Riesen: Trieben Sie Einst Auch Auf Malta Ihr Unwesen?
Überraschender Fund auf der Insel Malta: Zwischen den bis heute unerklärlichen «Schleifspuren» im dortigen Kalksteinboden glauben zwei deutsche Privatforscher, offensichtlich «versteinerte» Abdrücke mit jeweils vier Zehen entdeckt zu haben. Erodierte Fussspuren riesenhafter Kreaturen?
Sie geben Archäologen bis heute unlösbare Rätsel auf: Die seltsamen «Karrenoder Schleifspuren» (englisch: «Cart Ruts») auf der Insel Malta – meist parallel verlaufende, teils bis zu 40 Zentimeter tiefe und hunderte Meter lange Ausschürfungen im dortigen Kalksteinboden. Entstehungszeit: Um 2300 bis 100 v. Chr. – vermutlich gar noch weitaus älter. Handelt es sich um Wagenspuren?
Oder um einstige Bewässerungskanäle?
Kein Experte hat darauf bis heute eine schlüssige Antwort parat.
Anfangs April 2011 besuchte das private Forscherduo Chris Dimperl und Tom Distler den südeuropäischen EU-Inselstaat. Dabei entdeckten die zwei Deutschen zwischen den Ortschaften Zebbiegh (Zebbieh) und Mgarr im westlichen Inselabschnitt «Cart Ruts», die bislang so gut wie keine Erwähnung fanden, wie Dimperl betont.
Neue Spuren entdeckt «Wir haben an diesem Tag zu Fuss die von Touristen kaum frequentierten Tempelanlagen von Skorba in Zebbigh und Ta Hagrat in Mgarr besichtigt», ergänzt Tom Distler. «Am Ortsende von Zebbiegh wurden wir dann überraschend fündig – dort, wo sich sonst kaum ein Ausländer hin verirrt.» Doch das war noch nicht alles: Zwischen den dortigen, bislang unbekannten «Cart Ruts» bemerkten die beiden Deutschen auch auffällig grosse, offenbar erodierte «Fussabdrücke», die man aufgrund von Form und Beschaffenheit mit etwas Fantasie riesenartigen Wesen zuordnen könnte, wie sie heute noch in unseren Mythologien vorkommen.
Während Distler eine natürliche Erosion vermutet, ist Dimperl anderer Meinung: «Bei manchen der Abdrücke lassen sich sogar Zehen und Fussballen erkennen!» betont er. «Erstaunlich, dass diese teils bis zu geschätzten 50 Zentimeter langen Abrücke nur vier statt fünf Zehenabdrücke aufweisen.» Für diese Interpretation spräche zudem eine gewisse Regelmässigkeit der Spuren. Dimperl weiter: «Auffallend auch, dass sich der ‹grosse Zeh› wie beim Menschen immer an der Innenseite Fussabdrücke oder eine Laune der Natur? Hier wurden die zwei Deutschen fündig.
befindet und perfekt zum dort vorgefundenen Schrittbild passt.» Die offensichtlichen Fussabdrücke würden also nicht wild und ohne erkennbaren Zusammenhang in der Gegend verlaufen, «sondern fügen sich harmonisch in das auch von Menschen gewohnte Schrittbild ein».
Trieben auf Malta in grauer Vorzeit riesenhafte Kreaturen ihr Unwesen? Um Klarheit darüber zu erlangen, ob es sich tatsächlich um versteinerte Fussabdrücke handelt und nicht nur um eine Laune der Natur, hoffen die zwei Forscher nun, dass Wissenschaftler, «ihre» Spuren bald unter die Lupe nehmen, vermessen und gegebenenfalls weiter untersuchen.



