VerblüFfend: Diese Frau Kann Parkinson Mit Ihrer Nase Erkennen

Dass Hunde Krebsgeschwüre beim Menschen wittern können, scheint mittlerweile bewiesen. Nun sorgt eine Schottin in der medizinischen Fachwelt für ähnliches Aufsehen: Auch sie kann – allein durch ihren Geruchssinn – ganz offensichtlich unheilbare Krankheiten diagnostizieren.

2008 eine Studie, wonach entsprechender Blättertee, nicht aber Wurzelteee, auch bei Brustkrebs hilft.

Wissen wir schon bald mehr?

Erste Ergebnisse aus der aktuellen kanadischen Studie sind für Frühjahr 2016 angekündigt. Sie werden mit Spannung erwartet, denn obwohl es mittlerweile immer mehr Hinweise und Indizien zur Heilkraft von Löwenzahn gibt, mangelt es noch an wissenschaftlich fundierten Erprobungen am Menschen.

Nichtsdestotrotz deuten diverse Tierversuche und Labortests das grosse Potenzial des vermeintlichen Unkrauts bereits an. So wirkt der Korbblütler vitalisierend, antibakteriell, antioxidativ, entgiftend und hilft auch bei Verdauungs- und Nierenproblemen.

Kurz: Löwenzahn ist eine echte Bereicherung für eine gesunde, nachhaltige und ausgewogene Ernährung. Vergessenes Wissen, das sich der moderne Mensch leider erst wieder mühsam erarbeiten muss.

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Plötzlich roch ihr Mann anders – nach all den gemeinsamen Ehejahren. »Es geschah nicht von einem Tag auf den anderen, eher schleichend«, erinnert sich die Schottin Joy Milne. »Aber dann war er zunehmend da, dieser neue Geruch, er hatte etwas Moschusartiges.« Wenig später diagnostizierten die Ärzte bei ihrem damals 45-jährigen Gatten die unheilbare Nervenkrankheit Parkinson.

Es sei ihr schon immer bewusst gewesen, dass sie über einen aussergewöhnlichen Geruchssinn verfüge, erzählt Milne. Hatte sie die Krankheit somit tatsächlich gerochen, bevor diese ersichtlich wurde? Forscher machten Experimente mit ihr. Sie liessen sie an zwölf T-Shirts riechen.

Sechs davon hatten Parkinson-Patienten getragen.

Zwölf Diagnosen – zwölf Volltreffer Das Resultat war verblüffend: Elf der zwölf Proben ordnete Joy Milne richtig zu. Ein beeindruckendes Ergebnis – das wenige Monate darauf sogar nach oben korrigiert werden musste. Grund: Eine zum Zeitpunkt des Experiments medizinisch für gesund befundene Testperson bekam von den Ärzten im Nachhinein ebenfalls eine Parkinson-Diagnose – just jener Fall, bei dem Milne vermeintlich falsch gelegen war. Anders formuliert: Die Schottin hatte die Krankheit in diesem Fall sogar früher erkannt als die Ärzte und legte somit eine 100-Prozent-Quote hin!

»Das hat uns sehr beeindruckt«, erklärt Tilo Kunath von der Edinburgh Universität. Nun will sich die Wissenschaft Milnes Können zu Nutze machen. Unter Leitung der Professorin Perdita Barran von der Universität Manchester und unter Mitwirkung der schottischen Supernase sowie weiteren Menschen mit ausgeprägtem Geruchssinn soll anhand 200 Probanden endgültig geklärt werden, ob Parkinson schon im frühen Status riechbar ist. Bereits jetzt vermuten die Forscher, dass mit der Nervenkrankheit einhergehende Hautveränderungen als Geruchsquelle dafür in Frage kommen könnten.

red. ■

Ausgabe 2/2016 59

Ein Bild von Nudeln in einer Schachtel mit einem Etikett.
Eine Frau in einem blauen Hemd lächelt.