Psi-Spion Glaubt: «Die Echte Lade Liegt Bei Bethlehem»
Vieles spricht für Axum. Dennoch will der ehemalige amerikanische CIA-Agent Ed Dames die biblische Bundeslade ganz woanders geortet haben – und zwar in Höhlen unter dem Kloster Sankt Theodosius bei Bethlehem.
«Ich weiss, wo die Bundeslade ist», behauptet auch der Amerikaner Edward A. Dames in seinem 2012 ins Deutsche übersetzte Buch «Ich war Psi-Spion».
Dames leitete mehrere Jahre eine geheime Truppe innerhalb der CIA: Eine «Remote Viewing»-Einheit, die mental oder per Telepathie Gegner überwachte, verborgene Orte entdeckte oder nach verschollenen Personen fahndete.
Zu Trainingszwecken beauftragte Edward Dames seine Psi-Spezialisten unter anderem, per Fernwahrnehmung die Bundeslade aufzuspüren. Gemäss eigenen Aussagen mit Erfolg. Nach mehreren Sessionen und diversen «mentalen Reisen» in die Vergangenheit waren sich die Agenten sicher: Sie haben das Heiligtum entdeckt. «Die Bundeslade liegt in unterirdischen Höhlen unter einem Kloster namens Sankt Theodosius in der Nähe von Bethlehem», so Dames. Genauer gesagt bei der Stadt Al-Ubeidiya.
«Ich hatte nicht die geringste Chance» Leider konnte er mit der damaligen Erkenntnis nicht viel anfangen, bedauert der Ex-Spion. Die Mönche dort «liessen meist nicht einmal Touristen hinein, ganz zu schweigen von qualiÀzierten Archäologen oder Forschern: «Ich hatte nicht die geringste Chance.» Auch die israelische Regierung werde ihm nicht helfen können, ist Dames überzeugt. Und die Palästinenser, die jene Region mittlerweile verwalten, seien auch nicht gerade für ihre Verhandlungsbereitschaft bekannt: «Jetzt, wo Sankt Theodosius innerhalb des neuen politischen Territoriums der Hamas liegt, wagt sich keiner auch nur in die Nähe des Gebiets.»
Vielleicht liegt der Amerikaner mit seinem Pessimismus aber auch falsch.
Denn die Zeiten haben sich geändert. So bewirbt die «Palästinensische Mission» – die diplomatische Vertretung Palästinas in Deutschland – die Anlage auf ihrer kloster sankt Theodosius: Laut Dames könnte sich Gottes Truhe unter dieser rund zwölf Kilometer von Bethlehem entfernten Stätte im Palästinenser-Gebiet befinden.
Internetseite mittlerweile als eine Attraktion des Landes: «Das Kloster St. Theodosius wurde 476 n. Chr. gegründet und liegt zwölf Kilometer östlich von Bethlehem. Es wurde während der persischen Invasion zerstört und später von der griechisch-orthodoxen Kirche über den Ruinen einer alten Kreuzfahrerkirche wieder errichtet. Eine weisse Höhle markiert die Grabesstätte des Heiligen Theodosius. Die Tradition erzählt, dass hier die Weisen Rast gemacht haben, als Gott ihnen im Traum erschien und sie vor einer Rückkehr zu Herodes warnte. Heute leben in Auf Dames’ Behauptungen betreffend der Bundeslade angesprochen, gab sich die deutsche Botschaftssprecherin Halah Abu Mugheisib zurückhaltend: «Ich kann Ihnen zu Ihren Fragen leider keine konkreten Auskünfte geben. Wir stellen auf unserer Website das Kloster zwar vor, jedoch nur aus der touristischen Perspektive, da das Kloster für Besucher offen ist.»
Telefonisch oder per Mail waren die Mönche leider ebenfalls nicht erreichbar.
Neben einem Abstecher ins äthiopische Axum könnte sich für Schatzjäger also auch ein Trip ins Umland von Bethlehem lohnen.
À. ■
Edward Dames: Seit Jahren sorgt er mit seinem Psi-Wissen und seinen Prognosen für hitzige Kontroversen.











