Internet: www.landesmuseum.ch Geschichte

Ausgabe 6/08 – Abbildung 2
Ausgabe 6/08 – Abbildung 3

1Maispflanze mit Nummernschildchen zur besseren Kennzeichnung der einzelnen Kolben (2007). Insgesamt sprossen hier auf einen Schlag elf Kolben (!) heran. Normal wären im Maximum zwei bis drei.

2Wolfgang Steiners Roggen brachte nach der «energetischen Behandlung» bis zu 70 Prozent mehr Ertrag – und wurde über zwei Meter hoch.

3Abgeschnittene Maispflanze (2006). Deutlich ist zu erkennen, dass alle Wurzeln von einem einzigen Korn ausgingen. Steiner: «Bauern meinten, ich hätte dafür fünf Körner in die Erde gelegt – was aber nicht der Fall war.»

4Einer von Steiners «Konus-Generatoren».

5Imposante Länge: Erntereifer Maiskolben von Wolfgang Steiner.

Ausgabe 6/08 Phänomene

Bio-Wunder dank Energie aus dem All: Die Bildbeweise von Wolfgang Steiner – Abbildung 2
Bio-Wunder dank Energie aus dem All: Die Bildbeweise von Wolfgang Steiner – Abbildung 3
Bio-Wunder dank Energie aus dem All: Die Bildbeweise von Wolfgang Steiner – Abbildung 4
Bio-Wunder dank Energie aus dem All: Die Bildbeweise von Wolfgang Steiner – Abbildung 5
Bio-Wunder dank Energie aus dem All: Die Bildbeweise von Wolfgang Steiner – Abbildung 6
Bio-Wunder dank Energie aus dem All: Die Bildbeweise von Wolfgang Steiner – Abbildung 7
Bio-Wunder dank Energie aus dem All: Die Bildbeweise von Wolfgang Steiner – Abbildung 8

blitzlicht

Rekordverdächtiger Fund im Landesmuseum in Zürich Geister-Fahrzeuge auf der Autobahn: Noch mehr Zeugen

Unheimliche Vehikel, die sich mitten auf der Autobahn in Luft auflösen, oft im Zusammenhang mit Nebeloder Rauchphänomenen: Para-Forscher sehen sich mit einem neuen Phänomen konfrontiert («mysteries» Nr. 1/2008 und 5/2008). Nun kam ein weiterer Vorfall ans Licht, der sich am 30. Januar 1984 in Florida abgespielt hatte. Untersucht hat die damaligen Ereignisse Jutta Behne von der UFO-Organisation GEP in Lüdenscheid.

«Gegen 20 Uhr bemerkte das deutsche Ehepaar auf der Rückfahrt nach Miami am sternenklaren Himmel einen wolkenähnlichen Nebel, der sie zu verfolgen schien», berichtet sie. Plötzlich tauchten hinter den beiden wie aus dem Nichts die Scheinwerferlichter eines Autos auf.

«Beide Augenzeugen erkannten hinter dem Lenkrad einen Mann, der wie ‹gemeisselt› wirkte. Der Mann war weiss, seine Hände lagen am Lenkrad, er schaute nicht nach links oder rechts, und es war nicht die kleinste Bewegung zu erkennen.» Das Auto sei wie auf Schienen oder auf einem Luftkissen an dem Ehepaar vorbei geglitten.

Dann das Unfassbare: Zwei, drei Minuten nach dem Überholvorgang war das Auto «weg», in der Dunkelheit verschwunden, «obwohl man es auf der geraden Autobahn noch eine Weile hätte sehen müssen».

Beschworen Tutenchamuns Kriegstrompeten 1939 auf der Welt das Unheil herauf? Gingen in Kairo tatsächlich die Lichter aus, als die uralten Militärfanfaren des Pharaos wenige Monate vor Kriegsbeginn zum ersten Mal seit Jahrtausenden öffentlich geblasen wurden? «mysteries» enthüllt die Hintergründe einer seltsamen Story, um die sich viele Legenden ranken – und die in dieser Art noch nie erzählt wurde.

ysteries»-Leser Marco Gisler weiss es noch, als ob ich Euch nun erzähle, ist kein Märchen: Als man damals die es gestern gewesen wäre. 1992 verbrachte er einige Trompete testen wollte und ihr zum ersten Mal in der Neuzeit Tö-MWochen in Ägypten. Dabei traf er auch einen dortine entlockte, gingen die Lichter in ganz Ägypten plötzlich aus…»

gen Reiseführer und Ägyptologen: Adel Hammad. Ein äusserst Nicht nur bei Gisler wurden damals Erinnerungen wach an gebildeter und charmanter Ägypter, für ketzerische Gedanken den vermeintlichen Fluch des Pharaos, der vielen der damals in weitaus offener, als den Behörden damals lieb gewesen war, die Graböffnung Involvierten innerhalb weniger Jahre das Ledessen Leben 1997 beim Terroranschlag in Luxor leider ein viel ben gekostet haben soll. Ebenso verweist er auf den überrazu frühes Ende fand.

schenden Tod von Lord Carnarvon, Mäzen von Tut-Entdecker «Im Museum von Kairo zeigte uns Adel auch die berühmten Howard Carter, bei dessen Ableben am 5. April 1923 sich in Kai-Kriegstrompeten, die einst in Tutenchamuns Grab gefunden ro ebenfalls ein totaler Stromausfall ereignete. «Und dann war worden waren», erinnert sich Gisler. Die beiden Objekte, eines da viele Jahrzehnte später auch noch die offizielle Meldung, aus Silber, eines aus Kupfer, wurden um 1260 vor Christus herwie Tuts Mumie von den Ägyptern 2005 einer Computertomogestellt. Sie gelten als älteste noch spielbare Trompeten der graphie unterzogen wurde und das entsprechende Gerät Welt. «Bei dieser Gelegenheit erzählte uns Adel ein paar sonprompt für mehrere Stunden streikte. Alles nur Zufall?»

derliche Dinge, die ich damals auf Video aufgenommen habe.»

Zurück zu Gislers Videoaufnahmen von Tuts Silbertrompe-Als Beweis für seine Behauptung schiebt der Schweizer die te: Man habe damals – 1954 – noch keinen Staudamm gehabt, Filmkassette in seinen Rekorder. Auf dem Bildschirm: der symergänzt Fremdenführer Adel seine Aussagen. Vielmehr seien pathische dunkelhäutige Ägypter und seine Begleiter.

die meisten Provinzen mit eigenen, unabhängigen Diesel-Ge- Speziell mit dem silbernem Objekt hätte es eine besondere neratoren ausgestattet gewesen. «Und ihre Diagramme zeig- Bewandtnis, berichtet Adel auf den Videoaufnahmen im Kairoer ten zum Zeitpunkt der Trompetentöne allesamt Nullwerte an!»

Museum in gutem Deutsch und beleuchtet es im Schrein mit Kurz danach sei der Strom wieder geflossen. «Eine Tatsache, dem Strahl seiner Taschenlampe: «Diese militärische Fanfare über die damals niemand gern sprechen mochte – weil man sie wurde zweimal restauriert: Einmal 1954 und einmal 1974. Was sich nicht zu erklären vermochte.»

Ebenso 1974, als das kostbare Stück erneut geblasen worden sei: Diesmal hätte sich der Stromausfall beim Blasen der Fanfare allerdings nur auf die Stadt und die unmittelbare Umgebung von Kairo beschränkt. Und ob der neugierigen Blicke seiner Gruppe erklärt der Ägypter vor laufender Kamera selbstsicher: «Das hat man uns als angehenden Ägyptologen damals sogar kurz auf der Universität erzählt…»

Moderne Märchen?

Fantastereien eines charismatischen Fremdenführers, der es mit der Realität aus Rücksicht auf seinen Lebensunterhalt nicht mehr so genau nehmen mochte? Kann sein, muss aber nicht. «mysteries» begab sich deshalb auf Spurensuche und förderte zu- BBC-Übertragung. Mitte: Bandsman Tappern samt Trompete, rechts: Rex Keating.

mindest einige Dinge zutage, welche die Ausgabe 6/08 Geschichte Auch beim Tod von Lord Carnarvon gingen in Kairo die Lichter aus…

seltsame Story teilweise zu belegen scheinen. Wenngleich sie sich in Tat und Wahrheit etwas anders abspielte, als sich der 1997 ermordete Ägypter rückblickend zu erinnern glaubte…

Tatsache ist: Was die Jahreszahlen betrifft, hat sich Adel Hammad definitiv getäuscht. Zum ersten Mal akustisch erprobt wurden die beiden Trompeten von Pharao Tut im privaten Rahmen nämlich bereits im Februar 1933 von Percival Kirby, einem Musikprofessor an der University of the Witwatersrand von Johannesburg. Und zwar auf persönliche Einladung von Reginald Engelbach vom Ägyptischen Museum in Kairo. Kirby behielt sein Erlebnis lange für sich und gab es erst 1947 im Journal des «Royal Anthropological Institute of Great Britain and Ireland» preis. Ein Fachaufsatz, der noch in den 90er-Jahren selbst dem weltbekannten Ägyptologen Nicholas Reeves völlig unbekannt war.

1939 – sechs Jahre später – ereignete sich dann aber in der Tat Seltsames, wie BBC-Pionier Rex Keating 1999 in seinen Memoiren rückblickend vermerkt.

Keating hatte die ägyptische Altertumsverwaltung seinerzeit kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs nach monatelanger Verhandlung endlich dazu überreden können, die antiken Militärtrompeten öffentlich zu erproben – ebenfalls im Museum von Kairo.

«Das weckt nur die Mumie!»

Keatings Traum: Die BBC sollte diese musikalische «Premiere» via Radio in alle Welt posaunen, um die Zeremonie inmitten der schwelenden politischen Verstimmungen auf der Welt als Akt internationaler Völkerverständigung zu propagieren. «Dies nach rund 3000 Jahre Stille», wie es die «New York Times» ihren Lesern im April 1939 ehrfürchtig ankündigte.

Das Schicksal nahm seinen Lauf: Ein militärisches Bandmitglied des «11th British Hussar Regiment» wurde als Trompetenspieler auserkoren. Sehr zum Missfallen vieler Einheimischer, die voller Angst an den Tutenchamun-Fluch erinnerten. Manche von ihnen fürchteten gar, dass die Töne die Mumie wieder zum Leben erwecken könnten: «Das beschwört nur das Unheil herauf!» Und wieder andere in den USA und in Europa verwiesen nachdenklich auf die Kriegstrompeten von Jericho, deren Klänge laut Bibel einst ganze Mauern zum Einsturz gebracht haben sollen…

Ungeachtet dessen begannen in Kairo die Proben. Eine lebende Mumie erschien nicht. Dafür tauchte quasi aus dem Nichts ein ganz anderer Besucher auf: Noch während der zuständige Musiker der Kupfer-Trompete mehr oder weniger erfolglos einige Töne zu entlocken versuchte, öffnete sich nämlich plötzlich die Türe. Herein stolzierte zu aller Überraschung der ägyptische König Farouk höchstpersönlich, der dem Ensemble einen Überraschungsbesuch abstattete.

Der erstaunte britische Bläser – ein gewisser «Bandsman Scott» – legte das bronzene Stück zaghaft beiseite, tastete nach der Silbertrompete, nahm sich ein Herz und blies voller Geschichte Ausgabe 6/08

Das Geheimnis von Tutenchamuns Trompete – Abbildung 2
Das Geheimnis von Tutenchamuns Trompete – Abbildung 3

Erinnerungen an Wong Shun Leung, der Bruce Lee das Ving-Tsun-Geheimnis enthüllte

Lee Lee

Hatte der Chinese übersinnliche Kräfte? Wusste er mehr über seine Gegner, als er öffentlich einräumte? Welcher Zusammenhang besteht zwischen perfekter Beherrschung von Körper und Geist – und übersinnlichen Erlebnissen? «mysteries» sprach mit einem Schweizer Ving-Tsun-Experten über den Ausnahmekämpfer Bruce Lee (1940 bis 1973), dessen mysteriösen Tod vor 35 Jahren – und ihren gemeinsamen Lehrmeister: den legendären Wong Shun Leung.

xakt 35 Jahre ist es her, seit Bruce Lee gestorben ist.

Noch immer wird der «Kleine Drache» oder die «To- Edeskralle», wie ihn seine Fans ehrfurchtsvoll nannten, weltweit als grösster Kampfkünstler des 20. Jahrhunderts verehrt. Und bis heute rätseln Lees Anhänger über mögliche Ursachen seines mysteriösen Todes. Ebenso wie über die Todesumstände von Lees Sohn Brandon, der 1993 während Dreharbeiten an einer ebenso seltsam wie verdächtig anmutenden Schussverletzung durch eine «Filmpistole» im Alter von 28 Jahren vorzeitig aus dem Leben schied.

Als der 32-jährige Bruce Lee 1973 in Hongkong bewusstlos ins Spital eingeliefert wurde und nicht mehr aufwachen sollte, war Daniel Schaufelberger ein dreijähriger blonder Lockenkopf, der noch keine Ahnung von Kampfsport hatte. Trotzdem haben der verstorbene Lee und der heute 38-jährige Schweizer aus Basel eines gemeinsam: Beide wurden von Wong Shun Leung unterrichtet. Der legendäre Kampfkunst-Lehrer aus Hongkong weihte Lee und Schaufelberger persönlich in die uralten Geheimnisse des Ving Tsun Kung Fu ein.

Heute vermittelt Daniel Schaufelberger Wongs Technik und Philosophie in seiner eigenen Schule in Basel weiter. In seinem Trainingslokal prangt unübersehbar das chinesische Zeichen Ausgabe 6/08 Phänomene für Ving Tsun an der Wand: Eine Kalligrafie, die Wong persönlich angefertigt hatte.

Der Schweizer hatte seinen geheimnisumwitterten «Sifu» (Lehrer) 1992 bei einem Workshop kennengelernt. Er traf ihn an weiteren Kursen in Europa und reiste auch mehrmals nach Hongkong, um persönlich mit ihm trainieren zu können.

Immer wieder hat Daniel Schaufelberger bei diesen Gelegenheiten mitbekommen, wie sein Lehrer mit Fragen über Bruce Lees ominösen Tod regelrecht gelöchert wurde. «Aber Wong gab niemandem darüber Auskunft. Wenn ich ihn selber danach fragte, sagte er immer nur, dass dies nicht so wichtig sei.»

Über Lees Tod werden bis heute viele Theorien herumgereicht: Der Ausnahmekämpfer soll an den Folgen einer Hirnschwellung gestorben sein, die durch eine allergische Reaktion auf ein Schmerzmittel oder den Konsum von Cannabis ausgelöst wurde, vermuten einige. Einer anderen Untersuchung zufolge könnte es ein epileptischer Anfall gewesen sein, bei dem Herz- und Lungentätigkeit versagten. Vielleicht waren an Lees Tod aber auch die schweren Medizinbälle schuld, mit denen er trainiert haben soll und die innere Blutungen ausgelöst haben könnten. Oder war es doch die «Triade», also die chinesische Mafia, wie wieder andere vermuten, weil Bruce Lee nicht mit ihr Phänomene Ausgabe 6/08 «Über den Sinn des Jeet Kune Do» kooperieren mochte? Daniel Schaufelberger ist sicher, dass Wong Shun Leung genau wusste, was seinerzeit geschehen war. Schliesslich sei Wong mit Bruce eng nur dann befreundet gewesen und habe von dessen Frau Linda bestimmt Näheres über die Todesumstände erfahren.

Doch auch wenn Wong gerne Anekdoten über seinen Schützling preisgab, blieb er in dieser Sache auffällig verschlossen. Ebenso wie übrigens auch Lees Freund, der Schauspieler und Karate-Weltmeister Chuck Norris.

Dennoch: Speziell der Verdacht, dass die chinesische Mafia beim Tod von Bruce Lee ihre Finger im Spiel und ihn vergiftet haben könnte, erscheint dem Schweizer ziemlich unwahrscheinlich: «Das kann ich mir fast nicht vorstellen, weil Wong in diese Richtung gute Kontakte hatte. Lee wäre nicht der erste, den Wong vor der chinesischen Mafia bewahrt hätte…» Vielmehr vermutet Schaufelberger, dass es ein Zusammenspiel von mehreren Komponenten war, die zu Lees Tod geführt haben dürften. «Er hat es mit dem Training übertrieben, er schlief zu wenig, war ein rastloser Mensch, der immer etwas Neues machen musste und sich auch für seine Filme sehr engagiert hatte. Das hat ihn mehr als einmal umgehauen…»

«Dann fiel Wong um – Gehirnschlag!»

Wong, der laut seinen Schülern relativ viel trank und gern auch Cannabis konsumierte, starb 1997, kurz nach seinem 60. Geburtstag, den er in Basel noch mit einem Joint gefeiert hatte.

Schaufelberger: «Wong war am Zocken. Er stand auf, nahm seinen Mantel und fiel um. Gehirnschlag!» Fünf Jahre lang konnte der Schweizer von seinem Vorbild fast das ganze Ving-Tsun- «Der Sinn des Jeet Kune Do liegt nicht darin, jemanden zu verletzen, sondern es stellt einen der Wege dar, durch die uns das Leben seine Geheimnisse enthüllt. Wir können andere durchschauen, wenn wir uns selbst durchschauen können und Jeet Kune Do ist ein Schritt zur eigenen Selbsterkenntnis. Das Erlernen des Jeet Kune Do ist nicht das Ansammeln von Wissen oder Anhäufen von stilisierten Mustern, sondern das Herausfinden des Grunds für Unwissenheit» Bruce Lee Meister und Schüler. Wong mit verbundenen Augen (l.), Bruce Lee (r.).

System erlernen. Nur die letzte Form, jene der asiatischen Kurzschwerter, konnte ihm Wong nicht mehr beibringen. Diesbezüglich hoffte er auf Barry Lee, einen Australier, der ihn in den vergangenen Jahren unterrichtete. «Barry Lee stand Wong sehr nah, er ist einer der letzten der Wong-Linie. Von den guten Leuten gibts nicht mehr viele, die mir noch etwas beibringen könnten.»

Doch das Schicksal schlug auch hier erbarmungslos zu: Als Barry mit seinem Motorrad kürzlich ohne Helm eine Runde um sein Haus drehte, verunfallte er schwer. Als Folge eines offenen Schädelbruchs erkannte er nicht einmal mehr seine Frau. «Ich habe ihn Mitte 2008 im Spital besucht», erzählt Daniel Schaufelberger. «Leider erkannte er auch mich nicht mehr. Gegenüber Bekannten von mir gab er sogar zu verstehen, dass Wong sein Vater gewesen sei…» Ob er von Barry irgendwann doch noch den Umgang mit den Kurzschwertern erlernen kann? Der Schweizer weiss es nicht.

Einen ebenso berühmten wie geheimnisumwitterten Schlag aber beherrscht er schon seit langem – den so genannten «One Inch Punch». Dieser verblüffende Schlag, der zu einem der legendärsten Markenzeichen Bruce Lees wurde, verzückte seinerzeit bereits das Fachpublikum und bringt die Zuschauer noch heute zum Staunen. Das Prinzip: Aus einer sehr kurzen Entfernung führt der Ving-Tsun-Kämpfer einen ex- Ausgabe 6/08 Phänomene trem harmlos anmutenden kurzen Fauststoss aus, der den Gegner unvermittelt um mehrere Meter nach hinten taumeln lässt. «Es ist, als ob die Faust am Schluss zu einer Peitsche wird: Die Power aus dem Handgelenk heraus wird verdreifacht…»

Unglaublich auch, wie Lee beispielsweise einarmig Liegestützen vollführte – auf zwei Fingern! Doch auch Wong habe jede Menge kuriose Dinge praktiziert, erinnert sich Daniel Schaufelberger. «Andere schlagen Bretter durch, Wong dagegen schlug Bücher entzwei. Seine Perfektion gibt es kein zweites Mal. Selbst Bruce Lee hätte das wohl nicht geschafft.»

Mit verbundenen Augen gekämpft Gerne demonstrierte der Altmeister seine genialen Kampfkünste im Training auch mit verbundenen Augen. Kein Wunder, setzte Lee in seinen frühen Jahren alles daran, von Wong, der in der legendären Hongkonger Ving-Tsun-Schule von Yip Man trainierte, Privatunterricht zu bekommen. Wong lehnte anfänglich ab, doch Bruce fand eine Lösung: Er rannte gleich nach der Schule zu Wongs Haus. Als seine Klassenkameraden ankamen, sahen sie den jungen Bruce ziemlich enttäuscht auf der Treppe sitzen. Er behauptete, Wong sei nicht da, und alle trotteten enttäuscht wieder weg. Kurz darauf kehrte Bruce aber heimlich wieder zurück, und ohne Probleme erhielt er seine erste Privatstunde.

Wong Shun Leung lernte Bruce Lees Persönlichkeit und dessen Ideenreichtum immer mehr zu schätzen, wie «Wir sind, was andere Schaufelberger erzählt. In den späteren über uns sagen» Jahren habe er allerdings auch versucht, seinen Schützling wieder auf den Boden «Ebenso haben wir mehr Vertrauen zu holen: «Wong riet Lee, etwas kürzer zu in Dinge, die wir nachahmen, als in treten, sich weniger aufs Geld und mehr Dinge, die wir selbst schaffen. Von auf seine Kinder und seine Frau zu kon- Dingen, die ihre Wurzeln in uns zentrieren.»

selbst haben, können wir für uns Auch vom Jeet Kune Do, das Bruce kein Gefühl der absoluten Gewiss-Lee aus dem Ving Tsun heraus entwiheit ableiten. Das stärkste Gefühl ckelt hatte, hielt Wong nicht allzu viel, von Unsicherheit wird durch das Alwie sich Daniel Schaufelberger erinnert.

leinsein verursacht und wir sind «Lee musste eine Technik entwickeln, nicht allein, wenn wir nachahmen.

die im Film wirkte.Jeet Kune Do ist spek- So ist es mit den meisten von uns; takulär, da macht man viel mit den Beiwir sind das, was andere von uns sanen. Mit hohen Kicks und runden Schlägen.

Wir kennen uns sozusagen gen, die es im Ving Tsun nicht gibt.»

hauptsächlich vom Hörensagen.»

Während Bruce Lee auf seine Entwick-Bruce Lee lungen sehr stolz gewesen sei, habe Wong diese eher freundlich belächelt.

«Denn beim Ving Tsun versucht man, seine Bewegungen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren und die Einfachheit zu zeleherausgehalten.

brieren.»

Prinzip von Ving Tsun ist es, einen Kampf möglichst schnell zu beenden. Als «aggressive Selbstverteidigung» und «Waffe» hatte Wong diese Kampftechnik einst bezeichnet. Als junger Hongkong-Chinese war er oft in gefährliche Kämpfe verwickelt. Auf den Dächern von Hochhäusern verabredete man sich damals zum Prügeln.

Daniel Schaufelberger (rechts). Bis heute pflegt er Wongs Kampfprinzipien.

«Wie kriegst du deinen Gegner auf einem Dach am schnellsten los?», fragt Schaufelberger – und legt eine bedeutungsschwangere Pause ein. Vor dem inneren Auge entsteht das Bild eines furchtlosen Kämpfers, der seinen Gegner mit einem gezielten Schlag in die Mitte dessen Körpers zum Torkeln bringt. Ein Schritt zu viel – und der Getroffene stürzt rückwärts über die Kante des Daches in die Tiefe. «Ja», zwinkert der Schweizer, «einige haben den Kampf mit Wong nicht überlebt…» Aus solchen «Strassenduellen», hat ihm Wong erzählt, habe sich Bruce Lee übrigens meist Auch Daniel Schaufelberger hat seine Erfahrungen mit illegalen Full-Contact-Kämpfen gemacht. Ob Sumoringer, Ving-Tsun-, Karate- oder Strassenkämpfer: Alle können an solchen Turnieren teilnehmen. «Es gibt keine Regeln, keinen Schutz und es wird gewettet. Deshalb ist das Ganze illegal.» Nur einmal habe er an einem derartigen «Turnier» mitgemacht. Bewusst hatte er sich damals zwei Wochen frei genommen, um Phänomene Ausgabe 6/08 «Furcht kommt von Ungewissheit» «Furcht kommt von Ungewissheit. Wenn wir uns absolut sicher sind, sei es über unseren Wert oder die eigene Wertlosigkeit, findet die Furcht so gut wie keinen Zugang. So kann ein Gefühl von äusserster Wertlosigkeit zu einer Quelle für Mut werden. Alles scheint möglich, wenn wir absolut hilflos oder absolut mächtig sind – und beide Zustände regen unsere Leichtgläubigkeit an. Je weniger Aussichten und Möglichkeiten im eigenen Selbst liegen, desto dringender wird Stolz erforderlich.

Im Kern bedeutet Stolz Selbstablehnung. Es stimmt aber auch, dass Stolz zur Versöhnung mit dem Selbst und zur Erlangung wirklicher Selbstachtung führen kann, wenn durch ihn Energien freigesetzt werden und er als Pfad zur Vollendung dient.»

Bruce Lee Die Grabsteine von Bruce und Brandon Lee.

Vater und Sohn starben beide vorzeitig – unter mysteriösen Umständen.

sich danach von allfälligen Blessuren erholen zu können. «Ich wollte einfach mal wissen, wo ich stehe.» Zwei Kämpfe verlor er, drei gewann er – danach musste er sich einer Physiotherapie unterziehen. «Heute bin ich intelligenter geworden…», meint er lächelnd.

Besonders bewegt hat den Schweizer ein Erlebnis während eines Trainings mit Wong in Basel, als er selbst noch Schüler war. Plötzlich sah er ein Leuchten um die Menschen herum. «Mein damaliger Lehrer kam sofort zu mir und meinte, dass er es mir in der Pause erklären werde… Aber ich hatte ihm noch gar nicht gesagt, dass ich dieses Leuchten gesehen hatte! Er und Wong haben mir das erstaunliche Phänomen dann gemeinsam erläutert.»

Der Basler begann in der Folge, Bücher über übersinnliche Wahrnehmungen zu lesen, beschäftigte sich mit Anthroposophie-Begründer Rudolf Steiner und sprach mit anderen, die ähnlich mystische Erfahrungen gemacht hatten. Heute wisse er, dass manche, die Ving Tsun praktizieren, die Fähigkeit erhalten, den Ätherleib anderer Menschen zu sehen. Wenn man dies schule, könne man den Menschen sogar sagen, ob sie womöglich auf das Herz oder auf die Leber acht geben müssten…

In dieser Zeit erlebte Daniel Schaufelberger noch mehr ungewöhnliche Dinge: Er ging zum Telefon, bevor es klingelte – weil er schon im Voraus gespürt hatte, dass seine Mutter verunfallt war. Und als er mit dem Mofa auf dem Weg zur Arbeit war, sah er die Menschen um sich herum plötzlich nicht mehr, sondern nur noch deren «Ausstrahlung». «Irgendwann wurde mir das alles zu viel. Ich beschäftigte mich nicht mehr mit solchen Dingen, und so hörte es auf.» Nur beim Training nehme er noch regelmässig das «Leuchten» seiner Schüler wahr.

Ob Wong Shun Leung auch übersinnliche Fähigkeiten hatte, wie manche vermuten? Ob er den Ätherleib seiner Mitmenschen wahrnahm?

Der Schweizer weiss es nicht. Auf solche Fragen habe sein Lehrer immer ausweichend reagiert: «Ving Tsun is for fighting!», habe Wong jeweils geantwortet – und dabei vieldeutig gegrinst.

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ann das wirklich sein? Wer im Internet die neusten Ermüdungserscheinungen, kann sich selbst bei Stürzen nicht Youtube-Werbefilme der US-Firma «Boston Dynaverletzen und muss auch nicht geritten oder geführt werden. Kmics» über ihren Vorzeigeroboter «BigDog» zum ers- Vielmehr werden «BigDog» die Befehle aus sicherer Distanz ten Mal sieht, traut seinen Augen nicht: Einem futuristisch via Fernsteuerung übermittelt.

anmutenden «Metall-Rind» gleich stapft dort ein kopfloser «Der fortschrittlichste vierbeinige Roboter der Welt», jumonströser «Kasten» auf vier gelenkigen Beinen vorwärts belt das Unternehmen denn auch stolz auf seiner Homepage.

über Stock und Stein, durch den Wald, ja gar über vereiste Immerhin habe man eine Maschine entwickelt, die auf unebe- Strassen – ohne umzufallen. Selbst dann nicht, wenn Firnem Gelände überall dorthin gelangen kann, «wo auch Menmenmitarbeiter dem mechanischen «Tier» von der Seite her schen und Tiere hinkommen», wie die Firma schreibt. Die Saeinen kräftigen Tritt in den «Bauch» verpassen. Zwar strauche hat nur einen Haken, und zwar einen grossen: Gefördert chelt und strampelt der «BigDog» dann jeweils ein paar und finanziert wird das BigDog-Projekt von der Defense Ad-Sekunden lang, aber seine Beine fangen jedes Unvanced Research Project Agency (DARPA), der Erfinder-Abteigleichgewicht sofort geschickt wieder auf. Kaum zu glauben, lung des US-Verteidigungsdepartements! Und dass man dort aber wahr!

mit dem Ungetüm mehr im Sinn haben Das blecherne Monstrum ist etwa dürfte als es nur als ferngesteuerter Das künstliche Tier kann so gross wie ein kleiner Esel, 70 Zenti-Lastenträger einzusetzen, versteht sich meter hoch und einen Meter lang. Stolvon selbst. mittlerweile auch galoppieren ze 75 Kilo wiegt die Riesenmaschine, Bereits Mitte 2006 wurden zwei wie ein Dressurhengst.

die bis zu 150 Kilogramm Last mit sich «BigDogs» auf dem Übungsplatz «Air schleppen kann und von einem Benzin-Station New River» des Marine Corps motor angetrieben wird. Doch damit nicht genug: Begleitet ausführlich getestet. Selbstverständlich würde man in Bevon einem unheimlich monotonen mechanischen Surren tracht ziehen, Marinesoldaten mit Hilfe der Roboter von den stapft der schwer beladene «Höllenhund» selbst steile Waldschweren Lasten zu befreien, hielt das US-Verteidigungsdeoder Schneehänge von bis zu 35 Grad Steigung flink hinauf.

partement damals in einem offiziellen Statement brav fest.

Auch aufgehäuften Bauschutt überwindet das Ding nahezu Allerdings wurde in der entsprechenden Mitteilung der Armee mühelos ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Die furchterreunverhohlen angetönt, dass die Roboter dereinst auch begenden vierbeinigen Kampfläufer aus «Krieg der Sterne» lassen grüssen…

Entwickelt wurde «BigDog» 2005 und seither wird er ständig perfektioniert. In den Kurzfilmchen, die derzeit im Internet die Runde machen, wird denn auch demonstriert, wie das künstliche Tier mittlerweile sogar galoppieren und springen kann – ähnlich einem Dressurhengst. Kein Wunder, schliesslich haben die Informatiker derlei Bewegungsmuster ungeniert aus der Tierwelt abgekupfert. Der Vorteil: Im Gegensatz zum Pferd kennt der Roboter keine körperlichen BigDog-Monster. Wer sich die entsprechenden Videos im Internet anschaut, ahnt bald, wozu diese «Metallmonster» dereinst wohl eingesetzt werden.

Ausgabe 6/08 Technik US-Militär sucht clevere Forscher mit «radikalen Ideen» Die Defense Advanced Research Projects Agency, kurz: DARPA, agiert als Forschungs- und Entwicklungsorganisation des US-Verteidigungsdepartement. Sie koordiniert und leitet ausgewählte Forschungsprojekte. Weiter verfolgt sie Ideen und Technologien, bei denen – nach eigenen Angaben – sowohl Risiko wie auch Erfolgsaussichten sehr hoch seien. Ziel der Agency ist es, «bedeutende Fortschritte für das Militär» zu erzielen. Die DARPA ist deshalb ständig auf der Suche nach Wissenschaftlern «mit radikalen Ideen».

Internet: www.darpa.mil waffnet werden könnten. Sprich: Man plant wohl bereits jetzt schon, das Ding künftig mit Maschinengewehren, Wasser-, Flammen- oder Raketenwerfern zu bestücken, um damit gegen unliebsame Demonstranten, Aufständische oder feindliche Soldaten vorzugehen.

Der Einsatz bewaffneter Roboter ist für die US-Streitkräfte nichts Neues. Bereits 2007 wurden drei «Swords»-Roboter der Firma «Foster-Miller» im Irak eingesetzt. Sie sollten dort gegen «Feinde» kämpfen. «Die Tötungsautomaten sind einen Meter gross, tragen Wüstentarnung, bewegen sich auf Ketten und können mit fünf Kameraaugen auch im Dunkeln sehen», hielt der «Spiegel» dazu am 13. August 2007 fest.

Das erste Experiment dieser Art war glücklicherweise nur von kurzer Dauer.

Wenige Stunden nach Dienstantritt mussten die Roboter bereits wieder abgezogen werden. Offensichtlich funktionierten die Schwenkarme nicht wunschgemäss, wie die US-Fachzeitschrift «Popular Mechanics» im April 2008 bilanzierte. Problem: Die Roboter hätten zwar nicht geschossen, aber sie hätten die Waffen unaufgefordert be- «Maars»- Roboter. Diese kleinen Killer-Maschinen dürften von den USA schon bald in Kriegsgebieten erprobt werden.

wegt…

Roboter, wohin man blickt… Was viele nicht wissen: «Künstliche Soldaten» stellen innerhalb der Armee längst keine Sensation mehr dar. Allein bei den US-Truppen in Irak und Afghanistan sind derzeit «mindestens 6000 Roboter im Dienst», rechnet «Popular Mechanics» vor. Dazu gehören in erster Linie Überwachungsdrohnen sowie Roboter zur Bombeninspektion. Und wenngleich der Einsatz der «Swords»-Roboter vorläufig noch fehlschlug, so befindet sich doch bereits ein Nachfolgeobjekt in der Pipeline: «Maars» heisst die furchterregende Weiterentwicklung des rollenden Killers aus dem Hause Qinetiq. Der Roboter sei auch bereit für «tödliche Einsätze», frohlockt der amerikanische Hersteller. So könne der autonome Minipanzer mit Rauch- oder Pfefferspray bewaffnet werden, aber auch mit 400-Millimeter-Granaten oder einem Maschinengewehr, das mit 7,62-Millimeter-Munition feuere.

Erschreckende Aussichten! Zwar folgen Roboter auf Rädern oder Ketten Flüchtigen derzeit nicht zwingend auf Bäume oder durch steiles Gelände. Doch, wer den gelenkigen «Big Dog» mit seinen flinken Beinen in Aktion gesehen hat, weiss, was uns in Zukunft blühen dürfte. Kommt dazu, dass Boston Dynamics mittlerweile auch mit kleineren Modellen experimentiert. So etwa mit «Little Dog», einer handgrossen Mini-Variante des vierbeinigen Monsters: Ein kleiner gelenkiger «Metallfrosch», der ebenfalls nahezu mühelos Steinhaufen überwindet und zudem noch lernfähig ist.

Und: Die Roboter-Entwickler von Boston Dynamics gingen in den letzten Jahren noch weiter. Neuerdings dienen ihnen auch immer mehr kriechende Tiere als Inspirationsquelle.

«Rise» etwa erinnert mit seiner Form, Bewegung und Grösse Unglaublich: «Mechanische Pferde» wurden bereits vor über 70 Jahren erfunden Kaum zu glauben: Bereits im April 1933 stellte die US-Fachzeitschrift «Popular Science» ihren Lesern dieses mechanische Ungetüm (Bildausschnitt oben) vor. Das «metallene Pferd» bewege sich mit Hilfe eines Gasmotors vorwärts, wurde damals berichtet. Und: Es solle speziell den Kindern helfen, das Reiten zu erlernen.

Ob das Ding tatsächlich wie beschrieben über Stock und Stein galoppierte?

Ebenso erstaunlich: Ein Bericht aus «Mechanix Illustrated», der im April 1962 bereits «BigDog»-artige «Geher» vorwegnahm (Foto rechts oben). Wetten, dass sich davon auch «Krieg der Sterne»-Schöpfer George Lucas 1977 inspirieren liess?

Merke: Was heute technologisch noch wie ein Wunschtraum anmutet, könnte bereits morgen Realität werden. Mit bitteren Folgen. Denn jede gut gemeinte Erfindung wird bekanntlich irgendwann missbraucht…

stark an einen Riesenskorpion, wenn er etwa an Hauswänden oder Bäumen senkrecht hochklettert. Einmal oben angelangt, hilft ihm sein langer Schwanz über die Kante in die Horizontale zu gelangen – um so beispielsweise das Flachdach eines Hochhauses zu erreichen.

Wofür sollen Riesenroboter wie «Big- Dog» dereinst eingesetzt werden? Boston-Dynamics-Sprecher Dave Streim mochte sich dazu auf Anfrage von «mysteries» bezeichnenderweise nicht näher äussern und verwies stattdessen auf die Firmenleitung, die für derlei Auskünfte grundsätzlich zuständig sei. Die aber liess sämtliche unbequemen Nachfragen unbeantwortet. Stattdessen verweist das Unternehmen auf seine Homepage. Ein Internet-Auftritt, der zwar viele eindrückliche Demofilme vorzuweisen hat, aber sämtliche kritischen Punkte ebenfalls nicht näher Wofür sollen Monsterroeingesetzt werden?

boter wie BigDog künftig erläutert.

Miterfinder ist – ein Deutscher!

Einer, der am meisten über die militärischen Hintergründe des BigDog-Projekts wissen dürfte, ist der im Schwarzwald geborene Martin Bühler, der seit etlichen Jahren zu den führenden Roboterentwicklern der Welt gehört. Von 2003 bis 2008 fungierte er bei Boston Dynamics als «Director of Robotics». «Den Grossteil meiner Zeit habe ich dort mit der Entwicklung von BigDog verbracht», schreibt er dazu auf seiner Homepage. Martin Bühler war damit also massgeblich an der Perfektionierung des Ungetüms beteiligt, ebenso wie an dessen nicht minder unheimlichen kleineren Ablegern.

Erst vor kurzem hat Roboter-Genie Bühler zum US-Konkurrenzunternehmen iRobot gewechselt, das ebenfalls Maschinen für militärische Zwecke entwickelt. Mag er dort rückblickend möglicherweise unbefangener über seinen ehemaligen Arbeitgeber und sein «Baby» sprechen? «mysteries» fragte auch ihn, ob «Big- Dog» künftig bewaffnet werden soll. Lapidare Antwort von Martin Bühler: «Da ich nicht mehr bei Boston Dynamics angestellt bin, kann ich Ihre Fragen leider nicht beantworten. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an die Informations-Mail von Boston Dynamics.» Ernüchterndes Fazit: Die Katze beisst sich in den eigenen Schwanz…

Weitaus auskunftsfreudiger zeigt sich da glücklicherweise die zivil agierende Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) in Zürich. Auch sie arbeitet an einem vierbeinigen Laufroboter. Im Gegensatz zu amerikanischen Firmen wird in der Ausgabe 6/08 Technik

Erschreckende Filme im Internet – Abbildung 2
Erschreckende Filme im Internet – Abbildung 3
Erschreckende Filme im Internet – Abbildung 4
Erschreckende Filme im Internet – Abbildung 5
Erschreckende Filme im Internet – Abbildung 6
Erschreckende Filme im Internet – Abbildung 7

So führt uns die amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde hinters Licht

Wer immer noch glaubt, dass uns die US-Weltraumbehörde NASA ehrlich über unerklärliche Phänomene, brisante Entdeckungen oder Pannen im Weltall informiert, lebt hinter dem Mond. Aktuellstes Beispiel: Der verschleierte Crash ihres neuen «Orion»-Raumschiffes. Was angeblich verlorene Geheimakten über den mysteriösen UFO-Zwischenfall von Kecksburg betrifft, erlitt die NASA-Spitze vor Gericht kürzlich sogar eine empfindliche Schlappe.

m Anfang war das Wort – und das Wort hiess: «Orion». So sollte der Nachfolger des amerikani- Aschen Space Shuttle heissen – kegelförmig konzipiert wie die Mondschiffe der Apollo-Astronauten. Zweck: Flüge im niedrigen Erdorbit sowie neue Missionen zu Mond und Mars. Weitere spärliche Details über die geplanten Missionen und das Aussehen des neuen Prunkstücks wurden erst ab September 2006 publik.

Das war lange Zeit so ziemlich alles, was über die nächste Generation bemannter US-Raumschiffe nach aussen drang.

Bis zum 12. März 2008. An diesem Tag lüftete die amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde NASA ihr «Geheimnis» endlich auch offiziell. In einer kleinen, feierlichen Zeremonie präsentierte die amerikanische Weltraum-Agentur ihr jüngstes Baby erstmals der Öffentlichkeit. Auf den ersten Blick erinnert es an die Apollo-Modelle. Allerdings gibt es zwei markante Unterschiede: Der Flugkegel ist um 50 Prozent grösser als die Mondschiffe der 60er-/70er-Jahre. Dafür kann er aber auch die doppelte Anzahl an Astronauten, nämlich sechs Crew-Mitglieder, aufnehmen.

Die «Weltraumhelden» wären heute bereits tot. Denn bei einem Landungstest der Kapsel am 31. Juli 2008 versagte das Fallschirmsystem. Folge: Orion raste mit viel zu hoher Geschwindigkeit dem Erdboden entgegen – und schlug in der Wüste von Arizona ein. Peinlich: Obwohl es sich lediglich um einen frühen Modell-Test handelte, versuchte die NASA das Desaster zu vertuschen. Kein Sterbenswörtchen verlautbarte die Behörde darüber, kein Statement – nichts. Es dauerte Wo- «Orion»-Crash. Dieses NASA-Bild wurde erst nach Wochen freigegeben, obwohl im Internet längst Absturzgerüchte kursierten.

Technik Ausgabe 6/08 NASA: «Bei UFOs wählen Sie folgende Nummer…»

Frei gegebene NASA-Akten über UFOs lassen sich an einer Hand abzählen. Umso kurioser mutet folgende «Management Instruction» des John F. Kennedy Space Center (KSC) der NASA vom 28. Juni 1967 an (Registraturnummer: 8610.4).

Das vom damaligen Direktor Kurt H. Debus unterschriebene Dokument mit dem Titel «Erstellung von Berichten über Entdeckungen von Überresten von Raumfahrzeugen» wurde 1997 auf Druck von UFO-Forscher Jim Klotz offiziell deklassifiziert und freigegeben. Anbei die interessantesten Auszüge auf Deutsch: «Zweck dieser Anweisung ist es, einheitliche Vorgaben für die Behandlung von Berichten über Sichtungen von Objekten zu erstellen – wie etwa Fragmente oder grössere Bestandteile von Raumfahrzeugen, die nach Aussagen eines Beobachters bekanntermassen oder angeblich auf der Erdoberfläche eingeschlagen sind – in Folge einer Selbstzerstörungsmassnahme, eines Versagens während des Fluges oder des Wiedereintritts in die Erdatmosphäre. Dies umfasst auch Berichte über Sichtungen von Objekten, die in keinem Zusammenhang mit Raumfahrzeugen stehen. (…)

KSC reagiert auf Berichte über Entdeckungen von Überresten von Raumfahrzeugen und nicht identifizierten Flugobjekten so schnell wie möglich. Alle Mitarbeiter von KSC werden umfassende Kooperation gewährleisten, um sicherzustellen, dass Informationen, die in Zusammenhang mit derartigen Entdeckungen stehen, gemäss den Bekanntmachungen in dieser Vorschrift entgegengenommen und weitergeleitet werden. (…)

Benachrichtigen Sie bei Meldungen über nicht identifizierte Flugobjekte den Befehlsstand der Patrick Air Force Base, Telefon 494-7001.»

Internet:www.cufon.org chen, bis die Wahrheit publik wurde. Erst als der Internet-Page «NASA-Watch» von Keith Cowing entsprechendes Informationsmaterial zugespielt wurde, kam ans Licht: «Das Ergebnis des Tests war eine Landung, bei der das Modell zerstört wurde.» Ebenfalls Mitte August 2008 gab die Weltraumbehörde auf ihrer offiziellen Internet-Seite schliesslich doch noch entsprechende Bilder und Videos des Desasters frei, samt einigen mickrigen Info-Sätzchen. Ohne gegenüber Presse und Öffentlichkeit nähere Details des Fehlschlags zu enthüllen.

Das Haarsträubende an dem bedauerlichen Ereignis war somit weniger das Geschehen selbst, als seine misslungene Vertuschung. Denn die NASA gilt – zumindest in der breiten Öffentlichkeit – immer noch als Musterbehörde für vorbildliche Pressearbeit. Ein Prädikat, das sie leider nicht verdient.

In Wahrheit haben Vertuschung und Geheimhaltung in der Vorzeigeinstitution eine lange und unrühmliche Tradition.

Nicht nur, was Missionen ins All und den Umgang mit neugierigen Journalisten angeht. So ist es noch kein Jahr her, dass die NASA wider Willen viel Staub aufwirbelte. Der Unmut weiter Teile der Bevölkerung richtete sich damals gegen die Zurückhaltung einer hausgemachten Erhebung zur Flugsicherheit. Die NASA rechtfertigte ihre Geheimhaltung der Studie damit, dass das Ergebnis «das öffentliche Vertrauen in die Fluggesellschaften» erschüttern könnte. Dafür erntete sie postwendend harsche Kritik von vielen Seiten.

Anfang November 2007 wurde der öffentliche Druck schliesslich so gross, dass sich NASA-Chef Michael Griffin genötigt sah, die Ergebnisse der brisanten Datensammlung doch noch freizugeben. «Ich bedaure, dass der Eindruck entstand», führte Michael Griffin gegenüber der Presse aus, «dass wir kommerziellen Interessen den Vorrang gegenüber der öffentlichen Sicherheit geben.» Und er bekräftigte: «Das war nicht der Fall und wird es auch künftig nicht sein.» Tatsächlich aber enthielten die Akten hochinteressante Angaben zu Beinahe-Zusammenstössen und Triebwerkproblemen bei Flugzeugen – und noch viel mehr. Kurz:Das Ergebnis der Untersuchung war alarmierend.

Gibt es Leben auf dem Mars? Oder doch nicht?

Nicht minder laut schrillen die Warnsirenen, wenn es um die Entdeckung ausserirdischen Lebens geht. Mindestens in zwei Fällen soll der NASA dieser Nachweis bereits gelungen sein: Zunächst 1996 beim Meteoriten ALH 84001. Der gleichermassen amüsante wie interessante Fall erfasste seinerzeit die höchsten Kreise der Politik. Stein des Anstosses war ein knapp zwei Kilogramm schwerer Mars-Brocken im ewigen Eis der Antarktis. Darin hatten die Forscher Spuren von Mikroben entdeckt – und somit Hinweise auf Leben auf einem anderen Planeten. Ob dem tatsächlich so ist, darüber jedoch streiten die Gelehrten in teilweise heftigen Debatten noch heute.

Jedenfalls wurde die ganze Angelegenheit umgehend als «Top Secret» eingestuft. Das hinderte einen der einflussreichsten Berater von US-Präsident Bill Clinton freilich nicht daran, bei einem Schäferstündchen mit einer Vertreterin des «horizontalen Gewerbes» sein Wissen kundzutun. Dass es die Ausgabe 6/08 Technik Modell des Kecksburg-UFOs. War es ein geheimer Satellit?

gute Frau in der Folge genüsslich ausplauderte, versteht sich von selbst.

Wie schwer sich die US-Raumfahrtbehörde mit ausserirdischem Leben seither tut, belegen auch die jüngsten Entwicklungen rund um den Mars. Im Mai 2008 landete dort in einer polnahen Region die US-Forschungssonde «Phoenix».

Offizieller Auftrag: Die Suche nach Wasser. Die Entdeckung gelang auch. Ende Juli erfolgte auf dem roten Planeten, wie das Phoenix-Team mitteilte, der «unmittelbare chemische Nachweis».

Doch damit war Phoenix’ Arbeit noch längst nicht getan.

Denn die Sonde hatte noch «eine Art Geheimauftrag», wie der «Spiegel» enthüllte: Die Suche nach ausserirdischem Leben!

Kaum war die Entdeckung von Wasser medienwirksam verbreitet, geisterten denn auch bereits Gerüchte durchs Internet, denen zufolge die NASA den US-Präsidenten unter strengster Geheimhaltung über eine Entdeckung im Mars-Boden unterrichtet habe, die auf Leben auf unserem äusseren Nachbarplaneten hindeute. Der Öffentlichkeit aber, so hiess es, sollten diese Informationen vorenthalten werden. Als Quelle dieser gewagten Behauptung zeichneten anfangs August 2008 ausgerechnet die Herausgeber der renommierten Fachzeitschrift «Aviation Week & Space Technology».

In einer eiligst einberufenen Konferenz stellte die NASA ihre Sicht der Dinge kurze Zeit später dar. Tenor: «Ein Missverständnis!» Demnach habe man in zwei Bodenproben den Stoff Perchlorat nachweisen können. Die Chemikalie zerstöre organische Stoffe. Allerdings musste die NASA im selben Atemzug einräumen, dass in der chilenischen Atacama-Wüste Mikroben leben, die sich von Perchlorat ernähren.

Und dann liess man die Katze doch noch aus dem Sack: Die NASA räumte ein, dass das Chlorat erstmalig bereits Ende Juni vom Phoenix-Labor registriert worden war. Allerdings scheiterten in der Folge Versuche, den Stoff mit einem Gas-Detektor nachzuweisen. Und kleinlaut bestätigten dann die NASA-Bediensteten: Aufgrund der uneinheitlichen Daten habe man sich entschieden, die Öffentlichkeit über die «Ergebnisse nicht zu informieren». Man hatte also aus dem ALH- 84001-Fall nichts gelernt.

Der renommierte Astrobiologe Professor Chandra Wickramasinghe erinnert in diesem Zusammenhang ergänzend an das kaum bekannte Levin-Experiment, das bereits 1976 an Bord der Viking-Sonden positive Anzeichen für Marsleben registrierte (siehe «mysteries» Nr. 4/2005). «Die NASA aber», so Wickramasinghe, «verweigert die Legitimität der Ergebnisse von Dr. Gil Levin seltsamerweise bis heute.» Der Professor geht sogar noch weiter: Am 10. August 2008 erklärte er in einem vom «Indo-Asian News Service» verbreiteten Interview, dass die «Verzögerung», was die offizielle Bestätigung von Leben auf dem Mars betrifft, wohl eher auf politischem Kalkül gründe, denn auf wissenschaftlichen Tatsachen.

Beispiele wie diese verdeutlichen, dass die US-Raumfahrtbehörde mit ihrer Geheimniskrämerei der CIA und den mannigfaltigen übrigen Geheimdienst-Einrichtungen in nichts nachsteht. Das untermauert leider auch der so genannte Kecksburg-Zwischenfall, der derzeit wieder intensiv diskutiert wird. Zur Erinnerung: Am 9. Dezember 1965 donnerte in Kecksburg, Pennsylvania (USA), unter den Augen von Tausenden ein grosser «Feuerball» vom Himmel. Offizielle Erklärung der Air Force: Ein Meteorit. Seltsam nur, dass das Militär anschliessend in einem örtlichen Waldstück laut Augenzeugen heimlich ein «VW-Bus grosses, eichelförmiges» Objekt barg und auf einen Lastwagen verlud. Ein Objekt «mit Schriftzeichen, die ägyptischen Hieroglyphen glichen».

Nun war es plötzlich ein russischer Satellit Im Dezember 2005 war es dann ausgerechnet die NASA, die völlig überraschend neue Widersprüche in die Welt setzte: Nicht ein Meteor sei damals in Kecksburg vom Himmel gekracht, hiess es nun plötzlich, sondern die Reste eines russischen Satelliten, wie interne Geheimexpertisen der Wrackteile damals ergeben hätte.

Dumm nur, dass «sämtliche Aufzeichnungen dazu verloren gegangen» seien. Dumm auch, dass Nicholas L. Johnson, NASA’s Chefwissenschaftler für «Orbital Debris», derlei Behauptungen bereits 2003 ins Reich der Fantasie verwiesen hatte.

Am 26. Oktober 2007 wurde die NASA auf Druck der rührigen US-Journalistin Leslie Kean schliesslich gerichtlich dazu verknurrt, erneut nach den «verlorenen» Dokumenten zu suchen. Und o Wunder: Noch Ende 2007 wurden der Rechercheurin von der Weltraumbehörde zähneknirschend sage und schreibe 689 Inventarseiten von Dokumenten übergeben, die im weiteren Zusammenhang mit dem seltsamen Vorfall stehen könnten.

Mittlerweile hat sich die Journalistin durch besagte Inventarakten gewühlt, die ihr interessant scheinenden Papiere benannt und diese nun Mitte 2008 von der Weltraumbehörde auch endlich erhalten. Wie lange die Durchsicht der Dokumente dauern wird, ist derzeit noch offen. Dazu Leslie Kean: «Selbst wenn sich aus den Akten keine konkreten neuen Informationen zum Kecksburg-Fall gewinnen liessen, dürften sie uns doch höchstwahrscheinlich interessante Einblicke über das NASA-Weltraumprogramm liefern, namentlich in Bezug auf das damalige Prozedere zur Bergung unidentifizierbarer Flugobjekte.»

Technik Ausgabe 6/08

Geheimakte NASA: Lügen am laufenden Band – Abbildung 2
Geheimakte NASA: Lügen am laufenden Band – Abbildung 3
Geheimakte NASA: Lügen am laufenden Band – Abbildung 4
Geheimakte NASA: Lügen am laufenden Band – Abbildung 5

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Karin Tag beleuchtet in diesem Buch die historischen Geheimnisse dieser besonderen Artefakte. In wessen Besitz befinden und befanden sich die Kristallschädel? Sie geht geheimnisvollen Hinweisen nach und enthüllt brisante Fakten. Griffen wichtige Persönlichkeiten der Vergangenheit auf das verborgene Wissen der Kristallschädel zurück? Gelang es ihnen, den Geheimcode im Kristallschädel zu entschlüsseln? – Abbildung 2

Vor 7 bis 15 Millionen Jahren wandelten offenbar bereits moderne Menschen auf unserem Erdball. Diese ketzerische These wird von einem versteinerten Fussabdruck in Bolivien untermauert. Nun liegen erste Expertengutachten zum kuriosen Fund vor.

Fussabdruck in Bolivien. Müssen die Lehrbücher umgeschrieben werden?

Ende 2007 entdeckte der bolivianische pergrösse von 1,70 bis 1,75 Metern und Forscher Roberto Hidalgo von der Unieinem Körpergewicht von etwa 80 Kilodad Nacional de Arqueología per Zufall gramm.

einen versteinerten Fussabdruck in der Die Ballenregion weist eine Breite Nähe des Ortes Jesús de Machaca nahe von 90 Millimeter auf. Der Fuss erlaubt des Titicacasees im bolivianischen Aneinen stabilen, aufrechten Gang, der den-Hochland. Den vor Ort lebenden dem eines modernen Menschen ent- Campesinos war der Abdruck schon lanspricht.

ge bekannt, sie nannten ihn schlicht «Fussabdruck des Inka».

Kann das tatsächlich sein?

Der Abdruck befindet sich in einer Sollten sich die bisherigen Datierungen Gesteinsformation aus rötlichem Sandals richtig herausstellen, müsste man stein und ist auffällig gut erhalten. Das die Geschichtsschreibung revidieren. Alter der Gesteinsformation wird von Denn: In jener Epoche vor 7 bis 15 Millioden involvierten Wissenschaftlern vornen Jahren gab es nach bisherigem sichtig auf mindestens 7 Millionen bis 15 Kenntnisstand noch keine anatomisch Millionen Jahre beziffert, datiert also ins modernen, aufrechtgehenden Vertreter Tertiär, genauer gesagt in den tertiären des Homo Sapiens! Diese tauchten erst Abschnitt des Miozän.

vor 130’000 bis 200’000 Jahren auf. Mehrere Gutachten von boliviani- Der Fussabdruck wurde zwischenschen Fachleuten scheinen die anfänglizeitlich mit Einverständnis der dort leche Vermutung nun zu erhärten, dass es benden indigenen Bolivianer umzäunt, sich um einen menschlichen Fussabum ihn vor Beschädigungen zu bewahdruck handelt. Die wichtigsten Aussaren. Erwägt wird zudem ein Abtransport gen: Der Abdruck entspricht der heutiin ein Museum in La Paz. Vielleicht wird gen Schuhgrösse 39.

Der Abdruck für Schaulustige auch ein kleines Häusstammt von einem Menschen mit Körchen vor Ort errichtet.Marco Alhelm Geschichte Ausgabe 6/08

Moderne Menschen vor Millionen von Jahren – Abbildung 2
Moderne Menschen vor Millionen von Jahren – Abbildung 3
Moderne Menschen vor Millionen von Jahren – Abbildung 4