auf dem Weg zur Arbeit sind bei Amazon sehr häuÀg«, so die Zeitung weiter. Bereits ein »Toilettengang nach der Pause«, gilt als»Fehlverhalten«, wie die Gewerkschaft »Verdi« öffentlich machte.
Dazu passt auch die Meldung, dass Amazon in Deutschland via Stellenanzeigen eifrig nach interessierten Mitarbeitern »mit militärischem Hintergrund« sucht, in der Hoffnung ehemalige Drill-Spezialisten der Bundeswehr mit Leitungsfunktionen im Imperium zu betrauen.
Und Jeff Bezos? Abgehoben träumt er mittlerweile davon, Mars und Mond zu besiedeln. Bereits im Jahr 2000 hat er deshalb das Raumfahrtunternehmen »Blue Origin« gegründet. Geht es nach ihm, soll Amazon bereits in den nächsten Jahren Privatpersonen in die Atmosphäre befördern. Tatsächlich hat »Blue Origin« – ähnlich, nur bedeutend weniger medienwirksam als der Tesla-Konzern – bereits mehrere Starts mit wiederverwertbaren Raketen gemeistert, die nach 100-Kilometer-Flügen in die Atmosphäre punktgenau und weitgehend unversehrt wieder auf der Erde landeten. »Millionen von Menschen sollen einst im Weltall leben und arbeiten!«, schwadroniert Bezos stolz.
Jedes Jahr werde er dafür Amazon-Aktien im Wert von rund einer Milliarde Dollar verkaufen, versprach der Visionär an einer Pressekonferenz im Herbst 2017. Das Geld solle direkt in »Blue Origin« Áiessen. Dass sein Konzern mit »Amazon Rekognition« inzwischen auch die weltweit beste Software zur Gesichtserkennung öffentlich anbietet und zwecks Video- und Bildanalysen bereits an diverse US-Polizeibehörden verkauft hat, lässt umso tiefer blicken. Was folgt wohl als nächstes?
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/88-liefert-amazon-bald-auch-auf-mond-und-mars-page50-1.jpg899655Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2018-04-01 12:00:002025-12-16 11:28:54Liefert Amazon Bald Auch Auf Mond Und Mars?
Alles nur Seemannsgarn – oder treibt der Leibhaftige im Bodensee sein Unwesen? Tatsache ist: Fünf zumeist erfahrene Taucher kamen in den dortigen Tiefen in den letzten 13 Jahren am selben Ort ums Leben – allesamt bei der Erkundung des Wracks der »Jura«. Von dem versunkenen Schaufelraddampfer, so munkeln Abergläubische, gehe ein unheimlicher Fluch aus, seit er 1864 vom ebenso berüchtigten Unglücksschiff »Stadt Zürich« gerammt und versenkt wurde.
Bis heute verrottet die »Jura« in rund 40 Metern Tiefe auf dem Grund des Bodensees. Sie ist bei europäischen Süsswassertauchern ein äusserst begehrtes Ziel. Doch die Geschichte des versunkenen Schweizer Schiffes ist eine düstere: Zehn Jahre nach ihrer Taufe fuhr die »Jura« am 12. Februar 1864 auf ihrer üblichen Linie von Konstanz über Romanshorn nach Lindau.
Dichter Nebel lag damals über dem Bodensee. Trotz Ausguck, Signalhörnern und dem Versuch eines Ausweichmanövers kollidierte der Dampfer gegen 11 Uhr auf Höhe von Münsterlingen mit einem anderen Passagierschiff, der 1855 in Betrieb genommenen »Stadt Zürich«.
»Die Kapitäne beider Schiffe wussten, dass sie sich auf der Fahrt zwischen Konstanz und Romanshorn begegnen wür- Hans Gerber alias Jura-Hans. 1976 stiess er beim Tauchen auf die verschollene »Titanic vom Bodensee«.
den, und so ordneten beide an, Signal zu geben – was auch geschah«, schildert Wracktaucher und Lokalhistoriker Hans Gerber das fatale Geschehen. »Aber keiner der beiden Schiffsjungen wurde angewiesen, mal zu horchen. So kam es, dass die beiden Dampfschiffe in voller Fahrt zusammenstiessen.« Gerber wird allgemein nur »Jura-Hans« genannt, weil er es war, der die verschollene »Titanic vom Bodensee« 1976 wiederfand.
Seither dokumentiert er das Schicksal des Wracks.
Bei der damaligen Havarie wurde die »Jura« regelrecht aufgeschlitzt. Nach unterschiedlichen Quellen starben dabei ein bis zwei ihrer Besatzungsmitglieder, ein Schiffsjunge wurde schwer verletzt – ihm wurde der Arm abgerissen. Die anderen Gäste und Angestellten mussten sich auf die wesentlich weniger beschädigte »Zürich« retten, ehe ihr Schiff innerhalb weniger Minuten in den dunklen Fluten des Bodensees verschwand.
Fünf Kollisionen – und fünf Taucherunfälle Die »Stadt Zürich« als Unglücksverursacherin war im 19. Jahrhundert mehr als berüchtigt. Der Raddampfer hatte während seiner Dienstzeit ungewöhnlich viele Kollisionen – insgesamt deren fünf! Bereits 1860 hatte er vor Friedrichshafen die »Königin von Württemberg« gerammt. Am 11.
März 1861 versenkte er versehentlich das deutsche Passagierschiff »Ludwig« bei Lindau – mindestens elf Menschen verloren dabei ihr Leben. 1864 riss er deren eilends aus Neuenburg herangeschafften Ersatzdampfer »Jura« auf den Seegrund und kollidierte später ebenso mit der »Stadt Lindau« sowie 1908 mit der »Buchhorn«.
Immer mehr Passagiere begannen den Kahn in jenen Jahrzehnten verunsichert zu meiden. Er galt als»Teufelsschiff«, seine Planken seien »verwunschen«. Sarkastische Zeitgenossen dagegen spotteten, man solle die »Stadt Zürich« besser an Dänemark übergeben – immerhin habe sie bereits mehr deutsche Schi ffe versenkt als deren gesamte Flotte im Deutsch-Dänischen Krieg anno 1864.
Im Jahre 1917 wurde der Todesdampfer ausser Betrieb genommen und grossteils verschrottet. Ist sein Fluch dennoch nicht gebannt? Sein Opfer jedenfalls, die »Jura«, fordert in den Tiefen des Bodensees weiterhin Seelen ein. Erst im April 2018 starb dort mit einem Apotheker aus Winterthur ein weiterer erfahrener Wassersportler auf dem Weg zum Wrack: der mittlerweile fünfte tödlich verunglückte Taucher seit 2005.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/88-neues-todesdrama-im-bodensee-der-fluch-des-teufelsschiffs-page35-1.jpg18181304Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2018-04-01 12:00:002025-12-16 11:29:00Neues Todesdrama Im Bodensee: Der Fluch Des Teufelsschiffs?
Was um alles in der Welt hat ein Indianer mit einem modernen Smartphone auf einem Gemälde von 1937 zu suchen?
Dies fragen sich nicht nur Kunstfreunde beim Anblick dieses Werkes von Umberto Romano, das im historischen Postamt von Springfield in Massachusetts hängt. »Mr. Pynchon and the Settling of Springfield«, so dessen Titel, zeigt die Begegnung zwischen englischen Siedlern und Indianern im frühen 17. Jahrhundert. Seit der New Yorker Daniel Crown 2015 erstmals auf den Anachronismus aufmerksam machte, zerbrechen sich Historiker und Anthropologen den Kopf über die über 80 Jahre alte Darstellung. »Ein Spiegel?«, spekulieren einige. »Eine religiöse Schrift in Taschenformat?«, mutmassen andere.
Pyramiden-Kongress im Galileo-Park
Pyramiden-Freunde aufgepasst: Am 29.
September 2018 veranstaltet der Galileo-Park im sauerländischen Lennestadt-Meggen einen ganztägigen Publikumskongress zum Thema. Zu den Referenten zählen unter anderem der Experimentalarchäologe Dominique Görlitz, der Münchner Ägyptologie-Professor Frank Müller-Römer sowie Geograf Kai Helge Wirth. Am 30. September 2018 wiederum hält Erich von Däniken im benachbarten Pädagogischen Zentrum seinen neuen Vortrag »50 Jahre Erinnerungen an die Zukunft«. Ticketbestellungen für einen oder beide Tage: www.galileo-park.de, Tel. 0049 – (0)2721 6007710.
Die Springer SE gilt als eines der siert aber, wie wir wissen, auf der Mischgrössten Verlagshäuser in Europa, es Ànanzierung, die hier naturgemäss kann Ihnen nicht entgangen sein, mit Schaden nimmt. Und natürlich leiden welch harten Bandagen in den Kondialle normalen Buchhändler, denn was tionsgesprächen Amazon die Verlage die Verlage bei Amazon drauÁegen müsknebelt und zu bislang unbekannten – Àsen, müssen sie bei den schwächeren, nanziellen Zugeständnissen zwingt. Die dem normalen mittelständischen Buchkulturelle Vielfalt im Bereich Buch bahandel, verdienen. Von den Angestellten bei Amazon selbst hört man immer wieder von unerhörtem Arbeitsdruck – gesellschaftliche Verantwortung sieht anders aus.
Im Mailverteiler der eBuch eG haben Dutzende von BuchhändlerInnen ihre Empörung über diese Preisverleihung geäussert. Keine Frage, Jeff Bezos ist ein aussergewöhnlicher Unternehmer, aussergewöhnlich erfolgreich, aber eben auch aussergewöhnlich unbarmherzig und unerbittlich. Ihn mit einem Preis im Namen Axel Springers zu ehren ist ein Fauxpas erster Güte!« ■
Gehts noch scheinheiliger? Am 24. April 2018 zeichnete der Springer-Medienkonzern mit seinem höchsten Ehrenpreis ausgerechnet Amazon-Imperator Bezos aus und ehrte den reichsten Mann der Welt für»sein visionäres Unternehmertum in der Internetwirtschaft«.
Die deutsche Buchhandelsgenossenschaft »eBuch« reagierte mit einem geharnischten Brief an den Verlags-Moloch (»BILD-Zeitung, »Die Welt« u.a.). Anbei einige Auszüge.
»Ist es nicht so, dass Herr Bezos die gewachsene Kultur des kaufmännischen Mittelstandes zerstört und so die Spaltung der Gesellschaft in die wenigen Vielverdiener, die so genannten High Potentials, und die vielen, vielen gering Entlohnten, die Päckchenpacker und Paketboten forciert – und damit einen Keil in die Gesellschaft treibt?
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/88-springers-medien-zaren-buecklinge-vor-dem-reichsten-mann-page50-1.jpg899655Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2018-04-01 12:00:002025-12-16 11:30:03Springers Medien-Zaren: BüCklinge Vor Dem Reichsten Mann
»Um zu verstehen, was ich Euch im Westen mitteilen möchte: Ich bin ein syrischer Comedian. Und als der Krieg begann, bemerkte ich, dass bei Euch im Westen in den Mainstream-Medien leider vieles unkorrekt über mein Land berichtet wurde. Also überlegte ich mir, warum ich meine Bekanntheit auf Youtube nicht dazu nutzen sollte, um klarzustellen, was bei Euch in den Medien falsch läuft.
Vorab: Als die syrische Armee im März 2018 in die umkämpften Regionen nahe Damaskus vordrang, fand sie unter anderem ein verlassenes Gebäude der islamistischen Rebellen mit einem Labor voller Chlorin und anderen chemischen Materialen in teils 20 Tonnen schweren Fässern.
Alle Informationen wurden unverzüglich an die OPCW weitergeleitet. Der syrische Aussenminister Faisal Mikdad, die örtlichen Medien, ja selbst die Russen, machten damals auf einer Pressekonferenz und im TV ausdrücklich auf einen von den Rebellen beabsichtigten Anschlag aufmerksam, samt Filmaufnahmen aus besagtem Labor. Bilder, die in den westlichen Massenmedien nie gezeigt wurden. Weshalb nicht?
Hey, Leute, denkt doch einfach mal nach: Warum sollte Präsident Assad, unmittelbar nach der 90-prozentigen Rückeroberung von ganz Syrien und unmittelbar vor der Rückeroberung von Duma ausgerechnet dort erneut Chemiewaffen einsetzen – und dies noch dazu unmittelbar, nachdem Donald Trump ofÀziell verkündet hatte, dass sich die USA aus Syrien zurückziehen würden? Das macht doch echt keinen Sinn!
Zur Erinnerung: Amerika war nachgewiesenermassen zuerst in Syrien. Russland kam erst später. Als Amerika unter Obama dort war, gewann die IS an Macht. Erst die Russen brachten Besserung –und die waren auf ofÀzielle Einladung des syrischen Regimes dort. Die Amerikaner hatte niemand eingeladen, die kamen von selbst…
Ich klage die einfachen Bürger in den USA oder in Deutschland nicht an, dass sie ihren Mainstream-Medien Glauben schenken – weil sie nicht hier bei uns leben. Leider haben viele keine Ahnung, was hier tatsächlich abgeht: Die syrische Armee ist wild durchmischt, auch ethnisch oder religiös. Alle wollen gemeinsam nur die Islamisten bekämpfen: Extremistische Terroristengruppen, wie sie von der Türkei, von Saudi-Arabien, von Katar, Amerika, oder England und Frankreich aufgerüstet und mit westlichen Steuergeldern gefördert wurden oder werden.
Natürlich ist die syrische Regierung nicht perfekt, keine Regierung dieser Welt ist das – aber wir wollen Isis oder die Al Kaida nicht hier in Syrien. Wir sind eine vom syrischen Staat respektierte multikulturelle, multireligiöse Bevölkerung inklusive Muslimen, Christen, Juden und vielen anderen Glaubensrichtungen, die sich im täglichen Leben gegenseitig respektiert und miteinander lebt. Alle Rebellen-Organisationen dagegen, die hier kämpfen, sind militante islamistische Gruppierungen. Wenn die gewinnen, bekommen wir die Scharia, dann werden Frauen wieder gesteinigt, Schwule geächtet etc. Davor graut wohl nicht nur mir…
Zugegeben: Wir hatten hier in Syrien anfänglich viel Hoffnung in Präsident Trump gesetzt – auch dass er sich mit den Russen aussöhnen würde, umso mehr weil wir befürchteten, dass Obamas Politik von Hillary Clinton weitergeführt würde. Trumps Attacke verwirrt insofern nicht nur mich. Ich denke, er ist bedrängt von den Leuten um ihn. Von einÁussreichen Kräften, die selbst mir Rätsel aufgeben. Ob Demokraten oder Republikaner, ob Bush, Obama oder nun Trump: Alle US-Präsidenten haben in den letzten Jahrzehnten dieselbe Politik im mittleren Osten verfolgt und dieselben Kräfte unterstützt – ist doch irgendwie seltsam, oder nicht?« ■
Manche Para-Forscher bevorzugen eine alternative Erklärung für die Irrlichter von Hessdalen. Zu den prominentesten Spezialisten in Deutschland zählt llobrand von Ludwiger. Für den Astrophysiker sind derartige Lichtphänomene physikalisch komplexe Manifestationen aus einer höheren Dimension, wie er in seinem neuen Buch »Feurige Zeichen aus höheren Dimensionen« (Komplett Media) darlegt.
Herr von Ludwiger, was ist für Sie die wahrscheinlichste Erklärung für die Hessdalen-Lichter?
Die Kugelblitz-Theorie scheidet in jedem Fall aus, weil die mittlere Lebensdauer von Kugelblitzen mit rund 30 Sekunden viel kürzer ist als die Lichterscheinungen im Hessdalen-Gebiet. Ich vermute vielmehr, dass es dort und an anderen Orten aus irgendeinem Grund über der Landschaft ein latentes Potenzial zu geben scheint, das zu gewissen Zeiten durch irgendeinen physikalischen Anstoss zur Abgabe einer energetischen Strahlung veranlasst wird. An anderen Orten lassen Irrlichter erkennen, dass ein in ihrer Umgebung vorhandenes Potenzial neben einer Energieerzeugung auch psychophysische Wechselwirkungen auslösen kann.
Man braucht also eine Theorie, die sowohl rein physikalische als auch psychophysische Wechselwirkungen für das unbekannte Potenzial vorhersagt.
Klingt für physikalische Laien ziemlich kompliziert. Wie beurteilen Sie das Phänomen im Kontext zu anderen mysteriösen Lichterscheinungen am Himmel?
Die Hessdalen-Phänomene haben wohl dieselbe Ursache wie ähnliche bekannte Lichterscheinungen, etwa in Marfa (Texas) oder Joplin (Missouri). Sie alle haben dieselben Eigenschaften: Sie erscheinen unabhängig vom Wetter, von der Bodenbeschaffenheit und von der Jahreszeit. Sie lassen sich filmen und ver messen, erscheinen gelegentlich stundenlang oder erlöschen und zeigen sich dann wieder. Sie lassen sich von uns aber nicht »einfangen« oder »an- oder ausschalten«.
Haben solche Lichter etwas mit Ausserirdischen zu tun?
Im Allgemeinen haben derlei Irrlicht-Erscheinungen meiner Meinung nach nichts mit UFOs zu. Allerdings scheinen solche Organisationspotenziale an manchen Orten UFOs regelrecht anzulocken, die dann ebenfalls in der betreffenden Gegend auftauchen können, was auch auf Hessdalen zutrifft. Sie scheinen wie Leuchtfeuer auf fortgeschrittene Raumschiffe anderer Sternsysteme zu wirken, so dass sie wie »Einfallstore« für diese Objekte wirken könnten.
Gibt es vergleichbare Phänomene im deutschen Raum?
In Deutschland sind mir Gegenden mit einem globalen Organisationspotenzial in der Landschaft nicht bekannt. Allerdings kommt es an manchen Stellen, zum Beispiel im Wald von Brieselang bei Berlin, immer wieder zu Irrlicht-Erscheinungen, die von einem sehr kleinen »individuellen Organisationspotenzial« herrühren könnten.
Zugegeben: Dass es höhere Dimensionen geben könnte, aus denen derlei Energieeinbrüche erfolgen, glaubt die »offizielle« Wissenschaft derzeit noch nicht. Da viele Irrlichter zudem bewusste Handlungen zeigen – auf Zeugen zuÁiegen, vor Zeugen zurückweichen, auf deren Gedanken reagieren und so weiter – kann die Physik solche Phänomene nicht akzeptieren.
Sie muss sie ignorieren oder belächeln. Ernst genommen werden in der heutigen Zeit nur Phänomene, für die es eine überzeugende Theorie gibt. Ich versuche das mit meinem neuen Buch zu tun.
Einen Moment bitte… ALEx A, was ist der Sinn des Lebens?
werden unsere Einkäufe in Zukunft zunehmend von Maschinen betreut werden. Schon heute arbeiten in einigen Amazon-Lagern mehr Roboter als Menschen. Professor Galloway: »Ebenso wie wir es erlebt haben, dass der Anteil unserer Bevölkerung, der in der Landwirtschaft arbeitet, innerhalb eines Jahrhunderts von 50 auf vier Prozent absackte, werden wir in den nächsten 30 Jahren im Einzelhandel einen ähnlichen Rückgang erleben.« Flucht nach vorne – ins eigene Verderben Viele Händler treten derzeit verzweifelt die Flucht nach vorne an – und kooperieren notgedrungen mit dem Feind. Sie nutzen gegen Provisionen den »Marketplace« (Marktplatz) des Online-Riesens, um dort ihre eigenen Produkte anzubieten. Gegen noch höhere Gebühren »darf« man auch auf die Infrastruktur von Amazon zurückgreifen, die Waren in dessen Hallen lagern und von dort aus versenden lassen. Bereits heute macht der Handelsgigant damit knapp die Hälfte seines Verkaufsumsatzes.
Eine gefährliche Liaison! Denn Amazon ist ein skrupelloser Geschäftspartner. Immer wieder klagen Kleinhändler über unfaire Methoden des Goliaths. So beobachtet der Konzern aufmerksam, welcher private Anbieter bei ihm wie viel umsetzt. Läuft das Geschäft gut, klaut er dem »Partner« seine Geschäftsidee und Wurden als Einzelhändler von Amazon ausgebootet beziehungsweise an den Rand des Ruins getrieben: Weinkaufmann Robert Hopperdietzel (l.) und Feinstkost-Verkäufer Dietmar Hölscher (unten).
Ausgabe 4/2018 US-Wirtschaftsprofessor Scott Galloway warnt: »Amazon ist im Internet zum Fürsten der Dunkelheit geworden!« vertreibt dessen beliebteste Produkte selber. So erging es auch lern Áorieren, kritisiert er. »Die gut funktionierenden übernimmt Dietmar Hölscher, wie er am 27. November 2017 in der ARD-Do- Amazon dann selbst.« kumentation »Das System Amazon« zu Protokoll gab. Der Deut-Kleinhändlern, die zur echten Konkurrenz für das eigene Sorsche verkaufte über den Marketplace Feinkost. Es sei »richtig timent werden, schmeisse der Verkaufsgigant gerne auch andegut gelaufen« – bis Amazon begann, ihm Probleme zu machen: re Steine in den Weg, weiss der deutsche Unternehmer. So habe Über Nacht und ohne Vorwarnung habe vor Weihnachten unter seinen Online-Proder US-Konzern seinen Shop geschlosdukten plötzlich knallrot der Hinweis »Lie- Es lief richtig gut – bis sen und seine Gewinne vorübergehend ferung evtl. nach Weihnachten« geprangt eingefroren. Angeblich, um sein Geschäft – obwohl er pünktliche Versendungen ga- Amazon plötzlich begann, genauer zu prüfen.
rantiert hatte. Der Geschäftsmann zeich- Probleme zu machen.
Obwohl Hölscher die verlangten Unternete seinen Beschwerdeanruf bei Amalagen, samt Daten und Preisen seiner Zuzon elektronisch auf, samt der wörtlichen lieferer, rasch übermittelte, blieb sein Online-Auftritt bei Amazon Bestätigung des dortigen Kundenbetreuers, dass sich »Amazon wochenlang blockiert. Sein Verdacht: »Die wollten einfach unsedamit einfach nur etwas mehr Umsatz in die Tasche steckt«.
re Einkaufskonditionen sehen.« Um das Geschäftsmodell später»Massive Wettbewerbsverzerrung« nennt dies Hopperdietzel – zu übernehmen? Nach drei Wochen mit massivem Umsatzeinund reichte Beschwerde beim Bundeskartellamt ein.
bruch musste der Geschäftsmann Insolvenz anmelden. Wie ihm Man »beschaffe Informationen und exekutiere dann selber«, erging es etlichen weiteren Kleinhändlern, wie ein Blick ins Inumschreibt der deutsche eCommerce-Experte Adrian Hotz die ternet zeigt: Wer seine Einkaufskonditionen auf Nachfrage von Taktik von Amazon. Und warnt ebenfalls: »Das Geschäftsmodell Amazon nicht offenlegt, wird vom Marktplatz des Imperiums knallhart verbannt.
Massive Wettbewerbsverzerrung Sich öffentlich gegen Amazon zu wehren, trauen sich nur die wenigsten. Der Konzern ist übermächtig, kann den Vertrag mit jedem Händler jederzeit ohne Begründung kündigen. »Man ist chancenlos«, bestätigen viele Marketplace-Anbieter hinter vorgehaltener Hand. Zu wichtig sind für sie die starke Präsenz und die Vertriebsmöglichkeiten über den US-Riesen.
Die kleinen Händler seien für Amazon»Mittel zum Zweck«, gut als Provisionszahler und als billige Marktforschung, bestätigt auch Wein-Kaufmann Robert Hopperdietzel. Man beobachte dort ganz genau, welche Märkte bei den Kleinhänd-Angriff auf Supermarkt-Multis: Hauslieferung von Frischprodukten durch Amazon.
Ausgabe 4/2018 49 Umstrittene Arbeitsbedingungen. Offizielles PR-Foto des Konzerns aus einem seiner deutschen Logistikzentren (Leipzig).
von Händlern auf Amazon ist immer limitiert. Kurzfristig können möglichst tiefen Einkaufspreisen unter den Nagel zu reissen, um sie ihren Umsatz über Amazon aufblasen. Sobald die Händler sie anschliessend mit höherer Gewinnspanne selber anzubieaber aus der Nische herauskommen und die Produkte auch atten. Entsprechend aufhorchen lässt die Mahnung von eCommertraktiv für den direkten Einkauf von Amazon werden, übernimmt ce-Experte Adrian Hotz: »Das Amazon-Wachstum wird nie mehr Amazon das Geschäft selbst.« Fatalistisches Fazit für Kleinanso langsam sein wie heute – es wird immer schneller werden!« bieter: »Ein Leben mit Amazon ist gefährlich, aber ein Leben ohne Amazon ist sinnlos.« Oder wie Professor Galloway zuspitzt: Gespräche während der Arbeitszeit sind verboten»Amazon ist für den Einzelhandel zum Fürsten der Dunkelheit Wie gnadenlos der US-Konzern vorgeht, spüren tagtäglich auch geworden: Es kann jeden mit Gewalt aus dem Spiel drängen.« seine Mitarbeiter. Immer wieder wird im grössten Standort in Selbst deutschen Gemüseanbietern, Feinkostläden und Su-Deutschland, in Bad Hersfeld, gestreikt. Denn die Arbeitsbedinpermärkten droht Ungemach. Hunderttausende von frischen gungen sind fragwürdig, die Bezahlung bescheiden, Tarifverträge Lebensmittel- und Nonfood-Artikeln lassen sich in Hamburg, gibt es nicht. Das Prinzip lautet »Hire and Fire«. Festanstellungen München, Berlin oder Potsdam bereits über das US-Imperium gibt es kaum, an manchen deutschen Standorten haben nach bestellen. »Amazon fresh« nennt sich der Gewerkschaftsangaben 80 Prozent der blitzschnelle Lieferdienst, der lokalen Beschäftigten lediglich einen Zeitvertrag Amazons Wachstum Anbietern auch in unseren GeÀlden das – oft werden bei Bedarf einfach Saison-Wasser abgraben will. Ebenso wie sich arbeiter aus Osteuropa heran gekarrt und wird nie mehr so langsam deutschlandweit über»Amazon Pantausgebeutet. In den USA sind viele Angesein wie heute.
ry« bereits unzählige weitere Lebensmitstellte sogar auf staatliche Unterstützung tel oder Getränke vor die Wohnungstüre angewiesen, so mies ist ihr Gehalt.
ordern lassen. Zusätzlich setzt der Handelsgigant vermehrt auf Währenddessen hetzen in Bezos' globalen Lagern beinahe Eigenmarken. Über 70 sind es bereits, derzeit hauptsächlich rund um die Uhr so genannte Picker (Sammler) an endlosen noch im Bereich Kleidung, Schuhe und Schmuck. Mit »Wag« wur- Regalen entlang, raffen ohne Unterbrechung Ware zusammen.
de in den USA zudem soeben eigenes Hundefutter lanciert.
Pro Schicht legen sie oft deutlich über 20 Kilometer zurück. Die Wohin der Konzern hierzulande mit seinem »Fresh«-Angebot Regeln für die Teams sind strikt: Die Hausordnung verbiete »jesteuern dürfte, zeigt sich in den USA: Dort wurden lokale Händdes Gespräch während der Arbeit«, berichtet etwa »Le Monde ler soeben darüber informiert, dass sie ihre frischen Produkte Diplomatique«. Die Angestellten müssten unterschreiben, dass ab sofort nicht mehr über Amazons Plattform vertreiben dürfen.
sie mit niemandem über ihre Arbeitsbedingungen bei Amazon Stattdessen wird das Imperium wohl einmal mehr alles daran sprechen. Zu viel gibt es zu vertuschen: »Stürze, Schwächeansetzen, sich deren beliebteste und umsatzstärkste Produkte zu fälle, am Transportband abgeschnittene Finger, tödliche Unfälle Ausgabe 4/2018
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/88-was-ist-der-sinn-des-lebens-page47-1.jpg8471069Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2018-04-01 12:00:002025-12-16 11:30:31Was Ist Der Sinn Des Lebens?
Prophezeiungen zum Dritten Weltkrieg Manfred Böckl
zahlreiche Propheten aus verschiedenen Jahrhunderten sagten in der Vergangenheit bereits einen Dritten Weltkrieg und eine globalkatastrophe vorher. Und auch die zeit, wann dies passieren soll, lässt sich aufgrund jener Weissagungen bestimmen, behauptet Autor Manfred Böckl: es ist das 21. Jahrhundert. in seinem Sachbuch stellt der Verfasser die einschlägigen Visionen von vielen deutschen und europäischen Propheten vor und wertet sie gleichzeitig inhaltlich aus. er zeichnet auf diese Weise ein furchterregendes und oft sehr detailliertes zukunftsszenario. Doch die Visionen zeigen auch auf, wie man die Katastrophe überleben kann – denn speziell in Bayern soll es laut dem Autor rettende Regionen geben, um das Unheil zu überleben.
Bluthochdruck Thorsten Feldkamp (u.a.), 14.99 eUR Charakterwäsche C. v. Schrenck-notzing, 7.95 eUR Zaubertrank Vitamin Ceberhard Wormer (u.a.), 14.95 eUR 1939 – Der Krieg, der viele … gerd Schultze-Rhonhof, 19.95 eUR Heile deine Schilddrüse Anthony William, 25.00 eUR MSM: Der Wunderschwefel Jörg Conradi, 9.95 eUR Megacrash, die grosse Enteignung günter Hannich, 19.95 eUR Auf schönen, gesunden Füssen Andrea Christiansen, 12.99 eUR Vergessene Künste John Seymour, 9.95 eUR Hanf heilt Wernard Bruining, 9.95 eUR Selbstversorgung aus d. Garten John Seymour, 9.95 eUR Kleine unkorrekte Islam-Bibel Peter Helmes, 7.00 eUR Preussen und die Wurzeln … ehrhardt Bödecker, 9.95 eUR Warum Gedanken stärker sind … Lissa Rankin, 10.00 eUR Wenn der Papst flieht Peter Orzechowski, 12.00 eUR
1 2 3 4 Südost, ISBN 978-3955877187, eUR 13.90 5 Leonardos Fahrrad – Fake News von Ramses bis Trump Peter Köhler 6 im postfaktischen zeitalter haben Fake news Konjunktur, vor allem aber haben sie immer auch ihre geschichte. Peter Köhler hat die berühmtesten, abstrusesten und kuriosesten Fälle aus geschichte und gegenwart gesammelt.
7 Darunter: Leonardos Fahrrad, den Jupiter von nidderau und die Päpstin Johanna. Länder ohne festen Boden, die schmutzige Wahrheit über den Diesel 8 und vegane Muscheln. Die Laichinger Hungerchronik, den indischen Seiltrick und die singende Katze, die 36 Lieder auswendig kennt. PS: Fake news gibt es nicht erst seit dem internet. Die erste historisch belegte Falschmeldung 9 ist laut dem Autor über 3000 Jahre alt: der in Stein gemeisselte Bericht von Ramses’ Sieg über die Hethiter im Jahr 1274 vor Christus.
10 C.H. Beck, ISBN 978-3406728143, eUR 12.95 11 Harry Potter – Eine Geschichte voller Magie British Library (Hrsg.) und J. K. Rowling 12 im Jahr 2017 schlossen sich J. K. Rowling, der Verlag Bloomsbury und die British Library zusammen, um das zwanzigjahr-Jubiläum von »Harry Potter und der Stein der Weisen« zu feiern. So entstanden eine Ausstellung, die ihre Be- 13 sucher mitnimmt auf eine Reise ins Herz der Harry-Potter-geschichten, sowie dieses besondere Buch. es versammelt viele merkwürdige, wunderbare und 14 faszinierende Artefakte aus den Archiven der British Library sowie noch nie veröffentlichte Schätze aus J. K. Rowlings persönlichem Besitz und lädt dazu ein, die verschiedenen Unterrichtsfächer an der Hogwarts-Schule für Hexerei 15 und zauberei ganz neu zu entdecken – von Astronomie und zaubertränken bis zu zauberkunst und Wahrsagen.
Carlsen, ISBN 978-3551556998, eUR 32.00 Bestsellerliste basiert auf den Verkaufszahlen des Kopp Fachbuchversands – www.kopp-verlag.de
GeÁügelte Krokodile? Fliegende Fische? Oder aerodynamisch perfekte Flugzeug-Miniaturen aus uralter Zeit? Über 35 »GoldÁieger« aus Museen in Kolumbien, Amerika und Deutschland geben der Fachwelt Rätsel auf – weitaus mehr Relikte, als bislang bekannt!
»mysteries« zeigt etliche der winzigen Artefakte – samt einem weiteren präkolumbianischen Original aus Berlin, von dem selbst viele Experten keine Ahnung haben (Foto oben).
Ausgabe 4/2018 onstruierten unsere südamerikanischen Urahnen bereits Flugmaschinen? Oder erblickten Sie diese womöglich Keinst am Firmament, um ihre unverstandenen Eindrücke später in kunstvollen Objekten zu verewigen? »Unmöglich!«, versichern Altamerikanisten. Fantasten, Querdenker, aber auch so mancher Akademiker mit Doktortitel dagegen verweisen auf klitzekleine präkolumbische Schmuckanhänger mit dreieckigen TrägerÁächen, die in der Fachwelt als »GoldÁieger« bekannt geworden sind. Verblüffend sind deren aerodynamische Formen: Dies gilt für die Deltageometrie der TragÁächen in Tiefdeckerposition genauso, wie für das ersichtliche Leitwerk mit der hoch aufragenden rechtwinkeligen SeitenruderÁosse und dem horizontal dazu passenden Höhenruder.
Die kuriosen »Flug-Amulette« bestehen allesamt aus Goldlegierungen und sind nicht grösser als zwei bis fünf Zentimeter. Entdeckt wurden sie gemeinsam mit anderen Schätzen im Landesinneren Kolumbiens. Genauer gesagt, in fürstlichen Schachtgräbern der Tolima-Kultur. Die Hochblüte dieser Zivilisation umfasst die Epoche 1000 v. Chr. bis 700 n. Chr. In der Goldschmiedekunst waren die Tolima, ebenso wie ihre Nachbarvölker – die Quimbaya und Tairona – handwerkliche Genies.
Wissenschaftlich unklar bleibt die Symbolik der Àligranen Hinterlassenschaften.
Der ofÀzielle Interpretationsspielraum klassisch denkender Forscher ist facettenreich: »Anthropomorphe und zoomorphe Wesen«,»Religiöse Zierart«,»Magische Glücksbringer der Schamanen«, »Fliegende Fische« oder einfach nur »Insekten« respektive »Vögel«. Besonders kreativ scheint die Sinngebung als»GeÁügelte Krokodile«. Der Schönheitsfehler: In der Natur gibt es keine Analogie dazu! Nicht einmal Motten oder Schmetterlinge besitzen vergleichbare DeltaÁügel. Die »GoldÁieger« widersprechen somit der Anatomie aller Áugfähigen Lebewesen, die – von der Urzeit bis heute – immer Hoch- oder Schulterdeckerform aufweisen. Das bedeutet, dass etwa die Flügel an jener Stelle angebracht sind, wo moderne Menschen wie wir heute unsere Arme haben.
Was also hat die Ureinwohner Altamerikas veranlasst, Áiegende Gebilde im Tiefdeckerdesign anzufertigen – und dies noch dazu in Hülle und Fülle? Weshalb sollten Indigene etwas herstellen, wofür es in natura offenbar gar keine Vorlage gab? Von moderner Flugzeugtechnologie können die Ureinwohner Kolumbiens nichts gewusst haben. Oder womöglich doch?
Von Bogota bis nach New York …
Die Spur der »GoldÁieger« führt nach Bogota ins Museo del Oro, dem Goldmuseum der Bank der Republik Kolumbien. Jeder Museumsbesucher kann dort 14 der besagten Unikate im Original bestaunen. Lapidarer Begleittext im Museum: »Insekten und kleine Tiere in Gold gegossen, manchmal in fantastischen Formen. Es sind Jaguare, Fische, Vögel, Eidechsen und Grillen oder Kombinationen verschiedener Arten.« Fotos und Kopien von Exponaten, die im Museumsshop angeboten werden, legen den Schluss nahe, dass im Archiv noch mehr derartige Amulette schlummern. Insgesamt dürften es wohl 22 oder 23 sein, die sich im Besitz des kolumbianischen Ausstellungshauses beÀnden. Mindestens vier weitere vorspanische Exemplare »Áiegender Fische aus dem 10. bis 15. Jahrhundert?« (Originalbeschreibung) in nahezu identischer aerodynamischer Flugzeugform beÀnden sich seit vielen Jahren zudem weitgehend unbeachtet im berühmten Metropolitan Museum of Verwirrenderweise gibt es im Goldmuseum von Bogota mit seinen Abertausenden von Relikten zumindest ein paar wenige realitätsnahe Kreaturen aus jener Zeit zu entdecken, darunter auch einen anatomisch naturgetreuen »Áiegenden Fisch« – dank seiner Anatomie klar als Wasserkreatur erkennbar (siehe dazu Seite 55). Beispiel dafür, dass die Künstler Prä-Kolumbiens zumindest in diesem Fall offenbar sehr genau wussten, wen oder was sie detailgetreu darstellten. Wieso aber sehen die meisten»GoldÁieger« mit ihren schnittigen Formen heutigen Flugzeugen weitaus ähnlicher als jeder irdischen Kreatur?
Fragen dieser Art stellte sich bereits der US-Biologe und Schriftsteller Dr. Ivan T. Sanderson (1911–1973). Er war einer der ersten Gelehrten, dem die sonderbaren kolumbianischen Goldrelikte ins Auge stachen. Im Jahre 1969 wurden ihm zu Studienzwecken einige Repliken überlassen. Sanderson untersuchte die »Kultobjekte« und kam bald zur Überzeugung, dass es sich hierbei nicht um Nachbildungen sonderbarer Tiere zu Wasser oder im Luftraum handeln konnte. Vielmehr entdeckte der Forscher immer mehr typische Parallelen, die ihn an moderne Flugzeugformen erinnerten: trapezartige Flügel, Maschinenräume, Cockpits, Windschutz sowie mit Querrudern und Höhensteuern ausgestattete HeckÁossen.
Ivan T. Sanderson legte seine gewagte These, wonach es sich um Miniaturmodelle prähistorischer Fluggeräte handeln könnte, einigen Piloten und Flugingenieuren vor – und wurde in seiner Interpretation mehrfach bestätigt. Gleichartigkeit mit modernen Überschalljets ist aber noch kein Beweis tatsächlicher Flugtauglichkeit. Um genau dies abzuklären, »landete« Anfang der 1970er-Jahre eines der goldenen Flugzeugmodelle schliesslich im Aeronautical Institute in New York.
Art in New York City.
Fliegende Fische mit modernen Heckflossen und trapezartigen Flügeln?
Fotos mit Seltenheitswert: Aufnahmen einiger Tolima-Originale, die im Goldmuseum von Bogota derzeit öffentlich zu sehen sind.
Der Physiker Dr. Arthur Poyslee führte damit etliche Tests im Windkanal durch. Dabei konnte er feststellen, was die Flügelform bei verschiedenen Geschwindigkeiten leisten kann. Das Ergebnis der Versuchsreihe überraschte ihn: »Die Möglichkeit, dass der Gegenstand einen Vogel darstellen soll, ist höchst unwahrscheinlich. Nicht nur, dass diese goldenen Modelle tief im Landesinneren Kolumbiens gefunden wurden und der Künstler nie einen MeerÀsch zu Gesicht bekommen hat, sondern auch weil man sich Vögel mit derart präzisen TragÁächen und senkrecht hochgestellten SpannÁossen nicht vorstellen kann.« Charakteristisch auch die Unterseiten der Modelle: Sie sind Áach und strukturlos, wie bei den ehemaligen Space-Shuttles der NASA und aktuell in Planung beÀndlichen Hyperschalljets der Zukunft. Bei den wieder verwendbaren Raumgleitern war die ebene Unterseite beim Eintritt in den Orbit von grosser Bedeutung. Damit konnte extremer Staudruck und hohe Reibungshitze leichter ausgehalten werden.
Erfolgreiche TestÁüge in Deutschland In den 1990er-Jahren stiegen detailgetreue Rekonstruktionen mehrerer ferngesteuerter »GoldÁieger«-Modelle tatsächlich himmelwärts auf, aus Styropor, Balsaholz und Kohlefaserverstärkung gefertigt – mit Hilfe eines kleinen Elektromotors im Innern. Spannweite: rund ein Meter. Das entspricht einer vergrösserten Kopie der Amulette im Massstab 16:1. Ihre Flugeigenschaften erwiesen sich in der Praxis einmal mehr als beachtlich: Schwierige KunstÁüge wie schnelle Loopings oder wendige Rollen mit Vergrössertes Modell eines »Goldfliegers«, aufgenommen auf einer der Vitrinen im Museum von Bogota.
Ausgabe 4/2018 anschliessender zielgenauer Landung am Boden bereiteten ihnen keinerlei Mühen. Der amerikanische TV-Sender NBC hielt das komplette KunstÁugprogramm auf Film fest.
Verantwortlich für die damalige technische Umsetzung waren Peter Belting, Modellbauexperte und ehemaliger OfÀzier der Deutschen Luftwaffe, Dr. Algund Eenboom, Zahnmediziner und Experimentalarchäologe, sowie Conrad Lübbers. Die Ergebnisse ihrer Arbeit über »Antike Flugtechniken in drei Kontinenten« veröffentlichte das Team gemeinsam mit dem Studienrat Peter Fiebag 2004 in einem Sachbuch.
Kritiker liessen sich davon nicht überzeugen. Sie argumentierten, die damaligen Flugtests seien nicht wirklich beweiskräftig gewesen, da man mit dem richtigen Antrieb auch einen Küchenstuhl zum Fliegen bringen könnte. »Vermutlich mag das stimmen«, räumt Peter Belting ein, »aber unsere naturgetreuen Modelle schweben auch bei abgeschaltetem Motor in elegantem GleitÁug zur Landung und setzen weich auf der Piste auf.« Professor Uwe Apel jedenfalls, Studiengangleiter Luft- und Raumfahrttechnik an der Hochschule Bremen, kommentierte die Experimente durchaus beeindruckt: »Für mich überraschend ist, dass diese exakt nachgebauten Formen als Modelle recht gut Áiegen. Und wenn man sich die Palette mit unterschiedlichen Amuletten ansieht, dann scheinen diese Formen, die in Südamerika gefunden wurden, eher zu schnellen Formen mit einem DeltaÁügel zu passen.« Acht weitere »GoldÁieger« landeten in Bremen Wer die originalen Gold-Miniaturen beäugen möchte, kann sich die weite Reise nach Bogota übrigens sparen. Es genügt ein Aus-Áug in die Hansestadt Bremen an der Weser. Gleich neben dem Bahnhof steht dort das Überseemuseum, das weitere acht Exemplare der kolumbianischen »GoldÁieger« beherbergt.
Die Umstände, wie diese aus Südamerika nach Deutschland gelangten, bleiben abenteuerlich. Der Überlieferung nach wurden sie bei einer Raubgrabung zu Tage gefördert. Der Forscher und Sammler Vicente Restrepo (1837–1899) aus Medellin hatte sie mit anderen Objekten erworben und später an den deutschen Kaufmann Carl Schütte (1839–1917) verhökert. Von diesem gelangte die wertvolle Sammlung als Geschenk an das Bremer Museum für Natur-, Völker- und Handelskunde. Danach gerieten die Schmuckstücke in einem Tresor des Museums in Vergessenheit. Erst 1996 wurden sie »wiederentdeckt« und im Überseemuseum ausgestellt. Zumindest zeitweise.
Nach mehrjähriger Pause aufgrund von Sanierungsarbeiten erstrahlen die acht GoldÁieger im ersten Stock des Ausstellungshauses seit November 2016 in neuem Glanz. Als »geÁügelte Krokodile und »mythische Mischwesen aus der Zeit um 100 bis 1000 n. Chr.« bezeichnet. Die Fragezeichen bleiben: Weshalb haben erdachte»GeÁügelte Krokodile« ausgerechnet die Gestalt und Flugeigenschaften moderner Düsenjets? Woher sind die High-Tech-Formen abgeleitet worden? Waren frühzeitliche Science-Fiction-Künstler am Werk? Oder wurden diese Objekte real existierenden DeltaÁiegern nachempfunden, die einst über den Gipfeln der Anden kurvten? Hatten die Ureinwohner Südamerikas vielleicht sogar Kontakt mit fremden Intelligenzen aus dem All – oder mit Zeitreisenden?
Diese drei prächtigen präkolumbianischen Tolima-Originale, sowie ein viertes ähnliches Relikt (hier nicht abgebildet) befinden sich aktuell im Metropolitan Museum of Art in New York City (USA).
Ausgabe 4/2018 55 Verwechslung ausgeschlossen. Links ein »Goldflieger«, rechts ein stilisierter fliegender Fisch, beide aus dem Goldmuseum von Bogota.
Kühne Gedankenspiele, denen Direktorin Wiebke Ahrndt vom allen drei Orten und den Toten in der Unterwelt in Kontakt tre- Bremer Überseemuseum als nüchterne Ethnologin nichts abgeten.« Da man aber keine schriftliche Überlieferung aus besagwinnen mag. Vielmehr bevorzugt sie gegenüber »mysteries« eitem Kulturraum habe, »bleibt darüber Hinausgehendes Spekulanen schamanistischen Hintergrund als Erklärung: »Es ist dem tion«, räumt Professorin Ahrndt freimütig ein.
Menschen anatomisch nicht möglich, in die Lüfte aufzusteigen oder länger unter Wasser zu tauchen. Deshalb ist es ein Privi-Vergessenes »ZwillingsÁugzeug« in Berlin leg, die Befähigung zu besitzen, in diese Sphären vordringen zu Auch Wissenschaftler können ihre Gedankenspielereien also können. Dieses Privileg besitzen Schamanen. Daher spielen oft nicht belegen, sondern lediglich vermuten. Umso interessanter, Vögel und Lebewesen wie Fische oder Wale im religiösen Kondass neben den mindestens 22 »GoldÁiegern« in Bogota, den text eine besondere Rolle. Reptilien – wie Krokodile – können mittlerweile wieder ausgestellten acht Exponaten in Bremen und im Wasser und an Land leben, was ihnen im selben Kontext eine den vier US-Tolima-Exemplaren noch ein weiteres identisches Arbesondere Bedeutung verleiht.« tefakt aus Gold existiert, das dem Minimodell eines Düsenjets Hierauf gründet sich laut der Direktorin die »Interpretation dieebenfalls zum Verwechseln ähnlich sieht.
ser gern ›GeÁügelte Krokodile‹ oder auch ›GoldÁieger‹ genannten Von der Fachwelt vergessen, war es noch vor wenigen Jah-Objekte: Es sind Mischwesen, die in allen drei Sphären – Himren im Ethnologischen Museum Berlin-Dahlem ausgestellt und mel, Erde und Unterwasserwelt (letztere ist oft gleichbedeutend verschwand danach in dessen Archiven. Dieser einzige Berliner mit der Unterwelt, in der die Toten leben) – zuhause sind. So»GoldÁieger« weist einige Besonderheiten auf: Mit den Objektkönnen sie mit den Menschen auf der Erde, den Geistwesen an massen 3 x 2 x 1 Zentimeter und einem Gewicht von 10 Gramm zählt er zu den kleinsten Vertretern der altamerikanischen »Staffel«. Er trägt ofÀ- Von der Idee frühzeitlicher Aviatik fasziniert: Raumfahrtziell den Namen »Fisch«, wird aber gleichspezialist Professor Uwe Apel zeitig als »vogelförmiger Anhänger« bevon der Hochschule Bremen. schrieben (siehe Foto auf Seite 52).
Als Fundort wird kurioserweise nicht Kolumbien angeführt, sondern das rund 1300 Kilometer entfernte Costa Rica in Zentralamerika.
Als früheren Besitzer des Berliner»GoldÁiegers« nennen die Zuständigen einen Sammler namens I. F.
Holtzmann. Ethnologen bedauern, dass»der Fundkontext nicht dokumentiert ist und vom Sammler eine Auswahl getroffen wurde, bevor das Konvolut in das Museum kam«.
Eine weitere Gemeinsamkeit zwischen diesem Einzelexponat aus Berlin und den»GoldÁiegern« im Bremer Überseemuseum lässt ebenfalls aufhorchen. So ist der Experimentalarchäologe Algund Eenboom aus Niedersachsen überzeugt davon, dass damalige Politur, zurückzuführen ist. Das wäre auch mit heutigen Handar-Handwerker in Prä-Kolumbien manche der besagten Goldamubeitstechniken der Fall.« lette in einem Serienverfahren hergestellt haben, wie er gegen- Algund Eenboom schliesst daraus, dass beide plastischen über »mysteries« betont.
Goldrelikte Produkte einer vorindustriellen Serienproduktion»Entdecker dieses Phänomens war mein Sohn Björn während sein dürften. Es könnte somit mehrere Kopien gegeben haben, einer Klassenfahrt, die ihn ins Berliner Museum führte«, verrät die noch nicht gefunden oder im Zuge der spanischen Eroberung der Privatforscher und präzisiert: »Damals assistierte er mir bei inzwischen eingeschmolzen worden sind. Die Tatsache, dass der Anfertigung von Duplikaten aus dem Bremer Überseemuse-»die beiden GoldÁieger auf ihrer Rück- bzw. Unterseite völlig glatt um. Beim Anblick des Berliner GoldÁiegers Àel ihm die Ähnlichund strukturlos sind«, interpretiert er als weiteres Indiz für die keit auf. Tatsächlich zeigten vergleichende Messungen später, Anwendung einer Vervielfältigung.
dass eines der acht Exponate aus Bremen nahezu vollständig Wie aber erklärt sich dieser künstlerische »Gleichklang« in mit dem Berliner GoldÁieger übereinstimmt. Die Identität beider Staaten wie Kolumbien und Costa Rica, die geographisch und Objekte weicht höchstens im Zehntel-Millimeter-Bereich voneikulturell auseinander liegen? Ein Lapsus in der Museums-Klasnander ab. Eine Differenz, die auf die Endausarbeitung, etwa siÀzierung oder ein Beleg für ausgedehnte Handelskontakte?
Sind die massstabsgetreu vergrösserten »Goldflieger« flugtauglich? Fotos der von Peter Belting (l.) mitinitiierten und gefilmten Modellbauexperimente in den 1990er-Jahren.
»mysteries« legte Direktorin Wiebke Ahrndt vom Bremer Überseemuseum zwei Fotos vor. Das eine zeigte einen »GoldÁieger« aus ihrer Sammlung, das zweite Motiv eine Aufnahme von dessen »Ebenbild« aus Berlin.
Ihr Kommentar: »Das Stück aus Costa Rica, auf das Sie hier ansprechen, kenne ich nicht, weshalb ich dazu nichts sagen kann. Mir ist als Herkunft nur das heutige Kolumbien bekannt.
Dennoch wissen wir von Handelskontakten entlang der Küsten zwischen dem südlichen Nord-, Zentral- und Südamerika. Dabei wurden nicht nur Waren gehandelt, sondern auch Ideen und Ermit der westlichen zoologischen Taxonomie nicht bestimmen lassen«, gibt Kuratorin Manuela Fischer zu bedenken. »Vielleicht wird es in Zukunft Kontexte geben, die eine Bestimmung ermöglichen.« Bis dahin bleibe »nur übrig, zu staunen«.
Geduld scheint in Berlin sowieso angesagt: Seit 2016 wurden die dortigen Sammlungen schrittweise abgebaut und eingelagert, um sie in das neue Humboldt Forum im wiedererrichteten Berliner Stadtschloss einzugliedern. Erst Ende 2019, sofern der neue Kunstpalast planmässig eröffnet wird, besteht die Chance, viele der Schätze wieder öffentlich zu bestaunen.
Ob sich auch der angeblich aus Costa Rica stammende »Gold- Áieger« darunter beÀnden wird? Manuela Fischer: »Eine deÀnitive Entscheidung über die Auswahl der Objekte gibt es noch nicht. Die entsprechende Ausstellung wird gerade überarbeitet.« Noch kann und will also niemand dafür garantieren, dass das umstrittene goldene Berliner Kleinod in absehbarer Zeit wieder öffentlich zu sehen sein wird.