Eigentlich heisst er Dr. Tze Chuen Ngnow. Doch der Name ist zu kompliziert, um erfolgreich zu sein. Also nennt er sich Ng Tze-chuen. Oder noch kürzer: Dr. T C Ng (Bild oben). Unter diesem Kürzel macht der praktizierende Zahnarzt aus China seit Jahren international Karriere. Und wie! Seine Spezial-Erfindung: Feinste chirurgische Greifwerkzeuge mit dem Feingefühl menschlicher Finger. Zusammen mit namhaften Wissenschaftlern der Polytechnic University in Hong Kong gelang es ihm, diesen Traum erfolgreich in die Tat umzusetzen.
Ng’s Entwicklungen waren derart erfolgreich, dass sie bereits 1995 von der russischen Weltraumbehörde für Lötarbeiten an der Mir-Weltraumstation eingesetzt wurden. Das machte selbst die Europäer auf den chinesischen Dentisten und seine mechanischen Wunderroboter aufmerksam. Und so kam es, dass 2003 auch der «Beagle 2 Lander» mit dessen federleichten Vorrichtungen verziert wurde, um Gesteinsproben vom Mars quasi mit «Stäbchen-Geschick» einzusammeln.
Was viele nicht wissen: 2005 bot Dr. Ng eines seiner genialen «Roboter-Insekten» schliesslich auch Zahi Hawass an, dem obersten ägyptischen Pyramidenchef. Um damit die bis heute rätselhaften Mini-Schächte in der Königinnenkammer der Cheopspyramide und deren noch seltsamere Kupferabschlüsse weiter zu erkunden, die 1993 vom deutschen Ingenieur Rudolf Gantenbrink entdeckt worden waren. Hawass Problem: Er hatte für diese Mission bereits einen einsatzbereiten Miniroboter aus den Hightech-Labors der National University in Singapore geordert und erhalten. Also liess er Ende 2005 salomonisch verlauten: «Jetzt da wir gleich zwei Roboter zur Verfügung haben, werden wir baldmöglichst eine Entscheidung treffen.» Der Trick: Hawass erwägte, die beiden Wunderdinger offenbar miteinander zu kombinieren. Also Ng’s superleichte Mini-Greifwerkzeuge auf das Gefährt aus Singapore montieren lassen.
Am 30. November 2006 dann die erneute Ankündigung via Nachrichtenagentur AFP: «Im Februar 2007 soll das neu konzipierte Gefährt die Cheops-Schächte endgültig erkunden.»
Und am 20. März 2007 wiederum liess der Ägypter gegenüber dem «Discovery Channel» verlauten: «Noch in diesem Monat werde ich entscheiden, ob wir mit Singapore oder Hong Kong zusammenarbeiten.»
Von einer Zusammenarbeit der beiden Teams war offiziell interessanterweise immer noch keine Rede. Was war da wohl schief gelaufen? Hawass: «Bis Ende 2007 soll die Erkundung endlich stattfinden. Dann werden wir das Geheimnis um die kleinen Türen in der grossen Pyramide endlich lüften.» Seither herrscht – einmal mehr – Funkstille.
Doch die Stille trügt. Denn, wie «mysteries» aus äusserst gut unterrichteten Kreisen weiss, sollen zwei (!) Mini-Roboter bereits im Februar 2008 heimlich auf Testmission geschickt worden sein. Noch nicht in der Cheopspyramide. Aber an anderer Stelle im Wüstensand.
Insofern scheint es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich alle Journalisten dieser Welt auf neue «exklusive Entdeckungsmeldungen» aus dem Land der Pharaonen stürzen werden.
Denn da ist auch noch das angebliche Grab der Cleopatra in Abusir, das Hawass nach Auffindung dreier entsprechender Statuen der Königin ebenfalls 2008 öffnen will (siehe Vorabbericht in «mysteries» Nr. 1/2008). Doch das ist noch nicht alles, was der Mann mit dem Hut offenbar in petto hat. Denn anfangs März 2008 tat er am Rande eines Vortrags in Mexico beiläufig kund, dass man auch im Grab von Sethos I. (um 1290 bis 1279 v. Chr.) «eine Entdeckung» gemacht habe. KV-17, so die offizielle Registriernummer, ist die räumlich längste Ruhestätte im gesamten Tal der Könige – und die wohl rätselhafteste von allen.
Aufgespürt hatte das bereits im Altertum geplünderte Mausoleum am 16. Oktober 1817 Giovanni Belzoni. Der Italiener besass einen äusserst guten Riecher für antike Fundstätten. So liess er sich auch von den prächtigen Wandmalereien und der schier unglaublichen Zahl an Kammern, Gängen und Hallen nicht ablenken: Sein Interesse konzentrierte sich auf die Sarghalle.
In seinen Aufzeichnungen schrieb er: «Der Sarkophag steht am oberen Ende einer Halle. Diese ist mit einem unterirdischen Gang verbunden.» In keinem anderen ägyptischen Königsgrab hat man jemals einen vergleichbaren Korridor gefunden. Wohin führt er? Und zu welchem Zweck wurde er einst unter unsäglichen Mühen aus dem brüchigen Fels geschlagen? Bis heute sind beide Fragen unbeantwortet.
Belzoni selbst legte über 90 Meter der «Passage K» frei, wie die Ägyptologen diesen Grababschnitt nennen. Dann folgte er dem Rat seines erfahrenen Mitarbeiters Abd el-Rassul, der beteuerte: «Da ist nichts zu finden.»
Und das hatte seinen Grund: Abd el-Rassul hatte Belzoni absichtlich an der Nase herumgeführt! In Wahrheit vermutete der Ägypter am Ende des Ganges den legendären Hort des Pharao Sethos. Und den wollte der clevere Mann seiner Sippe aus der berühmten Grabräuber-Hochburg Qurna sichern. Doch erst seinen Nachfahren sollte die Wiederaufnahme der Grabung gelingen.
Im Tal der Könige machte sich so etwas wie «Clondike- Stimmung» breit, als Ali Rassul im Oktober 1960 in Begleitung eines Chefinspektors in das Grab von Sethos I. einstieg. Die Erwartungen waren gross. Sie erfüllten sich leider nicht. Zwar entdeckte man eine Tür – doch dahinter ging der endlos scheinende, abfallende Gang weiter. Bis auf eine Länge von 136 Meter erkundete man den Schacht, dann musste das Unternehmen wegen Geldmangels eingestellt werden.
Erst im Frühjahr 2001 wurden neuerliche Untersuchungen im Sethos-Grab vorgenommen – vom Amerikaner Dr. Robert Cribbs, einem der führenden Experten auf dem Gebiet der Radartechnik. Seine Untersuchungen im vorderen Teil der Super-Gruft offenbarten Sensationelles. So konnte Cribbs im Boden mehrere Hohlräume registrieren, die Echos zurückwarfen. Auch an einigen Wandabschnitten konnten Anomalien registriert werden. Mehr als wahrscheinlich, dass Hawass Cribbs’ Spuren in «Passage K» unterdessen in aller Stille gefolgt ist. Und exakt dort fündig geworden sein könnte, wo vielleicht eine neuerliche grosse Entdeckung auf die Ausgräber wartet. Laut Augenzeugen jedenfalls liegen vor dem Grab derzeit riesige Haufen von Schutt…
Da s » Re g e n e r Tr e f f « f i n d e t i n d e r Re g e lj e d e n l e t zt e nSa m s t a g i m M o n at s t at t !
Ort: Gasthof zur Alten Post (Saal), Hauptstr. 37 94209 Regen / OT March Es ist ein »freies« Treffen, d.h. es steht kein Verein, Organisation etc. dahinter. JEDER kann kommen und gehen, wann er will.
Das Kultbuch „A Dweller on two Planets by Phylos“ jetzt endlich auch in deutscher Sprache.
Da s Pr o g r a m m f ü rd i e n ä c h s t e n zw e iM o n at e : 3 1 . M a i 2 0 0 8 Vortrag von Martin Strübin: Countdown 2012 – Der Maya-Kalender und die aktuelle Zeit 2 8 . J u n i 2 0 0 8 Vortrag von Oliver Gerschitz: Philadelphia-Experiment und Montauk-Projekt"Phylos der Tibeter" – ein Muss für jeden Atlantisfan und spirituellen Leser.
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20. April 28. April 5. Mai 20. Mai 28. Mai 3. Juni 18. Juni 26. Juni 3. Juli 12. Mai 10. Juni 10. Juli
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Wie Sie wissen, finden die Konferenzen bereits seit dem Jahr 1954 statt. Einmal jährlich treffen sich leitende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, um sich in einem vertrauten Rahmen auszutauschen. Für Medien und Öffentlichkeit sind die Bilderberg-Konferenzen nicht zugänglich und die Teilnehmer sind angeblich dazu verpflichtet, den Inhalt für sich zu behalten. Aus diesem Grund sind die Konferenzen auch mit allerlei Verschwörungstheorien belastet. Als FDP-Politiker kann ich mich natürlich nicht für solche fragwürdigen Zusammenkünfte aussprechen. Ein demokratisches System ist vor allem durch seine Nähe zum Bürger und durch Transparenz gekennzeichnet. Die Bilderberg-Konferenzen widersprechen beiden Wesensprinzipien eines freiheitlich demokratischen Systems, das gerade nur weil es diese Werte gibt, existieren kann.»
Neue Sensation im ägyptischen «Tal der Könige»: Erneut wurde im Wüstensand ein bislang unbekannter Grabeingang aus der Pharaonenzeit entdeckt. Bis Redaktionsschluss gab sich die Ägyptische Altertumsbehörde aus Sicherheitsgründen bedeckt über den exakten Ort der Entdeckung. Wie «mysteries» aber am 11. März 2008 in einer exklusiven Vorabmeldung im Internet enthüllte, befindet sich der bereits im November 2007 aufgefundene Eingang laut Insiderinformationen in unmittelbarer Nähe der Grabanlage von König Meren-Ptah (KV-8), offensichtlich an oder unter der dortigen Felswand. Die letzte Ruhestätte von Ramses VIII.?
?!
KV-8
Möglich, aber nicht zwingend. Schliesslich soll es sich um einen so genannten «Stufeneingang» handeln, was auf ein bedeutendes Amarna-Herrschergrab aus der 18. Dynastie hindeuten könnte. Womöglich gar auf die sagenumwobenen verschollenen Ruhestätten von Pharao Echnaton oder seiner Gattin Nofretete? Aktuelle Fotos vom 10. März 2008, die «mysteries» exklusiv vorliegen, beweisen jedenfalls, dass im Tal derzeit tatsächlich rege Grabungsaktivitäten hinter dem für Touristen mittlerweile gesperrten KV-8-Eingang stattfinden (siehe Bild oben).
PS: Kurz vor Druckbeginn dieses Heftes, am 25. März, zog nun auch der offizielle «Egyptian Information Service» (SIS) nach und bestätigte äusserst vage, dass Altertumchef Zahi Hawass «eine ganze Reihe von Gräbern» im Tal aubuddeln lasse, darunter «auch das von Ramses II. und das von Tuthmosis II.».
Weitere Top-News aus Ägypten auf Seite 10
SPRUNG NACH VORNE
MYSTERIES-INTERVIEW WIRFT WELLEN
Überraschungserfolg für Hartwig Hausdorf. Der Münchner Mystery-Autor (Foto) katapultierte sich mit seinem neuen Buch «Nicht von dieser Welt» (Herbig) kurz vor Erscheinen im März quasi aus dem Nichts auf Platz Nr. 15 der «Spiegel»-Bestsellerliste. Mittlerweile ist bereits die 4. Auflage in Vorbereitung. Hausdorf: «Der Erfolg hat mich völlig überrumpelt! Umso mehr, als sich das Buch ja mit dem umstrittenen Thema ausserirdischer Spuren beschäftigt…»
Tja, manchmal kupfern auch etablierte Medien bei «mysteries» ab – natürlich ohne die Quelle zu nennen. Ganz anders diesmal der Schweizer «Blick»: Mit ausdrücklichem Bezug auf unseren Artikel (Heft Nr. 1/2008) interviewte das Schweizer Boulevardblatt den früheren Basler Polizeidirektor und heutigen Swiss-Olympic-Präsidenten Jörg Schild über seine Affinität für «mysteriöse» Themen. Frage: Bei welchen Gelegenheiten verliess sich Jörg Schild auf den Rat eines ihm bekannten Parapsychologen? Antwort: «Etwa als ich überlegte, ob ich in der Basler Regierung bleiben oder etwas Neues machen will.» Hut ab vor so viel Offenheit!
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/exklusivbild-hier-wird-ein-neues-pharaonen-grab-ausgebuddel-page5-1.jpg364644Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2008-03-01 12:00:002025-12-14 18:33:33Exklusivbild: Hier Wird Ein Neues Pharaonen-Grab Ausgebuddelt!
Wachsen Pflanzen mit Hilfe elektrostatischer Felder schneller? Freilandversuche und weitere Tests sind in Planung. Biologe Daniel Ebner (Bild) berichtet an Pfingsten in Basel exklusiv über seine neuen Experimente.
«Vielleicht kann ich an Pfingsten am World Mysteries Forum in Basel bereits neue Resultate präsentieren», hofft Daniel Ebner. Der Baselbieter Biologe eilt derzeit von einem Termin zum anderen. Grund sind grossflächige Freilandversuche mit elektrostatisch behandeltem Getreide, mit denen neue Informationen über die erstaunlichen Bio-Experimente seines Vaters gewonnen werden sollen.
Die 2001 verstorbenen Ciba-Forscher Guido Ebner und Heinz Schürchhatten Ende der 80er-Jahre im Rahmen observationeller Studien überraschend festgestellt, dass Pflanzensamen und Fischeier nach Behandlung in einem starken elektrostatischen Spannungsfeld schneller wuchsen und teilweise auch mehr Ertrag brachten. In einigen Fällen entwickelten sich die Organismen gar zu einer Art «Urform» zurück.
Finanziertwerden Daniel Ebners aktuelle Aktivitäten vonprivaten Sponsoren.Im Zentrum stehen derzeit vor allem ökologische Freiland-Experimente mit Bio-Mais, der unter Laborbedingungen im E-Feld behandelt und Ende April in der freien Natur ausgesetzt werden soll. Ausserdem pflegt der Forscher Kontakte in bislang neun Länder, wo weitere E-Feld-Experimente oder -Projekte «angedacht» sind – auch mit Fischen.
Im schweizerischen Dornach wiederum experimentiert Daniel Ebner derzeit im kleinen Labormassstab mit allen möglichen Arten von Samen wie Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer, Erbsen, Rüben oder Sonnenblumen.
«Noch ist es zu früh, um allfällige konkrete Veränderungen in der Ausgestaltung festzustellen», warnt er vor übertriebenen Erwartungen. «Interessant ist aber, dass etwa die elektrostatisch behandelten Erbsen derzeit eher schneller zu wachsen scheinen als die unbehandelte Kontrollgruppe. Warten wir mal ab, wie sie sich in den nächsten Monaten weiterentwickeln.»
Konkrete Resultate werden wohl erst im Herbst vorliegen. Im Erfolgsfall sollen dann auf Vorschlag von Nobelpreisträger Professor WernerArber detaillierte Inhaltsanalysen folgen, um das Vorhandensein von möglicherweise vorhandenen Giftstoffen auszuschliessen. «Dies sollte im Rahmen einer wissenschaftlichen Publikation erfolgen», betont Ebner, «damit derlei Resultate auch der Fachwelt zur Diskussion vorgelegt werden können.»
red. nDaniel Ebner referiert am 10./11. Mai 2008 neben Nobelpreisträger Prof. Dr. Baruch S. Blumberg, Prof. Dr. Chandra Wickramasinghe und vielen anderen namhaften Forschern im Musicaltheater Basel über den «Urzeit- Code». Weitere Infos zum Kongress unter www.worldmysteriesforum.ch oder www.urzeit-code.com.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/exklusiv-vortrag-news-zum-urzeit-code-an-pfingsten-page8-1.jpg452680Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2008-03-01 12:00:002025-12-14 18:33:31Exklusiv-Vortrag: News Zum «Urzeit-Code» An Pfingsten
Erich von Däniken hatte sie mit seiner Buchveröffentlichung 1972 weltbekannt gemacht – der schottische Forscher Stanley Hall folgte ihrer Fährte 1976 unter grossem Medienecho ebenfalls. Gemeint ist die legendäre «Metallbibliothek» von Ecuador, die sich bis heute in den unergründlichen Weiten des Tayos-Höhlensystem befinden soll und womöglich die Reste einer früheren Superzivilisation und ihres Wissens bergen könnte. Beide Forscher haben die Ergebnisse ihrer ausgedehnten Erkundungen und Expeditionen nun aktualisiert und kürzlich im Kopp-Verlag neuerlich in Buchform veröffentlicht – so detailliert wie nie zuvor (siehe unten). Letztes Jahr trafen sich die zwei «alten Hasen» zudem erstmals seit vielen Jahren wieder, in Beatenberg in der Schweiz (Fotos oben). Dazu von Däniken: «Schon bei den ersten Presseanfragen hatte ich Mitte der 70er-Jahre klipp und klar hervorgehoben, zwar nicht im Haupteingang zur Welt von Juan Moricz gewesen zu sein – aber in einem Nebenstollen, was sich mit Fotos auch beweisen liess. Dort krochen wir auf allen Vieren einige Meter ins Innere des Felsens. Aus dem dumpfen Loch heraus hörte man das Wasser grollen. Meine Kameraausrüstung hatte ich draussen gelassen, bewacht vom Indiohirten. Ausser einigen seltsamen Figuren und Steinplastiken, über welche das Scheinwerferlicht huschte, war wenig zu sehen. Auch keine Metallbibliothek. Während eines Gesprächs mit Stan Hall in Quito liess er mich 1994 indes wissen, er kenne die geographische Position der Metallbibliothek. Sie liege jedoch nicht unmittelbar in den Tayos-Höhlen…» n
und führte uns zu einer Hütte mitten im Wald.
Dort verharrten wir auf engstem Raum. Wir verhielten uns absolut ruhig, machten nicht das geringste Geräusch und sassen komplett im Dunkeln. Durch die Spalten in den Holzwänden der Hütte konnte man kleine Lichter sehen. Waren das vielleicht die Fackeln der Shuaras, die uns suchten? Dieses Volk versteht keinen Spass. Nur wenige Monate zuvor hatten sie einen der Ihren bei lebendigem Leib verbrannt, weil er es gewagt hatte, mit Tzanzas (Schrumpfköpfen!) zu handeln.
Schüsse und Pfeile Bald hörten wir Schüsse und sahen uns gezwungen, die kleine Hütte fluchtartig zu verlassen, um die Familie, die uns beherbergt hatte, nicht zu gefährden.
Es war fünf Uhr morgens, eine Uhrzeit, in der es wahrscheinlich erschien, dass unsere Verfolger schliefen. Wir liessen fast unser gesamtes Gepäck zurück und eilten zum Rio Zamora, um über die schmale Hängebrücke zu gelangen, bevor sie uns aufspürten. Ohne die Hilfe jener Familie hätten wir es wohl nicht geschafft.
Beim Überqueren des Flusses fielen direkt hinter uns Schüsse. Dann sausten Pfeile an uns vorbei. Nachdem wir das andere Ufer erreicht hatten, sahen wir uns gezwungen, die Hängebrücke zu durchschneiden, damit sie uns nicht verfolgen konnten. Leider traf mich ein Pfeil und verletzte mich an der Schulter, ich kämpfte mich jedoch durch den Morast weiter.
Schliesslich erreichten wir bei Sonnenaufgang die Brücke über den Rio Namangoza, wo uns der Schamane lächelnd erwartete. Noch nie verspürte ich eine solche Freude beim Anblick eines Menschen. Das Schlimmste war vorbei, wir hatten es geschafft. Ich hatte den «Fluch der Tayos-Höhlen» überlebt!
In diesem Augenblick ging mir vieles durch den Kopf, und wenngleich ich die Metallbibliothek nicht mit eigenen Augen gesehen hatte und es uns nicht gelungen war, alle Höhlenkammern zu erforschen, spürte ich, dass es dort doch irgendetwas gibt, das immer noch auf uns wartet. Was es wohl sein mag?
Doch wer bin ich überhaupt, um über die Shuara-Indianer zu richten, die glauben, das grosse Geheimnis der Höhlen schützen zu müssen? Und wer bin ich denn, um mir anzumassen, ein seit Jahrhunderten gehütetes Geheimnis lüften zu wollen? n
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/erich-von-daeniken-stan-hall-und-die-metall-bibliothek-page50-1.jpg442316Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2008-03-01 12:00:002025-12-14 18:33:26Erich Von DäNiken, Stan Hall Und Die «Metall-Bibliothek»
USA. Ein Cherokee-Indianer offenbarte ihnen dort schliesslich die Legende der Kristallschädel.
Sich selber bezeichnete der Amerikaner als Mitglied der «Twisted Hair Society», einer Vereinigung von Indianern aus über 400 verschiedenen Stämmen. «Vor langer Zeit gehörten Nord-, Süd- und Mittelamerika und die Kontinente, die jetzt Neuseeland und Australien heissen, zu einer einzigen Landmasse.
Unser Land nannte sie Schildkröteninsel», berichtete der Cherokee den Engländern.
Morton wusste, dass alle Stämme an die Existenz dieses Landes glaubten. Allerdings war ihm zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt, dass auch der Mythos der Kristallschädel damals längst weit verbreitet war.
Elend des «Planeten der Kinder» «Ganz zu Anfang gab es zwölf Welten, auf denen Menschen lebten», erzählte ihm der Indianer. «Das sind Planeten, die sich um verschiedene Sonnen drehen, und die Ältesten trafen sich auf einem dieser Himmelskörper, um über das Elend des ‹Planeten der Kinder› zu sprechen – und dort sind wir heute. Dieser Planet ist von all jenen, auf denen es menschliches Leben gibt, am wenigsten entwickelt.
Auf den anderen Welten wurde alles Wissen zusammengefasst und kodiert in etwas eingespeist, das wir in unseren heutigen Worten am besten mit dem Begriff Holographiebildcomputer bezeichnen können, nämlich in einen Kristallschädel.»
Die Ältesten der anderen Planeten hätten dieses gespeicherte Wissen den Menschen auf der Erde geschenkt. Hüter der Schädel seien die Maya gewesen, bis die Artefakte von den Azteken geraubt wurden. Als schliesslich die Spanier einfielen, mussten die Schädel voneinander getrennt werden. Sie müssten versteckt bleiben, «bis die Zeit kommt, in der wir lernen, miteinander zu teilen, füreinander zu sorgen, uns gegenseitig zu lehren und zu heilen und in Frieden mit Grossmutter Erde zusammenzuleben», so der Cherokee.
Glaubt man den Indianern, bleibt nicht mehr allzuviel Zeit, um diese hehren Ziele zu erreichen. Denn im Jahr 2012 – so sagt es der Maya-Kalender voraus – würde über die Zukunft der Menschheit entschieden. Das müsse nicht unbedingt bedeuten, dass die Welt untergehe, wurden Morton und Thomas belehrt.
Es könne aber sein, dass die Menschen zu Sklaven würden, «zu Sklaven unserer eigenen Maschinen», wie ein heutiger Maya-Priester den beiden erklärte.
red. nURZEITLICHER SCHÄDEL MIT EINSCHLUSSLOCH ENTDECKT Gefunden hat ihn 1921 der Schweizer Bergmann Thomas Zwigelaar – in 18 Metern Tiefe. Ins Licht der modernen Welt gerückt hat den Schädel aus einem Eisenbergwerk in Broken Hill, Nordrhodesien, nun erstmals der österreichische Mystery-Jäger Reinhard Habeck. Das über 130'000 Jahre alte Relikt weist auf der linken Seite ein abgegrenztes Loch auf, das an eine Schusswunde erinnert, wie er in seinem neuen Buch «Dinge, die es nicht geben dürfte» (Überreuter) enthüllt. Direkt gegenüber ist das Relikt zerschmettert, so als sei ein Projektil wieder aus dem Kopf ausgetreten. Heute ruht das kuriose Stück im Natural History Museum von London. Klassische Waffen wie Pfeile oder Speer scheiden nach Ansicht von Experten als Verursacher des kreisrunden Schädellochs aus.
Urzeitliche Revolverhelden? Undenkbar! Dazu der DNA-Spurenanalytiker Jan Kiesslich aus Salzburg: «Am ehesten scheint mir ein postmortales Artefakt die Zertrümmerung nach dem Tod verursacht zu haben.» Allerdings will er das als reine Spekulation verstanden wissen. Womöglich sei das Loch auch durch eine prähistorische Armbrust entstanden. Vor 130’000 Jahren? Wohl kaum! Aufschlüsse könnten also nur weitere Untersuchungen bringen. Doch an denen dürfte im Moment kein Wissenschaftler Interesse zeigen.
LIEGT EIN WEITERER KRISTALL-SCHÄDEL IN DER KARIBIK?
MORTON: KLAGT ER SPIELBERG EIN?
Zufall oder Absicht? Das Hauptthema von «Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels» basiert neben Gedanken Erich von Dänikens zum grossen Teil auf der Arbeit der Filmproduzenten Chris Morton und Ceri Louise Thomas. Die beiden erleben den Rummel um den neuen Film mit gemischten Gefühlen. Denn: Ihr Buch wird wohl nicht einmal im Filmabspann genannt werden…
«Tja, das ist keine einfache Sache», seufzt der Engländer Chris Morton auf die Frage von «mysteries», ob er denn in den neuen Indiana-Jones-Film involviert gewesen sei. «Unser Buch ist das Original, auf dem der Film basiert», betont er. «Wir wurden aber nie angefragt deswegen – und das macht uns bei aller Freude über den Film schon etwas betroffen.» Das Buch zu ihrer Kristallschädel-Dokumentation erschien bereits 1997 in englischer Sprache. Unter dem Titel «Tränen der Götter» ist es im Kopp-Verlag kürzlich erneut auf Deutsch erschienen. Ganz offensichtlich bediente sich Steven Spielberg darin ziemlich hemmungslos für seinen Filmstoff.
Besonders pikant: Bereits vor einiger Zeit hatten Morton und Thomas neben der Realisation eines entsprechenden Dokumentarfilms auch ein Drehbuch für einen Abenteuerfilm zum Thema verfasst. «Wir haben das Skript einem uns bekannten Produzenten weitergereicht. Was dann damit ging, weiss ich nicht.» Der Engländer hat die Angelegenheit nun in die Hände ste. nseines Anwalts gegeben.
ENERGIE-SPARLAMPEN SIND ELEKTROSMOG-SCHLEUDERN, DOCH DIE BEHÖRDEN SCHWEIGEN
ACHTUNG:
Hände weg von Energiesparlampen: Die angeblich so umweltfreundlichen Leuchten strahlen massiv Elektrosmog aus, wie Tests beweisen. Das hindert das Bundesamt für Gesundheit indes nicht daran, die Schweizer Bevölkerung auf einem Merkblatt wider besseren Wissens weiter für dumm zu verkaufen…
Als ich im Jahre 1999 eine Vorlesung in einem Raum besuchte, in dem ich seit fünf Jahren regelmässig zu Gast war, stellten sich innerhalb weniger Minuten bei mir starke Symptome ein, die mir sehr zu schaffen machten. Nach rund fünf Minuten Aufenthalt in dem Raum bekam ich heftige Übelkeitsgefühle im Solarplexus die fast bis zum Brechreiz gingen, Kopfschmerzen, inneres Zittern am ganzen Körper, kalte Hände, ein Gefühl auf der Haut, als würde die Haut ebenfalls zittern und ein Gefühl von Schwäche, als würde alle Kraft aus meinem Körper gezogen.
So etwas hatte ich vorher noch nie erlebt…»
Olaf Posdzech verstand die Welt nicht mehr. Wie kam es, dass er sich in einem Raum, in dem ihm zuvor jahrelang pudelwohl war, plötzlich am liebsten verkrochen hätte? Posdzech äugte, so gut es ging, nach den Ursachen und wurde schliesslich fündig. Wo an der Saaldecke früher gewöhnliche Glühbirnen leuchteten, strahlten ihn nun plötzlich Energiesparlampen an. Ob dies die Ursache war? Der Mann suchte sich einen anderen Sitzplatz – dort, wo noch einige wenige letzte Glühlampen hingen. Und: «Die Symptome besserten sich augenblicklich…»
Unliebsame Nebenwirkungen Kein Einzelfall, wie «mysteries» weiss – denn viele Betroffene scheinen sich nach dem Montieren von Energiesparlampen in ihrer Wohnung plötzlich auffällig unwohl zu fühlen, klagen vermehrt über Kopfschmerzen und Müdigkeit. Erst als sie die teuren Leuchten in den Müll schmissen, besserte sich ihr Zustand wieder, wie etwa auch J. Kolberg-Juen, Krankenschwester aus dem schweizerischen Fribourg, als Betroffene bestätigt.
Die derzeit überall hoch gepriesenen Energiespar-Lampen bergen aber noch weitere Risiken, speziell für Epileptiker, wie die englische Tageszeitung «Daily Mail» am 23. Juni 2007 zu berichten wusste. So zitierte sie Vertreter einer Epilepsie-Vereinigung, die von Schwindelgefühlen, Konzentrationsverlust und Unwohlsein geplagt wurden. Und selbst der englische Gesundheitsminister Ivan Lewis gab in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage zu Protokoll: «Wir wissen, dass Epileptiker unter Energiesparlampen leiden können.»
Konsequenz: Hände weg von Energiesparlampen und ihren elektromagnetischen Feldern! Denn die vermeintlichen «Wunder-Leuchten» verbreiten weitaus mehr Elektrosmog als viele glauben. Spätestens seit Oktober 2007 ist mittlerweile auch in der Schweiz schwarz auf weiss bewiesen, was viele Politiker und Behördenstellen bis heute immer noch nicht wahrhaben wollen: Die viel gepriesenen Sparlampen überschreiten den so genannten TCO-Strahlungsgrenzwert bei weitem.
Konkret: Sie strahlen je nach Typ rund 10 bis 40 mal stärker als für uns gut ist. Geballte Elektrosmog-Bomben! Ganz im Gegensatz zur guten, alten Glühbirne, die keine hochfrequenten Felder erzeugt.
Gemessen und dokumentiert haben die erschreckend hohen Elektrosmog-Werte im Herbst letzten Jahres die Spezialisten der Schweizer Konsumentenmagazine «K-Tipp/Kassensturz» unter der Leitung von ETH-Ingenieur Peter Schlegel – nach TCO-Norm.
Was heisst das? Das international akzeptierte TCO-Prüfsiegel entscheidet, ob «Sparleuchten im Büro schaden am meisten – dort sind wir ihnen am längsten ausgesetzt.»
man an seinem Arbeitsplatz vor einem strahlungsarmen oder einem strahlungsstarken PC-Bildschirm sitzt. Wer beispielsweise einen Bildschirm mit TCO-Kleber besitzt, darf sich ob der geringen Elektrosmog-Belastung beruhigt zurücklehnen. Allerdings nur dann, wenn sein Arbeitsplatz nicht unmittelbar von einer Energiesparleuchte erhellt wird.
Diese mindert die vermeintlich bessere Lebensqualität am strahlungsarmen Bildschirm derart massiv, dass man ebenso gut einen billigen, strahlungsintensiven Monitor benutzen könnte.
Warum aber wurden für die Messungen Richtwerte von PC-Monitoren herangezogen? Weil für Energiesparleuchten derzeit weder in der Schweiz noch in der EU verbindliche Strahlungsrichtlinien existieren. Also macht es in diesem Fall durchaus Sinn, Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Denn ob Hightech-Leuchte oder Computermonitor: Beiden Elektrosmog-Schleudern sind wir im Büro intensiv ausgesetzt.
Massive Kritik am BAG Doch von Politiker- und Behördenseite wird uns mit geradezu erschreckender Regelmässigkeit eingehämmert, wie um- Kopfschmerzen und Müdigkeit. Sparleuchten schaden unserer Gesundheit.
weltfreundlich die teuren Hightech-Birnen seien. Kein Wort über die gesundheitlichen Risiken! Kein Wunder, kommt es im offiziellen «Kassensturz»-Testbericht von ETH-Ingenieur Peter Schlegel für die eidgenössischen Behördenvertreter am Ende knüppeldick – namentlich für das Bundesamt für Gesundheit (BAG).
Originalzitat: «Insbesondere ist die Aussage im offiziellen BAG/BFE-Merkblatt ‹Elektromagnetische Felder von Energiesparlampen›, wonach das elektrische Feld der Sparlampen (…) durchwegs ‹deutlich unterhalb der TCO-Empfehlung› liege, eindeutig falsch.»
Und weiter: «Die dem Merkblatt zugrundeliegenden Messungen wurden nicht mit einer TCO-Tellersonde gemacht, wie aus dem entsprechenden Messbericht hervorgeht. Laut jenem Messbericht wurde im Frequenzbereich 10…500 kHz eine Stabantenne EMCO 3301 verwendet. Die Messwerte fielen um etwa den Faktor 100 (!)
geringer aus als diejenigen, die mit der TCO-Tellersonde korrekterweise erhalten werden. Dadurch entsteht die mit dem BAG/BFE-Merkblatt in der Öffentlichkeit verbreitete Täuschung, dass Sparlampen die TCO-Richtwerte einhalten würden.»
Zieht man weiter in Betracht, dass die vom BAG öffentlich verbreitete, fehler- «Messkampagne wurde von Osram und Philips mitfinanziert – was für ein Witz!»
hafte Messkampagne noch dazu von den Glühlampen-Herstellern Philips und Osram mitfinanziert wurde, verkommt sie vollends zur Farce: Volksverdummung, für die mittels Steuergelder auch noch öffentlich Werbung gemacht wird!
Tatsächlich schützt besagtes Merkblatt in erster Linie die Lampenindustrie – und nicht die Bevölkerung, wie Elektrosmog-Kritiker zu Recht monieren. Oder, um es mit den Worten von Hans-U. Jakob von der Vereinigung «gigaherz.ch» auszudrücken: «Die Industrie wittert ein Milliardengeschäft, und unter dem Stichwort ‹Strom sparen› kriechen ihr Umweltorganisationen und Bundesämter auf den Leim.»
Immerhin: Bei der Schweizer Gesundheitsbehörde gibt man sich inzwischen notgedrungen etwas kleinlauter. «Wir sind dabei, beurteilen zu lassen, welche Messmethode am geeignetsten ist, um bei Energiesparlampen die für die Gesundheit relevanten Grössen zu messen», lässt das BAG seit einigen Monaten auf seiner Homepage salomonisch verlauten. «Sobald uns die Resultate bekannt sind, werden wir das Faktenblatt aktualisieren.»
«Wie lange? Keine Ahnung!»
Das könnte indes noch einige Zeit dauern.
Wie lange konkret? «mysteries» fragte beim BAG nach. Antwort von Sprecherin Angela Scalese: «Wir gehen davon aus, dass die Beurteilung dazu führt, dass noch einmal neue Messungen gemacht werden müssen. Leider können wir aber zum heutigen Zeitpunkt noch nicht sagen, wie lange die Beurteilung und wie lange eine allfällige neue Messstudie dauern werden.»
Das Faktenblatt werde man erst dann aktualisieren, wenn neue Resultate bekannt seien. Konkret: «Bis zu diesem Zeitpunkt gelten die Informationen auf der Homepage.»
Und so findet sich auf der offiziellen Homepage der Schweizer Gesundheitsbehörde nach wie vor grossformatig der Hinweis auf die eigene – fehlerhafte – Studie. Oder wie es im Behördenton offiziell heisst: «Die Resultate geben keinen Hinweis darauf, dass bei der Benützung von Energiesparlampen eine gesundheitliche Beeinträchtigung zu befürchten wäre.
Energiesparlampen leisten im Gegenteil einen wichtigen Beitrag zum Energiesparen.»
Dämlicher gehts wohl nimmer. Denn bereits 2006 (!) warnte die deutsche Stiftung Warentest unmissverständlich: «Erst ab 1,5 Meter unterschritten alle geprüften Sparlampen den TCO-Computerrichtwert.
In Steh-, Schreibtisch- oder Nachttischlampen sollte man sie nur nutzen, wenn ein grösserer Abstand gewahrt bleibt.»
Und die österreichische Zeitschrift «Konsument» doppelte noch im selben Jahr nach: «Alle Energiesparlampen überschritten im Abstand von 0,3 Metern den TCO-Richtwert von 10 Volt pro Meter um das 2,5- bis 6,5-fache. Erst ab 1,5 Metern Abstand lagen alle Lampen unter diesem Wert.»
Giftiges Quecksilber Auch ökologisch sind Energiesparlampen mehr als umstritten, wie der deutsche Baubiologe Wolfgang Maes aus Neuss zu bedenken gibt. So verschlingt das vermeintliche Wunderding bei seiner Herstellung rund zehnmal mehr Energie als die klassische Glühbirne.
Und, wie Maes weiter kritisiert: «Jede Sparlampe enthält ein paar Milligramm giftiges Quecksilber. Quecksilber gehört zu den giftigsten und umweltbelastendsten Schwermetallen, wirkt in Mensch und Tier als Nervengift. Wegen des Quecksilbers gehört der angeblich umweltfreundliche Strahler auf den Sondermüll. Da landet er aber in 90 Prozent aller Entsorgungsfälle nicht, sondern im Hausmüll und von da aus auf der Deponie, im Boden, im Grundwasser, in der Luft…»
Fazit: Wer auf Energiesparlampen setzt, kann seine Zelte ebensogut unter einer Hochspannungsleitung oder einer leistungsstarken Mobilfunkantenne aufschlagen. Und Hand aufs Herz: Wer tut sich das freiwillig schon guten Gewissens an?
Höchstens unbedarfte Schüler, wenn sie von ihren naiven Lehrern weiterhin entsprechend verdummt werden, wie der Lokalkorrespondent der Schweizer «Aargauer Zeitung» am 6. Februar 2008 aus dem Örtchen Stein zu berichten wusste: «Im November 2007 führte die Schule eine Projektwoche zum Thema ‹Energie› durch. Die Analysen der Schülerinnen und Schüler brachten unter anderem zum Vorschein, dass die Beleuchtung (Spotlampen) in der Eingangshalle des Gemeindehauses einen zu hohen Stromverbrauch ausweist.
Der Gemeinderat hat nun den Austausch der alten Glühbirnen durch Energiesparlampen bewilligt. Zusätzlich werden auch die Leuchtkörper im Gemeinderatszimmer ausgewechselt und durch ein energiesparendes Modell ersetzt.» O heilige Einfalt!
EU will Sparlampen – überall!
Dem Wahnsinn die Krone auf setzt nun aber die Europäische Union: Wie sie anfangs Februar 2008 bekannt gab, sollen in Europa bereits ab Sommer/Herbst auf allen Strassen, in allen öffentlichen Gebäuden und Spitälern (!) nur noch Sparlampen strahlen dürfen.
In einem zweiten Schritt sollen dann auch alle Privatunternehmungen und Privathaushalte dazu verdonnert werden. Bereits im Juni dieses Jahres dürften entsprechende Richtlinien in Kraft treten. Ziel: Die traditionelle Glühlampe soll aus den Regalen verschwinden – und zwar so schnell wie möglich.
Verlierer sind die Bürger, die den öffentlichen Umrüstungswahnsinn mit Steuermitteln berappen müssen – und gesundheitlich darunter leiden werden. Gewinner sind Lampenmultis wie Osram oder Philips, deren Verkäufe demnächst wohl explodieren dürften, schliesslich verdienen sie an den teuren Superlampen entsprechend mehr.
Dazu ein Detail am Rande: Seit 2001 erhebt die EU auf Energiespar-Leuchten aus Asien einen Sonderzoll von bis zu 66 Prozent. Begründet wird dieser massive Aufpreis mit dem Schutz vor Dumpingpreisen, sprich: zum Schutz der europäischen Hersteller. Wie wäre es, wenn endlich auch einmal die Konsumenten «geschützt» würden?
nDie dunkle Seite der Ägyptologie Ob Entdecker-Streit, Medienmanipulation, Diebstahl, Schmuggel oder andere dubiose Machenschaften: In den gut zweihundert Jahren ihrer Geschichte hat die Ägyptologie längst ihre Unschuld verloren.
Unbequeme Entdeckungen hält man geheim, unliebsame Funde werden als »X-Akten« behandelt und unter Verschluß genommen – statt sie ob ihrer Bedeutung öffentlich im Museum zu präsentieren.
Der neue Enthüllungsreport der beiden deutschen Autoren ist Dokumentation und Skandalchronik zugleich. Für jeden kritischen Ägyptologie-Fan ein absolutes Muß.
G. F. L. Stanglmeier & A. Liebe «Der Kopf des Osiris» Kopp Verlag, 2007 EUR 19.90
ABENTEURER ALEX CHIONETTI AUF DEN SPUREN VON STANLEY HALL UND ERICH VON DÄNIKEN
Sie gelten als «verbotene Zone»: Bis heute umrankt Ecuadors Tayos-Höhlen ein streng gehütetes Geheimnis aus uralter Zeit. Doch Abenteurer Alex Chionetti liess sich vom vermeintlichen «Fluch» nicht abschrecken – und zog los. Beinahe hätte er seine Filmexpedition durch den Dschungel mit dem Leben bezahlt!
Obwohl es ihn fast sein Leben gekostet hätte, beschloss der argentinische Journalist und Dokumentarfilmer Alex Chionetti 2006/2007 dem vermeintlichen Fluch zu trotzen, der über allen schwebt, die es wagen in die Tayos-Höhlen von Morona Santiago in Ecuador hinabzusteigen.
Sein Traum: Die dort angeblich verborgene Metallbibliothek einer längst vergessenen Kultur aufzuspüren.
Das sagenumwobene Tayos-Höhlensystem erstreckt sich über etliche Kilometer und wird als eines der grössten und phantastischsten in Südamerika, ja gar der ganzen Welt angesehen. Es liegen diverse Informationen zu drei Toren oder Zugängen vor, die jedoch sehr weit voneinander entfernt liegen sollen.
Bekannt wurde die mystische Unterwelt in den 70er-Jahren nicht zuletzt durch Forscher wie Juan Moricz, Stanley Hall oder Erich von Däniken. Alle bemühten sie sich vor Ort darum, den fantastischen Legenden auf den Grund zu gehen, die diesen Ort umranken. Von einer geheimnisvollen Metallbibliothek war damals die Rede und von reichlich fantastisch anmutenden Kristallsarkophagen, die bis heute dort unten ruhen sollen.
Auch Alex Chionetti unternahm mehrere Expeditionen in den Dschungel von Ecuador, die ihn im März 2007 mit Unterstützung der Rettungselitegruppe der Nationalen Polizei in Quito an den Rande seiner Kräfte führten – schliesslich aber auch endlich an den Ort seiner Träume. Hier exklusiv sein Erlebnisbericht.
Unterwegs im verbotenen Areal «Wenn Sie versuchen zum Rio Coangos zu gelangen, werden Sie sterben», mahnte mich eine Shuara-Indianerin. «Tun Sie es, wenn Sie wollen, aber bereiten Sie sich auf die Folgen vor…»
Unmittelbar vor den Tayos-Höhlen waren wir von einer Gruppe Jíbaros aufgehalten worden. Das sind Kopfjäger der Shuara-Indianer. Sie wollten uns zum Umkehren zwingen. Nicht schon wieder!
Im November 2006, vier Monate zuvor, war mir Ähnliches passiert, als ein Major der GITFA, einer Sondereinheit der ecuadorianischen Luftwaffe sich weigerte, die Reise mit mir fortzusetzen. Männer dieser Einheit sollten mich zu den mysteriösen Tayos-Höhlen begleiten, hielten jedoch im letzten Augenblick ihr Versprechen nicht ein.
Im März 2007 befand ich mich nun erneut an der Brücke, die über den Rio Namangoza führt, vor dem letzten grossen Schritt, den man tun muss, um zur mythischen Unterwelt zu gelangen. Erschöpft setzte ich mich ans Ufer des Flusses und weinte.
Ich hatte diesen Moment 28 Jahre lang herbeigesehnt – doch die Mutlosigkeit meiner eingeschüchterten Begleiter hätte auch diese Expedition fast zum Scheitern gebracht. Ich wollte auf keinen Fall aufgeben. Eine unbekannte heftige Kraft lenkte meine Schritte…
Ich weiss nicht, welche Kraft mich dazu bewog, fast genau dreissig Jahre nach der letzten grossen «offiziellen» Expedition zu den Höhlen nach Ecuador zu reisen – selbst wenn es ein Fiasko werden sollte. Immerhin besteht der bekannte schottische Forscher Stanley Hall bis heute fest darauf, dass es dort eine verlorene Bibliothek voller faszinierendem Wissen geben soll. Seine Forschungsergebnisse hat er kürzlich in einem Buch festgehalten (siehe Seite 51).
Vor meiner Abreise wurde ich darauf hingewiesen, dass in der Gegend Unruhen «Der Krieg an der Grenze hat die Gegend in gefährliches Minen-Terrain verwandelt.»
herrschten. Die von multinationalen Gesellschaften und lokalen Behörden unterstützten kanadischen Bergbauunternehmen haben dem östlichen Teil Ecuadors einen miserablen Ruf eingehandelt, vor allem dem Gebiet Morona Santiago. Die Nähe zu der peruanischen Grenze, wo 1995 der Krieg der Cordillera del Cóndor wütete, hat die Gegend in gefährliches, mit Minen gespicktes Terrain verwandelt.
All dies besorgte mich ebenso wie meine Begleiter, die – obwohl Soldaten! – nicht über ausreichende Informationen über die Minen-Gefahr verfügten. Das Gebiet, in das wir marschieren wollten, galt noch dazu als «verbotenes Areal». Dennoch wollte ich es unbedingt versuchen.
Begonnen hatte meine Geschichte vor 28 Jahren, als mich der baskisch-argentinische Höhlenforscher Julio Goyen Aguado einlud, die Tayos-Höhlen zu besuchen. Er hatte gerade mein Buch «Parallele Welten» gelesen, in dem ich über die Entdeckung einer mysteriösen Bibliothek erzählte, welche das gesamte vorsintflutliche Wissen der Menschheit enthalten soll.
Im Jahr 1981 versuchte ich seiner Einladung zu folgen. Wegen des Kriegs in Peru wurden wir aber bereits an der Grenze aufgehalten. Eine weitere mit Goyen Aguado geplante Expedition konnte leider wegen dessen plötzlichen Todes nicht mehr stattfinden. Im Dezember 1999 verunglückte er in den Anden. Angeblich soll er die «Metallbibliothek» 1968 zusammen mit dem selbsternannten Entdecker Juan Moricz gesehen und 1976 mit dem NASA-Astronauten Neil Armstrong und dem Schotten Stanley Hall an der letzten internationalen Expedition teilgenommen haben.
Ding der Unmöglichkeit?
Ich dachte: Jetzt oder nie! Was mir aber die grösste Sorge bereitete, war der anstehende senkrechte Abstieg in eine Tiefe von mehr als 80 Metern. Dafür hatte ich extra drei Männer der Rettungselitegruppe (G.I.R.) aus Quito mitgenommen.
Doch nach der eingangs erwähnten Am Ende seiner Kräfte. Alex Chionetti auf der Brücke über den Rio Coangos.
Exklusives Farbfoto von Chionetti: «Torbogen» der Cueva de los Tayos. Rechts: Foto von der Moricz-Expedition (1969).
Drohung der Shuara-Indianerin gingen mir meine bisherigen Expeditionen in dieses Gebiet durch den Kopf. Die letzte fand im November 2006 statt. Nun durfte einfach nichts mehr schief gehen! Und dies, obwohl mein letzter Besuch eigentlich kein Fiasko war, da ich den von Stanley Hall erhaltenen Koordinaten gefolgt war und Spuren entdeckt hatte, die bewiesen, dass es in einer anderen Höhle – in der Nähe des Rio Pastaza – tatsächlich Spuren einer fortgeschrittene Zivilisation gibt.
Dennoch waren diese Höhlen am Rio Pastaza nur winzige «Kirchen» im Vergleich zur mächtigen «Kathedrale», der sixtinischen Kapelle der Shuaras, der grossen Tayos-Höhle beim Rio Zamora – welche laut Juan Moricz in uralten Zeiten von einer von den Sternen gekommenen Rasse erschaffen worden sein soll.
Doch dorthin zu gelangen, so sagen viele, sei heute fast ein Ding der Unmöglichkeit. So sprechen etwa die Bewohner von La Esperanza, La Unión und Coangos von einer ominösen Stiftung namens «Fundación Sangay», die als einzige Zugang zu dem Ort habe und sich als selbsternannte Eigentümerin des Gebietes und der Höhlen aufspiele. Demnach dürfen weder Fremde noch Ecuadorianer sich auch nur bis auf 500 Meter der Höhle nähern.
Meine Recherchen aber zeigten, dass es diese Stiftung gar nicht gibt…
Probleme ohne Ende Die Mitglieder der Rettungselitegruppe brachten mir die fürs Überleben wichtigsten Grundregeln bei. Deshalb bat ich sie mich zu begleiten. Iván Jacome, ein Liebhaber archäologischer Themen, Cleber Rodríguez, in dessen Adern Quechua-Blut fliesst, ein ausgesprochen guter Kenner des östlichen Teils des Landes und Jorge Caicedo, Unterwasser-Experte, dessen Kenntnisse uns für den Fall nützlich gewesen wären, dass der unterirdische Fluss nach einem Regen in der Höhle einen See gebildet hätte.
Wir machten uns also auf den Weg und überliessen unser schweres Gepäck einem Träger, der es auf Eseln beförderte.Am Rio Namangoza in der Nähe von La Esperanza fanden wir schliesslich ein paar rätselhafte Steininschriften…
Leider mussten wir feststellen, dass wir den Fluss an dieser Stelle nicht überqueren konnten, da es die alte Brücke, die ans andere Ufer führen sollte, nicht mehr gab. Die Shuara-Indianer erklärten uns, dass der Durchgang ohne eine Genehmigung von Sucua, der Hauptstadt des Shuara-Reiches, nicht erlaubt sei.
Noch schlimmer: Das Oberhaupt der Shuara-Föderation, Miguel Tancamash, soll angeordnet haben, jeden, der versuche ohne Genehmigung weiterzugehen, festzunehmen und zu ermorden. Die Opfer sollten enthauptet und ihre Köpfe in den Fluss geworfen werden…
Es blieb uns also nichts anders übrig, als dort zu übernachten und auf die Gnade des Chefs zu hoffen. Am nächsten Morgen geschah – nichts. Die Shuaras hatten keine Lust uns durchzulassen. Erst die unerwartete Begegnung mit dem örtlichen Schamanen Lucho Chamin brachte uns Erlösung. Er erzählte, dass er einen seltsamen Traum gehabt hätte, in dem ihn ein Kind fragte, wie viele Vögel in den Tayos-Höhlen lebten. Aus welchem Grund auch immer verspürte er den Drang, uns bis an die Ufer des Rio Zamora zu begleiten. Nachdem wir den Fluss überquert hatten, übernachteten wir in La Unión.
In dieser Nacht tobte ein furchtbares Gewitter. Trotzdem machten wir uns um fünf Uhr morgens auf den Weg, da unsere «Aufenthaltsgenehmigung» zeitlich begrenzt war und wir unbedingt innerhalb von zwei Tagen in Yuquianza sein mussten. Dort sollte uns ein Polizeiauto erwarten.
Nicht innerhalb der vorgesehenen Zeit zu erscheinen, hätte katastrophale Folgen für uns haben können, die ich mir nicht ausmalen mochte.
Jedenfalls gelang es uns, den Rio Coangos zu erreichen. Auch hier mussten wir verhandeln, um unsere Reise fortsetzen zu können. Wir hatten keine andere Wahl, als meinen Stromgenerator zu «opfern». Mir wurde versprochen, dass er als Stromerzeuger für die kleine Schule eingesetzt werde. Meine unfreiwillige Spende trug dazu bei, die heiss ersehnte Genehmigung zu ergattern.
«Dänikens Torbogen» Dann waren wir endlich am Ziel: In Gedanken noch bei der unheimlichen Warnung der besagten Shuara-Indianerin, begannen wir endlich in die Tayos-Höhle abzusteigen. Nach etwa 50 Metern stiessen wir auf ein erstes Gefälle, das uns sehr lang und gewunden schien.
Und als ich endlich in der Höhle stand, konnte ich es kaum glauben: Dort sah ich «Dänikens Torbogen» und die Tunnels mit den verglasten Wänden, über die ich in seinem Buch «Aussaat und Kosmos» und anderen Schriften viel gelesen hatte.
Nach Verlassen des «Bogens» gelangten wir in die «Galerie Stanley Hall».
Obwohl der Schotte nur vier Stunden in der Höhle weilte, verdient er die Ehre dieser Bezeichnung, im Gegensatz zu Erich von Däniken, der viel darüber geschrieben, sie nach eigenen Aussagen jedoch nie persönlich gesehen hat.
Nach vorsichtigem Durchqueren der Höhle gelangten wir an eine der interessantesten Stellen – dorthin, wo die Monolithen stehen. Sie sehen aus wie Brotscheiben. Wer hat sie einst so zugeschnitten?
Dort befindet sich auch eine Kuppel aus vulkanischem Granit und schwarzem Basalt. Sie ist ein weiteres Rätsel der Höhle. Im Vergleich zu anderen megalithischen rechteckigen Formationen, besitzt sie eine «Wer hat die uralten Monolithen einst derart perfekt zugeschnitten?»
einzigartige wellige Struktur – als ob sie mit einem Präzisionswerkzeug bearbeitet worden wäre. Genau dort schlugen wir unser Lager auf.
Während die Shuara-Reisebegleiter Fleisch zubereiteten, ruhten sich die Männer von G.I.R. ein wenig aus. Ich verspürte den Drang, die Höhle zu inspizieren. Ich wollte die beiden in Fels gehauenen Skulpturen sehen, von denen mir während einer früheren Expedition erzählt worden war.
Die beiden Skulpturen, so hiess es, seien von einem Belgier entdeckt wurden, der versucht hatte, eine davon aus dem Fels zu brechen. Die eine soll eine Art Kelch oder Taufschale darstellen und die andere eine Taube oder den Heiligen Geist – was an diesem Ort sehr erstaunlich wäre, da es sich um Symbole des Christentums handelt.
Ich hätte mir nie vorstellen können, dass mich dieser kleine Ausflug so viel Kraft kosten würde. Mein Körper verlangte eine Ruhepause, ich aber wollte nicht auf ihn hören. Die Zeit war viel zu kostbar, um sie mit Schlafen zu vergeuden, und bis zum Verlassen der Höhle blieb uns nicht mehr viel Zeit. Nach kurzer Zeit spürte ich meine Füsse nicht mehr und lenkte meine Schritte aus einer unerklärlichen Intuition heraus zu einer Art Seitenkammer. Sollte sich die mysteriöse «verlorene» Metall-Bibliothek vielleicht genau dort befinden?
«Plötzlich wurde mir schlecht» Ich nahm meine letzte Kraft zusammen und näherte mich der Kammer. Doch zu meiner Überraschung stellte ich fest, dass sich vor mir ein etwa zehn Meter tiefer Abgrund auftat, den ich nur zusammen mit den G.I.R-Spezialisten hätte bewältigen können. Plötzlich wurde mir furchtbar schlecht und ich setzte mich auf einen Quaderstein…
Treue Weggefährten. Alex Chionetti und die beiden Shuaras Saan und Luis.
Bis heute weiss ich nicht, ob ich eingeschlafen war oder ohnmächtig wurde. Ich weiss nicht einmal, wie lange ich dort gesessen hatte, ich weiss nur, dass ich wieder zu mir kam, als ich die Rufe meiner Shuara-Begleiter hörte, die mich verzweifelt suchten.
Als ich den Shuaras von der kuriosen Seitenkammer berichtete und sie bat, mich dorthin zu begleiten, sahen sie sich mit merkwürdigen Blicken an und weigerten sich, das zu tun. Ihre Blicke verrieten mir, dass sie etwas darüber wussten, es ihnen jedoch verboten war, darüber zu sprechen.
Wettlauf gegen die Zeit Ich quälte mich zum Lagerplatz zurück, um die Männer von G.I.R. um Hilfe zu bitten. Doch sie hatten keine grosse Lust, sich irgendwo abseilen zu lassen. Die Zeit drängte, und wir mussten uns beeilen, nach Yuquianza zurückzukehren. Unser Passierschein wäre sonst ungültig geworden – ich mochte mir die Folgen nicht ausdenken.
Verzweifelt bat ich die Männer, mich noch schnell dorthin zu begleiten, doch sie drohten mir, mich in der Höhle allein zu lassen, was ich auf keinen Fall riskieren konnte. Wir begannen den Aufstieg aus der Höhle, der fast acht Stunden dauerte.
Als wir an der Oberfläche waren, bemerkte ich, dass einige Shuaras zusammen «Meine Begleiter drohten, mich allein in der Höhle zurückzulassen.»
mit dem angeblichen «Herrscher» der Tayos-Höhlen den Höhleneingang bewachten.
Die Sorge meiner Begleiter, nicht rechtzeitig oben zu sein, war auf die Angst zurückzuführen, dass uns die Bewacher in der Nacht die Sicherungsseile hätten durchschneiden können – was bei anderen Expeditionen schon vorgekommen sein soll.
Mit der Angst, dass wir nicht rechtzeitig an dem mit der Polizeipatrouille ausgemachten Treffpunkt ankommen würden, zogen wir los. Wir kehrten nach Coangos zurück. Von dort sollten wir nach La Union und am nächsten Tag über den Rio Zamora. Bevor wir La Union erreichten, kam uns eine Einheimische entgegen und berichtete, dass unser Kontaktmann Cleber von einer Bande Shuaras überfallen und nur ganz knapp dem Tode entronnen war. Es gelang ihm schliesslich, Unterschlupf in einer Hütte zu finden. Zehn Shuaras suchten ihn angeblich und suchten auch nach uns, um uns alle umzubringen.
In diesem Augenblick glaubte ich, dass meine letzte Stunde geschlagen hatte und ich musste an meine Vorgänger denken: an Juan Moricz beispielsweise und an ein paar andere, die das Geheimnis der Höhle mit eigenen Augen erblickt haben wollten.Alle waren sie tot.
Der «Fluch der Tayos-Höhlen» kam mir wieder in den Sinn. Zum Glück war die einheimische Shuara-Frau, die Clebers Leben gerettet hatte, gewillt, auch uns zu helfen Der nach Süden fliessende Rio Coangos. «Wenn Sie versuchen dorthin zu gelangen, werden Sie sterben», warnte eine Indianerin.
900 JAHRE ALTER TOTENKOPF STELLT WISSENSCHAFTLER VOR RÄTSEL
Eigentlich dürfte es ihn gar nicht geben: Seit Jahren streiten sich Mediziner und DNA-Forscher über einen 900 Jahre alten Totenschädel aus Mexico. Das bizarre Stück weist derart viele Anomalien auf, dass es sich vielleicht sogar um den Kopf eines halbirdischen Mischwesens handeln könnte.
Der amerikanische Autor und Hominiden-Forscher Lloyd Pye, der den Kopf seit 1999 untersucht, hat seine eigene These dazu entwickelt: «Das wahrscheinlichste Szenario scheint mir, dass das ‹Sternenkind› eine Kreuzung zwischen einem Menschen und einem menschenähnlichen Ausserirdischen ist.» Die bisherigen wissenschaftlichen Analysen konnten diese gewagte These bislang zumindest nicht widerlegen.
Er stellt so ziemlich alles in Frage, was wir über die Entwicklung der Menschheit zu wissen glauben. Und dennoch hat bisher noch keine einzige deutschsprachige Publikation über ihn berichtet.
Eigentlich erstaunlich, denn der so genannte «Sternenkind»-Schädel gilt weltweit bislang als einzigartig.
Der aussergewöhnliche Schädel wurde um 1930 in einem Minentunnel im Nordwesten von Mexiko gefunden, zusammen mit einem «normalen» weiblichen Totenkopf – der seither mehrmals für Vergleiche beigezogen wurden. Beide Relikte sind rund 900 Jahre alt, wie eine Radiokarbon-Analyse der University of California 1999 beweisen konnte. Bestätigt wurde diese Messung 2004 zudem von «Beta Analytic» in Miami.
Beide Toten seien «eingeborene Amerikaner» gewesen. Der äusserst skurril geformte Schädel gehörte einem Kind von etwa vier bis sechs Jahren. Das zeigte auch die Untersuchung der Zähne. Wegen seiner Deformation barg der Totenkopf aber Platz für ein Gehirn, das 200 Kubikzentimeter grösser war als das eines Erwachsenen.
Eine ausführliche DNA-Analyse ergab 2003, dass das Kind männlich war und eine menschliche Mutter hatte – allerdings handelte es sich dabei wider Erwarten nicht um die tote Frau, die daneben gefunden worden war. Die Herkunft mütterlicherseits konnte dank der Zell-DNA eruiert werden. Es war den Wissenschaftler am «Trace Genetics Center» in Kalifornien damals aber nicht gelungen, die Zellkern-DNA zu entschlüsseln, die Hinweise auf den Vater geliefert hätte.
Schuld daran war wohl das Alter der Knochen. Lloyd Pye: «Es ist sehr schwer, DNA zu entschlüsseln, wenn die Knochen älter als 50 Jahre sind. Diesen Schädelknochen haben ausserdem noch Sonne, Wind und Wetter zugesetzt.»
«Auffällig anders» Dass keine menschliche DNA im Zellkern gefunden wurde, könnte aber natürlich auch bedeuten, dass keine vorhanden ist – was zu Pyes Theorie von der halbirdischen Herkunft des Kindes passen würde.
Die Analysten in Kalifornien rieten dem Schädelhüter deshalb, sämtliche nur denkbaren DNA-Tests am Totenkopf vornehmen zu lassen, um sicher zu gehen. Denn «er ist auffällig anders als normale menschliche Knochen».
Vor seinem Engagement im Bereich der alternativen Forschung studierte der heute 62-Jährige Pye Psychologie, schrieb Romane und war zeitweise Geheimagent bei der US-Armee. Seit nunmehr knapp zwanzig Jahren interessiert sich der Autor aus Louisiana für die menschliche Evolution und das Phänomen von umstrittenen Hominiden wie etwa dem Bigfoot.
Das Problem: Für den Amerikaner scheint klar, dass die menschliche Existenz auf Erden ihren Ursprung einer ausserirdischen Zivilisation verdankt. Und damit hat er sich den Spott etablierter Akademiker quasi abonniert.
Der «Sternenkind»-Schädel fügt sich für Pye wunderbar in seine «Interventions-Theorie». Diese geht davon aus, «Ganz offenbar fehlte es den gelehrten Damen und Herren am nötigen Mut…»
dass der moderne Mensch nicht von den Primaten abstammt. Vielmehr müsse ein Eingreifen «von aussen» in Betracht gezogen werden.
Der Forscher fasste seine Thesen im Buch «Everything you know is wrong» zusammen, das letzten Herbst in einer überarbeiteten Auflage neu aufgelegt wurde. In seinem neuen Werk «The Starchild Skull» beschreibt der Amerikaner, welche Hürden er zu überwinden hatte, bis «sein» Schädel von etablierten Wissenschaftlern endlich genetisch analysiert wurde.
Kampf gegen Vorurteile Als Lloyd Pye das Relikt 1999 zu Untersuchungszwecken an sich nahm, stellte er den Besitzern in Aussicht, dass die Analyse wohl drei bis vier Monate in Anspruch nehmen würde. Er sollte sich mächtig täuschen.
Vor allem die skeptische Einstellung von Ärzten und Wissenschaftlern machte ihm zu schaffen. Immer wieder war Pye geradezu erschüttert von dem offen gezeigten Desinteresse oder gar der Ablehnung, mit der viele Forscher dem mysteriösen Schädel begegneten.
Ganz offenbar fehlte es den gelehrten Damen und Herren am Mut: «Vielen mag es durchaus klar geworden sein, wie wertvoll und wichtig dieser Schädel sein könnte. Aber sie haben ihre beruflichen Stellungen zu erhalten, Hypotheken abzuzahlen, Kinder ins College zu bringen und sie arbeiten alle in Bereichen, wo der «Sternenkind-Schädel». Die fehlende Kieferpartie wurde von Spezialisten nachgebildet.
Ausserirdisch? Lloyd Pye präsentiert stolz seinen einzigartigen Fund.
Gruppendruck offensichtlich derart gross geworden ist, dass der Druck in Jugendbanden im Vergleich dazu wie heisse Luft anmutet.» Solche Leute könnten es sich offenbar nicht leisten, mit einem Relikt in Verbindung gebracht zu werden, das etwas mit UFOs oder Ausserirdischen zu tun haben könnte, seufzt er.
Erst neun Monate nach der ersten Begegnung mit dem aussergewöhnlichen Totenkopf lockerte sich Pyes Frustration etwas: Dies dank Dr. Ted J. Robinson, einem Spezialisten für plastische Medizin und die Behandlung von Schädel-Deformationen («Medical Council of Canada, Royal College of Surgeons»). Robinson erklärte sich bereit, den Schädel zu untersuchen und behielt ihn ein Jahr lang in seinem Labor im kanadischen Vancouver.Ausserdem zog er noch weitere Experten hinzu.
Aussergewöhnliche Kopfform Robinsons 2004 vorgelegter Analyse-Report macht mehr als stutzig. Als erstes bestätigt der Mediziner darin, dass der Totenkopf echt ist – und somit natürlichen Ursprungs. Ausserdem würde er etliche Anomalien aufweisen, «die nicht zu den üblicherweise bekannten Schädeldeformationen passen».
Der Mediziner untersuchte den Schädel bis ins Detail und verglich ihn mit allen möglichen Fällen aus seiner 40-jährigen Praxis mit Kopf-Deformationen. Ergänzend dazu liess er spezielle Röntgen-Scans vornehmen. Handelte es sich beispielsweise um einen klassischen «Wasserkopf»?
Nein, erklärt der Spezialist. «Dieser Schädel scheint nicht nur aus meiner per- «Die Augenhöhlen sind nur halb so tief wie üblich und befinden sich auf Backenhöhe!»
sönlichen Erfahrung einzigartig – auch in der weltweiten wissenschaftlichen Literatur ist ein derartiger Deformations-Fall nirgendwo dokumentiert. Das ist höchst aussergewöhnlich!»
Den Schädel besonders macht vor allem seine abnormale Kopfform, die erstaunlicherweise völlig gleichmässig ist.
«Es gibt keine asymmetrische Wölbung oder unregelmässige Verdünnung, die das Kennzeichen wäre für eine typische menschliche Deformation», so der Fachmann. Die Abweichungen zu einem normalen Schädel seien jedoch enorm. Die Augenhöhlen – auch sie völlig symmetrisch – sind nur halb so tief wie üblich und viel weiter unten angesiedelt, dort, wo sich normalerweise die Backen befinden.
Die Haltepunkte der Augapfel-Muskeln sind im Innern der Höhlen noch erkennbar, weshalb Robinson und seine Kollegen davon ausgehen, dass der Kinderkopf trotz der auffällig flachen Höhlen einst Augäpfel besessen haben muss. Die entsprechenden Lider hätten aber für die bei Menschen notwendige Befeuchtung überdimensional gross sein müssen. War so etwas anatomisch überhaupt möglich?
Überdimensionales Gehirn Im Gegensatz zu den Augen hatte das Gehirn in diesem aussergewöhnlichen Kinderschädel auffällig viel Platz: Mit 1600 Kubikzentimetern dürfte es um 200 Kubikzentimeter grösser gewesen sein als dasjenige eines durchschnittlichen Erwachsenen.
Die Schädelgrösse passt jedoch am ehesten zu einem kleinen Erwachsenen oder einem rund zwölfjährigen Kind. Gebissund Fontanellen-Untersuchungen wiederum wiesen auf ein Kleinkind von vier bis sechs Jahren. Das Gehirn hatte auch deshalb so viel Platz, weil der Schädel überhaupt keine Nebenhöhlen aufweist – eine weitere Besonderheit. Und auch die Wülste für die Augenbrauen fehlen komplett.
Eine weitere Abnormität bildet der abgeflachte Hinterkopf. Da der Schädel keinerlei auffällige Spuren aufweist, konnte ein künstlicher Einfluss von aussen – etwa durch ständigen Druck beim Herumtragen – ausgeschlossen werden. «Der sonderbare Hinterkopf muss auf natürliche Weise gewachsen sein», sind Robinson und seine Kollegen überzeugt. Weiter fanden die Experten heraus, dass der Nacken wesentlich kleiner gewesen sein dürfte als bei einem normalen Menschen, nämlich nur etwa halb so gross.
Als wären das nicht schon der Mysterien genug, entsprach auch die Knochendichte nicht der Norm. Sie war nur etwa halb so dick und auch nur halb so schwer wie diejenige eines normalen menschlichen Schädels – und das durchgängig.
Dennoch schien sie überaus beständig.
Die Erkenntnisse und Ausführungen des Mediziners hinderten Skeptiker freilich nicht daran, die Besonderheiten des «Sternenkind»-Schädels mit «normalen» Kopf-Deformationen zu vergleichen. So wurde der Totenkopf etwa in der kritischen amerikanischen TV-Sendung «Is it real» des «National Geographic Channel» im November 2006 dem Gerichtsmediziner William Rodriguez vorgelegt. Dieser kam etwas gar vorschnell zum Schluss, dass die Schädeldeformation herkömmlich erklärbar sein müsse.
Rodriguez glaubte dies insofern belegen zu können, als er den Totenkopf neben einen anderen legte, der ebenfalls ein abnormes Scheitelbein besass. Dass dies aber auch bereits die einzige Kuriosität war, welche die beiden Schädel miteinander verband, schien in besagter Sendung niemanden zu kümmern Entsprechend verärgert zeigte sich Lloyd Pye über die seiner Meinung nach unausgewogene Berichterstattung: «Zu behaupten, dass die Existenz von anderen Schädeln mit einem oder zwei ähnlichen Eigenschaften das ganze Geheimnis um das ‹Sternenkind›-Relikt lüften würde, ist wie wenn man einen Streifen auf einem Elefanten finden würde und dann behauptet, es handle sich um ein Zebra.»
Rötliche Rückstände Neben der aussergewöhnlichen Form und Anlage des Schädels sollte bald auch eine weitere Besonderheit zu neuen Kontroversen führen: Die Royal Holloway University of London legte die Knochen 2003/ 2004 unter ein Rasterelektronen-Mikroskop und entdeckte dabei seltsame «Mikrofasern» in der Knochensubstanz.
Zeichnen diese möglicherweise für die hohe Stabilität der besonders leichten Knochen verantwortlich? Professor Ken Pye vom Londoner Institut – nicht mit Lloyd Pye verwandt – bestätigte jedenfalls, dass er so etwas «noch nie zuvor» gesehen hatte: «Wir fanden diese teils rötlichen Rückstände im schwammartigen Gewebe der Knochenbälkchen des Schädels. Normalerweise reinigen körpereigene Bakterien nach dem Tod die Knochen aber derart gründlich, dass sich eigentlich überhaupt keine Rückstände mehr in diesen winzigen Hohlräumen befinden dürften.»
Trotzdem waren sie da. Späterer Pilzbefall oder bakterielle Kontamination ob des hohen Alters des Relikts? Vermutlich nicht, wie mehrere Spezialisten nach Begutachtung der Bilder ratlos einräumten. Möglicherweise also nichtorganische chemische Ablagerungen? Etwa durch spätere Wasserverunreinigungen?
Definitive Gewissheit darüber, so die Experten, könne man wohl erst mit einem so genannten «Maldi-Tof-Test» gewinnen, der noch durchgeführt werden muss.
Seltsam jedoch auch, dass die ungewöhnlich zäh scheinenden Faserrückstände nur im «Starchild»-Schädel zu finden sind, nicht aber im «normalen» ebenso alten Frauenschädel derselben Fundstelle.
Zwar glaubt Professor Pye nicht zwin- «Eine Herkunft aus dem All kann im Moment zumindest nicht ausgeschlossen werden.»
gend an eine extraterrestrische Herkunft des Schädels, gibt aber zu bedenken: «Wir sollten grundsätzlich in Betracht ziehen, dass auch Lloyd mit seiner aussergewöhnlichen These Recht behalten könnte.»
Antworten dürften womöglich bereits in naher Zukunft neuerliche DNA-Untersuchungen liefern. Bereits 2003 nämlich hatte Lloyd Pye auf Anraten des kalifornischen «Trace Genetics Center» die damals extrahierten und bereits analysierten DNA-Proben der Schädelknochen sicherheitshalber einfrieren lassen.
Ein Schachzug, der ihm vielleicht bald nutzen könnte. Denn im Herbst 2006 gelang es Wissenschaftlern des Max Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und der amerikanischen «454 Life Sciences Corporation», Teile eines Neandertaler-Genoms zu entschlüsseln. Dies dank einer neuartigen Technik, mit welcher die wenigen, kurzen DNA-Stücke vervielfältigt werden konnten.
Letztere Knochenreste sind 38’000 Jahre alt. Dagegen sei der Schädel seines «Sternenkinds» ein «junges Küken», frohlockt Pye: «Bis der Neandertaler vollständig analysiert ist, wird diese Testvariante für uns nicht erhältlich sein, aber danach dürfen wir uns berechtigte Hoffnung auf eine ähnlich präzise Analyse machen.»
Noch im Laufe dieses Jahres will das deutsch-amerikanische Forscherteam seine Arbeit am Urmenschen beendet haben.
Pye rechnet damit, dass die neuerliche DNA-Untersuchung des «Sternenkind»- Schädels danach noch weitere ein bis zwei Jahre dauert. Aber nach einer Odyssee von mittlerweile neun Jahren sei das im Minimum «ein helles Licht am Ende des Tunnels».
nRechts der «Starchild»-Schädel, links zum Vergleich der weibliche Totenkopf.
Scientologe mit vielen Gesichtern: Rechts Tom Cruises irrwitziger Auftritt in der Ophrah-Winfrey-Talkshow und links das erste Foto seines umstrittenen «Stauffenberg»-Films, der Ende 2008 in die Kinos kommen soll.
Gemäss Scientology-Philosophie dürfte der Schauspieler bald «Superkräfte» erlangen. Was auch immer das heissen mag…
bards vertraulichem Vortrag «Assists» («Hilfestellungen») vom 3. Oktober 1968.
Originale Audio-Mitschnitte daraus – von Hubbard persönlich gesprochen – finden sich im Internet zudem gelegentlich auf www.xenu.net, sofern Scientology dort nicht gerade wieder einmal ihre Rechtsanwälte wüten lässt. Der Seitenbetreiber bietet Journalisten und Forschern auf Anfrage auch Kopien handschriftlicher OT-1bis OT-3-Texte von Hubbard an.
1994/1995 verklagte Scientology ausserdem etliche Internetuser und kurz darauf auch die «Washington Post» wegen der Xenu-Enthüllung. Nicht, weil die zitierten Textpassagen unwahr oder rufschädigend wären – sondern aus Copyrightsgründen und wegen Verletzung von Geschäftsgeheimnissen!
Xenu, so predigt Scientology ihren ahnungslosen Klienten, soll damals Milliarden von «überschüssigen» ausserirdischen Wesen auf die Erde verfrachtet und zu Vulkanen gebracht haben. Letztere habe er dann mittels Wasserstoffbomben (!) in die Luft gejagt. Ihre unsterblichen Seelen («Thetane») sollen der Menschheit von heute immer noch Kummer bereiten und sie negativ beeinflussen. Also gelte es, sich von ihnen zu befreien – und gleichzeitig immer höhere OT-Levels zu erreichen.
Abstruser gehts wohl nimmer. Umso mehr, als der galaktische Bösewicht, seine Gefangenen damals in «DC-8-ähnlichen Fluggeräten» (Hubbard) zur Erde geschickt haben soll. Was viele nicht wissen, aber dennoch auf der Hand liegt: «Scientology»-Anhänger höherer Grade sind von ausserirdischen Zivilisationen überzeugt. Besser gesagt, sie glauben – im Gegensatz zu Interessierten oder Forschern – im Sinne einer Religion daran. Genauso wie Christen an Jesus glauben. Oder Moslems an Mohammed.
«Nur wir können das…»
Das allein ist grundsätzlich sicher nicht verwerflich. Besorgniserregend sind viel mehr die totalitären Methoden, mit welchen Scientology ihr Ziel verfolgt, die Welt von derlei negativen Thetan-Einflüssen zu «säubern». Und ihr totalitärer Exklusivitätsanspruch. Ganz im Sinne von Tom Cruises Bekenntnis: «Nur wir kennen die wirkliche Wahrheit, nur wir können das tun.»
Oder wie es Scientology auf ihrer Schweizer Dianetik-Webseite harmlos umschreibt, ohne die spätere Xenu-Offenbarung auch nur mit einem Wort zu erwähnen: «Es gibt tatsächlich eine einzige Quelle für all Ihre Probleme, Anspannung, Niedergeschlagenheit und Selbstzweifel. Sie wird der reaktive Verstand genannt – der versteckte Teil Ihres Verstands, der alle schmerzvollen Erfahrungen aufzeichnet und sie dann gegen Sie verwendet. Dianetik beseitigt den reaktiven Verstand. Sie ist die einzige Sache, mit der das erreicht werden kann.»
Klingt so verlockend wie jede religiöse Versprechung. Doch im Gegensatz zu herkömmlichen Glaubensgemeinschaften oder Psychoanalysen sind dem Autor meh- «Nur wenige wissen, dass Scientology einen mächtigen Geheimdienst unterhält.»
rere Personen persönlich bekannt, die nach ihrer Mitgliedschaft bei Scientology nur mit Mühe wieder ins «normale» Leben zurückfanden. Bis heute plagen sie mehr Komplexe als je zuvor. Und noch mehr Schulden – ohne dass sie überhaupt von Xenu und seinen Schandtaten erfahren hätten. Denn «Dianetik»-Kurse, wie sie in der Schweiz heissen, kosten eine saftige Stange Geld. Weitaus mehr als viele zahlen können.
Nur wenige wissen zudem, dass Scientology weltweit einen mächtigen Geheimdienst unterhält – das so genannte «Office of Special Affairs» (OSA). Bekannt machte das hierzulande vor allem das Hamburger Landesamt für Verfassungsschutz, welches dem OSA und seinen Schnüffel-Methoden im Februar 1998 eine über 60-seitige Informationsbroschüre widmete.
Darin wird auch ein internes Scientology-Papier vom 12. März 1984 zitiert, das «weitere Anhaltspunkte für geheimdienstliche Aktivitäten in Deutschland liefert» und «mysteries» auch als Originalkopie vorliegt. Unter dem Obertitel «Hat Write Up» werden darin ausführlich die «theoretischen Grundlagen der scientologischen Geheimdienst-Taktiken und -Arbeitsmethoden» erläutert.
Agenten – als Penner verkleidet Für kritische Journalisten besonders alarmierend: Detailliert listet besagtes Scientology-Dokument Tipps auf, wie gegen unliebsame Gegner vorgegangen werden soll. So wird unter der Bezeichnung «DBS – Dust Bin Collection» ausdrücklich geraten, heimlich den Müll der betreffenden Zielpersonen zu sichten: «Je nach Zugänglichkeit geht eine Person vorzugsweise nachts um 2 Uhr vorbei und wühlt herum. Person ist wie ein Penner gekleidet, hat vielleicht eine ‹Fahne›, ist unrasiert und hat schon ein paar ‹Plastiktüten mit Briefmarken› oder ‹Flaschen› in der Hand. (…) Mülltonne durchschauen, «E-Meter». Mit diesem Gerät soll festgestellt werden, wer die Wahrheit sagt…
Papierkram herausnehmen. Auf Umwegen nach Hause an Deckadresse schicken (…) In der BRD ist noch nicht bekannt, dass diese Art der Datensammlung gemacht wird, es sollte als sehr vertraulich behandelt werden, auch die Tatsache, dass so etwas überhaupt möglich ist…»
Laut Verfassungsschutz gab es bereits 1984 Anhaltspunkte dafür, dass Scientology derlei Schnüffelmethoden mittlerweile auch in Deutschland praktiziert. Aber auch in der Schweiz sind gelegentlich Mülldetektive aktiv, wie der Autor dieser Zeilen Ende der 90er-Jahre als Zeitungsredakteur am eigenen Leib erfahren musste – nur gerade wenige Tage nach umfangreichen Enthüllungen über Scientology und etlichen erbosten Anrufen der Vereinigung (siehe dazu Seite 20).
Psychiatrie = Nazi-Wissenschaft Zurück zu Tom Cruise – der mutmasslichen Nr. 2 von Scientology, der laut eigener Aussage, die «Welt säubern möchte». Der mutmasslichen Nr. 2 einer Vereinigung, die in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Dem Mann, der 2005 in der Zeitschrift «Entertainment Weekly» analog zur Doktrin seines Glaubens die Psychiatrie hasserfüllt mit «Nazi- Wissenschaft» gleichstellte.
Dem Mann, dessen «Gott» Ron Hubbard Schwule als «sexuell Perverse» bezeichnete, die allesamt eingesperrt und isoliert gehörten. Dem Mann, der die Heroin-Ersatzdroge Methadon ebenso wie sämtliche Antidepressiva öffentlich als krankmachendes Teufelszeug brandmarkt.
Und dem Mann, dem als Schauspieler im Dezember 2007 wider besseren Wissens von Deutschlands Medien-Zar Hubert Burda der begehrte «Bambi»-Preis verliehen wurde – «für seinen ausserordentlichen Mut».
«mysteries» fragt: Für welchen Mut eigentlich, bitte schön? Entweder ist Meinungsmacher Burda («Bunte» und Co.)
einfach nur naiv. Oder er liess Cruise in Deutschland mit Absicht in den Himmel hieven. Beide Varianten stimmen nicht gerade optimistisch.
Kommt dazu, dass der US-Schauspieler in Kürze wohl die interne Supermann-Ausbildung «OT-8» anpeilen wird, um sei- Cruise bei einer seiner Predigten.
nen Geist endgültig von den bösen Geistern halbtoter ausserirdischer Seelen zu befreien und selber zum Gott zu werden.
Wehe, was dann auf uns zukommen mag…
nSCIENTOLOGY-SPRECHER JÜRG STETTLER: «XENU? FÜR UNS SIND DAS VERTRAULICHE DATEN» Wie reagiert Scientology auf die aktuell kursierenden Vorwürfe?
«mysteries» sprach mit Jürg Stettler (Bild), dem langjährigen Pressesprecher von Scientology Schweiz.
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