Verblüffende Entdeckung: Ahornsirup scheint Antibiotika-Wirkung massiv zu verstärken
Müssen Sie aufgrund eines körperlichen Leidens vorsorglich oder notgedrungen Antibiotika einnehmen? Dann machen Sie das Beste daraus und genehmigen Sie sich während dieser Zeit parallel dazu ausgiebig kanadischen Ahorn-Sirup! Neuen Studien zufolge schwächen dessen Phenolverbindungen unliebsame Bakterien derart, dass sie während einer entsprechenden Antibiotika-Kur weitaus rascher absterben als im Normalfall.
Konkret macht der süsse Baumsaft die bakteriellen Zellmembrane poröser, also durchlässiger, deaktiviert zudem deren Transporterproteine und schwächt ihre Gene, die entsprechende Resistenzen begünstigen. Alles Faktoren, die der Antibiotika-Attacke zugute kommen und sie weitaus effizienter und damit erfolgreicher gestalten als im Normalfall, wie die Professorin Nathalie Tufenkji von der kanadischen McGill University in Montreal in Laborversuchen bestätigen konnte.
Experimente mit Fruchtfliegen und Mottenlarven untermauern ihre These, die sie unlängst im Fachjournal»Applied and Environmental Microbiology« darlegte: »Mit krankmachenden Bakterien infizierte Insekten überlebten mehrere Tage länger, wenn sie nicht nur mit Antibiotika behandelt wurden, sondern ihr Futter zusätzlich mit Ahornsirup getränkt war.« Mittlerweile laufen bereits vielversprechende Experimente mit Mäusen, liess Tufenkji kürzlich vor der American Chemical Society verlauten.
Die indigenen Völker in Kanada nutzen Ahorn-Sirup und dessen antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften seit jeher, um Infektionen zu bekämpfen. Doch aufgepasst: Beim Kauf der leider nicht gerade günstigen Köstlichkeit unbedingt auf Produkte mit Bio-Label und Herkunft aus Kanada achten, da nicht nur in den USA, sondern mittlerweile auch in Europa zunehmend mehr gepanschter Billig-Sirup aus China im Umlauf ist.
Herzliebsten Dank – und auf Wiedersehen im Juli 2019?
Eine Spezialausgabe zum Thema Alternativmedizin – ohne archäologische oder geschichtliche Enthüllungen? Ist dies bereits das Ende von»mysteries«? Jein – und viele von Ihnen wissen es längst: Mit diesem Sonderheft verabschiede ich mich NOCH nicht von Ihnen. Erst im kommenden Juli erscheint nach 16 Jahren in gewohnter Form unser vorläuÀg letztes, reguläres Magazin unter meiner Ägide – dann noch einmal mit einem Füllhorn an kontroversen Berichten und vulkanischen Grüssen (Foto), ehe ich mir aus privaten und gesundheitlichen Erwägungen schweren Herzens eine Atempause verordnet habe. Spätestens bei dieser Gelegenheit aber werde ich Ihnen wohl bereits die eine oder andere kleine Überraschung im Hinblick auf meine künftigen Projekte verraten können. In diesem Sinn: Herzliebsten Dank für die schier unzähligen wunderzarten Briefe, Mails und Gesundheitswünsche, die mich in den letzten Wochen erreicht haben!
Leider werde ich längst nicht alle davon beantworten können, auch wenn ich jede einzelne Zeile persönlich gelesen habe.
Bitte beachten Sie zudem, dass wir mittlerweile auch unsere Lagerbestände räumen. Nur noch kurze Zeit sind viele Heftausgaben von 2009 bis 2019 mittels Postkarte (hinten im Heft) oder direkt über unseren Webshop portofrei nachbestellbar: www.mysteries-magazin.com/shop Luc Bürgin
Wer zu viel isst, wird schneller krank. Heisst das umgekehrt, dass Fasten heilsam ist? Aktiviert ein hungernder Organismus seine Selbstheilungskräfte? Die Indizien dafür mehren sich. Selbst im Verlauf von Chemotherapie-Torturen scheint kurzfristiges Fasten gesunde Zellen zu stärken, während es Krebszellen gleichzeitig »aushungert«, wie neue Studien vermuten lassen.
Profan formuliert ist eine Chemotherapie nichts anderes als eine»kontrollierte« medikamentöse Vergiftung des menschlichen Körpers: Unser Organismus wird dabei mit Chemikalien gezielt so weit attackiert, dass die schwächeren Krebszellen absterben und die restlichen gesunden Zellen möglichst alle überleben. Ein kräftezehrender Prozess. Vor einer entsprechenden Behandlung raten Krebs-Spezialisten (Onkologen) ihren Patienten deshalb oft, mehr Kalorien und Eiweiss zu sich zu nehmen, um während der harten Therapiezeit von ihren Reserven zehren zu können.
Nora Quinn, Richterin aus Los Angeles, hat sich nicht daran gehalten – und interessante Erfahrungen gemacht. So hatte sie bereits vor Jahren von einer neuen Studie gehört, derzufolge Labormäuse eine Chemotherapie besser ertragen, wenn ihnen zuvor die Nahrung entzogen wird. »Bis zum Abschluss einer klinischen Studie mit Menschen wollte ich nicht warten«, erzählt die Amerikanerin im preisgekrönten DokumentarÀlm»Fasten und Heilen – Altes Wissen und neueste Forschung« der französischen Journalisten Thierry De Lestrade und Sylvie Gilman. Dies, nachdem sich die Richterin mit einer Brustkrebs-Diagnose konfrontiert sah: »Meine Onkologin war zum Glück offen: ›Ich glaube zwar nicht, dass es Ihnen helfen wird, aber versuchen Sie es ruhig.‹« Nora Quinn machte deshalb einen Selbstversuch unter ärztlicher Aufsicht und fastete fünf Tage lang vor dem ersten der fünf Chemotherapiezyklen. Nach der Behandlung ging es ihr so gut, dass sie trotz Medikamenten-Tortur weiterhin arbeiten konnte.
Auf Anraten ihrer Ärztin verzichtete Nora vor den nächsten beiden Chemo-Zyklen jedoch auf das Fasten und ass stattdessen Nora Quinn: Die US-Richterin setzte während der Behandlung erfolgreich auf ihr Bauchgefühl.
munter drauf los. Ergebnis: Sie fühlte sich während der Behandlung schwach und krank. Also entschied sie, vor den letzten zwei Durchgängen erneut keinen Bissen zu sich zu nehmen – erfolgreich: »Ich hatte dadurch ganz zweifellos weniger Nebenwirkungen. Ich fühlte mich weniger müde und mein Gehirn war weniger beeinträchtigt als bei meinen Freunden, die nicht gefastet hat ten, aber dieselben Chemo-Zyklen durchleben mussten.« Die Erklärung liegt in unserer Vergangenheit Hatten Quinns Fastenkuren die Chemotherapie tatsächlich erträglicher gemacht? Und wenn ja, warum? Um das zu verstehen, bedarf es eines Blicks in unsere Vergangenheit. Denn ob Früh stück, Mittagessen, Abendessen und ab und zu vielleicht noch eine kleine ZwischenverpÁegung: Die meisten Menschen in unserer so genannt zivilisierten Welt haben sich an eine regelmässige Nahrungsaufnahme gewöhnt.
Früher war das anders: Im Laufe der menschlichen Geschichte gab es selten Zeiten des ÜberÁusses. Nicht das Haushalten mit übermässig vorhandenen Ressourcen sondern der Umgang mit dem Mangel an Nahrung und der damit verbundene Kampf ums Überleben diktierten unsere Entwicklung in den letzten Jahrtausenden – und prägen sie an einigen Orten der Welt noch immer.
Jeder, der schon einmal eine Diät gemacht hat und dabei Opfer des berüchtigten »Jojo-Effekts« wurde, ist diesem Umstand bereits begegnet: Die Evolution hat den menschlichen Körper zwar gelehrt, Mangel wenn immer möglich vorzubeugen und aufgebrauchte Reserven wieder aufzufüllen. Sie hat ihn aber offenbar auch gelehrt, in Zeiten des Mangels sein System derart umzustellen und zu stärken, dass der Organismus auch ohne Nahrung für eine gewisse Zeit weiterhin funktionsfähig bleibt.
Exakt dieser Mechanismus wird beim Fasten aktiviert.
Der temporäre Nahrungsverzicht ist keine neuzeitliche ErÀndung. Bereits das Christentum, der Islam, das Judentum, aber auch der Buddhismus propagieren Fastenphasen. In den letzten Jahrzehnten erlebte das Fasten eine Renaissance – und wird seither auch bei uns wieder wissenschaftlich untersucht.
Endlich: Denn die bisher umfassendsten Studien zum Thema wurden bereits ab den 1940er-Jahren in der ehemaligen Sowjetunion durchgeführt – vom Westen völlig unbeachtet, wie die Journalisten Thierry De Lestrade und Sylvie Gilman in ihrer TV-Dokumen-
Ich hatte deutlich weniger Nebenwirkungen, wenn ich vor der Chemo fastete.
tation enthüllen.
Fasziniert Ausgabe 3/2019 Von der Heilkraft des Fastens fasziniert: Der italienischstämmige US-Forscher und Zellbiologe Valter Longo.
vom Heilfasten zeigte sich damals kein Ernährungsspezialist, sende weiterer Patienten mit unterschiedlichen, teils schweren sondern ein erfahrener Psychiater: Juri Nikolajew vom Moskauer Krankheitssymptomen mittels Fastenkuren behandelten. Dazu Forschungsinstitut für Schizophrenie.
Thierry De Lestrade und Sylvie Gilman: »Aus allen Teilen der Sow-Einer seiner psychisch kranken Patienten verweigerte eines jetunion wurden experimentelle Daten zusammengetragen mit Tages die Nahrungsaufnahme. Seiner Intuition folgend verzichdem Ziel, das Fasten in die staatliche Gesundheitspolitik zu intete Nikolajew auf die sonst übliche Zwangsernährung und liess tegrieren. Die Akademie der Wissenschaften hat die Ergebnisse seinen Patienten fasten. Resultat: Nach fünf bis zehn Tagen bebestätigt und in imposanten Bänden gebündelt. Nichts davon ist gann dieser seine Augen zu öffnen und wieder zu gehen, nach bis heute übersetzt worden.« 15 Tagen plötzlich zu trinken, später zu essen und sich wieder Fastenkliniken gibt es auch in Deutschland. Teilweise werden am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Seine Depression die von Schulmedizinern oft leider immer noch schief beäugten war weg – der Mann wurde wieder gesund.
Kuren sogar von den Krankenversicherungen übernommen. Zu verdanken ist das nicht zuletzt dem Vermächtnis von Otto Bu-Psychische und physische Besserung dank Fastenkur chinger (1878 bis 1966). Der deutsche Mediziner hatte die Heil-Nach dieser Erfahrung erprobte der russische Arzt und Psychiakraft des Fastens am eigenen Leib erlebt. Im ersten Weltkrieg ter seine Fastentherapie an weiteren Patienten mit verschieals Marinearzt aktiv, erkrankte er 1917 schliesslich an einer denen psychischen Erkrankungen. Mit Erfolg. Und das sprach Mandelentzündung, die eine rheumatische Arthritis zur Folge sich herum: Die Warteschlangen in seiner Klinik wurden immer hatte. Die Situation schien aussichtslos. Und so unterzog sich länger. Rund 8000 Personen hat Nikolajew mit bis zu dreiwöchi- Otto Buchinger 1919 versuchsweise einer fast dreiwöchigen gen Fastenkuren behandelt und den Verlauf der Genesung über- Fastenkur – die ihn schliesslich heilte. 1920 gründete Buchinger wacht und kontrolliert. »Bei über 70 Prozent stellte Nikolajew seine erste Fastenklinik, die 1935 nach Bad Pyrmont übersienach der Therapie eine deutliche Besserung fest, die auch sechs delte und heute von seinen Nachkommen geführt wird. Weitere Jahre später noch bei 47 Prozent feststellbar war«, so die franzö- Kliniken wurden in Überlingen am Bodensee und im spanischen sischen Filmemacher. Und: Seine Patienten waren danach nicht Marbella gegründet.
nur psychisch stabiler, sondern auch körperlich Àtter.
Bei der von Buchinger propagierten »Entschlackungskur« wird Der Arzt übermittelte seine Daten den russischen Behörden, nicht vollständig auf Kalorien verzichtet. Vielmehr werden dem die 1973 beschlossen, seine Resultate mit weiteren Probanden Körper mittels Gemüsebrühe und Säften täglich etwa 250 Kazu überprüfen. Fazit: Die gesundheitliche Wirkung wurde von lorien, Vitamine und Mineralien zugeführt. Hinzu kommen Eineiner Reihe von Doktoren und Professoren bestätigt, die Tauläufe, die der Darmreinigung dienen sollen. Verbunden mit der Ausgabe 3/2019 37 Fastenkur soll der Patient ergänzend zu einer gesunden Lebens-Infodienst »wissenschaft-aktuell.de« weitere Versuchsergebnisführung Ànden und »mehr Eigenverantwortung für die eigene se zusammenfasste: »Bei insgesamt fünf von acht Krebs typen Gesundheit übernehmen«, wie Buchingers Nachfolger auf ihrer verlangsamte sich das Wachstum und die Ausbreitung von Tu-Klinik-Internetseite schreiben. Erfolgversprechend sei die Kur moren allein schon dadurch, dass die Tiere zwei Tage lang hununter anderem bei »Typ-2-Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, gerten. Der vollständige Nahrungsentzug vor dem Einsatz eines Bluthochdruck, Gelenk- und Weichteilrheumatismus, Überge-Krebsmittels verstärkte den Erfolg der Chemotherapie bei Haut-, wicht, Hautkrankheiten, Migräne und Gicht«.
Hirn- oder Brusttumoren. Bis zu 40 Prozent der Mäuse mit ei- Nicht nur Otto Buchinger, auch seine Tochter Maria widmete nem Neuroblastom blieben nach mehreren derartigen Kombiihr Leben dem Heilfasten. Die heutige »Maria Buchinger Founnationsbehandlungen mit dem Krebsmittel Doxorubicin sogar dation« fördert mit Hilfe von Spenden und Zuwendungen die Erdauerhaft krebsfrei. Mit dem Medikament allein überlebte keiforschung der Fastentherapie in Partnerschaft mit Universitäten nes der Tiere.« und ähnlichen Einrichtungen. Zudem verleiht sie jedes Jahr den In jedem Fall seiner Versuchsreihen, so Longo, sei die Kom-»Maria-Buchinger-Preis«. 2013 ging diebination von kurzzeitigen Fastenkuren ser nach Amerika. Ausgezeichnet wurde und Chemotherapie zudem heilsamer ge- Gesunde Zellen schalten Valter Longo von der University of Souwesen als eine rein medikamentöse Bethern California. Der italienischstämmige handlung. Den Grund für ihre Heilerfolge bei Nährstoffmangel auf Biogerontologe und Zellbiologe erhielt vermuten die Forscher in der kurzfristigen Schutzbetrieb um.
den Stiftungspreis für seine Publikatio-Mutation, welche die gesunden Zellen nen zum Thema»Fasten und langes Ledurchmachten. Diese wüssten sich im ben« und für seine Forschung zur Rolle des Fastens in der Krebs-Falle von Nahrungsknappheit offensichtlich deutlich efÀzienter behandlung.
zu schützen als Krebszellen: »Normalerweise drosseln gesunde Longos viel beachtete, aber auch kontrovers diskutierte Stu-Körperzellen bei Nährstoffmangel ihren Stoffwechsel. In diesem die »Fastenzyklen verzögern das Wachstum von Tumoren und Ruhestadium sind sie dann vor aggressiven Krebsmitteln und machen eine Reihe von Krebszelltypen empÀndlich für die Cheanderen Stressfaktoren besser geschützt. Krebszellen können motherapie« erschien im März 2012 in der US-Fachzeitschrift diesen Anpassungsschritt kurzfristig nicht mitgehen.«»Science Translational Medicine«.
In dieser Schlussfolgerung bestärkt hätten ihn nicht zuletzt seine Genanalysen, wie der Zellbiologe den Journalisten Thierry Hungrige Mäuse überlebten Chemo-Tortur besser De Lestrade und Sylvie Gilman anhand entsprechender Compu-Experimentiert hatte Valter Longo mit krebskranken Labormäuterdiagramme zu Protokoll gab: »Nach zwei Tagen Fasten ist die sen. In einer der Versuchsreihen liessen er und sein Team die Genexpression einer gesunden Zelle radikal anders als zuvor.
Hälfte der Labortiere zwei Tage lang fasten, indem ihnen die Die gesunden Zellen schalten offensichtlich auf Schutzbetrieb Nahrung entzogen wurde. Die andere Hälfte durfte weiterfresum. Sie haben ihre Lektion aus der Evolution gelernt. Die Krebssen. Danach wurde allen Mäusen ein massiv überdosiertes Chezellen dagegen hassen diese Umgebung, in der es nur wenig motherapeutikum gespritzt.
Glukose und andere Nährstoffe gibt. Ihr Wachstum ist dann auf Fazinierendes Ergebnis: Die hungrigen Mäuse vertrugen die jeden Fall reduziert.« Chemo körperlich weitaus besser als ihre vollgefressenen Art-Experimente, die auch Professor Andreas Michalsen integenossen, blieben trotz der medikamentösen Tortur sichtlich ressieren, Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde am Immanuel agiler, wie Videoaufnahmen im Labor zeigten. Zudem lebten sie Krankenhaus Berlin und Inhaber der Stiftungsprofessur für Naauch noch deutlich länger als die anderen. Oder wie der Internetturheilkunde der Charité-Universitätsmedizin Berlin. »Die neuro- ◄ Laborbild aus Longos Mäuseexperiment-Video: Während die einen Tiere trotz Chemo-Keule munter herumkrabbelten, lagen die anderen apathisch herum.
► Veränderte Genexpression während des Fastenprozesses: Oben eine gesunde Zelle im Schutzmodus, unten eine Krebszelle.
Antennenmasten sind in den letzten Jahren hinzugekommen, oft in Kirchtürmen versteckt. Und täglich werden es mehr.
Nicht zuletzt die gegenwärtige Umrüstung auf das neue 5G-Hochleistungsnetz zwingt die Anbieter aktuell zu im-
Getarnte Mobilfunkmasten
Auch das noch: Wegen der 5G-Aufrüstung werden in unseren Wohngebieten bald Abertausende neuer Mobilfunkmasten aus dem Boden spriessen. Immer mehr davon getarnt, um ja keine schlafenden Hunde zu wecken. Was kaum jemand weiss: Selbst aus Kanaldeckeln auf offener Strasse wird in vielen Städten bereits gesendet. Dies dank dem Patent einer deutschen Firma, dessen Siegeszug nur noch eine Frage der Zeit scheint.
Nahezu in jeder Grossstadt, aber auch in ländlichen Regionen funkt und strahlt es mittlerweile stärker denn je. Ohne dass wir über die exakte Position der meisten Sendeanlagen in unserer Nähe Bescheid wüssten. Nicht zuletzt, weil viele hochpotente Mobilfunkmasten zunehmend geschickter kaschiert und in Urlaubshochburgen mitunter sogar in Plastikpalmen oder künstlichen Kakteen versteckt werden. Offiziell selbstverständlich aus»ästhetischen Gründen«. Inoffiziell ebenso selbstverständlich aus Kalkül, um lästige Fragen oder kostspielige Klagen aus der Nachbarschaft zu verhindern. Und in den USA mitunter sogar zwecks Überwachung unserer Gespräche, wie »Popular Science« 2014 enthüllte.
Bereits vor Jahren wurde auch im idyllischen Schweizer Touristenort Interlaken getrickst: Mitten auf dem örtlichen Krankenhausdach prangt dort seit Jahren ein auffälliger Betonaufbau. Eine Laune der Architekten? Ein Rauchgasfilter?
Mitnichten. In der Konstruktion verbergen sich gleich mehrere man die Information erhalten, dass im Dach des Luxustempels – konkret in einer Kuppel – eine Antenne eingebaut worden sei.
Die Ziegel darüber seien durch Kunststoffziegel ersetzt worden.
Das »Palace« bestätigte diese Information auf Anfrage.
Auch in Deutschland mehren sich die kaschierten Bauten.
Wer sucht, stösst in Bayern etwa auf Mobilfunkantennen in Form falscher Kamine auf einem Handy-Shop in der Amalienburgstrasse, wie vom unabhängigen Verein »Umweltinstitut München« bereits vor Jahren angeprangert. »Vor allem in christlichen Kreuzen versteckte Masten sorgen für Wirbel«, doppelte der »Stern« darauf nach. »In Neuburg an der Donau ist der Sender im Kreuz auf dem Dach der evangelischen Apostelkirche verborgen, und auch in Schwabhausen im Landkreis Dachau steckt ein Sender in einem Kruzifix, nämlich an der Aussegnungshalle der Gemeinde.« Was Jesus wohl dazu gesagt hätte?
Abertausende weitere, mehr oder minder geschickt getarnte
Selbst in Kirchen und verborgene Antennen.
christlichen Kreuzen strahlen
stark strahlende Funkantennen. Getarnt. Auf dass sie niemanden verunsichern. Vor allem nicht im dortigen Patiententrakt oder dem örtlichen Seniorenheim. Selbst im Luzerner Nobelhotel Palace ist längst nicht mehr alles Gold, was glänzt, wie das Online-Magazin »zentral+« bereits 2015 enthüllte. So habe Ausgabe 3/2019 In der Schweiz längst Realität, in Deutschland nur noch eine Frage der Zeit: Unterirdische Antennen im Strassenboden, hier bei geöffnetem Gullydeckel fotografiert. (Quelle: Network 41, Swisscom) mer neuen falschen Fassaden. Denn der Geschwindigkeitsausbau bedingt massiv mehr Handy-Antennen. Experten schätzen, dass sich deren Anzahl mittelfristig verdoppeln muss, um künftigen Streaming-Versprechungen unserer Mobilfunkanbieter einigermassen gerecht zu werden. Allein in der Schweiz ist inzwischen die Rede von mindestens 15'000 Antennen-Standorten, die in Zukunft neu erschlossen werden sollen.
Unklare Auswirkungen – und Strahlung aus dem Boden Entsprechend laut fordern die federführenden Milliardenkonzerne höhere Strahlungsgrenzwerte. Und entsprechend viel lassen sie sich ihre neuen Standorte kosten. Einem Zürcher Mehrfamilienhausbesitzer etwa bot der Schweizer Mobilfunkriese Sunrise jüngst rund 110'000 Euro für die Zusage, auf dem Dach seiner Immobilie eine Hochleistungsantenne installieren zu dürfen. Der Eigentümer lehnte ab – aus Rücksicht auf sich und seine Mieter.
Tatsächlich bleiben die langfristigen Auswirkungen auf unsere Gesundheit weitaus unklarer als oft behauptet, wie selbst Experten wie Professor Martin Röösli einräumen müssen. Der technologische Fortschritt sei heutzutage derart schnell, dass die Wissenschaft mit der Begutachtung stets hinterherhinke, gab der Schweizer Umweltepidemiologe jüngst offen zu Protokoll. So gebe es auch zu den neuen Antennen für 5G »noch so manche offene Frage«. Nicht zuletzt darüber, was »höhere Frequenzen so genannt dynamischer Antennen« betreffe, über deren gesundheitliche Auswirkungen auf Mensch und Tier bislang so gut wie nichts bekannt sei.
Was kaum jemand weiss: Seit 2015 strahlt in eidgenössischen Grossstädten so manche verborgene Sendeantenne zunehmend auch dort, wo man sie am wenigsten Firmengrafik der patentierten Kabelschachtantennen.
(Copyright: Kathrein Street Connect) vermutet: direkt unter unseren Füssen – im Strassenbelag von Flaniermeilen und Fussgängerzonen. Versteckt unter kanaldeckelartigen Plastikabdeckungen!
Entwickelt wurden derlei »Kabelschacht-Antennen« von der Swisscom und dem bayerischen Technologieunternehmen Kathrein, das als Patentnehmer fungiert. Dessen Installationen sind inzwischen landesweit im Einsatz. Wo genau und wie viele?
Darüber schweigt das deutsche Unternehmen, das den Grossteil seiner Geschäftsteile kürzlich an den schwedischen Telekommunikationsriesen Ericsson veräussert hat: »Wir weisen einzelne Mikro-Antennentypen nicht speziell aus.« Experten gehen aber davon aus, dass allein in einer Metropole wie Zürich inzwischen rund hundert derartige »Untergrund-Antennen« existieren.
Ausgabe 3/2019 59 Auch auf dem Krankenhausdach in Interlaken in der Schweiz wurde getrickst: In diesem Betonturm befinden sich gleich drei Hochleistungsantennen!
Kathrein vertreibt seine »Antennen im Kabelschacht« seit längerem weltweit.»Street Connect« nennt sich das öffentlich kaum bekannte Produkt. »Bei unserer Lösung geht es schlicht darum, den in Innenstädten sehr begrenzten Platz für Mobilfunkantennen auf neue Art zu nutzen«, versucht Unternehmenssprecher Anton Maier erhitzte Gemüter auf Anfrage von »mysteries« zu beschwichtigen. »Dass die Antenne dabei im Boden verschwindet, hat nichts mit gezielter Tarnung zu tun. Wir möchten unsere Bodenantenne nicht in den Kontext der Geheimniskrämerei gerückt sehen.« Im Gegensatz zur Schweiz oder den USA werde das Kathrein-Patent»in Deutschland aktuell noch nicht verbaut«, so Meier weiter – räumt aber ein: »In wei- Schornstein-Imitat, wie es in Deutschland zunehmend häufiger Verwendung findet.
60 Ausgabe 3/2019 Kaschierte Mobilfunkantennen am Turm der evangelischen St. Nikolai-Kirche in Kappeln, Schleswig-Holstein. (Foto: Fabian Horst) teren Ländern wird derzeit der Einsatz geplant.« Auch bei der anstehenden Modernisierung der Handynetze sollen die unterirdischen Sender künftig eine stärkere Rolle spielen. »Wir erwägen, die Street-Connect-Antenne um die 5G-Frequenzen zu erweitern«, heisst es bei Kathrein, wo man ergänzt, dass es »unserer Kenntnis nach bislang keine vergleichbaren Antennentypen auf dem Markt gibt«. Ob derlei Kabelschachtantennen bald auch in deutschen oder österreichischen Städten »zum Schliessen von Lücken in der Versorgung«, eingesetzt würden, hänge»von den Netzwerkplanungen der jeweiligen Netzbetreiber ab«.
Gefahr für Babys und Träger von Herzschrittmachern?
Sowohl Swisscom als auch Kathrein betonen, dass ihre mit rund sechs Watt strahlenden Bodensender sogar die im Vergleich zur EU schärferen Schweizer Grenzwerte einhalten. Dennoch gab es bei deren Einführung in der Eidgenossenschaft Proteste.
Nicht zuletzt die »Grünen« äusserten im Zürcher Stadtrat ihre Bedenken: »Solche Antennen betreffen vor allem Kleinkinder in Kinderwagen, aber auch Menschen mit Herzschrittmachern.« Sie beriefen sich dabei auf Vorbehalte des Vereins »Gigaherz und Kämpfer gegen elektromagnetische Strahlung«, der befürchtet, »dass die Schachtantennen bei Babys zu ›plötzlichem Kindstod‹ führen könnten, wenn eine Mutter ihren Kinderwagen auf einer getarnten Antenne abstellt, weil sie auf die Strassenbahn wartet oder mit einer Kollegin plaudert«. Kritisch könne es auch werden, »wenn ein Patient mit Herzschrittmacher auf der Bahre genau über der Antenne abgelegt und versorgt wird«.
Der Verein hat zudem eigene Messungen durchgeführt und will dabei festgestellt haben, dass eine Schachtantenne 30 Zentimeter über Boden mit 30 Volt pro Meter strahlt. Die gesetzlichen Grenzwerte würden damit »höchstens für erwach- Versteckte Mobilfunkantennen im Kinderparadies, fotografiert im»Excalibur City«- Vergnügungspark im tschechischen Znojmo (an der Grenze zu Niederösterreich).
sene Personen bei Kurzaufenthalten erfüllt«. Deshalb sollten derlei Antennen, so die Forderung, öffentlich auch als solche markiert werden. Die Swisscom wiederum widerspricht mit eigenen Studien, wonach die Grenzwerte sehr wohl auch für Kinder eingehalten würden.
Trotz aller »berechtigter Bedenken« und »diverser ungeklärter Fragen« mahnt allerdings auch Professor Martin Röösli vor übertriebener Panikmache. »90 bis 95 Prozent der täglichen Strahlenbelastung stammt nach wie vor von den eigenen Geräten im eigenen Haushalt.« Oder anders formuliert: Das persönliche Handy am Ohr wirkt punkto ThermikeinÁuss oder veränderter Hirnströme immer noch 1000 mal intensiver auf Geist und Körper als jede hochpotente, grenzwertig betriebene Funkantenne in der Nachbarschaft. Ganz zu schweigen vom hauseigenen WLAN-Router.
Haben Sie Probleme mit dem Blutdruck oder dem Magen? Leiden Sie an Vitaminmangel oder schlechten Cholesterinwerten? Wollen Sie sich gegen Bakterien, Viren, Krebs oder Herzinfarkt wappnen?
Rauchen oder trinken Sie zu viel? Oder möchten Sie sich einfach nur etwas Gutes tun – ohne chemische Keule? Dann hält die Natur wahre Wundermittel für Sie bereit. »mysteries« stellt Ihnen zehn Heilmittel aus Gottes Garten vor, von denen viele Hausärzte leider immer noch kaum eine Ahnung haben.
Es müssen nicht immer exotische Gewächse sein. Wenn es um unser WohlbeÀnden geht, empÀehlt Tobias Niedenthal von der »Forschergruppe Klostermedizin« des Institutes für Geschichte der Medizin an der Uni Würzburg lieber einheimischen Superfood wie Dinkel, Heidelbeeren, Kohl oder Rote Bete.
Herr Niedenthal, was halten Sie von der aktuell grassierenden Superfood-Manie?
Insbesondere von exotischem Superfood möchte sich unsere Forschergruppe klar distanzieren, wobei hier vor allem ökologische Gründe ausschlaggebend sind. Meist gibt es günstigere heimische Alternativen, deren langzeitliche Wirkung hierzulande zudem auch besser erforscht ist. So kann man statt Chia-Samen auch Leinsamen zu sich nehmen oder Schwarze Johannisbeeren statt Goji-Beeren. Acai-Beeren wiederum können durch Heidelbeeren oder Sauerkirschen ersetzt werden. Und Dinkel ist eine einheimische Alternative zu Quinoa.
Welche Lebensmittel Ànden sich aktuell in Ihrer persönlichen»Top 5« des einheimischen Superfoods?
Ich bin da recht bodenständig. Spontan fallen mir nicht zuletzt Laucharten wie Zwiebel oder Knoblauch ein, aber auch verschiedene Ingwergewächse oder Kohlsorten. Die kennt jeder, sie werden aber zum Teil intensiv erforscht. Und einige sind auch ganz ofÀziell anerkannte ArzneipÁanzen mit MonograÀen der Europäischen Arzneimittelagentur. Derzeit wird übrigens eine Monogra-Àe zum Knoblauch erstellt, zum Ingwer existiert bereits eine und zu Kurkuma gibt es sogar bereits deren zwei (Curcuma longa und Curcuma xanthorrhiza).
Können Sie aufgrund Ihrer Forschungen zu altem Heilkundewissen Tipps geben, welche Hausmittel bei welchem Wehwehchen helfen? Was ist etwa bei Husten und Schnupfen zu tun?
Wenn bei mir eine Erkältung im Anmarsch ist, dann koche ich mir einen Tee aus frischem Ingwer mit viel Pfeffer. Manchmal kommt auch noch etwas Thymian mit hinein, dann Ànde ich den Geschmack aber nicht mehr ganz so gut. Bei Bronchitis empfehlen wir einen Tee aus Thymian und Süssholzwurzel.
Und bei Bluthochdruck?
Bei Hypertonie sollte man erst einmal nach der Ursache schauen. Erste Ansatzpunkte wären Stressmanagement und Schlafhygiene. Der Saft der überdies äusserst vitaminreichen Roten Bete kann hier hilfreich sein, wenn man ihn mag.
Bei Kopfweh?
Auch in diesem Fall wäre erst einmal die Ursache zu ergründen.
Bei Spannungskopfschmerzen ist beispielsweise das ätherische Öl der Pfefferminze interessant. Das kann man auf den Schläfen einmassieren, wo es einen kühlenden Effekt suggeriert.
Und wie stehen Sie öffentlich zum immer noch kontrovers diskutierten Thema »Cannabis als Heilmittel«?
Ambivalent. Cannabis wird schon sehr lange als ArzneipÁanze eingesetzt, wurde aber in Europa und der arabischen Welt immer auch sehr widersprüchlich beschrieben. Viele Fragen zu Nutzen und Risiko sind nach wie vor offen. Ich freue mich jedoch auf die Legalisierung von Medizinalhanf in Deutschland und wünsche mir vor allem eine sachlichere Diskussion, wie wir sie bereits vor Jahren angeregt haben.
Magische Mixtur: Gefüllt werden die Hörner u.a. mit Baldrian, Kamille, Schafgarbe, Löwenzahn, Brennnessel, Eichenrinde und Quarz.
he
der Kuh, das riechen, wie von den Hörnern aus das Astralisch-Lebendige nach innen strömt. Bei den Klauen ist das in einer ähnlichen Weise der Fall. (…)
Nehmen wir also Dünger, wie wir ihn bekommen können, stopfen wir damit ein Kuhhorn aus und geben wir in einer gewissen Tiefe, ich will sagen etwa dreiviertel bis einhalb Meter tief, wenn wir einen unten nicht zu tonigen oder zu sandigen Boden haben, das Kuhhorn nun in die Erde. Wir können ja einen guten Boden dazu, der nicht sandig ist, auswählen.
Sehen Sie, dadurch, dass wir nun das Kuhhorn mit seinem Mistinhalt eingegraben haben, dadurch konservieren wir im Kuhhorn drinnen die Kräfte, die das Kuhhorn gewohnt war, in der Kuh selber auszuüben, nämlich rückzustrahlen dasjenige, was Belebendes und Astralisches ist. Dadurch, dass das Kuhhorn äusserlich von der Erde umgeben ist, strahlen alle Strahlen in seine innere Höhlung hinein, die im Sinne der Ätherisierung und Astralisierung gehen.
Und es wird der Mistinhalt des Kuhhorns mit diesen Kräften, die nun dadurch alles heranziehen aus der umliegenden Erde, was belebend und ätherisch ist, es wird der ganze Inhalt des Kuhhorns den ganzen Winter hindurch, wo die Erde also am meisten belebt ist, innerlich belebt. Innerlich belebt ist die Erde am meisten im Winter. Das ganze Lebendige wird konserviert in diesem Mist, und man bekommt dadurch eine ausserordentlich konzentrierte, belebende Düngungskraft in dem Inhalte des Kuhhorns. (…) Man nimmt wiederum Kuhhörner, füllt sie aber jetzt aus nicht mit Mist, sondern füllt sie aus mit bis zu Mehl zerriebenem Quarz oder Kiesel, oder auch Orthoklas, Feldspat, und bildet aus diesem einen Brei, der etwa die Dicke eines ganz dünnen Teiges hat, und füllt damit das Kuhhorn aus.
Jetzt, statt dass man das Kuhhorn überwintern lässt, lässt man es übersommern, nimmt es alsdann, nachdem es übersommert hat, im Spätherbst heraus, bewahrt nun den Inhalt bis zum nächsten Frühjahr, dann nimmt man heraus dasjenige, was da dem sommerlichen Leben in der Erde ausgesetzt war, und behandelt es in ähnlicher Weise, nur dass man jetzt viel geringere Quantitäten braucht.
Sie können also ein erbsengrosses Stückchen verteilen durch Rühren auf einen Eimer Wasser, vielleicht auch nur ein stecknadelkopfgrosses Stückchen. Nur muss man das auch eine Stunde lang rühren. Wenn Sie das verwenden zum äusseren Bespritzen der PÁanzen selber – es wird sich insbesondere bewähren bei GemüsepÁanzen und dergleichen nicht zum brutalen Begiessen, sondern zu einem Bespritzen – dann werden Sie sehen, wie nun das der Wirkung, die von der anderen Seite durch den Kuhhornmist aus der Erde kommt, unterstützend zur Seite steht.« Ausgabe 3/2019 47
Intelligenz ist und bleibt ein ausserirdisches Privileg
Was geschieht, wenn man menschliche Gehirne miteinander vernetzt? Sie produzieren noch mehr Unsinn! Und so präsentierte Samsung dieser Tage, worauf niemand gewartet hatte: das teuerste Handy der Welt. 2000 Euro kostet es. Zudem ist es faltbar.
Und damit platzsparend entsorgbar. Weil es bereits nach wenigen Tagen den Geist aufgibt. Wie innovativ! Ich behaupte: Jedes eiserne Schloss vor 100 Jahren war sicherer als die modernste elektronische Türverriegelung. Jeder antike Panzerschrank bleibt schwerer zu knacken als unser E-Banking-Konto. Und jedes verstaubte Kabeltelefon mit Wählscheibe abhörsicherer als ein Smartphone. Merke: Die Arche Noah wurde von Amateuren gezimmert. Die Titanic von ProÀs konstruiert.
Rückschritt bleibt ein irdisches Privileg. Längst erobern Bücher über unnützes Wissen die Bestsellerlisten, während immer mehr Publikationen mit nützlichem Wissen im Regal verstauben.
Wer will sich schon daran erinnern, dass Frauen in der BRD erst seit 1977 gesetzlich nicht mehr »zur Führung des Haushaltes« verpÁichtet sind? Oder dass es in Deutschland erst seit 1998 erlaubt ist, sein Kind Jesus zu nennen? Oder dass es Juristen»nicht zumutbar ist, zur Wahrnehmung eines Gerichtstermins die Reise vor 6 Uhr morgens (Nachtzeit) anzutreten und derart früh aufzustehen«? (OLG Nürnberg, 2012) Oder dass Hessen bereits 2018 (!) die Todesstrafe aus seiner Verfassung gestrichen hat?
Intelligenz bleibt ein ausserirdisches Privileg. Und so lästert derzeit alle Welt über Trumps Mauer-Projekt an Mexikos Grenze.
Gleichzeitig scheint es niemanden zu kratzen, dass die Türkei in den letzten Jahren einen 900 Kilometer langen Stacheldraht-Betonzaun zur syrisch-iranischen Grenze hochziehen liess. Die drittlängste Mauer der Welt. Und dies mit millionenschwerer Unterstützung der Europäischen Union! Zur Erinnerung: Der 21.
März gilt in Brüssel als Feiertag – Ende des Winterschlafs und Beginn der Frühjahrsmüdigkeit, die nach der Sommerpause endet. Weil danach der obligate Herbstblues Einzug hält.
Unvorstellbar, dass sich unsere Gurken-Normierer ihre Ratspräsidentschaft von Gauner-Syndikaten wie VW oder Audi sponsern lassen – und dennoch wahr! So durfte bei der jüngsten EU-Aussenministerkonferenz in Bukarest ausgerechnet Coca-Cola klebrige Geschenke verteilen.
Und 2018?
Da hatte – Ös terreich den EU-Vorsitz inne, wo man sich dank des noblen Wiener Frottee- und Bettwäsche-Sponsors »Zur Schwäbischen Jungfrau« die beÁeckten Hände ebenso kostenlos in Unschuld wusch. Fehlt nur noch, dass die lustlosen Paarungsversuche im Berliner Bundestag künftig von der Beate Uhse AG gefördert werden.
Oder Angela Merkels Neujahrsansprache von Vicks MediNait präsentiert wird (»Für einen erholsamen Schlaf«)!
Insofern kann ich mich nur wiederholen: Falls wir tatsächlich in einer virtuellen Computer-Realität leben, deren Matrix aus Einsen und Nullen besteht, repräsentieren wir wohl die Nullen. Denn in Wirklichkeit ist alles noch schizophrener: Könnte ich etwa als Historiker glasklare Beweise dafür vorlegen, dass im Zweiten Weltkrieg nicht wie ofÀziell behauptet sechs Millionen, sondern acht Millionen Juden ihr Leben lassen mussten, wären mir huldvolle Schlagzeilen in Deutschland, Amerika oder Israel sicher! Ebenso wie so manche internationale Ehrung. Mein Ruhestand wäre gesichert. Würden meine ebenso glasklaren Beweismittel dagegen relativierend »nur« vier Millionen tote Juden dokumentieren, wäre der mediale Shitstorm garantiert. Zudem müsste ich mich in meiner Heimat vor Gericht als Holocaust-Leugner verantworten.
Anderes Beispiel: Gelänge es mir, als namhafter Klimaforscher klipp und klar zu belegen, dass die globale Erhitzung weitaus schneller voranschreitet als aktuell befürchtet und etliche Küstenstaaten bereits übermorgen im Meer versinken, wären mir dank einÁussreichen Institutionen Forschungsgelder in Millionenhöhe sicher. Könnte ich dagegen ebenso blitzsauber nachweisen, dass wir diesbezüglich aktuell einer Massenhysterie erliegen, erhielte ich ab sofort keinen Cent mehr für meine Forschungen und würde von der wissenschaftlichen Gemeinschaft wohl als Ketzer verdammt und gesellschaftlich geächtet.
Oder noch dreister fabuliert: Könnte ich als weltberühmter IQ-Forscher nobelpreisverdächtig belegen, dass alle Dunkelhäutigen genetisch doppelt so clever sind wie wir Bleichgesichter, würde ich ebenso als Intelligenzbestie gefeiert. Meine Publikationen würden sich jahrelang in allen Bestsellerlisten tummeln, ich wäre in etlichen Talkshows präsent. Könnte ich dagegen ebenso brillant das exakte Gegenteil dokumentieren, würde ich weltweit als Rassist geächtet, gebrandmarkt und verdammt – und von Fanatikern womöglich sogar um die Ecke gebracht.
Fazit: Nicht unmenschliche Despoten entscheiden über unser gesellschaftliches Schicksal. Sondern der menschliche Zeitgeist.
Ob dies eine gute Nachricht ist, wage ich zu bezweifeln. Bleiben Sie in diesem Sinn weltoffen, neugierig und kritisch. Und vergessen Sie nie: »Das Problem mit Zitaten im Internet oder in der Presse ist, dass man nie weiss, ob sie wirklich korrekt sind.« (Johann Wolfgang von Goethe, 1749–1832).
Walter Dänzer gehört zu Europas Öko-Pionieren. Als junger Mann studierte er Recht und Wirtschaft in Zürich. 1974 schlug er in seiner Doktorarbeit eine moderne Ausrichtung der Agrarpolitik an gesundheitlichen und ökologischen Zielen durch Förderung des Biolandbaus vor. »Die Arbeit wurde leider für unwissenschaftlich erklärt, die interdisziplinär erarbeiteten Einsichten komplett abgewürgt«, erinnert er sich.
Doch Dänzer blieb sich treu und gründete ein Unternehmen, das sich auf die Produktion von veganen Bio-Produkten spezialisierte. 1981 entstand daraus seine Firma »Soyana«, die heute rund drei Dutzend Angestellte zählt. »Tägliche Meditation, Singen und Sport halten uns körperlich und geistig gesund und sorgen dafür, dass jeder etwas Positives beitragen will«, so Dänzer. Deshalb beginne auch jede Produktion in der Firma mit einer kurzen Gruppenmeditation.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/93-vor-arbeitsbeginn-meditiert-das-gesamte-personal-page13-1.jpg20481468Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2019-03-01 12:00:002025-12-16 12:34:57Vor Arbeitsbeginn Meditiert Das Gesamte Personal
Kurt E. Müller, als Dermatologe engagieren Sie sich als ärztlicher Experte im Vorstand des Deutschen Berufsverbands der Umweltmediziner in Berlin. Wie lange braucht unser menschlicher Körper, um Pestizide, Insektizide oder Fungizide aus Lebensmitteln über den Urin auszuscheiden? Und: Werden diese Gifte komplett ausgeschwemmt, oder bleiben Reste davon in unserem Organismus zurück?
Müller: Die Halbwertszeit der Ausscheidung von Schadstoffen ist völlig uneinheitlich. Sie hängt wesentlich davon ab, ob die Substanz wasser- oder fettlöslich ist. Je fettlöslicher, desto länger dauert es. Fettlösliche Pestizide haben Halbwertszeiten von sechs bis zehn Jahren. Das bedeutet, dass in dieser Zeit 50 Prozent der aufgenommenen Substanzen wieder ausgeschieden sind. Für 50 Prozent der verbliebenen Hälfte (also ein Viertel der ursprünglichen Menge) werden wiederum sechs bis zehn Jahre benötigt. Das bedeutet, dass in zwölf bis zwanzig Jahren 75 Prozent ausgeschieden sind. Vorausgesetzt, derlei Stoffe werden in besagter Zeit überhaupt nicht mehr aufgenommen. Die Sache wird noch komplizierter, wenn man weiss, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung – in Deutschland ist es rund die Hälfte – auf Grund genetischer Varianten gar nicht ordnungsgemäss entgiften kann, so dass die theoretischen Überlegungen der Halbwertszeit zu kurz angesetzt sind.
Kombiniert man etwa Organophosphate mit Pyrethroiden ist der Effekt zehnmal (!) so stark, wie die Addition der einzelnen Stoffe es erwarten lässt.
Eine Überwachung durch Ärzte Àndet überhaupt nicht statt, da die Stoffe sehr variabel und nicht bekannt sind.
Es Àndet ein Experiment am Verbraucher statt!
Oft heisst es, dass die gemessenen Pestizid-Werte in Lebensmitteln für sich einzeln genommen nicht gesundheitsgefährdend, als »Cocktail« jedoch chemisch und medizinisch kaum einzuschätzen seien. Stimmt das?
Tatsache ist: Die Auswirkungen von Schadstoffgemischen können nur bei einer Kombination von maximal drei Stoffen wissenschaftlich untersucht werden. Wenn also, wie in TV-Sendungen gezeigt, mehr als zehn Stoffe gefunden werden, kann niemand eine zuverlässige Prognose abgeben. Bereits bei der Kombination von bis zu drei Stoffen hat sich gezeigt, dass der Effekt über der Addition der Wirkung der einzelnen Stoffe liegt. Es wurde oft eine multiplikative Wirkung erzielt.
Ihnen zufolge können sich Pestizide schädigend auf unser zentrales Nervensystem auswirken. Kommt diese Schädlichkeit erst mit erhöhten Dosen zustande, oder sind Pestizide bereits in kleineren Mengen gefährlich?
Alle chronisch zugeführten Schadstoffe können auch bei niedriger Dosis riskant werden, wenn sich im Körper von Betroffenen immunologische Reaktionen (nicht nur Allergien) darauf entwickeln. Dieser Trend nimmt stetig zu.
Was rät und empÀehlt Ihr Verband den Verbrauchern in diesem Zusammenhang?
Die Herkunft und Anbauweise von landwirtschaftlichen Produkten genau in Erfahrung bringen. Das ist regional am besten möglich. Steuerung des Marktes durch Kaufverhalten!
Und was fordern Sie von Gesetzgebern und der Nahrungsmittelindustrie?
Unabhängige Begutachtung, Verlagerung der Beweislast auf die Produzenten und nicht auf die Betroffenen, lückenlose Überwachung der Produkte, Sicherstellung der Untersuchung der Geschädigten, Rückstellung aus erwirtschafteten Gewinnen zur Verbesserung der Forschung und für die Entschädigung Betroffener. Und im Fall Deutschlands: Einhaltung des Grundgesetzes.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/93-es-findet-ein-experiment-am-verbraucher-statt-page54-1.jpg18201304Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2019-03-01 12:00:002025-12-16 12:28:03»Es Findet Ein Experiment Am Verbraucher Statt«