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Süddeutscher Gärtner verblüfft Bauern mit alternativer Erfindung Esswaren und Wasser lassen sich mit «kosmischer Energie aufladen» und schmackhafter machen.
Selbst die Getreideernte könne man auf diese Weise enorm steigern. Das betont Wolfgang Steiner (72) aus Deutschland. Er ist überzeugt, ein «energetisches Perpetuum mobile» erfunden zu haben und verbreitet seine Entdeckung seit Jahren– «ohne eine einzige Kundenreklamation». «mysteries» unterhielt sich mit dem Landschaftsgärtner über seine erstaunlichen Freilandversuche.
Ausgabe 6/08 Phänomene olfgang Steiner ist ein bescheidener, höflicher und unauffälliger Mann.
Bei der Autofahrt vom Bahnhof in Überlingen nach Sipplingen, wo er zu WHause ist, erzählt der Süddeutsche munter Anekdoten über seine Stadt am Bodensee. Sich selber macht er nur selten zum Thema. Ausser, wenn er von seiner Entdeckung spricht – dann beginnen seine Augen zu leuchten.
Geduldig fasst Steiner die Funktionsweise seiner handgefertigten stromfreien «Konus-Generatoren» zusammen – eine Art «energetisierendes Pyramidenkegel-System» – und erzählt, wie er dazu kam, sie herzustellen. Bestimmt hat er seine Erfahrungen schon Hunderten erzählt. Sie verlieren deswegen nicht an Reiz – weder für ihn noch für seine Zuhörer.
Steiners grösstes Anliegen war es, «den Menschen wieder zu einer gesunden Nahrung zu verhelfen», erinnert er sich. «Meiner Meinung nach steht uns die natürliche kosmische Lebensenergiestrahlung nicht mehr in ausreichender Menge zur Verfügung, nachdem wir unsere Atmosphäre mittlerweile derart verschmutzt haben.
Was die Pflanzen nicht mehr im Boden finden und nicht mehr über ihre Blätter aufnehmen können, geht auf Kosten unserer Gesundheit…» Aus diesem Anliegen heraus entwickelte er nach intensiven 30-jährigen Naturstudien spezielle kupferne Pyramidenkegel für Gartenbau und Landwirtschaft samt entsprechendem Zubehör, um Lebensmittel schmackhafter und bekömmlicher zu machen. Weiter sei Gemüse und Obst damit länger lagerfähig, wenn es entsprechend «energetisiert» werde, versichert er. Und betont: Auch das Wachstum von Pflanzen werde mit seiner Erfindung ungewöhnlich positiv angeregt.
Pyramiden-Kräfte und Orgon-Energie als Erfolgsrezept Alle Geheimnisse über die Funktionsweise der «Generatoren» mag sich der frühere Landschaftsgärtner freilich nicht entlocken lassen. Immerhin hat er rund 30 Jahre lang an deren Perfektionierung gearbeitet. Dabei schöpfte der heute 72-Jährige nicht zuletzt aus der Gedankenwelt von Alternativdenker Wilhelm Reich und dessen bis heute wissenschaftlich kontrovers diskutierten Experimenten mit «Orgon-Energie».
Kurz zusammengefasst: Wolfgang Steiners Erfindung basiert auf einem neun Zentimeter hohen Kupferkegel, der mit «energetisiertem» Quarzsand gefüllt ist. Für den Einsatz im Haus, in der Küche oder im heimischen Garten hat der Erfinder eine spezielle Granitplatte entwickelt, an die sein Kupfer-Konus angeschlossen wird. Alle Lebensmittel sollen sich darauf bereits nach kurzer Zeit mit kosmischer Energie aufladen. Erfolgreiche Versuche damit hätte es auch schon in Speiserestaurants gegeben, fügt er an: «Die Wirte erzählten mir, dass ihre Gäste erfreut waren, wie bekömmlich das Essen sei, nachdem es mit meiner Methode ‹energetisiert› worden war.»
Auch den so genannten Pyramideneffekt integrierte Wolfgang Steiner neben anderen Überlegungen in sein Funktionsprinzip. Demzufolge halten sich Lebensmittel unter pyramidenförmigen Behältern länger und schmecken besser als «normal».
Zugegeben, das klingt alles recht esoterisch und scheint unter schulwissenschaftlichen Kriterien gesehen auch eher umstritten. Dennoch bleibt die Tatsache, dass Wolfgang Steiner den landwirtschaftlichen Nutzen seiner Erfindung eigenhändig getestet und auch auf vielen durchaus eindrücklichen Fotos dokumentiert hat, die «mysteries» vorliegen. Zu diesem Zweck wird der Generator mit Hilfe einer kurzen Alu-Leiste mit acht Edelstahlgabeln verbunden. Zwei Tage lang werden diese in Saatgutsäcke gesteckt – und fertig! Die Erfolge lassen sich laut Steiner sehen – gleichgültig, um welches Saatgut es sich handelt.
Seinen Kartoffeln beispielsweise bekam die kosmische Energie ganz offensichtlich prima, als er 1983 erstmals Versuche mit ihnen durchführte: «Es war ein sehr trockenes Jahr und die Kartoffeln blieben allerorts klein, so dass sogar die Presse darüber berichtete», so der Gärtner. Einzige Ausnahme: Seine grossen «energieangereicherten» Saatkartoffeln. «Die grösste, die ich damals ausgrub, wog beachtliche 980 Gramm», erinnert sich Wolfgang Steiner. Selbst der Deutschen Presseagentur sei dies damals eine Sondermeldung wert gewesen.
Das Erstaunliche: Steiners Boden war so trocken wie überall. «Ich hab extra tief Phänomene Ausgabe 6/08 gegraben um herauszufinden, ob da noch Feuchtigkeit zu finden war – vergeblich!»
Mit seiner Methode hatte der alternative Landschaftsgärtner auch beim Mais bald Erfolg. «Es wuchsen Pflanzen mit ein bis fünf Trieben und bis zu zehn Kolben, im Durchschnitt drei bis sechs. Bauern, denen ich das Resultat zeigte, meinten ungläubig, dass ich da mindestens fünf Körner gelegt hätte – was aber nicht der Fall war.» Um seine Kritiker zu überzeugen, schnitt Wolfgang Steiner am Triebansatz die Wurzeln ab. «So war gut zu erkennen, dass alle Triebe von nur einem Korn ausgegangen waren.» Zur Untermauerung seiner Behauptung, präsentiert er «mysteries» stolz die getrockneten Beweisstücke.
Ähnlich wie der Mais reagierte auch der Roggen: «Mein Roggen wurde bis zu zwei Meter hoch, ohne dass selbst bei starken Stürmen auch nur ein Halm brach. Der Geschmack des Mehles ist unvergleichlich. Wie einst vor 50 Jahren. Und: Die Ertragssteigerung lag, bezogen auf das Ausgangssaatgut, bei 70 Prozent!» Was den Mann aber am meisten verblüffte: Nach drei Jahren bildete sein Roggen nicht mehr wie üblich vier Reihen Körner aus, sondern gleich deren sechs. «Eine ältere Bäuerin hat mich dann darüber aufgeklärt, dass Roggen immer den Ansatz für sechs Reihen hat, sich aber jeweils nur vier Reihen ausbildeten», erzählt der Süddeutsche. «Habe ich auch da das genetische Urgedächtnis der Pflanze geweckt?»
Im biologischen Labor liess Wolfgang Steiner seine Erzeugnisse bislang leider noch nicht untersuchen. Lieber verweist er stattdessen auf die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten seines Systems. Ebenso wie auf die positiven Erfahrungen seiner Kunden: «Jedes Leitungswasser kann mit meiner Erfindung aufs Einfachste geschmacklich so verändert werden, dass man kein Flaschenwasser mehr kauft», schwärmt er.
Bauern bestätigen «Bio-Effekt» «Die Energie nimmt Fruchtsäuren zudem die beissende Schärfe.» Und: «In der Landwirtschaft kann man damit sogar Weideflächen behandeln. Ebenso wird Jauche in einen hochwirksamen Dünger verändert, ohne die Böden zu versäuern: Ein Jauchewagen mit Wasser gefüllt und über Nacht mit meinem ‹Generator› aufgeladen, ergibt ein hochwirksames Düngewasser. Sauerstoff flüchtende Bakterien sterben ab, während Sauerstoff liebende sich gewaltig vermehren.» Wenn man das Futter einer automatischen Futteranlage in der Hühnerhaltung entsprechend behandle, würden die Tiere zudem keine Mauser mehr bekommen und legten bedeutend mehr Eier, betont der Naturspezialist.
Für klassisch denkende Agrarwirte ziemlich fragliche Behauptungen. Skepsis, die Wolfgang Steiner zur Genüge kennt.
«Mir ist absolut klar, dass alles Geschilderte übertrieben klingt», räumt er selbst ein. «Doch meine Kundschaft hat mir alle positiven Effekte immer wieder bestätigt!» Bestes Beispiel: Obwohl er seine «Generatoren» seit dreizehn Jahren verkauft, sei es bisher «zu keiner einzigen Reklamation» gekommen, wie er stolz betont. «Im Gegenteil!» Und so habe er mit vielen seiner Kunden bis heute Kontakt, berate sie und freue sich mit ihnen über jeden Erfolg.
Zumindest in einem Fall konnte sich «mysteries» persönlich vom positiven Kundenfeedback überzeugen – und zwar bei den Landwirten Heike und Wolfgang Haller aus Grünenbach im Allgäu, welche die Steinerschen «Konusgeneratoren» seit Dezember 2007 auf ihrem Hof einsetzen. «Die Anwendung in der Küche hat unser Wasser wesentlich bekömmlicher gemacht», erzählt Heike Haller. Mittlerweile würden sogar ihre Kinder gerne Wasser trinken. «Und viele Speisen, wie beispielsweise Paprika, vertrage ich jetzt plötzlich wieder.»
Hallers haben einen grossen «Konus-Generator» auch in ihrem Stall im Einsatz. Die Bauernfamilie hält etwa 40 Milchkühe. Ihnen habe sie das mit damit «aufgeladene» Futter vorgesetzt. Haller: «Die Kühe haben es erst beschnuppert, als würden sie es gar nicht kennen. Mit dem herkömmlichen Futter haben sie das nicht getan. Sie haben also tatsächlich einen Unterschied bemerkt.» Die aufgeladene Nahrung sei danach restlos weggefuttert worden. Ob es den Tieren körperlich genutzt hat? Das Ehepaar ist zuversichtlich – und versichert: Ausgabe 6/08 Phänomene



Dr. Peter Creola plädiert für wissenschaftliche Erforschung rätselhafter Phänomene Allem Abwiegeln von NASA und Militärs sowie dem offensichtlichen Desinteresse unserer Massenmedien zum Trotz: Die UFOs kehren zurück!
Zumindest ins Bewusstsein der deutschsprachigen Öffentlichkeit.
Nach jahrelangem Schweigen wagen es immer mehr prominente Denker, sich auch hierzulande für die weitere Erforschung des Phänomens stark zu machen – ohne Rücksicht auf ihre Reputation. Neustes Beispiel: Dr. Peter Creola (68). Im Interview mit «mysteries» erzählt der frühere Chef-Delegierte der Schweiz bei der European Space Agency (ESA) und Chef des Eidgenössischen Büros für Weltraumangelegenheiten SSO erstmals ausführlich, wie er über das UFO-Phänomen und andere mysteriöse Phänomene denkt.
Interview: Luc Bürgin Ausgabe 6/08 Phänomene
m Jahr 1938, als er bereits von der Weltherrschaft träumte, entwarf Adolf Hitler das Szenario seiner Besattung. Er wünschte, in Linz beerdigt zu werden, in einer Ispeziellen Gruft. Die Gruft sollte eine Höhe von 355 Metern und eine Länge von 1500 Metern haben. In ihrem Zentrum sollte ein goldener Sarg stehen, verziert mit Edelsteinen aus dem Ural. Doch dann kam alles anders: Vor 60 Jahren fanden die Hitlers in einem Bombentrichter im Garten der Reichskanzlei. Dies, nachdem sich der Führer nach offizieller Leseart am 30. April 1945 in seinem Berliner Bunker erschossen und Eva Braun eine Giftkapsel geschluckt hatte. Ihre Leichen seien anschliessend verbrannt und in besagtem Granatenloch beigesetzt worden.
In den letzten Jahren haben russische Historiker und Journalisten nun etliche neue Details über die Auffindung von Hitlers Leichnam zusammengetragen. Und darüber, wie die sowjetischen Sieger vor 60 Jahren Hitlers Leiche fanden, wie sie diese untersuchten und schliesslich so beseitigten, dass auch nicht die kleinste Spur von ihr übrig blieb. Teile der nachfolgend genannten Dokumente wurden im April 2000 vom russischen «Federal Archives Service» im Rahmen einer Ausstellung erstmals öffentlich präsentiert.
Kaum zu glauben: Hitlers Überreste wurden von den Russen insgesamt achtmal umgebettet und erst anfangs der 70er-Jahre in Deutschland endgültig vernichtet!
Denn was die Identifizierung der Überreste Hitlers betrifft, gab es von Anfang an zahlreiche Probleme – die Daten der Auffindung differierten, die Aussagen der Zeugen enthielten Widersprüche, und die Zeugen selber mussten erst einmal gefunden werden.
Stalin selber erfuhr vom Tod Hitlers bereits am 1. Mai 1945 durch einen Bericht des Oberbefehlshabers Zukov. Zitat: «Genosse Stalin, bei einem Posten der 8. Gardearmee meldete sich der Chef des Generalstabs der Infanterie, General Kreps, der Folgendes berichtete: Am 30. April um 15.50 Uhr Berliner Zeit setzte Hitler durch Selbstmord seinem Leben ein Ende.» Wie Zukov sich später erinnerte, habe Stalin auf seinen Anruf geantwortet: «Hat der Lump verspielt. Schade, dass wir ihn nicht lebend erwischt haben.»
In die Suche nach den Überresten Hitlers wurden die SMERSH-Abteilungen der Armeen einbezogen, die damals in Berlin einmarschiert waren: die 3. und die 5.
Stossarmee, die 47. und die 8. Gardearmee, die 1. und die 2. Garde-Panzerarmee.
«SMERt' SHpionam» («Tod den Spionen») war der Name der russisch-militärischen Spionageabwehr, die 1943 geschaffen wurde.
Geschichte Ausgabe 6/08 Russen anfangs Mai 1945 den verkohlten Leichnam Eine Sonderrolle kam dabei der SMERSH-Abteilung der 3. Stossarmee zu. Wie mehrfach bestätigt ist, bekam der stellvertretende Leiter der Abteilung, der erfahrene Geheimpolizist Vasilij Gorbusin, vom Stellvertreter des Kommandanten der 1. Weissrussischen Front, Generaloberst Ivan Serov, den persönlichen Auftrag, sich auf die Suche nach Hitlers Leichnam zu machen.
Ausgebuddelt – und wieder vergraben Am 4. Mai fanden Kämpfer der 3. Stossarmee im Garten der Reichskanzlei einen Bombentrichter, aus welchem sie «zwei Leichen» herausholten, eine männliche und eine weibliche, beide stark verbrannt. Die Stabsoffiziere der 3. Stossarmee waren jedoch überzeugt, Hitlers Leichnam sei bereits anderswo gefunden worden und befände sich bereits in Untersuchung. Darum befahlen sie, die Leichen in Decken zu wickeln und wieder zu begraben.
Schnell stellte sich heraus, dass die bislang aufgefundenen Leichenteile nicht von Hitler stammten. Darum kam am frühen Morgen des 5. Mai der SMERSH-Chef des 79. Bataillons, Ivan Klimenko, in den Garten zurück, begleitet von seinem Stellvertreter, Hauptmann Derjabin, und dem Chauffeur Cibockin. Der Bombentrichter wurde erneut aufgegraben und beide Leichen herausgeholt, worüber ein Protokoll angefertigt wurde, datiert auf den 5. Mai, obwohl der «Fund» eigentlich bereits am 4. Mai gemacht worden war.
Um Klarheit über die Leichenfunde zu schaffen, wurden eine Kommission gebildet, gerichtsmedizinische Expertisen erstellt und die gefundenen Körper obduziert – «die höchstwahrscheinlich die von Hitler und seiner Frau sind». Das Problem: Sie waren so stark verkohlt, dass eine Identifizierung ohne zusätzliche Informationen vorerst unmöglich war. Sofort nach der Auffindung der Leichen machte sich eine Gruppe von SMERSH-Leuten daran, Zeugen aufzuspüren. Und bald gelang es, die Assistentin von Hitlers Leibzahnarzt zu finden. Mit ihrer Hilfe wurden Röntgenaufnahmen, Protokolle von Zahnbehandlungen und Aufzeichnungen über Zahnprothesen gefunden.
Käthe Heusermann erkannte zweifelsfrei die goldenen Zahnbrücken von Hitler und Braun.
Eine Expertise zur Identifizierung der Überreste Hitlers fand am 8. Mai 1945 statt, jedoch findet sich in der dazugehörigen Akte der erstaunliche Satz, dass die Untersuchung auf Befehl des Mitglieds des Militärrats der 1. Weissrussischen Front am 3. Mai 1945 stattgefunden habe, wo doch der Leichnam Hitlers erst am 5. Mai aufgefunden worden war – nach anderen Angaben am 4. Mai. Die Verwirrung war perfekt!
In jenen Tagen gingen in Berlin viele Gerüchte um. Gerüchte um vermeintliche Doppelgänger Hitlers, über seine Flucht, mal nach Argentinien, mal nach Spanien, mal mit einem Flugzeug, mal in einem U-Boot oder gar mittels einer Jacht. Öl ins Feuer goss Georgij Zukov, Oberkommandierender der 1. Weissrussischen Front, als er am 10. Juni (!) 1945 auf einer Pressekonferenz erklärte: «Einen zweifelsfreien Leichnam Hitlers haben wir nicht gefunden. Ich kann nichts Exaktes über das Schicksal Hitlers sagen. Er könnte in letzter Minute aus Berlin abflogen sein, da die Luftwege ihm das erlaubt hätten.» Nicht einmal Zukov also wusste, dass Hitlers Leiche offenbar bereits am 4./5.
Mai 1945 aufgefunden worden war. Davon erfuhr er erst viel später.
Über Hitlers Doppelgänger berichtet aus eigener Erinnerung ergänzend der frühere Oberst Andrej I. Ryzkov: «Unser Korps gehörte zur 28. Armee im Bestand der 1. Ukrainischen Google-Earth-Foto von Magdeburg.
Makaber, aber wahr: Exakt in dieser Gegend lagen bis 1970 unter strenger russischer Geheimhaltung die letzten Überreste der Leichen von Adolf Hitler und Eva Braun.
Hitlers Doppelgänger (Bild links). Dieses Foto schossen die Russen nach eigenen Angaben bereits am 2. Mai 1945!
Ausgabe 6/08 Geschichte Hitler mit Reichsmarschall Hermann Göring (rechts). Insgesamt achtmal betteten die Russen seine Gebeine später um.
Front. Wir wurden aus Ostpreussen verlegt und beteiligten uns im Internet kursieren. Sie zeigen ein totes Hitler-Double. Einen an den Kämpfen um Berlin. Am Morgen des 2. Mai zogen wir Mann namens Gustav Wehler, wie mehrheitlich unbestätigten los, eine Gruppe von Offizieren und Soldaten, um Hitlers Quar-Quellen zu entnehmen ist. Oder nach anderer Schreibweise: tier anzuschauen. Wir waren gerade angekommen, da fanden Weler beziehungsweise Weber.
wir auf einer einfachen Soldatendecke den Leichnam Hitlers.
Wie auch immer es damals gewesen sein mag: Es war in Unter Aufsicht von MG-Schützen und Offizieren sicherten Russland verboten, irgendetwas über die Ergebnisse der Suwir den Fund. Wir trugen den Leichnam auf die Terrasse, aber che nach Hitler zu verbreiten, die entsprechende Dokumentatiweil es dort noch dunkel war, brachten wir ihn in den Hof der on war streng geheim. Über Details der Suche hatten die Betei-Reichskanzlei. Dort fanden wir ein Porträt Hitlers, das wir ihm ligten zu schweigen, und die Mitarbeiter der Sicherheitsorgane auf die Brust legten. Ein Kameramann nahm das alles auf. (…) sorgten rigoros für die Befolgung dieses Befehls.
Danach erklärte der Militärkommandant von Berlin, Genosse Berzarin, am 3. oder 4. Mai, dass der Leichnam Hitlers von uns Eisernes Schweigen im Kreml noch nicht gefunden sei. Man hielt ‹unseren› Leichnam offen- Alle Dokumente über den Verlauf der Untersuchungen landekundig für einen Doppelgänger Hitlers.
ten am 16.Juni 1945 schliesslich bei Stalin. An diesem Tag hat- Damals wurde ständig von Doppelgängern geredet. Ich erte Lavrentij Berija, Chef der sowjetischen Geheimdienste, den innere mich, dass in unserer Presse eine Meldung war, der zurussischen Diktator über die Identifizierung der Überreste Hitfolge an der Küste Argentiniens von einem U-Boot zwei Menlers, über die Resultate von Expertisen und über Zeugenaussaschen abgesetzt worden seien, ein Mann und eine Frau, und gen gefangener Deutscher informiert. Eine offizielle Erklärung allgemein wurde angenommen, es habe sich dabei um Adolf der sowjetischen Regierung über die Arbeit zur Auffindung Hit-Hitler und Eva Braun gehandelt…»
lers und seiner Getreuen folgte bis heute nicht. Vermutlich Ryzkovs Ausführungen sind alles andere als ein Märchen, deshalb nicht, weil damals schon in Moskau bekannt war, dass wie Kopien der damaligen russischen Film- und Fotoaufnahdie vorliegenden Dokumente und Zeugenaussagen gravierenmen zeigen, die seit Ende der 90er-Jahre in schlechter Qualität de Widersprüche aufwiesen.
Geschichte Ausgabe 6/08 Adolf Hitler (1939). Diese bislang unbekannte Farbaufnahme von seinem 50. Geburtstag gelangte erst Ende 2007 ans Licht der Öffentlichkeit.
Der Führer und sein Hund. Bis heute ranken sich um den Tod des Diktators Gerüchte und Legenden.
Zugegeben: Die Geschichte der Fahndung nach Hitlers Überresten ist ziemlich verworren. Nicht zufällig erhielt eine weitere russische Untersuchung, die 1946 unternommen wurde, den Tarnnamen «Mythos». Etwa neun Monate nach den geschilderten Ereignissen machten sich Mitarbeiter des Innenministeriums damals erneut auf die Suche nach Hitler. Und so bekam 1946 die Untersuchungsbrigade der Angelegenheit «Mythos» den unglaublichen Auftrag, alle Umstände so zu erforschen, als sei der Tod des Führers keine feststehende Tatsache, sondern nur eine von mehreren möglichen Versionen.
Folge: Am Fundort der Leichen Hitlers und Eva Brauns wurden auf deutschem Boden zusätzliche Grabungen unternommen. Dabei entdeckten die Fahnder das Fragment eines Schädels, das im linken Scheitelbein eine Einschussöffnung auswies. Dazu passt die Bemerkung der Expertise vom 8. Mai 1945, dass bei der Untersuchung der verbrannten Leichen «ein Schädeldach teilweise fehlte». Im Verlauf der neuen Untersuchung fand man im Bunker zudem Blutspuren auf dem Bezug des Sofas, auf welchem Hitler sein Leben durch Selbstmord beendet hatte. Doch die neuen Untersuchungsresultate waren immer noch nicht endgültig befriedigend. Also brachte man den gefundenen Schädel und Teile des Sofas nach Moskau.
Bis heute werden diese Beweisstücke im Staatsarchiv der Russischen Föderation aufbewahrt. Die Kieferknochen Hitlers, die nach der ersten Untersuchung vom Mai 1945 archiviert worden waren, befinden sich im Archiv des Geheimdienstes.
Geheime Mission in Magdeburg Kaum jemand weiss, dass es 1961 eine weitere, praktisch inoffizielle Untersuchung gegeben hat, bei welcher man «Fotografien des toten Hitlers» einer Prüfung unterzog und erneut Zeugen befragte. Leider erbrachten auch diese Untersuchungen keine relevanten Entdeckungen, sondern stifteten nur mehr neue Verwirrung.
Ein endgültiger Schlussstrich unter diese leidvolle Affäre wurde erst am 13. März 1970 gezogen, als der damalige KGB-Ausgabe 6/08 Geschichte Hitlers Double: Schon ab 1935 in der Öffentlichkeit!
«Adolf Hitler gilt seit letzter Woche als erster Diktator, der offen zur Schau trägt, einen eigenen Doppelgänger zu beschäftigen. Den Führer verkörpernd eröffnete eine untersetzt wirkende Person mit kleinem Fleck-Schnurrbart offiziell die neue Autobahn von Holzkirchen nach München. Plötzlich bemerkte die Volksmenge indes den richtigen Diktator Hitler, der sich unauffällig im Hintergrund aufhielt, einige Meter von seinem Doppelgänger entfernt, worauf die Schaulustigen zuerst dem ersten ‹Führer› jubelnd Beifall zollten, dann dem anderen…»
Quelle: «Time Magazine» (USA) vom 8. Juli 1935 Chef Jurij Andropov an den Partei-Generalsekretär Leonid Breschnew einen Brief mit dem Zusatz «Besonders wichtig!»
richtete. Die Vertraulichkeit des Briefes wurde durch eine spezielle Formalität unterstrichen: Die wichtigsten Sätze waren nicht maschinell getippt, sonder per Hand in den Text hineingekritzelt, damit nicht einmal die zur Geheimhaltung verpflichteten Sekretärinnen ahnten, worum es ging.
Die Andropov-Anordnung im originalen Wortlaut: «Im Februar 1946 wurden in der Stadt Magdeburg auf dem Territorium des (sowjetischen) Kasernengeländes unter Aufsicht einer Sonderabteilung des KGB bei der 3. Stossarmee der Gruppe Sowjetischer Streitkräfte in Deutschland die Leichen von Hitler, Eva Braun, Goebbels, seiner Frau und der Kinder begraben – insgesamt zehn Leichen.
Gegenwärtig wird das genannte Gelände aus dem Kommando der Armee an deutsche Behörden übergeben, was dienstlich zweckmässig ist und den Interessen unserer Armee entspricht. Da man mit der Möglichkeit von Bau- oder anderen Arbeiten auf diesem Territorium rechnen muss, die zur Entdeckung der Beerdigten führen könnten, würde ich es für zweckmässig ansehen, die sterblichen Überreste auszugraben und per Verbrennung zu vernichten. Die vorgesehene Massnahme wird unter strikter Geheimhaltung von Sonderabteilungen des KGB durchgeführt und in allen Einzelheiten dokumentiert werden.»
Das Unternehmen zur Beseitigung der Überreste bekam den Tarnnamen «Archiv». Eine speziell geschaffene Operativgruppe erfüllte alle Weisungen penibel genau: In der Nacht vom 4. zum 5. April 1970 wurden alle Bestatteten ausgegraben, ihre Knochen in einem Behälter gesammelt und am Morgen des 5.
April erfolgte «die physische Vernichtung der Überreste» – ebenfalls in Magdeburg. Hier also wurden am 5. April 1970 die Überreste Hitlers endgültig vernichtet – auf einem Scheiterhaufen verbrannt, zusammen mit Asche und Kohlestücken zerkleinert und in den Fluss Ehle bei Biederitz gestreut.
2002: Ein Deutscher untersucht Hitlers Zähne Übrigens: 2002 durfte der international bekannte deutsche Forensiker Mark Benecke im Moskauer Staatsarchiv Hitlers Gebiss erneut untersuchen. Ergebnis: «Dank Röntgenaufnahmen von 1944 gelang es mir, seine Zähne hundertprozentig zu identifizieren», bestätigt er gegenüber «mysteries». Etwas unklarer bleibe dagegen die Herkunft des durchlöcherten Schädelstük-Forensiker Mark Benecke. 2002 begutachtete er in den russischen Archiven die umstrittenen Überreste Hitlers.
kes. Benecke: «Der war im Archiv kurioserweise in einer durchsichtigen Plastik-Diskettenbox verstaut.» Stammt das makabre Stück tatsächlich von Hitler? Dazu Stefan Brauburg, Historiker und damals Vizechef der ZDF-Redaktion «Zeitgeschichte», der die Schädelplatte bereits 1995 ebenfalls prüfen konnte, am 19. Dezember 2002 gegenüber der Zeitung «Express»: «Gerichtsmediziner in Hamburg und Tübingen haben festgestellt, dass die Verköcherungen an den Kopfknochen zu einem Mann von Anfang Dreissig passen, nicht aber zu einem 56-Jährigen…»
Aussagen, die Benecke selber so nicht bestätigen mag: «Mit grosser Wahrscheinlichkeit stammt das Stück meiner Meinung nach kriminalistisch gesehen tatsächlich von Hitler.
Zumindest tendiere ich nach all meinen Untersuchungen zu dieser Annahme. Immerhin bin ich der einzige Mensch, der hochauflösende Detailaufnahmen der Schädelnähte am zusammengesetzten Relikt besitzt.»
Ausserdem habe er seine Aufnahmen einer äusserst versierten Knochenkundlerin gezeigt. «Insofern würde ich sagen, dass das Alter zwar nicht präzise hinhaut, angesichts Hitlers Erkrankungen aber vielleicht auch nicht als sehr schwerwiegender Beweis gewertet werden sollte. Aber: Wo Geheimdienste ihre Finger im Spiel haben, muss man natürlich immer vorsichtig sein…»











»Ich konnte die Versuchsreihen damals in der Ciba persönlich in Augenschein nehmen und war wirklich beeindruckt. Seither lässt mich der Gedanke daran nicht mehr los. Ich bin sicher: Irgendwann wird das jemand neu entdecken…« Prof. Dr. Werner Arber, Nobelpreisträger»Eine wissenschaftliche Sensation! Es freut mich, dass diese faszinierende biologische Entdeckung, die ich vor Jahren im Schweizer Fernsehen präsentieren durfte, jetzt endlich auch publizistisch dokumentiert ist. Möge sie von Journalisten und Wissenschaftlern in aller Welt aufgegriffen und weiterverbreitet werden!« Kurt Felix, Talkmaster»Als mir Guido Ebner und Heinz Schürch von Ciba-Geigy ihre Forschungsergebnisse erklärten, war ich zunächst skeptisch, dann überrascht und später nach Rücksprache mit anderen Naturwissenschaftlern überzeugt, dass hier eine Alternative zur Genforschung entdeckt worden war.
Die Reaktion der Zuschauer auf zwei Fernsehsendungen über die neuen wichtigen Erkenntnisse der Schweizer war sehr positiv. Doch die Reaktion von Ciba-Geigy war vielsagend: Die sofortige Schliessung der entsprechenden Forschungsabteilung! Da hatte ein Chemiegigant wohl eher sein Geschäft als das Wohl der Menschheit im Auge. Umso wichtiger, dass Luc Bürgin jetzt die Forschungsergebnisse publiziert und sie in Afrika endlich angewandt werden sollen. Noch heute werde ich von Fernsehzuschauern gefragt, was aus den Entdeckungen von Ebner und Schürch geworden ist: ›Der Urzeit-Code‹ ist die Antwort auf diese viel gestellte Frage!« Dr. Franz Alt, Ökologe EdItorIal Woran unsere Welt krankt? An unersättlicher Gier!
Eigentlich wollte ich Ihnen an dieser Stelle etwas Hoffnung auf eine bessere Zukunft machen, Ihnen etwas über kluge Philosophen erzählen, samt ihren erbaulichen Weisheiten. Und dazu ein paar freche Sprüche über unsere denkfaule Gesellschaft klopfen. Sorry, aber mir fehlt die Lust dazu. Denn was auf den Finanzmärkten derzeit vor sich geht, kotzt mich nur noch an! Jahrelang bereicherten sich die Grossen auf Kosten der Kleinen und zockten sie ab. Pokerten mit unserem Ersparnissen und spielten damit Roulette. Alle wussten es, auch wenn es niemand wahrhaben wollte. Nun blutet die ganze Welt. Die «Krankheitskosten» berappen wir alle. Kaum zu glauben: Auch die grösste Wirtschaftskrise auf unserem Erdball wird am Ende finanzielle Gewinner kennen! Wetten, dass es einmal mehr die falschen sind?
Jahrelang warnten Alternativdenker vor dem ökonomischen Irrsinn in den USA und wurden dafür als Untergangspropheten verunglimpft. Nun kommt unerbittlich ans Tageslicht, was niemand sehen wollte. Als ob uns Ausserirdische plötzlich offiziell erklären würden, dass unsere Religionen allesamt nur intellektuelle Überlebensstrategien primitiver Affen seien. Als ob uns der Webmaster der universellen Matrix plötzlich darüber aufklärte, dass wir alle nur in einer virtuellen Computerwelt lebten. Als ob die Natur vom Menschen plötzlich genug hätte und uns als lästige Parasiten von ihrem entzündeten Rücken abschüttelte. Als ob uns Gott auf ewig die Freundschaft kündigen und erbost in ein anderes Universum abreisen würde.
Ich gebe es gerne zu: Ich habe noch nie in meinem Leben Aktien gekauft! Zudem startete «mysteries» vor fünf Jahren ohne jegliche Bankkredite – weil unsere Unabhängigkeit unser Kapital bleiben soll. Damit uns die «Grossen» nicht diktieren können, was wir schreiben sollen. Kommt dazu, dass mich befreundete Schweizer Banker bereits vor Jahren vor der sich aufblähenden Immo-Blase in den USA warnten. «Die Katastrophe kündigt sich an», betonten sie schon damals. «Es ist nur noch eine Frage der Zeit.» Alle wussten es – und kaum jemand wollte es wahrhaben.
Woran diese Welt krankt? An Gier! An unersättlicher Gier – nach immer mehr. Gier nach Anerkennung. Gier nach Geld. Gier nach Macht. Gier auf Kosten der Schwächeren. Gier auf Kosten der Dritten Welt. Gier auf Kosten der Natur und der Tiere. Gier auf Kosten der Zukunft und der unserer Kinder.
Was nützen uns Millionen,wenn wir krank sind? Nichts. Geld heilt keine Wunden. Geld verlängert kein Leben. Geld macht nicht glücklich. Und zu viel Geld macht krank. Wer gehen muss, geht mit leeren Taschen. Allein. Nackt. Und im besten Fall mit dem bedrückenden Gefühl, mehr als zu viel verpasst zu haben.
Wir verpassen die Erkenntnis, dass Liebe zum anderen der Schlüssel zur Selbstachtung ist. Wir verpassen die Erkenntnis, dass eine Welt ohne Zeit für einander unsere Gefühle betäubt. Wir verpassen die Erkenntnis, dass wir unsere Umwelt schleichend vergiften. Wir verpassen die Erkenntnis, dass unsere Geschichtsschreibung nicht mehr ist als ein miserabel redigiertes Märchenbuch.
Und wir verpassen die Erkenntnis, dass sich über unseren Köpfen seit Jahrzehnten Mysteriöses tut.
Himmelsboten der Zukunft? Vorzeichen einer globalen Umwälzung?
Mit welcher Formulierung soll man die Ignoranten in unserer Gesellschaft brandmarken? Welches Wort charakterisiert ihre Blindheit am treffendsten? Das fragte ich kürzlich Dr. Peter Creola, einer der wenigen, der sich ohne Rücksicht auf seinen Ruf für die seriöse Erforschung des UFO-Phänomens stark macht (siehe dazu unser Interview).
«Denkverweigerer!», schoss es aus dem Raumfahrtexperten heraus. Oder um es mit einer Textstelle der Musikphilosophen «Die Fantastischen Vier» salopper zu umschreiben: «Nixblicker!»
Eigentlich wollte ich Ihnen an dieser Stelle ja etwas über gescheite Köpfe erzählen. Ein paar aktuelle Sätze müssen genügen: «Es geht eine Tendenz durch die Welt, gefördert von den Regierungen, die Dinge nicht zur Beruhigung ihrer Völker werden zu lassen. (…) Die Gefahr des Untergangs der Menschheit wird gesteigert durch ihre Verschleierung. (…) Vielleicht könnten Propheten Rettung bringen, wenn sie es vermöchten, höchststehende Menschen und Massen gleicherweise in ihren Bann zu ziehen und zu überzeugen durch Beispiel, Glaubenskraft und Bussforderung. (…) Dass das Wissen um die Wahrscheinlichkeit des totalen Untergangs wirksam wird, ist der einzige Weg, über den das heute noch Wahrscheinliche schliesslich unwahrscheinlich und gar unmöglich werden könnte.»
Verfasst hat diese Zeilen der berühmte Philosoph Karl Jaspers. Vor über 50 Jahren!
Luc Bürgin (Herausgeber)




«Quorn? Nie gehört!» Die Mediensprecherin des bekannten deutschen Bio-Labels «Demeter» zuckt hilflos mit den Achseln. Ähnlich die Reaktion beim deutschen Bundesverband «Naturkost Naturwaren» (Herstellung und Handel): «Davon höre ich heute zum ersten Mal», hiess es auf telefonische Anfrage von «mysteries»: «Selbst unsere Experten wissen nichts darüber.»
Was also ist «Quorn»? «Der Traum für alle, die Fleisch mögen, aber darauf verzichten möchten», wie Schweizer Vegetarier und andere Ernährungsbewusste seit Jahren schwärmen.
«Ein natürlich hergestelltes Pilzprodukt ohne Gentech-Veränderung, das wie Pouletfleisch schmeckt und sich beim Kauen erst noch prima faserig anfühlt», wie es herkömmliche Konsumenten erfreut beschreiben.
Oder um Quorn wissenschaftlich korrekt zu umschreiben: «Ein Produkt, das durch den natürlichen Fermentierungsprozess des Pilzes ‹Fusarium venenatum› gewonnen wird.» Dieser natürliche Wachstumsprozess gleicht demjenigen der Bier-, Hefe- oder Joghurtproduktion. Quorn besteht somit zur Hauptsache aus Mykoprotein – also Pilzeiweiss. Angereichert wird das cholesterinarme Gemisch mit Vitaminen und Mineralien.
Sowie mit Eiweiss aus Hühnereiern als Bindemittel, um dann in einem patentierten Verfahren zu vegetarischem Fleischersatz verarbeitet zu werden.
Zu kaufen gibt es das in Grossbritannien seit 1984/1985 von der Firma Marlow Foods produzierte «Quorn» in der Schweiz seit vielen Jahren exklusiv beim Grossverteiler Migros.
Dort wird der Fleischersatz mittlerweile in etlichen Varianten angeboten, die sich wachsender Beliebtheit erfreuen. So etwa als Schnitzel, mariniertes Steak, Wurst oder als Gehacktes.
Quorn-Aufschnitt.
Das kalorienarme Produkt enthält jede Menge Eiweiss.
Ausgabe 6/08 Gesundheit Und: Im Gegensatz zu Tofu, der vielen Gourmets schnell in den falschen Hals gerät, schmeckt «Quorn» tatsächlich!
Seltsam aber wahr: Was in der Schweiz seit langem erhältlich ist, sucht man in Deutschlands Naturkostläden, Reformhäusern, aber auch in konventionellen Lebensmittelketten vergeblich.
Gerademal in zwei grenznahen Filialen der belgischen Supermarkt-Kette Delhaize kann das Produkt in Köln und Aachen derzeit gekauft werden. Sonst nirgendwo!
Das ist umso unverständlicher, als Quorn seinen vegetarischen Siegeszug neben England, den USA, Belgien und der Schweiz mittlerweile längst auch in den Niederlanden, Schweden, Dänemark oder Norwegen angetreten hat. Und bald wohl auch in Irland, wo es in Kürze ebenfalls eingeführt werden soll.
Warum gibt es Quorn in Deutschland also nicht zu kaufen?
Bio-Märkte: «Kein Interesse» Im Fall der Bio-Hersteller scheint der Fall klar. Oder wie es Stefanie Neumann von der grössten deutschen Biosupermarktkette Alnatura nach Rücksprache mit ihren Produktentwicklern gegenüber «mysteries» formuliert: «Da Quorn nicht in der von uns gewünschten Bio-Qualität verfügbar scheint, orten wir im Gegensatz zu Tofu kein Verkaufspotenzial.
Wenngleich es tatsächlich schmeckt wie Fleisch, wie auch unsere Spezialisten einräumen müssen…»
Warum greifen dann zumindest nicht klassische Grossverteiler wie Edeka und Konsorten zu? Das Schweizer Konsumentenmagazin «Saldo» zitierte dazu bereits 2006 Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften in München: «Dass Quorn in Deutschland nicht verkauft wird, hat wohl mit der Stimmungslage der Bevölkerung zu tun», spekuliert er. «Die will kein Kunstprodukt.»
Das mag für bekennende Bio-Fans vielleicht zutreffen, nicht aber für Vegetarier oder Konsumenten, die ihre Ernährungsgewohnheiten lediglich umstellen möchten. Kommt dazu, dass bei genauerer Analyse mittlerweile wohl etliche deutsche Lebensmittel als industrielle «Kunstprodukte» bezeichnet werden müssen. Nicht zuletzt klassische «Frucht-Joghurts», die statt Früchten eingefärbte Biomasse enthalten. Ebenso wie etliche günstige Pu-Quorn-Schnitzel. Das Pilzprodukt lässt sich in der Küche auf vielerlei Art verwenden.
tenplätzchen, Chicken-Nuggets oder Fischstäbchen, die aus Kostengründen aus synthetisch aufbereitetem Eiweissbrei gepresst werden.
Wer ausserdem einen Blick in die zahlreichen Ernährungs-Diskussionsforen im Internet wirft, kann das riesige Interesse, das dem schmackhaften Pilzprodukt auch in Deutschland und Österreich Hat die mächtige deutsche entgegen gebracht wird, ebenfalls nicht übersehen. «Wenn meine Jungs vom Bü-Fleischlobby gegen den ro mal wieder dienstlich in Vorarlberg Import mobil gemacht?
unterwegs sind, schick ich sie sowieso gleich wieder in die Schweiz rüber zum Quorn-Bunkern», liest man dort etwa. «Und meine Schwägerin aus England hat auch immer schwer zu schleppen, wenn sie nach Österreich kommt!»
Gesundheit Ausgabe 6/08

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it wissenschaftlichen Lehrmeinungen ist es bekanntlich so eine Sache.
Noch vor wenigen Jahrzehnten waren sich die Sachverständigen einig, Mdass sich die Erfindung des Rades von den ersten Hochkulturen in Mesopotamien aus via Europa und Mittelasien verbreitet habe. Wer anderes behauptete, wurde höflich ignoriert. Heute scheint plötzlich vieles anders – und noch mehr möglich. Konservative Archäologen müssen umdenken. Und das nicht zum ersten Mal. So wurden beispielsweise die bislang ältesten Tierskulpturen und Musikinstrumente moderner Menschen zwischenzeitlich ausgerechnet in Süddeutschland entdeckt (siehe dazu «mysteries» 2/2008).
Was viele bis heute ebenfalls nicht wissen: Bereits 1976 kamen auf dem Baugrund zum Ringier-Pressehaus in der Schweizer Stadt Zürich drei Radfragmente aus Ahornholz samt Achse zum Vorschein. C14-Datierungen ergaben beachtliche Alterswerte von 3100 bis 2690 vor Christus. Eine Zeit also, in der nach offizieller Lehrmeinung noch nicht einmal die Cheops-Pyramide in Ägypten stand.
Doch drei Jahre später war die eigentliche Sensation perfekt: Als man 1979 bei Bauarbeiten zur Akad-Schule auf die Überreste einer prähistorischen Siedlung stiess, entschloss sich der damalige Zürcher Stadtarchäologe Ulrich Ruoff zur Rettungsgrabung. In Windeseile machte sich sein Team ans Werk, um notfallmässig zu retten, was noch zu bergen war – damit die Bauarbeiten nicht in Verzug gerieten.
Doch dann schlug der Zufall zu:Just am allerletzten Grabungstag stiessen die Arbeiter buchstäblich in letzter Minute auf ein weiteres, komplett erhaltenes Holzrad: 54 Zentimeter im Durchmesser, ebenfalls aus Ahornholz gefertigt, mit rechteckigem Achsloch in der Mitte. Wie alt mochte es wohl sein?
«Die nächstgelegenen, dendrochronologisch – also via Jahresringe im Holz – datierten Siedlungsreste wurden in rund 60 Metern Entfernung in einem Kanalisations-Ausgabe 6/08 Geschichte Das «Akad-Holzrad» von Zürich. Geborgen wurde es 1979 während einer Notgrabung.
graben untersucht», schrieb Ruoff 2002 in einer wissenschaftlichen Publikation. «Die Pfähle datieren von 3175 vor Christus.» Noch näher beim Fundort des Rades, in 20 Metern Entfernung, kam dagegen ein Pfahl mit Splintholz zutage, «der dendrochronologisch um 3430 vor Christus datiert.»
Warum erfolgte keine C14-Datierung?
Rekordverdächtig hohe Alterswerte! Definitive Gewissheit hätte eine C14-Datierung bringen können.
Die aber wurde leider nie vorgenommen. Wissenschaftlich gesehen ein fatales Versäumnis. Die Schweizer Professorin Stefanie Jacomet – damals als junge Mitarbeiterin bei der Bergung anwesend – erinnert sich gegenüber «mysteries»: «Am letzten Grabungstag eilte alles, wir standen massiv unter Zeitdruck. Immerhin konnte ich als einzige damals die Lage des Rades noch halbwegs korrekt dokumentieren. Warum keine C14-Datierung vorgenommen wurde? Es gab dafür anfänglich kein Geld, man hatte keine Zeit, und vielleicht hat man die historische Bedeutung des Fundes anfänglich auch etwas unterschätzt. Fragen Sie doch den damaligen Ausgrabungsleiter persönlich…»
Geschichte Ausgabe 6/08 Weiteres Bild aus dem Pfahlbaumuseum Unteruhldingen am Bodensee. Ergänzende Informationen zum Museum finden Sie im Internet unter: www.pfahlbauten.de Pfahlbauten der «Horgener Kultur» (l.).Die Relikte dieser jungsteinzeitlichen Kultur in der Westschweiz und Baden-Württemberg datieren zwischen 3500 – 2800 v. Chr.
Doch dieser seufzte ebenfalls nur leise, als ihn «mysteries» diesbezüglich kurz interviewen konnte: «Leider ist heute keine C14-Datierung mehr möglich», bilanziert Ulrich Ruoff. «Wegen der Konservierungsarbeit ist da rückblickend nicht viel zu erwarten, weil sie die Werte verfälschen könnte. Das Rad war damals ja leider in einem sehr schlechten Zustand, deshalb haben wir es auch gleich ins Schweizerische Landesmuseum gebracht.» Dort habe man sich unverzüglich daran gemacht, den Verfall zu stoppen. «Wir hatten damals auch gedacht, dass wir den Fund von der Bodenschicht ohnehin genauer datieren könnten und haben auf den C14-Aspekt womöglich zu wenig Acht gegeben…»
«Konkurrenz» aus Slowenien Ohne Umschweife formuliert: Der Fund wurde anfänglich unterschätzt. Zu abwägig schien damals der Gedanke, dass man just in Zürich ein derart bedeutsames Objekt ans Tageslicht gebracht haben sollte. Heute aber weiss man: Das Rad im Schweizerischen Landesmuseum dürfte mit Sicherheit zwischen sagenhaften 5183 und 5438 Jahren alt sein! Wobei die Wahrscheinlichkeit eher auf das höhere Alter hinzudeuten scheint. Kurz: Allem Anschein nach handelt es sich hierbei tatsächlich um das älteste, komplett erhaltene Wagenrad der Welt!
Zwar konnte in einem Moor unweit von Ljubljana in Slowenien im April 2002 ein ähnlich altes Rad aus Eichen- und Eschenholz mit 70 Zentimetern Durchmesser samt Achse geborgen werden. Aber dieses Prachtstück lässt sich ebenfalls nur annähernd beziffern. Oder wie es der zuständige Archäologe Anton Veluscek 2006 in einer wissenschaftlichen Veröffentlichung vorsichtig umschrieb: «Aufgrund unserer Untersuchungen schreiben wir unseren Fund in etwa der Zeitperiode zwischen 3000 bis 3500 vor Christus zu.»
Das hinderte voreilige Journalisten freilich nicht daran, 2002 um die Welt zu kabeln, dass das «älteste Rad der Welt in Slowenien entdeckt wurde» – ohne auf den Fund von Zürich einzugehen. Oder wie es der TV-Sender 3Sat am 27. Februar 2003 etwas vorsichtiger, aber ebenso lückenhaft auf seiner Homepage kolportierte: «Das Holzrad werde von internationalen Experten auf ein Alter von 5110 bis 5300 Jahren geschätzt, berichtete die Nachrichtenagentur STA. Das Rad sei damit etwa ein Jahrhundert älter als die bisherigen Rekordhalter aus Österreich und Süddeutschland.»
Vom Schweizer Rad ebenfalls keinen Ton! Wie schulmeisterte doch der Schweizer Schauspieler Erich Vock in den bekannten Werbespots für Ricola-Kräuterbonbons einst mit erhobenem Zeigefinger: «Wer hats erfunden?!»
Wer liegt nun tatsächlich auf Platz 1?
Kommt dazu, dass der slowenische Archäologe Anton Veluscek «mysteries» kurz vor Redaktionsschluss der vorliegenden Heftausgabe exklusiv die neusten Datierungen «seines» Funds zukommen liess – Werte, die erst im nächsten Jahr wissenschaftlich publiziert werden. Velusceks Trumpf: Er kann dank Messungen des Instituts für Radiumforschung und Kernphysik der Universität Wien mittlerweile mit kalibrierten C14-Datierungen aufwarten.
Der slowenische Fund ist demnach «mit grosser Wahrscheinlichkeit» auf 3080 bis 3400 vor Christus zu datieren und «mit kleiner Wahrscheinlichkeit» auf 3030 bis 3070 vor Christus. Eine weitere speziell zuverlässige Messung deutet laut Veluscek zudem auf den Wert 3200 vor Christus oder gar noch ein bisschen davor. «Insofern ist es sehr schwierig zu sagen, ob das nun tatsächlich der älteste Fund dieser Art auf der Welt ist.»
Mit einem geschätzten Maximalwert von etwas über 5438 Jahren liegt das Rad aus der Schweiz gegenüber dem möglichen Maximalwert von 5408 Jahren aus Ljubljana also immer noch hauchdünn im Vorsprung. Allerdings scheinen die Werte aus Slowenien dank C14-Datierung etwas zuverlässiger.
Streng wissenschaftlich gesehen müsste man derzeit somit beide Fundstücke auf Platz 1 der Rekordhalter führen. Erstaunlich ist es allemal. Wer würde derlei alte Objekte schon mitten in Europa vermuten?


