Zauberhaftes Spektakel oder schlechtes Omen?
Bald erwarten uns laut NASA die schönsten Polarlichter seit 50 Jahren, weil es auf der Sonne immer stärker kracht. Doch bereits im alten China sah man im himmlischen Farbenmeer ein ungutes Omen. Ebenso später in Europa, wie «mysteries»-Autor Hans Peter Roth zu bedenken gibt. Auch ihn zieht das zwielichtige Schauspiel auf seinen Reisen in den Norden immer wieder in den Bann.
Als ob ein virtuoses Geistwesen in die Tasten griffe, beginnt die Lichtorgel am Nachthimmel zu spielen. Still. Magisch. So hell, dass die verschneiten Hänge der norwegischen Küstengebirge und der nahe Atlantik unter der «Aurora borealis» grünlich-sanft aufglimmen. Mit fürs Auge ungewohnter Geschwindigkeit bewegen sich wallende Lichtvorhänge und bunt leuchtende Kaskaden über den ganzen Sternenhimmel. Ergriffen blicken wir zur Lichtersymphonie empor. «So wirkt der Geist auf die Erde ein», sagt ein Beobachter feierlich.
Ich habe Glück.
Während meiner Reise in das lange Dunkel des Hohen Nordens sind die meisten Nächte klar – nicht selbstverständlich für die sturmgepeitschte Küste Nordnorwegens. Fast jede Nacht huschen Polarlichter mehr oder weniger intensiv über das Firmament.
Sie entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwindes auf die oberen Schichten der Erdatmosphäre treffen und dort die Luftmoleküle zum Leuchten anregen. Je aktiver die Sonne, desto intensiver das Schauspiel.
Der Schweizer Physiker Herman Fritz (1829–1902) stellte bereits im 19. Jahrhundert fest, dass das Nordlicht (Aurora borealis), beziehungsweise das Südlicht (Aurora australis) jeweils um den 67. Grad nördlicher oder südlicher Breite am intensivsten leuchtet. Entsprechend eignen sich auf der Nordhalbkugel die Gebiete in einem Gürtel um den 67. Grad und nördlich davon am besten zur Beobachtung. Dazu gehören weite Zonen Sibiriens, Alaskas, Kanadas, Grönlands und Skandinaviens.
Ich habe mich für die Insel Andoya entschieden. Sie gehört zur Vesteralen-Inselgruppe nördlich der Lofoten und liegt direkt am offenen Atlantik. Allein die Landschaft ist atemberaubend.
Es ist, als ob die verschneiten Schweizer Alpen im Meer versänken. Auf dem 69.
Breitengrad gelegen, sind die Sichtungsbedingungen für Polarlichtbeobachtungen hier ideal. Während des Aufenthalts in der Polarnacht um den Jahreswechsel zeigte sich das Nordlicht normalerweise am intensivsten zwischen 21 Uhr und 01 Uhr nachts.
Wenn er zur «Aurea borealis» emporblickt, wird selbst der bekannte Berner Satiriker Andreas Thiel sanft und poetisch: «Es beginnt ganz leicht, wie der Hauch einer Ahnung. Man ist sich nicht sicher, ist es eine Wolke, die sich über einem fernen Hügelzug bildet, sind es Schneeverwehungen, oder ist da gar nichts. Als Nächstes stellt man fest, dass das, was da fast nicht ist, leicht grünlich pulsierend schimmert. Dann geschieht das Gleiche über einer Bergflanke nebenan. Und jetzt beginnt der Himmel Licht zu versprühen, wie ein Zuckerstock, der in Zeitlupe abbrennt, wie ein nächtliches Ballett für die Sterne, als würden leuchtende Engel, die weder Zeit noch Raum empfinden, über den Himmel hinwegtanzen.»
Bedrohliche Vorboten grosser Kriege?
So idyllisch haben die Menschen den vom «Elektrometeor» entflammten Nachthimmel nicht immer gesehen. Schon im 5.
Jahrhundert wollten Astronomen im alten China aus den Farben der Polarlichter das Eintreffen von Fluten oder Dürren, von reichen Ernten oder Hungersnöten bestimmen. Und vor allem in Mitteleuropa, wo sie selten zu sehen waren und für viele Menschen im Mittelalter alles Fremde erst einmal bedrohlich wirkte, wurden die Polarlichterscheinungen als Ankündigung von Seuchen, Krankheiten, Kriegen oder anderen Katastrophen
Es scheint, als ob die verschneiten Alpen im Meer versänken.
gedeutet, je nach Färbung. Dem Polarlicht kam eine ähnlich prophetische Bedeutung zu wie einem Kometen. Kein Zufall, wie die moderne Forschung zeigt.
Die Wikinger Norwegens und Schwedens wiederum betrachteten das nächtliche Lichtspiel als Spiegelung des Scheins bei einem Kampf. Irgendwo auf der Welt wurde eine grosse Schlacht geschlagen. In der Vorstellung der Wikinger ritten Walküren über den Himmel und suchten nach Helden, die an Odins Tafel speisen. Auf deren Rüstungen brach sich das Mondlicht und wurde zum Nordlicht. In der nordischen Mythologie spielt das Polarlicht denn auch eine zentrale Rolle. Auch hier wurde es oft als Tanz von Jungfrauen und Walküren interpretiert, ebenso als Kampf der Götter und Geister. Oder aber die gefallenen Krieger teilten durch das Polarlicht den lebenden Herrschern Warnungen mit.
Erstaunlich, aber wahr: Trotz grosser Anstrengungen ist es der modernen Wissenschaft bis heute noch immer nicht endgültig gelungen, den genauen Ablauf der Polarlichtentstehung vollständig zu erklären. Sicher ist hingegen, dass eine wachsende Zahl von Menschen dem Bann des nächtlichen Lichterzaubers am Polarhimmel erliegt. Und sie kommen auf ihre Kosten.
Denn jetzt erreicht der elfjährige Sonnenzyklus wieder ein Aktivitätsmaximum mit besonders häufigen, starken Eruptionen: Laut der NASA erwarten uns demnächst die stärksten Polarlichter seit 50 Jahren…
Hans Peter Roth Xylit • Xylitol 500g | EUR 8,90 Nähere Informationen und Bestellungen: www.mare-versand.de FED: «Je stärker die Sonnenaktivität, desto mehr finanzielle Turbulenzen» Sagenhafte 8000 Jahre muss man in der Erdgeschichte zurückgehen, bis man einen Zeitraum findet, in dem unsere Sonne im Mittel ebenso aktiv war wie in den vergangenen 60 Jahren. Dies berichtete am 28. Oktober 2004 die weltbekannte Fachzeitschrift «Nature». Die Sonne interagiert dabei nicht nur mit unseren Körpern, sondern auch mit unserer Psyche, wie ein 40-seitiges Arbeitspapier der Federal Reserve Bank of Atlanta (FED) vom Oktober 2003 dokumentiert, welches im Internet eingesehen werden kann. Titel: «Geomagnetische Stürme und der Aktienmarkt».
Wörtlich steht darin: «Eine Vielzahl psychologischer Untersuchungen hat gezeigt, dass geomagnetische Stürme einen starken Effekt auf die menschliche Stimmung haben. (…) Genauer gesagt mögen Leute, beeinflusst von geomagnetischen Stürmen, an stürmischen Tagen eher dazu neigen, Wertpapiere zu verkaufen, weil sie ihre schlechte Stimmung irrtümlicherweise vermeintlich negativen ökonomischen Aussichten zuschreiben statt den tatsächlich schlechten umweltbedingten Gründen.»
Amazonas-Darm- & Leber-Reinigung 500g Pulver | EUR 59,90 Sieht wie Zucker aus, schmeckt wie Zucker … ist aber gesund!
Xylit-Xylitol ist ein natürliches Süßungsmittel (kein Süßstoff!). Es ist frei von Nebenwirkungen, künstlichen Ersatzstoffen – und auch noch gut für die Zähne!
- hemmt das Karies-Bakterien-Wachstum
- erhöht – im Gegensatz zu säurebildendem
- 40 Prozent weniger Kalorien als Zucker
- verändert den Insulinspiegel nicht
- Schmeckt wie Zucker, kein Nachgeschmack
- Süßkraft wie üblicher Haushaltszucker
- Aus 100% europäischen Laubhölzern
- Zur Entgiftung,
- Ohne Fastenkur
- Ausreichend
V E R S A N DMittlerer Daxstein 15 DE–94579 Zenting | Tel. +49 (0)9907/ 15 95 25 Naturgeheimnissen auf der Spur Bereits die alten Inka vertrauten auf die schamanistische Heilkunst der Kallawaya: Hunderte von Pflanzen sollen die Naturärzte aus den Anden kennen. Derart viele, dass sie von den Spaniern wegen ihrer Opfer und Rituale einst als Hexer verbrannt wurden. Die Überlebenden geben ihre medizinischen Geheimnisse bis heute nur mündlich weiter. Doch nun droht das uralte Kräuterwissen der Kallawaya erneut verloren zu gehen – «dank» der UNESCO.
von Luc Bürgin


















































































































































































































































































































































































































