RäTselhafte Signale: Versuchen Ets Uns Zu Kontaktieren?

Voyager 2. Vor 33 Jahren wurde die Raumsonde ins All katapultiert – mit einer Botschaft an ausserirdische Lebensformen.

Ein «Mini-UFO» im Erdorbit, kuriose Funkfeuer in einer Nachbargalaxie und «Daten in einem unbekannten Datenformat» vom Rande unseres Sonnensystems: Gleich drei Phänomene im erdnahen Weltraum sorgen derzeit für Verwirrung und jede Menge Spekulationen.

Merkwürdiges geht im Weltall derzeit vor sich. Für Kopfzerbrechen sorgt nicht zuletzt die Raumsonde «Voyager 2», die seit 33 Jahren mit einer Grussbotschaft an Ausserirdische durchs All treibt. Mittlerweile ist sie am Rande unseres Sonnensystems angelangt, wo sie uns bis zum 22. April 2010 eifrig mit Informationen versorgte. Dann aber begann die Sonde plötzlich Daten in einer unbekannten Formatierung zu funken – als ob ein galaktisches Phantom daran herumgefummelt hätte.

«NASA-Forscher sind ratlos», vermeldeten am 11. Mai 2010 selbst renommierte Nachrichtenagenturen. Nur ein technischer Defekt? Vielleicht. Seit kurzem glimmt aber auch ein «Funkfeuer» im erdnahen Weltraum, dessen Ursprung ebenfalls im Dunkeln liegt. Ausgestrahlt werden die Radiowellen von einem «unbekannten Objekt» in unserer Nachbargalaxie M82. «Wir haben keine Ahnung, was sich dahinter verbirgt», wundert sich Tom Muxlow vom englischen Jodrell Bank Centre for Astrophysics bei Macclesfield.

Seit Mai 2009 fängt Muxlow die ungewöhnlichen Signale bereits auf, ohne sie etwa einer Supernova oder einem Mikroquasar zuordnen zu können. «Irgendetwas» sendet also von da draussen – und niemand hat bis heute eine schlüssige Erklärung dafür.

Woher stammt «Objekt KQ»?

Reiner Zufall, dass im Mai dieses Jahres wie aus dem Nichts auch noch ein rätselhaftes «Mini-UFO» im Erdorbit auftauchte? Besagtes «Objekt KQ» rauschte haarscharf an unserem Planeten vorbei und wird uns auf seiner derzeitigen Umlaufbahn 2036 erneut erreichen.

Erstaunlicherweise ist das nur wenige Meter grosse Ding laut NASA «definitiv künstlichen Ursprunges».

Und: Obwohl es zum Zeitpunkt der Beobachtung keinerlei Anzeichen auf Triebwerkaktivitäten zeigte, gehen die Forscher wegen seiner Umlaufbahn davon aus, dass es sich zu einem früheren Zeitpunkt aus eigenem Antrieb bewegt haben muss! «Es dürfte sich somit um die ausgebrannte Triebwerkstufe einer früheren Raketenmission handeln», spekuliert man bei der NASA. «Womöglich gar aus Zeiten des Apollo-Programms.»

Dass auch ETs Spähsonden in unserem Sonnensystem platziert haben könnten, scheint man bei der US-Weltraumbehörde partout nicht in Erwägung ziehen zu wollen.

Warum eigentlich nicht?