Pyramiden-Chef sorgt für neue Verwirrung

Ein mysteriöser Gang befinde sich unter der Sphinx, bestätigt der Chef
der ägyptischen Altertumsverwaltung. Ausserdem soll die neu entdeckte
Kammer in der Cheopspyramide endlich erforscht werden.

Zahi Hawass ist ein höflicher Mensch.
Wer den obersten ägyptischen Altertumsverwalter
via E-Mail anschreibt, erhält umgehend Antwort. «Wir freuen uns sehr über Ihre freundliche Kontaktaufnahme.
Bitte beachten Sie, dass die meisten Anfragen spezielle Beachtung unserer entsprechenden Abteilungen benötigen.
Entsprechende Antworten werden Ihnen in angemessener Zeitspanne kommuniziert.»
Leider hat es sich damit. Auf konkrete Antworten wartet man vergeblich. Denn Zahi Hawass mag keine unbequemen Fragen. Und ebensolche wissen Journalisten dem obersten ägyptischen Altertumsverwalter zur Genüge zu stellen.

Seit der selbstverliebte Pyramiden-Chef im Herbst 2002 während einer Live-Sendung in der Cheops-Pyramide Indiana Jones
spielte, in sein Ruf im Keller. Grund: Vollmundig hatte er die Erforschung einer bislang unbekannten Kammer im Südschacht der Königinnenkammer angekündigt. Die fand auch tatsächlich statt – allerdings nur wenige Minuten.
Seither wartet die Öffentlichkeit gespannt auf weitere Informationen. Doch Hawass schweigt.

Wo bleibt der Bericht?
Auf eine wissenschaftliche Veröffentlichung über die sensationelle Entdeckung wartet die Fachwelt noch heute.
Statt dessen forschte Hawass heimlich weiter und nahm via Roboterkamera mittlerweile auch den Nordschacht genauer
unter die Lupe.

Umstritten: Zahi Hawass.


Sein Schweigen hat System. So richtig erklären können sich die Experten den entdeckten Hohlraum und sein Pendant im
Nordschacht nämlich nicht – auch wenn reichlich darüber spekuliert wird. Befindet sich dahinter eine weitere Kammer?
Birgt sie gar bislang unentdeckte Schätze, die Neues über den Pyramiden-Bauherrn verraten könnten? Entdeckungen, die Ägyptens Geschichte womöglich auf den Kopf stellen?
Für Hawass ein reichlich unbequemes Szenario. Also bricht er mit sämtlichen wissenschaftlichen Gepflogenheiten – und schweigt erstmal. Doch Zahi wäre nicht Hawass, wenn er sich hie und da nicht doch in geheimnisvollen Andeutungen
über neue Entdeckungen ergehen würde.

Ende 2004 soll die Erforschung der «Geheimkammer» via Roboter angeblich weitergehen, zitierte ihn kürzlich die deutsche
Fachzeitschrift «Kemet». Wetten abschliessen wird darauf wohl niemand. Zu oft hatte Hawass in der Vergangenheit
nämlich Sensationelles angekündigt, ohne sich später an seine Versprechen zu erinnern.
Der Mann hört sich lieber reden. So etwa kürzlich im McFarlin-Auditorium der Southern Methodist University (Dallas),
wo er zur Überraschung aller offiziell die Existenz eines geheimes Tunnels unter der Sphinx bestätigte. Leider wird man
auch darüber in absehbarer Zeit wohl kaum Konkretes erfahren. Höfliche Menschen werden selten konkret. Und Zahi
Hawass ist ein höflicher Mensch.

«Intelligent ist, wer sich gerne mag!»

Welches Geheimnis würden Sie gerne knacken?
Die unendlichen Tiefen des Weltalls – beziehungsweise
meines Seelenlebens.
Hatten Sie je ein paranormales Erlebnis?
Ich hatte als 6-Jähriger das ultimative Weihnachtsgefühl,
auf dem Balkon das Christkind oder einen Engel
gesehen zu haben.
Wie ernst nehmen Sie Horoskope?
Meine Mutter hat von meiner Schwester und mir vor
30 Jahren Horoskope machen lassen. Interessanterweise
haben sich viele Dinge genau so ergeben, wie
sie im Horoskop vermerkt waren. Ich lese Horoskope
mit Interesse, aber auch mit dem nötigen Humor.
Wem vertrauen Sie mehr – Ihrem Gefühl
oder Ihrem Kopf?
Meinem Bauch.
Glauben Sie an Gott?
Ich glaube an Gott. Ich glaube auch die biblischen
Geschichten des Neuen Testaments – sprich: an Jesus
Christus. Ich halte aber nichts vom Papst und der römisch-
katholischen Kirche, die an ihrer Verlogenheit zu
ersticken droht. Das ist sehr bedauerlich und schade.
Was fürchten Sie mehr – das Leben oder
den Tod?
Ich fürchte mich nicht vor dem Tod, sondern vor dem
Sterben. Ein Leben voller Schicksalsschläge stelle ich
mir brutal vor. Deshalb habe ich für Menschen Verständnis,
die auf Grund ihrer Lebensqualen freiwillig
aus dem Leben scheiden. So gesehen fürchte ich mich
hin und wieder auch vor dem Leben.
Worum beneiden Sie das andere Geschlecht?
Frauen haben es trotz Emanzipation und Gleichstellung
im Beruf immer noch sehr schwer. Deshalb beneide
ich das andere Geschlecht nicht.
Gibt es intelligentes Leben auf der Erde?
Natürlich! Wer sich im Spiegel betrachtet und sich von
ganzem Herzen mag, zählt für mich zu den intelligenten
Wesen.

Marco Rima, Entertainer und Comedy-Star

Schock im Badezimmer: Wie
aus dem Nichts kroch in Liestal
(Schweiz) am helllichten Tag
eine 70 Zentimeter lange
Schlange aus einem Lavabo.
Via Notruf alarmierten die entsetzten
Wohnungsbewohner die
Polizei, die einen Schlangenexperten
aufbot. Nach einem
kurzen Augenschein konnte der
Fachmann Entwarnung geben:
Beim rot-gelb-schwarz geringelten
«Ungetüm» handelte es
sich um eine ungiftige Königsnatter.
Laut Polizei war die Schlange
offenbar via Kanalisation ins
Badezimmer gelangt. Sie wurde
in ein Zoogeschäft gebracht –
wo ihr Besitzer ausfindig
gemacht werden konnte. Dem
war die Natter entwischt –
«vermutlich durch die Toilette».