TOP-15 der aktuellen Verkaufsschlager

Mit Vorsicht zu geniessen

Annette Sabersky und Jörg zittlau Die Produkte im Supermarkt werden anscheinend immer gesünder: »natürlich«, »reich an wichtigen nährstoffen« und »ohne künstliche zusatzstoffe«. Doch beim täglichen einkauf werden wir nicht selten über den Ladentisch gezogen, wie die beiden renommierten Buchautoren und Wissenschaftsjournalisten an verschiedenen Beispielen aufzeigen: Der vermeintlich gesunde Babybrei ist eine vitaminarme Konserve, die Fruchtlimonade angereichert mit Benzol und das »natürliche Aroma« kommt aus dem Labor. Doch Aufklärung naht: erfahren Sie, welche nährstoffe wir wirklich brauchen und wo uns die Lebensmittelbranche dagegen lediglich das geld aus der Tasche zieht – auf Kosten unser aller gesundheit.

Ölziehkur Bruce Fife, 14.95 eUR Die Sklavenrasse der Götter Michael Tellinger, 24.95 eUR Die afrikanischen Tempel der … Michael Tellinger, 19.95 eUR Die Zitronensaft-Kur Tom Woloshyn, 16.95 eUR Gelenkschmerzen Bruce Fife, 16.95 eUR Das Magnesium-Buch Dr. Barbara Hendel, 19.99 eUR Der große Gesundheits-KONZ 29.95 eUR Spontanheilung Andrew Weil, 9.95 eUR Wunderwurzel Kurkuma Dr. Jörg Conradi, 7.95 eUR Bevor Du Dich erschießt, lies … Jan van Helsing, 21.– eUR Die Cholesterin-Lüge Prof. Dr. med. W. Hartenbach, 7.95 eUR Verheimlicht, vertuscht, … 2015 gerhard Wisnewski, 7.99 eUR Vitamin Deberhard J. Wormer, 14.95 eUR Das Geheimnis ewiger Energie Andreas von Rétyi, 19.95 eUR COMPACT-Spezial Nr. 5 8.80 eUR

1 2 3 4 Heyne, ISBN 978-3453603271, eUR 9.99 5 Als die Soldaten kamen Miriam gebhardt 6 es sind die verdrängten Verbrechen am ende eines Krieges: Die Soldaten, die am ende des zweiten Weltkriegs Deutschland von der nS-Herrschaft befreiten, brachten für viele Frauen neues Leid. zahllose Mädchen, Frauen, aber 7 auch Männer wurden Opfer sexueller gewalt, überall im Land. Doch: entgegen der weit verbreiteten Vorstellung waren nicht nur »die Russen« Täter, son- 8 dern auch unzählige Amerikaner, Franzosen und Briten! Dieses Buch umreisst fundiert das Ausmass dieser gewalt. Und beschreibt eindrücklich, wie die Vergewaltigten später wieder zu Opfern wurden: von Ärzten, die Abtreibungen will- 9 kürlich befürworteten oder ablehnten, von Sozialfürsorgern, die Schwangere in Heime steckten, von Juristen, die entschädigungen verweigerten.

10 DVA, ISBN 978-3421046338, eUR 21.99 11 Hell-Sehen: Mit Erfolg in die Zukunft!

Martin zoller 12 Martin zoller entdeckte früh seine hellsichtigen Fähigkeiten. Als er 1999 ein vermisstes Flugzeug im Dschungel hellsichtig aufspüren konnte und dadurch die Überlebenden gerettet werden konnten, änderte sich sein Leben schlagar- 13 tig. er sorgte mit der entdeckung weltweit für Aufsehen und arbeitet seitdem hauptberuÁich als Medium und Berater. Mit diesem Buch, seinem insgesamt 14 fünften, will er den Leser dazu anregen, mehr auf seine intuition zu hören und so die eigenen Fähigkeiten zu erkennen und auszubauen. Die aufgezeigten Übungen und Meditationen helfen beim entwickeln der intuition. zollers 15 aktuelle Vorhersagen und mediale Prognosen werden in etlichen zeitungen auf der ganzen Welt gedruckt und auf martinzoller.com veröffentlicht.

Lebensraum, ISBN 978-3903034013, eUR 20.00 Bestsellerliste basiert auf den Verkaufszahlen des Kopp Fachbuchversands – www.kopp-verlag.de

Ein schwarzer Rahmen mit einem weißen Quadrat in der Mitte.
nicht beantworten
nicht beantworten
Ein Plakat mit einer Frau im Zimmer mit Fenstern.
nicht beantworten
Ein Buchcover mit einem Auge, "Hell-Sehen".
Eine Feder wird auf einem verschwommenen Foto gezeigt.
Ein Blau-Weiß-Hintergrundbild mit einem Metallstab in der Mitte.
nicht beantworten
Ein Computerbildschirm mit blauem Hintergrund.
Ein Computerbildschirm mit blauem Hintergrund.
ein leerer Bildschirm mit weißem Rand
Ein Mann mit Brillen lächelt auf die Kamera.
Eine Frau mit langem Haar lächelt vor der Kamera.
Ein Mann mit Brillen stellt sich für ein Foto auf.
Ein Mann mit der Hand auf dem Kinn.
Ein Mann mit einem Bart und einem schwarzen Hemd.
Ein Cartoon von einer Gruppe von Menschen, die miteinander reden.
Eine Karikatur von einer Gruppe von Tieren mit einem Fragezeichen.
Ein Cartoon von vielen Tieren mit vielen Worten.
nicht beantworten
ein schwarzer Hintergrund mit dem Wort zitiert in der Mitte

Paradoxe Perfektion. Was an moderne Skizzen für den Disney-Klassiker»König der Löwen« erinnert, soll bereits vor rund 25’000 Jahren entstanden sein.

Ausgabe 3/2015

Ein Gemälde einer Gruppe von Tieren auf einem Felsen.
Eine weiße Oberfläche mit einem schwarzen Rahmen.
Eine braune Oberfläche mit schwarzer Kante.
Eine Wand aus Steinblöcken, die wie Sechsequanten aussehen.
ein weißer Kreis auf schwarzem Hintergrund
Eine Steingravierung eines Gesichts an einer Wand.
Eine braune Oberfläche mit schwarzer Kante.
Ein schwarzer Bildschirm mit den Worten Inka-Mauern auf Italienisch.

Am deutschen Stauferkaiser Friedrich II. (1194–1250) schieden sich die Geister: Während der Papst ihn als Antichristen verteufelte, vergötterten ihn seine Anhänger als Reformator. Rätselhaft bleibt sein Erbe: Welches fantastische Geheimnis birgt die Burg Castel del Monte in Italien? Ein Lehrer und seine Schüler haben es herausgefunden – doch die Fachwelt schenkt ihnen kaum Beachtung.

von Ernst Hirt Deutscher Lehrer und seine Schüler knacken Sternencode

Das astrologische Vermächtnis des Stauferkaisers

nicht beantworten
ein schwarzer Ball im Dunkeln

Nr. 55 (1-2013) Nr. 56 (2-2013)

Nr. 57 (3-2013) Atlantis im Regenwald: Das verschollene Paradies der blonden Inka-Indianer Das Geheimnis der neuen Papst-Prophezeiung Spuk im Pfarrhaus Die Rückkehr der Riesenaffen Chinas Wunderkraut Eingang zur Hölle entdeckt?

Jeans im alten Rom Startete 1933 die erste bemannte Rakete?

Nr. 58 (4-2013) Nr. 59 (5-2013) Nr. 60 (6-2013)

Gratis-Strom für jedermann? Geheimnis des Bessler-Rads gelüftet Schützt Fieber vor Krebs?

Vampire: Der Untergang der Blutsauger Hagelraketen: Fluch oder Segen?

Mormonen-Tempel: Kein Zutritt für Ungläubige Der vergoldete Mumienkopf US-Army sponsert Kriegsspiele für Kinder»Inferno«: Dan Brown und das Ei des Kolumbus Goldmänner: Die machtgeilsten Banker der Welt Die BILD-Zeitung der Stasi Gibt es Phantom-Inseln?

Bienensterben: Naht das Ende?

Der Fluch des schwarzen Buddhas U-Boot-Wunderwaffen: Geheimpläne in Bayern aufgetaucht Schwarze Messen unter Bad Tölz?

Der geheime Sternen-Atlas der Kelten im Schwarzwald UFOs über Deutschland: Die rätselhaftesten Fälle Der ErÀnder aus der Heilanstalt Die letzten Rätsel der Indianer MMS-Wunderwasser: Rotes Kreuz heilt und schweigt Feuerkugeln: Bomben aus dem All Millionenraub: Wer klaute die»Gerechten Richter «?

Lichter auf dem Mars: Vulkane oder Aliens?

EU-Irrsinn: Was uns Brüssel alles verbieten will Astronauten in der Steinzeit Meuterei auf der Bounty: Mythos und Wahrheit Verschollener Eismensch aufgetaucht Spitzel beim Europa-Park Exklusivfotos: Neues Versteck für die Bundeslade Pyramiden in Bosnien: Kontroverse um Energiestrahl Maya-Heiler lüften ihre Geheimnisse Goldkessel aus dem Chiemsee droht Einschmelzung Neue Hinweise auf Chemtrails Nazi-UFOs von Viktor Schauberger: Und sie Áogen doch!

Nr. 61 (1-2014) Zeitkapseln für die Ewigkeit: Deutschlands geheimer Felsstollen Der Cheops-Skandal: Kontroverse Entdeckungen in Ägypten FIFA-MaÀa: Das miese Spiel von König Sepp Tarnschriften Chemiemulti: Verbotene Stadt in der Stadt Zauberer und Zwerge: Verschollener Märchenschatz aufgetaucht Nr. 62 (2-2014) Das geheime Bilderberg-Dossier der Schweiz Die Heilkraft des Hungerns Heimliche Grabungen in der Cheops-Pyramide Psi-Botschaften aus dem Jenseits Himmelsleitern in der Alpenschlucht Dubiose Embleme des Pentagons und ihre versteckte Botschaft Maschinen auf dem Mond?

Nr. 63 (3-2014) Die zehn Gebote der neuen Weltordnung Wunder und Phänomene rund um den Dalai Lama Der Stonehenge-Bluff: So werden wir verschaukelt!

Lady Liberty und die Freimaurer Über 1000 Jahre altes Telefon entdeckt Erlebnisse der unheimlichen Art: Das spezielle Leben von Tanja B.

Nr. 64 (4-2014) Wenn Menschen und Flugzeuge spurlos verschwinden Mord unter Hypnose: Das Experiment Hightech-Seeschlachten im alten Rom Fastfood-Skandal: Gentech für Deutsche, Luxushühner für die Schweiz!

Putin-Hetze: Warum wir belogen werden Die Botschaft der letzten Kogi-Indianer Nr. 65 (5-2014) Starb Jesus im Himalaya?

Die vergessenen Pyramiden der Azoren Liegt das Bernsteinzimmer in Thüringen?

Radar-Spuk in Europa: Wer lässt unsere Flugzeuge verschwinden?

Vincent Raven: Meine Raben und ihre Botschaft Exklusivfotos: Lebten Dinos und Menschen einst gemeinsam?

Nr. 66 (6-2014) Geheime Pforten in die Unterwelt: Die Riesen-Höhlen von Longyou Entlarvt: Der Club der Top-Spione Sisis letzte Geheimnisse Macht Strom intelligenter?

Kuriose Reliquien der Kirche Neue Atombomben für Deutschland: Obama befiehlt, Merkel kuscht!

Die rätselhaften Sajama-Linien

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Bis auf unsere Jahrgänge 2004 bis 2008 sowie einige andere Hefte (Hinweise oben) sind viele der bisher erschienenen Ausgaben noch lieferbar, zum Preis von 7.90 EUR/11.– SFr. pro Heft (inklusive Porto). Greifen Sie zu, solange der Vorrat reicht! Nach Erhalt Ihres Bestellscheins (Postkarte hinten im Heft) senden wir Ihnen eine Rechnung samt Zahlschein. Ihre Bestellung wird baldmöglichst nach Zahlungseingang ausgeliefert.

Nr. 67 (1-2015) Wie uns ARD, ZDF, BILD & Co. für dumm verkaufen UFO-Alarm: Wer späht heimlich AKWs aus?

Jäger des verÁuchten Bildes: Michelangelo-Entwurf aufgespürt Die vergessene Pyramide im Regenwald: Neu entdeckte Geheimakten aus dem Vatikan belegen türkischen Völkermord

Nr. 68 (2-2015)

Irren ist göttlich – Die scheinheiligsten Zitate aus Bibel und Koran Wesen aus einer anderen Welt? Noch mehr Relikte, die es nicht geben dürfte Erich von Däniken: Neue Erinnerungen an die Zukunft Wer liess Amerikas Superschatz verschwinden?

Lug und Trug im Musik-Business

60 Ausgabe 3/2015

Eine Wüstenlandschaft mit einer hellen Sonne.
Ein Magazin-Abschlag mit einer Glühbirne.
Ein Plakat für ein Buch namens Inferno!
Ein Magazin-Cover mit dem Titel "Geheimnisse".
Ein Fremdsprachenbuch namens Mysteries mit einem Bild von Steinherrschaft auf dem Cover.
Eine Fremdsprachenzeitschrift namens Mysteries mit einem Bild von Mona Lisa.
Ein Magazin-Cover mit dem Titel "Geheimnisse".
Ein Magazin-Abschlag mit einem Mann vorne.
Ein Magazin-Abschlag mit einem Mann in einer Kapuzenjakke.
Titelblatt für Geheimnisse von Schwarze Löcher
Ein Magazin-Cover mit einem Hai darauf.
Ein Plakat mit einem Buddha darauf, das "Geheimnisse" sagt
Ein Magazin-Abschlag mit der Freiheitsstatue darauf.
ein rot gestreifter Hintergrund mit einem schwarzen Rahmen
nicht beantworten
Ein Magazin-Abschlag mit einer Frau, die sich das Gesicht bedeckt.
Ein rot und rosa gestreifter Hintergrund mit schwarzer Kante.
Ein Fremdsprachenbuch mit einem Bild von Darth Vader.
Eine Luftansicht auf ein Gebäude mit einem großen Turm.
Ein pyramidenförmiges Gebäude mit Treppen, die dorthin führen.
Ein Lichtkreis wird inmitten einer Wüste gezeigt.

Okkultismus & Geisterstimmen

In jungen Jahren sass er im Gefängnis, entwickelte später ein Flair für okkulte Phänomene und hörte, obwohl kerngesund, mitunter gar Stimmen. Bis heute sorgt Karl Mays Leben für Kontroversen. Seine handschriftlichen Manuskripte verfasste Deutschlands meistgelesener Schriftsteller oft wie in Trance, nahezu ohne Verschreiber oder Korrekturen. Als hätte sie ihm jemand aus der Anderswelt diktiert.

von Tim Ventura Ausgabe 3/2015

ein schwarz-weißes Bild eines Schildes mit der Aufschrift "Receits für Earl May"
nicht beantworten

Geoscan-Messung der unterirdischen Stätte aus der Vogelperspektive. Daten dieser Art wiesen den Strongs den Weg.

(Foto: Klaus Dona) im näheren Umkreis, wie sie in einem neuen Forschungsaufsatz darlegen, der »mysteries« vorliegt. »Bis auf den heutigen Tag ist noch keine ernsthafte Untersuchung dieser zusätzlichen Orte und Artefakte erfolgt«, kritisieren die Australier. »Die archäologi sche Fachwelt hält dies offenbar für unnötig, da sie die Gosford-Glyphen etwas gar voreilig als Fälschungen abgestempelt hat.«»Geisteskranke«, Studentenulk, Kriegsmahnmal?

Wer aber soll laut der Wissenschaft für die mindestens ab 1920 belegten Hieroglyphen verantwortlich gewesen sein? Wenn man die ofÀzielle Korrespondenz zu diesem Thema durchliest, scheinen gleich drei potenzielle Verursacher dafür infrage zu kommen.

Einer davon, ein»geisteskranker Jugoslawe«, wurde 1975 auf frischer Tat ertappt, durfte aber unbehelligt von dan nen ziehen. Weiter sollen ein paar Studenten zwischen 1964 und 1984 die Wände aus Jux mit Hieroglyphen versehen haben.

Und schliesslich kursiert da auch noch die Geschichte über ei eit Jahren spaltet im Land der Kängurus eine ketzerische Frage Wissenschaftler und Fantasten: Landete vor Jahr Stausenden ein ägyptischer Pharao samt Gefolge in Austra lien? Rund 300 in Stein geritzte Hieroglyphen im Brisbane Water National Park scheinen darauf hinzudeuten. Doch ein näherer Blick auf die so genannte Gosford-Stätte nährt Zweifel: Nicht alle der auf drei Steinwänden verewigten Glyphen sind der ägyptolo gischen Fachwelt bekannt. Andere sind offenbar fehlerhaft ein geritzt, viele davon scheinbar sinnlos durcheinander gewürfelt.

Zudem scheinen zumindest ein paar wenige der Symbole im Lau fe der Jahrzehnte von fremder Hand verändert worden zu sein.

Alles gefälscht, winken Ägyptologen denn auch ab. Etwas dif ferenzierter, aber ebenso ablehnend formulierte es bereits 1983 Professor Naguib Kanawati, Leiter des Department of Egyptology an der Macquarie University in Sydney: »Es ist wahr, dass die meisten der Zeichen ägyptisch sind, und zwei Namen von Köni gen mögen zu erkennen sein, aber die Sache macht insgesamt keinerlei Sinn.« Anderer Meinung bleiben Steven und Evan Strong. Seit Jahrzehnten sind die australischen Amateurforscher auf Spu rensuche.

Über 20 Feldexkursionen ha ben sie allein in den letzten Jahren un ternommen. Nicht nur an der bekannten und kritisierten Fundstätte von Gosford, sondern auch an 19 (!) weiteren Stätten»Definitiv von Menschenhand!« Zwei Fotos der neuen Entdeckung von Steven und Evan Strong.

nen aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrten Soldaten. Er soll die Glyphen geschaffen haben, um an die in Ägypten gefallenen Kameraden zu erinnern.

Konkrete Fotos oder Namen der Übeltäter können oder wollen die Verantwortlichen des Brisbane Water National Park in allen drei Fällen seltsamerweise nicht vorlegen, geschweige denn ir gendwelche schriftlichen Schuldbekenntnisse, wie Steven und Evan Strong betonen: »13 weitere, von uns neu entdeckte Gly phen eröffnen zudem faszinierende Perspektiven, da sie sich in beträchtlicher Entfernung der bekannten Wände beÀnden und dennoch ähnliche Hieroglyphen aufweisen – wenngleich kleiner, weniger tief und offensichtlich mit anderen Werkzeugen hergestellt.« Doch nicht nur das. So war es Mystery-Spezialist Klaus Dona aus Wien und ei nem Mitstreiter auf Wunsch der beiden Australier unlängst mit tels einer speziellen »Geoscan-Methode« gelungen, unterirdische Strukturen in besagter Region nachzuweisen. Steven und Evan Strong waren verblüfft. Also machten sie sich unverzüglich auf, um die Messdaten zu veriÀzieren – mit Erfolg!»Nur dank Dona war es uns möglich, Tunnel, Mauern und weitere bislang unbe kannte Anomalien zu entdecken«, berichten sie. »Die dortigen Sandsteinblöcke wurden deÀnitiv künst lich geschnitten und platziert, die Zwi schenräume dazwischen sind so klein, dass nicht einmal ein Zigarettenpapier chen dazwischen passt.« Stimmt, konstatiert Klaus Dona ge genüber »mysteries«: »Auf Wunsch haben wir entsprechende Scan-Daten zur Verfü gung gestellt. Diese beinhalteten, wo der und so weiter. Kurz nach Erhalt bestätigten mir die Strongs ihre Entdeckung von Steinmauern und den Eingang in einen künst lich angelegten Tunnel mit bearbeiteten Steinblöcken, der nach ungefähr elf bis zwölf Metern eingebrochen ist.« Dort soll sich den Messungen zufolge auch ein Hohlraum mit Knochen und Edelmetall beÀnden. Das Grab eines Pharaos?

Aller Skepsis zum Trotz beharren namhafte Vertreter der dor tigen Ureinwohner darauf, dass es die alten Ägypter tatsächlich bis nach Australien verschlagen haben soll. Insofern gibt es für Steven und Evan Strong nur zwei Optio nen: »Entweder handelt es sich hier um den am sorgfältigsten durchdachten Schwindel Australiens aller Zeiten. Oder die Entdeckung hat das Potenzial, die Geschichte neu zu schreiben, wie es un längst auch Graham Hancock formulier te, nachdem er die Stätten in Augenschein genommen hatte.« Der bekannte britische Globetrotter und Bestsellerautor zeig te sich dabei vor allem von neu entdeckten »Sternenmarkern« und zwölf Tierdarstellungen beeindruckt, die ihm die Evans zeig ten. Entsprechende Publikationen aus seiner Feder sind wohl nur noch eine Frage der Zeit. Und die nächste öffentliche Kontro verse damit wohl ebenfalls.

Eine blaue Flagge mit einem gelben Symbol darauf.
Eine braune Oberfläche mit schwarzer Kante.
Eine Felsformation mit einem Licht, das durch sie strahlt.
Eine Hand, die sich in eine Felswand reicht.
Ein schwarzer Hintergrund mit den Worten "Mysteriösner Geheimtunnel" in weißen Buchstaben.
nicht beantworten
Eine weiße Oberfläche mit einer schwarzen Grenze.
Eine Höhle mit vielen Felsen drin.
Eine Höhle mit einem großen Riss darin.

Schwarze Spuren an der Decke der Königskammer in der Cheopspyramide (von unten nach oben fotografiert). Neuen chemischen Analysen zufolge enthalten sie auf fällig grosse Mengen an Magnetit.

Befund bestätigten. »Den besten Nachweis lieferte die Röntgen-Photoelektronen-Spektroskopie (XPS), die Magnetit als wichtigs ten Bestandteil in der schwarzen Schicht dokumentierte. Erst damit konnte mit Sicherheit bestimmt werden, ob die Eisen-Signale aus der Elementanalyse von natürlichem Hämatit aus dem Granit oder tatsächlich von Menschen hergestelltem und an die OberÁäche verbrachtem Eisen stammen. Resultat: Die Messungen in der schwarzen Kruste ergaben ein dominantes Magnetitsignal – also kein Hämatit oder Biotit!« Klammern als Transporthilfe?

Versuche an einzelnen Proben mit einem Magneten hätten zudem ergeben, dass sich einige der Partikel in einem relativ schwachen Magnetfeld bewegten, was andere Eisenoxide nicht tun. Dazu Görlitz’ Kollege Bernhard Beier: »Aufgrund der einheit lichen, charakteristischen Form der Magnetit-Verkrustungen er scheint es vorstellbar, dass es sich dabei um durch Interaktion zwischen den Granitbalken und Eisen entstandene Marken (Re likte) einer Art Klammern handelt, die beim Transport der Rie senblöcke Verwendung fanden.« Alle offenen Fragen zum Thema Eisen und Magnetit, auch aus geochemischer Sicht, will Görlitz demnächst in einem neuen Buch beantworten und am 22./23. August 2015 auf einem öf fentlichen Kongress im Galileo Park in Lennestadt debattieren.

Parallel dazu soll dort auch die Uraufführung eines Doku-Filmes zum Thema erfolgen, dessen Trailer den ganzen Wirbel um seine Person 2013 ausgelöst hatte.

Dass sein Befund tatsächlich »schwerwiegende Hinweise für den Transport und die Hebung der Granitgiganten auf 68 Meter Höhe« liefern könnte, hofft Dominique Görlitz am Kongressvor mittag mit einem gewagten Freilandexperiment zu untermauern.

Zu diesem Zweck liess er kürzlich einen sechs Meter langen und über 1,2 Meter hohen Betonkoloss herstellen (Foto rechts) – in den ungefähren Massen der Granitblöcke, wie sie einst in der Königskammer der Pyramide verbaut wurden.

Obs klappt, wissen derzeit nur die Götter. Sicher aber ist, dass Görlitz mit dem britischen Ägyptologen David Rohl mittlerweile einen weiteren wissenschaftlichen Fürsprecher für seine unkon ventionellen Forschungen gewonnen hat. Das will durchaus et was heissen.

ominique Görlitz kann endlich wieder nach vorne blicken. Kontroverse DNachdem er und sein For scherkollege Stefan Erdmann sich aus sergerichtlich mit den Behörden einigen konnten, bleibt dem Experimentalforscher aus Gotha wegen seiner Entnahme mikro Entdeckung skopisch kleiner Proben in der Cheopspyra mide zumindest der Eintrag ins deutsche Vor strafenregister erspart (»mysteries« Nr. 2/2014).

Eisen-Spuren in Grund genug für ihn, ein gut gehütetes Geheim nis zu lüften. So deutet die von ihm und Erdmann entnommene schwarze Patina auf der Unterseite der riesigen Granitbalken an der Decke der Königskammer»auf Spuren technischer Gerätschaften aus Eisen« hin, die bei der Errichtung der Cheopspyramide Verwendung gefunden haben könnten, wie er jetzt enthüllt.

Dass die von der Fachwelt in chemischer Hinsicht bislang vernach lässigten Rückstände erst nach dem Einbau der Granitbalken dorthin kamen oder das Resultat natürlicher Prozesse darstellen, glaubt Görlitz ausschliessen zu können: »Laut ofÀzieller Lehrmeinung kannten die al ten Ägypter vor 4500 Jahren die Gewinnung von Eisen durch Niedrig temperatur-Bearbeitung nicht. Unsere vom Fresenius Insitut in Dresden analysierten Proben werfen ein völlig neues Licht auf die Entstehungsge schichte des monumentalen Bauwerks.« Demnach habe bereits der optische Befund der Patina in der Pyrami de klare Hinweise auf das Vorhandensein von Eisen in seiner oxidierten Form als Magnetit erbracht. Laborversuche lieferten mittels Element-Spektroskopie in der Folge starke Eisen-Detektionen, die den optischen Ausgabe 3/2015 19

Drei Pyramiden in der Wüste mit blauem Himmel.
Eine Wand mit einem Riss und einem Boden.
Ein schwarzer Hintergrund mit weißem Schriftzug, der Kontroverse Entdeckung sagt.
Ein verschwommenes Bild eines Quadrats im Dunkeln.
Ein paar Schwerter, die auf der Ausstellung sind.
ein weißer Kreis auf schwarzem Hintergrund
Eine weiße Oberfläche mit einer schwarzen Grenze.
Ein Nahen Aufblick auf eine weiße und rosa Farbfläche.
Ein schwarzer Hintergrund mit den Worten Uralt, aber Messerscharf, Hightech-Waffen, unter der Lupe.

Flog MH370 doch Richtung Diego Garcia?

»Hört uns endlich zu!« Das fordern Bewohner der kleinen Malediven-Insel Kudahuvadhoo. Schon kurz nach dem mysteriösen Verschwinden der malaysischen Linienmaschine MH370 am 6. März 2014 hatten sich von dort mehrere Personen gemeldet, die das Flugzeug an jenem Tag über ihrem Eiland gesehen haben wollen.

Weit ab vom eigentlichen Kurs – in Richtung der US-Geheimbasis auf dem Atoll Diego Garcia (»mysteries« Nr. 4/2014).

OfÀzielle Stellen ignorierten ihre Hinweise. Gesucht wurde und wird bis heute anderswo. Dies, obwohl auch Buchautor Marc Dugain ihren Aufruf thematisierte.

Australische Journalisten haben nun ebenfalls mit den Augenzeugen auf der Insel gesprochen, die rund 5000 Kilometer entfernt vom ofÀziellen Suchgebiet liegt. Alle betonten, zu ihren damaligen Angaben zu stehen und diese auch eidesstattlich abgegeben zu haben. »Ich bin mir absolut sicher, was ich damals gesehen habe, es war ein klarer und heller Tag«, erklärte etwa der Computerexperte Ahmed Schijaam gegenüber der Zeitung »The Australian«: »Ich erblickte damals ein sehr grosses tief Áiegendes Flugzeug.« Aufgeschreckt durch den ungewöhnlichen Lärm hatten auch etliche weitere Inselbewohner die im TiefÁug über ihre Köpfe donnernde Maschine wahrgenommen. Einige sind sich sicher, Flug MH370 wiedererkannt zu haben, unter anderem an den markanten roten und blauen Streifen. So auch Abu Rasheed Ibrahim: »Ich habe Bilder von dem vermissten Flugzeug gesehen – und ich denke, das war es. Die Experten sollen besser mal hierhin suchen kommen!« Humoristische Sonderausstellung: Rüsselmops landet in Interlaken Zusammen mit dem Cartoonisten Reinhard Habeck (Bild) hat der Schweizer Jungfrau-Park in Interlaken dieser Tage die Sonderausstellung »Galaktischer Humor« eröffnet. Auf rund 600 Quadratmetern sind dort über 100 Original-Cartoons und Comics des Wiener Zeichners zu sehen. Darunter auch Raritäten aus dem Perry-Rhodan-Universum.

Die Ausstellung dauert bis 18. Oktober 2015. Parallel dazu hat Reinhard Habeck viele originelle Aussprüche Erich von Dänikens in einem illustrierten Büchlein verewigt, das per sofort im Handel ist (siehe Umschlagseite hinten im Heft).

Beteten die Wikinger zu Allah?

Vor rund 100 Jahren war er bei Ausgrabungen im historischen Wikingerhandelszentrum Birka auf der Björkö-Insel ans Tageslicht gekommen. Nun haben Physiker der Universität Stockholm den antiken Silberring nochmals unter die Lupe genommen.

Dabei konnten sie mittels Rasterelektronenmikroskop auf dessen Schmuckstein eine Inschrift identiÀzieren. Es handle sich um arabische Zeichen, »die sich als eine Version des Wortes ›Allah‹ lesen«, meldeten sie kürzlich im Fachblatt »Scanning«.

Der Grabfund stamme aus der Zeit um 793–1066 nach Christus und war am Finger eines weiblichen Skeletts gefunden worden. Die muslimische Inschrift auf dem farbigen Glasstein nährt Vermutungen, wonach die Wikinger bereits Kontakt zur islamischen Welt gehabt haben könnten. Eine – zumindest in der ofÀziellen Fachwelt – höchst umstrittene These.

Ausgabe 3/2015

ein schwarzer Hintergrund mit dem Wort, das jetzt darin geschrieben ist
Ein Bild eines bewölkten Himmels bei Sonnenuntergang.
Ein Mann, der ein grünes und rotes Stofftiere hält.
Ein Ring mit einem rosa Stein in der Mitte.
Ein Flugzeug der Malaysia Airlines wird im Dunkeln gezeigt.
Ein schwarz-weißes Bild einer Reihe von Zahlen.

Ein Bauwerk voller Überraschungen.

Luftaufnahme des Castel del Monte in Italien.

er 13. Dezember 1250 war ein Freudentag – zumindest für Papst Innozenz IV. Als er vom Tod seines Widersachers Derfuhr, rang der Kirchenfürst nach Superlativen der Freude: »Der Himmel jauchzte, und die Erde frohlockte, denn Blitz und Sturm, womit Gott der Allmächtige so lange Eure Häupter bedroht hat, sind durch den Tod dieses Mannes in erfrischenden Zephyr und befruchtenden Tau verwandelt worden.« Bei dem Verstorbenen handelte es sich um Friedrich II. aus dem Adelsgeschlecht der Staufer, König von Sizilien und Jerusalem, deutscher König und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. »Ebenso Áohen, als Friedrich starb, viele Übel aus der Welt«, hielt eine vatikanische Chronik für die Nachwelt fest. Die päpstliche Propaganda brandmarkte den Stauferkaiser als Kirchenverfolger und Gotteslästerer, verhöhnte ihn als »König der Pestilenz« und verglich ihn mit der Bestie aus der Johannes-Apokalypse, dem Vorboten des Weltuntergangs. Konsequenterweise verbannte ihn Italiens Dichtergenie Dante Alighieri, ein Parteigänger der papsttreuen Welfen, in seiner »Göttlichen Komödie« als Ketzer in die Hölle.

Doch Friedrich, der »erste moderne Mensch auf dem Throne«, wie ihn der Historiker Jacob Burckhardt nannte, hatte auch Bewunderer. Diese rühmten die Reformen, die Teile seines Reichs zum Modellstaat werden liessen, und die wissenschaftliche Neugier des Monarchen. Die Reformatoren um Martin Luther beriefen sich knapp drei Jahrhunderte später auf ihn, weil er diversen Päpsten die Stirn geboten hatte, während ihn Friedrich Nietzsche als »grossen Freigeist« und »Genie unter den deutschen Kaisern« bejubelte.

machte sich selbstständig –

Mit Castel del Monte hat uns der Monarch zudem ein geheimnisumwittertes Vermächtnis hinterlassen, an dem sich die Geister seit jeher scheiden. Rätsel geben bis heute nicht zuletzt Lage, Architektur und Funktion des knapp 26 Meter hohen Bauwerks auf: Handelt es sich bei dem achteckigen Gebäude um mehr als eine Burg? Stellt das Castel del Monte einen überdimensionalen Himmelskalender dar? Diente es als alchimistisches Labor?

Bewahrte der Stauferkaiser im Kastell seinen Staatsschatz auf?

Oder wurde dort gar der heilige Gral versteckt?

Um Castel del Monte besser verstehen zu können, ist ein Blick in die Geschichte des weitgereisten Friedrichs unabdingbar.

Am 9. Dezember 1212 wurde der damals 18-Jährige, der bereits die Krone Siziliens trug, im Mainzer Dom zum deutschen König gekrönt. Erst nach der Niederlage von Kaiser Otto IV.

in der Schlacht bei Bouvines gegen den französischen König konnte Friedrich seine Macht im ganzen Reich durchsetzen und sich 1215 im Aachener Dom zum römisch-deutschen König krönen lassen. Der Papst bestätigte die Wahl. 1220 setzte ihm Honorius III. schliesslich die Kaiserkrone auf. Zu dieser Zeit galt der Monarch noch als willfähriges Werkzeug des Heiligen Stuhls. Die Fäden im riesigen Imperium, das von Lübeck bis Sizilien reichte, zog die Kurie.

Aber die Marionette machte sich schnell selbstständig – sehr zum Verdruss Roms. 1227 zog Papst Gregor IX. die Reissleine und sprach den BannÁuch gegen den Kaiser aus. Die wiederholte Verschiebung des gelobten Kreuzzuges war dabei nur ein Vorwand. Viel mehr störte sich der Papst daran, dass Friedrich bei der Reorganisation seines sizilianischen Königreiches auch Ausgabe 3/2015 die Rechte der Kirche und der Bischöfe beschnitten hatte.

Der Papst hielt selbst dann noch an seinem Interdikt fest, als Friedrich eine diplomatische Glanzleistung gelang. KampÁos der achte der Tag der Neuschöpfung durch die Auferstehung ist, die Acht also der Wiederkunft Christi entspricht. Mit der Architektur von Castel del Monte und deren Zahlensymbolik inszenierte sich der Kaiser somit bewusst als eine Art Messias. So nahmen ihn auch viele Zeitgenossen wahr. Dass ein solcher »Propaganerreichte der Staufer, was die mächtigen Könige von England und Frankreich mit dem Schwert nicht geschafft hatten: die Eroberung von Jerusalem. Durch geschicktes Verhandeln bekam der Kaiser im März 1229 die Verfügungsgewalt über die symbolträchtigen Orte Jerusalem, Nazareth und Bethlehem.

Der frisch gekrönte König von Jerusalem kehrte nicht mit leeren Händen nach Italien zurück. Zahlreiche Handschriften zeugen von seinem Wissenstransfer von Ost nach West. Gelehrte Abhandlungen aus dem Orient, das Erbe der griechischen Antike, von den Arabern übersetzt und weiterentwickelt, Áoss auf diese Weise nach Europa zurück, wo es verlorengegangen war. Auch pÁegte der Monarch, der selber Arabisch sprach, Kontakte zu Mathematikern und Astronomen aus dem Einzugsgebiet des Islam, die ihrerseits viel vom Wissen der alten Ägypter bewahrt hatten.

1240, auf dem Höhepunkt seiner Macht, gab der gelehrte Kaiser schliesslich den Bau eines Kastells in Auftrag, das sich von seiner Bauart her komplett von allen anderen bekannten Burgen unterscheidet: Castel del Monte. Der Reigen der Mysterien beginnt damit, dass von der Burg keinerlei Baupläne existieren.

Die einzige zeitgenössische Quelle, in der sie erwähnt wird, datiert vom 29. Januar 1240. Das Fehlen von weiteren Quellen ist insofern bemerkenswert, als Friedrich der Nachwelt Tausende von Dokumenten hinterlassen hat. Zu Castel del Monte jedoch gibt es keine Unterlagen, und auch der Name des Architekten ist nicht überliefert.

Das scheint umso verdächtiger, als das Bauwerk voller Symbolik ist, angefangen beim achteckigen Grundriss. An den Ecken des oktogonalen Baus stehen Türme mit ebenfalls achteckigem Grundriss. Von der Form her erinnert Castel del Monte an eine Krone – es könnte als Abbild der Reichskrone gedacht gewesen sein, die ebenfalls oktogonal ist. Acht Ecken hat auch die Pfalzkapelle in Aachen, wo Friedrich zum römisch-deutschen König gekrönt worden war, und acht Ecken weist auch der Barbarossa-Leuchter in dieser Kapelle auf.

Das Achteck ist in der mittelalterlichen Symbolik deshalb bedeutend, weil es zwischen dem Quadrat und dem Kreis als den Symbolen von Materie und Geist vermittelt, respektive eine Brücke zwischen Diesseits und Jenseits schlägt. Daneben verweist die Zahl Acht darauf, dass nach den sieben Schöpfungstagen Achteckige Struktur. Schematische Darstellung aus der Vogelperspektive. Unten der Eingang.

da-Bau« in den Augen des Papstes Blasphemie und Ketzerei darstellte, versteht sich von selbst. Aus dieser Optik kann Castel del Monte durchaus als Provoka tion an die Adresse der Kurie aufgefasst werden.

Die laut Lexikon »reifste Schöpfung der stauÀschen Pfalzbaukunst« symbolisiert indes weitaus mehr. Warum etwa treten an ihren Mauern zu bestimmten Zeiten des Jahres besondere Lichtund Schattensituationen auf, die das Castel zu einem überdimensionalen Himmelskalender machen, wie seit längerem spekuliert wird? Reiner Zufall, winken Skeptiker ab. »Aufgrund astronomischer Beobachtungen kann man davon ausgehen, dass bei der Konzeption des Kastells mit hoher Wahrscheinlichkeit astronomisch-esoterische Hintergründe nicht vorhanden sind«, konstatierte der deutsche Bauhistoriker Wolfgang Zick nach eigenen Vermessungen.

Eine monumentale Sonnenuhr?

Anderer Meinung ist Professor Nedim R. Vlora, der an der Universität Bari Geographie unterrichtet und in Italien mehrere Bücher zum Thema veröffentlicht hat. In den 90er-Jahren hatte er für Aufsehen gesorgt, als er in Castel del Monte versteckte Hinweise auf die ägyptischen Pyramiden aufgespürt zu haben glaubte.

»In der geometrischen Formelsprache von Castel del Monte soll Friedrich II. allerlei Hinweise auf andere ihm wichtige Orte und Bauwerke versteckt haben, auf Chartres und die Kathedrale Notre Dame, auf Jerusalem und den Felsendom«, umschrieb der »Spiegel« 1991 seine Entdeckungen. »Vor allem aber wollen die Forscher im Grundriss versteckt auch ein Abbild der Cheopspyramide erkannt haben – samt Angaben über die Lage jener verborgenen Kammer des Pharaonen, die bisher noch niemand gefunden hat.« Weiter zitierte das Hamburger Nachrichtenmagazin, »dass die Burg wie ein gigantischer Sonnenkalender in die Landschaft gesetzt wurde, wobei die Schatten der Mauern auf dem Umkreis des Achtsterns präzise den Ablauf des Jahres markieren – eine Demonstration der weiten astronomischen Kenntnisse, über die der Gelehrten-Kaiser verfügte. Auch das Abbild der Cheopspyramide entsteht nach Auffassung der Baresen aus einem ausgeklügelten Wechselspiel von Schatten und Grundrisszeichnung der Burg.« Rein theoretisch könnte Friedrich tatsächlich über entsprechende Kenntnisse der Pyramiden verfügt haben, zumal er auf dem Kreuzzug in den Nahen Osten auch in den Besitz von Handschriften kam, in denen das Wissen der alten Ägypter überliefert war. Als Masseinheit für die Burg soll, so die These von Vlora, denn auch die sakrale ägyptische Elle verwendet worden sein, und der Umkreis von Castel del Monte soll ziemlich genau der Seitenlänge des Pharaonendenkmals entsprechen: 232,92 Meter.

»Es handelt sich um Ideen, die am Reissbrett entstanden sind, sich aber nicht mit den reellen Messungen decken«, hält der italienische Historiker Massimiliano Ambruoso entschieden dagegen. »Castel del Monte bildet kein perfektes Achteck, es ist voller geometrischer Mängel und passt daher nicht in das theoretische Schema, in das es viele um jeden Preis zwängen wollen.« Lichtund Schattenspiele seien ein Zufallsprodukt, das sich aus der geographischen Lage von Castel del Monte ergebe. »Im Umkreis von fünfzig Kilometern gibt es noch viele andere Burgen und historische Bauten, wo man ähnliche astronomische Phänomene Für die hohe Dichte an befestigten Bauten in der Region haben die Historiker eine einfache Erklärung parat: Friedrich musste auf Gegenschläge gefasst sein – daher auch der Wehrcharakter von Castel del Monte, dessen Bau im Jahr 1240 in Angriff genommen wurde. Just an dieser Verteidigungsfunktion des Kastells scheiden sich die Geister allerdings ebenfalls. Der Hobbyforscher Aldo Tavolaro war der erste, der in den 1970er-Jahren Zweifel am Wehrcharakter äusserte, da Ställe, Küchen, Lagerräume, Zugbrücke, Wassergraben und weitere Verteidigungselemente allesamt fehlen. Als Argument gegen die Verteidigungstauglichkeit wird auch die Tatsache genannt, dass die spiralförmigen Wendeltreppen – für die damalige Zeit untypisch – links- statt rechtsdrehend sind, was Angreifer, die das Schwert gewöhnlich in der rechten Hand führten, unnötig begünstigte.

Tavolaro plädierte zudem dafür, die Anlage als laizistischen Tempel zu betrachten und spekulierte über Verbindungen zum Heiligen Gral und den Tempelrittern. Stichhaltig beweisen konnte er seine These indes nicht, und so bleibt sie allenfalls ein interessantes Gedankenspiel.

Insofern fordern Wissenschaftler wie Ambruoso im Umgang mit dem Castel del Monte »ein Minimum an wissenschaftlicher Ernsthaftigkeit«. In einem 2014 erschienenen Buch hat der Historiker viele kursierende Mythen und Thesen über das Bauwerk kritisch unter die Lupe genommen. Die Mutter aller Fehlinterprebeobachten kann.« Ein Kastell ohne Ställe, ohne Zugbrücke und ohne Wassergraben.

Europa-Karte von Ortelius (um 1571). Links oben Chartres, in der Mitte Castel del Monte und rechts die Pyramiden von Gizeh. Zu Friedrichs Zeit gab es derlei präzise Karten noch nicht.

Ausgabe 3/2015 tationen und Spekulationen ortet er bei Tavolaro. Denn das Castel del Monte sei sehr wohl eine Festung gewesen. Aufgrund von Ausgrabungen geht man heute davon aus, dass ursprünglich ein Mauerring die Burg umgab. Zudem waren die Türme ein Stockwerk höher als heute. »Man darf nicht den Fehler machen, Castel del Monte aus dem Kontext zu reissen«, betont Ambruoso.

»Die historische und die esoterische Ebene sind hier nicht deckungsgleich.« Auf einer Linie mit den Pyramiden Sind somit alle Fragen geklärt? Mitnichten.

Denn auch die Lage des Monuments auf einem Hügel in der Ebene von Murgia im Hinterland des Städtchens Andria scheint manchen alles andere als zufällig. So hätten die Forschungen von Nedim Vlora gezeigt, »dass Castel del Monte geographisch fast haargenau auf einer Diagonale liegt, die Chartres mit Jerusalem verbindet«, wie der »Spiegel« berichtete.

Tatsache ist, dass sowohl Chartres, bekannt für seine gotische Kathedrale, als auch Jerusalem im geistigen Weltbild des Stauferkaisers eine wichtige Rolle spielten. In Jerusalem steht der Felsendom, eine der wichtigsten heiligen Stätten des Islam. Sein Grundriss beruht auf dem Achtstern – ebenso wie Castel del Monte. Der wissbegierige Friedrich hatte sich, als er während seines Kreuzzugs 1228/29 in Jerusalem weilte, die Geometrie des dortigen Felsendoms detailliert erklären lassen.

Wollte er mit einer symbolträchtigen geograÀschen Position zwischen Chartres und Jerusalem seine Macht über die christliche und islamische Welt demonstrieren?

Wohl eher nicht, denn eine genauere Nachmessung durch»mysteries« konnte besagte vom »Spiegel« propagierte Linie nicht bestätigen – dafür einen anderen erstaunlichen »linearen Zufall«. Denn, wer Chartres und Castel del Monte entsprechend verbindet und die Linie weiterzieht, landet weitaus treffsicherer im Bereich der grossen Pyramiden von Gizeh! Am exaktesten ist Der Achtstern am 26. Dezember 1241 (16.40 Uhr). Die Planeten belegen sechs Ecken eines in den Tierkreis eingeschriebenen regelmässigen Achtecks. (Grafik: Kieß) dies etwa auf einer noch nicht gekrümmten Weltkarte ersichtlich wie jener von Abraham Ortelius um 1571 (Bild auf der linken Seite). Doch selbst auf hochpräzisen Google-Earth-Karten lässt sich ein möglicher Zusammenhang durchaus noch erahnen.

Wie sollen die mittelalterlichen Baumeister das Kunststück vollbracht haben, bereits im 13. Jahrhundert eine solche Luftlinie zu berechnen? Handelt es sich um einen Zufall – oder stand Friedrichs Mannen eine geheime Weltkarte zur Verfügung? Ein verschollenes Dokument, das ihm im Orient in die Hände Àel?

Lehrer und Schüler entschlüsseln Sternencode Entsprechend hilÁos fasste der Bauhistoriker Dankwart Leistikow 2001 das wissenschaftliche Wissen über Castel del Monte zusammen: »Die (…) Ausführungen zu einigen Urkunden, Beobachtungen und Fragestellungen mögen deutlich machen, dass wir mit Fragen und Antworten zu diesem Monument keineswegs am Ende sind, dass der Wissenschaft vielmehr noch mühsame Stationen bevorstehen, um den verborgenen Code dieses Bauwerks, das Walter Hotz treffend eines der geistvollsten der Menschheitsgeschichte nannte, zu entschlüsseln.« Google-Earth-Karte samt Erdkrümmung. Erwartungsgemäss ist die lineare Ausrichtung von Chartres, Castel del Monte und den Pyramiden hier nur noch bedingt genau. Dennoch bleibt die Frage, wie Friedrich bereits 1240 davon gewusst haben soll.

Ausgabe 3/2015 57 Grundriss des Obergeschosses von Castel del Monte.

Aussen an den Türmen der Achtstern am 26. Dezember 1241 ohne dazugehörigen Tierkreis. Innen ein weiterer Achtstern am 5. September 5 v.Chr. über Bethlehem, der Friedrichs Nähe zur Geburt Christi zu betonen scheint.

(Grafik: Martin Kieß) Eine unglaublich seltene Konstellation, wie Martin Kieß in einem äusserst detaillierten Bericht in der Fachzeitschrift»Schwäbische Heimat« (3/2002) betont.

»Als man im 18. Jahrhundert zudem den Sarkophag des Stauferkaisers in der Kathedrale von Palermo öffnete, fand man am RingÀnger der rechten Hand der mumiÀzierten Leiche einen Ring, geschmückt mit einem achtblättrigen lotusblütenartigen Ornament!« Am 11. Mai 2005 konnten der Mathematiklehrer und seine Mitstreiter ihre verblüffenden Resultate im Vortragsraum der Stuttgarter Universitätsbibliothek im Rahmen einer vom Italienischen Kulturinstitut organisierten Friedrich-II.-Tagung ausführlich präsentieren.

Im Herbst 2009 folgte dann eine weitere Entdeckung. So war Friedrich II. im Fall des von ihm in Auftrag gegebenen Brückentors von Capua bei Neapel offenbar identisch vorgegangen. Dort bilden die Grundrisse der Turmstümpfe gemäss Kieß’ Forschungen offenbar »Teile regelmässiger Neunecke ab«, was der Fachwelt bislang völlig unbekannt war. Doch nicht nur das: Am historisch belegten Tag der Grundsteinlegung – dem 8. März 1234 – »bildeten die Planeten dort analog zu Castel del Monte die Eckpunkte eines in den Tierkreis eingeschriebenen regelmässigen Neunecks«!

Geographischer Nabel von Friedrichs Welt Und damit immer noch nicht genug. Denn: »Nimmt man die geographischen Koordinaten für Friedrich II. wichtigste Lebensstationen Jesi, Palermo, Aachen, Rom, Jerusalem, Foggia, MelÀ und San Giovanni in Fiore und berechnet die jeweiligen Mittelwerte der geographischen Breiten und Längen, ergibt sich daraus mit einer Abweichung von wenigen Kilometern als Nabel der Welt Friedrichs II. jener Hügel, auf dem Castel del Monte steht.« Umso unverständlicher, dass »Aussenseiter« Martin Kieß und seine jugendlichen Mitstreiter trotz detaillierter Vorträge und Zeitungsveröffentlichungen immer noch auf Anerkennung durch die Päpste der deutschen Stauferforschung warten.

Selbst der deutschsprachige»Wikipedia«-Artikel über Castel del Monte erwähnt die fesselnden Erkenntnisse aus Kirchheim unter Teck bis heute mit keiner einzigen Silbe. Abhilfe schaffen soll 2016 eine entsprechende Buchveröffentlichung, wie Kieß gegenüber »mysteries« verrät:»Wir hoffen, dass das Interesse an unseren Forschungsergebnissen damit wächst.« ■

Ein großes Gebäude inmitten eines grasigen Feldes.
Eine Gruppe heller Sterne am Himmel.
Quadratschwarzrahmen auf weißem Hintergrund
Ein schwarz-weißes Bild einer Schneeflocke.
Eine Luftansicht auf ein Waldgebiet mit Bäumen.
nicht beantworten
Ein Gemälde eines grasigen Gebiets mit Bäumen im Hintergrund.
Ein Feld mit gelben Blumen und Gras vor einem Gebäude.
Eine Karte des Kontinents mit einer roten Linie in der Mitte.
Eine Karte des Kontinents der Welt mit einer roten Linie in der Mitte.
Eine Karte der Welt mit einer roten Linie in der Mitte.
Eine Karte von Afrika mit einer roten Linie.
Ein blauer Himmel voller Sterne und Wolken
Ein Feld mit hohem Gras und Bäumen im Hintergrund.
Ein grasvolles Gebiet mit Bäumen und einem Gebäude im Hintergrund.
Eine Karte der Welt mit einer roten Linie in der Mitte.
Eine Karte der Welt mit einer roten Linie in der Mitte.
Eine Karte der Welt mit einer roten Linie in der Mitte.
Ein Kreis mit den Namen der Planeten darin.
Ein Nachthimmel voller Sterne.
Eine Zeichnung eines Kreises mit Zahlen und Symbolen darauf.
ein Haufen Sterne am Himmel
Ein Nachthimmel voller Sterne und helles Licht.

Ein neugieriger Mathematiklehrer aus Baden-Württemberg wollte sich mit derlei Bankrotterklärungen nicht abÀnden.

»Nimmt man die esoterische Komponente des damaligen Wissens nicht ernst, obwohl sie das Leben der Alten tief durchdrungen hat, bleibt man in einer Sackgasse stecken, wie es bei Castel del Monte schon lange der Fall ist«, betont Martin Kieß nach intensiven Forschungen. »Es ist allerdings zuzugeben, dass die bisherigen Versuche den Bau esoterisch zu erklären, kläglich gescheitert sind.« Nichtsdestotrotz war Friedrich II. einer der astrologiegläubigsten Herrscher der Weltgeschichte gewesen. Also machte sich Kieß 2001 mit seinen Schülern vom Ludwig-Uhland-Gymnasium in Kirchheim unter Teck daran, dem geheimen Code des achteckigen Kastells selber auf den Grund zu gehen.

In Seminarkursen sammeln er und seine Schützlinge im italienischen Apulien seither regelmässig neue Daten – mit erstaunlichem Resultat! Dank eines speziellen Zählmodus der Säulen, Bögen und Motive der Kastellfenster stiess das badenwürttembergische Team etwa auf das Datum des 26. Dezembers 1241 – dem 47.

Geburtstag des astrologieversessenen Stauferkaisers, der auch ein zeltförmiges Planetarium besass. In der Folge wurden die mittelalterlichen Planetenstände jenes Tages studiert. »Das Unglaubliche traf ein: An exakt jenem 26. Dezember bildeten um 16.45 Uhr Ortszeit Sonne und Mond, Saturn und Jupiter, Mars und Venus sowie Aszendent und Gl ückspunkt die Eckpunkte eines in den Tierkreis einbeschriebenen regelmässigen Achtecks!« Ausgabe 3/2015

ein Haufen Sterne am Himmel
Ein Nachthimmel voller Sterne und helles Licht.
Ein großes Boot, das über einem Wasserkörper schwimmt.