Schottische Gespenster im asiatischen Urwald Britische Gespenster fühlen sich auch in Asien wohl. Das zeigt sich in den malaysischen Cameron Highlands: Ein reicher schottischer Plantagenbesitzer liess dort im letzten Jahrhundert ein bizarres Schloss errichten. Mitten im tropischen Regenwald. Nach seinem Tod begann es in «Kellie’s Castle» plötzlich zu spuken – bis heute.

«mysteries» stattete der Geister-Ruine einen Besuch ab.

Ausgabe 3/11 Phänomene

Das Spukschloss im Regenwald – Abbildung 2
Das Spukschloss im Regenwald – Abbildung 3

Relikte aus dem Piratenschiff.

Amerikanische Unterwasserarchäologen bergen Kanonen und ein kostbares Schwert (r.).

Er ist eine Legende – und der neue Bösewicht im vierten Teil der Hollywood-Filmreihe «Pirates of the Caribbean», der soeben in unseren Kinos anläuft: Der berüchtigte englische Seeräuber Blackbeard (um 1680 – 1780). Doch nicht nur als Film-Kontrahent von Johnny Depp sorgt der Freibeuter derzeit für Aufsehen: Mittlerweile wurde nämlich auch sein gefürchtetes Schiff gefunden.

Anfang des 18. Jahrhunderts machte er die Weltmeere unsicher und raubte dutzende Schiffe aus: Blackbeard! Der Legende nach soll der berüchtigte Pirat dabei besonders grausam vorgegangen sein. Seinen Übernamen «Schwarzbart» bekam der Engländer indes aufgrund seines mächtigen, düsteren Bartwuchses.

US-Wissenschaftler sind mittlerweile überzeugt, das Flaggschiff des Freibeuters gefunden zu haben: die «Queen Anne’s Revenge». Das Wrack liegt in der Bucht von Beaufort/North Carolina.

Taucher hatten es bereits 1996 entdeckt.

Schon damals nahm man an, dass es sich um das berühmte Piratenschiff handeln könnte.

Doch erst jetzt – etliche Tauchgänge, Untersuchungen und Analysen später – sei man «zu 100 Prozent sicher», dass das Wrack tatsächlich Blackbeards ehemaliges Hauptschiff ist, wie der amerikanische Unterwasserarchäologe Mark Wilde-Ramsing gegenüber «mysteries» bestätigt.

Geladene Kanonen und Schildkrötenknochen Die Unterwasserarchäologen bargen aus dem Wrack unter anderem eine alte Münze (kleines Bild) mit dem Konterfei von Queen Anne – der Namensgeberin des Schiffs. Zudem entdeckten die Wissenschaftler 14 Kanonen. Eine davon war mit einer Kugel «durchgeladen» und somit jederzeit schussbereit.

Das sei «typisch für Piraten gewesen», so Wilde-Ramsing. Hergestellt wurde das Geschütz gemäss Prägung 1713 in Schweden – ein weiterer Hinweis auf die «Queen Anne’s Revenge». Denn vor der Kaperung durch Blackbeard war sie ein bewaffnetes, europäisches Handelsschiff namens «La Concorde».

Einen echten Piratenschatz konnten die Wissenschaftler noch nicht hieven. Dafür bargen sie diverse grössere und kleinere Artefakte: antike Weingläser, Flaschen und Waffen, die durch ihre spezifischen Details – etwa Herkunft und Alter – ebenfalls auf den grossen Freibeuter deuten. So seien diese Funde auch die eigentlichen Kostbarkeiten, sagen die Archäologen.

Entdeckt wurde aber auch manche Kuriosität: Etwa ein Urinal-ähnliches Gefäss und unzählige Schildkrötenknochen – wohl Überreste von Piratenessen. Des Weiteren eine Minipistole und ein prächtig gestaltetes Schwert. Ob es sich beim auffallend verzierten Stück um Blackbeards persönliche Waffe handelt, sei indes «zweifelhaft», so Wissenschaftler Marc Wilde-Ramsing. «Es dürfte eher einem der Offiziere auf der Concorde gehört haben.»

Obwohl sie in der Tiefe des Meeres ruht, können auch Laien die «Queens Anne’s Revenge» inzwischen besichtigen. Die Forscher bieten geführte Tauchgänge zu dem Wrack an. Wers lieber trocken mag: Am 10. Juni 2011 startet im North Carolina Maritime Museum in Beaufort eine grosse Ausstellung, die fast alle wesentlichen Fundstücke zeigt, welche die Wissenschaftler aus der «Queen Anne’s Revenge» bergen konnten.

fi.

Infos:www.qaronline.org, www.ncmaritimemuseums.com

Flaggschiff von Seeräuber Blackbeard entdeckt! – Abbildung 2

blitzlicht

Kontroverse um reptiloide Skulptur im Museum Tatunca Nara meldet sich offiziell zurück – auf Facebook!

Was wäre, wenn sich besonders clevere Dinosaurier im Lauf der Evolution zu intelligenten Zweibeinern entwickelt hätten? Jahrzehntelang sorgte eine entsprechende «Alien-Skulptur» im kanadischen Nationalmuseum für Aufregung. Mittlerweile ist sie spurlos verschwunden. Weshalb?

Tatunca Nara bei Facebook? Das lässt aufhorchen: In den 70er-Jahren hatte der umstrittene «Indianer- Häuptling» vorgegeben, Anführer eines Volkes zu sein, mit dem er in einer geheimen «Stadt der Götter» im brasilianischen Regenwald lebe.

Uralte technologische Relikte sollen dort lagern, behauptete Tatunca.

In der Folge verschwanden mehrere Touristen spurlos, die er in den Dschungel geführt hatte. 1990 wurde er zudem als deutscher Auswanderer namens «Günther Hauck» entlarvt. Ebenfalls aktiv wurde damals das Bundeskriminalamt (BKA).

Seither ist es um Tatunca still geworden, obwohl er in Barcelos am Rio Negro bei Manaus noch heute als Touristenführer unterwegs ist!

Seit 2011 taucht der Gesuchte nun überraschend im Internetportal Facebook auf, wo er am 19. Januar mitteilte, dass er «jetzt lecker Bohnen esse». Gleichzeitig verriet er dabei auch seine E-Mail-Adresse: tatuncanara1941@googlemail.com.

Beim BKA druckst man auf Anfrage von «mysteries» derweil herum: Ob einst tatsächlich gegen Tatunca ermittelt worden sei, könne heute nicht mehr mit Sicherheit gesagt werden, so Sprecherin Sandra Clemens. «Generell kann ich aus Sicht des BKA alle Ihre Fragen über Herrn Hauck deshalb nur mit einem klaren Jein beantworten.»

Warum sind die Dinosaurier vor knapp 66 Millionen Jahren endgültig von der Erde verschwunden? Darüber rätseln Wissenschaftler bis heute. Was also, wenn einige wenige Arten im Laufe der Evolution womöglich doch überlebt und sich analog dem Menschen aufgerichtet und zu Intelligenzbestien weiterentwickelt hätten? Wie würden sie heute aussehen?

Fragen, die bereits Dale A. Russell, Paläontologe und Kurator im National Museum of Natural Sciences in Ottawa (Kanada), beschäftigten. Besonders viel Potenzial für eine Weiterentwicklung zum «Dinosauroiden» – einem dem Homo Sapiens ähnlichen Zweibeiner – ordnete Russell dem Stenonychosaurus («Trodoon») zu, der vor rund 75 Millionen Jahren in Kanada gelebt hatte. Nachdem er als erster einen Schädel des zweibeinigen Raubtieres ausgegraben hatte, begann er speziell dessen Gehirngrösse zu vermessen. Resultat: Im Vergleich zu seiner Körpergrösse war das Volumen ungewöhnlich gross für einen Dinosaurier. Schlussfolgerung: Der Intelligenzquotient des «Trodoon» dürfte im Vergleich zum heutigen Menschen zwar relativ klein gewesen sein – war dem Intelligenzgrad anderer Dinosaurier seinerzeit aber sechsmal überlegen.

Im Rahmen eines «Gedankenexperiments» versuchte Dale A. Russell aus dem fossilen Material anschliessend das vollständige Skelett der Urzeitkreatur zu rekonstruieren. Danach unterwarf er «seinen» Dinosaurier der Evolution, wie die Erde sie später durchlebte. Ein kniffliges Unterfangen…

Humanoides Echsenwesen Seine Forschungen führten Russell in den 80er-Jahren zu mehreren plastischen Modellen – bis hin zu einem komplett modellierten, aufrecht gehenden, humanoiden «Echsenwesen» – ohne jegliche Geschlechtsmerkmale, dafür mit grossen, reptilienartigen Augen und dreifingrigen Händen.

«Der schwere Kopf mit dem grossen «Trodoon»-Dino (Hintergrund). Vorne: Gehirn», so folgerte der Paläontologe, Sein fiktiver, moderner Nachfolger.

«muss von einem starken Schultergürtel Ausgabe 3/11 Diverses getragen werden. Dies ist die Voraussetzung für den aufrechten Gang.»

Ausführlich dokumentiert hat Dale A. Russell seine Gedanken erstmals in der Museumspublikation «Syllogeus» (Nr. 37/ 1982). Als Co-Autor fungierte sein Wissenschaftskollege Ron Seguin, der den rund 1.30 Meter kleinen echsenartigen «Trodoon Sapiens» nach Russells Theorien massstabgetreu modellierte. So wie er heute, im 21. Jahrhundert, auf der Erde herumstolzieren würde.

Jahrzehntelang sorgte das «Dinosauroid»-Modell der beiden Forscher im Nationalmuseum von Ottawa bei Besuchern aus aller Welt für neugierige Blicke und engagierte Diskussionen. Im Museumsbüro glühten derweil die Telefondrähte. Journalisten und andere Interessierte aus aller Welt bestürmten die Verantwortlichen mit Fragen. Und so wurde der ganze Rummel selbst Dale A. Russell irgendwann zu bunt– so dass er zeitweise kein einziges Telefongespräch mehr persönlich entgegennahm.

Doch warum die ganze Aufregung? Weil Russell und Seguin «zufälligerweise» ein fiktives Wesen ersonnen hatten, das UFO-Beobachter in aller Welt markant an ihre Begegnungen mit offensichtlich ausserirdischen Kreaturen erinnerte! War sich Dale A. Russell dieser Ähnlichkeit von Anfang an bewusst?

Und: Was meint er heute dazu?

Museum verbannt Skulptur in den Keller Höchste Zeit, Licht ins Dunkel zu bringen, dachte sich «mysteries» und bat die Museumsverantwortlichen in Kanada um aktuelle Pressebilder des skurrilen «Dinosauroiden», der gemäss vielen Internetquellen bis heute besichtigt werden kann. Die Ernüchterung folgte auf dem Fuss: «Die fragliche Skulptur ist bei uns leider nicht mehr ausgestellt», antwortete Museumssprecher Richard Martin auf Anfrage. «Wir haben sie bereits 2004 entfernt, als wir in unserer Fossilien-Ausstellung grössere Renovationen durchführten.»

Warum? Weil die Skulptur, wie Richard Martin bestätigt, «in vielen sensationsheischenden Presseartikeln leider mit UFOs und Aliens in Verbindung gebracht» wurde, was den kanadischen Museumsvertretern ganz offensichtlich gar nicht in den Kram passte. «Ausserdem hat Herr Russell seinen wissenschaftlichen Standpunkt im Laufe der Jahre geändert. Insofern kann und will Ihnen unser Museum auch keine Pressefotos mehr aushändigen.»

Dale A. Russell wechselte anfangs der 90er-Jahre an die North Carolina State University (Raleigh, USA). Auf deren Homepage wird er heute als «Senior Curator of Paleontology» und «Research Professor Emeritus, NCSU» gewürdigt. Trotz mehrfacher Anfrage von «mysteries» wollte sich der Mann leider nicht dazu äussern, aus welchen Gründen sein «Dinosauroid» 2004 aus dem Museum verbannt wurde.

Bleibt die Hoffnung, dass das «plastische Gedankenexperiment» nicht vernichtet wurde und heute zumindest noch im kanadischen Museumskeller lagert. Auf dass die von Russell und Seguin erschaffene originelle Skulptur dereinst wieder das Licht der Öffentlichkeit erblickt – und unsere trägen Gehirnzellen weiterhin zum Denken anregt.

Hochintelligente Dinos: Warum eigentlich nicht? – Abbildung 2
Hochintelligente Dinos: Warum eigentlich nicht? – Abbildung 3

Via Hochschule zum deutschen Profi-Spitzel

Wollen Sie Agent werden? Kein Problem – zumindest in Deutschland. Dort kann man sich sogar in einem Studium zum staatlichen Spitzel ausbilden lassen. Unter Federführung des Staates und seiner Geheimdienste. Nur reden tun die Schlapphüte über ihre elitären Kaderschmieden gar nicht gerne. Erst recht nicht mit ausländischen Medien, wie «mysteries» erfahren musste.

Es scheint ein typisches Wort-Ungetüm deutscher Amtssprache: «Fachhochschule des Bundes für Verwaltung» (FH Bund).

Doch was nach einer staubtrockenen Sache klingt, birgt hochspannende Aspekte. Denn die wenigsten wissen: Diese Hochschule mit Sitz im nordrhein-westfälischen Brühl ist das Zentrum der deutschen Spionageausbildung. Sowohl der Inlandgeheimdienst, sprich der Verfassungsschutz, als auch der Auslandgeheimdienst oder der Bundesnachrichtendienst (BND) züchten hier ihre künftigen Agenten heran. Im eigenen Fachbereich «Nachrichtendienste».

Was genau in diesen Vorlesungssälen gelehrt wird und mit welcher Zielsetzung – darüber schweigen sowohl die Schule als auch der Bundesnachrichtendienst allerdings lieber. So verweist die Verwaltung der Hochschule auf das dürre Infomaterial im Internet – beziehungsweise an den BND selbst. Am Telefon kommentiert eine FH-Bund-Vertreterin die mangelhafte Öffentlichkeitsarbeit fast schon entschuldigend: «Es tut mir leid.

Wir sind auch auf die Informationen aus unseren Fachbereichen angewiesen. Und manche sind eben sehr verhalten damit…» Beim BND selbst stösst «mysteries» auf eine Mauer des Schweigens: Auf eine erste schriftliche Anfrage gibt es gar keine Reaktion. Tagelang bleibt die E-Mail unbeantwortet. Auf erneutes Nachhaken meldet sich eine Bärbel Hildebrandt: «Wir haben Ihre E-Mail weitergegeben an unseren Fachbereich, bitte haben Sie noch etwas Geduld.»

Der Feind sitzt in der Schweiz!

Danach erneut tagelanges Schweigen. Als «mysteries» die BND-Pressestelle nochmals anruft, ist «Bärbel Hildebrandt» ganz überraschend «nicht mehr im Haus» – nachmittags um knapp 15 Uhr! Diesmal verspricht eine «Frau Welten», sich um die Anfrage zu kümmern.

Es dauert erneut mehrere Tage, dann scheint der BND die Lösung gefunden, wie er den journalistischen Quälgeist aus der Schweiz los wird: «Zu Ihrer Anfrage muss ich Ihnen leider mitteilen, dass der Bundesnachrichtendienst zur konkreten Ausgestaltung des erwähnten Studienganges gegenüber ausländischen Medien keine Auskunft erteilen kann», erklärt eine BND-Sprecherin, die sich diesmal Janine Hoobs nennt.

Deutsche Schule der Spione. Die FH Bund in Brühl.

Auf die «mysteries»-Antwort, ein Grossteil der Leser seien Deutsche, reagiert – wiederum nach einigen Tagen – ein Neutrum namens «Solino»: «Über die auf unserer Internetseite verfügbaren und von Ihnen sicherlich schon recherchierten Informationen hinaus gibt der BND nur Bewerberinnen und Bewerbern Auskunft. Ich bitte um Ihr Verständnis. Mit freundlichen Grüssen. Im Auftrag: Solino» Ist dies die neue, moderne Offenheit, die BND-Präsident Ernst Uhrlau so gerne propagiert? Wohl kaum. Vielmehr scheinen sich seine Pullacher Schlapphüte noch immer im kalten Krieg zu wähnen: Und der Feind sitzt offenbar in der Schweiz!

Interessant auch: Sowohl Frau Welten als auch Janine Hoobs oder Bärbel Hildebrandt sind Tarnnamen. Zumindest sind besagte Damen bisher nirgendwo öffentlich in Erscheinung getreten – was für Mediensprecher eher ungewöhnlich ist. Peinliche Versteckspielchen gegenüber der Öffentlichkeit… Ausgabe 3/11 Politik «Professor 007». Auch die Dozenten der Nachwuchsspione sind Angehörige des Bundesnachrichtendienstes (Symbolbild).

Immerhin so viel gibt es über die «Agenten-Uni» zu erfah- Lauschern aus dem bayrischen Pullach:Techniker und Compuren: Die ersten sechs Monate der Ausbildung – das Grundstuterexperten. Beide Gruppen sollen vor allem eines, wie der BND dium – absolvieren die BND-Schüler ebenso wie ihre Kollegen in den Stellenbeschreibungen ganz unverhohlen zugibt: «Abvom Verfassungsschutz im nordrhein-westfälischen Brühl am hören, Mitlesen, Auswählen und Übersetzen von internationa- Hauptsitz der erwähnten FH Bund. Anschliessend wechseln len Kommunikationsverkehren»!

die künftigen Auslandsspione nach Haar – an die BND-eigene Akademie. Der Tarnname dieser Bildungseinrichtung der be- Geheimdienst sucht Putzfrauen via Internet sonderen Art: «Liegenschaftsverwaltung Pullach Institut für Doch der deutsche Auslandsgeheimdienst hat auch kuriosere Nachrichtentechnik».

Jobs zu vergeben: Gegenwärtig sucht er Küchenhilfen und Im Infomaterial für Interessenten umschreibt der BND si- Putzfrauen. Und bis vor kurzem «Hilfskräfte für den Bereich byllinisch, was auf die Kandidaten in Zukunft so zukommt: Kreislauf und Abfallwirtschaft». Letztere sollten die BND- «Auf die Absolventen des Studiums warten vielfältige und an- Fachkräfte «bei Sammlung, Aufbereitung und Entsorgung des spruchsvolle Tätigkeiten im Ausland.»

anfallenden Mülls unterstützen». Dazu zählten gemäss Inserat Allerdings müssen Möchtegern-Spione nicht unbedingt auch so vielsagende Dinge wie die Entsorgung von «Sonderstudieren, um zum BND zu gelangen. Auf der Internetseite des müll/Gefahrstoffen» sowie «Aufbereitung und Abtransport von Geheimdienstes sind stets zahlreiche Jobangebote zu finden.

alten Aktenbeständen».

Diese vermitteln einen spannenden Einblick in das Innenleben Aber auch hochstudierte Akademiker sind bei den Ausder diskreten Organisation. Derzeit braucht der BND besonlandsschnüfflern durchaus begehrt. Gerade wirbt der BND beiders Dolmetscher «mit ausgeprägtem Hörverständnis» für spielsweise um einen Facharzt für Arbeitsmedizin. Und die Russisch sowie nord- und ostafrikanische und auch fernöstli- BND-Akademie in Haar sucht einen Professor für den Bereich che und zentralasiatische Sprachen. Zudem begehrt bei den «Internationale Politik».

Politik Ausgabe 3/11 25

Kaderschmiede für Top-Spione – Abbildung 2
Kaderschmiede für Top-Spione – Abbildung 3

mysteries: Herr Kreiler, Sie bezeichnen Edward de Vere, Earl of Oxford, als den «Mann, der Shakespeare erfand».

Auch Hollywood-Regisseur Roland Emmerich identifiziert den Earl in seinem Film «Anonymous» als Verfasser der Shakespearschen Werke. Haben Sie Emmerich beratend zur Seite gestanden?

Kurt Kreiler (Bild r.): Nein, ich habe Emmerich nicht beraten. Das Drehbuch ist etwa 15 Jahre alt, ich hatte keinen Kontakt zum Autor. Wahrheit und Fiktion sind im Film bunt gemischt. Die Behauptung, de Vere sei der Liebhaber von Königin Elisabeth gewesen, ist unhistorisch und hanebüchen.

De Vere geistert seit bald 100 Jahren als Shakespeare-Kandidat durch die Fachliteratur. Kann der Film von Emmerich den Oxfordianern zum definitiven Durchbruch verhelfen?

Emmerichs Film wird die Debatte beleben. Die fiktiven Elemente des Films werden den Stratfordianern als Argument dafür dienen, dass die Oxford-Theorie als Ganzes unsinnig sei.

Nur die genaue historische und philologische Analyse kann illiam Shakespeare kann ohne Übertreibung als der wohl berühmteste und wichtigste Dramatiker der WWeltliteratur bezeichnet werden. Mit 36 Theaterstücken und 154 Sonetten war er eifrig wie kaum ein anderer.

Doch wer ist William Shakespeare? Seit Jahrhunderten fragen sich Literaturwissenschaftler, ob der Schauspieler, Volkstheaterimpresario und Geschäftsmann William Shaksper, der 1564 in Stratford-upon-Avon als Sohn eines einfachen Handschuhmachers geboren wurde und von dem bis auf sechs krakelige Unterschriften keinerlei Schriftdokumente erhalten sind, tatsächlich der Autor von «Romeo und Julia», «Hamlet» und «Macbeth» gewesen ist. Doch wenn nicht er – wer war es dann?

Über 50 Kandidaten wurden seit Mitte des 19. Jahrhunderts als Urheber des Monumentalwerkes gehandelt. Darunter der Philosoph und Staatsmann Francis Bacon (1561-1626), der Dramatiker Christopher Marlowe (1564-1591) und sogar Königin Elisabeth I. (1533-1603). Als Favorit kristallisierte sich schliesslich der 17. Earl of Oxford, Edward de Vere, heraus, ein hochgebildeter Mann und Theaterliebhaber, dessen adliger Stand es nicht zugelassen hätte, sich als niederer Stückeschreiber zu outen.

Deshalb benutzte er den Decknamen Shakespeare, behaupten die Oxfordianer, die Anhänger des Earl, für die auch Sigmund Freud Partei ergriff. Die Bedeutung des Pseudonyms: William, der Eroberer – und «Shake-speare», der «Speer-Schwinger».

Denn der Earl war einer der besten Turnierreiter seiner Zeit.

Und als Poet unterstellte er sich dem Schutz der speerschwingenden Pallas Athene, der griechischen Göttin der Künste.

War Shakespeare ein einfacher Schauspieler?

Auch für Hollywood-Regisseur Roland Emmerich («Independence Day», «Godzilla», «2012») ist de Vere der Mann hinter dem Decknamen Shakespeare. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur DPA stellte Emmerich bereits klar, welchen Anspruch sein Historienfilm «Anonymous» hat, der im Herbst dieses Jahres in die Kinos kommt: «Über den Streifen werden sich viele Leute aufregen, weil ich mehr oder weniger ein Monument vom Sockel stürze, das seit 400 Jahren angebetet wird.»

Eine Schlüsselszene des Films – so viel sickerte während der Dreharbeiten aus den Filmstudios in Babelsberg bei Berlin durch – verläuft wie folgt: Die Aufführung von «Heinrich V.» ist gerade zu Ende gegangen, das Theaterpublikum tobt und fordert den Autor des famosen Stückes auf die Bühne. Ein Schauspieler namens Shakespeare (Rafe Spall) gibt sich als Dichter zu erkennen, während sich in der Loge Rhys Ifans als fein gekleideter Earl of Oxford über die Anmassung des Mimen mokiert… Edward de Vere (1550-1604) wuchs als Knabe in ländlicher, als Jüngling in höfischer Umgebung auf. Sein Vormund, Berater der Königin und heimlicher Landesvater, stellte dem Heranwachsenden ein Haus mit Bibliothek und die besten Lehrer zur Verfügung. So unterrichtete ihn Arthur Golding, der Übersetzer Ovids, in Literatur. Und Richard Edwards, der königliche Musikund Schauspieldirektor, in den dramatischen Künsten.

Der junge Earl bereiste Frankreich und Italien und machte sich als Literat einen Namen. Die fulminante erste Novelle in der Geschichte der englischen Literatur stammt aus seiner Feder, ebenso ein Anhang von 50 Gedichten. Von seinen Zeitgenossen als der «Beste im Fach Komödie», «erster Orpheus», «Taufpate der Schriftsteller, Oberaufseher der Drucker und Musterungs-Meister unzähliger Schauspielgruppen» gerühmt, starb er, ein Jahr nach Königin Elisabeths I. Tod, auf seinem Landsitz in London-Hackney.

Es vergingen über 300 Jahre, ehe er erstmals mit dem Werk Shakespeares in Verbindung gebracht wurde. Der Londoner Schulmeister J. Thomas Looney vertrat 1920 in seinem Buch «Shakespeare Identified in Edward de Vere, the 17th Earl of Oxford» die These, nur der sprachund welterfahrene Edward de Vere, der auf dem Kontinent gereist war und die Schauplätze vieler Shakespeare-Stücke kannte, bringe die Voraussetzung mit, dieses unvergleichliche Werk zu schaffen. Man denke nur an «Der Kaufmann von Venedig». Allerdings machte es Looney der etablierten Shakespeare-Gemeinde zu leicht, da er den unhaltbaren Gedanken vertrat, dass sich Oxfords gesamte Verwandtschaft vollständig in den Figuren seiner Stücke widerspiegle.

Sein Comeback verdankt der Earl nicht nur Filmregisseur Emmerich, sondern auch dem 61-jährigen Kurt Kreiler aus München. Der kontroversen Shakespeare-These habe er sich anfangs mit grosser Skepsis genähert, sagt der promovierte Germanist. «Wenn ich auf einen einzigen unwiderlegbaren Beweis gegen de Veres Autorenschaft gestossen wäre, hätte ich kapituliert.» Das Ergebnis seiner fast 600 Seiten umfassenden Re-Ausgabe 3/11 Geschichte wurde nach seinem Tod ein zweites Mal seines Namens beraubt!»

der Oxford-These zum Durchbruch verhelfen. Der Film wird für Verwirrung sorgen, hoffentlich auch für gute Unterhaltung.

Ihre These lautet, dass ein Adliger wie de Vere nicht für das Volk schreiben durfte. Was hätte dem Earl denn am Hofe geblüht, wenn es sich im Volk herumgesprochen hätte, dass er der Autor der Stücke ist, welche die Massen begeistern?

Ich sage nicht, dass de Vere nicht fürs Volk schreiben durfte, sondern dass er es nach dem aristokratischen Kodex vermeiden musste, unter seinem eigenen Namen literarische Arbeiten zu publizieren. Die Werke von Sir Thomas Wyatt, Henry Howard Earl of Surrey, Thomas Lord Vaux, Sir Philip Sidney, Sir Fulke Greville und Sir Walter Raleigh kursierten zu Lebzeiten der Autoren als Manuskript und kamen posthum zum Druck.

Thomas Sackville, Lord Buckhurst, benutzte ein Pseudnonym.

Am Hof der theaterbegeisterten Queen Elizabeth war bekannt, dass de Vere Gedichte und Stücke schrieb. Er schrieb sie ja für den Hof! Eben deshalb, weil de Veres Stücke auch die Massen begeistern konnten, war es für ihn notwendig, ein Pseudonym Jede Menge Diskussionsstoff.

Auch Hollywood-Regisseur Roland Emmerich (l.)

thematisiert in seinem neusten Spielfilm das Geheimnis von Shakespeare.

cherche hat Kreiler im Titel seines unlängst erschienenen Buches auf den Punkt gebracht: «Der Mann, der Shakespeare erfand. Edward de Vere, Earl of Oxford.»

Kreiler lehnt sich damit weit aus dem Fenster: Rund um die Identität von Shakespeare gibt es mehr Fragen als Antworten.

An der Existenz eines W. S. aus Stratford-upon-Avon zweifelt niemand: Geburts- und Sterbeurkunden lauten auf den Namen «William Shaksper» (1564 bis 1616). Transaktionen von Land und Häusern, seine Präsenz im Londoner Theatermilieu, die Ehe mit einer etwas älteren Frau in Stratford, mit der er zwei überlebende Kinder hatte – alles zweifelsfrei belegt. Doch damit hat es sich auch schon. Oder wie der Schriftsteller John Michell 1996 in seinem Werk «Who Wrote Shakespeare» konstatiert: «Die bekannten Fakten über Shakespeares Leben können auf einem einzigen Blatt Papier niedergeschrieben werden.»

Seltsam mutet bei Shakespeares Biographie an, dass kein einziger an ihn oder von ihm geschriebener Brief bekannt ist.

Zudem erwähnt sein Testament keinen seiner Geschäftsantei-Geschichte Ausgabe 3/11 zu benutzen. Der Lord Great Chamberlain Englands durfte nicht als Autor eines Stücks firmieren, in dem ein gewisser Polonius die Züge von William Cecil, Lord Burghley, trug.

War de Vere tatsächlich so uneitel, dass er bis in alle Ewigkeit hinter einem bürgerlichen Pseudonym verschwinden wollte? Wo bleibt sein Adelsstolz?

Es handelt sich um kein bürgerliches Pseudonym, sondern um einen poetischen Kampfnamen: SHAKE-SPEARE, der Speerschwinger – in Anspielung auf die Lanzenträgerin Pallas Athene, die Göttin der Wissenschaften und Künste. De Vere wollte nicht «in alle Ewigkeit» hinter seinem Pseudonym verschwinden, er wurde nach seinem Tod seines Namens ein zweites Mal beraubt.

Wie denn?

De Veres Erben befürchteten nach der unautorisierten Drucklegung der Sonette (1609) Konsequenzen für ihr Haus. Nach der in den Sonetten offenbarten Dreiecksbeziehung zwischen Autor (Oxford), Dark Lady (Oxfords Frau) und dem Jüngling hätte die Legitimität von Oxfords Sohn in Zweifel gezogen Kreiler-Buch.

Der Germanist glaubt Shakespeare enttarnt zu haben.

werden können. Das Pseudonym «Shake-speare» sollte deshalb gesichert werden. Ein Strohmann, der kleine Schauspieler ähnlichen Namens – William Shaksper(e) – wurde vorgeschoben, um posthum die Rolle des Autors zu spielen.

Hatte de Vere keine Feinde, die Interesse daran haben könnten, ihn zu demaskieren?

Ein «Feind» de Veres aus dem Kreis der Aristokratie hätte sich mit einer derartigen Indiskretion selbst eines Vergehens gegen die Ehre schuldig gemacht und wäre von der Königin dafür belangt worden. «Demaskierende», das heisst andeutungs- Rhys Ifans spielt im «Anonymous»-Film Edward de Vere. Versteckt le, die er am Globe- oder Blackfriars Theatre besass. Auch keine Bücher, Stücke, Gedichte oder andere Schriften aus seiner Feder. Ganz zu schweigen von den Rechten an seinen bereits publizierten ersten Stücken. Oder seine Bibliothek? Bücher waren zu jener Zeit rare und teure Besitztümer. Zudem wurde Shakespeares Tod im Unterschied zu dem seiner Dichterkollegen durch keinen Nachruf gewürdigt – als hätte es ihn nie gegeben.

Erste Zweiflerin verlor den Verstand Genährt werden die Zweifel durch die in den Shakespeare-Werken erkennbare hohe Bildung des Autors. Shakespeare verfügte mit 18000 Worten über den grössten Wortschatz aller Dichter und Schriftsteller der Geschichte – das Fünffache eines gebildeten Menschen von heute! Ebenfalls verblüffend: In seinen Werken zitiert oder paraphrasiert er mehr als zweihundert klassische und postklassische Schriftsteller.

Kein Wunder, begann man irgendwann an der Autorschaft des Mannes aus Stratford zu zweifeln. Den Anfang machte 1857 Delia Bacon mit ihrem «Shakespeare Unfolded». Allerdings stand diese Arbeit unter einem unglücklichen Stern: Miss Bacon tippte auf den Philosophen Francis Bacon als Shakespeare und verlor – zur grossen Genugtuung der etablierten Wissenschaft – über ihren Studien den Verstand.

Ausgabe 3/11 Geschichte reich enthüllende Stimmen von Zeitgenossen aber gibt es durchaus. Im literarischen Streit zwischen Thomas Nashe und Gabriel Harvey wird der Earl of Oxford verdeckt als Schöpfer der Falstaff-Figur und als Autor des Versepos «Venus und Adonis» angesprochen. Auch andere literarische Zeitgenossen charakterisieren Shakespeare als einen Aristokraten.

Kritiker werfen Ihnen einen «Tunnelblick» vor. Für Sie steht ausser Frage, dass «der Mann, der Shakespeare erfand», der Earl of Oxford war. Sir Henry Neville beispielsweise ist für Sie kein Kandidat. Auch schliessen Sie aus, dass das Shakespeare-Werk aus der Feder von verschiedenen Autoren stammt. Gibt es ein Argument Ihrer Kritiker, das Sie nachdenklich stimmt, oder sind Sie mehr denn je von der Richtigkeit Ihrer These überzeugt?

Der Streit um Oxford ist ein alter Streit. Die Stratfordianer bezichtigen die Oxfordianer des Tunnelblicks, der ihnen selbst eigen ist. Nachdem ich gezeigt habe, dass Oxfords frühe Lyrik motivgleich ist mit der Shakespeares, dass seine Novelle «The Adventures of Master F. I.» inhaltliche und stilistische Parallelen zu Shakespeares Stücken besitzt, dass die Zeitgenossen Thomas Edwards, John Davies of Hereford und Henry Willobie Shakespeare als Aristokraten ansprachen, dass Thomas Nashe und Gabriel Harvey den Earl of Oxford als Urheber von Falstaff und «Love’s Labour’s Lost» betrachteten, dass die einjährige Italienreise des Shakespeare Earl sich in Shakespeares Komödien ist ein widerspiegelt etc., ist es völlig unsinpoetischer nig, über andere Shakespeare-Kandidaten zu rätseln – und schon gar nicht Kampfname. über solche, die in ihrem Leben keine literarische Zeile geschrieben haben.

Und die Multi-Autoren-These…?

…ist die unsinnigste von allen. Autorengespanne haben immer nur schwache Stücke geschrieben, keine genialen. Es gibt kein stratfordianisches Argument, das mich im Geringsten überzeugt – auch sind mir meine Kritiker nicht mit Argumenten, sondern nur mit Vorbehalten begegnet.

Infos: Kurt Kreiler: «Der Mann, der Shakespeare erfand», Insel Verlag, Frankfurt a. M. 2009, 595 Seiten, 29.80 Euro.

sich hinter dem Namen Shakespeare der Earl of Oxford?

Doch die Lawine war losgetreten. Nach und nach wurden die unterschiedlichsten Namen ins Spiel gebracht und oft rasch wieder verworfen. Bald geriet auch Edward de Vere ins Fadenkreuz der Literatur-Detektive.

Eine frappierende Ähnlichkeit von de Veres Werken mit Shakespeares Dichtung ist nicht von der Hand zu weisen. Wer der Originalsprache mächtig ist, kann dies mit dem so genannten Benezet-Test selbst überprüfen. Dabei handelt es sich um ein 71-zeiliges Gedicht, das Professor Louis P. Benezet 1937 zu gleichen Teilen aus den Werken des frühen Shakespeare und den Dichtungen de Veres zusammensetzte. Die Zusammenstellung zeigt, dass es unmöglich ist, allein aufgrund sprachlicher Qualität und Charakteristik zu entscheiden, von welchem Dichter welche Abschnitte stammen.

Benezet lieferte damit zwar keinen Beweis in der Autorenfrage. Er zeigte aber, dass die Dichtung von de Vere von gleicher Qualität wie die Shakespeares ist – und zudem von bemerkenswerter Ähnlichkeit. Literaturwissenschaftler Kreiler meint: «Es ist die Ähnlichkeit mit sich selbst.» Er vertritt folgende These: De Vere konnte und wollte sich nicht als Autor der populären Werke zu erkennen geben. Ein Mann in so hoher und verwundbarer Position durfte sich nicht als Autor gemeinmachen mit der Welt der Gaukler, Clowns und Schauspieler. Die literarischen Zeitgenossen respektierten den Wunsch des exzentrischen Adeligen nach Anonymität, und am Hof war man zufrieden, wenn die Truppe auf hohem Niveau gut unterhielt.

Plausibel erklärt Kreiler, weshalb die Hälfte der Dramen Shakespeares erst lange nach de Veres Tod erschienen. Und warum aus der sonst so archivalisch organisierten Adelsgesellschaft kein Manuskript von de Vere erhalten blieb. Er macht dafür einen Schlossbrand verantwortlich, der 1647 die de-Vere-Bibliothek vernichtete, «den Rest der Vergessensarbeit besorgte – im gleichen Jahrzehnt – das puritanische Theaterverbot».

Vermutlich hätten Oxfords Erben das Pseudonym des Meis-Geschichte Ausgabe 3/11 33 Dreharbeiten zu «Anonymous».

Blick hinter die Kulissen des neuen Shakespeare-Films von Roland Emmerich in Babelsberg.

ters nach dessen Tod gelüftet, wenn es nicht zu einem «Betriebsunfall» gekommen wäre: Der Publikation von «Shakespeares Sonetten» im Jahre 1609 durch den findigen Drucker Thomas Thorpe. Mit diesen 154 Gedichten um eine Dreiecksbeziehung sahen sich die Erben und Besitzer der Shakespeare-Manuskripte kompromittiert: Die Sonette legten den Schluss nahe, dass der 18. Earl ein Bastard war!

Also beschlossen sie, «das Pseudonym des Verstorbenen zu sichern und die Verfasserschaft des Earl of Oxford dahinter verschwinden zu lassen», so Kreiler. Ein Vorfall, der sich später wiederholte: Die Erben wollten zwar das Werk herausgeben, aber ohne den Familiennamen des Earl preisgeben zu müssen. Mehr noch: Sie wollten jede Assoziation des Pseudonyms Shakespeare mit dem Namen de Vere ausschliessen.

Bei der Verschleierung half ihnen ein anderer Dramatiker: Ben Johnson. Dieser veröffentlichte 1623 – mit Unterstützung der de-Vere-Familie – das so genannte «First Folio», die Gesamtausgabe der Werke Shakespeares. Darin brachte er den Fingerzeig «The Sweet Swan of Avon» an.

Vervollständigt wurde das Komplott durch das Grabmonument in Stratford, das Shakespeare mit einer Schreibfeder in der Hand zeigt. Die Büste – ein teures Grabmal, das die Familie Shaksper sich gar nicht hätte leisten können! – sowie der Folio-Hinweis sind die einzigen Fakten, auf denen das Wissen um William Shakespeare als Verfasser der Meisterwerke beruht.

Mit Kreilers Worten: Dass es einen Shaksper aus Stratford gab, war für die Nachkommen von de Vere «ein nützlicher Zufall für eine grosse Geschichtsklitterung».

Wenn Kreiler auch keine Beweise vorlegt, so überzeugt er doch mit handfesten Indizien. «You may have theories, but we have the grave», lautet dagegen das Motto, mit dem die Shakespeare-Verwalter in Stratford die Fiktion vom einfachen Mann aus bescheidenen Verhältnissen, der zum Verfasser von Weltliteratur wurde, aufrecht erhalten.

Aus dieser Optik ist es nur konsequent, dass Stanley Wells, Ein nützlicher Zufall für eine grosse Geschichtsklitterung.

Portrait von Edward de Vere. Zeigt es auch Shakespeare?

ein Experte in Stratford, die Beschäftigung mit Kreilers Forschungsergebnissen in einem TV-Interview zurückwies: «Es interessiert mich eigentlich gar nicht», sagte er unumwunden. «In den letzten fünfzig Jahren habe ich so viel Unsinn gelesen, so viele Versuche, dieses oder jenes zu beweisen. Ich habe einfach die Geduld nicht mehr, mich mit weiteren, neuen Versuchen zu beschäftigen.»

Diese Denkfaulheit dürfte auch ökonomisch motiviert sein. Denn an dem Sohn des Handschuhmachers aus Stratford hängt eine ganze Industrie. Das Grabmal-Argument führt zu jährlich über fünf Millionen Besuchern, ohne die das kleine Städtchen bei Birmingham schlicht seiner Existenzgrundlage verlustig ginge.

Und seine akademischen Verwalter gleich mit dazu. Nicht Stratford oder Oxford, sondern Sein oder nicht Sein, das ist hier die Frage.

Literaturforscher Kurt Kreiler: «Shakespeare – Abbildung 2
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Afghanistan: So manipuliert die CIA das deutsche Volk Auf Stippvisite bei Deutschlands Top-Hackern Nr. 41 (2010) Ararat: Schiffswrack auf 4000 Metern Höhe entdeckt! So kuschen TV-Profis vor den ler: Operation ohne Narkose Nr. 42 (2010) Atlantis im Tibet: Das geheime Wissen der Mönche Nazi-Gold: Neue Funde in Geburtsstätte: Beten wir vor Nr. 43 (2011) Maya-Prophezeiung neu entschlüsselt Geheimcode in Goethes Faust: Schiller wurde ermordet!Stimmen aus dem Jenseits Die Insel des Todes Der erste Kalender der Menschheit Zeitriss: Bilder, die es nicht geben tung: Die Strippenzieher der deutschen Politik Nr. 44 (2011) Ist das der 13. Kristallschädel?

Brisante Schätze von Hitler und Himmler in Bayern entdeckt! Dioxin-Skandal von Seveso: Geheime Akten aufgetaucht Der verschollene Donnervogel Das Münster mit dem Teufelsfenster UFO-Schwindler Billy Meier entlarvt und das Rätsel der Tonkrüge

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und frech – und lasst Euch von den Mächtigen da Jetzt gehöre ich schon seit einigen Jahren zu Noch viele Schätze im Boden «Wie aus dem Nichts tauchte in Bayern kürzlich ein weiterer Kristallschädel auf: Das rekordverdächtig schwere Prachtstück befand sich einst offensichtlich im Besitz von Gral-Sucher Otto Rahn und SS-Führer Heinrich Himmler! ‹mysteries› durfte den Kristallschädel exklusiv in Augenschein nehmen – samt einer verschollenen Nazi-Schatzliste von 1945.»

(«mysteries» Nr.2/2011) Woher nehmt Ihr eigentlich die Ideen für alle diese tollen Enthüllungsgeschichten (neue Prophezeiung für 2012 und so)? Kürzlich sprach ich mit meinem deutschen Grossvater in Bayern – er ist mittlerweile 94 Jahre alt! – über den SS-Kristallschädel und er bestätigte mir, dass in Deutschland noch viele wertvolle Schätze im Boden schlummern, aber auch in privatem Besitz. «Ob der Russe, der Amerikaner oder wir Deutschen: Alle haben sich bei Kriegsende doch heimlich bedient», meinte er. «Es ging damals ums nackte Überleben. Heute kann sich kaum einer vorstellen, was damals wirklich los war.» Liebes «mysteries»-Team: Bleibt mutig draussen nicht einschüchtern. Ihr seid auf der richtigen Spur…

Katharina Egli (CH) DHL-Abzocke: Neuer Ärger «Nimmersatt streckt die Deutsche Post ihre Klauen nun auch in die Schweiz aus. Seit 2011 werden fast alle grösseren Privat-Pakete aus Deutschland von der Monopolisten-Tochter DHL Express ausgeliefert und nicht mehr von der eidgenössischen Post.Folge:DHL kämpft mit massiven Problemen. Das Nachsehen hat wie üblich der kleine Kunde. » («mysteries» Nr. 2/2011) Das Editorial ist ja eine Einrichtung, die – zumindest ich – bei vielen Zeitschriften gerne überspringe. Aber Ihre Beiträge lese ich vom ersten bis zum letzten Wort mit grossem Vergnügen und freue mich immer wieder darauf. Sie treffen immer genau ins Schwarze, und das noch auf eine sehr brillante Art und Weise! Davon abgesehen sind die Artikel wieder sehr gut, wie immer.

Das Zweite ist eine kleine Anmerkung zum Artikel über die DHL-Zustellung in der Schweiz. Ich weiss nicht, ob es Euch bekannt ist, dass ein Paket aus Deutschland in die Schweiz (bis 5 Kilo) 30 Euro kostet, das gleiche Paket in die Länder der EU jedoch nur 17 Euro. Früher war das der gleiche Tarif (ich glaube, sogar im letzten Jahr noch). Das ist natürlich auch für mich als Verleger sehr ärgerlich, ich liefere ja auch in die Schweiz. Diese Portokosten stehen in keinem Verhältnis zum Warenwert. So viel zum Thema «DHL-Abzocke»!

Werner Betz (D) Versteckte Botschaft in Kino-Film?

«Existiert tatsächlich ein Foto aus dem 19. Jahrhundert, das einen abgeschossenen Flugsaurier zeigt? Obwohl sich etliche Personen lebhaft an das ‹Donnervogel-Bild› erinnern, ist es bis heute spurlos verschwunden. ‹mysteries› machte sich ebenfalls auf die Suche nach der ominösen Fotografie – im Archiv des berühmtesten Monsterjägers der Welt.»

(«mysteries» Nr.2/2011) Habe gerade den Bericht über den verschollenen Donnervogel gelesen. Auf dieser Seite im Internet glaube ich das Photo gefunden zu haben, von dem Sie berichten:media.abovetop secret.com/media/ 3944/grandpashunt2/ Susanne Rowell (D) Euren (begeisterten) Lesern, die Lektüre Eures neuesten Heftes hat mich aber zugegebenermassen etwas in Aufregung versetzt. Ich beziehe mich auf den Artikel zum «verschwundenen» Foto eines vermeintlichen Flugsauriers.

Zu diesem Thema habe ich zwar direkt nichts Neues zu berichten, Ihr hattet aber im Artikel auch eine Sequenz aus dem Kinofilm «Signs» erwähnt, das ein Alien zeigt, welches unter hysterischen Schreien von Personen in einem Hinterhof gesichtet wird.

Ich habe diesen Film damals im Kino gesehen und hatte mich über die plumpe Inszenierung dieses eigentlich faszinierenden Themas geärgert. Die besagte Alien-Szene ist mir aber fast unauslöschlich in Erinnerung geblieben: Ich bekam in diesen wenigen Sekunden unerklärliches Herzrasen, war wie paralysiert und «wusste» in diesem Augenblick, dass es sich um Originalbilder handelte, die hineingeschnitten worden waren. Ich meine, ich WUSSTE, dass die Bilder echt waren, obwohl ich sie doch unmöglich bereits einmal gesehen haben konnte.

Ich habe «Signs» nie wieder angeschaut, da ich den Film irgendwie hasste. Danach habe ich mir nie wieder Gedanken darüber gemacht. Dass ich jetzt wieder darüber in Eurem Magazin gestolpert bin, hat mich einfach umgehauen.

Auch das Thema mit den verschwundenen zeitgeschichtlichen Dokumenten von 1945 ist beinahe beängstigend. Was geht hier vor sich? Es verschwindet einfach zu viel – das muss endlich ein Ende haben!

Steffen Dirschka (D) Lästige Parasitenplage «Wieso werden revolutionäre Ideen stets von der Minderheit geboren? Ist es nicht symbolisch, dass sich unser Erdball immer schneller im Kreis dreht, seit wir über ihn nachdenken? » («mysteries» Nr.1/2011 ) Ich glaube zu wissen, warum unsere Welt sich immer schneller dreht. Die Welt will den Parasiten «Mensch» los werden. Sie wird die Drehzahl laufend erhöhen, bis durch die Fliehkraft diese ganze dekadente Gesellschaft, auf Nimmerwiedersehen, in den Weltraum geschleudert wird.

H. Streit (D) «Glas-Blume»: Neuer Standort?

Wasabitrick: Warum gerade dort?

Hunderte von Menschen nahmen am 25. Februar 2011 in der Stadtpfarrkirche Sankt Michael in Regen Abschied von drei Bundeswehrsoldaten, die in Afghanistan getötet worden waren. Darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, SPD-Chef Sigmar Gabriel, CSU-Ministerpräsident Horst Seehofer und weitere hochrangige Politiker. Die getöteten Soldaten gehörten dem in Regen stationierten Panzergrenadierbataillon 112 an. Ungute Gefühle weckte die Wahl des Zeremonieortes. Denn in der dortigen Stadtpfarrkirche wimmelt es seit der Renovierung im Jahr 2003 nur so von eindeutigen Freimaurersymbolen, wie «mysteries» bereits 2007 enthüllte (siehe Bild oben). Warum wich Deutschlands Machtelite nicht in ein «christlicheres» Gotteshaus aus?

Freunde der «Gläsernen Blume» dürfen sich freuen: Das DDR-Kunstwerk aus dem Foyer des Palastes der Republik soll endlich wieder blühen. Nach Gesprächen mit den Künstlern und dem Deutschen Museum konkretisiert sich derzeit ein neuer Standort: Die Magdeburger Hyparschale, die demnächst renoviert werden soll. Dazu Karin Meinecke, Vorsitzende des Kulturausschusses im Magdeburger Stadtrat, die auf Anregung von «mysteries» aktiv wurde: «Leider besteht das rund fünf Meter hohe Kunstwerk nicht aus Sicherheitsglas, wie aus heutiger Sicht gefordert. Die Aufstellung hat demnach so zu erfolgen, dass niemand darunter durchgehen kann.» Ergänzend müsse die in etliche Einzelteile demontierte «Glasblume» fachgerecht restauriert werden, wie eine Besichtigung im Museumsdepot ergab. Meinecke: «Es dauert alles ein bisschen lange, aber es geht definitiv voran!»

Wasabi-Nüsse.

Wurden sie tatsächlich mit japanischem Meerrettich gewürzt? Oder tunkte man sie zuvor lediglich in grünen Farbstoff?

Mini-Shuttle: Beginnt jetzt ein neues Wettrüsten im Weltraum?

Misstrauisch blicken Militärbeobachter derzeit in Richtung Pentagon. Grund: Die US-Luftwaffe hat im März 2011 zum zweiten Mal ein unbemanntes Mini-Shuttle (Bild) ins Weltall geschossen – die X-37B. Über Aufgabe und Funktion dieses Nachfolgemodells des klassischen «Space Shuttle» wird heftig gestritten. Denn das Pentagon schweigt eisern über die Hintergründe des neuerlichen «Experimentalfluges». Die X- 37B dürfte vor allem militärischen und Spionage-Zwecken dienen, sind internationale Experten überzeugt. Beginnt damit ein neues Wettrüsten im All?

8 Ausgabe 3/11 News

Querdenker warnt: «Trauen Sie Wikipedia bitte nur bedingt!» Finger weg vom Online-Lexikon «Wikipedia», wenn es um umstrittenes Wissen geht! Das rät der US-Forscher Lloyd Pye (Bild), ehemaliger Geheimagent der US-Armee. «Nichts von dem, was dort über alternatives Wissen zu lesen ist, kann man trauen», betonte er während eines Vortrages in der Schweiz. Pye: «‹Wikipedia› dient nicht der Wahrheitsfindung, sondern dazu, in jeder Hinsicht die herrschende Meinung zu unterstützen. Alles, was davon abweicht, wie es bei alternativem Wissen immer der Fall ist, wird niedergeknüppelt.» Der Mann weiss, wovon er spricht: Seit Jahren lässt Lloyd Pye einen 1930 entdeckten, deformierten menschlichen Totenschädel untersuchen, der ausserirdische Attribute zu besitzen scheint («Starchild Skull»). Zuletzt wurde die Schädel-DNA 2010 vom National Institutes of Health in Maryland unter die Lupe genommen. Auch diese Untersuchung stellte die Wissenschaftler in einigen Punkten vor Rätsel. Weitere Analysen sollen folgen. – Abbildung 2
Querdenker warnt: «Trauen Sie Wikipedia bitte nur bedingt!» Finger weg vom Online-Lexikon «Wikipedia», wenn es um umstrittenes Wissen geht! Das rät der US-Forscher Lloyd Pye (Bild), ehemaliger Geheimagent der US-Armee. «Nichts von dem, was dort über alternatives Wissen zu lesen ist, kann man trauen», betonte er während eines Vortrages in der Schweiz. Pye: «‹Wikipedia› dient nicht der Wahrheitsfindung, sondern dazu, in jeder Hinsicht die herrschende Meinung zu unterstützen. Alles, was davon abweicht, wie es bei alternativem Wissen immer der Fall ist, wird niedergeknüppelt.» Der Mann weiss, wovon er spricht: Seit Jahren lässt Lloyd Pye einen 1930 entdeckten, deformierten menschlichen Totenschädel untersuchen, der ausserirdische Attribute zu besitzen scheint («Starchild Skull»). Zuletzt wurde die Schädel-DNA 2010 vom National Institutes of Health in Maryland unter die Lupe genommen. Auch diese Untersuchung stellte die Wissenschaftler in einigen Punkten vor Rätsel. Weitere Analysen sollen folgen. – Abbildung 3
Querdenker warnt: «Trauen Sie Wikipedia bitte nur bedingt!» Finger weg vom Online-Lexikon «Wikipedia», wenn es um umstrittenes Wissen geht! Das rät der US-Forscher Lloyd Pye (Bild), ehemaliger Geheimagent der US-Armee. «Nichts von dem, was dort über alternatives Wissen zu lesen ist, kann man trauen», betonte er während eines Vortrages in der Schweiz. Pye: «‹Wikipedia› dient nicht der Wahrheitsfindung, sondern dazu, in jeder Hinsicht die herrschende Meinung zu unterstützen. Alles, was davon abweicht, wie es bei alternativem Wissen immer der Fall ist, wird niedergeknüppelt.» Der Mann weiss, wovon er spricht: Seit Jahren lässt Lloyd Pye einen 1930 entdeckten, deformierten menschlichen Totenschädel untersuchen, der ausserirdische Attribute zu besitzen scheint («Starchild Skull»). Zuletzt wurde die Schädel-DNA 2010 vom National Institutes of Health in Maryland unter die Lupe genommen. Auch diese Untersuchung stellte die Wissenschaftler in einigen Punkten vor Rätsel. Weitere Analysen sollen folgen. – Abbildung 4
Querdenker warnt: «Trauen Sie Wikipedia bitte nur bedingt!» Finger weg vom Online-Lexikon «Wikipedia», wenn es um umstrittenes Wissen geht! Das rät der US-Forscher Lloyd Pye (Bild), ehemaliger Geheimagent der US-Armee. «Nichts von dem, was dort über alternatives Wissen zu lesen ist, kann man trauen», betonte er während eines Vortrages in der Schweiz. Pye: «‹Wikipedia› dient nicht der Wahrheitsfindung, sondern dazu, in jeder Hinsicht die herrschende Meinung zu unterstützen. Alles, was davon abweicht, wie es bei alternativem Wissen immer der Fall ist, wird niedergeknüppelt.» Der Mann weiss, wovon er spricht: Seit Jahren lässt Lloyd Pye einen 1930 entdeckten, deformierten menschlichen Totenschädel untersuchen, der ausserirdische Attribute zu besitzen scheint («Starchild Skull»). Zuletzt wurde die Schädel-DNA 2010 vom National Institutes of Health in Maryland unter die Lupe genommen. Auch diese Untersuchung stellte die Wissenschaftler in einigen Punkten vor Rätsel. Weitere Analysen sollen folgen. – Abbildung 5
Querdenker warnt: «Trauen Sie Wikipedia bitte nur bedingt!» Finger weg vom Online-Lexikon «Wikipedia», wenn es um umstrittenes Wissen geht! Das rät der US-Forscher Lloyd Pye (Bild), ehemaliger Geheimagent der US-Armee. «Nichts von dem, was dort über alternatives Wissen zu lesen ist, kann man trauen», betonte er während eines Vortrages in der Schweiz. Pye: «‹Wikipedia› dient nicht der Wahrheitsfindung, sondern dazu, in jeder Hinsicht die herrschende Meinung zu unterstützen. Alles, was davon abweicht, wie es bei alternativem Wissen immer der Fall ist, wird niedergeknüppelt.» Der Mann weiss, wovon er spricht: Seit Jahren lässt Lloyd Pye einen 1930 entdeckten, deformierten menschlichen Totenschädel untersuchen, der ausserirdische Attribute zu besitzen scheint («Starchild Skull»). Zuletzt wurde die Schädel-DNA 2010 vom National Institutes of Health in Maryland unter die Lupe genommen. Auch diese Untersuchung stellte die Wissenschaftler in einigen Punkten vor Rätsel. Weitere Analysen sollen folgen. – Abbildung 6
Querdenker warnt: «Trauen Sie Wikipedia bitte nur bedingt!» Finger weg vom Online-Lexikon «Wikipedia», wenn es um umstrittenes Wissen geht! Das rät der US-Forscher Lloyd Pye (Bild), ehemaliger Geheimagent der US-Armee. «Nichts von dem, was dort über alternatives Wissen zu lesen ist, kann man trauen», betonte er während eines Vortrages in der Schweiz. Pye: «‹Wikipedia› dient nicht der Wahrheitsfindung, sondern dazu, in jeder Hinsicht die herrschende Meinung zu unterstützen. Alles, was davon abweicht, wie es bei alternativem Wissen immer der Fall ist, wird niedergeknüppelt.» Der Mann weiss, wovon er spricht: Seit Jahren lässt Lloyd Pye einen 1930 entdeckten, deformierten menschlichen Totenschädel untersuchen, der ausserirdische Attribute zu besitzen scheint («Starchild Skull»). Zuletzt wurde die Schädel-DNA 2010 vom National Institutes of Health in Maryland unter die Lupe genommen. Auch diese Untersuchung stellte die Wissenschaftler in einigen Punkten vor Rätsel. Weitere Analysen sollen folgen. – Abbildung 7
Querdenker warnt: «Trauen Sie Wikipedia bitte nur bedingt!» Finger weg vom Online-Lexikon «Wikipedia», wenn es um umstrittenes Wissen geht! Das rät der US-Forscher Lloyd Pye (Bild), ehemaliger Geheimagent der US-Armee. «Nichts von dem, was dort über alternatives Wissen zu lesen ist, kann man trauen», betonte er während eines Vortrages in der Schweiz. Pye: «‹Wikipedia› dient nicht der Wahrheitsfindung, sondern dazu, in jeder Hinsicht die herrschende Meinung zu unterstützen. Alles, was davon abweicht, wie es bei alternativem Wissen immer der Fall ist, wird niedergeknüppelt.» Der Mann weiss, wovon er spricht: Seit Jahren lässt Lloyd Pye einen 1930 entdeckten, deformierten menschlichen Totenschädel untersuchen, der ausserirdische Attribute zu besitzen scheint («Starchild Skull»). Zuletzt wurde die Schädel-DNA 2010 vom National Institutes of Health in Maryland unter die Lupe genommen. Auch diese Untersuchung stellte die Wissenschaftler in einigen Punkten vor Rätsel. Weitere Analysen sollen folgen. – Abbildung 8

Überraschender Fund auf der Insel Malta: Zwischen den bis heute unerklärlichen «Schleifspuren» im dortigen Kalksteinboden glauben zwei deutsche Privatforscher, offensichtlich «versteinerte» Abdrücke mit jeweils vier Zehen entdeckt zu haben. Erodierte Fussspuren riesenhafter Kreaturen?

Sie geben Archäologen bis heute unlösbare Rätsel auf: Die seltsamen «Karrenoder Schleifspuren» (englisch: «Cart Ruts») auf der Insel Malta – meist parallel verlaufende, teils bis zu 40 Zentimeter tiefe und hunderte Meter lange Ausschürfungen im dortigen Kalksteinboden. Entstehungszeit: Um 2300 bis 100 v. Chr. – vermutlich gar noch weitaus älter. Handelt es sich um Wagenspuren?

Oder um einstige Bewässerungskanäle?

Kein Experte hat darauf bis heute eine schlüssige Antwort parat.

Anfangs April 2011 besuchte das private Forscherduo Chris Dimperl und Tom Distler den südeuropäischen EU-Inselstaat. Dabei entdeckten die zwei Deutschen zwischen den Ortschaften Zebbiegh (Zebbieh) und Mgarr im westlichen Inselabschnitt «Cart Ruts», die bislang so gut wie keine Erwähnung fanden, wie Dimperl betont.

Neue Spuren entdeckt «Wir haben an diesem Tag zu Fuss die von Touristen kaum frequentierten Tempelanlagen von Skorba in Zebbigh und Ta Hagrat in Mgarr besichtigt», ergänzt Tom Distler. «Am Ortsende von Zebbiegh wurden wir dann überraschend fündig – dort, wo sich sonst kaum ein Ausländer hin verirrt.» Doch das war noch nicht alles: Zwischen den dortigen, bislang unbekannten «Cart Ruts» bemerkten die beiden Deutschen auch auffällig grosse, offenbar erodierte «Fussabdrücke», die man aufgrund von Form und Beschaffenheit mit etwas Fantasie riesenartigen Wesen zuordnen könnte, wie sie heute noch in unseren Mythologien vorkommen.

Während Distler eine natürliche Erosion vermutet, ist Dimperl anderer Meinung: «Bei manchen der Abdrücke lassen sich sogar Zehen und Fussballen erkennen!» betont er. «Erstaunlich, dass diese teils bis zu geschätzten 50 Zentimeter langen Abrücke nur vier statt fünf Zehenabdrücke aufweisen.» Für diese Interpretation spräche zudem eine gewisse Regelmässigkeit der Spuren. Dimperl weiter: «Auffallend auch, dass sich der ‹grosse Zeh› wie beim Menschen immer an der Innenseite Fussabdrücke oder eine Laune der Natur? Hier wurden die zwei Deutschen fündig.

befindet und perfekt zum dort vorgefundenen Schrittbild passt.» Die offensichtlichen Fussabdrücke würden also nicht wild und ohne erkennbaren Zusammenhang in der Gegend verlaufen, «sondern fügen sich harmonisch in das auch von Menschen gewohnte Schrittbild ein».

Trieben auf Malta in grauer Vorzeit riesenhafte Kreaturen ihr Unwesen? Um Klarheit darüber zu erlangen, ob es sich tatsächlich um versteinerte Fussabdrücke handelt und nicht nur um eine Laune der Natur, hoffen die zwei Forscher nun, dass Wissenschaftler, «ihre» Spuren bald unter die Lupe nehmen, vermessen und gegebenenfalls weiter untersuchen.

Nach jahrzehntelangem Schweigen öffnet das «Haus der Natur» in Salzburg endlich seine Archive – zur «Aufarbeitung und Offenlegung» der Geschichte während der Kriegszeit. Grund: Das naturwissenschaftliche Museum beherbergt Exponate der SS-Ahnenerbe-Expedition von Ernst Schäfer nach Tibet (1938 – 1939).

Rittmeister von Alten. So bildete ihn 1950 die «Quick» im KZ von Italien ab.

schädel fast schon für ein Butterbrot andrehten. Eigentlich hat der Mann derzeit nur zu verlieren – vor allem seinen geschäftlichen Ruf. Warum sollte er uns anschwindeln, wenn wir ihn jederzeit auffliegen lassen könnten? Erst kürzlich teilte er uns zudem mit: «Ein weiterer Brief des Rittmeisters aus Moskau ist meines Wissens mittlerweile leider verschollen.»

Umstritten bleibt dagegen, ob der Schädel wirklich aus dem Besitz von Gralsucher Otto Rahn stammt, wie die Nazi-Schatzliste vermuten lässt. Jenem Forscher also, der bis 1939 mit Himmler kooperierte. Zumindest kursieren bis heute Gerüchte, dass deutsche Agenten von Himmlers SS-«Forschungsgemeinschaft Ahnenerbe» um 1943 in Brasilien verhaftet worden seien, als sie auf der Suche nach Kristallschädeln waren. So vermeldete es am 12. September 2002 die russische «Pravda».

Und bereits ab 1935 quälten sich deutsche Nazis um Otto Schulz-Kampfhenkel am Amazonas monatelang durch den Regenwald. Ihre Beute: Zentnerweise «Kulturgegenstände» der brasilianischen Indios. In Tibet fahndeten Himmlers Helfer derweil ebenfalls nach «arischen Wurzeln» und okkulten Relikten (siehe Artikel rechts). Fortsetzung folgt – versprochen!

44 Ausgabe 3/11

SS-Expedition nach Tibet: Museum öffnet Archive – Abbildung 2
SS-Expedition nach Tibet: Museum öffnet Archive – Abbildung 3

Mein Grossvater sass auf des Zaren Schoss und sang ihm Lieder vor.

Von herrschaftlicher Herkunft? Der Immobilienmakler Hermann Alexander Beyeler ist überzeugt, ein direkter Nachfahre des russischen Zaren zu sein. Der endgültige Beweis steht zwar noch aus – doch spricht einiges für die Annahme des Schweizers.

tete private Dokumente. Sein Grossvater, so deuteten diese «Diese Häufung kann kein Zufall sein», ist der Schweizer Schreiben und Papiere immer wieder mirakulös an, stehe in eiüberzeugt. Definitiv bewiesen ist seine kaiserliche Herkunft alnem ganz besonderen Verhältnis zu Alexander III. Beyelers lerdings noch nicht. «Wir haben in einem Labor in Zürich ein- Mutter und weitere ältere Verwandte bestätigten ihm schliessmal eine DNA-Analyse machen lassen – mit Marken von Brielich, was in den Familienpapieren nur umschrieben wurde: fen, die mein Grossvater Franciszek Lisicki versendet hat», Hermann Alexander Beyelers Grossvater sei ein unehelicher erzählt Beyeler. Die Übereinstimmung habe eine «hohe Punkt-Sohn eines Zaren!

zahl» erreicht. Allerdings nicht hoch genug, um die Analyse als beweiskräftig bezeichnen zu können.

Heimliche Geliebte des Zaren Er sei zwar grundsätzlich zu einer wissenschaftlich fun- Alexander III. (1845 bis 1894) war der zweitletzte Zar Russdierten Analyse bereit, betont Beyeler, aber diese würde einen lands und Vater des berühmten Nikolaus II. – den die Bolscheenormen Aufwand bedeuten. «Möglicherweise inklusive der wiken später brutal ermordeten. Er besass in Spala, ganz in der Exhumierung meines Grossvaters.» Und im Prinzip sei es ihm Nähe des Dorfes, aus dem Beyelers Familie stammt, ein Jagd- «auch wurscht», ob seine Abstammung wirklich belegt ist oder schloss. Bei einem seiner Aufenthalte dort habe Alexander III.

nicht, winkt Beyeler im Gespräch mit «mysteries» ab. «Ich eine heimliche Liaison mit Beyelers Urgrossmutter begonnen.

muss und will niemandem etwas beweisen.» Er habe in dieser Dieser Romanze entsprang schliesslich Beyelers Grossvater Hinsicht «keinerlei Ansprüche und Ambitionen – weder politi- Franciszek.

sche noch finanzielle.»

Offiziell hat sich Alexander III. zwar nie zu seinem uneheli- Das darf man Beyeler tatsächlich abnehmen. Immerhin ist chen Sprössling bekannt. «Doch meine älteste Tante berichteder gebürtige Luzerner mittlerweile ein schwerreicher Unterte mir, dass er – wenn er mal wieder in Spala war – meinen nehmer. Er hat sich hochgearbeitet – vom einfachen Lackierer Grossvater Franciszek oft zu sich rief. Und dies, obwohl der Zar in Vaters Werkstatt zum Immobilienmakler.

zu dieser Zeit nur wenige Besuche empfing», so Beyeler. Der «Es ist doch schlicht für jeden schön zu wissen, woher er damals noch kleine Bub habe auf dem Schoss des Zaren sitzen stammt. Und darum geht es auch mir», betont Beyeler. Für ihn und ihm Lieder vorsingen dürfen.

sei es mittlerweile sicher, dass er ein Abkomme der Zarenfami-Vor Jahren beauftragte Beyeler den professionellen Ahnenlie ist – das genüge ihm. Zudem sei eine Verwandtschaft mit forscher Andrzej Slowicki, seine familiäre Vergangenheit weiden alten Herrschern doch geradezu offensichtlich, sagt der ter zu durchleuchten. Bisheriges Resultat der noch immer an- Geschäftsmann. Er zeigt auf die diversen alten Portraits der dauernden Forschungsarbeit: Es gibt zahlreiche Indizien, Zarenfamilie, die vor ihm liegen. Und tatsächlich: Betrachtet Anzeichen und Hinweise darauf, dass Beyeler tatsächlich ein man die Bilder von Alexander III. und Hermann Alexander Beyedirekter Nachfahre des Zaren ist.

ler ist eine gewisse Ähnlichkeit nicht von der Hand zu weisen.

Geschichte Nicht nur aufgrund des dichten Vollbarts, den beide stolz tragen. «Mein Grossvater wiederum ähnelte dem Neffen von Alexander III. – dem Grossfürsten Kirill Vladimirowitsch», sagt Beyeler. Und auch Aussenstehnde seien immer wieder überrascht, wie sehr seine Tochter Paula der Zarentochter Anastasia gleiche.

Seine Ähnlichkeit mit dem alten Herrschergeschlecht habe auf Geschäftsreisen in Russland und der Ukraine schon zu kuriosen Szenen geführt. «Am Flughafen von Moskau kam plötzlich eine ältere Frau auf mich zu und bekreuzigte sich hektisch», erzählt Beyeler. «Und sie flüsterte dabei: Der Zarewitsch ist zurück!» Und in St. Petersburg habe ihm aus dem gleichen Grund eine Rosenverkäuferin aufgeregt sämtliche ihrer Blumen schenken wollen.

Beyeler pflegt heute enge Kontakte zum offiziellen Russland. «Ich gehe in der Botschaft ein und aus und werde dort wie ein Freund empfangen», erzählt er. Man respektiere ihn. Das Thema seiner Herkunft wird allerdings eher diskret behandelt. «Nur im Scherz und mit einem Lachen begrüsst man mich im engen Kreis gelegentlich als ‹der Zarewitsch›.»

Besitzer eines echten Rubens Nach einer kurzen Pause ergänzt Beyeler vielsagend: «Sie können aber sicher sein, dass Russland mehr über meine Herkunft Bescheid weiss als ich selbst. Die haben ganz andere Möglichkeiten, das abzuklären – und werden es garantiert auch schon getan haben.»

Beyeler betätigt sich sowohl in der Schweiz als auch in Osteuropa als Mäzen. Er sponsert Jugendfussballteams, stattete die Suworow-Kadetten mit neuen Instrumenten aus, fördert die junge ukrainische Sopranistin Anna Bratus. Zudem beschickt der Luzerner Kunstausstellungen, denn seine Sammlung birgt wahre Schätze: Unter anderem einen echten Rubens, die «Ceres». Gekauft hatte der Unternehmer das Werk noch als Rubens-Kopie. Doch Gutachter gehen mittlerweile davon aus, dass das Gemälde doch von des Meisters Hand stammt, lange verschollen war – und deshalb unermesslich wertvoll ist.

Auch die Kunstexperten der Eremitage in St. Petersburg sind dieser Auffassung. Das grosse Museum besitzt das berühmte Schwesterbild des Gemäldes. Und Beyeler durfte seine Ceres in dem renommierten Kunsthaus sogar schon ausstellen.

Doch was für den Schweizer Kunstsammler an seinem Rubens-Werk viel aufregender ist als dessen finanzieller Wert: Das Schwesterbild seiner Ceres, das in St. Petersburg ausgestellt ist, hatte Katharina die Grosse (1729 bis 1796) gekauft, die russische Kaiserin. Für Beyeler nicht Zufall, sondern Fügung: «Das Bild habe ich damals aus einem Bauchgefühl heraus erstanden. Ich hatte gespürt, dass es zu mir wollte.»

Noch weitere Kostbarkeiten mit Bezug zur Zarenfamilie seien so in seinen Besitz gelangt. So lüftet Beyeler gegenüber «mysteries» erstmals ein weiteres Geheimnis: Der Schweizer besitzt eine Totenmaske von Alexander III. – seinem Urgrossvater. Nach dem Tod des Zaren seien zwei Gesichtsabdrücke erstellt worden. «In meinem Tresor liegt die Totenmaske mit der Historische Rarität.

Oben die Totenmaske von Alexander III., die heute im Besitz von Beyeler ist. Im Inneren der Kostbarkeit: Der Schriftzug «Alexander III.» und die Unterschrift des Erschaffers, des Bildhauers Michail Anikuschin.

Nummer 2», so Beyeler. Wie er in den Besitz des wertvollen Stückes gekommen ist – dazu will der Sammler nichts sagen.

«Irgendwie finden diese Dinge zu mir» Gegenwärtig prüft der Immobilienmakler zudem den Kauf eines prächtigen Colliers – vermutlich aus dem Besitz von Alexander II. Den exklusiven Halsschmuck liess der Zar wohl zur Hochzeit seiner Tochter Maria Alexandrowna anfertigen. Ein Luzerner Juwelier hat Beyeler das kostbare Stück nun angeboten. «Irgendwie finden diese Dinge alle zu mir», schwärmt Beyeler begeistert. Falls er das Collier erwerben kann, möchte er es in Russland ausstellen. Die Totenmaske seines Urgrossvaters soll einst sogar als Dauerleihgabe in Russland bleiben, kündigt der Unternehmer an.

Ganz generell will Beyeler seine Verbindungen und Projekte mit dem östlichen Nachbarn weiter intensivieren. Nicht nur geschäftlich und kulturell. So beabsichtigt der Schweizer, in der russischen Provinz in Zukunft eine Krankenstation aufzubauen. Das sei er dem russischen Volk angesichts seiner Herkunft schuldig, findet er. «Die Zaren waren schliesslich nicht immer nur Nette.»

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52 Ausgabe 3/11 – Abbildung 3