Weiterer Überraschungsfund im Tal der Könige: Schweizer Ägyptologen haben im Wüstensand eine uralte Gruft entdeckt, die einen unversehrten Sarkophag samt Mumie enthält. Darunter könnten Reste einer zweiten Grabstätte aus der 18. Dynastie liegen – der bekanntesten Pharaonen-Epoche.
Bereits am 25. Januar 2011 hatten Ägyptologen der Universität Basel im Tal der Könige eine verdächtige Struktur im Felsen entdeckt. Wegen der ausgerechnet an jenem Tag beginnenden Revolution wurde die Stätte allerdings sogleich wieder verschlossen, der Schlüssel der Altertümerverwaltung unter Zahi Hawass übergeben, der im Verlauf des Jahres entmachtet wurde.
Ein Jahr später, am 8. Januar 2012, konnte es dann endlich weitergehen. «Der Schacht musste von Schutt und Sand befreit werden», erzählt Projektleiterin Susanne Bickel gegenüber «mysteries». «Noch war nicht sicher, ob er zu einem Grab führen würde. Dann aber erschien der originale Verschluss des Durchgangs, dessen Dokumentation ebenfalls einige Tage dauerte, bevor man ihn fachgerecht entfernen konnte.»
Der erste Blick in die Sargkammer brachte eine freudige Überraschung: Ein Sarkophag war zu sehen, jedoch nicht wie erwartet vom Typus der prestigeträchtigen 18. Dynastie (15. Jahrhundert v. Chr.), sondern einige hundert Jahre jünger. «Am 12. Januar konnten wir dann in Begleitung des lokalen Chefinspektors in den Raum kriechen», so die Basler Chefägyptologin.
Nachdem die Ägypter den Fund am 15. Januar 2012 offiziell bekannt gegeben hatten, ging alles sehr schnell: Bereits einen Tag später konnte der mit gelben Hieroglyphen verzierte schwarze Sarg in der Gruft geöffnet werden. Zum Vorschein kam eine perfekt konservierte Mumie: Der Leichnam einer Sängerin aus dem 9. Jahrhundert v. Chr.
Ob sich unter ihren unversehrten Bandagen wertvolle Grabbeigaben oder gar ein Papyrus befinden? Möglich wärs. «Sarg und Mumie bedürfen eingehender Konservierung, bevor wei- Sensationsfund: Der Sarkophag vor und nach der Öffnung.
tere Untersuchungen möglich sind – diese werden frühestens im Herbst möglich sein», vertröstet Bickel. Doch die Grabstätte könnte noch weitere Überraschungen aus der Pharaonenzeit bergen. Denn ganz unten in der Kammer liegt vermutlich «eine 500 Jahre ältere Bestattung – um 1450 v. Chr. – unter einer dicken Schicht von Schutt und Schotter». Darauf würden Überreste des ersten Türverschlusses sowie Keramik auf dem Schachtboden deuten. Projektleiterin Susanne Bickel: «Wir beginnen in der Grabkammer jetzt mit der Sichtung des Bauschutts.»
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Wussten Sie, dass die ältesten figürlichen Kunstwerke der Welt aus Deutschland stammen? Wie gelangte eine Skulptur der alten Römer in ein mittelamerikanisches Grab bei Mexico City, lange bevor die Europäer Amerika entdeckten? Und wie schafften es die alten Chinesen bereits 2.000 Jahre vor uns Waffen zu verchromen, die bis heute nicht rosten?
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Dies ist ein Reiseführer in die Welt der verheimlichten Funde und unterdrückten Artefakte. Rund 200 Farbfotos gewähren Einblicke in das Unfassbare: kontroverse Skulpturen, die es nicht geben dürfte, steinalte Relikte, wie sie heute nur mit modernsten Werkzeugen gefertigt werden könnten oder geheimnisvolle Schriftzeichen versunkener Zivilisationen, die nicht in unser vertrautes geschichtliches Weltbild einzuordnen sind.
»Noch können wir unsere Geschichte ändern, indem wir unsere Vorstellungen über sie revidieren. Das geheime Vermächtnis unsere Vorstellungen über sie revidieren. Das geheime Vermächtnis der Vergangenheit ist der Schlüssel zur Zukunft! « Luc Bürgin
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/verbotene-archaeologie-die-neuen-beweise-page2-1.jpg212218Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2012-02-01 12:00:002025-12-15 08:43:31Verbotene ArchäOlogie: Die Neuen Beweise!
Teufelsspuren: Hier wächst kein Grashalm In oder bei deutschen Kirchen finden sich immer wieder Kuriositäten, die für manche Gläubige teuflischen Ursprungs sind. Eine besonders eindrückliche Merkwürdigkeit hat hierbei das kleine Dorf Zulling in Niederbayern zu bieten: Den Teufelstritt – scheinbar unvergängliche Fussabdrücke des Bösen! An der Nordwand der örtlichen Kirche, oberhalb von Landau an der Isar, sind im Rasen deutlich zwei uralte schwarze Fussabdrücke zu erkennen. Rundherum wächst Gras – nur an diesen beiden Stellen kein einziger Halm. Einer mittelalterlichen Sage nach stand dort früher die Kapelle eines reichen Ritters. Diese Kirche sei besonders kostbar ausgestattet gewesen und habe eines Tages einen Frevler – einen teuflischen Dieb – angelockt. Just als der Bösewicht mit dem Raubgut aus dem Fenster der Kapelle gesprungen war, traf ihn mit einem gewaltigen Donnerschlag ein Blitz. Von dem Dieb blieb nichts als ein verkohlter Leichnam zurück.
Dort, wo der himmlische Blitz den Gottlosen getroffen haben soll, sind noch heute dunkle, verkohlt anmutende Fussabdrücke zu sehen. Die Spuren seien definitiv nicht präpariert, bestätigt Messdienerin Paula Kirschner gegenüber «mysteries». Immer wieder sei versucht worden, in den Abdrücken Gras anzupflanzen. Ohne Erfolg. «Seit Menschengedenken wächst dort nichts mehr», bestätigt auch Nikolaus Söltl, ein ehemaliger Schulleiter. Die Stelle sei nie genauer untersucht worden, so der Heimatforscher. «Die Menschen hier wollen die Sage weiterleben lassen.» Fakt
Unterirdische Kapelle des Opus Dei
Es existieren nur ganz wenige Fotos von ihr, denn nur «Auserwählte» dürfen die geheime unterirdische Kapelle der erzkatholischen, stockkonservativen «Opus Dei»-Organisation in München betreten (Bild rechts). Im Jahre 2010 war das kirchenfreundliche Nachrichtenmagazin «Focus» beim öffentlichkeitsscheuen Orden eingeladen. Denn die Bruderschaft erhoffte sich durch eine gefällige Reportage eine Imageaufbesserung. So erhielten die Journalisten auch Einblicke in verborgenere Bereiche. «Im Opus-Dei-Zentrum München, einer düsteren 800-Quadratmeter-Villa in teuerster Lage nahe der Isar, steigen die Bewohner um 6.25 Uhr hinab in ihren Keller», beschrieb der Reporter das versteckte Gebetszentrum. «Den liessen sie tiefer legen, um Platz zu schaffen für eine pompöse neobarocke Kapelle mit Marmortäfelungen, Stuck und vergoldeten Wandlampen. Neonröhren hinter Milchglas-Butzenscheiben täuschen Tageslicht vor.»
Der Besuch sei eine «absolute Ausnahme» gewesen, heisst es aus «Focus»-Kreisen gegenüber «mysteries». So wollten sich die Opus-Dei-Vertreter vorher gar versichern lassen, dass Text und Bild garantiert nur im «Focus» erscheinen – und nicht etwa in kritischeren Medien. Entsprechend wenig erfreut und unkooperativ zeigte sich der umstrittene katholische Laienorden denn auch gegenüber «mysteries». Sämtliche Anfragen zur unterirdisei aber, dass dort nicht etwa Steine oder Ähnliches im Boden liegen.
Doch Söltl denkt noch weiter: Genau auf der anderen Seite der Kirchenmauer existiert nämlich ein mittelalterliches Fresko mit einer Teufelsdarstellung. «Vielleicht gibt es da einen Zusammenhang?»
Wer war SS-Obersturmbannführer Hans Joachim von Alten wirklich? Hiess der Mann, in dessen Nachlass Himmlers Kristallschädel auftauchte, in Wahrheit Borislav Alexander Peregrin Lusanov? Neue Spuren führen von Bayern nach Russland und zurück nach Berlin – zu BND-Gründer Reinhard Gehlen.
Und wieder ist ein Relikt aus dem schier unermesslichen Kunstfundus des früheren SS-Obersturmbannführers Hans Joachim von Alten aufgetaucht: Eine grosse Kristallschale mit massiver Silbereinfassung. Darauf eingraviert: «Dem Chef des Sonderreferats IV – Die Belegschaft der Forschungsabteilung Sektion C».
Auch dieses Stück wirft Fragen auf – denn es stammt aus Berlin. Das ist umso interessanter, als in einem weiteren Fundus von Altens in Bayern kürzlich verschollene Kulturgegenstände des «Deutschen Ahnenerbes» aus Tibet oder der Amazonas-Region auftauchten, ebenso wie ein Kristallschädel aus Himmlers Besitz, aber auch etliche brisante Papiere aus der Kriegszeit (siehe dazu unsere Hefte Nr. 2/2011, 3/2011, 6/2011, 1/2012). Kurz: Seit über einem Jahr schreibt und recherchiert «mysteries» nun als einzige Publikation über das SS-Phantom, von dem bis heute kein Geschichtsbuch auch nur ein Wort zu berichten weiss. Und noch immer scheinen sich im Gegensatz zu Schatzsuchern und Journalisten keine amtlichen Historiker, geschweige denn eine namhafte deutsche Kulturinstitution dafür zu interessieren – zumindest nicht öffentlich.
Dennoch beginnt sich der Schleier um Hans Joachim von Alten allmählich etwas zu lüften. So soll es sich bei ihm nach neuen Informationen von gut unterrichteter Seite in Wirklichkeit um «Borislav II., Alexander Peregrin Lusanov» handeln, der 1917 mit seinem Vater vor der Oktoberrevolution flüchtete. «Bis 1932 studierte er in Berlin, ging zur Polizei, wechselte ein Jahr später zur Gestapo, wo er Himmler kennen lernte», so ein Informant.
«Bei Kriegsende war er in geheime Schatztransporte involviert.»
Nach dem Krieg hätte Borislav alias Hans Joachim von Alten zeitlebens um die Anerkennung seiner Staatsbürgerschaft in Russland gekämpft – allerdings vergeblich: «Das machte ihn wohl zum Doppelagenten. Daher auch seine guten Sprachkenntnisse. Der Typ war wohl eine ganz grosse Nummer – umso mehr als auch der Alt-Nazi, CIA-Spezi und spätere BND-Gründer Reinhard Gehlen in den späten 50er-Jahren bei ihm in Berlin ein und aus gegangen sein soll.» Fortsetzung folgt.
lb.
Wer kennt diesen Mann? Seltene Fotos von Hans Joachim von Alten.
Kristallschale mit Gravur am Silbersockel: Agierte der Himmler-Vertraute als «Chef des Sonderreferats IV, Sektion C»?
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/ss-phantom-hans-joachim-von-alten-aus-russland-geflohen-page29-1.jpg387462Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2012-02-01 12:00:002025-12-15 08:42:58Ss-Phantom Hans Joachim Von Alten: Aus Russland Geflohen?
Nestlé-Konzern unter Beschuss Dreckige Wasser-Geschäfte Ein neuer Film entlarvt Nestlé als skrupellosen Lebensmittel-Multi. Der Konzern pumpt Ärmsten das Wasser ab, um es Reichen zu verkaufen.
Seite 20 Deutschlands grösste Kirchen-Rätsel Von Opus Dei bis zum Teufel Ketzerische Altarbilder, teuflische Spuren und magische Zahlenspielereien: In deutschen Kirchen wimmelt es nur so von kuriosen sakralen Geheimnissen und weiteren rätselhaften Merkwürdigkeiten.
Seite 52 Zu Besuch bei der «Addams Family» Die Henkersfamilie aus der Schweiz Sie betreiben das einzige Henker-Museum der Schweiz, tätowieren aus Berufung und faszinieren selbst «Alien»-Schöpfer H. R.
Giger. «mysteries» besuchte den Varesi-Clan in Sissach und bekam dabei schauerlich schöne Geschichten zu hören.
chnurrende Katzen – was gibt es Beruhigenderes? Kaum einer, der mit dem sonoren Geräusch nicht Wohlbehagen Sverbindet – ohne eine Ahnung davon zu haben, warum.
Was nur Katzenliebhaber wissen: Die flauschigen Vierbeiner schnurren nicht nur, wenn es ihnen gut geht. Sie tun dies auch, wenn sie Schmerzen haben oder nervös sind. «Manche Katzen schnurren sogar, wenn sie Angst haben, verletzt sind, gebären oder sterben», weiss Elizabeth von Muggenthaler vom amerikanischen «Fauna Communications Research Institute». Die Non-Profit-Organisation führt empirische Studien zu den Kommunikationsarten und Stimmen verschiedener Tiere durch.
Katzenschnurren nimmt dabei eine besondere Stellung ein.
Das Institut verkauft sogar CD-Aufnahmen mit entsprechenden «Wohlklängen». Denn Elizabeth von Muggenthaler und ihre Kollegen sind davon überzeugt, dass Schnurren heilen kann. «Ist es möglich, dass die Evolution die Katzen mit einem natürlichen Heilungsmechanismus für Knochen und andere Organe ausgestattet hat?» fragt sie in der 2006 erschienenen Studie «Katzenschnurren – ein biomechanischer Heilmechanismus». Antwort: «Die Forscher bei Fauna Communications sind überzeugt davon.»
Die Tierstimmen-Forscherin hat das Schnurren von 44 Katzen gemessen, aufgezeichnet und ausgewertet. Neben Hauskatzen berücksichtigte sie dabei auch Raubkatzen wie Geparde, Pumas oder Ozelote. Dabei stellte sie fest, dass sich die Frequenzen des Schnurrens bei allen Katzenarten um 25 bis 150 Hertz Ausgabe 2/2012 bewegen. Also exakt in jenem Niederfrequenzbereich, der beispielsweise für die Heilung von Knochenbrüchen oder die Lösung von Muskelkrämpfen vorteilhaft ist. Zum Vergleich: Die untere Grenze des menschlichen Hörbereichs liegt bei 16 bis 20 Hertz.
Die wissenschaftlichen Ergebnisse ihrer Untersuchungen wurden im Kongressband der zwölften «Internationalen Konferenz zu Niederfrequenzlärm und Vibration und deren Kontrolle» in Bristol veröffentlicht («The Felid Purr: A bio-mechanical healing mechanism»).
Die amerikanische Tierforscherin ist nicht die einzige, die einen Zusammenhang zwischen der Schnurrfrequenz und der Heilung von Knochenbrüchen ortet. Auch Leo Brunnberg, Leiter der Tierklinik der Freien Universität Berlin, ist davon überzeugt, dass die durch das Schnurren erzeugte Vibration die Muskeln minimal bewegt und dadurch das Knochenwachstum beschleunigt. «Wir glauben, dass diese Mikrobewegung für die Frakturheilung von Bedeutung ist», bestätigt der Professor gegenüber «mysteries».
«Bis jetzt können wir das aber noch nicht belegen.» Jedenfalls sei es mehr als erstaunlich, dass Knochenbrüche bei Katzen schneller heilen als bei Hunden. Ein Mysterium, das Tierärzte bis heute beschäftigt.
Auch US-Expertin Elizabeth von Muggenthaler kann die heilende Kraft des Schnurrens letztlich nicht hundertprozentig belegen. Für sie spricht aber vieles dafür: «Die natürliche Selektion der Evolution hat das Schnurren bei verschiedenen Katzenarten in unterschiedlichen Regionen bereits sehr lange erhalten. Das spricht für eine lebenswichtige Bedeutung. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Schnurren auch Energie benötigt und eine kranke Katze diese Energie nicht ohne guten Grund aufbringen würde.»
Die Vorstellung, dass Schnurren lediglich eine Ausdrucksform ist, verwirft die amerikanische Forscherin, «weil es ja in verschie- Patientin während der Behandlung. Statt Katzen können auch entsprechend vibrierende Polster eine heilende Wirkung entfalten.
Die Evolution hat das Schnurren erhalten, also ist es lebenswichtig.
denen Gefühlsmomenten und Situationen angewendet wird».
Katzen würden das Schnurren zwar beispielsweise als «Friedensangebot» benutzen, um dem Gegenüber zu zeigen, dass sie keine feindlichen Absichten haben. «Aber sie schnurren eben auch, wenn sie schwer verletzt in einem Käfig beim Tierarzt liegen», so die Amerikanerin.
Für die Expertin ist deshalb klar, dass das Schnurren für das Tier selber einen positiven medizinischen Effekt haben muss.
Seit Jahren sammelt sie wissenschaftliche Arbeiten, die aufzeigen, dass Katzen schneller gesund werden als andere Tiere und weniger Folgeschäden nach Eingriffen haben. So belegte etwa eine amerikanische Studie 1996, dass durchschnittlich nur 1,2 Prozent der Katzen nach einer Kastration Komplikationen hatten. Bei den Hunden lag der Durchschnitt bei 9,8 Prozent.
Und bereits 1987 hielten US-Tierärzte im «Journal of the American Veterinary Medical Association» fest, dass in 132 untersuchten Fällen, in denen Katzen aus einem oberen Stockwerk eines Hochhauses fielen, 90 Prozent davon überlebten. Die meisten stürzten aus einer Höhe von mindestens sieben Stockwerken in die Tiefe. Der Rekord lag in einem Fall bei der 45. Etage. Selbst diese Katze überlebte, trotz schwerer Verletzungen.
Für von Muggenthaler ist das nicht erstaunlich, wenn man die Schnurrfrequenz berücksichtigt. «Die dominanten Frequenzen bei drei untersuchten Katzenarten lagen exakt bei 25 oder 50 Hertz», erklärt die engagierte Forscherin. «Das ist die beste Vibrationsfrequenz für Knochenwachstum und das Heilen von Frakturen.»
Hauskatzen schnurren am variantenreichsten Allgemein würden sich Vibrationsfrequenzen zwischen 20 und 140 Hertz bei verschiedenen Krankheiten heilend auswirken. Frequenzen von 18 bis 36 Hertz wiederum würden in der Biomechanik zur Unterstützung der Gelenkbeweglichkeit benutzt. «Alle untersuchten Katzen konnten in diesem Bereich schnurren», so die Leiterin von «Fauna Communications». Dasselbe gilt auch bei der Schmerzbekämpfung. Hier seien 50 bis 150 Hertz nützlich, und «alle Katzen zeichnen sich durch mindestens fünf dominante Schwingfrequenzen in diesem Bereich aus». Die grösste Palette an Schnurrfrequenzen haben übrigens Hauskatzen.
Die Samtpfoten würden das Schnurren aber auch prophylaktisch einsetzen, ist von Muggenthaler überzeugt: Zur Vorbeugung von Muskelschwund. Denn Katzen schlafen viel. Während dieser Ruhephasen werden die Muskeln nicht aktiv trainiert. «Wenn Katzen sich nur sporadisch bewegen, ist es für sie von Vorteil, Knochen und Muskeln auch in der Ruhephase zu stimulieren.» Und das geschieht durch die Vibration beim Schnurren.
Absurd? Keinesfalls. Dass Vibration einen positiven Effekt haben kann, wurde nämlich auch schon bei Menschen belegt. Eine belgische Pilotstudie untersuchte 2004 die Wirkung der Vibrationsplatten «Power Plate» auf die Knochendichte. Frauen zwischen 58 und 74 Jahren trainierten während sechs Monaten dreimal wöchentlich auf einer Vibrationsplatte bei 35 bis 40 Hertz. Die Vergleichsgruppen mühten sich an herkömmlichen Fitnessgeräten ab oder taten gar nichts.
Dr. Kurt Pinter aus Graz. Der Das erstaunliche Fazit: Bei Frauen, die kon- Arzt entwickelte medizinische ventionelles Krafttraining durchführten oder «Schnurr-Polster».
der anderen Kontrollgruppe angehörten, nahm die Knochendichte ab. Hier «konnte nur der altersbedingte Rückgang der Knochendichte um 0,6 Prozent beobachtet werden», schrieben die Forscher im «Journal of Bone and Mineral Research». Das Vibrationstraining hingegen «verbesserte die isometrische und dynamische Muskelkraft und erhöhte die Knochendichte in der Hüfte signifikant um 0,9 Prozent», so die Wissenschaftler.
Auf die Idee, Katzenschnurren für die Menschen anzuwenden, kam vor einigen Jahren auch der Allgemeinmediziner Kurt Pinter aus Graz. «Es war die Studie von Elizabeth von Muggenthaler mit den Frequenzmessungen, die mich dazu brachte, in Bezug auf die Menschen weiterzuforschen», bestätigt der österreichische Arzt gegenüber «mysteries».
Sein Kollege Fritz Florian konstruierte schliesslich ein so genanntes «Katzenschnurr-Therapiegerät», das die beiden seit nunmehr rund fünf Jahren anwenden. «Das Gerät besteht aus einem Verstärker, der mit Software bestückt ist – dem Katzenschnurren, das mittels eines hochempfindlichen Mikrophons absolut authentisch aufgenommen wurde – und der den Körperschall, also nicht das Schnurrgeräusch, sondern die Vibration, über eine spezielle Art Lautsprecher auf Pölsterchen überträgt», erklärt Pinter. Diese Pölsterchen würden vom Therapeuten dann auf den Ausgangspunkt des Schmerzes oder die Schmerzregion gelegt, «wobei auch Akupunkturpunkte Verwendung finden».
Hilfe für Lungenkranke und Diabetiker Angefangen hatte Pinter mit der Behandlung von Schmerzpatienten. «Trotz der anfänglich häufigen Skepsis der Patienten habe ich überraschend gute Ergebnisse erzielt, die oft weit über das Erwartete hinausgingen. So konnte zum Beispiel ein Dauereffekt, also weitere Schmerzfreiheit auch nach Beendigung der Therapie erreicht werden.» Bereits fixierte Operationstermine chronisch erkrankter, schmerzhafter Gelenke konnten nach der Therapie zudem von einigen Patienten abgesagt werden.
Ausserdem entdeckte der Österreicher, dass auch Lungenkranke gut auf die Therapie ansprechen, «zum Beispiel bei Asthma oder Chronisch obstruktiver Lungenerkrankung, COPD. Es konnten dabei sogar Medikamente eingespart werden.» Weiter sei es ihm schon mehrmals gelungen, mittels rechtzeitigen Einsatzes der Schnurrtherapie Durchblutungsstörungen zu lindern und damit Zehenamputationen von Diabetikern zu verhindern.
Mit pauschalen Heilsversprechen ist Doktor Pinter dennoch vorsichtig: «Den Diabetes kann natürlich auch eine Katze nicht heilen.» Und auch bei anderen Krankheiten sei Vorsicht geboten Experten rätseln: Wie entstehen eigentlich Schnurr-Laute?
Katzen sind die einzigen Tiere, die schnurren. Während Hauskatzen sowohl beim Ein- als auch beim Ausatmen «vibrieren», gelingt dies grossen Raubkatzen nur beim Ausatmen. Wie Katzen dieses einzigartige Geräusch erzeugen, ist noch nicht definitiv beantwortet. Selbst das vermeintlich «allwissende» Internet-Lexikon Wikipedia muss in dieser Frage kapitulieren: «Über das Entstehen des Schnurrens gibt es mehrere Hypothesen. Endgültig geklärt sind die Mechanismen noch nicht.»
Die wahrscheinlichste These: Ein verknöchertes Zungenbein zeichnet für die Schwingung verantwortlich. Das Zungenbein ist ein Knochen, der die Zunge des Tieres mit seinem Schädel verbindet. Beim Atmen würde Luft an diesem Knochen reiben und das Geräusch erzeugen, mutmassen manche Experten. Definitiv beweisen könne man aber nicht, dass dieser Knochen das Schnurren erzeugt, betont etwa Gustav Peters vom Forschungsinstitut Alexander Koenig in Bonn.
Grosskatzen hingegen hätten ein elastisches Zungenbein.
Weitere Theorien gehen davon aus, dass Hautfalten, die hinter den Stimmbändern liegen, das Geräusch erzeugen oder dass die Kehlkopfmuskeln für das Schnurren verantwortlich sind.
Kurz: Ob studierter Veterinär oder Biologe – niemand kann in unserer aufgeklärten Zeit endgültig nachweisen, wie und warum Katzen tatsächlich schnurren. Ziemlich erstaunlich, oder?
und auf jeden Fall eine Abklärung durch den Spezialisten notwendig. Er rät deshalb auch davon ab, das Gerät ausschliesslich in Eigenregie anzuwenden. Fakt aber sei: Es nütze dem Bewegungsapparat, der Lunge, bei Osteoporose, Durchblutungsstörungen sowie Ödemen und bringe vielerorts Erleichterung und Entspannung bei Stressfolgen: «Wer je eine schnurrende Katze neben oder auf sich gespürt hat, weiss um die entspannende Wirkung des Schnurrens», betont auch Pinter.
Nicht nur heilsam, sondern auch beruhigend Exakt diese Wirkung macht sich auch Elisabeth Frick Tanner von der «Gemeinschaftspraxis Altamira» in St. Gallen zu Nutze. Die Schweizer Psychotherapeutin bietet die «tiergestützte Therapie» an, bei der während des Therapiegesprächs ein Tier im Raum anwesend ist. Manchmal ist das ihre betagte Siamkatze. «Sie geht nur noch selten nach draussen und verbringt stattdessen viel Zeit im Therapieraum, deshalb ist sie bei den Gesprächen auch oft dabei.»
Im Gegensatz zu Hunden, die für viel Interaktion sorgen, bringe das Tier eine äusserst beruhigende Stimmung in den Raum.
Die Therapeutin: «Meine Klienten werden schneller ruhig, wenn sich eine schnurrende Katze im Raum befindet.» Wenn sie diese ausserdem noch berühren können, würden sie das Schnurren nicht nur hören, sondern auch spüren. «Da strahlen viele von ihnen dann regelrecht!»
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/schnurren-katzen-um-sich-zu-heilen-versuchen-sie-sich-sel-page39-1.jpg449479Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2012-02-01 12:00:002025-12-15 08:42:34Schnurren Katzen, Um Sich Zu Heilen? Versuchen Sie, Sich Selbst Oder Gar Uns Zu Helfen, Wenn Sie Eingerollt Auf Uns «Vibrieren»? Fest Steht: Die Niederfrequenten Schallwellen Scheinen Unseren Geist Zu Beruhigen Und Die Heilung Von KnochenbrüChen Oder Lungenerkrankungen Zu Beschleunigen. Noch Immer Streiten Sich Mediziner Zudem, Auf Welche Weise Unsere «Samtpfoten» üBerhaupt Schnurren.
Nestlé-Konzern unter Beschuss Dreckige Wasser-Geschäfte Ein neuer Film entlarvt Nestlé als skrupellosen Lebensmittel-Multi. Der Konzern pumpt Ärmsten das Wasser ab, um es Reichen zu verkaufen.
Seite 20 Deutschlands grösste Kirchen-Rätsel Von Opus Dei bis zum Teufel Ketzerische Altarbilder, teuflische Spuren und magische Zahlenspielereien: In deutschen Kirchen wimmelt es nur so von kuriosen sakralen Geheimnissen und weiteren rätselhaften Merkwürdigkeiten.
Seite 52 Zu Besuch bei der «Addams Family» Die Henkersfamilie aus der Schweiz Sie betreiben das einzige Henker-Museum der Schweiz, tätowieren aus Berufung und faszinieren selbst «Alien»-Schöpfer H. R.
Giger. «mysteries» besuchte den Varesi-Clan in Sissach und bekam dabei schauerlich schöne Geschichten zu hören.
Das Geheimnis um das «Relikt von Bir Hooker» ist Das Geheimnis um das «Relikt von Bir Hooker» ist Das Geheimnis um das «Relikt von Bir Hooker» ist Das Geheimnis um das «Relikt von Bir Hooker» ist gelüftet: Erstmals enthüllt der Unternehmer Gregor Spörri öffentlich, was er in einem Bauernhaus bei Kairo zu Gesicht bekam: Eine über 35 Zentimeter lange Monsterkralle! Ein mumifizierter Riesenfinger, der sich keiner bekannten Kreatur zuordnen lässt.
Nun veröffentlicht Spörri einen Endzeit-Thriller, in dem er sein Erlebnis aufarbeitet. «mysteries» zeigt seine Beweisfotos – exklusiv.
regor Spörri hält sein Wort. Im Sommer 2010 informierte er «mysteries» exklusiv über ein spektakuläres «Relikt», Gdas er im April 1988 in der Nähe des ägyptischen Örtchens Bir Hooker (Wadi El Natrun) persönlich anfassen und fotografieren durfte. Was genau er dort in einem Bauernhaus zu Gesicht bekam, müsse – zumindest offiziell – noch im Dunkeln bleiben, bat der Unternehmer damals: «2012 dürft Ihr die Bilder exklusiv veröffentlichen, noch vor Erscheinen meines Buches.»
Nun löst der Mann sein Versprechen ein.
Zur Erinnerung: Über Umwege hatten Einheimische den Schweizer kurz vor seiner Rückreise per Taxi zu einem ländlichen Bauernhaus Richtung Sadat City gelotst – rund 95 Kilometer nordwestlich von Kairo. Dort lernte Gregor Spörri einen hageren Araber namens Nagib kennen. «Sein Antlitz war von Stolz geprägt und seine dunklen, leuchtenden Augen sowie die leicht gebogene Nase verstärkten diesen Eindruck. Tiefe Furchen durchzogen das faltige Gesicht. Ich schätzte, dass der Mann schon recht alt sein musste.»
Der Araber führte ihn hinter das Lehmziegelhaus. Dort, im Schatten von Dattelpalmen, standen eine schmale Bank und ein kleiner, wackeliger Tisch. Nagib hiess ihn Platz zu nehmen.
«Dann erzählte er mir eine Geschichte wie aus tausendundeiner Nacht: Seine Vorfahren seien Grabräuber gewesen und hätten über Generationen hinweg von Plünderungen gelebt. Von seinem Vater, der ziemlich jung verstorben war, hatte Nagib zwei Truhen mit wertvoller Räuberware geerbt. Während seines langen Lebens verhökerte er Stück um Stück an lokale Antiquitätenhändler.»
Ein einziges Stück aus dem Nachlass seines Vaters aber, so Nagib weiter, habe er nie verkaufen können – denn es handelte sich nicht um eine Grabbeigabe, mit der sich Geld verdienen liess. «Dieser Gegenstand sei etwas ganz Besonderes, erzählte er mir. Etwas, worauf sein Ururgrossvater während seiner Räuber-Touren vor über 150 Jahren gestossen war. Weil sich der Überlieferung nach nie ein Käufer dafür finden liess, wurde es von Generation zu Generation weitergegeben. Nagibs Sohn hatte einst versucht, mehr darüber herauszufinden. Doch je länger er herumfragte, desto zurückhaltender wurde er. Eines Tages beschwor er seinen Vater, das kuriose Stück niemals zu verkaufen und mit niemandem darüber zu sprechen.»
«Dann öffnete der Mann eine alte Holztruhe…»
Nur ganz wenige Leute hätten das exotische Relikt je zu Gesicht bekommen, betonte der Ägypter, und er zeige es ihm nur, weil er in grossen finanziellen Schwierigkeiten stecke. Sein Vorschlag nach zähem Ringen: Spörri dürfe das «Ding» anschauen und fotografieren, wenn er ihm im Gegenzug 300 Dollar zahle. «Ich war überaus skeptisch und vermutete Betrug», räumt der Schweizer ein. «Daraufhin gestand Nagib mir zu, auf das Geld zu verzichten, wenn das, was ich zu sehen bekäme, nicht die abgemachte Summe wert sei. Ich verlangte, erst nach der Besichtigung zu bezahlen. Erstaunlicherweise ging der Alte darauf ein.»
Der Araber führte ihn ins Haus, in einen Raum mit zwei Holztruhen, die mit Vorhängeschlössern gesichert waren. Dort bückte er sich schwerfällig und öffnete eine davon. «Für eine Sekunde drang ein Schwall muffiger Luft in meine Nase», erinnert sich Rund zehn Fotos konnte Spörri 1988 ausserhalb von Kairo vom Relikt schiessen. Der Vergleich mit einem ägyptischen 20-Pfund-Geldschein verdeutlicht die Grösse der Kralle.
Ausgabe 2/2012 Auf dem oberen Foto ist der abgebrochene Auf dem oberen Foto ist der abgebrochene Knochen deutlich zu sehen.Knochen deutlich zu sehen. Links daneben: Die Röntgenaufnahme. Angefertigt wurde sie Die Röntgenaufnahme. Angefertigt wurde sie vermutlich in den 60er-Jahren.vermutlich in den 60er-Jahren.
Spörri. «Es roch wie bei Grossmutter auf dem Estrich. Schliesslich holte Nagib ein längliches Paket aus der Truhe, das mit alten Lappen und einer zusammengenähten Lederhaut umwickelt war. Er legte es neben mir aufs Sofa, löste die Lederschnüre und faltete die braune Haut behutsam auseinander.»
Fassungslos starrte der Schweizer auf das Objekt: Vor ihm lag ein riesiger mumifizierter Finger! In gekrümmten Zustand mass die monströse Kralle sagenhafte 27 Zentimeter, wie der Vergleich mit einem ägyptischen 20-Pfund-Geldschein zeigte.
Das Ding war von dunkelbrauner Farbe, minim elastisch, mit aufgeplatzten Stellen und ausgetrocknetem Schimmel überzogen. «Ausgestreckt dürfte es wohl über 35 Zentimeter gemessen haben», schätzt Gregor Spörri. «Trotz seiner beachtlichen Dicke von sieben bis neun Zentimetern Durchmesser war es auffällig leicht, ein paar hundert Gramm vielleicht, und an der Unterseite leicht platt. Als ob es jahrelang irgendwo gelegen hätte. Am hinteren Ende ragte zudem deutlich ein poröses, abgebrochenes Knochenstück hervor.»
Verwirrt drehte der Schweizer das Relikt in seinen Händen hin und her. «Mein Verstand und alle meine Sinnesorgane sagten mir, dass es echt war. Wenn nicht, hätte es sich um eine wahrhaft meisterhafte Fälschung handeln müssen. Doch warum sollte sich in diesem armseligen Wüstenbezirk jemand die Mühe machen, so etwas zu fabrizieren? Klar: Westlichen Touristen kann man vieles andrehen. Gefälschte Figürchen. Getürkte Amulette. Falsches Silber oder Gold. Aber wer ist schon scharf auf einen ekligen Riesenfinger?»
Arabische Dokumente und eine Röntgenaufnahme Nagib griff ob der Skepsis seines Besuchers unterdessen noch mal in die Truhe und kramte eine abgegriffene Ledermappe hervor. In der Mappe befanden sich eine alte Lupe sowie ein grösserer Briefumschlag mit einem vergilbten Briefbogen. «Der Brief trug einen verschnörkelten Briefkopf aus arabischen und lateinischen Schriftzeichen – und ein schlecht gestempeltes Datum, das sich nur mühsam entziffern liess: 12. March 196 …» Auf den Briefbogen geklebt und mit einer rostigen Metallklammer gesichert befand sich ein stark verblasstes Polaroidfoto des Fingers. Direkt darunter, mit brüchigem Klebeband befestigt, der ausgeschnittene Teil einer Röntgenaufnahme. Auf der Rückseite des Briefbogens war eine vergilbte Karte angeheftet, auf der mit Tinte etwas Arabisches geschrieben stand. Darunter ein leicht verschmierter Stempelabdruck samt Unterschrift. «Nagib behauptete, sein Sohn habe vor vielen Jahren über einen ver- Ausgabe 2/2012 Gregor Spörri in seinem Büro.Gregor Spörri in seinem Büro. Die Riesenfigur Die Riesenfigur liess er von einem befreundeten Künstler nachliess er von einem befreundeten Künstler nach seinen Vorstellungen anfertigen.seinen Vorstellungen anfertigen.
trauenswürdigen Bekannten, der in einem Spital in Kairo arbeitete, eine Untersuchung der Riesenkralle machen lassen. Die Dokumente in der Mappe seien die Unterlagen dazu. Alles daran sei echt. Er schwöre das im Namen Allahs und seiner Familie.»
Gregor Spörri zückte seinen Fotoapparat, schoss nervös ein paar Bilder, bis sein Film voll war, und fuhr dann wie in Trance zum Hotel zurück. In seinem Kopf begannen die Gedanken zu kreisen. Hatte er die konservierte Kralle eines über 60 Millionen Jahre alten Dinosauriers gesehen? Unmöglich! Gab es einst also doch Riesen? Überliefern uns Mythologien aus der ganzen Welt nicht, dass derlei Giganten meist so genannten «Himmelsvölkern» entstammten? Hatte er womöglich gar Reste einer riesenhaften Kreatur aus dem All in den Händen gehalten?
Auch die Bibel weiss Ungeheuerliches zu berichten Wie lehrt uns doch bereits das Alte Testament (1. Buch Mose, 6.1–4): «Als aber die Menschen sich zu mehren begannen auf Erden und ihnen Töchter geboren wurden, da sahen die Gottessöhne, wie schön die Töchter der Menschen waren, und nahmen sich zu Frauen, welche sie wollten. Da sprach der Herr: Mein Geist soll nicht ewig im Menschen walten, denn auch der Mensch ist Fleisch. Ich will ihm als Lebenszeit geben 120 Jahre.
Zu der Zeit und auch später noch, als die Gottessöhne zu den Töchtern der Menschen gingen und sie ihnen Kinder gebaren, wurden daraus die Riesen auf Erden. Das sind die Recken der Vorzeit, die hochberühmten.»
Zufall, dass die ältesten Menschen bis heute «nur» rund 120 Jahre alt werden? Wer waren diese ominösen «Gottessöhne», die selbst Theologen bis heute in Erklärungsnöte stürzen? Was wurde aus besagten «Recken – den Helden der Vorzeit»? Und welche Kreaturen hatte Flavius Josephus gesehen, der berühmte römisch-jüdische Historiker, der 79 n. Chr. in seiner «Geschichte des jüdischen Krieges» schrieb: «Da waren Riesen. Viel grösser und anders gestaltet als normale Menschen. Schrecklich anzusehen. Wer sie nicht mit eigenen Augen gesehen hat, der kann nicht glauben, dass sie so ungeheuer gross gewesen sind.»
Nach seiner Rückkehr schrieb Gregor Spörri Briefe an Ägyptologen und Rechtsmediziner, doch niemand zeigte ernsthaftes Interesse an seiner Entdeckung. Selbst sein ehemaliger Biologielehrer, der im Naturhistorischen Museum Basel arbeitete, konnte sich einen Reim auf die Fotos machen: «Der gute Doktor war völlig ratlos. Er meinte nur, dass es so etwas eigentlich gar nicht geben dürfte. Er wusste schlicht und einfach keine Antwort.» Ernüchterung machte sich breit. Kam dazu, dass Spörri kurz nach seiner Rückkehr angeboten wurde, in ein ambitioniertes Diskotheken-Projekt einzusteigen.
Der Schweizer überlegte nicht lange. Er stürzte sich in die Arbeit und widmete sich fortan wieder seiner selbständigen Unternehmerkarriere. Doch die Erinnerung an das Erlebnis in Bir Hooker sollte ihn nicht mehr los lassen. «Zahlreiche, zum Teil auch prominente Gäste unseres ‹Only One Megaclubs› staunten in den folgenden Jahren über die futuristisch anmutenden Riesen-Skulpturen im Lokal. Doch niemand ahnte, worin meine Inspiration lag, sie zu designen.»
Das dürfte sich nun ändern. Denn nach dem Verkauf seines Disco-Imperiums zog sich Gregor Spörri 2008 in ein kleines Büro in einer ländlichen Industriezone zurück, um dort nach knapp zwei Jahrzehnten seine Vergangenheit aufzuarbeiten – und nach Nagib zu fahnden. Basierend auf seinen Erlebnissen in Ägypten entwickelte er eine düstere Reality-Fiction-Story, in die er Ersparnisse und Herzblut investierte. Wie ein Besessener recherchierte und schrieb der Raumfahrt-Fan bis wenige Wochen vor Drucklegung an seinem Manuskript. 2011 reiste er sogar drei Mal nach Amerika – an den wegen Pannen mehrmals verschobenen Abschiedsflug des US-Spaceshuttles «Discovery». «Die drei teuersten Minuten meines Lebens», grinst Spörri. «Aber sie waren jeden Cent wert!»
Ab sofort ist sein 496-seitiger Roman nun im Handel. Titel: «The Lost God: Tag der Verdammnis.» Auf der Innenseite des Umschlags: Das Relikt von Bir Hooker im Massstab 1:1 – Ausgangspunkt einer bitterdüsteren Fantasy-Story über die Rückkehr riesenhafter Aliens. Weiteres Schmankerl: Hörproben des Buchs, gelesen von Dietmar Wunder (Synchronsprecher von Bond-Darsteller Daniel Craig), gibts kostenlos im Internet (siehe Info-Zeile am Textende).
Das schriftstellerische Erstlingswerk hat es in sich. Bis ins letzte Detail führt uns der Autor darin gnadenlos den Eingang zur Hölle vor Augen, vor dem die Menschheit heute umherirrt. Ein beklemmender Mystery-Thriller, der den Sternen ihren romantischen Glanz raubt und dessen Zivilisationskritik die Gegenwart mit brutaler Offenheit spiegelt.
Ob er mit seinem Buch gegen die Dummheit der Menschen ankämpfen will? «Nein», präzisiert Spörri, während das Lächeln aus seinem Gesicht verschwindet: «Ich schrieb gegen meinen in- Vielleicht sind wir ja tatsächlich alle nur universale Idioten.
neren Schmerz an.» Es täte ihm einfach weh, wie die Menschen mit ihresgleichen, den Tieren und der Natur umgingen: «Vielleicht können wir es ja nicht besser. Vielleicht sind wir tatsächlich nur universale Idioten. Frei nach dem Motto: Der Strom kommt aus der Steckdose, das Benzin aus der Zapfsäule und das Schnitzel aus dem Supermarkt. Kaum einer macht sich Gedanken darüber, was da draussen alles kaputt geht, damit wir es drinnen gemütlich haben. Vielleicht ticken wir einfach so. Wenn wir nicht verdrängen würden, also alles präsent hätten – nur schon über uns selber – würden wir vermutlich durchdrehen…»
Doch da ist auch noch eine düstere Vorahnung, die der bekennende Gefühlsmensch in seinem Roman verarbeitet: Seit Längerem spürt er etwas Unheimliches über uns hereinbrechen, das unsere raffgierige, übermütige Spezies gnadenlos zähmen wird. «Selbst das Kleinste ist mit Sicherheit weiter entwickelt, als heute behauptet», glaubt Spörri. «Vermutlich ist das gesamte Tierreich, bis hinunter zu den Insekten, intellektuell und kommunikativ viel weiter entwickelt, als wir glauben. Weil wir uns auf diese Ebenen aber nicht hinunter denken können, haben wir auch keinerlei Achtung davor. Wir gehen ja nicht einmal mit unseresgleichen würdig um. Wie sollen wir dann eine Ameise anständig behandeln?»
Vom Kleinsten zurück zum Grössten – der exotischen ägyptischen Riesenkralle. Einige wird sie elektrisieren, andere kalt lassen. Das weiss auch Gregor Spörri. «Manche werden kritisieren: Warum geht er erst jetzt damit in die Öffentlichkeit? Andere «The Lost God» Ab sofort im Buchhandel!
Gregor Spörri: «The Lost God – Tag der Verdammnis» Münster Verlag Basel 2012, ISBN 978-3-905896-33-6, 29.– SFr.
24.– EUR werden mich als Spinner oder Aufschneider belächeln. Von mir aus. Ich kann bis heute ja niemandem beweisen, dass dieser Monsterfinger wirklich existiert. Umso mehr, als ich bei meinem letzten Besuch in Kairo keine Spur von Nagib und seiner Familie fand. Inzwischen ist dort alles überbaut worden. Aber: Ich weiss, was ich 1988 mit eigenen Augen gesehen habe. Und ich weiss, was ich in meinen Händen hielt. Glaubt es mir – oder glaubt es mir nicht!»
Noch hat der Schweizer die Hoffnung auf einen definitiven Beweis aber nicht aufgegeben. «Erst vor wenigen Monaten weilte ich erneut in Kairo, wo ich einer seinerzeitigen Anregung von Nagib folgend die unvollendete Kammer in der Cheopspyramide vermass», erzählt er. «Demnächst geht es trotz aller Unruhen wieder ins Land der Pharaonen. Direkt nach Sadat City. Dort hoffe ich dank Vermittlung eines Informanten endlich Einblick ins lokale Einwohnerregister zu erhalten. Wer weiss: Vielleicht finde ich Nagibs Familie doch noch wieder.»
Infos: www.thelostgod.com / www.z-productions.ch Verheimlicht und vergessen: Kontroverse Hieroglyphen in der Wüste In Ägypten ist niemand vor Überraschungen gefeit. Das musste auch ein US-Pilot erfahren, als er in einem Wüstental plötzlich vor bislang unbekannten Felszeichnungen stand. Bis heute wurden die Darstellungen nie untersucht, geschweige denn publiziert – weil sie den Ägyptologen nicht geheuer scheinen.
Der amerikanische Pilot aus Algona (Iowa) staunte nicht schlecht: Gerade mal etwas mehr als zwei Jahre arbeitete George Cunningham in Kairo im Auftrag einer Öl-Firma als Hubschrauberpiloten-Trainer. Und nun erntete er plötzlich Lorbeeren, beinahe wie einst Tutanchamun-Entdecker Howard Carter.
Im Wadi Degla, südöstlich der Hauptstadt, hatte Cunningham im April 2000 mit Freunden aus Deutschland nach fossilen Pflanzen und versteinerten Seeigeln und Muscheln gesucht. Plötzlich stachen ihm und seiner Frau Brigitte im dortigen Wüstental an einer überhängenden Felswand kuriose Zeichnungen ins Auge, samt Hinweisen auf eine Höhle.
Aufgeregt informierte der Amerikaner einen Freund von der US-Botschaft über seine Entdeckung. Dieser leitete die Neuigkeit an die obersten Stellen weiter – bis zu Gaballa Ali Gaballa, damals noch Leiter der ägyptischen Altertümerverwaltung (Supreme Council of Antiquities, SCA). Es kam ein Ortstermin zustande, an dem über ein Dutzend Fachleute der Entdeckung grosse Bedeutung zumassen. Tenor: «Im südlichen Ägypten finden sich Ausgabe 2/2012 Spuren einer uralten Kultur oder Fälschungen aus der Neuzeit?
Nur eine wissenschaftliche Untersuchung der von Cunningham entdeckten Zeichnungen könnte endgültig Klarheit schaffen.
etliche derartige Darstellungen. Dass aber auch im Norden Felszeichnungen existierten, wussten wir bisher nicht.»
Botschaften aus der Vergangenheit, die ein neues Licht auf die Einwanderung steinzeitlicher Nomaden in grauer Vorzeit werfen? Durchaus möglich, denn die Darstellungen schienen sich nach einem ersten Augenschein der Experten gleich drei verschiedenen Zeitepochen zuordnen zu lassen. Da zeichneten sich im Sonnenlicht Strichmännchen mit Pfeil und Bogen ab, samt Hunden oder Wölfen – Jagdszenen, die gut und gerne um 7000 bis 6500 vor Christus entstanden sein könnten. Dann waren da aber auch götterähnliche Figuren aus der Zeit um 3000 bis 2500 v. Chr., als die grossen Pyramiden von Gizeh errichtet wurden. Und schliesslich wunderten sich die ägyptischen Experten auch noch über hieroglyphenartige Zeichnungen, die an «eine Art primitiver Version eines Horus-Auges» erinnerten.
Nach einer kurzen Agenturmeldung der Associated Press (AP) im Juni 2000 wurden zumindest ein paar Journalisten hellhörig.
Umso mehr, als auch Mohammed el-Saghir vom SCA kurz nach Bekanntwerden der Entdeckung von einem äusserst bedeutsamen Fund gesprochen hatte. Selbst die renommierte Fachzeitschrift «Bild der Wissenschaft» jubelte am 16. Juni 2000 auf ihrer Homepage: «Da ähnliche Zeichnungen bereits aus dem Süden des Landes bekannt sind, könnten die Nomaden von dort entlang des Nils bis nach Ma’adi gelangt sein. Wo sich heute ein nobler Vorort von Kairo befindet, liessen sich vor 5200 Jahren Beduinen nieder und gründeten die Ma’adi-Zivilisation!»
Heftige Kritik von Fachexperten Bald aber folgte die kalte Dusche: «Wir zweifeln an der Authentizität der Fundstelle», gab Magda Yehia vom SCA Ende Juni 2000 überraschend zu Protokoll. Und der berühmte Ägyptologe Kent Weeks von der American University in Kairo schüttelte nach einem Blick auf Cunninghams Fotos gar erzürnt den Kopf: «Das ist zu 100 Prozent eine Fälschung, keine zwanzig Jahre alt», donnerte der Professor, «noch dazu eine der schlechtesten, die ich je gesehen habe! Es sieht so aus, als ob jemand irgendwelche Zeichen aus einem alten Buch kopiert hätte, ohne sich exakt daran zu erinnern, als er sie aufpinselte.»
Man kenne bis heute keine einzige gezeichnete Felszeichnung aus der prädynastischen Zeit, wetterte Weeks, «weil sie in der Zwischenzeit längst verwittert wäre, speziell, wenn sie sich wie im vorliegenden Fall auf Kalkstein befindet.»
Jagdszenen und hiero-Jagdszenen und hieroglyphenartige Zeichen. Weitere Bilder der Malereien im Wadi Degla aus dem Archiv von George Cunningham.
Diese Bilder konnte Erhard Peil 2007Diese Bilder konnte Erhard Peil 2007 unterhalb der Fundstätte schiessen.unterhalb der Fundstätte schiessen.unterhalb der Fundstätte schiessen.
Weeks Donnerwetter zeigte Wirkung. Die Fundstelle geriet ebenso schnell in Vergessenheit wie sie hochgejubelt worden war. Auf die zugesicherte Datierung wartet Cunningham bis heute. «Erst später erfuhr ich von einem Freund im diplomatischen Corps, dass die Behörden offenbar sauer waren, weil die Presse von der Sache Wind bekommen hatte und die Entdeckung nicht einem Einheimischen zugeschrieben werden konnte.»
Wurde bei der Felswand doch geforscht?
Sieben Jahre zogen ins Land am Nil. Dann besuchte der deutsche «mysteries»-Leser Erhard Peil mit seiner Frau die Cunninghams, um unter deren Führung eine Tour durch die Weisse und die Schwarze Wüste zu unternehmen. «Auf unseren Wunsch hin wurden wir 2007 auch zum Ort der Entdeckung geführt», erzählt Peil. «Dort konnten wir massive Eingriffe feststellen: In der Felswand steckte ein Brecheisen. In das tiefer gelegene, weichere Gestein hatte jemand eine Höhle gebohrt.» Am untern Ende der Felswand fiel dem Deutschen zudem ein neuer Graben auf, 80 Zentimeter tief: «Spuren von Baggerschaufelzähnen wiesen auf eine professionelle Erforschung der Stätte hin.»
Archäologische Aktivitäten unter einer «gefälschten» Felsmalerei? Erstaunt filmte Peil in der Wüste mit seiner Videokamera die Szenerie, die seltsamen Zeichnungen, die modernen Bearbeitungsspuren im Fels. Seine Videoaufnahmen liegen «mysteries» vor. Ebenso zahlreiche Fotos von George Cunningham, die wir an dieser Stelle exklusiv publizieren dürfen.
Vor zwei Jahren nahm der Amerikaner seine Entdeckung vor Ort übrigens nochmals unter die Lupe, wie er auf Anfrage bestätigt. Es sollte das letzte Mal sein – denn mittlerweile hat sich in der Gegend einiges getan. Cunningham: «Kairo dehnt sich immer weiter aus. Das Gebiet um die Felszeichnungen ist mittlerweile abgesperrt. Auf der einen Seite wurde ein staatliches Pumpwerk aus dem Boden gestampft, auf der anderen verläuft neu eine Autobahn nach Ain Souhkna.»
lb.
◄ Von den Behörden enttäuscht.
◄ George Cunningham vor den von ihm entdeckten Felszeichnungen.
▼ Die Felswand aus der ▼ Distanz. Für Touristen ist der Ort mittlerweile gesperrt.
Heiliger Schrein: Auch koptisches Kloster birgt ein geheimes Relikt Eine weitere Entdeckung machte Gregor Spörri 2009, als er in Kairos Aussenbezirken nach Nagib fahndete. Zufällig stiess er dort im koptischen Anba-Bishoy-Kloster auf einen Schrein. Darin: Ein in ein Tuch gewickelter Gegenstand (Bild unten). «Von der Grösse und Form her erinnerte er mich an das Lederpaket mit dem Relikt von Bir Hooker.» Neugierig fragte Spörri einen der Mönche, was sich darin verberge. «Dieses Stück sei sehr alt, versicherte er mir. Über den Inhalt wollte er nichts verraten. ‹Very Holy – sehr heilig›, war seine einzige Antwort.»
Traurige Berühmtheit erlangte das Kloster im Wadi El Natrun am 23. Februar 2011, als es von ägyptischen Soldaten mit gepanzerten Transportern und Maschinenpistolen angegriffen wurde. Ein Mönch wurde erschossen, ein weiterer entführt, andere Klostermitarbeiter schwer verletzt. Laut offiziellen Angaben entfernten die Soldaten durch ihre Gräueltat «lediglich ein paar Mauern», welche die christlichen Mönche kurz zuvor aus Angst vor Plünderern errichtet hatten.
Sachsen-Schatz in Sankt Petersburg aufgetaucht Erfolg für die TV-Produktionsfirma «Story House Productions»: Zusammen mit Rüdiger Prinz von Sachsen entdeckte sie in der Kunstsammlung der Eremitage von Sankt Petersburg Teile des verschollenen königlichen Tafelsilbers, darunter Karaffen und Schalen aus dem geraubten Familienschatz der Wettiner. «Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass ich die überhaupt noch einmal sehe», so Prinz Rüdiger am 17.
Januar 2012 im ZDF. Der grösste Teil des millionenschweren Sachsen-Schatzes war nach dem Zweiten Weltkrieg in die Sowjetunion verschleppt worden. Jahrelang hatte die Familie vergeblich recherchiert. Alle Anfragen an offizielle Stellen in Russland waren negativ beantwortet worden. Und nun die sensationelle Entdeckung: Das geraubte Kulturerbe liegt offenbar weitgehend unversehrt in den Kellern der Eremitage. Die Kunsthistorikerin der Eremitage, Dr. Marina Lopato, bestätigte, dass in ihren Depots auch das Herzstück des Schatzes der sächsischen Könige lagert: Das Taufbecken der Wettiner von 1613 aus Dresden. August der Starke ist darin getauft worden. Sein Nachfahre Rüdiger Prinz von Sachsen ist überrascht von der neuen Offenheit des Museums. Noch bleibt ihm der Zutritt zu den Kellern aber verwehrt.
Uralte Tonwalze enthüllt: So klang Bismarck Wollen Sie wissen, wie Reichskanzler Otto von Bismarck 1889 klang, als ihm die Macht entglitt? Zwar kann man den Mann auf der 123-jährigen Tonwalze nicht singen hören, wie gewisse Medien schrieben.
Dennoch entwickelt das stark verrauschte Dokument eine historische Faszination.
Entdeckt wurde es unlängst im Edison-Archiv in New Jersey vom Audio-Historiker Patrick Feaster. Zusammen mit anderen Aufnahmen, etwa von Generalfeldmarschall Graf von Moltke. Wie rät Bismark seinem Sohn gegen Ende der Tonwalze weise: «Treibe alles in Massen und Sittlichkeit, namentlich das Arbeiten, dann aber auch das Essen, und im Übrigen gerade auch das Trinken.» Hören Sie im Internet selber rein: www.nps.gov/edis/ photosmultimedia/audio-wangemann- 1889-1890-european-recordings.htm Geniale Erfindung: Feuerwehrmann stoppt Wasserflut mit Wasser Hochwasser mit Wasser eindämmen: Auf diesen genialen Einfall kam der Frankfurter Erfinder und Feuerwehrdirektor Reinhard Ries. Bei ersten Ernstfalleinsätzen anfangs dieses Jahres in Köln haben seine «Aquariwa»-Dämme ihre Wassertaufe bestanden. Das Prinzip: Biegsame, 1,2 Meter breite Plastikplatten werden zu Zylindern geformt und mit Wasser gefüllt. Verbunden mit einer Plane lassen sie sich beliebig lang zum Bollwerk formen. Ein einziger Zylinder ersetzt rund 170 Sandsäcke. Vier Männer können mit dieser neuen Methode in einer Stunde eine rund 100 Meter lange Barriere bauen. Entsprechend gross ist das Interesse: «Wir haben Anfragen von Rheinanliegern und aus dem Ausland», sagt Jochen Wagner, Geschäftsführer von «Aquariwa». Ein Meter der Erfindung kostet rund 250 Euro. Infos : www.aquariwa.de
Deutscher Geistheiler und Psychokinet ist zurück Nach massiven gesundheitlichen Beschwerden heilte sich der deutsche Psi-Wundermann 2011 nach eigenen Angaben selber und entliess sich aus dem Spital. Nun lässt Claus Rahn vor laufender Kamera wieder Münzen tanzen oder Aschenbecher rotieren und verschafft vielen kranken Menschen mit der Kraft seines Geistes Linderung.
Kürzlich weilte er in Afrika, wo er mit Krokodilen auf Tuchfühlung ging und Einheimischen zeigte, welche Wunder unser Geist vollbringen kann.
reitag, der 13. Januar 2012. Wenn Claus Rahn sein neues Apple-iPad Fzückt, ist er kaum noch zu halten.
«Was für ein Wunderwerk der Technik», sprudelt es aus ihm heraus. «Damit kann ich meine Experimente und Heilungserfolge endlich überall nach Lust und Laune dokumentieren und von dort in die ganze Welt übermitteln – auch wenn ich aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes leider längst nicht alles ins Internet stellen darf.»
Fünf Jahre sind es her, seit der in Deutschland Mitte der 70er-Jahre bejubelte Psi-Wunder-Mann aus der Versenkung auftauchte. «Ab sofort will ich versuchen, kranken Menschen mit meinen geistigen Kräften zu helfen!» verkündete er damals exklusiv gegenüber «mysteries». Vieles hat sich seither getan. Hunderten von Menschen legte Claus Rahn in der Zwischenzeit seine Hände auf.
Einen vertraulichen Kurzfilm nach dem anderen führt uns der umtriebige Geistheiler beim Besuch in der Redaktion auf seinem iPad vor.
Darunter auch das Video einer geistig topfiten 87-jährigen Dame, die er mit seiner Heilkraft das Gehen wieder lehrte – nachdem sie ihre Wohnung drei Jahre lang nicht mehr verlassen hatte.
«Ich konnte kaum noch einen Schritt tun, weil ich solche Schmerzen im Knie hatte», erzählt sie. «Aber der Herr Rahn hat mir geholfen. Nun brauche ich keine Schmerztabletten mehr. Und ich kann sogar wieder runtergehen auf die Strasse.
Alleine. Das ist doch wunderbar!»
Eine andere Frau bestätigt im Beisein ihrer Tochter ebenso, dass sie nach Rahns Behandlung zum ersten Mal seit langer Zeit wieder schmerzfrei gehen könne – und läuft auf dessen Kommando vor der Kamera wie ein junges Fohlen los.
Ein Wunder. Zumindest aus Sicht der Betroffenen. Andere Patienten Rahns berichten in langen, persönlichen Briefen an «mysteries» seit Jahren von wundersamen Heilungen oder «heisser Energie», die sie während seiner Behandlungen plötzlich durchströmt hätte, ehe ihr Leiden verschwand.
Kann der Glaube Ber-Ausgabe 2/2012 Rahn in Mombasa (Kenia).Rahn in Mombasa (Kenia).
Im Februar 2012 verblüffte er Im Februar 2012 verblüffte er Afrikaner mit seinen Kräften.Afrikaner mit seinen Kräften. Entsprechende Videos finden Entsprechende Videos finden Entsprechende Videos finden sich im Internet auf Youtube.sich im Internet auf Youtube.sich im Internet auf Youtube.sich im Internet auf Youtube.
ge versetzen? Oder schafft es der Mann mit seiner extrovertierten Art, unsere Selbstheilungskräfte zu aktivieren?
Claus Rahn hat ebenfalls schwere Zeiten hinter sich. Nach langwierigen Untersuchungen stand er im April 2011 selber vor einer komplizierten Operation. «Auch ich konnte damals vor Schmerzen kaum noch gehen», räumt er erstmals ein. «Die Ärzte wollten mein ganzes Bein aufschneiden.» Als Beweis breitet er medizinische Unterlagen und Tomographie-Resultate auf dem Tisch aus. «Unmittelbar vor der OP rief ich aus dem Krankenbett meine geistigen Helfer an – unter ihnen auch meinen 1959 verstorbenen Geistesbruder Bruno Gröning.» Am nächsten Tag erlebte Rahn dann selber ein kleines Wunder: «Meine Schmerzen waren wie weggeblasen, also entliess ich mich zur Verwunderung meiner Ärztin kurzerhand selber aus dem Spital. Gott sei Dank!»
Selbst «Der Spiegel» wunderte sich Seither lässt der Mann vor laufender Kamera wieder eifrig Münzen oder Aschenbecher aus Glas rotieren – wie mit Geisterhand. «Bieg dich, dreh dich!» flüstert er in seinen Videos immer wieder beschwörend, während allerlei Gegenstände vor seiner Nase zu tanzen beginnen. Videodokumente eines skurrilen Amateurzauberers, kichern seine Kritiker belustigt. Ein psychokinetisches Ausnahmegenie, entgegnen Zeugen, denen er seine «Kunststücke» persönlich vorführte.
Bereits am 12. Juli 1976 wunderte sich selbst der «Spiegel» im wohl einzigen positiven Psi-Artikel seiner Geschichte über den kuriosen Mann, der mit seinen Fähigkeiten damals selbst Uri Geller locker übertrumpfte. «In den physikalischen Instituten Psi-Kräfte auf dem Prüfstand. Geglücktes Experiment vor Experiment vor Experiment vor Experiment vor den Augen vonden Augen vonden Augen von «mysteriesmysteries»- Herausgeber Herausgeber Luc Bürgin.Luc Bürgin.
der Münchner Universität (…) passieren seit einigen Wochen seltsame Dinge. Löffel hüpfen ohne erkennbaren Grund auf Labortischen, Styroporstücke schaukeln unberührt auf Bürostühlen, Kerzenhalter drehen sich auf unerklärliche Weise um die eigene Achse, und (…) Löffel, Schlüssel werden durch blosse Berührung verbogen. Der Wunder-Täter ist Claus Rahn, 28, Sanitärkaufmann aus Bremerhaven.
Und alles, was Rahn in München-Garching dreht und wendet, wird von Wissenschaftlern ausführlich zu Protokoll genommen. Mal lässt er ohne Hinlangen mit dem blossen Kommando ‹Dreh dich!› einen Briefbeschwerer rotieren (…). Mal verblüfft er zwei Techniker in Raum 25, indem er einen ‹Metallspatel aus nichtmagnetischem Stahl› mit ‹leicht gespreizten Fingern› nach kurzer Beschwörung ‹ruckweise im Uhrzeigersinn› dreht.»
Der renommierte Freiburger Parapsychologie-Professor Hans Bender und seine Mitarbeiter hätten ihn seinerzeit gar nackt ausziehen lassen, um seine Fähigkeiten tage- und nächtelang auf Herz und Nieren zu prüfen, erinnert sich Rahn. «Stellen Sie sich vor: Ich hatte nur noch meine Unterhose an. Doch sie konnten keinen Trick feststellen.»
Der skeptische Professor liess mich bis auf die Haut ausziehen…
Dann holt er plötzlich eine massive Glaspyramide aus seiner Reisetasche und knallt sie als Beweismittel auf den Tisch.
Das über ein Kilo schwere Ding hatte er neulich mehrmals um die eigene Achse rotieren lassen. In seinem Youtube-Kurzfilm blieb seine eine Hand leider die ganze Zeit unter dem Tisch.
Auf Wunsch von «mysteries»-Herausgeber Luc Bürgin doppelte Rahn deshalb wenige Stunden später nach – mit einem weiteren privaten Video, in dem er im Gegensatz zur Youtube-Version beide Hände über der Tischplatte hält.
Und die Pyramide drehte sich erneut.
Erneut wühlt der Mann in seinen Utensilien. Diesmal kramt er einen riesigen Eisbecher hervor – eine seiner Lieblingstrophäen. «Irgendwie» gelang es ihm, darin vor einigen Jahren eine Cent-Münze «einzuschweissen». Und tatsächlich: Wer das schwere Glasteil hin und her schüttelt, fragt sich, wie das Geldstück wohl in den abgeschlossenen Zwischenraum zwischen Kelch und Unterteil gelangen konnte. Was wohl eine mikroskopische Analyse an der Schweizerischen Materialprüfungsanstalt EMPA ergeben würde? Den ultimativen Beweis für parapsychologische Kräfte?
«Einer Experten-Untersuchung würde ich zustimmen», betont Claus Rahn. «Ich habe ja nichts zu verbergen.»
Und dann ist da auch noch jener Bleikristall-Vogel, der seinen Kopf vor Rahns Kamera plötzlich drehte. Selbst die mittlerweile verstorbene Bestsellerautorin Bärbel Mohr verstand die Welt danach nicht mehr, als sie durch «mysteries» auf jenen Kurzfilm aufmerksam wurde.
«Dreh’ deinen Kopf – dreh’ deinen Kopf!»
beschwörte Rahn den Glasvogel, während er ihn filmte. Dann passierte das Unfassbare: Die Figur erwachte regelrecht zum Leben, drehte ihr gläsernes Haupt, ruckartig mehrere Male. So lange, bis selbst ein unmittelbar daneben sitzender, lebender Raubvogel verwundert zurückschreckte.
Skurrile Amateur-Filme Gefilmt hatte Rahn die Szene damals mangels besseren Equipments noch mit seiner Handy-Kamera.
Obwohl dieses Kurzfilmchen im Internet derzeit nicht mehr zu sehen ist, kann sich «mysteries» trotz mehrfacher Begutachtung eigener Archivkopien immer noch keinen Reim darauf machen. Wieder nur ein Trick? Im Zweifelsfall ein guter! Umso mehr, als der Psychokinet aus Kisslegg mit der modernen Technik und ihren Tücken grundsätzlich auf Kriegsfuss steht, wie jedermann bestätigt, der ihn näher kennt.
So skurril manche von Rahns öffentlichen Amateuraufnahmen denn auch Ausgabe 2/2012 «Plötzlich rollte das Spielzeugauto los» «Der Naturwissenschaftler Professor Friedrich Riess über einen Versuch in seinem Haus: Um 23.30 Uhr erklärte Herr Rahn sich zu einer Demonstration bereit. Zu diesem Zeitpunkt schwitzte er bereits stark an seinen Händen. Er schien vom durch das Fenster scheinenden Vollmond sehr angeregt. Er erklärte sich bereit, mit dem Spielzeugauto einen Versuch zu machen. Herr Rahn versuchte, das Auto zu bewegen. Zunächst mit einer Handstellung, die bei ihm typisch ist, dann zog er plötzlich seine Hände zurück und forderte Herrn Riess auf, seine Hände über das Auto zu bringen.
Herr Riess bewegte seine gespreizten Hände über das Auto. Die Bewegung schien sich auf das Auto zu übertragen, denn es rollte plötzlich mit gleichmässiger Geschwindigkeit auf Herrn Rahn zu und blieb an der Tischkante hängen.»
(«Der Spiegel», 12. Juli 1976) anmuten, so verdutzt lassen sie ihre Beobachter zurück, wie ein Blick ins Youtube-Filmportal zeigt: Da testet der Mann mit einem Magneten beispielsweise Geldmünzen, um die nicht magnetischen Stücke ohne Filmschnitt anschliessend auf der Kante balancierend um die eigene Achse rotieren zu lassen.
Ohne zu zögern krallt er sich in einem anderen Video in einem Restaurant vor den Augen eines kleinen Jungen einen Aschenbecher, um ihn sogleich rotieren zu lassen – ohne ihn dabei zu berühren.
Aus Persönlichkeitsschutz-Gründen musste Rahn besagten Film für Youtube schneiden lassen. Zuvor übersandte er ihn in voller Länge an die «mysteries»-Redaktion, «damit es später nicht heisst, ich hätte bewusst manipuliert. Bei allen meinen Experimenten lasse ich die Zeugen alle kreisenden Tassen oder Teller zuvor und danach gerne aufheben und anfassen – um zu beweisen, dass darunter kein Drehmechanismus versteckt ist.»
Stimmt, wie ein Kurzvideo dokumentiert, in dem er in einem Restaurant einen voll beladenen Spagetti-Teller um die eigene Achse drehen lässt und danach sogleich hochhebt, um dessen makellose Unterseite zu zeigen.
«Ich habe nichts zu verbergen.»
Der Heiler und Psychokinet bei seinem Besuch in der «mysteries»- Redaktion (2012).
Erstmals publiziert: Eines der Originalprotokolle Eines der Originalprotokolle von Zauber-Experte Rudolf Mayr (1976).von Zauber-Experte Rudolf Mayr (1976).
Besonders eindrücklich: In älteren Mini-Videos lässt Claus Rahn gar Aschenbecher innerhalb geschlossener Glasvitrinen kreisen, noch dazu in der Wohnung fremder Leute. Selbst Löffel verbogen sich vor seiner Kamera in verschlossenen Plexiglaskasten wie durch Geisterhand. Nur: Auf Knopfdruck funktioniert leider auch beim «Wundermann» nichts. «Manchmal klappts, manchmal nicht», wundert selbst er sich.
Tatsächlich sah «mysteries»-Herausgeber Luc Bürgin 2008 mit eigenen Augen, wie Claus Rahn in einer fremden Wohnung ohne jede Vorbereitung spontan einen willkürlich gewählten Löffel hüpfen liess und dann durch die Luft katapultierte, ohne ihn dabei je zu berühren. Ebenso wie der Mann vor der Nase des Basler Psi-Spezialisten Lucius Werthmüller und seiner Lebensgefährtin Glasaschenbecher und Zinnteller rotieren liess, ohne die Objekte anzufassen.
Hin und wieder passiert aber eben auch gar nichts. «Können Sie sich vorstellen, wie ich mich dann fühle – wenn mich alle mit erwartungsfrohen Augen anstarren?» ärgert sich Rahn. «Wissen Sie nun, warum ich mich bis heute weigere, in grossen TV-Shows aufzutreten? Dort wirst du doch nur zur Schnecke gemacht. Ein missglücktes Experiment und die ganze Nation lacht über dich. Dann bist du weg vom Fenster. Und wenn ich hier in der Redaktion vor laufender Kamera eine Tasse schweben lassen würde? Würde das hartnäckige Zweifler überzeugen? Selbst wenn Sie es mit ihrer eigenen Videokamera filmen? Überlegen Sie doch mal selber…»
Zauberei? Schweizer Magier sind gespalten Versierte Skeptiker und Zauberkünstler überzeugt Rahn mit solchen Sätzen tatsächlich nicht. «Ich kann Claus Rahn nicht endgültig beurteilen, weil ich ihn nie live gesehen habe», betont etwa der Schweizer Magier Magrée. «Ich will auch nicht ausschliessen, dass es Dinge gibt, die man nicht erklären kann. Aber es existieren nun mal Trickroutinen, die solche Dinge ermöglichen. Falls Herr Rahn mir seine Fähigkeiten dennoch mal persönlich in meinem Büro demonstrieren möchte, bin ich jederzeit dafür offen.»
Anderer Meinung ist Magrées Berufskollege und Landsmann Rudolf Mayr, der speziell in den 60er- und 70er-Jahren grosse Erfolge als Magier verbuchte und die Schweiz damals gar an der Magier-Weltmeisterschaft vertreten durfte. «Als ich Claus Rahn kennen lernte, war ich extrem skeptisch», erinnert sich der heute 74-Jährige gegenüber «mysteries». «Als Zauberer dachte ich, ihn als Trickser entlarven zu können.»
Mehrere Experimente vor eigenen Augen wandelten Mayr aber vom Saulus zum Paulus. «Der Mann war irgendwie hellsichtig. Er hat mich überzeugt, dass so etwas möglich ist, dass Das war kein Trick, das war echt – schlicht und einfach paranormal.
es Psychokinese und geistige Kräfte tatsächlich gibt. Für mich als versierten Zauberer ein Schlüsselerlebnis! Das war definitiv kein Trick. Das war echt – schlicht und einfach paranormal.»
(Siehe dazu eines von Mayrs Protokollen oben.)
So stark sich die Geister an Rahns mentalen Fähigkeiten denn auch scheiden: Ein Kurpfuscher ist er mit Sicherheit nicht.
Vor jedem Handauflegen lässt er seine Kunden sicherheitshalber eine Erklärung unterschreiben, worin er sich von jeder ärztlichen oder heilerischen Tätigkeit distanziert – und die Leute auffordert, bei Problemen auch weiterhin zum Arzt zu gehen. «Ich verspreche niemandem etwas», betont er.
«Aber wer heilt, hat Recht.»
Hunderprozentig echt sind in jedem Fall seine waghalsigen Tierexperimente aus den letzten Jahren, deren Videos ebenfalls auf Youtube zu finden sind. Darin krault Claus Rahn in einem Zoo durchs Gittergehege vor laufender Kamera einen Luchs, tummelt sich minutenlang in einem von Frischlingen wimmelnden Wildschwein-Gehege, ohne dass ihn die Elterntiere angreifen. Oder er zischt in der afrikanischen Wildnis ein gefährliches freilebendes Flusspferd solange an, bis es ehrfürchtig vor ihm zurückweicht. Kürzlich fragte Rahn gar einen weltoffenen, deutschsprachigen Filmemacher (Name der Red. bekannt), ob ihn dieser beim Streicheln wilder Löwen filmen würde. Antwort: «Willst du, dass ich mich strafbar mache?»
Ausgabe 2/2012 Immer wieder durfte der Mann in den letzten Jahren selber Seltsames erleben.
«In der Schweiz kam ich beispielsweise mit einem älteren Mann in Kontakt, der mit eigenen Augen gesehen hatte, wie ein Fremder vor ihm durch eine Mauer spazierte. Ich glaube ihm. Warum sollte er mich anlügen? Dann war da auch noch jener Typ, der mir am Auto eine Scheibe kaputt schlug. Ich habe ihn liebevoll in den Arm genommen und mich dafür bedankt, dass er die restlichen Scheiben intakt gelassen hatte. Und der Junge kam zurück und hat alles wieder in Ordnung gebracht. Unglaublich, oder?»
Fast schon nebenbei breitet Claus Rahn Fotos prominenter Persönlichkeiten aus, denen er bereits die Hände auflegen durfte. Darunter ein ehemaliger deutscher Ministerpräsident. Oder ein renommierter Medizin-Professor. «Leider mag kaum einer von ihnen öffentlich dazu stehen», seufzt er. Und als er an jenem Freitag, den 13., nach mehreren Stunden seine Taschen packt, weiten sich seine Augen einmal mehr. «Glaubt mir: Wir müssen weg von diesen negativen Gedanken – von dieser negativen Berichterstattung über alles Umstrittene», mahnt er fast schon beschwörend. «Der Glaube an das Gute macht uns alle stark. Bitte schreibt das!»
PS: Wenige Tage später erreicht «mysteries» eine persönliche Videobotschaft jener rüstigen 87-jährigen Dame, die ihre Wohnung drei Jahre nicht mehr hatte verlassen können, bis ihr Rahn mit seinen Kräften wieder auf die Beine half. «Claus fliegt jetzt nach Kenia», lächelt sie. «Er will sich dort auch mit den Krokodilen beschäftigen. Mal sehen, was dabei heraus kommt.»
Eisbecher von Claus Rahn. Im hermetisch verschlossenen Mittelteil befindet sich eine Geldmünze, die dort auf übernatürliche Weise hineingelangt sein soll. Was wohl eine professionelle Materialprüfung offenbaren würde?
Augenzeuge bestätigt: «Plötzlich drehte sich die Muschel in meiner Glasvitrine» «Da meine Frau schwer krank war, habe ich Kontakt zu Herrn Rahn aufgenommen. Herr Rahn ist zwei Tage später zu uns gekommen, um meine Frau zu behandeln. Dabei hat er auch einige seiner Wunder gezeigt. So hat er zum Beispiel einen Keramik-Engel, den meine Frau sehr liebt, von der Kommode in einen Korb darunter ‹fliegen› lassen. Auch ich habe bereits zwei seiner Wunder mit eigenen Augen gesehen: So liess Claus Rahn mit seinen Kräften eine schöne Meeresmuschel aus unserer kleinen Sammlung in der verschlossenen Vitrine rotieren! Wir standen beide davor. Er hat das gleichzeitig mit seinem Handy auf Video aufgenommen.
Herr Rahn hat mir ausserdem (…) Folgendes vorgeführt: Er liess einen Löffel auf den Keramikfliesen des Bodens etwa 30 Zentimeter weit hüpfen. Einen Küchenlöffel hat er, ohne ihn zu berühren, vor meiner Frau gebogen. Mein zukünftiger Schwiegersohn hat versucht, den Löffel wieder gerade zu biegen. Dies ist ihm nur mit grossem Kraftaufwand und nur zum Teil gelungen.»
Franz Hrubes (D) Franz Hrubes und Claus Rahn. Erstaunt zeigt der Augenzeuge seine Muschel. Im Hintergrund die Vitrine.
Bayerischer Unternehmer: «Der Mann ist wirklich ein Phänomen» Als «etwas ganz Besonders – ein absolutes Phänomen», wird Claus Rahn von Roland Lorch beschrieben. Lorch ist nicht irgendwer – der Deutsche ist ein Unternehmer mit internationaler Reputation. Er betreibt in Bayern die Firma «Aquadetox», die sich mit ökologisch sinnvoller Wasseraufbereitung beschäftigt.
«Auch bei uns hat Claus Rahn mit seiner Geisteskraft bereits allerlei Dinge tanzen lassen.
Das können hier viele Mitarbeiter unterschreiben», bestätigt Lorch. Selbst vor den Augen seiner Familie habe Rahn bereits «gewirkt»: So liess das Psi-Talent zum Beispiel eine Münze durch den festen Boden eines tönernen Blumentopfes fallen – «direkt in die Hände meiner Tochter».
Doch Rahns Kräfte können auch unverhoffte Nachwirkungen haben, wie Lorch erfahren musste. «Claus hatte mich bei seinem letzten Besuch im Oktober 2011 noch gewarnt», schmunzelt der Manager. «Pass auf, sagte er, auch wenn ich weg bin, könnten hier noch merkwürdige Dinge geschehen!»
Und tatsächlich: Wenige Tage später steht Roland Lorch mit seinem Partner und Mitarbeitern im Empfangsraum seiner Firma. Ein Kurier kommt herein, in Begleitung zweier Kinder. Der Mann holt ein paar Päckchen ab und will wieder gehen. Wenige Minuten zuvor war eines der Kinder durch die offene Eingangstür bereits wieder herausgestürmt.
Doch der Bote kann die Tür nicht öffnen. «Hier ist abgeschlossen!» ruft er und rüttelt an der Pforte. «Es war nach dem Kind aber kein Mensch mehr an der Tür gewesen, das konnten wir alle sehen», wundert sich Lorch rückblickend. «Ich musste den Schlüssel zweimal herumdrehen, um das Schloss wieder zu entriegeln.» Der Bayer ist sich sicher: Das waren Folgen von Claus Rahns Besuch.
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