Zederkerne Aus Dcholesterinsenker, Vitaminbomben Und Appetithemmer
Kleine Kerne, grosse Wirkung. Sowohl wissenschaftliche Studien als auch alte Überlieferungen attestieren sibirischen Zedernüssen aussergewöhnliche Heilkräfte. Noch sind die cholesterinsenkenden Vitaminbomben und Appetithemmer bei uns kaum bekannt. Doch die «Königin der Taiga» ist auch in Europa auf dem Vormarsch.
Zedernüsse? Nur die wenigsten Mitteleuropäer haben von den Samen der Sibirischen Zirbelkiefer schon mal gehört. Das erstaunt, denn die kleinen Kerne aus den Zapfen dieser Nadelbäume stecken voller wunderbarer Überraschungen. So gilt die Zedernuss da, wo sie herkommt – in den Weiten Sibiriens und der Mongolei – seit Jahrhunderten als geschätztes Heil- und Nahrungsmittel. «Königin der Taiga» nennen sie die Einheimischen voller Ehrfurcht.
Immer mehr Kleinunternehmen bringen die kulinarische Kostbarkeit mittlerweile nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz. «Allein letztes Jahr haben wir 25 Tonnen importiert», so Alexander Markow von «Vega», erster und grösster Bio-Zedernuss-Händler Deutschlands.
Zwar schrecken viele Konsumenten noch vor einem Kauf zurück, denn sibirische Zedernüsse sind nicht ganz billig: Ein Kilo kostet rund 38 Euro! Für die Kleinpackung von 70 bis 80 Gramm muss der Kunde zwischen drei und fünf Euro hinblättern. Grund: Bis eine Zirbelkiefer Früchte trägt, kann es bis zu 50 Jahre dauern. Zudem ist die Ernte aufwändig und strapaziös. Die Einheimischen in Sibirien und der Mongolei sammeln die Zapfen einzeln vom Boden auf. Oder sie schütteln sie von den Bäumen – indem sie Holzhämmer gegen die dicken Stämme wuchten.
Die empfindliche Rinde der Taiga-Riesen wird dabei nicht beschädigt. So sind auch die von Jochen Wolfs Unternehmen «Flores Farm» importierten Zedernüsse, die auf diese Weise gesammelt werden, mit dem EU-Bio-Siegel zertifiziert.
«Die Ernte von Zedernüssen ist eine schwere und nicht ungefährliche Tätigkeit», weiss Wolf. Neben den vielen Raubtieren Sibiriens wie Wölfe und Bären erschweren die tiefen Temperaturen und teilweise mühsam zu erreichenden Waldgebiete die Arbeit. «Ganze Familien packen im September und Oktober ihre Zelte, Geräte und den Proviant,











































