Also doch: Im schweizerischen Graubünden beÀndet sich nicht nur eine, sondern noch eine zweite, bislang verschollen geglaubte Locke von Friedrich Schillers originaler Haarpracht: 1805 am Sterbebett des Dichters abgeschnitten. Exklusiv veröffentlicht »mysteries« Fotos dieser bis heute nie gezeigten Reliquie aus Familienbesitz. Entsprechende DNA-Analysen der historischen Strähne könnten wichtige Erkenntnisse über das nach wie vor umstrittene Ableben des Dichterfürsten liefern.

elbst für Experten der Deutschen Schiller-Gesellschaft war es eine kleine Sensation, als »mysteries« vor einem SJahr öffentlich machte, dass in der Schweiz bis dato unbekannte DNA-Reste von Friedrich Schiller existieren (Nr. 6/2017).

Tatsächlich verfügt das Rätische Museum in Chur bis heute über eine jahrhundertelang vergessene Haarlocke, die dem Dichterfürsten an seinem Sterbebett einst abgeschnitten worden war.

Noch in der Anfangszeit des Ausstellungshauses geriet sie in dessen Besitz. Museumsgr ünder Peter Conradin von Planta (1815–1902) hatte die »kostbare Reliquie«, die über Umwege an seine Frau gelangt war, 1889 der dortigen Sammlung vermacht,»um mit gutem Beispiel voranzugehen«.

Zur Herkunft der Locke wurde seinerzeit notiert, dass Schillers Schwägerin sie nach dessen Tod 1805 höchstpersönlich abgeschnitten habe. Mit Hilfe der Germanistin Ulrike Müller-Harang vom Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar und historischen Akten gelang es »mysteries«, die historische Spur der Locke noch weiter zurückzuverfolgen. Demnach stammt sie aus dem Besitz einer gewissen Luise Kühn, deren Mutter im frühen 19. Jahrhundert von Weimar nach Graubünden gezogen war. Jene Luise vermählte sich später in Chur mit dem angesehenen Oberst Ulrich Bauer. Zur Hochzeit bekam sie von Th üringer Freunden aus Schillers Verwandtschaft – namentlich von dessen Schwägerin – besagte Locke geschenkt. Die Tochter der beiden, Elise Bauer, heiratete später Museumsgründer Conradin von Planta und brachte die Poeten-Reliquie als Erbstück mit in die Ehe.

Lange Zeit vergessene Berichte des Churer Lokalhistorikers Martin Schmid erwähnen zudem, dass die Strähne im Museum damals nicht das einzige persönliche Überbleibsel des Dichters in der Schweiz war: »Ich will noch anf ügen, dass die ›andere Hälfte‹ der Locke im Besitz von Herrn Pfarrer Marius von Planta, Corgémont, ist. Wohlverwahrt in einer elfenbeinerner Schatulle«, notierte Schmid 1968 im »Bündner Schulblatt«. Offenbar hatte die Familie das Haarbüschel seinerzeit vor der Spende ans Ausstellungshaus geteilt – ohne dies ofÀziell zu erwähnen.

Unerwartete Schützenhilfe Existiert diese zweite Schiller-Strähne heute ebenfalls noch?

Oder wurde sie von unkundigen Nachfahren längst entsorgt?

Und falls noch vorhanden: Könnte ihre Analyse – je nach DNA-Erhaltungsgrad – weitere Aufschlüsse über das umstrittene Ableben des Dichterfürsten liefern, der gemäss kontroversen Hypothesen womöglich sogar vergiftet wurde? Entsprechende Anfragen über ihren Verbleib führten ins Nichts: Nachdenkliches Kopfschütteln im Museum – und auch im Staatsarchiv von Chur, wo der Nachlass von Pfarrer Marius von Planta liegt, fanden sich keinerlei weiteren Hinweise.

Gut Ding will Weile haben. Und so erreichte »mysteries« vom

Zweite Haar-Locke von Friedrich Schiller aufgetaucht! – Abbildung 2
Zweite Haar-Locke von Friedrich Schiller aufgetaucht! – Abbildung 3
Zweite Haar-Locke von Friedrich Schiller aufgetaucht! – Abbildung 4

Telefon (00 49) 74 72 98 06 10 • Telefax (00 49) 74 72 98 06 11 • info@kopp-verlag.de • www.kopp-verlag.de Jetzt bestellen! Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Europas

Gegen Ende der letzten Eiszeit, vor 12 800 Jahren, näherte sich ein gigantischer Komet, der Tausende von Jahren zuvor ins Sonnensystem eingetreten war, unserem Heimatplaneten. Der Komet zerbrach in viele Stücke, von denen einige auf der Erdoberfläche einschlugen, was eine Katastrophe globalen Ausmaßes hervorrief, wie sie seit der Vernichtung der Dinosaurier nicht mehr stattgefunden hatte. Zumindest acht der Fragmente trafen die nordamerikanische Eisplatte, während weitere Fragmente auf der nordeuropäischen Eisplatte zerbarsten.

Durch den Aufprall der über einen Kilometer großen Kometenbrocken, die mit einer Geschwindigkeit von rund 100 000 Kilometern pro Stunde unterwegs waren, wurde eine enorme Hitze erzeugt, die auf der Stelle Millionen Kubikkilometer Eis verflüssigte, die Erdkruste destabilisierte und eine globale Flut auslöste. Die Erinnerung daran findet sich in Mythen aus aller Welt.

Die in diesem Buch dargelegten Beweise lassen keinen Zweifel daran, dass eine in der Eiszeit blühende Hochkultur durch globale Naturkatastrophen, die vor 12 800 Jahren begannen und vor 11 600 Jahren endeten, zerstört wurde.

Allerdings gab es offensichtlich auch Überlebende, die es irgendwie schafften, diese apokalyptischen Naturgewalten zu überstehen. In den Legenden werden sie als »die Weisen«, »die Leuchtenden«, als »Magier« oder als »Mysterienlehrer des Himmels« bezeichnet. In ihren großen Schiffen reisten sie um die Welt, um in allen Erdteilen eine neue kulturelle Saat auszubringen und damit das Licht der Zivilisation am Leuchten zu halten. Sie errichteten ihre megalithischen Bauwerke an strategischen Punkten wie Baalbek im Libanon, Göbekli Tepe in der Türkei, Gizeh in Ägypten, im alten Sumer, in Mexiko, Peru und auch im pazifischen Raum – so wurde erst kürzlich eine riesige Pyramide in Indonesien entdeckt. Egal, wo sie hinkamen, überall brachten sie die Erinnerungen an eine Zeit mit sich, in der die Menschheit ihren Einklang mit dem Kosmos verlor und dafür einen hohen Preis bezahlte.

Sie brachten nicht nur Erinnerungen mit sich, sondern auch eine Warnung an künftige Generationen … denn der Komet, der vor 12 800 Jahren begann, eine solche Spur der Zerstörung nach sich zu ziehen, mag uns noch weiteres Unheil bescheren. Astronomen glauben, dass ein »dunkles« Trümmerfragment von über 30 Kilometern Größe noch immer unsere Erde bedroht.

Eine in Göbekli Tepe, der Sphinx und den ägyptischen Pyramiden kodierte astronomische Botschaft warnt vor der »großen Rückkehr« –Botschaft warnt vor der »großen Rückkehr« –Botschaft warnt vor der »großen Rückkehr« – Botschaft warnt vor der »großen Rückkehr« – in der heutigen Zeit.in der heutigen Zeit. in der heutigen Zeit. Graham Hancock: Die Magier der Götter gebunden • 688 Seiten • inkl. 32-seitigem Farbbildteil zahlreiche Abbildungen • Best.-Nr. 973 800 • 29.99 €

Was verborgen war, kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht! – Abbildung 2
Was verborgen war, kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht! – Abbildung 3
Was verborgen war, kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht! – Abbildung 4
Was verborgen war, kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht! – Abbildung 5
Was verborgen war, kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht! – Abbildung 6
Was verborgen war, kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht! – Abbildung 7
Was verborgen war, kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht! – Abbildung 8
Was verborgen war, kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht! – Abbildung 9
Was verborgen war, kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht! – Abbildung 10
Was verborgen war, kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht! – Abbildung 11
Was verborgen war, kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht! – Abbildung 12
Was verborgen war, kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht! – Abbildung 13
Was verborgen war, kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht! – Abbildung 14
Was verborgen war, kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht! – Abbildung 15
Was verborgen war, kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht! – Abbildung 16
Was verborgen war, kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht! – Abbildung 17
Was verborgen war, kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht! – Abbildung 18
Was verborgen war, kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht! – Abbildung 19
Was verborgen war, kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht! – Abbildung 20
Was verborgen war, kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht! – Abbildung 21
Was verborgen war, kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht! – Abbildung 22
Was verborgen war, kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht! – Abbildung 23
Was verborgen war, kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht! – Abbildung 24
Was verborgen war, kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht! – Abbildung 25
Was verborgen war, kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht!kommt jetzt ans Licht! – Abbildung 26

Es ist eines der wohl heissesten Eisen der Kirchengeschichte: Gab es im 9. Jahrhundert eine deutsche Päpstin, die sich als Mann verkleidet auf den Thron in Rom schmuggelte? »Alles Legende«, winken Historiker ab. Nun hat ein Schweizer Wissenschaftler neue Belege für das PontiÀkat der geheimnisvollen Frau aufgespürt und zusammengetragen. Muss die Fachwelt umdenken?

von Jan Fischer

Verheimlicht: Die deutsche Päpstin – Abbildung 2
Verheimlicht: Die deutsche Päpstin – Abbildung 3
Verheimlicht: Die deutsche Päpstin – Abbildung 4

Die neuesten Erkenntnisse werden jetzt enthüllt! nIn diesem reich illustrierten Kompendium dokumentiert Luc Bürgin, Herausgeber des bekannten mysteries-Magazins, was uns Historiker und Mainstream-Medien verheimlichen. Er enthüllt von A bis Z, was NICHT in unseren Geschichtsbüchern geschrieben steht!

Über 250 Farbfotos dokumentieren unterdrückte Entdeckungen, die Historiker und Archäologen in Erklärungsnot bringen: kontroverse Erkenntnisse, die unser Weltbild auf den Kopf stellen und enthüllen, was der Öffentlichkeit verschwiegen wird. Verbotenes Wissen, das nie publik werden sollte. Ungelöste Rätsel und unbekannte Geheimnisse aus allen Epochen – von Deutschland bis zu den fernsten Inseln im Pazifik.

Was wird uns verheimlicht?

Luc Bürgins Werk ist Ihr Reiseführer in eine Welt der geheimen Entdeckungen.

Seine Reise führt Sie quer über alle Kontinente, durch unzugängliche Höhlen, geheimnisvolle Pyramiden, alte Tempel, verwunschene Wälder und staubige Museumskeller.

Er offenbart Ihnen verheimlichte Funde und unterdrückte Artefakte, die Ihr Weltbild für immer verändern werden.

Luc Bürgin: Lexikon der verbotenen Geschichte gebunden • 304 Seiten • farbig illustriert Best.-Nr. 970 100 • 22.95 € Telefon (0 74 72) 98 06 10 • Telefax (0 74 72) 98 06 11 info@kopp-verlag.de • www.kopp-verlag.de Jetzt bestellen! Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Europas

Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 2
Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 3
Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 4
Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 5
Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 6
Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 7
Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 8
Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 9
Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 10
Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 11
Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 12
Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 13
Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 14
Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 15
Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 16
Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 17
Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 18
Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 19
Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 20
Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 21
Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 22
Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 23
Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 24
Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 25
Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 26
Verbotene Geschichte von A bis Z: – Abbildung 27

Bis heute unter Verschluss bleiben auch etliche deutsche »VorbehaltsÀlme« von 1937 bis 1945, weil sie nach wie vor »kriegsverherrlichend, rassistisch oder volksverhetzend« oder auch »antibritisch oder antisowjetisch« seien. Öffentlich gezeigt werden dürfen derlei Streifen nur »samt historischer Einführung sowie einer Diskussion mit fachkundigem Leiter«. Dies im Gegensatz zu modernen US-PropagandaÀlmen wie »Top Gun«, »Air Force One« oder »Pearl Harbor«, die regelmässig im TV zu sehen sind.

Wie viele deutsche »VorbehaltsÀlme« die 1966 von der Bundesregierung ins Leben gerufene Friedrich-Murnau-Stiftung in Wiesbaden immer noch unter Verschluss hält? Und wie die Kriterien lauten, nach denen dort über Verbot oder öffentliche Freigabe besagter Machwerke entschieden wird? Dies wollte »mysteries« genauer wissen – und erntete aus Wiesbaden trotz höÁicher journalistischer Anfrage leider nur reichlich verstockte Antworten.

Eine verlässliche AuÁistung aller einst von alliierter Seite ausgesonderten deutschen SpielÀlme erhielten wir selbstverständlich nicht. »Rund 40 Filme fallen unter den Begriff VorbehaltsÀlme, z.B. ›Jud Süss‹, ›Hitlerjunge Quex‹, ›Kolberg‹, ›Ohm Krüger…«, antwortete Vorstand Ernst Szebedits auffällig wortkarg. Und weiter: »In Deutschland gibt es keine Zensur. Es gibt auch grundsätzlich keine rechtlich relevanten Kriterien, abgesehen von z.B.

den üblichen gesetzlichen Regelungen bezüglich Gewaltverherrlichung, Antisemitismus, Rassismus und der Nutzung nationalsozialistischer Symbole etc., die genannte Filme als VorbehaltsÀlme deÀnieren, das ist eine inhaltliche Entscheidung.« Will heissen: Die Wiesbadener Kuratoriumsmitglieder – ausschliesslich Regierungsvertreter und Film-Mogule – fällen ihre Entscheidungen nach willkürlichem, persönlichem Gutdünken. Oder wie sich Szebedits ebenso schwammig zitiert sehen möchte, »auf der Grundlage historisch-wissenschaftlicher Untersuchungen und moralischer Kriterien« – was auch immer derartige Floskeln konkret bedeuten mögen. Alles klar? Überhaupt nicht.

Kontraproduktive MystiÀzierung Bereits vor Jahren mahnten selbst geistreiche jüdische Köpfe wie Moshe Zimmermann von der Hebrew University of Jerusalem: »Besagte VorbehaltsÀlme werden heute keinen Zuschauer zum Nazi und Antisemiten machen, der nicht schon vorher einer war.« Kommt dazu, dass so manche der rund 40 besagten»Giftschrank«-Streifen international längst via Amazon, Youtube oder Google Video verfügbar sind. Warum also durch »Verbote« in Deutschland absichtlich mystiÀzieren, was für jüngere Generationen sowieso keinen Reiz mehr hat?

Umso »dankbarer« müssen »mysteries«-Leser übrigens sein, dass uns die Murnau-Stiftung überhaupt Rede und Antwort stand. Denn wie Ernst Szebedits in Bezug auf seine spärlichen Zitate in einem Akt moralischer Überheblichkeit fast schon arrogant nachschob: »Grundsätzlich stimmen wir einer Veröffentlichung unserer Angaben nur zu, wenn die Fragen deutlich machen, dass eine fachgerechte Auseinandersetzung mit der Materie zu erkennen ist, was mir hier zu fehlen scheint.

Dieses komplexe Thema erfordert üblicherweise ein ausführliches Gespräch.« Wetten, dass uns eine vollständige Liste aller deutscher »VorbehaltsÀlme« samt detaillierter Verbotsbegründung auch mündlich nicht genannt, geschweige denn zur öffentlichen Publikation freigegeben worden wäre?

lb. ■

◄ Weltweit frei erhältlich – nur in der Bundesrepublik weiterhin verboten: Deutsche »Vorbehaltsfilme« mit Heinrich George oder Gustaf Gründgens.

Ausgabe 6/2018 31

Umstrittene »VorbehaltsÀlme«: Immer noch unter Verschluss – Abbildung 2
Umstrittene »VorbehaltsÀlme«: Immer noch unter Verschluss – Abbildung 3
Umstrittene »VorbehaltsÀlme«: Immer noch unter Verschluss – Abbildung 4
Umstrittene »VorbehaltsÀlme«: Immer noch unter Verschluss – Abbildung 5
Umstrittene »VorbehaltsÀlme«: Immer noch unter Verschluss – Abbildung 6
Umstrittene »VorbehaltsÀlme«: Immer noch unter Verschluss – Abbildung 7

nicht der Wandergruppe zugeordnet werden konnte, sondern vielmehr an Militärstiefel erinnerte.

Selbst an den gerichtsmedizinischen Untersuchungen hat der Forscher einiges auszusetzen. Die Lage und das Verletzungsbild der Toten seien falsch interpretiert worden: »Keine der vier Leichen, die im Februar/März 1959 am Cholat Sjachl entdeckt wurden, wies die Haltung eines frierenden Menschen, etwa in Embryonalstellung, auf, wie in der Wissenschaft beschrieben. (…) Alle vier lagen in voller Grösse ausgestreckt da, Djatlows Pelzweste stand offen und war in Richtung Achseln hochgeschoben, zwei von drei Knöpfen seines Hemds standen offen (während die Manschetten zugeknöpft waren!).

Wenn man dazu die Position der LeichenÁecken ber ücksichtigt, die in keiner Weise der Lage der Toten bei ihrem Fund entsprachen, dann hätten die Ermittler zwangsläuÀg zu dem Schluss kommen müssen, dass die Haltung der Verstorbenen und die Lage ihrer Körper verändert wurden, bevor die Totenstarre eintrat. Die leeren Taschen der Kleidung der Wanderer wecken zudem den Verdacht auf eine Durchsuchung nach dem Tod. All dies entsprach nicht dem klassischen Bild eines Erfrierungstodes.« Und weiter: »Die ande- Letzte Ruhestätte. Grabstein der tödlich verunglückten Russen in Jektarinburg.

Ortsschild von Krasnogorsk.

Rechts die Strasse ins benachbarte Dörfchen Kalachi.

Ziel sind zwei benachbarte Ortschaften, die vor Jahren Schlagren vier Wanderer starben allesamt an den Folgen physischer Gewalt, die bei praktisch allen von derselben Art war. Thibeaux-Brignolles Kopf sowie Dubininas und Solotarjows Rippen wurden durch Stösse mit dem Knie gebrochen, während Kolewatows rechtes Ohr einen heftigen Schlag mit einem Gegenstand erhielt, der die Haut durchstiess und bis zum Knochen vordrang.

Der Grösse der Verletzung nach zu urteilen, könnte sie von einem Pistolengriff herr ühren…« Und das schauderhafte Äussere der Toten?

Zusammenfassend bemängelt Rakitin, dass die damaligen Ermittler, aber auch heutige Untersucher übersahen, »dass praktisch alle Teilnehmer der Djatlow-Gruppe körperliche Verletzungen aufwiesen«, auch wenn diese nicht lebensgefährlich waren.

»Gewöhnlich werden die schweren Verletzungen von Thibeaux-Brignolle, Solotarjow und Dubinina erwähnt, Àndige Forscher murmeln noch etwas von Slobodin, doch alle verschweigen, dass auch alle anderen Leichen Verletzungen aufwiesen.« Kurz: Sämtliche Wanderer wurden heftig verpr ügelt, und zwar noch beim Zelt. »Die Verletzungen lassen sich nicht anders erklären.« Was das schauderhafte Äussere der Toten betrifft, gibt der Autor dagegen Entwarnung: Die schwärzliche Haut sei nur scheinbar ungewöhnlich: »Die Körper lagen fast einen Monat im Freien und waren dabei nicht immer von Schnee bedeckt. Die freiliegenden Teile waren einem Gerbungsvorgang ausgesetzt. Und schliesslich (das ist das Wichtigste!) waren alle Fl üssigkeiten im Organismus gefroren, es bildeten sich Mikroeiskristalle, die bei ihrer Ausdehnung die intrazellulären Strukturen zerstörten.« Es spreche in der Tat viel dafür, dass es sich beim bis heute zumeist als »Unglück« titulierten Djatlow-Vorfall »wohl eher um eine Geheimdienstoperation während des Kalten Kriegs gehandelt haben dürfte, bei der mindestens sechs unschuldige junge Menschen zu Tode gekommen sind«, ist auch der erwähnte deutsche Geheimdienst-Insider Jürgen W. Schmidt überzeugt. »Weder für den KGB noch für seinen westlichen Gegner war diese Operation ein Ruhmesblatt, so dass man wohl auf beiden Seiten, stillschweigend und nach getätigter Fehleranalyse, den Fall in den Archiven versenkte.« Und dies bis zum heutigen Tag.

Am 31. März 1959 ereignete sich in Sachen Djatlow-Drama erneut Ungewöhnliches: Auf der Suche nach den anfangs Februar Verschollenen sichteten mehrere Mitglieder der Rettungsmannschaften ein UFO! Augenzeuge Valentin Jakimenko beschrieb das Ereignis in seinen Erinnerungen: »Fr üh am Morgen war es noch dunkel. Der Diensthabende verliess das Zelt und sah eine leuchtende Kugel, die sich über den Himmel bewegte. Er weckte alle. Zwanzig Minuten lang beobachteten wir die Bewegung der Kugel (oder Scheibe), bis sie hinter dem Berghang verschwand. Diese Erscheinung versetzte alle in Aufruhr. Wir waren überzeugt, dass der Tod der Djatlow-Gruppe etwas damit zu tun hatte.« Das Erscheinen eines UFOs gab den Ermittlungen eine unerwartete Richtung, konstatiert auch Buchautor Aleksej Rakitin. »Jemand erinnerte sich, dass bereits fr üher Feuerbälle in diesem Gebiet beobachtet worden waren.« Und tatsächlich gibt es weitere Augenzeugen, die in jenen Wochen ebenfalls kuriose Phänomene beobachten konnten. So zitiert der Autor einen namentlich aufgeführten Wanderer:»Im Zusammenhang mit dem Sterben der Djatlow-Gruppe muss ich von der ungewöhnlichen Himmelserscheinung erzählen, die wir bei unserer Wanderung am 17. Februar 1959 auf den Wasserscheidegraten der Fl üsse Sewernaja Toschemka und Wischai beobachteten. Gegen 7:30 Uhr morgens weckte mich ein Schrei des Diensthabenden, der das Frühstück zubereitete: ›Leute! Schaut! Was für eine seltsame Erscheinung!‹ Ich sprang aus dem Zelt und sah am Himmel einen grossen hellen Fleck. Er vergrösserte sich. In seiner Mitte erschien ein kleiner Stern, der anzuwachsen begann. Er bewegte sich von Nordosten nach Südwesten und Àel auf die Erde. Dann verschwand er hinter dem Grat und dem Wald und hinterliess am Horizont einen hellen Streifen.« Überirdische Erscheinungen? Im ersten Fall zumindest nicht ausschliessbar. Im zweiten Fall wohl eher nur verheimlichte Leuchtmunition, ein Raketenstart oder andere geheime militärische Aktivitäten – im Zusammenhang mit dem verunglückten KGB-Manöver?

UFO-Erscheinung? Raketen-Start? Oder Leuchtspur-Munition? – Abbildung 2
UFO-Erscheinung? Raketen-Start? Oder Leuchtspur-Munition? – Abbildung 3
UFO-Erscheinung? Raketen-Start? Oder Leuchtspur-Munition? – Abbildung 4
UFO-Erscheinung? Raketen-Start? Oder Leuchtspur-Munition? – Abbildung 5

So werden Deutschlands Zuschauer bevormundet

Seit 73 Jahren ist das »Dritte Reich« bereits Vergangenheit.

Dennoch werden oder bleiben viele TV- und Kino-Klassiker in Deutschland »dank« staatlicher Moralapostel immer noch kastriert, amputiert, verboten oder sonstwie verstümmelt.

Ob »James Bond«, »Raumschiff Enterprise« oder »Magnum«: Die von der Bundesregierung fortgeführte alliierte Nachkriegszensur treibt bis heute absonderlichste Blüten.

Film ›Wonder Woman‹ verboten. Eine nationalistische Partei wirft der israelischen Hauptdarstellerin Gal Gadot vor, sie sei an israelischen Angriffen auf den Gazastreifen beteiligt gewesen.« Zur Erinnerung: Die »Kölnische Rundschau« wurde von Reinhold Heinen begründet und erschien erstmals 1946. Heinen, der im Konzentrationslager Sachsenhausen inhaftiert war, erhielt von der britischen Besatzungsmacht die Erlaubnis zur Herausgabe einer CDU-nahen Zeitung.

In Russland wiederum wurde kürzlich die bitterböse europäische Filmsatire ›Der Tod von Stalin‹ verboten. »Das Werk ›entweihe historische Symbole‹«, zitierte am 30. Januar 2018 der»Tagesspiegel« und mahnte: »Stalin wird unter Putin wieder anschlussfähig!« Zur Erinnerung: Der »Tagesspiegel« wurde 1945 unter der Lizenz der »Information Control Division« der amerikanischen Militärregierung gegründet. Das Blatt war in der Sowjetischen Besatzungszone unerwünscht.

Dennoch gilt es, zuerst vor der eigenen Haustüre zu kehren.

Erinnern Sie sich beispielsweise noch an »Emanuelle 1« – jenen harmlosen Softerotik-Streifen von 1974, der heute selbst keusche Klosterbrüder kalt lässt? Nie gesehen? Sie haben nichts verpasst. Umso unglaublicher: 1984 steppte in der Schweiz deswegen der Bär – weil das öffentlich-rechtliche TV das französische KuschelÀlmchen nach Mitternacht ausstrahlen wollte. Es folgte ein nationaler Aufschrei der Empörung. Dutzende von Politikern verhinderten die Ausstrahlung, ebenso der Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, aber auch die »Neue Zürcher Zeitung«. In Deutschland wurde das seichte Machwerk sogar erst 34 Jahre später von der Index-Liste gestrichen – am 31. Juli 2008.

Ähnlich hoch rauschten die Empörungswogen 1985, als Sylvester Stallones »Rambo 2« die Kinoleinwand eroberte: In Bayern und Baden-Württemberg wurde der aus heutiger Sicht vergleichsweise harmlose Baller-Streifen erst ab 18 Jahren freigegeben und landete in der Folge bis Ende 2010 (!) auf dem Index. So mancher aktuelle »Tatort« der ARD genügt, um sich am Sonntagabend zur besten Sendezeit ähnlich viel Brutalität vor Augen zu führen…

Was kaum einer weiss: In Form der»Bundespr üfstelle für jugendgefährdende Medien« (BPJM) wacht in Deutschland – im Gegensatz zur Schweiz oder zu Österreich – seit 1954 ein staatliches Moralgremium mit Argusaugen über Veröffentlichungen aller Art. Die selbstständig ◄ Honigbär Winnie Puuh.Entgegen westlicher Zeitungsberichte wurde sein neustes Filmabenteuer in China Empörte Bischöfe und Politiker verhinderten Erotik nach Mitternacht.

nicht verboten.

Ausgabe 6/2018 as machten sich deutsche Mainstream-Postillen in den letzten Jahren doch über Filmzensur ausserhalb WEuropas lustig: »Chinas Behörden haben den Bond-Film ›Skyfall‹ manipuliert«, wetterte »Die Welt« am 22. Januar 2013: »Eine Szene, in der ein französischer ProÀkiller einen chinesischen Wachmann in einem Wolkenkratzer in Shanghai tötet, wurde komplett herausgeschnitten, desgleichen die Erwähnung von Prostitution in Macao.« Zur Erinnerung: »Die Welt« wurde 1946 von den Siegermächten des Weltkriegs in der Britischen Besatzungszone in Hamburg gegründet.

Am 19. November 2015 verpulverte auch »Die Zeit« unnötig viel Druckerschwärze: »Die für ihre Prüderie berüchtigte indische Filmgenehmigungsbehörde hat zwei Kuss-Szenen im neuen James-Bond-Abenteuer ›Spectre‹ zensiert.« Au Backe! Zur Erinnerung: Die »Zeit« erschien 1946 erstmals als Blatt der so genannten Lizenzpresse – »veröffentlicht unter Zulassung Nr. 6 der Militärregierung« der Briten.

Am 1. Juni 2017 empörte sich die »Kölnische Rundschau«:»Nach dem Libanon hat auch ein Gericht in Tunesien den US-Zu guter Letzt soll nun auch noch Disneys neuer »Winnie Puuh«-Film in China verboten werden – »weil der verfressene Honigbär dem dortigen Staatspräsidenten ähnle«. So oder ähnlich schrieben es 2018 zumindest etliche deutsche Tageszeitungen unter Berufung auf den »Hollywood Reporter« ungeprüft von einander ab. Einzige positive Ausnahme: »Deutschlandfunk Kultur«. »Es kann durchaus sein, dass es der Film nicht nach China schafft«, präzisierte der öffentlich-rechtliche Sender: »Dann geht es ihm so, wie fast allen ausländischen Filmen. China hat nämlich eine strenge Quote, pro Jahr dürfen nur 34 ausländische Filme in den chinesischen Kinos laufen. Das ist der Hauptgrund, weshalb die meisten Filme aus dem Ausland keine Zulassung für den chinesischen Markt bekommen. Da mag Ideologie dabei sein. Es geht aber auch schlicht darum, die Marktbedingungen für die chinesische Kultur zu verbessern. Ein anderer Disney-Film wurde dieses Jahr ebenfalls abgelehnt.« Und bei uns? Alles noch viel scheinheiliger!

Zugegeben: Auch »mysteries« ist jede Art von Zensur zuwider.

Blieb bei ARD und ZDF bis 2011 unter Verschluss:»Raumschiff Enterprise«-Episode »Schablonen der Gewalt« von 1968.

agierende deutsche Bundesoberbehörde mit eigenem Haushalt gilt europaweit als einzigartig, was sie nicht sympathischer macht. Als eine ihrer ersten steinzeitlichen Amtshandlungen hatte das»Zensur-Gremium« nach seiner Gr ündung übrigens zwei Comics aus dem Verkehr gezogen, die als »schwerst jugendgefährdend« taxiert wurden: »Der kleine Sheriff« sowie zwei Tarzan-Heftchen (»Ergebnis einer entarteten Phantasie«). Jane im kurzen Höschen durfte der deutschen Jugend nicht zugemutet werden – so die einhellige Meinung.

Die Marschrichtung war klar, und so setzten die Sittenwächter zu einem rechtlich verbindlichen Feldzug gegen alles vermeintlich Anrüchige an, der bis heute immer wieder für Kopfschütteln sorgt. Denn ob Buch oder Film: Was auf dem Jugend-Index landet, ist oft auch für Erwachsene nicht zugänglich, weil es in Nach 25 Jahren endlich vom deutschen Index gestrichen:»Rambo 2« (1985).

Ausgabe 6/2018 27 blieb noch bis vor wenigen Jahren (!) etwa die Folge »Weltraum- Àeber« (1968), in der Vulkanier Spock dank Schnittschere und frei erfundener neuer Synchronisation nicht an seinen sexuellen Trieben, sondern an von ZDF-Oberen kindgerecht verordneten »Fieberträumen« leidet. Ganz zu schweigen von seinem Crewkollegen »Pawel Chekov«: Dieser mutierte in der deutschen Fassung zu »Pane Chekov«, um Westbürgern keinen russischen Vornamen schmackhaft zu machen.

»Für Zuschauer unter 16 Jahren nicht geeignet«?!

Besonders bunt trieben es die Sittenwächter auch mit der»Enterprise«-Folge »Schablonen der Gewalt« von 1968, in dem Captain Kirk & Co. unverhofft auf einem Nazi-Planeten landen, um dort für Recht und Ordnung zu sorgen. Der inhaltlich harmlose 50-Minüter wurde hierzulande erst 2011 (!) vor Mitternacht zum allerersten Mal ausgestrahlt – obwohl er aus heutiger Sicht keinen müden Hund mehr hinter dem Ofen hervorlockt. Selbst der private deutsche SyFy-Channel musste vor dessen Wiederholung auf Geheiss von oben zu später Stunde unlängst noch den ZeigeÀnger erheben. »Die folgende Sendung ist für Zuschauer unter 16 Jahren nicht geeignet!«, mahnte eine sonore Stimme – während auf anderen Sendern längst ohne Warnhinweis gelogen, gezankt, gebumst oder gemordet wurde.

Noch absurder: Bis 1975 (!) mussten sich westdeutsche Kinound TV-Freunde ohne ihr Wissen mit einer »entnaziÀzierten« Fas sung des US-Antikriegsepos »Casablanca« von 1942 zufrieden geben – um 25 Minuten gekürzt. Alle Szenen mit Hinweisen auf NS-Soldaten oder den Zweiten Weltkrieg: Weggeschnitten! Der tschechoslowakische Widerstandskämpfer Viktor Laszlo mutierte darin zu einem norwegischen Atomphysiker, der »rätselhafte Delta-Strahlen« entdeckt hatte. Und dies ausnahmsweise sogar auf Veranlassung des US-Verleihers Warner Bros. »In vorauseilendem Gehorsam erledigte der Filmriese jene Zensur, die sonst durch die Freiwillige Selbstkontrolle der deutschen Filmwirtschaft gedroht hätte«, feixte rückblickend sogar der »Spiegel«.

Selbst die »Sesamstrasse« wurde ab 1978 in Deutschland gekürzt und stattdessen mit eigenen Beiträgen ergänzt (»Samson und Tiffy«). Der Schere zum Opfer Àel damals nicht zuletzt »Oscar aus der Mülltonne«. Zu anarchisch befanden Westdeutschlands TV-Bosse angesichts des Wirtschaftsaufschwungs: »Niemand Oscar aus der Mülltonne. »Sesamstrasse«-Foto aus den 1970ern.

der Bundesrepublik nirgendwo ausgelegt oder sonstwie öffentlich beworben werden darf – also auch nicht im Internet. Damit wachen Deutschlands Sittenwächter quasi über alle mündigen Bürger in ihrem Land und entscheiden bis heute in letzter Konsequenz, was jeder von uns zu Gesicht bekommen darf – oder eben nicht.

Mit dem Siegeszug des Farbfernsehens in den 1970er-Jahren hielt die staatliche Zensur auch Einzug ins heimische Wohnzimmer. Ab 1972 begann das ZDF erstmals TV-Folgen der US-Originalserie von »Raumschiff Enterprise« auszustrahlen. Was niemand ahnte: Fast alle Episoden wurden für das hiesige Publikum bewusst Áapsig vertont, massiv geschnitten und teilweise um bis zu 13 Minuten gekürzt. Bis zur Unkenntnis verstümmelt lebt bei uns im Dreck!« Ebenso hemmungslos verunstaltet: In Deutschland weggeschnitten: Vorspannbild aus Disneys Kinderklassiker »Die tollkühne Hexe in ihrem fliegenden Bett« (1971).

Ausgabe 6/2018 Disneys farbenfrohes TrickÀlmmusical »Die tollkühne Hexe in ihrem Áiegenden Bett« von 1971 – und dies nur, weil der Film im Zweiten Weltkrieg spielt. Über 45 Minuten fehlen noch heute in der deutschen DVD-Fassung. Frei nach dem Motto: »Hauptsache, unsere Kleinen bekommen keine Nazis zu Gesicht.« Nicht weniger scheinheilig das folgende Jahrzehnt. Ex-KZ-Arzt, Embyronen-Forscher und Altnazi Hans Glaub alias Professor Carl Mortner wurde in der deutschen Fassung des Bond-Films »Im Angesicht des Todes« 1985 Áugs in »Jan Kopersky« umbenannt,»der als gebürtiger Pole früher für den KGB arbeitete«. Mordlustige deutsche Terroristen unter »Hans Gruber« im US-Klassiker»Die Hard – Stirb langsam« wiederum mutierten 1988 in unseren Kinos zu radikalen europäischen Terroristen unter Anführer»Jack«. Ebenso dreist geschnippelt wurde im selben Jahr bei der SAT1-Erstausstrahlung der uralten»Enterprise«-Zeitreisefolge»Griff in die Geschichte« aus dem Jahr 1967: Eine Nazi-Parade fehlte darin komplett, ebenso wie weitere Dialogzeilen von Spock und Kirk, so dass viel Wissen um eine positiv thematisierte »Friedensbewegung« verloren ging.

Selbst »Magnum« musste bluten In die Röhre guckten am Fernsehen derweil auch Fans der amerikanischen Detektiv-Serie »Magnum« (1980–1988): Bei ihrer deutschen Erstausstrahlung liess die ARD alle eingekauften Episoden mit Tom Selleck kürzen und unzählige antiamerikanische Bezüge zum Vietnamkrieg herausschneiden oder zugunsten der Vereinigten Staaten politisch verharmlosend umsynchronisieren. Mangels Internet, das es damals noch nicht gab, ahnte niemand etwas davon. »Unzensiert« war »Magnum« bei uns erst ab 1996 zu sehen! Nicht etwa im öffentlich-rechtlichen Fernsehen – sondern auf dem Privatsender RTL, in weitaus korrekterer Synchronisation-Fassung.

Nichts Neues auch in der Gegenwart: Woody Allens Oscar-Klassiker »Stadtneurotiker« von 1978? Zu jeder Sendezeit ungekürzt, aber immer noch in verfälschter deutscher Synchronisation – ohne Hitler- 1996 nur massiv gekürzt zu sehen. Gags.»Jäger des verlorenen Schatzes« (1981) im TV-Nachmittagsprogramm? Um bis zu sieben Minuten gekürzt! »Jäger des verlorenen Schatzes« am Abend? Immer noch gekürzt, aber diesmal nur an wenigen Stellen – ebenso wie aberhunderte anderer Meisterwerke längst vergangener Jahrzehnte. Und dies obwohl unsere Jugendlichen an freien Nachmittagen kaum noch vor der Flimmerkiste sitzen, sondern lieber gamen, chatten oder sonstwie aufs Handy starren.

Fast schon abstrus muten denn auch die Begr ündungen der Bundesprüfstelle (BJPM) in ihren (vertraulichen!) Bulletins an, wenn es darum geht, Fehlentscheide aus der Vergangenheit zu revidieren – und Kino-Klassiker nach jahrzehntelangem Verbot öffentlich wieder freizugeben, KZ-Arzt oder KGB-Pole? »Bond«-Bösewicht Carl Mortner (1985).

was längst alle paar Monate geschieht. Haarsträubendes Beispiel der Neuzeit: »Im Februar 2008 wurde der Film ›Dirty Harry kommt zur ück‹ aus dem Jahr 1983 von der Indexliste gestrichen. Das Gremium sah die darin enthaltenen Gewaltdarstellungen nicht länger als verrohend an und verneinte dar über hinaus das Vorliegen einer Propagierung von Selbstjustiz.« Nicht minder kurios folgendes BJPM-Statement: »Im Oktober 2008 wurde der französische ErotikÀlm ›La Bête – Die Bestie‹ von 1975 aus der Liste gestrichen. Der Inhalt des Films war nach Auffassung des Gremiums unter besonderer Ber ücksichtigung der künstlerischen Aspekte nicht mehr als sexualethisch desorientierend anzusehen.« 2015/2016 schliesslich wurden auch die bis dahin verbotenen KultÀlme »Tanz der Teufel« (1985) und»Mad Max 1« (1980) endlich vom deutschen Index entfernt.

»Ich weiss genau, was Sie jetzt denken, und Sie haben recht!« Auch die beliebte Vietnamkriegkritische US-Kultserie »Magnum« mit Tom Selleck und John Hillerman war im deutschen TV bis»Casablanca« (1942): Der US-Kultfilm war in Deutschland bis 1975 nur in einer um 25 Minuten verstümmelten Fassung zu sehen.

Begründung: Ihr Inhalt »wirkt nach heutigen Massstäben weder Matthau, James Steward oder Charles Bronson, die im Zweiten verrohend noch zur Gewalttätigkeit anreizend«.

Weltkrieg ebenso unfreiwillig an die Fron t beordert wurden. Im Ebenso scheinheilig: Seit bekannt wurde, dass der 2008 ver- Gegensatz zu deutschen Schauspielern wurde kein einziger von storbene und mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnete ihnen deswegen je öffentlich gebrandmarkt. Oh scheinheiliges Schauspieler Horst Tappert ab 1940 in jungen Jahren bei der Kanonenrohr!

Waffen-SS gedient hatte, bleiben über 280 »Derrick«-Folgen beim ZDF im Giftschrank. Demnach müssten ab sofort auch Fil-»Endlich ist die Jugend gerettet!« me von Hardy Krüger oder alle Bücher von Günter Grass boykot- Damit es ebenfalls nicht vergessen geht: Nach wie vor nur in tiert werden. Weil beide ebenfalls bei der SS Dienst tun mussten.

kastrierter Nachkriegssynchronisation auf DVD angeboten wird Mittlerweile fordern extremistische Kreise in den USA bereits in der Bundesrepublik auch Hitchcocks Klassiker »Über den das Verbot des Klassikers »Vom Winde verweht« (1939) Dächern von Nizza« (1955). Alle Hinweise auf die französische – weil darin aus heutiger Sicht die Skla-»Résistance« sucht man darin vergeblich. Und statt einen »deutverei gloriÀziert wird. Fehlt nur noch, schen General« zu erwürgen, fängt Cary Grants Haushälterin dadass Feministen dieser kruden Lorin einen »Löwen mit blossen Händen«. Dennoch heisst es im gik folgend sämtliche Hollywood-Deutschen Grundgesetz unter »22. Artikel 5« ebenso hübsch wie Blockbuster von Sex-Lüstling Harunzutreffend: »Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichtervey Weinstein ins Visier nehmen stattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine – oder Humor-Ikone Loriot ebenfalls Zensur Àndet nicht statt.« vom Bildschirm verbannt wird, weil Wie feixte bereits Erich Kästner in der »Münchener Illustrierer in jungen Jahren an ten« vom 4. Februar 1950 hinsichtlich des bevorstehenden »Geder Ostfront mit dem setzes über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften« und Eisernen Kreuz 1.

der Gründung der Bundesprüfstelle BPJM trefÁich: »Ich will mir, und 2. Klasse ausgebevor man mir’s umbindet, kein Feigenblatt vor den Mund nehzeichnet wurde und men! Wenn's schon nicht gelingt, die tatsächlichen Probleme zu im KriegsÀlm»Der lösen – die Arbeitslosigkeit, die Flüchtlingsfrage, den Lastenauslängste Tag« einen Nagleich, das Wohnungsbauproblem, den Heimkehrerkomplex, die zi-OfÀzier verkörperte.

Steuerreform – dann löst man geschwind ein Scheinproblem. Ganz zu schweigen Hokuspokus – endlich ein Gesetz! Endlich ist die Jugend geretvon Hollywood-Haudegen tet! Endlich können sich die armen Kleinen am Kiosk keine Aktwie Ernest Borgine, Walter fotos mehr kaufen und bringen das Geld zur Sparkasse.« ■

TV-Zensur – Abbildung 2
TV-Zensur – Abbildung 3
TV-Zensur – Abbildung 4
TV-Zensur – Abbildung 5
TV-Zensur – Abbildung 6
TV-Zensur – Abbildung 7
TV-Zensur – Abbildung 8
TV-Zensur – Abbildung 9
TV-Zensur – Abbildung 10
TV-Zensur – Abbildung 11
TV-Zensur – Abbildung 12
TV-Zensur – Abbildung 13
TV-Zensur – Abbildung 14
TV-Zensur – Abbildung 15
TV-Zensur – Abbildung 16

Vertuschtes Todesdrama Das letzte Geheimnis des KGB?

Wer oder was liess im Ural 1959 neun sowjetische Bergsteiger auf grausamste Weise umkommen? Mehr über das rätselhafte Horror-Drama auf Seite 32 Sakrileg in Rom?

Die verheimlichte Päpstin Gab es eine deutsche Päpstin, die sich als Mann verkleidet auf den Thron in Rom schmuggelte?

»Alles Legende«, winken Historiker ab. Nun hat ein Schweizer neue Belege für das PontiÀkat der geheimnisvollen Frau aufgespürt.

Seite 14 Was Deutsche nicht zu sehen bekommen TV-Zensur: So werden wir bevormundet!

Ob »Star Trek« oder »James Bond«: Nach wie vor werden oder bleiben viele TV- und Kino-Filme in Deutschland »dank« staatlicher Moralapostel teilweise bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt.

Seite 24 Ausgabe 6/2018

schlagzeilen – Abbildung 2
schlagzeilen – Abbildung 3
schlagzeilen – Abbildung 4
schlagzeilen – Abbildung 5

Als »Teufelsgeiger« erlangte der Meisterviolonist und Komponist Niccolò Paganini (1782–1840) weltweite Berühmtheit.

Wenn der Italiener mit seiner Geige öffentlich loslegte, gab es für sein Publikum oft kein Halten mehr. Weitgehend unbekannt sind dagegen die tragischen Folgen, die sein »satanistisch« anmutender Übername für ihn haben sollten.

Tatsächlich vermochte der Musiker auf seinem Instrument»Töne hervorzubringen, von denen man sagte, dass kein menschliches Ohr sie je gehört hatte«, fasst es der deutsche Literaturkritiker Werner Fuld in seinem Werk »Paganinis Fluch« zusammen. Regelmässig soll es unter den begeisterten Zuschauern zu Ohnmachtsanfällen gekommen sein.

»Bald fragten sich einige, ob solche Töne überhaupt noch mit einer menschlichen Begabung erklärbar seien.« Hinzu kam das markante, hagere Äussere des Künstlers mit seinem bisweilen stechenden Blick. »Es ist etwas Dämonisches an ihm«, urteilten Beobachter ebenso verwirrt wie euphorisch.

Ob Konzertbesucher oder Musikexperten – mit zunehmender Bekanntheit Paganinis waren immer mehr Zeitgenossen davon überzeugt: Dieser Mann konnte nicht von dieser Welt sein. Oder aber er musste seine Seele verkauft haben, um derart himmlische Klänge zu erzeugen. Bald überschlugen sich denn auch die Gerüchte: Paganini sei ein Mörder, der jahrelang in Haft gesessen habe. Die berühmte G-Saite seiner Violine, so tuschelte man, habe er aus den Gedärmen seiner getöteten Geliebten gefertigt. Natürlich war all dies – und noch viel mehr – mehrheitlich dummes Geschwätz. In Kirchen durfte er dennoch schon bald nicht mehr aufspielen.

Trotz seiner Glücksspielsucht feierte Paganini weiter grosse Erfolge, schrieb sich ein virtuoses Meisterstück nach dem nächsten auf den Leib, doch seinen Konzerten haftete stets der Hauch des Verruchten an. Noch an seinem Sterbebett in Nizza wollten ihn Kleriker deshalb zur Abbitte bewegen. Ein Priester namens Caffarelli schlich sich hierzu in die Gemächer des bettlägerigen Geigers. Der Geistliche hatte beschlossen, »dem wartenden Satan zuvorzukommen und die verstockte Seele des Todkranken für die Kirche zu retten«, schildert es Fuld. Paganini war jedoch schwerst am Kehlkopf erkrankt und konnte zu diesem Zeitpunkt kaum noch sprechen.

Trotzdem bedrängte ihn der Geistliche, fragte immer wieder, worin sein Geheimnis liege. Genervt tat Paganini dem Priester irgendwann den Gefallen und sagte, was dieser hören wollte: »In ihr steckt der Teufel!« Dabei richtete er sich wütend im Bett auf und griff nach seinem Instrument. »Aber da packte schliesslich, bis die mumiÀzierte Leiche des Geigers nach einer schier endlosen Odyssee durch Burgen, Spitäler, Ölmühlen und sogar einer Aufbahrung auf einer einsamen Felsinsel doch noch in geweihter Erde beigesetzt werden durfte.

Wie so oft war es der schnöde Mammon, der Rom schwach werden liess: Erst nachdem sich Achille dazu verpÁichtet hat te, all jenes Geld der Kirche zu überlassen, das sein Vater angeblich mit Hilfe des Teufels eingespielt hatte, stimmten die Pfaffen einer kirchlichen Beerdigung zu. Nach heutigem Wert dürften dies mindestens 750'000 Euro gewesen sein.

Dank dem grosszügigen Ablasshandel liegt Paganini seit 1896 auf dem neuen Friedhof zu Parma, wo man ihm inzwischen ein Grabdenkmal errichtet hat.

Paganini: Vom Publikum gefeiert, von der Kirche verteufelt – Abbildung 2
Paganini: Vom Publikum gefeiert, von der Kirche verteufelt – Abbildung 3
Paganini: Vom Publikum gefeiert, von der Kirche verteufelt – Abbildung 4
Paganini: Vom Publikum gefeiert, von der Kirche verteufelt – Abbildung 5

Himmlische Kugel in der Klosterkirche von Engelberg

Nanu, was schwebt denn da? Dies fragte sich jüngst unser Reporter Reinhard Habeck, als er in der Schweizer Klosterkirche Engelberg ein seitliches Deckenbild ablichtete, das eine schwebende »UFO- Kugel« zu zeigen scheint. Entworfen und gemalt wurde besagter 14-bildrige Benediktzyklus 1876/1877. Er zeigt Stationen aus dem Leben des Heiligen Benedikt aus dem 6. Jahrhundert. »Um die Szene mit dem schreibenden Benedikt zu verstehen, muss man sich an die Dialoge Papst Gregors des Grossen aus der damaligen Zeit halten«, wie Rolf De Kegel vom Stiftsarchiv gegenüber »mysteries« erläutert:»Nicht zuletzt bedeutet die lichtumÁutete Weltkugel, dass das Licht der Erkenntnis den Schreibenden traf. Vergleiche dazu Kapitel 35,2: ›Während er (Benedikt) mitten in der dunklen Nacht hinausschaute, sah er plötzlich ein Licht, das sich von oben her ergoss und alle Finsternis der Nacht vertrieb.‹«

Mikrowellen-Attacke auf Diplomaten?

Wurden US-Diplomaten mit Mikrowellenwaffen attackiert? Möglich wäre es, vermuten Experten der University of Pennsylvania. Eine Gruppe um Medizinprofessor Douglas H. Smith hatte im März 2018 eine Studie zu Vorfällen in der amerikanischen Botschaft auf Kuba durchgeführt. Seit Ende 2016 klagten dort etliche Mitarbeiter über Schwindel, Schlafstörungen, Übelkeit, rasende Kopfschmerzen – dies oft nach der Wahrnehmung unangenehmer Geräusche, die Folgen bis hin zum Hörverlust nach sich zogen. US-Medien präsentierten sogar medizinische Atteste, nach denen bei Betroffenen »schwerwiegende traumatische Schädigungen des Gehirns mit wahrscheinlicher Schädigung des zentralen Nervensystems diagnostiziert« wurden. Die US-Regierung sprach von gezielten »Angriffen«. Schallwaffen wurden in Erwägung gezogen. Das FBI ermittelte. Skeptiker dagegen schwafelten von Paranoia.

Wie nun aber bekannt wurde, ist es 2018 zu weiteren Vorfällen gekommen: Im Mai zeigten Mitarbeiter des US-Konsulats im chinesischen Guangzhou vergleichbare Symptome. Zudem erkrankte in Kuba erneut ein Diplomat. Professor Smith und sein Team hatten die ersten Patienten untersucht. Schon früh sei der Verdacht aufgekommen, es könne sich um Verletzungen durch Mikrowellenwaffen handeln, so der Hirnchirurg. Man habe dies aber zunächst»als zu unglaublich« verworfen. Nun denkt sein Team anders. Denn in der Wissenschaft werde seit längerem darüber gestritten, ob Mikrowellen unter bestimmten Voraussetzungen doch hörbar sein könnten. Nach dem Verursacher wird weiter gefahndet.

newsticker – Abbildung 2
newsticker – Abbildung 3
newsticker – Abbildung 4
newsticker – Abbildung 5
newsticker – Abbildung 6
newsticker – Abbildung 7
newsticker – Abbildung 8
newsticker – Abbildung 9
newsticker – Abbildung 10
newsticker – Abbildung 11
newsticker – Abbildung 12
newsticker – Abbildung 13
newsticker – Abbildung 14
newsticker – Abbildung 15
newsticker – Abbildung 16
newsticker – Abbildung 17
newsticker – Abbildung 18
newsticker – Abbildung 19
newsticker – Abbildung 20
newsticker – Abbildung 21