Wahnsinn: Unter Der Schweiz Sollen Schwarze Lö Cher
ERZEUGT WERDEN
Drehen die Wissenschaftler jetzt völlig durch? Noch in diesem Jahr weiht das europäische Kernforschungszentrum CERN in Genf den weltweit stärksten Teilchenbeschleuniger der Welt (LHC) ein – der «ein neues Tor zur Physik» öffnen soll. Mit der drei Milliarden Euro teuren Supermaschine wollen die Forscher Gott spielen und unter anderem Schwarze Löcher erzeugen! Ein Wahnsinn sondergleichen, der unsere Erde laut einem Chaosforscher aus Deutschland im schlimmstmöglichen Fall ausradieren könnte – und zwar bereits im Jahr 2012!
Blick unter die Erde von Genf (Schweiz). Hier entsteht derzeit der stärkste Teilchenbeschleuniger der Welt. (Fotos: CERN) Es ist wahrhaft kein erbauliches Szenario, das der deutsche Biochemiker und Pionier der Chaosforschung Professor Otto E. Rössler Ende Januar an der «Transmediale» heraufbeschwor. Der Entdecker des «Rössler-Attraktors» referierte am grössten deutschen Festival für Kunst und digitale Kultur in Berlin über die futuristisch anmutenden Experimente, die im neuen unterirdischen LHC-Superring am CERN in Zukunft durchgeführt werden sollen.
Auf einer 27 Kilometer langen Strecke werden dort unter der Erde demnächst winzigste Teilchen kreisförmig beschleunigt und zur Kollision gebracht. Davon erhoffen sich die Wissenschaftler neue Erkenntnisse über die Entstehung des Universums. Und dafür scheint ihnen keine Idee zu verwegen.
Denn auch schwarze Löcher sollen mit der «Supermaschine» künstlich erzeugt werden. Winzig kleine zwar nur. Und die Wahrscheinlichkeit, dass dies gelingt, liegt «lediglich» bei 10 Prozent, wie Chaosforscher Rössler nach der Konferenz gegenüber dem Onlinemagazin «Golem.de» erklärte. Würden jedoch tatsächlich solche Löcher produziert, werde man das auf der Erde wahrscheinlich noch nicht mal merken, denn «die Dinger verstecken sich, da sie keine Strahlungswirkung haben».
Laut gängiger Lehrmeinung müssten derlei Mini-Löcher eigentlich sogleich verpuffen. Doch Rössler meldet nach intensiven Berechnungen Zweifel an dieser Aussage an. Kommt dazu, dass seine Forscherkollegen gleich Millionen von derartigen kosmischen Ungeheuern erzeugen wollen. «Die Frage, die bleibt, ist, wie lange es dann dauert, bis so ein kleines schwarzes Loch genügend stark gewachsen ist, um schliesslich die ganze Welt aufzufressen» – sprich: unseren Planeten auf Sandkorngrösse zusammenzuschrumpfen.
Wie reagiert man beim CERN auf derlei Untergangsprognosen? Man kündigt leicht verlegen eine ausführliche Informationsbroschüre an. Und betont, dass die künstlich generierten Mini-Löcher wider Erwarten tatsächlich stabil bleiben könnten – und dass einige davon dann wohl im Erdbereich verbleiben und sich dort in der Tat zunehmend an unserer Materie «laben» würden. Allerdings vergingen bis zu einem derartigen «Worst Case» Abermilliarden von Jahren – insofern also alles kein Problem, wie beschwichtigt wird.
Wirklich nicht? Chaosforscher Rössler schüttelt den Kopf: «Das wächst viel schneller», prophezeit er. «Ich bin auf einen Faktor von 50 Monaten gekommen.» Falls die Versuchsreihe noch in diesem Jahr erfolgreich startet, würde die Erde folglich in etwa 50 Monaten untergehen – genauer gesagt, im Jahr 2012. In diesem Jahr endet bekannterweise auch der sagenumwobene Mayakalender… red. n







