«Hast Du je darüber gedacht, lieber Leser, dass die Welt Deiner Sinne die einzige Welt ist, die Du hast? Dass, wenn Du nicht sehen, nicht hören, nicht riechen, nicht schmecken und nicht berühren könntest, es keine Welt gäbe, selbst wenn Deine Seele in einem Körper gefangen wäre?»

«Der grösste Teil der menschlichen Rasse ist tierisch und wirkt nur aus Höflichkeit menschlich.»

«Niemals kann das Endliche das Unendliche entdecken!»

«Und jedes lebendige Wesen ist ein Engel für das nächst untere Wesen.»

«Der, den ich für meinen Freund halte, mag in Wirklichkeit ein Feind sein, aber wenn ich mit dem Gedanken sterbe, dass er mein Freund ist, nehme ich diese Vorstellung mit ins Jenseits – und umgekehrt.»

«Es ist seltsam, dass die menschliche Natur sich in dem Moment, wenn sie von dem richtigen Weg abweicht, ihres Vergehens bewusst wird und trotzdem das Gefühl hat, ihren Gelübden treu geblieben zu sein.»

«Wenn ein Mensch sich krank glaubt, wird er krank werden.»

«Ein Körper muss mit seiner ganzen Muskelkraft beten, wenn man eine Antwort auf seine physischen Bedürfnisse haben will.»

«So pflanze ich ein Samenkorn. Es wird wachsen, blühen und Früchte tragen. Der, der die Pflanze säte, wird vergessen sein, nicht aber die Pflanze.»

«Und denke immer daran, dass der wahre Magier nie über sich selbst oder über seine Arbeit spricht.»

nizierten via kabellosem Bildtelefon (‹wireless, combined telephonic and photographic image transmitters›) mit unseren Freunden zu Hause.»

Und: «Der fortwährende Betrieb der Klimaanlage (‹air dispenser›) im Luftschiff war unerträglich anzuhören in der schrecklichen Ruhe.» Doch damit nicht genug. Denn: «Bei uns zu Hause war schönes Wetter, doch Menax teilte uns aus weiter Ferne über den Bildschirm des Bildtelefons im Flugschiff mit, dass die Wetterstation einen Sturm voraussagte.»

Wetterprognosen via Bildtelefon von Angesicht zu Angesicht – und das über ganze Kontinente hinweg? Ja! Oder um es mit den Worten von Frederick Oliver vor über 100 Jahren auszudrücken: «Wie wäre es, wenn wir unsere Kommunikationspartner sehen, hören, mit ihnen sprechen und von ihnen dabei gesehen werden könnten, ganz gleich in welcher Entfernung, drahtlos und nur über die magnetischen Ströme des Globus? (…)

Wir würden nie mehr Trennungsschmerz in Bezug auf unsere Freunde empfinden.

Geschichte Ausgabe 2/09 Wir könnten jeder Nachfrage im Handel sofort nachkommen und unsere Armee in Kriegszeiten innerhalb von 24 Stunden rund um den Globus senden…»

Fast schon unglaublich mutet es an, wenn im Buch an anderer Stelle die Rede davon ist, dass der Autor auf einer Höhlenexpedition nach einigen Kilometern bemerkt, «dass ich den Vibrator (‹vibrator›) meines kleinen portablen Bildtelefons verloren hatte, mit dem ich Kontakt mit dem Rest der Welt hätte aufnehmen können. Das Gerät war damit nutzlos…» Hand aufs Herz: Wer – ausser vielleicht Jules Verne – mochte um die Jahrhundertwende wirklich ahnen, dass Funk- und Bildtelefone dereinst Realität werden und mittlerweile noch dazu mit Vibratoren oder Akkus ausgestattet sein würden?

Zugegeben: Bereits 1843 hatte der Schotte Alexander Bain eine elektromechanische Erfindung ausgetüftelt, mit der sich Bilder zeilenweise abtasten und somit künftig auch übertragen liessen. Hatte der «jugendliche Schwärmer» Frederick Oliver also nur einen fantasievollen Glückstreffer gelandet? Kaum – denn mit Mobil-Handys, wie wir sie heute kennen und sie in «Phylos» nahezu identisch beschrieben sind, hatten derlei Verfahren so gut wie gar nichts zu tun. Vielmehr feierte das erste funktionstüchtige Bildtelefon seine Premiere erst 1929, an der deutschen Funkausstellung in Berlin («Fernsehsprechzelle» oder «Gegensehanlage») – und das bei einer aus heutiger Sicht reichlich kümmerlich anmutenden Übertragungsdistanz von einigen wenigen Metern.

Ausserdem wimmelt Frederick Spencer Olivers Buch nur so von weiteren technischen Beschreibungen – wohlgemerkt alle bereits vor weit über 100 Jahren erstmals beschrieben: Darunter ein Minifotoapparat («pocket photographic apparatus») oder ferngesteuerte Gefährte mit elektronisch gesteuerten Schiebetüren («Keine Hand hatte dieses Fahrzeug gelenkt, und seine Türe öffnete sich, als es vor uns hielt.»).

Auch die tägliche Ausstrahlung von Nachrichtensendungen via Radio wird im «Phylos»-Manuskript 1894 realitätsgetreu vorweggenommen: «An einem Tisch, der völlig mit Büchern bedeckt war, sass der Kaiser und lauschte einer melodiösen Stimme, die ihm die Neuigkeiten des Tages berichtete und deren Körper nicht sichtbar war. (…) Dann drehte er sich in Richtung eines Kastens, der aussah wie eine moderne Musikbox, und drehte mit einem sanften Klicken einen kleinen Schlüssel um. Augenblicklich verstummte die Stimme des unsichtbaren Sprechers mitten im Wort. (…) Mir war bewusst, dass ich zum ersten Mal einer sprachlichen Nachrichtenaufzeichnung zugehört hatte, von denen ich schon oft vernommen hatte.»

Zur Erinnerung: Am 6. November 1919 sendete der niederländische Fabrikant Hanso Schotanus à Steringa Idzerda aus seiner privaten Wohnung in Den Haag die erste Hörfunksendung. Und erst 1920 – viele Jahre nach der Veröffentlichung des «Phylos»-Buches – nahm in Pittsburgh (USA) die erste kommerzielle Radiostation der Welt ihren Betrieb auf.

Sogar ein Elektrogewehr wird beschrieben Anschliessend beschreibt der Autor noch treffsicherer ein Elektrogewehr: «Ausser dem Bildtelefon führte ich noch ein Gewehr mit mir – nicht zu vergleichen mit den heutigen, denn es wurde mit Elektrizität betätigt.» («It’s propulsive force was electricity.») Zu Erinnerung: Das wohl erste funktionstüchtige elektrische Gewehr der Welt wurde erst während des 2. Weltkriegs erfunden und vom deutschen Erfinder bei Kriegsende heimlich den Amerikanern verkauft, wie «mysteries» in Ausgabe Nr. 3/2008 enthüllte.

Später ist im Phylos-Manuskript gar von einer einen Meter langen und 45 Zentimeter hohen Apparatur in einer «Kassette aus Glas» mit allerlei technisch anmutenden Rädchen und Spulen die Rede, die einem an modernste Digitaldruckmaschinen oder Mikro-Kopiergeräte der Neuzeit erinnert. Eine Art «Profi-Scanner samt Stimmerkennung», mit dessen Hilfe sich via Computersteuerung in Minutenschnelle ganze Broschüren drucken, schneiden und heften liessen: «Sohma näherte sich dieser mechanischen Schönheit und sprach in ein Mundstück, während er mir erklärte, wie alles funktionierte. Er sagte, dass er nah an dem Mundstück bliebe, damit seine Worte aufgezeichnet, gedruckt und gebunden in Form einer kleinen Broschüre herauskommen können. (…) Nach sehr kurzer Zeit ertönte die Klingel, und es erschien ein gebundenes Büchlein mit der Rede von Sohma, das in eine äussere Schachtel der Glaskassette fiel.»

Neben «Fernsehbrillen» werden auch «Hörbücher» beschrieben: «Phyris wählte ein Buch von der Erde – Shakespeare – und stellt es auf eine Maschine, welche die Seiten automatisch umblätterte. Die Buchseiten wurden von starkem elektrischem Licht beleuchtet, dessen Strahlen sich auf einer Metallplatte reflektierten.

Unsichtbare Räder drehten sich im In-Ausgabe 2/09 Geschichte Prophezeiungen aus dem «Phylos»-Buch (1905): «Das Ende der Welt naht mit den Soldaten in Blau…»

«Ihr werdet eine Entdeckung machen, welche die wissenschaftliche Welt auch bald machen wird, nämlich dass das Licht – egal, welche Art von Licht, ob von der Sonne oder einer anderen Quelle – dazu verwendet werden kann, Geräusche zu erzeugen. An diese Entdeckung sind einige der erstaunlichsten Entdeckungen geknüpft, von denen Deine Zeit nur in Visionen geträumt hat.»

«Dennoch wirst Du immer nur das entdecken, was Deinem Geist und Deiner seelischen Entwicklung entspricht. Verflucht sei der Tag, an dem der Mensch blind versucht, in die Geheimnisse des Allmächtigen vorzudringen!»

«Keine grosse Reform noch irgendetwas wirklich Gutes kann das Ziel in einem Jahrhundert, Jahrzehnt oder Jahr erreichen, wenn es die Zahl 9 trägt.

Die Jahre, die der Morgenröte vorangehen, sind die dunkelsten von allen.»

«Muss das grossartige Amerika – zusammen mit dem Rest der Welt – das gleiche Unheil wie Atlantis erleiden? Leider! Die Katastrophe wird schlimmer sein, kommt aber durch das Feuer und nicht durch das Wasser.»

«Und wenn die Menschen ihre Menschlichkeit erreicht haben, wird die Erde nicht mehr ihr Planet sein.»

«Die Soldaten werden sich gegen diese Repräsentanten, die Reichen (…)

dieser Welt, auflehnen. Später werden sich die Krieger aufteilen, in gesetzlose Banden, mit dem versessenen Wunsch, ihre islamischen («ishmaelitish») Neigungen gegeneinander zu befriedigen (…) Dieser lieblose Kampf wird beendet durch die Natur. (…) Brutal und schnell (…) kommen gewaltige Seuchen, wie es keine zuvor in der Geschichte je gab, welche die Welt auf den Kopf stellen werden…»

«Wenn Ihr Jerusalem umzingelt von Armeen seht, wisst Ihr, dass die Zerstörung nahe ist. (…) Liebe Freunde, wisst Ihr, was der Name Jerusalem bedeutet?

Vision des Friedens! (…) Aber nun ist die ‹Vision des Friedens› endgültig umzingelt von den Armeen. Die letzte Lücke wird gefüllt werden von den Soldaten in Blau (…) mit ihren Mammon-Fesseln, die sie der ausländischen Bevölkerung in tropischen Regionen aufzwingen.»

«Der Zorn Gottes ist die Strenge der Liebe.»

«Meine Vorhersagen sind bereits in grosser Zahl eingetroffen. Sie werden sich alle verwirklichen.»

Geschichte Ausgabe 2/09 nern eines Kastens und eine Stimme erklang aus einem runden Lautsprecher (‹funnel-shaped mouthpiece›). Zu meiner Freude hörte ich den Text des Meisterwerks, Seite für Seite. Jede Person hatte ihre eigene, entsprechende Stimme…»

Frederick Spencer Oliver starb am 15. November 1899 in Los Angeles, im Alter von nur gerade 33 Jahren an Blutarmut, nach Einnahme schädlicher Medizin.Dies,nachdem er jahrelang verzweifelt nach einem Verleger gesucht hatte und sein Manuskript 1894 und 1899 copyrechtlich schützen liess, wie in der Erstausgabe juristisch korrekt dokumentiert ist. Abgeschlossen hatte er sein Buch bereits 1886, während seiner beruflichen Tätigkeit als «Telegraph Editor» der «Morning Press» in Santa Barbara.

Erstmals in gedruckter Form veröffentlicht wurde seine kuriose Erzählung schliesslich 1905 – posthum durch seine Mutter Mary Elizabeth Manley-Oliver.

Ihr ist es zu verdanken, dass uns die futuristisch anmutenden Erinnerungen ihres Sohnes überliefert blieben.

Literarisch mag «Phylos, der Tibeter» durchaus ein paar Schwachstellen aufweisen – schliesslich schreibt hier kein Profi, sondern ein ebenso junger wie begnadeter Erwachsener.

Kommt dazu, dass das Manuskript seinen Lesern ob der biblisch angehauchten Sprache und vieler philosophisch mehr als detaillierten Passagen keine leichte Kost bietet.

Vielleicht schillert es deswegen aber umso farbiger und berührt Suchende in einigen Passagen inhaltlich gar tiefer als manchem lieb sein mag.

Ob Fredericks autobiographisch anmutende Beschreibung von Atlantis echt oder fiktiv scheint, muss jeder selber entscheiden. Gewiss ist: Der junge Mann wusste vor 100 Jahren besser über die heutige Zeit Bescheid, als es ihm das Wissen seines Jahrhunderts erlaubt hätte.

Anmerkung: Alle Zitate in diesem Text gründen auf der deutschen Buchfassung («Phylos, der Tibeter», Hesper 2007, ISBN 978-3000217067). Die technologischen Passagen wurden von «mysteries» mit der englischen Originalausgabe von 1905 verglichen und der Glaubwürdigkeit halber so wortgetreu wie möglich übersetzt.

Denkanstösse aus dem «Phylos»-Buch (1905): «Wenn ein Mensch sich krank glaubt, wird er krank werden» – Abbildung 2
Denkanstösse aus dem «Phylos»-Buch (1905): «Wenn ein Mensch sich krank glaubt, wird er krank werden» – Abbildung 3
Denkanstösse aus dem «Phylos»-Buch (1905): «Wenn ein Mensch sich krank glaubt, wird er krank werden» – Abbildung 4
Denkanstösse aus dem «Phylos»-Buch (1905): «Wenn ein Mensch sich krank glaubt, wird er krank werden» – Abbildung 5
Denkanstösse aus dem «Phylos»-Buch (1905): «Wenn ein Mensch sich krank glaubt, wird er krank werden» – Abbildung 6

Nr. 2 – März / April 2009 T7,50 (A) CHF 11,00 (CH) T7,50 (D) T9,– (I) Geheim-Abkommen Planen UNO und NATO eine Weltregierung?

Strom-Mann Er brät Würste – mit blossen Händen!

DDR-Schatz 21 Tonnen Gold verschwunden

Hinter dem grössten Kontakt-Netz Hinter dem grössten Kontakt-Netz im Internet lauern die CIA – und im Internet lauern die CIA – und weitere dubiose Paten weitere dubiose Paten

Die Die facebookfacebook- Falle Falle – Abbildung 2
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Die Die facebookfacebook- Falle Falle – Abbildung 7

eit sechs Jahren klettern Mitglieder der «Arbeitsgemeinschaft für Höhlenforschung Bad Cannstatt» in Sden Untersberg auf der Grenze der Bundesländer Bayern und Salzburg. Dort erkunden, vermessen und fotografieren sie die schier unendlich langen Schächte und Höhlen im Gebirgsmassiv-Ausläufer der Berchtesgadener Alpen. Die mehrtägigen Aufenthalte in Kälte, Nässe und vollkommener Dunkelheit sind für die Höhlenforscher nicht eben ungefährlich, aber offensichtlich recht spektakulär, wie folgender Ausschnitt aus ihrem aktuellen Zwischenbericht belegt: «In einer ersten Schachtfolge bricht die Höhle bis auf eine Tiefe von minus 350 Metern nahezu senkrecht ab. Hier wird ein erstes Horizontalniveau erreicht, dessen Canyon-Passagen ganzjährig von einem Bach durchflossen werden.

Bachaufwärts wurde eine 30 Meter hohe Wasserfallstufe in technischer Kletterei überwunden.» Den anschliessenden, nassen und meist engen Canyon habe man mittlerweile über mehrere hundert Meter bis hin zu einem hohen, gischterfüllten Schlot dokumentiert: «Unterbrochen von kleineren Schachtstufen setzt sich der Canyon bachabwärts meist ungemütlich eng fort, bis er in 450 Metern Tiefe erneut in eine grosse Schachtzone übergeht.»

Im Sommer 2008 überwanden die Höhlenforscher erstmals die Kilometergrenze im Berginnern. Exakt 1056 Meter stiegen die Männer in die Tiefe. Fünf Tage lang befanden sie sich im Untersberg und entdeckten dabei unter anderem eine 70 Meter lange Halle, einen 30 Meter breiten See, den sie nur mit dem Schlauchboot überqueren konnten sowie ellenlange neue Gänge. Ein überwältigendes Panorama wie aus einer anderen Welt. «Starker Luftzug und zahlreiche Fortsetzungsmöglichkeiten lassen auf weitere Entdeckungen hoffen», betonen die Forscher, die ihre neusten Ergebnisse und Fotos in Kürze exklusiv publizieren werden.

Der Eingang zu «Deutschlands tiefster Höhle» wurde erst 1995 entdeckt – in einer Höhe von 1879 Metern. Das Ausmass der darunter liegenden Gänge und Hallen mochte damals noch niemand erahnen. Bei einer Luftfeuchtigkeit von fast hundert Prozent und einer Temperatur zwischen 1,5 und 5 Grad Celsius scheint das Höhlensystem nicht eben gemütlich. Dank der vielen Tropfsteine bieten die Kalkhöhlen aber jede Menge fürs Auge. Ausserdem umranken den Untersberg seit Jahrhunderten die nebulösen Schleier von Sagen und Mythen. Immer wieder ist darin von Zwergen oder Mönchen die Rede, die den Berg angeblich bewohnen. Sie sollen zum Hofstaat Karls des Grossen gehören, der – Legenden zufolge – im Untersberg auf den jüngsten Tag wartet. Manche Handschriften der Volkserzählung nennen an seiner Stelle auch Kaiser Friedrich Barbarossa. In beiden Fällen soll sich der Regent in einem schlafenden Zustand befinden und nur alle hundert Jahre für kurze Zeit

Panorama – wie aus einer

erwachen.

Von einem Mönch in den Berg geführt Als Zeugen der seltsamen Geschichte benennen die meisten schriftlichen Fassungen einen gewissen Lazarus Gitschner, der im 16. Jahrhundert im Dienst des Stadtschreibers von Reichenhall gestanden haben soll und in seinem Auftrag den Untersberg bestieg. Dort führte ihn ein Mönch ins Berginnere und zeigte ihm Gänge, Treppen und Säle. Lazarus sei Zeuge einer Andacht geworden, berichtet die Sage.

Als Lazarus bei seinem Rundgang im Berg in eine Art Ruhezimmer gelangte, soll er durch ein Fenster geblickt und auf einer Wiese viele umherirrende Menschen gesehen haben.

Auf die Frage, wer diese Leute seien, gab ihm der Mönch zur Antwort: «Diese Leute waren Kaiser, Könige, Fürsten, Bischöfe, Prälaten, Ritter, adelige und unadelige Herren und Frauen, Klosterleute, Knechte und Dienstmägde, Reiche und Arme, alles rechtliche Leute, welche für Erhaltung des christlichen Glaubens gestritten haben.»

So überliefert es Nikolaus Huber in einer Aufzeichnung der Sage, die 1904 in Buchform veröffentlicht wurde. Und weiter: «Gitschner fragte, wer derjenige sei, der die goldene Krone auf dem Haupte und das Szepter in der Hand habe? Worauf der Mönch erwiderte: Das ist unser getreuer Regent Kaiser Karl, der alle übrigen Kaiser und Könige hier unter sich hat, auf dem grossen Walserfelde Ausgabe 2/0 9Phänomene «Untersberg- Wesen» von Ingomar von Lex.

Handelt es sich beim Gesicht auf seinem Foto nur um eine optische Täuschung?

Ingomar von Lex.Als Bub erlebte er im Untersberg Seltsames.

einst ist verzückt worden und jetzt hier erscheint, wie er in der Welt aussah.»

Der Ordensmann enthüllte dem mittelalterlichen Besucher auch, wie die Mönche aus dem Berg in die verschiedenen Kirchen der Region gelangten: «Der Mönch zeigte ihm (Lazarus) zu beiden Seiten zwölf geschlossene, mit Eisen beschlagene Türen und sagte: Durch diese Türen geht man nach St.

Bartholomä in Berchtesgaden, nach Salzburg in die herrliche Domkirche, nach Kirchenthal zur Muttergotteskirche, nach Feldkirchen…» Wie lange Lazarus im Berg gewesen sein soll, ist nicht überliefert – seinen Angehörigen muss es aber äusserst lange vorgekommen sein. Sagenforscher Nikolaus Huber: «Der Herr Stadtpfarrer und der Stadtschreiber stellten ihn wegen seiner langen Abwesenheit zur Rede.»

Lazarus jedoch schwieg. Denn er war vom Mönch im Berg darauf eingeschworen worden, das Erlebte zwar aufzuschreiben, aber erst nach Ablauf von 35 Jahren darüber zu sprechen. Sein Sohn Johann soll die Geschichte später in Umlauf gebracht haben.

Ähnlich wie Lazarus Gitschner erging es im Jahre 1738 einem Jägerknecht, der beim Untersberg «verloren» ging. Nachdem er vier Wochen lang verschollen war, soll der Bezirksjäger einen Trauergottesdienst veranlasst haben, da er davon ausging, dass der Knecht abgestürzt und verunglückt war. Besagter Knecht aber sei just an jenem Gottesdienst wieder aufgetaucht.

«Alles drängte sich zu ihm, um zu hören, wie es ihm ergangen und was sich mit ihm auf dem Berge begeben hätte. Allein der Jägerknecht war ganz verschlossen und tiefsinnig, und es war aus ihm nichts herauszubringen, als dass er im Untersberg gewesen sei und die Leute auf das verwies, was Lazarus Gitschner ohnehin von diesem Berge beschrieben habe», so der Wortlaut der Sage.

Eine weitere Legende berichtet von einer Hochzeitsgesellschaft, die in den Berg gelangte und sich dort von zwergwüchsigen Wesen bewirten liess. Als die Leute nach einem Verdauungsschläfchen wieder ans Tageslicht gelangten, sollen sie die Umgebung nicht mehr erkannt haben: Draussen waren in der Zwischenzeit hundert Jahre vergangen!

Die Überlieferung berichtet: «Die in dieser Gegend Wohnenden verstanden ihre Sprache nicht, überhaupt schien es ihnen, als seien sie in einem ganz fremden Lande. Sie suchten ihre Wohnhäuser und fanden sie nicht; denn an deren Stelle standen ganz andere, neugebaute Häuser. Sie begaben sich zum Pfarrer und erzählten ihm alles, was geschehen war. Dieser schlug seine Bücher auf und fand wirklich, dass vor hundert Jahren ein junges Brautpaar nebst einigen Menschen im Untersberge verschwunden sei.»

Spurlos verschwunden – oder doch nicht?

Kein Wunder, wurde selbst in der Neuzeit – konkret vor 22 Jahren – das Verschwinden dreier Menschen in der Region mit dem Untersberg und seinen Legenden in Verbindung gebracht: Drei Monate lang hatte die bayerische Polizei damals im Sommer 1987 vergebens nach dem Ehepaar Hermann und Maria Forster sowie nach deren Freundin Monika Köhn gefahndet. Die drei jungen Münchner hatten ihr Zelt auf dem Campingplatz Schellenberg-Untergau aufgeschlagen. Nach Aussagen der Pächterin wollten sie am Tag ihres Verschwindens den Untersberg überqueren.

Dann waren die Drei spurlos verschwunden – bis sie sich Monate später von Bord eines Frachters auf dem Roten Meer Phänomene Ausgabe 2/09 meldeten. Stoff für neue Spekulationen: Wie waren sie dorthin gelangt?

Hatten sie womöglich ein geheimes Portal im Berg entdeckt? Machten sie dort gar einen «Zeitsprung»?

Ganz so abwegig schien das grundsätzlich nicht. Schliesslich hatte sich Hermann Forster zuvor intensiv mit mysteriösen Phänomenen befasst, wie die «Salzburger Nachrichten» am 24.

August 1987 zu berichten wussten – als die Drei noch immer als vermisst galten: «Die bayerische Grenzpolizei betonte, es werde jedem vagen Hinweis nachgegangen. Bedeutung kommt nun Aussagen zu, die bestätigen, dass sich Hermann Forster seit zehn Jahren mit dem Phänomen des ‹Zeitsprungs› beschäftigt hat. Nach Forsters Berechnungen wäre dieses Phänomen in einer Untersberg-Höhle zu beobachten gewesen.»

Nach ihrer Rückkehr in die Heimat erzählte Monika Köhn schliesslich die «wahre Geschichte»: Die drei seien nicht in den Untersberg gestiegen, sondern über die grüne Grenze nach Österreich gewandert und von dort per Autostopp weiter durch Jugoslawien, Griechenland und die Türkei bis nach Ägypten gelangt. Schliesslich stiegen sie auf einen Frachter, von wo sie sich schliesslich zurückmeldeten. Obwohl «entzaubert», haftet der Story bis heute ein seltsamer Beigeschmack an. Immerhin hatten die «Flüchtigen» ihre Angehörigen drei Monate in der falschen Ahnung gelassen, im Berg verunglückt zu sein.

Noch rätselhafter muten die Erlebnisse von Ingomar von Lex (54) an, mit dem sich «mysteries» persönlich unterhalten konnte. Der österreichische Vertreiber von biologischen Nahrungsmittelzusätzen war 1956 als dreijähriger Junge für Stunden im Untersberg «verloren» gegangen. Der Bub tollte damals oft auf dem Areal des Familien-Anwesens südlich des Berges herum – meist gemeinsam mit Schäferhund Jacky. Eines Tages im Mai waren beide plötzlich weg und konnten trotz stundenlanger Suche nicht aufgefunden werden. Die Familie war ernsthaft in Sorge – bis Hund und Kind nach fünf Stunden endlich wieder auftauchten. Dem Knaben schien die lange Abwesenheit nicht bewusst gewesen zu sein.

Wie lange er fortgeblieben sei, fragte der Vater, Baron Hjalmar von Lex. «Nur kurze Zeit», antwortete der kleine Ingomar. Und versicherte: Er und der Hund seien von einem Zwerg in eine Höhle im Berg geführt worden – bis hin zu einem See, bei dem sich viele Leute aufhielten. «Höhlenforscher?» mutmasste der Vater misstrauisch. Der Sohn verneinte: «Das waren andere Leute, die waren durchsichtig…»

Ingomars Vater hat die Geschichte seines Sohn minutiös dokumentiert und seine Aufzeichnungen in den frühen 90er- Jahren auch dem mittlerweile verstorbenen Wiener Buch-Der Untersberg. Ticken die Uhren in seinen Höhlen anders als in «unserer» Realität?

autor Peter Krassa vorgelegt, der sich sein Leben lang mit solchen Phänomenen befasste. Als Krassa bei Sohn Ingomar anklopfte, konnte sich dieser zwar nicht mehr an die Erlebnisse als Dreijähriger erinnern. Aber: «Kurz bevor Herr Krassa mich angerufen hat, war ich auf einem Meditationsseminar.

Und dort durchlebte ich im Geist genau dieses Ereignis am Untersberg nochmals», erinnert sich der heute 54-Jährige gegenüber «mysteries».

Seine «Erinnerung» in der Meditation deckte sich somit mit dem, was ihm Autor Krassa aus den Aufzeichnungen seines Vaters berichtet hatte. «Da fing ich an, mich noch stärker für die Geschichte zu interessieren und fuhr zum Untersberg hin. Tatsächlich Tatsächlich fand ich die fand ich dort die Stelle wieder, wo ich als kleines Kind einst vom Zwerg abge- Stelle wieder, wo ich als Bub holt worden war. Anfänglich dachte ich dem Zwerg begegnet war.

ja, mir das alles nur eingebildet zu haben. Aber dann konnte ich diese Wesen tatsächlich wieder sehen – und mit ihnen auch Kontakt aufnehmen.» Er habe sich dabei gefühlt, als wäre er «nach Hause» gekommen.

Um definitive Gewissheit zu erlangen, nahm Ingomar von Lex bei einem seiner Ausflüge zum Berg später eine Polaroid-Kamera mit – und fotografierte, was ihn bis heute bewegt.

Tatsächlich scheinen sich auf seinen Bildern zart anmutende Gesichter abzuzeichnen. Nur eine optische Täuschung? Keinesfalls, winkt Ingomar von Lex ab: «Diese Wesen sind nur etwa so gross wie ein Daumen und man sieht sie ungefähr so, wie wenn man durch ein Glas schaut.»

Mit manchem Interessierten hat der Österreicher «seinen» mystischen Platz am Untersberg in der Zwischenzeit bereits aufgesucht – aber einer grösseren Öffentlichkeit möchte er dessen genaue Position nicht preisgeben, um den Ort vor allzu neugierigen Augen zu schützen. «Es ist einfach zu schön dort…»

Ein überwältigendes anderen Welt. – Abbildung 2
Ein überwältigendes anderen Welt. – Abbildung 3
Ein überwältigendes anderen Welt. – Abbildung 4
Ein überwältigendes anderen Welt. – Abbildung 5
Ein überwältigendes anderen Welt. – Abbildung 6
Ein überwältigendes anderen Welt. – Abbildung 7

Was tun, wenn sich beim Joghurtbecher im Kühlschrank der Deckel wölbt? Was, wenn die Haltbarkeitsdaten von Nudeln, Mehl oder Eiern abgelaufen sind? Alles in den Müll? Oder werden Datumshinweise auf Lebensmittelpackungen von den Herstellern bewusst zu knapp beziffert, um uns vorschnell zum Kauf neuer Produkte zu animieren?

Kann der Inhalt von Konserven verderben? Muss gleich die ganze Konfitüre in den Müll, wenn sich am Deckel des Glases etwas Schimmel angesammelt hat? Und: Wie lange sind Mehl oder Zucker tatsächlich haltbar? Solche Fragen hat sich wohl jeder schon einmal gestellt – und auf den Verpackungen der Lebensmittel nach verlässlichen Antworten gesucht.

Tatsächlich findet sich auf fast allen abgepackten Esswaren ein Datum, das informiert, bis wann die Ware haltbar ist. Unsere Gesetze schreiben dem Hersteller vor, auf «vorverpackten Lebensmitteln» ein derartiges «Mindesthaltbarkeitsdatum» aufzudrucken. «Ist die angegebene Mindesthaltbarkeit nur bei Einhaltung bestimmter Temperaturen oder sonstiger Bedingungen gewährleistet, so ist ein entsprechender Hinweis anzubringen», heisst es in der deutschen Verordnung über die Kennzeichnung von Lebensmitteln. Und: Das Mindesthaltbarkeitsdatum klärt darüber auf, wie lange «ein Lebensmittel unter angemessenen Aufbewahrungsbedingungen seine spezifischen Eigenschaften behält», so die Schweizerische Lebensmittelverordnung.

Hauptirrtum der Konsumenten: Viele verwechseln die Mindesthaltbarkeitsangabe mit dem Verbrauchsdatum. Letzteres kommt gemäss Gesetz erst zum Zug bei «in mikrobiologischer Hinsicht sehr leicht verderblichen Lebensmitteln, die nach kurzer Zeit eine unmittelbare Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen könnten».

Nach Ablauf des Verbrauchsdatums dürfen Lebensmittel «nicht mehr in Verkehr gebracht werden», schreibt die deutsche Verordnung dazu stellvertretend vor.

Anders bei der Mindesthaltbarkeit: Ist dieses Datum überschritten, bedeutet das nicht automatisch, dass die Ware deswegen verdorben oder ungeniessbar wäre. Im Gegenteil, wie der deutsche Autor und Lebensmittelchemiker Udo Pollmer auf Anfrage zu bedenken gibt: «Der Grund ist oft, dass der Hersteller zur eigenen Sicherheit den ‹schlimmsten Fall› annimmt – etwa unqualifizierter Umgang im Supermarkt und in der heimischen Küche.

Bei sorgsamem Vorgehen sind viele Produkte durchaus doppelt solange haltbar.»

Ein entsprechender Test von «Stern TV» Ende August 2008 kam zum selben Ergebnis: Verschiedene Esswaren wurden damals im Labor auf ihre Haltbarkeit nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums getestet. Fazit: «Manche davon sind noch Ausgabe 2/09 Gesundheit Wochen später bedenkenlos geniessbar.» Eines aber machen die Experten unisono klar: Es gibt keine allgemeingültigen Regeln.

Insofern sei in erster Linie «gesunder Menschenverstand» gefragt, postuliert der Schweizer Lebensmittelchemiker Peter Brodmann. «Die Konsumenten müssen ihre Waren genau anschauen und an ihnen riechen, bevor sie davon essen», rät er gegenüber «mysteries». «Eigentlich sollte man das immer tun.» Erst recht, wenn die Verpackungen bereits offen seien.

Daumen hoch bei Zucker, Essig und Schnaps Seinen eigenen Sinnen vertrauen und nicht dem Hersteller – dafür setzt sich auch Lebensmittelchemiker Udo Pollmer ein.

«Früher hat man im Haushalt einfach probiert, obs noch gut war. Nach meinem Dafürhalten werden heute weitaus mehr Lebensmittel in den Müll geschmissen, die noch völlig in Ordnung sind, als wirklich verdorbene Ware.»

Woran aber erkennt der Laie nun praktisch, ob ein Lebensmittel noch geniessbar ist? Einige Tipps kann der Experte geben. So ist Joghurt so lange essbar, bis sich Schimmel darauf ansammelt. «Wenn sich die Deckelfolie wölbt, bedeutet das nur, dass gesunde, lebende Milchsäurebakterien am Werk sind», beruhigt auch «Stern TV» auf seiner Homepage. Anders bei Konserven: Unter gewölbten Deckeln lauern meist Bakterien, die allerlei Gifte produzieren. Deshalb sollten solche Produkte sofort entsorgt werden. Weiter empfiehlt es sich, den Inhalt geöffneter Dosen und Gläser nach dem Öffnen unverzüglich in verschliessbare Gefässe umzufüllen. Dies gilt auch für Mehl, das für Parasiten besonders anfällig ist.

Geöffnete Ölflaschen wiederum sind im Maximum bis zu 24 Monaten lang haltbar. Je mehr ungesättigte Fettsäuren das Öl enthält, desto schneller verdirbt es. Olivenöl etwa sollte in maximal zwölf Monaten konsumiert werden. Für Konserven in Öl zählt die selbe Regel: Alles Fetthaltige wird irgendwann ranzig.

«Das ist zwar nicht giftig, schmeckt aber nicht mehr gut», erläutert Lebensmittelchemiker Brodmann. Besser halten in Essig eingelegte Lebensmittel. Die sicherste Lagerungsmethode ist ohnehin Zucker oder Alkohol. Deshalb benötigen Spirituosen ab zehn Volumenprozent laut Gesetz auch kein Mindesthaltbarkeitsdatum. Aber aufgepasst: Konfitüre, Kompott oder Getränke sind erst bei einem Gehalt von über fünfzig Prozent Zucker längerfristig lagerfähig. Bis zu diesem Grad sind sie anfällig für Schimmelpilze. In den Müll befördern sollte man auch Getreidekörner und Nüsse, die mit Schimmel befallen sind.

Ebenfalls keinen Aufschub vertragen Wurst, Fisch und Fleisch.

Eier können durchaus über das Mindesthaltbarkeitsdatum aufbewahrt werden – allerdings immer im Kühlschrank. Um zu testen, wie frisch ein Ei ist, gibts einen einfachen Hausfrauentrick: Das rohe Ei in ein Glas Wasser legen. Sinkt es ab, ist es noch frisch und geniessbar. Schwimmt es an der Oberfläche, sollte es entsorgt werden.

Wer sich allen Bedenken zum Trotz «ewige» Nahrungsreserven anlegen möchte, setzt am besten auf Schokolade. Letztere wird im Lauf der Zeit zwar heller, bleibt aber dennoch sehr lange geniessbar. Beim «grauweissen Schokoladen-Flaum», beruhigen Lebensmittelexperten, handle es sich lediglich um «ausgeflockte Kakaobutter».

Essen – haltbar bis vorgestern? – Abbildung 2
Essen – haltbar bis vorgestern? – Abbildung 3
Essen – haltbar bis vorgestern? – Abbildung 4

Pharaonenjagd im Sand: Hawass packt aus

Endlich ist es offiziell: In einem US-Vortrag in Monterey (Kalifornien) am 12. Dezember 2008 kündigte Ägyptens Altertumschef Zahi Hawass nun auch öffentlich an, was «mysteries» bereits ab Ende April 2008 bekannt machte. Hawass’ wichtigste Aussagen: 1. Die Grabkammer von Sethos I. könnte im Grab KV-17 am Ende des langen Tunnels liegen, den man in den vergangenen Monaten restauriert und mit Plastikfolien ausgekleidet hat. 2. Die Grabkammer von Pharao Cheops in der grossen Pyramide wurde bis heute nicht gefunden. Nähere Aufschlüsse darüber könnte womöglich ein geheimer Gang bringen, der vom so genannten «Osiris-Schacht» auf dem Gizeh-Plateau direkt zur grossen Pyramide führt. 3. Im Tal der Könige wühle man derzeit in zwei Arealen nach Pharaonengräbern: Eines davon ist ein «Viereck, eingegrenzt von den Gräbern KV-7 und KV-62 bis hin zur grossen Felswand – unweit von KV-8». Das Zweite könnte «direkt vor Tutenchamuns Grabstätte» liegen (siehe aktuelles Exklusivbild von unserem Leser Roland Keller oben).

Parapsychologen ist der Effekt längst bekannt: Pflanzen, mit denen man täglich spricht und ihnen liebevolle Dinge zuraunt, wachsen schneller und werden grösser als ihre Artgenossen. Ähnlich scheint dies überraschend auch bei Kühen, wie die Tiermediziner Catherine Douglas und Peter Rowlinson von der Newcastle University Ende Januar 2009 in der wissenschaftlichen Zeitschrift «Anthrozoos» dokumentieren konnten.

Ihre erstaunliche Erkenntnis: Kühe mit einem individuellen Namen im Stall spendeten ihren Haltern im Jahresdurchschnitt fast 260 Liter Milch mehr als andere Tiere. Sprich: Wer seine eigene Kuh beim Namen nennt und insofern liebevoller mit ihr umgeht als andere Bauern, erhält allem Anschein nach mehr von ihr zurück als erwartet.

Mit Trauben-Saft gegen Krebs Bleiben Chemo- und Strahlentherapie auch in Zukunft das «Allheilmittel» gegen Krebs? Hoffentlich nicht. Denn in Laboruntersuchungen konnten US-Wissenschaftler nun erstmals nachweisen, dass auch Traubenextrakte Krebszellen zerstören – und gesunde Zellen unbehelligt lassen. Als die Forscher der Universität von Kentucky Leukämiezellen Traubenextrakten aussetzten, wurden in 24 Stunden 76 Prozent der schädlichen Zellen vernichtet. Die gesunden Körperzellen blieben davon unbehelligt. Veröffentlicht wurden die neuen Resultate im Januar 2009 in der Fachzeitschrift «Clinical Cancer Research» von Professor Xianglin Shi und seinem Team. In Laboratorien war zuvor bereits der Effekt auf Haut-, Lungen- oder Brustkrebs getestet worden – ebenfalls mit Erfolg. Ähnlich positive Wirkungen gegen bösartige Tumore werden nach wissenschaftlichen Studien neuerdings auch hochdosiertem Vitamin C nachgesagt, das intravenös oder direkt in Tumore gespritzt wird (siehe dazu «mysteries» Nr. 1/2009).

Warnung vor Terror-Anschlag Wovor einige «Andersdenker» seit Jahren warnen und in Deutschland dafür als Rechtspopulisten verschrien werden, wird endlich auch öffentlich ausgesprochen: Deutschland könnte im Hinblick auf die Wahlen vom September 2009 ein islamistisch motivierter Bombenanschlag drohen, wegen seines umstrittenen Truppeneinsatzes in Afghanistan. Dies bestätigte der Präsident des Verfassungsschutzes, Heinz Fromm (Bild oben), offiziell Ende Januar. Bundeskriminalamt-Chef Jörg Ziercke stösst besorgt ins gleiche Horn: «Ich würde mir wünschen, dass die Muslime ihre Zurückhaltung gegenüber den deutschen Sicherheitsbehörden aufgeben. Wenn auffällt, dass sich junge Leute radikalisieren, sollte uns das unverzüglich gemeldet werden.»

Ausgabe 2/09 News Leben auf dem Mars Neben riesigen Wasservorkommen birgt der Mars offenbar noch weitere Überraschungen: Wissenschaftler vom NASA Goddard Space Flight Center in Greenbelt haben mit Infrarot-Teleskopen auf unserem Nachbarplaneten während Jahren immense Ausbrüche von Methan-Gas registriert –«aus derzeit noch völlig unerklärlichen Gründen», wie sie offiziell bekannt geben mussten. Damit stellt sich erneut die brisante Frage, ob auf dem «Roten Planeten» womöglich doch Leben existiert.

Tenor der Weltraum-Spezialisten: «Vielleicht ist dieser Planet aktiver als wir bislang angenommen haben.» Zum Vergleich: 90 Prozent des Methan-Gases auf unserer Erde stammt von biologischen Lebewesen – darunter vor allem Bakterien, die im Verdauungstrakt von Nutztieren leben. Kurz: Methan stammt in der Regel von Zersetzungsprozessen organischen Materials. Für die Restmenge scheinen geothermische Vorgänge verantwortlich zu sein.

UFO-Kongress 2009 Spezialtipp für UFO-Interessierte: Am 25. und 26. April 2009 organisiert die nicht profitorientierte UFO-Gesellschaft DEGUFO im Airporthotel in Erfurt (D) ihre diesjährige Frühjahrstagung. Auch der deutsche UFO-Nestor und Astrophysiker Illobrand von Ludwiger hält dort am Sonntag einen Vortrag zum Thema «UFOs und die Wissenschaft». Infos und Preise im Internet: www.degufo.de Oder per Mail: kerstin.pabst@degufo.de Noch mehr Freimaurer-Symbole in unseren Kirchen. «Zum Thema sende ich Ihnen anbei einige Fotos von der Jakobskirche in Thal bei Graz, die bis 1994 vom Maler und Mitbegründer der ‹Wiener Schule des Phantastischen Realismus› Ernst Fuchs umgestaltet wurde. Neben dem Allsehenden Auge taucht auch mehrmals der doppelköpfige Adler auf. Alle Türgriffe der Kirche sind echte Widderhörner, deren Symbolwert an einer Kirchentür wohl nicht näher erläutert werden muss. Auffallend ist auch eine Darstellung auf einem Wandteppich: Ein widderartiges Wesen mit klar dargestelltem Phallus und einem Kopf, der unverkennbar die Züge des gehörnten ‹Baphomet› (Dämon-Symbol) trägt. Dieser Wandteppich hängt direkt vor dem Taufbecken…»

Karl Schweizer (Graz) Zwillinge – wegen KZ-Mengele?

Aus jeder fünften Schwangerschaft resultieren Zwillinge, darunter meist blonde und blauäugige Kinder: Was in unseren Gefilden statistisch jeglicher Realität entbehrt, scheint im brasilianischen Dorf Candido Godoi Tatsache. Der argentinische Historiker Jorge Camarasa will dafür eine Erklärung gefunden haben: Einheimische erzählten ihm vom einem deutschen Arzt («Rudolf Weiss»), der in den frühen 60er-Jahren im Dorf medizinische Experimente durchgeführt haben soll.

Camarasas Vermutung: «Das war KZ-Arzt Josef Mengele, der 1945 bekanntlich nach Südamerika geflüchtet war.»

mond-kalender 2009 25. Februar 26. März 25. April 4. März 2. April 1. Mai 11. März 9. April 18. März 17. April

Glücklichere Kühe – Abbildung 2
Glücklichere Kühe – Abbildung 3
Glücklichere Kühe – Abbildung 4
Glücklichere Kühe – Abbildung 5
Glücklichere Kühe – Abbildung 6
Glücklichere Kühe – Abbildung 7
Glücklichere Kühe – Abbildung 8
Glücklichere Kühe – Abbildung 9
Glücklichere Kühe – Abbildung 10

Spielt der Winter verrückt? Oder produziert er seit jeher seltsame Skulpturen, deren Entstehung sich dem gesunden Menschenverstand entzieht? Neue Leser-Bilder untermauern, worüber wir bereits zweimal berichtet haben.

Noch lässt uns der Winter nicht los: Mehrmals berichtete «mysteries» in den letzten Monaten über merkwürdig längliche Eisgebilde, die sich über Nacht unter freiem Himmel bei Minusgraden in einer Vogeltränke gebildet hatten (siehe dazu Nr. 5/2008 und Nr. 1/2009).

Ist der Wind dafür verantwortlich, wie einige vermuten? Oder handelt es sich bei derlei Skulpturen vielmehr um simple Fälschungen aufmerksamkeitssüchtiger Wichtigtuer, wie andere zu ahnen glauben? Allen Erklärungsversuchen aus Leserkreisen zum Trotz scheinen derlei «Naturphänomene» immer noch einer nachvollziehbaren, konventionellen Erklärung zu trotzen.

Nun meldete sich ein weiterer Beobachter bei uns – und weiss samt Fotos ebenso verwundert von einem ähnlichen Phänomen zu berichten (siehe Fotos rechts und unten).

Wie ist das möglich?

«Am 29. Dezember 2008 habe ich im Garten einige Bilder gemacht», schreibt uns Christian Köhl aus Deutschland. «Das Edelstahlrohr hat einen Durchmesser von etwa 18 Millimetern, der seltsame Eiszylinder einen Durchmesser von rund 9 Millimetern. Über einen millimeterdünnen Steg war er mit dem Seltsame Eisskulptur. Auch diese Struktur entstand über Nacht…

Rohr verbunden.» Wie das möglich ist?

«Ich kann es mir ebenfalls nicht erklären», räumt Köhl offen ein – und betont: «Eine Fälschung ist es jedenfalls nicht!»

Demzufolge bleiben wir bei unserem Aufruf: Wer mehr über die Entstehung derartiger Naturphänomene weiss, soll sich unbedingt bei uns melden – via Post oder direkt per E-Mail: Mysteries, Postfach, CH 4002 Basel / E-Mail-Adresse: mysteries@bluewin.ch

Kuriose Eis-Phänomene: Noch mehr Leserbilder – Abbildung 2
Kuriose Eis-Phänomene: Noch mehr Leserbilder – Abbildung 3
Kuriose Eis-Phänomene: Noch mehr Leserbilder – Abbildung 4
Kuriose Eis-Phänomene: Noch mehr Leserbilder – Abbildung 5

War Ludwig van Beethoven (1770 bis 1827) Mitglied des umstrittenen deutschen «Illuminaten»-Ordens? Oder wurde er von einflussreichen Freunden «nur» zu einer Mitgliedschaft gedrängt? Unabhängig von dieser umstrittenen Frage will Bonn «seinem» Beethoven nun ein weiteres 75-Millionen Euro teures Denkmal setzen.

«Mit einer beeindruckenden Resonanz sind zehn weltweit renommierte Architektenbüros der Einladung zur Beteiligung am Auswahlverfahren für den Bau eines Bonner Beethoven-Festspielhauses gefolgt.» So meldete es am 26. Januar 2009 stolz die neben Telekom und Postbank für das Projekt mitverantwortliche Deutsche Post World Net. 75 Millionen Euro soll das ambitiöse Projekt kosten, das dem weltberühmten Komponisten ein weiteres Denkmal setzen soll.

Was dabei wohlweislich verschwiegen wird, sind Beethovens ideologische Irrungen und Wirrungen – im Sumpf der damaligen Geheimgesellschaften.

Zu verdanken hatte er die Faszination dafür letztendlich seinem Vater, einem eher lausigen Musiker, der aus seinem Sohn mit allen Mitteln einen zweiten Mozart machen wollte. Der Mann unterrichtete den Kleinen in Bonn mit aller Härte – bis dieser im Alter von zehn Jahren in Christian Gottlob Neefe einen Lehrer erhielt, der das Talent des Knaben erkannte und grossen Einfluss auf den Heranwachsenden hatte.

Faible für Freimaurer Christian Neefe war nicht irgendein Lehrmeister: Er galt als Idealist und Schwärmer – und war ein einflussreiches Mitglied einer Freimaurer-Loge.

Die Freimaurerei wurde damals von Kirche und Staat gleichermassen verteufelt. Neefe trat schliesslich aus – weil ihm die Ziele nicht weit genug gingen. Er hatte die endlosen theoretischen Dialoge über Freiheit und Moral satt. Leidenschaftlich sehnte er sich nach einer alternativen Weltordnung. Und so fühlte er sich bald vom 1776 gegründeten bayerischen «Illuminatenorden» angezogen.

Erklärtes Ziel dieser Geheimgesellschaft war es, «durch Aufklärung und sittliche Verbesserung die Herrschaft von Menschen über Menschen überflüssig» zu machen. Neefe fühlte sich im neu gegründeten bayerischen Bund anfänglich pudelwohl und war äusserst aktiv. Immerhin war er dort von angesehenen Denkern umgeben, unter ihnen kurzzeitig auch dem deutschen Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe.

Flucht in den Untergrund nach Todesandrohung So sicher wie Neefe seinen Schüler Beethoven mit dem Gedankengut der Illuminati bekannt machte und damit zu infizieren versuchte, so fraglich scheint, ob der grosse Komponist später ebenfalls Mitglied des Ordens wurde. 1785 erklärte Papst Pius VI. in zwei Briefen an den Bischof von Freising die Mitgliedschaft im Orden nämlich als unvereinbar mit dem katholischen Glauben.

Politiker erklärten den Orden noch im gleichen Jahr für suspendiert und drohten bei der Rekrutierung von neuen Mitgliedern mit der Todesstrafe. Folge: Die derlei geächteten und verfolgten Illuminaten tauchten in den Untergrund ab, um ihre politischen Fäden nach der Französischen Revolution im Versteckten zu spinnen. Beethoven war damals gerade mal 15 Jahre alt.

«Wenn ich jemals ein berühmter Mann werde, werden auch Sie einen Anteil an meinem Erfolg haben!» schrieb er seinem Lehrmeister in jungen Jahren. Möglich, dass der begnadete Komponist seine Berühmtheit später entsprechend nutzte.

So weist selbst der respektierte Musikwissenschaftler Maynard Solomon in seinem vor wenigen Jahren neu aufgelegten Werk «Late Beethoven» darauf hin, dass der Einfluss der Illuminaten auf Beethoven noch viele Jahre lang anhielt und er von ihnen in der Folge mehrere wichtige Kompositionsaufträge erhalten haben soll.

Zudem sollen laut Maynard Solomon die meisten Freunde des Musikers Freimaurer oder Illuminaten gewesen sein. Der Genialität von Beethovens zeitlosen Kompositionen tat diese ideologische Affäre glücklicherweise keinen Abbruch.

Das juristische Hickhack um den historisch umstrittenen Gold-Topf aus dem bayerischen Chiemsee will kein Ende nehmen. Noch immer liegt der «Gral» im Tresor der Zürcher Kantonalbank. Ebenfalls in die Querelen involviert: Jens Essig, Profischatzsucher und «Mitentdecker» des Kessels, der 2001 unter Wasser geborgen wurde.

10 Kilo schwer, rund 30 Zentimeter hoch: Der 2001 von einem Taucher im bayerischen Chiemsee entdeckte – vermeintlich uralte – Goldkessel hat eine abenteuerliche Geschichte hinter sich. 2003 wurde das 18-karätige Stück (Materialwert: rund 100’000 Euro) vom Bayerischen Finanzministerium an einen «seriösen Privatmann» verkauft – und 2006 in Zürich überraschend von den Schweizer Behörden beschlagnahmt. Dies nachdem es 2004 mit Hilfe eines ehemaligen UBS-Bankers über einen Münchner Mittelsmann zum Endpreis von rund 250’000 Euro in den Besitz des Schweizer Investment-Geschäftsmanns Marcel W. (59) und seiner Morgan Stanwick AG in Rapperswil-Jona gelangt war.

Ende April 2007 berichtete der Hamburger «Spiegel»: Die Identität des allerersten Käufers, «angeblich ein Sammler aus München» und die Höhe des Kaufpreises seien bis heute geheim. «mysteries» konnte das Geheimnis lüften: Beim Sammler handelt es sich um den Münchner Juristen Herbert S. Er hatte das goldene Stück für 160’000 Euro erworben, wovon der bayerische Staat und die Entdecker (Taucher Stefan L. und der aus dem TV bekannte Kunsthändler Jens Essig) je die Hälfte erhielten.

Der spätere Schweizer Besitzer Marcel W. – ein Finanzjongleur – pries den Wert des Kübels interessierten Investoren danach für bis zu 300 Millionen Euro an. Tausendmal mehr als der Materialwert! Ausländische Interessenten überwiesen ihm dafür jede Menge Geld und klagten später, bis heute nie einen Gegenwert für ihre Millioneninvestition erhalten zu haben.

Keine Täuschungsabsicht? Kein Betrug?

Wie alt ist der Kessel mit seinen keltisch-indogermanisch anmutenden Insignien tatsächlich? Darüber scheiden sich die Geister immer noch (siehe dazu «mysteries» Nr. 3/2007). Sicher ist: Gegen Marcel W. wird in der Schweiz nach wie vor wegen Verdachts auf Betrug ermittelt. «Der Echtheits- und Besitzerstreit um den Kessel ist für uns nur ein relativ unbedeutender Nebenschauplatz im ganzen Verfahren», relativiert Marc Jean-Richard-dit-Bressel, der seit 2007 für den Chiemsee-Kessel. Seit 2006 liegt Bayerns «Gral» im Safe der Zürcher Kantonalbank.

Fall zuständige Staatsanwalt der Staatanwaltschaft III (Wirtschaftsdelikte) des Kantons Zürich. «Alles deutet darauf hin, dass Marcel W. selber an die Bedeutung des Kessels glaubt.

Ohne Täuschungsabsicht ist kein Betrug möglich.» Erstaunlich parteiisch anmutende Aussagen…

Jean-Richard übernahm den Wirtschaftsfall im 2007 von der lokalen Staatsanwaltschaft See/Oberland. Diese hatte den Kessel zuvor beschlagnahmt und in einem Banksafe der Zürcher Kantonalbank einlagern lassen, wo er heute noch liegt.

Der Hauptangeschuldigte Marcel W. stellte im Namen seiner Firma in der Folge den Antrag, den Kessel wieder freizugeben.

«Darauf meldeten sich bei uns viele Investoren, die dagegen protestierten», erklärt Jean-Richard. Er versuchte deshalb zunächst an der Beschlagnahme festzuhalten, was aber einer Prüfung durch die Oberbehörde nicht standhielt.

Als Jean-Richard darauf die Freigabe des umstrittenen Gold-Objekts per Verfügung anordnete, kam es zu zahlreichen Rekursen. Unter den Protestierenden befand sich laut noch unbestätigten Informationen 2008 auch der deutsche «Mitentdecker» und Schatzsucher Jens Essig.Einer der Streitpunkte: In Sachen Kessel sei von diversen Interessensgruppen seinerzeit ein «Besitzkonstitut» ausgehandelt worden. Konkret: Ausgabe 2/09 Geschichte Wurde der Gold-Kessel tatsächlich im See gefunden? Zweifel sind erlaubt…

Lag der Chiemsee-Kessel 2001 wirklich dort, wo er offiziell gefunden worden sein soll? Werner Friedenberger, Gründungsvorsitzender des Museumsverein in Künzing, hegt daran starke Zweifel, wie er am 7. Mai 2007 in einem Leserbrief an den «Spiegel» verärgert kundtat: «Der Hoflieferant der Archäologischen Staatssammlung in München behauptet, dass der Chiemsee-Goldkessel aus ebendiesem Gewässer gefischt worden sei. Zweifel sind angebracht: Genau dieser Herr – und sein (…) Kumpan – verdienten sich eine goldene Nase, als sie einen Römerschatz aus dem bayerischen Künzing an die Archäologische Staatssammlung verscherbelten. Der Trick dabei: Der Fundort war bereits zu einem früheren Zeitpunkt verfälscht und auf Staatsgrund verlegt worden. Schon war das Land Bayern gesetzlicher Miteigentümer – und die Staatssammlung im Geschäft.»

Wem gehört der Kessel (Materialwert 100’000 Euro) wirklich?

Auch diese Frage steht im laufenden Ermittlungsverfahren überraschenderweise zur Debatte.

Marcel W. und seine Firma dürften nicht alleine über das Objekt verfügen. Ein Punkt, dem der unter Betrugsverdacht stehende Schweizer widerspricht – da besagte Abmachung heute nicht mehr gültig sei, wie er argumentieren soll. Aussagen gegenüber «mysteries» verweigert der Mann leider seit Jahren.

Bislang letzte Handlung von Staatsanwalt Jean-Richard in diesem «Kesseltreiben»: «Ich habe Ende Januar beim Zivilgericht eine Hinterlegung beantragt, damit die Besitzesfrage ohne weitere Beteiligung der Staatsanwaltschaft zivilrechtlich geklärt werden kann.» Neue Aufschlüsse über die mögliche historische Relevanz des Objekts können wohl nur wissenschaftliche Materialuntersuchungen bringen. Ein von Marcel W. vorgeschlagener Experte wäre dazu zwar bereit – aber erst, «wenn das Objekt aus dem Strafverfahren entlassen» werde, wie besagter Fachmann Dritten zu verstehen gab. Er könne bei Bedarf zwar präzisere Analysedaten liefern. Aus diesen Daten aber konkrete Folgerungen zu ziehen, sei nicht seine Aufgabe.

Somit bleibt vorläufig auch die Frage offen, ob der Chiemsee-Kessel aus der Zeit «vor Christus» stammt, wie Marcel W.

unter Berufung auf eine Spektralanalyse der Technischen Universität München und weitere Museumsgutachten, etwa aus Mannheim, inoffiziell gerne zu verkünden pflegt – oder ob der wohl eher nach 1925 hergestellte «Gold-Topf» doch aus dem Dunstkreis des frühen Dritten Reiches stammt, wie etliche Kunstexperten und Historiker vermuten.

Geschichte Ausgabe 2/09

Neuer Zoff um Gold-Kessel aus Bayern – Abbildung 2
Neuer Zoff um Gold-Kessel aus Bayern – Abbildung 3
Neuer Zoff um Gold-Kessel aus Bayern – Abbildung 4

Gerhard Pirchl ist enttäuscht: Vor fünf Jahren «entstörte» der bekannte österreichische Pendler und Rutengänger die Arlberger «Todesstrecke» S16. Folge: Massiv weniger Unfälle und viel weniger Tote. Trotzdem möchte die zuständige Unterhaltsfirma der Strasse mit ihm nichts mehr zu tun haben. Weshalb?

33 Tote und 120 Schwerverletzte in zehn Jahren machten die Arlberg Schnellstrasse S16 zwischen Zams und Bludenz zu einer der gefährlichsten Strecken Österreichs. Bis vor fünf Jahren.

Damals nahm sich der Rutengänger Gerhard Pirchl aus Bludenz der rund 62 Kilometer langen Strecke an. Für ihn war es kein Zufall, dass viele Unfälle unerklärbar blieben. «Viele Lenker fuhren ungebremst in die Leitplanken oder in den Gegenverkehr – als hätten die Fahrer ein Blackout gehabt.»

Als der Radiästhesist dem Phänomen auf den Grund ging, fand er «Kraftfelder», ausgelöst durch unterirdische «Steinadern» der Vorzeit: «Es gab dort die meisten Unfälle, wo die Konzentration der Steinadern am dichtesten war.»

Seine Vermutung: Derlei Zonen können bei Autofahrern zu plötzlichem Blutdruckabfall und Sekundenschlaf führen.

Markante Unfall-Abnahme Aufgrund seiner Messungen erteilte die für den österreichischen Strassenunterhalt zuständige Firma ASFINAG dem Ru-Gerhard Pirchl.

Mit alternativen Methoden versuchte er das Wohlbefinden der Autofahrer auf der gefährlichen S16-Strecke zu verbessern – wie es scheint, mit grossem Erfolg.

tengänger 2003 den Auftrag, die Strasse zu «entstören». In mühsamer Kleinarbeit pendelte und grub Pirchl ein Jahr lang neben der Strecke.

Gleichzeitig verbesserte die Polizei die Verkehrsführung auf der S16 und brachte Warnschilder an. Welche der Massnahmen zur Abnahme der Unfälle S16 in Österreich (rot markiert).In letzter Zeit nahmen die Unfälle deutlich ab.

geführt hat, bleibt unklar. Tatsache ist: In den letzten vier Jahren gab es auf der S16 «nur» noch zwei Tote und acht Schwerverletzte. Meinrad Müller, Chefinspektor der Landesverkehrsabteilung Bregenz gegenüber einem lokalen TV-Sender: «Bei 95 Prozent der Verkehrsunfälle ist der Mensch schuld, beim Rest sind es technische Mängel oder nicht schlüssig erklärbare Gründe. Ein Rest Mysterium bleibt immer übrig…»

Für Pirchl Grund genug, sein Angebot auch auf andere Strassenstrecken auszudehnen. Die ASFINAG ist an seinen Fähigkeiten aber nicht mehr interessiert.

Der Pendler vermutet, dass das Unternehmen lieber neue Strassen baut, als die alten zu sanieren. «Wenn wir Geld für Pendler ausgeben, werden wir schräg angeschaut», habe ihm ein ASFINAG-Mitarbeiter mitgeteilt. Im Gegensatz zu baulichen Massnahmen sei seine Vorgehensweise kostengünstig. «Aber derart billige Methoden, wie ich sie betreibe, stören andere offenbar.»

Ausgabe 2/09

Todesstrecke S16: Rutengänger nicht mehr erwünscht – Abbildung 2
Todesstrecke S16: Rutengänger nicht mehr erwünscht – Abbildung 3

er kleine glatzköpfige Mann im hautengen schwarzroten «Blitz-Anzug» elektrisiert. In seinen Händen Dhält er zwei leitende Metallgabeln. Hunderte Male hat Biba Struja (52) dies in der Öffentlichkeit bereits gezeigt.

Vor Live-Publikum. Selbstsicher spiesst er mit den beiden Gabelspitzen eine Bockwurst auf. Sein Blick konzentriert sich auf seine Hände. Und o Wunder: Wie auf Kommando beginnt die Wurst nach wenigen Sekunden zu dampfen, um unmittelbar darauf gegart aufzuplatzen!

Bibas Zuschauer mögen ihren Augen nicht trauen. Fassungslose Gesichter im Publikum – dann tosender Applaus.

Denn der Serbe scheint mit seinem Leben zu spielen. In seinen Händen kann er Gegenstände mit Spannungen von über 20'000 Volt halten, ohne durch den Strom verletzt zu werden.

Der Strom scheint sogar durch Bibas Körper zu fliessen, denn der Mann erhitzt kaltes Wasser allein mit seinen Händen. Wie ist das möglich? Ein Wunder?

Seit der TV-Sender Sat.1 im Januar 2009 über den «Strommann» aus dem früheren Jugoslawien berichtete, sind seine Fähigkeiten auch im deutschsprachigen Raum wieder Thema.

Nicht zum ersten Mal. Denn bis zum 25.

Mai 2008 trat Slavisa Pajkic alias «Biba» hierzulande bereits öffentlich auf – in «Roncalli's Apollo Varieté Theater» in Düsseldorf. «Leider hat sich damals kaum einer für ihn interessiert», bedauert Sprecherin Kathrin Rauschning auf Anfrage von «mysteries». Obs am Variété-Umfeld lag? Beruhen Bibas Fähigkeiten nur auf magischen Tricks, wie mancher Zuschauer damals wohl verwirrt vermutete?

Nein, winkt der Mann selbstbewusst ab. Er habe seine seltsame Gabe bereits mit 17 Jahren entdeckt, rein zufällig, betont er: «Während meiner Ausbildung zum Schlosser arbeitete ich mit der Schweissmaschine und erhielt aus Unachtsamkeit einen massiven elektrischen Schlag. Seltsamerweise hat mir das überhaupt nichts ausgemacht…»

Auch die «Akte 09»-Reporter von Sat.1 staunten nicht schlecht, als sie Biba 2008/2009 in seiner Wohnung in Pozarevac, unweit von Belgrad, besuchten: Der Mann fasste vor ihren Augen mit blossen Fingern in eine Steckdose. Ohne dabei die geringste Regung zu zeigen. Später generierte er mit Hilfe eines Transformators massive 20'000 Volt Strom, hielt eine Leuchtstoffröhre in dessen Nähe und brachte sie mit Hilfe eines Metallstabes zum Glühen – später liess er die Elektrizität gar durch seine Hand fliessen.

Lebendiges Feuerzeug Noch kurioser: Biba Struja scheint Strom in seinem Körper regelrecht speichern zu können. Einmal aufgeladen entzünden sich mit Benzin getränkte Wattestäbe direkt auf seiner Haut.

Eine kurze Berührung an Arm oder Stirn genügt – und winzige Blitze züngeln aus seinem Körper empor, die das Benzin zum Brennen bringen. Auf diese Weise «brät» der Mann auch Würste. Und behandelt Patienten aller Art, die unter den gespeicherten Stromstössen aus seinen Händen regelrecht zusammenzucken. Ein Phänomen, das auch der Sat.1-Kameramann am eigenen Leib bestätigt fand, als er sich vor laufender Kamera testhalber in Bibas Hände begab.

Etliche Male liess der «Strom-Mensch» seine Fähigkeiten bereits von Wissenschaftlern testen. Alle bestätigen sie nach Messungen mit ihren Voltmetern: Durch den Mann fliesst tatsächlich Strom! Oder wie es der Serbe selber erklärt: «Ich fühle nichts an meinem Körper. Selbst wenn 220 Volt durch meinen Mund fliessen, kann mir der Strom nichts anhaben.»

Misstrauisch macht Kritiker, dass Biba für gewisse seiner Experimente zu Showzwecken einen so genannten Tesla-Transformator zu benutzen scheint – auch Tesla-Spule genannt. Damit lassen sich hochfrequente Wechselströme mit sehr hoher Spannung erzeugen. Visuell eindrucksvolle Experimente wie sie Physiker gerne demonstrieren. Der Clou: Derart hochfrequente Ströme können schmerzfrei durch den menschlichen Körper fliessen, da die Schmerzreaktion «auf Ionenleitung beruht und diese dem Wechselfeld nicht ausreichend schnell folgen kann», wie Experten betonen.

Wie lässt sich aber erklären, dass Biba 1983 und 2003 gleich zweimal namentlich im weltberühmten Guinness-Buch der Rekorde aufgeführt wird? Am 24. November 2001 trat er zudem im schwedischen Fernsehen auf, wo er im «Guinness Rekord TV» vor Livepublikum und etlichen Experten Wasser von 25 Grad Celsius auf 97 Grad Celsius erhitzte – in dem er den herkömmlichen Strom direkt durch seine Hände ins Wasser fliessen liess. Ebenfalls nur ein Trick? Kaum – das hätten sich die Macher des «Guinness Buch der Rekorde» marketingtechnisch schlicht nicht leisten können. Der jährlich neu aufgelegte Kuriositäten-Bestseller lebt bekanntlich von seiner Glaubwürdigkeit.

«Meine Haut funktioniert wie ein Isolator» Was Biba ebenfalls glaubwürdig macht: Der Mann dichtet sich keinerlei Psi-Fähigkeiten an. «Ich bin nicht ganz sicher, warum ich nichts fühle», räumt er unverhohlen ein. «Meine Haut funktioniert vermutlich wie ein Isolator. Das liegt daran, dass sie absolut trocken ist. Ich habe einfach kein Fett auf der Haut wie andere Menschen. Auch Schweissdrüsen fehlen.

Weil ich nicht schwitze, prallt der Strom an mir ab.» Oder wie es ein Sat.1-Sprecher nach Konsultation eines Privatvideos aus der Universitätsklinik Belgrad salopp umschrieb, in dem der «Strommann» von Ärzten stundenlang untersucht wird: «Biba verfügt nur über eine Hautschicht. Normale Menschen haben zwei Hautschichten.»

Dazu ein bekannter Schweizer Dermatologe in Basel-Stadt, der namentlich nicht genannt werden will: «Dass bei diesem Mann, wie behauptet, eine ganze Hautschicht fehlen soll, ist für mich blanker Unsinn», kontert er. «So etwas gibt es nicht! Der Betroffene wäre gar nicht existenzfähig, die Haut ist schliesslich ein Organ. Es gibt natürlich verschiedene Hautkrankheiten, auch solche, bei denen das Fettgewebe von Geburt an nicht vorhanden ist – aber nur an gewissen Stellen und sicher nicht am ganzen Körper.»

Konkreter formuliert es Professor Peter Itin, Chefarzt für Ausgabe 2/0 9Phänomene Dermatologie am Universitätsspital Basel: «Es gibt tatsächlich eine Krankheit mit Namen ‹Aplasia cutis congenita›, bei der die Epidermis, also die äusserste Hautschicht, nicht angelegt ist. Es handelt sich dabei aber immer nur um herdartig begrenzte Hautbezirke.»

Fehlanzeige also – zumindest was Biba betrifft. Was ist demnach mit dessen eigener Aussage, wonach sein Körper über keine Schweissdrüsen verfügt?

Das mag dem medizinischen Grund seiner körperlichen Fähigkeiten weitaus näher kommen, wie Dr. Andrea Pfister-Wartha von der Universitäts-Hautklinik Freiburg gegenüber «mysteries» bestätigt: «Es gibt tatsächlich Menschen, die genetisch bedingte Fehlbildungen der Hautanhangsgebilde haben, also auch der Schweissdrüsen.

Je nach Ausprägung schwitzen diese Menschen wenig (Hypohidrose) oder gar nicht (Anhidrose).»

Oder wie es Professor Christos Zouboulis vom Städtischen Klinikum Dessau noch etwas präziser umschreibt: «Es handelt sich hierbei um eine so genannte anhidrotische ektodermale Dysplasie (Christ-Siemens-Tourraine-Syndrom), eine X-chromosomal rezessive Erkrankung, deren Gendefekt auf dem Chromosom Xq12-13 lokalisiert ist. Das Hauptproblem bei diesem Syndrom besteht für den Betroffenen in der Hitzeunverträglichkeit.»

Bei dieser seltenen Krankheit diagnostiziere man «Fehlbildungen in der Lederhaut – vermutlich die bei Sat.1 erwähnte ‹fehlende Hautschicht› – mit einem Mangel an Hautanhangsgebilden: Haare, Schweiss- und Talgdrüse», ergänzt eine deutsche Ärztin – und dürfte mit ihrer Diagnose über den Strommann ebenso richtig liegen. Denn je weniger Schweiss jemand produziert, desto schwächer leitet auch der elektrische Strom – nicht zuletzt wegen der im Körpersaft enthaltenen Salze. Wie im Fall von Biba Struja.

Strom-Experte begutachtet TV-Show Bleibt die entscheidende, weil nach wie vor ungeklärte Frage: Wie gelingt es dem Mann, Strom in seinem Körper zu speichern? «mysteries» nahm Bibas TV-Auftritte zu diesem Zweck auch mit Ingenieur Hanspeter Keller unter die Lupe, dem Leiter Betrieb und Instandhaltung der Elektrizität bei den Industriellen Werken Basel (IWB). Für den Schweizer Strom-Fachmann sind einige der «Wunder» im TV-Beitrag von Biba Struja aus dem ehemaligen Jugoslawien bei einem Auftritt in Deutschland (2008). Ob einer seltenen Krankheit scheint seine Haut wie ein Isolator zu wirken.

Siegessicher: Am 24. November 2001 stellte Biba Struja seine Fähigkeiten im «Guinness Rekord TV» in Schweden unter Beweis.

Sat.1 leicht zu erklären. «Die Performance mit den sprühenden Funken und der Neonröhre nutzt einen physikalischen Effekt, den jeder Elektriker während seiner Ausbildung zu Gesicht bekommt», so Keller. «Hier kann etwa mit einem nicht sichtbaren Transformator gearbeitet werden, der die Energie (Felder) kreisförmig abstrahlt. Wird die Leuchtstoffröhre quer zum Feld gehalten, leuchtet sie, weil die Feldstärke genügend gross ist, um die Lampe zu zünden. Insofern besteht, zumindest in diesem Fall, kaum ein gesundheitliches Risiko.»

Auch für die Experimente mit der Glühbirne und den Fingern in der Steckdose hat der Ingenieur eine konventionelle Erklärung parat. «Ob der Strom einem etwas anhaben kann, hängt entscheidend vom Widerstand ab, der in den Stromkreislauf eingebaut ist. Je grösser der Widerstand, desto kleiner der Stromschlag.» Kellers Verdacht: «Möglicherweise arbeitet der Strommann mit einer Glühbirne mit sehr geringer Voltzahl – und somit höherem Strom, welche die Lampe zum Leuchten bringt. Die niedrige Spannung kann keinen Strom durch seine Körper fliessen lassen..»

Nützliche Accessoires für solche Versuche seien speziell gesohlte Schuhe, die isolieren. Elektriker würden zudem bei ihrer Arbeit meist Gummihandschuhe tragen, die den Strom ebenfalls nicht leiten. «Biba trägt bei seinen Experimenten zwar nichts an seinen Händen, aber vielleicht dient die trockene Haut des Strommanns oder seine Hornhaut tatsächlich als Isolator», zieht Fachmann Keller analog den Medizinern in Betracht. Effekthascherei sei jedenfalls der Versuch mit den Metallstäben im Mund: «Wenn der Mann die beiden Stäbe so eng aneinander hält, fliesst der Strom dort durch und lässt sich von der Berührung mit dem Mund nicht ableiten. Strom benutzt immer den Weg des geringsten Widerstands.»

Doch nur ein billiger Trick? Eher nicht…

Nachdenklicher macht ihn dagegen die Sache mit den gebratenen Würsten und dem kochenden Wasser: «Physikalisch ist es meiner Meinung nach unmöglich, derart hohe Energiestärken im Körper zu speichern», muss auch Hanspeter Keller einräumen. Der Ingenieur tippt deshalb auf Manipulation: «Ich vermute, dass der Mann hier einen Trick anwendet – zugegebenermassen einen sehr guten», der ihm ebenfalls verschlossen bleibe.

Ein Trick, dem selbst die strengen Experten vom «Guinness Buch» auf den Leim krochen? «mysteries» favorisiert auch in diesem Fall eher eine körperliche Anomalie. Näheren Aufschluss darüber könnten wohl nur weitere medizinische Tests bringen. Oder konkrete Auskünfte von Biba selbst, der trotz intensiver Bemühungen seiner Agentur im Januar leider unerreichbar blieb. Bis zum Vorliegen weiterer Erkenntnisse sei allen Interessierten deshalb geraten: Finger weg von ähnlichen Experimenten! Bereits Stromstärken von 0,1 Ampère können zum Tod führen…

Was Biba glaubwürdig macht: Er dichtet sich keine Psi-Kräfte an... – Abbildung 2
Was Biba glaubwürdig macht: Er dichtet sich keine Psi-Kräfte an... – Abbildung 3
Was Biba glaubwürdig macht: Er dichtet sich keine Psi-Kräfte an... – Abbildung 4
Was Biba glaubwürdig macht: Er dichtet sich keine Psi-Kräfte an... – Abbildung 5
Was Biba glaubwürdig macht: Er dichtet sich keine Psi-Kräfte an... – Abbildung 6
Was Biba glaubwürdig macht: Er dichtet sich keine Psi-Kräfte an... – Abbildung 7
Was Biba glaubwürdig macht: Er dichtet sich keine Psi-Kräfte an... – Abbildung 8
Was Biba glaubwürdig macht: Er dichtet sich keine Psi-Kräfte an... – Abbildung 9
Was Biba glaubwürdig macht: Er dichtet sich keine Psi-Kräfte an... – Abbildung 10
Was Biba glaubwürdig macht: Er dichtet sich keine Psi-Kräfte an... – Abbildung 11