Bill Gates: Schluckt der PC-König jetzt «Google»?

Bill Gates


Der Umsturz erfolgte still und heimlich: Kaum ein Internetuser, der das Netz heute nicht mit Hilfe von «Google» durchforstet. Während die Datenautobahn noch vor wenigen Jahren vor Suchmaschinen nur so wimmelte, hat die «Fusionitis» nun auch die digitale Welt erreicht. Viele kleinere Anbieter sind bereits vom Markt verschwunden.
Millionen von Menschen stöbern mit «Google» täglich durch die schier unendliche Informationsflut. Und so dominiert mittlerweile nicht mehr CNN oder BBC die internationale Nachrichtenwelt – sondern «Google». Der Grund ist einfach: Was die Suchmaschine nicht auflistet, scheint nicht zu existieren. Wer seine Webpage nicht nach «Google»-Kriterien ausrichtet, ist in der virtuellen Realität nicht auffindbar. Und fristet in den unendlichen Weiten der grössten Datenbank ein Schattendasein.
Höchste Zeit, die Vormachtstellung von «Google» zu brechen! Das sagt sich auch PC-Papst Bill Gates. Dass er mittlerweile damit liebäugelt, «Google» zu schlucken, lässt indes weiteres Unheil ahnen. Sollte der Deal irgendwann zustande kommen, würde die viel gepriesene Meinungsfreiheit im Internet wohl endgültig zur Farce. Microsoftkritische Seiten könnten dann problemlos rausgefiltert werden. Zumindest ein Teil davon – so dass kaum einer merken würde, was ihm vorenthalten wird.
Die Absicht einer Übernahme wäre indes zu offensichtlich – das weiss auch Gates. Um der drohenden Kritik zu entgehen, plant er jetzt offenbar den Aufbau einer eigenen neuen Suchmaschine. Logisch, dass die dann auf allen Windows-Computer vorinstalliert würde – und «Google» damit aus dem Markt drängen könnte – frei nach dem Motto: Quantität vor Qualität.
Offiziell bestätigen mag Gates das indes nicht – auch wenn gewisse Microsoft-Verantwortliche genau dies kürzlich in aller Öffentlichkeit getan haben. Ihr Boss pfiff sie mittlerweile wieder zurück. «Alles nur ein Missverständnis», meint er versöhnlich.