Besserer Hochwasserschutz Dank Schaubergers NaturverstäNdnis

Letzter Zeitzeuge. Fritz Watzl mit seinen Flugkreiseln.

Mit brachialer Gewalt rollte im Frühsommer 2013 ein Jahrhunderthochwasser durch weite Teile Deutschlands sowie Österreichs und streifte zuvor auch die Schweiz. Der Schaden ging in die Milliarden. Das müsste nicht sein, sind viele alternative Gewässerbauer inzwischen überzeugt. Sie treten für einen naturnahen Hochwasser- und Gewässerschutz ein – frei nach Viktor Schauberger.

an reguliert einen Fluss nicht von aussen sondern von innen, von seinem Medium selbst», so die Überzeugung Mvon Viktor Schauberger. Auf dieser Basis entwickelte der begnadete Naturforscher unter anderem diverse Gewässerbaumassnahmen, die in seinem Heimatland bereits in mehreren Flüssen erfolgreich umgesetzt wurden – und nun allmählich auch in Deutschland, der Schweiz und anderen europäischen Ländern auf Interesse stossen.

So basiert etwa das Prinzip, in der Flussmitte mit exakt platzierten massiven Felsbrocken eine Art Trichter zu bauen, auf Erkenntnissen des österreichischen Naturbeobachters und Er-Ànders. Gefährdete Uferbereiche werden dank dieser Methode nicht nur bei Fluten deutlich entlastet, weil die Kraft und Energie des Wassers umgeleitet wird.

Inspiriert von Schaubergers Erkenntnissen setzen heutige Gewässerbauer und Behörden zudem vermehrt auf Pendelrampen.

Fliessgefälle oder Stauwehre können mit derlei treppenartigen Umleitungen sanft und der Natur des Wassers entsprechend entschärft werden. Hierbei werden Flüsse und Bäche in Schlangenlinien und über Áache Rampen talwärts geführt. Aufgrund der gegenseitigen Verschränkung der einzelnen Fliessstufen Pendelrampe im Bach. Deutsche Gewässerbauer setzen zunehmend auf Schaubergers Erkenntnisse. (Foto: ZDF) Die Vorteile: Dank Pendelrampen können wandernde Wassertiere wie Lachse, Flusskrebse oder Aale, Wehre und Staustufen leichter überwinden – in beide Richtungen. Gleichzeitig entlasten auch diese Gewässerbauten bei Hochwasser die Uferböschung, in dem die Energie nach Innen geleitet wird und nicht nach Aussen wie bei klassischen Kanalbauten. zudem beleben Pendelrampen – wie auch Trichter im Inneren eines Flusses – Wasser und Gewässer. Durch die Verwirbelungen reichert sich Sauerstoff an und die Selbstreinigung des Wassers wird gefördert. Fische Ànden hinter den Hindernissen Ruhezonen, und der Grund verschlammt nicht so schnell.

In vielen Gewässern, die etwa der österreichische Gewässerbauer Othmar Grober in den letzten Jahrzehnten nach den Ideen Schaubergers belebt hat, konnten Wissenschaftler und Behörden tatsächlich ein deutlich höheres Artenaufkommen verzeichnen. Und auch die Technische Universität Graz kam nach mehreren Versuchen und Studien in den vergangenen Jahren zu dem Fazit: Pendelrampen funktionieren und halten sogar schweren Hochwassern stand.

So bezeichnete auch der niederösterreichische Regierungsbeamte Franz Brandstätter eine dieser sanften Flussregulierungen in der Grossen Tulln im Wiener Wald in der zDF-Dokumentation «Die FlussÁüsterer» vom 18. November 2012 als «Musterbeispiel» modernen Gewässerbaus. Massnahmen dieser Art dürften sich «in ganz Österreich und darüber hinaus» durchsetzen, gab sich der Behördenvertreter überzeugt: «Wir sind stolz, dass wir diese Rampe nach Ideen Schaubergers umsetzen konnten.»

Weich statt hart, Holz statt Beton Selbst bei der Befestigung von Ufern oder Dämmen setzen moderne Gewässerbauer in Anlehnung an Viktor Schauberger zunehmend auf die Natur: Weich statt hart – Holz statt Beton, lautet hier das Motto. Flüsse und Bäche werden nicht mehr in zementsärge gezwängt, sondern ihre Ufer mit einem Gemisch aus Erde, Steinen und Bäumen befestigt. Über die Jahre entsteht so ein Damm, der von seiner Widerstandskraft durchaus mit künstlichen Wällen mithalten kann.

In Österreich werden Schaubergers Techniken schon länger angewandt. Doch nun setzen vermehrt auch Ingenieure aus Pendelrampe: Die Wasserkräfte werden vom Ufer ins Flussinnere geleitet und Verbauungen für Fische so passierbar.

Ausgabe 6/2013 Deutschland und der Schweiz auf dessen Ideen. Etwa in der Lausitz und der Spree, aber auch im baden-württembergischen Lörrach, im deutsch-schweizerischen Flüsschen Wiese. Tatsächlich haben die dortigen Bauten seither sogar schweren Fluten getrotzt, wie ein angesehener Gewässerbauer auf Anfrage ausdrücklich bestätigt. Namentlich genannt werden möchte er aber nicht.

Auch über ihre Methoden nach Viktor Schauberger wollen die Ingenieure leider nicht sprechen – zumindest nicht gegenüber dem «mysteries»-Magazin. «Wir haben jahrelang dafür gekämpft, dass Gewässerbau nach Schauberger ernst genommen wird und aus der Esoterik-Ecke herauskommt – weg von den Nazi-Ufos und dem ganzen Kram», so einer der Experten entschuldigend. «Wir befürchten, dass ein Bericht in Ihrer zeitschrift kontraproduktiv wäre.»

Kein entsprechend spezialisierter Gewässerbauer stehe deshalb für Auskünfte zur Verfügung. Weder der Schweizer Flussbauingenieur Matthias Mende – noch der Altmeister der zunft, Othmar Grober.

Weniger Berührungsängste zeigt Jörg Schauberger, der in Bad Ischl den Nachlass seines Grossvaters verwaltet. Dennoch könne er die Reaktion «der wissenschaftlich arbeitenden Herren» bis zu einem gewissen Punkt verstehen: «zu lange ist Viktor Schauberger von esoterischen Kreisen vereinnahmt worden, und Links das gute Beispiel, rechts das schlechte. Originalskizze (1941) von Viktor Schauberger zur Flussregulierung. (Foto: Jörg Schauberger) es bedeutete grosse Mühe, ihn aus dieser Ecke wieder heraus zu holen.»

➤ Infos:www.pks.or.at Dieses Feld beachten 30′000 Leser.

Es kostet 249.– Euro. Weitere Informationen: www.mysteries-magazin.com Tel. 0041 – 61 – 681 62 61

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