«Operation Megillah»: Unter diesem Decknamen liess Israel ab 1993 mit 16 archäologischen Erkundungsmannschaften in der Qumran-Region nach weiteren versteckten Schriftrollen suchen. Zahlreiche Ungereimtheiten rund um die beispiellose archäologische Schatzsuche werfen seither Fragen auf: Galt – und gilt – die eigentliche Suche womöglich der sagenumwobenen Bundeslade? Und was hat es mit dem geheimnisvollen «Zink-Sarkophag» auf sich, der kürzlich auftauchte?

von G.F.L. und B.B.N.

Tunis, 9. September 1993. Palästinenserchef Arafat unterzeichnet die Urkunde, in der die Anerkennung Israels durch die Palästinensische Befreiungsorganisation festgelegt ist.

Arafat ahnt nicht einmal, als er sein Signum unter das Vertragswerk setzt, dass exakt zu diesem Zeitpunkt auf israelischer Seite bereits die Vorbereitungen für ein in der Geschichte der Archäologie beispielloses Unternehmen auf Hochtouren laufen: «Operation Megillah».

Das Ziel von «Megillah» ist klar definiert: Bis zum Abzug der jüdischen Verwaltungsorgane aus der West-Bank sollen dort an den wichtigsten bekannten aber noch nicht erkundeten archäologischen Schauplätzen so genannte «Not-oder Schnellgrabungen» erfolgen – mit der unverhohlenen Absicht, die dabei zutage geförderten Fundstücke in israelischen Staatsbesitz zu überführen.

Die Operation Megillah wird mit derselben Gründlichkeit vorbereitet, wie die Undercover-Unternehmen des berüchtigten israelischen Nachrichtendienstes Mossad – allerdings mit einem kleinen, aber feinen Unterschied: Megillah unterliegt nicht der Geheimhaltung. Im Gegenteil, die Presse wird sogar von der federführenden Institution vorab über die geplante Aktion in Kenntnis gesetzt.

Federführende Institution ist in diesem Fall die israelische Behörde für Altertümer unter ihrem Direktor Amir Drori. Ihr obliegt die gesamte Planungs-, Kommando- und Entscheidungskompetenz für Megillah.

Doch die «Israel Antiquities Author-Die Höhlen von Qumran. Hier wurde 1947 durch Zufall ein Teil der berühmten Schriftrollen vom Toten Meer gefunden.

ity» steht nicht allein da. Unterstützt wird sie unter anderem vom «Büro für archäologische Angelegenheiten der Zivilverwaltung von Jericho und der Judäischen Wüste».

Der Codename der Operation ist zugleich ihr Programm. «Megillah» ist der jüdische Ausdruck für «Schriftrolle» – und genau auf die haben es die «History- Fahnder» auch in erster Linie bei dem archäologischen Mammuteinsatz abgesehen. Ihre Hoffnung: Bisher noch unentdeckte Schriftrollen in den Qumran-Höhlen oder dem daran angrenzenden Territorium aufzuspüren.

Jahrhundert-Fund Die Qumran-Rollen sind nach dem Schatz des Tut-anch-Amun der wohl bekannteste archäologische Fund des letzten Jahrhunderts. Zu verdanken ist er aber nicht ausgräberischem Können sondern blankem Zufall.

So kann sich die Forschung in letzter Konsequenz für diesen einmaligen Wissensschatz bei einem Schaf bedanken: Hätte sich das Tier im Frühling 1947 nicht in den Felsklüften des Toten Meeres verirrt, wüssten wir wohl noch heute nichts von der Existenz dieser Rollen.

‹‹ Ohne das Schaf wüssten wir heute nichts von den Schriftrollen.

Ein junger Hirte war bei seiner Suche nach dem Ausreisser damals auf die erste Fundhöhle gestossen. Die darin gelagerten Schriftrollen waren in Tonkrügen deponiert und für ihr hohes Alter ausserordentlich gut erhalten. Die archäologische Sensation war perfekt.

Die berühmteste, weil am besten erhaltene Rolle erzählt die Geschichte des Propheten Jesaja. Der Jesaja-Text ist exemplarisch, denn inhaltlich widmen sich die Schriftrollen überwiegend religiösen Themen.

Doch Qumran hatte noch mehr zu bieten. So sollte sich im Laufe der nächsten Jahre herausstellen, dass der Ursprungsfund nur der erste war in einer langen Kette spektakulärer Entdeckungen in der Region.

Weltweites Medieninteresse löste nur fünf Jahre nach der ersten Entdeckung der zweite, für viele noch spektakulärere Fund aus. Er bestand aus lediglich zwei Objekten. Wieder handelte es sich um beschriftete Rollen – aus (zur damaligen Zeit) wertvollem Kupfer. Es musste also wahrlich etwas von enormer Wichtigkeit oder Bedeutung in diesen Rollen vermerkt sein. Und das war es auch!

Besonders eine Rolle hatte es in sich.

Sie hat als «kupferne Schatzrolle» archäologische Berühmtheit erlangt. Der erste eingravierte Satz zeigt gleich auf, worum es geht: «In der Ruine im Tal von Achor, unter den Stufen, die von Osten hereinführen, 40 Ellen Richtung Westen: eine Kiste Silber. Gewicht: 17 Talente.»

Für die Forscher war das der Sechser im Lotto. Sie hielten eine Schatzliste mit genauen Angaben über die Verbringung der Reichtümer an nicht weniger als 64 verschiedene Plätze in den Händen!

Ihre Vermutung: Die Angaben beziehen sich auf einen israelitischen Tempelschatz, den jüdische Priester vor 2000 Jahren vergruben. «Die Geschichte ist ein Thriller», urteilt der Amerikaner Kyle McCarter, der rund ein halbes Jahrzehnt an der Rolle arbeitete und sie übersetzte.

Sein Resümee: Der Schatz liegt vielleicht heute noch «im Jordantal und am Toten Meer» vergraben. Falls alle 64 genannten Örtlichkeiten zutreffen und die Massangaben nicht übertrieben hoch angesetzt wurden, bedeutet das, dass in der Qumran-Region nicht weniger als 65 Tonnen Silber und 26 Tonnen pures Gold auf ihren Finder harren.

Zweite Kupferrolle?

Natürlich nimmt Wunder, warum die Horte trotz der präzisen Informationen in der Kupferrolle noch nicht gehoben wurden.

Das ist jedoch leicht erklärbar. Im letzten der 64 Verstecke findet sich nämlich, wie der anonyme Verfasser der Schatzliste in das dünne Metallblech stanzte, angeblich eine zweite Kupferrolle.

Diese soll eine exakte Erklärung der Angaben in der 1952 geborgenen Rolle zum Inhalt haben und zusätzlich ausführliche Erläuterungen mit den genauen Berechnungen enthalten. Wer also an die ‹‹ Wer an die Schätze will, benötigt die zweite Rolle.

Schätze will, muss folglich zuerst diese finden.

Selbstverständlich ist trotz des Fehlens des zweiten Dokuments versucht worden, dem Schatzpuzzle auf die Spur zu kommen. Offenbar waren diese Projekte aber nicht von Erfolg gekrönt.

Auf der anderen Seite konnte natürlich nicht ausgeschlossen werden, dass im Zuge des Megillah-Grosseinsatz nicht doch das eine oder andere Versteck lokalisiert werden würde.

Die Chancen dafür standen zwar alles andere als gut, aber immerhin doch besser als je zuvor. Denn als Ende Oktober 1993 sämtliche Vorbereitungen abgeschlossen waren, verfügte die «Operation Megillah» laut Auskunft von Efrat Orbach, der Sprecherin der israelischen Altertümerverwaltung, über nicht weniger als 16 Forschungsteams. 16 Erkundungsmannschaften für ein und dasselbe Grabungsterritorium – das ist zweifelsohne weltrekordverdächtig!

Schwerpunkt der Feldaktivitäten bildeten drei benachbarte Sektoren auf der West-Bank:

  • die Umgebung der Stadt Jericho
  • das Gebiet der Qumran-Siedlung mit
  • das sich daran in südlicher Richtung

Damit waren die Claims abgesteckt und von den jeweiligen Suchmannschaften besetzt.

Es ist Anfang November 1993 – die «Operation Schriftrollen» tritt in die entscheidende Phase, den Beginn der archäologischen Feldarbeit. Gleichzeitig vollziehen die Israelis mit Beginn des Ernstfalls von Megillah einen äusserst geschickten, weil kaum merklichen Wandel in ihrer Informationspolitik. Die neue Devise lautet plötzlich: «Viel reden, aber nur ja nichts aussagen!»

Insofern lassen sich die nachfolgenden Ereignisse während des Ablaufs der Operation nur sehr schwer und lückenhaft rekapitulieren. Zwar stützen sich unsere Schilderungen grösstenteils auf schriftliche Quellen, dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie bei neuer Informationslage der Revision bedürfen. Hier also der Ablauf von Megillah, so wie er sich heute darstellt.

Anfänglich läuft alles exakt nach Plan.

Das grösste Problem für die einzelnen Gruppen besteht in dem für sie völlig fremden Arbeitstempo. Schliemanns Enkel führen ein Rennen gegen die Zeit.

Altertümerbergung aber ist arbeits- und zeitintensiv, erfordert Genauigkeit, Sorgfalt und Vorsicht. Bei Megillah treten diese Prämissen jedoch in den Hintergrund.

Doch sonst ist Direktor Amir Drori mit dem Anlaufen der Operation zufrieden – zumal sich bereits nach wenigen Tagen die ersten Erfolge einstellen, über die selbst-

Ein Stück Papier mit Schrift darauf.

Vor rund 500 Jahren soll in einem Bergwerkstollen bei Bern ein versteinertes Segelschiff mit zerbrochenen Masten entdeckt worden sein – übersät mit Dutzenden von Leichen. Mehrere Gelehrte erwähnten den schaurigen Fund seinerzeit in ihren geschichtlichen Werken und beriefen sich dabei auch auf Augenzeugen. Was auf den ersten Blick wie ein Ammenmärchen klingt, gründet bei näherer Betrachtung möglicherweise doch auf historischen Wurzeln.

von Ulrich Magin In seiner «Natural History of Staffordshire» berichtet der englische Naturforscher Robert Plot 1686 von einem äusserst seltsamen Fund unweit der Schweizer Alpen: «Die bei weitem wundervollste Geschichte dieser Art (über in festem Stein gefundene Gegenstände) stammt von Baptista Fulgosus, Ludovicus Moscardus und Theodorus Moretus, die uns sagen, dass beim Dorfe Bern in der Schweiz, An. 1460, in einer 50 Faden tiefen Mine ein ganzes Schiff ausgegraben wurde, mit Anker und zerborstenen Masten, in dem sich die Leichname von 40 Seefahrern befanden, gemeinsam mit ihren Handelsgütern: wovon insbesondere Fulgosus uns mehr Einzelheiten gibt, weil es zu seiner Zeit geschah und von vielen ernsthaften und nüchternen Menschen gesehen wurde, von denen er höchstselbst Bericht erhielt.»

Robert Plot (1640-1696) war ein Universalgelehrter, Dozent für Chemie an der Londoner Universität und Mitglied der renommierten Royal Society. Als erster versuchte er sich an einer umfassenden Beschreibung Englands, doch nur ein Teil davon – eben die «Natural histories of Oxfordshire and Staffordshire» (Oxford 1677-1686) wurde letztendlich publiziert.

Für sein Werk sammelte Plot alle verwertbaren Informationen. Allerdings war zu dieser Zeit die Grenze zwischen akzeptierten und mythischen Fakten noch nicht sehr eng gezogen. Versteinerungen galten als Gotteswerk oder als Überreste der Sintflut.

Plot war demnach gerade an dem Schweizer Bericht interessiert, schien er doch die Wirklichkeit dieses Gottesgerichts zu belegen. Ähnlich argumentieren übrigens moderne Autoren, etwa Charles Berlitz, die Plots Bericht anführen.

«Uns nicht bekannt» Um mehr über den Fund zu erfahren, fragte ich beim Stadtarchiv von Bern an.

Antwort von Marianne Howald: «Der von Ihnen erwähnte Bericht ist uns nicht bekannt.»

Allerdings sandte mir Frau Howald eine Kopie aus einem Sagenbuch zu, nämlich Max Waibels «Sagen der Schweiz» (1995), der sich wiederum auf Hermann Hartmanns «Berner Oberland in Sage und Geschichte» (1910) beruft.

Waibel schreibt: «Das versteinerte Schiff – Hoch oben in den Bergen des Oberlandes liegt ein verlassenes Bergwerk. Wenn man in einen Stollen eindringt, bietet sich hundert Ellen tief ein gespenstischer Anblick. Es steht dort auf ‹‹ Keine Brust regt sich, kein Auge schaut: Die Leute sind versteinert.

dem Felsengrunde des unterirdischen Ganges ein wohlerhaltenes Schiff. In ihm ruhen vierzig Menschengestalten. Aber keine Brust regt sich, kein Auge schaut, denn die Leute sind versteinert. Auch die Anker, das Holzgerät, ja siebenundzwanzig Sturmhauben und ebensoviele Hellebarden, sind mit Stein überzogen. Einst soll ein See das Land bedeckt und bis hier gereicht haben.»

Hier wird deutlich, dass in Bern selbst nur eine sagenhaft verbrämte Version von Plots Geschichte zu finden ist, ohne eigene Informationen – wie es Sagenbücher leider zu oft tun, die aus präzisen historischen Berichten allgemeine Mähren machen.

Bestätigung?

Plots Bericht ist nicht der einzige: In der Renaissance scheint der Vorfall besonderes Interesse erregt zu haben.

Ein gewisser David Douglas, ein in Paris lebender Schotte, der für sein 1524 erschienenes Werk «De Naturae Mirabilibus» Wunderzeichen und Omen sammelte, erwähnt nicht nur Froschregen, sondern auch «die Geschichte von einem

Ein schwarz-weißes Bild eines Schiffes in rauen Meeren.
  • Konstruktion einer Ein-Mann-Mondlande-Fähre
  • Produktion von zwei Saturn-C-3-Startraketen für
  • Verwendung des Gemini-Raumschiffes als Zu-
Ein Mann mit Brille und Bart schaut auf die Kamera.

Seine Prophezeiungen sind derart präzis, dass sie selbst Skeptiker ins Grübeln bringen. Der Anschlag aufs World Trade Center, der Irak-Krieg oder die verheerende Tsunami-Katastrophe: Dies und noch viel mehr sagte der junge belgische Hellseher Pascal Riolo auf öffentlichen Kongressen vor Hunderten von Augenzeugen bis ins Detail voraus. Dolmetscherin Christa Aldea begleitet ihn seit Jahren – und erlebte mit dem begabten Medium allerlei erstaunliche Dinge.

von Christa Aldea Pascal Riolo ist gerade mal 30 Jahre alt.

Schon in frühester Kindheit erstaunt er mit allerlei Voraussagen, die sich zur Verblüffung vieler auch bewahrheiten.

Mittlerweile wird der belgische Hellseher italienischer Herkunft bereits als grösstes Medium im französischsprachigen Teil Europas gepriesen. Nicht ohne Grund, denn die Präzision seiner Voraussagen stellte er speziell in den letzten Jahren an vielen Veranstaltungen vor unzähligen Augenzeugen unter Beweis.

31. Oktober 1999, an einer Konferenz im Palais des Congrès in Lüttich, prophezeit er: «In etwas weniger als zwei Jahren wird ein enormes, ein riesiges Gebäude bestehend aus zwei hohen Türmen in den USA zusammenfallen. Es gibt eine grosse Tragödie. Die ganze Welt, unser ganzer Planet, wird davon betroffen und erschüttert sein. Ich sehe Tausende Tote.»

Auf die Frage ob es sich um eine Bombenexplosion handelt, antwortet Pascal: «Es ist keine Explosion, ich sehe keine Bombe, es ist ein Schlag von aussen, wahrscheinlich als Folge von Problemen mit der islamischen Welt.» Am 11. September 2001 konnte man auf allen TV-Sendern den Angriff auf das World Trade Center in New York live miterleben.

Am 28. Oktober 2001, beim Weltkongress über paranormale Phänomene in der Republik San Marino, wird Pascal von einem TV-Journalisten von Canal 5 interviewt und gefragt, ob er neue Ereignisse sähe. Vor laufender Kamera antwortet er: «Ja, wahrscheinlich um den 11. November 2001. Ich sehe ein Flugzeug, das in Schwierigkeiten gerät und abstürzt. Es gibt viele Tote.» Am 10. November 2001, bei seiner 13. Konferenz im Palais des Congrès in Lüttich, macht er die gleiche Voraussage in Anwesenheit von mehreren hundert Personen im Saal. Er sähe eine furchtbare Tragödie schon in einigen Stunden in New York. Tatsächlich stürzt am 12. November 2001 ein Flugzeug der American Airlines bei New York ab. Viele verlieren dabei ihr Leben.

Anfang Oktober 2001 meint Pascal, dass er den Ausbruch eines Krieges im Nahen Osten spüre. Er hätte eine Vision, nach der etwa im Februar 2003 im Irak wahrscheinlich ein Krieg ausbräche. Der Konflikt werde nicht lange dauern und habe den Zweck, in diesem Teil der Welt Ordnung zu schaffen. Diese Voraussage ist eine der wenigen, die er auf seiner Internet-Seite veröffentlicht. Traurig über seine eigene Voraussage meint er: «Ich hoffe, dass ich mich irre, ein Krieg ist keine gute Sache, denn viele Menschen werden ihm zum Opfer fallen.»

Am 3.April 2003, beim Internationalen Kongress für Parapsychologie in Riccione (Italien), erklärt Pascal im voll besetzten Europäischen Kongresszentrum vor zahlreichen Zuhörern, dass der Krieg im Irak nur noch einige Wochen dauern wird.

Kaum einer glaubt ihm. Tatsächlich aber dauerte der Krieg nur noch einige Wochen.

Am 23. Oktober 2004, im Saal der Stadthalle von Bonn, Bad Godesberg, wird er gebeten, seine Voraussagen für das kommende Jahr 2005 zu machen. Pascal konzentriert sich und sagt dann: «Ich sehe, dass in den kommenden Tagen, das heisst ziemlich bald, Osama Bin Laden in den Medien auftritt und Amerika erneut bedroht.» Kurze Zeit später geschieht es genau so. Auf die Frage, wer die Wahlen in den USA gewinnen wird, antwortet Pascal: George W. Bush – und hat erneut Recht.

Er behauptet auch, dass in sehr kurzer Zeit «ein grosser religiöser – nicht christlicher – Führer an einer schweren Krankheit sterben» werde. Am 11. November 2004 stirbt Yasser Arafat.

«Verheerendes Erdbeben» Die erschütterndste Voraussage, die Pascal an jenem Abend machte, blieb allen Zuhörern im Gedächtnis: «Ich sehe ein verheerendes Erdbeben, das mehrere Länder im Süden und Südosten Asiens betreffen wird. Dieses Ereignis wird eine Pascal Riolo (30). Das belgische Medium glänzt mit verblüffenden Fähigkeiten.

kapitale Bedeutung für die betroffenen Länder haben und Epidemien sowie eine furchtbare Hungersnot auslösen.

Völker, die schon in grossen Schwierigkeiten leben, werden hart getroffen. Es wird gegen Ende des Jahres 2004, spätestens jedoch anfangs 2005 stattfinden. Ich sehe viele Tausend Tote. Ich kenne Indonesien, da ich schon dort war und spüre für dieses Land nach dem Erdbeben noch viel mehr Schwierigkeiten, riesige Probleme und endlose Traurigkeit.» Auch diese Voraussage ist am 26. Dezember 2004 leider eingetroffen.

Doch damit nicht genug: Nachdem Pascal im April 2002 in Bellaria (Italien) mehrere Tage mit Uri Geller verbrachte und von dessen Fähigkeiten, Metalle zu beeinflussen, sehr beeindruckt war, wollte er es ebenfalls versuchen. Nach einigen Versuchen zuckte er zusammen als er spürte, dass der Löffel in seiner Hand weich wurde und sich zu verbiegen begann. Mehr noch: Wenn er sich stark genug darauf konzentrierte brach der Löffel in seiner Hand sogar und fiel zu Boden. Als er am 25. September 2004 auf der Bühne des Palais des Congrès in Lüttich vor einem vollbesetzten Saal stand, wollte das Publikum irgend etwas sehen, um sich von seinen Fähigkeiten zu überzeugen.

Einfache Voraussagen genügten vielen nicht. Schliesslich konnte in diesem Moment ja niemand überprüfen, ob sie auch tatsächlich eintreffen würden.

Pascal überlegte kurz, holte dann aus seiner Tasche einige Löffel heraus und ging wagemutig zum Experiment über.

Noch nie hatte er bis dahin versucht, vor einem Publikum so etwas zu machen und er hatte panische Angst, dass sein Experiment nicht gelingen würde und er sich blamieren könnte.

Pascal bat das Publikum um ein wenig Ruhe im Saal, stellte sich auf die Bühne mit einem Löffel in der Hand und begann sich zu konzentrieren. Plötzlich – wie von Geisterhand berührt – wurde der Löffel weich wie Butter, brach und fiel zu Boden. Pascal wiederholte sein Experiment mehrmals erfolgreich.

Ähnliches wiederholte er am 23. Oktober 2004 in der Stadthalle von Bad Godesberg: Gegen Ende seines Vortrags holte er einen Löffel hervor und hielt ihn vor das staunende Publikum ins grelle Licht der Scheinwerfer. Er bat um etwas Ruhe und konzentrierte sich auf den Löffel in seiner Hand. Plötzlich begann sich der Löffel zu biegen und brach entzwei. Das Publikum kam aus dem Staunen nicht heraus.

Entdeckung in Ägypten?

Was aber prophezeit dieser begabte junge Mann für 2005? «mysteries» liegen zahlreiche präzise Voraussagen Pascals vor, die wir Ende Jahr überprüfen werden. Um niemanden unnötig zu verschrecken, verzichten wir darauf, die schlimmeren Prophezeiungen hier im Detail aufzulisten.

Ein paar positive Müsterchen mögen genügen: So sei 2005 «ein grosses Jahr vor allem für die Genetik». Im Laufe des Jahres werde «eine ganz besondere, seltene Operation (Verpflanzung/Transplantation)» durchgeführt, etwas sehr Bedeutendes für den medizinischen Bereich.

Dies geschehe nicht in Amerika, sondern in Europa oder unmittelbar in dessen Nähe.

Für die Zeit gegen Ende des Sommers und zu Beginn des Herbstes sieht Pascal eine überraschende, unerwartete archäologische Entdeckung in Ägypten. Er meint, man fände etwas aus der Dynastie eines sehr alten Pharaos. In Ägypten würden neue Forschungen beginnen, die uns alle überraschen. Sie seien sehr bedeutend.

Für den amerikanischen Präsidenten George W. Bush wiederum sieht er im Frühling eine sehr schwierige Zeit anbrechen, in der er viele Probleme überwinden müsse. Zwischen März und Mai 2005 gerate Bush in eine neue Krise. Lassen wir uns überraschen.

Ein Mann mit einem Messer in der Hand.
Eine Hand, die ein Messer vor einer Wand hält.
Eine Hand, die ein Paar Schere vor einer Wand hält.
Eine Hand, die ein Metallobjekt vor einer Wand hält.

Noch immer schwadronieren Skeptiker im Internet, dass es sie gar nicht gäbe: Nun legen zwei Autoren Dutzende von Fotos sowie die erste GPS-Karte der über 14 Kilometer langen Mauer um das Giza-Plateau vor. Nur: Wozu dient das Bauwerk eigentlich?

Etablierte Medien ignorieren das Thema bisher unisono. Dabei bietet es reichlich Zündstoff: Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit nämlich wurde in den letzten Jahren eine riesige Betonmauer mit aufgesetztem Gitter rund um das Pyramiden-Gelände in Ägypten errichtet.

Die bis zu sieben Meter hohe Mauerkonstruktion umschliesst mit ihrer Aussenlänge von 14 Kilometern ein Gebiet von rund 12 Quadratkilometern, wobei sie auf beiden Seiten Richtung Süden weitergebaut wird – also künftig noch weitaus mehr Fläche beanspruchen dürfte.

Armin Risi verfolgte den Bau von Anfang an – mit wachsendem Misstrauen. Jetzt legt er mit Co-Autor und Fotograf Rico Paganini ein Buch vor, das der ägyptischen Altertumsverwaltung alles andere als gefallen dürfte. Denn es stellt unbequeme Fragen.

«Interessanterweise gibt es bis heute keine einzige offizielle Äusserung über den Grund des Mauerbaus auf dem Giza-Plateau», wundert sich Risi gegenüber «mysteries». «Einige wollten unsere Aussagen überprüfen und fragten von sich aus bei ägyptischen Reisebüros oder bei der Botschaft an. Dort wurde gesagt, es gebe gar keine Mauer um die Pyramiden.»

Mittlerweile aber prangt der ebenso lückenlose wie hässliche Beton-Koloss unübersehbar in der Landschaft. Und so legen die beiden Autoren in ihrem Buch neben Dutzenden von Fotos auch die weltweit erste Karte davon vor, die sie mittels GPS-Messungen vor Ort erstellen konnten.

Schutz vor Terroristen?

Doch noch immer wartet die Öffentlichkeit auf offizielle Erklärungen, welchem Zweck das mysteriöse Bauwerk eigentlich dient. Risi: «Einheimischen wird gesagt, dass sie zum Schutz vor Terroristen und Dieben errichtet worden sei. Mit Antiterror-Massnahmen kann man heutzutage ja viel begründen. Dem aber widerspricht, dass die Mauer bis weit in die Wüste hinausgezogen wurde und nicht nur das Pyramidengelände umfasst, sondern noch viel weiter in den Süden reicht, wo es eigentlich gar nichts zu schützen gibt.»

Andere Einheimische dagegen vermuten hinter vorgehaltener Hand ganz andere Pläne, wie Risi weiss. «Der Mauerbau startete 2002 – in schnellem Tempo. Parallel dazu legte Staatspräsident Mubarak in Kairo den Grundstein für das neue ägyptische Museum. Der 350 Millionen teure Prunkbau wird mittlerweile als ‹erstes virtuelles Museum der Welt› angepriesen und soll 2007 seine Tore öffnen.»

Im selben Jahr – so gibt er Spekulationen seiner Mittelsmänner wieder – dürften die Pyramiden für Touristen endgültig dicht gemacht werden. «Offiziell wird man dann wahrscheinlich sagen, die Pyramiden müssten wegen Einsturzgefahr geschlossen werden.»

Wer aber gab den Mauerbau überhaupt in Auftrag? Auch darüber lässt sich laut Risi bis heute nur spekulieren. «Unseren Informationen zufolge werden die Florida State University und das Stanford Research Institute vorgeschoben.» Handverlesene Ausgräber werden auf dem Plateau in Zukunft somit weitaus unbehelligter von der Öffentlichkeit forschen können als bisher. Zur Freude der ägyptischen Altertumsverwaltung, die mehr denn je darüber wacht, dass nur archäologische Informationen an die Öffentlichkeit gelangen, die dem konventionellen Geschichtsbild über die alten Ägypter zuträglich sind.

Rosengranit im Graben Bezeichnenderweise ertappte Fotograf Rico Paganini bei einer seiner Erkundungstouren an der Ostseite der Mauer Professor Mark Lehner, einen weltberühmten US-Archäologen.

Lehner kooperiert mit den Ägyptern seit jeher eng. «Wir fotografierten ihn, wie er in einem 1,5 Meter tiefen Fundamentgraben für die Mauer arbeitete. Dessen Grund bestand über eine längere Strecke aus Rosengranitplatten.»

Wie Risi betont, kommt Rosengranit in ganz Giza nirgendwo natürlich vor. Alle Blöcke wurden einst aus den Steinbrüchen im 1000 Kilometer entfernten Assuan herangebracht. «Offenbar befindet sich im dortigen Untergrund also noch einiges an alten Relikten. Offiziell davon erfahren hat man darüber bislang aber noch nichts.»

Paganini wurde denn auch prompt von Polizisten verscheucht. Nicht nur, dass sie ihm das Fotografieren verboten: Sie untersagten ihm jeglichen Blick auf die dortigen Tätigkeiten!

Insofern appellieren die Autoren nicht zuletzt an die internationalen Medien, das Thema endlich aufzugreifen. Denn: «Eine solche Mauer errichtet man nicht einfach aus einer Laune heraus.»

red. ■

Ein schwarz-weißes Foto einer Pyramide und einer Gruppe von Pferden.
Ein Plakat mit einer Pyramide und den Worten "Die Giza-Mauer" darauf.

$ () / */*! " € %'" () *! " €,!"$"1!

&! " €

Ein Plakat mit den Worten Der zwolffe Planet darauf.
Ein Plakat mit dem Wort Zacharias Sitchin darauf
Ein Plakat mit den Worten Stufen zum Kosmos darauf.
Ein Buchcover mit einem Mann im Himmel.
Ein Buchcover mit einem Mann auf einem Hügel.
Ein Buchcover mit einer Person, die vor einem hellen Licht steht.
Ein Buchcover mit Bäumen darauf.
Ein Buchcover mit dem Titel Der Kosmische Code.

Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft wird die Menschheit eine ungeheuerliche Erfindung machen: Eine Kamera, mit der man die Vergangenheit fotografieren kann – ähnlich wie jede «normale» Kamera heute Lichtstrahlen einfängt, die jedes Ding widerspiegelt. Und sie schliesslich auf Film «brennt».

Wie diese neue Erfindung funktionieren soll? Nun, irgendwann wird der Mensch, wie schon so oft, bislang unbekannte Mikropartikel entdecken, die seit jeher um uns existieren. In diesem Fall winzigste Dinger, die alle Informationen ihrer Umwelt aufnehmen und bis in alle Ewigkeit in sich speichern. Jegliche Umweltveränderung, jeder Lichteinfall hinterlässt auf ihnen unauslöschliche Spuren.

Der Mensch wird nun Wege finden, diesen Partikeln jede gewünschte Information zu entlocken und sie schliesslich in einen Zustand zu versetzen, wie sie ihn zum Zeitpunkt X in unserer Vergangenheit angenommen hatten. Sprich: So, wie sie das Licht damals reflektierten.

Unter Laborbedingungen wird es ihm nach etlichen Versuchen gelingen, die Dinger in ihrer historisch gewünschten Konstellation zu büscheln – und dann auf den Auslöser zu drücken. Fertig ist das Bild. Vielleicht zeigt es einen alten Römer, wie er sich seine Toga bindet.

Oder einen Neandertaler, wie er in den Resten seiner Vorfahren nach Essbarem wühlt. Oder einen Ritter, wie er gerade hinter einem Baum austritt.

Zugegeben: Wissenschaftler werden für derlei Überlegungen nicht einmal ein müdes Lächeln aufbringen. Ebenso, wie vor 150 Jahren niemand an Handys, Videokameras oder Space Shuttles glaubte.

Spekulieren wir also munter weiter.

Unter strengster Geheimhaltung werden eines Tages die ersten Bilder aus der Vergangenheit geschossen. Ähnlich gespannt, wie NASA-Forscher der ersten Bilder ihrer Mars-Sonden harrten, blicken unsere Wissenschaftler auf ihre Schirme. Im Zeitlupentempo rekonstruieren die Computer Bildzeile um Bildzeile.

Allmählich zeichnen sich die ersten «Fotos» ab.

Dann der Schock: Unsere Wissenschaftler werden Zeuge, wie Aliens mit Eingeborenen plaudern und von ihnen als Götter verehrt werden. Sie werden gewahr, wie Jesus Maria Magdalena ehelicht. Sie müssen mitansehen, wer Kennedy wirklich umgebracht hat. Und erkennen schliesslich Hellseher Nostradamus – wie er als einer der Ihren Jahrzehnte später mit einer Zeitmaschine im Mittelalter landet…

Brechen wir das Gedankenspiel an dieser Stelle ab. Sonst lichten uns unsere Nachkommen am Ende noch ab, wie wir von den Kritikern ob solcher Zeilen als Phantasten gelyncht werden. Noch dazu verpassen sie in diesem Moment womöglich die historische Aufnahme, wie Präsident Bush gerade kichernd den nächsten Weltkrieg vorbereitet.

Glücklicherweise ist das ja alles sowieso nur reine Utopie. Oder?

Luc Bürgin (Herausgeber)

Einst zelebrierte er Wurzelbehandlungen an seinen Patienten. Bis zum Exzess stopfte er Amalgam in die Löcher von Zähnen. Dann lernte der Zahnarzt Dr. Werner Maurer einen Appenzeller kennen, der sich auf Kräuter und allerlei andere Hausmittelchen verstand. Eine harte Konfrontation für den überzeugten Schulmediziner. Mit Folgen: Heute ist Maurer ein so genannter ganzheitlicher Zahnmediziner – und für viele schmerzgeplagte Menschen oft die letzte Hoffnung.

von René Haenig «Eins, zwei, drei, vier, fünf… Diese fünf Zähne müssen weg!» Werner Maurer zeigt auf dem Panorama-Röntgenbild, welche Zähne er meint. Stille im Behandlungszimmer.

Maurers Patient, ein italienischer Pizza-Wirt, wird sichtlich nervös. Seine Augen weiten sich. Dann bricht es plötzlich aus dem Mann heraus: «Ohne Zähne ist nicht lustig!»

Dass die Weisheitszähne raus sollen, findet der Mittfünfziger noch okay. Aber die anderen? «Nein, ich bin mit ihrem Vorschlag gar nicht einverstanden», macht er dem Zahnarzt klar. «Welche Alternative gibt es?» will er von Maurer wissen. «Sie lassen die Zähne drin», antwortet der.

Für den Pizza-Wirt ist das keine echte Alternative. Seit Monaten plagen ihn Schmerzen im linken Ohr – teilweise rund um die Uhr. «Ich wache ständig nachts auf», klagt er. Sein Arzt habe bisher keine Ursache gefunden. Deshalb ist er jetzt hier bei Werner Maurer. Von dem hat er kürzlich in einem TV-Beitrag erfahren.

Zähne als Störfelder Werner Maurer ist nicht irgendein Zahnarzt. Der 49-Jährige zählt zu den so genannten ganzheitlichen Zahnmedizinern. Leute wie Maurer sehen die Zähne nicht als ein vom Körper isoliertes Gebilde, vielmehr stecken für ihn bei chronischen Krankheiten oft die Zähne selbst dahinter. Und die können Störfelder sein, welche eine Fernwirkung auf Gelenke, Organe und Psyche haben.

Ganzheitliche Zahnmediziner wie Maurer machen mitunter zwei Faktoren Werner Maurer in seiner Zahnmedizin-Praxis. «Eigentlich bin ich so etwas wie ein Müllmann.»

für eine Vielzahl von Beschwerden verantwortlich: Amalgamfüllungen und Wurzelbehandlungen. Beides hat Maurer früher selbst bei seinen Patienten gemacht.

So wie er es gelernt hatte. «Im Studium hiess es, Amalgam ist gut und Wurzelbehandlungen sind gut, also habe ich das geglaubt.»

Dabei hatte der gebürtige Basler schon während seiner Studienzeit mit Patienten zu tun, die über Schmerzen klagten. Nachdem ihnen ein oder zwei wurzelbehandelte Zähne aus dem Gebiss entfernt wurden, waren sie plötzlich schmerzfrei. Auch nach Amalgam-Entfernung erzählten die Patienten häufig von Verbesserung irgendeines körperlichen Leidens. «Das hatte mich schon etwas hellhörig werden lassen. Aber ich habe es wieder verdrängt.»

Und so «zelebrierte» er Wurzelbehandlungen, wie Maurer heute offen zugibt.

Auch bei Amalgam kannte der Zahnarzt keine Zurückhaltung. «Ich habe das bis zum Exzess betrieben, meine Amalgam-Füllungen schön ausgeschnitzt, ausgefeilt, hochglanzpoliert und so weiter. So, wie sich das eben gehörte.»

Erst klassisch, dann alternativ Ende der 80er-Jahre eröffnete Maurer seine eigene Praxis. In Frick, in der Nähe von Basel. Dort habe er mit den ersten Patienten zu tun gehabt, die partout keine Amalgamfüllungen im Mund haben wollten. Denen tat der Zahnarzt auch den Gefallen.

«Aber sonst habe ich weiter Amalgam verwendet», erzählt er. Unter anderem bei dem Homöopathen seines Sohnes, der sich bei Maurer das Gebiss sanieren liess.

«Selbst der meinte damals, die ganze Diskussion um die Schädlichkeit von Amalgam sei nur Theater.»

Und so verpasste Maurer dem Arzt und Naturheilkundler die gewünschten Füllungen. «Einige Zeit später aber kam er zu mir und sagte, dass er plötzlich wieder an einem Analekzem leide», kann sich Wer- ‹‹ Anfänglich benutzte er das Amalgam völlig bedenkenlos…

ner Maurer noch erinnern. Er meinte, dass er das schon einmal als Kind gehabt habe.

Warum er jetzt plötzlich wieder daran leide, könne er sich nicht erklären. Zudem fühle er sich öfters erschöpft.

Eine Bemerkung machte Maurer besonders stutzig: «Er sagte, dass er sich als Kind nach einem Zahnarztbesuch ähnlich gefühlt habe.»

Da der Zahnarzt seine Patienten damals noch nicht selber auf Unverträglichkeitsreaktionen beziehungsweise Allergien testen konnte, schickte er den Homöopathen nach Zürich. «Dort haben sie bei ihm eine erhöhte Quecksilberbelastung festgestellt.»

Zurück bei seinem Zahnarzt, liess sich der Geplagte sämtliche Amalgam-Füllungen wieder aus dem Mund entfernen. Folge: «Seine Beschwerden wurden besser, waren aber noch nicht weg. Daraufhin habe ich auch noch das Amalgam aus den wurzelspitzenresezierten Zähnen rausgeholt, die Zähne selber aber noch belassen Von da an waren die Beschwerden ganz weg.» Das war für den Zahnarzt Beweis genug. «Ab diesem Zeitpunkt habe ich Amalgam komplett aus meiner Praxis verbannt», sagt er. Das war 1989.

Für Maurer ist längst klar, woher die hohe Quecksilberbelastung seines Patienten herrührte: Für Amalgamfüllungen wird ein Legierungspulver aus Silber, Zinn, Kupfer, Quecksilber und gegebenenfalls Zink mit der gleichen Menge flüssigen Quecksilbers vermischt.

Zu etwa 50 Prozent enthält eine Amalgam-Füllung demnach das giftige Schwermetall Quecksilber. Personen mit mehreren Amalgam-Füllungen können also ständig mehrere Gramm Quecksilber im Mund mit sich herumtragen.

Sondermüll Was Maurer besonders widersinnig erscheint: Aus Umweltschutzgründen werden Zahnärzte in der Schweiz heute durch den Staat gezwungen, alles aus den Zähnen ihrer Patienten gebohrte Amalgam in Spezialfässern als Sondermüll zu entsorgen – während die Füllungen im Mund der Patienten weiterhin keine Probleme verursachen sollen.

Inzwischen beschränken sich ganzheitliche Zahnmediziner deshalb nicht nur auf das Ausbohren von Amalgamfüllungen aus den Zähnen. Vielmehr bereiten sie den Organismus ihrer Patienten auf die Entgiftung vor und überwachen die ausleitende, entgiftende Nachbehandlung.

Dass dies besonders wichtig ist, macht Maurer an den Patienten deutlich, die zu ihm in die Praxis kommen und mit für Vergiftungen typischen Symptomen oder einer so genannten Therapieresistenz kämpfen. Also Symptome wie Schwächegefühl, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Unruhe, Zittern, Schwindel, Reizbarkeit, Depressionen, Appetitlosigkeit, Metallgeschmack im Mund oder wiederkehrende Entzündung der Schleimhäute.

Im Klartext: An sich erfolgversprechende Behandlungen, etwa bei Erkältungskrankheiten, rheumatischen Störungen und chronischen Magen-Darmerkrankungen, sind bei ihnen erfolglos. Einige von Maurers Patienten haben eine wahre Odyssee von einem Arzt zum anderen hinter sich.

Wer bei Maurer landet, braucht beim ersten Termin vor allem Zeit und ein Panorama-Röntgenbild seiner Zähne. «Zur Übersicht», wie der Zahnmediziner erklärt. Den Mund aufsperren muss zu diesem Zeitpunkt noch keiner.

Aufgrund der Schilderungen der Patienten, des Röntgenbilds sowie spezifischer Fragen sehe er, welche potenziellen Störherde bei einem Patienten vorhanden seien, erklärt Maurer. Zudem mache er bei jedem einen Kurztest, wobei er unter anderem auf mögliche Erdstrahlen, elektromagnetische-und Quecksilberbelastung sowie entzündliche Veränderungen im Kieferbereich achte. «Das alles gibt mir entsprechende Hinweise, um zu erkennen, was zu tun ist.»

Der ganzheitliche Zahnmediziner vergleicht diesen Teil seiner Arbeit damit, was zu tun ist, wenn eine Strasse nach einem Erdrutsch nicht mehr passierbar ist. «Da räumt man auch nicht zuerst die kleinen Steinchen beiseite, sondern nimmt mit dem Bagger das grosse Zeug weg.»

So ähnlich sei es mit unserem Körper, wenn der nicht mehr reguliere, blockiere – und schliesslich vollends streike. Maurer: «Ich schaue also nicht, ob die Schmerzen im linken Zeh mit dem oder dem Zahn zusammenhängen könnten, sondern mache mir zuerst ein Gesamtbild von meinem Patienten.»

So auch von der 40-jährigen Frau, die

Ein Mann und eine Frau arbeiten an einem Computer.

Kampftechniken, wie wir sie aus dem ostasiatischen Raum kennen, gelangten offenbar auch in Alt-Peru zum Einsatz. Agustin Segui von der Universität des Saarlandes fand dafür eindrückliche Beweise.

Kampfsportarten, bei denen ausser den Fäusten auch die Füsse eingesetzt werden, sind vornehmlich aus dem ostasiatischen Raum bekannt. In Europa gehörten Fusstritte nur ausnahmsweise zum Kampf, etwa im altgriechischen Pankration, gelegentlich auch in der mittelalterlichen Fechtkunst. Umso erstaunlicher mutet es an, dass im vorkolumbischen Amerika eine Kampfsportart mit Fusstritten existierte.

Den Beweis dafür bildet ein Tonkelch aus der vorinkaischen Mochica-Kultur, der im Ethnologischen Museum Berlin aufbewahrt wird. Aufgespürt hat ihn der Wissenschaftler Agustin Segui von der Universität des Saarlandes.

Der Kelch, der bei Menschenopfern Anwendung fand und noch Restspuren menschlichen Blutes aufweist, stellt einen kleinen Katalog von Kampftechniken dar.

So zeigt eine Szene zweier kämpfender Krieger eindrucksvoll den Fusstritt zum Kinn des Gegners. Die Ähnlichkeit mit ostasiatischen Kampftechniken ist offensichtlich. Dies spornte die Suche nach weiteren Belegen an.

Bald fand Segui Abbildungen, die zwar bereits Jahrzehnte zuvor publiziert worden waren, im Kontext von Kampftechniken jedoch bisher keine Beachtung gefunden hatten. Mehr noch: Archäologische Artefakte belegen weitere kampftechnische Varianten in der gleichen Kultur, die ebenfalls typisch ostasiatisch sind.

idw. ■

Ein schwarz-weißes Bild von zwei Männern, die einen Stock halten.
Eine Zeichnung einer Wolke an einer Wand.

Ein astronomisch ausgerichtetes Observatorium aus längst vergangener Zeit? Oder doch «nur» ein Kultplatz der Tequesta-Indianer? Ein rund 2000 Jahre alter «Löcher-Kreis» im Kalksteinfelsboden von Miami lässt Archäologen seit 1998 spekulieren.

Sommer 1998. Zwischen malerischen Wolkenkratzern und dem blauen Meer der Biscayne Bay buddeln ein paar Archäologen und freiwillige Helfer auf einem Abrissgelände der Stadt Miami in der Erde nach Indianerartefakten.

Die Ausgräber unter der Leitung von Robert Carr, dem Direktor der Miami-Dade County Historic Preservation Division, werden nicht enttäuscht. Unzählige Tonscherben, verkohlte Holzfragmente, Perlen, Tierknochen, Feuersteinstücke und vieles mehr können sie ans Tageslicht befördern. Doch dann ist es vorbei mit der Ruhe.

An einem dieser friedlichen Tage nämlich machte Ted Riggs – Hobby-Archäologe und ehemaliger Bewohner des Apartmentgebäudes aus den 50er-Jahren, das hier abgerissen worden war – einen unerwarteten Fund. Just an dem Platz, an dem ein hypermoderner zweitürmiger Hochhauskomplex entstehen sollte, entdeckte er paar merkwürdige rechteckige Löcher im Kalksteinfelsboden.

Riggs stutzte. Waren diese Löcher tatsächlich angeordnet wie ein Bogen? Sollten sie etwa insgesamt eine grosse Kreisform bilden? Nachdem er seine «Chefs» auf die Entdeckung aufmerksam gemacht hatte, grub ein Schaufelbagger seine metallene Klaue ins Erdreich, immer entlang der roten Linie, die Riggs mit fluoreszierender Farbe gezogen hatte.

Fieberhaft arbeitete man weiter und stiess dabei auf einen merkwürdigen 12 Meter Durchmesser messenden Kreis von etwa 20 bis 30 mehr oder weniger rechteckigen Löchern.

Erbe eines verlorenen Volks?

Was hatte man da freigelegt? Wer hatte diese Löcher geschaffen? Natur oder Menschenhand? Hatte man gar die Reste eines mysteriösen prähistorischen Monumentes gefunden? Womöglich gar das Vermächtnis eines verlorenen Volkes?

Ted Riggs sollte später in Interviews immer wieder erzählen, was ihm damals durch den Kopf gegangen war: «Das sieht aus wie ein Negativ von Stonehenge! Statt Steinsäulen – Löcher!»

Die Archäologen taten, was sie immer tun, wenn sie einen rätselhaften Fund machen: Sie kontaktierten per Telefon, Fax und Internet all ihre Kollegen in der ganzen Welt, um sich mit ihnen darüber auszutauschen, ob es schon einmal irgendwo einen ähnlichen oder identischen Fund gegeben hatte. Ergebnis: Es gab nichts Vergleichbares.

Im Winter 1999 war es mit der Ruhe am Ausgrabungsplatz definitiv vorbei, als sich Ted Riggs an die Medien wandte. Am 20. Dezember kabelte der TV-Sender CNN die Nachricht in alle Welt: «Mysteriöser Steinkreis am Ufer des Miami River ausgegraben!»

Die Archäologen, so hiess es, seien uneins über Ursprung und Bedeutung dieses rätselhaften Stonecircle. Die Vermutung, dass man es aufgrund der gefundenen Artefakte wohl eher mit einer ehemaligen Tequesta-Indianer-Siedlung zu tun habe, rückte mehr und mehr in den Hintergrund.

Astronomisch ausgerichtet Stattdessen machte bald eine andere Spekulation die Runde: Der Circle sei ein astronomischer Himmelskalender!

Entdecker Ted Riggs habe festgestellt, dass der Kreis in Nord-Süd-Ausrichtung angelegt worden sei und die Löcher einst wohl Steinpfosten enthalten hätten. Die Anlage habe seiner Meinung nach den Mayas einst als Observatorium gedient, las man bald darauf im «Miami Herald».

Die Medienberichte mobilisierten die ganze Stadt. Vor allem interessierten sich die Reporter für zwei Steinäxte, die im Circle gefunden worden waren. Äxte, wie man sie sonst nur von den Mayas Mesoamerikas kannte.

Schon bald strömten Schaulustige in Scharen zum Ausgrabungsplatz am Brickell Point. Tag für Tag erschienen selbsternannte Experten mit neuen Theorien, Touristen, Geschäftsleute und Büroangestellte aus den nahen Hochhäusern. Ja sogar Hochschulstudenten tauchten auf – mit dem Wunsch, mitzuhelfen oder wenigstens den sonnengebräunten «Relic Hunters» bei der Arbeit zuzusehen.

Die überbordende Begeisterung erhielt schliesslich einen empfindlichen Dämpfer, als der «Miami Herald» am 17. Januar 1999 verkündete: «Vergangenheit in Gefahr!»

Erst jetzt wurde bekannt, dass binnen weniger Wochen die Bulldozer des Grundstückbesitzers das «amerikanische Stonehenge», wie es ein paar Übereifrige bereits getauft hatten, niederwalzen würden.

Weder der Grundstückbesitzer noch die Stadt Miami schienen willens oder fähig, die Bulldozer aufzuhalten. In einem ‹‹ Niemand schien die Bulldozer aufhalten zu können.

Akt der Verzweiflung versuchte ein von den Archäologen angeheuerter Bildhauer, einen Abguss der Formation anzufertigen, während neben ihm und den Ausgräbern bereits begeistert über einen antiken UFO-Landeplatz spekuliert wurde, ebenso wie über Mayas oder über heilige Indianertempel.

Besucher des Platzes plünderten mit Begeisterung die Abfallhaufen, um Souvenirs mitzunehmen. Die Presse schwelgte in Schlagzeilen und schwärmte: «Amerikas jüngste Metropole, eine Stadt ohne Geschichte, hat nun auf einmal eine ältere und interessantere Geschichte, als irgendjemand sich jemals vorzustellen wagte!»

Die Archäologen mussten sich daran gewöhnen, interviewt, gefilmt und fotografiert zu werden.

Endgültig weltbekannt wurde der Miami Circle Ende Januar 1999, als die beliebte Radioshow von Art Bell über das «amerikanische Stonehenge» berichtete und damit eine Schlacht für die Rettung der Anlage einläutete.

Das Bombardement an Anrufen, Faxen und E-Mails erzürnter Circle-Retter war überwältigend. Als dann gar noch eine Abordnung von Seminolen-Indianern den Ausgrabungsplatz aufsuchte, liess der Grundstückbesitzer das Ausgrabungsfeld mit einem Zaun absperren. Davor wurde geschimpft, meditiert, gebetet und gewacht – ganz Miami schien auf den Beinen zu sein.

Um dem Wust an Vermutungen, Theorien, Erklärungen und Spekulationen entgegenzutreten, wurde im Februar 1999 ein Meeting anberaumt, auf dem die Archäologen ihre Ergebnisse und Meinungen kundtun sollten. Vor einem bis auf den letzten Stehplatz besetzten Saal und einem Wald von Kameras und Mikrophonen versuchte Archäologe Richard Carr zunächst einmal, den Kreis zu beschreiben.

So wies er darauf hin, dass im und um den Hauptkreis hunderte, anscheinend wahllos verteilte, kleine Löcher gefunden wurden. Alle diese Löcher waren offenbar mit prähistorischen Werkzeugen angelegt worden. Das Bemerkenswerteste aber war die perfekt runde Anordnung der Hauptlöcher.

Euphorie und Zurückhaltung Wozu hatten all die Löcher einst gedient? Und wie alt waren sie? Als ein Zuhörer auf die astronomische Ausrichtung der Löcher hinwies, war Ted Riggs in seinem Element. Der Kreis sei – erkenntlich an vier sehr grossen und tiefen Löchern, die über den normalen Kreisrand hinausgehen – kardinal ausgerichtet, und darüberhinaus markiere eine Linie kleiner Löcher einen Punkt am Horizont, der ein Sonnwenddatum bezeichne.

Die Archäologen selbst hielten sich mit ihren Meinungen zur astronomischen Ausrichtung zurück. Man habe noch zu ungenaue und zu wenig Daten. Statt dessen berichteten sie über die Tequesta-Indianer, die im «Miami Herald» bereits als «das verlorene Volk von Florida» vorgestellt worden waren.

Auffallend war, dass man bislang noch nichts gefunden hatte, das die Tequesta-Indianer aus Stein hergestellt hatten.

Selbst die beiden Steinäxte aus dem Circle mussten «eingeführt» worden sein, denn das entsprechende Material hierfür gab es erst in weit entfernten Gegenden.

Konnten die Tequesta also überhaupt die Erbauer des Circle gewesen sein? Oder hatten sie den Circle nur vorgefunden und dann für zeremonielle Zwecke genutzt?

Ebenso relevant sei, so erläuterte Robert Carr, dass die Tequesta keine Landwirtschaft betrieben hatten. Wozu also hätte ein astronomischer Kalender – wenn denn der Circle überhaupt einer war – dienen sollen?

Wie alt aber war denn nun der Kreis?

Robert Carr gab auf dem Meeting bekannt, dass die gefundenen Artefakte auf eine Zeit vor 1000 bis 2000 Jahren verweisen – doch das sage gar nichts aus über die Entstehung des Kreises.

26,7 Millionen US-Dollar!

Am 29. September 1999 überraschte der «Miami Herald» seine Leser schliesslich mit der Nachricht, dass sich der Grundstückbesitzer und das County auf einen Kaufpreis hatten einigen können: 26,7 Millionen Dollar – gut eine Million Dollar pro Circle-Loch!

Da immer noch nicht klar war, was der Circle denn nun sei, wurde ein Team von Staatsarchäologen nach Miami geschickt.

Und so begannen im Oktober 1999 Ausgrabungen unter Dr. Ryan Wheeler von der University of Florida. Mit modernsten Gerätschaften auf der einen Seite und altbewährter Muskelkraft andererseits sollte das Rätsel um den Circle endgültig gelüftet werden.

Mechanische Stangenbohrer und spezielle Schaufelbohrer kamen ebenso zum Einsatz wie ein Radargerät, das nach unterirdischen Merkmalen zu suchen hatte und feststellen sollte, ob unter der Erde noch weitere Überraschungen schlummerten.

Immer mehr kleine Löcher wurden entdeckt und immer mehr Artefakte ‹‹ Immer mehr uralte Artefakte kamen zum Vorschein.

kamen zum Vorschein, die allesamt auf ein ungefähres Alter von 1500 bis 2000 Jahre datiert wurden.

Nachdem der Circle nun gerettet war, kehrte auf dem Ausgrabungsplatz endlich wieder Ruhe ein. Keine TV-Helikopter mehr, keine Reporterschwärme – das Interesse der Öffentlichkeit flaute allmählich ab. Dennoch wurden weiterhin neue Theorien aufgestellt. So behauptete ein Archäologe nun, all die Löcher seien einst Pfostenlöcher für Pfahlbauten gewesen, gruppiert um das Häuptlingshaus – den Circle.

Neue Touristenattraktion War das Geheimnis um den Miami Circle damit gelöst? Lag hier doch kein amerikanisches «Stonehenge», keine moderne Abwasseranlage, wie Skeptiker spekuliert und kein UFO-Landeplatz, wie andere gehofft hatten? Nichts war klar – alles offen. Die Anlage war zwar gerettet – aber ihr Rätsel nicht gelöst.

Inzwischen gehört der Miami Circle ebenso selbstverständlich zu den Touristenattraktionen wie ein Abstecher in die Everglades. Seit Anfang 2003 kann man auch endlich die ausgegrabenen Artefakte bestaunen. Im Historischen Museum der Stadt werden sie Besuchern stolz präsentiert.

Der Miami Circle – eine unendliche Geschichte?

Noch immer dauern die Forschungen an. Und so bleibt der Kreis, was er von Anfang an war: ein Puzzle aus Fakten, Hypothesen, Vermutungen und Spekulationen.

Gisela Ermel ■

Ein schwarz-weißes Bild einer Felsformation.
Ein Plakat mit einer Reihe von Wörtern in einer Fremdsprache.