Kuriositäten aus dem privaten Fundus des Bohnen- und Maisbauern Don Francisco, die Gabriele Lukacs bei ihm in Ojuelos de Jalisco exklusiv fotografieren durfte. Weit über 3000 ähnliche, aber in keinem Fall identische Stücke sollen in der dortigen Gegend in den letzten Jahren zum Vorschein gekommen sein. Trotz etlicher Anfragen weigert sich das mexikanische Nationalinstitut für Anthropologie und Geschichte INAH bis heute, die Relikte einer näheren Analyse zu unterziehen.

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ein Stück Stein mit einem Zeichnungstück
Zwei Stücke eines sehr alten Aussehens.
Ein weißer Kreis auf einem schwarzen Hintergrund.
Ein weißer Kreis auf einem schwarzen Hintergrund.
Ein Stück Metall, das auf einem Tisch liegt.
ein weißer Kreis auf schwarzem Hintergrund
Ein weißer Kreis wird auf einem schwarzen Hintergrund gezeigt.
Ein Kunstwerk, das auf einer weißen Oberfläche liegt.
nicht beantworten

»Wer mich anruft, für den bin ich da!« (Claus Rahn)»Ich habe schon vielen Menschen geholfen.

Gott sei Dank.« Telefon: 00 49 – (0) 162 – 36 71 757 Mail: psychokinese123@gmx.de Neue Videos auf Youtube!

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Ein Plakat mit einer Reihe von Wörtern in einer Fremdsprache.
Ein schönes Blick auf einen See mit einer Holzbrücke.
ein schwarzer Rahmen mit einem weißen Quadrat in der Mitte
Ein Mann mit Anzug und Krawatte.
Ein schwarzer Hintergrund mit weißen Wörtern, die sagen: "Gott sei Dank".
Ein schwarzer Hintergrund mit weißen Buchstaben, die PSI-Heilung/BERATUNG heißen.
Feuerwehrleute vor einem Feuer
Ein hellroher und gelber Hintergrund mit schwarzer Kante.
Eine rote Wolke füllte den Himmel mit einem schwarzen Hintergrund.
Ein schwarz-weißes Bild einer Computer-Tastatur.
Ein schwarz-weißes Bild mit den Worten "Wos wild unsverschwlegen?" in der Mitte.
Ein verschwommenes Bild eines schwarz-weißen Objekts.

Kuriositäten aus dem privaten Fundus des Bohnen- und Maisbauern Don Francisco, die Gabriele Lukacs bei ihm in Ojuelos de Jalisco exklusiv fotografieren durfte. Weit über 3000 ähnliche, aber in keinem Fall identische Stücke sollen in der dortigen Gegend in den letzten Jahren zum Vorschein gekommen sein. Trotz etlicher Anfragen weigert sich das mexikanische Nationalinstitut für Anthropologie und Geschichte INAH bis heute, die Relikte einer näheren Analyse zu unterziehen.

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Wesen aus einer anderen Welt? – Abbildung 3
Wesen aus einer anderen Welt? – Abbildung 4
Wesen aus einer anderen Welt? – Abbildung 5
Wesen aus einer anderen Welt? – Abbildung 6
Wesen aus einer anderen Welt? – Abbildung 7
Wesen aus einer anderen Welt? – Abbildung 8
Wesen aus einer anderen Welt? – Abbildung 9
Wesen aus einer anderen Welt? – Abbildung 10
Wesen aus einer anderen Welt? – Abbildung 11

as Thema der TV-»Arena« vom 24. Februar 2017 klang vielversprechend: Trumps Krieg gegen die Medien, Lücken-Dpresse und Fake News. Als Teilnehmer der Talk-Sendung war dem Historiker Daniele Ganser vom öffentlich-rechtlichen Schweizer Fernsehen im Vorgespräch »ein fairer Umgang« versprochen worden. Doch dann kam es knüppeldick. Denn über Trump wurde in der Folge kaum ein Wort verloren.

Stattdessen offenbarte der Einstieg in die Live-Debatte eine ganz andere Zielrichtung: Die bewusste Verunglimpfung eines medienskeptischen Forschers und NATO-Kritikers, der aufzeigt, welche Märchen uns Politiker und Militärs täglich auftischen.

So wurde Historiker Ganser bereits in der Anmoderation der Talkrunde trotz Doktortitel als einziger der vier Eingeladenen als »umstrittener Publizist« bezeichnet. Ein Adjektiv, das – wenn überhaupt – ebenso zu allen anderen Teilnehmern gepasst hätte. Darunter der narzistische Selbstdarsteller, überführte Plagiator und Ex-SAT.1-Boss Roger Schawinski, die glücklose TV-CheÀn Karin Müller sowie der polemische Politiker Claudio Zanetti.

Aufgrund vorbereiteter GraÀk-Einspielungen wurde denn auch bald klar, dass es TV-Moderator Jonas Projer lediglich darum ging, Ganser als einzigen der Runde an den Pranger zu stellen und öffentlich zu diffamieren. Weshalb? Weil der eloquente Historiker im Gegensatz zur Mehrheit seiner Zunft nicht ausschliessen will, dass am 11. September 2001 beim Einsturz des dritten Gebäudes des World Trade Centers manches nicht mit rechten Dingen zugegangen sein könnte. Notabene der Auslöser eines globalen Terrorkriegs mit der islamischen Welt, der bis heute unzählige unschuldige Todesopfer forderte.

Gansers Skepsis kommt nicht von ungefähr: Im ofÀziellen, 566 Seiten dicken US-Abschlussbericht zu den Flugzeug-Attacken auf die Twin Towers (»Kean-Report«) wird das nicht angegriffene, benachbarte dritte Gebäude (WTC 7) 2004 mit keiner Silbe erwähnt – obwohl der 170 Meter hohe Stahl- und Betonkoloss sieben Stunden nach den Attacken ebenfalls in sich zusammenÀel. Und dies trotz schwelenden Feuerbrandes noch dazu auffällig schnurgerade, wie ein Kartenhaus.

Erst der Ende 2008 veröffentlichte Abschlussbericht des National Institute of Standards and Technology (NIST) versuchte diesbezüglich Licht ins Dunkel zu bringen, obwohl alle grösseren Stahlreste von WTC 7 damals längst eingeschmolzen waren und nicht mehr untersucht werden konnten. Kommt dazu, dass BBC-Reporter den überraschenden Einsturz des WTC-7-Wolkenkratzers in ihrer damaligen Live-Berichterstattung am 11. September 2001 bereits um 17:00 Uhr ofÀziell vermeldet und bestätigt hatten – obwohl er erst zwanzig Minuten später stattfand!

(»mysteries«, Nr. 3/2007) Ebenso seltsam, dass die BBC besagte Originalbänder in der Folge »verschlampte«, wie Nachrichtenchef Richard Porter später kleinlaut eingestehen musste. Und noch seltsamer, dass sich ausgerechnet im besagten Tower bis dahin geheime Büros des Pentagons und der CIA befanden.

Wurde der dritte Tower doch gesprengt?

Unstimmigkeiten wie diese – und unzählige weitere – machen bis heute nachdenklich (www.ae911truth.org). Umso mehr, als selbst die BBC am 4. Juli 2008 einräumen musste, dass WTC 7»das erste Gebäude der Welt war, das aufgrund von normalen Bränden derart perfekt« innerhalb von nur gerade sieben Sekunden in sich zusammensackte. Wurde der dritte Tower vielleicht doch gesprengt? Und wenn ja: Von wem?

»Wir haben jetzt gesehen, wie ein Verschwörungstheoretiker vorgeht! Sie sind Gläubige, sie glauben an etwas! Und wenn man ihnen beweist, dass etwas falsch ist, dann sagen sie: Jetzt seht ihr, wie gross diese Verschwörung ist… Deswegen gehe ich auch nicht ein auf 9/11. Der Fall ist geklärt. Aber Sie, Herr Ganser wollen Unsicherheit schaffen! Mit Ihnen kann man über das nicht diskutieren, und deswegen werde ich es auch nicht tun!

(Roger Schawinski, Medienmogul) Besonders in der Schweiz wagten es einige Prominente bereits vor Jahren ihre Zweifel öffentlich kundzutun. Darunter Roland Jeanneret, Journalistik-Dozent und langjähriges Sprachrohr der Hilfsorganisation »Glückskette«. Ebenso wie die langjährigen Nationalräte der Grünen, Geri Müller und der mittlerweile verstorbene Daniel Vischer (»Verdächtig sind die, die daran kein Interesse haben«). Auch Schlagersängerin Francine Jordi offenbarte in Sachen 9/11 gegenüber »mysteries«: »Ob ich überzeugt bin, dass uns die Bush-Administration die ganze Wahrheit gesagt hat? Nein, bestimmt nicht: Da gibt es sehr viele Details, von denen wir alle nichts wissen.« Und dann ist da eben auch noch Daniele Ganser. Wie viele andere wünscht sich der umtriebige Historiker lediglich eine neue Untersuchung aller umstrittener Fakten, weil ihn die bisherigen Antworten der US-Behörden nicht befriedigen. Doch obwohl von TV-Moderator Projer deswegen als »Verschwörungstheoretiker« abgekanzelt und im Schlagabtausch mit der 9/11-Kontroverse konfrontiert, durfte er sich in der »Arena«-Debatte nicht dazu äussern. Vielmehr wurde ihm in der Folge konsequent das Wort abgeschnitten oder im Mund verdreht. Gleichzeitig wurde Ganser vom Schweizer Medienmogul und Selbstdarsteller Roger Schawinski mit einer regelrechten Schimpftirade abgekanzelt, die bornierter nicht hätte ausfallen können (siehe Foto oben).

Weil offensichtlich ein medialer Schauprozess inszeniert werden sollte, scheute Moderator Projer auch nicht davor zurück, im Am Ende der Sendung der Vorgeführte.

war TV-Moderator Projer hitzigsten Zeitpunkt der Debatte den ultimativen Eklat zu provozieren. Originalzitat: »Nein, Herr Ganser! (…) Sonst brechen wir die Sendung ab und zeigen einen Beitrag über Trump, den wir bereits vorbereitet haben. Ich schwöre Ihnen, wir haben diesen Beitrag im Vorfeld schon vorbereitet!« Übelste Polemik, wie man sie in Deutschland sonst nur von Markus Lanz und Konsorten kennt, in der neutralen Schweiz von öffentlich-rechtlicher Seite aber kaum gewohnt ist.

Zitate aus dem Zusammenhang gerissen Trister Höhepunkt der Sendung: Die verwirrende Einblendung eines privaten (!) und noch dazu lückenhaft zitierten E-Mails Gansers an die Redaktion des Schweizers Fernsehens, das ihn in Sachen Medienkritik der Lüge überführen sollte, es aber nicht tat – weil seine ergänzenden Telefongespräche mit der TV-Redaktion gar nicht erst Erwähnung fanden. Natürlich durfte er auch dazu vor der Kamera keine klärende Stellung nehmen.

Unterste Schublade, wie auch der frühere Schweizer»Tagesschau«-Leiter Anton Schaller oder Ex-TV-Boss Peter Studer nach der Sendung kritisierten:»Das geht weder medienrechtlich noch medienethisch, da es sich um eine Verfälschung des Inhalts handelt.« Selbst die international angesehene »Neue Zürcher Zeitung« stiess ins gleiche Horn: »Jonas Projer wollte den Historiker Daniele Ganser als Verschwörungstheoretiker vorführen und Àel dabei total aus der Rolle. Am Schluss war Projer der Vorgeführte.« Obwohl kritik-und medienerprobt, brauchte Ganser eine Nacht, um das mediale Trauerspiel zu verdauen. »Ich war überrascht, dass ich in der Sendung live erlebte, wie Lückenpresse Ausgabe 3/2017 21 funktioniert, also das Weglassen von relevantem Text, um eine Aussage zu verdrehen«, kommentierte er am nächsten Morgen konsterniert – begleitet von einem medialen Shitstorm etlicher Zuschauer, der sich über die Fernsehmacher ergoss.

Kritische Auseinandersetzung mit dem US-Imperium Während Moderator Projer in der Folge kleinlaut eingestand, dass »nicht alles optimal lief«, machte Ganser seinem Ärger auf Facebook ausführlich Luft: »Ich stand gestern hinter meinem kleinen Pult und habe mich gewundert, warum nicht über Trump und die Medien diskutiert wurde, sondern SRF so direkt auf mich als Person zielte«, haute er in die Tasten.

Und weiter: »Ich habe mich gewehrt und erklärt, dass ich erstens Historiker bin und nicht Verschwörungstheoretiker. Und dass zweitens die Forschung zu 9/11 und WTC 7 wichtig ist, weil damit der Krieg gegen den Terror begonnen hat, der schon mehr als eine Million Tote forderte und die Rüstungsausgaben des Pentagon auf 600 Milliarden pro Jahr in die Höhe getrieben hat. Ich habe auch erklärt, dass Obama 2016 jede Stunde drei Bomben auf fremde Länder werfen liess, total 26’000 Bomben, und dass daher eine kritische Auseinandersetzung mit dem Imperium USA und dem Weissen Haus dringend sei. Doch diese Sachdebatte erhielt leider nur wenig Raum. Mehr Sendezeit wurde verwendet, um mich als Forscher anzugreifen.« Was viele nicht wissen: Im Gegensatz zu Deutschland sorgte Daniele Ganser in der Schweiz bereits vor über zehn Jahren für Aufsehen. In einem ganzseitigen Artikel im renommierten Zürcher »Tagesanzeiger« hatte er die Kontroverse um WTC 7 am 9.

September 2006 erstmals thematisiert, nachdem er sich darüber mit Fachleuten der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) unterhalten hatte.

Seiner Meinung nach sei das Gebäude »mit grosser Wahrscheinlichkeit fachgerecht gesprengt worden«, gab Hugo Bachmann, emeritierter ETH-Professor für Baustatik und Konstruktion, in der Folge zu Protokoll. Und auch Jörg Schneider, ebenso Die Twin Towers vor dem Angriff (2001).

Links dahinter, etwas kleiner, das braun gefärbte WTC 7, das sieben Stunden nach den Attacken innerhalb weniger Sekunden komplett in sich zusammensackte.

US-Terror unter falscher Flagge: Bereits 1962 konkret angedacht Schon mal von »Operation Northwoods« gehört? Unter diesem Namen heckten ranghohe US-Militärs bereits um 1962 einen mörderischen Plan aus, mit dem die Invasion Kubas gerechtfertigt werden sollte – mittels inszenierter Terroranschläge unter falscher Flagge. Die Geheimaktion sah unter anderem die gezielte Zerstörung einer US-Militärbasis, Angriffe auf US-Schiffe und ZivilÁugzeuge sowie weitere Schweinereien auf Kosten der eigenen Bevölkerung vor, um die Schuld danach Fidel Castro in die Schuhe zu schieben. Selbst ein Àngierter Unfalltod des NASA-Astronauten John Glenn sollte als Sabotagemanöver inszeniert werden. Der perverse Plan scheiterte, weil Präsident John F. Kennedy seine Unterschrift verweigerte. Ans Tageslicht kam die vereitelte Operation erst um 1997/1998.

Durch die erzwungene Freigabe geheimer Akten.

▲ Schnappschuss von WTC 7 nach dem Einsturz. Die Stahlträger wurden eilends entsorgt und eingeschmolzen, noch bevor sie einer kritischen Untersuchung unterzogen werden konnten.

emeritierter ETH-Professor für Baustatik und Konstruktion, interpretierte die Videoaufnahmen »als Hinweise, dass das Gebäude WTC 7 mit grosser Wahrscheinlichkeit gesprengt wurde«.

Selbst der Schweizer Strategieexperte Albert A. Stahel – Professor für Strategische Studien an der ETH Zürich und der Universität Zürich – macht aus seinen Zweifeln bis heute keinen Hehl: »Was immer unklar blieb, ist, warum das Nachbargebäude WTC 7 zusammengekracht ist. Es wurde nie richtig dargestellt, warum und wieso. Mir persönlich wurde bereits 2006 gesagt, dass es Fragen gibt, die man nicht stellen darf im Zusammenhang mit 9/11. Man begann mich und Ganser in der Folge zu diffamieren – auf breiter Front.« Tatsächlich Áogen hinter den Kulissen bereits damals die Fetzen. Denn Ganser war zu jener Zeit selber an der ETH tätig. Das Rektorat der reputablen Hochschule ermahnte ihn, zum Thema fortan den Mund zu halten – und wandte sich von ihm ab. Sogar die US-Botschaft in Bern intervenierte und erklärte, es gezieme sich nicht, dass ein Schweizer Wissenschaftler öffentlich die of- Àzielle 9/11-Geschichte anzweiÁe. Hallo?!

Zu belastend für den Ruf der Universität?

In der Folge wechselte Ganser an die Universität Basel, wo er seinen Professoren-Titel erwerben wollte. Den dortigen Oberen bereitete der zeitkritische Denker jedoch ebenfalls Bauchschmerzen, wie sich der emeritierte Soziologie-Professor Ueli Mäder in der Schweizer »Wochenzeitung« erinnerte: »Ich war überrascht, wie man Daniele Ganser fallengelassen hat. Im Rektorat war man der Ansicht, er sei zu belastend für den Ruf der Universität.« In der Folge publizierte Ganser seine als Habilitation geplante Schrift »Europa im Erdölrausch« 2012 in Buchform – und landete damit prompt einen Bestseller.

Auf Anfrage von »mysteries« berichtet der politisch links positionierte Professor weitere Details: »Ganser war mir an der Uni Basel wärmstens von meinem guten Kollegen Professor Georg Kreis empfohlen worden – und es hatte damals tatsächlich alles nach einer steilen akademischen Karriere ausgesehen«, erinnert sich Mäder. »Irgendwann landete Gansers Habilitationsprojekt auf meinem Schreibtisch, weil man sich am Historischen Institut damit – und vielleicht auch mit ihm als Person – offenbar schwertat. Ich fand seine Arbeit interessant, wie auch anderes von ihm, musste aber ablehnen, weil seine historisch deskriptive Arbeit zum Thema ›Peak Oil‹ – aus sozialwissenschaftlicher Sicht – methodologisch noch zu wenig reÁektiert war.« Bei den Historikern wäre Gansers Habilitationsschrift in jedem Fall besser aufgehoben gewesen, glaubt Mäder. »Aber dort gab es ebenfalls Widerstände. Ich will nicht ausschliessen, dass an Ausgabe 3/2017 23 der Universität auch Persönliches eine gewisse Rolle gespielt haben könnte, weil Ganser ja bereits damals mit gewagten Thesen in der Öffentlichkeit stand. Für einzelne universitäre Mitarbeiter ist das suspekt. Das bekam auch ich bei sozialen Stellungnahmen immer wieder zu spüren…« Als etwas heikel empÀndet Professor Mäder als versierter Linkspolitiker Gansers womöglich etwas zu offenen Umgang mit»einzelnen rechtslastigen Strömungen im esoterischen Bereich«, was auch immer man darunter verstehen mag: »Wir hatten deswegen schon intensive, aber stets freundliche Diskussionen.

Auch über fehlende Quellenbelege. Allerdings hatte ich dabei stets den Eindruck, dass Daniele Ganser zugänglich für kritische Argumente ist. Kurz: Auch wenn wir längst nicht immer einer Meinung sind, schätze ich ihn persönlich. Er bringt auch zu aktuellen Kriegen immer wieder interessante Einschätzungen ein!« Dialog über ideologische Grenzen hinaus Ganser wiederum versteht den aktuellen Wirbel um die Wahl seiner unterschiedlichen Auftrittsorte ebensowenig wie »mysteries«. Umso mehr, als er sich als unabhängiger Forscher keinerlei Partei verpÁichtet fühlt und den gegenseitigen Diskurs über ideologische Grenzen hinaus für sinnvoller und friedensstiftender erachtet: »In der Friedensforschung schafft die politische Unterscheidung in links und rechts keine Orientierung mehr.

Vielmehr sollte man sich fragen, ob ein Politiker oder ein Medienprodukt NATO-kritisch oder -freundlich ist. Denn die NATO ist die grösste und gefährlichste Militärmacht der Welt.« Insofern ist er davon überzeugt, dass alle Menschen miteinander sprechen sollten, unabhängig von Partei, Religion, Geschlecht oder Alter. Oder wie er auf Anfrage präzisiert: »Ich halte Hunderte von Vorträgen. Demnächst trete ich etwa bei der Ökologisch-Demokratischen Partei auf. Das heisst aber nicht, dass ich deren Parteiprogramm unterschreibe. Danach trete ich in Hamburg im ›Rudolf Steiner Haus‹ auf. Das heisst aber nicht, dass ich Als Historiker fühlt sich Partei verpflichtet.

Ganser keiner politischen ein Anthroposophe bin. In Heilbronn werde ich bei ›Die Violetten‹ referieren, einer spirituellen Partei. Das heisst aber nicht, dass ich deren Mitglied bin. Ich habe mich auch mit ehemaligen CIA-Mitarbeitern getroffen. Das heisst aber nicht, dass ich CIA-Agent bin. Ausserdem habe ich mit dem rechtsextremen Karl-Heinz Hoffmann über den Münchner Oktoberfest-Anschlag diskutiert.

Das heisst aber nicht, dass ich ein Rechtsextremer bin!« Schlüsselerlebnis bleiben für ihn Werke des renommierten US-Kritikers Noam Chomsky, die er bereits während seines Studiums verschlang (»Was Uncle Sam wirklich will«).

Empfehlenswert scheint ihm auch der deutsche Politik- und Islamwissenschaftler Michael Lüders (»Wer den Wind säht«).

Interessierten YouTube-Usern legt er den Kieler Psychologie-Professor Rainer Mausfeld ans Herz (»Warum schweigen die Lämmer?«): Alles Denker, die Ganser als scharfsinnig, unabhängig und mutig empÀndet. »Eine Kombination, die mir bei vielen Intellektuellen heute leider fehlt. Zwar sind sie zumeist scharfsinnig. Aber sind sie auch unabhängig und mutig genug, öffentlich zu vertreten, was sie wirklich denken?« Gegenfrage von »mysteries«: Kann man an Universitäten als Gelehrter scharfsinnig, unabhängig UND mutig sein? Spontane Antwort von Ganser: »Professor Ueli Mäder hat es geschafft!« PS: Ignoriert von der Mainstreampresse regt sich in den Vereinigten Staaten unterdessen weitere Kritik in Sachen WTC 7.

Und dies ausgerechnet vom langjährigen NIST-Mitarbeiter Peter Michael Ketcham, dessen Arbeitgeber den Report über den Einsturz des dritten Hochhauses verfasst hatte. Je länger Ketcham kürzlich besagten Bericht studierte, desto mehr wurde ihm klar,»dass das NIST ein vorgegebenes Resultat abgeben musste«, in dem Fakten verdreht und Tatsachen ignoriert wurden, wie er jüngst kritisierte. Ketchams explosives Statement vom 13. März 2017 Àndet sich mittlerweile auch auf YouTube (Suchbegriff: Professor Ueli Mäder: »Verschwörungen gibt es tatsächlich«»Verschwörungen gibt es tatsächlich – auch im politischen Bereich. Etwa mit weitreichenden konspirativen Absprachen.

Für mich ist dieses Thema gleichwohl zwiespältig.

Jahrelang habe ich meine Studierenden vor verschwörungstheoretischen Annahmen gewarnt. Dennoch habe ich mich dann und wann gefragt: Bin ich vielleicht manchmal zu naiv?

Tatsächlich habe ich mehrmals hautnah miterlebt, wie ein zelne Mächtige ausgeklügelte Strategien entwickelt haben, um ihre Interessen zu realisieren. Ein Bankdirektor erzählte mir zum Beispiel stolz, wie er minutiös abklären liess, wer mit wem aufgrund welcher Mitgliedschaften welche Beziehungen unterhält. Und wie er diese dann je nach Anliegen bis in die hohe Politik nutzen kann. Das hätte ich so nie für möglich gehalten. Oder ein Wirtschaftsanwalt, der berichtete, wie er einem weithin bekannten Kunden empfahl, einen selbst verursachten Unfall zu vertuschen, statt sich ehrlich dafür zu entschuldigen…« (Ueli Mäder, emeritierter Professor für Soziologie der Universität Basel)

Eine weiße Sprachblase auf einem schwarzen Hintergrund.
Ein Mann in einem Anzug und einem rosa Hemd.
Ein quadratisches Bild mit schwarzer Grenze.
Ein Blick auf eine Stadt mit Wolkenkratzern und einem Wasserkörper.
Ein schwarz-weißes Bild einer vertikalen Linie.
Ein sehr hohes Gebäude, das über einer Stadt steigt.
Ein sehr hohes Gebäude in der Mitte einer Stadt.
Ein Gebäude, das in einer Stadt abgerissen wird.
Ein Mann mit Schnurrbart und blauem Hemd.

Wer hat in grauer Vorzeit die mysteriösen »Lebensblumen« im ägyptischen Osireion von Abydos verewigt? Stammen die komplexen geometrischen Ornamente von den alten Griechen? Nein, behauptet ein deutscher Publizist und will die faszinierenden Darstellungen selbstherrlich als moderne Fälschung entzaubert haben. Leider Àel er dabei selber einem plumpen Schwindel zum Opfer, wie »mysteries« aufdeckt.

Bis heute bereitet das Osireion im ägyptischen Abydos Experten Kopfzerbrechen: Monumentale Steinquader, manche bis zu 50 Tonnen schwer und vier Meter hoch, erzählen Geschichten, die heute niemand mehr versteht. Rund 160 Kilometer von Luxor entfernt, scheint die einst unterirdisch angelegte Anlage deutlich älter als der daneben liegende Sethos-Tempel. Womöglich entstand sie bereits vor weit über 4000 Jahren und wurde von Pharao Sethos I. (um 1332–1279 v. Chr.) lediglich umgenutzt.

Wie aber wurden die riesigen Granitblöcke von unseren steinzeitlichen Vorfahren bewegt? Wozu diente die kolossale Anlage einst tatsächlich? Und was hat es mit Darstellungen komplexer geometrischer Ornamente auf den dortigen Monolithen auf sich – heute zumeist als »Blumen des Lebens« bezeichnet? Identische Darstellungen Ànden sich seit rund 2500 Jahren in historischen Stätten rund um den Globus verewigt, beispielsweise auf einer Platte des Silberschatzes von Augst (um 350 n. Chr.). Aber auch in einem Manuskript von Leonardo da Vinci (1452–1519).

Populär gemacht hatte die Àligranen Muster im Osireion vor über 15 Jahren der US-Autor Drunvalo Melchizedek. Doch weil in keinem Reiseführer darauf aufmerksam gemacht wird, halten bis heute nur wenige Touristen in Abydos danach Ausschau.

Erahnen lassen sich die »Blumen« zudem lediglich aus der Ferne, da das Innere der monumentalen Anlage wegen des gestiegenen Wasserspiegels für Besucher gesperrt bleibt. Nur in Ausnahmefällen dürfen Schaulustige den mit Stacheldraht versperrten Holzsteg hinunterklettern, um die »Blumen« aus kürzerer Distanz abzulichten. Kein leichtes Unterfangen, wie »mysteries« aus eigener Erfahrung weiss. Denn von blossem Auge bleiben die Muster selbst von dort aus beinahe unsichtbar. Abhilfe schaffen nur Kameras mit hochauÁösendem Teleobjektiv.

Fälschungen aus der Neuzeit?

Mindestens zehn bis zwölf grössere und kleinere »Blumen« haben aufmerksame Beobachter auf den Stützpfeilern von Abydos bislang ausgemacht. Manche besser, manche schlechter erkennbar. Aktuelle Fachpublikationen dazu? Gibt es nicht.

Dennoch – man höre und staune – glaubt ein deutscher Hobbyforscher das Rätsel nun gelöst zu haben. »Woher stammen Aus der Distanz nur schlecht fotografierbar: Die aktuell wohl beste Aufnahme der geometrischen Ornamente in Abydos.

die ›Lebensblumen‹ im Osireion?«, titelte die Zeitschrift »Synesis« Dumm nur, dass der sonst durchaus vernünftige Mann dabei auf ihrem neuesten Heftcover in fetten Lettern – um Mitarbeiter offensichtlich einem Scherz zum Opfer Àel. Denn die besagten Gernot L. Geise das Mysterium im Innenteil auf vier Heftseiten»Blumen-Darstellungen« Ànden sich nachweislich seit über 100 in blumigen Worten »entzaubern« zu lassen (Nr. 2/2017). Grund: Jahren im Osireion! Dies belegen Ausgrabungsfotos des US-Im Umfeld der Tempelanlage war Geise bei einer seiner Reisen Archäologen Thomas Whittemore von der »Egypt Exploration ein kleiner Souvenirshop aufgefallen, der verzweifelt um Kund-Society« um 1920, entstanden unmittelbar nach Ausgrabung schaft warb. Um zusätzliche Touristen anzulocken, hatte der gedes Tempelkomplexes. Bereits auf den damaligen Schwarzweisswitzte Händler am Eingang eine Darstelabbildungen sind die verschnörkelten lung der »Lebensblume« als Firmensignet Ornamente zu erkennen, wie »mysteries« Vermutlich wurden die angebracht.

dank Photoshop-Vergrösserungen fest- Aha, dachte sich Geise und suchte das stellen konnte. Geises ägyptischer »Infor- ›Blumen‹ von koptischen Gespräch mit dem Ladenbesitzer. »Ich mant« müsste für seinen Werbegag und Christen verewigt.

wollte wissen, was sein Geschäft damit Vandalenakt demnach mindestens 100 zu tun hat. Er lachte und erklärte mir, er Jahre in die Vergangenheit gereist sein.

selbst hätte die Zeichnungen im Osireion vor vielen Jahren ei- Kurz: Wer die Àligranen, ockerbraunen Kreisornamente wann genhändig angebracht. Ursprünglich hätten diese als Werbung und wie an die steinernen Kolosse des Osireions zeichnete oder auf seinen Laden hinweisen sollen.« ritzte, bleibt weiterhin ein Mysterium. Umso mehr, als sich im Unkritisch kaufte Gernot L. Geise dem geschäftstüchtigen näheren Umkreis der »Blumen« neben allerlei Schiffsdarstellun-Ägypter sein schlitzohriges Geschwätz ab und jubelte es seinen gen die ungelenk angebrachte Inschrift »ICXC…« (Jesus) beÀn- Lesern in der Folge in fetten Lettern als des Rätsels Lösung det: Ein griechisches »Christogram«, das allerspätestens im 5.

unter: »Wenn selbst ich – als Tourist – herausÀnden kann, wer oder 6. Jahrhundert n. Chr. verewigt worden sein dürfte, also diese ›Blumen‹ im Osireion hingemalt hat, dann frage ich mich, noch vor der Islamisierung der einst christlichen Gegend durch warum dies den ofÀziellen Stellen bisher nicht gelang!« die Araber. Weitere kaum noch sichtbare Inschriften und Schiffszeichnungen koptischer Christen in Abydos lassen über einen ähnlichen Zeitraum spekulieren.

◄ Blick ins Osireion samt dem – offiziell gesperrten – hölzernen Laufsteg. Die »Blumen«-Ornamente befinden sich Akribisch genau hatte US-Archäologe Whittemore die um unter anderem im Bereich des roten Markierungspfeiles.

1920 noch bestens sichtbaren GrafÀti im Osireion abzeichnen Ausgabe 3/2017 55

Trotz Falschmeldung: »Blume des Lebens« bleibt ein Mysterium – Abbildung 2
Trotz Falschmeldung: »Blume des Lebens« bleibt ein Mysterium – Abbildung 3
Trotz Falschmeldung: »Blume des Lebens« bleibt ein Mysterium – Abbildung 4
Trotz Falschmeldung: »Blume des Lebens« bleibt ein Mysterium – Abbildung 5
Trotz Falschmeldung: »Blume des Lebens« bleibt ein Mysterium – Abbildung 6

Unsere Geschichtsbücher müssen endgültig umgeschrieben werden: Der amerikanische Doppelkontinent wurde neuesten wissenschaftlichen Datierungen zufolge nicht von Norden her über die Beringstrasse besiedelt – sondern bereits vor sagenhaften 30’000 Jahren, von Süden her. Und dies aller Wahrscheinlichkeit nach noch dazu vom afrikanischen Kontinent aus. Knochenfunde und faszinierende Felszeichnungen deuten in Brasilien auf eine vergessene Kultur hin, die konservative Forscher bislang sträÁich unterschätzt haben.

ensationsfund in Brasilien!« Es braucht viel, bis das sonst eher behäbige ZDF zu solchen Schlagzeilen greift. Doch S»Terra X«, das bekannte Doku-Magazin der Mainzer, wusste am 19. Februar 2017 wahrhaft Revolutionäres zu berichten. Entdeckungen, die nicht nur im Wissenschaftsbetrieb für Schnappatmung sorgen dürften. Tenor: »Die Geschichte Amerikas muss endgültig umgeschrieben werden!« Grund: Menschliche Spuren in der ostbrasilianischen Wildnis, die Archäologen um den Urgeschichte-Experten, Professor Eric Boëda von der Université Paris-Nanterre, auf ein Alter von sagenhaften 30’000 Jahren datieren konnten.

Im Gegensatz zu wenigen wissenschaftlichen Aussenseitern ging die Fachwelt bis vor kurzem mehrheitlich davon aus, dass der amerikanische Doppelkontinent erst vor rund 12’000 Jahren besiedelt wurde. Nach der bis heute an mancher Universität vertretenen »Clovis- Theorie« sollen damals erstmals eiszeitliche Jäger aus Asien zu Fuss auf den nordamerikanischen Kontinent eingewandert sein.

Kurz: Lange galt als unbestritten, dass die Erstbesiedlung Nordamerikas ausschliesslich von Sibirien aus erfolgte: Am Ende der letzten Eiszeit – als die heutige Beringstrasse zwischen den beiden Kontinenten noch eine Landbrücke bildete.

»Die Clovis-Kultur war die erste Áächig verbreitete prähistorische Kultur auf dem amerikanischen Kontinent«, liest man bis heute auch in der Online-Enzyklopädie Wikipedia. »Archäologisch ist sie durch ihre charakteristischen Projektilspitzen aus Feuerstein mit doppelseitigen Schneiden und beidseitigen Flächenretuschen deÀniert. Die Kultur ist nach dem Fundort Clovis im US-Bundesstaat New Mexico benannt, wo die ersten Spitzen im Jahr 1937 ausgegraben wurden.« Längst aber wächst der Zweifel an der seit einer halben Ewigkeit gepredigten Einwanderungswelle aus Nordost – auch im akademischen Establishment. »Die Beringstrasse-Theorie ist mittlerweile umstritten, beziehungsweise nur noch eine von mehreren Hypothesen«, bestätigte bereits 2013 Professorin Heike Bungert von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster gegenüber»mysteries«. Die Historikerin zählt in Europa zu den bekanntesten Kennerinnen der nordamerikanischen Geschichte.

Jüngere Forschungsergebnisse lassen vermuten, dass es mehrere und frühere Einwanderungswellen gab: »Die gängigste neuere Theorie deutet aufgrund der Genetik und der anatomischen Ähnlichkeiten der Funde seit den 1990er-Jahren auf die Ainu in Japan beziehungsweise auf Polynesier von den paziÀschen Inseln«, sagt die Professorin.

Äusserliche Ähnlichkeiten – etwa die hervorstehenden Wangenknochen oder der »MongolenÁeck« – ein bläuliches Muttermal am Rücken, Gesäss oder Kreuzbein bis zur Pubertät – seien weitere Hinweise auf eine Einwanderung aus Ostasien.

Speerspitzen aus dem Baskenland?

Andere Indizien deuten auf eine Migration aus Europa. Konkret aus dem heutigen »Frankreich beziehungsweise Spanien«, wie die Historikerin ausführt. So nutzte die Clovis-Kultur bereits ungewöhnlich bearbeitete Speerspitzen. Diese glichen bis ins Detail Waffen von Steinzeitmenschen der Solutréen-Kultur im heutigen Baskenland. Möglicherweise hatten also bereits vor Revolutionäre Datierung: Der französische Archäologe Eric Boëda (2.v.r.) bei seiner Arbeit in der brasilianischen Wildnis.

Amerikas Geschichte fing im Süden an – und nicht im Norden.

Spurensuche in luftiger Höhe. Wer die faszinierenden Felszeichnungen der ersten Amerikaner finden will, muss schwindelfrei sein.

18’000 Jahren Europäer in kleinen Booten nach Amerika über- Die Tausenden von uralten Darstellungen in Brasilien bieten gesetzt. Immer dem Packeis entlang.

einen bunten und teils auch skurrilen Einblick in das Leben Weitere Hinweise auf eine europäische Abstammung seien unserer Urahnen. Neben den Klassikern – Jagdszenen und»ähnliche Begräbnispraktiken« sowie die »Haplogruppe X im Ge-Tierzeichnungen – bekommt man auch Aussergewöhnliches nom«, erklärt Heike Bungert. So haben Forscher in präkolumzu sehen. Etwa die vermutlich erste dokumentierte Kussszene bischen Skeletten, die bei den Grossen Seen im amerikanischder Menschheit oder eine Darstellung, die als »Gruppensex im kanadischen Grenzgebiet sowie in Texas ausgegraben worden Urwald« bereits international für Schmunzeln gesorgt hat. Kusind, diese genetische Sequenz entdeckt. Ein Merkmal, das rios auch ein dreiÀngriges »Götterwesen«, dem selbst Archäosonst nur bei Menschen aus Europa und dem Nahen Osten vorkommt.

Immer mehr verdichten sich deshalb die Hinweise, dass das urzeitliche Amerika wohl auf verschiedenen Wegen und aus unterschiedlichen Regionen besiedelt wurde und die dortigen Indianer somit auch unterschiedliche Urahnen haben.

50’000 faszinierende Zeichnungen Und nun der grosse Knall: In der Serra da Capivara, in den heute fast menschenleeren Weiten Südostbrasiliens, lebten bereits vor mindestens 30’000 Jahren Menschen, wie »Terra X« in der erwähnten TV-Dokumentation bestätigt. Faszinierende 50’000 Felszeichnungen zeugen bis heute von jenen Urahnen. Dies bedeutet nicht weniger als den endgültigen Wechsel eines der grössten anthropologischen Paradigmen des 20. Jahrhunderts!

Eine von unzähligen Felsmalereien. Kannten die ersten Amerikaner Riesenfaultiere, Riesengürteltiere und Säbelzahnkatzen aus eigener Anschauung?

Ausgabe 3/2017 13

Ein Schnitt von einer Holzfläche mit einem rot-weißen gestreiften Tuch.
Eine Schließbilder von einer Weltkarte mit einem Kompass.
Ein Schuh mit einem Metallband.
nicht beantworten
nicht beantworten
nicht beantworten
Ein schwarz-weißes Bild mit den Worten sorry, Mr. Trump:
nicht beantworten
nicht beantworten
Ein weißes Papier mit einer rauen Textur.
Ein Schlussschnitt einer Kreiszeichnung mit Zahlen darauf.
Eine Gruppe von Leuten, die in einer Höhle arbeiten.
nicht beantworten
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Ein weißes und braunes Papier mit einem Quadrat in der Mitte.
Ein Bild einer Weltkarte mit einem Kompass.
Eine große Felsformation inmitten eines Waldes.
Zwei Leute fotografieren Tiere auf einem Felsen.

Unsere Geschichtsbücher müssen umgeschrieben werden. Denn der amerikanische Kontinent wurde neuesten wissenschaftlichen Datierungen zufolge bereits vor sagenhaften 30’000 Jahren besiedelt. Und dies aller Wahrscheinlichkeit nach von Afrika aus.

Seite 10 Wegen 9/11-Kontroverse TV-Attacke gegen Daniele Ganser Auf unfaire Art versuchte das Schweizer Fernsehen einen Historiker als Verschwörungstheoretiker zu diffamieren. Der Schuss ging nach hinten los…

Seite 18 Auf der Spur einer uralten Medizin Zukunftsvisionen im Dschungel Öffnet ein uraltes Kultgebräu die Pforten zu höherem Bewusstsein?

Ein Hellsichtiger machte sich in den Dschungel auf, um die Geheimnisse von Ayahuasca am eigenen Leib zu ergründen.

Seite 58 Ausgabe 3/2017

Ein Weizenfeld mit einem Baum in der Ferne.
Ein Weizenfeld mit Sonnenuntergang im Hintergrund.
Ein Mann ohne Hemd auf schwarzem Hintergrund.
Eine blaue Anzugsjacke und eine blau-weiße gestreifte Krawatte.
Eine Silhouette einer Person auf einem schwarzen Hintergrund.
Ein Mann in Anzug und Krawatte blickt weg.
Zwei Statuen des Kopfes der Freiheitsstatue.
nicht beantworten
nicht beantworten
Auf diesem Bild ist ein rotes Tuch gezeigt.
ein schwarzer Hintergrund mit den Buchstaben bchwqzolon
Ein Finger mit schwarzem Hintergrund.

Je mehr Zeit vergeht, desto dubioser erscheint die verheerende Sandoz-Chemiekatastrophe vom 1. November 1986. Bereits vor Jahren wies »mysteries« auf ein mögliches Stasi-Komplott und Brandstiftung hin. Nun enthüllt die »Basler Zeitung« weitere Ungereimtheiten, welche die grösste Chemiekatastrophe aller Zeiten am Rhein in völlig neuem Licht erscheinen lassen. Doch der politische Aufschrei bleibt aus. Lapidare Antwort der Behörden: »Der Fall ist mittlerweile verjährt und für uns abgeschlossen.«

1. November 1986: Chemiealarm am Rhein! Im Industrieareal Schweizerhalle wütet eine riesige Feuersbrunst. Internet gibt es noch nicht. Und so fahren in den frühen Morgenstunden Polizeiwagen durch die Stadt Basel. Mit Megaphonen wird die Bevölkerung gegen 4 Uhr dazu aufgerufen, Fenster und Türen zu schliessen und das Freie zu meiden.

Makaber, aber wahr: Um die Durchsagen überhaupt zu verstehen, müssen viele Betroffene zuerst ihre Fenster öffnen…

Über 30 Jahre sind vergangen, seit an der Grenze zu Deutschland eine Produktionshalle des Pharmariesen Sandoz (heute Novartis) in Brand geriet. 1300 Tonnen Chemikalien verpufften in jener Nacht. Nur mit viel Glück war man kurz nach Tschernobyl einem weiteren Umweltdrama entgangen. Ein bestialischer Gestank machte sich breit, das giftige Löschwasser Áoss in den Rhein, färbte den Fluss rot und sorgte für ein gigantisches Fischsterben: Die grösste Chemie-Katastrophe, welche die Schweiz je erlebte. Politische und wirtschaftliche Köpfe rollten. Besserung wurde gelobt, vieles versprochen – und noch mehr vertuscht.

OfÀziell heisst es bis heute: Zur Sandoz-Tragödie kam es aufgrund menschlicher Fehler. Lagerarbeiter hätten mit einer kleinen, offenen Flamme Plastikfolien geschrumpft, um auf diese Weise Säcke mit dem Farbstoff »Berliner Blau« auf einer Palette zu Àxieren.

Der Farbstoff habe darauf zu motten begonnen und sich zu einem Grossfeuer ausgebreitet, so der abschliessende Untersuchungsbericht der Ermittlungsbehörden. Ein Unfall also. Menschliches Versagen. Schlamperei. Tatsächlich?

Bereits 2011 hatte der frühere US-Topagent Vincent Cannistraro für Aufsehen gesorgt, als er gegenüber »mysteries« bestätigte, dass Moskau und die DDR mit der Katastrophe zu tun gehabt hätten: »Die Stasi heckte eine Sabotageaktion gegen das

Über 1300 Tonnen Chemikalien verpufften in jener Nacht.

Nach dem Chemie-Unfall. Zerstörte Anlagen und rot gefärbtes Löschwasser, das später in den Rhein floss.

Sandoz-Werk aus. Sie handelte auf Anweisung des KGB und benutzte einen Katastrophenplan, den die Zürich-Versicherung nach einer Werkinspektion für Sandoz verfasst hatte. Die Russen wollten damit von der Kritik an der Tschernobyl-Katastrophe ablenken.« Cannistraro berief sich dabei auf vertrauliche Informationen eines KGB-OfÀziellen sowie geheime Dokumente, die er persönlich einsehen konnte. Leider war das Echo gleich Null, wie der hochrangige CIA-Obere auf Nachfrage von Luc Bürgin bedauerte: »Kein behördlicher Vertreter der Schweiz hat mich deswegen je kontaktiert!« Nun sorgt eine weitere Enthüllung für Diskussionen. Wie der Àndige Journalist Christian Keller von der »Basler Zeitung« am 4. März 2017 in einem dreiseitigen Bericht überraschend darlegte, könnte ein ehemaliger Sandoz-Mitarbeiter das Inferno mitverantwortet haben – durch heimliche»Partyvorbereitungen«.

Konkret habe besagter Mann in der Nacht vor der Katastrophe in der Unglückshalle unmittelbar nebeneinander »Feuerwerk und selbstentzündlichen Chemieabfall« gelagert. Fahrlässigkeit oder Absicht?

Gemäss Keller soll der damals leitende Angestellte im Sinn gehabt haben, den abtretenden Werksfeuerwehrkomman-Aufräumarbeiten in Schutzanzügen (1986). Bis heute finden sich chemische Altlasten im betroffenen Gebiet.

danten zu dessen Abschiedsfeier am 1. November 1986 mit einer Showeinlage zu überraschen: Im Anschluss an eine Feuerwehrübung wollte er »eine Feuerwerkshow veranstalten und dem scheidenden Chef damit eine Freude bereiten«, berichten ehemalige Kollegen. »Für diesen Zweck habe der betreffende Mitarbeiter am Nachmittag des 31. Oktobers Feuerwerkskörper und selbstentzündlichen Chemieabfall in der Lagerhalle 956 deponiert.« Samt einem Transportwagen. Exakt dort, wo Ermittler später den Brandausbruch eruierten.

»Entwickelte sich daraus ein offenes Feuer, das wegen einer undichten Abdeckung mit Sauerstoff in Ber ührung kam und sich erhitzte, rasch auf die umliegenden Lagerbestände übergriff und die Feuerwerkskörper wie Raketen durch den Raum schiessen liess?«, fragt sich Christian Keller. Vieles deutet darauf hin. Oder wie sich der damalige Pressefotograf Silvio Mettler erinnert, der noch vor der Feuerwehr am Katastrophenort eingetroffen war: »Da gab es grosse Fässer, die dort standen. Die sind dann wie Raketen in die Luft geÁogen und über uns explodiert. Das sah aus wie ein Feuerwerk! Neben mir stand ein älterer Feuerwehrmann. Die Kinnlade nach unten geklappt, schaute dieser dem Spektakel zu und sagte: ›So etwas habe ich noch nie in meinem Leben gesehen…‹« zialist gegenüber der »Basler Zeitung«. Er sei bei den späteren Rekonstruktionsversuchen der ermittlungsführenden Stadtpolizei Zürich dabei gewesen. »Entweder wurde die Schrumpffolie und das Berliner Blau im Papiersack mit einem heissen Nagel durchstochen, was mir ein fragw ürdiges Vorgehen schien. Oder man hielt den Propangas-Brenner unverhältnismässig lange auf die Verpackungsfolie, bis sich mehrere Löcher bildeten.« Beide Tests entsprächen nicht der gängigen Praxis bei derlei Arbeiten.

Auch Hansjörg Wirz mag darüber nur den Kopf schütteln. »Die ofÀzielle Erklärung ist falsch«, zeigt er sich gegenüber »myste ries« beharrlich. »Und ich bleibe dabei: Das war damals Brandstiftung!« Der mittlerweile 77-jährige Wirz ist nicht ir gendjemand: 1986 war der angesehene Politiker an vorderster Front an der Bewältigung und der Aufarbeitung der Chemiekatastrophe beteiligt. Für die Basler Behörden arbeitete er in jener Zeit als Gewerbeinspektor. Nach dem Brand bei Sandoz beauftragte ihn die Regierung, alle parlamentarischen Anfragen zur Katastrophe zu beantworten.

Wirz kam so mit vielen Direktbeteiligten in Kontakt – erhielt Informationen aus erster Hand. »Schon damals haben viele von Brandstiftung gesprochen«, erinnert sich Wirz.

So sei noch 20 Minuten vor dem Brandausbruch ein Wachmann an der Ungl ückshalle gewesen. Dieser habe keinen Rauch bemerkt, weiss er aus den Untersuchungsakten. »Das Zeug hätte also nicht kurz danach schon in Flammen stehen können. Ein Glimmbrand braucht schliesslich Stunden, bis er sich zu einem grossen Feuer entwickelt.« Wirz ist sich deshalb sicher: Es muss irgendein Brandbeschleuniger im Spiel gewesen sein – auch wenn die damaligen Untersuchungsbehörden das bis heute dementieren. Handelte es sich dabei womöglich um das erwähnte Feuerwerk?

Was ihn ebenfalls misstrauisch machte: Die Polizei hatte auf dem Sandoz-Areal direkt beim Brandherd eine Leiter entdeckt, die an den Werkszaun gelehnt war. Doch auch in diesem Fall wurde einmal mehr abgewiegelt. Lediglich die Werksarbeiter hätten die Leiter genutzt – um schnell mal eine Zigarette rauchen zu können. Denn auf dem Firmengelände war Rauchen bereits damals strikt verboten.»Das klingt für mich wenig Ich bleibe dabei: Das war damals ganz klar Brandstiftung!

Auch bei ehemaligen Einsatzkräften stellen die neuen Informationen von 2017»alle bisherigen Vermutungen auf den Kopf«. Es handle sich um die »bislang plausibelste Version«, bestätigte der damalige Einsatzleiter der Feuerwehr, Werner Kaupp. »Anhand der Zeugenaussagen fügen sich verschiedene Puzzlestücke zu einem Ganzen zusammen.« Tatsache ist: »Im südwestlichen Teil der Halle 956 ereignete sich der Brandausbruch. Das konnte in den Gutachten zu 200 Prozent bewiesen werden.« Es sei mit Sicherheit kein Zufall, dass sich der Transportwagen mit dem »Partymaterial« just in jenem Gebäude befand. »Ihn an dieser Stelle zu platzieren, war logisch, weil sich dort ein Zugangstor befand und die Entfernung zur Brandgrube nur gering war.« Die ofÀzielle Vermutung, wonach beim Verpacken der Chemikalie »Berliner Blau« mit einem Gasbrenner Fehler gemacht wurden, habe er sowieso nie glauben können, so der Brandspe- ◄ »Ich hatte Angst, das Beamtengeheimnis zu verletzen!« Ex-Politiker Hansjörg Wirz.

geschehe. »Diese habe man auf Wunsch des Verstorbenen bereits vernichtet, teilte man mir mit.« Und der von der »Basler Zeitung« bezichtigte Ex-Sandoz-Angestellte und neue Hauptverdächtige? Er bestreitet, was ihm vorgeworfen wird. Tenor: »Alles Quatsch!« Folgen scheinen die neuesten Enthüllungen für ihn sowieso nicht zu haben. »Es wird keine juristische Nachbearbeitung geben«, bestätigt Behördensprecher Nic Kaufmann von der zuständigen Baselbieter Landeskanzlei gegenüber »mysteries«. Die Regierung habe den neuen »Bericht zur Kenntnis genommen«, wolle ihn aber nicht weiter kommentieren: »Der Vorfall ist nach über 30 Jahren verjährt. Aus diesem Grund wird, selbst wenn neue Fakten auftauchen, kein neues Strafverfahren eröffnet werden.« Unabhängig davon nehmen die lokalen Behörden zumindest die Altlasten-Situation im bis heute chemisch verseuchten Gelände einmal mehr unter die Lupe, wie »mysteries« weiss. Ein entsprechender interner Bericht liegt bereits vor. Auf dessen Grundlage soll in Kürze entschieden werden, ob es zu weiteren Sanierungsmassnahmen kommt – oder nicht.

Sven Berger ■

Ein hellroher und gelber Hintergrund mit schwarzer Kante.
Eine rote Wolke füllte den Himmel mit einem schwarzen Hintergrund.
Ein schwarz-weißes Bild einer Computer-Tastatur.
Ein schwarz-weißes Bild mit den Worten "Wos wild unsverschwlegen?" in der Mitte.
Ein verschwommenes Bild eines schwarz-weißen Objekts.
Ein Bild von einem Feuer am Himmel.
Ein roter und orangefarbener Himmel mit Wolken.
Zwei Leute in gelben Anzügen ziehen Fässer hoch
Ein Lagerhaus voller Fässer und Trümmer.
Eine Silhouette eines Feuerwehrmanns mit einem Schlauch.
Ein Feuerwehrmann mit einem Schlauch in der Hand.
Ein hell orange-gelber Wolken erfüllte den Himmel.
Ein Mann in einem schwarzen Mantel steht auf einer Brücke.
Ein schwarz-weißes Bild eines Balls.
Ein roter Himmel mit Wolken im Hintergrund.
Ein roter und gelber Wolke füllte den Himmel.
Ein schwaches orange-gelbes Bild einer schwachen Oberfläche.
Ein Mann in einem gelben Gefahrenschutzanzug, der in einem Haufen Fässern steht.
Ein schwarz-weißes Foto eines Kreuzes mit einem Schild, das Sandoz schreibt.

»Wer mich anruft, für den bin ich da!« (Claus Rahn)»Ich habe schon vielen Menschen geholfen.

Gott sei Dank.« Telefon: 00 49 – (0) 162 – 36 71 757 Mail: psychokinese123@gmx.de Neue Videos auf Youtube!

www.clausrahn.jimdo.com

PSI-Heilung/Beratung – Abbildung 2
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Als »Engel der Armen« wurde Mutter Teresa (1910–1997) öffentlich verklärt und durch die Verleihung des Friedensnobelpreises weltberühmt. Im Schnelldurchgang sprach der Vatikan die indische Ordensschwester selig und kurz darauf heilig. Doch Agnes Gonxha Bojaxhiu, so ihr bürgerlicher Name, offenbarte zeitlebens auch dunkle Seiten. Statt Nächstenliebe übte sie Selbstkasteiung und verteufelte jegliche Form von Abtreibung. Der»Engel der Hölle« peitschte sich regelmässig aus, liess Sterbenskranke bewusst leiden – und auch die ihr anvertrauten Millionenspenden landeten keineswegs nur dort, wo sie dringend benötigt wurden. Nun packt eine ehemalige freiwillige Helferin aus. Mit bestürzenden Aussagen.

ch bitte dich, gütigster Vater, gib mir eine Seele, wenigstens eine, nämlich jene Seele, die du bereits kennst«, schreibt Mut-Iter Teresa im Alter von 18 Jahren während ihrer fünfwöchigen Schiffspassage von Dublin nach Kalkutta. Die Zeilen zeigen, wie innerlich zerrissen die umstrittene Ordensschwester bereits in jungen Jahren ist. Jahrzehnte später wird sie als 1,50 Meter kleine Gestalt, im blau-weiss gestreiften Gewand mit zerfurchtem Gesicht zu Weltruhm gekommen sein und sich wegen ihrer vermeintlichen Barmherzigkeit ins Gedächtnis von Generationen eingegraben haben. Obwohl sie Missionierung stets stärker gewichtete als Heilung. Für die gläubige Mehrheit wurde Mutter Teresa als »Engel von Kalkutta« zum Symbol christlicher Nächstenliebe.

Für die kritische Minderheit dagegen bleibt sie wegen der teilweise desolaten hygienischen Zustände in ihren Armenhäusern sowie ihres unerbittlichen Auftretens und ihrer intransparenten Spendenpolitik ein »Engel der Hölle«. Eine Frau mit zwei Gesichtern. Und eine erbitterte Gegnerin von Verhütung und Abtreibung, der die Verbreitung fundamentalistischen katholischen Gedankenguts stets mehr am Herzen lag als Erste Hilfe.

Frei nach ihrem persönlichen Motto: »Wer hungert oder leidet, kommt Gott näher als jeder Gesunde.« Ausgabe 3/2017 49 Als Agnes Gonxha Bojaxhiu kommt sie am 26. August 1910 im heutigen Skopje in Mazedonien zur Welt. Ihr Vater stammt aus Albanien, die Mutter aus dem Kosovo. Die katholische Familie gilt als wohlhabend. Nur einen Tag nach ihrer Geburt wird die kleine Agnes getauft. Sie wächst mit zwei älteren Geschwistern auf.

»Sie war immer selbstsicher, pÀfÀg, niemals wortkarg und ohne Menschenfurcht«, erinnerte sich ihr Bruder Lazar.

Und sie sei ziemlich frech gewesen: »Sie neckte mich immer, suchte Streit, schlug mich, um mich herauszufordern, warf mich zu Boden, obwohl sie viel kleiner und jünger war als ich.« Das Mädchen ist acht Jahre alt, als der Vater stirbt. Es wird vermutet, dass er von politischen Gegnern vergiftet wurde. Für seine Tochter ist der Verlust traumatisch.

Sie sucht Trost und Halt im Glauben,»ringt mit Gott«, hadert – und entscheidet sich schliesslich im jungen Alter von zwölf Jahren dafür, ihr Leben ganz in den Dienst des Herrn zu stellen.

Kaum 18, wird sie als Novizin der Loretoschwestern im irischen Rathfarnham aufgenommen, wo sie zu Teresa wird, benannt nach der heiligen Therese von Lisieux. In Irland erhält sie während knapp zwei Monaten ihre Ausbildung als Missionarin. Ihr Weg zum Weltruhm beginnt am 1. Dezember 1928, als sie nach Indien aufbricht, wo sie zunächst als Lehrerin arbeitet und 1939 das Gelübde als Nonne ablegt. Jahrelang unterrichtet Mutter Teresa in Kalkutta GeograÀe, Geschichte und Religion.

Erleuchtung im Zug: Von Gott in die Slums berufen 1946, so erzählte sie später, habe sie auf einer Zugfahrt nach Darjeeling »Gottes zweiten Ruf« wahrgenommen. Ihre Mission war es fortan, in die Slums von Kalkutta zu gehen und dort den Ärmsten der Armen zu helfen. Erst zwei Jahre später erhält sie die ofÀzielle Genehmigung vom Erzbischof und vom Vatikan, auch ausserhalb ihres Ordens der »praktizierenden Nächstenliebe« nachgehen zu können. Sie legt ihre Ordensgewänder ab und Seltenes Jugendbild. Agnes Gonxha Bojaxhiu alias Mutter Teresa (hier im Alter von rund 18 Jahren).

Millionen an Spendengeld flossen direkt in die Kassen des Vatikans.

Bussgürtel mit Dornen.

Mutter Teresa schnallte ihn sich täglich um ihren Oberschenkel – »um Gott näher zu kommen«.

50 Ausgabe 3/2017 trägt ab dann das typische Gewand der Armen in Bangladesch: ein weisser Sari mit blauer Borte.

Mutter Teresa zieht jeweils bei Tagesanbruch durch die Gassen Kalkuttas, holt Sterbende aus der Gosse, sammelt ausgesetzte Säuglinge ein und verteilt Essen an Hungernde. Jeden Tag schliessen sich ihr mehr freiwillige Helferinnen an, und so erkennt 1950 der Vatikan die selbsternannten»Missionarinnen der Nächstenliebe« ofÀziell an.

Ihr»Imperium der Barmherzigkeit«, wie es die »Die Zeit« später zynisch nannte, expandiert. Sie eröffnet Sterbe- und Waisenhäuser, Tuberkulose- und Entbindungskliniken, richtet Lepra-Kolonien ein, eröffnet Schulen und Häuser für ledige Mütter.

Dass sie zur Ikone wurde, verdankte sie vor allem einem Mann: Malcolm Muggeridge. Der britische Journalist gilt als Entdecker Mutter Teresas. Er interviewte die damals unbekannte Nonne 1968, drehte eine TV-Dokumentation über sie und legte damit den Grundstein zum Mythos.

Den Gipfel ihres Ruhms erlebte Mutter Teresa 1979, als ihr in Oslo der Friedensnobelpreis verliehen wurde. In einem löchrigen alten Pullover über ihrem Sari hielt sie eine kurze Dankesrede und verkündete, dass sie den Preis für die »Nackten, Hungrigen, Verkrüppelten, Blinden und Armen sowie für alle Menschen, die ausgestossen sind« annehme.

Gleichzeitig geisselte sie Abtreibung als»grössten Zerstörer des Friedens«.

Der Wind für den »Engel der Armen« beginnt zu drehen, als 1994 der britische TV-Kanal »Channel Four« die Dokumentation »Hell’s Angel« ausstrahlt. Darin warfen ihr die Reporter Tariq Ali und Christopher Hitchens vor, den Ruhm zu lieben und dubiosen Machthabern wie Kubas Fidel Castro oder Rumäniens Tyrannen Nicolae Ceauşescu das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Vorwürfe: Mutter Teresa stecke Spenden weniger in ihre Sterbehäuser als in die Klöster des Vatikans.

»Katastrophale hygienische Zustände« Kam dazu, dass sich die ultrakonservative Katholikin in ihrem Kreuzzug gegen die Abtreibung zunehmend weniger den teils miserablen Zuständen in ihren Spitälern und Sterbehäusern widmete. Vorwürfe, die in einer umfangreichen Studie zum Leben von Mutter Teresa aus dem Jahr 2013 gestützt werden. Darin kamen kanadische Wissenschaftler um Psychologieprofessor Serge Larivée zum Schluss: »In den Armenhäusern des Ordens herrschten katastrophale hygienische Zustände!« Zudem seien den Sterbenden Schmerzmittel oder andere Medikamente teilweise bewusst verwehrt worden.

Weitere Kritiker wie Robin Fox und Dave Hunt berichteten von Patienten, die auf primitiven Feldbetten in grosser Zahl auf engstem Raum untergebracht gewesen seien und deren Versorgung nicht immer gewährleistet gewesen sei. Dies, obwohl Mutter Teresa Spenden in dreistelliger Millionenhöhe einsackte.

Allein aus der Schweiz erhielt die Missionarin in knapp 30 Jahren rund 43 Millionen Franken. Diese Zahl errechnete der Kosovo-Albaner Albert Ramaj, der ein enges Verhältnis zu Mutter Teresa hatte und in St. Gallen das Albanische Institut leitet. Er stiess vor Jahren im Staatsarchiv von Luzern zufällig auf eine Schachtel mit Briefen von Mutter Teresa, die diese an grosszügige Spender aus der Schweiz geschrieben hatte.

Vorwürfe, wonach es ihren Mitarbeitern oft an medizinischer Ausbildung mangelte, wischte die Ordensfrau stets beiseite: »Nicht der Erfolg, sondern die Treue im Glauben ist wichtig.« Mutter Teresa ging sogar so weit, dass sie viele der ihrem Orden gespendeten Häuser in Bezug auf Schlichtheit und Armut umgestalten liess – und dabei auch etliche neuwertige Matratzen entsorgen liess, wie Fox und Hunt kritisierten. Zudem sei dort nicht oder kaum geheizt worden.

Am Lack der Heiligen kratzte 2002 auch Aroup Chatterjee in seinem Buch »Mother Teresa: The Final Verdict«. Er bezweifelte die EfÀzienz ihrer Hilfstätigkeit in Kalkutta: »36’000 Kranke, die sie von der Strasse aufgesammelt habe? Ich fand keinen einzigen Menschen, dem das passiert ist.« Krankenwagen des Ordens seien vielmehr zum Fahrdienst für die Schwestern umgebaut worden. Zudem habe der Orden bei Hilferufen gerne auf die Ambulanz von Kalkutta verwiesen.

Bussgürtel und Peitsche statt Schmerzmittel Chatterjee wusste auch von der Verwendung nicht sterilisierter, mehrfach verwendeter Spritzen zu berichten und davon, dass das Verabreichen von Schmerzmitteln in ihren Häusern untersagt worden sei. Warum? Laut Mutter Teresa sei durch das Leiden eine besondere Nähe zu Jesus Christus erfahrbar – Schmerzen seien daher positiv zu bewerten. Oder wie sie es formulierte: »Zu sehen, wie Tod-Wer körperlich leidet wie kranke ihr Schicksal ertragen, hat auch etwas ganz Wundervolles. Sie leiden da- Jesus am Kreuz, kommt mit so wie Jesus Christus am Kreuz und ihm damit näher.

kommen ihm damit näher.« Dass die vermeintliche Wohltäterin kurz vor ihrem Tod 1997 in den USA selber palliativ-medizinische Hilfe in Anspruch nahm, um ihr Leid zu lindern, wird in diesem Zusammenhang gerne verschwiegen. Ebenso, dass sie 1996 als Besessene auf dem Sterbebett vom italienischen Priester und Exorzisten Rosario Stroscio »beruhigt« worden sein soll.

Bis ins hohe Alter soll Mutter Teresa an ihrem Oberschenkel zudem das berüchtigte »Cilicium« getragen haben! Ein Metall-Wurde mit Preisen, Auszeichnungen und Spenden nur so überhäuft: Mutter Teresa, hier mit US-Präsident Ronald Reagan und seiner Frau Nancy bei der Überreichung der»Medal of Freedom« (1985).

Mutter Teresa kurz vor ihrem Tod. Ihre Heiligsprechung im Rekordtempo durch den Vatikan bleibt selbst in katholischen Kreisen hoch umstritten.

band mit nach innen gerichteten Dornen zur Selbstkasteiung. In der Hoffnung, durch ihr Leiden Gott näher zu kommen.

Dass die »Scheinheilige« tatsächlich einen metallenen Bussgürtel trug, scheint gesichert. Kein Geringerer als Christoph Bockamp, deutscher Leiter der erzkatholischen Prälatur »Opus Dei«, verwies an einer öffentlichen Veranstaltung in Regensburg ausdrücklich lobend auf diesen Umstand hin, wie die »Mittelbayerische Zeitung« am 21. Juni 2009 notierte. Mutter Teresa habe den Bussgürtel demnach täglich zwei Stunden getragen sowie wöchentlich Selbstgeisselungen mit einer fünfschwänzigen Peitsche durchgeführt. »Als ständige Erinnerung, dass Gott für uns gelitten hat«, so Regionalvikar Bockamp.

Wie reagierten die Betagten?

Sie hatten teilweise Mühe, sich auf dem rutschigen Boden auf den Füssen zu halten. Dass sie geschubst und gezerrt wurden, verschlimmerte ihre Unsicherheit nur. Ich aber fragte mich: Warum muss man Menschen im Sterbehaus wie Tiere behandeln?

Hatten Sie auch mit Lepra-Kranken zu tun?

Nicht direkt als Helferin. Aber für neue Freiwillige wurde jeweils donnerstags ein Besuch im Leprazentrum Gandhiji Prem Nivas in Titagarh, einem Elendsviertel Kalkuttas, organisiert. Mit einigen Nonnen fuhren wir Neuankömmlinge dorthin. Die Leprakranken sassen nebeneinander auf Bänken, und wir mussten sie genau inspizieren. Auf mich wirkte diese Szenerie wie im Zoo. Ich ekelte mich. Nicht wegen der kranken Menschen. Sondern wegen der Art und Weise, wie sie uns vorgeführt wurden. Das Unerträglichste folgte am nächsten Tag, wo ich als Helferin einer Einrichtung für psychisch kranke Menschen zugeteilt war. Dort wurde uns eine Frau gebracht, bei der sich eine Gewebs-Nekrose im linken Rippenbereich ausgebreitet hatte. Eine Japanerin, die ebenfalls als Ehrenamtliche für Mutter Teresa arbeitete, war dafür verantwortlich, das absterbende Gewebe zu entfernen. Um sicher zu gehen, dass sich die Infektion nicht im Körper ausbreitet, musste auch gesundes Fleisch entfernt werden. In besagtem Fall sollte dies mit einer herkömmlichen Schere geschehen…

Wie bitte?

Ja, es war eine normale Schere, mit der sich die japanische Helferin an die Arbeit machte. Ich und weitere Freiwillige wurden aufgefordert, die Arme und Beine der Frau festzuhalten, damit sie sich nicht mehr bewegen konnte. Und dann begann die Japanerin zu schneiden – und die Patientin schrie herzzerreissend.

Ich war schockiert und rannte zu einer anderen Nonne, um sie um ein Betäubungsmittel zu bitten. Diese aber antwortete kalt:»Wir machen das hier nie mit Betäubung! Die Menschen hier sind es gewohnt zu leiden, das ist kein Problem.« Was geschah mit der Frau, die den Wundbrand hatte?

Sie Àel in Ohnmacht. Solche Schmerzen hält doch kein Mensch aus. Nach weiteren einschneidenden und erniedrigenden Erlebnissen weigerte ich mich, so weiterzumachen.

Erlebte 1996 als freiwillige Helferin bei Mutter Teresa eine furchtbare Zeit: Maya Lorenzo Ventura.

Erfuhr Mutter Teresa davon?

Natürlich! Ich war derart bekümmert, dass ich mich einem Priester anvertraute. Ich wollte ja Nonne werden. Ich weinte bitterlich, bevor ich zur Messe ging. Der Priester wollte sich anschliessend meinen Kummer anhören. Doch in der Messe sass auch Mutter Teresa. Ich sah, wie sie eine andere Nonne zu sich rief, mit bösem Gesichtsausdruck leise auf sie einredete und dabei mit dem Kopf in meine Richtung nickte. Die Nonne kam zu mir und sagte: »Tut mir leid, aber Mutter Teresa sagt, dass du nicht hier sein darfst.« Als ich entgegnete, dass ich noch ein Gespräch mit dem Priester hätte, sagte sie mit Nachdruck:»Mutter Teresa hat die Leitung hier, und wenn sie sagt, dass du verschwinden sollst, dann musst du verschwinden!« Als ich mich erhob, um zu gehen, blickte ich noch einmal in Richtung von Mutter Teresa und sah, wie sie ihr Gesicht bewusst von mir abwandte. In diesem Augenblick traf ich meine Entscheidung: Ich wollte auf keinen Fall eine Nonne werden – und verliess in der Folge die katholische Kirche. Für immer.

»Menschen wurden bei Mutter Teresa wie Tiere behandelt!« Maya Lorenzo Ventura (50) aus dem spanischen Sevilla reiste vor über 20 Jahren nach Indien, um in Kalkutta dem Orden von Mutter Teresa als freiwillige Helferin zu dienen. Was sie dort erlebte, führte dazu, dass sie sich von der katholischen Kirche abwandte. »Bei Mutter Teresa gab es keinerlei Mitgefühl gegenüber Sterbenskranken«, erinnert sie sich im Gespräch mit »mysteries«.

Frau Lorenzo Ventura, wann arbeiteten Sie für Mutter Teresa? Und warum meldeten Sie sich als Freiwillige?

Das war im Januar 1996. Ich stamme aus einer sehr katholischen spanischen Familie. Ehe ich nach Indien ging, hatte ich bereits als Freiwillige in einer Mission in Mexiko geholfen.

Aber bereits dort war mir klar, dass ich irgendwann bei Mutter Teresa mithelfen möchte. Ich hatte als Kind viel von ihr gehört. Sie war für mich als junges Mädchen ein Vorbild. Ich wollte Nonne werden – so wie sie.

Nach nur einer Woche bei ihr kehrten Sie der katholischen Kirche den Rücken. Wie kam es dazu?

Schon bald nach meiner Ankunft in Kalkutta. Als ich mich im Hauptquartier von Mutter Teresa meldete, um meine Arbeit als Freiwillige anzubieten, beobachtete ich eine Szene, die mich verstörte. Mutter Teresa empÀng gerade einige Wohltäter. Und vier von diesen grosszügigen Spendern wünschten sich zum Dank ein gemeinsames Foto mit ihr. Teresa aber reagierte total unwirsch, zog ein saures Gesicht und bat mehrere Nonnen, die Besucher eiligst wegzubringen. Das passierte so täglich und hat mich äusserst irritiert.

Dennoch meldeten Sie sich bei ihr als Helferin?

Ja. Bereits am nächsten Tag wurde ich nach Kalighat, einem Stadtviertel von Kalkutta, in ein Sterbehaus geschickt. Als ich dort ankam, liefen derart viele freiwillige Helfer herum, dass es schwierig war, etwas Sinnvolles zu tun. Wir Helfer kamen uns ständig in die Quere. Zwei Stunden lang rannte ich herum und dachte schliesslich, dass ich ja versuchen könnte, den serkübel folgte.

Sterbenden etwas Trost zu spenden, was sonst niemand tat. Ich hatte mich gerade zu einer uralten Frau gesetzt, sprach mit ihr und hielt ihre Hand, als mich eine Nonne anfauchte …

Was war passiert?

Die Nonne sagte, ich solle etwas tun und nicht einfach nur herumsitzen. Als ich entgegnete, dass zu viele Ehrenamtliche da seien und ich nichts zu tun hätte, meinte sie unwirsch, das sei ihr egal, aber ich solle keinesfalls freundlich sein zu den Kranken. Dabei schob sie die uralte Frau, mit der ich mich unterhalten hatte, weg. Ich wollte wissen, warum. Antwort: »Das ist nicht gut, denn wenn sie sich an dich binden und du dann gehst, ist es noch schlimmer für sie. Freunde dich nicht mit ihnen an, weil ihnen das nicht helfen würde…« Das klingt zumindest noch halbwegs human?

Im Kontext zu dem, was noch folgen sollte? Nein! Denn ich sollte als nächstes helfen, die alten Frauen zu duschen. Die Duschräume waren mit rutschigen Steinböden versehen, und ich nahm deshalb Rücksicht auf die teilweise doch sehr gebrechlichen Damen. Jedenfalls brauchte ich wohl zu lange für die mir zugeteilte Arbeit, denn wieder wurde ich von einer Nonne ermahnt, nicht so langsam zu sein, sondern mich zu beeilen. Als ich entgegnete, dass ich doch Zeit hätte, rief sie erbost: »So duschen wir hier nicht, ich zeige dir schon, wie das geht!« Dabei schubste sie eine alte Frau in die Dusche hinein, schüttete einen Eimer eiskaltes Wasser über sie, zerrte sie wieder aus der Dusche und schob die nächste hinein, worauf die gleiche Prozedur mit dem Was-Als die »Opus Dei«-Freundin am 5. September 1997 stirbt, ist sie für Millionen von Katholiken eine Heilige. Zwei Jahre nach ihrem Tod beginnt ihr Seligsprechungsprozess durch Papst Johannes Paul II. Es ist der kürzeste der katholischen Kirche: Bereits am 19. Oktober 2003 wird Mutter Teresa selig gesprochen.

Ihre umstrittene Heiligsprechung erfolgt 2016 durch Papst Franziskus. Dabei bekannte selbst dieser Jahre zuvor eine gewisse Skepsis gegenüber der Ordensfrau. Er war ihr 1994 im Vatikan begegnet. Zwar habe er »ihre Kraft und die Entschiedenheit ihrer Äusserungen« bewundert. Aber Jorge Mario Bergoglio, wie der heutige Papst damals noch hiess, sagte auch: »Wäre sie meine Obere gewesen, hätte ich Angst vor ihr gehabt!«

Mutter Teresa und ihre dunkle Seite – Abbildung 2
Mutter Teresa und ihre dunkle Seite – Abbildung 3
Mutter Teresa und ihre dunkle Seite – Abbildung 4
Mutter Teresa und ihre dunkle Seite – Abbildung 5
Mutter Teresa und ihre dunkle Seite – Abbildung 6
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Mutter Teresa und ihre dunkle Seite – Abbildung 8
Mutter Teresa und ihre dunkle Seite – Abbildung 9
Mutter Teresa und ihre dunkle Seite – Abbildung 10
Mutter Teresa und ihre dunkle Seite – Abbildung 11
Mutter Teresa und ihre dunkle Seite – Abbildung 12
Mutter Teresa und ihre dunkle Seite – Abbildung 13
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Mutter Teresa und ihre dunkle Seite – Abbildung 18