Kurt E. Müller, als Dermatologe engagieren Sie sich als ärztlicher Experte im Vorstand des Deutschen Berufsverbands der Umweltmediziner in Berlin. Wie lange braucht unser menschlicher Körper, um Pestizide, Insektizide oder Fungizide aus Lebensmitteln über den Urin auszuscheiden? Und: Werden diese Gifte komplett ausgeschwemmt, oder bleiben Reste davon in unserem Organismus zurück?
Müller: Die Halbwertszeit der Ausscheidung von Schadstoffen ist völlig uneinheitlich. Sie hängt wesentlich davon ab, ob die Substanz wasser- oder fettlöslich ist. Je fettlöslicher, desto länger dauert es. Fettlösliche Pestizide haben Halbwertszeiten von sechs bis zehn Jahren. Das bedeutet, dass in dieser Zeit 50 Prozent der aufgenommenen Substanzen wieder ausgeschieden sind. Für 50 Prozent der verbliebenen Hälfte (also ein Viertel der ursprünglichen Menge) werden wiederum sechs bis zehn Jahre benötigt. Das bedeutet, dass in zwölf bis zwanzig Jahren 75 Prozent ausgeschieden sind. Vorausgesetzt, derlei Stoffe werden in besagter Zeit überhaupt nicht mehr aufgenommen. Die Sache wird noch komplizierter, wenn man weiss, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung – in Deutschland ist es rund die Hälfte – auf Grund genetischer Varianten gar nicht ordnungsgemäss entgiften kann, so dass die theoretischen Überlegungen der Halbwertszeit zu kurz angesetzt sind.
Kombiniert man etwa Organophosphate mit Pyrethroiden ist der Effekt zehnmal (!) so stark, wie die Addition der einzelnen Stoffe es erwarten lässt.
Eine Überwachung durch Ärzte Àndet überhaupt nicht statt, da die Stoffe sehr variabel und nicht bekannt sind.
Es Àndet ein Experiment am Verbraucher statt!
Oft heisst es, dass die gemessenen Pestizid-Werte in Lebensmitteln für sich einzeln genommen nicht gesundheitsgefährdend, als »Cocktail« jedoch chemisch und medizinisch kaum einzuschätzen seien. Stimmt das?
Tatsache ist: Die Auswirkungen von Schadstoffgemischen können nur bei einer Kombination von maximal drei Stoffen wissenschaftlich untersucht werden. Wenn also, wie in TV-Sendungen gezeigt, mehr als zehn Stoffe gefunden werden, kann niemand eine zuverlässige Prognose abgeben. Bereits bei der Kombination von bis zu drei Stoffen hat sich gezeigt, dass der Effekt über der Addition der Wirkung der einzelnen Stoffe liegt. Es wurde oft eine multiplikative Wirkung erzielt.
Ihnen zufolge können sich Pestizide schädigend auf unser zentrales Nervensystem auswirken. Kommt diese Schädlichkeit erst mit erhöhten Dosen zustande, oder sind Pestizide bereits in kleineren Mengen gefährlich?
Alle chronisch zugeführten Schadstoffe können auch bei niedriger Dosis riskant werden, wenn sich im Körper von Betroffenen immunologische Reaktionen (nicht nur Allergien) darauf entwickeln. Dieser Trend nimmt stetig zu.
Was rät und empÀehlt Ihr Verband den Verbrauchern in diesem Zusammenhang?
Die Herkunft und Anbauweise von landwirtschaftlichen Produkten genau in Erfahrung bringen. Das ist regional am besten möglich. Steuerung des Marktes durch Kaufverhalten!
Und was fordern Sie von Gesetzgebern und der Nahrungsmittelindustrie?
Unabhängige Begutachtung, Verlagerung der Beweislast auf die Produzenten und nicht auf die Betroffenen, lückenlose Überwachung der Produkte, Sicherstellung der Untersuchung der Geschädigten, Rückstellung aus erwirtschafteten Gewinnen zur Verbesserung der Forschung und für die Entschädigung Betroffener. Und im Fall Deutschlands: Einhaltung des Grundgesetzes.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/93-es-findet-ein-experiment-am-verbraucher-statt-page54-1.jpg18201304Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2019-03-01 12:00:002025-12-16 12:28:03»Es Findet Ein Experiment Am Verbraucher Statt«
Mit den Kräften der Natur zusammenarbeiten – und nicht gegen sie.
Tie
Er war zeitlebens auf Konfrontationskurs mit der Schulwissenschaft. Schon als kleiner Junge soll der im heutigen Kroatien geborene und in der Schweiz verstorbene Rudolf Steiner hellsichtig gewesen sein und mehr als andere gespürt, erahnt oder vorausgesehen haben. Später trat er als Freidenker und Begründer der Antrophosophie hervor. Bis zu seinem Tod polarisierte er nicht nur mit seinen Erziehungsansichten (Waldorfpädagogik), sondern auch mit allerlei ernährungstechnischen Aussagen, wie etwa, dass der »Mensch am gesündesten bleibt, wenn er nur 50 Gramm Eiweiss täglich in sich aufnimmt«. Zum Thema Kuhhörner äusserte sich Steiner am 12. Juni 1924 in einem öffentlichen Vortrag in Koberwitz wie folgt:»Haben Sie schon einmal nachgedacht, warum die Kühe Hörner haben, oder gewisse Tiere Geweihe haben? Das ist eine ausserordentlich wichtige Frage. Aber dasjenige, was die Wissenschaft darüber bietet, ist gewöhnlich etwas ausserordentlich Einseitiges und Äusserliches. (…) Die Kuh hat Hörner, um in sich hineinzusenden dasjenige, was astralisch-ätherisch gestalten soll, was da vordringen soll beim Hineinstreben bis in den Verdauungsorganismus, so dass viel Arbeit entsteht gerade durch die Strahlung, die von Hörnern und Klauen ausgeht, im Verdauungsorganismus.
Nun, sehen Sie, dadurch haben Sie im Horn etwas, was durch seine besondere Natur und Wesenheit gut dazu geeignet ist, das Lebendige und Astralische zurückzustrahlen in das innere Leben. Würden Sie im lebendigen Kuhorganismus herumkriechen können, so würden Sie, wenn Sie drin wären im Bauch
»Cistus incanus« macht nicht nur Bakterien, sondern auch Àesen Viren aller Art den Garaus. Zudem wirkt die griechische HeilpÁanze krebsverhütend – drei- bis fünfmal stärker als Grüntee oder Vitamin C! Gleichzeitig entgiftet sie unseren Körper auch von Schwermetallen wie Cadmium, das vor allem beim Rauchen inhaliert wird.
Gibt es ein Zaubergewächs, das neben Bakterien auch Grippeviren den Garaus macht – und dies sogar efÀzienter als umstrittene Pharmaprodukte wie »TamiÁu«? »Wunschdenken!«, wird so mancher Hausarzt abwinken. Doch eine solche HeilpÁanze gibts tatsächlich. Sie heisst Zistrose und wächst im Mittelmeerraum.
Eine ihrer Unterarten hat es faustdick hinter den Ohren: Die graubehaarte »Cistus incanus«, wie sie in Griechenland gedeiht.
Erforscht wird die Zistrose seit vielen Jahren vom griechischen Biologen Georgios Pandalis. Mit seiner patentierten biochemischen Varietät »Cistus incanus Pandalis« gelang ihm die Entwicklung eines wahren Wunderextrakts. Unter dem Namen »Cystus 052« wird es von seiner deutschen Firma längst in andere Länder exportiert.
Studien zeigen: Viren entwickeln keine Resistenzen Dass sein Heilmittel tatsächlich die Fähigkeit hat, selbst virale Krankheitserreger in die Schranken zu weisen, beweisen aufwändige Studien, wie Dr. Pandalis stolz betont: »Durchgeführt wurden sie von Professor Stephan Ludwig an der Universität Münster und Professor Oliver Planz, zunächst am Friedrich-LöfÁer-Institut, später an der Universität Tübingen.«Revolutionäre Erkenntnisse, wie am 12. Februar 2009 auch die »TaZ« betonte: »Die Forscher haben herausgefunden, dass der pÁanzliche Wirkstoff Cystus 052 einen deutlich besseren Schutz vor der Vogelgrippe bieten kann als TamiÁu.« In den klinischen Untersuchungen habe sich zudem gezeigt, dass die gefährlichen Viren – anders als bei TamiÁu – gegenüber dem pÁanzlichen Wirkstoff keine Resistenzen entwickeln:»Wissenschaftler aus Münster und Tübingen wiesen in jeweils eigenständigen klinischen Versuchen nach, dass Cystus 052 bei H5N1-Viren eine zum Teil hundertmal stärkere Reduktion der Viruslast bewirkt.« Bereits am 22. Januar 2006 berichtete»Der Spiegel« über die erstaunlichen Laborresultate und zitierte dazu besagten Stephan Ludwig vom Institut für Molekulare Virologie der Uni Münster: »Selbst ein mutierter Erreger kann sich der antiviralen Wirkung des Extraktes nicht entziehen.« Auch in diesem Fall wurde ausschliesslich mit Pandalis’ Cystus 052 experimentiert. Das Extrakt brachte damals selbst Experten der Berliner Charité zum Schwärmen. 80 Patienten mit Infekten im Hals-, Nasen- und Rachenraum wurden dort laut Professor Holger Kiesewetter entsprechend behandelt. »Bei 75 Prozent der Teilnehmer hat sich eine Besserung oder Heilung eingestellt.« Möglich macht die heilende Wirkung der PÁanze vermutlich ihr massiver Gehalt an hochmolekularen Polyphenolen, wie Christopher Weidner in seinem Büchlein »WunderpÁanze Zistrose« zusammenfasst: »Sie hüllen die Krankheitserreger gewissermassen ein und verhindern so, dass sie sich an Zellen anheften und dort eindringen können.« Polyphenole zählen zur Gruppe der Antioxidantien, die unseren Körper vor Entzündungen oder Krebs schützen. Von derlei chemischen Verbindungen strotzt die Grauhaarige Zistrose nur Ausgabe 3/2019 21
Cistus-Extrakt bietet wirksameren Schutz vor Grippe als Tamiflu.
so, wie eine Analyse des LEFO-Instituts für Lebensmittel und Umweltforschung in Ahrensburg im Jahr 2000 ergab. Wurden bis dahin vor allem Grüntee, Rotwein oder Vitamin C als Polyphenol-Könige gefeiert, heisst es nun umdenken. Denn das antioxidative Potenzial von Cistus-Tee ist dreimal höher als das des bisherigen Spitzenreiters Grüntee, ja sogar viermal so hoch wie das von Vitamin C.
Weitere Untersuchungen in den letzten Jahren schreiben »Cistus incanus« noch mehr Heilkräfte zu. So deutet vieles darauf hin, dass das Heilkraut Rauchern hilft, inhaliertes Cadmium im Körper abzubauen. Weiter soll der Sud der PÁanze bei Neurodermitis oder Akne helfen und laut Forschern der Universität Freiburg sogar Karies und Paradontose vorbeugen. Laut Professor Hans Wilhelm Rauwald, Pharmakologe an der Uni Leipzig, hilft»Cistus incanus« zudem auch gegen Borreliose-Bakterien.
2016 kam es schliesslich noch dicker: »Extrakte der HeilpÁanze inaktivieren sogar HIV-Viren, Ebola- oder Marburg-Viren und verhindern ihre Vermehrung in Laborexperimenten«, jubelten Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München in der Fachzeitschrift »ScientiÀc Reports« nach entsprechenden Analysen.
Doch aufgepasst: Die Zistrose gibts wie erwähnt in etlichen biologischen Varianten. Cistus ist also nicht gleich Cistus. Wer insofern auf Nummer sicher gehen will, sollte sich deshalb in der Apotheke am besten den Bio-Tee der NaturprodukteÀrma »Dr.
Pandalis« besorgen, die unter dem Label »Cystus 052« neben Lutschpastillen auch spezielle Sud- und Creme-Varianten von»Cistus incanus« anbietet.
Löwenzahn-Wurzelextrakte sogar bei Melanomen (Hautkrebs), die sich zuvor als resistent gegen klassische Medikamente gezeigt hatten, den »programmierten Zelltod« auslösen können. Im selben Jahr publizierte das»Journal of Ethnopharmacology« eine Studie, wonach Löwenzahn-Wurzeltee Leukämiezellen vernichte. Und das »International Journal of Oncology« präsentierte 2008 eine Studie, wonach entsprechender Blättertee, nicht aber Wurzeltee, auch bei Brustkrebs hilft.
Weitere Studien von Professor Pandey förderten ergänzend zutage, dass auch Zitronengras und vor allem die asiatische Spinnenlilie durchschlagende Wirkungen gegen Krebs haben könnten. Ein synthetischer Wirkstoff etwa, der »von der gewöhnlichen Spinnenlilie inspiriert« gewesen sei, habe in aktuellen Laborversuchen »20 verschiedene Krebszellen getötet«, gab die Universität von Windsor jüngst bekannt. Dieses Präparat übertreffe damit »alle derzeit im Einsatz be- Àndlichen Krebsmedikamente«.
■
Plötzlich roch ihr Mann anders – nach all den gemeinsamen Ehejahren.
»Es geschah nicht von einem Tag auf den anderen, eher schleichend«, erinnert sich die Schottin Joy Milne. »Aber dann war er zunehmend da, dieser neue Geruch, er hatte etwas Moschusartiges.« Wenig später diagnostizierten die Ärzte bei ihrem damals 45-jährigen Gatten die unheilbare Nervenkrankheit Parkinson.
Es sei ihr schon immer bewusst gewesen, dass sie über einen aussergewöhnlichen Geruchssinn verfüge, erzählt Milne. Hatte sie die Krankheit somit tatsächlich gerochen, bevor diese ersichtlich wurde? Forscher machten Experimente mit ihr (Bild oben). Sie liessen sie an zwölf T-Shirts riechen. Sechs davon hatten Parkinson-Patienten getragen.
Das Resultat war verblüffend: Elf der zwölf Proben ordnete Joy Milne richtig zu. Ein beeindruckendes Ergebnis – das wenige Monate darauf sogar nach oben korrigiert werden musste. Grund: Eine zum Zeitpunkt des Experiments medizinisch für gesund befundene Testperson bekam von den Ärzten im Nachhinein ebenfalls eine Parkinson-Diagnose – just jener Fall, bei dem Milne vermeintlich falsch gelegen war. Anders formuliert: Die Schottin hatte die Krankheit in diesem Fall sogar früher erkannt als die Ärzte und legte somit eine 100-Prozent-Quote hin.
»Das hat uns sehr beeindruckt«, erklärte Tilo Kunath von der Edinburgh Universität. Unter Leitung der Professorin Perdita Barran von der Universität Manchester und Mitwirkung der schottischen Supernase sowie weiteren Menschen mit ausgeprägtem Geruchssinn sollte anhand 200 Probanden in der Folge endgültig geklärt werden, ob Parkinson schon im frühen Status riechbar ist.
Mit Erfolg! Man identiÀzierte eine Gruppe von zehn charakteristischen Molekülen im Hauttalg von Parkinsonpatienten, die bei Menschen mit der neurodegenerativen Erkrankung häuÀger vorkommen –»und für den von Joy Milne wahrgenommenen ungewöhnlichen, moschusartigen Geruch sorgen«, wie die Forscher im März 2019 in der Chemie-Fachzeitschrift »ACS Central Science« darlegten. Ziel sei es nun, einen entsprechenden Diagnosetest für die unheilbare Krankheit zu entwickeln, um Betroffenen frühzeitiger helfen zu können.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/93-wissenschaftlich-bestaetigt-diese-frau-kann-parkinson-krankh-page32-1.jpg541529Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2019-03-01 12:00:002025-12-16 12:35:20Wissenschaftlich BestäTigt: Diese Frau Kann Parkinson-Krankheit Riechen!
Verblüffende Entdeckung Sichtbar gemachte Lebenskraft Lassen sich Bio- und Nichtbio-Produkte unter dem Mikroskop voneinander unterscheiden? Faszinierende Kristallisationsbilder geben zu denken.
Seite 8
Sonderheft Gesundheit
Bio – oder Nichtbio?
Labor-Analysen enthüllen gravierende Unterschiede Pflanzen statt Pillen Medizin aus Gottes Garten Zederkerne aus der Taiga Cholesterin-Senker, Vitaminbomben und Appetithemmer Graubehaarte Zistrose PÁanzlicher Virenfeind, Entgifter und HIV-Gegner Moringa-Baum Seine Blätter sind gesünder als Äpfel oder Bananen Königspilz Shiitake Medizinischer Tausendsassa aus Asien Mariendistel-Samen Sie heilen die Leber, doch kaum jemand weiss davon Chinas Donnerfürst-Ranke Hilfe gegen Rheuma, Arthritis und Krebs Knoblauch Natürlicher Blutdruck-Senker Chia-Samen Wunder wirken sie nur gemahlen!
Löwenzahn als Heilmittel Kein Unkraut – sondern ebenfalls ein Superkraut Kokos-Wasser Powerdrink von Mutter Natur Dinkel, Leinsamen, Zwiebel & Kirsche»Auch heimisches Superfood kann Wunder wirken!« Schützt Fasten vor Krebs?
Die Heilkraft des Hungerns Bio-Superfood dank kosmischer Energie Voodoo-Zauber oder Agrar-Magie?
Wundermittel Vitamin D3 Was Sie unbedingt wissen sollten Wie viel Pestizid nehmen wir beim Essen auf? Beunruhigender Selbstversuch Vorsicht: Getarnte Mobilfunkmasten Nun strahlen sogar unsere Kanaldeckel Getarnte Mobilfunk-Antennen Jetzt strahlen sogar Kanal-Deckel!
Ob falsche Bäume oder Schornsteine aus Plastik: Mit immer dreisteren Tricks verbergen unsere Telekom-Riesen ihre Mobilfunkmasten – neuerdings sogar unter der Strasse.
Mehr als jeder Zweite leidet an Vitamin-D-Mangel. Ohne es zu wissen. Die gesundheitlichen Folgen sind gravierend. Kurz: Wer unbeschwerter leben will, benötigt in jedem Fall mehr davon. Laut neuen Studien sogar deutlich mehr als so mancher Hausarzt empfiehlt. Nur: Wie viel Vitamin D ist viel zu wenig?
Und wie viel definitiv zu viel? Erfahren Sie mehr über Unterund Überdosierung – und andere überraschende Erkenntnisse.
Was Sie unbedingt wissen sollten, um ebenfalls vitaler zu leben
Áanzen gehen ein, wenn es ihnen an Licht mangelt. Menschen ebenfalls. Die Zahlen sind alarmierend: Weit über Pdie Hälfte aller Deutschen, Schweizer und Österreicher leidet unter chronischem Vitamin-D-Mangel. So gut wie niemand weiss über die nachgewiesene Heilkraft des »Sonnenhormons« Bescheid, wie eine Umfrage von »mysteries« ergab. Chemische Heilmittel gegen Schnupfen, Schmerzen oder Husten werden rund um die Uhr am TV beworben. Doch Vitamin-D-Präparate?
Nichts da. Weil die Pharmaindustrie kaum daran verdient?
Hand aufs Herz: Kennen Sie Ihre persönlichen Vitamin-D-Blutwerte? Haben Sie diese jemals messen lassen? Und was ist mit Ihrem Nachbarn, Freund oder Ehepartner? Wetten, dass auch diese über den persönlichen Versorgungsstatus ihres Körpers kaum Bescheid wissen? Fragen Sie ruhig nach. Denn wer zu wenig Vitamin D hat, lebt mitunter beschwerlicher und kürzer als ihm lieb sein kann.
Wer zu wenig hat, wird schneller krank»Eine Unterversorgung mit Vitamin D kann zu zahlreichen Erkrankungen führen – darunter Autoimmunerkrankungen, Infektionen wie Tuberkulose, Bluthochdruck, Osteoporose und Diabetes«, bringt Professor Jörg Reichrath von der Universität des Saarlandes die neueren Forschungsergebnisse auf den Punkt.
»Sogar die Entstehung von Darm-, Brust-, Prostata- und Lungenkrebs sowie Pankreaskarzinomen wird mit Vitamin-D-Mangel in Verbindung gebracht.« Doch halt: Ist nicht längst erwiesen, dass teure Vitaminpillen und Nahrungsergänzungsmittel medizinisch gesehen völlig unnötig sind und die entsprechenden Herstellerversprechen oft an Betrug grenzen? Stimmt – aber nicht im Ausnahmefall von Vitamin D! Das räumen selbst pharmakritische Konsumentenschützer ein. Die lebenswichtige Substanz Àndet sich in unseren Lebensmitteln nämlich nur in winzigen Mengen. Kiloweise Kalb-Áeisch, Sardinen oder Lachs müsste man täglich verdrücken.
Oder Dutzende von Hühnereiern essen. Nur um alleine durch Nahrungszufuhr halbwegs adäquate D-Blutwerte zu erreichen.
Das schafft niemand.
Glücklicherweise produziert unser Organismus Vitamin D in Eigenregie. Und zwar über die Haut, via Leber und Niere – mittels des ultravioletten Anteils der Sonnenstrahlung. Doch selbst dies reicht längst nicht bei allen. Sei es, weil wir zunehmend im Büro versauern oder uns draussen ständig mit Sonnenöl einschmieren, um die UV-Strahlung abzublocken. Aber auch, weil wir unsere D-Speicher trotz ausgedehnten Spaziergängen in unseren Breitengraden im Gegensatz zu Südländern nicht genügend auffüllen können. Vor allem nicht im trüben Winter.
Medizinische Tatsache ist: Selbst wer sich in den kalten Monaten etwa mit seinem Hund täglich draussen aufhällt, kämpft oft mit niedrigen D-Depots. Denn in Nord- und Mitteleuropa – also bei uns – lässt sich nur von März bis Oktober halbwegs efÀzient UVB-Strahlung tanken. Das konstatieren nicht parteiische Vertreter der Pharmaindustrie.
Sondern immer mehr Schul- und Naturmediziner.
Geringeres Sturz- und Frakturrisiko Die Folgen unseres D-Mangels sind gravierend. Selbst das oft konservative Infoportal »wikipedia« zitiert etliche medizinische Studien aus der Neuzeit, die klare Zusammenhänge zwischen allerlei üblen Krankheiten und mangelnder Vitamin-D-Versorgung dokumentieren: Von Multipler Sklerose über Asthma bis hin zu Schlafstörungen, Demenz, Fruchtbarkeitsproblemen oder Parkinson. Eine Metaanalyse des Copenhagen University Hospital mit einer Beobachtungszeit von 29 Jahren und 10'170 Probanden beispielsweise ergab vor einigen Jahren, »dass ein hoher Spiegel an Vitamin D eine um 81 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit bedeutet, einem tödlichen Herzinfarkt zu erliegen« (»Arteriosclerosis, Thrombosis, and Vascular Biology«, November 2012).
Medizinisch gemessen und beziffert wird die Dosis von Vitamin D in so genannten Einheiten (I.E., IE oder IU). Gemäss einer 2011 im »European Journal of Clinical Nutrition« publizierten und von der »Pharmazeutischen Zeitung« zitierten US-Metaanalyse reduziert eine orale Vitamin-D-Zufuhr von über 500 IE pro Tag im Vergleich zu einer Zufuhr von unter 200 IE pro Tag das Risiko für Typ-2-Diabetes um 13 Prozent. »Ferner fanden die Forscher heraus, dass bei einem Vitamin-D-Status von mehr als 25 ng/ml im Blut (= knapp gut) das Risiko für Typ- 2-Diabetes um 43 Prozent niedriger ist als bei einem Vitamin-D-Status von weniger als 14 ng/ml (= sehr schlecht).« veröffentlichte die»Deutsche Gesellschaft für Ernährung« eine rund 50-seitige Stellungnahme von zehn namhaften Wissenschaftlern aus Deutschland und der Schweiz zum Thema »Vitamin D und Prävention ausgewählter chronischer Krankheiten«. Darunter Lehrstuhlvertreter der Universitäten Bonn, Erlangen-Nürnberg oder der TU München.
Schwarz auf weiss steht in ihrem bewusst vorsichtig formulierten Bericht, was vor wenigen Jahren Hausärzte kaum für erwähnenswert befanden: 1) Die Evidenz für einen das Sturzrisiko und Frakturrisiko senkenden Effekt einer ergänzenden Vitamin-D-Aufnahme wird als überzeugend eingestuft.
2) Eine Risikoreduktion bei Dickdarmkrebs lässt sich noch nicht eindeutig nachweisen, scheint aber möglich.
Hoher Vitamin-D-Spiegel beugt auch Herzinfarkten vor.
Im selben Jahr Geschätzte globale D-Blutspiegelwerte. »Bereits mit 2000 IE Vitamin D3 und maximal zehn Minuten direkter, ungeschützter Sonnenbestrahlung pro Tag kann etwa das Brustkrebsrisiko deutlich reduziert werden«, betont der Arzt Eberhard J. Wormer nach Auswertung neuer Studien. (Grafik: Kopp Verlag) im Blut. Das würde erklären, warum niedrige Level mit einem breiten Spektrum an Erkrankungen assoziiert werden.« Dieser reichlich gewagte Umkehrschluss erfuhr zwar grosse mediale Beachtung – aber auch massive Kritik aus Fachkreisen.
»Vitamin D wirkt antientzündlich und blutdrucksenkend«, zitierte der »Tagesanzeiger« dazu Heike Bischoff-Ferrari vom Universitätsspital Zürich. Entsprechend geizte die Geriatrie-Professorin als eine der führenden Vitamin-D-Forscherinnen nicht mit Kritik an der französischen Analyse und benannte deren Schwachpunkte auch im »Swiss Wirksamer Schutz vor Medical Forum« 2014 mit klaren Worten.
Gegenüber»mysteries« bestätigt die hohem Blutdruck – aber Altersforscherin: »Gesichert gilt heute anauch gegen Brustkrebs.
hand randomisierter, kontrollierter und verblindeter klinischer Studien, dass Vitamin D in einer ausreichenden Dosierung von 800 IE pro Tag etwa jeden dritten Sturz und jeden dritten Hüftbruch verhindern kann.« Zudem haben laut Bischoff-Ferrari selbst die Ergebnisse der französischen Metaanalyse für Vitamin D plus Kalzium »eine bedeutsame achtprozentige Reduktion der Gesamtfrakturenrate sowie eine signiÀkante 16-prozentige Abnahme der Hüftfrakturen ergeben. Weiter zeigte sich eine signiÀkante Verringerung der Gesamtmortalitätsrate um vier Prozent durch die Gabe von Vitamin D allein beziehungsweise in Kombination mit Kalzium.« Noch genauere Aufschlüsse erhofft man sich nun von einer von der EU Ànanzierten Studie unter ihrer Leitung, deren Resultate Mitte 2019 publiziert werden sollen (»DO-HEALTH«). Mehr als 2000 ältere Probanden aus fünf europäischen Ländern nehmen Ausgabe 3/2019 51 3) Bei Menschen mit erhöhtem Blutdruck (Hypertoniker) besteht mit möglicher Evidenz ein Blutdruck senkender Effekt.
4) Die Evidenz für einen schützenden Effekt von Vitamin Dbetreffend Herz-Kreislaufstörungen wird als möglich eingestuft.
5) Die ergänzende Vitamin-D-Aufnahme bei Personen vorwiegend höheren Alters und mit zum Teil eingeschränkter Mobilität oder eingeschränktem Gesundheitszustand senkt mit wahrscheinlicher Evidenz das Mortalitätsrisiko (vorzeitiges Ableben).
Im Rahmen einer kleineren Studie der Medical University of South Carolina in Charleston zeigte sich kürzlich überdies, dass eine tägliche Vitamin-D-Zufuhr von 4000 IE im Gegensatz zu Placebo-Präparaten nichtaggressiven Prostata-Krebs bei 60 Prozent der betroffenen Männer verlangsamen und in Einzelfällen sogar zu heilen scheint (»Medical News Today«, 23. März 2015).
Veto aus Frankreich und Kritik aus der Schweiz Skeptischer gibt man sich in Frankreich. So stellen Mediziner des International Prevention Research Institute in Lyon nach Auswertungen vieler Studien die Überlegung zur Debatte, dass niedrige Vitamin-D-Spiegel »nicht ein Grund genannter Erkrankungen sein könnten, sondern deren Folge«, wie Mainstream-Medien 2013/2014 nachkauten. Dazu Professor Philippe Autier in »Lancet Diabetes & Endocrinology«: »Beim Auftreten von Krankheiten und im Krankheitsverlauf reduzieren entzündliche Prozesse die messbaren 25(OH)D-Serumspiegel von Vitamin Dterversorgung täglich schlucken? Und ab wann droht eine kontraproduktive Überdosierung? Im Notfall genügen sollen gemäss konservativen Einschätzungen und längst veralteten, aber leider immer noch praktizierten Empfehlungen bescheidene 200 bis 400 IE (Einheiten) pro Tag. Bringt leider kaum was, ist viel zu gering bemessen. Kurz: Vergessen Sie es!
Selbst die »Deutsche Gesellschaft für Ernährung« hat ihre Referenzwerte kürzlich auf 800 IE pro Tag hochgeschraubt. Dass dies immer noch mehr als moderat ist, zeigt die aktuelle Empfehlung der Züricher Uni-Professorin Heike-Bischoff-Ferrari: Sie rät allen älteren Erwachsenen, unabhängig ihrer Blutwerte oder Arztbesuche, täglich 800 IE einzunehmen – und zwar lebenslang. Ohne ärztliche Diagnose. Selbst, wenn sie sich kerngesund und pudelwohl fühlen.
Wie viele Einheiten pro Tag machen Sinn?
Wem es dagegen nachweislich an Vitamin-D mangelt (also der Mehrheit von uns), sollte deutlich höhere Portionen schlucken.
Am besten in Tropfenform. Kombiniert mit ein paar Tropfen Olivenöl. Schaden kanns nicht, im Gegenteil: Bis zu 4000 IE pro Tag über sechs Monate gelten bei Stubenhockern oder Bürohengsten als absolut unbedenklich. »Es bedarf bei rund 80 Kilo schweren Erwachsenen täglich rund 4600 IE Vitamin D3, um einen ausreichenden 25(OH)Vitamin-D3-Spiegel von 80 nmol/l(32 ng/ml) im Blut langfristig zu halten, sofern keine Vitamin-D-Bildung durch Licht hinzukommt«, so eine Studie von 2003 in »The Amercian Journal of Clinical Nutrition« (»Human serum 25-hydroxycholecalciferol response…«).
Selbst »wikipedia« schreibt unter Bezug auf medizinische Quellen: »Von den meisten Autoren wird für Erwachsene eine tägliche Zufuhr bis zu 100μg (4000 IE) Vitamin D3 über sechs Monate als sicher angesehen, das heisst ohne nachprüfbare Nebenwirkungen wie eine erhöhte Calciumausscheidung im Urin.« Andere propagieren zwecks Krebsprävention guten Gewissens höhere Dosierungen von bis zu 8000 IE pro Tag und beziehen sich dabei unter anderem auf neue Untersuchungen, die 2011 im Fachmagazin »Anticancer Research« publiziert wurden (Studientitel:»Vitamin D Supplement Doses and Serum 25-Hydroxy vitamin D in the Range Associated with Cancer Prevention«). Über 3600 Freiwillige hatten sich für besagte Untersuchung zur Verfügung gestellt. Erschreckendes Resultat: 90 Prozent hatten nachweisbare Vitamin-D- Werte unter 40 bis 60 ng/ml im Blut!
»Wir haben herausgefunden, dass bei Erwachsenen die Einnahme von 4000 bis 8000 IE erforderlich ist, um den Blutspiegel von Vitamin-D-Stoffwechselprodukten auf dem Niveau zu halten, das notwendig ist, um das Risiko für verschiedene Erkrankungen – Brustkrebs, Dickdarmkrebs, Multiple Sklerose und Diabetes Typ-1 – um die Hälfte zu verringern«, so Professor Cedric Garland vom Moores-Krebs-Zentrum der Universität von Kalifornien (San Diego). »Es hat mich überrascht, dass die erforderliche Menge an Vitamin D, die man einnehmen muss, um den Zustand zu erhalten, in dem man Vitamin-D-Erkrankungen verhindern kann, so hoch ist – viel höher als die Minimaldosis Professorin Heike Bischoff-Ferrari (Zürich): »Vitamin D senkt das Sturzund Hüftbruchrisiko.« laut einer Mitteilung der Universität Zürich daran teil. »Erforscht wird, ob sich die Gesundheit mit der regelmässigen Einnahme von Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren und einem einfachen sportlichen Trainingsprogramm verbessern lässt.« Auch die Einnahme von D3 (der wirksamsten Form) auf Stoffwechselerkrankungen oder die Anfälligkeit für Infektionen wird unter die Lupe genommen. Ebenso EinÁüsse auf andere Organfunktionen.
Was also sollte man bis dahin tun? Bereits beim nächsten Arztbesuch unbedingt seinen Vitamin-D3-Wert messen lassen.
Und zwar auf eigenen Wunsch hin, auch wenn man Sie dafür vielleicht schief anschauen wird. Doch welche Referenzwerte sind glaubwürdig?
»mysteries« kämpfte sich durch die Fachliteratur, wälzte Studien, las unzählige Expertenberichte. Wichtigste Erkenntnis: Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsforschung oder dem Schweizer Bundesamt für Gesundheit gelten Vitamin-D-Werte im Blut von unter 30 ng/ml (bzw. 75 nmol/l) als »mangelhaft«. Als optimaler taxiert werden alle Werte darüber (siehe Box auf Seite 50).
Oder in den präziseren Worten des deutschen Arztes und pharmakritischen Autors Eberhard J. Wormer formuliert: »Die meisten Vitamin-D-Forscher gehen davon aus, dass der für die Gesundheit optimale Wert bei 40 bis 60 ng/ml (100 bis 150 nmol/l) im Blut liegt.« Der Mann weiss es besonders genau.
Denn er hat ein empfehlenswertes Buch zum Thema veröffentlicht, in das er seine langjährigen Erfahrungen mit dem Wundermittel einÁiessen liess (»Vitamin D«, Rottenburg 2014).
Doch: Wie viele Tropfen des rezeptfreien und vergleichsweise günstigen Wunderelixiers soll man im Fall einer vermuteten Un-Fast alle untersuchten Testpersonen waren deutlich unterdosiert.
Ausgabe 3/2019»Ich persönlich nehme zusätzlich zum Vitamin Daus der Nahrung (Milch, Eier, Fisch) und aus Sonnenstrahlung 3000 bis 4000 Einheiten Vitamin D täglich ein. Auf diese Weise kann ich einen D-Spiegel um die 40 ng/ ml (CLIA-Test) im Jahresverlauf halten.« (Eberhard J. Wormer, Arzt und Autor) Laut der »Deutschen Apotheker-Zeitung« (2012) belegen die Ergebnisse zahlreicher Studien,»dass ein Mangel an Magnesium und an Vitamin D die Entwicklung von Bluthochdruck begünstigt«. In der klinischen Praxis werde beiden gefässaktiven Mikronährstoffen bisher noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. »Auch wegen der guten Kosten-Nutzen-Relation sollten sie jedoch stärker als bisher in der Bluthochdrucktherapie eingesetzt werden.« Empfohlen wird daher, bei Bluthochdruck auch den Vitamin-D-Status zu kontrollieren und diesen im Mangelfall zusätzlich mit Magnesium-Einahme zu unterstützen (ungefähr 600 Milligramm von Vitamin D in Höhe von 400 IE täglich, die beim Sieg über die Rachitis im 20. Jahrhundert erforderlich war.« Selbst eine durchgängige Einnahme von bis zu 40'000 (!) IE Vitamin D3 pro Tag »wird vermutlich nicht zu einer Vitamin-D-Vergiftung führen«, heisst es in der Zusammenfassung der Studie abschliessend. Ist durchaus nachvollziehbar. Denn wer seinen Körper in Badekleidung bis zur minimalen Hautrötung maximal eine Stunde dem Sonnenlicht aussetzt, produziert dabei in etwa so viel Vitamin D wie es einer oralen Einnahmemenge von 10'000 bis 25'000 IE entspricht, rechnen die Professoren Jörg Reichrath und Peter Stehle (Universitätsklinikum des Saarlandes/Universität Bonn) vor.
Wer dazu noch beachtet, dass etwa der martktführende Schweizer Vitamin-D-Hersteller »Streuli« Ärzten bei Diagnostizierung auf »Chronische NebenschilddrüseninsufÀzienz« laut Beipackzettel tägliche Injektionen von bis zu 200'000 Einheiten Vitamin-D empÀehlt, weiss wie hoch die Schmerzgrenze im akuten Notfall liegt. Umso mehr, als ergänzend gewarnt wird: Vergiftende, überdosierte Wirkungen von D-Vitaminen »können auftreten, wenn Tagesdosen von 1000 bis 3000 IE pro Kilo Körpergewicht über mehrere Monate verabreicht werden.« Zwei Messungen pro Jahr – zur eigenen Sicherheit»mysteries« meint: Übertreiben soll man es nicht! Dennoch scheinen im Mangelfall, bei Krankheit oder auffällig wenig Sonnenlicht Einnahmen von bis zu maximal 10'000 IE pro Tag während Monaten absolut vertretbar und gesundheitsfördernd. Selbst pro Tag).
wer – vermeintlich kerngesund – neben Nahrung und Sonnenlicht anschliessend lebenslang regelmässig rund 4000 Einheiten D3 pro Tag zusätzlich schluckt, lebt in jedem Fall gesünder – und setzt sich garantiert keiner unerwünschten Überdosis aus. Wer die Sonne dagegen kaum je sieht und bereits »älteren Baujahres« ist, darf guten Gewissens und ohne sich Sorgen zu machen, auf bis zu 8000 Einheiten pro Tag erhöhen. Ohne Angst vor irgendwelchen Nebenwirkungen.
Empfehlenswert bleibt, zweimal im Jahr vom Arzt oder notfalls mittels Apothekentest den eigenen Vitamin-D-Wert bestimmen zu lassen (»25-OH-Wert«), um ein Gefühl für die eigenen Blutwerte zu erhalten. Kostet rund 40 Euro, zahlt sich aber in jedem Fall aus. Am besten im April/Mai (»Ist mein persönliches D-Depot aufgebraucht?«) sowie Oktober/November (»Ist mein D-Speicher im Hinblick auf den Winter genügend voll?«). Denn: Mit durchschnittlich 40 bis 60 ng/ml (100 bis 150 nmol/l) D3 im eigenen Blut lebt es sich langfristig gesehen in jedem Fall gesünder, unbeschwerter und damit auch länger!
■
Vitamin D3-Formel Check-Tabelle für den ärztlichen Bluttest. So hoch muss Ihr Vitamin-D3-Spiegel nach neuester Erkenntnis sein, damit er sich im gesundheitsfördernden, grünen Bereich befindet.
VITAMIN-D-WERT ng/ml nmol/l(Erwachsene, 25-OH) massiver Mangel unter 12 unter 30 deutlicher Mangel 12 – 30 30 – 75 ausreichend/gut 30 – 40 75 – 100 optimal 40 – 60 100 – 150 gute, obere Grenze 60 – 88 150 – 220 überdosiert/toxisch über 88 über 220 Ausgabe 3/2019
»Wir haben über 10'000 Fotos gemacht, und bei den Nichtbio-Lebensmitteln zeigen nur ganz wenige einigermassen intakte Kristallisationsbilder«, versichert er. Sein entsprechendes Fazit:»Bio-Lebensmittel sind in ihrer Ordnungskraft voller Schönheit und Stärke und dadurch für unsere Ernährung wertvoll.« Nichtbio-Nahrung dagegen sei »in ihrer Ordnungskraft geschwächt und somit in ihrem Ernährungswert vermindert«.
Seine Soyana-Methode orientiere sich sowohl an Ideen und Vorstellungen der Anthroposophie als auch der Alchemie, etwa der Spagyrik von Paracelsus, berichtet der Forscher. Anfangs habe er sie zur Qualitätssicherung der betriebseigenen veganen Bio-Lebensmittel entwickelt. Doch schnell bemerkte er ein ganz anderes Potenzial. Denn die Mikroskopaufnahmen unterscheiden sich derart frappant, dass die Differenzen zwischen Bio und Nichtbio für jedermann sofort und instinktiv erkennbar sind – ohne jegliche Vorkenntnisse oder Schulung. Selbst Kinder deuteten in Versuchen stets auf die richtige Aufnahme, wenn sie gefragt wurden, welche Bilder wohl das qualitativ bessere Obst oder Gemüse zeigten, erklärt Dänzer.
Um seine Forschungsresultate einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, veröffentlichte er sie 2014 in Buchform.
»Die unsichtbare Kraft in Lebensmitteln – bio und nichtbio im Vergleich« heisst der mittlerweile in fünfter AuÁage erschienene, grossformatige Bildband, der exem plarische Aufnahmen von 50 »auskristallisierten« Lebensmitteln enthält. Von Kartoffeln über Kopfsalat, Tomaten und Weizen bis hin zu Reis, Pasta, Kakao und Kokosöl. »Die Bilder erlauben uns, ganze Kristall-Landschaften zu betrachten, die nichts anderes sind als die eingetrockneten Mineralstoffe des jeweils untersuchten Lebensmittels«, erläutert der Schweizer.
Dass kristallisierte Bio-Esswaren deutlich harmonischer wirken, sei alles andere als ein Zufall, ist der umtriebige Umweltfreund überzeugt. »Die Natur macht nichts einfach so – alles Doktortitel.« hat seinen Sinn!« Würden ihre Ordnungskräfte geschwächt oder zerstört, verschwänden mit ihr auch elementare Informationen und Steuerungsmechanismen »für Tausende von Prozessen, die jede Sekunde in jeder Zelle unseres Körpers« stattÀnden. »Solche Nichtbio-Nahrungsmittel sind informationsgeschädigt, und die Folgen können fehlerhaft ablaufende Prozesse in unseren Zellen sein, die so häuÀg auftreten, dass unser Reparaturmechanismus überfordert ist«, befürchtet Walter Dänzer – auch mit Blick auf neue Krankheiten und Allergien.
Doch damit nicht genug. Denn Dänzer und sein Team haben nicht nur Bio- und Nichtbio-Waren miteinander verglichen. Sie haben mittels ihrer Soyana-Methode auch untersucht, was mit der mikroskopischen Struktur von Nahrung geschieht, die in der Mikrowelle erhitzt wird. Die Forscher verwendeten dafür wilden Rosmarin. »Die Ordnungskraft im Rosmarin bildet ein äusserst solides Haus mit kräftiger Verteidigung nach aussen und ganz feinen Fliederbüschen nach innen«, beschreibt der Forscher den mikroskopischen Anblick von kristallisierten Proben des unbehandelten Heil-Ganz anders zeige sich die PÁanze, nachdem sie elektromagnetisch erhitzt worden war (Fotos unten): »Die Wirkung Mikrowellen kommt einem Brand gleich. Das ehemals fein gegliederte Innenleben ist vollkommen zerstört. Das tun wir unserem Essen an, wenn wir es in der Mikrowelle erwärmen!« Inzwischen können sowohl Firmen als auch Institutionen und Privatpersonen Lebensmittel oder auch Gartenerde von Dänzers Labor »LifevisionLab« nach der beschriebenen Soyana-Methode untersuchen lassen: Die Beprobung eines Apfels aus dem eigenen Garten oder von der Erdbeere des Lieblingsbauern kostet gegen 450 Euro, erklärt er gegenüber»mysteries« und betont: »Gewinn machen wir damit nicht, das ist der Selbstkostenpreis für zwei Arbeitstage einer Biologin mit Doch obwohl jüngst selbst der bekannte Biologe Andreas Moser im Schweizer Fernsehen ausführlich und äusserst wohl-
Wie schädlich sind Mikrowellen-Herde?
krauts.
der»Zerstörtes Innenleben.« Links: Mikroskopaufnahme von Wildem Rosmarin. Rechts: Das Heilkraut nach Erhitzung in der Mikrowelle.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/93-jeder-kann-bei-mir-seine-lebensmittel-testen-lassen-zum-sel-page10-1.jpg8761720Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2019-03-01 12:00:002025-12-16 12:28:50Jeder Kann Bei Mir Seine Lebensmittel Testen Lassen, Zum Selbstkostenpreis!
hormonale Situation des Fastenstoffwechsels ist ein Alptraum für die Krebszelle!« bestätigte er unlängst gegenüber der deutschen»Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung e.V.«. »Es steht wenig Glucose zur Verfügung, der Magendarmtrakt ist ruhig gestellt, dadurch wird die Entzündungstendenz heruntergefahren.« Der Professor therapiert ebenfalls mittels Heilfasten. »Die beste Evidenz liegt derzeit bei rheumatischen Erkrankungen vor, speziell bei rheumatoider Arthritis«, sagt er. Auch für weitere Indikationen wie Migräne, Arthrose oder das metabolische Syndrom würden inzwischen erste Daten vorliegen. Aus den USA gäbe es mittlerweile ausserdem zwei Studien zum positiven Effekt in punkto Bluthochdruck.
Aktuelle Forschungen von Michalsen untermauern zudem, dass Kurzzeitfasten im Kampf gegen Krebs in welcher Form auch immer helfen kann. So zeigen erste Studien, dass sich die Lebensqualität von Betroffenen dadurch verbessert und eine Chem otherapie besser vertragen wird: »Möglicherweise unterstützt eine kontrollierte Diät den Heileffekt sogar.« ste. ■
Wie verändern sich unsere Urin-Werte, wenn wir tagelang ausschliesslich Bio-Kost zu uns nehmen? Dies fragte sich eine Gruppe konsumkritischer Schweizer Rundfunk-Journalisten und startete zu diesem Zweck einen wissenschaftlich begleiteten Selbstversuch – mit kontroversen, aber auch ziemlich beunruhigenden Resultaten.
Zehn Tage lang assen vier Schweizer Journalisten ausschliesslich Lebensmittel von Labels wie »Bio Suisse« oder »Demeter« und liessen ihre Urin-Ausscheidungen regelmässig von Spezialisten untersuchen. Dazu inspiriert hatte sie eine schwedische Forschungsstudie von Anfang 2015. Der Umweltbiologe Jörgen Magnér vom Schwedischen Institut für Umweltforschung (IVL) in Stockholm hatte zu diesem Zweck eine fünfköpÀge Familie zwei Wochen lang ausschliesslich Bio-Produkte konsumieren lassen.
Zuvor hatten die Eltern mit ihren drei Kindern hauptsächlich konventionelle Lebensmittel gegessen.
Die skandinavischen Wissenschaftler untersuchten vor und nach dem Experiment den Urin ihrer Probanden.
Mit alarmierendem Ergebnis: »Vor dem Test fanden wir in allen Proben Insektizide, Pilzbekämpfungsmittel und PÁanzenwachstumsmittel«, so Magnér. Die besagten Giftwerte seien »erstaunlich hoch« gewesen. Doch bereits nach zwei Wochen Bio-Ernährung konnten die Forscher im Urin der Familie massiv weniger Giftstoffe nachweisen.
Schweizer Lebensmittel weniger stark belastet?
Die Schweizer Journalisten liessen ihre »Pippi-Proben« ebenfalls in Magnérs unabhängigem Institut für Umweltforschung untersuchen – mit ähnlichem Ergebnis. Auch in ihren Ausscheidungen massen Experten in der Woche vor der zehntägigen»Bio-Testphase« jede Menge Rückstände von PÁanzenschutzmitteln – wenngleich nicht so viele wie bei der schwedischen Familie.
»Offensichtlich beÀnden sich in Schweizer Nahrungsmitteln weniger Pestizide als bei uns in Schweden. Das könnte damit zusammenhängen, dass in der Schweiz weniger importierte Produkte konsumiert werden«, vermutet Jörgen Magnér im Beitrag des öffentlichrechtlichen TV-Magazins »Kassensturz«, welches das Experiment der Journalisten organisierte und Ànanzierte.
Magnus Renggli, Stefan Wüthrich, Kathrin Winzenried und Gabriela Baumgartner (v.l.n.r.): Links (blau) die Pestizidmenge im Urin der »TV-Versuchskaninchen« bei konventioneller Ernährung. Rechts (orange) die Vergleichswerte während der Bio-Phase. (Screenshot: SRF) Nichtsdestotrotz habe sein Labor auch bei den eidgenössischen Medienschaffenden »etliche Rückstände von Herbiziden, Insektiziden, chemischen Substanzen zur Wachstumsregulierung sowie Fungiziden gefunden«. Besonders erschreckend sei der Nachweis erheblicher Mengen von Glyphosat gewesen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft dieses Spritzmittel inzwischen als »wahrscheinlich krebserregend« ein. Noch alarmierender Àelen bei den vier Journalisten die Glufosinat-Werte aus – einem Nachfolgeprodukt von Glyphosat.
Die gute Nachricht: Nach zehn Tagen Bio-Food waren auch die Urin-Proben der vier eidgenössischen Reporter deutlich geringer mit Giften belastet – wenn auch nicht so markant wie in Schweden. Vermutlich sind Bio-Lebensmittel insofern tatsächlich gesünder. Zwar scheinen sie leider ebenfalls nicht vollkommen giftfrei – aber zumindest deutlich weniger toxisch als konventionelle Nahrungsmittel. Bleibt die Frage, wie sich die Urin-Werte verhalten, wenn man sich monatelang nur mit Bio-Food verköstigt. Ein Träumer, wer diesbezüglich auf langfristige, EU-Ànanzierte Studien hofft?
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/93-bio-food-im-test-wie-viel-pestizid-nehmen-wir-beim-essen-au-page53-1.jpg18201306Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2019-03-01 12:00:002025-12-16 12:21:17Bio-Food Im Test: Wie Viel Pestizid Nehmen Wir Beim Essen Auf?
Gute Nachricht für Festfreudige, die zu oft einen über den Durst trinken: Deutlich erhöhter Kaffee-Genuss scheint nicht nur vorbeugend gegen Diabetes zu wirken, sondern kann offensichtlich auch vor einer Leberzirrhose schützen! So haben britische Wissenschaftler um O. J. Kennedy von der University of Southampton mehrere Langzeitstudien mit fast einer halben Million Teilnehmern ausgewertet und festgestellt, dass mindestens vier Tassen Kaffee oder mehr pro Tag das Risiko, an einem Leberschaden zu erkranken, deutlich mindern.
Auch im Fall von Hepatitis C könne vermehrter Kaffee-Konsum der Leber helfen, betonen die Forscher, die ihre Analyseresultate im Fachjournal »Alimentary Pharmacology and Therapeutics« veröffentlicht haben.
Finger weg von sehr heissen Getränken!
Wer gerne und oft sehr heissen Tee trinkt, erkrankt häuÀger an Speiseröhrenkrebs (ESCC). Dies ist das Resultat einer Langzeitstudie iranischer Wissenschaftler. Die Forscher um den Medizinprofessor Farhad Islami von der University of Medical Sciences in Teheran hatten über Jahre hinweg zehntausende Teetrinker begleitet und statistisch erfasst. Dabei kam heraus, dass diejenigen, die ihren Tee stets direkt nach dem Aufbrühen – bei Temperaturen von über 60 Grad – trinken, ein »rund 90 Prozent höheres Risiko« haben, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken als solche, die ihr Getränk erst etwas abkühlen lassen. »Unsere Ergebnisse verstärken somit die vorhandenen Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem Trinken von Heissgetränken und ESCC«, betonen die Forscher in ihrer Studie, die am 20. März 2019 im »International Journal of Cancer« erschienen ist.
Sie vermuten, dass die heisse Flüssigkeit Verletzungen im Körperinnern verursacht, wodurch später indirekt Tumore entstehen.
Auch der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums warnt hinsichtlich Speiseröhrenkrebs vor dem Konsum sehr heisser Getränke.
Wo lauern in unserem Haushalt am meisten Bakterien und Schimmelpilze? Nicht im Toilettenbereich und auch nicht auf der Computertastatur, wo die Àesen Erreger ebenfalls weitaus eifriger vor sich hin wuchern als viele ahnen. Am meisten Keime Ànden sich zumeist dort, wo sie niemand erwartet: Mitten in unserem Kühlschrank – »ein Einfallstor für Krankmacher«, wie Experten international seit Jahren warnen. Die Gründe: Mangelnde Hygiene und zu hohe Temperaturen über sieben Grad Celsius. Unser Tipp: Lebensmittel bis auf drei bis vier Grad herunterkühlen und den Kühlschrank alle drei bis vier Wochen gründlich reinigen.