Wie Kann Ich Mich Vor Spam SchüTzen? Das Raten Uns Computer-Experten
Updates.
Die wichtigste Präventivmassnahme gegen Spam sei ein aktuelles Betriebssystem, betont die Deutsche Verbraucherzentrale. Regelmässige Updates würden helfen, Sicherheitslücken zu schliessen.
Virenschutz. Das Virenschutzprogramm sollte ebenfalls regelmässig aktualisiert werden. Empfohlen wird auch eine Firewall. Sie prüft die Daten, die der Nutzer vom Internet auf seinen Computer lädt.
Spamfilter. Viele Filterprogramme bieten die Möglichkeit, zusätzlich selber Schlüsselwörter und Mailadressen einzugeben, die in der unerwünschten Post vorkommen könnten. Wichtig sei in diesem Fall aber, die Mails im Spamordner nicht gleich zu löschen, so die Verbraucherzentrale. Denn Nachrichten, die fälschlicherweise als Spam identifiziert wurden, könnten dann «vom Nutzer nicht mehr gerettet werden».
Zweite Mailadresse. Wer sich regelmässig im Internet – etwa bei Versandhäusern oder Diskussionsforen – mit seiner E-Mail-Adresse anmeldet, sollte sich eine zweite zulegen, die er nur für diesen Zweck gebraucht, rät die Stiftung Warentest. Die private Mailadresse müsste dann nicht preisgegeben werden und bliebe von Spam eher verschont.
Blindkopie. Beim Versand einer Mail an viele Personen, diese unbedingt im «BCC»-Adressfeld eingeben. Dank dieser «Blind-Copy-Option» sehen Empfänger und «Adresssammler» nur die Adresse des Hauptfeldes.
Nicht anklicken. Links oder Anhänge in einer Spammail dürfen nicht geöffnet werden. Achtung: Wer auf eine Spam-Mail antwortet, bestätigt dem Absender die eigene Adresse!
Infos: www.verbraucher-gegen-spam.de leider so, dass sich viele Konsumenten für Spam interessieren und darauf auch reagieren – das hat eine Umfrage ergeben», sagt Christian Gollner von der Verbraucherschutzzentrale Baden-Württemberg gegenüber «mysteries». Dabei seien die Angebote oft Ramsch, warnt Gollner. Statt echtes Viagra etwa kämen «meist Imitate oder Billigprodukte aus dem Ausland».
Dennoch sind die «Müll-Mailer» sehr erfolgreich: Er habe pro Jahr 350’000 Dollar verdient, prahlte etwa ein österreichischer Spammer im ORF. Und der 25-Jährige war nur ein kleiner Fisch im globalen Schwarm der Computer-Gangster.
Den absoluten Grossteil des gigantischen Spam-Geschäfts haben sich ein paar Dutzend Banden untereinander aufgeteilt: Rund 80 Prozent der «Müll-Mails» an die Computernutzer in Europa und Nordamerika kommen von etwa hundert «spam gangs», berichtet die internationale Organisation «Spamhaus», die in Zusammenarbeit mit diversen Polizeibehörden und Konzernen seit Jahren versucht, das Spamproblem in den Griff zu bekommen.
Hitparade der übelsten Spammer Spamhaus veröffentlicht auf seinen Seiten auch stets die Namen und Herkunftsländer der übelsten Spammer. Die zehn derzeit aufdringlichsten und aktivsten Computer-Stalker sind zwar allesamt osteuropäischer (Russland, Ukraine, Estland) und asiatischer Herkunft (Indien, Hong Kong, China).
Doch der Grossteil der gegenwärtigen Müll-Mails wird über Server in den USA versandt. Regelrechte «Oasen zur Produktion und Verbreitung von Spam» sind gemäss Spamhaus auch China, Russland, England, Argentinien und Deutschland.
Spam-Mails sind mittlerweile nicht mehr nur einfach ärgerlich. Sie werden in ihrer unüberschaubaren Flut je länger je mehr auch ein bedrohlicher Kostenfaktor. Nach neueren Studien verbrauchen die gut 62 Billionen elektronischen Werbenachrichten jährlich rund 33 Milliarden Kilowattstunden Energie sowie 100 Milliarden Stunden Arbeitszeit – nicht zuletzt zum Sichten und Löschen der Nachrichten.





