Deutscher Globetrotter fotografierte, was viele Archäologen ignorieren

In den Kellerräumen einer kleinen ecuadorianischen Bank lagern seit Jahrzehnten Tausende von uralten Relikten, die bis heute wissenschaftlich nicht katalogisiert wurden. Reste einer sagenumwobenen «Inka-Kollektion» – zusammengetragen von Padre Carlos Crespi. Fälschungen? Oder doch Überbleibsel einer vergessenen Hochkultur? Globetrotter Marco Alhelm durfte einen Blick in die «Schatzkammer» werfen – und dabei als Erster auch exklusiv fotografieren!

pekulationen über die kuriose Sammlung des ecuadorianischen Paters Carlos Crespi gibt es zuhauf: Welche Sunbekannte südamerikanische Kultur hatte die mysteriösen Metallplatten, Skulpturen, Tonfiguren und verzierten Steine in seinem improvisierten «Museum» einst wohl gefertigt? Warum zeigen einige der Exponate Schriftzeichen aus Kulturen, welche die alten Indios gar nicht gekannt haben konnten? Standen Teile von Crespis Fundstücken einst gar im Zusammenhang mit einem mysteriösen Höhlensystem in Ecuador, das gemäss der Legende Kristallsarkophage einer untergegangenen Hochkultur bergen soll? Und wohin verschwand das archäologische Sammelsurium, nachdem der Pater 1982 das Zeitliche segnete?

Bereits 1923 hatte sich Carlos Crespi nach Ecuador aufgemacht. Zunächst war er in östlichen Regionen des Landes als Missionar tätig, später zog es ihn dann nach Cuenca, wo er 1935 eine Schule gründete und auch ein Museum eröffnete.

Dort stellte er Exponate einheimischer Kulturen aus, die er von befreundeten Einheimischen erhielt: Ritualgegenstände, Keramiken, Götterfiguren aus Stein und Holz sowie viele weitere Objekte aus dem kultischen Bereich und Leben der indigenen Stämme Ecuadors. Abertausend Gegenstände! Darunter auch die ebenso rätselhaften wie umstrittenen gravierten Metallplatten, welche seit dem Erscheinen des Buches «Aussaat und Kosmos» von Erich von Däniken im Jahr 1972 weltweit für hitzige Kontroversen sorgten.

Die genaue Herkunft vieler Stücke bleibt bis heute unklar, ebenso wie Teile der darauf abgebildeten Motive und Schriftzeichen. Restbestände aus den Schätzen der Inka? Das Problem: Pater Crespi sammelte so ziemlich alles, was irgendwie im Zusammenhang mit den alten Kulturen Ecuadors stand.

Vermutlich auch viel wertloses Zeug. Für den Grossteil der Amerikanisten waren seine Artefakte deshalb bereits nach Konsultation von Fotos ausnahmslos plumpe, zeitgenössische Fälschungen der einheimischen Indios. Kein einziger Professor nahm sich die Mühe, wegen Crespis «Kuriositätenkabinett» nach Ecuador zu pilgern, um sich ein eigenes Bild davon zu machen. Konsequenz: Die archäologische Fachwelt ignoriert und verdammt Crespis Relikte seit Jahrzehnten. Ein kolossaler Irrtum!

«Zwar wurden manche der Objekte von einheimischen Experten tatsächlich als moderne Fälschungen entzaubert», wie der junge deutsche Globetrotter Marco Alhelm weiss, der sich intensiv mit der Crespi-Kollektion beschäftigt hat. «Anderen Artefakten aber wurde von Kennern ein Alter von mehreren Jahrhunderten bis hin zu 3000 Jahren zugesprochen.»

Viele Stücke noch immer nicht katalogisiert Was die meisten europäischen Archäologen nicht wissen: In den 80er-Jahren, nach dem Tod des Paters, wurde ein beachtlicher Teil seiner Sammlung vom Museo del Banco Central in Cuenca aufgekauft – Tausende von Exponaten! «Interessanterweise handelte sich dabei ausnahmslos um Objekte, die nach Meinung lokaler Experten keine Fälschungen sind», betont Marco Alhelm. «Offiziell ausgestellt wurden diese Stücke allerdings nie. Unter anderem, weil man sie selbst nach Ausgabe 1/09 Geschichte Crespis Vermächtnis (Fotos oben und unten). Im Keller der Bank lagern Tausende von echten archäologischen Kuriositäten, welche die Fachwelt ignoriert.

mehr als 25 Jahren noch immer nicht vollständig katalogisiert hat. Die Uhren ticken nun mal anders auf dem südamerikanischen Kontinent…» Erschwert werde deren genaue Zuordnung zudem durch die unklare Fundsituation.

Höchste Zeit also, mehr darüber in Erfahrung zu bringen, fand der reisefreudige Deutsche: Im Oktober 2007 fasste Alhelm kurzfristig den Entschluss, nach Cuenca aufzubrechen, um dort mehr über den Verbleib der Crespi-Sammlung in Erfahrung zu bringen. «Zunächst traf ich mich mit dem Direktor des Museo Remigio Crespo, Francisco Alvarez Pazos», erzählt er. «Ein weiterer Termin führte mich zum Museo del Banco Central, wo ich mich mit Andrés Abad, dem Direktor der dortigen Kulturabteilung, traf. Anschliessend sprach ich noch mit José Maldonado, dem Chefrestaurator des Museums der Bank.»

Resultat: Zwei von drei Experten winkten wie erwartet ab: Es gäbe keine echten Metallplatten, auf denen Schriftsymbole abgebildet seien. Überhaupt seien wohl alle Stücke neuzeitliche Fälschungen aus Messing und Blech. In Cuenca selbst seien ausserdem keine dieser Objekte mehr aufzufinden. Man wüsste selber nicht, wo sich der Grossteil dieser Kuriositäten mittlerweile befände. Marco Alhelm: «Trotz allem hatte ich das Gefühl, dass man mir nicht die ganze Wahrheit sagen wollte…»

Lediglich Restaurator José Maldonado räumte ein, dass zumindest einige der Metallplatten aus der Crespi-Sammlung tatsächlich echt sein könnten. Einige wenige der umstrittensten Exponate befinden sich zudem in europäischem Geschichte Ausgabe 1/09 Sammlung im Museo del Banco Central. Warum nimmt sich kein westlicher Archäologe die Zeit, diese kostbaren Objekte endlich wissenschaftlich zu dokumentieren? Rechts: Globetrotter Marco Alhelm, der die Objekte als Erster fotografieren konnte.

Privatbesitz, wie «mysteries» weiss.

Weiter gab Maldonado zu Protokoll, dass im städtischen Salesianerkloster Maria Auxiliadora noch einige weitere Stücke dieser Art lägen, welche die dortigen Geistlichen aber streng unter Verschluss hielten. Schade!

«Tausende von Fundstücken» Andere Crespi-Objekte dagegen, deren historische Echtheit anerkannt wurde, lagern tatsächlich bis heute im Archiv des Museo del Banco Central, wie Alhelm vor Ort bestätigt wurde. Zwar keine Metallplatten, dafür jede Menge Steinund Tonobjekte. Fotografieren konnte sie bislang niemand.

Umso erfreuter war der deutsche Weltenbummler, als er wider Erwarten die Erlaubnis dazu bekam: «Dank Andrés Abad, der mir die Türen zu diesen nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Kellerräumen öffnete, durfte ich die von der Bank aufgekauften Exponate aus der Sammlung von Carlos Crespi exklusiv ablichten», erzählt er nicht ohne Stolz. «Da lagen etliche Tausend bisher nicht katalogisierte Fundstücke aus allen Teilen Ecuadors – direkt vor meinen Augen! Faszinierend – und durchaus verwirrend…»

Ob Vasen, Töpfe, V-förmig gewölbte Throne aus Stein oder seltsame Götterfigürchen: Alhelm blitzte mit seiner Kamera eifrig drauf los – um Aussenstehenden endlich auch bildlich zu dokumentieren, was wissenschaftlich längst katalogisiert und untersucht gehört. Bleibt die Frage, wann die geheimnisumwitterten Museumsstücke im Keller der Bank von Cuenca endlich auch der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Ausgabe 1/09 Geschichte

Geheimer Inka-Schatz im Keller der Bank – Abbildung 2
Geheimer Inka-Schatz im Keller der Bank – Abbildung 3
Geheimer Inka-Schatz im Keller der Bank – Abbildung 4
Geheimer Inka-Schatz im Keller der Bank – Abbildung 5
Geheimer Inka-Schatz im Keller der Bank – Abbildung 6
Geheimer Inka-Schatz im Keller der Bank – Abbildung 7
Geheimer Inka-Schatz im Keller der Bank – Abbildung 8
Weitere echte Stücke aus der Crespi-
Geheimer Inka-Schatz im Keller der Bank – Abbildung 10
Geheimer Inka-Schatz im Keller der Bank – Abbildung 11

«mysteries»: Frau Weerasinghe, Sie bezeichnen sich als «erste offizielle Tierkommunikatorin Deutschlands», publizieren Bücher und CDs und polarisieren mit ihren kompromisslosen Aussagen gerne auch im Fernsehen. Als die Tierkommunikationsbewegung um 1996 von Amerika nach Europa kam, machten Sie Ihr Engagement öffentlich. Warum wenden sich mittlerweile so viele Tierhalter an Sie?

Gudrun Weerasinghe: Weil ihre Pferde bocken, ihre Katzen in der Wohnung urinieren oder ihre Hunde aggressiv sind. Oder weil Tiere verschwunden sind, gestohlen, und wieder gefunden werden sollen. Diese Kommunikation läuft nun mal über die mentale Sprache und oft auch über Gespräche mit dem Halter, denn die Tiere sind vielfach deren Spiegel. Wenn sich die Halter ändern, ändert sich auch oft das Verhalten der Tiere.

Wussten Sie schon immer, dass Sie Tierkommunikatorin werden?

Ich konnte von Kindheit an mit Tieren kommunizieren. Das können die meisten Kinder. Das ist ja kein Beruf, sondern eine Berufung. Als Beruf ist das nicht anerkannt und völlig unmöglich auszuüben, weil viel zu anstrengend. Man weilt ständig in Schmerzen anderer, und das lässt sich manchmal kaum aushalten. Man kann deshalb, selbst wenn man es gut macht, immer nur ganz, ganz wenige Fälle übernehmen.

Wie kommunizieren Sie mit Tieren?

«Geistig». Ich sehe, höre, rieche und schmecke durch das Tier, nehme alles wahr, was das Tier empfindet, und denke wie das Tier, wenn ich mich einfühle, also im Tier bin. Das Einfühlen geschieht über eine Technik, die nicht am Tier, sondern am Menschen geübt werden sollte, deshalb lasse ich in meinen Seminaren keine Tierversuche zu, sondern nur «Menschenversuche». Die Technik erkläre ich hier nicht, weil man jemanden haben sollte, der hilft, berichtigt und erklärt. Ferner könnte die Technik missbraucht werden von Personen, die mit anderen Menschen oder Tieren Schindluder treiben. In der Politik werden solche Leute ja speziell ausgebildet, um in anderen Köpfen herumzuspuken und sie zu manipulieren.

Was unterscheidet Sie von anderen Tierkommunikatoren?

Es gibt inzwischen wohl viele, die so arbeiten wie ich. Nicht wenige, mit denen ich gesprochen habe und die im Internet zu finden sind, wissen indes nichts über das Einfühlen. Sie arbeiten gänzlich von aussen und geben auch mehr oder weniger zu, dass sie durch unendlich viele Fehlerquellen beeinflusst werden können. Beim Arbeiten von aussen kann es sein, dass ich telepathisch wahrnehme, was das Tier meint, ich mich als Mensch aber nie davon frei machen kann, meine Vorstellungen auf das Tier zu projizieren.

Ich habe vielleicht gelernt, dass eine Kuh gern Gras frisst, also unterstelle ich ihr Phänomene Ausgabe 1/09

zwischenzwischen – Abbildung 2

Ein Museum präsentierte kürzlich sterbliche Reste von Micky Maus & Co. Lebendig sind die Figuren nur in unserer Fantasie.

«Animatus»: Unter diesem Titel lief bis im Herbst 2008 im Naturhistorischen Museum Basel eine wahrhaft verwirrende Ausstellung. Gezeigt wurden faszinierende Skelette bekannter Comic-Figuren – von Bugs Bunny bis hin zu Tick, Trick und Track. Kreiert hat die täuschend echten Nachbildungen der südkoreanische Künstler Hyungkoo Lee.

Die Knochen seiner Kunstwerke basieren auf Anatomiezeichnungen und wurden bis ins letzte Detail ausmodelliert.

Fabelhafte Rekonstruktionen aus der Fantasiewelt!

Ist Donald Duck tatsächlich tot? – Abbildung 2

blitzlicht

Islam-Kritiker Udo Ulfkotte:Eklat wegen Moslem-Karikaturen

Bis heute finden sich die obskuren Metallgürtel in europäischen Ausstellungen über das finstere Mittelalter und wecken bei Besuchern allerlei Fantasien. Nun aber betont ein US-Professor: «Keuschheitsgürtel im klassischen Sinn hat es nie gegeben!» Sein vernichtendes Fazit: Die Historiker seien einem modernen Mythos aufgesessen.

Neuer Ärger für den umstrittenen deutschen Islamisten-Kritiker Udo Ulfkotte: Der Bestsellerautor gab anfangs Dezember 2008 seinen Austritt aus dem islamkritischen Verein «Bürgerbewegung Pax Europa» bekannt. Grund waren despektierliche Karikaturen über Moslems von Mitgliedern des Vereins, die derzeit im Internet die Runde machen.

Bei einer Mitgliederversammlung hatte Ulfkotte als Vereinspräsident «eine klare Verurteilung dieser rassistischen und womöglich volksverhetzenden Bilder im Stürmer-Stil» beantragt. Muslime, so fürchtete er, würden damit unnötig provoziert. Sein Anliegen einer sachlichen Islamkritik in Deutschland würde dadurch in den Dreck gezogen.

Ulfkottes Forderung stiess auf taube Ohren, ebenso wie seine Aufforderung an den «Pax Europa»-Vorsitzenden, zurückzutreten. Also zog der Journalist seine Konsequenzen.

Der von ihm mitbegründete Verein sei zu einer «Plattform für rechtsradikale Radaubrüder» verkommen, kritisiert er. «Ich halte ihn inzwischen für brandgefährlich!»

Islam-Kritiker Ulfkotte und seine Frau waren kürzlich aus türkischen Kreisen massiv bedroht worden wegen eines volksverhetzenden Internetvideos, mit dem sie nachweislich nicht das Geringste zu tun hatten (siehe dazu «mysteries Nr. 5/2008).

Der mittelalterliche Keuschheitsgürtel wecke nicht nur negative und falsche Assoziationen zur Vergangenheit, sondern rege auch die erotische Fantasie an. Das sagt Professor Alfred Classen von der Universität Arizona. Kein Wunder, halte sich der Mythos des «heissen Eisens» bis heute – selbst bei namhaften Gelehrten.

Es sei deshalb «höchste Zeit, Licht auf Herkunft und Entwicklung der Geschichte über das umstrittene Utensilium zu werfen», so der US-Germanist in seinem neusten Buch «The Medieval Chastity Belt – A Myth-Making Process» («Der mittelalterliche Keuschheitsgürtel – Prozess eines Mythos»).

Keuschheitsgürtel wecken alle möglichen Fantasievorstellungen. Schliesslich gehören derlei «Geräte» bis heute zu den beliebten Spielutensilien erotischer Praktiken. Professor Classen geht es denn auch nicht darum, die Existenz «eiserner» Gürtel prinzipiell in Frage zu stellen oder sie gar grundsätzlich zu verdammen. Vielmehr bezweifelt er deren Anwendung im Mittelalter (um 1000 bis 1500 nach Christus), speziell zu Zeiten der abendländischen Kreuzzüge.

«Mehr als schmerzhaft!»

Seine simple Überlegung: Kriege und Feldzüge hielten die Ritter nicht nur monatelang, sondern oft gar jahrelang von zu Hause fern – wenn sie denn überhaupt wiederkehrten. Und während derart langen Zeiträumen sollen ihre Herzensdamen den verschlossenen Gürtel getragen haben – Tag und Nacht?

«Wer drei Minuten überlegt, stellt fest, dass dieses Szenario höchst unwahrscheinlich ist», gibt auch der emeritierte US-Mittelalter-Spezialist James Brundage von der Kansas University zu bedenken, der Classens Arbeit lobend bewertet.

Der Amerikaner kam bereits vor Jahren zum Schluss, dass der mittelalterliche Keuschheitsgürtel nur ein Mythos sei. «Wenn ein solcher Apparat länger als einige Minuten getragen wird, entstehen Schürfungen und Wundstellen, die das Sitzen, Gehen oder Stehen für eine Frau mehr als schmerzhaft machen.»

Zweifelhafte Quellen Weil auch die Körperhygiene im Mittelalter im Gegensatz zu heute einiges zu wünschen übrig liess, hätte ein eiserner Gürtel mit seinen kleinen Öffnungen bei Scheide und After bald zu Verunreinigungen und anschliessenden Infektionen geführt, die für die Trägerin tödlich hätten enden können. «Wäre der Gürtel hingegen so konzipiert gewesen, dass sowohl beim Toilettengang als auch bei Menstruationsblutungen kein Hygienerisiko bestanden hätte – wie sollte er dann gleichzeitig gängige Sexualpraktiken verhindert haben?», fragt sich auch Professor Classen.

Trotz derlei medizinischer und biologischer Argumente haben etliche Historiker immer wieder auf den Gebrauch des Gürtels hingewiesen. Das liege an den zweifelhaften historischen Quellen, die nie richtig untersucht worden seien, so der Germanist. Als Beispiel nennt er die vermutlich erste Skizze eines Keuschheitsgürtels von Conrad Kyeser.

Der Bayer bildete das Utensilium im Jahr 1405 in seinem Buch «Bellifortis» ab und dichtete ihn den florentinischen Frauen an.

Ausgabe 1/09 Geschichte Jahren, und teilweise auch noch heute, in europäischen Museen gezeigt werden.

Für Classen ist klar, dass sich Kyeser dakommen falsch verstanden.»

Ähnlich mit über die Italiener lustig machen verhalte es sich auch mit dem angebliwollte. Im Kapitel besagten Buches, das chen Keuschheitsgürtel, der 1889 an eisonst nur Waffen und Kriegsgerät zeige, ner Frauenleiche entdeckt wurde. Ihr kämen auch Folterinstrumente vor, ma- Skelett war in einem österreichischen gische Rezepte sowie ein Kastrations-Friedhof aus dem 15.Jahrhundert gefun- Apparat.

den worden. Für viele Historiker ein Beweis – wenn auch der einzige – dass der Medizinischer Hüftverband?

Gürtel einst tatsächlich in Gebrauch war.

«Typisch für seine Zeit wollte Kyeser sei- Dass es sich bei der eisernen Bandanem Werk eine gewisse Ausstrahlung ge aber auch um etwas anderes handeln schönzureden. Oder gar die krankhafte geben und fügte ihm deshalb auch komikönnte, zogen die wenigsten Wissen-Eifersucht mittelalterlicher Ehemänner sche, fantasievolle Kommentare bei», schaftler in Betracht. So wurde auch ein wegzudiskutieren. Dass keine Keuscherklärt der US-Forscher. Kyeser habe in weiterer Forscher – Alfred Kind – kaum heitsgürtel angewandt wurden, heisse keinem Fall reale Gegenstände abgebilzitiert, der bereits 1913 zum Schluss gesomit auch nicht, dass mittelalterliche det. Der «Keuschheitsgürtel» sei denn kommen war, dass es sich beim Gerät Männer ihren Frauen blind vertraut hätauch so dargestellt, dass er unmöglich wohl eher um einen medizinischen Hüftten. Statt dass man die weiblichen Obeiner Frau passen konnte. Und es seien verband gegen Schenkelhernie (Leistenjekte der Begierde mit Eisen und Schlüsauf der Skizze auch keinerlei Öffnungen bruch) gehandelt haben dürfte.

seln quälte, seien sie während der Zeit vorgesehen. Classen: «Moderne Schrei-Professor Classen geht es nicht darder Feldzüge wohl ganz einfach zu Hauber haben Kyeser offensichtlich vollum, die alten Zeiten aus heutiger Sicht se eingesperrt worden.

Geschichte Ausgabe 1/09

«Moderner Fantasie entsprungen»: Keuschheitsgürtel, wie sie bis vor wenigen
Keuschheitsgürtel nur ein Mythos – Abbildung 3

Mit Leib und Seele setzt sich der Österreicher Allgemeinarzt Thomas Kroiss seit Jahrzehnten für eine ganzheitliche Krebstherapie ein. 1997 wurde ihm dafür die EU-Ehrenmedaille verliehen. Vor vier Jahren wurde der Mediziner von der Ärztekammer mit einem Berufsverbot belegt. Doch das Gericht sprach ihn frei!

«Einige Informationen werden hier nicht weitergegeben, weil ich den Verdacht habe, dass es gefährlich ist, sie öffentlich zu nennen. Man würde möglicherweise dagegen vorgehen und sie verbieten, weil sie helfen», schreibt Thomas Kroiss auf seiner Internet-Homepage. Der österreichische Arzt ist ein gebranntes Kind. Das Engagement für seine Patienten hat ihm 2005 eine dreimonatige Berufssperre eingebracht.

Damaliger Vorwurf: Er habe einer Patientin versprochen, dass ihr Krebs nach sechs Behandlungen durch ihn wieder weg sei. «Ferner soll ich sie nie über die Standard-Therapien aufgeklärt haben», ärgert sich Kroiss. Dabei habe er die Patientin mit dem fortgeschrittenen Brustkrebs sehr wohl ins Spital geschickt, sie lehnte aber jegliche schulmedizinische Behandlung ab.

Internet: www.krebs-nein-danke.de Tel.: 0049 – (0)211 – 179 55 63 Anzeige mit verheerenden Folgen Der behandelnde Spitalarzt war offenbar sehr verärgert über die Haltung der Patientin und glaubte an einen «schlechten Einfluss» durch Dr. Kroiss – was zu einer ersten Anzeige führte. Kroiss: «Aufgrund dieser Anzeige kamen im Juli 2004 zwei Amtsärzte zu mir, erkannten jedoch offenbar, dass die Vorwürfe nicht den Tatsachen entsprachen und schrieben einen entsprechenden Bericht, so dass der Fall von Seiten der Behörden zu den Akten gelegt wurde!»

Das hinderte die österreichische Ärztekammer freilich nicht daran, ein halbes Jahr später dennoch ein Berufsverbot gegen ihn zu verhängen, «weil nun eine Aussage der Patientin vorläge», so der Arzt. Als seine Mitarbeiter besagter Frau de-

Erstaunliches rund ums Thema Krebs: Steigert zu viel Sonnenlicht das Erkrankungsrisiko? W

…dass Krebs im allgemeinen Sprachgebrauch ein Sammelbegriff für eine Vielzahl verwandter Krankheiten ist, bei denen Körperzellen unkontrolliert wachsen, sich teilen und gesundes Gewebe verdrängen oder zerstören?

…dass Hippokrates vermutlich als erster den Begriff «Krebs» verwendete? Bei der Behandlung eines Brustgeschwürs entdeckte er dessen Ähnlichkeit mit den Beinen eines Krustentieres. Ausserdem galt der Brustbereich dem Tierkreiszeichen Krebs zugehörig. Aris-Ausgabe 1/09 Gesundheit toteles wiederum bezeichnete als «Krebs» oberflächlich feststellbare, in benachbarte Organe einwachsende Geschwülste.

…dass Krebs in Deutschland «nur» die zweithäufigste Todesursache ist? Die meisten Menschen sterben an Herz-Kreislauf- Erkrankungen!

…dass Chemotherapie quasi als «kontrollierte Vergiftung des Körpers» mittels chemischen Infusionen bezeichnet werden ren «Aussagen» zeigten, sei sie sehr entrüstet gewesen. «Sie hat sich massiv darüber aufgeregt, dass es ‹da falsch steht› und dass sie ‹es so nie gesagt› habe.» Folge: Nach drei Monaten wurde das Berufsverbot wieder aufgehoben. Länger durfte die Kammer den Arzt nicht sperren. Die anschliessende Anklage bei der Staatsanwaltschaft endete mit einem Freispruch – die Anklagepunkte waren nicht haltbar.

Der angerichtete Schaden war dennoch gross, nicht zuletzt finanziell: Während der Sperre musste Dr. Kroiss seine Praxis schliessen, seine Mitarbeiter entlassen und seine Patienten im Stich lassen. Betroffene schickten Briefe und Aufrufe an die österreichische Ärztekammer mit der Bitte, dass sie wieder von ihrem Arzt behandelt werden dürften. Vergebens!

«Die Medizin hat sich leider aus ihrem ursprünglichen Fahrwasser abbringen lassen und sich in das der Pharmaindustrie begeben», kritisiert der Österreicher. Dies habe zur Folge, dass vieles in Vergessenheit geraten sei, was helfen könne: «Früher war die Medizin eine Kunst. Mit dem Durchblick und dem Einfallsreichtum früherer Ärzte, die wenig Hilfsmittel hatten und dennoch retten wollten, ist ungeheuer viel Brauchbares geschaffen worden.

Dies brachliegen zu lassen ist ein Frevel und dient nur jenen, welche aus dem Unwissen anderer Gewinn ziehen.»

In der Zwischenzeit praktiziert der Krebsspezialist wieder – aber in viel kleinerem Rahmen. «Ich habe meine Praxis in mein Privathaus verlegt, damit ich jederzeit zusperren kann, wenn so etwas wieder passiert», bestätigt Kroiss gegenüber «mysteries». «Ich halte die ständigen Ausgaben minimal und habe nur meine Frau als Mitarbeiterin.» Ausserdem würde er nur noch Patienten annehmen, «die schon alles Schulmedizinische ausprobiert hatten, denen ich voll vertrauen kann und die es mit hundertprozentiger Bestimmtheit nicht anders wollen».

Ganz offensichtlich fürchtet Thomas Kroiss neuerliche Vorwürfe. Was also könnte die Kammer gegen sein Vorgehen haben?

Immerhin praktiziert der Mediziner seit 30 Jahren und hat 1997 gar die EU-Ehrenmedaille für seine ganzheitliche Krebstherapie erhalten. «Einiges deutet darauf hin, dass der Kammer die Therapien eines ‹alternativen Mediziners› ganz einfach ein Dorn im Auge waren», so Kroiss. «Ich verstand meine ärztliche Tätigkeit immer so, dass ich Lösungen suchte, die vielleicht nicht üblich waren. Ich hatte einen sehr guten Ruf – vielleicht nicht bei allen Ärzten, aber sicher bei den Patienten.» Und: «Es ist richtig, dass meine Tätigkeit weit über die ‹normalen› Therapiemethoden hinausgegangen ist. Aber wenn ich gezwungen werde, nur das ‹Normale› für meine Patienten zu tun – nur damit ich unbehelligt gelassen werde – macht mein medizinisches Wirken für mich keinen Sinn mehr.»

Der österreichische Arzt betrachtet bei einer Krankheit immer zwei Aspekte: den akuten und den chronischen Teil. Bei einer Krebserkrankung sollte man deshalb nicht nur versuchen, «die Geschwulst zu bekämpfen und einzudämmen, also den akuten Teil, sondern man sollte bedenken, dass in Wahrheit der gesamte Organismus erkrankt ist», erklärt Kroiss. «Es gibt keine echte Gesundung, so lange der Gesamtorganismus nicht wieder zur Gesundheit zurückgeführt wurde. Das betrifft das Immunsystem, das gesamte ‹Milieu› im Organismus, sowie das Hormon-System.»

Auf seiner Homepage stellt Kroiss mehrere komplementäre Krebstherapien vor. Erkrankte Patienten möchte er damit vor allem über alternative Möglichkeiten informieren. Einige Therapien bietet er auch selber in seiner Praxis an. So etwa die «Insulin Potenzierte Therapie» (IPT), eine schulmedizinisch umstrittene, aber dennoch erfolgreiche Methode.

Hintergrund für diese Anwendung bilde die Tatsache, dass viele Patienten erst dann nach alternativen oder komplementären Wie funktioniert eigentlich eine Chemotherapie? Und wussten Sie ausserdem bereits…

kann, bei der die schwächsten Zellen abgetötet werden sollen – darunter neben den Haarzellen im besten Fall auch die Krebszellen?

…dass die häufigste Krebserkrankung bei Frauen Brust- oder Darmkrebs ist? Bei Männern werden bei Tumorerkrankungen am häufigsten Lungen-, Darm- oder Prostatakrebs diagnostiziert.

…dass es wissenschaftlich massiv umstritten ist, ob intensives Sonnenbaden zunehmend zu mehr Hautkrebsfällen führt, wie oft behauptet wird? Vielmehr dürften die verbesserten Untersuchungsmethoden mehr Erkrankungen ans Tageslicht bringen als früher. Ein erhöhtes Risiko konnte bislang nur für Kinder und Patienten von Organtransplantationen nachgewiesen werden. Zudem deuten einige Studien darauf hin, dass erhöhte Sonnenstrahlung ob vermehrter Vitamin-D-Produktion im Körper in vielen Fällen auch krebsmindernd wirken kann.

Gesundheit Ausgabe 1/09 Lösungen suchten, wenn die Schulmedizin nichts mehr ausrichten kann. «Die meisten alternativen Methoden, welche dazu da sind, die Gesundheit wieder herzustellen, brauchen aber Zeit, um ihre Wirkung zu entfalten», so Kroiss. Die von ihm praktizierte IPT-Methode sei für ihn insofern eine Art Zwischenlösung. «Es werden zwar ebenfalls chemotherapeutische Substanzen verwendet, aber in weit sanfterer Dosis.» Das Insulin führe dazu, dass die Krebszellen die Wirkstoffe viel schneller aufnehmen als die übrigen Zellen. So würde die Chemotherapie auch am ehesten dort wirken, wo sie gebraucht wird und weitaus weniger Verwüstung im restlichen Organismus anrichten.

Parallel zur Akutbehandlung müsse auch der Gesundheitszustand des Patienten wieder hergestellt und der Körper damit wieder «krebsfeindlich» gemacht werden. Das sei das eigentliche «Stiefkind der heutigen Medizin», erklärt der Doktor.

Als mögliche Behandlungen nennt er «elektronische oder elektromagnetische Therapien, Milieu-Therapien oder auch die Blutaufbereitung».

Die Geschichte mit dem Berufsverbot sieht Kroiss mittlerweile etwas lockerer als damals. «Es ist mir wenigstens eine Ehre, dass man mich offenbar zum Kreis derjenigen zählt, die als ‹gefährlich› genug gelten oder galten, dass sie deswegen attackiert oder gar ruiniert wurden – weil sie etwas gegen den Krebs tun konnten.»

Krebsarzt aus Österreich: Berufsverbot aufgehoben – Abbildung 2
Krebsarzt aus Österreich: Berufsverbot aufgehoben – Abbildung 3
Krebsarzt aus Österreich: Berufsverbot aufgehoben – Abbildung 4
Krebsarzt aus Österreich: Berufsverbot aufgehoben – Abbildung 5
Krebsarzt aus Österreich: Berufsverbot aufgehoben – Abbildung 6
Krebsarzt aus Österreich: Berufsverbot aufgehoben – Abbildung 7
Krebsarzt aus Österreich: Berufsverbot aufgehoben – Abbildung 8

Seit dem 11. September 2001 sind über fünfzig internationale Mikrobiologen auf rätselhafte Weise ums Leben gekommen – zuletzt der führende Forscher Dr. Bruce Ivins im Juli 2008. Auch Techniker und Ingenieure eines der weltgrössten US-Rüstungskonzerne fanden in auffällig hoher Zahl den Tod, direkt am 11. September. Wussten die Verstorbenen zu viel – mehr als sie sollten?

Die Welt stand unter Schock. Ab dem 11. September 2001 war nichts mehr wie zuvor. Niemand wusste, was als nächstes geschehen würde. In welch düsteren Abgrund mochten jene gigantischen Terrorattacken die gesamte Welt wohl reissen?

Würde sich der Terror gar noch fortsetzen? Musste nun jeder um sein Leben fürchten?

Neue Schreckensmeldungen liessen nicht lange auf sich warten. Nur wenige Tage nach «9/11» tauchten tödliche Briefkuverts auf. Sie waren mit Milzbrand-Erregern verseucht – Anthrax! Die Umschläge gingen an Mitglieder des US-Kongresses sowie Fernseh- und Zeitungsredaktionen. Damals starben fünf Menschen, siebzehn weitere erkrankten schwer.

Panik grassierte, dass irgendwer die «Büchse der Pandora» erneut öffnete, während einer Grossveranstaltung oder auf einem belebten Bahnhof…

Dann die Überraschung, die kaum jemand mitbekam: Die ersten genauen Analysen jener Anthrax-Sporen brachten ein niederschmetterndes Resultat. Das Material stammte aus US-Labors! Vieles deutete auf einen teuflischen Plan hin. Auf einen Plan im Sinne einer verdeckten Operation, der internationale Panik schüren sollte. Direkt nach dem 11. September sorgten die Anthrax-Briefe denn auch exakt für den gewünschten Effekt der Bush-Regierung – die trickreich inszenierte Angst vor dem Terror möglichst lange aufrecht zu erhalten und weiter zu schüren. Um mit Unterstützung treuer internationaler Bündnispartner neue restriktive Massnahmenpakete samt globalen Überwachungsstrategien umzusetzen. «Big Brother» sollte endlich Realität werden.

Gesucht wurde – ein Bauernopfer Schon damals wussten die Hintermänner, dass eine simple Deckgeschichte nicht lange aufrechterhalten werden konnte.

Denn derart heimtückische Anthrax-Keime liessen sich nur in hoch spezialisierten Regierungslabors herstellen. Was man benötigte, war somit ein einziger, gut «vorführbarer» Verantwortlicher – ein klassisches Bauernopfer. Am besten ein verrückt gewordener Wissenschaftler, der besagte Erreger in der Öffentlichkeit verbreitete. Man musste diese Person nur genügend in die Zange nehmen, seelisch zermürben und anschliessend diskreditieren, wie in vielen Fällen zuvor, um die geeignete «Selbstmord-Konstellation» zu schaffen.

So geschah es auch: Am 29. Juli 2008 beging der Regierungs-Wissenschaftler Dr. Bruce Edwards Ivins im Frederick Memorial Hospital angeblich Selbstmord. Er gilt in der amerikanischen Öffentlichkeit seitdem unzweifelhaft als der Anthrax-Killer von 2001. Fall erledigt, auch für das FBI.

Der Plan ging auf. Jeder hat seither am eigenen Leib zu spüren bekommen, wie massiv die Überwachung unserer gesamten Gesellschaft seit jenen Ereignissen zugenommen hat. Zudem schien die Gefährlichkeit von Anthrax die politisch-militärische Notwendigkeit von Abwehrmassnahmen und defensiver Forschungsprojekte nach dem Attentat auf das World Trade Center zusätzlich zu unterstreichen.

Dies obwohl Richard Schuler, Anwalt der Witwe eines Milzbrand-Opfers, schon länger behauptet hatte, dass die Anthrax-Bakterien der Briefattacken bis hin zu Fort Detrick zurück verfolgt werden konnten, der Zentrale des U.S. Army Medical Research Institute of Infectious Diseases auf Fort Detrick in Maryland (USAMRIID) – einem auf Infektionskrankheiten spezialisierten medizinischen Forschungsinstitut der US-Armee! Juristen der Regierung aber blockierten den Fall, wie so oft aus Gründen der in solchen Fälle gerne zitierten «nationalen Sicherheit».

Warum wollte das FBI Ivins Sohn bestechen?

Der 62-jährige Bruce Ivins galt als Spitzenkraft in seinem Fachgebiet. 36 Jahre lang war er als Wissenschaftler tätig und arbeitete als leitender Forscher auf dem Sektor der Bioverteidigung im USAMRIID. Seit März 2008 richtete sich der Anthrax-Hauptverdacht ganz offiziell auf ihn. FBI-Agenten überwachten ihn rund um die Uhr. Zuletzt liess man ihn nicht mehr an seinen Arbeitsplatz, da er sich und andere angeblich gefährden würde. War der Mikrobiologe zur Bedrohung geworden? Tatsache ist: Er starb an einer «Überdosis Schmerzmittel», kurz nachdem das FBI ihm die Strafverfolgung angekündigt hatte.

In den grossen US-Medien wird Ivins Charakter bereits durchweg demontiert, so als ob seine Schuld tatsächlich feststünde. Noch sind nur wenige Einzelheiten bekannt, vieles ist unklar, doch schon das wenige, was wir augenblicklich wissen, gibt Anlass zu massiver Skepsis: Familienmitglieder wurden vom FBI eingeschüchtert und bestochen – dem Sohn bot man zweieinhalb Millionen Dollar und einen Sportwagen seiner Wahl an, würde er belastendes Material gegen seinen Vater vorlegen!

Aus welchem Grund? Und wie ist Ivins enthusiastisches E-Mail vom 7. September 2007 zu erklären, in dem er versichert, den wahren Anthrax-Täter «endlich!» ausfindig gemacht zu haben (siehe Bild rechts)? Warum ordnete niemand nach seinem «Freitod» eine Autopsie an? Wurde der Mann zum Schweigen gebracht?

Tatsächlich ist Ivins nur eines von vielen Opfern einer mysteriösen Todesserie, die etliche Mikrobiologen und andere Regierungswissenschaftler seit dem 11. September 2001 heimsuchte. Einer Todesserie, über deren Hintergründe sich bis heute spekulieren lässt. Alle diese Experten befanden sich zwar in den unterschiedlichsten Spannungsfeldern, und auch die Hintergründe ihrer Todesumstände sind verschieden, doch stehen sie alle irgendwie mit «9/11» und entsprechenden Geheimprojekten in Verbindung, wie sich feststellen lässt, wenn man ihrem Ableben journalistisch nachgeht.

Ganz offensichtlich wussten alle diese Opfer zuviel! Ebenso wie Dr. David Kelly: Am 17. Juli 2003 fand man den 59-jährigen britischen Mikrobiologen, Biowaffenexperte und Berater des englischen Verteidigungsministeriums tot an einem Baum. Offizielles Verdikt: Selbstmord. Zweifel aber blieben auch in diesem Fall. Nicht zuletzt weil Kelly unmittelbar vor seinem «Suizid» von einem Untersuchungs-Ausschuss des House of Commons zur Irak-Affäre befragt worden war.

Immerhin galt er als Hauptquelle eines BBC-Berichts, in dem es hiess, dass das Büro von Premier Tony Blair Bauernopfer? Der angebliche Anthrax-Täter Bruce Ivins (links) und sein ominöses E-Mail vom 7. September 2007.

theon sowie dessen Partner BAE Systems und waren alle mit elektronischer Kriegsführung sowie der Flugzeug-Fernsteuertechnologie von Global Hawk befasst – der aktuellen ferngesteuerten Drohnentechnologie der US-Airforce.

Der Clou: Perfektionierung und letzte Tests besagter Hightech-Präzisions- Entwicklung gelangen unmittelbar vor dem 11. September 2001. Wären die militärischen Absturzopfer also Augenzeugen des Anschlags auf das World Trade Center geworden, dürfte ihnen wohl schlagartig klar geworden sein, wofür ihre geheime Arbeit wirklich bestimmt war: Für den «inszenierten» Angriff auf das World Trade Center durch die USA selber, der später auch als Angriffsgrund auf den Irak und weitere «Antiterror-Massnahmen» der Bush-Administration herhalten musste!

Tatsächlich hätten wohl weder die ursprünglichen Piloten noch die angeblichen Entführer die Flugzeuge damals in dokumentierter Präzision in die fraglichen Gebäude steuern können. Ihnen fehlte dafür jegliches Know-How und die erforderliche Praxis, wie jedermann feststellen wird, der sich kritisch mit den damaligen Attacken beschäftigt. Möglich geworden scheint das alles nur durch perfekte Fernsteuerung der Maschinen – nicht zuletzt beim Pentagon-Einschlag.

Nur mittels modernsten Methoden dürfte es realistisch gewesen sein, einen Linienjet mit dreifacher Landegeschwindigkeit unmittelbar über der Grasnarbe perfekt und präzise in die Flanke des Gebäudes zu lenken, wie es damals geschah. Die neue «Global Hawk»-Technologie liess grüssen. Und ihre Entwickler sollten schweigen – bis in alle Ewigkeit.

Alles nur Zufall – oder eben doch nicht?

Zugegeben: Skeptiker mögen derlei «Todes-Serien» für reinen Zufall halten – speziell diejenige bei den genannten Mikrobiologen. Nun gut: Mikrobiologen leiden in diesem Fall seit 2001 offenbar überdurchschnittlich häufig an Depressionen, Alkoholismus und paranoiden Wahnvorstellungen, sie sind unglaublich schlechte Autofahrer und ganz allgemein echte Pechvögel. Denn entweder explodieren ihre Autos aus unerfindlichen Gründen oder aber die Forscher gehen gerade dort spazieren, wo der Verkehr auf Bürgersteigen tödliche Ausmasse annimmt. Kaum ein Flugzeug scheint noch sicher, sobald ein Mikrobiologe es betritt. Nicht anders, wenn Geheimdienstler an Bord sind…

Glaube an derlei «Zufälle», wer wolle. Der Rest sollte kritisch bleiben und sich eingehender mit all den genannten Vorfällen beschäftigen. Überraschungen sind dann programmiert. Leider nicht nur positive…

Mikrobiologen: Auch sie wussten zu viel... – Abbildung 2
Mikrobiologen: Auch sie wussten zu viel... – Abbildung 3
Mikrobiologen: Auch sie wussten zu viel... – Abbildung 4
Mikrobiologen: Auch sie wussten zu viel... – Abbildung 5
Global-Hawk-Drohne der USA.Ihre Ziele steuert sie unbemannt an, präziser denn je.

11. Januar 18. Januar 9. Februar 16. Februar 11. März 18. März 26. Januar 2. Februar 25. Februar 4. März 26. März 2. April

Popcorn-Märchen

Verwirrung im Internet: Noch immer kursiert im Netz ein seltsames Mini-Video. Inhalt: Mit der «Strahlung» von vier klingelnden Mobiltelefonen produzierten Jugendliche Popcorn – aus Puffmais. Die deutsche Zeitschrift «Synesis» hatte den Film kürzlich zum Anlass genommen, um vor der gefährlichen Handy-Strahlung zu warnen – und sass damit leider einer Zeitungsente auf. Das Ganze hat sich nämlich längst als Werbegag der Firma «Cardo Systems» für Kopfhörer entpuppt. Unbestritten bleibt, dass man mit dem Mobiltelefon aus gesundheitlichen Gründen nur so kurz wie möglich telefonieren sollte!

Scientology: Doch kein Verbot

Scientology wird in Deutschland vorläufig nicht verboten.

Dies geht aus einem 46-seitigen Bericht hervor, den der Verfassungsschutz für die Innenministerkonferenz verfasst hat.

Zwar sei Scientology ein Verein, der mit der Verfassung wenig gemein habe. Aber das Lagebild sei lückenhaft, das Prozessrisiko erheblich. Die intensive Beobachtung der Organisation durch den Verfassungsschutz soll aber fortgesetzt werden.

von 1507 zeigt bereits den Pazifik!

Das Rätsel um das Wissen des Priesters Martin Waldseemüller (um 1470 bis 1522) verwirrt nun auch Experten der US-Kongressbibliothek. Um 1507 erstellte der süddeutsche Kartograf eine visionär anmutende Weltkarte, auf der ein grosser Ozean jenseits des «neuen» Kontinents Amerika dargestellt ist – der Pazifik! Etwas, das man damals in Europa laut heutiger Lehrmeinung noch gar nicht wissen konnte. Ebenso wenig dass es sich bei der «Neuen Welt» um einen Kontinent handelte, wie ihn die Karte bereits zeigt. Auch der Name «Amerika» stammt von Waldseemüller – als Reminiszenz an den Entdecker Amerigo Vespucci.

«Es besteht die Möglichkeit, dass der Deutsche etwas kannte, was nicht länger vorhanden ist», bilanziert der US-Historiker John Hessler deshalb in einem neuen Buch («The Naming of America»).

thenfluh (Schweiz) im Herbst 2008 nach Hause kam, war das senkrecht abfallende Erdloch im Garten plötzlich da.

Ein altes Gewölbe, das eingebrochen war? Der Baselbieter Archäologe Jan von Wartburg winkt ab: Es seien keinerlei feste Gegenstände bei der Untersuchung gefunden worden. Auch der örtliche Geologe Philippe Renthel fand gegenüber der Lokalzeitung «Baslerstab» keine Erklärung.

Eine geologisch bedingte Einbuchtung («Doline») sei in der vorherrschenden Tonschicht nicht möglich. Also vielleicht ein eingebrochener Hohlraum, der bei einer früheren Geländeaufschüttung entstand? Möglich, aber Frau Erny kann sich nicht erinnern, dass in den letzten Jahrzehnten derlei Arbeiten auf ihrem Boden verrichtet worden wären.

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Wie entstand dieses Loch? Als Elisabeth Erny aus Ro-

Ein alternatives Krebsheilmittel, das die Metastasen-Bildung ohne Nebenwirkungen verhindert – wäre das nicht wunderbar? Mit seiner Entdeckung glaubte sich ein Schweizer Krebsarzt am Ziel seiner Träume. Der Onkologe verabreichte das neue Heilmittel seinen Patienten, trotz wachsendem Widerwillen der Behörden – und geriet damit ebenfalls in Teufels Küche.

Internet: www.kroisscancercenter.com Tel.: 0043 – (0)1 – 982 5767 Seine Forschungsergebnisse könnten den grossen Durchbruch in der internationalen Krebsbehandlung bringen. Davon ist Peter Truog nach knapp 20 Jahren Forschung immer noch überzeugt. Und das, obwohl ihm die Entwicklung eines Krebs-Heilmittels auf der Basis einer viel versprechenden «Lipoteichonsäure» (LTA) neben sehr viel Zeit und Geld mittlerweile auch seinen medizinischen Ruf gekostet hat.

Erforscht hat der Schweizer Arzt aus Basel die hoffnungsvolle Substanz zusammen mit verschiedenen Instituten. Auch die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften führte damit von 2002 bis 2006 entsprechende Versuchsreihen durch. «Wir haben den Herstellungsprozess des Wirkstoffes bearbeitet», bestätigt Professor Bernhard Sonnleitner vom Institut für Chemie und biologische Chemie der Hochschule. Es gelang den Forschern, Testmaterial herzustellen, das in Labors eingesetzt werden konnte, wie Sonnleitner bereits 2004 in der Zeitschrift «zhwinfo» der Zürcher Hochschule Winterthur festhielt.

Dann schlugen die Behörden zu…

Eine Registrierung des Medikaments blieb aus. Von der eidgenössischen «Interkantonalen Kontrollstelle für Heilmittel» wurde die Substanz nie zugelassen. Dennoch begann der Schweizer Krebsarzt Truog bereits Ende der 80er-Jahre damit, selbst hergestellte LTA an Tumorpatienten abzugeben, die zuvor operiert worden waren. Knapp 200 Menschen erhielten das Medikament, das gegen Tumorzellen wirken soll – aber dank

Wie hoch ist die schulmedizinische Heilungsrate bei Krebs? Gibt es medizinische Wunder? U

…dass die derzeitige schulmedizinische Heilungsrate bei allen Krebserkrankungen um die 30 bis 40 Prozent beträgt?

…dass ein Patient in der Onkologie als geheilt bezeichnet wird, wenn er mindestens fünf Jahre lang ohne Rückfall überlebt? Diese Definition ist indes problematisch, weil viele Rückfälle erst später erfolgen. So fliessen viele Patienten in die offizielle Erfolgsstatistik ein, die später dennoch an ihrem Krebsleiden sterben.

Ausgabe 1/09 Gesundheit…dass die meisten Patienten nicht am Primärtumor sterben, sondern an dessen Metastasen?

…dass das Risiko für Kinder unter fünf Jahren, an Leukämie zu erkranken, zuzunehmen scheint, je näher ihr Wohnort an einem Kernkraftwerk liegt? Das ergab 2007 eine Studie des Kinderkrebsregisters in Mainz unter Leitung von Prof. Maria Blettner im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz.

seiner Ungiftigkeit so gut wie keine Nebenwirkungen zu haben scheint.

Im April 2001 wurden Truogs Forschungen von den lokalen Behörden jäh gestoppt, nachdem Angehörige von verstorbenen Brustkrebs-Patientinnen Anzeige gegen ihn erstattet hatten. Der Arzt durfte das Heilmittel nicht mehr einsetzen.

2005 folgte für den engagierten Forscher dann der zweite Schock: Er wurde wegen «fahrlässiger Tötung» zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Urteil: Der Arzt habe eine seiner Patientinnen mit einer nicht zugelassenen Substanz behandelt, ohne sie zuvor umfassend darüber informiert zu haben. Da er die Standardtherapie gleichzeitig nicht mehr fortsetzte, habe er damit deren Tod herbeigeführt oder zumindest wissentlich deren Gesundheit Truog appellierte gegen den Entscheid, was ihm aber nicht die erwünschte Rehabilitierung brachte – im Gegenteil.

Das Basler Appellationsgericht verschärfte das Urteil gar noch und dehnte es auf zwei Fälle aus!

Die neuerlichen Vorwürfe hielt nicht nur Truog selber für fehl am Platz – sondern letztendlich auch die höchste Schweizer Instanz. Das Bundesgericht hob die Urteile Mitte 2008 endlich auf und sprach den Arzt – für seine Kritiker durchaus überraschend – in allen Punkten vollumfänglich frei. Begründung: Das Medikament sei von Fachpersonen als «interessant» eingestuft worden und Truog habe das Mittel kostenlos abgegeben. Dass eine Patientin sich an einen anderen Arzt wandte, weil sie Truogs LTA misstraute, zeige zudem, dass die «Opfer» durchaus informiert und keinesfalls hilflos waren.

Sieben Jahre lang als «Scharlatan» verunglimpft zu werden, das war zu viel für Peter Truog: Es seien eben gerade nicht die Grosskonzerne mit ihren Forschungsbudgets, sondern ein- Neue Studie beweist: Hochdosiertes Vitamin C kann Krebswachstum hemmen – ohne Nebenwirkungen!

nicht gefährdet.

Wenn das keine vielversprechende Nachricht ist: Vitamin C bremst das Wachstum von Tumoren! Allerdings nur, wenn es direkt ins Blut oder in den Bauchraum gespritzt wird. Dies ergab eine im August 2008 veröffentlichte Studie der National Institutes of Health in Bethesda (Maryland, USA) im Fachmagazin «Proceedings». Die Forscher hatten die Therapie bei Mäusen mit Erfolg angewandt. Das Krebswachstum aggressiver Tumore der Bauchspeicheldrüse, der Eierstöcke und des Gehirns gingen nach der Behandlung um bis zu 53 Prozent zurück. Weitere Versuche belegten, dass sich auch beim Menschen durch die Gabe hoher Vitamin-C-Dosen ins Blut eine Konzentration erreichen lässt, welche die Zerstörung von Tumor-Ebenso positiv: Gesunde Zellen wurden dabei beeinträchtigt!

Bekannt war bislang lediglich, dass ein hoher Vitamin-C-Spiegel im Blut bei starkem Fleisch- und Wurstkonsum auch das Magenkrebsrisiko massiv senken kann. Grund: Ascorbinsäure ist ein Reduktionsmittel und baut aggressive Oxidantien ab.

zelne, die wie er mit einem Bruchteil dieser Gelder die Entwicklung vorantreiben würden, monierte er gegenüber Journalisten der «Basler Zeitung». «Mit üblen Methoden» habe man ihn zum Schweigen gebracht, «ausgebremst und ausgetrickst».

Der Stadt Basel hat Truog mittlerweile enttäuscht den Rücken gekehrt. Dafür liess er die Wirkung seiner neuen Medizin ab 2000 ergänzend auch von medizinischen Spezialisten in Frankreich, Südafrika und England prüfen. Das Heilmittel wurde patentiert und unter dem Namen «Oncomycin» weiter erprobt – laut Truogs Firmenhomepage «Lunamed» mit erstaunlichem Erfolg gegen Rückfälle nach einer Tumoroperation. Die Entwicklung treibe er über eine Tochterfirma in Australien voran, produziert werde der Stoff im indischen Bangalore, wie zuletzt verlautete.

Und wussten Sie ausserdem…

…dass es tatsächlich auch Spontanremissionen oder «Wunderheilungen» gibt? Als Spontanremission bezeichnet man ein komplettes oder teilweises Verschwinden eines bösartigen Tumors – in Abwesenheit aller Behandlungen beziehungsweise mit alternativen Behandlungen, für die bisher kein Wirksamkeitsnachweis geführt werden konnte. Sie treten – laut schulmedizinischen Statistiken – indes nur bei einem in 50'000 bis 100' 000 Fällen auf.

«Oncomycin» bald auch offiziell erhältlich?

Die Einführung seines LTA-Heilmittels ist für den heute 67-jährigen Mediziner zur Lebensaufgabe geworden. Nach wie vor sitzen im «Advisory Board» seiner Firma namhafte Medizinprofessoren aus Oxford oder Basel. Und noch immer arbeitet Truog darauf hin, «Oncomycin» registrieren zu lassen – zuerst in London.

In zwei bis drei Jahren soll es so weit sein, wie der Schweizer «Krebs-Rebell» gegenüber «mysteries» verrät. Öffentlich über seine «Leidensgeschichte» sprechen mag er nicht mehr.

Ebenso wenig über sein neues Medikament. «Es soll sich niemand Hoffnungen machen, solange die Substanz nicht offiziell registriert und erhältlich ist», winkt er müde ab.

Schweizer schikaniert, weil er neues Heilmittel testete – Abbildung 2
Schweizer schikaniert, weil er neues Heilmittel testete – Abbildung 3
Schweizer schikaniert, weil er neues Heilmittel testete – Abbildung 4
Schweizer schikaniert, weil er neues Heilmittel testete – Abbildung 5
Schweizer schikaniert, weil er neues Heilmittel testete – Abbildung 6
zellen herbeiführen kann.

Internet: www.virtuellesbayern.de Heisst der Physik-Nobelpreisträger der Zukunft Marin Soljacic (Bild)?

Durchaus möglich. Denn dem US-Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston scheint gelungen, was vor rund hundert Jahren nicht einmal das Elektrotechnik-Genie Nikola Tesla schaffte: Elektrische Energie drahtlos durch die Luft zu übertragen!

Sollte sich Soljacics Erfindung durchsetzen, können wir künftig auf Kabel, Batterien oder Steckdosen verzichten. Seine ursprüngliche Versuchsvorrichtung basiert – sehr vereinfacht ausgedrückt – auf zwei riesigen Drahtspulen mit einem Kern aus Holz und einem schwingenden Magnetfeld (10 MHz).

Publiziert hat der Professor seine Experimente unlängst im Fachjournal «Science».

Und mittlerweile existiert auch ein Prototyp, der internationale Spezialisten regelrecht in Entzückung versetzt. Darunter auch Chip-Experten der Firma Intel, die alles genau geprüft haben.

200 Watt Strom lassen sich mit Soljacics Erfindung übertragen – bald schon sollen es einige Kilowatt sein. Und so prophezeit der 34-jährige Professor: «Bald wird es uns völlig normal erscheinen, Strom durch die Luft übertragen zu können.» Vorausgesetzt, die mächtige Strom-Lobby macht ihm keinen Strich durch die Rechnung…

derzeit drahtlos Geschichte Ausgabe 1/09

Strom-Übertragung ohne Kabel: Genie machts möglich! – Abbildung 2
Strom-Übertragung ohne Kabel: Genie machts möglich! – Abbildung 3

Ein Loch mitten im Gletscher, das Beginn und Ende von Kriegen anzeigt. In der Schweiz gibts das: Unweit des Jungfraugipfels befindet sich das sagenumwobene «Kriegsloch». Im unteren Teil des Giessengletschers klafft es im Eis und gibt den Felsen darunter frei. Doch ausgerechnet zu Beginn der beiden Weltkriege und weiterer historischer Gefechte schloss der Gletscher das Loch…

Ausgabe 1/09 Phänomene Seit mehr als 300 Jahren beschäftigt das «schwarze Loch» mitten im Giessengletscher die Einheimischen im Lauterbrunnental. Zu sehen ist das 2550 Meter hoch gelegene Gletscherloch von Wengen aus, entlang der Abfahrtsstrecke des bekannten Lauberhornrennens, aber auch von der Winteregg sowie den meisten Aussichtspunkten nördlich der Jungfrau und sogar von Interlaken aus.

Seit vielen Generationen weiss wohl so ziemlich jeder Talbewohner davon, aber längst nicht jeder spricht gerne darüber. Durchaus verständlich, denn das rätselhafte «Verhalten» dieser schwarzen Gruft von etwa 60 Metern Grösse birgt einen rätselhaften Mythos, der Unheil verkündet. Kernfrage: Wieso schloss sich das Loch just bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges? Warum geschah dasselbe auch Tage vor dem Zweiten Weltkrieg sowie bei vielen weiteren Weltkonflikten? Und: Warum öffnete es sich jeweils erst nach Kriegsende wieder?

Zur Friedenszeit entweicht der Teufel wieder Eine der spärlichen Kriegsloch-Sagen im Lauterbrunnental weckt Erinnerungen an eine Höllenpforte: «Immer wenn es irgendwo auf dem Globus Krieg gibt, hat es ohnehin genügend Teufel auf der Welt, so dass sich das Loch getrost schliessen kann», wird erzählt. Der Teufel könne also sozusagen «in den Berg einfahren, denn er wird ja vorübergehend nicht gebraucht». Zu Friedenszeiten müsse sich das Loch wieder öffnen, «so dass der Teufel entweichen kann, um seiner Aufgabe, die Welt nicht allzu friedlich werden zu lassen, erneut nachzukommen.»

Tatsächlich lassen Aussagen und Überlieferungen keine Zweifel daran, dass sich das Gletscherloch an der Nordwestflanke der Jungfrau bereits beim Ausbruch des Spanischen Erbfolgekrieges zwischen Deutschland und Österreich im Jahr 1701 schloss. 13 Jahre später öffnete es sich plötzlich wieder – also gleichzeitig mit dem Ende dieses Krieges. Genau dasselbe geschah 1870 anlässlich des Deutsch-Französischen Krieges («Siebzigerkrieg»), beim Ersten Weltkrieg (1914–1918), beim Zweiten Weltkrieg (1939–1945), während der Kubakrise (1962), beim Sechstagekrieg in Nahost (1967), vor dem Einfall der russischen Armee in Afghanistan (1979), beim Iranisch-Irakischen Krieg (1980–1988) sowie während der Balkankrise vor knapp zehn Jahren.

Gibt es also tatsächlich einen Zusammenhang zwischen den Gletscheraktivitäten und dem Ausbruch grosser Kriege? Nicht zwingend, denn während der Kriege in Korea (1950–1953) und Vietnam (1965–1975) schloss sich das Kriegsloch nicht. Und nicht zu vergessen: Der Mensch ist von Natur aus streitsüchtig: Allein von 1701 bis 1800 wurden weltweit 47 Kriege ausgetragen, im 19. Jahrhundert deren 103 und in den letzten 100 Jahren sogar 123 Konflikte, wie Historiker vorrechnen. Hätte sich das Kriegsloch tatsächlich an allen grösseren Kriegen unseres Planeten orientieren wollen, wäre der Fels überhaupt nie sichtbar, weil der seltsame Spalt dann quasi konstant geschlossen sein müsste.

Dennoch sorgt der seltsame «Fleck» im idyllischen Lauterbrunnental seit jeher für Gesprächsstoff. René Feuz, Präsident der Sektion Lauterbrunnen des Schweizerischen Alpenclubs (SAC), erinnert sich: «Wir sind mit dem Kriegsloch aufgewachsen. Schon mein Vater und Grossvater haben es immer wieder mal kurz erwähnt.» Speziell für seinen Vater sei das Kriegsloch zu Jugendzeiten allerdings fast schon ein Tabuthema gewesen: «Man hat nicht viel darüber gesprochen, es aber stets ehrfürchtig im Auge behalten.»

Das Wengener «Urgestein» Fredy Fuchs, langjähriger Rennleiter und Vizepräsident der Internationalen Lauberhornrennen, hatte das Kriegsloch zeitlebens vor Augen. So auch während des Zweiten Weltkrieges, als das Loch geschlossen war: «Es gibt offenbar Dinge, die mehr als drei Dimensionen haben. Wir müssen im Leben halt manchmal auch etwas akzeptieren, das wir nicht verstehen können», gibt sich Fuchs demütig.

Erfolgreicher Aufstieg im Jahr 2000 Bis in die Neuzeit hatte kein Mensch das Kriegsloch je betreten. Laut Aussage des kürzlich verstorbenen Lauterbrunner Bergführers Fritz Stäger bezahlten zwei Alpinisten den Aufstiegsversuch vor vielen Jahren gar mit dem Leben. Erst am 7.

Juni 2000 kletterte der österreichische Bergsteiger, Forscher und Schriftsteller Rudi Mayr in Begleitung von Bergführer Jürg Abegglen aus Stechelberg als erster Mensch erfolgreich zum dem Berner Oberland.

Das «Kriegsloch» ist selbst aus grosser Distanz gut sichtbar.

Kriegsloch hinauf, nachdem ihn Helikopterpilot Sepp Galliker von der Helikopterbasis der Air-Glaciers in unmittelbarer Nähe davon absetzen konnte.

Mayr war vom mystischen Ort derart fasziniert, dass er über seine Erlebnisse ein ganzes Buch geschrieben hat, in dem er den Mythos genau unter die Lupe nahm. Im Zuge seiner akribischen Untersuchungen an Ort und Stelle hatte der österreichische Bergsteiger vor Ort während einer halben Stunde auch die Radioaktivität und die kosmische Höhenstrahlung gemessen,unter grösster Eisschlaggefahr von der Oberlippe des Hängegletschers aus, wo pausenlos grössere Brocken abbrachen.

Ergebnis: Rudy Mayr stellte dort oben die Äquivalentdosis von 0,03 Mikrosievert pro Stunde fest, was exakt der Strahlenbelastung des 1700 Meter weiter unten gelegenen Lauterbrunnen gleichkam. Das war wissenschaftlich gesehen eigentlich unmöglich, steigen die radioaktiven Strahlenwerte mit der Zunahme der Meereshöhe in der Regel doch stark an.

Während der Messungen sprang der Wert zudem kurzzeitig mal auf 0,24 Mikrosievert pro Stunde, also gleich auf das Achtfache! Einzige realistische Mutmassung für diese Kapriolen dürften thermisch bedingte Emissionen von Radon aus dem Kristallingestein des Kriegslochs sein. Dazu der Zürcher ETH-Glaziologe Martin Funk: «Das Phänomen hat wohl mehr mit dynamischen Schwankungen des Gletschers als mit Kriegen zu tun. Zumindest kann ich mir das nicht anders erklären.»

Dennoch mutet es seltsam an, dass sich das Loch im unteren Bereich des Giessengletschers ausgerechnet während der beiden grossen Weltkriege schloss und anschliessend wieder öffnete. Und so geistert der Mythos vom «Kriegsbarometer» oder der «Höllenpforte» im Schweizer Alpenparadies wohl auch in Zukunft durchs Lauterbrunnental. Ob zu Recht oder nicht, könnten wohl nur weitere schwerwiegende Kriegsausbrüche beweisen. Ereignisse, die hoffentlich für immer auf sich warten lassen!

Teufelspforte im ewigen Eis – Abbildung 2
Panorama-Bild aus
Teufelspforte im ewigen Eis – Abbildung 4