«Dann ErzäHlte Mir Der Fremde Von Vereinigung Im Fernen Orient…»
Wird unser Schicksal von fremden Mächten gelenkt?
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Wer regiert die Welt wirklich? Wollen uns Illuminaten und andere finstere Gesellen tatsächlich eine neue Weltordnung aufzwingen? Oder ziehen hinter den Kulissen womöglich ganz andere Mächte ihre Strippen? Ein Internet-Video hat die Kontroverse darüber neu entfacht. Aber auch kuriose Schilderungen aus längst vergangenen Zeiten lassen aufhorchen.
Das angeblich illegal veröffentlichte «Trainingsvideo» für angehende Illuminaten wirkt auf den ersten Blick erstaunlich authentisch. Seit vielen Monaten wird es im Internet via Facebook und Youtube weiter gereicht und erhitzt dort die Gemüter (Suchbegriff: «Illuminati Training Video Leaked»).
Knapp eine halbe Stunde lang verrät darin ein graumelierter Herr im massgeschneiderten Anzug die wichtigsten Strategien einer finsteren Geheimvereinigung namens «Illumicorp», die hinheimen Verbindung.»
ter unserem Rücken eine neue Weltordnung anstrebt. Untermalt wird das Ganze mit hochprofessionellen Grafikanimationen.
Offenbar nur eine aufwändig produzierte Parodie auf Verschwörungstheorien. Das versichert zumindest der kanadische Filmemacher Matt Anderson – auch wenn ihm das manch einer nicht so recht abnehmen mag, wie entsprechende Kommentareinträge im Youtube-Filmportal dokumentieren.
Das Misstrauen kommt nicht von ungefähr. Denn von mächtigen Geheimgesellschaften im Hintergrund ist seit jeher die Rede. Nicht zuletzt von prominenter Seite, wie ein Blick in die Vergangenheit zeigt – zurück ins Jahr 1796, nach Ockershausen. Misstrauisch mustert der Dichter Johann Heinrich Jung alias Jung-Stilling dort eines schönen Morgens einen Unbekannten vor seiner Haustüre, der sich artig vor ihm verneigt…
«Woher haben Sie Ihr geheimes Wissen?»
Noch leicht schlaftrunken erfährt Jung-Stilling, dass er es mit dem «merkwürdigen Herrn (…)» zu tun hatte, wie er in seinen autobiographischen Erzählungen später verklausuliert festhielt. Der deutsche Augenarzt und Professor hatte sich damals längst einen Namen als Schriftsteller gemacht. Neugierig bat er den Fremden in die gute Stube: «Nun, was haben Sie vorzubringen?»
Der Besucher brach in Tränen aus, küsste die Hand des Schriftstellers und sagte: «Herr Hofrath, nicht wahr – Sie haben das Buch ‹Heimweh› geschrieben?» Der Dichter nickte. «Dann sind Sie einer meiner geheimen Oberen!» entfuhr es dem Mann. «Nein, lieber Herr», antwortete Jung-Stilling höflich, aber energisch. «Ich bin weder Ihr noch irgendeines Menschen geheimer Oberer – ich bin durchaus in keiner ge- Der Besucher glotzte den Schriftsteller mit grossen Augen an und stammelte ungläubig: «Liebster Herr Hofrath! Hören Sie auf sich zu verbergen, ich bin lang genug und hart genug geprüft worden. Ich dächte doch, Sie kennen mich schon…»
Welche Gedanken Heinrich Jung-Stilling in diesem Augenblick durch den Kopf schossen, können wir heute nur vermuten. Zwar finden sich in seinem zwischen 1794 und 1796 erschienenen christlich-mystisch angehauchten Roman «Heimweh» durchaus Schriftsteller Johann Heinrich Jung.Schriftsteller Johann Heinrich Jung.Schriftsteller Johann Heinrich Jung.Schriftsteller Johann Heinrich Jung. 1786 erzählte ihm ein geheimnisvoller Besuchergeheimnisvoller Besuchergeheimnisvoller Besucher «aussergewöhnliche Dinge».







































