Um die «Suche nach Sinn» geht es bei den 23. Basler Psi-Tagen vom 11. bis 14.
November 2005. Dabei sind neben vielen anderen: Stanislav Grof, Thomaz Green Morton (Bild), Rüdiger Dahlke, Jasmuheen, Adolf Holl und Luc Bürgin.
In über hundert Veranstaltungen setzt der Kongress diesmal drei Themenschwerpunkte: «Glück und Leid, Krankheit und Tod – Wozu?», «Dieses Leben – Wozu?»
und «Die Schöpfung – Wozu?». Vier Kongresstage lang werden prominente Weisheitslehrer, Heiler und Medien aus aller Welt die ganze Vielfalt spiritueller Antworten auf letzte Fragen aufzeigen.
Infos im Internet: www.psi-tage.ch oder unter Tel. + 41 – (0)61 383 97 22.
Echt oder nicht? Im chinesischen Internet gehen die Wogen hoch. Grund ist das Foto zweier «Drachen», die ein Amateurfotograf am 22. April 2004 auf dem Rückflug von Lhasa nach China über dem Himalaya auf Film gebannt haben will. Selbst wenn es sich um eine gelungene Fälschung handeln sollte: Originell ist das Bild allemal!
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/fliegende-drachen-ueber-dem-tibet-fotografiert-page58-1.jpg6131034Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2005-06-01 12:00:002025-12-13 09:18:12Fliegende Drachen üBer Dem Tibet Fotografiert?
Luftaufnahme der «Mandala-Struktur» in Palpa (Peru). Erich von Däniken machte sie weltweit bekannt.
Stammt das riesige «Mandala von Palpa» in Peru aus der Neuzeit? Dies behauptet der deutsche Nazka-Experte Markus Reindel. «Unsinn!», kontert Erich von Däniken, der die Struktur 1997 publik machte.
Der Mann hat einen Riecher für das Ungewöhnliche: 1997 veröffentlichte Erich von Däniken in einem prächtigen Bildband jede Menge exklusive Luftaufnahmen der Boden- und Felszeichnungen aus dem Palpa-Tal in Peru, die er zwei Jahre zuvor geschossen hatte. Farbbilder riesiger Darstellungen, die die Öffentlichkeit in dieser Form noch nie zu Gesicht bekommen hatte. Die Archäologen ignorierten das Buch – wenngleich sie innerlich darüber geflucht haben dürften. Wer wird schon gerne überrundet?
Von besonderem Interesse waren dabei nicht zuletzt Fotos einer riesigen Mandala-Darstellung. Sie unterschied sich derart von allen anderen, dass Däniken bereits beim ersten Blick aus dem Flugzeug klar war, dass die Struktur nicht von den Nazka-Indios stammen konnte: «Hier ging es um etwas völlig anderes.»
Eine neuzeitliche Fälschung? Doch wozu?! Däniken kam ins Grübeln. Vergeblich suchte er ihre Pendants im zur Verfügung stehenden Kartenmaterial. Die Dinger waren nirgends verzeichnet. Nicht einmal in der Fachliteratur. Ein Grund mehr, seine Bilder zu veröffentlichen – um eine öffentliche Diskussion zu entfachen.
Reindels Zweifel Der deutsche Nazka-Forscher Markus Reindel will das Rätsel inzwischen gelöst haben. Just zu der Zeit, als Däniken sein Buch veröffentlichte, begann er seine erste Feldkampagne vor Ort.
«Die Geoglyphen von Palpa fanden bisher kaum Beachtung», hielt er 1997/ 1998 in einem wissenschaftlichen Bericht fest. Dänikens Buch erwähnt er darin – wie auch in weiteren Fachpublikationen – bezeichnenderweise mit keinem Wort. Ebenso wenig die Mandala-Struktur.
Lediglich im Katalog zu einer Nazka-Ausstellung in Zürich stellt Reindel 1999 ebenso beiläufig wie überraschend klar: Ein Blick auf Luftfotos des Staatlichen Luftbildinstituts von Peru aus dem Jahre 1994 habe ihm gezeigt, dass die Mandalas dort fehlen – also neueren Datums sein müssten. Irgendwelche ominösen «Esoterikergruppen» würden dahinter stecken, merkte er damals kritisch an.
«Verwirrter» Lehrer?
Genaueres scheint Reindel indes auch heute – sechs Jahre später – immer noch nicht zu wissen, wie er gegenüber «mysteries» einräumt: «Ich nehme aber an, dass die Strukturen etwa zwischen 1960 und 1980 entstanden sind, manche vielleicht gar noch später.» Einige der Steinsetzungen von Palpa sollen zudem von einem «verwirrten Lehrer» stammen, schreibt er im Ausstellungskatalog weiter.
Wissenschaftlich dokumentiert ist das nirgends. «mysteries» wollte es deshalb genauer wissen: Was hat es mit diesem Lehrer auf sich? Für welche Steinsetzungen zeichnet er verantwortlich? Reindels Antwort: «Mir wurde von einem Lehrer aus dem Ingenio-Tal berichtet. Neben den schönen geometrischen Mandalas gibt es noch viele lineare Steinsetzungen, Kreise und vieles mehr. Welche davon von dem Lehrer sind, kann ich nicht sagen.»
Im Gegensatz zu Reindel habe er diesen Lehrer seinerzeit persönlich interviewt, hält Däniken auf Anfrage dagegen. «Er versicherte mir, dass er die alten, längst verblassten Strukturen im Gelände von Palpa mit seinen Schülern seinerzeit lediglich ‹nachgezeichnet› habe – um sie so der Nachwelt zu bewahren.»
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/wie-alt-ist-dieses-mandala-page21-1.jpg5451034Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2005-06-01 12:00:002025-12-13 09:18:46Wie Alt Ist Dieses Mandala?
In einer gut sortierten Bahnhofsbuchhandlung habe ich kürzlich Ihre Zeitschrift entdeckt. Sie füllen eine echte Marktlücke.
Ihre spannenden Artikel sind sorgfältig recherchiert. Alle Achtung!
Besonders gefreut hat mich die Titelgeschichte über den «Pyramiden-Bluff» – namentlich Ihre Recherchen über die abgebrochenen Kupfergriffe in den beiden Schächten. Jetzt, wo endlich klar ist, wie sie zu Bruch gingen, werden die selbstherrlichen Verantwortlichen hoffentlich bald zur Rechenschaft gezogen…
Heinz Kramer (D) Gesund dank Bachblüten Danke für den Artikel «Homöopathie lässt Erbsen spriessen». Endlich scheint sich auch auf diesem Gebiet etwas zu tun. Der Widerstand der Schulmedizin und der Pharmaindustrie wird natürlich härter werden, aber die Wirkung der homöopathischen Medizin wird sich doch durchsetzen.
Ich selber habe der Homöopathie zu verdanken, dass ich – nach harten Erkrankungen, hervorgerufen durch schulärztliche (Miss-)Behandlungen und Medikamente – durch Bachblütentherapie wieder weitestgehend gesund wurde.
Auch bei der Bachblütentherapie kommen nur die Informationen in der hochverdünnten Substanz zur Wirkung. Bei mir beseitigte sie unter anderem auch Herzrythmusstörungen – und das in erstaunlich kurzer Zeit.
Ich drücke Herrn Baumgartner ganz fest die Daumen, dass seine Arbeit auch die Anerkennung derer findet, die bei uns für die «Volksgesundheit» zuständig sind.
Joachim Rühl (D) Tipp für Insider Zum Beitrag «Homöopathie lässt Erbsen spriessen» im letzten Heft möchte ich ergänzend darauf hinweisen, dass bereits Dr. Karl Fahrenkamp vor und während des 2. Weltkrieges ähnliche Versuche mit pflanzlichen Herzgiften und ihren Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen durchführte.
Die landwirtschaftlichen Versuche und vermutlich auch die Fischzuchtversuche erfolgten nahe München. Die umfassende Anwendung zum Beispiel auch zur Haltbarkeitssteigerung von Lebensmitteln ist erstaunlich. Wer sich dafür interessiert, kann sich antiquarisch folgende Bücher beschaffen: «Vom Aufbau und Abbau des Lebendigen». Teil 1 von 1937, Teil 2 von 1938 und Teil 3 von 1943 (Hippokrates- Verlag Marquardt und Cie, Stuttgart).
Gerhard Belitz (D) Ein Gefangenen-Lager?
Der kurze Artikel über die Militär-Stadt in Israel hat mich stutzig gemacht. Könnte es sich dabei um ein Gefangenenlager handeln? In den USA gibt es rund 800 solcher Lager…
Gerd Hohberger (D) Zur Freimaurer-Symbolik Zum Titelbild Ihres Artikels «Freimaurer suchen die Öffentlichkeit» möchte ich festhalten, dass die Freimaurer-Symbolik, die Sie am Dollarschein darstellen, keineswegs der tatsächlichen Symbolik der Bewegung der Freimaurer entspricht.
Dieses Auge des Allwissenden ist ein Symbol, das zu Verbindungen gehört, die grundlegend der blauen Freimaurerei fremd sind. Ihre Zeitschrift – wie auch andere – verwechseln sehr häufig die Bewegung der Johannis-Freimaurer mit Bewegungen, die ähnliche Inhalte haben, aber keineswegs von der Mutterinstanz in London anerkannt werden.
Es gibt nur eine Freimaurer-Bewegung, nämlich die Johannis-Bewegung, die ihren Hauptsitz global gesehen in London hat – und diese hat eine ganz spezielle Symbolik. Mit Sicherheit aber nicht diejenige, die Sie in Ihrem Artikel bildlich dargestellt haben.
Ich selber gehöre übrigens der blauen Freimaurer-Bewegung an und ich bin ein Mitglied dieser Bewegung im Orient Wien Österreich.
Dr. Ingomar Heuberer (A) Hitzige Diskussionen Ich schreibe Ihnen anonym. Bitte lesen Sie diese Zeilen dennoch. Ich arbeite in einer bekannten wissenschaftlichen Institution.
Ihre Zeitschrift war bei uns schon mehrmals Thema und hat zu hitzigen Diskussionen geführt – was mich sehr gefreut hat. Zuviele männliche «Betonköpfe» dort, wenn Sie wissen, was ich meine. Ich wollte Ihnen dies schreiben, um Ihnen Mut zu machen und Sie in Ihrer Arbeit zu bestärken.
E. M. (CH) Dreieck-UFO mit Aufschrift?
Ich habe «mysteries» seit seinem Erscheinen abonniert, weil ich das Heft sehr gut und vielseitig finde und den Herausgeber auch als Schriftsteller überaus schätze.
Nun zum Artikel über das Dreieck-UFO mit englischsprachiger Aufschrift aus Ausgabe Nr. 10. Dieser Sichtungsbericht riecht förmlich nach einer Desinformationskampagne: Man nehme einen einzigen (!) texanischen Augenzeugen, der ganz allein ein Dreieck-UFO mit englischsprachiger Aufschrift sieht, und schon wird daraus gefolgert, dass die Amerikaner diese Fluggeräte bauen und testen. Jeder Polizist würde sagen, diese Aussage sei wertlos, weil keine weiteren Zeugen dabei waren.
Ich selbst habe im Februar 1990 mit einer Bekannten und einem Nachbarn ebenfalls ein Dreieck-UFO rund 100 Meter vom Haus entfernt gesehen, das in der Dämmerung in einer Höhe von rund 10 Metern direkt über uns hinwegschwebte – lautlos.
Es hatte eine Spannweite von rund 25 Metern und flog mit der Spitze nach oben.
Wir sahen auf der Unterseite nur seltsam verschnörkeltes Material, metallischgrau. Da war nichts, was im Entferntesten an Buchstaben erinnert hätte.
Zu unserer Sichtung noch folgendes: Mein damals halbjähriger Labradorrüde, der dabei war, war von da an nicht mehr normal. Das heisst, er ging ab der Dämmerung nicht mehr aus dem Haus – sein Leben lang!
Renate Steiner (D) Selbstmord-Anschlag von London: Täter-Foto retouchiert?
Dreieck-UFO über Puerto Rico Neue EU-Pässe: Lachen verboten!
Rekordverdächtig: 323 Kilogramm schwere Bestie gefangen Und wieder ein Dreieck-UFO: Diesmal konnte es sogar auf Film gebannt werden. Unter den Augen mehrerer Zeugen sowie Mitarbeitern des örtlichen Flughafens zog es am 15. Mai 2005 bei Carolina in Puerto Rico über den Himmel. Gross wie ein Stadion soll die fliegende Plattform gewesen sein, meinte einer der Beobachter, der das lautlose Ding mit seinem Handy fotografieren konnte (Bild unten). Just im Moment, als es über sein Auto flog, soll es zudem dessen Elektronik lahmgelegt haben.
Auf den ersten Blick sieht alles so aus, wie es sein sollte: Vier Personen sind auf dem offiziellen Londoner Polizeifoto (oben) zu sehen, das die Überwachungskamera bei der U-Bahn-Station Luton am 7. Juli 2005, um 7.21 Uhr geschossen hat. Laut Scotland Yard handelt es sich dabei um Hasib Hussain, Germaine Lindsay, Mohammed Sidique Khan und Shahzad Tanweer (von links nach rechts), die sich kurz darauf angeblich selber in die Luft gesprengt haben sollen.
Wer das Polizei-Bild mit Photoshop-Software näher analysiert, bemerkt indes Seltsames: Warum «durchbohrt» die Stange im Hintergrund den Kopf des Mannes mit der weissen Kappe, wie Vergrösserungen zeigen? Und warum verlaufen die beiden Stangenteile links und rechts nicht auf der selben Höhe? Wurde da jemand nachträglich ins Bild retouchiert, um der Öffentlichkeit endlich die vermeintlichen Urheber des Anschlags präsentieren zu können? Zuzutrauen wäre es Bush-Freund Tony Blair allemal…
Ab 1. November 2005 dürfte vielen Deutschen das Lachen vergehen: Als erster EU-Mitgliedstaat führt die Bundesrepublik den elektronischen Reisepass ein. Und das hat Konsequenzen. Dazu das Bundesministerium des Innern: «Damit die biometrische Gesichtserkennung funktioniert, muss das Gesicht von vorn, nicht verdeckt und möglichst mit neutralem Ausdruck auf dem Foto zu sehen sein.
Ein breites Lächeln, so sympathisch es wirken mag, kann deshalb nicht akzeptiert werden.»
Ein Monsterfisch, so gross wie ein Grizzly-Bär: Es brauchte zehn Bootsleute, um ihn aus dem Mekong River zu hieven. Ins Netz gegangen war der neun Fuss lange und 323 Kilo schwere Katzenfisch den thailändischen Fischern im Mai 2005. Dass es sich dabei um den grössten je gefangenen Frischwasser-Fisch handelte, erfuhren die Finder erst, nachdem sie ihn bereits in Stücke geschnitten und verkauft hatten.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/freimaurer-das-auge-des-allwissenden-ist-uns-fremd-page6-1.jpg435637Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2005-06-01 12:00:002025-12-13 09:18:14Freimaurer: «Das Auge Des Allwissenden Ist Uns Fremd»
Mit Sprache lässt sich jede Menge Schabernack treiben. Denn sie ist ziemlich beschränkt. Solange Sie diese Zeilen nicht lesen, bezieht sich das zweite Wort dieses Satzes auf nichts.
Sinn macht er erst, wenn Sie ihn zur Kenntnis nehmen. Allerdings offenbart er dadurch gleichzeitig auch seine Sinnlosigkeit.
Wenn ich Ihnen weiter versichere, dass alles in diesem Editorial wahr ist, ausser dieser Aussage – dann nimmt das Schlamassel endgültig seinen Lauf. Und wenn ich jetzt noch anfüge, dass wirklich wahre Worte paradox sind, wie der chinesische Philosoph Lao-tse einst folgerte, ist die Verwirrung perfekt. Was stimmt nun? Und was stimmt nicht?
Beides, hätte der geniale Physiker Niels Bohr darauf wohl geantwortet. Bohr führte den Begriff der Komplementarität in die Wissenschaft ein.
Vollständige Aussagen über die Wirklichkeit müssen seiner Meinung nach immer widersprüchlich sein.
Oder wie er es formulierte: «Eine tiefe Wahrheit ist eine Aussage, deren Gegenteil ebenfalls eine tiefe Wahrheit ist.»
Zugegeben, auch das ist ziemlich schwere Kost. Aber es scheint durchaus verlockend, einmal darüber nachzudenken. Und sich dabei zu fragen, warum der Schluss dieses Satzes bereits vor seiner Mitte beginnt.
Keine Angst – ich fühle mich prächtig. Im Grunde geht es mir nur um eines meiner Dauerärgernisse – den selbstherrlichen Anspruch gewisser Schulwissenschaftler, die Wahrheit gepachtet zu haben, wenn sie grosse Reden über die vermeintliche Nichtexistenz unerklärbarer Phänomene schwingen.
Ihnen sei deshalb an dieser Stelle ein Satz ins Stammbuch diktiert, der vom ebenso genialen wie kontroversen US-Mathematiker Rudolf von Bitter («Rudy Rucker») stammt: «Eindeutige Aussagen über die Wirklichkeit kann es in der menschlichen Sprache nicht geben.»
Oder weiter gedacht: Die Grenzen zwischen vermeintlich möglichen und vermeintlich unmöglichen Phänomenen verlaufen immer dort, wo wir sie gedanklich gerade ziehen. Insofern ist alles jederzeit möglich und unmöglich zugleich. Je nachdem aus welcher Perspektive wir es betrachten. Paradox, aber wahr. Und das ist vertrackterweise bereits wieder ein Widerspruch in sich.
Übrigens: Enthält dieser Satz sechs Wörter – oder acht?
RFID-Etikette. Die winzig kleinen Funkchips halten derzeit Einzug in unsere Gesellschaft – ohne dass sich viele dessen bewusst sind.
Jederzeit überall ortbar: RFID heissen die winzigen Funksender, die bereits in Kürze jeden von uns begleiten werden – im Pass, in Banknoten oder auf der Haut. Tickt hier eine gesundheitliche Zeitbombe?
RFID steht für «Radio Frequency Identification» und basiert auf millimeterkleinen Funk-Chips, auf denen Produktecodes und Daten aller Art gespeichert werden können. In wenigen Jahren werden sie unser Leben diktieren. Aktiviert durch Funkwellen senden die winzigen Dinger jede gewünschte Information an entsprechende Lesegeräte – ohne Batterie, lautlos und vollautomatisch.
Bereits gibt es Warenhaus- und Versandketten, die ihre Produkte aus logistischen Gründen mit RFID-Chips kennzeichnen. Der Vorteil: Jedes Produkt lässt sich bei Bedarf in Sekundenschnelle orten. So weit so gut.
Doch Datenschützer verfolgen den Chip-Boom in diesen Monaten mit wachsender Besorgnis. Geplant ist nämlich, sämtliche mit Strichcodes versehenen Produkte durch RFID-Technologie abzulösen.
Ob Postsendungen, Zeitschriften, Bücher, CDs oder Computer-Software: Alle sollen sie dereinst Funkchips enthalten.
Da der weltweite Überwachungswahn immer groteskere Formen annimmt, sind RFID-Massnahmen auch in diesem Bereich längst programmiert. Privatsphäre und Datenmissbrauchs-Risiko rücken ob des politischen Antiterroreifers zunehmend in den Hintergrund.
Bereits an der kommenden Fussball-
Die neuen biometrischen Pässe der
Auch Euro-Scheine könnten in Zu-
Grossbritannien plant Autos probe-
Der Textilhersteller Benetton lässt
Die USA gehen noch einen Schritt
Knapp zehn Prozent aller US-Kran-
Strahlen-Belastung?
Stoppen lässt sich die RFID-Revolution nicht. Umso mehr gilt es nun mögliche gesundheitliche Gefahren zu thematisieren, wie die junge Schweizer Nationalrätin Evi Allemann in einem Postulat an den Bundesrat mahnt. Ein Aspekt, der von den Medien bislang sträflich vernachlässigt wurde.
Allemanns Besorgnis kommt nicht von ungefähr: «RFID-Chips strahlen verhältnismässig schwach. Da die Strahlenbelastung aber überproportional zunimmt, je näher die Strahlenquelle ist, und die RFID-Chips unmittelbar auf oder sogar unter der Haut platziert sein können, ist ein erhebliches Gesundheitsrisiko denkbar.»
Im Hinblick auf die flächendeckende Verbreitung der RFID-Technologie müssten deshalb zum heutigen Zeitpunkt die Gesundheitsrisiken seriös abgeklärt und «allenfalls Regelungen zum Schutze der Gesundheit getroffen» werden.
Für Ägyptologen wäre es ein Jahrtausendfund, der alle bisher entdeckten Kostbarkeiten in den Schatten stellen würde: der legendäre «Kopf des Osiris». Uralten Überlieferungen zufolge soll das Haupt des ägyptischen Gottes bis heute in Abydos ruhen. Ob es sich tatsächlich um ein mumifiziertes Körperteil oder aber um einen «symbolischen Gegenstand» handelt, ist indes umstritten. «mysteries» zeigt, wo das geheimnisvolle Stück tatsächlich versteckt worden sein könnte.
von Carl Hulot «Sensationsfund in Ägypten»: Unter diesem Titel vermeldete das «Hamburger Abendblatt» am 27. Mai 2003 Aussergewöhnliches: Unweit der 5000 Jahre alten Königsgräber am westlichen Nilufer hatten Archäologen einen kleinen Schatz entdeckt: Zwei mit Gold und Edelsteinen gefüllte Tonkrüge.
Jahrtausende dürften die Kostbarkeiten in der Erde der Gräberstadt Umm el Kaab in Abydos geschlummert haben – ehe sie von Professor Günter Dreyer vom Deutschen Archäologischen Institut in Kairo ausgebuddelt wurden. Unweit des Grabes von Pharao Den – zusammen mit einer bronzenen Thot-Figur und einer silbernen Statue des Gottes Osiris.
Letztere fasziniert Dreyer besonders.
Denn Silber war in der damaligen Zeit wertvoller als Gold und wurde deshalb nur sehr selten verarbeitet. Der Archäologe nach einem ersten Augenschein: «Am liebsten wäre mir natürlich, wenn die Fundstücke aus der ersten Dynastie stammen würden, also sogar rund 5000 Jahre alt wären.»
Eine Osiris-Statue aus der allerersten ägyptischen Dynastie hätte es in der Tat in sich. Umso mehr, wenn sie aus Abydos stammt. Dort, wo sich auch Osiris’ Grab befinden könnte. Die Suche nach seiner Gruft ist die längste Fahndung in der Geschichte der Menschheit. Sie dauert bereits 4000 Jahre. Mindestens.
Wer oder was war Osiris eigentlich? Die Antworten fallen recht unterschiedlich aus:
Der ersten ägyptischen Dynastie ge-
«Osiris ist gewiss der bekannteste
Der deutsche Forscher Harald Stöber
In jedem Fall wäre die Entdeckung seines Grabs ein Fund allererster Güte. Wer hat schon einmal die Gelegenheit gehabt, einen Gott auszugraben? Die Suche nach Osiris ist deshalb unter den Jägern verlorener Schätze ein absoluter Geheimtipp.
Wieso aber soll es überhaupt möglich sein, einen Gott zu finden? Die Begründung dafür liefert die ägyptische Mythologie. Ihr zufolge soll Osiris von seinem Bruder Seth ermordet worden sein, der die Macht an sich reissen wollte.
Nach dem gelungenen Attentat zerstückelte Seth den Leichnam und verstreute die einzelnen Körperteile über die ägyptischen Gaue. So fiel der Legende nach der «Kopf des Osiris» in den achten oberägyptischen Gau – genau nach Abydos.
Ist der Kopf ein Topf?
Die Osiris-Mythologie kennt zwei Varianten: Einmal wird der Kopf im Sinne des gesamten Körpers gebraucht, dann wieder ist der Kopf ein separater Gegenstand.
Im «Lexikon des alten Ägypten» von Guy Rachet lesen wir dazu: «Was die Natur des Kopfes des Gottes und seinen reellen Ursprung betrifft, so ist man dabei auf Hypothesen angewiesen. Es scheint jedoch wahrscheinlich, dass es sich nicht um einen mumifizierten menschlichen Kopf handelte, sondern eher um ein Symbol.
Der Kopf war wohl in einem Korb oder einem Tonkrug aufbewahrt worden, wobei man vielleicht diesen Behälter mit dem vermeintlichen Inhalt identifiziert oder lediglich ein Bild (vielleicht aus Papyrus) eines Kopfes darin eingeschlossen hatte.»
Kurz: Genaues weiss man bis auf den heutigen Tag nicht. Es verhält sich wie mit Osiris selbst. Seine einwandfreie Klassifizierung als Monarch, Halbgott oder Gott Osiris-Darstellung. Der ägyptische Gott soll von seinem Bruder ermordet worden sein.
ist nicht möglich.Allein seine spätere Verehrung als Gott des Totenreichs ist gesichert.
Und genauso lückenhaft ist die Definition des Kopfes. Einmal ist er ein Teil der Mumie, ein anderes Mal ist der Begriff im übertragenen Sinne zu deuten.
Wie realistisch ist die Suche also überhaupt? Angesichts einer 4000-jährigen ‹‹ Bereits im Alten Reich spürte man dem Kopf fieberhaft nach.
Jagd wäre es vermessen zu behaupten, die Aussichten seien brillant. Das Hauptproblem dabei ist, dass sogar bereits untersuchte Gebiete nicht aus der Liste der Suchareale eliminiert werden können.
Ursache hierfür sind die völlig veränderten Arbeitsmethoden. Frühere Grabungen zeichneten sich nicht durch den heutigen archäologischen Sorgfaltsstandard aus. Hinzu kommt – und das sollte man nicht unterschätzen: Noch nie zuvor hat man über hochentwickeltere technische Gerätschaften verfügt als in unseren Tagen. Die Sondierungsmöglichkeiten sind also weitaus vielfältiger.
Auf jeden Fall wäre ein Grabungserfolg eine Sensation, denn der Kopf des Osiris muss für die Ägypter von enormer Bedeutung gewesen sein. Anders lässt es sich nicht erklären, dass sie seinem Leichnam bereits in der ersten Blütezeit ihrer Kulturgeschichte, dem Alten Reich, fieberhaft nachspürten.
Selbstverständlich begannen sie mit ihrer Suche dort, wo ihnen die Grabung am aussichtsreichsten erschien. Und das war gemäss der altägyptischen Mythologie eben Abydos.
Abydos entwickelte sich im Alten Ägypten rasch zum religiösen Zentrum des Osiris-Kults. Ähnlich wie im Fall von Mekka pilgerten jährlich Tausende zu den abydenischen Anlagen, um an diesem heiligen Ort voller Ehrfurcht ihrem Totengott zu huldigen.
Er – beziehungsweise sein Kopf – wurde dort zwar vermutet, aus unerklärlichen Gründen aber war die genaue Lage seiner Ruhestätte nicht mehr präsent. Das beunruhigte die Herrschenden anscheinend sehr.
Suche vor Jahrtausenden Bereits vor vielen Jahrtausenden, also zur Zeit der Pyramidenbauer wie Djoser und Cheops, erteilten sie deshalb Order, umgehend Suchgrabungen nach Osiris durchzuführen.
Die Folge: Die alten Ägypter betrieben Archäologie in eigener Sache und pflügten mit grossem Eifer den Untergrund.
Fündig wurden sie nicht wirklich. Wie sonst soll man sich erklären, dass eines der in Abydos bereits vorhandenen Königsgräber kurzerhand als «Osiris-Grab» deklariert und mit Granitbett und Osiris-Statue geheiligt wurde? Dabei handelte es sich um das Grab des Königs Djer aus der 1. Dynastie. In totalitären Regimen gibt es eben keine Misserfolge.
Oder war die gesamte Suchaktion lediglich ein Camouflage-Lehrstück? Ein Täuschungs- und Tarnmanöver, um den wahren Aufbewahrungsort des Osiris zu ver- ‹‹ schleiern?
Das Osireion erinnert an megalithische Bauwerke.
Gewichtige Gründe sprechen dafür, denn um 1285 v. Chr. liess Pharao Sethos I.
einen neuen, in dieser Architektur einmaligen Bau für Osiris errichten – das «Osireion».Allein schon der Bau böte Stoff für unzählige Geschichten, gehen doch über kaum eine andere Anlage Ägyptens die Meinungen der Fachwissenschaftler derart weit auseinander.
Diese Ansichten lassen sich grob gerastert in drei Lehrmeinungen einteilen: Die erste Gruppe betrachtet das Bauwerk als persönliches Kenotaph (Scheingrab) Sethos’ I.
Dagegen hält eine zweite Expertenrunde das Osireion für einen Nachbau des mythischen Osirisgrabes. Zu den Vertretern dieser Richtung gehörte auch der verstorbene deutsche Ägyptologe Walther Wolf.
Ein drittes Expertenteam von Wissenschaftlern hält die Bestimmung des Osireions schlicht für unklar – und kommt der Sache damit vermutlich sogar am nächsten.
Prominentester Vertreter dieser Linie ist der bekannte Ägyptologe und Romancier Christian Jacq. Er meint: Das Osireion ist «das rätselhafteste Monument des Landes». Aber das ist längst nicht alles.
Jacqs Landsmann, der Franzose Edouard Naville, resümierte bereits 1914 nach zweijährigen Studien am Osireion, dass der Bau aus einer sehr frühen Epoche stammen müsse – also lange Zeit vor der Regierungszeit von Sethos I. errichtet worden war.
Der Professor vom Egypt Explorations Fund ging später sogar so weit, im Osireion das älteste ägyptische Bauwerk überhaupt Das Osireion von Abydos. Ist es – ob seiner megalithischen Struktur – das älteste ägyptische Bauwerk überhaupt?
zu sehen. Grund hierfür ist die angesprochene Architektur. Der Komplex wurde in megalithischer Bauweise errichtet. Diese wurde zuvor nur ein einziges Mal angewendet – nämlich in Giseh.
Das Osireion enthielt eine Halle, in der eine künstliche Insel von Wasser umflossen war. Hier fand der Mythologie nach die Göttin Isis den Kopf des Osiris und war dadurch in der Lage, die zerstückelte Leiche des Totengottes mittels Mumifizierung wieder zusammenfügen. Doch was wurde aus dem Kopf des Osiris?
Die ersten neuzeitlichen Expeditionen des Jesuiten C. Sicard 1718 und des Franzosen Tourtechot Granger 1726 erwähnen keinen Fund. Das überrascht nicht – sicher haben die ägyptischen Priester diese Reliquie gut versteckt, als sich das Ende ihres Kults abzeichnete.
Vielleicht wurde man bisher aber auch deshalb nicht fündig, weil sich der Kopf des Osiris gar nicht mehr in Abydos befindet. Denn es gibt noch eine zweite, äusserst vielversprechende Spur über den Verbleib des Kopfes. Sie führt geradewegs ins Tal der Könige!
Liegt der Kopf im Sethos-Grab?
Gemeint ist KV 17, das Grab von Sethos I.
mit seiner geheimnisvollen «Passage K». Sethos war ein glühender Anhänger des Osiris-Kults und liess «seinem» Gott zu Ehren in Abydos (angeblich) nicht nur das Osireion errichten, sondern zugleich auch einen gross dimensionierten Tempel.
Angesichts dieser Aktivitäten stellt sich unwillkürlich die Frage, wie weit Sethos’ Verehrung für den Totengott reichte. Wollte er gar am Ende seiner Tage eine gemeinsame Ruhestätte mit Osiris haben? Diente insofern seine «Bauwut» in Abydos nicht nur der bereits angesprochenen Verehrung, sondern primär der Vertuschung?
Im Klartext: Wollte Sethos «seinen» Gott Osiris im Jenseits für sich allein besitzen? Auszuschliessen ist das angesichts Sethos’ Lobpreisung für den Totengott nicht.
Demgemäss ist damit zu rechnen, dass am Ende des Ganges eine miniaturisierte Form der beschriebenen Halle im Osireion zum Vorschein kommt. Darin steht wohl ebenfalls ein Sarkophag, der von Wasser umflutet wird, welches sich aus dem vom Nilstand abhängigen Grundwasserspiegel speist.
In dem Sarkophag könnte sich dann die Osiris-Mumie selbst befinden – oder auch lediglich der Kopf.
In eine ähnliche Richtung gehen auch Überlegungen der Terra X-Autorin Helga Lippert. Unter dem Titel «Operation Sethos: Mit Hightech ins Grab des Pharao» schreibt sie: «Wie seine Anlage in Abydos – das Osireion – zeigt, strebte Sethos I. danach, mit dem Urstrom verbunden zu sein. Vielleicht liegt am Ende des Tunnels eine ähnliche Kammer wie in jenem Tempel.
Vielleicht liess er dort eine Maske oder eine Statue deponieren.»
Lippert liefert auch gleich eine plausible Theorie für ihre diesbezüglichen Überlegungen, indem sie fortfährt: «Für den Fall, dass seine Mumie gestohlen oder zerstört wurde, konnte nach dem Verständnis der Zeit das goldene Abbild des Pharao stellvertretend für ihn zum letzten Gericht vor die Götter treten.»
Selbstverständlich sind das Osireion und KV 17 nur zwei mögliche Suchclaims. Allein in Abydos existieren noch mindestens zwei weitere Areale, die eine neuerliche Untersuchung lohnen könnten: der Khontamenti-Tempel und das eingangs bereits erwähnte Grab des Königs Djer.
Denn die alten Ägypter waren schlau.
Mit dem Khontamenti-Tempel könnten sie zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen haben. Einmal würde sich der ‹‹ Liefert der Osiris-Vorläufer Khontamenti den Schlüssel?
Kopf entsprechend der Osiris-Mythologie in Abydos befinden. Zum anderen aber würde hinter dem Namen Khontamenti niemand Osiris vermuten. Doch genau das ist der Fall!
So weit nämlich die ägyptologischen Erkenntnisse zutreffen, war Khontamenti mythologisch der direkte Vorläufer des Osiris. Laut Guy Rachet nahm Osiris in seiner Eigenschaft als Totengott «die Totengottheiten der ägyptischen Nekropolen in sich auf, insbesondere Chontamentiu, der ‹Herr der Westlichen› in Abydos…»
Der schakalgestaltige Khontamenti ist also eine Art «Ur-Osiris» und war zugleich «Herr der Totenstadt von Abydos», der späteren «Osiris-City».
Desolater Zustand: Osireion droht der Zerfall Die Überreste des Khontamenti-Tempels von Abydos sind äusserst spärlich.
Kaum ein Tourist nimmt überhaupt Notiz von ihnen. Kein Wunder: Wie der Ethnologe Peter H. Schulze feststellt, war der Tempel des Khontamenti ein «schlichtes, aus Nilschlammziegeln errichtetes Bauwerk von acht Metern Breite und etwa 20 Metern Tiefe».
Versteck unter Tempelboden?
20 Meter Tiefe war für die Frühzeit der ägyptischen Hochkultur allerdings eine reife Leistung!
Warum, fragt man sich unwillkürlich, diese auffällige Fundamentierung für ein derartiges «Klein-Heiligtum»? Sollte etwas unter dem Tempelboden versteckt werden – oder sogar noch unterhalb des Fundaments? Dort fanden bis heute keinerlei Sondierungen statt. Obwohl sie sich wahrlich lohnen könnten…
Ähnlich verhält es sich mit dem Grab des Königs Djer. Selbstverständlich ist das Mausoleum bereits eingehend untersucht worden.
Doch es könnte nicht schaden, das Grab einer Nach- und Kontrollgrabung zu unterziehen. Immerhin war es für die Ägypter des Alten Reiches, wie bereits erwähnt, das tatsächliche Osiris-Grab beziehungsweise der Aufbewahrungsort seines Kopfes. Sollte das wirklich nur Zufall sein?
Und ist es ebenfalls ein Zufall, das Professor Günter Dreyer 2003 ausgerechnet bei der Grabanlage von Pharao Dewen – Djers Enkel! – in Abydos unter anderem eine silberne Osiris-Statue entdeckte, wie eingangs erwähnt?
Beim Deutschen Archäologischen Institut in Kairo hängt man die Sache zwar tief – doch wohl nur, um keinen Ärger mit der ägyptischen Altertumsverwaltung zu bekommen. Anfragen von «mysteries» liess Dreyer bis heute jedenfalls unbeantwortet.
Wissenschaftliche Todsünde Sein Schweigen dürfte nicht von ungefähr kommen: Denn eigenartigerweise wurde der Hort noch vor der archäologischen Befundung von den ägyptischen Behörden überraschend beschlagnahmt – von einer wissenschaftlichen Analyse und Auswertung der Artefakte gar nicht zu reden.
Dieses absolut unübliche Gebaren seitens der offiziellen Stellen ist bis heute nicht aufgeklärt worden. Umso mehr, als das ungewöhnliche Verhalten der Altertümerverwaltung, eine Fundsituation vor der vollständigen archäologischen Dokumentation zu verändern, eine «wissenschaftliche Todsünde» darstellt.
Birgt die Statue womöglich einen Hinweis auf Osiris’ Kopf? Womöglich gar eine Inschrift?
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/wo-liegt-der-kopf-des-osiris-vergraben-page23-1.jpg789679Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2005-06-01 12:00:002025-12-13 09:18:51Wo Liegt Der Kopf Des Osiris Vergraben?
Der Brief von SS-Chef Himmler birgt Dynamit: Als erstes historisches Dokument scheint er die Existenz des sagenumwobenen «Geheimprotokoll des Johannes von Jerusalem» zu untermauern. Die 1000-jährige Prophezeiungsschrift soll 1941 von den Nazis annektiert worden sein. «mysteries» veröffentlicht das Dokument exklusiv – und wird es nun von Experten auf seine Echtheit prüfen lassen. Ebenso wie weitere kontroverse archäologische Fundstücke aus der Sammlung des Schweizers Harry Meier.
von Luc Bürgin Der vergilbte Brief trägt eine berüchtigte Unterschrift: Heinrich Himmler höchstpersönlich hat ihn unterzeichnet.
«Nach Rücksprache mit dem Führer», so befiehlt der SS-Reichsführer darin in militärischem Ton, habe SS-Gruppenführer Maier «höchste Geheimhaltungsstufe» über das «Geheimprotokoll Johannes von Jerusalem» walten zu lassen.
Datiert ist das Schreiben vom 2. September 1941. Es liegt der «mysteries»-Redaktion im Original vor.
Sollte der Brief echt sein – und alles spricht dafür – dürfte dies der erste konkrete Beweis sein, dass das sagenumwobene «Geheimprotokoll» tatsächlich existiert – und den Nazis in die Hände fiel.
Die Prophezeiungs-Sammlung wurde 1994 erstmals in Frankreich veröffentlicht.
Sie umfasst verblüffend präzise Voraussagen über das 3. Jahrtausend und soll um 1088 n. Chr. von einem Mönch namens Johannes von Jerusalem verfasst worden sein. Eine der historischen Abschriften sei schliesslich über Umwege in eine jüdische Bibliothek nach Warschau gelangt, wo sie 1941 von den Nazis beschlagnahmt wurde, weiss der (anonyme) Herausgeber zu berichten. Später wurde das «Geheimprotokoll», wie er es nennt, vom russischen Geheimdienst aus dem Führerbunker abtransportiert, ehe es Jahrzehnte später im KGB-Archiv wieder aufgetaucht sein soll.
Besitzer bewilligt Expertise Konkrete Beweise dafür, dass das vom Kopp-Verlag auf Deutsch verlegte Prophezeiungsbuch echt ist, fehlten bislang – da niemand weiss, wo sich besagtes Ori-Original-Brief von Heinrich Himmler. Existieren womöglich noch mehr historische Dokumente in dieser Angelegenheit?
ginalmanuskript heute befindet. Aus diesem Grund und ob der überwältigenden Exaktheit der Voraussagen trauen Skeptiker der Sache bis heute nicht so recht.
Schliesslich wird darin – in Versform, aber äusserst präzise – das Ozonloch beschrieben, ebenso wie die Überbevölkerung, die Gentechnologie sowie Organtransplantationen. Aber auch von allerlei technischen Entwicklungen ist in den Zukunftsvisionen die Rede, wie etwa von Flugzeugen – ja sogar von «Städten am Himmel und auf dem Wasser».
Starker Tobak – selbst für Jäger verschollener Schätze. Der Himmler-Brief könnte dies nun ändern. Immerhin bekundete der SS-Führer bekanntlich ein geradezu fanatisches Interesse an okkulten Themen.
Jahrzehntelang befand sich sein Schreiben im Besitz des Schweizers Harry Meier, der «mysteries» das Dokument nun von sich aus für eine wissenschaftliche Untersuchung zur Verfügung stellte.
Der 44-Jährige betreibt im idyllischen ‹‹ Ich hatte keine Ahnung, welches Geheimprotokoll gemeint war.
Städtchen Thun ein kleines Geschäft, wo er mit nordamerikanischem Indianer-Kunsthandwerk, Schmuck, Räucherwaren, Tee sowie Mineralien aller Art handelt. Daneben arbeitet der diplomierte Sozialpädagoge seit zwanzig Jahren in einem Heim für verhaltensauffällige, sozial benachteiligte Jugendliche.
Gefunden hatte Meier den Brief einst in einer Nazi-Broschüre («Der Elternabend»), die ihm – nebst zahlreichen anderen Originalunterlagen und Fotos aus der Kriegszeit – um 1980 von seinem Onkel übergeben worden war.
«Meine Mutter wuchs während der Nazi-Zeit im österreichischen Kärnten auf», erzählt er. «Mein Grossvater war in russischer Gefangenschaft. Eines Tages bat mich mein Onkel, die Familiengeschichte aufzuarbeiten, weswegen er mir die Unterlagen übergab. Ein Unterfangen, dass ich bis heute allerdings nicht ausführen konnte – und wollte.»
Allerdings hat Meier alle paar Jahre wieder in den Unterlagen geblättert. Und sie zu ergründen versucht. Auf der Suche nach Hinweisen, die ihm halfen, jene düstere Zeit besser zu verstehen.
«Ich hatte bis vor wenigen Monaten nicht die leiseste Ahnung, was das für ein Geheimprotokoll sein sollte», räumt er offen ein. «Ursprünglich dachte ich an eine Art Codenamen für einen Feldzug oder so. Erst als ich besagten Artikel in ‹mysteries› über Johannes von Jerusalem las, wurde mir der Zusammenhang schlagartig klar.»
Ein Teil der Unterlagen stammt aus dem Bauernhaus seiner Eltern, das Ende der 60er-Jahre zu einer Art Pension für deutsche Urlauber umfunktioniert worden war, wie er erzählt. Ein Lehrer namens Emmerich hatte die Papiere dort einst deponiert, um sie entsorgen zu lassen, nachdem er sie seit Kriegsende heimlich bei sich versteckt hatte.
Meier: «Der Bruder meiner Mutter hat die Dokumente an sich genommen. Aber statt sie wie versprochen zu vernichten, hat er sie aufbewahrt…»
Schnappschuss von Hitler Dass es sich beim Himmler-Brief um eine Fälschung handelt, kann sich Harry Meier deshalb nicht vorstellen. Umso mehr, als sich in den ihm überlassenen Unterlagen noch weitere, weitaus profanere Originaldokumente aus der Nazi-Zeit finden.
So etwa ein verwackelter Schnappschuss von Hitler. Oder Fahrkarten zu einer Goebbels-Rede. Dokumente, die «mysteries» ebenfalls einsehen konnte.
Indianer-Kenner. Harry Meier vor den Traumfängern in seinem Laden.
Definitive Gewissheit erhofft sich Meier nun von der Expertise, die «mysteries» in Auftrag geben wird. Immerhin hatte er das Dokument bereits 1980 entdeckt – als das «Buch der Prophezeiungen» noch gar nicht publiziert war.
Doch der sympathische Thuner hat noch ein anderes Interessengebiet, über das er eigentlich viel lieber spricht: die nordamerikanischen Indianer. Seit seiner Jugend Ende der Siebzigerjahre verbringt Harry Meier so ziemlich jeden Sommer bei den dortigen Ureinwohnern. Speziell das Zuni-Reservat in New Mexico hat es ihm angetan. Es ist eines der kleinsten der Welt – neben dem der Hopi-Indianer.
Kurioserweise wurde er dort mit dem selben Symbol konfrontiert, das ihn seit seiner Kindheit verfolgt: das Hakenkreuz.
«Diese so genannte ‹Swastika› zählt zu den ältesten heiligen Symbolen der Welt.
Für die nordamerikanischen Indianer symbolisiert es das Sonnenrad. Es gibt mir bis heute zu denken, wie es eine zwölfjährige Schreckensherrschaft schaffen konnte, ein derart altes, positives Symbol in unseren Breitengraden bis in alle Ewigkeit in Verruf zu bringen.»
Im Gegensatz zu den Schilderungen aus der Nazi-Zeit leuchten Meiers Augen, wenn er von den Indianern erzählt. Kein Wunder: Im Lauf der Zeit hat er tiefe Freundschaften mit den Ureinwohnern geschlossen. Mehrmals wurde er zu rituellen Zeremonien eingeladen, zu denen Aussenstehende eigentlich keinen Zutritt haben.
Neben wertvollen Mineralien und Traumfängern aller Art zeugen uralte Katchina-Puppen und museumsreife Indianergewänder in seinem kleinen Laden von allerlei inspirierenden, ja teilweise fast schon übersinnlich anmutenden Begegnungen in Nordamerika.
Archäologische Raritäten Und dann ist da noch seine kleine «Schatzkiste». Eine Sammlung archäologischer Kuriositäten, die der Globetrotter auf seinen Reisen über viele Jahre hinweg zusammentrug: Objekte unbekannter Kulturen, mysteriöse Metallfragmente und andere Dinge, die Schularchäologen ziemlich verwirren dürften (siehe folgende Seiten).
Einige dieser «Schätze» wird «mysteries» nun auf Meiers Wunsch ebenfalls von Fachleuten begutachten lassen und anschliessend darüber berichten. Überraschungen scheinen programmiert!
Auch Ausserirdische sind offenbar nachtragend. Zumindest jene des Schweizers Billy Meier. Seit Jahrzehnten plaudert der international bekannte Guru einer Zürcher UFO-Glaubensgemeinschaft mit seinen ETs alle paar Wochen über Gott und die Welt (grosses Bild aus den 70er-Jahren, kleines aus der heutigen Zeit). Am 16. April 2005 lässt Meier seinen extraterrestrischen Freund Ptaah in schriftlicher Form nun einmal mehr kräftig über seine Ex-Frau schimpfen, die dem Schweizer schon vor Jahren den Laufpass gab. Unterstellt werden ihr dabei wörtlich «Herrschsucht und Machtsucht», «eine unhemmbare Geldsucht», «Minderwertigkeitsgefühle» und «Geltungssucht». Lustigerweise versichert der weise ET im gleichen Atemzug: «Über sie schimpfen will ich damit nicht, wie Du das ja auch niemals tust.»
Eines muss man Meiers ausserirdischen Lästermäulern deshalb lassen: Sie sind derart abstrus und widersprüchlich, dass man ihnen einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen kann.
Fliegen wir mit dem Auto bald zur Arbeit? «Skycar M400» nennt sich das Wunderding, das uns in Zukunft durch die Lüfte befördern soll – statt im Stau stecken zu bleiben. Entwickelt hat es die Firma Moller International. Vor Jahren hatte ihr Gründer, der US-Professor Paul Moller, die Fachwelt bereits mit untertassenartigen Flugvehikeln verzückt. Nun wähnt er sich vor dem endgültigen Durchbruch: Sein ultramoderner zweiplätziger «Skycar» kann vertikal starten und landen, funktioniert mit allerlei Arten von Treibstoff, ist umweltfreundlich und düst mit bis zu 350 Meilen pro Stunde durch die Gegend. Mehr Infos dazu: www.moller.com War die Ursache des Seebebens und Tsunamis im Indischen Ozean am 26.
Dezember 2004 eine riesige Sternexplosion – 45’000 Lichtjahre von der Erde entfernt?
Es waren gewaltige Kräfte, die am 26. Dezember 2004 am Werk waren: Innert kürzester Zeit verschob sich ein Teil des Bodens unter dem Indischen Ozean und verursachte dabei ein Seebeben mit der Stärke 9,3 auf der Richterskala.
Vor sich her schob es einen mächtigen Tsunami, der von Indonesien bis Sri Lanka viele Küsten verwüstete. Bis in die entfernte Karibik reichte die Riesenwelle. Über 240’000 Personen wurden getötet oder vermisst. Im Meeresboden entstand ein Riss von über 1000 Kilometern Länge.
Es war der schlimmste Tsunami im asiatischen Raum seit 1883, als der Vulkan Krakatao explodierte. Doch: Das Seebeben vom Dezember 2004 war zehnmal stärker als alle anderen See- oder Erdbeben in den letzten 25 Jahren. Und es kam angeblich völlig ohne Warnung. Oder doch nicht?
Mysteriöse Strahlung Ende der 60er-Jahre: Zwecks Verifizierung von nuklearen Testverbotsabkommen schossen die USA und die damalige UdSSR Satelliten ins All, um nach Gammastrahlung verbotener Nukleartests des jeweils anderen Staates zu suchen.
Und tatsächlich konnten auch kurze Gammaimpulse gemessen werden. Nur
Karte des Nordpols. Befand sich im ewigen Eis ein geheimer Militärposten?
Wer konstruierte die seltsame Kuppel im ewigen Eis der Arktis, die US-Piloten 1957 beobachtet haben wollen? «mysteries» konnte ihre Spur bis in die Schweiz verfolgen – was indes weitere Fragen aufwirft.
«Amerikaner stehen vor einem Rätsel»: So titelte am 14. September 1957 die «Saarbrücker Zeitung». Grund: Ein US-Bomberverband auf Manöverflug hatte im August 1000 Seemeilen nordöstlich der De-Long-Inseln beim Nordpol eine seltsame Beobachtung gemacht: eine riesige Kuppel im ewigen Eis.
Einer der Piloten berichtete: «Der monotone Flug über die endlosen Flächen des ewigen Polareis wurde plötzlich unterbrochen. Ich wies meinen Bordfunker auf eine stählern glänzende Kuppel zwischen den Eisbarrieren hin, die sich 3000 Meter unter uns türmten.
Die Kuppel war blaugrau und drehte sich wie der gepanzerte Gefechtsturm einer Festung oder nach Art eines Radargerätes. Wir peilten das Ding an und funkten. Dabei gingen wir auf 800 Meter herunter. Da sahen wir deutlich, wie die Kuppel sich auf einer Drehscheibe oder einer Riesenwelle bewegte.
Plötzlich musste man unsere Funksignale vernommen haben. Die Kuppel drehte sich nicht mehr und verschwand blitzschnell wie ein Fahrstuhl in der Tiefe.
Darüber schoben sich waagrechte Schotten, auf die von der Umgebung nicht zu unterscheidendes Eis getürmt war.»
Umstrittenes Gebiet Sämtliche elektronischen Bordgeräte seien unmittelbar danach ausgefallen, berichtete der Pilot weiter. Die Zeitung: «Die Stellen des Aufklärungskommandos in Alaska fragen sich, ob es sich um einen vorgeschobenen Beobachtungs- ‹‹ Vorgeschobener Militärposten einer anderen Macht?
Posten einer anderen Macht handelt.»
Immerhin sei das Eisgebiet politisch umstritten: «Sowohl die USA als auch die UdSSR beanspruchen es für sich.»
19 Patrouillenflüge wurden über besagter Region in der Folge durchgeführt – ohne Ergebnis. Dass «dort unten» aber irgendetwas Seltsames vor sich ging, zeigten auch offenbar verschlüsselte Funksprüche aus derselben Richtung.
Die Journalisten abschliessend: «Dort, im unzugänglichen Nordpolgebiet einen militärischen Stützpunkt zu unterhalten, wäre nach Meinung der Amerikaner unsinnig, es sei denn, andere hätten das Problem der Versorgung gelöst und wüssten Fernraketen während der 333 Sturmtage im Jahr von dort auf die Reise zu schicken…»
Weitere Informationen dazu drangen bis heute nicht an die Öffentlichkeit. Hatten die Amerikaner wirklich etwas entdeckt? Womöglich einen geheimen russischen Aussenposten? Oder handelte es sich bei diesem James-Bond-Film-ähnlichen Szenario am Ende gar um eine Zeitungsente?
Dia-Aufnahme verschwunden Nein. Wie «mysteries» weiss, zog die seltsame Beobachtung weite Kreise – bis in die Schweiz. Genauer gesagt ins damals renommierte «Photo Color Studio» von Zürich.
Über Jahre erhielt das Fotofachgeschäft von offiziellen Stellen regelmässig Entwicklungsaufträge. «Darunter Aufnahmen, die strenger Geheimhaltung unterlagen», wie der ehemalige Geschäftsführer René W. auf Anfrage bestätigt. «Wir hatten uns gewissermassen auf solche Dinge spezialisiert.»
Inhaber des 1995 geschlossenen Betriebs war Max P. Er lebt heute im Kanton Tessin. An die «Kuppel» mag er sich noch gut erinnern, wie er erklärt: «Wir sollten im Auftrag der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) damals ein streng geheimes Dia kopieren, das von einer amerikanischen Beobachtungsstation in Alaska oder Grönland aufgenommen worden war. Es zeigte eine Art Observatoriumskuppel und eine Radarantenne und hatte irgendetwas mit den Russen zu tun. Seltsamerweise verschwanden Dia und Kopie bei der Auslieferung.»
Die Aufregung sei gross gewesen, erinnert sich Max P.: «Die US-Botschaft schaltete sich ein, und die Polizei leitete ein Untersuchungsverfahren ein. Meine Mitarbeiter und ich wurden regelrecht ausgequetscht. Doch vergeblich: Das Dia blieb spurlos verschwunden.»
Handelte es sich also tatsächlich um eine geheime russische Polarstation?
Konnte sie 1957 wie ein Lift im Eis versenkt werden, so wie es die Piloten schilderten? Möglich. Doch bleibt die Frage, warum ausgerechnet die Schweiz – namentlich die ETH als zivile wissenschaftliche Institution – in dieser Sache mit den USA zusammenspannte.
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Licht ist nicht gleich Licht: Studien zeigen, dass künstliches Licht schneller müde macht als vollspektrales Sonnenlicht – und das menschliche Wohlbefinden auch generell trüben kann. Abhilfe schafft so genanntes «True Lite»-Licht, das vielen leider immer noch unbekannt ist.
«Viele wohlmeinende Freunde brachten mir verschiedene Arzneimittel, Wässerchen und Vitamintabletten, die irgendeinen entfernten Verwandten geheilt hatten. Meine Arthritis muss von anderer Art gewesen sein, denn überhaupt nichts von alledem half.
Heisse Bäder entspannten mich, hatten aber sonst keinen Heilungseffekt. Spritzen mit verschiedenen neuen Drüsenextrakten erhöhten mein Leiden in den ersten Tagen und verschafften mir dann für nur vier oder fünf Tage Erleichterung. Dann meldete sich die Arthritis wieder…»
Mit Schaudern erinnerte sich John Ott an die schier unerträglichen Schmerzen.
Oft hatten sie dem gelernten Bankfachmann Mitte des 20. Jahrhunderts die Arbeit an seinen Zeitraffer-Studien zum Wachstum von Pflanzen zur Hölle gemacht. Bis seine Sonnenbrille, die er ob seiner empfindlichen Augen beinahe ständig zu tragen pflegte, zu Bruch ging. Wie aus heiterem Himmel lösten sich Otts Schmerzen kurz darauf in Nichts auf.
Brille als Auslöser!
Der Amerikaner bemerkte den Zusammenhang mit der getönten Brille rasch.
Hatte er sie auf, ging es ihm schlechter.
Legte er sie beiseite erfuhren seine Schmerzen Linderung.
Ott wurde stutzig: Übte der ultraviolette Anteil im Sonnenlicht, der ihm durch die getönten Brillengläser vorenthalten wurde, eine heilende Wirkung auf seinen Körper aus?
In der Folge stellte Ott fest, dass vollspektrales Licht Pflanzen offensichtlich ‹‹ Auch Pflanzen gedeihen besser unter vollspekttralem Licht.
besser gedeihen liess als künstliches. Also tüftelte er als Erster an entsprechenden Lampen, die das Sonnenlicht in seiner ganzen Bandbreite simulierten. Mit erstaunlicher Wirkung.
John Ott starb 2000 im Alter von 90 Jahren. Heute gilt er weltweit als Pionier der Lichtforschung. Dennoch wird Lichtqualität von vielen immer noch nach Menge, Helligkeit und Farbe beurteilt. Obwohl sich nach Otts Entdeckungen herauskristallisierte, dass wichtige Kriterien jahrzehntelang übersehen worden waren.
So wiesen Institutionen wie das Massachusetts Institute of Technology (Boston), die Oregon Health Sciences University (Portland), aber auch Professor Fritz Hollwich von der Universität in Münster mittlerweile mit aufwändigen Studien nach, dass mittels Lichtaufnahme über die Augen Zirbel- und Hirnanhangdrüse zur Produktion verschiedener Körperhormone angeregt werden.
Weitere Studien kamen zum Schluss, dass handelsübliche Neonkunststoffröhren auf dieselbe Art die Produktion von Melatonin beschleunigen. Ein Hormon, das als so genannter «Müdemacher» gilt.
Weiter regt grelles Licht die Hirnanhangdrüse indirekt zur Ausschüttung von Stresshormonen an.
NASA als Vorreiter Die NASA war es schliesslich, die deswegen eine speziell konzipierte neue Leuchtstoffröhre entwickeln liess. Ziel der ursprünglich für Atom-U-Boote und Raumfähren konzipierten Leuchtquellen: Minimierung der Auswirkungen von monatelangem Naturlicht-Mangel wie Haarausfall, Depressionen oder Vitamin-Mangel.
Längst ist «True Lite» weltweit im Fachhandel erhältlich.
Die speziellen Glühbirnen und Leuchtröhren bilden das gesamte Tageslichtspektrum inklusive Infrarot und UV-Strahlung ab – im Gegensatz zu den herkömmlichen Leuchtkörpern.
1983 erkannte das amerikanische Gesundheitsministerium die «Wunderlampen» unter Nummer 22 19074 zudem offiziell als Heilmittel an. Seither erhellen die vollspektralen Leuchten in den USA unzählige Arbeitsplätze und Spitäler.
Inzwischen untermauern zahlreiche wissenschaftliche Studien: Das Wohlbefinden – und damit auch die Arbeitsleistung – unter vollspektralem Licht ist deutlich höher als in «normal» beleuchteten Räumen. Und so empfiehlt auch die WHO «True Lite» für alle Arbeitsplätze.
Doch die Wunderlampen haben noch weitere positive Wirkungen So brachte 1993 etwa eine kanadische Studie an Schulkindern an den Tag, dass Schüler, deren Klassenzimmer mit «True-Lite» beleuchtet wurde, bis zu 63 Prozent weniger Karies aufwiesen als ihre Parallelklasse. Letztere musste den Schulalltag unter normaler Kunstlichtbeleuchtung meistern. Und sie war der «erleuchteten» auch in Sachen Konzentrationsfähigkeit, Lernbereitschaft und Hyperaktivität deutlich unterlegen.
Depressiv wegen Lichtmangel Selbst die klassischen «Winterdepressionen» gründen vielfach auf schlichtem Lichtmangel. «Seasonale Affective Disorder» nennen Ärzte das entsprechende Krankheitsbild.
Pionierarbeit auf diesem Sektor leisteten Forscher des National Institute of Mental Health in Bethesda (Maryland): Jahrelang beobachteten sie Patienten, die in der Winterzeit einen mehr oder minder regelmässigen Hang zu depressiven Verstimmungen zeigten. Veränderungen der Essgewohnheiten, Angst, Antriebslosigkeit, Gereiztheit, Gewichtszunahme und eine verminderte Libido machten ihnen zu schaffen.
Als erstes Land der Welt erklärte sich 1995 schliesslich die Schweiz bereit, Lichttherapie in die Liste der krankenkassenpflichtigen Leistungen aufzunehmen.
Ein Erfolg, auf den Anna Wirz-Justice «schon ein bisschen stolz ist».
Zehn Jahre lang musste die Professorin an der Psychiatrischen Universitätsklinik Basel in der medizinischen Fachwelt für ‹‹ Zehn Jahre lang für die Akzeptanz der Lichttherapie gekämpft…
Resultat: Die zusätzliche Lichteinwirkung wird in der Netzhaut des Auges in Nervenimpulse umgewandelt, die ihrerseits die innere Uhr und viele Hirnbotenstoffe beeinflussen. Anna Wirz-Justice: «Unsere Studien haben gezeigt, dass sich die Stimmung der meisten Winterdepressiven bereits nach sieben Tagen markant verbessert.»
Als billigste Behandlungsalternative empfiehlt die Licht-Expertin deshalb den Aufenthalt im Freien: «Bereits ein täglicher Morgenspaziergang kann im Winter wahre Wunder wirken.»