Impressum ISSN 1660-4377 AuÁage 26’000 Exemplare Erscheinungsweise Zweimonatlich, 6 Ausgaben pro Jahr Herausgeber/Chefredaktion Luc Bürgin Redaktion Mysteries, Postfach, CH 4002 Basel Tel. +41 – 61 – 681 62 61 Fax +41 – 61 – 681 85 62 Internet www.mysteries-magazin.com E-Mail: mysteries@bluewin.ch GraÀk/Gestaltung Daniel Schaufelberger Lektorat Ruth Gremaud Druck PVA, Landau/Pfalz Kiosk-Vertrieb VU Verlagsunion KG (D/A/CH) Jahresabonnement EUR 49.90/SFr. 69.– Anzeigenschluss Ausgabe Nr. 6/2018: 10. Oktober 2018 Bankverbindungen Deutschland BW Bank, Stuttgart Konto-Nr.: 14 1899 0 BLZ: 600 501 01 BIC: SOLADEST IBAN: DE96 6005 0101 0001 4189 90 Schweiz Basler Kantonalbank, Basel Konto-Nr.: 165.414.141.84 BIC: BKBBCHBB, Clearing-Nr.: 770 IBAN: CH25 0077 0016 5414 1418 4 Postcheckkonto, Basel: 40-93969-1 Copyright Alle Rechte vorbehalten. Wiedergabe nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion. Für unverlangte Zusendungen per Post wird keine Haftung übernommen. Foto-Rechte: www.

shutterstock.com, www.fotolia.com und weitere Bezugsquellen. Alle Bildmontagen: Mysteries-Magazin.

»»›Darwins Albtraum‹ war ein Film, der mich besonders zum Nachdenken gebracht hat – da war ich über Wochen beeindruckt. Letztens habe ich auch ›Human Flow‹ von Ai Weiwei gesehen – diese Bilder wird man nicht wieder los. Andererseits reiht man sie dann auch wieder in seinen Alltag ein und denkt: Dann ist unsere Welt halt eben so.« Heike Makatsch, Schauspielerin

»100 Jahre lang vermuteten Hirnforscher, dass höhere Intelligenz ohne den für Säugetiere typischen Hirnkortex nicht möglich sei. Menschen haben einen riesigen Kortex. Also glaubten wir, diese Hirnstruktur und ihre Grösse seien entscheidend. Nun aber zeigten Experimente, dass Krähen oder Papageien ohne Kortex und mit viel kleineren Gehirnen genauso intelligent sind wie Schimpansen.« Onur Güntürkün,Biopsychologe»Es ist inzwischen Alltag, dass die FIFA sich mehr und mehr zurückzieht, die Mauern dicker werden und Deals in immer versteckteren Hinterzimmern stattfinden. Die FIFA möchte nicht, dass kritische Journalisten mit Fussball-Funktionären ins Gespräch kommen. Sie schottet sich ab. Das ist unter Gianni Infantino und der neuen Führung noch schlimmer geworden als unter Vorgänger Sepp Blatter.« Markus Harm,Journalist»Wir müssen davon ausgehen, dass Lebewesen auf anderem Planeten ganz anders aussehen als wir. Stellen Sie sich vor, unsere Erde hätte eine grössere Erdanziehungskraft. Es wäre sehr schwer, überhaupt zu gehen. Wir könnten uns kaum bewegen und sähen aller Voraussicht nach ganz anders aus. Wir wären wahrscheinlich sehr klein und hätten viel mehr Beine, die dick wären wie bei einem Elefanten.« Sara Seager, Astrophysikerin»Zu viel Glück kann träge, egoistisch und faul machen. Das ist ein Grund für meine Skepsis gegen die ständige Rede vom Glück. Die Glücksforschung macht die Menschen unglücklich. Grosse Leistungen der Menschheit sind nicht aus Zufriedenheit entstanden. Schauen Sie sich die Biografien von Michelangelo, Vincent van Gogh, Edvard Munch und vielen anderen Künstlern an. Ihr Unglücklichsein trieb sie an.« Wilhelm Schmid, Philosoph

zitiert « – Abbildung 2
zitiert « – Abbildung 3
zitiert « – Abbildung 4
zitiert « – Abbildung 5
zitiert « – Abbildung 6
zitiert « – Abbildung 7
zitiert « – Abbildung 8
zitiert « – Abbildung 9
zitiert « – Abbildung 10
zitiert « – Abbildung 11

Riesige weisse Fläche. Selbst aus dem All sind die Gewächshaus- und Slum-Siedlungen im südspanischen Almeria erkennbar.

Finger weg von Billig-Gemüse aus Spanien und Italien!

Ob Edeka, Rewe, Aldi oder Lidl: Aufgepasst beim nächsten Einkauf! Wer dort statt zu Produkten aus fernen Ländern guten Gewissens zu günstigem Obst oder Gemüse aus der EU greift, unterstützt damit indirekt Sklaverei. Hintergrund: Um Deutschlands Supermärkte mit Billigst-Nahrungsmitteln zu beliefern, beuten Agrarbetriebe in Südeuropa zehntausende Menschen aus, wie Reporter des Bayrischen Rundfunks (BR) jüngst aufdeckten. Am übelsten geht es in Spanien zu. Zumeist afrikanische Migranten arbeiten dort unter unmenschlichen Bedingungen für Hungerlöhne. Ebenso in Italien – dort zum Stundenlohn von 3,50 Euro, abzüglich »Schutz- oder Vermittlungsgebühren« an MaÀosi.

»Im spanischen Almeria, dem weltweit grössten Obst- und Gemüseanbaugebiet mit Gewächshäusern, verdienen viele Erntehelfer nur 25 Euro am Tag, obwohl die Arbeiter täglich bis zu 14 Stunden schuften«, so die Journalisten Vanessa Lünenschloß und Jan Zimmermann in ihrer Reportage »Europas dreckige Ernte«. Die zumeist illegal eingereisten Menschen hausen in so genannten Chabolas: Ebenso grossÁächige wie erbärmliche Baracken- und Folienslums mit selbstgebauten Hütten aus Müll.

Ohne Wasser und ohne Strom. Heimliche Filmaufnahmen zeigen Arbeiter, die Pestizide und Insektizide ohne Schutzausrüstung versprühen.

Gemäss BR-Recherchen kassieren die südeuropäischen Ausbeuter-Firmen jährlich millionenschwere EU-Subventionen. »Allein ein Gemüsebetrieb in der spanischen Provinz Almeria hat in den vergangenen drei Jahren 3,4 Millionen Euro Fördermittel erhalten, obwohl er gegen Lohn- und Arbeitsschutzregeln verstösst.« Zur Erinnerung: Jeder EU-Bürger zahlt für die EU-Agrarpolitik indirekt durchschnittlich 116,80 Euro pro Jahr. Als Beitrag»für gesunde und sichere Nahrungsmittel«.

Grüsste der Papst Pilger in Rom mit dem Zeichen des Teufels? Dies fragten sich am 27. Juni 2018 etliche verstörte Facebook- und Twitter-User. Grund: Smartphone-Schnappschüsse zeigen den Geistlichen, wie er einer fröhlichen Menschenmenge seine Hand mit abgespreiztem Daumen, ZeigeÀnger und kleinem Finger entgegenstreckt. Viele kennen jene Geste nur aus der Musikszene und missinterpretieren sie als symbolisierte Hörner, eine Art Satanssymbol also. In Wahrheit kommen dieser Fingerhaltung weitaus positivere Deutungen zu. Im Buddhismus etwa symbolisiert sie ein Schutz-Mudra, also eine Bannungsgeste (»mysteries« Nr. 6/2017). Und Franziskus? Der wollte damit amerikanischen Gehörlosen eine Freude bereiten. In der internationalen Gebärdensprache steht jenes Handzeichen nämlich für Liebe. »Der Papst begrüsste uns wiederholt mit einem ›I love you!‹«, freute sich denn auch die »Deaf Catholic Youth Initiative for the Americas«.

Wirbel um päpstlichen Gruss – Abbildung 2
Wirbel um päpstlichen Gruss – Abbildung 3
Wirbel um päpstlichen Gruss – Abbildung 4
Wirbel um päpstlichen Gruss – Abbildung 5
Wirbel um päpstlichen Gruss – Abbildung 6
Wirbel um päpstlichen Gruss – Abbildung 7
Wirbel um päpstlichen Gruss – Abbildung 8
Wirbel um päpstlichen Gruss – Abbildung 9
Wirbel um päpstlichen Gruss – Abbildung 10

Dass das UFO-Phänomen weitaus mehr ist als eine Ansammlung wirrer Massenhalluzinationen von Millionen von Augenzeugen, beweist ein unlängst bekannt gewordenes geheimes UFO-Forschungsprogramm des US-Pentagons. Auch ein deutscher Top-Forscher trug dazu bei. Ohne sein Wissen!

Ende 2017 enthüllten US-Medien ein bis dato unbekanntes»dass keine meiner wissenschaftlichen Arbeiten von militäri- UFO-Forschungsprogramm des Pentagons (AATIP). Dass das schen oder geheimdienstlichen Agenturen Ànanziert wurden US-Verteidigungsministerium 22 Millionen Dollar für dieses und ich niemals wissentlich von solchen Agenturen Geld emp- Thema ausgab, lässt aufhorchen. Umso mehr, als eine der fangen hatte.« Es habe sich um eine Auftragsstudie für Bigelow federführenden Personen im vom Pentagon in Auftrag gege- Aerospace gehandelt. Diese sei jetzt »Eigentum der Firma«, benen und vom Unternehmen Bigelow Aerospace Advanced erklärt Ulf Leonhardt. »Daher bin ich aus rechtlichen Gründen Space Studies (BAASS) durchgeführten Projekt der bekannte nicht in der Lage, sie Ihnen zu senden.« US-Forscher Harold E. Puthoff ist.

Es liegt nahe, dass Leonhardt tatsächlich nichts über den Im Juni 2018 sprach Puthoff zum ersten Mal öffentlich über eigentlichen Empfänger seiner Studie – das Pentagon – mitseine diesbezügliche Rolle – bei der Jahrestagung der Society geteilt wurde. Puthoff selbst verteidigte dieses Vorgehen in for ScientiÀc Exploration: »Ich wurde beauftragt, vorwiegend unseiner Rede vor der Society for ScientiÀc Exploration:»Eines klassiÀzierte Fachartikel von Experten aus aller Welt darüber in der wichtigsten Themen ist die hohe Sicherheit in diesem The-Auftrag zu geben, wo ihre speziellen Themenbereiche im Jahr menbereich, und es ist (…) schwierig, Expertenmeinungen über 2050 liegen würden, so wie eine allgemeine Übersicht über die fortschrittliche Technologien einzuholen, ohne den Grund zu Zukunft der Luft- und Raumfahrt. Ich fand, dass dies der beste verraten, warum das interessiert. Also fungierte ich als eine Art Weg wäre, um das beste Wissen über viele Technologien zu er- Stellvertreter.« halten, ohne die Gründe dafür preiszugeben.« Das Budget von AATIP betrug wie erwähnt »nur« 22 Millionen Also vergab Puthoff – quasi als Strohmann des Pentagons – US-Dollar – ein winzig kleiner Anteil des hunderte Milliarden über einen Zeitraum von zwei Jahren insgesamt 38 Forschungsschweren US-Militärhaushaltes. Auf diesen Sachverhalt angeaufträge an Wissenschaftler in aller Welt. Die inzwischen besprochen, antwortete Harold E. Puthoff, der bis heute Geheimkannt gewordene Liste aller Forschungsvorhaben zeigt das nisträger ist: »Dieses 22-Millionen-Dollar-Programm war nur ein grosse Interesse von BAASS, die technischen und phänomenobestimmtes Programm. Das heisst also nicht, dass es keine logischen Eigenschaften von UFOs zu verstehen. So beauftraganderen Programme mit anderen Finanzierungsniveaus gab.

te Puthoff nicht zuletzt Studien über Themen wie Wurmlöcher, Das Interesse dauert an.« Positronenantrieb für die Luft- und Raumfahrt, Vakuumfeld-Energie, Warp-Antrieb, dunkle Energie, Extradimensionen oder

Unwissentlich: Deutscher Experte an UFO-Projekt der USA beteiligt – Abbildung 2

Erdstall-Forscherin Helen Wider:»Niemand weiss, wer die Stollen gebaut hat, wann und warum.« ➤ Infos: www.dnk.de nem vollkommen anderen Zweck? Die Interpretationen variieren von einem ZuÁuchtsort über eine Kultstätte bis hin zu einem Vorratskeller, wie das Amt für Archäologie Thurgau in einer 2010 erschienenen Fachpublikation aufzählt. Richtig schlau aus der örtlichen Unterwelt scheint bis heute niemand zu werden. Analog zu Tausenden von weiteren unver- Als Drittes folgt die »Grosse Kammer«. Unmittelbar vor dem Stollenende auf der rechten Seite liegend, ist sie mit rund 1,94 Metern Höhe der einzige »Raum«, in dem man aufrecht stehen und gehen kann. An manchen Wandstellen erkenne ich Kalkablagerungen. Zusätzlich fallen mir neuzeit-»Bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde am ersten Mai-Sonntag beim Bruderloch ein Frühjahrsfest mit Tanz, Gesang, Jahrmarktsbetrieb, Speis und Trank gefeiert«, berichtet dazu die Gemeinde Schönholzerswilen. Drinnen sei dann bei Kerzenlicht ein stark rauchendes Feu-Kurios: An einzelnen Stellen der»Grossen Kammer« bemerke ich jene rundlichen Vertieauch in klassischen sind.

Bleibt noch»Quellen-Kammer«.

Diesen grundlos gewählt.

Denn beÀndet ein kleines mit das»Bruderloch« pro wie die Gemeinde man ausschliessen, Lagerstätte gedient hat.

hinunter auf einen schmalen Pfad. Ich folgte ihm, während ich rechts von mir an der Felswand dutzende Ritzungen erblickte: ein neuzeitlicher Buchstabensalat mit Herzchen und Initialen. Auch älter anmutende Motive stechen ins Auge: Eines erinnert frappierend an das Gesicht eines Löwen, ein anderes an ein modernes »Smiley«. Zudem entdeckte ich einige runde Vertiefungen an der Felswand, deren Bedeutung standenen »Erdställen« in halb Europa…

sich mir nicht erschloss. Ob sie einst Teil einer Darstellung waren, die zu stark verwittert ist, um heute noch erkannt zu werden? Oder kam diesen Löchern einst eher kultische oder astronomische Bedeutung zu?

Kein Ort für Klaustrophobe liche Russspuren auf.

Nach 20 Metern erreiche ich den Stolleneingang. Es ist mucksmäuschenstill und stockÀnster, als ich den rund 90 Zentimeter schmalen und etwa 18 Meter langen Tunnel betrete. In gebückter Haltung durchschreite ich den lediglich rund 1,5 Meter hohen, äusserst schmalen Korridor. Klaustrophobie ist er entfacht worden. Wurde hier in grauer hier deÀnitiv fehl am Platz!

Im Lichtschein der Taschenlampe Vorzeit vergessenen erspähe ich links von mir die kleinste unverstandenen Gottheiten gehuldigt?

der vier Ausbuchtungen, von Fachleufungen, wie sie ten als die »unvollendete Kammer« Erdställen zu Ànden bezeichnet. Direkt gegenüber beÀndet sich die etwas grösseder letzte verbliebene Raum: die re »Altar-Kammer«. An deren Hinterwand erkenne ich eine bis Namen haben Archäologen nicht fast zur Decke reichende halbrunde Nische mit einer würfelder rechten, oberen Bodenecke förmigen Opferstätte.

genwasser gefülltes Kalktuffbecken.

Ehrfurchtsvoll streiche ich mit meiner Hand über deren Trotz bescheidener Ergiebigkeit soll OberÁäche, wobei mir tausend Gedanken durch den Kopf Tag 50 bis 100 Liter Wasser liefern, schiessen. Huldigten die Erbauer des»Bruderlochs«einst ihrer Webseite festhält.

Dennoch könne längst vergessenen Gottheiten? Oder diente dieser Platz eidass der Stollen als Wohnoder Unschöner Vandalismus. Moderne Felsritzungen, kurz vor dem Bruderloch-Eingang.

in Re auf Aber Beklemmende Atmosphäre. Schon nach wenigen Metern wird es im künstlich angelegten Höhlengang zappenduster. Rechts oben die umstrittene »Stele« von Keller-Tarnuzzer.

vielleicht als ZuÁuchts- oder »Kultort, in dem man sich überirdischen Mächten nahefühlte«, wie der erwähnte Archäologe Karl Keller-Tarnuzzer vor rund 100 Jahren spekulierte? Ein dubioses Fundstück erregte seine Aufmerksamkeit damals besonders: »Mitte November 1923 wurde am Bruderloch ein eigenartiger Stein gefunden, in Form einer kleinen Stele, der auf seiner vorderen wie hinteren Seite je ein eingehauenes Loch und eine ganze Reihe von seltsamen Kerben aufweist.« Eine frühgermanische Stele wie Keller-Tarnuzzer mutmasste? Nein, winkt Hansjörg Brem vom Amt für Archäologie in Frauenfeld gegenüber »mysteries« ab, nachdem 2017 in den Archiven nach dem Relikt gefahndet worden war: »Bei der 20 Zentimeter hohen ›Stele‹ handelt es sich aus heutiger Sicht um einen Stein, an dem nichts auffällig ist.« Die Fundstelle Bruderloch sei insofern »wohl nicht prähistorisch, sondern eher in die Spätantike bis zum Mittelalter anzusiedeln. Natürlich darf jeder eine andere Meinung dazu haben.« Merkwürdig bleibt, dass die örtliche Gemeinde-Schautafel von 2005 den »magischen« Erdstall-artigen Stollen dennoch in die vorchristliche Zeit zurückdatiert und weitaus undogmatischer informiert als die zuständigen Fachvertreter: »Das genaue Alter und die Erbauer der Höhle sind bis heute unbekannt.« Kommt dazu, dass auch an diesem Ort einst »Heinzelmännchen« oder »Wichtel« ihr Unwesen getrieben haben sollen. Ein Umstand, welcher der Schweizer Erdstall-Forscherin Helen Wider aus Wettingen zu denken gibt. »Vielleicht haben tatsächlich Menschen von kleinem Wuchs derlei Gänge geschaffen. Vielleicht hat man aber auch aus der geringen Höhe der Gänge auf kleine Menschen geschlossen.« Zurück aus der Unterwelt, wieder im Bus, schwirren auch mir etliche Gedanken im Kopf herum. Ist es nicht seltsam, dass der moderne Mensch zwar besser denn je weiss, wie man etwa zunehmend höhere, erdbebensichere Wolkenkratzer baut – aber nach wie vor keinen blassen Schimmer davon hat, wie und weshalb unsere Vorfahren vor Jahrtausenden unzählige unterirdische Labyrinthe buddelten?

Tomas Hrico ■

Rund um das Erdstall-artige Schweizer Bruderloch bei Schönholzerswilen im Thurgau sollen sich einst kleinwüchsige Wesen getummelt haben. Ein magischer Ort? Wer sich nach allerlei Irrungen und Wirrungen gebückt in den künstlichen Höhlenstollen vorwagt, kehrt beeindruckt, aber auch verwirrt zurück.

Gemächlich fuhr der fast leere Bus vorbei an Bauernhäusern, Wiesen, Ackerfeldern und Weingärten. Es war ein tropischer Sommertag, und die Landschaft wirkte mit ihrer Farbenvielfalt magisch, eindrucksvoll und endlos. In »Schönholzerswilen Hinwil« stieg ich aus. Mein Ziel lag auf 590 Metern Höhe im Wald, gut einen Kilometer entfernt. Klang nach einem Spaziergang. Dennoch war mir bewusst, dass es nicht leicht werden würde, jenen künstlichen Stollen mit der Bezeichnung »Bruderloch« zu Ànden.

Wann besagter Stollen in den Fels getrieben und später womöglich vergrössert wurde? Bekannt ist lediglich, dass die rund 18 Meter lange Erdstall-artige Stätte samt mehreren Seitenkammern vor dem 19. Jahrhundert als »Heidenhöhle« bezeichnet wurde. Insofern könne man den Schacht wohl in die »vorchristliche Zeit« vor knapp 2000 Jahren datieren, wie auf einer um 2005 angebrachten behördlichen Schautafel steht. Etwas zurückhaltender urteilte vor über 100 Jahren der Thurgauer Archäologe Karl Keller-Tarnuzzer. Es spreche grundsätzlich nichts gegen die Möglichkeit einer Entstehung in prähistorischer Zeit, wie er in seinem Bericht »Bruderloch bei Schönholzerswilen und die verwandten künstlichen Höhlen in Mitteleuropa« von 1924 anmerkte. Dennoch tendiere er eher zu einer Entstehung im 5. Jahrhundert nach Christus.

Der Eingang der Stätte ist von etlichen Bäumen umgeben und selbst für heutige Verhältnisse relativ schwer zu erreichen. Denn das ganze Waldgebiet ist, wie in einem Labyrinth, von Wanderwegen durchzogen, auf denen man nur selten einen Wegweiser Àndet. Abseits jeder Logik tragen diese allesamt die Aufschrift »Geo-Weg«. Man wandert buchstäblich im Kreis. Trotzdem waren mir die Götter gnädig, und ich konnte den Stollen nach weit über einer Stunde in der brütenden Hitze endlich erreichen. Schweissüberströmt und durstig.

Zuoberst auf dem Felsplateau gibt es einen Rastplatz mit Sitzbänken. Etwas abseits führen ein paar Treppenstufen

Unterwegs in der unterirdischen Welt unserer Urahnen – Abbildung 2
Unterwegs in der unterirdischen Welt unserer Urahnen – Abbildung 3
Unterwegs in der unterirdischen Welt unserer Urahnen – Abbildung 4
Unterwegs in der unterirdischen Welt unserer Urahnen – Abbildung 5
Unterwegs in der unterirdischen Welt unserer Urahnen – Abbildung 6
Unterwegs in der unterirdischen Welt unserer Urahnen – Abbildung 7

Eine der rätselhaftesten UFO-Landungen der Neuzeit ereignete sich in der französischen Provence. Von der lokalen Gendarmerie dokumentierte Landespuren und Aussagen über zwei kleinwüchsige Wesen machten den Vorfall im Jahr 1965 weltweit bekannt. Höchste Zeit, im malerischen Örtchen Valensole vorbeizuschauen und die letzten lebenden Zeitzeugen nach über fünfzig Jahren zu interviewen. Ihre Aussagen werfen neue Fragen auf.

Unheimliche Begegnung im – Abbildung 2
Unheimliche Begegnung im – Abbildung 3
Unheimliche Begegnung im – Abbildung 4
Unheimliche Begegnung im – Abbildung 5

Wussten Sie, dass ein Brigadegeneral der Schweizer Luftwaffe an einem vertraulichen Treffen bereits 1996 vor außerirdischen Flugkörpern warnte – und dies sogar vor ranghohen europäischen Militärvertretern? Wussten Sie, dass ein Ex-Chef der militärischen Luftraumüberwachung vom Saulus zum Paulus mutierte, als er Zeuge eines UFO-Vorfalls wurde – dies aber um keinen Preis öffentlich machen wollte? Warum drohte ein namhafter Armeevertreter dem Verfasser dieses Buches mit rechtlichen Schritten? Und wieso hält man bis heute einen Film unter Verschluss, in dem Erich von Däniken in offizieller Fliegerkluft aus der Kanzel eines eidgenössischen Kampfjets über Götter aus dem Weltall referiert?

Jahrelang trug ein Mitarbeiter der Schweizer Über 140 Originaldokumente und Radarakten Luftwaffe heimlich Beweise für das UFO-Phäuntermauern, was nie publik werden sollte: nomen zusammen. Im Hochsicherheitstrakt Auch über dem Alpenland tummeln sich under militärischen Einsatzzentrale sammelte identifizierbare Eindringlinge! Rätselhafte der Whistleblower uneigennützig vertrauliche Flugobjekte, die sich allen Erklärungsver-Informationen zum Thema, um sie im Interessuchen entziehen und sich mit Geschwindigse der Forschung der Nachwelt zu erhalten – keiten jenseits unserer Vorstellungskraft bis ihm seine Chefs und die Gesundheit einen fortbewegen. Außerirdische? Zeitreisende? Strich durch die Rechnung machten. Dieses Geheimprojekte einer fremden Macht? Dossier präsentiert sein explosives Vermächtnis. Unzensiert, ohne Rücksicht auf militäri- Luc Bürgin: Geheimdossier UFOs gebunden • 224 Seiten • zahlreiche Abbildungen • Best.-Nr. 943 500 • 9.99 € sche Geheimnisse.

Telefon (0 74 72) 98 06 10 • Telefax (0 74 72) 98 06 11 • info@kopp-verlag.de • www.kopp-verlag.de

UFO-Jagd im Alpenraum: Militärische Protokolle beweisen das Unfassbare – Abbildung 2
UFO-Jagd im Alpenraum: Militärische Protokolle beweisen das Unfassbare – Abbildung 3
UFO-Jagd im Alpenraum: Militärische Protokolle beweisen das Unfassbare – Abbildung 4
UFO-Jagd im Alpenraum: Militärische Protokolle beweisen das Unfassbare – Abbildung 5
UFO-Jagd im Alpenraum: Militärische Protokolle beweisen das Unfassbare – Abbildung 6
UFO-Jagd im Alpenraum: Militärische Protokolle beweisen das Unfassbare – Abbildung 7
UFO-Jagd im Alpenraum: Militärische Protokolle beweisen das Unfassbare – Abbildung 8
UFO-Jagd im Alpenraum: Militärische Protokolle beweisen das Unfassbare – Abbildung 9
UFO-Jagd im Alpenraum: Militärische Protokolle beweisen das Unfassbare – Abbildung 10
UFO-Jagd im Alpenraum: Militärische Protokolle beweisen das Unfassbare – Abbildung 11
UFO-Jagd im Alpenraum: Militärische Protokolle beweisen das Unfassbare – Abbildung 12
UFO-Jagd im Alpenraum: Militärische Protokolle beweisen das Unfassbare – Abbildung 13
UFO-Jagd im Alpenraum: Militärische Protokolle beweisen das Unfassbare – Abbildung 14
UFO-Jagd im Alpenraum: Militärische Protokolle beweisen das Unfassbare – Abbildung 15
UFO-Jagd im Alpenraum: Militärische Protokolle beweisen das Unfassbare – Abbildung 16

ie Antworten schlummern nicht in schlauen Büchern – sondern vor Ort. Wer das Osireion im ägyptischen Abydos Dverstehen möchte, muss es ergründen. Rund 160 Kilometer von Luxor entfernt, scheint die teils unterirdisch angelegte Anlage deutlich älter als der daneben liegende Sethos-Tempel.

Gewaltige Granitquader, manche bis zu 50 Tonnen schwer, erzählen Geschichten, die heute niemand mehr versteht. Entstand das rätselhafte Monument bereits vor über 4000 Jahren und wurde es von Pharao Sethos I. (um 1300 v. Chr.) lediglich umgenutzt? Und was hat es mit Darstellungen komplexer geometrischer Ornamente auf den dortigen Monolithen auf sich – heute zumeist salopp als »Blumen des Lebens« bezeichnet?

Besagtes Symbol beruht auf mehreren gleichmässig angeordneten, sich überlappenden Kreisen. Mystiker, Esoteriker und spirituell veranlagte Denker verehren es als in sich harmonisches Kraft- und Energiesymbol, als positiver Inbegriff »Heiliger Geometrie«, als Darstellung des Lebens, der Kräfte des Lichtes und der Heilung – und als Urbild der lebendigen Schöpferkraft, aus der alle physischen Formen entstehen. Weltweit Àndet es sich seit mindestens 2700 Jahren in Tempeln, Kirchen, Königspalästen rund um den Globus – ja selbst im Codex Atlanticus von Altmeister Leonardo da Vinci.

Maximal zwölf bis dreizehn grössere und kleinere Ornamente 1. Eingeritzte »Löwen«-Gravur ganz rechts oben. Weiter links davon befindet sich ein weiteres, von blossem Auge nicht mehr sichtbares »Fabeltier« samt einigen unvollendeten»Blumen«-Mustern, wie Vergrösserungsanalysen mit Bildbearbeitungssoftware am PC offenbarten.

2. Bis dato unbekannt: Ein kleine sechsblättrige »Blume« sowie zwei weitere unvollendete rote Kreismuster, die selbst örtlichen Fachleuten bislang nie aufgefallen sind, von blossem Auge kaum erkennbar.

3. Zwei gemalte Barken mit Segel und Ruder (siehe dazu»mysteries« Nr. 3/2017). Ebenfalls hier zu finden (im unteren Teil des Megalithen): Ein kleines eingeritztes »Templerkreuz« – aus späterer Zeit?

4. Die bekanntesten »Lebensblumen«. Vier bis fünf davon lassen sich mit einem gutem Objektiv und etwas Glück aus der Ferne von der örtlichen Holztreppe aus ablichten.

Ein näherer Blick aus dem Inneren der Anlage aber offenbart: Hier wurden neben einer Art »Christogramm« einst mindestens elf, wenn nicht sogar noch mehr »Lebensblumen« in allen möglichen Grössen verewigt, einfachere und komplexere!

5. Unvollendetes rotes Kreismuster (kaum erkennbar).

6. Grössere und kleinere »Lebensblumen«. Insgesamt über zwölf Stück, wie Bild-Analysen am PC-Monitor erkennen lassen – weitaus mehr Ornamente als bislang vermutet.

7. Früher befand sich hier eine weitere Schiffsdarstellung.

8. Reste einer roten Kartuschen-Umrahmung?

9. Weitere Reste von zwei gemalten Kartuschen?

10. Gesperrter Holzsteg, der in die Anlage hinunter führt.

mentiert zu haben und viele der fraglichen Osireion-Monolithen 1904 noch gar nicht komplett freigebuddelt waren!

Kommt dazu, dass sich im direkten Umkreis der »Blumen« neben koptischen Schiffsdarstellungen die Inschrift »ICXC…« (Jesus) beÀndet: Eine Art griechisches »Christogramm«, das allerspätestens im 6. Jahrhundert n. Chr. verewigt worden sein dürfte – noch vor der Islamisierung der christlichen Region durch die Araber ab 640 n. Chr.

Weitere beim benachbarten Sethos-Tempel kaum noch sichtbare koptische Inschriften und Darstellungen lassen über einen ähnlichen Zeitraum von maximal 2000 Jahren mutmassen, wie bereits der russisch-französische Archäologe Alexandre Piankoff überzeugt war. Allein auf weiter Flur hatte er in den frühen 1930er-Jahren viele der bereits damals verwitterten Darstellungen im Osireion ausführlich studiert, um sie der Nachwelt zumindest in zeichnerischer Form zu erhalten. Seither fegt der Wind des Vergessens durch die Stätte.

Wo heutige Ägyptologen betriebsblind die Sonnenbrille aufsetzen, wollte »mysteries« genauer hingucken. Dank freundlicher Vermittlung und stattlicher Bezahlung erhielten wir von den zuständigen Behörden eine Sondergenehmigung, um die Stätte Innenraum des Osireions von Abydos aus der Vogelperspektive 1 5 3 4 6 7 10 9 8 dieser Art konnten Laien auf den Stützpfeilern im Osireion in den letzten Jahrzehnten ausmachen. Einige davon aus der Distanz besser und viele schlechter erkennbar, da das Innere der monumentalen Anlage wegen des dortigen, zumeist hohen Wasserspiegels für Touristen seit Jahrzehnten gesperrt bleibt.

Falschinformationen auf Wikipedia Aktuelle Fachpublikationen über die Ornamente? Gibt es nicht.

Dass die Àligranen Muster nicht aus der Neuzeit stammen, belegen Bilder des US-Archäologen Thomas Whittemore um 1920 – unmittelbar nach der Ausgrabung des Tempelkomplexes. Zumindest einige der »Lebensblumen« sind bereits auf den damaligen FotograÀen schwach erkennbar (»mysteries« Nr. 3/2017).

Entsprechend irreführend folgende Passage, die das Online-Lexikon Wikipedia aktuell in Englisch und Deutsch zum Thema absondert: »Selbst ein moderner Ursprung der Ornamente (im 20. Jahrhundert) kann nicht mit deÀnitiver Sicherheit ausgeschlossen werden, da die Zeichnungen in der ausführlichen Auflistung der GrafÀti beim Tempel von Margaret Murray 1904 nicht erwähnt werden.« Stumpfsinn hoch zehn, da Murray in ihrem Aufsatz betont, aus Zeitgründen nur einen Teil aller GrafÀti doku- Ausgabe 5/2018 am 19. Mai 2018 nicht nur von ausserhalb, wie sonst üblich, sondern ausnahmsweise auch von Innen während zwei Stunden ausführlich beäugen und fotograÀeren zu dürfen.

Für uns unterwegs: Gregor Spörri, Mathias Lang und Floyd Varesi. Von einer Polizeieskorte zum Heiligtum gefahren, durften die drei Hobby-Forscher die Anlage an jenem Tag – begleitet von fünf Ägyptern – zu ihrer eigenen Überraschung nicht über den örtlichen Holzsteg, sondern durch den über 100 Meter langen und rund drei Meter breiten, originalen Eingangstunnel betreten, der für Touristen seit je tabu ist.

Überraschende Entdeckung bei 45 Grad Hitze Im Gänsemarsch ging es im überdachten Untergrund vorbei an unzähligen zerbröselnden Hieroglyphen-Darstellungen, denen aufgrund mangelnder Konservierung längst der endgültige Zerfall droht. Ähnlich bedauerlich die Zustände in der hinteren, schätzungsweise 100 Quadratmeter grossen Kammer, die seit Jahren offenbar niemand mehr betreten hat: »Es wimmelt dort leider nur so von Tauben- und Fledermausdreck sowie Unmengen an Plastikmüll«, erinnern sich Spörri, Lang und Varesi.

Der Gang durch die geschichtsträchtige Unterwelt lohnte dennoch: Im offenen Innenteil der Anlage angekommen, konnten die drei Ägyptenfreunde unter freiem Himmel trotz Gluthitze von 45 Grad nicht nur die ofÀziell bekannten dreizehn »Lebensblumen« an den dortigen Megalithpfeilern ausÀndig machen – sondern insgesamt über 30 derartige Ornamente und weitere vom Zerfall bedrohte Darstellungen für »mysteries« aufspüren und dokumentieren (Fotos auf den folgenden Seiten). Darunter nicht zuletzt ein eingeritztes »Templerkreuz«, aber auch eine längst vergessene »Löwen«-Darstellung«, von der bis heute nur noch eine uralte Zeichnung von Alexandre Piankoff existierte.

Floyd Varesi: »Unsere ägyptischen Begleiter machten grosse Augen, weil sie manche der an jenem Nachmittag von uns entdeckten Ornamente noch nie zu Gesicht bekommen und keinerlei Ahnung davon hatten! Alle geometrischen ›Blumen-Muster‹, ob komplex vollendet oder nur vereinfacht angedeutet, waren dort einst mit braunroter Farbe aufgemalt worden, im Gegensatz zu anderen Motiven, die im Stein eingeritzt sind.« Leider sind viele der zunehmend verblassenden Darstellungen im gleissenden Sonnenlicht von blossem Auge kaum erkenn- und noch schwieriger fotograÀerbar, geschweige denn detailliert abbildbar. Nicht wenige davon beÀnden sich zudem am obersten Ende der Monolithen, wie Gregor Spörri und Mathias Lang ergänzen, »was insofern Sinn macht, als die Anlage in den ersten Jahrhunderten nach Christus bereits grösstenteils vom Sand verschüttet gewesen sein soll. Selbst manche der koptischen Schiffszeichnungen sind mittlerweile kaum oder gar nicht mehr zu sehen.« Bemerkenswert bleibt: Um 547 v. Chr. soll sich der berühmte griechische Mathematiker Pythagoras in Ägypten aufgehalten haben. Verdanken wir die faszinierenden geometrischen Kreismuster womöglich einem seiner Schüler?

Luc Bürgin ■

Überraschende Entdeckung im ägyptischen Osireion: Beim dortigen Sethos-Tempel sind nach Christi Geburt weitaus mehr rätselhafte »Blumen des Lebens« verewigt worden als bislang angenommen: Mindestens 30 Stück, viele vollendet, manche unvollendet. Dank behördlicher Sondererlaubnis konnte »mysteries« im Innern der Pharaonen-Stätte Ornamente aufspüren, die selbst Ägyptologen bislang unbekannt waren – und wohl schon bald nicht mehr zu sehen sein werden. – Abbildung 2
Überraschende Entdeckung im ägyptischen Osireion: Beim dortigen Sethos-Tempel sind nach Christi Geburt weitaus mehr rätselhafte »Blumen des Lebens« verewigt worden als bislang angenommen: Mindestens 30 Stück, viele vollendet, manche unvollendet. Dank behördlicher Sondererlaubnis konnte »mysteries« im Innern der Pharaonen-Stätte Ornamente aufspüren, die selbst Ägyptologen bislang unbekannt waren – und wohl schon bald nicht mehr zu sehen sein werden. – Abbildung 3
Überraschende Entdeckung im ägyptischen Osireion: Beim dortigen Sethos-Tempel sind nach Christi Geburt weitaus mehr rätselhafte »Blumen des Lebens« verewigt worden als bislang angenommen: Mindestens 30 Stück, viele vollendet, manche unvollendet. Dank behördlicher Sondererlaubnis konnte »mysteries« im Innern der Pharaonen-Stätte Ornamente aufspüren, die selbst Ägyptologen bislang unbekannt waren – und wohl schon bald nicht mehr zu sehen sein werden. – Abbildung 4
Überraschende Entdeckung im ägyptischen Osireion: Beim dortigen Sethos-Tempel sind nach Christi Geburt weitaus mehr rätselhafte »Blumen des Lebens« verewigt worden als bislang angenommen: Mindestens 30 Stück, viele vollendet, manche unvollendet. Dank behördlicher Sondererlaubnis konnte »mysteries« im Innern der Pharaonen-Stätte Ornamente aufspüren, die selbst Ägyptologen bislang unbekannt waren – und wohl schon bald nicht mehr zu sehen sein werden. – Abbildung 5
Überraschende Entdeckung im ägyptischen Osireion: Beim dortigen Sethos-Tempel sind nach Christi Geburt weitaus mehr rätselhafte »Blumen des Lebens« verewigt worden als bislang angenommen: Mindestens 30 Stück, viele vollendet, manche unvollendet. Dank behördlicher Sondererlaubnis konnte »mysteries« im Innern der Pharaonen-Stätte Ornamente aufspüren, die selbst Ägyptologen bislang unbekannt waren – und wohl schon bald nicht mehr zu sehen sein werden. – Abbildung 6
Überraschende Entdeckung im ägyptischen Osireion: Beim dortigen Sethos-Tempel sind nach Christi Geburt weitaus mehr rätselhafte »Blumen des Lebens« verewigt worden als bislang angenommen: Mindestens 30 Stück, viele vollendet, manche unvollendet. Dank behördlicher Sondererlaubnis konnte »mysteries« im Innern der Pharaonen-Stätte Ornamente aufspüren, die selbst Ägyptologen bislang unbekannt waren – und wohl schon bald nicht mehr zu sehen sein werden. – Abbildung 7
Überraschende Entdeckung im ägyptischen Osireion: Beim dortigen Sethos-Tempel sind nach Christi Geburt weitaus mehr rätselhafte »Blumen des Lebens« verewigt worden als bislang angenommen: Mindestens 30 Stück, viele vollendet, manche unvollendet. Dank behördlicher Sondererlaubnis konnte »mysteries« im Innern der Pharaonen-Stätte Ornamente aufspüren, die selbst Ägyptologen bislang unbekannt waren – und wohl schon bald nicht mehr zu sehen sein werden. – Abbildung 8
Überraschende Entdeckung im ägyptischen Osireion: Beim dortigen Sethos-Tempel sind nach Christi Geburt weitaus mehr rätselhafte »Blumen des Lebens« verewigt worden als bislang angenommen: Mindestens 30 Stück, viele vollendet, manche unvollendet. Dank behördlicher Sondererlaubnis konnte »mysteries« im Innern der Pharaonen-Stätte Ornamente aufspüren, die selbst Ägyptologen bislang unbekannt waren – und wohl schon bald nicht mehr zu sehen sein werden. – Abbildung 9

Geht auf der Burg Wildenstein im schweizerischen Baselbiet manches nicht mit rechten Dingen zu? Treibt beim Örtchen Bubendorf der Geist der eitlen Kunigunde sein Unwesen, die sich dort im Mittelalter elend zu Tode gestürzt haben soll – und Autofahrer bis heute als »Weisse Frau« erschreckt? Und: Wieso werden journalistische Nachfragen in Sachen Spuk von den zuständigen Behörden und Schlossinhabern abgeblockt?

Unheimliche Fragen warf am 1. Juni 2018 eine TV-Reportage von Nik Hartmann auf. Für das Schweizer Fernsehen hatte der bekannte Fernsehmoderator den Schauspieler Hansjörg Surer sowie Dieter Leutwyler, Kommunikationschef der Baselbieter sprach begeistert von einem »Kraftort«, an dem er selber bereits Sonderbares erlebt habe, während sich sein Partner Dieter Leutwyler vor laufender Kamera eher zurückhielt.

Bereits bei anderer Gelegenheit hatte Surer öffentlich versi- Bau- und Umweltschutzdirektion, interviewt – die beiden staatlichen Verwalter und Bewohner von Schloss Wildenstein bei Bubendorf im Baselbiet.

Die zwei Schlossherren wussten von unheimlichen Begebenheiten zu berichten, die sich in dem von ihnen bewohnten Gemäuer aus dem frühen 13. Jahrhundert abgespielt haben sollen. Von einer »eitlen Kunigunde« war die Rede, die sich laut Sagenforschern aus Gram über den Verlust ihres Spiegels vor Jahrhunderten vom Schlossturm in den Tod gestürzt hatte und seither als »Weisse Frau« umherirre. Ebenso davon, dass ihr Geist beim nahen Belchentunnel noch heute Autofahrer erschrecken soll, wie im TV-Beitrag Áüchtig angedeutet. Namentlich Schlosswart Hansjörg Surer setzte sich dabei in Szene und chert, dass sich Stühle in der Burg über Nacht hin und wieder wie von Geisterhand zu bewegen schienen. »Ich bin der, welcher hier täglich arbeitet und das ›Zeug‹ sieht!«, bekräftigte er nun auch gegenüber TV-Reporter Nik Hartmann: »Im Turm hat es ab und an auf dem alten Tisch am Morgen ein bisschen Getreide. Und ich frage mich, wie dieses auf den Tisch kommt.

Die Schlossführer sagen, dass es durch die Decke rieselt. Aber dass es stets genau an jenem… mhhh…« Surer stockt leicht verlegen, und insistiert dann nachdrücklich: »Aber das ist doch spannend…!« Schnitt.

Mehr dazu erfuhr man nicht. War der Mann in seinen Aussagen zu weit gegangen? Hatte er zu viel ausgeplaudert, das nicht publik werden sollte? Was hat es mit dem vermeintlichen Ausgabe 5/2018»Getreide-Spuk« tatsächlich auf sich? »mysteries« wollte es genauer wissen und bat bei der staatlichen Bau- und Umweltschutzdirektion, die das Gemäuer als Eigentümerin verwaltet, um nähere Details sowie ein klärendes Gespräch. Für die Behördenantwort zuständig: Ausgerechnet Kommunikationsleiter Dieter Leutwyler, der seit Ende 2016 im Schloss wohnt!

Leutwylers Antwort vom 22. Juni 2018 nach Absprache mit seinen Vorgesetzten: »Wie Sie richtig feststellen, hat Herr Surer in der SRF-Sendung ›Wunderland‹ etwas Ungewöhnliches zu Schloss Wildenstein preisgegeben. Damit hat er als ausgebildeter Schauspieler gekonnt dem Wunsch des Fernsehteams entsprochen. Herr Surer hat aber auch gleich die Erklärung mitgeliefert: Im Turm wurde offenbar früher Getreide gelagert, und einzelne Körner rinnen noch heute durch die Ritze in der Decke.

Der Kanton Basel-Landschaft ist bestrebt, das Schloss als historisches Kulturgut staatlich zu erhalten und öffentlich zugänglich zu machen. Er ist aber nicht daran interessiert, dass über das Schloss in grossem Umfang Berichte über geheimnisvolle, paranormale Phänomene verbreitet werden. In diesem Sinne müssen wir Ihr Gesuch, vor Ort in dieser Angelegenheit weiter zu ›recherchieren‹, ablehnen.« Als »Schauspieler gekonnt dem Wunsch des Fernsehteams entsprochen«?! Wollte Leutwyler damit andeuten, dass die gesamte Spukstory auf Wunsch des Fernsehteams von seinem Partner inszeniert worden war – um Aufmerksamkeit oder höhere Einschaltquoten zu erzielen? Oder wollte er bloss seine Ruhe haben, um seinen Arbeitgeber nicht zu brüskieren und weiterhin Schlossherr bleiben zu dürfen? Ironie des Schicksals: Wenige Tage später quittierte der Mann den staatlichen Dienst und zog sich vorzeitig in den Ruhestand auf Schloss Wildenstein zurück.

Schweizer Fernsehen dementiert Absprachen»mysteries« fragte deshalb erneut nach – diesmal beim Schweizer Fernsehen SRF: »Hat Ihr TV-Team Herrn Surer in der besagten Sendung dazu angehalten, etwas Mysteriöses zu berichten und so zu tun, als ob er Zweifel an rationalen Erklärungen dieses Phänomens hat?« Die Antwort von SRF-Sprecherin Lorena Sauter liess nicht lange auf sich warten. Klipp und klar distanzierte man sich von Leutwylers behördlichen Aussagen: »Gerne versichere ich Ihnen, dass es zwischen den Protagonisten und unserem Team vor Ort keinerlei Absprachen gab bezüglich der diskutierten Themen. Weder wurde Hansjörg Surer von uns angehalten et- Ausgabe 5/2018 11 was Mysteriöses zu berichten, noch gab SRF vor, in welcher Weise über die Sage der Kunigunde auf dem Schloss zu berichten sei.« Leutwylers behördliche»Recherche- Absage« an»mysteries« mutet umso absurder an, als der umtriebige Verein»Freunde Schloss Wildenstein« regelmässig Führungen im Schloss veranstaltet und die dortigen Räumlichkeiten auch für öffentliche oder private Anlässe gemietet werden können. Zudem wirbt dort seit kurzem ein neuer»Informationspfad« um Touristen: »Am Felsen unterhalb der Burg können Kinder sich an einer Audiostation die Sage der Kunigunde anhören.« Keine Rede also davon, dass der Staat als Besitzer der Burg »kein Interesse hat, dass Berichte über geheimnisvolle, paranormale Phänomene verbreitet werden«.

Weshalb wurden wir falsch informiert?

Und wieso will oder darf Augenzeuge und Schlossbewohner Hansjörg Surer öffentlich nicht mehr näher ausführen, was ihm in den historischen Gemäuern von Schloss Wildenstein gespenstisch vorkommt?

Luc Bürgin / À. ■

12 Ausgabe 5/2018

Spuk auf Schloss Wildenstein? – Abbildung 2
Spuk auf Schloss Wildenstein? – Abbildung 3
Spuk auf Schloss Wildenstein? – Abbildung 4
Spuk auf Schloss Wildenstein? – Abbildung 5
Spuk auf Schloss Wildenstein? – Abbildung 6
Spuk auf Schloss Wildenstein? – Abbildung 7
Spuk auf Schloss Wildenstein? – Abbildung 8
Spuk auf Schloss Wildenstein? – Abbildung 9
Spuk auf Schloss Wildenstein? – Abbildung 10
Spuk auf Schloss Wildenstein? – Abbildung 11
Spuk auf Schloss Wildenstein? – Abbildung 12
Spuk auf Schloss Wildenstein? – Abbildung 13

Rätselhafte Stollen Vergessene Pforten zur Unterwelt Weshalb zog es unsere Urahnen vor Jahrtausenden plötzlich vielerorts unter die Erde? Nicht nur Baden-Württemberg oder die Steiermark wurden in grauer Vorzeit von unbekannter Hand untertunnelt, sondern auch die Schweiz, wie kürzlich erforschte Stollen-Labyrinthe zeigen.

Insider brechen ihr Schweigen»König Ludwig wurde ermordet!« Wurde Bayerns Märchenkönig hinterrücks erschossen? Ein kontroverser Filmreport wartet mit neuen Beweisen und brisanten Enthüllungen auf.

Seite 26 Spuk auf Schloss Wildenstein Wer hat Angst vor der »Weissen Frau«?

Geht auf Burg Wildenstein manches nicht mit rechten Dingen zu? Bis heute soll dort eine »Weisse Frau« herumgeistern, die mitunter sogar Autofahrern einen tüchtigen Schrecken einjagt…

Seite 10 Ausgabe 5/2018

Seite 14 – Abbildung 2
Seite 14 – Abbildung 3
Seite 14 – Abbildung 4
Seite 14 – Abbildung 5
Seite 14 – Abbildung 6
Seite 14 – Abbildung 7
Seite 14 – Abbildung 8

falls zu denken.

Kommt dazu, dass neue wissenschaftliche Studien mittlerweile ergaben, dass Guddens Gutachten, nach welchem der König geisteskrank gewesen sein soll, aus moderner Sicht haltlos scheint. Besagte Diagnose auf Paranoia und Geistesschwäche sei »heute nicht mehr zu halten«, schlussfolgerte der Heidelberger Psychiatrie-Professor Heinz Häfner 2004 in der»Ärztezeitung«. Nach jahrelangem Studium einschlägiger Akten im »Geheimen Hausarchiv« der königlichen Familie Bayerns und anderer bisher unveröffentlichter Quellen sei für ihn »zweifelsfrei zu belegen, dass bei Ludwig II. keine Zeichen von Geistesschwäche und einer paranoiden Psychose vorlagen«.

Selbst seine visionäre Fantasie wurde dem bayerischen Märchenkönig im Entmündigungsverfahren als Beweis für eine Geisteskrankheit vorgehalten, wie der Auszug aus einem der damaligen Gutachten verdeutlicht:»In das Gebiet überwuchernder und die Schranken der Wirklichkeit und Möglichkeit ganz ausser Acht lassender Fantasie würde denn auch (…) der geäusserte lebhafte Wunsch seiner Majestät zu verweisen sein (…), der Der tote Monarch, aufgebahrt in der Hofkapelle der Münchner Residenz (Juni 1886).

Ausgabe 5/2018

Psychiatrie-Professor widerlegt Guddens Gutachten – Abbildung 2
Psychiatrie-Professor widerlegt Guddens Gutachten – Abbildung 3
Psychiatrie-Professor widerlegt Guddens Gutachten – Abbildung 4