Seherin – Medium Elisabeth Fehér

Nr. 49 (1-2012) Das Wissen des letzten Sonnenpriesters Ex-Politiker enthüllt: »Die San doz-Katastro phe war Brandstiftung!« Die UFO-Lichter von Knittelfeld Die heilende Kraft des Wassers Regisseur Roland Emmerich: »Ich bewundere Erich von Däniken« Das Geheimnis des Goldenen Felsens von Burma Nr. 50 (2-2012) Der mumiÀzierte Riesen-Finger von Kairo Nestlé: Dreckige Geschäfte mit sauberem Wasser Deutschlands grösste Kirchen-Rätsel Katzen-Schnurren hilft Kranken Harmonischer Zauberklang dank geheimer Mathematik-Formel RTL-Lügen: Deutscher Immobilen-Makler packt aus Nr. 51 (3-2012) Droht uns bald ein solarer Supersturm?

Deutschlands Alien-Akten: Geheimarchiv in NATO-Zentrale?

Turbo-PÁanzen dank Indianer-Dünger Die grössten Food-Mythen Vatikan AG: Dubiose Geschäfte im Namen Gottes Der Fluch des Attila Schweizer Hellseher verblüfft TV-Team Nr. 52 (4-2012) Exklusiv enthüllt: Die Bilderberg-Akten von Bundespräsident Walter Scheel Fünf Wunderplanzen halten Sie gesund!

Der Geheimbund des Märchenkönigs Relikte aus Atlantis?

LSD: Der Albtraum vom Wahrheitsserum Energiesparlampen: Vorsicht vor giftigen Quecksilberdämpfen!

Nr. 53 (5-2012) Die vergessenen Geheimnisse der allerersten Seefahrer Dubiose Hightech-Waffen: Mit Schallkanonen gegen Wutbürger Kennedy-Mord: Fidel Castro wusste Bescheid!

Spukforscher aus Deutschland öffnet sein Archiv Gab es einst Basilisken?

Alien-Leiche? DNA-Test soll Klarheit bringen Nr. 54 (6-2012) Unterschätztes Weltwunder: Das riesige Höhlen-Labyrinth von China Olympia-Attentat: War alles ganz anders? Geheime Basis im ewigen Eis Gaunerzinken an der Haustüre Embryo-Transfer im alten Indien Strom-Mann verblüfft Dieter Bohlen & Co.

Däniken: Neue Götterspuren in Italien Nr. 55 (1-2013) Gratis-Strom für jedermann? Geheimnis des Bessler-Rads gelüftet Schützt Fieber vor Krebs?

Vampire: Der Untergang der Blutsauger Hagelraketen: Fluch oder Segen?

Mormonen-Tempel: Kein Zutritt für Ungläubige Der vergoldete Mumienkopf US-Army sponsert Kriegsspiele für Kinder Nr. 56 (2-2013)»Inferno«: Dan Brown und das Ei des Kolumbus Goldmänner: Die machtgeilsten Banker der Welt Die BILD-Zeitung der Stasi Gibt es Phantom-Inseln?

Bienensterben: Naht das Ende?

Der Fluch des schwarzen Buddhas U-Boot-Wunderwaffen: Geheimpläne in Bayern aufgetaucht Nr. 57 (3-2013) Atlantis im Regenwald: Das verschollene Paradies der blonden Inka-Indianer Das Geheimnis der neuen Papst-Prophezeiung Spuk im Pfarrhaus Die Rückkehr der Riesenaffen Chinas Wunderkraut Eingang zur Hölle entdeckt?

Jeans im alten Rom Startete 1933 die erste bemannte Rakete?

Nr. 58 (4-2013) Schwarze Messen unter Bad Tölz?

Der geheime Sternen-Atlas der Kelten im Schwarzwald UFOs über Deutschland: Die rätselhaftesten Fälle Der ErÀnder aus der Heilanstalt Die letzten Rätsel der Indianer MMS-Wunderwasser: Rotes Kreuz heilt und schweigt Feuerkugeln: Bomben aus dem All Nr. 59 (5-2013) Millionenraub: Wer klaute die»Gerechten Richter «?

Lichter auf dem Mars: Vulkane oder Aliens?

EU-Irrsinn: Was uns Brüssel alles verbieten will Astronauten in der Steinzeit Meuterei auf der Bounty: Mythos und Wahrheit Verschollener Eismensch aufgetaucht Spitzel beim Europa-Park Nr. 60 (6-2013) Exklusivfotos: Neues Versteck für die Bundeslade Pyramiden in Bosnien: Kontroverse um Energiestrahl Maya-Heiler lüften ihre Geheimnisse Goldkessel aus dem Chiemsee droht Einschmelzung Neue Hinweise auf Chemtrails Nazi-UFOs von Viktor Schauberger: Und sie Áogen doch!

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Nr. 61 (1-2014) Zeitkapseln für die Ewigkeit: Deutschlands geheimer Felsstollen Der Cheops-Skandal: Kontroverse Entdeckungen in Ägypten FIFA-MaÀa: Das miese Spiel von König Sepp Tarnschriften Chemiemulti: Verbotene Stadt in der Stadt Zauberer und Zwerge: Verschollener Märchenschatz aufgetaucht Nr. 62 (2-2014) Das geheime Bilderberg-Dossier der Schweiz Die Heilkraft des Hungerns Heimliche Grabungen in der Cheops-Pyramide Psi-Botschaften aus dem Jenseits Himmelsleitern in der Alpenschlucht Dubiose Embleme des Pentagons und ihre versteckte Botschaft Maschinen auf dem Mond?

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mysteries-archiv archiv Nr. 31 (1-2009) Freimaurer: Jörg Haiders geheimes Doppelleben Rebellen gegen den Krebs und ihre alternativen Therapi en Roche-Konzern: Wasser dank Wünschelrute Geheimer Inka-Schatz im Keller Märchenkönig Ludwig II.: Suchte er nach dem Heiligen Gral?

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Phylos von Atlantis: Sah er unsere Zukunft voraus?

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Schweizerin: »KZ-Arzt Mengele wohnte bei uns! « Goethe und das übersinnliche Dajo-Film im Internet Nr. 34 (4-2009) Das verschollene Buch von Nostradamus Udo Ulfkotte warnt: »Vorsicht: Bürgerkrieg!« Herr der Ringe: Elben-Paradies wiederentdeckt Fabrik-Käse: So werden wir für dumm verkauft DelÀne: Japans blutiges Geheimnis Professor Jung und die UFO-Akten Hilfe: Spitalärzte machen uns krank Nr. 35 (5-2009) Verbotene Bücher Kosmonaut enthüllt: »NASA hat getrickst!« Kirchenpatriarch:»Ich habe die Heilige Lade gesehen!« Washingtons düsteres Geheimnis Ica-Steine: Sind sie doch echt?

Neue Beweise: Zellen Áüstern via Licht Oak Island im SchatzÀeber Unterwegs auf dem Pfad der Kraft Nr. 36 (6-2009) Faszinierender Himmels-Code entdeckt Exklusiv: Erich von Däniken im grossen Interview Deutschland bald in MaÀa-Hand?

Wunderkraut heilt die Leber Top-Experten beweisen: Beten hilft!

Wetterexperimente über unseren Köpfen Das Geheimnis von Pater Ernettis Zeitmaschine Nr. 37 (1-2010) Hightech-Geldscheine: Bald mit Funk-Chips?

13 Fragen, die keine deutsche Partei beantworten mag Saurier-Jagd in Acambaro Sieben Milliarden Menschen: Wie wird das enden?

Trübt die Sonne unsere Laune?

Geheimer Zahlencode in der Thora Zauber-Salbe: Hilft und heilt sie tatsächlich?

Nr. 38 (2-2010) Teufels-Labyrinth in Österreich entdeckt TV-Pfarrer setzt auf Wunderlampe»Gläserne Blume« der DDR aufgespürt Geheimtreffen in der Schweiz aufgeÁogen Das Geheimnis von Hitlers Talisman Blutiger Kali-Kult UFO-Relikt im Tatra-Gebirge Avatar-Film: Warum unsere Erde weint… Nr. 39 (3-2010) Brisanter UFO-Report aus dem Bundestag 9/11-Attacken: Chemiker entdeckt Sprengstoffspuren Neue Hinweise auf verschollene Stadt ZHeimlicher Krieg in der Antarktis Vergessene Genies: Androiden im Mittelalter HAARP-Terror: Professorin warnt vor dubiosen Wetter-Experimenten Nr. 40 (4-2010) Afghanistan: So manipuliert die CIA das deutsche Volk Auf Stippvisite bei Deutschlands Top-Hackern Das Geheimnis von Glozel Nixen-Mumie: Ist sie echt? Mord im Vatikan Faszination Mossad Eugen Drewermann im Exklusivinterview Toblerone: Schokolade eines Logenbruders Nr. 41 (5-2010) Ararat: Schiffswrack auf 4000 Metern Höhe entdeckt!

So kuschen TV-ProÀs vor den Bilderbergern Wunderheiler: Operation ohne Narkose und Skalpell UFOs über der Air Base von Ramstein Gottes Hand am Himmel:Das Wundervon Waldenburg Deutscher Áog als Erster!

Voodoo am Mississippi Nr. 42 (6-2010) Atlantis im Tibet: Das geheime Wissen der Mönche Nazi-Gold: Neue Funde in Bayern und Bühl Jesus-Geburtsstätte: Beten wir vor einer Fälschung?

Giftwolken: So verpestet das Militär unseren Lebensraum Risikofaktor Radon Strom zum Nulltarif: Die Wundermaschine im Emmental Nr. 43 (1-2011) Maya-Prophezeiung neu entschlüsselt Geheimcode in Goethes Faust: Schiller wurde ermordet!

Stimmen aus dem Jenseits Die Insel des Todes Der erste Kalender der Menschheit Zeitriss: Bilder, die es nicht geben dürfte Bertelsmann-Stiftung: Die Strippenzieher der deutschen Politik Nr. 44 (2-2011) Ist das der 13. Kristallschädel? Brisante Schätze von Hitler und Himmler in Bayern entdeckt!

Dioxin-Skandal von Seveso: Gehei me Akten aufgetaucht Der verschollene Donnervogel Das Münster mit dem Teufelsfenster UFO-Schwindler Billy Meier entlarvt Laos und das Rätsel der Tonkrüge Nr. 45 (3-2011) Das letzte Geheimnis der Cheops-Pyramide Ausserirdische auf dem Mond Kaderschmiede für Top-Spione: Via Hochschule zum ProÀ-Spitzel Deckname Shakespeare: Wer war sein Ghostwriter?

Der Zar aus der Schweiz Das Spukschloss im Regenwald Was erwartet uns in der Zukunft?

Nr. 46 (4-2011) Das verschollene Maya-Manuskript Brisante UFO-Akten: So schlampen Schweizer Behörden Der rätselhafte Tatzelwurm Mona Lisa: Eine Fälschung?

Jagd auf die Schattenmänner: Bilderberg-Treffen in St. Moritz Fukushima: Mit Homöopathie gegen Strahlung Die Sonnensteine der Wikinger Nr. 47 (5-2011) Die geheime Metallbibliothek des Messias Zu Besuch bei Erich von Däniken Apokalypse oder Revolution? Mystery-Experten blicken in die Zukunft Buddhas Wunderperlen Also doch: Nazi-Gral ist gefälscht!

Spione auf Sendung – via Kurzwelle Das Geheimnis der zweiten Schatzinsel Nr. 48 (6-2011) Nazi-Super-Schatz in Bayern aufgetaucht Das Geheimnis von Hangar 112 Mini-Spange heilt Schnarcher Die Mystery-Detektive der EMPA Skandalös: Top-Banker müssen keine Steuern zahlen Wikipedia: So schlampt das Internet-Lexikon Klartext: Die »Söhne Mannheims« klagen an Ausgabe 3/2014

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Mit gemischten Gefühlen blickt der Dalai Lama auf seine Kindheit zurück. Kurz nach seiner AufÀndung begann eine nach eigenen Worten »ziemlich unglückliche Phase« in seinem Leben: Die Übergangszeit im Kloster Kumbum, in das er während der zwei Jahre dauernden Verhandlungen mit der chinesischen Provinzregierung gebracht wurde. »Meine Eltern blieben nicht lange und so fand ich mich bald allein in dieser neuen und fremden Umgebung vor.« Er sei damals die meiste Zeit ein sehr trauriges Kleinkind gewesen.

Selbst seinen älteren Bruder, der ihn eine Zeit lang begleitet hatte, habe er oft geschlagen – bis jener geweint hat, erinnert sich das geistliche tibetische Oberhaupt: »Er war viel zu gutmütig, um seine grössere Kraft gegen mich einzusetzen.« Die streitlustigen Brüder sorgten von Anfang an für Rambazamba im sonst geregelten Klosterleben der buddhistischen Mönche.

Die Fäuste Áogen auch bei der langen Reise nach Lhasa, während der die Jungs in einer Sänfte getragen wurden: »Die meiste Zeit zankten wir uns, wie es kleine Kinder eben tun, und manchmal rauften wir auch«, erinnert sich der Dalai Lama. »Unsere Sänfte kam dabei schwer ins Schaukeln und drohte umzukippen, worauf der Maultiertreiber die Tiere anhielt und meine Mutter herbeirief.«

Yoga-Wunder und abgehärtete Mönche

»Bestimmte tantrische Praktiken bringen tatsächlich mysteriöse Phänomene hervor«, so der Dalai Lama. Der Geistliche, der sich selbst als »äusserst wissenschaftsfreundlich« bezeichnet, hat Akademikern bereits mehrmals erlaubt, buddhistische Mönche bei ihren Zeremonien experimentell zu begleiten. Die teilweise auch geÀlmten Experimente waren verblüffend – etwa beim so genannten Tumo-Yoga: US-Forscher konnten bei derlei Übungen »feststellen, dass sich die Körpertemperatur (im Rektum und auf der Haut gemessen) um bis zu zehn Grad erhöht. Dadurch war es möglich, dass die Mönche selbst bei Temperaturen knapp über Null Grad Bettlaken trocknen liessen, die zuvor in kaltes Wasser getaucht und dann um die Mönche gewickelt worden waren.« Der Leiter jener Tests, US-Kardiologe Dr. Herbert Benson von der Harvard Medical School in Boston, stellte in den 1980er-Jahren zudem fest, dass meditierende Mönche trotz leichter Kleidung bei Minustemperaturen im Hochgebirge nächtigen konnten, ohne dass ihre Körpertemperatur sank:»Buddhisten spüren, dass die Realität, in der wir leben, nicht die letztgültige ist. Es gibt eine andere Wirklichkeit, die wir erschliessen können, die unabhängig von unseren Emotionen und unserer Alltagswelt ist. Buddhisten glauben, dass dieser Zustand des Geistes durch Meditation erreicht werden kann – und wenn man Gutes für andere tut.« In der tibetischen Kultur »gibt es Dinge, von denen die moderne Wissenschaft lernen kann«, betont auch der Dalai Lama.

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in ihrer Bedeutung für den alltäglichen Gebrauch (und sei es nur der Gebrauch einer Wandergruppe – oder auch etwa einer marschierenden Kolonne Infanterie) keineswegs unwesentliche Physikstunde grundstück ab. Sie war wie vom Erdboden verschluckt. Ich habe für dieses Erlebnis, das mich bis heute stark beschäftigt, folgende Erklärung: Unsere und die, für uns nicht sichtbare, Parallelwelt schweben wie Seifenblasen im Raum. Wenn sich zwei»Seifenblasen« berühren, kann man für wenige Augenblicke in die andere »Welt« sehen, bis eine der Seifenblasen platzt.

Das trifft für beide Seiten zu.

H. Q., Name der Red. bekannt (D) verpasst zu haben.

Das entscheidende Wort lautet»Resonanzkatastrophe «. Eine im Gleichschritt über eine Brücke marschierende Gruppe von Menschen kann diese unter gewissen Umständen (Takt des Gleichschritts, Anzahl der Leute in der Gruppe, Baumerkmale der Brücke) leicht in Schwingungen versetzten. Wird dabei die »Resonanzfrequenz« der Brücke getroffen, schaukeln sich die Bewegungen des Bauwerks ohne weiteres Zutun hoch – im schlimmsten Falle bricht die Brücke zusammen oder wird buchstäblich zerrissen. Das ist mehrfach geschehen. Daher das – sehr vernünftige!

– Verbot.

Prof. Ralf Anken (D)

»Resonanzkatastrophe«

»Amüsanter zur Sache gehts in der deutschen ›Strassenverkehrsordnung‹, die im Rahmen einer Sonderregelung das ›Radfahren auf Helgoland‹ verbietet (§5). Das Parken im Halteverbot für Blinde (!) ist dagegen erlaubt, ›soweit der Parkausweis gut lesbar angebracht ist‹ (§41). Oder noch köstlicher: ›Auf Brücken darf nicht im Gleichschritt marschiert werden.‹ « (»mysteries« Nr. 2/2014) Nach dem Erhalt von »mysteries« lese ich als erstes jeweils das Editorial. Immer sehr unterhaltsam. Für einmal hat sich aber etwas Kurioses eingeschlichen. Das ist aber für einen Schriftgelehrten verzeihbar. Die Bemerkung »Auf Brücken darf nicht im Gleichschritt marschiert werden« ist kein Auswuchs von regelungswütigen EU-Juristen, sondern das Produkt von klar denkenden und rechnenden Statikern. Brücken, hier vor allem Stahlkonstruktionen, können durch den Gleichschritt von einigen hundert Leuten ins Schwingen gebracht werden. Dieses Schwingen legt sich nicht mehr, sondern steigert sich bis zum Einsturz.

Bruno Leuenberger (CH) Mit Genuss habe ich die letzte Ausgabe Ihrer Zeitschrift gelesen! Herrlich, mit welch hohem Unterhaltungswert Sie Themen unterschiedlichster Art angehen. Allerdings bin ich über eine Aussage gestolpert, die ich kommentieren möchte. Im, wie ich Ànde, brillanten und herrlich bissigen Vorwort des Herausgebers Àndet sich die Aussage über §27, der das Verkehrsverhalten von Wandergruppen regelt. Nun, da scheint der Autor zu Schulzeiten eine

Danke für Eure Mühe!

»Neueste Fotos unseres Mondes offenbaren weitaus mehr ›Moon Boulders‹ als lange Zeit angenommen: Kuriose Felsgebilde in der Grösse von Einfamilienhäusern, die einst kilometerweit über die lunare OberÁäche rollten. Trotz gestochen scharfer NASA-Bildern bleibt ihre phänomenale Natur umstritten.« (»mysteries« Nr. 2/2014)

Unsichtbare Parallelwelt?

Um diese faszinierenden Strukturen als Raumfahrt-Fan zu Ànden und die Fotos entsprechend zu vergrössern, benötigt man unzählige Stunden, wie ich nach dem Download feststellen musste. Ein riesiges Danke, dass Ihr Euch so viel Mühe damit gemacht habt!

Mike Hauri (CH) Vielleicht könnte das von Ihnen gezeigte»Mond-Geröll« aus Steinbrocken bestehen, deren Flugbahnen so haarscharf am Mond vorbei führten, dass der Stein nach ein wenig »Fallen« so Áach landete, dass er nach der Landung weiter rollte. Ich vermisse übrigens schon lange Einschlagskrater, die nicht so wunderbar kreisförmig sind, wie die, welche überall zu sehen sind. Runde Krater entstehen doch nur bei genau senkrechtem Einschlag.

David Schmutz (CH) Ihre Meinung interessiert uns!

Schreiben, faxen oder mailen Sie uns: Mysteries, Postfach, CH 4002 Basel.

E-Mail: mysteries@bluewin.ch. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe in angemessener Form zu kürzen.

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»Existiert mitten in unserer Realität eine zweite Welt voller phänomenaler Wunder und überirdischer Erscheinungen? Gibt es Menschen, die gleichzeitig in beiden dieser Welten leben – und mehr fühlen, wissen oder erleben als andere? « (»mysteries« Nr. 6/2013)

Es war im Mai 1990, ich sass an meinem Schreibtisch und erledigte die Tagespost.

Plötzlich hatte ich das Verlangen, aus dem Fenster in den Garten zu schauen. In der linken Ecke, die von einer hohen Tannenecke umzäunt war, erschien plötzlich eine weisse Gestalt. Ich sprang auf und war mit zwei Schritten am Fenster. Es war eine junge Frau im langen weissen Spitzenkleid und weissen Ballerinas. Sie hatte schulterlanges, brünettes Haar und lief wie eine Balletttänzerin – aber nicht den Boden berührend – auf das Fenster zu, wo ich stand. Wenn die Fensterscheibe nicht gewesen wäre, hätte ich sie berühren können. Sie blickte mich an und lächelte mir zu. Dann drehte sie sich zur Seite und lief um die Hausecke.

Ich stürzte aus dem Haus und suchte den Garten, die Strasse und das Nachbar-In dubioser »Indiana Jones-Manier« luchste ein Schweizer Abenteurer im bolivianischen Tiahuanaco den Einheimischen 1858 eine sagenumwobene GötterÀgur ab. Heute steht das Götzenbild in einem Museum in Bern. Wahrscheinlich nicht mehr lange. Denn ein ganzes Volk erwartet sehnsüchtig seine Rückkehr.

Eine kleine präkolumbianische Steinstatuette erhitzt die Gemüter in Bolivien und der Schweiz. HöÁich, aber bestimmt fordern die indigenen Völker des Andenstaates vom Berner Historischen Museum ihren »Ekeko« zurück. Präsident Evo Morales hat die Angelegenheit mittlerweile sogar zur Chefsache erhoben. Das Schweizer Museum möchte die Figur aber erst herausrücken, wenn alle Eventualitäten geklärt sind – und das dürfte noch etwas dauern.

Der vermeintliche »Ekeko« gehört seit 1929 zur Sammlung des Historischen Museums Bern. Dort wurde die 16 Zentimeter grosse Figur bislang unter dem irreführenden Titel»Wassergottheit aus Peru« ausgestellt. Nach Europa gebracht hatte sie einst der Ostschweizer Naturforscher Johann Jakob von Tschudi (1818- 1889). Sein Enkel vermachte das Relikt später dem Museum.

Unter abenteuerlichen Umständen konnte es der Handelsreisende vor 156 Jahren in der bolivianischen Prä-Inka-Stätte Tiahuanaco den Einheimischen abluchsen. Allerdings erst, Johann Jakob von nachdem er sie betrunken gemacht Tschudi. (Foto: Lan desarchiv Glarus) hatte, wie er im fünften Band seines Buches »Reisen durch Südamerika« (1866 bis 1869) schreibt: »Unterdessen hatte Ponce de Leon, wieder von einer Schar von Indianern begleitet, ein Götzenbild, von dem er uns schon während der Exkursion viel erzählt hatte, nach dem Tambo gebracht. Es ist eine sehr interessante, gut gearbeitete Statuette und gut erhalten, (…) von einem dunkelgrünlichen Steine, in dem eine weisse Ader geschickt zur Abteilung zwischen Kopf und Hals benutzt ist.« Besagtes Götzenbild habe bei den Indianern von Tiahuanaco hohes Ansehen genossen »und war weit in der Gegend unter dem Namen der ›Gott der Diebe‹ (›El Santo de los Ladrones‹) bekannt.« So war es unter den Einheimischen angeblich Brauch, dass ein Bestohlener nach einem Diebstahl der Gottheit »eine Extrakerze und Opfergaben« dargebracht hätte, »in der festen Überzeugung, dass er mit Hilfe des Heiligen den Dieb ausforschen werde«.

In der Nähe des Titicacasees hatte Johann Jakob von Tschudi im 19. Jahrhundert diplomatisch Interesse an der Figur bekundet: »Ich fragte scherzweise den Besitzer, ob er diesen Heiligen nicht verkaufen wolle, was er aber mit Entrüstung zurückwies.« die SteinÀgur, die Tschudi als »Gott der Diebe« in die Schweiz brachte, rund 2000 Jahre alt ist.

Dem Museumsdirektor ist es wichtig, dass am Ende eine Lösung gefunden wird, »die von allen beteiligten Seiten getragen werden kann«. Deshalb betont Messerli auch, dass die Verhandlungen »hinter verschlossenen Türen« stattÀnden. Dass die kleine Skulptur am Ende nach Bolivien zurückgeht, scheint wahrscheinlich. Allerdings dürfte es bis zur Klärung aller Formalitäten noch eine Weile dauern.

Peter Spörri verfolgt den diplomatischen Prozess mit zunehmender Ungeduld. Seit Monaten begleitet der bekannte Schweizer Filmproduzent die Verhandlungen zwischen den beiden Ländern, um daraus eine Doku-Reportage zu realisieren.

In Bolivien haben er und sein Team bereits gedreht. Wann aber sein neues Epos »Der Geist ruft aus der Ferne«, dessen Anfang»mysteries« als Rohschnitt vorliegt, fertig ist und welches Ende der Film schlussendlich nehmen wird, steht derzeit noch Dem Original wie aus dem Gesicht geschnitten:»Götzenbild«-Skizze aus Tschudis Aufzeichnungen.

Seine Begleiter und der Vermittler aber gaben nicht auf und begannen eifrig Schnaps zu verteilen. »Eine Flasche Cognac machte die Leute geschmeidiger«, erzählt Tschudi. »Nach langem Hin- und Herreden schienen sie sich endlich dahin zu einigen, ein Geschäft zu machen.« Nachdem der Handel so zustande gekommen war, sassen der Schweizer Abenteurer und seine Reisegefährten schon im Sattel. »Ich zahlte schnell, steckte das Idol in die Satteltasche und ritt nun mit meinen Begleitern in raschem Tempo den schon lange vorausgegangenen Ladungen nach«, schreibt er. Dass die Einheimischen das Geschäft bereuten, wurde jedoch bald deutlich: »Kaum hatten wir das freie Feld erreicht, so hörten wir einen infernalen Tumult hinter uns und sahen auch einige Indianer uns nacheilen.« Der Alkohol hatte jedoch »ihre Köpfe schwer und die Füsse unsicher« gemacht.

Diplomatische Verhandlungen auf höchster Ebene Als Elizabeth Salguero Carrillo, Botschafterin Boliviens in der Schweiz und in Deutschland, Tschudis »Trophäe« vor anderthalb Jahren im Berner Museum entdeckte, war ihr klar, dass es sich um die »Illa del Ekeko« (»Heiligkeit des Ekeko«) handelte: Um eine Verkörperung der bedeutenden Aymara-Gottheit für Wohlstand und Reichtum, der zu Ehren in Bolivien ab dem 24. Januar jeden Jahres einen Monat lang das Alasitas-Fest gefeiert wird.

Auf die Spur gebracht hatten Elizabeth Salguero Carrillo Hinweise eines örtlichen Schamanen und eines bolivianischen Historikers. Seither laufen diplomatische Bemühungen, den Staatsheiligen nach Hause zu holen. In die Verhandlungen mit einbezogen ist mittlerweile auch die Schweizer Regierung.

»Bisher gab es zwei Gesprächsrunden«, so der Berner Museumsdirektor Jakob Messerli gegenüber»mysteries«. Weitere würden folgen, denn erst müsse abgeklärt werden, wer überhaupt anspruchsberechtigt sei und ob es sich tatsächlich, wie behauptet, um besagten rituellen Gegenstand handelt.

Derzeit kann Messerli noch nicht einmal mit Sicherheit sagen, ob die Figur wirklich »Ekeko« darstellt. »Auch das sind wir noch am Abklären«, betont er zögernd. Als erwiesen gilt hingegen, dass Stéphanie Erni ■

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Bis heute vertraut der Dalai Lama den Prophezeiungen einer schamanistisch anmutenden, archaischen Insider-Zeremonie: Dem tibetischen Staatsorakel. Nichts für schwache Nerven. Nur wenige ausgewähl te westliche Personen durften die bizarre Trance-Prozedur bislang Àlmen.

Es war der amtierende Dalai Lama höchstpersönlich, der dem kanadischen Filmproduzenten und UFO-Interessierten David Cherniak 1988 vorschlug, zum allerersten Mal überhaupt eine tibetische Staatsorakel-Befragung zu Àlmen. »The Ora cle: ReÁections On Self« (2010) ist mittlerweile auf DVD erhältlich und zeigt eindrückliche Einblicke in ein fremdes Ritual, das westlichen Interessierten gewöhnlich verschlossen bleibt.

Vor der Zeremonie wird das Medium in prunkvolle Gewänder gekleidet, die ihm äusserlich der angerufenen Gottheit näher bringen sollen. Traditionelle Blashörner, Trommeln und rhythmische Gesänge sorgen für meditative Stimmung. Dazu wird dem Medium, auch Kuten genannt, Weihrauch hingehalten. Ist die Trance tief genug, wird dem Mann ein gut 15 Kilo schwerer, ritueller Helm auf den Kopf gesetzt. Früher habe dieser Helm bis zu 40 Kilo gewogen, betont der Dalai Lama in seiner AutobiograÀe (»Das Buch der Freiheit«, 1990). Aber auch heute noch sei die gesamte Ausrüstung des Orakels derart schwer, dass »der Kuten, wenn er nicht in Trance ist, kaum darin gehen kann«.

Was nun geschieht, wirkt auf arglose Besucher fremd und bizarr: Zuckend und keuchend schreit oder murmelt der Orakel-Mann plötzlich Eingebungen, taumelt in Ekstase umher, während Trompeter und Trommler seinen wankenden Gang mit exotisch anmutenden Klängen unermüdlich begleiten. »Jetzt beginnt sich das Gesicht des Kuten zu verändern«, ergänzt der Da-Thubten Ngodup im Rahmen einer Zeremonie unvermittelt in Trance Àel. 1987 wurde er im Beisein des Dalai Lama zum neuen Nechung-Orakel ernannt, nachdem dieser Sitz drei Jahre lang vakant war. Ähnlich wie seine Vorgänger kann er sich an das Erlebte oder Gesprochene nach der Prozedur nicht erinnern.»Die ge einer Zeremonie im Nechung-Kloster sein. Seine Befragung bestätigte, dass die Trance ein unangenehmer Zustand für den Betroffenen ist. »Man erlebe Schweissausbrüche, FehlempÀndungen und Schmerzen. Darauf trete Bewusstlosigkeit ein.« Dass Gesänge, Weihrauch und das Zuschnüren der Atemwege Ausgabe 3/2014 37 lai Lama. »Es nimmt einen wilden, sonderbaren Ausdruck an, mit hervorquellenden Augen und aufgeblähten Wangen. Sein Atem wird kurz und Áach, und er beginnt, laut zu zischen. Dann hält sein Atem kurz an. Genau in diesem Augenblick wird der Helm mit einem Knoten festgebunden, und zwar so fest, dass der Kuten zweifellos erwürgt werden würde, ginge nicht etwas Aussergewöhnliches vor sich. Er ist nun vollkommen besessen, und die sterbliche Hülle des Mediums dehnt sich sichtbar aus.« Was auf Fotos aus älterer Zeit gut zu erkennen ist: Der Helm des Kuten wird nicht einfach unter dem Kinn festgebunden, die Bänder sind vielmehr hinten am Helm befestigt und werden vorne am Hals zugeschnürt – ähnlich einem Zaumzeug.

Danach springt das Medium auf und vollführt einen schwankenden Tanz, trotz der schweren Kopfbedeckung. »Dann kommt er zu mir herüber«, so der Dalai Lama,»und macht entweder eine Niederwerfung oder verbeugt sich aus der Hüfte, bis sein Helm den Boden berührt, bevor er dann wieder aufspringt, als würde seine ganze Aufmachung nichts wiegen.« Das Orakel überreicht dem Dalai Lama Opfergaben und beantwortet seine Fragen. In der Folge stellt es sich den Regierungsmitgliedern. Weil die Antworten nicht immer verständlich sind, werden sie von einem Mönch Áeissig notiert und später in schriftlicher Form übergeben.

Nach einer letzten Opfergabe bricht das Medium schliesslich zusammen.

Dem»leblosen, starren Körper« wird schleunigst der Helm abgezogen.

Dann wird der erschöpfte Kuten aus dem Saal getragen. An das Erlebte oder Gesprochene kann er sich später nicht erinnern.

Seit 1987 prophezeit Thubten Ngodup das Schicksal Sitz des tibetischen Staatsorakels ist seit dem 17. Jahrhundert Nechung. Das ehemalige Kloster in Tibet wurde im indischen Exil in Dharamsala wieder aufgebaut. Für westliche Forscher sind die dortigen Trance-Phänomene noch immer ein Rätsel. Ergreift tatsächlich ein guter oder böser Dämon vom Medium Besitz?

Immerhin geschehen solche »Besessenheiten« aus eigenem Antrieb, ohne jegliche Drogen. So auch beim aktuellen Staatsorakel-Medium – einem Mönch mit Namen Thubten Ngodup.

Dass die Gottheit von ihm Besitz ergriff, erkannte man, als Prophezeiungen in Trance: Entrückt keucht das Orakel seine Botschaft, während sich die Mönche eifrig Notizen machen.

EmpÀndung, die sich zu Anfang der Trance einstellt, gleicht der, die man hat, wenn man in einem Flugzeug in ein Luftloch fällt«, erklärt er.»Es ist eine Mischung aus Schwindelgefühl und körperlicher Schwere. Dann setzt ein Zittern ein. « Das Pulsrasen, der Anstieg seines Blutdrucks und das Anschwellen des Körpers hätte er anfänglich nur schwer ertragen.

Zudem benötige er vier Helfer, um in seiner schweren Kluft vor der Trance überhaupt gehen zu können. »Der Kopfschmuck könnte seinem Träger ohne Weiteres den Kopf brechen.« In Ekstase aber bewege er sich darin mühelos, obwohl er kein Muskelprotz sei, so Thubten Ngodup weiter.

Ähnliches berichtet Psychiater Günter Schüttler, der bereits 1970 Gespräche mit tibetischen Medien führte. Auch er versuchte, das Phänomen zu analysieren. Und auch er durfte Zeukann das Medium aber auch bei anderen Gelegenheiten bitten, die Schutzgottheiten sprechen zu lassen. Beispielsweise vor wichtigen, politischen Entscheidungen.

Verlässt er sich tatsächlich auf die Aussagen eines in Trance gefallenen Mönchs? Der spirituelle Führer weiss um die Vorbehalte und erwidert: »Ich halte daran fest, weil ich im Rückblick auf zahlreiche Befragungen feststellen konnte, dass das Orakel immer wieder Recht hatte. Das heisst aber nicht, dass ich mich allein auf den Rat des Orakels verlasse.«»Deine Stunde ist gekommen« Hilfreich war nicht zuletzt der Ratschlag des Orakels im Jahr 1959, als das Medium – nach dem Einmarsch der Chinesen in Tibet – dem Dalai Lama kurzerhand zur Flucht riet und sogar den genauen Fluchtweg nach Indien aufzeichnete. Das Orakel half auch immer wieder, wenn es darum ging, die Reinkarnation des Dalai Lama zu Ànden. So bestätigte es etwa die Richtigkeit der Entscheidung, nachdem dieser 1937 aufgefunden wurde.

Und auch dessen Einsetzung als weltliches Oberhaupt im Alter von 16 Jahren wurde vom Kuten bestätigt. So soll er dem 14.

Dalai Lama am Ende der Befragungszeremonie einen Schal auf die Knie gelegt haben. Darauf standen die Worte: »Deine Stunde ist gekommen.« Stéphanie Erni ■

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Kühlschranks (ab 320 Euro aufwärts) künftig mit einem Gutschein von 150 Euro belohnt werden. »Wo bitteschön soll ein Hartz-IV-Empfänger das Geld hernehmen, um sich einen neuen

Immer mehr Menschen sorgen für immer mehr Probleme

Der Dritte Weltkrieg bricht 2026 aus. Zumindest im TV-Knüller»Raumschiff Enterprise«. Derart optimistisch bin ich nicht: Eifriger denn je produzieren wir heute die Irrtümer von morgen. Zu beschränkt ist der Homo Sapiens, um seine eigene Dummheit zu kapieren. Das beginnt bereits bei der Biologie, die uns neuerdings den Trockennasenaffen zuordnet. Zoologisch gesehen müssten wir somit unters Tierschutzgesetz fallen. Nur: Sind wir überhaupt schützenswert? Hand aufs Herz: Welcher Affe hat mehr Grips? Der zivilisierte Mensch, der die Welt in die Luft jagt, oder der wilde Gorilla, der uns an die Gurgel geht, weil wir seinen Lebensraum bedrohen? Und was soll man von einer aufgeklärten Gesellschaft halten, deren Mehrheit immer noch glaubt, dass»Frischgemüse« aus dem Supermarkt gesünder sei als Tiefkühlware, obwohl letztere nachweislich viel mehr Vitamine enthält?

Noch während ich diese Zeilen tippe, plärrt mein Telefon. »Hallo, hier spricht Tussi Tratsch vom Verkaufs-Portal ›Quatsch‹«, säuselt es sinngemäss. »Hallo Frau Tratsch, willkommen beim Verbraucher-Portal ›Patsch‹!«, drehe ich den Spiess um: »Wie viel kassieren Sie pro Abzock-Anruf? Hat man Sie privat ebenfalls schon gestalkt? Gerne zeichne ich unser Gespräch zu Studienzwecken auf.« Räuspern in der Leitung. »So habe ich das nicht gemeint«, stottert die Stöpselmieze, um dann hastig aufzulegen. Eine Kuh macht Muh. Viele Kühe machen Mühe. Mein Tipp: Greifen Sie bei anonymen Werbeanrufen zur Selbstjustiz und betreiben Sie selber Telefonterror! Machen Sie sich einen Jux daraus, die Veräppler zu veräppeln – bis man Sie in Ruhe lässt. Ich tu’s regelmässig. Mit wachsendem Erfolg. Und schelmischem Vergnügen.

Die gute Laune raubte mir später die »Aktuelle Kamera«, pardon: die »Tagesschau«. Lauthals durften die Hellseher des Weltklimarats dort ihre neuste Sturmwarnung um die Welt posaunen:»Die Erderwärmung könnte Bürgerkriege fördern«, so die jüngste Prophezeiung. »Könnte«? Derart schwammig orakelte nicht mal Uriella! Zu allem Übel wartete dann auch noch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks mit dem neusten Sparwitz zur Energiewende auf: Ob des drohenden Klima-Tsunami fordert sie alle Deutschen dazu auf, sich warm anzuziehen – und zu Hause nur noch bis 20 Grad zu heizen. Warum nicht gleich mit Pulli und Wollmütze intimisieren, um mit Reibungswärme ökologisch einzuheizen? Und wann werden uns wohl kompostierbare Kondome zwangsverordnet, frei nach dem Motto »Jute statt Plastik«?

Ideenarmut bleibt das Privileg der Herrscherklasse. Also setzte die SPD-Tante noch einen drauf. Hartz-IV-Empfänger, so plant Hendricks bierernst, sollen beim Kauf eines sparsamen Luxus-Kühlschrank leisten zu können?«, nahm mir eine schäumende Gesinnungsfreundin prompt die Worte aus dem Mund. »Soll er es sich aus den Rippen schneiden? Eine Niere verkaufen? Oder vielleicht einfach einen Monat lang nichts essen?« Gehts noch realitätsfremder? Jederzeit. Zum Beispiel in der Schweiz. Dort ist der Teufel los – in Person des Churer Bischofs Vitus Huonder. Laut dem stockkonservativen Gottesmann sollen »sexuell Verirrte«, Geschiedene oder Pärchen, die sich samt Gummi verlustieren, bei der Kommunion in der Kirche künftig die Arme verschränken, um ihre Sünden zu offenbaren. Statt der Hostie erhielten sie dann nur noch den Segen. Heiliger Strohsack! Da lobe ich mir doch den neusten Heidenspass der FIFA.

Immerhin erlaubt der Weltfussballverband ab sofort Kopftücher, Schleier und farbenfrohe Turbane auf dem Rasen – »sofern das Design nicht gegen die Ausrüstungsbestimmungen verstösst«.

Vermummungsverbot ade? Das kann ja heiter werden!

Beinahe hätte ich es verdrängt: Da war ja noch das x-te Trümmerteil von MH370, das keines ist. Wann wird endlich eine schwimmfähige (!) Blackbox entwickelt, deren Batterie jahrelang sendet?

Warum soll ich den Behörden auch nur noch eine verdammte Silbe glauben, nachdem man uns wochenlang mit Falschinfos fütterte? Etwas Gutes lässt sich der Tragödie trotz allem abgewinnen, wie ein Kollege kürzlich feixte: »Schön, dass es trotz NSA noch Orte gibt, wo man nicht gefunden werden kann!« Um das Positive erneut zu bemühen, verneige ich mich zudem vor dem ZDF für den cleversten aller Energiespar-Entscheide: Merci, dass ihr »Wetten, dass«-Hallodri Lanz endlich den Strom abdreht!

Und irgendwo da draussen in einem Luxusaufzug bleiben wegen Überfüllung derweil vier Schwergewichte namens Hoeness, Blatter, Erdogan und Berlusconi stecken – und streiten sich angesichts ihres drohenden Falls darüber, welchem ihrer Geldkoffer sie ihr missliches Schicksal zu verdanken haben.

Luc Bürgin (Herausgeber)

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Die Inka-Vorläufer verständigten sich bereits telefonisch, per Kabel! Dies behauptet niemand Geringerer als die berühmte US-Forschungseinrichtung »Smithsonian«, die etliche US-Museen verwaltet. In Peru entdeckt hatte das mindestens 1000 Jahre alte »Chimú-Telefon« in den 1930er-Jahren ein ausgewanderter preussischer Baron: Walram Albert Alexander von Schoeler.

Zwei bunt bemalte Kürbisteile mit einem langen Garn verbunden: So sieht das bislang älteste Telefon der Welt aus. Aufgestöbert hat es der bekannte US-Professor Neil Baldwin (Montclair State University) im Lagergebäude des »National Museum of the American Indian« in Suitland, Maryland. Kein Aprilscherz, wie Baldwin im renommierten »Smithsonian Magazine« (Dezember 2013) betont: »Die Mitarbeiter schoben in einem Rollwagen einen der grössten Schätze des Museums in den Raum. Eingebettet in einem säurefreien Wellpappe-Container lag dort das erste bekannte Beispiel von Telefon-Technologie in der westlichen Hemisphäre.« Weit über 1000 Jahre alt sei das Gerät und »funktionstüchtig, aber zu zerbrechlich, um es auszuprobieren«, so das »Smithsonian«. Davon überzeugt, dass dieser Vorläufer unserer Kabeltelefone einmalig ist, zeigt sich auch der zuständige Museumskurator, Anthropologe und Archäologe Ramiro Matos: »Nur dieses eine Exemplar wurde bis jetzt entdeckt.« Hör- und Sprechmuscheln aus Kürbis Auf die beiden gerade mal neun Zentimeter kleinen, harzbeschichteten Kürbis-Hör- und Sprechmuscheln wurde eine dünne Haut genäht. Die Baumwollschnur dazwischen hat eine Länge von 23 Metern. Hergestellt haben sollen das präkolumbianische Telefon Vorläufer der indigenen Kultur im nördlichen Peru mit Namen »Chimú« (um 900–1470), die bekannt war für ihre Innovationen. Kurator Matos: »Die Chimú waren geschickte, einfallsreiche Menschen, eigentlich die erste Technologie-Gesellschaft in der Neuen Welt.« Die Kultur verschwand im 15. Jahrhundert von der BildÁäche, nachdem der Inka-König Túpac Yupanqui den letzten Chimú-Herrscher Minchancaman bezwungen hatte.

Wozu die Chimú das Telefon erfanden, bleibt unklar. Ramiro Matos aber ist überzeugt, dass die Verwendung der Hörer einer Oberschicht vorbehalten war.

»Sie hatten eine klare Hierarchie. Wände innerhalb von Wänden und abgeschlossene Wohnräume in ihrer Stadt deuten auf eine kla- Kein Jux: Die Telefon-Abbildung auf der Homepage des »Smithsonian Magazine«.

re Trennung von Elite und Arbeiterklasse.« So könnte das Telefon zum Beispiel dazu benutzt worden sein, Befehle zu erteilen, ohne dem Empfänger gegenübertreten zu müssen.

Aus der Fundgrube eines deutschen Barons Aufgetaucht war der Telefonvorläufer in den 1930er-Jahren in der Sammlung eines gewissen Walram-Voystingus Albert Alexander von Schoeler, der in Peru nach historischen Relikten fahndete. Das Internet scheint ihn so gut wie vergessen zu haben. Allerdings würdigte der »Rochester Democrat and Chronicle« vom 4. März 1947 den ausgewanderten, »acht Jahre in Peru tätigen preussischen Baron« immerhin samt Bild, nachdem dieser in der»Memorial Art Gallery« im Rahmen eines Vortrags (»The Ancient Art of Peru«) Bilder einer Goldmaske aus der Prä-Inka-Zeit sowie weitere FarbÀlme seltener Kostbarkeiten präsentiert hatte.

Sein halbes Leben lang verkaufte Walram von Schoeler kunsthistorische Objekte an Museen in aller Welt. Eine seiner peruanischen Inka-Figuren aus dem 15./16. Jahrhundert Àndet sich heute in der Rockefeller-Sammlung des »Metropolitan Museum of Art« (New York). Ein anderes Objekt von ihm beÀndet sich im»Saint Louis Art Museum«. Und eine Schale aus Lima (7. bis 3. Jahrhundert v.Chr.) ebenfalls im »Metropolitan«. red. ■

Über 1000 Jahre altes Telefon in US-Museumsarchiv entdeckt – Abbildung 2
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Irgendwo in Augsburg sass vor knapp 500 Jahren ein unbekannter Mystery-Freund und zückte Pinsel und Feder. Heutigen Phänomene-Chronisten gleich liess sich der Mann seltsame Geschehnisse berichten, um sie in Wort und Bild für die Nachwelt festzuhalten. Dass sein verschollenes Lebenswerk nun ab sofort für die gesamte Menschheit verfügbar ist, hätte er sich wohl nie träumen lassen.

Jahrhundertelang war es verschollen. 2008 tauchte es wieder auf und beÀndet sich heute als eine der spektakulärsten Entdeckungen aus dem Bereich der Renaissancekunst in amerikanischem Privatbesitz. Nun hat der deutsche Taschen-Verlag das farbenfrohe Prachtwerk als luxuriöse Faksimilieausgabe veröffentlicht (ISBN: 978-3836542852, Preis: 99.99 Euro).

Mit 192 Zeichnungen dokumentiert das um 1550 in Augsburg von unbekannter Hand verfasste »Wunderzeichenbuch« bemerkenswerte Himmelsphänomene und allerlei andere Kuriositäten der damaligen Zeit. Eine journalistische »Hochglanz-Mystery-Chronik« aus dem 16. Jahrhundert, in der nicht zuletzt Sichtungen Áiegender Drachen über Deutschland protokolliert werden: ►»Im Jahr 1533, im Oktober hat man in Böhmen und dem Vogtland, auch im Ascher Ländchen (in der Tschechischen Republik) allerlei Áiegende Drachen gesehen, auf dem Kopf eine Krone, ein Rüssel wie ein Schwein, und auch zwei Flügel. Es dauerte dann etliche Tage an, dass jeden Tag von ihnen mehr als vierhundert miteinander geÁogen sind, sowohl grosse als kleine, wie hier gemalt ist.« (Zeichnung 24. Tag, in der Nacht um 10 Uhr, sind an manchen Orten bei Hilpoltstein (in Bayern) und dort am HofÁeinshaus solche wundersamen Drachen wohl etwa zwei Stunden in der Luft gesehen worden.« (Zeichnung rechts unten) Besonders interessant und für die damalige Zeit erstaunlich: Der Chronist enthält sich so gut wie jeder Wertung oder Deutung der Phänomene und lässt seine eigene Weltanschauung aussen vor. Statt eigene Theorien zu entwickeln, lässt er die Beobachter sprechen. Und die haben einiges zu erzählen.

Fliegende Drachen über Deutschland: Mysteriöse Zeichnungen aus Bayern – Abbildung 2
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Wurde in Ostdeutschland nach dem Krieg ein toter ET geborgen?

Diese Frage wirft der Galileo-Park im Sauerland ab dem 17. Mai 2014 auf. Im Rahmen einer aufwändigen Sonderausstellung wird eine Alien-Leiche präsentiert, die in den 50er-Jahren auf einem russischen Truppenübungsplatz in der DDR gefunden und später vom KGB konÀsziert worden sein soll.

»Beschreibungen und Skizzen erinnern an den UFO-Absturz in Roswell (USA). Zufall oder bewusste Täuschung?«, so das Team um Parkbesitzer Wolfgang Schmidt geheimnisvoll. »Der deutsche Künstler Ommo Wille hat auf Basis von Zeugenaussagen den Aufbewahrungsort in einem ehemaligen sowjetischen Bunker nun originalgetreu rekonstruiert.« Mit der »Zurschaustellung eines ›echten‹ Alien in einer inszenierten Umgebung« werde Neuland betreten, beschreiben die Parkbetreiber ihre kontroverse Gratwanderung zwischen Realität und Fiktion. Man darf gespannt sein.

red. ■

➤ Infos:www.galileo-park.de

UFO-Crash in der DDR? Neue Ausstellung im Galileo-Park – Abbildung 2
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Vitali Klitschko ist nicht zu trauen. Der von Kanzlerin Merkel gehegte und von der BILD-Zeitung mit regelmässigen Kolumnen verwöhnte ukrainische Muskelprotz kämpft seit längerem mit falschen Bandagen – dank heimlicher Finanzspritzen aus der EU, wie gehackte E-Mails nun schwarz auf weiss belegen.

Bereits vor Monaten hatte »Anonymous Ukraine« den E-Mail- Account von Laurynas Jonavicius, Berater des Präsidenten von Litauen, gehackt und im Februar 2014 rund 200 von dessen Messages öffentlich gemacht. Darunter auch Mails von Vitali Klitschko. Die Aktivisten: »Der Inhalt dieser Briefe zeigt, wie westliche Länder Klitschko durch Mittelsmänner wie die litauische Regierung Ànanzieren und kontrollieren.«»mysteries« liegen alle gehackten Nachrichten im Original vor.

Ebenso die vier Mails, in denen sich der aufwieglerische Muskelprotz mehrmals bei seinen europäischen Partnern einschleimt.

So schrieb Klitschko am 27. November 2013 an Jonavicius: »Besonderen Dank an alle litauischen Freunde für die Ànanzielle Unterstützung. (…) Heute hat mein Assistent Ihre Botschaft besucht und den Berater getroffen. Es ging um Ànanzielle Dinge und künftige Kooperation. Mein Assistent hat Valentina auch die Details meiner Bankverbindung in Deutschland bekannt gegeben.« Und am 9. Januar 2014 mailte der Boxweltmeister: »Laurynas, ich denke, wir haben den Weg für eine noch radikalere Eskalation der Situation gepÁastert. Ist es nicht an der Zeit, fortzufahren mit noch entscheidenderen Aktionen? Ich bitte Sie ausserdem darum, die Möglichkeit einer erhöhten Finanzierung in Betracht zu ziehen, um die Dienste unserer Supporter zu bezahlen.« Trotz kostenloser Download-Möglichkeit erwähnte keine einzige deutsche Zeitung die gehackten Mails! Wer setzte hier den Zensurgriffel an? Und warum dementiert Klitschko trotz mehrfacher Anfragen die Authentizität besagter Mitteilungen nicht?

Weil sie echt sind! Und weil der Ukrainer dank Unterstützung seines Co-Financiers und milliardenschweren EU-Freundes Pjotr Poroschenko seine Muskeln demnächst in Kiew als Bürgermeister spielen lassen will. Ex-Gouverneur Arnold Schwarzenegger und sein kalifornisches Faustrecht lassen grüssen.

lb. ■

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– oder »Strange Sounds« werden derlei akustische Phänomene im Internet genannt. Was früher lediglich ein paar Querdenker faszinierte, beschäftigt mittlerweile auch immer mehr Internet-Blogger und Wissenschaftler. Eine umfassende Dokumentation der aktuellsten Zeugenberichte stellt derzeit die bekannte Mystery-Journalistin Linda Moulton Howe zusammen. »Seit Januar 2011 erhalten wir aus allen Teilen der Vereinigten Staaten Meldungen über laute Knallgeräusche, die oft sogar Wände wackeln und Fenster bersten lassen«, meldet die Amerikanerin.

Flugzeuge waren es nicht – aber was dann?

Manchmal würden die Phänomene zudem von »grellen Lichterscheinungen« begleitet – bei klarem Wetter, ohne jegliches Gewitteraufkommen. »Alle, die jene lauten, kurzen Schläge gehört haben, betonen anschliessend, dass diese deÀnitiv nicht von Überschall-Flugzeugen herrühren«, fasst Howe zusammen. »Viele Ohrenzeugen erklärten, die Geräusche seien aus dem Boden oder aus der Luft gekommen. Der Bürgermeister von Clintonville (Wisconsin) etwa hatte das Gefühl, seine Füsse würden von einer schmerzhaften Stosswelle – wie etwa von einer U-Bahn – getroffen.« Am 15. März 2012 hatte dort eine ganze Serie von»Sonic Booms« die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt.

Ende Monat folgten weitere markerschütternde Donnerschläge.

Nicht nur im Fall von Clintonville zeigten sich Experten ziemlich ratlos. U-Bahnen donnern im 4500-Seelen-Örtchen nicht unter der Erde durch. Laut Behörden gab es im näheren Umland zum besagten Zeitpunkt auch keine Tiefenbohrungen, Bergbauaktivitäten oder schwerere Bauarbeiten. Die später angebotene Erklärung mit Mini-Erdbeben befriedigte viele Betroffene nicht oder nur bedingt.

Steinen und Clintonville – nur zwei Fälle einer mittlerweile schier endlosen Serie identischer Ereignisse. Zwar können manche Vorfälle – zumindest laut ofÀzieller Schreibweise – tatsächlich rational erklärt werden. So etwa im März, Juli und September 2010, als es im Umkreis von Leipzig gleich dreimal rumste:»NATO-Überschallknall«. Oder in Pinneberg (Schleswig-Holstein), wo die Bevölkerung ab dem Frühjahr 2013 monatelang durch seltsame Detonationen aufgeschreckt wurde. Immerhin »einige Ausgabe 3/2014 43 Seneca-Guns: Auch »Der Spiegel« weiss keine gescheite Antwort Eines der berühmtesten »Boom«-Phänomene tritt in regelmässigen Abständen am Seneca Lake im Bundesstaat New York auf. Immer wieder wird die örtliche Bevölkerung dort durch dumpfe Knallgeräusche aufgeschreckt. Unter der sinnigen Bezeichnung »Seneca Guns« (»Seneca-Pistolen«) hat das Mysterium in den USA bereits eine gewisse Berühmtheit erlangt. Obwohl es mittlerweile -zig Untersuchungen gab, weiss bis heute niemand, woher der merkwürdige Lärm kommt. »Die Forscher müssen weiter spekulieren«, konstatierte am 7. Dezember 2011 selbst»Der Spiegel« verwirrt. So könnten die »Seneca-Pistolen« von Erdgasexplosionen, Stürmen, Seewellen »oder etwas ganz anderem« verursacht werden, zitierte das Magazin ratlose Geowissenschaftler. Insofern bleibe »der Ursprung vieler Klänge unbekannt«. Die Erde sei eben »ein komplexer Ort«, das Dröhnen universal.

Fälle« habe das Landeskriminalamt damals auf Pyromanen zurückführen können, wie Ende Jahr ohne weitere Erklärungen überraschend verlautbart wurde.

Der Weisheit letzter Schluss ist das alles nicht. Denn wer sich durch Zeitungsarchive und Fachbücher der Vergangenheit wühlt, Àndet Abertausende ähnlicher Berichte aus aller Welt, von denen viele bis heute einer konventionellen Erklärung harren.

Ihre Spur lässt sich bis ins 19. Jahrhundert zurück verfolgen, als noch keinerlei Flugzeuge am Himmel ihre Runden drehten.

So katalogisierte bereits der Áeissige US-Kuriositätensammler Charles Fort (1874–1932) derlei Phänomene in seinen Büchern entzückt unter der Rubrik »Skyquakes« (Himmelsbeben).

»Alle Hunde bellten, aber da war nichts…« Der vergangene Winter hätte es dem damaligen Mystery-Pionier besonders angetan, denn einmal mehr liess es in den USA irgendetwas Unbekanntes ordentlich krachen, wie Linda Moulton Howe zu berichten weiss. Bereits Ende Oktober 2013 vernahmen der LKW-Fahrer Richard Herrell und seine Lebensgefährtin Ashley Goodlett sowie mehrere Nachbarn in Louisville (Kentucky) »ein gutes Dutzend lauter Knalls«. »Es klang wie Explosionen«, so Goodlett. »Alle Hunde bellten – aber da war nichts. Wir warteten auf Sirenengeheul oder Rauchgeruch, doch nichts dergleichen geschah.« Merkwürdigerweise meldeten weder die Behörden noch die Lokalmedien später etwas über das Ereignis. Und das in einem Land, das seit Jahren Terrorängste hegt und pÁegt. »Vielleicht wissen oder haben die Behörden etwas, das wir nicht kennen«, mutmassen Herrell und Goodlett. Bereits ein paar Wochen zuvor war nämlich ganz in der Nähe nach einem bis heute ungeklärtem lautem »Boom« eine ganze Highschool geräumt worden.

Nach dem Knall habe das Gebäude gewackelt, erklärte die Schulleitung gegenüber der Lokalpresse. Das Geräusch sei von draussen gekommen, man habe aber nirgends Spuren einer Detonation gefunden.

In der Nacht zum 8. November 2013 wiederum klagten Bewohner von DeerÀeld (Illinois) über »eine ganze Serie lauter Selten fotografiert: F-18 beim Durchbrechen der Schallmauer (2012).

Detonationen« in der Nähe des Michigan-Sees. Mindestens eine halbe Stunde lang sei »alle zehn bis zwanzig Sekunden« ein»lautes Rumsen« erklungen. Jon Stewart, ein früherer ProÀ-Wrestler und Lokalpolitiker, meldete dies auch der Polizei.

Als besonders unheimlich empfand Stewart, dass die Böller-Geräusche gegen Ende plötzlich direkt über seinem Haus stattfanden – und dann weiter Richtung See zogen. Zuvor habe es sich wie»entferntes Kanonenknallen« angehört. In kürzester Zeit habe die akustische Manifestation »sprungartig grosse Distanzen zurückgelegt«, so der Ohrenzeuge weiter.

»Wie etwas Technisches, etwa ein schnelles, unbekanntes Flugobjekt.« Am Morgen des 20. November 2013 wiederum nahm der pensionierte Navy-Pilot Mark Wood in seinem Haus in Boca Raton (Florida) »zwei extrem starke Druckwellen« wahr. Bei der ersten habe er anfänglich noch gedacht, es werfe sich jemand gegen seine Eingangstüre, berichtet der Ex-Militär. Beim Nachschauen entdeckte er aber niemanden. Wenige Stunden später wurde die Ostfront seines Heims erneut wie von Geisterhand erschüttert.

»Sie können mir glauben: Als jemand, der 25 Jahre in der Marine und in der Reserve geÁogen ist, weiss ich sehr wohl, was ein Überschallknall ist«, so Wood gegenüber Journalistin Linda Moulton Howe. Zudem habe er lange in der Nähe des Kennedy Space Center auf Merritt Island gewohnt. »Ich habe auch Überschallknalls erlebt, die von der Rückkehr des Space Shuttles resultierten. Doch diese beiden Druckwellen waren eindeutig Ausgabe 3/2014 anders: Sie waren spürbar präsent und stark.« Der Aviatiker verdächtigt nun die dubiose Pentagon-Forschungsabteilung DARPA als möglichen Verursacher.

Wortwörtlich »aufgerüttelt« wurden gemäss Linda Moulton Howe am Abend des 26. Novembers 2013 auch diverse Einwohner von Montreal, St-Lazare und der angrenzenden kanadischen Region sowie von Plattsburgh (New York). Und zwar durch Erdbewegungen, die von einem lauten Knall sowie einem hellen, blau-grünen Lichtblitz am Nachthimmel begleitet wurden. Die lokalen Medien spekulierten über einen »möglichen Meteoriteneinschlag in West-Quebec«. Zum Verdruss der überforderten Behörden trudelten für jenen Zeitraum bald weitere »Boom«-Berichte ein – aus Alaska, Connecticut, Kalifornien, Oregon, Utah und Arizona.

Im Dezember 2013 setzte sich die kuriose Serie fort: Erneut erreichten Moulton Howe Dutzende Hinweise. Unter anderem meldeten diesmal Bürger von Illinois am 21. Dezember »laute Explosionsgeräusche«. Und an Heiligabend krachte es dann an der kanadisch-amerikanischen Grenze. Diesmal in der Nähe von Toronto sowie bei Milton (Vermont). Hier hörten Anwohner einen lauten und lang anhaltenden, metallisch klingenden »Horn- oder Trompeten-Klang« – ein ungeklärtes akustisches Phänomen, das mehrfach auch schon in Europa dokumentiert wurde. Einem umstrittenen Video auf »Youtube« zufolge unlängst auch in der Schweizer Stadt Zürich.

Sind Frostbeben am unheimlichen Lärm schuld?

Einmal mehr verzeichneten US-Erdbebendienste für besagten Zeitraum keine relevanten Vorkommnisse. Manche spekulierten deshalb, dass es sich um ein so genanntes Frostbeben gehandelt habe. Ein Phänomen, bei dem Wasser im Erdreich gefriert und sich ausdehnt. Dabei werde Gestein aufgebrochen und es komme zu kleineren Erschütterungen, die teilweise auch an der OberÁäche als Beben und grollende Geräusche wahrgenommen würden. »Sicher wissen wir das aber nicht«, resümierte unter anderem »Toronto Global News«.

Tatsächlich wurden im letzten Winter vermehrt Frostbeben aus dem südlichen Kanada sowie dem Nordosten und dem mittleren Westen der USA gemeldet – also exakt jene Regionen, aus denen zuletzt auch vermehrt Berichte über mysteriöse Explosionsgeräusche kamen. Lokale Medien schrieben im Januar und Februar denn auch von regelmässigen »Erschütterungen und ohrenbetäubendem Krachen wie bei explodierenden Bomben« aufgrund von Frostbeben.

Doch längst nicht alle Geräuschphänomene lassen sich damit erklären. Kommt dazu, dass derartige Erscheinungen im Januar und Februar 2014 aus fast allen Teilen USA gemeldet wurden, also auch aus Gebieten, die nicht vom Frost betroffen waren.

Längst werden deshalb auch Stimmen laut, die eine himmlische Ursache hinter dem höllischen Lärm vermuten. Insbesondere, weil gerade die »Trompetenklänge« neuerdings auch schon mit UFO-Sichtungen dreieckiger Flugkörper einhergingen.

Nachdenklich macht zudem, dass die auch in Europa vielerorts minutenlang registrierten »Himmelsposaunen« in manchen In der Bibel kündigen Apokalypse an.

Himmelstrompeten die Online-Aufnahmen auffällig ähnlich klingen. Einige erinnern an quietschende Züge, die in Rangierbahnhöfen langsam bewegt werden. Andere an das Trompeten von Elefanten, Metallarbeiten auf Grossbaustellen oder an Walgesänge.

Dass sich die ausserirdischen Aggressoren in Steven Spielbergs»Krieg der Welten« weltweit mit markerschütternden Trombonen-Klängen ankündigen, dürfte die Wogen zwischen erschreckten Augenzeugen und ZweiÁern ebenfalls nicht glätten. Umso mehr, als auch die apokalyptischen Zeichen in der biblischen Offenbarung des Johannes mit Himmelstrompeten – sieben an der Zahl – angekündigt werden.

Einheitlich»wegerklären« lässt sich das vielschichtige »Boom«-Phänomen jedenfalls nicht. Umso mehr, als die wahrgenommenen Phänomene wohl unterschiedliche Ursachen haben.

Deshalb dürfte auch die gängige Behauptung, das US-Militär stecke hinter all dem ebenso wenig Allgemeingültigkeit beanspruchen wie das kategorische Abwinken der deutschen Skeptiker Bernd Harder und Florian Freistetter, welche die meisten Augenzeugenberichte im Internet vorschnell als Fälschungen abtun.

Unstrittig bleibt, dass gerade in den USA allerlei Dubioses über unseren Köpfen getestet wird. Die erwähnte DARPA-Gruppe und das von ihr übernommene Atmosphären-Forschungsprojekt HAARP zählen zu den üblichen Verdächtigen, die mit Sicherheit schon manche »unerklärlichen« Vorkommnisse produziert haben. Ebenso gesichert ist, dass aerodynamische Faktoren, Erdbeben, Vulkane oder Meteoriteneinschläge zu lauten Explosionsgeräuschen und Erschütterungen führen.

Zudem konnten Forscher nachweisen, dass auch so genannte Monsterwellen oft noch hunderte Kilometer entfernt als dumpfes Grollen wahrgenommen werden können. Dennoch bleibt ebenso bemerkenswert wie unbefriedigend, dass Phantomexplosionen zwar seit jeher artig notiert werden, aber – weil aus dem jeweils vorherrschenden Zeitgeist heraus nicht erklärbar – ebenso regelmässig wieder in den Archiven verschwinden.

»mysteries« meint: Das Phänomen bedarf endlich neuer, unkonventioneller Erklärungsansätze. Höchste Zeit, über weitere, bis heute unverstandene atmosphärische Vorkommnisse zu spekulieren! Nur wer sich das Unbekannte ausfantasiert, kann es irgendwann auch entdecken oder erkennen. Zu lange wurden entsprechende Berichte aus dem 19. Jahrhundert nicht ernst genommen. In diesem Sinn, liebe Geowissenschaftler und Atmosphärenforscher: Ab in die Archive. Um endlich zu vergleichen und auszusondern, was einen gemeinsamen Nenner haben könnte.

Kurz vor Druck dieser Ausgabe krachte es übrigens erneut.

So etwa im kanadischen Calgary, wo am 4. März 2014 ein ge- Zu lange wurden ähnliche Meldungen aus dem 19.Jahrhundert ignoriert.

waltiger Donnerknall aus heiterem Himmel die Einsatzkräfte verwirrte. Ähnliche Meldungen trafen Mitte März 2014 aus dem Umkreis von Polk County im US-Bundesstaat Florida ein.

Nachtrag in letzter Minute: Auch Berlin betroffen!

Aufregung herrscht inzwischen aber auch im Norden Berlins, wo rätselhafte Phantomexplosionen die Bevölkerung bereits seit Wochen regelmässig aus dem Schlaf reissen: »Der Knall ist eine Mischung aus Scheppern und Rumsen. Er beginnt mit einem Grollen und hebt an zu metallischem Reissen«, fasste»Spiegel-Online« die Schilderungen unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AFP am 3. April 2014 zusammen.

Die Ursache? Auch in diesem Fall völlig unklar. »Wir wissen nicht, woher der Knall kommt«, müssen Berlins zuständige Behördenstellen auf Nachfrage ratlos einräumen.

Auch in Deutschland knallts regelmässig, aus heiterem Himmel Immer wieder rumst es auch in unseren GeÀlden aus heiterem Himmel, wie ein willkürlicher Blick in Zeitungsmeldungen der letzten Jahre zeigt: ►»Ein mysteriöser Knall hat am Sonntag vielen Menschen rund um Senftenberg einen Schrecken eingejagt. Gegen 14 Uhr gab es ein so lautes Geräusch, dass die Leute aus der Nachbarschaft auf die Strasse kamen und wissen wollten, was passiert ist. Nach Angaben des Lausitzrings haben die Zuschauer den Knall ebenfalls gehört. Doch könne die Rennstrecke als Ursache ausgeschlossen werden. Auch bei der BASF Schwarzheide habe es keinen Störfall gegeben. Bei Polizei und Rettungsdienst sind keine Einsätze aufgelaufen.

Die Ursache des Knalls ist noch nicht bekannt.« (»Lausitzer Rundschau« vom 22. Oktober 2013) ►»Das minutenlange Geheul des Martinshorns in Werther liess gestern nichts Gutes verheissen. Ein Anwohner hatte gegen 15.20 Uhr an der Borgholzhausener Strasse einen lauten Knall gehört und per Notruf gemeldet.

Vorm Eintreffen der Rettungskräfte kursierte bei der Polizei zunächst die Befürchtung, es habe eine Explosion im Dachgeschoss eines Wohnhauses gegeben. Doch vor Ort staunten die Einsatzkräfte nicht schlecht: ›Von Rauch oder gar einem Feuer war weit und breit nichts zu sehen.‹ Der merkwürdige Knall gibt der Polizei Rätsel auf.« (»Westfalen-Blatt« vom 1. Februar 2013) ►»Ein mysteriöser Knall hat am Dienstagabend in Karlsruhe Polizei und Feuerwehr auf Trab gehalten. Nachdem mehrere aufgeschreckte Bürger den Notruf wählten, suchten Beamte und Feuerwehrleute nach der Ursache, wie die Polizei mitteilte. Der Verdacht auf einen Gasunfall bestätigte sich nicht. Schliesslich brachen die Einsatzkräfte die Suche erfolglos ab. Es blieb zunächst völlig unklar, woher die Explosionsgeräusche kamen.« (»dapd« vom 21. Februar 2012) ►»Ein explosionsartiges Geräusch hat Leisniger und Gäste der Bergstadt aufgeschreckt. Auch in Döbeln wurde zur gleichen Zeit ein lauter Knall vernommen. Noch ist unklar, um was es sich dabei gehandelt hat. Ein stärkeres Erdbeben im Vogtland ereignete sich erst eine Nacht später.« (»Leipziger Volkszeitung« vom 5. Juli 2011) ►»Nach drei Schlägen wie von einem Kanonenfeuer bebte am Dienstag in Altentreptow die Erde. Die Geräuschbeschreibung lasse auf ÜberschallÁüge schliessen, hiess es auf Nachfrage von der deutschen Flugsicherung. Allerdings sei am Dienstag kein ÜberschallÁug in der Umgebung von Altentreptow registriert worden.« (»Nordkurier« vom 21. Oktober 2010) ►»Eine seltsame Knallerscheinung hielt gestern die Bewohner im Elbtal in Atem. Bei der Rathaussprecherin riefen aufgeregte Coswiger an: ›Die ganze Stadt hat gewackelt‹, sagte einer. Doch das Ganze wird wohl ein Rätsel bleiben. Denn nach einem Behördenmarathon der SZ durch alle in Frage kommenden Ämter steht fest: Keiner weiss etwas, und nirgends ist etwas gemeldet worden. Einige tippten auf einen Düsenjet. Doch der typische Überschallknall entsteht nur, wenn mit Überschall geÁogen wird. ›Das ist über deutschem Boden aber verboten‹, sagt Gerhard Schanz von der Deutschen Flugsicherung in Berlin.« (»Sächsische Zeitung« vom 28. Oktober 2003)

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