rühstücksflocken, die Zuckerbomben sind. Als gesund angepriesene Kindersnacks, die zu Übergewicht führen. FOder teure Joghurts, die das Immunsystem stärken sollen – in Wahrheit aber nur die Bilanzen der Hersteller gesunden lassen. Wenn es um Lebensmittel geht, ist der Konsument das Opfer.

Denn wer nicht mit Fremdwörterlexikon, Chemiefibel und Taschenrechner einkaufen geht, wird verführt, betrogen und für dumm verkauft. Von einer skrupellosen und auf Gewinn versessenen Lebensmittelindustrie. Zwischen den Regalen im Supermarkt bewegt sich der Verbraucher in der Scheinwelt ausgebuffter Werbeprofis und Marketingspezialisten. Chancenlos, den Überblick zu behalten. Das möchte Thilo Bode ändern. Dafür hat der 62-jährige Deutsche 2002 den Verein «Foodwatch» gegründet.

Bode leitete während zwölf Jahren erst «Greenpeace Deutschland» und dann «Greenpeace International». Heute ist er überzeugt: «Robben sind in Deutschland besser geschützt als Verbraucher.» Mit «Foodwatch» will er nun den Konsumenten eine Stimme geben. Denn: Nur, wenn die Verbraucher gemeinsam für ihre Rechte einstehen, werden sie von Industrie und Politik ernst genommen, so sein Credo.

Das 13-köpfige Team der «Essensretter» kämpft für gift- Gesundheit Ausgabe 3/10 39