Tausende melden unerklärliche Erlebnisse Spuk im Studio:

Defekte Uhren ticken plötzlich wieder, Löffel verbiegen sich wie von Geisterhand: Mit mehreren TV-Auftritten in Deutschland und der Schweiz löste «Wundermann» Uri Geller einmal mehr eine Kontroverse um seine Fähigkeiten aus. Sicher ist: Der Mann weiss immer wieder zu faszinieren.

Geller: «Ich sende allen ‹mysteries›-Lesern ganz viel Energie und Liebe!»

Denise Bielmann wusste nicht, wie ihr geschah. Nichts ahnend sass die Schweizer Eisprinzessin am 19. November 2004 vor dem TV: «Ich war mit der Fernbedienung am Zappen. Da fiel meine Wahl gerade in dem Moment auf die Sendung ‹Quer›, als Uri Geller die Zuschauer zum Löffelbiegen aufforderte.»

Denise Bielmann griff zum Kaffeelöffel, nahm wieder vor dem Fernseher Platz und begann sich zu konzentrieren. «Zehn Minuten habe ich den Löffel gerieben. Plötzlich wurde erst mein Zeigefinger, dann das Metall heiss und ganz weich.

Es verbog sich von alleine.»

Einschaltquoten-Rekord Unzähligen Schweizern ging es an diesem Abend ähnlich. 5000 griffen sogar zum Telefon, um den TV-Verantwortlichen ihre unerklärlichen Erlebnisse persönlich zu schildern.

Die Einschaltquote von bis zu 900'000 Zuschauern brachte der Sendung einen Marktanteil von 41,2 Prozent. «Eine solche Zuschauerresonanz haben wir noch nie erlebt», staunte selbst «Quer»-Chefin Andrea Pfalzgraf.

Einer, der ebenfalls nur Staunen konnte, war Pius Wihler aus Zizers. «Ich bin um ca. 20.40 Uhr nach Hause gekommen und hab sofort den TV eingeschal- ‹‹ Ich spürte so etwas wie Energie in meinen Händen…

tet», raportierte er später im Internet. «Da kündigte Geller gerade das Uhrenexperiment an. Ich habe sofort eine mindestens 50-jährige Taschenuhr aus meinem Schreibtisch genommen, sie aufgezogen, aber sie machte keinen Wank. Dann hielt ich sie in meinen Händen. Und Uri Geller vollführte sein Ritual… Ich spürte so etwas wie Energie in meinen Händen. Ich hielt die Uhr an mein Ohr… und sie tickte!»

Vor der Schweiz hatte der «Geller-Virus» bereits Deutschland erfasst: Am 14.

November 2004 führte der gebürtige Israeli seine scheinbar übersinnlichen Fähigkeiten dort bei RTL in einer eigenen Live-Show vor. Ganze Berge von defekten Uhren und intakten Löffeln hatte Moderator Günther Jauch zuvor im Studio anhäufen lassen. Geller wurde nicht in ihre Nähe gelassen – um den Vorwurf zu entkräften, dass er die Objekte im Voraus präpariert hätte.

Der «Geller-Effekt» blieb dennoch nicht aus. Im Gegenteil: Eine Uhr nach der anderen nahm der «Wundermann» in seine Hände. «Diese tickt bereits wieder. Diese auch…», triumphierte er und drückte dem verdutzten Moderator Stück um Stück in die Hände. Jauch bestätigte verdattert, was er kaum glauben mochte.

Auch Blüm beeindruckt Sprachlos war auch Ex-Arbeitsminister Norbert Blüm, der sich unter den Gästen befand. Eigens für die Sendung hatte er eine Armbanduhr mitgenommen, die nach dem Tod ihres Besitzers stehen lieb und seit nunmehr fünf Jahren keinen Wank mehr getan hatte. Geller brachte sie in Minutenschnelle wieder zum Laufen.

Blüm kippte vor Freude fast vom Sofa.

Doch damit nicht genug: Auf Tuchfühlung mit seinen prominenten Gästen liess der Israeli einen Löffel wie von Geisterhand in zwei Stücke brechen: Eine sanfte Berührung reichte, und der vordere Teil splitterte zu Boden.

Dann folgte ein weiterer Höhepunkt: Während der Israeli sein Gesicht mit den Händen bedeckte und sich abgewandt hatte, kritzelte einer der weiblichen Gäste auf seinen Wunsch hin eine Zeichnung auf ein Blatt Papier. Ohne dass sie jemand dabei beobachten konnte. Ohne, dass Geller schummeln oder blinzeln konnte.

Nicht einmal Moderator Günther Jauch bekam die Zeichnung zu Gesicht. Geller kritzelte anschliessend ebenfalls. Und, oWunder: Auf beiden Papierblättern fand sich ein beinahe identische Blumen-Zeichnung.

13’000 Telefonanrufe Bis zu sieben Millionen TV-Zuschauer bestaunten Gellers Wundertaten an diesem Abend. Rund 13'000 von ihnen erlebten sogar Paranormales zu Hause und deckten RTL noch während der Sendung mit Anrufen ein. Allein 4338 Anrufer berichteten, dass sich bei ihnen Löffel und Gabeln verbogen hätten.

Ein Wunder? Oder einfach nur genialer Betrug? Nicht ganz zu Unrecht wiesen Wissenschaftler von der deutschen Skeptiker-Organisation GWUP darauf hin, dass manche defekte mechanische Uhr allein durch Schütteln und kurzfristige Erwärmung wieder zum Ticken gebracht werden kann.

Ist die Sache damit vom Tisch? Keineswegs. Denn längst nicht alle Effekte von Geller lassen sich konventionell zufriedenstellend erklären, wie Kritiker gerne behaupten. Selbst wenn sich GWUP-Geschäftsführer Amardeo Sarma am 17. November 2004 höchstpersönlich ins Studio von Stern-TV aufmachte, um den Israeli zu entlarven.

Tatsächlich machte Sarma dort eine recht erbärmliche Figur: Eine nachvollziehbare Erklärung für Gellers Zeichnungstrick in Jauchs Sendung konnte er bezeichnenderweise nicht präsentieren, wie er einräumen musste. Ebenso wenig konnte Sarma den entzwei gebrochenen Löffel als Trick entlarven. Statt dessen dominierte der Konjunktiv seine Ausführungen.

Geller wiederum betonte bereits vor der Sendung, dass es ihm nicht darum geht, Überzeugungsarbeit zu leisten: «Ich kümmere mich nicht darum, ob man mir glaubt oder nicht. Die Diskussionen sollen im Anschluss geführt werden. In erster Linie reiste ich nach Deutschland, um positives Denken und positive Energien an die Menschen weiterzugeben. Die jungen Leute sollen ihre Finger von Drogen, Zigaretten und Alkohol lassen. Das sehe ich als wesentlichen Bestandteil meiner Mission.»

Ähnlich seine Botschaft beim Auftritt in der Schweizer TV-Sendung «Quer» am 19. November. Moderator Patrick Rohr hatte den Löffelbieger schon lange auf seiner Wunschliste. Geplant war ursprünglich nur ein kurzes Interview mit dem Israeli. Doch als dieser vorschlug, auch ein paar Experimente zu zeigen, warf die Redaktion ihre Pläne kurzerhand über den Haufen.

Allerdings brachte Geller die TV-Crew mit seiner spontanen Art während der Ausstrahlung ziemlich ins Schwitzen: «Produzent Diego Yanez räumte fortwährend andere Beiträge aus, um Geller mehr Sendezeit einzuräumen», erinnerte sich der Moderator schmunzelnd gegenüber dem «St. Geller Tagblatt.

Dabei war Rohr ursprünglich eher vorsichtig: Wohlweislich hatte er bereits vor der Sendung zum Zeichenstift gegriffen, ein Dreieck auf ein Papier gekritzelt und es in einem Umschlag verschlossen. Geller erriet das Symbol noch während der Sendung! Rohr: «Ich war sehr skeptisch.

Jetzt bin ich verblüfft. Es gibt einfach Dinge, die man nicht erklären kann.»

Zeichnung als Dankeschön Tatsächlich scheint es Geller den Eidgenossen besonders angetan zu haben. Wie er der Zeitung «Blick» mitteilte, fand er nach seiner Rückkehr nach London über 11'000 begeisterte Mailzuschriften aus der Schweiz vor. Mit einer speziellen Zeichnung an die «mysteries»-Redaktion bedankte er sich bei allen für die grosse Resonanz, die ihm ob seines TV-Auftritts zuteil wurde.

Weniger Freude hatte man am «Wundermann» dagegen in der Kantine des Schweizer Fernsehens. Dort fehlten selbst Tage nach der Sendung noch immer unzählige Löffel…

red. ■

Eine Zeichnung einer Sonne und eines Vogels mit den Worten "Für alle Leser von Mysterien" geschrieben.
Ein Mann und zwei Frauen halten etwas hoch.

In weniger als einem Jahrzehnt wird das Internet zum alten Eisen gehören. Eine neue Datenwelt wird es ablösen, virtueller und komplexer. Schmunzelnd werden wir uns an die Zeiten erinnern, in denen wir noch per PC-Tastatur und E-Mail kommunizierten. So wie wir heute über Tintenfeder und Schreibmaschine lästern.

Die Computer der Zukunft werden mit uns sprechen – und wir mit ihnen. Mikroskopisch kleine Implantate in unserem Körper werden uns erlauben, überall mit ihnen in Kontakt zu treten.

Sie kontrollieren und steuern unseren Gesundheitszustand, fungieren als Reisepass oder als Kreditkarte – und ersetzen das Handy. Jeder unserer Körper wird von überall her abrufbar sein. Jede kleinste Regung von Geburt an gespeichert. Maschinen garantieren Perfektion. Gnadenlose Perfektion.

Wie ein Schleier wird sich die virtuelle Welt über unseren Erdball legen, bis Schein und Wirklichkeit miteinander verschmelzen. Die Revolutionen der Zukunft finden in der Datenwelt statt.

Die Wissenschaft dringt in unbekannte Dimensionen vor – und Hacker in unsere Körper ein. Gedanken werden speicherbar. Gefühle ebenfalls. Die Technologie erhält ein Gesicht.

Zukunftsmusik? Kaum. Der Mensch hat die Zukunft seit jeher unterschätzt. Immer war sie schneller, als wir denken konnten. Kühner, als wir zu träumen wagten. Machtvoller, als wir wahrhaben wollten. Seit Menschengedenken überrumpelt sie uns jeden Tag von Neuem.

Fortschritt lässt sich nicht stoppen.

Er wird von Menschen gemacht. Doch so verlockend die Perspektiven, so verheerend die Auswirkungen. Denn alles, was anfänglich gut gemeint ist, wird irgendwann missbraucht. Das ängstigt uns. Zu Recht fürchten wir um unsere Menschlichkeit. Noch sind unsere Gedanken frei. Noch können nur wir sie kontrollieren. Doch die Schere zwischen technologischer und ethischer Entwicklung klafft immer stärker auseinander.

Wie Erwachsene basteln wir an neuen Technologien. Wie Kinder gehen wir damit um. Könnten Sie einem Steinzeitmenschen guten Gewissens ein Feuerzeug in die Finger drücken?

Noch ist es Zeit, unser Bewusstsein auf eine neue Stufe zu heben. «Umweltschutz», «Fairness» und «Menschenrechte» sind Schlagworte von gestern. Weiterreichende gilt es erst noch zu formulieren. Wie wärs mit «Universumsbewusstsein», «Ideentoleranz» und «Individualitätsachtung»? Noch kennen weder der Duden noch Google derlei Wortschöpfungen.

Höchste Zeit, sie in unsere Sprache zu integrieren. Denn wir tun nur, was wir auch aussprechen können.

Welche Formulierungen schweben Ihnen vor?

Luc Bürgin (Herausgeber)

  • Die Inhaltsstoffe entsprechen in ihrer Mineral-
  • Die im Wasser enthaltenen natürlichen Silber-
  • Konsumenten, die bisher das Wasser testeten,

«Dorf der Zwerge» Es gibt in China eine Gruppe von um 120 «Zwergmenschen» von 63 bis 115 Zentimetern Grösse. Der Autor Hartwig Hausdorf berichtete darüber. Diese Informationen sind 1996 bekannt geworden, in den Medien wurde besonders im Jahre 1997 darüber berichtet. Das «Dorf der Zwerge» heisst Huilong und liegt in der Provinz Sichuan in der Nähe des Baian-Kara-Ula- Gebirges.Verschiedene Bemühungen diesem Volk zu begegnen, wurden von den chinesischen Behörden wiederholt abgelehnt.

Man kann nur hoffen, dass eine internationale Erforschung ermöglicht wird. Das kann aber auch wiederum damit zusammenhängen, dass wir als «Hochintelligenz-Mensch» ja offiziell immer noch allein in dem grossen All sein müssen…

Klaus Deistung, (E-Mail) Wunderbares Buch Ich möchte Ihnen von ganzem Herzen danken, dass Sie dieses wunderbare Buch, «Das Wunder von Mirin Dajo», geschrieben haben. In diesem Buch fand ich das, was ich in den letzten Jahren in der fernöstlichen Philosophie zu finden glaubte.

Ich fand es direkt vor der Haustür, nämlich in der Schweiz. Mirin Dajo war sogar an meinem Wohnort, in Schaffhausen.

Nun begreife ich (wieder einmal), dass es kein Wunder ist, solch einen Menschen in Europa zu finden, denn das Göttliche ist in uns allen und somit überall auffindbar.

Ich danke Ihnen, dass Sie diesen aussergewöhnlichen Menschen für uns Leser gefunden haben und ihn der Welt zugänglich machen.

Roger Spahn, (E-Mail) Am Kiosk entdeckt Ich habe «mysteries» bei uns in Zürich im Frühling am Kiosk entdeckt und seither «verschlinge» ich es jedes Mal mit grossem Genuss. Ich finde es wunderbar, dass es nach vielen Jahren endlich eine Zeitschrift gibt, die fundiert über all diese unerklärlichen Dinge berichtet. Ihr Team macht das grandios! Muss mit meinem Mann immer darum ringen, wer es als Erster lesen darf. Werde das Heft auch gerne in meinem Freundeskreis weiterempfehlen. Ich freue mich bereits auf die nächste Ausgabe.

A. Huber, Zürich (CH) An die Haustüre nageln…

Eigentlich müsste man ja jeden ihrer Artikel kopieren und den Meinungsträgern an die Haustüre nageln…

Uwe Saller (E-Mail) Impressum ISSN 1660-4377 Erscheinungsweise 6 Ausgaben pro Jahr Herausgeber Luc Bürgin Redaktion Mysteries, Postfach, CH 4002 Basel Tel. +41 – 61 – 681 62 61 Fax +41 – 61 – 681 62 61 Internet www.mysteries-magazin.com E-Mail: mysteries@bluewin.ch Layout Daniel Schaufelberger, Jürgen Tränkle Lektorat Ruth Gremaud Druck Greiserdruck, Rastatt Jahresabonnement EUR 44.90 SFr. 69.– (siehe dazu Bestelltalon auf S. 58) Anzeigenschluss Ausgabe 8/2005: 24. Februar 2005 Bankverbindungen Deutschland: BW Bank, Lörrach Konto-Nr.: 460 85262 00 BLZ: 683 200 20 SWIFT: BWBKDE6S683 IBAN: DE6668 3200 2046 0852 6200 Schweiz: Basler Kantonalbank Konto-Nr.: 165.414.141.84 IBAN: CH25 0077 0016 5414 1418 4 Postcheckkonto Basel Konto-Nr.: 40-93969-1 Copyright Alle Rechte vorbehalten. Wiedergabe von einzelnen Artikeln – auch in elektronischer Form – nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion. Für unverlangte Zusendungen wird keinerlei Haftung übernommen. Mit Autorennamen gezeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Emmerich verschiebt «King Tut» – dafür trumpft Spielberg auf Wisnewski: Neues Buch Will die Weltraummacht USA wirklich ferne Planeten erobern – und zwar friedlich? Diese Frage stellt Bestsellerautor Gerhard Wisnewski («Operation 9/11») in seinem aktuellen Buchprojekt «Lügen im Weltraum». Der USA-Kritiker: «Vom ersten Flug in den Orbit über den ersten Weltraumspaziergang bis zur Mondlandung – von Anfang an gab es Ungereimtheiten bei der Eroberung des Weltalls. Sie führen auf die Spur eines gewaltigen Täuschungsmanövers: Unter dem Deckmantel der zivilen Raumfahrt werden Militärapparate gemästet und heimlich Waffen stationiert. Ziel der Mobilmachung im All: die Weltherrschaft. Im Fadenkreuz: die Erde und jeder Einzelne von uns.» Das Buch soll diesen Herbst auf den Markt kommen.

Schlechte Nachricht für alle Fans von «Stargate»-Macher Roland Emmerich. Wie «mysteries» direkt von seinem Büro in den USA erfuhr, hat der deutsche Kultregisseur sein angekündigtes Filmspektakel über Pharao Tut-anch-Amun vorerst auf Eis gelegt. Statt dessen arbeite er derzeit an verschiedenen anderen Projekten. Dafür schlägt im Juni dieses Jahres Regiekollege Steven Spielberg zu: Seine 200 Millionen US-Dollar teure (!) Neuverfilmung des Science-Fiction-Klassikers «Krieg der Welten» (Bild) dürfte zum Kassenschlager des Jahres avancieren.

Nach Messner und Piccard: Däniken erhält den «World Explorer Club»-Preis Hohe Ehre für Erich von Däniken: Am 22. November 2004 wurde der ET-Forscher für sein Lebenswerk mit dem diesjährigen Preis des international renommierten «Explorer Club» ausgezeichnet. Die Ehrung ging im überfüllten Hörsaal der Technischen Universität Lodz über die Bühne. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Forscher wie Bertrand Piccard oder Reinhold Messner. In ihrer Laudatio begründeten die Preisrichter ihre Ehrung: «Für die vielen Jahre seiner beharrlichen Bemühungen, das Kulturerbe der Menschheit zu erforschen und populär zu machen; für die Erforschung von Rätseln und für die Courage, fundamentale Fragen in einer Welt zu stellen, wo die Antworten schwer oder gar unmöglich sind.»

Ein Bildschirmbild einer Buchoberfläche mit deutschem Schreiben.
Ein schwarz-weißes Foto eines Mannes im Anzug.
Ein Mann in einem Anzug und Hut berührt einen Gorilla.
Ein Mann geht in dem Wasser in der Nähe eines umgekehrten Autos.
Ein Mann mit einem Bart lächelt auf die Kamera.

Kaum jemand, der nicht schon von den Illuminaten gehört hätte, jener kleinen, aber überaus mächtigen Gruppe von Weltverschwörern. Schon seit Jahrhunderten lenken sie die Geschicke und Geschichte unseres Planeten. Alles nur ein Horrormärchen, oder doch gefährliche Realität? Bestsellerautor Andreas von Rétyi wurde während seiner Recherchen gar in der eigenen Familiengeschichte mit der Phantom-Macht konfrontiert. Hier sein Überblick über Anfänge und Wiedergeburt des Illuminatismus.

von Andreas von Rétyi Wer sich Themen jenseits der etablierten Medienberichterstattung widmet, wird sehr schnell erleben, als «Verschwörungs-Theoretiker» abgestempelt zu werden.

Die Faktenlage allerdings belegt immer wieder aufs Neue, dass wir es weit eher mit echter Verschwörungs-Praxis zu tun haben. Sie erklärt auch, warum die grossen, nicht umsonst gut etablierten Medien solche Themen nur ablehnend darstellen.

Denn sehr bald erkannten mächtige Kräfte dieser Welt, welche Bereiche des öffentlichen und weniger öffentlichen Lebens sie unter ihre unbedingte Kontrolle bringen mussten, um effektiv zum Ziel zu gelangen.

Neben Regierungsinstitutionen, Gesundheits- und Finanzwesen war eben auch die Einflussnahme auf Bildung und Pressewesen von wesentlicher Bedeutung – und sie ist es nach wie vor. Unabhängige Berichterstattung findet sich leider nur selten.Wahrheitsfindung ist nicht einfach, die Recherchen gestalten sich aufwändig und zeitraubend. Doch wenn sie ein wenig ans Licht bringen, was auf unserer Welt wirklich geschieht, dann haben sie sich allemal gelohnt.

Elitäre Machtgruppe Licht – dieses Wörtchen erhält eine ganz besondere Bedeutung, wenn es um das Thema der Illuminaten, der «Erleuchteten» geht – eine elitäre Machtgruppe, die sich im alleinigen Recht sieht, die Welt zu beherrschen und mit ihr Murmeln zu spielen.

Während meiner mittlerweile langjäh- Adam Weishaupt. Als er den Geheimbund 1776 gründete, ging es ihm nur um eines: die eigene Macht.

rigen Nachforschungen, die ich vor allem zur US-amerikanischen Geheimhaltung durchgeführt habe, bin ich immer wieder mit jenen mysteriösen Illuminaten konfrontiert worden. Ob ich es wollte oder nicht, sie waren einfach immer präsent.

Konnte es denn wirklich sein, dass unsere Geschichte von diesen wenigen Dunkelmännern gelenkt wird, dass grosse historische Ereignisse und Weltkriege geplant werden können? Wird uns ein Grossteil der geschichtlichen Wahrheit wirklich komplett verschwiegen?

Als ich mich näher mit diesen Fragen befasste, stiess ich auf eine überwältigende Zahl an Informationen, die mir die Augen öffneten. Plötzlich zeichnete sich ein völlig anderes Bild unserer Welt ab, und plötzlich gab alles einen Sinn. Wieder und wieder stolperte ich nun über die Unstimmigkeiten der etablierten Darstellungen.

Selbst als ich ein wenig in meiner eigenen, mittlerweile rund 1200 Jahre alten Familiengeschichte stöberte, ging es mir nicht anders. Hier fand ich ebenfalls Ereignisse, die in den Geschichtsbüchern völlig anders beschrieben waren. Und das nicht rein irrtümlich.

So entdeckte ich etwa genaue Aufzeichnungen über ein Attentat auf den russischen Zaren im Jahr 1888. In jenem Herbst verunglückte der kaiserliche Zug auf offener Strecke bei Borki, angeblich wegen zu hoher Geschwindigkeit.

Tatsächlich aber handelte es sich um einen voraus geplanten Anschlag, der sich in die Linie illuministischer Aktionen ein- ‹‹…als beim Frühstück plötzlich eine Bombe explodierte.

reihte, um den national orientierten Zarismus gewaltsam zu Ende zu bringen. Damals, im Jahr 1888, sass mein Urgrossvater dem Zaren – Alexander III. – gerade beim Frühstück gegenüber, als eine Bombe explodierte.

Seine Beschreibung der Geschehnisse lässt keinen Zweifel offen: von Unfall keine Rede. Beinahe hätte die Detonation die gesamte Zarenfamilie, darunter auch den seinerzeit 20-jährigen Nikolaus II, ausgelöscht, ebenso natürlich meinen Urgrossvater, und nur wie durch ein Wunder wurden alle gerettet. Die Zarenfamilie lag geschützt unter einem herabgestürzten Dach des Zuges und überlebte, ebenso wie mein Vorfahr.

In den folgenden Jahren aber arbeiteten Hintergrundkräfte fieberhaft daran, den Zarismus in die Knie zu zwingen, sämtliche Reformen schlichtweg mittels tödlicher Anschläge auf die Reformer zu beenden und eine grosse Revolution zu bewirken.

Als Nikolaus II., der das Borker Attentat überlebt hatte, mit seiner Familie im Jahr 1918 brutal hingerichtet wurde, war der Umsturz vollendet. Die Revolutionäre waren dabei vom vermeintlichen Erzfeind, den USA, finanziell gefördert worden. Eine scheinbar paradoxe Situation, doch mit sehr logischem Hintergrund. Nur ein einziges kleines Beispiel von tausenden.

Wenn wir die Geschichte so lernen würden, wie sie wirklich war, würden wir sie kaum mehr wieder erkennen. In einem Überblicksartikel zum Thema «Illuminatismus» lässt sich gerade einmal ein Hauch davon vermitteln, was unsere Welt an den Abgrund zu bringen vermag.

Wo liegen die Anfänge all dieser Entwicklungen, und wer kann als ihr Urheber betrachtet werden? Eigentlich lässt sich diese Geschichte als eine unglückliche Verkettung von Ereignissen beschreiben, die ihren Ursprung an der Universität von Ingolstadt in Bayern nimmt. Hier lehrte ein ehrgeiziger junger Professor, dessen Name mittlerweile fast schon von einer düsteren Aura umgeben ist: Adam Weishaupt.

Der ehemalige Jesuitenschüler hatte nach einer geheimnisvollen Begegnung im Jahr 1771 den Entschluss gefasst, einen 1776 gründete Weishaupt seinen eigenen Geheimbund.

Geheimbund zu gründen, um Staat und Kirche abzuschaffen.

Damals weihte ihn ein jütländischer Kaufmann in einige orientalische Geheimlehren ein. Weishaupt war fasziniert und wollte die herrschende Ordnung durch ein «Sittenregiment» ersetzen. Was gar nicht so schlecht klingt, war in Wirklichkeit der Versuch, sich selbst an die Spitze einer neuen Machtpyramide zu stellen. 1776 gründete Weishaupt seinen eigenen Geheimbund.

Doppelzüngigkeit, Lug und Trug, alles war erlaubt, wenn es nur dem «Orden» des Adam Weishaupt diente. Er hatte sich auch den Leitsatz «Der Zweck heiligt die Mittel» zu eigen gemacht, mit dem ursprünglich die ihm mittlerweile verhassten Jesuiten operierten.

Macht als Ziel Bald sammelte Adam Weishaupt junge und noch formbare Menschen um sich, die er in mystischen Einweihungsritualen in seinen Orden aufnahm, den Orden der Illuminaten, wie er nunmehr heissen sollte.

Wer die Originalschriften von Weishaupt und seiner bedeutendsten Untergebenen liest, stellt hinter der integren Fassade bald fest, mit welcher Menschenverachtung und Unerbittlichkeit der besessene Professor nur ein Ziel vor Augen hatte: Macht. Seine eigene Macht!

Die englische Schriftstellerin Nesta H. Webster stellte einmal fest, Weishaupt habe all die Einzelteile, all jene essentiellen Bruchstücke verschiedenster Lehren zu einem Arbeitssystem von «schrecklicher Wirksamkeit» verschmolzen, darunter «die zerstörerischen Doktrinen der Gnostiker und Manichäer, der modernen Philosophen und Enzyklopädisten, die Methoden der Ismailis und Assassinen, die Disziplin der Jesuiten und Templer, die Organisiertheit und Geheimhaltung der Freimaurer, die Philosophie Macchiavellis, das Mysterium der Rosenkreuzer.»

Sein Orden lebte von Hörigkeit, Infiltration und Spitzelei, die eigentlichen Ziele kannte nur Weishaupt selbst. So sehr der Professor auch darum bemüht war, sein sauberes Image nach aussen aufrecht zu erhalten, immer wieder verraten seine eigenen Worte, wes Geistes Kind er wirklich war. In einer seiner Schriften enthüllte er: «Ich studire Tag und Nacht, um auch aus dem Kleinsten Vortheil zu ziehen… Ich glaube, die Operation und Manipulation verstehe ich besser als irgend einer im Orden… Ich studire jeden Blick, jeden Tritt, ob ich dabey gewinne oder verliere, und richte auch meine Leute darauf ab, dass sie auf meinen Wink gehen, und mir, ohne dass ich rede, die Ordre im Gesicht lesen.» Sein Unternehmen lief geradewegs auf etwas hinaus, das wir heute wohl am ehesten als Mind Control bezeichnen würden.

Auch die gesellschaftliche Infiltration sollte mit Gewalt durchgesetzt werden: «Hat der Orden einmal an einem Orte die gehörige Stärke erlangt, sind die obersten Stellen durch ihn besetzt, kann er in einem Orte, wenn er will, denen, die nicht folgen, fürchterlich werden, sie empfinden lassen, wie gefährlich es ist, den Orden zu beleidigen und zu entheiligen.» Auch hier erübrigt sich wohl jeglicher Kommentar!

Mit der Zeit nahm die Zahl der Ordensmitglieder zu und bald gestaltete sich die Situation unübersichtlich, Informationen drangen nach aussen. Kurfürstliche Dekrete sollten Geheimbünden nach Art der Illuminaten von da an einen Riegel vorschieben.

Vor allem durch einen unfassbaren Zufall gelangte dann internes Material an die Öffentlichkeit.

Aufzeichungen, welche die wahren Ziele jener bayerischen Illuminaten deutlicher enthüllten: Ein Illuminaten-Kurier tauschte 1785 mit dem bereits flüchtigen Weishaupt vor den Toren Regensburgs geheime Informationen aus, als ein Blitzschlag den Boten traf und sofort tötete. Bevor Weishaupt etwas unternehmen konnte, brachten Beamte den Leichnam weg.

Bei der Untersuchung fanden sie in den Mantel eingenähte Geheimpapiere. Damit wurde das Ende des bayerischen Illuminatismus eingeläutet. Doch innerhalb von nur neun Jahren war es den Mitgliedern gelungen, die Gesellschaft über die Grenzen Bayerns hinaus zu infiltrieren. Zu wirklicher Macht waren sie nicht aufgestiegen, doch sie hatten eine gefährliche Saat gestreut.

Ab ins Ausland!

Diese Saat wurde vor allem nach den offiziellen Verboten ins Ausland getragen.

Plötzlich waren besorgte Stimmen aus Frankreich, Italien, England und sogar den USA zu vernehmen, die Illuminaten seien nicht tot, sondern würden ihr Unwesen nunmehr ausserhalb Deutschlands treiben. Tatsächlich gab es einige historische Entwicklungen in jener Zeit, die auf verborgene Machenschaften der Illuminaten hindeuten.

Um Weishaupt selbst war es nun still geworden. Er hatte Unterschlupf beim Herzog von Sachsen-Gotha gefunden und diente somit paradoxerweise einem ge- ‹‹ Weishaupt fand Unterschlupf beim Herzog von Sachsen-Gotha.

sellschaftlichen Stand, den er eigentlich abschaffen wollte.

Kurz vor Weishaupts Tod, das heisst, um das Jahr 1830 herum, keimte plötzlich wieder Gedankengut der Illuminaten auf. In jenen Tagen studierten wohlhabende Amerikaner aus bedeutenden Familien an deutschen Universitäten und wurden unter anderem mit diesen Ideen konfrontiert, die sie wissbegierig aufnahmen.

Unter jenen Studenten befand sich auch William Huntington Russell, aus einer ebenso berühmten wie berüchtigten US-Familie. Ihn faszinierte vor allem die Philosophie von Georg F.W. Hegel, die er schnell für seine eigenen Zwecke umformte – und bekanntlich heiligt der Zweck die Mittel!

Russell hatte genau wie Weishaupt vor, einen eigenen Geheimbund zu gründen. Er setzte auf weitaus gefährlichere Weise fort, was Weishaupt seinerzeit begonnen hatte. Vor allem Hegels Dialektik wurde zum Kern einer menschenverachtenden, verwerflichen, aber sehr effektiven Vorgehensweise, um die Weltkontrolle zu erreichen.

Hegel sah den Staat als Stellverteter Gottes auf Erden, Gott selbst erschien in verschiedener Form und bildete letztlich die Vereinigung von Gegensätzen, ein göttliches Prinzip. Feindliche Parteien – These und Antithese – prallen aufeinander, aus dem Konflikt geht auf höherer Stufe die Synthese hervor.

Besonders für Russell bedeutete das im Klartext: Kriege sind der Motor der Weltgeschichte und des historischen Fortschritts. Man musste Konflikte schüren, um das Räderwerk am Laufen zu halten.

Geplante Kriege mit künstlich aufgebauten Gegnern schafften immer zum richtigen Zeitpunkt besten Zugang zu neuen Einfluss-Sphären, demonstrierten Macht, einten die eigene Bevölkerung um gegen einen gemeinsamen Feind anzutreten, liessen Politiker erstarken und ebenso die Rüstungsindustrie.

Der Zweck heiligte auch hier die Mittel, keine Frage. Russell ersetzte in Hegels teilweise umgedeuteter Philosophie lediglich den «Staat» durch seinen neo-illuminatischen Orden sowie «Gott» am besten durch die Macht-Elite, und alles passte!

Skull & Bones wird geboren Im Jahr 1832 gründete er an der elitären Yale-Universität die geheime Gesellschaft von Skull & Bones – ihr Emblem, ein Totenschädel über gekreuzten Oberschenkelknochen – steht ausschliesslich für Negatives und hier vor allem für Weltpiraterie, eine Disziplin, die Russells Familie schon lange bestens beherrschte und sie zu grösstem Wohlstand führte.

Das Russell-Imperium fusste in erster Linie auf Opium-Handel in grossem Stil.

Doch danach fragte niemand. Was zählte, war allein der Reichtum. Skull & Bones trat als Ableger eines ursprünglich deutschen Ordens ins Dasein. Jedes Jahr wurden 15 neue Mitglieder in okkulten Konditionierungsritualen geweiht, wobei sie einen Symboltod sterben und für ihr Ordensleben wiedergeboren werden.

Was in Kurzform unglaublich bis unglaubhaft klingt, ist jedoch belegt. Und sowohl Prescott Sheldon Bush als auch sein Sohn George H.W. Bush als auch wiederum dessen Sohn, der unlängst wiedergewählte US-Präsident George W.

Bush gehören diesem Orden an, wie auch weitere federführende Persönlichkeiten.

In meinen Büchern berichte ich über zahlreiche grosse historische Ereignisse, die von den neuen Illuminaten hervorgerufen und gesteuert worden sind. Im Zentrum ihrer Macht stehen Skull & Bones, deren knochige Arme aus einer korrupten Schattenregierung herausragen. Als Exekutive dient vor allem der weltweit ope- ‹‹ Als Exekutive dient heute vor allem der weltweit tätige CIA.

rierende Auslandsgeheimdienst CIA, dem keine schmutzige Aktion fremd ist.

Die Peripherie wird von machtvollen elitären Organen gebildet, darunter so berühmte Institutionen wie der Council on Foreign Relations, Bilderberger, Trilaterale Kommission oder die Bohemians.

Namen, die an sich bereits verschwörerisch klingen, doch leider absolut reale Hintergründe besitzen.

Die wiedergeborenen Illuminaten steuern die Geschicke der Welt auf perfide Weise, und wer die Hegel-Regeln kennt, versteht auch, warum Erzfeinde der USA gefördert wurden. Über Jahrzehnte hinweg gab es über den Eisernen Vorhang hinweg geheime Transaktionen zur Unterstützung des Sowjet-Imperiums, gleichzeitig förderte man auch den Aufbau des Nationalsozialismus.

Man musste gigantische, aber finanziell kontrollierte Reibungsflächen schaffen, um grosse Konflikte zu generieren.

Zudem war dringend erforderlich, selbst das Ruder zum gegebenen Zeitpunkt in die Hand zu nehmen. Geplante Einzelereignisse dienten wiederholt zum Kriegseintritt der USA. Grosse Lügen der Geschichte folgten eine nach der anderen.

Als 1915 der Ozeanliner Lusitania versenkt wurde, standen Skull & Bones dahinter. Die Katastrophe gab offiziell nunmehr genügend Anlass zum Kriegseintritt der USA. Nicht anders Pearl Harbour. Die USA wussten genau Bescheid, über ein Jahr hatte man an Geheimplänen gearbeitet, damit alles nach einem Überraschungsangriff der Japaner aussah.

Tatsächlich wussten die Militärs auf dem Stützpunkt vor Hawaii nichts davon, da Washington sie absichtlich und komplett vom geheimdienstlichen Informationsstrom abgeschnitten hatte. Auf Pearl Harbour kamen rund 2500 Amerikaner ums Leben. Sie waren ahnungslose Opfer einer skrupellosen Machtpolitik, in der es darum ging, die amerikanische Bevölkerung zu traumatisieren.

Sofort gab es Millionen Freiwillige, um in den Krieg zu ziehen – auch gegen Deutschland, das zusammen mit Italien und Japan einen Hilfspakt geschlossen hatte, so dass alle drei Nationen kriegsrechtlich im gleichen Boot sassen.

Wer die wahre Geschichte von Pearl Harbour kennt, wird auch jene Worte anders verstehen, wie sie George W. Bush am 11. September 2001 äusserte, sofort, nachdem die Twin Towers des World Trade Center gefallen waren: «Heute fand das Pearl Harbour des 21sten Jahrhunderts statt.»

Wahr und unwahr zugleich, zynisch und doppelzüngig. Denn auch «Nine Eleven» wäre nie geschehen, hätte man dem ebenfalls zuvor deutlich geförderten Feind nicht Tür und Tor geöffnet, damit er überhaupt erst richtig feindlich werden konnte.

Wir alle sind Opfer Und wieder war das Land traumatisiert. Und wieder folgte ein Krieg! Dabei sind wir alle Opfer der Illuminaten, auch die grösstenteils nichts ahnende amerikanische Zivilbevölkerung.

Einige wenige Supermächtige, jene, die Staat, Militär, Finanzen, Bildung, Gesundheitswesen und Medien mittlerweile fest in den Händen halten, spielen mit unserer Welt, wie es ihnen gefällt. Sie zielen auf eine globale Weltordnung ab, einen Superstaat, für den letztlich auch die USA keine grössere Bedeutung mehr haben.

Die Geschichte lässt sich sehr wohl geschickt manipulieren. Was in der Zusammenfassung vielleicht unglaublich klingt, ist in der Praxis nur noch erschreckend.

Erschreckend wahr.

Doch ein Silberstreif zeichnet sich ab.

Einige Teile der Öffentlichkeit sind aufmerksamer geworden. Und je mehr Menschen über die tatsächlichen Zusammenhänge nachdenken und nicht alles glauben, was ihnen der «Mainstream» sagt, je mehr Menschen sich Gedanken über die «alternative Geschichte» machen, desto grösser sind auch die Chancen für unsere Zukunft und unsere Unabhängigkeitserklärung von den Illuminaten.

Tamalita (Roman) (Christiane Durer) Tamalita ist die wunderschöne Geschichte des Studenten Manuel Goldberg, der durch die Begegnung mit einem einzigartigen Mädchen aus der grauen Welt des funktionalen Denkens und der sichtbaren Realität in eine «nicht wahrscheinliche und damit nicht berechenbare» Welt hinter der physikalisch messbaren Welt gelangt. Dort erfährt er auf abenteuerliche Weise von vielen geheimnisvollen Zusammenhängen in seinem Leben. Eine farbenprächtige, phantasievolle Bilderwelt und eine wunderschöne literarische Sprache verzaubern jeden Leser. Autorin Christiane Durer, die täglich als Meditationslehrerin, Energy Coach und Seherin Menschen hilft, lässt uns in ihrer Geschichte teilhaben an einer phantastischen Reise in ein Universum, das wirklicher ist als die Realität.

Verlag Christiane Durer, ISBN 3980968863, EUR 12.– Ägyptenreise mit Erich von Däniken (DVD) (Tatjana und Thomas Ingold) Wollten Sie schon immer einmal hautnah miterleben, wie Erich von Däniken seine Reisegruppen durch Ägypten führt? Jetzt haben Sie Gelegenheit dazu: Gemeinsam mit ihrem Mann brannte Tatjana Ingold ihre filmischen Impressionen auf DVD. «Wir haben über 500 Stunden an dem Film und der DVD-Erstellung gearbeitet», erzählt sie nicht ohne Stolz. «Der Grund für diesen Aufwand war, dass wir etwas Einzigartiges erschaffen wollten, da Däniken ja angekündet hat, in Zukunft kaum noch Reisen zu veranstalten.» Wenngleich der vierstündige Film vor allem Fans des Schweizer Götterforschers interessieren dürfte, kann er sich dennoch sehen lassen: Annähernd perfekte Bild-, Schnitt- und Tontechnik lassen einen unbeschwert eintauchen in das geheimnisumwobene Reich der Pharaonen.

Direktvertrieb über Tatjana Ingold, E-Mail: tatjana@ingold.ch, EUR 55.– Das geheime Erbe der Katharer (Thomas Ritter) Die Katharer umgibt – unabhängig von ihrer Geschichte – bis heute eine Aura des Geheimnisvollen. Dies rührt vor allem von den Legenden um ihren sagenumwobenen «Schatz» her, den die Katharer, die auf der Burg Montségur lebten, im März 1244 vor ihren Belagerern in Sicherheit bringen konnten. Tatsächlich hüteten die Anhänger dieser «ketzerischen» Glaubensgemeinschaft auf Montségur etwas, das die sie verfolgenden Inquisitoren als «von nicht mit Geld zu bemessendem Wert» bezeichneten. Dieser «Schatz» bietet auch nach mehr als 700 Jahren noch genügend Stoff für jede Menge Spekulationen.

Kopp, ISBN 3930219964, EUR 19.90 01/2004 Mysteriöser Brummton lässt Betroffene verzweifeln Mystery-Schau: Gab es einst Riesen?

Rätselhafte Krankheit rafft Fussball-Stars dahin Radar-Experte: «Wir machten Jagd auf UFOs!»

Kannten die alten Tibeter Funkgeräte?

Mord-Komplott: Warum Kennedy sterben musste 03/2004 Wetter-Terror: Amerika will Gott spielen Feuer-Spuk: In Canneto ist der Teufel los «Wassermann» verblüfft die Wissenschaft Das schaurige Geheimnis der Villa Winter Sprechende Roboter im alten Ägypten Nostradamus: Verschollene Manuskripte entdeckt 05/2004 CIA-Experte: «KGB liess den Rhein vergiften» «Bibliothek aus Metall» endlich entdeckt?

Deutschlands erfolgreichster Geisterjäger Blutwunder von Neapel: Werk eines Alchemisten?

Verkehrte Welt: Hier spinnt die Schwerkraft Whistleblower: Wer auspackt, lebt gefährlich 02/2004 Unverletzbar: Mirin Dajo und seine Wunder Anthrax: Spur führt in ein US-Militärlabor Schweizer Psychiater arbeitet mit Geistheilern Zeitreisen: Seit morgen längst Realität?

Wo stecken die Schriftrollen des Pharaos?

Das Geheimnis der deutschen Atombombe 04/2004 Arzt verblüfft: «Heiler kurierte meinen Sohn!»

Riesenaffe: Professor gesteht Schwindel Mexikanische Luftwaffe gibt UFO-Film frei Däniken: Neuer Roman in der Schublade Besass Hitler ein Perpetuum mobile?

Bibel beweist: Judas war kein Verräter 06/2004 Cheops-Pyramide: Geheimer Hohlraum entdeckt Gral-Forscher: «Ich fand den heiligen Kelch!»

Indischer Fakir: «Seit 65 Jahren auf Nulldiät» Sepp Holzer: Agrar-Rebell erobert das Ausland Liess Howard Carter Tut’sTotenbuch verschwinden?

Gold-Skandal: So werden wir manipuliert Ja, ich möchte «mysteries» abonnieren!

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Ein Buchcover mit dem Titel Tamalita von Christiane Durer.
Ein schwarz-weißes Foto eines Mannes mit einer Waffe.
Ein Buchcover mit dem Titel Thomas Ritter.
Ein Pferdesskeleton in einem Museum.
Ein Plakat mit einem Mann in einem Hut und den Worten "Geheimnisse".
Ein Plakat mit dem Titel "Geheimnisse".
Ein Plakat mit dem Titel "Geheimnisse" in einer Fremdsprache.
Ein Plakat mit einem Mann mit dem Titel "Geheimnisse".
Ein Plakat mit einem Mann, der "Geheimnisse" sagt
Ein Plakat mit den Worten "Geheimnisse".
Ein schwarz-weißes Foto einer Stadt in den Bergen.
Ein Plakat mit den Worten Basler PSI Verein darauf.

John-Frum-Kult am 15. Februar 2004. Die Inselbewohner von Tanna marschieren mit Holzgewehren zu Ehren ihres Gottes.

Im Zweiten Weltkrieg landeten US-Soldaten auf der Südseeinsel Tanna. Den Eingeborenen erschienen sie wie Götter aus einer anderen Welt. Noch heute zelebrieren sie ihren kuriosen USA-Kult jährlich mit Holzgewehren, wie ein Augenschein vor Ort im Februar 2004 zeigt.

Kapitän James Cook erreichte am 13. April 1769 mit der «Endeavour» Tahiti.

Bei seiner Ankunft wurde er von den Einheimischen für den zurückkehrenden Gott Rongo gehalten, der einst in einem Wolkenschiff die Erde verlassen haben soll.

Dem Schöpfergott Rongo entsprach die Südsee-Gottheit Karaperamun. Jegliches Leben führte man auf Karaperamun zurück. So wie es für die Einwohner Tahitis selbstverständlich war, dass ihr Hauptgott einst wieder kommen würde, so hegten auch andere Insulaner keinen Zweifel an der Wiederkehr Karaperamuns. Ebenso wie die Bewohner Tahitis James Cook für den zurückgekehrten Gott Rongo hielten, so setzten die bereits christlich missionierten Bewohner Tannas – mehr oder minder heimlich – auf einen Neuanfang mit Gott Karaperamun.

Ziegen als Opfergaben Die Insel Tanna liegt im Südpazifik. Sie gehört zu Vanatu (früher: Neue Hebriden), einem Inselreich von insgesamt rund 80 Eilanden.

Alle Jahre wieder wird am 15. Februar auf Tanna das John-Frum-Fest gefeiert.

Wer aber ist dieser als Messias verehrte John Frum? Die Spurensuche erweist sich als schwierig.

James Nicol, ein gebürtiger Engländer, residierte von 1916 an als amtlicher «Verwalter» auf Tanna. Am 27. November 1940 leitete er eine offizielle Untersuchung. Es ging eigentlich um eine Lapalie – nämlich um Diebstahl: Mehreren Mitgliedern der örtlichen Adventisten-Ge- ‹‹ Im Zentrum der mysteriösen Bewegung stand ein Messias.

meinde waren einige Ziegen entwendet worden.

Die Ziegen waren, wie Nachforschungen ergaben, von den Anhängern einer sektenartigen Gemeinschaft gestohlen und bei nächtlichen Zusammenkünften im Erdofen gebraten und anschliessend verzehrt worden. Im Zentrum der mysteriösen Bewegung stand ein Messias, dessen Rückkehr von seinen Anhängern sehnsüchtig erwartet wurde: John Frum.

Im Mai 1941 geschah dann – zum Erstaunen der christlichen Missionare – Seltsames: Zahllose Eingeborene verliessen die kargen Dörfer und zogen sich in unwegsame Waldgegenden zurück. Warum? John Frum habe sie gerufen, erfuhren die verärgerten Missionare. John Frum habe ihnen ein Leben in Reichtum versprochen.

Wozu benötigten sie dann noch ihre karge Habe? Würden sie nicht bald im paradiesischen Überfluss leben, dank der Güter, die ihnen dieser John Frum in Hülle und Fülle bescheren würde? Also verschenkten sie, was ihnen gehörte. Bald würde John Frum ihnen Cargo im Übermass bringen: Cargo,Ware, Fracht, Reichtum…

Süssigkeiten als Geschenk Und siehe da: 1942 erschienen Flugboote und Flugzeugträger. US-Soldaten betraten die Insel. Wie erwartet beschenkten sie die Einheimischen – mit Süssigkeiten, aber auch mit praktischen Werkzeugen und Gerätschaften. Sonderlich dankbar waren die Menschen von Tanna ihren Gönnern aber nicht. Erhielten sie doch lediglich, was ihnen zustand, nämlich Cargo.

Stand ihnen nicht viel mehr zu, als sie erhielten? Gab es nicht riesige Schiffe und künstliche Vögel, die doch gewiss viel mehr Cargo bringen konnten? Warum erhielten dann die Menschen von Tanna nur die Brotsamen, während vermutlich andere in den Genuss von Reichtümern kamen?

Ein gewisser Neloiag wusste angeblich die Antwort. Der Insulaner gab sich als «Wiedergeburt von John Frum» aus. Man müsse die eisernen Vögel mit den reichen Gaben im Bauch nur besser anlocken, predigte er seinen Gefährten. Man müsse ihnen echte Möglichkeiten bieten, vom Himmel herab zu kommen. Unter Neroiags Anleitung wurden deshalb lange und breite «Wege» für die Himmelsvögel gebaut – primitive Landepisten für Flugzeuge. Ein Kult entstand.

Fazit: Vor 1940 besuchte vermutlich ein Amerikaner Tanna. Später erschienen US-Soldaten auf dem Eiland. John Frum reiste wieder ab. Die Soldaten zogen wieder in die Heimat zurück. John Frum wurde zum Messias erhoben, auf dessen Wiederkehr man heute noch hofft.

Tatsächlich lebt der Kult bis heute weiter, wie ich Mitte Februar 2004 vor Ort feststellen konnte. Die US-Truppen werden immer noch imitiert. Kurios, aber wahr: Die John-Frum-Anhänger marschieren mit geschulterten Holzgewehren im Gleichschritt auf und ab. Sie hissen Flaggen und salutieren!

Doch der Kult verändert sich. Er wird zusehends christianisiert. So verwandelt sich der erwartete Messias John Frum in Jesus. Noch gibt es strikte Puristen, die nach alter Väter Sitte den John-Frum-Kult zelebrieren. Aber schon wird auf dem John-Frum-Jahresfest auch Jesus als Messias herbeigesehnt. Vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis aus dem John-Frum-Glauben eine christliche Sekte wird.

«Götter» mit Sonnenbrillen Bleibt die Frage, wie es möglich ist, dass Soldaten offenbar von friedlichen Insulanern fernab der «Zivilisation» als göttliche Wesen gesehen wurden. In einem Zeitungsbericht über eine Fotoausstellung meiner Studienreise wurde dieser Frage ebenfalls nachgegangen: «Sie tragen Fliegermontur. Ihre Sonnenbrillen blitzten in der gleissenden Sonne. Für die Einheimischen müssen sie wohl wie Götter erscheinen, die Hilfsgüter bringen und versprechen, wieder zu kommen und sodann mit ihren Flugmaschinen wieder verschwinden. Die Eingeborenen warten bis heute auf die Wiederkehr der Besucher aus einer für sie ganz anderen Welt.»

Tatsächlich ist der John-Frum-Kult von Tanna unter diesem Blickwinkel hoch interessant. Denn er verdeutlicht in nachvollziehbarer Weise, dass Besucher aus einer technisch weiter entwickelten Welt in einer so genannten «primitiven Welt» als göttliche Wesen angesehen und entsprechend verehrt werden.

Wenn aber nun in der uralten Mythologie Mikronesiens über den Ursprung des Königtums von Ponape von «fliegenden Schiffen» die Rede ist und es heisst, die Besatzung dieser «fliegenden Schiffe» habe den Urkönig eingesetzt – darf man dann unter diesem Blickwinkel von frommer Fantasie sprechen? Oder deutet diese alte Sage nicht eher darauf hin, dass in grauer Vorzeit noch ganz andere Wesen an Bord von «fliegenden Schiffen» die Südsee besucht haben könnten?

Tatsächlich existiert das John-Frum- Phänomen weltweit. So ist etwa der Indiostamm Pemon in Venezuela davon überzeugt, dass seine Vorfahren vom Gott Chiricavai besucht wurden. Und der versprach ebenfalls, einst wieder zu kommen. Wo hält sich der Kulturbringer-Gott nach Ansicht der Chiricavai aber auf? Als die fern der Zivilisation lebenden Eingeborenen um 1960 auf Umwegen über Missionare von den Anfängen der Raumfahrt hörten, erstaunte sie das überhaupt nicht. Offensichtlich versuchten die Weisen, ihrem Gott Chiricavai Nachrichten zukommen zu lassen.

Wie Ethnologen eruierten, baten die Pemon ihren Missionar deshalb, er möge via Himmelsfahrzeug einen Brief an Gott Chiricavai übermitteln lassen. Man bat ihn darin um materielle Güter – und flehte: «Chiricavai, komm herunter auf die Erde nach Hause zu deinen Verwandten.»

Walter-Jörg Langbein ■

Eine Gruppe von Leuten, die um zwei Flaggen stehen.
Ein Plakat mit einer Reihe von Wörtern in einer Fremdsprache.

Bigfoot-Amateuraufnahmen gefälscht?

Unter den amerikanischen Bigfoot-Forschern tobt eine erbitterte Kontroverse. Grund: In ihrem neuen Buch «The Making of Bigfoot: The Inside Story» behaupten die beiden Journalisten Karl Korff und Greg Long, dass die berühmten Patterson-Gimlin-Amateurfilmaufnahmen aus dem Jahre 1967 eine Fälschung seien. Die englische Zeitschrift «Fortean Times» widmete den beiden jetzt sogar eine Titelstory. Gerüchte, dass die berühmten 16-Millimeter-Aufnahmen aus Bluff Creek (Kalifornien) nur einen Darsteller in einem Affenkostüm zeigen, kursieren bereits seit Jahrzehnten. Korff und Long enthüllen nun aber erstmals, wer damals in dem Kostüm steckte (Bob Heironimus) – und ebenso, wer es seinerzeit herstellte (Philip Morris). Und: Sie stellten den Film mit Originaldarsteller und einem Duplikat des Kostüms nach (Bild). Bigfoot-Befürworter dagegen kritisieren, dass das Buch ausser zahlreichen Zeugenaussagen keine handfesten Beweise präsentiere, dass Morris und Heironimus tatsächlich die Wahrheit sagten.

Seebeben im Indischen Ozean verschiebt Erdachse

Das verheerende Seebeben von Ende Dezember könnte grössere geologische Konsequenzen haben als bisher angenommen: So haben sich die tektonischen Platten unter dem Indischen Ozean laut US-Experten vermutlich um rund 30 Meter verschoben. Die ozeanische Kruste sei auf einer Länge von 1200 Kilometern aufgerissen. Laut Messungen des International GPS Services an der Universität Bern soll die Erdachse dabei um rund 8 Zentimeter gekippt sein. Zudem rotiere der Erdball seither schneller.

Ein Mann geht in dem Wasser in der Nähe eines umgekehrten Autos.
Ein Mann mit einem Bart lächelt auf die Kamera.
Ein Mann, der eine Menge Trophäen in den Händen hält.

Er kurvte durch die Lüfte wie ein Profi: Bereits um 950 vor Christus soll der biblische König Salomon in einer Art Zeppelin grössere Distanzen bewältigt haben. Im 19. Jahrhundert wiederum konstruierte der geniale amerikanische Erfinder Salomon Andrews ein ähnlich erstaunliches lenkbares Luftgefährt und stieg damit vor Zeugen in den Himmel auf. Die Namen der beiden Flugpioniere sucht man in den Registern der «klassischen» Luftfahrt-Literatur indes vergebens… von Peter Fiebag, Algund Eenboom und Peter Belting

Im 18. Jahrhundert erfüllte sich mit der Erfindung des Grossballons zum ersten Mal der Traum, durch die Luft fahren zu können. Doch fliegen, also gezielt einen Ort ansteuern, konnte man damit noch lange nicht. Dies ist die Ansicht vieler Historiker. Aber sie ist falsch.

Eine erstaunliche Technik scheint es schon in biblischen Zeiten ermöglicht zu haben, mit einem Luftschiff genauestens vorgegebene Ziele erreichen zu können.

In dieser «Neuen Geschichte des Fliegens» taucht erstaunlicherweise zweimal der gleiche Name auf: Salomon, König von Jerusalem, und Solomon, Erfinder eines unglaublichen Luftgefährts im 19.

Jahrhundert.

Wie von einer Märchengestalt aus «Tausendundeine Nacht» erscheinen im 21. Jahrhundert Wissen und Reichtum eines der bedeutendsten Herrscher biblischer Zeiten: des sagenhaften Königs Salomon, Regent über ein kleines Reich im Lande Israel. Mit ihm beginnt ein Luftfahrtabenteuer, das fast 3000 Jahre später in den USA vorläufig enden wird.

Salomon regierte laut Bibel zwischen 972 und 931 v. Chr. Für seine Weisheit war er berühmt, und als charismatischer Staatsmann und Erbauer des ersten Jerusalemer Tempels ist er unsterblich geworden.

Grossartige Flugtechnik Aber das Alte Testament verrät uns nicht alles über sein bewegtes Leben. In einer antiken christlich-jüdischen Überlieferung werden jedoch erstaunliche Aspekte enthüllt. Diese Überlieferung ist das Ke-Das berühmte Luftschiff von Henri Giffard (1852). Seine historischen Vorläufer werden oft unterschätzt.

bra Nagast, «Die Herrlichkeit der Könige», die «Äthiopische Bibel». Sie berichtet vom Auszug des hebräischen Stammes der Beni-Jospeh, der sich von Moses abwendet und nach Äthiopien gelangt.

Das äthiopische Nationalepos enthält einige sehr interessante Hinweise darauf, dass Salomon eine grossartige Flugtechnik zur Verfügung stand. Im Zusammenhang mit der Verabschiedung der Königin Makeda erfahren wir: «Da ging Salomon in seine Wohnung und gab ihr alle wünschenswerten Herrlichkeiten und Reichtümer, …Kamele und Wagen an 6000, die mit kostbaren Geräten beladen waren, Gefährte, in denen man auf dem Lande fuhr, ein Fahrzeug, das auf dem Meere fuhr, und einen Wagen, der durch die Lüfte fuhr, den er gemäss der ihm von Gott verliehenen Weisheit angefertigt hatte.»

Salomon schenkt der Königin von Saba demnach einen Gegenstand, der fliegen konnte, den er selbst konstruiert hatte.

Man könnte diese Erzählung einfach als Legende beiseite legen. Aber dies ist zu einfach. Denn auch jüdische, arabische, indische und afrikanische Sagen berichten ‹‹ Fluggerät, das von ‹fliegenden Geistern› getragen wurde…

von einem solchen Fluggerät, das von «fliegenden Geistern» getragen wurde.

Merkwürdig nüchtern beschreibt der Chronist den Sachverhalt. Keine Übertreibung. Keine sensationshaschenden Details. Glücklicherweise erwähnt das Kebra Nagast das seltsame Fluggefährt im Zusammenhang mit weiteren Ereignissen, was uns detaillierte Rückschlüsse über Art und Beschaffenheit dieses frühen «Wunderflugzeuges» erlaubt.

Hinweis auf Bundeslade Salomons Sohn Baisa-Lekhem wird bei seinem Besuch in Jerusalem über das höchste Tempelheiligtum unterrichtet: die sagenhafte Bundeslade. Diesen goldenen Schrein verehrten die Israeliten als den Sitz Gottes.

Während sich in der Bibel ihre Spur verliert, wird im Kebra Nagast behauptet, Baisa-Lekhem habe das kostbare Objekt mit Wissen seines Vaters heimlich aus dem Tempel entführt, um es in sein eigenes Land mitzunehmen.

Ihren aktuellen Standort soll es in einer eigens dafür erbauten Kirche in Axum gefunden haben.

Original-Skizzen aus der Patentschrift von Solomon Andrews’ Aereon-Luftschiff.

Über die Flugeigenschaften des salomonischen «Zeppelins» kann man nur staunen: Mensch, Tier und Gepäck werden auf eine Plattform verladen, die sich im Startvorgang eine Mannespanne erhebt. Das Ausbleiben eines lästigen Hinund Herschwanken wird erwähnt, wie dies bei den damaligen Strassenverhältnissen der Fall war. Die Geschwindigkeit wird nicht als pfeilschnell bezeichnet, sondern mit dem eines auf dem Winde leicht dahin fliegenden Adlers von rund 50 Stundenkilometern verglichen.

Langsamer Aufstieg Der Startvorgang wird deutlich unterteilt: Zuerst erhebt sich das Gefährt eine Elle hoch (rund 30 Zentimeter), dann wird auf eine Mannesspanne (rund 1,70 Meter) aufgestiegen, so, als sei eine Justierung des Schwerpunktes in unmittelbarer Bodennähe erforderlich gewesen.

Danach erst wird der Vorwärtsflug beschrieben mit Vergleichen, die für ein langsam fliegendes Luftschiff zutreffen würden. Besonders wird die charakteristische Gleitflugeigenschaft hervorgehoben.

Dieser Startvorgang ist identisch dem Start der ersten Luftschiffe der Neuzeit. Das Austarieren des Schwerpunktes in ‹‹ Der Startvorgang erinnert an das Aufsteigen des ‹Graf Zeppelin›.

absoluter Bodennähe fand in der Halle statt. Der berühmte «Graf Zeppelin» beispielsweise wurde anschliessend von einer Haltemannschaft, die aus mehreren Dutzend Leuten bestand, in Schulterhöhe aus dem Hangar auf das Flugfeld gezogen. «Mannshoch» sozusagen. Anschliessend hob das Schiff einfach an und ging in 100 Metern Höhe in den Vorwärtsflug über.

Die Flugcharakteristik von Salomons Luftschiff wird wie folgt geschildert:

  • Trockene, problemlose Überque-
  • Ausnutzen von Tälern, was bezeich-
  • Hohe Bergrücken konnten offen-
  • Ein erwähnter «schleierartiger» Be-
  • Auf die angenehme Art des Reisens
  • Gleichzeitig können schwere Güter
Eine Zeichnung eines heißen Luftballons mit den Worten "Fig. 1" darauf geschrieben.

Der Argentinier Juan Moricz (r.) vor dem Seiteneingang der Höhle (1972). Foto: Erich von Däniken.

«mysteries» hatte es vor einigen Monaten bereits vermeldet. Jetzt ist es endlich offiziell: Der schottische Forscher Stanley Hall will die sagenumwobene «Metallbibliothek» von Ecuador entdeckt haben.

Dieser Tage will der schottische Abenteurer Stanley Hall die Lokalisation der sagenumwobenen «Metallbibliothek» im Untergrund von Ecuador offiziell bekannt geben – im Internet.

Doch nicht nur das: Hall will auch über Informationen über eine zweite «Bibliothek» aus längst vergangener Zeit verfügen. Wie er auf seiner dieser Tage aufgeschalteten Homepage schreibt, soll sie aus polierten, transparenten Tafeln bestehen.

Tafeln, die offenbar so hart geschaffen sind, dass eine Messerklinge keinerlei Spuren auf ihrer Oberfläche hinterlässt.

Entfacht hatte die Kontroverse ursprünglich der Schweizer Erich von Däniken. Sein Bericht, wie er gemeinsam mit Entdecker Juan Moricz in die geheimnisvolle Unterwelt hinabkletterte, sorgte in den 70er-Jahren für erbitterte Diskussionen. Insbesondere die angebliche Existenz metallener Platten voller seltsamer Schriftzeichen wollte so gar nicht in die traditionellen Geschichtsbilder jener Region passen.

Eine offizielle Expedition unter Stanley Hall und Astronaut Neil Armstrong schien die Zweifel zu bestätigen: Die Teilnehmer fanden nicht die geringste Spur der geheimnisvollen Schätze. Mittlerweile aber ist Hall vom Saulus zum Paulus mutiert. Insbesondere, nachdem er Petronio Jaramillo kennen lernte, der das geheimnisvolle Höhlensystem selbst erforscht haben will. Sechs Jahre lang befasste sich Hall intensiv mit dessen unglaublicher Geschichte.

600 Seiten dickes Buch 1998 steckte der Schotte mitten in den Vorbereitungen für eine neuerliche Expedition. Dann machte ein Telefonanruf vorerst alle Pläne zunichte: Jaramillos Mutter informierte ihn, dass ihr Sohn umgebracht worden sei. Hall überlegte hin und her – und entschloss sich, via Internet die Flucht nach vorne zu ergreifen.

600 Seiten stark soll sein Werk über die «Bibliothek von Atlantis» sein, kündigt Stanley Hall jetzt auf seiner Webpage www.goldlibrary.com an. Weitere Details dürften in Kürze folgen.

red. ■

Ein Bildschirm einer Website mit einer Menge Bildern.