Spd: Fetter Gewinn Dank Eigenem Medienimperium Und Luxusreisen

Vermehrt machen süddeutsche SPD-Abgeordnete derzeit politisch mobil gegen regierungskritische Journalisten oder Publizisten. Dass der SPD als einziger Partei eine der grössten Zeitungsverlagsgruppen Deutschlands gehört, wird gerne verschwiegen. Ebenso, dass die Genossen Luxusreisen nach Dubai oder Traumschiff-Kreuzfahrten im Mittelmeer feil bieten und damit jährlich Millionen in die Parteikasse spülen.

Wussten Sie, dass die SPD mit der »Deutschen Druckund Verlagsgesellschaft« (DDVG) zu 100 Prozent die elftgrösste Verlagsgruppe im deutschen Zeitungsmarkt besitzt? Ziel: »Die Beteiligungen wirtschaftlich zu führen, die Substanz zu mehren und damit zugleich einen Ànanziellen Beitrag zur Arbeit der SPD zu leisten.« Als Mitglied im Aufsichtsrat fungiert nicht zuletzt Polit-Schwindler Björn Engholm (»Barschel-Affäre«).

Konkret hält die SPD derzeit Anteile an über 40 Zeitungen mit einer AuÁage von ca. 2,2 Millionen verkauften Exemplaren. Darunter an der »Öko-Test Holding« (65,67 Prozent) und am politisch vermeintlich neutralen »Öko-Test Verlag« (100 Prozent). Ebenso an Zeitungen wie dem »Nordbayerischen Kurier«, der »Frankenpost«, der »Sächsischen Zeitung«, der »Hannoverschen Allgemeinen Zeitung«, der »Leipziger Volkszeitung« und vielen weiteren Printorganen. Ihre Anteile an der »Westfälischen Rundschau« hatte die SPD 2013 verkauft. 16 Millionen Euro spülte dies in die Parteikasse, die umgehend in den Wahlkampf investiert wurden.

120 Angestellte waren zuvor auf die Strasse gestellt worden.

Zu den neusten Investitionsobjekten der SPD zählen kommerzielle Online-Verkaufsportale wie etwa www.locafox.de. Dazu DDVG-Geschäftsführer Jens Berendsen am 2. Juni 2015:»Hinter Locafox steht ein attraktives Geschäftsmodell, von dem insbesondere Regionalverlage als Partner nachhaltig proÀtieren können. Gleichzeitig können auf diese Weise Anzeigenkunden wie auch Leser an die Tageszeitung als führendes regionales Medium gebunden werden.« Kapitalismus ohne Skrupel.

Doch da ist ja auch noch, ebenso zu 100 Prozent, die »Ferien-, Freizeit- und Reise-Service GmbH« (»SPD-Reiseservice: Der Reiseveranstalter für Mitglieder und Freunde der SPD«). Ein Reisebüro ohne Vergleich. Auf dem Programm steht derzeit nicht zuletzt jeweils eine Woche »Dubai & Abu Dhabi: Traumurlaub im Land des Luxus« – dauerhaft bis Mitte 2016. Zusätzlich aber auch Kreuzfahrten mit der gecharterten »MS Hamburg« nach Griechenland und ins Heilige Land, samt Ex-Ministerpräsidentin Heide Simonis als VIP-Gast.

Scheinheilige Geschäfte und umstrittene Mindestlöhne Selbst die Hamburger »Pressepapier Vertriebsgesellschaft« gehört zum SPD-Portfolio oder die »vorwärts: buchhandlung GmbH«. Letztere bietet dem Mammon zuliebe übrigens auch alle kontroversen Bestseller von Udo Ulfkotte oder Jan van Helsing feil (»Wir beschaffen Ihnen jedes lieferbare Buch gern, auf dem schnellsten Wege!«).

PS: 2013 erzielte die SPD-eigene Medienholding einen Jahresüberschuss von 7,3 Millionen Euro. 1,9 Millionen davon Áossen direkt in die Parteikasse von Sigmar Gabriel & Co.

Umstrittene Moneten. Denn in einzelnen Berufssparten unterwandert die DDVG skrupellos Mindestlöhne und unterhält offensichtlich auch Konstrukte, die man guten Gewissens als ScheinÀrmen bezeichnen kann, wie der»Spiegel« am 29.

Dezember 2013 dokumentierte. Was Willy Brandt wohl dazu gesagt hätte?

Ausgabe 6/2015 33

Eine Regionkarte mit den Worten SPD-ReiseService.