seiner Klinik wurden immer länger. Rund 8000 Personen hat Nikolajew mit bis zu dreiwöchigen Fastenkuren behandelt und den Verlauf der Genesung überwacht und kontrolliert. »Bei über 70 Prozent stellte Nikolajew nach der Therapie eine deutliche Besserung fest, die auch sechs Jahre später noch bei 47 Prozent feststellbar war«, so die französischen Filmemacher. Und: Seine Patienten waren danach nicht nur psychisch stabiler, sondern auch körperlich Àtter.

Der Arzt übermittelte seine Daten den russischen Behörden, die 1973 beschlossen, seine Resultate mit weiteren Probanden zu überprüfen. Fazit: Die gesundheitliche Wirkung wurde von einer Reihe von Doktoren und Professoren bestätigt, die Tausende weiterer Patienten mit unterschiedlichen, teils schweren Krankheitssymptomen mittels Fastenkuren behandelten. Dazu Thierry De Lestrade und Sylvie Gilman: »Aus allen Teilen der Sowjetunion wurden experimentelle Daten zusammengetragen mit dem Ziel, das Fasten in die staatliche Gesundheitspolitik zu integrieren. Die Akademie der Wissenschaften hat die Ergebnisse bestätigt und in imposanten Bänden gebündelt. Nichts davon ist bis heute übersetzt worden.« Fastenkliniken gibt es auch in Deutschland. Teilweise werden die von Schulmedizinern oft leider immer noch schief beäugten Kuren sogar von den Krankenversicherungen übernommen. Zu verdanken ist das nicht zuletzt dem Vermächtnis von Otto Buchinger (1878 bis 1966). Der deutsche Mediziner hatte die Heilkraft des Fastens am eigenen Leib erlebt. Im ersten Weltkrieg als Marinearzt aktiv, erkrankte er 1917 schliesslich an einer Mandelentzündung, die eine rheumatische Arthritis zur Folge hatte. Die Situation schien aussichtslos. Und so unterzog sich Otto Buchinger 1919 versuchsweise einer fast dreiwöchigen Fastenkur – die ihn schliesslich heilte. 1920 gründete Buchinger seine erste Fastenklinik, die 1935 nach Bad Pyrmont übersiedelte und heute von seinen Nachkommen geführt wird. Weitere Kliniken wurden in Überlingen am Bodensee und im spanischen Marbella gegründet.

Bei der von Buchinger propagierten »Entschlackungskur« wird nicht vollständig auf Kalorien verzichtet. Vielmehr werden dem Körper mittels Gemüsebrühe und Säften täglich etwa 250 Kalorien, Vitamine und Mineralien zugeführt. Hinzu kommen Einläufe, die der Darmreinigung dienen sollen. Verbunden mit der Ausgabe 2/2014 51 Fastenkur soll der Patient ergänzend zu einer gesunden Lebensführung Ànden und »mehr Eigenverantwortung für die eigene Gesundheit übernehmen«, wie Buchingers Nachfolger auf ihrer Klinik-Internetseite schreiben. Erfolgversprechend sei die Kur unter anderem bei »Typ-2-Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck, Gelenk- und Weichteilrheumatismus, Übergewicht, Hautkrankheiten, Migräne und Gicht«.

Nicht nur Otto Buchinger, auch seine Tochter Maria widmete ihr Leben dem Heilfasten. Die heutige »Maria Buchinger Foundation« fördert mit Hilfe von Spenden und Zuwendungen die Erforschung der Fastentherapie in Partnerschaft mit Universitäten und ähnlichen Einrichtungen. Zudem verleiht sie jedes Jahr den»Maria-Buchinger-Preis«. 2013 ging dieser nach Amerika. Ausgezeichnet wurde Valter Longo von der University of Southern California. Der italienischstämmige Biogerontologe und Zellbiologe erhielt den Stiftungspreis am 29. Juni 2013 für seine Publikationen zum Thema »Fasten und langes Leben« und für seine Forschung zur Rolle des Fastens in der Krebsbehandlung.

Longos viel beachtete, aber auch kontrovers diskutierte Studie »Fastenzyklen verzögern das Wachstum von Tumoren und machen eine Reihe von Krebszelltypen empÀndlich für die Chemotherapie« erschien im März 2012 in der US-Fachzeitschrift»Science Translational Medicine«.

Hungrige Mäuse überlebten Chemo-Tortur besser Experimentiert hatte Valter Longo mit krebskranken Labormäusen. In einer der Versuchsreihen liessen er und sein Team die Hälfte der Labortiere zwei Tage lang fasten, indem ihnen die Nahrung entzogen wurde. Die andere Hälfte durfte weiterfressen. Danach wurde allen Mäusen ein massiv überdosiertes Chemotherapeutikum gespritzt.

Ergebnis: Die hungrigen Mäuse vertrugen die Chemo körperlich weitaus besser als ihre vollgefressenen Artgenossen, blieben trotz der medikamentösen Tortur sichtlich agiler, wie Videoaufnahmen im Labor zeigten. Zudem lebten sie erst noch deutlicher länger als die anderen. Oder wie der Infodienst »wis- Gesunde Zellen schalten bei Nährstoffmangel auf Schutzbetrieb um.

senschaft-aktuell.de« weitere Versuchsergebnisse am 9. Februar 2012 zusammenfasste: »Bei insgesamt fünf von acht Krebstypen verlangsamte sich das Wachstum und die Ausbreitung von Tumoren allein schon dadurch, dass die Tiere zwei Tage lang hungerten. Der vollständige Nahrungsentzug vor dem Einsatz eines Krebsmittels verstärkte den Erfolg der Chemotherapie bei Haut-, Hirn- oder Brusttumoren. Bis zu 40 Prozent der Mäuse mit einem Neuroblastom blieben nach mehreren derartigen Kombinationsbehandlungen mit dem Krebsmittel Doxorubicin sogar dauerhaft krebsfrei. Mit dem Medikament allein überlebte keines der Tiere.« In jedem Fall seiner Versuchsreihen, so Longo, sei die Kombination von kurzzeitigen Fastenkuren und Chemotherapie zudem heilsamer gewesen als eine rein medikamentöse Behandlung. Den Grund für ihre Heilerfolge vermuten die Forscher in der kurzfristigen Mutation, welche die gesunden Zellen durchmachten. Diese wüssten sich im Falle von Nahrungsknappheit offensichtlich deutlich efÀzienter zu schützen als Krebszellen: »Normalerweise drosseln gesunde Körperzellen bei Nährstoffmangel ihren Stoffwechsel. In diesem Ruhestadium sind sie dann vor aggressiven Krebsmitteln und anderen Stressfaktoren besser geschützt. Krebszellen können diesen Anpassungsschritt kurzfristig nicht mitgehen.« In dieser Schlussfolgerung bestärkt hätten ihn nicht zuletzt seine Genanalysen, wie der Zellbiologe den Journalisten Thierry De Lestrade und Sylvie Gilman anhand entsprechender Computerdiagramme zu Protokoll gab: »Nach zwei Tagen Fasten ist die Genexpression einer gesunden Zelle radikal anders als zuvor.

Die gesunden Zellen schalten offensichtlich auf Schutzbetrieb um. Sie haben ihre Lektion aus der Evolution gelernt. Die Krebszellen dagegen hassen diese Umgebung, in der es nur wenig Glukose und andere Nährstoffe gibt. Ihr Wachstum ist dann auf jeden Fall reduziert.« Experimente, die auch Professor Andreas Michalsen interessieren, Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin und Inhaber der Stiftungsprofessur für Naturheilkunde der Charité-Universitätsmedizin Berlin. »Die neuro- ◄ Laborbild aus Longos Mäuseexperiment-Video: Während die einen Tiere trotz Chemokur munter herumkrabbelten, lagen die anderen apathisch herum.

Veränderte Genexpression während des Fastenprozesses: Oben eine gesunde Zelle im Schutzmodus, unten eine Krebszelle.

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und nicht zuletzt der Basler Bevölkerung in die Pharmaindustrie stärken und das Corporate Image der Firma fördern.

Prof. Andreas Steck (CH) Im letzten Heft nennen Sie auf Seite 53 unten ein neues Buch zur Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel, welches jedoch erst in Englisch erschienen ist. Sie schreiben, dass sich erstmals ein kritisches Sachbuch mit der BIZ auseinandersetzt. Das ist nicht ganz korrekt. Es gibt ein Buch von Gian Trepp aus dem Rotpunktverlag, das die Rolle der BIZ in der Zeit des Zweiten Weltkriegs kritisch behandelt: Gian Trepp, »Bankgeschäfte mit dem Feind: Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich im Zweiten Weltkrieg. Von Hitlers Europabank zum Instrument des Marschallplans Zürich«, Rotpunktverlag 1993.

Michael Lucas (CH)

to dunkler bleiben ihre Geheimnisse. Umso mehr, als in der riesigen Gruft offenbar weitaus mehr Särge liegen als ofÀziell bekannt. Welche monströsen Kreaturen wurden hier einst zerstückelt unter der Erde bestattet? « (»mysteries« Nr. 1/2014)

Als interessierter Leser Ihrer wertvollen Zeitschrift anbei ein kurzer Tipp im Zusammenhang mit den leeren Sarkophagen: Joanides, der Biograph von Daskalos, hält in seinem Buch »Der Magus von Strovlos« eine Erklärung von Daskalos fest. Der Magus erzählt von einem seiner früheren Leben im pharaonischen Ägypten. Die Hohepriester hatten die Korruption auf die Spitze getrieben, was zu einer ständigen Querele mit ihm führte. Wie er sagt, wurde er schliesslich ermordet, indem seine Gegner mit Gedankenkraft einen grossen Leuchter auf ihn fallen liessen. Sein Leichnam sei dann in kleine Stücke zerschlagen worden und mit Teer vermischt in einem grossen Sarkophag gelandet.

Daskalos sagt, er hätte mehrere hundert Jahre benötigt, um seine Seele daraus zu befreien. Noch ist diese Geschichte zu fantastisch, um ernst genommen zu werden. Es braucht sicher noch einiges an Zeit, bis jemand solchen Dingen auf den Grund geht.

M. Keller (CH)

Bessere Zugänglichkeit als Chance»Novartis, der zweitgrösste Medikamenten-Gigant der Welt, zieht mitten in Basel eine milliardenteure Privatstadt hoch. Voller Luxus und Glanz, abgeriegelt von der Aussenwelt und nur zugänglich für Mitarbeiter oder handverlesene Gäste. Kritische Journalisten sind im eingezäunten und streng bewachten VIP-Quartier nicht gern gesehen. « (»mysteries« Nr. 1/2014)

Merkwürdiges Erlebnis

Mit grossem Interesse habe ich Ihren Artikel gelesen. Mit dem Novartis-Campus ist in Basel – in einer grosszügigen Parkanlage – ein architektonisches Juwel entstanden. Dass dieser Campus wie eine »verbotene Stadt in der Stadt« unter Ausschluss des Publikums funktioniert, wie »mysteries« berichtet, ist auch für mich schwer nachvollziehbar.

Novartis ist eine führende Firma, die Medikamente produziert, um der Menschheit zu helfen. Dabei ist sie besonders auf einen offenen Gedankenaustausch und eine Mitarbeit mit der Öffentlichkeit angewiesen. Einerseits verlangt die Entwicklung von neuen Medikamenten eine Zusammenarbeit mit akademischen Instituten an Universitäten, andererseits bedingt die Durchführung von Medikamentenstudien einen engen Kontakt mit öffentlichen Spitälern und anschliessend – für die Zulassung von Medikamenten – mit den Gesundheitsbehörden. Der Basler Novartis-Campus sollte diese gesellschaftlichen und partnerschaftlichen Verbindungen widerspiegeln.

Eine bessere Zugänglichkeit des Campus würde das Vertrauen der Öffentlichkeit

»Existiert mitten in unserer Realität eine zweite Welt voller phänomenaler Wunder und überirdischer Erscheinungen? Gibt es Menschen, die gleichzeitig in beiden dieser Welten leben – und mehr fühlen, wissen oder erleben als andere? « (»mysteries« Nr. 6/2013)

Ich habe mit grossem Interesse Ihr Buch»Mystery – Neue Beweise für das Unerklärliche« gelesen. Im Jahr 2009 hatte ich ebenfalls ein merkwürdiges Erlebnis.

Mein Onkel war an Leukämie erkrankt und starb kurz nach der Diagnose. In der Nacht als er starb, sagte mir eine telepathische Stimme, dass jemand aus meiner Verwandtschaft sterben würde. Am nächsten Morgen bekamen wir die Nachricht, dass mein Onkel in dieser Nacht gestorben war.

Ralf Retzke (D)

Neuer Slogan für Agrar-Riesen»In Laborexperimenten hatten die Ciba-Geigy- Forscher Guido Ebner und Heinz Schürch (›Urzeit-Code‹, 3. erweiterte AuÁage, 2010) Getreide und Fischeier einem E-Feld ausgesetzt – einem Hochspannungsfeld, in dem kein Strom Áiesst. Wachstum und Ertrag konnten auf diese Weise erheblich gesteigert werden, ohne zusätzlichen Dünger oder Pestizide.« (»mysteries« Nr. 6/2013)

Ich habe Ihr Buch gelesen: Danke, es ist sehr informativ und interessant. Am Ende ist mir noch ein Spruch aus einem Gebet eingefallen.

Leicht abgeändert könnte dies ein neuer Slogan für die Agrarmultis werden. »Und gib uns heute unser tägliches Gift…« Kurt Keller (CH) Ausgabe 2/2014 9

Derzeit noch zu fantastisch?»Über 70 Tonnen schwere Granit-Sarkophage – komplett leer. Seit Kurzem hat das unterirdische Serapeum im ägyptischen Sakkara wieder geöffnet. Doch je heller die restaurierte Rätselstätte ausgeleuchtet wird, des-

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sierten,»unerprobten« (!) Todescocktail 25 Minuten lang Höllenqualen leiden, weil es dem Bundesstaat dank EU-Exportverbot an stärkerem Gift mangelt. Gleichzeitig schmort in Texas ein

Hatten Adam und Eva einen Bauchnabel – oder nicht?

»Wie oft überschneiden sich Stunden- und Minutenzeiger einer Uhr an einem Tag?« Wer das weiss, so faselte neulich ein US-Wirtschaftsheini, gehöre zur cleveren Elite unseres Planeten.

Noch während ich krampfhaft nachrechne, klingelt es. Vor meiner Haustüre stehen zwei züchtig gekleidete Ladys. »Die Heilige Schrift schenkt Antworten auf alle Fragen«, säuseln sie. »Wie oft überdecken sich die Zeiger einer Uhr an einem Tag?« brumme ich. Kurzes Schweigen, danach ein entrücktes Lächeln: »Gottes Reich kennt keine Zeit!« Na gut, denke ich und bohre störrisch weiter: »Hatte Adam einen Bauchnabel?« Totenstille. Dann kichern die frommen Tantchen erneut: »Wir werden uns schlau machen. Gerne kreuzen wir bald wieder bei Ihnen auf.« KruziÀx!

Verzückt verkünden mir die beiden Nachbeterinnen später, dass Gott den Menschen laut Bibel nach seinem Ebenbild geschaffen hat. Somit hätten weder Adam noch sein Weib einen Bauchnabel gehabt. »Aha«, folgere ich. »In diesem Fall hat der Allmächtige zwar keinen Bauchnabel, dafür aber einen Allerwertesten?«»Vermutlich schon«, zögern die beiden Dumpfbäckchen errötend.

Nun reitet mich endgültig der Teufel: »Also gut, wenn der Herrgott Adam und Eva tatsächlich nach seinen Ebenbild schuf: Wie stehts dann bitteschön um seine Geschlechtsteile?« Bingo!

Ebenso plötzlich wie das himmlische Bodenpersonal auftauchte, war es auch wieder entschwunden. Halleluja.

Zurück im Büro gaben mir die Knallköpfe der »Bild-Zeitung« den Rest: »Olympia-Feuer wird aus dem All entzündet!« fantasierten sie am Tag der Eröffnungszeremonie. Ähnlich deppert hätte man prophezeien können, dass die Schweiz mit ihrem Ausländeranteil von 23 Prozent (Deutschland: 9 Prozent) der EU beitritt. Oder, dass Wladischmierowitsch Putin als Höhepunkt der Sotschi-Feier mit »Pussy Riot« das Tanzbein schwingt. Längst sind die dortigen Fackeln erloschen, die potemkinschen Dörfer wieder menschenleer, die entrauschten Athleten clean. 50 Milliarden Dollar liess Russlands Grossprotz für seine Spielwiese verprassen. Umgerechnet je ein Happy Meal pro Erdenbürger! Bald werden der enteigneten Region nach dem inszenierten Tauwetter wohl auch Strom und Gas wieder abgedreht. Stalingrad lässt grüssen – so nennt sich Wolgograd seit 2013 wieder. Zumindest an militärischen Gedenktagen. Und von denen gibts dort jede Menge.

Dass Putin für seine Doktorarbeit 1997 ausgerechnet bei US-Ökonomen abkupferte, macht seine Wirtschaftspolitik auch nicht humaner. Von aktiver Sterbehilfe dagegen versteht der Mann deÀnitiv mehr als seine Kontrahenten. So musste jüngst in Ohio (USA) ein zum Tode verurteilter Verbrecher nach einem improvigewisser Henry Wooten für 35 Jahre hinter Gittern, weil er 100 Gramm Marihuana bei sich trug. Und das, obwohl das Kraut in Washington mittlerweile legal erhältlich ist. Hallo Mr. Obama: Brauchen Sie erst einen Joint, um darob ebenfalls zu erbleichen?

Und in Deutschland? Da gilt bei der Beurteilung von Schwerverbrechern trotz Dauerkniefall vor Israel nach wie vor die Mörder-DeÀnition von Nazi-Oberrichter Freisler (1941). Wörtlich nachzulesen im Strafgesetzbuch (§211). Amüsanter zur Sache gehts in der deutschen »Strassenverkehrsordnung«, die im Rahmen einer Sonderregelung das »Radfahren auf Helgoland« verbietet (§5).

Das Parken im Halteverbot für Blinde (!) ist dagegen erlaubt, »soweit der Parkausweis gut lesbar angebracht ist« (§41). Besonders hübsch auch §27, der das Verkehrsverhalten von Wandergruppen regelt: »Eigene Beleuchtung brauchen die Verbände nicht, wenn sie ausreichend beleuchtet sind.« Oder noch köstlicher:»Auf Brücken darf nicht im Gleichschritt marschiert werden.« Wehe auch jedem Kabarettisten, der es wagen sollte, den Bundespräsidenten zu veräppeln! In diesem Fall tritt §90 des Strafgesetzbuches in Kraft: »Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften den Bundespräsident verunglimpft, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.« Starker Tobak – schwacher Trost: Über den artgerechten Umgang mit der Kanzlerin ist im Regelwerk nichts vermerkt. Wussten Sie übrigens, dass die Ànanzielle Bestechung von Abgeordneten in Deutschland in diesen Tagen unter Strafe gestellt werden soll? Bislang war sie nämlich völlig legal.

PS: Wie oft überdecken sich die beiden Zeiger einer Uhr innerhalb eines Tages nun tatsächlich? Exakt 22-mal. Wichtig ist das eigentlich nicht. Deshalb schenke ich diese letzten Zeilen lieber Astrid Lindgren und ihren ewig blühenden Gedankenblumen:»Wie die Welt von morgen aussehen wird, hängt in grossem Mass von der Einbildungskraft jener ab, die gerade jetzt lesen lernen.« Luc Bürgin (Herausgeber)

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► Geheimniskrämerei. Vertrauliche Notiz an die Schweizer Botschaft in Washington.

◄ Auf Kosten des Steuerzahlers. Abrechnung für das Bilderberg-Treffen auf dem Bürgenstock 1981.

verlauf ein fragwürdiges Demokratieverständnis: Nur »Treffen dieser Art, von weltweiten Führungspersönlichkeiten«, nur solch»direkte Dialoge, in einer Atmosphäre von gegenseitigem Vertrauen und ohne Anwesenheit von Journalisten«, ermöglichten»das Entstehen neuer Ideen und neuer Lösungsvorschläge« für die weltweiten Probleme.

»Spitzel« informiert über heftige Wortgefechte Weiter offenbart das Aktenstudium, dass ein Grossteil der Zeit an den Treffen mit Vorträgen und Diskussionen verbracht wird.

Und letztere scheinen teilweise recht turbulent zu verlaufen, wie ein vertrauliches Schreiben des bedeutenden Schweizer Chefbankers Franz J. Lütolf vom 17. Mai 1984 an den damaligen Volkswirtschaftsminister Kurt Furgler zeigt. Das Dokument gibt gleichzeitig einen interessanten Einblick in das abgeschottete Innenleben der Konferenzen:»Wie mit Ihnen abgemacht sende ich Ihnen anbei die Präsentationen, die an der zu Ende gegangenen Bilderberg-Konferenz schriftlich formuliert waren. Herr Kissinger (Ex-US-Aussenminister Henry Kissinger, Anm. d. Red.) führte den Rapport seiner Kommission über Zentralamerika ein, worauf Herr Martinez (der spanische Parlamentarier Miguel Angel Martinez, Anm. d. Red.)

antwortete. Daraus ergab sich eine Kontroverse, die an Heftigkeit nichts übrig liess und woran sich Leute wie Olof Palme (Schwedischer Ministerpräsident, Anm. d.

Red.) und Denis Healey (britischer Abgeordneter, Anm. d. Red.) beteiligten. Kissinger und seine amerikanischen Freunde wurden sehr scharf wegen ihrer Politik in Zentralamerika kritisiert. Ich verliess jene Sitzung nicht ohne Bedenken. Man muss fragen, ob die Amerikaner in ihrem ›backyard‹ geschickt genug agieren…« Dieser Brief an die Schweizer Regierung ist auch deshalb spannend, weil Banker Lütolf offensichtlich als »Staatsspitzel« über das Treffen rapportierte. Das käme einem Verrat am rigiden Regelwerk der Elite-Veranstaltungen gleich. So ist den Teilnehmern strikt untersagt, mit Nicht-Anwesenden über Inhalte Ausgabe 2/2014 17 des »Bilderberg Steering Committee« von 1981: »Die Konferenz-Budgets liegen im Allgemeinen zwischen 100’000 und 120’000 Franken, wobei die Mittel von inländischen Kreisen aufgebracht werden. (…) Auch die Regierungen machen indirekt an der Konferenz-Finanzierung mit, indem sie nicht nur ein Nachtessen stiften, sondern vielfach auch Autos für den Transport der Teilnehmer (…) zur Verfügung stellen.« In seinem Dankesschreiben an die Schweizer Regierung nach dem Bilderberg-Meeting auf dem Bürgenstock 1981 zeigte sich Organisator Victor Umbricht vom damaligen Chemieriesen und Novartis-Vorgänger Ciba-Geigy denn auch begeistert von der staatlichen Grosszügigkeit. Nicht nur, dass alle Teilnehmer auf Staatskosten schmausen durften, wie er zufrieden festhielt.

Auch ganz allgemein hätten die Beamten den Heimlichtuern eine Atmosphäre verschafft, wie diese es sich wünschten: »Alles klappte, nirgends war Lärm, überall herrschte Diskretion, überhaupt kein Schatten trübte die Arbeit.« Dies, nachdem Umbricht am 21. August 1980 auf dem Briefpapier seines Arbeitgebers Ciba-Geigy den damaligen Schweizer Bundespräsidenten Georges-André Chevallaz bettelnd bekniet hatte: »Anlässlich des letzten Bilderberg-Meetings in der Schweiz (…), hat das Eid. Militärdepartement in sehr entgegenkommender Weise Limousinen mit Chauffeuren zur Verfügung gestellt.

(…) Es wäre ausserordentlich erfreulich, wenn wir auch für das kommende Meeting auf diese Unterstützung zählen könnten. Vielleicht wäre es auch möglich, anstatt zehn Wagen nur etwa fünf bis sechs verfügbar zu machen und dazu noch einen Helikopter.« Wie sehr die Schweizer Staatsführung die Bilderberger im eigenen Land hoÀert, offenbarte am 10. Juni 1995 auch die persönlich vorgetragene Grussrede des damaligen Regierungsoberhaupts Kaspar Villiger, später Verwaltungsratspräsident der Grossbank UBS. »Es ist für die Schweiz eine Ehre, dass Sie den Bürgenstock zum Austragungsort Ihrer Konferenz erkoren haben. Ich begrüsse Sie ausdrücklich im Namen der gesamten Schweizer Regierung«, lobhudelte der Staatschef – und offenbarte im weiteren Rede-Kaspar Villiger. Das damalige Staatsoberhaupt umschmeichelte 1995 in einer Grussrede die Bilderberger im Namen der Schweizer Regierung.

der Bilderberg-Konferenz zu sprechen, geschweige denn sie mit Unterlagen zu versorgen.

Tatsächlich gebärden sich die Organisatoren der Bilderberg-Meetings in Sachen Geheimhaltung und Verschwiegenheit geradezu paranoid. Jede Einladung, jede Teilnehmerliste und jeder noch so unbedeutende interne Wisch trägt den Vermerk»ConÀdential!« («Vertraulich!»)

oder wenigstens»Personal!« (»Persönlich!«). Es gilt ein striktes Regelwerk, das selbst Staatsoberhäuptern in auffallend selbstbewusstem und elitärem Ton eingetrichtert wird. So kann »mysteries« anhand der Bundesarchivakten erstmals das interne und bisher streng geheime Prozedere dokumentieren, das bei den Bilderbergern zu Einladungen von Staatschefs oder anderer Honoratoren führt.

Strenge Regeln, auch für Staatsoberhäupter Am 8. September 2000 etwa schrieb der damalige Bilderberg-Generalsekretär und heutige Syngenta-Verwaltungsratspräsident Martin Taylor dem seinerzeitigen Novartis-Chef Daniel Vasella:»Hallo Daniel. Angesichts meiner Vorbereitung der nächsten Konferenz würde ich es sehr schätzen, wenn ich in den nächsten Wochen Deine Vorschläge erhielte, welche drei Schweizer (inkl.

Dir selbst) wir einladen sollten. Natürlich wer de ich versuchen, sofort auf Deine Vorschläge zu reagieren, damit Du schnell eine feste Einladung verschicken kannst. Darf ich Dich daran erinnern, dass das Steering Committee bei den Konferenzteilnehmern ausdrücklich eine anhaltende Notwendigkeit für eine Verjüngung, Erneuerung und stärkere ethnische Durchmischung sieht. Es sollten auch mehr Vertreter aus dem High-Tech- und Medienbereich sowie junge Führungskräfte eingeladen werden.« In der Folge bläute Taylor dem Top-Manager noch einmal die»Bilderberg-Regeln« ein: »Denke bitte daran: Die Teilnehmer sind angehalten für die gesamte Konferenzdauer zu bleiben, (…) Ausnahmen werden nur für hochrangige Politiker oder aussergewöhnlich gefragte Diskussionsteilnehmer gemacht. Ehemalige Mitglieder des Lenkungsausschusses nehmen in der Regel nicht Adel verpflichtet.

Bilderberg-Gründer und Ex-NSDAP-Mitglied Prinz Bernhard der Niederlande lud 1974 den Schweizer Vizebundespräsidenten persönlich zur Elite-Konferenz ein.

mehr teil, es sei denn, sie sind ausdrücklich als Diskussionsteilnehmer eingeladen. Die Teilnehmer dürfen keine persönlichen Mitarbeiter mitbringen, sofern dies nicht ausdrücklich im Vorfeld damit du schnell eine feste Einladung verschicken kannst. Darf ich dich daran erinnern, dass das Steering Committee bei den Konferenzteilnehmern ausdrücklich eine anhaltende Notwendigkeit für eine Verjüngung, Erneuerung und stärkere ethnische Durchmischung sieht. Es sollten auch mehr Vertreter aus dem High-Tech- und Medienbereich sowie junge Führungskräfte eingeladen werden.« In der Folge trichterte Taylor dem Top-Manager noch einmal die »Bilderber-Regeln« ein: »Denke bitte daran: Die Teilnehmer sind angehalten für die gesamte Konferenzdauer zu bleiben, (…)

Ausnahmen werden nur für hochrangige Politiker oder aussergewöhnlich gefragte Diskussionsteilnehmer gemacht. Ehemalige Mitglieder des Lenkungsausschusses nehmen in der Regel nicht Leidenschaftlicher»Seilschafter«. Alt-Bundespräsident Pascal Couchepin, begeisterter Schweizer Bilderberger.

Dank für Ihren Brief vom 10. Januar 2001. Ich freue mich, Ihnen meine Teilnahme an der nächsten Bilderberg-Konferenz in Stenungsund von Donnerstagabend, 24. Mai 2001, bis Sonntagmittag, 27. Mai 2001, bestätigen zu können. (…) Bitte lassen Sie uns wissen, ob wir eine Hotelbuchung organisieren müssen. Ich freue mich, Sie in Schweden zu treffen.« Couchepins Schreiben verdeutlicht, wie hoch die Bilderberg-Konferenzen auf höchster Regierungsebene eingestuft werden.

Für wen oder was reserviert ein bedeutender Minister sonst mal eben vier volle Tage in seinem dicht gedrängten Terminkalender? Für ein reines privates Meeting mit anderen Meinungsführern? Wohl kaum.

mehr teil, es sei denn, sie sind ausdrücklich als Diskussionsteilnehmer eingeladen. Die Teilnehmer dürfen keine persönlichen Mitarbeiter mitbringen, sofern dies nicht ausdrücklich im Vorfeld vereinbart war. Ehepartner können nicht teilnehmen.« Daniel Vasella schlug darauf unter anderem den damaligen Schweizer Wirtschaftsminister Pascal Couchepin vor, worauf dieser am 10. Januar 2001 eine schriftliche Einladung vom Bilderberg-Generalsekretär erhielt – inklusive Verhaltensregeln für das Staatsoberhaupt: »Ich freue mich, Ihnen bestätigen zu können, dass wir Sie zur nächsten Bilderberg-Konferenz einladen: 24. Mai bis 27. Mai, 2001, Stenungsund Schweden. Wie Sie bereits wissen, ist diese Einladung persönlich und kann nicht übertragen werden.« Wie in allen Einladungen und sonstigen Bilderberg-Schreiben wird auch der Herr Bundesrat im Anhang darauf hingewiesen, dass dies alles »streng vertraulich« und mit der »Bitte um absolute Diskretion« zu behandeln sei.

Wenige Tage später – am 19. Januar 2001 – antwortete Couchepin als Regierungsmitglied entsprechend beÁissen: »Vielen Konzernführer und Politiker in trauter Runde Couchepin scheint sich im erlauchten Elitekreise äussert wohl gefühlt haben, wie zumindest aus jenen Bundesarchivakten hervorgeht, die »mysteries« einsehen konnte. So informierte der Regierungsvertreter seinen Duzfreund Daniel Vasella im Herbst 2002 anlässlich einer neuerlichen Einladung zum Bilderberg-Meeting in Versailles per Fax: »Ich habe Deine Benachrichtigung hinsichtlich des nächsten Bilderberg-Treffens vom 15. bis 18.

Mai in Versailles erhalten und danke Dir recht herzlich dafür.

Falls es meine Amtszeit als stellvertretender Bundespräsident zeitlich zulässt, nehme ich mit grosser Freude und starkem Interesse an der neuerlichen Zusammenkunft teil. Der Termin ist jedenfalls schon mal in meinem Terminplan eingetragen.« Ebenso wie ihre europäischen Nachbarländer wiegelt die Schweizer Staatsführung kritische Nachfragen von Bürgern, Abgeordneten oder Journalisten stets damit ab, dass Bilderberg-Ta- Manipulierte Teilnehmerlisten Seit der zunehmenden Kritik erklären die Bilderberger gerne, ihre Veranstaltungen seien alles andere als intransparent.

Schliesslich würden im Anschluss an die Konferenzen stets eine Teilnehmerliste und mittlerweile auch Diskussionsthemen veröffentlicht. Wie »vollständig« derlei Listen sind, enthüllt das geheime Instruktionsheft (Bild) zur Konferenz von 1974 im französischen Megève. Da die Teilnehmerliste damals noch vor der Tagung erschien, heisst es darin: »Wenn Sie nicht wollen, dass Ihr Name dort erscheint, informieren Sie bitte baldmöglichst unser Sekretariat.« Ein Angebot, das auch bei Vertretern der Schweizer Regierung auf Interesse stiess. Zumindest wurde die entsprechende Passage im archivierten Heft von unbekannter Hand dick unterstrichen.

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uralte Wunderwerke der technik: Chinesische Zahnräder im Museum von Xi’an. (Foto: Ernst Erb, www.radio-museum.ch)

bei Heviz/Ungarn Sümegi U. 133 H-8372 Cserszegtomaj

Nr. 49 (1-2012) Das Wissen des letzten Sonnenpriesters Ex-Politiker enthüllt: »Die San doz-Katastro phe war Brandstiftung!« Die UFO-Lichter von Knittelfeld Die heilende Kraft des Wassers Regisseur Roland Emmerich: »Ich bewundere Erich von Däniken« Das Geheimnis des Goldenen Felsens von Burma Nr. 50 (2-2012) Der mumiÀzierte Riesen-Finger von Kairo Nestlé: Dreckige Geschäfte mit sauberem Wasser Deutschlands grösste Kirchen-Rätsel Katzen-Schnurren hilft Kranken Harmonischer Zauberklang dank geheimer Mathematik-Formel RTL-Lügen: Deutscher Immobilen-Makler packt aus Nr. 51 (3-2012) Droht uns bald ein solarer Supersturm?

Deutschlands Alien-Akten: Geheimarchiv in NATO-Zentrale?

Turbo-PÁanzen dank Indianer-Dünger Die grössten Food-Mythen Vatikan AG: Dubiose Geschäfte im Namen Gottes Der Fluch des Attila Schweizer Hellseher verblüfft TV-Team Nr. 52 (4-2012) Exklusiv enthüllt: Die Bilderberg-Akten von Bundespräsident Walter Scheel Fünf Wunderplanzen halten Sie gesund!

Der Geheimbund des Märchenkönigs Relikte aus Atlantis?

LSD: Der Albtraum vom Wahrheitsserum Energiesparlampen: Vorsicht vor giftigen Quecksilberdämpfen!

Nr. 53 (5-2012) Die vergessenen Geheimnisse der allerersten Seefahrer Dubiose Hightech-Waffen: Mit Schallkanonen gegen Wutbürger Kennedy-Mord: Fidel Castro wusste Bescheid!

Spukforscher aus Deutschland öffnet sein Archiv Gab es einst Basilisken?

Alien-Leiche? DNA-Test soll Klarheit bringen Nr. 54 (6-2012) Unterschätztes Weltwunder: Das riesige Höhlen-Labyrinth von China Olympia-Attentat: War alles ganz anders? Geheime Basis im ewigen Eis Gaunerzinken an der Haustüre Embryo-Transfer im alten Indien Strom-Mann verblüfft Dieter Bohlen & Co.

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Bienensterben: Naht das Ende?

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Nr. 58 (4-2013) Schwarze Messen unter Bad Tölz?

Der geheime Sternen-Atlas der Kelten im Schwarzwald UFOs über Deutschland: Die rätselhaftesten Fälle Der ErÀnder aus der Heilanstalt Die letzten Rätsel der Indianer MMS-Wunderwasser: Rotes Kreuz heilt und schweigt Feuerkugeln: Bomben aus dem All Nr. 59 (5-2013) Millionenraub: Wer klaute die»Gerechten Richter «?

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Dreht Zahi Hawass jetzt völlig durch?

Der Wind auf dem Gizeh-Plateau hat gedreht: Während zwei deutsche Privatforscher vom Vorwurf entlastet wurden, die Cheops-Inschrift in der Pyramide geschändet zu haben, wittert der entmachtete Antiken-Chef Zahi Hawass eine »jüdische Pyramiden-Verschwörung«. Nun steht der »Neo-Pharao« selber im Kreuzfeuer: Liess er illegal nach einer Geheimkammer buddeln? Brandneue Bilder lassen Ungutes erahnen.

von Luc Bürgin Ausgabe 2/2014 23 Unter medialem Dauerbeschuss: Dominique Görlitz (l.) und Stefan Erdmann 2013 in Ägypten.

elcher Teufel reitet derzeit Zahi Hawass (66)? Zwischen 2009 Wund 2011 mehrmals abgesetzt, ein gesetzt und erneut abgesetzt, arbeitet der langjährige Gizeh-Diktator und Ex-Antikenminister mittlerweile wieder für die ägyptischen Behörden – als »Botschafter des Tourismusministeriums«, wie die Zeitung »The Guardian« am 2. Januar 2014 enthüllte. Doch damit nicht genug: Erst neulich lobte Hawass den ägyptischen Militärchef und möglichen neuen Staatspräsidenten Abdel Fattah al-Sisi öffentlich in den allerhöchsten Tönen, um sich bei ihm in Erinnerung zu rufen. Denn der cholerische Selbstdarsteller mit dem Indiana-Jones-Hut will um jeden Preis die Macht über Ägyptens Pyramiden zurück. Hawass: »Ich will wieder Antikenminister werden, aber nur unter einer dauerhaften Regierung. Weinende Menschen in meinem Büro in Kairo beknien mich regelrecht dazu.« Um den pharaonischen Herrscherstab wieder zu ergattern, scheint dem »arabischen Berlusconi« derzeit jedes Mittel recht: Fluchend und tobend beschuldigte Hawass am 10. Dezember 2013 in der ägyptischen Zeitung »Al-Masry Al-Youm« den Bestsellerautor Robert Bauval aus heiterem Himmel der grossen jüdischen Pyramiden-Verschwörung. Bauval, so ereiferte er sich, sei »ein belgischer Jude, der beweisen will, dass die Pyramiden von den Juden errichtet worden seien«. Aus diesem Grund, so der entmachtete Pyramidenboss weiter, habe Bauval zwei Deutsche dafür bezahlt, Teile der »Cheops-Inschrift« in der Grossen Pyramide zu stehlen: den Chemnitzer Experimentalarchäologen Dominique Görlitz sowie den deutschen Autor Stefan Erdmann.

Hirnverbrannter gehts nicht. Weder hatten die beiden Forscher besagte Inschrift in der obersten der fünf Entlastungskammern der Pyramide angerührt, noch handelten sie im Auftrag Bauvals, der überdies gar kein Jude sondern Katholik ist und ausserdem in Ägypten aufwuchs. Zudem kannten sich Bauval und Görlitz überhaupt nicht. Vielmehr nahmen sie erst am 13. Dezember 2013 Kontakt zueinander auf – nach der Attacke von Hawass.

In einem unterschriebenen Statement bestätigte Görlitz diesen Sachverhalt ehrenwörtlich.

Hawass-Kritiker wehren sich und schlagen zurück Auslöser der Kontroverse: Am 17. April 2013 hatten Görlitz und Erdmann auf eigene Faust winzige Farbproben der ofÀziell rund 4500 Jahre alten Arbeiterhieroglyphen in der obersten der fünf Entlastungskammern der Cheopspyramide entnommen, um diese in Deutschland analysieren zu lassen (siehe »mysteries« 1/2014).

Ein heikles Vorgehen, für das sich die beiden Forscher bei den ägyptischen Behörden bereits im November ausführlich und schriftlich entschuldigt haben. Denn in direkter Nähe ihrer Probenentnahme beÀndet sich, mit derselben roten Farbe ungelenk aufgepinselt, der Name von Pharao Cheops (um 2500 v.Chr.): Der einzige schriftliche Hinweis auf den vermeintlichen Erbauer im gesamten Bau-Rote Arbeitergraffiti in der obersten Entlastungskammer: An dieser Stelle kratzte Görlitz ein paar Farbkrümel ab.

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