Kürzlich entdeckte Steinritzungen im Nordwesten Afrikas werfen faszinierende Fragen auf: Stürzte über Marokko in grauer Vorzeit ein gewaltiger Meteorit mit Feuerschweif vom Himmel? Versetzte ein gewaltiger Kugelblitz unsere Ahnen in Angst und Schrecken? Oder wollten sie uns mit ihren Petroglyphen eine bislang unbekannte UFO-Sichtung aus der Vorzeit überliefern?

Experten um den Geologieprofessor Abderrahmane Ibhi (Foto links) von der Ibn Zohr Universität in Agadir haben in der Fachzeitschrift »Archaeoastronomy and Ancient Technologies« Fotos bislang unbekannter Petroglyphen aus Marokko veröffentlicht.

Die offensichtlich sehr alten Ritzzeichnungen seien »aussergewöhnlich« und »einzigartig«, weil sie solcherart noch nie in alter marokkanischer Steinkunst dokumentiert werden konnten, schwärmen die Autoren.

Die versierten Geoforscher vermuten, dass die Darstellungen mit grosser Wahrscheinlichkeit einen vorzeitlichen Meteoriteneinschlag dokumentieren: »Die auf den von uns untersuchten Petroglyphen eingravierten Linien zeigen lange, gewellte Schwei-Ausgabe 4/2019 fe, die eine klare und sehr dynamische Ansicht eines Flugobjekts ergeben.« Die drei Petroglyphen-Steine seien im Oktober 2018 sowie im Januar 2019 »in Ida Ou Kazzou in der Provinz Essaouira, in der Region von Tiwrare etwa 100 Kilometer nördlich von Agadir gefunden« worden, wie Professor Ibhi gegenüber »mysteries« präzisiert.

Über den lokalen »Meteoritensammler« Ali Lamghari sowie anonyme Kontaktleute seien er und sein Team zu diesen seltenen Objekten gekommen. Es handelt sich dabei um einen Sandstein sowie zwei Kieselsteine mit detaillierten Ritzzeichnungen, jeweils um die 18 bis 35 Zentimeter breit und zwischen fünf und zwölf Zentimeter hoch. Zwei der Stücke konnten sie sogar käuflich erwerben.

Ein Künstler? Oder mehrere?

»Das erste Relikt zeigt einen Mann und eine Frau, die beim Anblick eines Meteors offensichtlich in Panik geraten«, beschreiben Abderrahmane Ibhi und Co. eine der drei Bildszenen. Auf dem zweiten ist ebenfalls »eine anthropomorphe Figur« zu sehen, »die vor einem riesigen Feuerball flieht«. Der Sandstein wiederum trägt die»Darstellung eines menschlichen Wesens sowie zweier Rinder unterschiedlicher Grösse, eines Meteors und einer Sonne mit konzentrischen Kreisen in der Mitte«.

Zusätzlich finden sich dort auch »zwei Inschriften aus so genannten Tifinagh-Zeichen« – Schriftsymbole der Tuareg, einem traditionsreichen, bis heute existenten nordafrikanischen Nomadenvolk.

»Diese schwer zu übersetzenden Zeichen sind ziemlich alt, es scheint derzeit aber unmöglich, sie exakt zu datieren«, konstatiert das Forscherteam.

Zumindest bei den Ritzzeichnungen auf dem Sandstein könne man nach eingehender Analyse davon ausgehen, dass sie von ein und demselben Künstler stammen. Einiges deute allerdings darauf hin,»dass die drei Petroglyphen, auch wenn sie die gleiche Szene darstellen, technisch und künstlerisch unterschiedlich sind«. Es scheine deshalb eher unwahrscheinlich, dass die Darstellungen trotz ihrer frappierenden Ähnlichkeit – »von derselben Hand und aus derselben Zeit« stammen. Allem Anschein nach gebe es ausserdem noch weitere Steinkunst dieser Art, berichtet Ibhi.

»Bei der Suche vor Ort wurden Fragmente weiterer Petroglyphen gefunden.« Mit der exakten zeitlichen Einordnung der Fundstücke tun sich die Wissenschaftler noch schwer: Alle drei sichergestellten Petroglyphendarstellungen (links und oben). Obwohl ihr genaues Alter noch unklar ist, scheinen sie definitiv nicht aus neuerer Zeit zu stammen.

»Die Datierung der untersuchten Petroglyphen stösst auf ein grundlegendes Problem, nämlich die Unmöglichkeit, diese Kunstwerke einem bestimmten Ort in der Region zuzuordnen«, so der Professor im Interview. Um den Entstehungszeitraum genauer eingrenzen zu können, habe sein Team deshalb Proben der Relikte für eine geochemische Analyse an ein spezialisiertes Labor der Universidad Nacional Autonoma von Mexiko geschickt. »Wir warten gegenwärtig noch auf deren Ergebnisse.« Die drei kuriosen Steindarstellungen werden unterdessen im Meteoritenmuseum der Universität von Agadir aufbewahrt, wo sie auch öffentlich zu sehen sind.

Sven Berger ■

Ausgabe 4/2019 11

Antiker »Feuerball« über Marokko: Ein Meteorit? Oder eher ein UFO? – Abbildung 3
Antiker »Feuerball« über Marokko: Ein Meteorit? Oder eher ein UFO? – Abbildung 4
Antiker »Feuerball« über Marokko: Ein Meteorit? Oder eher ein UFO? – Abbildung 6
Antiker »Feuerball« über Marokko: Ein Meteorit? Oder eher ein UFO? – Abbildung 8
Antiker »Feuerball« über Marokko: Ein Meteorit? Oder eher ein UFO? – Abbildung 9

Sakkaras unterirdisches Labyrinth zählt zu Ägyptens grössten Rätselstätten. Zwei Dutzend monumentale Riesen-Sarkophage bekommen Besucher im dortigen Serapeum zu Gesicht. Was kaum jemand weiss: In der faszinierenden Gruft befindet sich mindestens eine weitere monströse Sargwanne aus uralter Zeit, die bis heute geheim gehalten wird! Einmal mehr enthüllt»mysteries«, was Touristen nicht zu Gesicht bekommen und wovon selbst viele Ägyptologen bis heute keinen Schimmer haben.

1: Heutiger Eingang in die Anlage.

2: Kleine Galerie. Hier fand Mariette 6 im 19. Jahrhundert etliche Holzsärge voller Bitumen-Gemisch – aber keine mumifizierten Stiere.

3: Grosse Galerie. In ihren Nischen befinden sich die gigantischen leeren Steinsarkophage.

4: Das neuzeitliche, eiserne Tor zur geheimen Sargkammer. Für Touristen bleibt es bis heute verschlossen.

5: Eingestürzter Gang. Was sich dahinter wohl verbirgt?

6: Enger Gang, Wohin er führt, ist bis heute unklar.

Wer das ägyptische Serapeum in Sakkara als Tourist erkundet, versteht die Welt nicht mehr: Ein riesiger Sarkophag reiht sich in der dortigen Unterwelt an den nächsten. Jeder davon sagenhafte 60 bis 70 Tonnen schwer – aus einem einzigen Stück gefertigt. Bis zu vier Meter lang, über zwei Meter breit und ohne Deckel über zwei Meter hoch. Mindestens 2500 Jahre alt. Monströse Kolosse ohne Vergleich. Gefertigt aus Basalt oder Rosengranit aus dem 1000 Kilometer entfernten Assuan. Eine unverstandene »Begräbnisstätte«, wie sie selbst mit modernsten Werkzeugen kaum erschaffen werden könnte. Fantastische Inspirationsquelle für Science-Fiction-TV-Serien wie »Stargate«. Denn die 1851 von Auguste Mariette freigelegten Steinsärge enthielten in ihrem blitzblank polierten Innern wider Erwarten keine mumiÀzierten Apis-Stiere. Vielmehr waren sie bei ihrer Auffindung ausnahmslos leer! Ursprünglicher Sinn und Zweck? Unklar.

24 ebenso gigantische wie fusselfrei leergefegte Riesenwannen hatte der französische Ausgräber in den dortigen Katakomben laut offizieller Schreibweise entdeckt. Angeblich aus der Zeit um 600 v. Christus. Ihre tonnenschweren Deckel waren wie von Riesenhand sachte beiseite geschoben. Doch damit nicht genug: Bereits ein Jahr später stiess Mariette im dortigen Untergrund auf weitere Nebenkammern. Inhalt: Zerfallene Holzsärge aus der Zeit ab 1280 v. Chr. Kurz darauf wurde er erneut fündig und legte eine dritte Reihe von Gräbern ab 1550. v. Chr. frei.

In einigen davon entdeckte er eine stinkende, umhüllte Masse aus bitumenartigem Material (Erdpech) und Knochensplittern.

Beim Anfassen zerbröselte es zu Staub. Keinen einzigen mumifizierten Stier, wie ursprünglich erhofft, stellte der Ausgräber schlussendlich sicher, auch wenn in so manchem Fachbuch bis heute das Gegenteil fabuliert wird.

Ebenso umstritten bleibt, ob und wo der französische Abenteurer Paul Lucas (1664–1737) bereits über ein Jahrhundert vor Mariette dort unten herumkroch (»Voyage du sieur Paul Lucas fait en MDCCXIV, & c. par ordre de Louis XIV…«, Vol. ΙΙ, 1720). Noch verwirrender: Im Gegensatz zur Fachliteratur soll das Serapeum insgesamt weitaus mehr Sarkophage bergen als ofÀziell bekannt. Genauer beziffert sagenhafte 40 bis 70 Stück, wie mir bereits vor etlichen Jahren von einheimischen Experten hinter vorgehaltener Hand zugeÁüstert wurde: »Längst nicht alle Gänge der Anlage sind heute für Touristen zugänglich.« Das aktuell wohl naheliegendste Mysterium verbirgt sich derzeit rund 30 Meter entfernt vom offiziellen Eingangsbereich, linkerhand – versteckt hinter einer verriegelten gelben Metallpforte. Eintritt strengstens verboten! Zu sehen bekommt man die dortige Seitengruft und ihr antikes Erbe, wenn überhaupt, nur mit viel Glück. Bereits 2013 gelang es mir mit einigen Freunden wider Erwarten, ein paar Blicke in deren Inneres zu erhaschen.

»Pssst!«, hatte uns ein ägyptischer Wächter im unterirdischen Labyrinth zuvor unter der Hand immer wieder zugeflüstert.»Pssst!« – und noch einmal »Pssst!« – ehe er dank zunehmend mehr Schmiergeld schliesslich einen uralten Schlüssel unter seinem Gewand hervorkramte und uns das mächtige, verrostete Tor für ein paar Augenblicke aufsperrte.

Drei, vier Minuten mussten genügen, um im Dunkeln ein paar Schnappschüsse von einem weiteren, mit einer Plastikplane verhüllten Riesensarkophag und dessen ebenso monumentalem Deckel zu schiessen. Gegenüber, auf der rechten Seite: Eine offenbar erst kürzlich aufgeschlagene Trennwand, die im Schein unserer Taschenlampen eine weitere Kammer mit wannenartiger Vertiefung und Hieroglyphen am Boden offenbarte, ehe wir eilends wieder herausgescheucht wurden. Ebenso wie im selben Jahr bereits meine unabhängig davon agierenden Forscherfreunde Mathias Lang und Peter Kunz (Seite 18).

Gruft verwehrt? 2015 gelang es einem gut betuchten Globetrotter namens Igor Tochilnikov aus Prag, in der unterirdischen »Grauzone« überraschend ungehindert zu filmen. Ob mit offizieller Erlaubnis, darf  bezweifelt werden, da sich auf seinem YouTube-Video entgegen üblicher Gepflogenheit kein Amtsträger ins Szene setzt (»Serapeum Full Movie«). Kommt dazu, dass dort seit unserem Besuch offenbar erneut gebuddelt wurde, wie weitere aufgeschlagene Seitenkammern in Tochilnikovs Video vermuten lassen, von denen 2013 noch keine Spur zu sehen war.

Weshalb die behördliche Mauschelei – in einer Zeit, in der das Land am Nil mehr denn je auf Touristen angewiesen ist?

Was soll dort bis auf weiteres verborgen bleiben? Wer forscht hier – und auf Kosten von wem? Und welche kontroversen Kostbarkeiten wurden dort mittlerweile womöglich längst heimlich beiseite geschafft? Ein Narr, wer sich darauf Antworten von den zu bringen.

Um wagemutigen Spürnasen dennoch den Weg zum Ziel zu weisen, hat unser ortskundiger Mitstreiter Gregor Spörri in Zusammenarbeit mit »mysteries« kürzlich die weltweit wohl genaueste Skizze der rätselhaften Untergrundanlage angefertigt, die wir anbei exklusiv veröffentlichen. Gleichzeitig versuchte er mit ein paar Kollegen Ende Mai 2019 vor Ort ebenfalls einen Blick in die geheime Gruft zu werfen. Leider ohne Erfolg.

Doch damit immer noch nicht genug. Denn kürzlich tummelte sich auch unser österreichischer Kollege Reinhard Habeck einmal mehr im Land der Pharaonen, wo ihm unter der Hand ebenso Aufregendes zugeflüstert wurde. »Ich stöberte damals in der Bibliothek des Imhotep-Museums in Sakkara nach Quellen zum Serapeum«, erzählt er. »Dabei kam ich mit dem Ägyptologen Dr. Hatem El-Kereti ins Gespräch. Er wunderte sich darüber, dass ich mich für archäologische Ausgrabungen interessiere, obwohl ich kein Ägyptologe bin.« Bei dieser Gelegenheit machte besagter Altertumsforscher eine Bemerkung, die den Wiener aufhorchen liess: »Er sah mir in die Augen und murmelte dann in ernsthaftem Ton: ›Im südlichen Abschnitt des Serapeums wurde eine weitere Galerie entdeckt!‹ Ich war einigermassen perplex. Denn davon hatte ich noch nirgendwo gehört oder gelesen. Kein Wunder! Schliesslich sei die Entdeckung offiziell noch gar nicht publik, weil sie derzeit Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen bilde, wie mir Hatem El-Kereti verriet.« Bis zu 40 weitere, bislang unbekannte Riesensärge sollen sich Habecks Gewährsmann zufolge hinter einem verschlossenen Tunnel-Komplex verbergen, der in erweiterter Verlängerung zur »grossen Galerie« und ihren Nebengängen verläuft. Ähnliche Informationen also, wie sie »mysteries« bereits 2013 ebenfalls zu Ohren gekommen waren. Näheres dazu hofft der österreichische Globetrotter auf einer seiner nächsten Reisen in Erfahrung

2 Das Serapeum von Sakkara (Grafik: Gregor Spörri/Mysteries, 2019)

Sarkophage – Abbildung 4
Sarkophage – Abbildung 7
Sarkophage – Abbildung 8
Sarkophage – Abbildung 9

»Lebe lang und in Frieden!« So begrüssen und verabschieden sich Vulkanier in der TV-Serie »Star Trek« (»Raumschiff Enterprise«) seit 1967 mit gespreizten Fingern. Eingeführt wurde die nur mit viel Geschick nachahmbare Geste in der TV-Folge »Amok Time« (»WeltraumÀeber«). Doch: Wer hat den»Vulkanier-Gruss« eigentlich erfunden? Der 2015 verstorbene Spock-Darsteller Leonard Nimoy wusste es am besten.

Bereits 1975 klärte er seine Fans in Buchform auf: »In besagter Serienfolge begegneten Kirk, McCoy und ich selbst auf Spocks Heimatplaneten Vulkan der Hohepriesterin T’Pau.

Sie wurde in einer Sänfte getragen, und wir sollten gemäss Drehbuch einige Worte mit ihr wechseln. Da kam mir die Idee, dass hier etwas Besonderes passieren müsste. Dass wir eine spezielle rituelle Begrüssung erÀnden sollten.« Der Regisseur schloss sich Nimoys Vorschlag an. Den speziellen Handgruss mit den ungewöhnlich gespreizten Fingern musste der Spock-Darsteller aber nicht neu erÀnden. Vielmehr erinnerte er sich an ein Erlebnis aus seiner Kindheit:»Wir waren orthodoxe Juden und gingen regelmässig in die Synagoge. Ich sass zwischen meinem Vater und meinem Bruder, und an einer bestimmten Stelle des Gottesdienstes segneten uns die Kohanim, die Priestervertreter. Dabei musste die Gemeinde sich umdrehen und durfte nicht hinsehen. Als etwa neunjähriger Knabe schielte ich trotzdem zurück – und sah, wie die Kohanim zur Segnung ihre Finger entsprechend spreizten.« Der kleine Leonard war beeindruckt. »Ich übte diese Geste von da an jeden Tag.« Tatsächlich richten die jüdischen Priestervertreter ihre Finger auch heute noch V-förmig aus, wenn sie ihre Gemeinde segnen. Der so genannte »Aaronitische Segen« ist der älteste in der Bibel überlieferte Segen, den Gott Moses offenbarte.

»Er wird an bestimmten Feiertagen gesprochen«, bestätigt Yves Kugelmann, Herausgeber der jüdischen Zeitschrift»Tachles« und in jüngeren Jahren ebenfalls »Enterprise«-Fan.

»Auch heute noch werden die Finger bei uns derart gespreizt, und noch heute wendet sich die Gemeinde dabei von den Kohanim ab.« Das Zeichen, das die jüdischen Priestervertreter dabei mit ihrer Hand andeuten, so Kugelmann, symbolisiere »Shin«, den Anfangsbuchstaben von »Shaddai«, dem Allmächtigen.

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Ausserirdischer Gruss oder jüdisches Segenszeichen? – Abbildung 2
Ausserirdischer Gruss oder jüdisches Segenszeichen? – Abbildung 3
Ausserirdischer Gruss oder jüdisches Segenszeichen? – Abbildung 4
Ausserirdischer Gruss oder jüdisches Segenszeichen? – Abbildung 5
Ausserirdischer Gruss oder jüdisches Segenszeichen? – Abbildung 6

Von der Urzeit bis zum Zweiten Weltkrieg: Dieses durchgehend farbig illustrierte Kompendium von mysteries-Herausgeber Luc Bürgin offenbart, was uns Historiker und Mainstream-Medien verheimlichen. Es enthüllt von A bis Z, was NICHT in unseren Geschichtsbüchern geschrieben steht.

Über 250 Farbfotos dokumentieren unterdrückte Entdeckungen, die Historiker und Archäologen in Erklärungsnot bringen: kontroverse Erkenntnisse, die unser Weltbild auf den Kopf stellen und enthüllen, was der Öffentlichkeit verschwiegen wird.

Verbotenes Wissen, das nie publik werden sollte. Ungelöste Rätsel und unbekannte Geheimnisse aus allen Epochen – von Deutschland bis zu den fernsten Inseln im Pazifik.

Aus dem Inhalt: Wussten Sie beispielsweise, dass die Freiheitsstatue ursprünglich Ägypten erleuchten sollte, ehe sie von Freimaurern nach Amerika entführt wurde? Oder dass Schüler von Leonardo da Vinci auch weibliche Jünger in ihr »Abendmahl« schmuggelten? Was hat es mit den rätselhaften Quecksilberfunden unter den Pyrami den von Teotihuacan auf sich? Und welche explosive Zeitbombe tickt bis heute unter dem Rathaus im bayerischen Bad Tölz?

Vertuscht der Vatikan die Existenz eines legendären Inka-Paradieses im Dschungel? Bewundern Touristen im Pariser Louvre eine moderne Fälschung der »Mona Lisa«? Sahen sich unsere Urahnen mit Dinosauriern konfrontiert? Ist Papst Franziskus Roms letzter Pontifex? Wussten die alten Inder bereits über Gentechnik Bescheid? Und welche geheimen Zahlenmysterien verbergen sich in der jüdischen Thora?

Hat US-Admiral Byrd den Nordpol nie erreicht? Wo liegt der verfluchte Goldkessel vom bayerischen Chiemsee? Befinden sich in der Cheopspyramide unentdeckte Schatzkammern der ersten Pharaonen? Landeten Ausserirdische einst in Peru? Hat Albert Einstein in jungen Jahren abgekupfert? Und weshalb sollte man den magischen Steinkreis von Stonehenge besser meiden?

Tauchen Sie mit dem Autor ein in die rätselhafte Welt unserer Vorfahren. Erfahren Sie, was es mit Mexikos Monsterkeller oder der legendären Schatzinsel auf sich hat – und bei welchen GPS-Koordinaten ein technologisches Artefakt aus grauer Vorzeit in einem europäischen Hochgebirge schlummert. Ganz zu schweigen vom dreistesten Tempelraub der Neuzeit, den Ägyptens Regierung bis heute hartnäckig verheimlicht … Ausgabe 4/2019 Luc Bürgin: Lexikon der verbotenen Geschichte – Verheimlichte Entdeckungen von A bis Z

  • gebunden • 304 Seiten • durchgehend
  • ISBN: 978-3864455629 • Preis: 22.99 €
Verbotene Geschichte: Der aktuelle Bestseller von Luc Bürgin – Abbildung 27

TOP-15 der aktuellen Verkaufsschlager

Im Auftrag der Eliten – Der Fall Herrhausen Dirk Pohlmann

Der Fall Herrhausen steht prototypisch für eine Reihe diverser weiterer Fälle: Olof Palme, Uwe Barschel, Ivo Nutarelli in Ramstein und eben auch Alfred Herrhausen mussten sterben, weil sie den interessen der politischen und wirtschaftlichen Eliten zuwider handelten oder aus Sicht ihrer Gegner die bestehende Struktur aus dem gleichgewicht zu bringen drohten. Der investigativjournalist Dirk Pohlmann widmet sich seit Jahren in vielen DokuÀlmen der Aufklärung von Begebenheiten, welche die Öffentlichkeit nie erfahren soll oder über die uns eine andere Wahrheit erzählt wird. Im Fall Herrhausen ist dies der Versuch, die RAF für den Mord an dem wohl innovativsten Deutsche-Bank-Chef verantwortlich zu machen.

Die Kräuter in meinem Garten S. Hirsch & F. Grünberger, 19.99 EUR Praxisbuch DMSO gabriela Schwarz, 12.99 eUR Über die Wahrheit stolpern Travis Christofferson, 8.99 EUR Dumm, dümmer, deutsch Christian Wolf, 19.99 EUR Wasserstoffperoxid Dr. Natalie Lauer, 9.99 EUR Die Smartphone-Epidemie Manfred Spitzer, 20.00 EUR Herzinfarkt – ein Medizinskandal Dr. Knut Sroka, 20.00 EUR 1918 – die Tore zur Hölle Dr. T. Jung & F. Georg, 19.99 EUR Der Schwan Andrew Collins, 22.99 eUR Jagd auf Skinwalker C. Kelleher & G. Knapp, 22.99 EUR Heilkräuter und Gewürze Sanja Loncar u.a, 29.90 EUR Atlas des menschlichen Körpers Beverly McMillan, 19.99 eUR Die MITO-Medizin Lee Know, 22.00 EUR Hanf heilt Wernard Bruining, 9.99 eUR MSM – der Wunderschwefel Dr. Jörg Conradi, 9.99 eUR

1 2 3 4 Westend, ISBN 978-3864892721, eUR 18.00 5 Unbekannter Nordschwarzwald – Orte der Kraft Georg und Karin Feichter 6 Der nordschwarzwald bietet einen besonderen Reichtum an bedeutenden Kraftorten. In ihrem neuen Geomantie-Führer beschreiben Georg und Karin Feichter touristisch erschlossene Orte unter neuen radiästhetisch-geomanti- 7 schen Gesichtspunkten, aber auch bislang unbekannte Kraftorte bei Naturheiligtümern, sakralen Bauten, Burgen und urbanen Zentren. Diese liegen 8 entweder einzeln oder folgen »den grossen Energielinien der Region«. Auf unterhaltsame Weise erläutert das Autorenpaar anhand detaillierter Skizzen und radiästhetischer Analysen, wie die Kräfte wirken und individuell genutzt 9 werden können, liefern Informationen zum historisch-kulturellen Hintergrund der Kraftorte und berichten von Sagen und Legenden, die sich um sie ranken.

10 Aquensis, ISBN 978-3954571802, eUR 19.80 11 Riss in der Matrix Werner Betz, Udo Vits und Sonja Ampssler 12 Jean de Rignies, ein Mann mit einer ungewöhnlichen Lebensgeschichte, hat uns ein ganz besonderes Vermächtnis hinterlassen. es besteht aus einem Heft mit hochumstrittenen, handschriftlichen Aufzeichnungen, die ihm ein 13 ausserirdischer UFO-Kommandant namens Lilor, dem er auf seinen Wanderungen in den französischen Pyrenäen immer wieder begegnet ist, diktiert 14 haben soll. In diesem Buch ist der gesamte Text erstmals im Original mit deutscher Übersetzung veröffentlicht. Hat uns Jean de Rignies mit seinen Aufzeichnungen den Beweis für Kontakte mit Ausserirdischen hinterlassen?

15 Sollte sich herausstellen, dass auch nur ein Teil des Inhalts zutrifft und wissenschaftlich bestätigt werden kann, gilt es umzudenken.

Ancient Mail, ISBN 978-3956522727, eUR 19.50 Bestsellerliste basiert auf den Verkaufszahlen des Kopp Fachbuchversands – www.kopp-verlag.de

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Je länger wir leben, desto mehr Geheimnisse gibt unsere Vergangenheit preis: 2014 entdeckten Unterwasserforscher in einem Schiffswrack vor der Insel Al Hallaniyah im Arabischen Meer eine auffällig verzierte Bronzescheibe (Fotos). Das Kriegsschiff, in dem das Artefakt lag, hatte zur Flotte des portugiesischen Abenteurers Vasco da Gama (1469–1524) gehört. Also jenem verwegenen Seefahrer, der 1498 den Seeweg nach Indien entdeckte. Seine »Esmeralda« war 1503 vor Oman bei einem Sturm gesunken.

Erst 2013 fanden Taucher das Wrack. Dabei entdeckten sie auch da Gamas Navigationsgerät. Nach aufwändigen Analysen haben die Experten nun Gewissheit: Es handelt sich tatsächlich um die frühzeitliche Version eines so genannten Astrolabiums – ein uraltes Peilinstrument. Extrem schwache und kaum sichtbare Markierungen auf der undekorierten Seite der Scheibe lassen daran keinen Zweifel offen, berichten der Meeresforscher David Mearns sowie Unterwasserarchäologen der Universität Warwick in der März-Ausgabe des »International Journal of Nautical Archaeology«. Das Instrument datiert demnach aus der Zeit zwischen 1495 und 1501. Es ist somit das älteste bekannte Seefahrer-Astrolabium und wurde mittlerweile bereits ins »Guiness Buch der Rekorde« aufgenommen.

Das Artefakt sei »in mehrfacher Hinsicht einzigartig«: Es stamme aus dem »einzig bekannten Seefahrzeug mit fester Scheibe, dessen Herkunft und Alter nachweisbar sind«. Vermutlich handelt es sich um »ein Übergangsinstrument für die Entwicklung von späteren Seemanns-Astrolabien«, was auch insofern besonders sei, »als es von den bislang 104 bekannten Instrumenten das einzige mit einem nationalen Symbol verzierte Exemplar ist: dem königlichen Wappen Portugals«.

Antike See-Astrolabien sind extrem selten. Die alten Seefahrer konnten sich mit diesen Geräten orientieren, indem sie die Höhe der Mittagssonne über dem Horizont massen und auf diese Weise die geograÀsche Breite ihres Standortes ermittelten.

Vorzeitliches »Navi« wies Portugiesen den Weg nach Indien – Abbildung 2
Vorzeitliches »Navi« wies Portugiesen den Weg nach Indien – Abbildung 3
Vorzeitliches »Navi« wies Portugiesen den Weg nach Indien – Abbildung 4
Vorzeitliches »Navi« wies Portugiesen den Weg nach Indien – Abbildung 5
Vorzeitliches »Navi« wies Portugiesen den Weg nach Indien – Abbildung 6
Vorzeitliches »Navi« wies Portugiesen den Weg nach Indien – Abbildung 7
Vorzeitliches »Navi« wies Portugiesen den Weg nach Indien – Abbildung 8
Vorzeitliches »Navi« wies Portugiesen den Weg nach Indien – Abbildung 9
Vorzeitliches »Navi« wies Portugiesen den Weg nach Indien – Abbildung 10
Vorzeitliches »Navi« wies Portugiesen den Weg nach Indien – Abbildung 11
Vorzeitliches »Navi« wies Portugiesen den Weg nach Indien – Abbildung 12
Vorzeitliches »Navi« wies Portugiesen den Weg nach Indien – Abbildung 13
Vorzeitliches »Navi« wies Portugiesen den Weg nach Indien – Abbildung 14
Vorzeitliches »Navi« wies Portugiesen den Weg nach Indien – Abbildung 15
Vorzeitliches »Navi« wies Portugiesen den Weg nach Indien – Abbildung 16

»Sesam öffne dich!« Nur dank viel Glück durften Luc Bürgin und einige Reisegefährten im Jahr 2013 wenige Minuten lang im Innern der offiziell unzugänglichen Gruft fotografieren, wo sich neben weiteren Nischen unter einer Plastikplane mindestens ein weiterer Riesensarkophag befand.

Ebenfalls im Jahr 2013 gelang es unseren befreundeten Globetrottern Mathias Lang und Peter Kunz, einen Blick ins Innere der »verbotenen Nische« zu werfen. 2019 wollte sich kein lokaler Wächter mehr daran erinnern, wo sich der Schlüssel zur dortigen Metallpforte befindet.

YouTube-Screenshots von Igor Tochilnikov aus Prag. 2015 veröffentlichte der Exil-Amerikaner überraschend exklusive Videoaufnahmen aus der verschlossenen Gruft. Wer ihn dort halblegal filmen liess und die Nischen für ihn ausleuchtete? Allem Anschein nach Yousef Awyan und Mohamed Ibrahim (»The Khemit School of Ancient Mysticism«).

Blick in die geheime Gruft (2013) – Abbildung 2
Blick in die geheime Gruft (2013) – Abbildung 3
Blick in die geheime Gruft (2013) – Abbildung 4
Blick in die geheime Gruft (2013) – Abbildung 6
Blick in die geheime Gruft (2013) – Abbildung 7
Blick in die geheime Gruft (2013) – Abbildung 9
Blick in die geheime Gruft (2013) – Abbildung 10
Blick in die geheime Gruft (2013) – Abbildung 11
Blick in die geheime Gruft (2013) – Abbildung 12

Dass die Geschichte um Hitlers Uranwürfel-Funde bis heute historisch nicht befriedigend aufgearbeitet ist, beweisen nicht zuletzt uralte Presseschlagzeilen.

So soll laut der amerikanischen »Keystone«-Agentur vom 12. Dezember 1952 ein deutsches Paar wegen des Handels mit einem Uranwürfel (Wert: 100’000 Dollar) vor einem US-Gericht am Lichtenfelde angeklagt und anschliessend verurteilt worden sein: Helmut Goltzer (40) aus Berlin sowie seine Freundin Gisela Nitzke (24) – siehe Fotos unten – die behaupteten, »den Würfel von einem Fremden aus einer Uran-Mine bei Aue, nahe Leipzig, in der russischen Zone« erhalten zu haben. Zufall oder Schicksal: Laut einem kürzlich im Internet publizierten Glückwunsch-Eintrag vom Mai 2019 des »Sozialverband Deutschland, Landesverband Baden Württemberg« lebt eine 91-jährige »Gisela Nitzke« noch heute am Platanenweg 38 in 12437 Berlin. Wetten, dass sie mehr berichten könnte, als so mancher Historiker zu wissen glaubt?

lb.

Frage offen: Wer waren die im Bericht genannten »zuverlässigen Leute«, die Weiss bei seiner Nacht- und Nebelaktion unterstützten? Weitere Fragen: Gehörten die in Garmisch-Partenkirchen von »Karli«, Biersack und Co. gefundenen Uranwürfel nicht viel eher der Gruppe Diebner, statt wie lange Zeit angenommen, der Heisenberg-Mannschaft? Oder kam es in Garmisch-Partenkirchen auf Heisenbergs Geheiss vielleicht sogar zu einer Art Zusammenführung weiterer, bislang unbekannter Uranbestände?

Gesichert scheint: 659 von Heisenbergs insgesamt 664 Würfeln wurden laut ofÀzieller Schreibweise im April 1945 in einem Acker auf dem örtlichen Schlossfeld bei Haigerloch vergraben, wo sie die Amis kurz darauf sicherstellten. 680 davon (?!) sollen laut Deutschem Museum bei Heisenbergs letztem gescheiterten Grossversuch zum Einsatz gekommen sein. Ebenso klar scheint, dass die 30 Holzkisten aus Garmisch laut Augenzeugen später ebenfalls mehrheitlich von den Amis einverleibt wurden. Also wohl jene 400 angeblich »verschollenen« Diebner-Würfel, welche die eingangs erwähnten US-Forscher Koeth und Hiebert laut geheimen Dokumenten in den »National Archives at College Park« (1945–1953) im Verbleib der Russen (!) wähnen. Man kann es insofern drehen und wenden wie man will: Irgendetwas geht in dieser Rechnung schlicht nicht auf. Irgendetwas stimmt hier nicht! Weshalb das unsägliche, historische Verwirrspiel?

Ausgabe 4/2019 29

Wer weiss mehr über Helmut Goltzer oder Gisela Nitzke (91) aus Berlin? – Abbildung 2
Wer weiss mehr über Helmut Goltzer oder Gisela Nitzke (91) aus Berlin? – Abbildung 3

Neue Dokumentation über das Multitalent

Wer war Chaplin wirklich? Ein Brite? Ein Amerikaner – jüdischer Herkunft? Oder war der Jahrhundertkomiker russischer Staatsbürger? Ein neuer Film gewährt unbekannte Einsichten in das Leben des Genies und lässt Fragen über seine Herkunft dennoch unbeantwortet.

»Chasing Chaplin«: Unter diesem Arbeitstitel kommt demnächst ein neuer DokumentarÀlm über den begnadeten Mimen in unsere Kinos. Daran mitgearbeitet haben auch seine Erben – sowie das Museum »Chaplin’s World« am letzten Wohnsitz des Künstlers in Corsier-sur-Vevey am Genfersee. Und so wird der Streifen auch bisher unveröffentlichte Bilder des Komikers zeigen. Ungeklärt bleibt derweil weiterhin die genaue Herkunft des weltberühmten Superstars.

Weil er offen mit politisch linkem Gedankengut sympathisierte, galt Charles Chaplin wie weitere Intellektuelle in den USA als Aufrührer. Ab 1915 lebte er in Hollywood und wurde dort später auch vom FBI beobachtet. Im Zuge der Kommunisten-Hetze in den 1950er-Jahren baten die Amis sogar befreundete Dienste im Ausland, den Star zu durchleuchten. Die Schnüffeleien brachten nichts Staatsgefährdendes zu Tage. Stattdessen deckten sie ein ungelöstes Geheimnis des Komikers auf: Bis heute ist nämlich unklar, woher Chaplin wirklich stammt!

Der Mime selbst nennt in seiner AutobiograÀe einen Londoner Stadtteil als Geburtsort: »Ich wurde am 16. April 1889 um acht Uhr abends in der East Lane in Walworth geboren – als Charles Spencer Chaplin«, hielt er darin fest. Doch mittlerweile gibt es erhebliche Zweifel an dieser Darstellung. Denn auch der britische Geheimdienst MI5 hatte sich auf Bitten der Amis des Kinostars angenommen – und war an der Abklärung von dessen Identität gescheitert. Dies offenbaren Akten aus dem Jahr 1958, die erst 2012 freigegeben wurden. Darin vermerken die Schlapphüte, dass sie in Londons Geburtsregistern für jenen Zeitraum kein Kind namens Charles Spencer Chaplin Ànden konnten. Es existiere weder eine Geburtsurkunde, noch ein Eintrag im Taufregister, noch irgendein anderes Dokument: »Es sieht danach aus, als ob Chaplin entweder nicht hierzulande geboren wurde oder sein Geburtsname ein anderer als der angegebene war.« Die britischen Agenten mutmassten darauf, Chaplin habe vielleicht russische Wurzeln. Über eine Geburt in Frankreich oder eine jüdische Abstammung wurde ebenfalls spekuliert. Doch selbst unter dem Namen »Israel Thornstein« – den das FBI einst als möglichen Geburtsnamen Chaplins gehandelt hatte – fand sich in Londons Archiven kein Eintrag.

Bereits Anfang der 1990er-Jahre hatten englische Medien zudem darüber spekuliert, Chaplin könnte als Sinti oder Roma geboren worden sein. Immerhin hatte der Filmstar in seiner AutobiograÀe erwähnt, seine Grossmutter sei eine »Halb-Zigeunerin« gewesen – ein weiteres Familiengeheimnis?

Womöglich liess der Weltstar seine Kindheit ganz bewusst im Dunklen – denn sie war für ihn offenbar eine wenig erbauliche Zeit. So berichtete seine Tochter Geraldine: »Über seine frühe Jugend sprach er nie. Niemals.« Erst später hätten sie und ihre Geschwister erfahren, wie arm ihr Vater tatsächlich aufgewachsen war. »Er hatte eine derart miserable Kindheit, dass er in den besten Jahren zu Weihnachten gerade mal eine Mandarine geschenkt bekam…« À. ■

Ausgabe 4/2019 55

Chaplins letztes Rätsel: Genialer Weltbürger ohne Herkunft? – Abbildung 3
Chaplins letztes Rätsel: Genialer Weltbürger ohne Herkunft? – Abbildung 4
Chaplins letztes Rätsel: Genialer Weltbürger ohne Herkunft? – Abbildung 5

Ja Und Nein. Vor rund zwei Jahren Hat Robin Sütterlin (32) als Sprössling des Parapsychologen Lucius Werthmüller die Geschäftsleitung des Basler Psi-Vereins übernommen, der Interessierten seit Jahrzehnten Begegnungen mit Heilern, Hellsichtigen, Spirituellen und Vertretern Paranormaler Phänomene ermöglicht. »Mysteries« traf den jungen Schweizer, der trotz allerlei übersinnlicher Erfahrungen mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht.

Es war wie ein Schlag ins Gesicht. »Das ist doch alles inszeniert, nur für den Tourismus!«, lachte der Klassenlehrer Eden damals 10-jährigen Robin Sütterlin aus, als ihm dieser stolz seine Urlaubsbilder zeigte. Der Junge war zuvor mit seinen Eltern und den beiden Brüdern in England gewesen, um Stonehenge und Kornkreise zu besichtigen. »Es hatte mich total fasziniert, und ich wollte in der Schule davon erzählen – und dann kam so eine spöttische Reaktion. Für mich ist damals eine Welt zusammengebrochen!« Verstört schob Robin seine Begeisterung für die rätselhaften Dinge auf dieser Erde vorübergehend beiseite.

Viel Zeit ist seither vergangen. Seit 2017 leitet der heute 32-Jährige die GmbH des Basler Psi-Vereins (BPV), dem sein Vater Lucius Werthmüller seit Jahrzehnten als Präsident vorsteht. Die Schweizer Vereinigung ist auf die Vermittlung von grenzwissenschaftlichen Themen und Erfahrungen aller Art spezialisiert.

Robin wurde in die Welt des scheinbar Unmöglichen regelrecht hineingeboren. Schon früh begegnete er dem philippinischen Geistheiler William Nonog. Mit seiner Familie besuchte er ihn in dessen Heimat und erlebte, wie der Philippino Hilfesuchende ohne Betäubung, Sterilisation oder chirurgische Mittel offensichtlich invasiv behandelte.

»Nonog fasst einfach in die Körper seiner Patienten hinein. Durch die Haut, ohne dass es den Betroffenen weh tut.« Auch Robin liess sich von ihm im Brustkorb behandeln. »Es war unbeschreiblich: Man merkt, dass er irgendwie in einem drin steckt, es kribbelt und kitzelt im entsprechenden Bereich ein wenig, aber mehr nicht«, erinnert er sich an diese faszinierende Erfahrung.

Faszinierende Erlebnisse in der bizarren Grauzone der Parawissenschaft.

»Danach holt Nonog meist irgendwelche organischen Sachen aus dem Körper seiner Patienten hervor. Doch es tut nicht weh, es ist wirklich unglaublich.« Die auf etlichen Videos des Psi-Vereins festgehaltenen Eingriffe des Heilers hinterlassen – ausser teils heftiger Blutspritzer – äusserlich keinerlei Spuren.

Die Erfahrungen auf den Philippinen sind nur ein paar von vielen paranormalen Erlebnissen, die Robin inzwischen persönlich hatte. Stets von Neuem aufregend seien nicht zuletzt die okkulten Séancen mit dem deutschen Medium Kai Mügge (siehe »mysteries« Nr. 3/2014): »Kai hat bei uns im Zentrum schon viele Male Objekte in meine Hand materialisiert, obwohl er entfernt von mir an einer anderen Stelle im Raum sass, links und rechts von anderen Séance-Teilnehmern zwecks Kontrolle an Armen und Beinen gehalten.« Diese »physikalische Medialität« sei bis heute auch für ihn als Mitveranstalter »absolut faszinierend« und gleichzeitig ein vollkommenes Rätsel. Aber: »Ich kann wirklich jeden verstehen, der ► Robin beim Klettern (2016).In der freien Natur erkundet der junge Mann neue Ziele und lotet seine Grenzen aus.

Ausgabe 4/2019 Genialer Trick oder übersinnliche Manifestation? Fotos von Lucius Werthmüller während einer Séance mit Kai Mügge am 14. März 2019 in Basel, bei der sich »direkt neben Kai ein tibetischer Mönch materialisierte«. Werthmüller: »Unnötig zu erwähnen, dass weder ein Leintuch im kleinen Raum vorhanden war, geschweige denn, dass Kai oder sonst jemand unbemerkt eine weitere Person in den Raum hätte schmuggeln können.

Sabin Sütterlin und ich sassen direkt vor der einzigen Türe, die zudem von innen verschlossen war. Das Geschehen wurde von insgesamt 20 Personen verfolgt und bezeugt.« Infos: felixcircle.blogspot.com angesichts solch irritierender Phänomene skeptisch bleibt – vieles ist ja auch wirklich unglaublich!« Ob denn auch Botschaften aus dem Jenseits oder Phänomene im Diesseits: Mittlerweile habe er »aufgehört, alles erklären zu wollen«, sagt Robin Sütterlin mit seinem gewinnenden Lächeln. Vieles sei rational wohl einfach nicht zu verstehen. »Für mich gilt: Wenn eine Sache funktioniert und niemandem schadet, ist sie gut. Dann kann ich sie für mich einfach als das, was sie ist, stehen lassen und akzeptieren.« Toleranz ist ihm wichtig. Denn ob Psi-Verein oder EventÀrma: »Wir wollen niemanden von irgendetwas überzeugen oder missionieren«, wie der 32-Jährige gegenüber»mysteries« immer wieder betont. »Ich verstehe uns vielmehr als eine Art reichhaltiges Buffet. Es gibt eine grosse Auswahl, und wer will, darf sich daran bedienen – jeder kann, keiner muss!« Entsprechend agiere er auch in seinem persönlichen Umfeld.

»Wenn mich jemand nach meiner Arbeit und meinen Erlebnissen fragt, erzähle ich gerne davon, aber es gibt für mich auch andere, weitaus profanere Themen.« Und so lebt Robin bei weitem nicht nur in einer spirituellen Welt. Er führt mit seinem älteren Wir wollen niemanden von etwas überzeugen und auf keinen Fall missionieren!

Bruder nebenbei noch ein Hotel, geht leidenschaftlich gern klettern, und man Àndet ihn mit seinem Vater ebenso regelmässig im Fussballstadion des FC Basel. Vor wenigen Monaten ist er zudem selber Vater eines Jungen geworden. Die Nächte sind entsprechend kurz. »Auch das erdet einen«, schmunzelt Robin.

Selbst innerhalb seiner eigenen Familien existieren Skepsis und Offenheit nebeneinander: Während Bruder Pablo ebenfalls im Psi-Verein aktiv ist, hält sich der Älteste der drei Geschwister aus der Szene heraus – »was für uns alle vollkommen okay ist«, sagt Robin. Umso mehr, als er als Veranstalter längst weiss, dass »auch Prominente der Esoterik-Szene« unterschiedlich »ticken«.

So gebe es neben »Diven« mit allerlei Extrawünschen ebenso bescheidene, auf dem Boden gebliebene Vertreter. Etwa den spirituellen Lehrer und Bestsellerautor Eckhart Tolle, mit dem Robin und sein Team im Herbst eine Grossveranstaltung organisieren: »Wenn man ihn fragt, was er hinter der Bühne vorbereitet haben möchte, sagt er: ›Eine Banane und ein Sixpack Wasser wären nett.‹« Überhaupt sei Tolle ein extrem sympathischer Mensch, den er über die Jahre sehr zu schätzen gelernt habe.

Ausgabe 4/2019 Immer wieder faszinierend ist für Robin aber auch der Bereich der Hypnose. Früher habe er sich »stets dagegen gewehrt«, in Trance versetzt zu werden. »Wenn ein Hypnotiseur in einer TV-Show Übungen mit dem Publikum machte, habe ich dagegen angekämpft«, erinnert er sich. »Mit dem Resultat, dass meine Finger nicht ›magnetisch‹ wurden und sich meine Hand nicht ungewollt nach oben bewegte, als ob sie an einem Heliumballon befestigt wäre. Ich merkte jedoch bald, dass ich aktiv gegen diese seltsame Vorstellungen angekämpft hatte.« Erleuchtung im Hypnose-Seminar Vor ein paar Jahren habe er dann erstmals an einem Wochenendseminar des deutschen Hypnotiseurs Thimon von Berlepsch teilgenommen. »Ein unwahrscheinlich offener und energievoller Mensch«, schwärmt Sütterlin.

An jenem Wochenende seien ihm »erstmalig die Beine wie zu Stein hypnotisiert« worden. »Und dies ausgerechnet von einem anderen Teilnehmer, der so etwas zum ersten Mal geübt hatte. Ich musste während dieser Starre lachen, weil ich vorübergehend unfähig war, meine Beine zu bewegen.« Damals sei ihm einmal mehr bewusst geworden, »wie mächtig unser Unterbewusstsein ist, und dass man vorsichtig sein sollte mit all den negativen AfÀrmationen und schlechten Gedanken, die sich im Alltag in unser Gehirn einschleichen«.

Für Robin steht inzwischen fest, dass jeder Mensch zu weitmit Erfolg.

aus mehr in der Lage ist, als er denkt: »Die meisten Barrieren und Grenzen setzen wir uns selber – in unserem Kopf!« Es gibt Plötzlich konnte ich völlig nicht mehr bewegen.

überraschend meine Beine denn auch wenig, was er für unmöglich hält. »Es kann vielleicht nicht jeder alles schaffen, aber doch vieles, was man anfangs für unmöglich hält.« Deshalb gefällt ihm auch sein Beruf so sehr – weil ihn dieser immer wieder aufs Neue das Staunen lehrt.

»Ich probiere mittlerweile sehr gerne aus, teste mich und meinen Körper: Was macht dieses oder jenes mit mir?« So gebe es auch noch viele Dinge, wie etwa ausserkörperliche Erfahrungen beim Meditieren, von denen er zwar viel weiss, die er aber selbst noch nie erfahren hat.

Obwohl er Wirtschaft studiert hat, kann sich der Schweizer derzeit nicht vorstellen, jemals in einem anderen Bereich zu arbeiten: »Ich bin hier glücklich. Erst recht, wenn ich sehe, wie Kollegen mit einer ähnlichen Ausbildung bei ihren grossen Arbeitgebern zwar deutlich mehr verdienen, aber jeden Tag unter ihrem Job leiden.« Und sein eingangs erwähnter Schullehrer von damals? Dem ist Robin Sütterlin viele Jahre später noch einmal begegnet.

»Wir haben uns nur kurz unterhalten. Ich möchte aber mittlerweile auch gar keine Energie mehr dafür aufwenden, um Skeptiker zu überzeugen – das ist in der Regel auch gar nicht möglich.« Einem jungen Menschen hingegen, der Ähnliches erlebt hat wie er seinerzeit in der Schulzeit, würde er raten, einfach »seiner eigenen Wahrnehmung zu vertrauen und seinen eigenen Weg zu gehen«. So wie er es schlussendlich auch selber getan hat –

Wie der Vater so der Sohn? Ja und nein. Vor rund zwei Jahren hat Robin Sütterlin (32) als Sprössling des Parapsychologen Lucius Werthmüller die Geschäftsleitung des Basler Psi-Vereins übernommen – der Interessierten seit Jahrzehnten Begegnungen mit Heilern, Hellsichtigen, Spirituellen und Vertretern paranormaler Phänomene ermöglicht. »mysteries« traf den jungen Schweizer, der trotz allerlei übersinnlicher Erfahrungen mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht. – Abbildung 2
Wie der Vater so der Sohn? Ja und nein. Vor rund zwei Jahren hat Robin Sütterlin (32) als Sprössling des Parapsychologen Lucius Werthmüller die Geschäftsleitung des Basler Psi-Vereins übernommen – der Interessierten seit Jahrzehnten Begegnungen mit Heilern, Hellsichtigen, Spirituellen und Vertretern paranormaler Phänomene ermöglicht. »mysteries« traf den jungen Schweizer, der trotz allerlei übersinnlicher Erfahrungen mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht. – Abbildung 3